Stammdaten

Register
Amtsgericht Flensburg HRB 12231 FL
Vorher
CP PTX Einundachtzigste (81.) Beteiligungs-GmbH
Eingetragen
10.11.2016
Branche
Großhandel mit Fleisch und FleischwarenHerstellung von Futtermitteln für NutztiereFleischverarbeitung a. n. g.
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Fleisch- und Wurstwaren, Konserven, Convenience-Produkten und Tierfutter jeglicher Art sowie Arbeitehmerüberlassung

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Iris Heckmann
seit 23.8.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
50.00%
25.50%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
ME-Produktionsgesellschaft mbH
Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EL 3 GmbH

Böklund

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 23.02.2023 bis zum 31.12.2023

5. Über Art und Umfang sowie über das Ergebnis unserer Prüfung erstatten wir den nachstehenden Bericht, dem der von uns geprüfte Konzernabschluss zum 31.12.2023 sowie der Konzernlagebericht für das Rumpf-Geschäftsjahr 2023 als Anlagen I bis VI beigefügt sind.

B. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

6 Zu dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

„Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die EL 3 GmbH, Böklund:

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der EL 3 GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2023, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Rumpf-Geschäftsjahr vom 23.02.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der EL 3 GmbH für das Rumpf-Geschäftsjahr vom 23.02.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2023 sowie seiner Ertragslage für das Rumpf-Geschäftsjahr vom 23.02.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

7 Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

8 Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

9 Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

10 Zur weitergehenden Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts vgl. „https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/3-v2-hgb-konzern-non-pie".

C. Grundsätzliche Feststellungen

1. Stellungnahme zur Lagebeurteilung durch die Geschäftsführung

11 Die gesetzlichen Vertreter haben die Lage des Unternehmens in dem als Anlage VI beigefügten Lagebericht zum 31.12.2023 beurteilt. Gemäß § 321 Abs.1 S.2 HGB nehmen wir als Abschlussprüfer vorweg zur Lagebeurteilung durch die Geschäftsführung Stellung. Dabei gehen wir insbesondere auf die Annahme des Fortbestands und die Beurteilung der zukünftigen Entwicklung des Konzerns ein, wie sie im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht ihren Ausdruck gefunden haben. Unsere Stellungnahme geben wir aufgrund unserer eigenen Beurteilung der wirtschaftlichen Lage des Konzerns ab, die wir im Rahmen unserer Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts gewonnen haben. Der Konzernlagebericht (Anlage VI) enthält unseres Erachtens folgende Kernaussagen zum Geschäftsverlauf und zur Lage des EL-Konzerns:

„Die Umsätze im EL 3 Konzern betragen TEUR 66.562. Das EBITDA beträgt TEUR 2.940. Der Rohertrag beträgt TEUR 18.468. Der Konzernjahresüberschuss beträgt TEUR 867.“

„Die Finanzierung der Investitionen vom EL 3 Konzern erfolgen aus dem Cashflow, vorhandenen Finanzmitteln sowie über die Tönnies Gruppe. Auf der Passivseite beträgt das Eigenkapital TEUR 528. Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital / Bilanzsumme) beträgt 2,3 %."

„Vor dem Hintergrund eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfeldes beurteilen wir die Geschäftsentwicklung im EL 3 Konzern als zufriedenstellend. Effiziente Produktionsabläufe und schlanke Strukturen. mit flachen Hierarchien schaffen die notwendige Flexibilität. Wir haben unsere Strategie in den zurückliegenden Jahren konsequent und mit großer Zielstrebigkeit unter Beachtung der Marktentwicklungen umgesetzt. Durch die Konkurrenz am Markt und die Anbieter von relativ identischen Produkten ergibt sich ein steigender Margendruck durch die großen Lebensmittelhändler als zentrale Abnehmer. Diesem treten wir erfolgreich mit Effizienzprogrammen und neuen Produkten entgegen. Der EL 3 Konzern hatte für das Rumpf-Geschäftsjahr 2023 keine Prognose abgegeben."

12 Aufgrund unserer Prüfung stellen wir fest:

Die Aussagen der gesetzlichen Vertreter zur wirtschaftlichen Lage und zum Geschäftsverlauf des Konzerns geben insgesamt eine zutreffende Beurteilung der Lage des Konzerns wieder.

13 Der Konzernlagebericht enthält neben Aussagen zu gesamtwirtschaftlichen Risiken und Chancen unseres Erachtens folgende Kernaussagen zur künftigen konzernspezifischen Entwicklung:

„Die Risiken aus dem Ukraine-Krieg und dem Nahostkonflikt werden• fortlaufend überwacht und bei Bedarf neu bewertet. Das Risiko der Branche wird ebenfalls durch das Kaufverhalten der Verbraucher geprägt. Ausfallrisiken der Kunden sind aufgrund der Vielzahl der Geschäftsbeziehungen und der Solvenz der Marktpartner - insbesondere der großen Lebensmittelhändler - von untergeordneter Bedeutung“

„Das Risiko von Produktionsausfällen und Vermögensschäden aufgrund von höherer Gewalt sind durch entsprechende Versicherungen im Wesentlichen abgedeckt. Weitere Risiken stellen neben den volatilen Fleischpreisen, insbesondere denen für Schweinefleisch, die allgemeinen Marktpreisentwicklungen für Rohstoffe, Energie, Fremdarbeiter oder Transporte dar.“

„Chancen sieht die Geschäftsführung insbesondere im international werdenden Markt für Fleisch und dem marktführenden Prozess-Knowhow."

„Es könnten sich Risiken und Chancen aus Beteiligungen und Kooperationen ergeben. Die Zusammenarbeit mit Partnern in Beteiligungen (assoziierten Unternehmen und gemeinschaftliche Tätigkeiten) und Kooperationen ist für den EL 3 Konzern von zentraler Bedeutung. Neben einem besseren Zugang zu Wachstumsmärkten und neuen Technologien dienen die Beteiligungen und Kooperationen der Nutzung von Synergieeffekten und der Verbesserung von Kostenstrukturen. An den Risiken und Chancen der Beteiligungen partizipiert der EL 3 Konzern grundsätzlich entsprechend seiner jeweiligen Anteilsquote. Die möglichen Risiken umfassen unter anderem negative wirtschaftliche Entwicklungen oder einen zeitlich verzögerten Aufbau von Entwicklungs- und Produktionsstrukturen. Dieses kann zu einer Beeinträchtigung der Wachstumsziele führen.“

„Weitere Risiken, die derzeit noch nicht identifiziert sind oder noch nicht als solche wahrgenommen werden, können sich bei veränderter Sachlage gegebenenfalls nachteilig auf den Konzern auswirken.

„Zusätzlich zu den beschriebenen Risikoarten gibt es Risiken, die die Reputation des EL 3 Konzerns als Ganzes betreffen. Die Haltung des Unternehmens in Bezug auf Themenstellungen wie Ethik und Nachhaltigkeit im Produktions- und Abwicklungsprozess steht im Fokus der Öffentlichkeit. Der EL 3 Konzern setzt umfassende Maßnahmen ein, damit Risiken, die in diesem Zusammenhang mit Wirkung auf die Reputation entstehen könnten, geregelten internen Kontrollen unterliegen."

14 Aufgrund unserer Prüfung stellen wir fest:

Die Aussagen des gesetzlichen Vertreters im Lagebericht geben insgesamt die künftige Entwicklung sowie die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung nach unserer Auffassung zutreffend wieder. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Beurteilung der Lage des Konzerns, insbesondere die Beurteilung des Fortbestandes und der wesentlichen Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung des EL-Konzerns, im Lagebericht plausibel und folgerichtig abgeleitet ist. Nach dem Ergebnis unserer Prüfung und den dabei gewonnenen Erkenntnissen ist die Lagebeurteilung der Geschäftsleitung dem Umfang nach angemessen und inhaltlich zutreffend.

2. Wesentliche Geschäftsvorfälle und bilanzpolitische Maßnahmen

15 Unter den bilanzpolitischen Maßnahmen verstehen wir alle sachverhaltsgestaltenden Maßnahmen und Bewertungsentscheidungen, die sich auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken.

Sachverhaltsgestaltend sind Maßnahmen, die sich auf den Ansatz und / oder die Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden auswirken, sofern sie von der üblichen Gestaltung abweichen, die nach unserer Einschätzung den Erwartungen der Abschlussadressaten entspricht, und sich die Abweichung von der üblichen Gestaltung auf die Gesamtaussage des Konzernabschlusses auswirkt.

Der Konzernabschluss der Gesellschaft enthält u.E. keine bilanzpolitischen oder sachverhaltsgestaltenden Maßnahmen.

D. Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung

16 Die Prüfung des Konzernabschlusses erfolgt gemäß § 316 Abs. 2 HGB. Gegenstand unserer Prüfung waren der nach den Vorschriften der § § 290 ff. HGB aufgestellte Konzernabschluss für das Rumpf-Geschäftsjahr vom 23.02.2023 bis 31.12.2023, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel sowie der nach § 315 HGB aufgestellte Konzernlagebericht für dieses Rumpf-Geschäftsjahr. Die Verantwortung für die Ordnungsmäßigkeit von Konzernabschluss und Konzernlagebericht trägt die Geschäftsführerin des Mutterunternehmens. Unsere Aufgabe war es, diese Unterlagen einer Prüfung dahin gehend zu unterziehen, ob die gesetzlichen Vorschriften zur Konzernrechnungslegung beachtet worden sind. Die Prüfung erstreckte sich auf die Abgrenzung des Konsolidierungskreises sowie insbesondere auf die Ordnungsmäßigkeit der in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse, die Ordnungsmäßigkeit der Konsolidierungsmaßnahmen sowie der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze.

17 Den Konzernlagebericht haben wir daraufhin geprüft, ob er mit dem Konzernabschluss und den bei unserer Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht und insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage des Konzerns vermittelt. Dabei haben wir auch geprüft, ob die voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken zutreffend dargestellt ist.

18 Unsere Prüfung haben wir, mit Unterbrechungen, in den Monaten Dezember 2023 bis Juni 2024 am Standort der wesentlichen Konzerngesellschaften in Britz bei Eberswalde und in unseren Geschäftsräumen in Düsseldorf durchgeführt. Bei Durchführung der Prüfung haben wir die Vorschriften der § § 316 ff. HGB und die in den Prüfungsstandards des IDW niedergelegten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung beachtet. Danach haben wir unsere Prüfung so angelegt, dass wir Unrichtigkeiten und Verstöße gegen die gesetzlichen Vorschriften, die sich auf die Darstellung des den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, erkennen konnten.

19 Gegenstand unseres Auftrags waren weder die Aufdeckung und Aufklärung strafrechtlicher Tatbestände, wie z. B. Unterschlagungen oder sonstige Untreuehandlungen, und außerhalb der Rechnungslegung begangener Ordnungswidrigkeiten noch die Beurteilung der Effektivität und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung. Prüfungsplanung und Prüfungsdurchführung haben wir jedoch so angelegt, dass diejenigen Unregelmäßigkeiten, die für die Konzernrechnungslegung wesentlich sind, mit hinreichender Sicherheit aufgedeckt werden. Die Verantwortung für die Vermeidung und die Aufdeckung von Unregelmäßigkeiten liegt bei den gesetzlichen Vertretern des Mutterunternehmens sowie der Tochterunternehmen.

20 Zur Prüfung der Posten des Konzernabschlusses stützen wir uns im Wesentlichen auf die Ergebnisse unserer Prüfungen von bedeutsamen, in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen und nehmen hierauf aufbauend eine kritische Würdigung dieser vor; bei den Jahresabschlüssen der beiden nicht prüfungspflichtigen Gesellschaften werden eigene prüferische Durchsichten durchgeführt. Nach IDW PS 450, Tz. 55 ff., haben wir als Abschlussprüfer die Grundzüge unseres Prüfungsvorgehens darzustellen. Zu den berichtspflichtigen Prüfungsinhalten gehören danach die zugrunde gelegte Prüfungsstrategie (IDW PS 240) und die Prüfungsschwerpunkte. Diese waren:

 

✓ die zutreffende Umsetzung der Aufwands-, Ertrags- und Schuldenkonsolidierung;

 

✓ die zutreffende Darstellung und Gliederung der Angaben in der Kapitalflussrechnung;

 

✓ die Prüfung auf Vollständigkeit der im Anhang zu machenden Angaben;

 

✓ die zutreffende Darstellung der Chancen und Risiken und des Prognoseberichtes im Lagebericht.

21 Im Rahmen unseres risikoorientierten Prüfungsansatzes haben wir uns zunächst einen aktuellen Überblick über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns verschafft. Zu diesem Zweck haben wir Informationen zu den einzelnen Geschäftsbereichen des Konzerns und zur Steuerung sowie Überwachung der Konzernaktivitäten eingeholt. Zudem haben wir eine Prüfung des für den Konzernabschluss relevanten internen Kontrollsystems vorgenommen. Hierzu zählen vor allem die organisatorischen Maßnahmen, die eine vollständige, richtige und zeitnahe Übermittlung der für die Aufstellung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes notwendigen Informationen gewährleisten sollen. Neben dem Prozess der Aufstellung des Konzernabschlusses haben wir uns von der Angemessenheit der Konzern-Bilanzierungsrichtlinien überzeugt, die auf eine konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung auf der Grundlage der für das Mutterunternehmen geltenden Vorschriften abzielen (§ § 300, 308 HGB). Die Einhaltung der Konzern-Bilanzierungsrichtlinien war Gegenstand der Prüfung der Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften.

22 Im Zusammenhang mit den vorstehend beschriebenen Prüfungshandlungen haben wir die Risiken festgestellt, die zu wesentlichen Fehlern in der Konzernrechnungslegung führen können. In den Bereichen, in denen die Konzernleitung angemessene interne Kontrollen zur Begrenzung dieser Risiken eingerichtet hat, haben wir Funktionsprüfungen durchgeführt, um uns von der kontinuierlichen Wirksamkeit dieser Maßnahmen zu überzeugen. Der Grad der Wirksamkeit dieser internen Kontrollen bestimmte anschließend Art und Umfang unserer Prüfung einzelner Posten des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes. Soweit wir aufgrund der Wirksamkeit der eingerichteten internen Kontrollen von der Richtigkeit des zu prüfenden Zahlenmaterials ausgehen konnten, haben wir die Untersuchung von Einzelvorgängen weitgehend eingeschränkt.

23 Die Beurteilung der Ordnungsmäßigkeit der in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse haben wir selbst vorgenommen.

24 Auf der Grundlage der uns zugegangenen Informationen haben wir weitere Prüfungshandlungen vorgenommen. Weiterhin haben wir unter Berücksichtigung unserer Risikoeinschätzungen auf der Basis von Stichproben die Konsolidierungsmaßnahmen geprüft. Hierzu zählten insbesondere die Kapitalkonsolidierung, die Schuldenkonsolidierung, die Aufwands- und Ertragskonsolidierung; Zwischenergebniseliminierung und Währungsumrechnung waren nicht zu verzeichnen.

25 Von der Geschäftsführerin des Mutterunternehmens sowie von den Geschäftsführungen der Tochterunternehmen sind uns alle verlangten Aufklärungen und Nachweise erbracht worden. Die Geschäftsführerin des Mutterunternehmens hat uns die berufsübliche schriftliche Vollständigkeitserklärung zum Konzernabschluss erteilt.

E. Feststellungen und Erläuterungen zur Konzernrechnungslegung

1. Ordnungsmäßigkeit der Konzernrechnungslegung

1.1 Rechtsgrundlagen

26 Eine gesetzliche Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts für den EL-Konzern besteht gemäß § 290 HGB.

1.2 Konsolidierungskreis und Konzernabschlussstichtag

27 Der Kreis der in den Konzernabschluss einbezogenen 5 inländischen Tochterunternehmen, an denen EL am Bilanzstichtag unmittelbar oder mittelbar mehrheitlich beteiligt ist, geht aus der Aufstellung im Konzernanhang (Seite 2) hervor. Die Angaben zum Konsolidierungskreis im Konzernanhang sind zutreffend. Die Abgrenzung des Konsolidierungskreises erfolgte im Berichtsjahr erstmalig. Der Konzernabschlussstichtag 31.12.2023 entspricht dem Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens und sämtlicher einbezogener Tochterunternehmen.

1.3 Konsolidierungsgrundsätze

28 Im Folgenden geben wir eine Übersicht der angewandten Konsolidierungsmethoden zur ordnungsgemäßen Entwicklung des Konzernabschlusses mit anschließender Erläuterung der wesentlichen Grundsätze und Maßnahmen der Konsolidierung:

 

✓ Kapitalkonsolidierung (§ 301 HGB)

 

✓ Schuldenkonsolidierung (§ 303 HGB)

 

✓ Zwischenergebniseliminierung (§ 304 HGB, soweit relevant)

 

✓ Aufwands- und Ertragskonsolidierung (§ 305 HGB)

 

✓ Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden einschließlich der konzerneinheitlichen Bewertung (§ § 300, 308 HGB)

 

✓ Gliederung der Konzernbilanz (§ 298 Abs.1 u. 2 i.V.m. § § 265, 266, 268-274 HGB) und der Konzern-GuV (§ 298 Abs.1 i.V.m. § § 265, .275, 277 HGB)

 

✓ Art der Konsolidierung (Stufenkonsolidierung)

29 Die Kapitalkonsolidierung erfolgte entsprechend der durch das BilMoG ge- änderten Vorschriften für ab dem 01.01.2010 vorzunehmende Erstkonsolidierungen nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs.1 S.2 HGB). Dabei werden die Anschaffungskosten der Anteile an den einbezogenen Tochterunternehmen mit dem jeweils anteiligen Reinvermögen basierend auf den beizulegenden Zeitwerten der übernommenen Vermögenswerte und Schulden dieser Unternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert bzw. als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen. Aus dem Hinzuerwerb von Minderheitenanteilen an bereits vollkonsolidierten Tochterunternehmen resultierende aktive oder passive Unterschiedsbeträge werden mit den Konzernrücklagen verrechnet. Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung von Tochterunternehmen werden über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben.

30 Entsprechend § 303 HGB wurden bei der Schuldenkonsolidierung Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen eliminiert. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen wurden grundsätzlich einheitlich nach den für das Mutterunternehmen angewandten Bilanzierungsgrundsätzen angesetzt und bewertet. Die Bewertung entspricht den gesetzlichen Bestimmungen und wurde nach gegenüber dem Vorjahr unveränderten Grundsätzen vorgenommen. Die angewandten Konsolidierungsmethoden entsprechen den gesetzlichen Vorschriften und wurden stetig angewendet.

1.4 Konzernbuchführung

31 Zur Gewährleistung einer konzerneinheitlichen Bilanzierung und Bewertung hat die Konzernmutter Bilanzierungsrichtlinien entwickelt, auf deren Grundlage die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zum Zwecke der Aufstellung des Konzernabschlusses Handelsbilanzen II (Konzernberichtspakete bzw. Reporting Packages) aufstellen, in denen die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Mutterunternehmens grundsätzlich angewendet werden. Darüber hinaus wird die einheitliche Bilanzierung und Bewertung vor allem durch die Verwendung eines einheitlichen Kontenrahmens, Vorgaben des Mutterunternehmens sowie ggf. Anpassungsbuchungen auf Konzernebene gewährleistet. Die Konzernbuchführung wird nach unseren Feststellungen in allen wesentlichen Belangen ordnungsgemäß geführt. Bei unserer Prüfung haben wir keine Feststellungen getroffen, die dagegensprechen, dass die von dem Mutterunternehmen getroffenen organisatorischen und technischen Maßnahmen geeignet sind, die Sicherheit der rechnungslegungsrelevanten Daten und IT-Systeme zu gewährleisten. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem ist nach unseren Feststellungen grundsätzlich dazu geeignet, die vollständige und richtige Erfassung, Verarbeitung, Dokumentation und Sicherung des Buchungsstoffs zu gewährleisten.

1.5 In den Konzernabschluss einbezogene Abschlüsse

32 Nach unserer Beurteilung aufgrund unserer Prüfung gem. § 317 Abs.3 HGB bilden die Jahresabschlüsse (incl. Reporting Packages) der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen geeignete Konsolidierungsgrundlagen. Die Anpassung der Jahresabschlüsse der einzubeziehenden Unternehmen an die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung im Konzernabschluss wurde ordnungsgemäß durchgeführt.

1.6 Konzernabschluss

33 Im Konzernabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel für das Rumpf-Geschäftsjahr vom 23.02.2023 bis 31.12.2023 der EL wurden die gesetzlichen Vorschriften beachtet. Der Konzernabschluss wurde ordnungsgemäß aus den einbezogenen Abschlüssen abgeleitet. Der Konzernanhang enthält die vorgeschriebenen sowie die wahlweise in den Konzernanhang übernommenen Angaben zur Konzernbilanz und zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Die Konzern-Kapitalflussrechnung wurde separat erstellt.

1.7 Konzernlagebericht

34 Der Konzernlagebericht (Anlage VI) entspricht den gesetzlichen Vorschriften (§ 315 HGB). Er steht mit dem Konzernabschluss und den bei unserer Prüfung gewonnenen Erkenntnissen im Einklang. Der Konzernlagebericht vermittelt insgesamt eine zutreffende Darstellung von der Lage des Konzerns. Nach unserer Auffassung sind die wesentlichen Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dargestellt.

2. Gesamtaussage des Konzernabschlusses

35 Der Konzernabschluss vermittelt insgesamt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der uns zur Prüfung vorgelegte Konzernabschluss zum 31.12.2023 ist aus den Einzelabschlüssen der Konzernunternehmen richtig entwickelt worden. Die Gliederung der Konzernbilanz (Anlage I); der nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellten Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (Anlage II), der Konzern-Kapitalflussrechnung (Anlage III) und des Konzern- Eigenkapitalspiegels (Anlage IV) steht in Einklang mit den gesetzlichen Vorschriften einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Konsolidierung.

36 Nach unseren Prüfungsfeststellungen und der uns schriftlich erteilten Vollständigkeitserklärung der Geschäftsführung der EL 3 GmbH sind in dem von uns geprüften Konzernabschluss alle einzubeziehenden Konzernunternehmen und alle bilanzierungs- und angabepflichtigen Sachverhalte berücksichtigt worden. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Einheitliche Bewertungsrichtlinien für den Konzern liegen vor. Nach unseren Feststellungen wurden die Vermögensgegenstände und Schulden in der Konzernbilanz einheitlich bewertet. Einzelheiten zu den von der Gesellschaft angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden enthält der als Anlage V beigefügte Konzernanhang. Der Grundsatz der Stetigkeit wurde bezüglich der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beachtet. Der Konzernanhang enthält die vorgeschriebenen sowie die wahlweise in den Konzernanhang übernommenen Angaben zur Konzernbilanz, zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie zur Konzern-Kapitalflussrechnung.

F. Analyseteil zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

37 Nach unseren Feststellungen sind alle notwendigen Angaben und Informationen im Konzernanhang und Konzernlagebericht sowie in der Konzern-Kapitalflussrechnung und im Konzern-Eigenkapitalspiegel enthalten, so dass wir auf eine Aufgliederung und Erläuterung der Posten des Konzernabschlusses an dieser Stelle verzichten.

G. Schlussbemerkung

38 Den vorstehenden Bericht über die Prüfung des Konzernabschlusses der EL 3 GmbH, Böklund, für das Rumpf-Geschäftsjahr vom 23.02.2023 bis zum 31.12.2023 und des Konzernlageberichts für dieses Rumpf-Geschäftsjahr erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (IDW PS 450).

39 Der von uns mit Datum vom 30.06.2024 erteilte Bestätigungsvermerk ist in Abschnitt B. "Wiedergabe des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers" enthalten. Der Prüfungsbericht wird gem. § 321 Abs.5 HGB unter Berücksichtigung von § 32 WPO wie folgt unterzeichnet:

 

Düsseldorf, 30.06.2024

ARGENKO PLUS GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

HAHN, WIRTSCHAFTSPRÜFER

Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Konzernabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir verweisen insbesondere auf § 328 HGB.

Konzern-Bilanz zum 31.12.2023

Aktivseite

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 98.337,16 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 98.337,16 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.572.391,40 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.648.393,33 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 851.335,83 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.450.157,74 9.522.278,30 0,00
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00
4. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
9.620.615,46
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.733.837,01 0,00
2. Unfertige Erzeugnisse / Leistungen 682.625,07 0,00
3. Fertige Erzeugnisse / Leistungen 983.646,56 4.400.108,64 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.190.424,36 0,00
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
3. Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen 0,00 0,00
4. Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen 237.509,81 0,00
5. sonstige Vermögensgegenstände, Rechnungsabgrenzung 5.074.105,00 6.502.039,17 0,00
III. Flüssige Mittel
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.019.118,52 0,00
12.921.266,33
C. Rechnungsabgrenzungsposten 49.472,60 0,00
22.591.354,39 0,00

Passivseite

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 0,00
II. Rücklagen des Mutterunternehmens für für eigene Anteile 0,00 0,00
III. Sonstige Konzernrücklagen 0,00 0,00
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 0,00 0,00
V. Nicht beherrschende Anteile 0,00 0,00
VI. Bilanzgewinn 503.455,28 528.455,28 0,00
B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 3.738.640,46 0,00
C. Sonderposten für Zuschüsse zum Anlagevermögen 0,00 0,00
D. Rückstellungen
1. Pensionsrückstellungen 0,00 0,00
2. Steuerrückstellungen 302.591,67 0,00
3. sonstige Rückstellungen 2.533.597,35 2.836.189,02 0,00
E. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 333.604,23 0,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.663.925,73 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
5. Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen 0,00 0,00
5. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 9.722.367,78 0,00
6. Sonstige Verbindlichkeiten 2.735.131,89 15.455.029,63 0,00
- davon aus Steuern: EUR 270.201,64 (VJ: EUR 0,00)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 945,16 (VJ: EUR 0,00)
F. Rechnungsabgrenzungsposten 33.040,00 0,00
22.591.354,39 0,00

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 23.02.2023 bis 31.12.2023

2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 66.561.975,44 0,00
2. Erhöh./Verringerung des Bestandes an fertigen und unf. Erzeugnissen. -180.165,43 0,00
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 0,00
Gesamtleistung 66.381.810,01 0,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 240.903,68 0,00
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 0,00 (VJ: EUR 0,00)
5. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -45.451.362,19 0,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.462.654,05 0,00
-47.914.016,24 0,00
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -9.329.553,74 0,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvers. / Unterstützung -2.088.703,36 0,00
- davon für Altersversorgung: EUR 22.309,28 (VJ: EUR 0,00) -11.418.257,10 0,00
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen -1.589.701,86 0,00
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens 0,00 0,00
-1.589.701,86 0,00
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 0,00 (VJ: EUR 0,00) -4.252.625,53 0,00
Betriebliches Ergebnis 1.448.112,96 0,00
9. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 0,00 0,00
10. Aufwendungen aus Gewinnabführungsverträgen 0,00 0,00
11. Erträge aus Beteiligungen 0,00 0,00
12. Erträge aus Ausleihungen 0,00 0,00
13. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.609,12 0,00
- davon aus nahestehenden Unternehmen: EUR 1.416,00 (VJ: EUR 0,00)
14. Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 0,00 0,00
15. Aufwendungen aus Verlustübernahmen 0,00 0,00
16. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -582.963,34 0,00
- davon aus nahestehenden Unternehmen: EUR 264.669,19 (VJ: EUR 0,00)
Finanzergebnis -576.354,22 0,00
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. 93.048,71 0,00
- davon Ertrag/Aufwand aus Veränderung latenter Steuern EUR 0,00 (VJ: EUR 0,00)
18. Ergebnis nach Steuern 964.807,45 0,00
19. Sonstige Steuern -97.499,69 0,00
20. a) Erträge aus Verlustübernahme 0,00 0,00
20. b) Aufwand aus Ergebnisabführung 0,00 0,00
21. Konzernjahresüberschuss 867.307,76 0,00
22. nicht beherrschende Anteile 0,00 0,00
23. Konzernjahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist 867.307,76 0,00
24. Ergebnisvortrag -363.852,48 0,00
25. Zuführung zu den Rücklagen / Ergebnisverwendung 0,00 0,00
26. Bilanzgewinn 503.455,28 0,00

Kapitalflussrechnung

2022 2023
EUR EUR
Ergebnis nach Steuern 0,00 867.307,76
Abschreibungen / Zuschreibungen 0,00 1.589.701,86
Veränderung langfristige Rückstellungen 0,00 0,00
Veränderung Steuern 0,00 -54.721,89
• Ergebnis aus Abgang Anlagevermögen und Wertpapieren UV 0,00 7.924,38
Finanzergebnis 0,00 589.572,46
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge / Aufwendungen 0,00 790,66
Cash flow 0,00 3.000.575,23
Veränderung Nettoumlaufvermögen 0,00 -3.737.103,81
Veränderung kurzfristige Rückstellungen 0,00 128.832,20
Veränderung sonstige Bilanzposten 0,00 0,00
Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit 0,00 -607.696,38
Immaterielle Vermögensgegenstände / Sachanlagen
Investitionen 0,00 -1.591.746,83
Einnahmen aus Anlageabgängen 0,00 7.924,38
Akquisitionen, Beteiligungen und Ausleihungen an verb. Untern. Investitionen 0,00 -5.822.000,00
Einnahmen aus Anlageabgängen / Desinvestments 0,00
Veränderung flüssiger Mittel aus Erst- und Entkonsolidierung 0,00
Veränderung Wertpapiere (AV/UV) / Finanzforderungen/ Sonstiges 0,00 6.609,12
Mittelveränderung aus Investitionstätigkeit 0,00 -7.399.213,33
Veränderung Gezeichnetes Kapital / Kapitalrücklage / Sonstiges 0,00 0,00
Dividenden/Auschüttungen 0,00 0,00
Veränderung Finanzschulden sowie Finanzergebnis 0,00 5.879.387,76
Mittelveränderung aus Finanzierungstätigkeit 0,00 5.879.387,76
Zahlungswirksame Veränderung Flüssige Mittel 0,00 -2.127.521,95
Veränderung der flüssigen Mittel aus Wechselkurs- und sonstigen Wertänderungen 0,00 0,00
Neutrale Veränderung der flüssigen Mittel (Konsolidierungskreis- Änderung) 0,00 0,00
Vänderung Flüssige Mittel Gesamt 0,00 -2.127.521,95
Free Cash Flow 0,00 -8.006.909,71
Bestand liquide Mittel am 01.01. 0,00 4.146.640,47
Bestand liquide Mittel am 31.12. 4.146.640,47 2.019.118,52
Veränderung flüssige Mittel 4.146.640,47 -2.127.521,95

Eigenkapitalspiegel

Anfangsbestand 01.01.2023 Kapitalumbuchung EUR Dividende Ausschüttung Kapitalerhöhung EUR Währungsumrechnung
EUR EUR EUR
Kapitalanteile der Kommanditisten 0,00
Rücklagen des Mutterunternehmens 0,00
Ergebnisverwendung 0,00
Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen 0,00
Summe Kapitalanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gezeichnetes Kapital / Komplementärkapital 0,00
Kapitalrücklage / Kdt-Kapital Haftkapital 0,00
Gesetzliche Rücklage / Kommandit-Kapital Verrechnungskonten 0,00
Andere Gewinnrücklagen 0,00
Satzungs- / vertragsmäßige Rücklagen / Rücklage für eigene Anteile 0,00
Verlustvortrag KG 0,00
Genussrechtskapital 0,00
Summe Gewinnrücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 0,00
Ergebnisvortrag 4.994,45 -366.159,75
Jahresüberschuss/-fehlbetrag -366.159,75 366.159,75
Eigenkapital des Mutterunternehmens -361.165,30 0,00 0,00 0,00 0,00
Nicht beherrschende Anteile 0,00
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung (Minderheiten) 0,00
nicht beherrschende Anteile Jahresergebnis 0,00
Summe Eigenkapital nicht beherrschende Anteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzerneigenkapital -361.165,30 0,00 0,00 0,00 0,00
Änderung Kons.-Kreis Änderung Beteiligungsquote Ergebnis Konzern Endbestand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Kapitalanteile der Kommanditisten 0,00
Rücklagen des Mutterunternehmens 0,00
Ergebnisverwendung 0,00
Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen 0,00
Summe Kapitalanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Gezeichnetes Kapital / Komplementärkapital 25.000,00 25.000,00
Kapitalrücklage / Kdt-Kapital Haftkapital 0,00
Gesetzliche Rücklage / Kommandit-Kapital Verrechnungskonten 0,00
Andere Gewinnrücklagen 0,00
Satzungs- / vertragsmäßige Rücklagen / Rücklage für eigene Anteile 0,00
Verlustvortrag KG 0,00
Genussrechtskapital 0,00
Summe Gewinnrücklagen 25.000,00 0,00 0,00 25.000,00
Summe Rücklagen 25.000,00 0,00 0,00 25.000,00
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 0,00
Ergebnisvortrag -2.687,18 -363.852,48
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 867.307,76 867.307,76
Eigenkapital des Mutterunternehmens 22.312,82 0,00 867.307,76 528.455,28
Nicht beherrschende Anteile 0,00
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung (Minderheiten) 0,00
nicht beherrschende Anteile Jahresergebnis 0,00
Summe Eigenkapital nicht beherrschende Anteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzerneigenkapital 22.312,82 0,00 867.307,76 528.455,28

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Der Konzernabschluss der EL 3 GmbH, die ihren Sitz in Böklund hat und beim Amtsgericht Flensburg unter der Handelsregister-Nummer HRB 12231 registriert ist, wurde entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (insbesondere § 290 ff. HGB) aufgestellt. Der Konzernanhang richtet sich nach den Vorschriften der §§ 313 f. HGB.

Die Fristigkeitsvermerke zu den Forderungen (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 268 Abs. 4 HGB) und den Verbindlichkeiten (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 268 Abs. 5 HGB) sowie Mitzugehörigkeitsvermerke zu den Posten der Bilanz wurden zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit in den Anhang aufgenommen.

Das Rumpfgeschäftsjahr läuft vom 23. Februar bis zum 31. Dezember. Der Konzernabschluss wurde erstmals aufgestellt.

2. Angaben zur Konsolidierung

a) Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind gemäß § 294 Abs. 1 HGB neben dem Mutterunternehmen 5 inländische Unternehmen einbezogen worden, an denen das Mutterunternehmen jeweils unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht (§ 290 Abs. 2 Nr. 1 i.V.m. Abs: 3 HGB).

Die vollkonsolidierten Gesellschaften sind in der folgenden Aufstellung gemäß § 313 Abs. 2 HGB enthalten:

Name, Sitz Anteil am Kapital
%
Salad & More Holding GmbH, Böklund 100,0
EWN Wurstspezialitäten GmbH & Co. KG, Britz 100,0
EWN Wurstspezialitäten Verwaltungs GmbH, Britz(2) 100,0
EWG Eberswalder Wurst GmbH, Britz(1) 100,0
EFG Eberswalder Fleisch GmbH, Britz(1) 100,0

(1) Für diese Gesellschaften existieren freiwillige Verlustübernahmeverträge.
(2) Diese Gesellschaften stellen persönlich haftende Gesellschaften im Konsolidierungskreis dar (sog. Komplementär-Gesellschaften).

Der Konzernbilanzstichtag entspricht bei sämtlichen Gesellschaften dem Bilanzstichtag des Mutterunternehmens.

Die nachfolgenden Tochterunternehmen wurden erstmals konsolidiert:

Name und Sitz der Gesellschaft Gund Erstkonsolidierungszeitpunkt
Salad & More Holding GmbH, Böklund Konzernaufstellung 01.06.2023
EWN Wurstspezialitäten GmbH &Co. KG, Britz Neugründung 23.02.2023
EWN Wurstspezialitäten Verwaltungs GmbH, Britz Neugründung 01.06.2023
EWG Eberswalder Wurst GmbH, Britz Erwerb 01.06.2023
EFG Eberswalder Fleisch GmbH, Britz Erwerb 23.02.2023

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine Gesellschaften entkonsolidiert.

b) Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode gem. § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen Eigenkapital der konsolidierten Gesellschaften zu dem Zeitpunkt, zu dem das jeweilige Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Ein nach Verrechnung verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung aktiviert und gemäß § 309 Abs. 1 HGB planmä- ßig abgeschrieben. Sich ergebende passive Unterschiedsbeträge werden grundsätzlich als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen und gemäß § 309 Abs. 2 HGB i.V.m. DRS 23 fortgeschrieben. Aus dem Hinzuerwerb von Minderheitenanteilen an bereits vollkonsolidierten Tochterunternehmen resultierende aktive oder passive Unterschiedsbeträge werden mit den Konzernrücklagen verrechnet. Die sich aus Vorjahren ergebenden Geschäfts- oder Firmenwerte werden im Wesentlichen über 5 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibung über 5 Jahre ergibt sich aus Art und Umfang des übernommenen Geschäftsbetriebs und den erwarteten Ertragspotenzialen.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften wurden vollständig eliminiert. Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung wurden - sofern erforderlich - erfolgswirksam erfasst.

Die Innenumsatzerlöse wurden mit dem Materialaufwand bzw. den auf sie entfallenden Aufwendungen der Lieferungs- oder Leistungsempfänger aufgerechnet; gleichfalls wurden die konzerninternen Zinsaufwendungen und -erträge kompensiert. Ebenso werden andere Erträge und Aufwendungen eliminiert.

Auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen aus Lieferungen von fertigen Erzeugnissen und Waren zwischen einbezogenen Gesellschaften wurde verzichtet, da diese für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind.

Auf Konsolidierungsmaßnahmen, die zu Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen führen, werden latente Steuern nach § 306 HGB abgegrenzt, wenn sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen und soweit es sich nicht um einen nach § 301 Abs. 3 HGB verbleibenden Unterschiedsbetrag handelt. Steuerbe- und -entlastungen werden stets miteinander verrechnet.

c) Befreiung von der Offenlegung

Folgende Tochterunternehmen erfüllen die Voraussetzungen des § 264 Abs. 3 HGB, § 264b HGB und werden unter anderem von der dort geregelten Offenlegungsbefreiung Gebrauch machen:

Name und Sitz der Gesellschaft Befreiungsoption
EWN Wurstspezialitäten GmbH & Co. KG, Britz § 264b HGB
EWG Eberswalder Wurst GmbH, Britz § 264 Abs. 3 HGB
EFG Eberswalder Fleisch GmbH, Britz § 264 Abs. 3 HGB

3. Allgemeine Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Abschlüsse der konsolidierten Gesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Maßgeblich sind hierbei die für Kapitalgesellschaften sowie bestimmte Personenhandelsgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsrechts.

Eine Währungsumrechnung erfolgt nicht, da sämtliche Gesellschaften den Abschluss in Euro aufstellen.

Die Gliederung der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den für Kapitalgesellschaften sowie bestimmte Personenhandelsgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsrechts. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden.

Es wurden die im Folgenden beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - unverändert - angewandt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungsbzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Bei den Anschaffungskosten sind sowohl Nebenkosten als auch gewährte Skonti und Rabatte berücksichtigt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden Vermögensgegenstände des Anlagevermögens außerplanmäßig abgeschrieben. Die Abschreibungen werden pro rata temporis vorgenommen. Die den Abschreibungen zugrundeliegenden Nutzungsdauern orientieren sich an den amtlichen AfA-Tabellen und den Einschätzungen zur betrieblichen Nutzungsdauer. Die Abschreibungen erfolgen über einen Zeitraum von 3 bis 33 Jahren. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten unter EUR 800,00 werden sofort voll abgeschrieben. Das Aktivierungswahlrecht für selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände im Sinne des § 248 Abs. 2 HGB wird nicht angewendet.

Die Abschreibungen wurden pro rata temporis vorgenommen. Die den Abschreibungen zugrundeliegenden Nutzungsdauern orientieren sich an der durch die Geschäftsführung eingeschätzten voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer sowie an den amtlichen AfA-Tabellen. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Ist der ursprüngliche Grund für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen, erfolgt grundsätzlich eine Zuschreibung bis zu den fortgeführten Buchwerten.

Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau werden zum Nennwert angesetzt.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen, die Beteiligungen und Ausleihungen sind zu Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, mit dem jeweils niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

At-Equity bewertete Anteile an assoziierten Unternehmen liegen nicht vor.

Die im Vorratsvermögen ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, die überwiegend nach der retrograden Methode durch Vornahme von Abschlägen auf vorsichtig bemessene Verkaufspreise am Bilanzstichtag ermittelt werden. Fremdkapitalzinsen sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert.

Ein untergeordneter Teilbereich der Vorräte wird abweichend von den vorgenannten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach der Festwertmethode gemäß § 240 Abs. 3 HGB mit einer gleichbleibenden Menge und einem gleichbleibenden Wert angesetzt. Es handelt sich hierbei um Vermögensgegenstände, die regelmäßig ersetzt werden und deren Gesamtwert für das jeweilige Unternehmen bzw. den Konzern von nachrangiger Bedeutung ist. Diese Festwertbestände werden grundsätzlich in Zeitabständen von drei Jahren durch eine körperliche Bestandsaufnahme ermittelt, fortgeschrieben und bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Beachtung evtl. niedrigerer beizulegender Werte angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Dem in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegenden allgemeinen Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel sind mit ihrem Nennwert bilanziert.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite (Passivseite) Ausgaben (Einnahmen) vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand (Ertrag) für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

4. Erläuterung zur Konzernbilanz und zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 sind in der Übersicht des Anlagevermögens (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt.

Forderungen

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten unter anderem Forderungen aus Steuererstattungsansprüchen sowie sonstige Erstattungsansprüche. Für Factoring Transaktionen wurden Sicherheitsabschläge gebildet, da diese rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Es werden TEUR 2.019 ausgewiesen. Eine Verpfändung liegt nicht vor.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital vom Mutterunternehmen beträgt EUR 25.000,00. Das Konzerneigenkapital beträgt EUR 528.455,28.

Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

Es besteht ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 3.739. Der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wurde im Rahmen der Kapitalkonsolidierung bei der Verrechnung des neubewerteten Eigenkapitals der Tochterunternehmen mit dem Beteiligungsansatz beim Mutterunternehmen aufgedeckt und resultiert aus der EWG Eberswalder Wurst GmbH sowie die EFG Eberswalder Fleisch GmbH.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Verpflichtungen im Personalbereich wie z.B. Resturlaub und Berufsgenossenschaftsbeiträge, Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen für Bonusverpflichtungen.

Verbindlichkeiten

Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten:

Stand 31.12.2023
Gesamt 2023 (Vorjahr) bis zu einem Jahr (Vorjahr) größer ein Jahr (Vorjahr) Davon größer 5 Jahre (Vorjahr)
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 334 334 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.664 2.664 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 9.722 9.722 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 2.735 2.735 0 0
15.455 15.455 0 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen betragen TEUR 9.722. Davon entfallen TEUR 8.416 auf Darlehensverbindlichkeiten und TEUR 1.306 auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich unter anderem aus Verbindlichkeiten aus Betriebssteuern und Abgaben sowie Verpflichtungen gegenüber der Belegschaft zusammen.

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse umfassen Verkäufe von Produkten und Dienstleistungen, vermindert um direkte Erlösschmälerungen wie kundenbezogene Rabatte, Rückvergütungen und übrige Entgelte. Umsatzerlöse werden erfasst, sobald die Lieferung erfolgt ist oder die Leistung erbracht wurde. Die Umsatzerlöse entfallen auf die Bundesrepublik Deutschland.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen insgesamt TEUR 241 und entfallen im Wesentlichen mit TEUR 70 auf. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, mit TEUR 79 auf Erträge aus Sachbezügen sowie mit TEUR 28 auf Erträge aus Fördermitteln. Auf periodenfremde Erträge entfallen TEUR 15.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen insgesamt TEUR 4.253 und entfallen im Wesentlichen mit TEUR 928 auf Verbrauchsmaterial, mit TEUR 418 auf Miet- und Pachtaufwendungen, mit TEUR 433 auf Instandhaltung und Wartung, mit TEUR 204 auf Aufwendungen für Wartungsverträge sowie mit TEUR 744 auf sonstige Dienstleistungen.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis ist mit TEUR 576 negativ und entfällt im Wesentlichen auf Zinsaufwendungen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag sind durch Steuererstattungen mit TEUR 93 positiv. Innerhalb der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Steuererstattungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 171 enthalten.

Sonstige Steuern

Auf sonstige Steuern entfallen Aufwendungen in Höhe von TEUR 97.

5. Sonstige Angaben

a) Haftungsverhältnisse und außerbilanzielle Geschäfte sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen keine Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen; ebenso bestehen keine Verpflichtungen aus Bestellobligo oder Leasing.

Forderungen werden für einzelne Gesellschaften im Rahmen des unechten Factoring veräußert. Mit diesem Programm werden die Liquidität und der Finanzmittelfonds gestärkt. Zum Bilanzstichtag wurden Forderungen im unteren einstelligen Millionenbereich veräußert und ein Liquiditätszufluss generiert. Der Factor übernimmt nicht das volle Ausfallrisiko.

b) Mitarbeiter

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften beschäftigten im Berichtsjahr durchschnittlich 522 Mitarbeiter. Davon entfallen 80 Personen auf Angestellte und 442 Personen auf gewerbliche Mitarbeiter.

c) Honorare des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers beträgt TEUR 27 für Abschlussprüfungsleistungen. Für Steuerberatungsleistungen und für sonstige Leistungen sind keine Honorare angefallen.

d) Geschäftsführung

Organe des Mutterunternehmens sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung.

Als Geschäftsführerin ist Frau Iris Heckmann bestellt. Frau Heckmann hat die Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Die Geschäftsführerin hat von der Muttergesellschaft keine Organbezüge erhalten.

e) Nachtragsbericht

Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung vor, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind.

f) Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Hinsichtlich der Pflicht zur Angabe von Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, nur die wesentlichen, nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte anzugeben. Da derartige Geschäfte nicht getätigt wurden, entfallen weitere Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 13 HGB.

 

Böklund, den 30. April 2024

gez. Iris Heckmann, Geschäftsführer

Stand am 23.02.2023 Wechselkursdifferenzen Zugänge Zuschreibungen Umbuchungen Kons.Kreis-Änderung Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Anschaffungskosten
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 18.465,48 0,00 93.727,43 0,00 0,00 112.192,91
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.431.147,78 0,00 274.106,91 0,00 0,00 1.705.254,69
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.559.044,39 0,00 342.101,07 0,00 0,00 6.901.145,46
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 611.179,38 0,00 441.835,13 0,00 -20.351,68 1.032.662,83
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.229.582,17 0,00 227.783,38 0,00 0,00 1.457.365,55
III. Finanzanlagen
' 1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
9.849.419,20 0,00 1.379.553,92 0,00 -20.351,68 11.208.621,44
Wertberichtigungen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 0,00 0,00 13.855,75 0,00 0,00 13.855,75
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 132.863,29 0,00 0,00 132.863,29
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 1.252.752,13 0,00 0,00 1.252.752,13
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 190.230,69 0,00 -1.695,88 188.534,81
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 1.589.701,86 0,00 -1.695,88 1.588.005,98
9.849.419,20 9.620.615,46

Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2023

I. Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell des Konzerns

Der EL 3 Konzern wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr erstmals aufgestellt. Auf Vorjahresangaben wird verzichtet. Am brandenburgischen Standort Eberswalde-Britz bei Berlin werden Würstchen, Minutensteaks, Rindergulasch, Schweineschnitzel und Aufschnitt produziert. Spezialitäten wie Knüppelsalami, Wachholdersalami, Peperonisalami, Britzer Paprikamettenden sowie Edelsalami ergänzen das Produktsortiment. Der wesentliche Tätigkeitsbereich des EL 3 Konzerns ist von der Nahrungsmittelindustrie abhängig. Die Nahrungsmittelindustrie zählt nach wie vor zu den bedeutendsten Wirtschaftszweigen in Deutschland und Europa. Dabei ist ihre Stabilität gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten ein wichtiger Beitrag für Wohlstand, Wachstum und Beschäftigung und ist der viertgrößte Industriezweig Deutschlands.1

Ein Kernelement unserer Strategie des profitablen Wachstums ist die umfassende Produktoffensive in allen Geschäftsfeldern, mit der wir neue Kunden gewinnen und zusätzliche Märkte erschließen. Unsere Kunden verlangen von uns, dass wir eine hohe Fertigungsbreite bereitstellen können. Das Netzwerk von Produktions- und Vertriebsstandorten wird kontinuierlich ausgebaut. Der EL 3 Konzern profitiert von der strategischen Nähe zum Tönnies Konzern und der Zur Mühlen Gruppe. Die Zur Mühlen Gruppe ist eines der führenden Fleisch- und Wurstunternehmen in Europa. Sie bietet ein breites Sortiment an hochwertigen Fleisch- und Wurstspezialitäten an. Die Zur Mühlen Gruppe produziert die Wurstmarken Böklunder, Könecke, Redlefsen, Schulte, Jensen's, Gutfried, Zerbster Original und Plumrose. Die Zur Mühlen Gruppe ist im Bereich der Fleischverarbeitung tätig. Vegetarische Fleisch - und Fischprodukte ergänzen das Produktsortiment. Die Zur Mühlen Gruppe unterhält mehrere Produktionsstätten im Inland und Ausland. Die Produkte der Zur Mühlen Gruppe werden weltweit abgesetzt, der Hauptabsatzmarkt liegt dabei in Deutschland und der EU.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden die EWN Wurstspezialitäten GmbH & Co. KG, Britz, und die EWN Wurstspezialitäten Verwaltungs GmbH, Britz, gegründet. Die EWG Eberswalder Wurst GmbH, Britz, und die EFG Eberswalder Fleisch GmbH, Britz, wurden erworben.

1 Vgl. Ernährungsindustrie 2023, www.bve-online.de, Abruf: 18. März 2024.

Finanzielle und nicht finanzielle-Leistungsindikatoren

Finanzieller Leistungsindikator ist im Wesentlichen das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). Auf monatlicher Basis werden EBITDA-Größen ermittelt und zur Unternehmenssteuerung eingesetzt. Daneben sind auch die Umsatzerlöse wesentlicher finanzieller Leistungsindikator. Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden nicht zur Steuerung des Konzerns eingesetzt. Gleichwohl haben Umweltbelange eine große Bedeutung. Dies spiegelt sich in den Themen Nachhaltigkeit, Forcierung des Tierwohls sowie der Implementierung von klimaneutralen Geschäftsprozessen wider.2

Forschung und Entwicklung

Der EL 3 Konzern und dessen Tochtergesellschaften betreiben keine eigene Forschungs- und Entwicklungstätigkeit. Der EL 3 Konzern profitiert von den Ergebnissen der Tönnies Gruppe.3

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

1.1 Gesamtwirtschaftliche Bedingungen

Die Weltwirtschaft entwickelt sich derzeit unterschiedlich. In den Vereinigten Staaten wächst die Wirtschaft kräftig, im Euroraum herrscht eine Phase der Stagnation. Die konjunkturellen Unterschiede dürften geringer werden, ein kräftiger Aufschwung ist aber nicht in Sicht. Die Stimmung bei den Unternehmen hat sich zum Geschäftsjahrsende wieder verbessert. Die Weltwirtschaft wuchs im Geschäftsjahr 2023 um 3,0 %. Die Verbraucherpreise sind um 8,0 % gestiegen.4

Deutsche Wirtschaft

Derzeit stagniert die deutsche Wirtschaft. Eine konjunkturelle Erholung besteht nicht. Für das laufende Jahr 2024 wird mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 0,1 Prozent gerechnet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 ist das Bruttoinlandsprodukt mit 0,3 Prozent negativ. Erst in 2025 wird das Bruttoinlandsprodukt wieder sichtbar um 1,2 Prozent zulegen. Auf der deutschen Wirtschaft lasten vor allem strukturelle Probleme. Der Arbeitsmarkt entwickelt sich robust. Der Fachkräftemangel wird weiterhin zu steigenden Löhnen führen. Die Verbraucherpreisinflation sinkt, so dass die real verfügbaren Einkommen steigen und den privaten Konsum erhöhen werden. Die Arbeitslosenquote lag in 2023 bei 5,7 Prozent.5

2 Vgl. https://www.toennies.de/verantwortung/nachhaltigkeitsarbeit/t30-agenda/, Stand: 08.03.2024.
3 Vgl. https://toennies-forschung.de/forschung/#aktuelleforschungsprojekte, Stand: 08.03.2024.
4 Vgl. IFW Kiel: Kieler Konjunkturberichte Weltwirtschaft im Frühjahr 2024, 5. März 2024, www.ifw-kiel.de, Abruf: 08.03.2024.

1.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

In Deutschland ist die Lebensmittelindustrie unverändert zu den Vorjahren der zweitstärkste Sektor innerhalb des verarbeitenden Gewerbes. Dabei ist die Ernährungsindustrie der umsatzstärkste Bereich im Agribusiness. In der Ernährungsindustrie wurden 238 Milliarden Euro Umsatz erzielt. Den größten Anteil daran hatten die Fleischindustrie mit einem Umsatz von 50 Milliarden Euro. Der Sektor Ernährung ist mit ca. 648.000 Mitarbeitern der beschäftigungsstärkste Bereich. Ausgenommen von der Milchwirtschaft sind in allen Sektoren des Agribusiness die Umsätze gestiegen. Höhere Haltungsformen bieten die Möglichkeit zu höheren Verkaufspreisen.

Die Exportquote lag in der Fleischwirtschaft mit 15 % auf dem Niveau des Vorjahres. Die Zahl der Betriebe ist von 1.484 in 2022 auf 1.454 in 2023 zurückgegangen. Strukturveränderungen bieten die Möglichkeit für Synergiepotential und Kapazitätseffizienz.6 Fleisch ist im Inland und weltweit unverändert ein wichtiger Ernährungsbestandteil und eine wesentliche Proteinquelle.

Im Geschäftsjahr 2024 werden die Umsätze in der Fleischwirtschaft auf dem Niveau vom Geschäftsjahr 2023 erwartet. Der Lebensmitteleinzelhandel wird zukünftig verstärkt auf Produkte der Haltungsformen 3 und 4 setzen.7

Laut Statistischem Bundesamt ist die Fleischproduktion in Deutschland abnehmend, es wurden jedoch weiterhin 6,8 Millionen Tonnen Fleisch produziert. Im Vergleich zum Vorjahr waren dieses ca. 4 % bzw. 280.000 Tonnen weniger. Insgesamt wurden im Jahr 2023 43,8 Millionen Schweine geschlachtet. Gegenüber dem Vorjahr sank die Schlachtmenge um 3,3 Millionen Tiere. Die Zahl der geschlachteten inländischen Schweine ging auf knapp 42,3 Millionen Tiere zurück. Die Zahl der importierten Schweine stieg um 19,5 % auf 1,5 Millionen Tiere. Im Geschäftsjahr 2023 wurden 4,2 Millionen Tonnen Schweinefleisch produziert.

5 Vgl. IFW Kiel: Kieler Konjunkturberichte Deutsche Wirtschaft im Frühjahr 2024, 05. März 2024 www.ifw-kiel.de, Abruf: 08.03.2024.
6 Vgl.https://www.ey.com/de_de/news/2024/01/ey-konjunkturbarometer-agribusiness-2024,Stand: 08.03.2024.
7 Vgl.https://www.ey.com/de_de/news/2024/01/ey-konjunkturbarometer-agribusiness-2024,Stand: 08.03.2024.

Die Zahl der geschlachteten Rinder sank moderat um 0,3 % auf 3,0 Millionen Tiere im Geschäftsjahr 2023. Die durchschnittlichen Schlachtgewichte haben in allen Rinderkategorien zugenommen, so dass die Schlachtmenge um 0,6 % moderat auf 992.900 Tonnen Rindfleisch zugenommen hat.8

Im Jahr 2023 betrug der gesamte Pro-Kopf-Verbrauch von Schweinefleisch in Deutschland durchschnittlich 27,5 Kilogramm.9

Die Schweinepreise sind im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 in einer Spanne von EUR 2,00 bis 2,50 pro kg volatil gewesen (im Vorjahr EUR 1,22 - 2,08 pro kg). Im Jahresdurchschnitt sind die Schweinepreise von EUR 1,79 pro kg in 2022 auf EUR 2,26 pro kg in 2023 gestiegen (Ermittlung auf Basis VZEG Daten). Diese Entwicklung hat den EL 3 Konzern vor Herausforderungen gestellt.

2. Geschäftsverlauf

Die Umsätze im EL 3 Konzern betragen TEUR 66.562.

Es besteht keine zentrale Abhängigkeit von Kunden oder Zulieferern. Es werden unverändert zu den Vorjahren im Wesentlichen Lebensmittelhändler beliefert. Die wesentlichen Rahmenbedingungen haben sich nicht verändert. Im Jahresdurchschnitt wurden 522 Mitarbeiter beschäftigt.

8 Vgl. https://www.destatis.de, Pressemitteilung Nr. 049 vom 7. Februar 2024, Stand: 08.03.2024.
9 Vgl. https://www.destatis.de, Pressemitteilung vom 02. April 2024, Stand: 05.04.2024.

3. Lage des Konzerns

3.1 Ertragslage

2023
T€ %
Umsatzerlöse 66.562 100,3%
Bestandsveränderung -180 -0,3%
Gesamtleistung 66.382 100,0%
Materialaufwand 47.914 72,2%
Rohertrag 18.468 27,8%
Personalaufwand 11.418 17,2%
Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.253 6,4%
Sonstige betriebliche Erträge 241 0,4%
Sonstige Steuern 98 0,1%
Abschreibungen 1.590 2,4%
Finanzergebnis -576 -0,9%
EBT 774 1,2%
Konzernjahresüberschuss vor Steuern 774 1,2%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -93 -0,1%
Konzernjahresüberschuss mit Fremdanteilen 867 1,3%
Konzernjahresüberschuss 867 1,3%

Der Konzernumsatz beträgt TEUR 66.562.

Das EBITDA (Operative Earnings before Interest, Income Taxes, Depreciation and Amortization) gilt als die zentrale Steuerungsgröße des EL 3 Konzerns. Das EBITDA beträgt TEUR 2.940. Der Rohertrag beträgt TEUR 18.468.

Die Bestandsveränderung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse ist mit TEUR 180 negativ.

Die Materialaufwendungen betragen TEUR 47.914. Die Entwicklung der Ertragslage ist maßgeblich durch die Schweinepreisentwicklung beeinflusst. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand / Gesamtleistung) liegt bei 72,2%.

Die Personalaufwendungen betragen TEUR 11.418.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 4.253.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen TEUR 241.

Die Inflation hatte keinen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der Vermögens- und Ertragslage des EL 3 Konzerns.

Die Abschreibungen betragen TEUR 1.590.

Das Finanz- und Beteiligungsergebnis ist negativ und beträgt TEUR 576.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag umfassen eine Rückerstattung und sind mit TEUR 93 positiv.

Der Konzernjahresüberschuss beträgt TEUR 867.

3.2 Vermögens- und Finanzlage

31.12.2023
T€ %
Immaterielle Vermögensgegenstände 99 0,4%
Sachanlagen 9.522 42,1%
Anlagevermögen 9.621 42,6%
Vorräte 4.400 19,5%
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.190 5,3%
Forderungen gegenüber nahestehende Unternehmen 238 1,1%
Sonstige Vermögensgegenstände 5.074 22,5%
Liquide Mittel 2.019 8,9%
Umlaufvermögen 12.921 57,2%
Rechnungsabgrenzungsposten 49 0,2%
Aktiva 22.591 100,0%

Die Bilanzsumme beträgt TEUR 22.591.

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen beträgt TEUR 9.621. Die Zugänge zum Anlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 11.229. Davon entfielen auf immaterielle Vermögensgegenstände TEUR 112. In Sachanlagen wurden TEUR 11.117 investiert. Davon entfallen im Wesentlichen TEUR 6.901 auf technische Anlagen und Maschinen. Die Investitionen in Sachanlagen werden stetig zur Modernisierung, Erweiterung und Verbesserung der Produktionskapazitäten fortgesetzt. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen Investitionsverpflichtungen vor.

Die Finanzierung der Investitionen vom EL 3 Konzern erfolgen aus dem Cashflow, vorhandenen Finanzmitteln sowie über die Tönnies Gruppe.

Vorräte

Die Vorräte betragen TEUR 4.400. Davon entfallen TEUR 2.734 auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, TEUR 683 auf unfertige Erzeugnisse sowie TEUR 983 auf fertige Erzeugnisse.

Forderungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 1.190. Es wurden Forderungen von einzelnen Konzerngesellschaften im Rahmen des unechten Factorings veräußert. Dieses Programm stärkt die Liquidität und den Finanzmittelfonds. Zum Bilanzstichtag wurden Forderungen veräußert und ein Liquiditätszufluss im unteren einstelligen Millionenbereich erzielt. Der Factor übernimmt nicht das volle Ausfallrisiko. Darüber hinaus lag der Schweinepreis in 2023 mit EUR 2,25 im Durchschnitt.um EUR 0,46 über dem Jahresdurchschnitt von 2022.

Flüssige Mittel

Die liquiden Mittel betragen TEUR 2.019.

Der EL 3 Konzern konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr stets seine Zahlungsverpflichtungen erfüllen. Es liegen keine absehbaren Liquiditätsengpässe vor und die Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen ist sichergestellt.

Übrige Aktiva

Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen TEUR 5.074.

Passiva

31.12.2023
T€ %
Eigenkapital 528 2,3%
Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 3.739 16,6%
Rückstellungen 2.836 12,6%
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 334 1,5%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.664 12,8%
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 9.722 43,0%
Sonstige Verbindlichkeiten 2.735 12,1%
Verbindlichkeiten 15.455 68,4%
Rechnungsabgrenzungsposten 33 0,1%
Passiva 22.591 100,0%

Auf der Passivseite beträgt das Eigenkapital TEUR 528. Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital / Bilanzsumme) beträgt 2,3 %.

Die Rückstellungen betragen TEUR 2.836.

Die Verbindlichkeiten betragen TEUR 15.455. Davon entfallen TEUR 2.664 auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, TEUR 9.722 auf Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen sowie TEUR 2.735 auf sonstige Verbindlichkeiten.

Finanzierungsstruktur

Der EL 3 Konzern ist in die Finanzierung der Tönnies Gruppe eingebunden.

Neben den genannten Finanzierungen stehen dem Konzern die bereits aufgeführten Factoring- Programme zur Verfügung.

Gesamtbeurteilung der Lage

Vor dem Hintergrund eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfeldes beurteilen wir die Geschäftsentwicklung im EL 3 Konzern als zufriedenstellend. Effiziente Produktionsabläufe und schlanke Strukturen mit flachen Hierarchien schaffen die notwendige Flexibilität. Wir haben unsere Strategie in den zurückliegenden Jahren konsequent und mit großer Zielstrebigkeit unter Beachtung der Marktentwicklungen umgesetzt. Durch die Konkurrenz am Markt und die Anbieter von relativ identischen Produkten ergibt sich ein steigender Margendruck durch die großen Lebensmittelhändler als zentrale Abnehmer. Diesem treten wir erfolgreich mit Effizienzprogrammen und neuen Produkten entgegen.

Der EL 3 Konzern hatte für das Geschäftsjahr 2023 keine Prognose abgegeben.

Finanzmanagement

Das Finanzmanagement des EL 3 Konzerns umfasst das Kapitalstrukturmanagement sowie das Cash- und Liquiditätsmanagement, welches das Management von Marktpreisrisiken (Währungen, Zinsen) und von Kreditausfall- und Länderrisiken beinhaltet. Das Finanzmanagement wird von der Treasury- Organisation für alle inländischen Konzerngesellschaften einheitlich aus der Hauptniederlassung vom Standort Rheda-Wiedenbrück aus geführt. Organisatorisch handelt es sich um eine separate Ebene, die getrennt vom Finanzcontrolling, der Berichterstattung und vom Rechnungswesen agiert.

Das Kapitalstrukturmanagement gestaltet die Kapitalstruktur vom EL 3 Konzern und seiner Tochtergesellschaften. Die Kapitalausstattung wird nach den Grundsätzen kosten- und risikooptimaler Finanz- und Kapitalausstattung vorgenommen.

Das Liquiditätsmanagement stellt sicher, dass der EL 3 Konzern jederzeit seine Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann. Hierzu ermittelt der EL 3 Konzern die Zahlungsströme aus dem operativen Geschäft und gleichzeitig den Finanzierungsbedarf. Dabei wird darauf geachtet, die als notwendig erachtete Liquidität kostenoptimal bereitzustellen. Zusätzlich zur operativen Liquidität verfügt der EL 3 Konzern über weitere Liquiditätsreserven durch die Tönnies Gruppe, die kurzfristig verfügbar sind. Im Cash Management werden Zahlungsmittelbedarfe und -überschüsse zentral ermittelt.

Die Aufrechterhaltung der Finanzierung über die finanzierenden Banken ist abhängig von der Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen (Financial Covenants).

Das Management von Marktpreisrisiken hat die Aufgabe, die Auswirkungen von Schwankungen bei Währungen und Zinssätzen auf das Ergebnis der Geschäftsfelder und des Konzerns zu begrenzen. Dieses erfolgt grundsätzlich in Abstimmung mit Kooperationsbanken.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Für 2024 wird ein weltweites Bruttoinlandsprodukt von 2,8 % erwartet. Die Verbraucherpreise werden voraussichtlich auf 7,8 % sinken.10

Blickt man auf die Entwicklung der Wirtschaftsregionen, in denen der EL 3 Konzern im Wesentlichen tätig ist, so zeigt sich für Deutschland ein erwarteter Anstieg vom Bruttoinlandsprodukt in 2024 von 0,1 %. 11

Die folgenden im Prognosebericht getroffenen Aussagen basieren auf der von der Geschäftsführung verabschiedeten operativen Planung des EL 3 Konzerns. Grundlage dieser Planung sind die von uns gesetzten Prämissen zu den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und zur Entwicklung der Lebensmittelbranche. Dabei handelt es sich um Einschätzungen der Geschäftsführung, die sich auf einschlägige Analysen verschiedener renommierter Wirtschaftsforschungsinstitute, internationaler Organisationen und Branchenverbände sowie auf interne Marktanalysen unserer Vertriebsgesellschaften stützen. Die dargestellten Einschätzungen für. den künftigen Geschäftsverlauf orientieren sich an Zielsetzungen unserer Geschäftsfelder sowie an den Chancen und Risiken, die die erwarteten Marktbedingungen und die Wettbewerbssituation im Planungszeitraum bieten. Vor dem Hintergrund der aktuellen Prognosen zur Entwicklung der Weltwirtschaft und der Lebensmittelmärkte sowie des aktuellen Geschäftsverlaufs passen wir unsere Erwartungen allerdings laufend an. Die im Folgenden getroffenen Aussagen basieren auf unserem Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts. Die Grundlage unserer. Einschätzungen für das Jahr 2024 sind eine stabile Nachfrage nach Lebensmittelerzeugnissen. Die weiterhin bestehende Ungewissheit durch den Ukraine- und Nahostkonflikt sowie die hohen Schweinepreise erschweren eine genaue Absatzprognose. Der Schweinefleischkonsum in Deutschland ist -wie in den Vorjahren- rückläufig. Das vegetarische und vegane Sortiment bietet weiterhin Absatzanstiegschancen. Die von uns skizzierte Entwicklung unterliegt verschiedenen Chancen und Risiken, die im Risiko- und Chancenbericht detailliert erläutert werden.

Wir erwarten, dass die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2024 mit TEUR 66.584 moderat über dem Niveau des Vorjahres liegen. Beim EBITDA wird ein Niveau von TEUR 2.962 prognostiziert.

10 Vgl. IFW Kiel: Kieler Konjunkturberichte Weltwirtschaft im Frühjahr 2024, 5. März 2024, www.ifw-kiel.de, Abruf: 08.03.2024.
11 Vgl. IFW Kiel: Kieler Konjunkturberichte Weltwirtschaft im Frühjahr 2024, 5. März 2024, www.ifw-kiel.de, Abruf: 08.03.2024.

Der Planung liegen spezifische Annahmen zur Schweinepreisentwicklung zu Grunde. Es wird stetig an den zentralen Produktionsstandorten investiert werden. Die Investitionen werden aus dem operativen Cashflow sowie den Finanzreserven getätigt. Bezüglich zukunftsbezogener Aussagen wird darauf hingewiesen, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.

2. Chancen- und Risikobericht

Gesamtwirtschaftliche Risiken und Chancen

Die Geschäftsfelder vom EL 3 Konzern sind einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Unter einem Risiko wird die Gefahr verstanden, dass Ereignisse oder Handlungen den Konzern oder eines der Geschäftsfelder daran hindern, seine Ziele zu erreichen. Gleichzeitig ist es für den EL 3 Konzern wichtig, Chancen für den Konzern zu identifizieren, um diese im Zuge des unternehmerischen Handelns zu nutzen und so die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns zu sichern und auszubauen. Eine Chance bezeichnet die Möglichkeit, aufgrund von Ereignissen, Entwicklungen oder Handlungen die geplanten Ziele zu übertreffen. Die direkte Verantwortung, unternehmerische Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen und zu steuern, liegt bei den Geschäftsfeldverantwortlichen. Im Rahmen des Strategieprozesses werden Risiken und Chancen für weiteres profitables Wachstum ermittelt. Um unternehmerische Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und konsequent zu handhaben, werden wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme eingesetzt, die jeweils in einem Risiko- und Chancenmanagementsystem gebündelt sind. Eine Verrechnung von Chancen und Risiken erfolgt nicht. Beide Systeme werden nachfolgend dargestellt. Die Strukturen in der Fleischwirtschaft ändern sich fortlaufend und das Geschäft ist sehr volatil. Eine professionelle Risiko- und Chancensteuerung wird als Grundlage für nachhaltiges Wachstum und finanzielle Stabilität verstanden.

Das Risikomanagement des EL 3 Konzerns stellt sicher, dass bestehende und drohende Risiken erfasst, analysiert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und Tragweite bewertet werden. Dazu stehen der Geschäftsleitung mehrstufige, integrierte Berichtssysteme zur Verfügung. Ziel ist es, identifizierte Risiken auf ein akzeptables Niveau bei möglichst geringem Kostenaufwand zu begrenzen. Der kontrollierte Umgang mit Risiken soll ferner dazu beitragen, bestehende Chancen konsequent zu nutzen und den Unternehmenswert entsprechend weiter zu steigern.

Das Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses in den rechtlichen Einheiten, Geschäftsfeldern und konzernweiten Funktionen. Mit dem Risikomanagementsystem sollen wesentliche und bestandsgefährdende Risiken systematisch und kontinuierlich identifiziert, beurteilt, gesteuert, überwacht und dokumentiert werden, um die Erreichung der Unternehmensziele abzusichern und das Risikobewusstsein im Unternehmen zu erhöhen. Das Chancenmanagementsystem des Konzerns ist an das Risikomanagementsystem angelehnt. Ziel des Chancenmanagements ist es, die sich im Rahmen der Geschäftstätigkeit ergebenden Chancen frühzeitig zu erkennen und diese durch geeignete Maßnahmen möglichst optimal für das Unternehmen zu nutzen. Das Nutzen von Chancen kann zum Übertreffen von geplanten Zielen führen.

Die Einschätzung von Risiken erfolgt im Rahmen der operativen Planung prinzipiell für einen einjährigen Planungszeitraum. Im Rahmen der strategischen und operativen Planung werden zusätzlich zu Risiken auch relevante und umsetzbare Chancen einbezogen. Die Berichterstattung von Risiken und Chancen im Lagebericht bezieht sich grundsätzlich auf ein Jahr. Im Rahmen der operativen Planung werden - unter Berücksichtigung entsprechender Risiko- und Chancenkategorien - Risiken und Chancen der Geschäftsfelder und der operativen Einheiten identifiziert und bewertet. Der Konsolidierungskreis des Risiko- und Chancenmanagements entspricht dem Konsolidierungskreis des Konzernabschlusses und geht bei Bedarf darüber hinaus. Das Risikomanagement ist am Grundsatz der Vollständigkeit ausgerichtet, das heißt, alle konkreten Risiken fließen auf der Ebene der einzelnen Einheiten in den Risikomanagementprozess ein. Generelle Unsicherheiten ohne konkreten Anhaltspunkt auf eine mögliche Ergebniswirkung werden im internen Kontrollsystem (IKS) überwacht. Aufgabe der Verantwortlichen für das Risiko- und Chancenmanagement ist es, neben der Erfassung und Bewertung auch zugehörige Maßnahmen zu entwickeln und gegebenenfalls einzuleiten. Diese Maßnahmen dienen dazu, Risiken zu vermeiden, zu reduzieren oder sich gegen diese abzusichern. Zur Ergreifung oder Erhöhung einer Chance sowie zur teilweisen oder vollständigen Umsetzung sind ebenfalls Maßnahmen notwendig. Grundsätzlich wird die Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen vor ihrer Umsetzung bewertet. Die Entwicklung aller Risiken und Chancen aus den einzelnen Einheiten sowie die zugehörigen eingeleiteten Maßnahmen werden kontinuierlich überwacht und in Sitzungen der Geschäftsführer besprochen. Das zentrale Konzernrisikomanagement berichtet die identifizierten Risiken und Chancen regelmäßig an die Geschäftsführer der Konzernholding. Zusätzlich zur Regelberichterstattung gibt es für unerwartet auftretende Risiken eine konzerninterne Berichterstattungspflicht an die Konzernholding. Eine Steuerung der Risiken findet im EL 3 Konzern auf Ebene der Geschäftsfelder basierend auf Einzelrisiken statt.

Im Folgenden werden die Risiken und Chancen durch die Geschäftsführung näher beschrieben, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des EL 3 Konzerns haben können.

Volkswirtschaftliche Risiken und Chancen stellen Rahmenbedingungen für die in den nachfolgenden Kategorien genannten Risiken und Chancen dar und fließen als Prämissen in die Quantifizierung dieser Risiken und Chancen ein.

Die Folgen vom Ukraine-Krieg und Nahostkonflikt sind derzeit nur schwer abzuschätzen und können jederzeit zu Risiken führen, die im Lagebericht nicht vollständig aufgeführt werden können.

Hohe und volatilere Schweinepreise führen in der gesamten Branche zu Herausforderungen.

Der Lebensmittelmarkt ist seit Jahren durch einen zunehmenden Wettbewerbs- und Preisdruck geprägt. Aufgrund einer fortwährend aggressiven Preispolitik der Mitbewerber, der Einführung neuer Produkte durch Wettbewerber und des Preisdrucks durch die Lebensmittelhändler können Risiken entstehen. Darüber hinaus ergeben sich aber Chancen aus der Übernahme finanzschwacher Konkurrenzunternehmen.

Es bestehen Beschaffungsmarktrisiken und -chancen. Die Konzernrisiken auf der Beschaffungsseite ergeben sich für die lebensmittelmarktbezogenen Geschäftsfelder insbesondere aus den Preisschwankungen bei den Fleischeinkäufen. Chancen auf den Rohmaterialmärkten werden wie im Vorjahr nur in geringem Umfang erwartet. Vorteile werden aber dennoch insbesondere in den breiten Lieferketten gesehen.

Es besteht eine Volatilität in den Finanzmärkten, die jedoch als nicht wesentlich eingestuft wird. Darüber hinaus sind entsprechende Sicherungsinstrumente mit Kooperationsbanken gegen Wechselkursschwankungen eingerichtet. Wirtschafts-, gesellschafts-, arbeits- und aufenthaltsrechtliche Risiken werden nicht gesehen.

Unternehmensspezifische Risiken und Chancen

Für den EL 3 Konzern sieht die Geschäftsführung folgende Chancen und Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Die Risiken aus dem Ukraine-Krieg und dem Nahostkonflikt werden fortlaufend überwacht und bei Bedarf neu bewertet.

Das Risiko der Branche wird ebenfalls durch das Kaufverhalten der Verbraucher geprägt.

Ausfallrisiken der Kunden sind aufgrund der Vielzahl der Geschäftsbeziehungen und der Solvenz der Marktpartner - insbesondere der großen Lebensmittelhändler - von untergeordneter Bedeutung.

Das Risiko von Produktionsausfällen und Vermögensschäden aufgrund von höherer Gewalt sind durch entsprechende Versicherungen im Wesentlichen abgedeckt.

Weitere Risiken stellen neben den volatilen Fleischpreisen, insbesondere denen für Schweinefleisch, die allgemeinen Marktpreisentwicklungen für Rohstoffe, Energie, Fremdarbeiter oder Transporte dar:

Die deutschen Lebensmittelhändler als wesentliche Kunden haben eine große Marktmacht, welche durch eine Auslistung sämtlicher Produkte eines einzigen Lieferanten jederzeit ausgeübt werden kann. Der EL 3 Konzern sieht diese Gefahr als gering an, da die Produkte höchste Qualitätsansprüche erfüllen und dieses durch die Lebensmittelhändler regelmäßig überprüft wird. Gleichwohl ist der Preisdruck eine sehr große Herausforderung. Steigenden Einkaufspreisen stehen Preissenkungsforderungen des Lebensmitteleinzelhandels gegenüber. Höhere Haltungsstufen bieten eine Chance für höhere Absatzpreise.

Die Geschäftsführung sieht ein Risiko in einer zunehmenden Rohstoffverknappung und begegnet diesem Risiko unter anderem durch historisch gewachsene Lieferantenbeziehungen.

Liquiditätsrisiken werden aufgrund der vorhandenen liquiden Mittel sowie der soliden Ertragslage der Unternehmensgruppe nicht gesehen.

Durch die Streuung der Unternehmensaktivitäten auf unterschiedliche Märkte und Länder lassen sich die aufgeführten Risiken zum Teil begrenzen.

Insgesamt handelt es sich um Risiken, die sich zweifellos auf die Ergebnisentwicklung auswirken können, jedoch keinesfalls die finanzielle Stabilität der Gesellschaft sowie des EL 3 Konzerns gefährden.

Blickt man auf die Produktions- und Technologierisiken und -chancen, so zeigen sich als wesentliche Erfolgsfaktoren das Markenimage und die Qualität der Produkte. Dieses kann jedoch nur durch erhebliche finanzielle Investitionen in neue und verbesserte Produktionstechnologien gewährleistet werden.

Auf der Absatzseite sind keine außergewöhnlichen Abhängigkeiten gegeben. Somit entsprechen die Risiken denen der Branche.

Chancen sieht die Geschäftsführung insbesondere im international werdenden Markt für Fleisch und dem marktführenden Prozess-Know-how.

Es könnten sich Risiken und Chancen aus Beteiligungen und Kooperationen ergeben.

Die Zusammenarbeit mit Partnern in Beteiligungen (assoziierten Unternehmen und gemeinschaftliche Tätigkeiten) und Kooperationen ist für den EL 3 Konzern von zentraler Bedeutung. Neben einem besseren Zugang zu Wachstumsmärkten und neuen Technologien dienen die Beteiligungen und Kooperationen der Nutzung von Synergieeffekten und der Verbesserung von Kostenstrukturen.

An den Risiken und Chancen der Beteiligungen partizipiert der EL 3 Konzern grundsätzlich entsprechend seiner jeweiligen Anteilsquote. Die möglichen Risiken umfassen unter anderem negative wirtschaftliche Entwicklungen oder einen zeitlich verzögerten Aufbau von Entwicklungs- und Produktionsstrukturen. Dieses kann zu einer Beeinträchtigung der Wachstumsziele führen.

Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen

Im folgenden Abschnitt wird auf die finanzwirtschaftlichen Risiken und Chancen des Tönnies Konzerns eingegangen. Risiken und Chancen können sich negativ und positiv auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des EL 3 Konzerns auswirken. Der EL 3 Konzern ist grundsätzlich Risiken und Chancen durch die Veränderungen von Marktpreisen ausgesetzt.

Der EL 3 Konzern steuert und überwacht Marktpreisrisiken und -chancen vorwiegend im Rahmen seiner operativen Geschäfts- und Finanzierungsaktivitäten und setzt bei Bedarf derivative Finanzinstrumente ein.

Gesamtbild der Risikolage

Weitere Risiken, die derzeit noch nicht identifiziert sind oder noch nicht als solche wahrgenommen werden, können sich bei veränderter Sachlage gegebenenfalls nachteilig auf den EL 3 Konzern auswirken.

Die Gesamtrisikosituation des EL 3 Konzerns setzt sich aus den Einzelrisiken aller Risikokategorien der Geschäftsfelder zusammen. Neben den beschriebenen Risikokategorien gibt es unvorhersehbare Ereignisse, die Produktions- und Geschäftsprozesse stören können, beispielsweise unvorhersehbare Tierseuchen, Pandemien oder kriegerische Konflikte.

Zusätzlich zu den beschriebenen Risikoarten gibt es Risiken, die die Reputation des EL 3 Konzerns als Ganzes betreffen. Die Haltung des Unternehmens in Bezug auf Themenstellungen wie Ethik und Nachhaltigkeit im Produktions- und Abwicklungsprozess steht im Fokus der Öffentlichkeit. Der EL 3 Konzern setzt umfassende Maßnahmen ein, damit Risiken, die in diesem Zusammenhang mit Wirkung auf die Reputation entstehen könnten, geregelten internen Kontrollen unterliegen.

 

Böklund, den 30. April 2024

gez. Iris Heckmann, Geschäftsführerin

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

42 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.