Gujarat Fluorochemicals GmbH

Esplanade 40, 20354 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 128868
Eingetragen
6.9.2013
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand der Gesellschaft sind der Import und Export von, der Handel mit sowie die Verarbeitung, der Vertrieb, die Vermarktung und Lagerung von Polymeren wie auch anorganischen und organischen Verbindungen, insbesondere von Poly Tetra Fluoro Ethylene (PFTE-Stufen). Die Gesellschaft bietet ferner Kundendienst und technische Unterstützung für ihre deutschen und sonstigen EU-Kunden an.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Deepak Kapoor
seit 20.9.2021
Geschäftsführer
Vivek Willen
seit 27.10.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Gujarat Fluorochemicals Limited
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Gujarat Fluorochemicals Limited
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gujarat Fluorochemicals GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2022 bis zum 31.03.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

Gujarat Fluorochemicals GmbH, Hamburg

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Gujarat Fluorochemicals GmbH (nachstehend auch "GFG" oder "die Gesellschaft") ist im Handelsgeschäft sowie im Import und Export, der Verarbeitung, Vertrieb, Marketing und Lagern von Polymeren, organischen und anorganischen Stoffen - insbesondere von Fluoropolymer Produkten tätig. Außerdem bietet sie After-Sales-Service und technische Unterstützung für ihre deutschen und europäischen Kunden an.

Die GFG arbeitet mit einer bekannten und internationalen Lagerhausgesellschaft zusammen, um ihre Fluoropolymer Kunden innerhalb von Europa zu beliefern.

Fluoropolymer ist ein vielseitiger und weit entwickelter Kunststoff, welcher in verschiedenen Anwendungen eingesetzt werden kann, da er eine ausgezeichnete chemische Beständigkeit, Hitzebeständigkeit, Isolierung, geringe Reibung und Antihafteigenschaften besitzt. Fluoropolymer wird in der chemischen-, Automobil-, Elektro-, Textil-, Halbleiter- und Luftfahrtindustrie und in vielen anderen Branchen verwendet.

Fluorpolymerprodukte, die von Gujarat Fluorochemicals Limited (im Folgenden auch "GFL") hergestellt und von GFG in der Europäischen Union (EU) sowie Großbritannien verkauft werden, werden eine wichtige Rolle bei der Verwirklichung der Green-Deal-Ziele der EU spielen. Unsere Produkte werden in der E-Mobilität (Lithium-Ionen-Batterie) und in der Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie eingesetzt, für die GFL in den kommenden Jahren große Investitionen geplant hat. Unsere Produkte werden auch beim Aufbau von Kapazitäten für erneuerbare Energien und Halbleiter in der EU zum Einsatz kommen.

Die Gesellschaft ist eine 100% Tochtergesellschaft der GFL, welche als Aktiengesellschaft an beiden führenden Börsen in Indien (BSE Limited und der National Stock Exchange of India Limited) gelistet ist. Die GFL wurde im Jahre 1987 gegründet und ist seit 1989 operativ tätig. GFG erwirbt und importiert ihre Produkte von GFL. GFG wurde 2013 gegründet und nahm noch im selben Jahr ihren operativen Betrieb auf.

Das Büro der Gesellschaft befindet sich seit dem 1. Februar 2023 an der Esplanade 40, 20354 Hamburg, Deutschland.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,9 % höher als im Jahr 2021. Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone hat sich im Jahresverlauf 2022 nach einem dynamischen ersten Halbjahr ab dem Sommer stark verlangsamt. Bis dahin überwogen die positiven Impulse aus der Erholung der Wirtschaft von der COVID-19-Pandemie und einer beginnenden Entspannung der Lieferkettenprobleme. Seitdem haben die Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine mit sehr hohen Energiepreisen und einer weiteren Beschleunigung der Inflation zu einer erheblichen Abnahme der ökonomischen Zuversicht von Unternehmen und privaten Haushalten geführt.

Anders als in der COVID-19-Pandemie haben Geld- und Fiskalpolitik auf die neuerlichen makroökonomischen Krisen gegensätzlich reagiert. Die Europäische Zentralbank musste ihre Inflationsprognosen stark nach oben korrigieren und hat infolgedessen mit mehreren Zinserhöhungen eine zinspolitische Kehrtwende eingeleitet. Der dämpfend wirkenden Geldpolitik steht in Industriestaaten wie Deutschland eine immer noch expansive Fiskalpolitik gegenüber, die durch umfangreiche schuldenfinanzierte Programme versucht, Unternehmen und Haushalte für die drastisch gestiegenen Gas- und Strompreise zu kompensieren. Für die deutsche Volkswirtschaft mit ihren bereits vor der Krise vergleichsweise hohen Energiepreisen waren mit dem Kriegsausbruch erhebliche Belastungen verbunden.

GFG konnte trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen ihre Umsätze erneut erhöhen und Kunden weiter binden, um eine solide Basis für die Geschäftsentwicklung in zukünftigen Jahren zu gewährleisten. Die strategische Aufstellung erfolgt in Koordination mit der indischen Muttergesellschaft und es ist weiterhin die Priorität, die Marktstellung und somit die Umsätze in Europa zu erhöhen als auch die Expansion von Produkten und Serviceangeboten voran zu treiben. Dies hat und führt weiterhin zu Investitionen in die internationale Infrastruktur und in Mitarbeiter.

GFG beschäftigte zum Geschäftsjahresende 16 (Vorjahr: 16) Mitarbeiter.

2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage: Darstellung, Analyse, Beurteilung

a. Vermögens- und Finanzlage

Der Anstieg der Vorräte von TEUR 12,753 im Vorjahr auf TEUR 24,293 zum 31. März 2023 resultierte sowohl aus höheren Einkaufspreisen als auch höheren Mengen im Bestand, um bei den nachhaltig höheren Umsatzerlösen weiterhin lieferfähig zu sein.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich zum Bilanzstichtag korrespondierend zum Anstieg der Umsatzerlöse von TEUR 7,644 im Vorjahr auf TEUR 11,935.

Höhere kurzfristige Forderungen gegen Mitarbeiter sowie der Zollbehörde führten zu einem Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände.

Die Gesellschaft verfügt über ausreichend Liquidität, um ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Es handelt sich dabei um Euro Guthaben auf einem Kontokorrentkonto bei einem deutschen Kreditinstitut.

GFG ist weiterhin vor allem durch Eigenkapital (TEUR 9,489; Vorjahr: TEUR 6,310) und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 23,885; Vorjahr: TEUR 12,189) finanziert, welche zusammen 88% (Vorjahr: 84%) der Bilanzsumme ausmachen.

Aufgrund der im Berichtsjahr noch nicht erfolgten Steuerveranlagung für die Veranlagungsjahre 2021 und 2022 und Zuführungen zu den Steuerrückstellungen für 2023 erhöhten sich die Steuerrückstellungen auf TEUR 2,067 (Vorjahr: TEUR 1,816).

Höhere Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen führten zu dem Anstieg der sonstigen Rückstellungen von TEUR 296 auf TEUR 781 am Bilanzstichtag.

Aufgrund von gestiegenen Umsatzsteuerverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag haben sich die sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 406 erhöht.

Im Ergebnis erhöhte sich die Bilanzsumme um TEUR 16,090 (+73%).

b. Ertragslage

Die Geschäfte der GFG haben sich durch eine erneut erhöhte Nachfrage nach den Waren der Gesellschaft und Preiserhöhungen im Berichtsjahr weiter positiv entwickelt, so dass die Umsatzerlöse von TEUR 49,960 auf TEUR 77,711 gesteigert werden konnten. Korrespondierend hat sich der Materialaufwand von TEUR 42,922 auf TEUR 66,620 erhöht. Dies entspricht einer konstanten Wareneinsatzquote von 86%.

Die Personalaufwendungen erhöhten sich unterproportional zum Anstieg der Umsatzerlöse um TEUR 146 auf TEUR 1,973. Grund für den Anstieg waren hauptsächlich Gehaltserhöhungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um TEUR 2,178. Ursächlich hierfür waren vor allem höhere Rechts- und Beratungskosten (+TEUR 1,754) sowie um TEUR 199 höhere Reisekosten.

Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) beträgt TEUR 4,694 verglichen mit TEUR 2,820 im Vorjahr, was einer Steigerung von TEUR 1,874 entspricht. Als Ergebnis konnte die GFG im Geschäftsjahr 2022/2023 einen Jahresüberschuss von TEUR 3,179 (Vorjahr: TEUR 1,912) realisieren.

2. Finanzielle Leistungsindikatoren

Unser Geschäft ist primär abhängig von den ausgelieferten Mengen. Wir nutzen daher das Volumen der an unsere Kunden gelieferten Produkte als nichtfinanziellen Leistungsindikator sowie die Umsatzerlöse und den Rohertrag als finanzielle Leistungsindikatoren für den Zweck, unsere Unternehmensziele zu überwachen.

Weitere Leistungsindikatoren sind u.a. die Anzahl der Mitarbeiter sowie die Personalkosten.

3. Gesamtaussage

Insgesamt ist das Geschäftsjahr 2022/2023 sehr positiv verlaufen. Das EBIT liegt deutlich über dem Vorjahr. Die kurzfristigen Schulden sind vollständig durch sich kurzfristig umschlagende Vorräte, kurzfristig fällige Forderungen und liquide Mittel gedeckt. Die Gesellschaft konnte eine stabile wirtschaftliche Situation mit einer ausreichenden Eigenkapital- und Liquiditätsbasis erreichen, was der Prognose aus dem Vorjahr entsprach.

III. Prognosebericht

1. Voraussichtliche gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Nach einer Rezession im Jahr 2023 dürfte die Konjunktur gemäß der Frühjahresprognose der Europäischen Kommission in Deutschland 2024 stagnieren. Die Binnennachfrage wird im laufenden und im kommenden Jahr langsam anziehen, da sich das reale Lohnwachstum fortsetzt. Es wird jedoch erwartet, dass angesichts anhaltend hoher Finanzierungskosten die Investitionen deutlich unter dem Niveau vor der Pandemie bleiben. Die Exporte dürften sich 2025 langsam erholen. Angetrieben von der Binnennachfrage dürfte das Wachstum des Bruttoinlandproduktes 2025 moderat steigen.

(Quelle: Pressemitteilungen der Europäischen Kommission).

2. Voraussichtliche Geschäftsentwicklung

Auf der Grundlage der von der Muttergesellschaft und GFG vorgenommenen Bewertung der aktuellen Situation hat der Ukraine Konflikt weiterhin keine wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Die derzeit zu verzeichnenden deutlichen Kostensteigerungen und Konjunktureintrübung haben jedoch im Geschäftsjahr 2023/2024 zu einer Verschlechterung des Ergebnisses geführt. Insgesamt ist zu beachten, dass die Ergebnisprognosen ohne Berücksichtigung von Sonderereignissen sowie kurzfristig unterjährig auftretenden Effekten, die allesamt nicht vorhersehbar sind, erstellt werden.

Wir planen die Einstellung von mindestens vier neuen Mitarbeitern in den folgenden Perioden.

Die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2023/2024 weisen einen Rückgang der Umsatzerlöse auf rund TEUR 65.713 und des Jahresüberschusses auf TEUR 1.777 aus. Dies würde zu einem weiteren Anstieg des Eigenkapitals führen, da derzeit keine Gewinnausschüttung geplant ist.

Die Kosten werden voraussichtlich weiter steigen.

Wir erwarten keine weiteren wesentlichen Investitionen oder Finanzierungsnotwendigkeiten. Kleinere Investitionen werden wahrscheinlich durch den operativen Cash flow und die vorhandene Liquidität der Gesellschaft finanziert.

IV. Chancen- und Risikenbericht

1. Begriffsbestimmung

Die GFG ist verschiedenen generellen und spezifischen geschäftlichen Risiken ausgesetzt. Die Gesellschaft gewährleistet, dass alle gegenwärtigen und zukünftigen wesentlichen Risikofaktoren identifiziert, bewertet, quantifiziert sowie angemessen minimiert und gesteuert werden. Die Risikopolitik der Gesellschaft entspricht dabei dem Bestreben, nachhaltig zu wachsen und den Unternehmenswert zu steigern.

2. Diskussion einzelner Chancen und Risiken

a. Chancen und Risiken in Verbindung mit Produkten

Aufgrund des Rohstoffcharakters der von GFL produzierten Produkte ist die Gesellschaft anfällig für die Schwankungen der für sie relevanten Rohstoffmärkte. GFG vermindert die Intensität solcher Schwankungen sowohl bei ihren Ein- als auch Ausgängen durch eine Kombination strategischer Geschäftsprozesse, zu denen werterhöhende kundenspezifische Anpassungen und das Angebot von Produkten mit höheren Margen zählen.

Die Gruppe hat bedeutende Initiativen auf dem Gebiet der Fluoropolymere eingeleitet, von denen erwartet wird, dass sie mit diesen in den nächsten Jahren eine beachtliche Verbesserung des Gesamtergebnisses erzielen kann, ohne dass nennenswerte Investitionen getätigt werden müssen. Dieses Wachstum würde den Zugang neuer Fluoropolymer-Produkte einschließen.

b. Chancen und Risiken in Verbindung mit Markt- und Preisänderungen

Ein Schlüsselrisiko besteht in einem verstärkten Wettbewerb und Preisauswirkungen aufgrund zusätzlicher Kapazitäten chinesischer Hersteller. GFG und der Mutter-Konzern sind jedoch weiterhin zuversichtlich, ihre Wettbewerbsposition aufgrund der Kostenwettbewerbsfähigkeit, die sich aus dem integrierten Geschäft und den starken Marketing- und Kundenbindungsstrategien ergibt, zu halten. Die Gesellschaft ist als Teil der GFL Gruppe abhängig von der Gesamtentwicklung der Gruppe.

c. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken

Liquiditätsrisiko

Ein Liquiditätsrisiko besteht dann, wenn die liquiden Mittel nicht ausreichen, um die finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft vollständig begleichen zu können. Ein wesentlicher Zahlungsausfall oder der verzögerte Einzug von Forderungen gegenüber Kunden kann die Liquidität, die Finanzlage und das Betriebsergebnis erheblich beeinträchtigen.

Der Konzern steuert das Liquiditätsrisiko durch das Halten angemessener Bankbestände und Kreditlinien, indem er die prognostizierten und tatsächlichen Cash flows kontinuierlich überwacht und die Fälligkeitsprofile der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aufeinander abstimmt. Die Gesellschaft kann bei Bedarf jederzeit mehr Kapital von der Muttergesellschaft erhalten.

Durch das wirksame Cash flow Management bestand im Berichtszeitraum zu keiner Zeit ein quantifizierbares Liquiditätsrisiko im Sinne der Risikodefinition.

Währungsrisiko

In Bezug auf die Währungsvolatilität verfügt GFG über eine natürliche Absicherung, da Forderungen und Verbindlichkeiten (hauptsächlich gegenüber der Muttergesellschaft) im Wesentlichen in Euro notiert sind, um die Fremdwährungsrisiken zu mindern.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko bezieht sich auf das Risiko, dass ein Kontrahent seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt, was zu einem finanziellen Verlust für GFG führen könnte. Das Kreditrisiko resultiert im Wesentlichen aus finanziellen Vermögenswerten wie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten und sonstigen Forderungen.

Das Kreditrisiko aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird in Übereinstimmung mit den festgelegten Richtlinien, Verfahren und Kontrollen in Bezug auf das Kreditrisikomanagement von Kunden gesteuert. Die durchschnittliche Kreditlaufzeit aus dem Verkauf von Produkten variiert von Unternehmen zu Unternehmen. Das Kreditrisiko ist aufgrund der großen und vielfältigen Kundenbasis begrenzt. Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden vierteljährlich auf Ausfall überprüft und bewertet.

Zinsrisiken

Es besteht kein Zinsrisiko, da die Gesellschaft vorrangig durch Eigenkapital und nicht verzinsliche konzerninterne Kontokorrentkonten finanziert wird. Eine Bankfinanzierung oder andere Kredite sind nicht erforderlich. Die Gesellschaft benötigt daher auch keine derivativen Finanzinstrumente, wie z.B. Swaps oder Terminkontrakte.

3. Zusammenfassung der Chancen- und Risikolage

Die Gesellschaft ist in das Berichts- und Risikomanagementsystem des Konzerns eingebunden und berichtet regelmäßig an den Hauptsitz. Unser Risikomanagement verfolgt das Ziel, die Risiken effizient zu überwachen und zu kontrollieren, um einen regelmäßigen und dauerhaften Betrieb sicherzustellen.

Angesichts des ausreichenden Eigenkapitals und der Entwicklung der positiven Nettoergebnisse sehen wir derzeit keine Risiken, die unsere Geschäftsentwicklung oder Existenz bedrohen. Zusammengefasst werden die Chancen und Risiken als ausgewogen gesehen.

 

Hamburg, 24. Mai 2024

Gujarat Fluorochemicals GmbH

gez. Deepak Kapoor, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.3.2023
EUR
31.3.2022
EUR
A. Anlagevermögen 213.348,83 118.352,97
I. Sachanlagen 213.348,83 118.352,97
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 213.348,83 118.352,97
B. Umlaufvermögen 37.750.364,87 21.726.715,32
I. Vorräte 24.293.040,42 12.752.619,40
1. fertige Erzeugnisse und Waren 24.293.040,42 12.752.619,40
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12.983.935,99 8.734.982,25
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.935.120,99 7.644.281,56
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 536.195,54 896.000,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 512.619,46 194.700,69
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 105.444,31 100.900,56
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 473.388,46 239.113,67
C. Rechnungsabgrenzungsposten 35.064,47 63.874,48
Bilanzsumme, Summe Aktiva 37.998.778,17 21.908.942,77

Passiva

31.3.2023
EUR
31.3.2022
EUR
A. Eigenkapital 9.489.001,90 6.310.496,08
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 6.285.496,08 4.373.810,35
III. Jahresüberschuss 3.178.505,82 1.911.685,73
B. Rückstellungen 2.848.635,01 2.112.144,13
1. Steuerrückstellungen 2.067.434,99 1.815.922,00
2. sonstige Rückstellungen 781.200,02 296.222,13
C. Verbindlichkeiten 25.661.141,26 13.486.302,56
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 193.237,37 120.580,76
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 193.237,37 120.580,76
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 23.884.901,71 12.188.997,23
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 23.884.901,71 12.188.997,23
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.583.002,18 1.176.724,57
davon aus Steuern 1.583.002,18 1.176.724,57
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.583.002,18 1.176.724,57
Bilanzsumme, Summe Passiva 37.998.778,17 21.908.942,77

Gewinn- und Verlustrechnung

1.4.2022 - 31.3.2023
EUR
1.4.2021 - 31.3.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 77.710.548,34 49.960.296,28
2. sonstige betriebliche Erträge 186.554,48 37.496,36
3. Materialaufwand 66.619.704,76 42.922.139,20
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 65.306.317,06 42.168.327,30
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.313.387,70 753.811,90
4. Personalaufwand 1.973.215,28 1.827.677,59
a) Löhne und Gehälter 1.756.881,11 1.613.052,68
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 216.334,17 214.624,91
5. Abschreibungen 34.150,00 29.479,23
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 34.150,00 29.479,23
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.576.430,25 2.398.864,74
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 125.280,20 10.818,55
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 763,00 0,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 175,15
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.515.859,71 907.771,00
10. Ergebnis nach Steuern 3.178.505,82 1.911.685,73
Jahresüberschuss 3.178.505,82 1.911.685,73

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

Gujarat Fluorochemicals GmbH, Hamburg

1. Allgemeine Angaben

1.1 Pflichtangaben gemäß § 264 Abs. 1a HGB

Firma und Sitz: Gujarat Fluorochemicals GmbH, Hamburg

Registergericht und Handelregisternummer: Amtsgericht Hamburg, HRB 128868

1.2 Übrige Angaben

Der Jahresabschluss der Gujarat Fluorochemicals GmbH auf den 31. März 2023 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen der Wirtschaftsgüter erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen.

Im Fall einer dauerhaften Wertminderung wird das Anlagevermögen auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgewertet.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Anschaffungskosten werden unter Verwendung der Methode der gewichteten Durchschnittswerte ermittelt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsbewertung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Transaktionskurs bzw. dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

3. Angaben zu Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf die Darstellung im Anlagenspiegel.

Sonstige Rückstellungen wurden hauptsächlich für ausstehende Rechnungen gebildet.

Mitzugehörigkeitsvermerk

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind wie im Vorjahr zugleich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind wie im Vorjahr zugleich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter.

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Nach geographisch bestimmten Märkten gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt auf:

TEUR
Deutschland 45,877
Italien 7,666
Belgien 4,175
Großbritannien 3,925
Frankreich 3,814
Österreich 2,597
Übrige 9,657
77,711

Erträge und Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 145 (Vorjahr: TEUR 0).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 125 (Vorjahr: TEUR 11).

4. Übrige Angaben

4.1 Durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Im Durchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 16 Arbeitnehmer im Geschäftsjahr.

4.2 Name und Sitz der Muttergesellschaft

Die Gujarat Fluorochemicals Limited, Gujarat, Indien, erstellt als oberste Muttergesellschaft des Teilkonzerns den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen der Gruppe. Dieser ist an deren Sitz in Gujarat, Indien, und auf ihrer Homepage erhältlich.

Die Inox Leasing and Finance Limited, Mumbai, Indien, erstellt als oberste Muttergesellschaft des Gesamtkonzerns den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen der Gruppe. Dieser ist an deren Sitz in Mumbai, Indien, und auf ihrer Homepage erhältlich.

4.3 An Organmitglieder gewährte Kredite

In den Vorjahren hat die Gesellschaft einem Geschäftsführer ein Darlehen gewährt, welches zum 1. April 2022 mit TEUR 101 valutierte. Aufgrund einer unterjährigen Darlehenserhöhung um TEUR 60 und Tilgungen im Berichtsjahr von TEUR 56 valutierte dieses Darlehen zum 31. März 2023 mit TEUR 105. Das Darlehen wird mit 0,7% p.a. verzinst und es sind monatliche Tilgungen von TEUR 4 vereinbart.

4.4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen zum 31. März 2023

Es bestehen im Wesentlichen Verpflichtungen aus einem Mietvertrag von TEUR 870 mit einer Laufzeit bis 31. Januar 2028.

4.5 Geschäftsführer

Herr Deepak Kapoor, ausgeübter Beruf: Geschäftsführer

Auf die Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführer für das Geschäftsjahr 2022/2023 wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

4.6 Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 17.

 

Hamburg, 24. Mai 2024

Gujarat Fluorochemicals GmbH

gez. Deepak Kapoor, Geschäftsführer

Anschaffungskosten
01.04.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.03.2023
EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 240,648.83 129,145.86 0.00 369,794.69
Abschreibungen
01.04.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.03.2023
EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 122,295.86 34,150.00 0.00 156,445.86
Buchwert 31.03.2023
EUR
Buchwert 31.03.2022
EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 213,348.83 118,352.97

Mit Gesellschafterbeschluss vom 6. Juni 2024 wurde beschlossen, den Jahresüberschuss von EUR 3.178.505,82 und den Gewinnvortrag von EUR 6.285.496,08 auf neue Rechnung vorzutragen.

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 06.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Gujarat Fluorochemicals GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gujarat Fluorochemicals GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gujarat Fluorochemicals GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 27. Mai 2024

ARGENTA GmbH
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Katrin Jensen, Wirtschaftsprüfer

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