Stammdaten

Register
Amtsgericht Düren HRB 2526
Eingetragen
8.1.1999
Branche
Herstellung von Anstrichmitteln, Druckfarben und KittenHerstellung von PrüfmaschinenGroßhandel mit Anstrichmitteln
Gegenstand
die Produktion und der Vertrieb von Pulverlacken einschließlich Qualitätsprüfung und Entwicklung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sven Kaptein
seit 6.7.2023
Prokura
Ralf Möller
seit 8.2.2023
Prokura
Prokura
Geschäftsführer
Achim Kenn
seit 28.11.2018
Geschäftsführer
Peter Dr. Frese
seit 14.7.2016
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CWS Powder Coatings GmbH

Düren

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.155.706,22 3.180.706,22
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.093.885,23 5.886.389,71
2. Fertige Erzeugnisse 8.042.549,61 12.136.434,84 8.790.544,59 14.676.934,30
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 288.997,40 1.098.923,55
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 599.719,19 898.479,65
- davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 599.719,19 (i. Vj. EUR 854.822,83) -
3. Sonstige Vermögensgegenstände 242.220,28 1.130.936,87 518.653,68 2.516.056,88
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 814.376,28 17.116,73
14.081.747,99 17.210.107,91
C. Rechnungsabgrenzungsposten 5.390,00 3.380,00
17.242.844,21 20.394.194,13

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 51.129,19 51.129,19
II. Kapitalrücklage 6.132.114,55 1.632.114,55
III. Bilanzgewinn 353,07 353,07
6.183.596,81 1.683.596,81
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 159.054,00 164.619,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.690.091,10 1.353.734,66
1.849.145,10 1.518.353,66
C. Verbindlichkeiten
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr -
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 253.975,88
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 15.098,10 10.565,40
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.418.241,44 762.158,59
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.427.629,45 15.522.954,24
- davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 756.436,64 (i. Vj. EUR 1.903.183,02) -
- davon gegenüber Gesellschafter EUR 4.676.871,04 (i. Vj. EUR 12.491.955,66) -
5. Sonstige Verbindlichkeiten 349.133,31 642.589,55
- davon aus Steuern EUR 83.359,28 (i. Vj. EUR 67.607,74) -
9.210.102,30 17.192.243,66
17.242.844,21 20.394.194,13

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 57.480.554,08 67.420.613,80
2. Verminderung des Bestands an fertigen Erzeugnissen 747.994,98 553.364,31
3. Sonstige betriebliche Erträge 540.736,56 176.476,52
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 33.752.161,68 42.268.001,48
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.431.308,85 35.183.470,53 1.288.289,89 43.556.291,37
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.323.031,50 7.645.372,60
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.575.119,25 9.898.150,75 1.492.202,61 9.137.575,21
‒ davon für Altersversorgung EUR 14.419,88 (i. Vj. EUR 15.387,49) ‒
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.396.066,64 10.998.540,90
‒ davon aus der Währungsumrechnung EUR 39.999,50 (i. Vj. EUR 43.656,82) ‒
7. Erträge aus Beteiligungen 909.876,71 227.258,00
‒ aus verbundenen Unternehmen ‒
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 464.257,05 279.244,48
‒ davon an verbundene Unternehmen EUR 268.927,26 (i. Vj. EUR 199.300,00) ‒
‒ davon aus der Aufzinsung EUR 2.946,00 (i. Vj. EUR 2.981,00) ‒
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 401.632,06 200.283,75
10. Ergebnis nach Steuern 839.595,34 3.099.048,30
11. Sonstige Steuern 69.790,64 79.556,67
12. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 769.804,70 3.019.491,63
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00
14. Gewinnvortrag 353,07 353,07
15. Bilanzgewinn 353,07 353,07

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Amtsgericht Düren, HRB 2526

I. Vorbemerkungen

Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung im Jahresabschluss entsprechen der Vorgehensweise im Vorjahresabschluss. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§ 267 Abs. 2 HGB i.V.m. Art. 93 Abs. 2 HGBEG).

Anlagevermögen

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten und - soweit erforderlich - vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen auf den am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Umlaufvermögen

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Anwendung der Durchschnittsmethode mit den Anschaffungskosten oder, soweit nach dem Niederstwertprinzip niedrigere tatsächliche Werte zum Bilanzstichtag zu berücksichtigen waren, mit diesen bewertet.

Die fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bei Anwendung der Durchschnittsmethode, auf der Basis von gleitenden Monatsdurchschnitten, bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zuordenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch die notwendigen Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen und Verwaltungsgemeinkosten einbezogen.

Die in den Vorräten enthaltenen Bestandsrisiken aus langer Lagerdauer und mangelnder Verwendbarkeit sind durch entsprechende Abschläge berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Risikobehaftete und uneinbringliche Forderungen werden einzeln wertberichtigt bzw. abgeschrieben. Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit maximal 3 % auf den Forderungsbestand berücksichtigt. Daneben wurden angemessene Wertberichtigungen auf die Forderungen gegen ein Factoringinstitut gebildet, die die noch nicht belasteten Factoringgebühren berücksichtigen.

Liquide Mittel sind mit dem Nominalbetrag des Kassenbestandes und der Bankguthaben angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Rückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G der Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des Wahlrechts der gesetzlichen Neuregelung nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum Bilanzstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 1,83 % (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre in Höhe von 1,76 %). Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag von T€ 1 (i.V. T€ 6).

Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt, ferner wird von einer künftigen Rentenanpassung ausgegangen. Dabei wird derzeit von einer jährlichen Anpassung von 1 % (i.V. 1 %) bei den Renten ausgegangen.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), bestanden zum Stichtag nicht.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Das Wahlrecht zur Abzinsung von Rückstellungen bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wird nicht ausgeübt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Zur Aufgliederung der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den beigefügten Anlagespiegel verwiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten keine gegen die Gesellschafterin KANSAI HELIOS Services Germany GmbH.

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Aktivierte Ansprüche auf die Erstattung von Energiesteuern in Höhe von T€ 0 (i.V. T€ 6) entstehen rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag.

Eigenkapital

Mit Beschluss vom 30. November 2023 erfolgte eine Einlage in die Kapitalrücklage durch die Gesellschafterin KANSAI HELIOS Services Germany GmbH, Düren (bis 12. Oktober 2023: CWS Lackfabrik GmbH) in Höhe von T€ 4.500.

Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag zur KANSAI HELIOS Services Germany GmbH.

Rückstellungen

Bei den Rückstellungen handelt es sich hauptsächlich um Rückstellungen für Personalaufwendungen, Gewährleistungsrückstellungen, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Drohverlustrückstellungen.

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben - unverändert zum Vorjahr - eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2023 2022
EUR EUR
Deutschland 36.345.531,65 38.083.970,99
Ausland 22.404.714,81 31.246.010,08
Erlösschmälerungen -1.292.275,51 -1.910.710,69
Übrige Erlöse 22.583,13 1.343,42
Summe 57.480.554,08 67.420.613,80

Sonstige betriebliche Erträge

Periodenfremde Erträge betragen T€ 237 (i.V. T€ 83) und beinhalten Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen (T€ 159; i.V. T€ 0) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 76; i.V. T€ 83).

Aus der Verschmelzung der CWS Coatings GmbH auf die Gesellschaft resultiert ein Verschmelzungsgewinn von T€ 2.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Periodenfremde Aufwendungen betragen T€ 218 (i.V. T€ 0).

Erträge aus Beteiligungen

Ausgewiesen sind Gewinngutschriften der Tochtergesellschaft CWS Powder Coatings Company L.P., USA.

Zinsaufwendungen

Die aus der Aufzinsung von Rückstellungen resultierenden Zinsaufwendungen belaufen sich auf T€ 3 (i.V. T€ 3).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Ausgewiesen sind ausländische Steuerverpflichtungen, die bei der Gesellschaft durch die transparente Besteuerung der Gewinne der Tochtergesellschaft CWS Powder Coatings Company L.P., USA, entstehen.

V. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Für die Verbindlichkeiten der KANSAI HELIOS Services Germany GmbH gegenüber Kreditinstituten (T€ 8.713; i.V. T€ 9.112) wurden in 2023 - unverändert zum Vorjahr - folgende Sicherheiten gestellt: Haftung mit Vorräten.

Die Gesellschaft haftet für die Kontokorrentverbindlichkeiten der ATCOAT GmbH in Höhe von T€ 468.

Derzeit bestehen keine Tatsachen, die auf eine Inanspruchnahme aus diesen Verpflichtungen hindeuten, weil die Zahlungsfähigkeit der Unternehmen gegeben ist.

Anzahl der Arbeitnehmer

Während des Geschäftsjahres wurden -ohne Auszubildende und Geschäftsführer- im Durchschnitt 50 (i.V. 50) Angestellte und 97 (i.V. 101) gewerbliche Mitarbeiter beschäftigt.

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Art des Geschäfts Zinsaufwendungen Dienstleistungsaufwand Darlehen
Art der Beziehung T€ T€ T€
verbundene Unternehmen 269 5.897 5.800

Anteile an verbundenen Unternehmen

Gesellschaft Sitz Höhe des Anteils am Kapital in %
CWS Powder Coatings Company L.P. Blauvelt, New York, USA 100
CWS Powder Coatings Inc. Wilmington, Delaware, USA 100
Eigenkapital Ergebnis 2022
EUR EUR
CWS Powder Coatings Company L.P. 3.155.705,20 1.143.920,15
CWS Powder Coatings Inc. 1,02 0,00

Die Gesellschaft ist als übernehmender Rechtsträger nach Maßgabe des Verschmelzungsvertrages vom 9. August 2023 sowie der Zustimmungsbeschlüsse ihrer Gesellschafterversammlung vom 9. August 2023 und der Gesellschafterversammlung des übertragenden Rechtsträgers vom 9. August 2023 mit der CWS Coatings GmbH mit Sitz in Düren (Amtsgericht Düren HRB 5975) verschmolzen. Die Vergleichbarkeit des Abschlusses mit dem des Vorjahres ist durch die Verschmelzung nicht beeinträchtigt.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist ein Konzernunternehmen und gehört als verbundenes Unternehmen zum Konsolidierungskreis der Kansai Paint Co., Ltd. mit Sitz in Japan, 541-8523 Osaka, Chuo-ku, 6-14 Imabashi 2-chome, welche den Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen aufstellt, in den die Gesellschaft einbezogen ist. Den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis stellt die KANSAI HELIOS Coatings GmbH mit Sitz in Österreich, 1210 Wien, Ignaz-Köck-Straße 15, auf. Die Konzernabschlüsse sind am jeweiligen Sitz der Gesellschaft erhältlich.

Gesellschaftsorgane

Die Gesellschaft wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr vertreten durch die Geschäftsführer Herrn Bastian Krauß (seit 8. Februar 2023), Herrn Dr. Peter Frese und Herrn Achim Kenn. Herr Hans-Helmuth Schmidt hat sein Amt als Geschäftsführer mit Wirkung zum 31. Januar 2023 niedergelegt.

Auf Angaben hinsichtlich der den Mitgliedern des Geschäftsführungsorgans für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge wird unter Hinweis auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Nachtragsbericht

Berichtspflichtige Ereignisse nach dem Stichtag gibt es nicht.

 

Düren, den 28. Juni 2024

CWS Powder Coatings GmbH

Geschäftsführung

Bastian Krauß

Dr. Peter Frese

Achim Kenn

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.180.706,22 0,00 25.000,00 3.155.706,22
3.180.706,22 0,00 25.000,00 3.155.706,22
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.155.706,22 3.180.706,22
3.155.706,22 3.180.706,22

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Ziele und Strategien

3. Forschung und Entwicklung

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

3. Lage

a. Ertragslage

b. Finanzlage

c. Vermögenslage

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

2. Chancen- und Risikobericht

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die CWS Powder Coatings GmbH entwickelt, produziert und vermarktet technisch anspruchsvolle und umweltfreundliche Pulverlacke. Eine vertrauensvolle Kommunikation mit den Kunden, flache Führungshierarchien, unbürokratische und kurze Entscheidungswege sind hierbei Erfolgsfaktoren. Die CWS Powder Coatings GmbH ihrerseits wiederum ist eine 100%ige Tochter der KANSAI HELIOS Services Germany GmbH (vormals CWS Lackfabrik GmbH). Diese wiederum ist - seit Anfang Februar 2023 - eine 100%ige Tochter der KANSAI HELIOS Coatings GmbH. Die Anteile der KANSAI HELIOS Coatings GmbH, Österreich, werden zu 20% von der Mitsui & Co. Ltd., Japan, und zu 80% von der Kansai Paint Co. Ltd., Japan, gehalten.

2. Ziele und Strategien

Ein organisches, profitables und nachhaltiges Wachstum im Einklang mit Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit und das Annehmen der ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen sind die Leitlinien, an denen sich die CWS Powder Coatings GmbH orientiert. Geprägt von den Werten Professionalität, Verantwortung, Kundenorientierung, Geschwindigkeit und Effizienz.

3. Forschung und Entwicklung

CWS Powder Coatings GmbH ist ein innovatives Unternehmen der Farben- und Lackbranche. Dies ist Teil der Unternehmensstrategie, an der CWS ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ausrichtet. Um diese Leitlinie angesichts des herausfordernden Marktumfeldes gerecht zu werden, betreibt CWS eigene Forschung, arbeitet mit externen Instituten, Hochschulen und Kunden zusammen. Anerkennung von Mitarbeiterleistungen, Nachwuchsförderung und eine offene Unternehmenskultur sind die Grundlage für ständige Innovationen und die Sicherstellung des auch künftigen Unternehmenserfolges. Die sich stetig ändernden Marktanforderungen bieten den Entwicklern von Pulverlacken mannigfaltige Chancen. Gerade für die Entwicklung funktioneller Lacke ist CWS gut gerüstet. Der Anschluss an den Kansai Helios Konzernverbund eröffnet neue Möglichkeiten, Wissenstransfer und Zusammenarbeit in der Forschung und Entwicklung.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Laut IWF betrug das globale Wachstum im Jahr 2023 3,2%. Für das Jahr 2024 wird dieselbe Wachstumsrate erwartet. Deutschland hingegen, als Exportnation, leidet stärker unter dem insgesamt schwachen Welthandel als andere Länder.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz zeichnet daher die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Mai 2024 eher trübe. Stagnierte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den ersten drei Quartalen 2023, ging es im 4. Quartal sogar leicht zurück. Der Jahresbeginn 2024 zeigt bisher keine Erholung. Für 2024 wird ein reales Wachstum von 0,3% erwartet. Optimistisch, aber dennoch deutlich niedriger als das erwartete, 3,0%ige globale BIP-Wachstum. Daher überraschte es auch nicht, dass die globalen Einkaufsmanagerindizes in vielen wichtigen deutschen Handelspartnerländern unterhalb der Wachstumsschwelle verharren.

Der Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI) hat im April 2024 festgehalten: Die weltweite chemische Produktion exklusive Pharma nahm im Jahr 2023 um 2,9% gegenüber dem Vorjahr zu (2022: 1,6%). Für die EU hingegen muss für 2023 ein Minus von 6,2% (Vorjahr: -5,1%) und für Deutschland gar ein Minus von 10,1% (Vorjahr: -12,0%) nach deutlichen Zuwächsen im Jahr 2021 berichtet werden. Der Start ins Jahr 2024 fiel dann besser aus. Per Januar-Februar gilt im Vorjahresvergleich: Weltweit +6,1%, EU +1,0% und Deutschland +3,5%.

Die Kapazitätsauslastung der Branche ist in Q1 2024 im Vergleich zum Vorquartal leicht angestiegen; mit 78,1% ist sie aber nach wie vor nicht im Normbereich. Die Talsohle von Q3 2023 scheint hingegen durchschritten. Die Minderproduktion verschärft den Preiswettbewerb und bringt die Margen der Unternehmen unter Druck.

Der Weltmarkt für Pulverlacke belief sich 2022 auf 13,5 Mrd.€ und ist im Jahr 2023 um 5,6% gewachsen. Bis 2032 soll dieses Wachstum so fortschreiten bis auf eben 23,4 Mrd.€. Der am schnellsten wachsende Markt soll Nordamerika sein.

In Deutschland ist das Bild nicht so eindeutig. Der Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V. (VdL) berichtet für das Jahr 2023 über unterschiedliche Entwicklungen in den einzelnen Bereichen seiner Industrie. Zwar stieg der Umsatz um 2%; dieses ist aber lediglich inflationsbedingt. Branchenübergreifend fiel der Absatz im Jahr 2023 um 3% (Vorjahr: -4,5%). Am besten schnitten erneut Auto- und Bautenfarben ab. Deutlich schlechter lief das Jahr für Industrielacke; das Segment, in dem sich CWS wiederfindet. Hier gab es 2023 lediglich eine Steigerung um 1,5% beim Absatz; der Wert stieg um 6,7%. Für 2024 erwartet der VdL einen weiteren Absatzrückgang für die Branche um 2,0%.

Zu diesen Zahlen passt das von der Zeitschrift Farbe und Lack veröffentlichte Resümee der Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer von Farben- und Lackherstellern 2023, nämlich von schwach bis zufriedenstellend. Mit einer raschen Erholung rechnen die wenigsten; zumindest nicht im Jahr 2024, sondern erst ab 2025.

Die TOP 25 Beschichtungsunternehmen mit Hauptsitz in Europa konnten im Schnitt ihre Umsätze um 4,8% zum Vorjahr steigern. Trotz Preiserhöhungen konnte CWS die Mengenverluste nicht voll kompensieren, sodass der Umsatz rückläufig war.

2. Geschäftsverlauf

In dem für CWS maßgeblichen Segment der Pulverlacke, wiederum Teil der sonstigen Industrielacke, weist die Produktionsstatistik des VdL einen Produktionsrückgang im Gesamtjahr 2023 um 10,1% auf 61.373 Tonnen aus. CWS verlor beim Absatz 2023 mit 15,5% demnach noch mehr. Der Produktionswert hingegen bei Pulverlacken reduzierte sich in der Branche um 5,7%. Rechnerisch ergibt sich aus den vorliegenden Werten eine Erhöhung des Durchschnittspreises/kg im Markt um rund 30 ct/kg bzw. 4,9% im Vergleich zum Vorjahr. Für die CWS-Pulverlacke liegen die Werte mit 5ct/kg bzw. 1% unter den Erhöhungen des Marktes. Ein anderer Produktmix ist zusätzlich für das Delta erklärend.

Der Auslandsanteil des Geschäftes reduzierte sich deutlich auf 38,1%. Das Vorsteuerergebnis lag 2023 unter dem des Vorjahres und erreichte den Plan nicht. Der durchschnittliche Materialaufwand pro kg ist in Folge fallender Rohstoffpreise und Mix-Verschiebungen im Jahr 2023 zurück gegangen.

Letztlich konnte die Branche und auch CWS von gesunkenen Rohstoffkosten im Vergleich zu dem außergewöhnlich hohen Preisniveau der jüngeren Vergangenheit profitieren; dieses, auch wenn die Rohstoffkosten nicht auf das Vorkrisenniveau zurückgekehrt sind.

Trotz Preissteigerungen in fast allen operativen Bereichen hat die CWS sparsam gewirtschaftet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen mit dem Anschluss an den Konzernverbund KANSAI HELIOS und entsprechenden Umlagen. Die Kostenquote stieg entsprechend. Wie in den Vorjahren wurden Prozess- und Kostenoptimierungen durchgeführt. Der Personalaufwand stieg geringfügig. Somit verbleibt summarisch speziell im herausfordernden Jahr 2023 ein zufriedenstellendes Vorsteuerergebnis, welches nicht ganz an die positive Geschäftsentwicklung der letzten Jahre anknüpfen kann.

3. Lage

a. Ertragslage

Bei rezessiven Tendenzen in Europa, speziell in Deutschland, und erhöhten geopolitischen Risiken rechnet mehr als die Hälfte der Unternehmen des VCI mit rückläufigen Gewinnen oder gar Verlusten. Auf der Gegenseite sehen nur 13% eine Gewinnsteigerung bzw. 35% sehen stabile Gewinne. Das Chemiegeschäft bleibt auch im Jahr 2024 schwierig und die Erträge sind unter Druck. Bei geringer Nachfrage erhöht sich der Druck auf die Verkaufspreise einerseits; andererseits haben viele Rohstoffpreise die Talsohle durchschritten. Die Inflation führt c.p. zu steigenden betrieblichen Aufwendungen.

Die Bundesbank sieht in ihrem jüngst veröffentlichten Abschlussbericht 2023 die Ertragskraft der Unternehmen beeinträchtigt: "Angesichts der wirtschaftlichen Schwächephase dürften 2023 die kostenseitigen Belastungen im Zuge der Energiekrise tiefere Spuren in den Jahresabschlüssen der Unternehmen hinterlassen als 2022. Die gestiegenen Energiekosten belasten weiterhin vor allem die energieintensive Industrie. Überdies leidet die Produktion der exportorientierten Wirtschaftsbereiche und damit vor allem der Umsatz des Verarbeitenden Gewerbes auch durch die schwache Auslandsnachfrage. Der kostenseitige Druck dürfte zudem durch die hohen Lohnabschlüsse und die gestiegenen Finanzierungskosten über die Branchen hinweg weiter hoch bleiben. Unter dem Strich dürfte die Ertragskraft der Unternehmen 2023 durch diese Faktoren stärker beeinträchtigt werden."

Die Bundesbank erwartet für die Abschlüsse 2023 der deutschen Unternehmen abermals rückläufige Umsatzrenditen. Im produzierenden Gewerbe lagen diese bereits per Abschluss 2022 bei 6%. Dieser Tendenz konnte sich CWS nicht entziehen und liegt mit 1,3% sogar unter diesen Werten.

Die Zeitschrift Farbe und Lack weist für die weltweit Top 11 der Branche für das Jahr 2023 ein EBIT in Prozent vom Umsatz in Höhe von 14% aus (Vorjahr: 11%). Hierbei verzeichneten Unternehmen mit einem hohen Anteil an Bautenfarben die höchsten EBIT-Werte. CWS, eben nicht im Bautenfarbenbereich aktiv, kann nur eine deutlich schlechtere EBIT-Marge ausweisen. Den Weltkonzernen ist es gelungen, die gestiegenen Kosten weiterzugeben.

Der Materialaufwand reduzierte sich deutlich. Der Personalaufwand bei CWS ist leicht gestiegen. Der sonstige betriebliche Aufwand ist gestiegen. Das reduzierte Umlaufvermögen, speziell bei den Vorräten, zog niedrigere Kreditverbindlichkeiten nach sich. Trotzdem sind die entsprechenden Zinsaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Zinserhöhungen, angetrieben durch die EZB, machen sich bemerkbar. Der durchschnittliche Zinssatz ist folgerichtig auch gestiegen. Der Steueraufwand erhöht sich bei der CWS durch das sehr gute Ergebnis der US-Beteiligung. Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung beträgt 770 T€ (Vorjahr: 3.019 T€).

Ursächlich für die Ergebnisabweichung ist die deutliche Verfehlung der Absatzziele bei gleichzeitig gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen. In der Kansai Helios Gruppe liegt der Fokus auf dem EBITDA (796 T€; Vorjahr: 3.351 T€) und der EBITDA-Marge (1,4 %; Vorjahr: 5,0 %). Auch hier haben sich die Kennzahlen im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert und bleiben deutlich hinter den Gruppenerwartungen zurück.

b. Finanzlage

Grundsätze der Finanzsteuerung bei CWS sind die jederzeitige Zahlungsbereitschaft des Unternehmens, eine ausreichende Liquiditätsreserve sowie eine fristgerechte Finanzierung von Objekten des Anlage- und Umlaufvermögens.

Der Cashflow aus dem Jahresüberschuss war niedriger als im Vorjahr. Cashflow erhöhend war der deutliche Abbau des Vorratsvermögens und der Forderungspositionen. Hier wurde sowohl das Vorrats- und Forderungsmanagement verbessert. Auch die rückläufigen Rohstoffpreise reduzierten den Wert des Vorratsvermögens. Erhöhter Rückstellungsbedarf erhöhte den Cashflow. Der Abbau von Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Kreditinstituten reduzierte den Cashflow weiter. Der Aufbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen hat einen positiven Effekt auf den Cashflow.

Des Weiteren erhöhte eine Einzahlung der Muttergesellschaft in die Kapitalrücklage den Cashflow.

Aussagen zu den Fristigkeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem Jahresabschluss.

Laut dem Februarbericht der Deutschen Bundesbank schwächte sich die Kreditvergabe im vierten Quartal 2023 weiter ab. Relativ hohe Finanzierungskosten, in Verbindung mit der verhaltenen Industriekonjunktur und den unsicheren Wirtschaftsaussichten, dämpfen die Kreditnachfrage einerseits; andererseits verhalten sich Banken wegen erhöhter Kreditrisiken und im Hinblick auf die gedämpfte Wirtschaftslage restriktiver.

Auch der VCI beklagt, dass die hohen Zinsen die Finanzierungsbedingungen für Investitionen verschlechtern. Nach einer Umfrage durch den VCI beabsichtigt die Mehrzahl der Unternehmen auch 2024 einen Rückgang bei der Investitionstätigkeit in Deutschland. Die schlechten Standortbedingungen bremsen Investitionen am Standort Deutschland. Die Pläne für Investitionen vor Ort fallen noch einmal schlechter aus als die Investitionspläne im Ausland. Die Investitionsabsichten wandern dann vornehmlich in die USA ab. Neben der nachlassenden Bereitschaft zu investieren erhöhen sich bei der Finanzierung die Hürden.

Die objektiv bekannten Zinserhöhungen spüren die Mitgliedsunternehmen in Form der verschlechterten Konditionen. Dies antizipierend hat CWS dem frühzeitig mit Ausweitung ihrer Finanzierungsmöglichkeiten Rechnung getragen und ihre Finanzierung noch zinsgünstig größtenteils in den Langfristbereich umgeschichtet. Darüber hinaus besteht für CWS ein geringes Risiko, da neben Kreditinstituten auch der Mutterkonzern als Finanzierungsoption zur Verfügung steht.

Zinserhöhungen im benötigten flexiblen Zinskurzfristbereich kann auch CWS nicht ausweichen. Ein entsprechender Finanzmittelbestand in Verbindung mit stets freien Kontokorrentlinien sorgte dafür, dass immer ausreichend Liquidität vorhanden war.

c. Vermögenslage

Das Vermögen der CWS setzt sich zum 31. Dezember 2023 im Wesentlichen zusammen aus Anlagevermögen i. H. v. 3,2 Mio.€ (Vorjahr: 3,2 Mio.€) und Umlaufvermögen i. H. v. 14,1 Mio.€ (Vorjahr: 17,2 Mio.€) auf der Aktivseite - resultierend vornehmlich aus der Abnahme bei den Vorräten und einem reduzierten Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen bei gleichzeitig reduziertem Forderungsbestand gegen verbundene Unternehmen - sowie Rückstellungen i. H. v. 1,8 Mio.€ (Vorjahr: 1,5 Mio.€) und deutlich reduzierten Verbindlichkeiten i. H. v. 9,2 Mio.€ (Vorjahr: 17,2 Mio.€) auf der Passivseite der Bilanz. Das Eigenkapital i. H. v. 6,2 Mio.€ hat sich durch eine Einlage der Muttergesellschaft deutlich erhöht (Vorjahr: 1,7 Mio.€).

Im Vergleich zu 2022 hat sich die Unternehmensbilanz bei einer Bilanzsumme von 17,2 Mio.€ um 3,2 Mio.€ verkürzt. Größere Veränderungen ergaben sich auf der Aktivseite durch Abbau von Vorratsvermögen und Forderungen und auf der Passivseite durch Rückführung von Verbindlichkeiten und Erhöhung der Rückstellungen. Die Eigenkapitalausstattung wurde durch eine Kapitalerhöhung verbessert.

Aufgrund der Einlage in die Kapitalrücklage hat sich bei gleichzeitig reduzierter Bilanzsumme die Eigenkapitalquote deutlich verbessert, nämlich von 8,3% im Jahr 2022 auf 35,9% im Jahr 2023. Die Bundesbank weist im Bericht vom Dezember 2023 für Unternehmen des produzierenden Gewerbes zum Vorjahr gestiegene Eigenkapitalquoten von im Mittel 33% aus.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Die Aussichten für die weltwirtschaftliche Entwicklung bleiben gedämpft. Der IWF sieht in seinem jüngsten World Economic Outlook Wachstumsraten für die Jahre 2024 und 2025 von jeweils 3,2%. Der Forecast für das globale Wachstum in den nächsten fünf Jahren ist mit 3,1% so niedrig wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Die globale Inflation wird den Annahmen nach stetig zurückgehen, von 6,8% im Jahr 2023 auf 5,9% im Jahr 2024 und 4,5% im Jahr 2025.

Die Einschätzung des IWF aus dem Frühjahr 2024 für Deutschland sieht schon besser aus als die Einschätzung aus Herbst 2023. Jedoch sind lediglich 0,5% prognostiziertes reales Wachstum des BIP im Jahr 2024 in Deutschland ernüchternd. Damit bleibt Deutschland weiterhin das Schlusslicht in der Reihe der weltweit stärksten Volkswirtschaften. Es hilft nur bedingt, dass das BMWK für 2025 ein reales BIP-Wachstum vom 1% erwartet.

Lauf der ifo-Umfrage April 2024 sind die konjunkturellen Erwartungen jüngst besser geworden. Der Geschäftsklimaindex der deutschen Wirtschaft ist im April auf 89,4 Punkte gestiegen, nach 87,9 Punkten im März. Das ist immerhin das höchste Niveau seit Juni 2023. Auch die Erwartungen hellen sich auf. Dies gilt auch für den Sektor Verarbeitendes Gewerbe, der hier im Fokus steht. Im Gegensatz hierzu wird die aktuelle Lage noch schlechter als zuvor bewertet. Der Auftragsbestand ging weiter zurück und Produktionssteigerungen sind nicht in Sicht. Die sogenannte HeatMap der Konjunktur steht auf Krise. In der Vergleichsperiode Vorjahr war es nur Abkühlung.

So verwundert es auch nicht, dass auch der VCI für 2024 mit einer stagnierenden Produktion rechnet. Bei rückläufigen Preisen soll der Umsatz der Branche um 3,5% sinken. Erfreulicherweise sieht der VCI erste konjunkturelle Lichtblicke. Die Hoffnungen auf eine Erholung verschieben sich jedoch. 33% der Mitgliedsunternehmen erwarten eine einsetzende Erholung im zweiten Halbjahr 2024, 45% gar erst im Jahr 2025 oder später. Eine bereits eingesetzte Erholung nehmen lediglich 10% wahr.

Der weltweite Markt für Pulverlacke war im Jahr 2023 gemäß GlobalNewswire 17 Mrd. $ schwer. Mittel- und langfristig sind die Aussichten im Pulvermarkt aufgrund seiner qualitativen Eigenschaften und der guten Umweltverträglichkeit sehr gut. Dasselbe Marktforschungsinstitut erwartet in einer jüngst veröffentlichten Studie, dass die weltweite Nachfrage bis 2030 jährlich um über 7,5% wächst.

Für 2024 erwartet der VdL wie 2023 ein schwieriges Jahr. Das Umfeld für Lacke ist schlecht, allenfalls im zweiten Halbjahr könnte sich die konjunkturelle Lage in der Branche leicht aufhellen.

62% der Farben- und Lackhersteller glauben, dass sich die wirtschaftliche Lage nicht vor 2025 stabilisieren wird. 35% erwarten dies optimistischerweise schon im 2. Halbjahr 2024.

Die Themen Inflation und rezessive Tendenzen bei zunehmenden geopolitischen Spannungen verschlechtern die Rahmenbedingungen für Wachstum jedoch. Diese Gefahren für die Weltwirtschaft, die chemische Industrie und somit auch die Farben- und Lackindustrie sind auch die Herausforderungen, mit denen sich die CWS auseinandersetzen muss. Bei der im November 2023 erstellten Planung geht CWS, natürlich auch dank Unterstützung aus dem Konzernverbund, von einem deutlich höherem als dem Marktwachstum aus. Bei Absatz, Umsatz und Marge wird mit zweistelligen Zuwachsraten gerechnet.

Trotz der widrigen Umstände liegt die CWS nach den ersten Monaten des Jahres summarisch auf Plankurs, wenngleich auch mit verschobenen Parametern. Mehr denn je sind weiterführende Prognosen mit enormen Unsicherheiten behaftet. Mit dem Vorbehalt der erläuterten Risiken erwartet CWS 2024 ein Ergebnis deutlich über dem Vorjahr. Bezüglich der gruppenrelevanten Steuerungsgrößen soll das EBITDA deutlich verbessert werden. Einhergehend wird eine EBITDA-Marge von 6,7% angestrebt. Ergebnistreiber ist ein geplanter Absatzzuwachs von über 30%.

2. Chancen- und Risikobericht

Laut IWF sind bei einer hohen weltweiten Inflation von 6,9% im Jahr 2023 und weiterhin hohen Raten im Jahr 2024 die fiskalischen Herausforderungen groß und damit aufgrund steigender Zinskosten und hoher Ausgabenbedarfe die Wachstumsaussichten tendenziell niedrig. Ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine würde die Lage der Weltwirtschaft kurzfristig verbessern, ist aber nicht in Sicht. Sorgen um eine weitere Eskalation im Nahen Osten sind inflationstreibend und belasten die wirtschaftliche Gemengelage.

Strukturelle Herausforderungen, niedriges Produktivitätswachstum, steigende Kosten des Klimawandels und demografischen Wandels erschweren eine wirtschaftliche Belebung in den nächsten Jahren weltweit und besonders in Deutschland. So verwundert es nicht, dass die globale BIP-Prognose 2024 des IWF mit 2,9% deutlich unter dem historischen Durchschnitt liegt.

Das BMKW gibt sich optimistisch: "...bei einem Rückgang der Inflation, steigenden Reallöhnen und einer allmählichen Belebung der Weltwirtschaft dürften sich zentrale Belastungsfaktoren für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland aber im Verlauf dieses Jahres verringern und eine vor allem binnenwirtschaftlich getragene Erholung einsetzen."

In seinem World Chemistry Report zeigt der VCI einen in den letzten Perioden sich verbessernden Consumer Confidence Index. Der Business Confidence Index verharrt. Beide Indizes habe die Schwelle zu einer optimistischen Sicht jedoch noch nicht erreicht.

Zum Jahresende 2023 erwartete der VCI für 2024 ein geringeres weltweites Wachstum als im Jahr 2023. Die Unsicherheiten vor dem Hintergrund von Kriegen, geoökonomischen Spannungen und strukturellen Umbrüchen nehmen zu. Eine schnelle, spürbare Erholung zeichnet sich weiterhin nicht ab.

Auch wenn es jüngst etwas besser aussieht, warnt der VCI, dass die Gewinne, auch deutscher Unternehmen, im Wesentlichen im Ausland und nicht in Deutschland erwirtschaftet werden. Die strukturellen Probleme sind nach wie vor ungelöst. So verwundert es nicht, dass die Prognoseraten des VCI für 2024 für Deutschland schlechter ausfallen als weltweit. Für Deutschland beim BIP +0,4% (EU +0,6%, Welt +2,1%), bei der Industrieproduktion -2,0% (EU -2,5%, Welt 1,5%) und bei der Chemieproduktion ohne Pharma -1,0% (EU +1,0%, Welt +2,3%). In einer Umfrage unter seinen Mitgliedsunternehmen stellt der VCI fest, dass, um den erschwerten Bedingungen zu begegnen, 70% der Mitgliedsunternehmen die Effizienzmaßnahmen verstärken, 48% Innovationen intensivieren und 48% die ökologische Transformation beschleunigen wollen. Dies ist soweit positiv zu bewerten; andererseits zeichnet sich auch ein Strukturwandel zu Lasten Deutschlands ab, nämlich häufige Nennungen hinsichtlich Verlagerung, Verkauf und Stilllegung.

Nachfolgend sind die Chancen und Risiken in absteigender Reihenfolge ihrer möglichen Auswirkungen auf die CWS beschrieben.

Größte Störfaktoren für den Betriebsablauf der CWS werden in aufwändiger Bürokratie, langsamen Genehmigungsverfahren und ständig neuen Regulierungen gesehen. Der Fachkräftemangel bleibt. Hohe Arbeitskosten bleiben ein Thema. Auf die hinteren Plätze, aber immer noch von Relevanz, sind die Störfaktoren des Vorjahres, nämlich Preissteigerungen bei Vorprodukten, Energiepreise und Logistikprobleme, gerutscht.

An eine Grenze sind die Unternehmen bei ihren Belastungen durch bürokratische Regelungen, Vorschriften und Berichtspflichten gekommen. Aufwand und Kosten behindern hier das wirtschaftliche Fortkommen und Innovationen. Insbesondere die Vielzahl an Aufgaben ist so angewachsen, dass vor allem kleine und mittlere Unternehmen mit der Menge überfordert sind. Der Konzernverbund, aufgrund seiner Größe, ist hier für CWS hilfreich. Das Thema des Green Deals ist beim VdL nach wie vor auf der Agenda. Anders als von der EU-Kommission angekündigt sind bisher längst nicht alle Initiativen in regulative Maßnahmen umgesetzt worden.

Der Arbeitsmarkt zeigte sich trotz der konjunkturellen Schwächephase in Deutschland robust. Die Erwerbstätigkeit erreichte im Jahresdurchschnitt 2023 einen historischen Höchststand. Positiv für Arbeitnehmer, belastend für Unternehmen: Die steuerfreien Inflationsausgleichsprämien und Arbeitnehmerentgelte stiegen im Mittel um 6,7%. Der VCI vermeldet jüngst ebenso mit 479.500 Beschäftigten ein hohes und stabiles Niveau an Beschäftigung. Fehlanreize wie Bürgergeld werden nicht beseitigt. Die Rente mit 63 verschärft das Facharbeiterproblem zusätzlich.

Die Erzeugerpreise des Einen sind die Rohstoffpreise des Anderen. Die CWS bezieht diverse Vorprodukte, liefert aber auch für die nachgelagerte Industrie. Bei anhaltend schwacher Konjunktur im Jahr 2024 wird es erneut einen starken Preiswettbewerb geben, insbesondere durch internationale Wettbewerber, deren Preisstrukturen deutlich niedriger liegen als die der deutschen Hersteller.

Laut Umfrage des VCI vom Februar 2024 waren Erdgas mit 37,8% und Strom mit 25,2% die wichtigsten Energieträger der chemischen Industrie. Bei der CWS ist ausschließlich Strom relevant. Ließ der Krieg in der Ukraine die Energiepreise weltweit steigen, setzte 2023 eine Entspannung ein. Mittlerweise ist wieder das Niveau von 2021 erreicht. Aus Wettbewerbssicht verbleibt der Standortnachteil bei Deutschland. Beim Strompreis in Europa ist Deutschland Spitzenreiter.

Der technologische Wandel macht auch vor der Lack- und Harzindustrie nicht halt. Der Einsatz künstlicher Intelligenz ist in zahlreichen Projekten der Lackindustrie im vollen Gange. Hier gereicht der CWS der Kansai Helios Konzernverbund zum Vorteil, denn gerade kleine und mittelständische Unternehmen haben aktuell den größten Nachholbedarf im Bereich Digitalisierung und beim Einsatz von KI. Skaleneffekte sind hier ein Erfolgsschlüssel. Hier geht es um Optimierung der Produktion und menschlicher Arbeitskraft, verbesserte Qualitätskontrolle und kostengünstige individualisierbare Produkte.

War bereits das Jahr 2023 weltweit ein starkes Wachstumsjahr für funktionelle Lacke mit einer Wachstumsrate von rund 6%, wird hier auch in Zukunft großes Potential gesehen. Eben in diesem Bereich der smarten Beschichtungen treibt CWS ihre Entwicklung voran. Je nach Institut werden hier durchschnittliche jährliche Wachstumsraten (CAGR) von 5,3% gesehen. Unabhängig der energiepolitischen Strömungen sind funktionelle Beschichtungen, die eine lange Lebensdauer aufweisen und in der Lage sind, langanhaltender UV-Strahlung, weitschwankenden Temperaturbereichen, Erosion, Korrosion und anderen legierungsschädigenden Bedingungen standzuhalten, in allen Bereichen vonnöten, Offshore, Pipeline und Windkraft.

Es ist zu erwarten, dass der Trend, welcher sich aus den langfristigen Branchenstatistiken ablesen lässt, Nasslacke durch Pulverlacke zu substituieren, fortsetzt. Grand View Research schreibt in diesem Zusammenhang: "Powder coatings have numerous advantages over other coatings, such as lower operating costs, immediate availability, negligible VOC emission, excellent appearance, and uniform thickness. In addition, they are relatively easy to apply in thick layers of coating, which results in a smooth, uniform appearance."

In Bezug auf die immer wichtiger werdenden Umweltgesichtspunkte haben Pulverlacke viele Vorteile. Keine Lösungsmittel, kein verschwendeter Overspray durch Auffang und Wiederverarbeitung. Aushärtung bei niedrigeren Temperaturen, somit niedriger CO 2 -Abdruck. Ebenso in Bezug auf Korrosionsschutz, High Quality finish, Abrasivität, Haltbarkeit, Kostenersparnis und Verarbeitungszeit besitzt Pulverlack mittlerweile überlegene Eigenschaften. Bisher hat CWS gezeigt, dass sie gut in der Lage ist, sich auf sich ändernde Rahmenbedingungen einzustellen und Produkte, die den aktuellen Marktanforderungen entsprechen, zu entwickeln und zu produzieren. Neue Märkte erschließen sich durch immer weiter fortschreitende Forschungen. Gute Ansatzpunkte gibt es im Bereich Pulverbeschichtungen für Kunststoffe oder Holz-Polymer-Verbundstoffe.

Aufgrund der breiten Kundenbasis ist, auch bei einem deutlichen konjunkturellen Einbruch, die Risikostreuung groß. Eine starke Vertriebsmannschaft kombiniert mit ausgezeichneten Produkten ermöglicht es CWS, unter Konzernunterstützung den Marktanteil ausbauen zu können. In Zeiten einer möglichen konjunkturellen Abschwächung wird CWS dank effizienter Kostenstrukturen und entsprechender Flexibilität und Anpassungsfähigkeit erfolgreich und profitabel sein.

Herausforderungen sind die volatilen Preise im Rohstoffmarkt, aber auch die gestiegenen Preise in allen Bereichen der operativen Tätigkeit. Die Lohn-Preisspirale wirkt sich bereits aus. Rezessive Tendenzen beim Absatz kommen hinzu. All diese Veränderungen wirken sich rasch auf die Ergebnissituation aus und stellen nach wie vor eine schwer kalkulierbare Unsicherheit dar. Preiserhöhungen können nur mit Zeitverzögerungen am Markt weitergegeben werden. CWS begegnet dem Preisrisiko durch geschicktes Timing und Bevorratung beim Einkauf, aber auch durch flexibleres Kontraktmanagement auf der Kundenseite. Langjährige Partnerschaften und kundenindividuelle Produkte dämpfen den starken Wettbewerbsdruck ein wenig.

Positiverweise sind die Energiepreise jüngst wieder deutlich gefallen. Dennoch sollte klar sein, dass Energie hochpreisig ist und tendenziell in Deutschland und Europa immer teurer wird und Deutschland im globalen Wettbewerb preislich abgehängt ist. Für 2024 und 2025 hat CWS beim Strom fixierte Konditionen. Weitere Risiken liegen in der mittel- und langfristigen weiteren politischen Ausgestaltung der Energiewende.

Auf der Anbieterseite besteht ein überschaubarer Markt, in dem CWS gut positioniert ist. Die Markteintrittsbarrieren sind hoch. Dem Konsolidierungsprozess auf dem Anbietermarkt steht CWS nun gut positioniert gegenüber.

Dank breiter Kunden- und Lieferantenbasis ist das Bezugs- und Absatzrisiko bei CWS weit gestreut. Ein gut organisiertes Debitorenmanagement, Factoring und eine Warenkreditversicherung minimieren das Delkredere-Risiko. Nicht durch Versicherungen gedeckte Forderungen werden geringgehalten. Dem Risiko von Leistungs- und Produktionsausfall wird mit stetigen Ersatzinvestitionen bei den Produktionsanlagen sowie alternativen Produktionsmöglichkeiten im Konzern vorgebeugt.

Weitere wesentliche Risiken sind durch Versicherungen abgedeckt (Feuer-, Betriebsunterbrechungs-, Betriebs- und Umwelthaftpflichtversicherungen). Im neuen Konzernverbund mit KANSAI HELIOS ergibt sich weiteres Synergiepotential in nahezu allen Kostenbereichen. Erste Schritte sind bereits erfolgreich umgesetzt. Währungskursrisiken aus Fakturierung ergeben sich insgesamt keine wesentlichen, da Leistungen an Dritte hauptsächlich in Landeswährung abgerechnet werden.

Der Großteil der für 2024 geplanten Investitionen ist bereits finanziert. Bausteine der Finanzierung bilden Darlehen, ausreichend dimensionierte Kreditlinien und der operative Cashflow. CWS erwartet zumindest bis zum Herbst 2024 eine Reduzierung des Zinsniveaus. Daher werden auch die Zinskosten im flexiblen Kurzfristbereich voraussichtlich sinken.

 

Düren, 28. Juni 2024

CWS Powder Coatings GmbH

Geschäftsführung

Dr. Peter Frese

Bastian Krauß

Achim Kenn

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die CWS Powder Coatings GmbH, Düren

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der CWS Powder Coatings GmbH, Düren, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CWS Powder Coatings GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 28. Juni 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Obergarz, Wirtschaftsprüfer

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