Hirschvogel Komponenten GmbH
Dr.-Manfred-Hirschvogel-Straße 3, 86956 Schongau, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Kratzsch seit 19.8.2024 | Geschäftsführer |
Thorsten Grah seit 14.6.2024 | Prokura |
Johannes Schweighofer seit 30.11.2023 | Prokura |
Stephan Dr. Wollbrink seit 30.11.2023 | Prokura |
Jörg Josef Ringmeir seit 30.11.2023 | Prokura |
Davis Dr. Fata seit 30.11.2023 | Prokura |
Jürgen Rudi Weiß seit 26.1.2023 | Prokura |
Walter Bauer seit 11.1.2021 | Geschäftsführer |
Christian Ascherl seit 11.1.2021 | Prokura |
Michael Schleich seit 16.10.2019 | Prokura |
Annette Teusen-Eichin seit 27.7.2015 | Prokura |
Michael Walther seit 18.4.2012 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 53.64% | |
| 7.42% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Frank Hirschvogel Stiftung | 38.94% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hirschvogel Holding GmbHDenklingenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernlagebericht1. Kurzporträt der Unternehmensgruppe Als Entwicklungspartner für die Automobilindustrie und Fertigungsspezialist in den Verfahren Massivumformung und spanende Bearbeitung - sowohl von Stahl als auch Aluminium - ist die Hirschvogel Gruppe in den Geschäftsfeldern Diesel-/ Benzineinspritzung, Getriebe, Antriebsstrang, Fahrwerk und Motor zu Hause. Als Spezialist des traditionellen Gesenkschmiedens, der Halbwarm- und Kaltumformung, des Aluminiumschmiedens sowie der spanenden Bearbeitung ist das Familienunternehmen in der Zuliefererbranche wohlbekannt. Erfolgsfaktoren sind dabei vor allem die konsequente Ausrichtung auf die Kundenbedürfnisse, globale Präsenz sowie Kompetenz in Entwicklung und Beratung. 2. Grundlagen des Konzerns a. Gesellschafter- und Konzernstruktur
Die Frank Hirschvogel Stiftung hält zusammen mit den persönlichen Gesellschaftern alle Anteile an der Hirschvogel Holding GmbH. Diese wiederum hält die Anteile an den Tochtergesellschaften und nimmt relevante Management-, Finanz- und Zentralfunktionsaufgaben wahr. b. Ziele und Strategien Die Hirschvogel Gruppe hat sich für die Zukunft ausgerichtet und deshalb im Geschäftsjahr 2021 die Unternehmensstrategie in Abstimmung mit den Gesellschaftern überarbeitet. Ziel ist es trotz des Umbruchs in der Automobilindustrie weiter zu wachsen und die Beschäftigung in der Hirschvogel Gruppe langfristig zu sichern. Green Business und Nachhaltigkeit sind dabei zentrale Aspekte. Es wird erwartet, dass sich die Elektrifizierung des Fahrzeugmarkts weiterhin beschleunigt und bis zum Jahr 2030 voraussichtlich rund 50 % der verkauften Fahrzeuge über einen batterieelektrischen Antrieb verfügen werden. Es ist deshalb das Ziel, dass diese Fahrzeuge auch mit Hirschvogel Komponenten ausgestattet sind. Diese Entwicklung hat eine Transformation innerhalb des Stammgeschäfts zur Folge. Seit Bestehen hat Hirschvogel sein Produktportfolio erfolgreich an die sich stetig veränderten Bedarfe der OEM´s angepasst. Für die rückläufige Nachfrage nach verbrennungsmotorabhängigen Komponenten verfolgt die Hirschvogel Gruppe eine Last Man Standing Strategie (LMS) mit einhergehender Kostenführerschaft. Gleichzeitig wird der Anteil von Verbrenner unabhängigen Produkten sowie von Produkten für den E-Antrieb stetig ausgebaut. Des Weiteren strebt die Hirschvogel Gruppe eine Erweiterung des Produktportfolios an. Hierzu sollen neue Standbeine auch außerhalb der Automobilindustrie aufgebaut und neue Geschäftsfelder erschlossen werden. Darüber hinaus sind auch Investitionen in Unternehmensbeteiligungen in wachsenden Zukunftsmärkten vorgesehen. Grundlage hierfür ist die führende Stellung von Hirschvogel hinsichtlich Prozessqualität, Zuverlässigkeit und Fertigungskompetenz. Dies verleiht der Hirschvogel Gruppe eine hohe Wettbewerbs- und Wandlungsfähigkeit und erlaubt dadurch eine grundlegende Technologieoffenheit. Darüber hinaus wird die Hirschvogel Gruppe weitere für sie interessante Märkte im Blick behalten und sich daraus ergebende künftige Optionen wahrnehmen. c. Steuerungssystem Die Hirschvogel Gruppe ist in Form einer Matrixorganisation organisiert. In dieser Organisationsstruktur sind Zentral- und Werksfunktionen angeordnet und funktional aufeinander abgestimmt. Die Hirschvogel Holding GmbH steuert als Management- und Strategieholding über ihre Zentralfunktionen den Gesamtkonzern, insbesondere auch das weltweite Produktionsnetzwerk. d. Forschung und Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind zentral im Bereich von "Corporate Development" gebündelt. Vor dem Hintergrund des Wandels zur E-Mobilität wird die Markt- und Produktstrategie regelmäßig mit Corporate Sales zusammen aktualisiert sowie im Rahmen der Gesamtstrategie weiterentwickelt. Ziel der Strategie ist es unabhängiger von der Antriebsart als auch von der Automobilbranche an sich zu werden. Somit wird das Produktspektrum sukzessive den geänderten Marktgegebenheiten angepasst, um insbesondere die Chancen bei den neuen Antriebsarten im Automobilmarkt konsequent nutzen zu können. Die Hirschvogel Gruppe fertigt bereits eine Vielzahl an Produkten für hybride oder vollelektrische Antriebe in Serie. Das daraus erworbene Wissen wird genutzt, um Neu- bzw. Weiterentwicklungen dieser elektromobilitätsresistenten Komponenten mit Nachdruck zu verfolgen. Gleichzeitig wird die unterschiedliche Entwicklungsgeschwindigkeit der Elektromobilität in den einzelnen weltweiten Regionen genutzt, um gut eingeführte Bestandsprodukte moderat weiterentwickeln und langfristig anbieten zu können. Darüber hinaus werden effizienz- und qualitätssteigernde Konzepte im Rahmen der Anlagen- und Prozesskonzeptionierung, intelligente Energie- und Wertstromkonzepte als Beitrag zur CO 2 -Reduktion und Nachhaltigkeit weiterentwickelt. Aber auch außerhalb des Stammgeschäftes werden die Entwicklungstätigkeiten intensiv und zielgerichtet vorangetrieben, so dass bestehende Kompetenzen auch in anderen Branchen Anwendung finden können. Durch das vorhandene Prozess-Know-how, die Industrialisierungs- und Methodenkompetenz ist die Hirschvogel Gruppe optimal aufgestellt, Entwicklungen für die zukünftigen Markt- und Kundenbedürfnisse voranzutreiben. 3. Wirtschaftsbericht a. Geschäftsverlauf der Hirschvogel Gruppe mit Erläuterung der Rahmenbedingungen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 Umsatzerlöse und EBIT werden als finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens verwendet. Die Hirschvogel Gruppe konnte das Geschäftsjahr 2021 mit einem Gesamtumsatz von 1.209 Mio. Euro abschließen. Somit wurde der Vorjahresumsatz von 1.044 Mio. Euro um 15,9% übertroffen. Das Geschäftsjahr 2021 stand - wie auch schon das Vorjahr - im Zeichen der Covid-19 Pandemie und war ab Mitte des Jahres zusätzlich durch weltweite Lieferengpässe aufgrund des Halbleiter-Mangels geprägt. Dieser führte zu massiven Reduzierungen von Kundenabrufen und somit zu erheblichen Umsatzeinbußen. Dementsprechend wurden die Produktionsaktivitäten in verschiedenen Werken der Hirschvogel Gruppe angepasst, was an den deutschen Standorten damit einherging, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilweise in die Kurzarbeit geschickt werden mussten. Bis zum Jahresende hin hat sich die Lage kaum entspannt und auch das kommende Geschäftsjahr wird weiterhin vom Halbleiter-Mangel geprägt sein. Betrachtet man die ausgelieferten Teile an unsere Kunden auf Monatsebene und vergleicht man die Hirschvogel Gruppe mit dem Wettbewerb, so kann das Gesamtjahr dennoch als zufriedenstellend bezeichnet werden. Gerade zu Beginn des Jahres zog die Automobilindustrie im Vergleich zu 2020 wieder deutlich an, sodass bis Mitte des Jahres starke Umsatzmonate verzeichnet werden konnten. Die Betrachtung der einzelnen Gesellschaften zeigt, dass sich die Werke in Deutschland, China und den USA trotz Halbleiter-Mangels mit einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von 14% vom durch Corona-Lockdown geprägten Krisenjahr 2020 zwar erholen, das Vorkrisenniveau aber noch nicht erreichen konnten. Die Werke in Polen, Mexiko und vor allem Indien hingegen haben das Krisenjahr gut überstanden und weisen sogar im Vergleich zu 2019 hohe Umsatzanstiege auf. Hier sind vor allem die Werke in Mexiko und Indien hervorzuheben, die zum einen weniger vom Halbleiter-Mangel betroffen waren und zum anderen durch einige Neuteilanläufe ein starkes Umsatzplus von durchschnittlich 43% gegenüber 2019 sowie 49% im Vergleich zu 2020 erwirtschaften konnten. Als Folge der konsequenten Umsetzung der Unternehmensstrategie hin zu e-mobilitätsresistentem Geschäft konnte die Hirschvogel Gruppe bereits in 2019 und 2020 ihren Umsatz in diesem Bereich ausbauen. Auch in 2021 gelang es diesen Wert zu steigern und zusätzlichen Umsatz mit verbrennungsmotor-unabhängigen Bauteilen zu erwirtschaften. Der Wandel in der Produktstruktur wird auch bei den Kunden wahrgenommen und spiegelt sich im Anteil der Anfragen im Bereich des Neugeschäfts für elektromobilitätsresistente Bauteile wider. Dieser steigt seit Jahren konstant an und lag in 2021 bei einem Wert von mehr als 65% über alle Anfragen hinweg. Das stärkste Wachstum verzeichnete im abgelaufenen Jahr die Produktgruppe der Rotorwellen mit einem Anstieg von mehr als 30% gegenüber Vorjahr. Die Rotorwelle ist das Herzstück eines jeden Elektromotors, sodass die Hirschvogel Gruppe ihren Umsatz, mit der steigenden Zahl an Zulassungen von Batterie-Elektrischen-Fahrzeugen, ebenfalls steigern kann. Neben der Rotorwelle konnte auch der e-mobilitätsresistente Teil des Produktbereichs Antriebsstrang weiter wachsen. Ebenfalls weiterhin zu erkennen ist der in den letzten Jahren eingetretene Wechsel der Kraftstoff-Einspritzung vom Diesel- hin zum Benzinmotor. So verzeichnete der Bereich Benzineinspritzung ein weiteres Wachstum, auch im Bereich der hybriden Antriebsstränge. Den größten Umsatzanteil erwirtschaftete die Hirschvogel Gruppe weiterhin mit dem Geschäftsbereich Getriebe, wobei sich der darin enthaltene Umsatzanteil aus Bauteilen für Elektrogetriebe mehr als verdoppelt hat. Zusammenfassend war das Geschäftsjahr 2021 - wie auch schon das Vorjahr - für die Hirschvogel Gruppe ein unsicheres und dadurch auch angespanntes Jahr, welches das Unternehmen trotz vielfältiger Herausforderungen wie die Corona Pandemie und Halbleiter-Mangel sehr gut bewältigt hat. Insgesamt hat die Gesellschaft die Erwartungen des Vorjahres erfüllt. Die folgenden Marktentwicklungszahlen, basierend auf VDA Angaben, beschreiben das Marktumfeld sowie die damit gesetzten Rahmenbedingungen für die Hirschvogel Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der europäische Pkw-Markt (EU27 & EFTA & UK) hat im Gesamtjahr 2021 einen Rückgang von - 1,5 % bei den Neuzulassungen im Vergleich zum Jahr 2020 verzeichnen müssen. Die erhoffte Erholung von den pandemiebedingten Rückgängen ist somit ausgeblieben. Die fünf größten Einzelmärkte entwickelten sich im abgelaufenen Jahr unterschiedlich, Italien konnte ein Plus von 6 % realisieren, auch Frankreich, Spanien und das Vereinigte Königreich konnten den Absatz um jeweils 1 % steigern. Deutschland hingegen lag mit einem Rückgang von 10 % deutlich unter dem Vorjahresergebnis. Die Light-Vehicle-Verkäufe konnten in den USA ein Plus von 3 % im Vergleich zum Jahr 2020 verzeichnen, wobei dieser Wert weiterhin deutlich unter dem Vorkrisenniveau von 2019 liegt. Der Absatz von Light-Trucks entwickelte sich positiv mit einem Plus von 5 %, hingegen gingen die Verkäufe von Pkw's um 2 % zurück. Der Trend zu den großen SUV's ist somit weiterhin ungebremst. Der chinesische Pkw-Markt konnte mit einem Plus von 7 % das Jahr 2021 beenden. Mit diesem Ergebnis konnte auch das Vor-Coronajahr 2019 übertroffen werden. Einen Rückgang von knapp 4 % wurde in Japan für das Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Russland steigerte seinen Absatz der Light-Vehicle-Verkäufe (Pkw und Light Trucks) im abgelaufenen Jahr um 4 %. Mit einem deutlich positiven Ergebnis konnte der indische Pkw-Markt das Jahr 2021 abschließen. Mit einem Plus von 27 % wurden über ein Viertel mehr Fahrzeuge verkauft als im Jahr 2020. Der brasilianische Light-Vehicle-Markt (Pkw und Light Duty) konnte mit einem Plus von 1 % seine Verkaufszahlen im Vergleich zum bereits schwachen Vorjahresniveau erhöhen. b. Ertragslage Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte die Hirschvogel Gruppe ein EBIT in Höhe von 86,6 Mio. Euro mit einer entsprechenden EBIT-Marge von 7,2 % bezogen auf den Gesamtumsatz. Der Vorjahreswert von 41,4 Mio. Euro und einer EBIT Quote von 4,0 % war hauptsächlich durch die Rückstellung zur Berücksichtigung des Risikos von wirtschaftlichen Folgen aus einem möglichen Rechtsverfahren gekennzeichnet. Belastet wurde das Ergebnis u.a. durch einen gegenüber dem Umsatz überproportional angestiegenen Materialaufwand, welcher sich insbesondere durch gestiegene Beschaffungskosten bei den Rohstoffen ergab. Des Weiteren ergab sich ein positiver Effekt dadurch, dass sich die Personalkosten unterproportional zum Umsatz erhöhten obwohl die Mitarbeiteranzahl im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. Dies ist vor allem dadurch begründet, dass ein Personalaufbau in Ländern mit geringerem Lohnniveau stattfand. Die Fremdwährungsgewinne, die im Wesentlichen aus der Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro resultierten, wirkten sich positiv auf das Ergebnis aus. Das Ergebnis vor Steuern betrug im Geschäftsjahr 2021 85,9 Mio. Euro und lag somit über dem Vorjahreswert von 15,8 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss des Konzerns lag mit 60,9 Mio. Euro ebenfalls über dem Vorjahresniveau von 13,5 Mio. Euro. c. Finanzlage Die Hirschvogel Holding GmbH nimmt im Konzern die zentrale Rolle bei der Finanzierung und Sicherung der Liquiditätsausstattung wahr. Benötigte Fremdmittel werden überwiegend durch sie zentral aufgenommen und den Konzerngesellschaften zur Verfügung gestellt. Mittels Cash-Pooling werden Liquiditätsüberschüsse durch Treasury zentral gebündelt und den Konzerngesellschaften wiederum zur Verfügung gestellt. Dezentrale Finanzierungen werden vereinzelt, aufgrund regionaler Erfordernisse, als Ergänzung zur zentralen Finanzierung abgeschlossen. ca) Kapitalstruktur Das Eigenkapital des Konzerns ist im Eigenkapitalspiegel detailliert dargestellt. Wesentliche Änderungen resultieren aus dem Konzernergebnis, dem Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung und aus den Gewinnvorträgen. In 2021 wurden keine wesentlichen Finanzierungsmaßnahmen durchgeführt. cb) Investitionen Die Investitionen beliefen sich auf 101,4 Mio. Euro gegenüber einem Vorjahreswert von 47,5 Mio. Euro. Im Geschäftsjahr 2021 wurden die auf Grund der Covid-19 Pandemie in 2020 verschobenen Investitionen nachgeholt. In der Investitionssumme enthalten sind Finanzinvestitionen hauptsächlich in Form von Ausleihungen gegenüber den der Hirschvogel Holding GmbH nahestehenden Gesellschaften. Die Investitionsquote betrug 8,4 % bezogen auf den Gesamtumsatz, im Vergleich zu 4,6 % in 2020. Die am Abschlussstichtag vorhandenen Investitionsverpflichtungen in den verschiedenen Gesellschaften des Konzerns wurden über frei verfügbare liquide Mittel bzw. über Schuldscheindarlehen und bestehende Kreditlinien finanziert. cc) Liquidität Die Hirschvogel Gruppe konnte in 2021 allen Zahlungsverpflichtungen uneingeschränkt nachkommen. Die Liquidität hat sich im Wesentlichen dadurch verbessert, dass im Geschäftsjahr keine weitere Tilgung von Schuldscheindarlehen, sowie kein weiterer Erwerb eigener Anteile (wie im Vorjahr) erfolgte. Der Konsortialkredit wurde zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen. Zusammen mit den Schuldscheindarlehen werden die in den Werken benötigten Fremdmittel zum Stichtag überwiegend zentral zur Verfügung gestellt. d. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 auf 1.197 Mio. Euro gegenüber 1.108 Mio. Euro im Vorjahr gestiegen. Die kurzfristigen Vermögensgegenstände sind hauptsächlich durch den Anstieg bei den Vorräten gekennzeichnet. Ebenso sind die Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente angestiegen. Die kurzfristigen Wertpapieranlagen wurden weitestgehend aufgelöst. Das Eigenkapital in Höhe von 529 Mio. Euro führt zu einer Eigenkapitalquote von 44,2 % und liegt damit über dem Vorjahreswert von 39,6 %. 4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Hirschvogel Gruppe beschäftigte im Geschäftsjahr 2021 durchschnittlich 6.019 Mitarbeiter (inklusive Leiharbeiter). Das entspricht im Mittel einem Zugang von 303 Mitarbeitern (Vollzeitäquivalente) gegenüber 2020. Ausschlaggebend hierfür war im Wesentlichen der Personalaufbau in Indien und Mexiko im Rahmen des erfolgreichen Ausbaus des operativen Geschäfts. Mit 5.968 Mitarbeitern (inklusive Leiharbeiter) waren am Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres rund 227 Mitarbeiter mehr für die Hirschvogel Gruppe tätig als noch in 2020. Einen hohen Stellenwert hat die individuelle Fort- und Weiterbildung, die sich insbesondere an den gegenwärtigen und künftigen Aufgaben der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter orientiert. So umfasst das interne Hirschvogel Veranstaltungsangebot, welches allen Mitarbeitern offen steht, über 700 einzelne Schulungen und Trainings aus unterschiedlichen Bereichen (beinhaltet alle übergreifenden sowie bereichsspezifischen Schulungen weltweit). Im Mittelpunkt steht dabei die Entwicklung von Fach-, Methoden-, Sozial- und Führungskompetenzen. Das Hirschvogel Veranstaltungsangebot besteht primär aus werksinternen Veranstaltungen mit internen sowie externen Referenten. Im Jahr 2021 wurden weltweit diesbezüglich ca. 1.200 Schulungen durchgeführt. Dies beinhaltet auch E-Learnings, die zusätzlich zu den Präsenztrainings angeboten wurden. Darüber hinaus fanden weltweit ca. 90 Schulungen mit externen Bildungsanbietern statt. Neben der Fort- und Weiterbildung liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der Ausbildung. Diese erfolgt für Deutschland in den beiden modern ausgestatteten Ausbildungszentren an den Standorten in Denklingen und Marksuhl. Die Auszubildenden werden dabei durch erfahrene und speziell geschulte Teams von Ausbildern betreut. Zusätzlich wird die Ausbildung durch gezielte innerbetriebliche Schulungen und überbetriebliche Prüfungsvorbereitung begleitet. Auch Ausbildungsprogramme für die internationalen Standorte werden von der zentralen Ausbildung entwickelt und umgesetzt. Ziel der Ausbildung ist die Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter zur Vermeidung von Engpässen bei Facharbeitern und zur Absicherung des Firmenerfolgs. 5. Prognose-, Chancen- und Risikobericht a. Prognosebericht Die folgenden Einschätzungen wurden vor dem Angriff Russlands auf die Ukraine getroffen und beinhalten entsprechend keine Auswirkungen auf die weitere Entwicklung der Hirschvogel Gruppe. Eine konkrete Abschätzung der Auswirkungen war zu diesem Zeitpunkt nicht möglich, latente Risiken daraus werden im Abschnitt Risiken beschrieben. Für 2022 gehen wir, ausgenommen ist wie erwähnt die Ukraine Krise, von einem Halbleitermangel bei unseren Kunden aus, welcher sich erst im Verlauf des zweiten Halbjahres auflösen dürfte. Die Prognosen für unsere relevanten Märkte sehen daher eine langsame Erholung der automobilen Absatzzahlen vor. Des Weiteren gehen wir davon aus, dass sich der Automobilmarkt in China am schnellsten erholen wird, alle anderen Märkte werden voraussichtlich erst eine vollständige Erholung bis Ende 2022 erfahren. Die Prognosen sind weiterhin mit einer relativ großen Unsicherheit behaftet, da der Halbleitermangel und seine Auflösung nicht zuverlässig prognostiziert werden können. Die Hirschvogel Gruppe ist aufgrund ihrer globalen Präsenz, wie auch aufgrund ihres hohen Lieferanteils an Premiumkunden, die in den internationalen Märkten über eine starke Marktposition verfügen, gut aufgestellt. Dem fortschreitenden Wandel des Automobilmarktes bzw. der Antriebsart wird die Hirschvogel Gruppe durch die Transformation im Stammgeschäft als auch durch Expansion des Produktportfolios mittels M&A Aktivitäten begegnen. Es sind bereits viele Aufträge bzw. Produkte gewonnen worden, welche in E-Mobilitätsplattformen Anwendung finden, so dass ein signifikanter Teil der zukünftigen Umsatzbasis im Stammgeschäft abgesichert werden konnte. Basierend auf der Planung sind Umsatzsteigerungen gegenüber dem Jahr 2021 im Stammgeschäft, welche die Marktposition der Hirschvogel Gruppe festigen bzw. weiter ausbauen werden, vorgesehen. Um den weiterhin unsicheren Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen, wurde für die Umsatzplanung ein Wachstumsszenario mit leichtem Umsatzanstieg gewählt. Das Budgetjahr 2022 unterliegt der Annahme, dass die weltweiten Lieferengpässe bei der Versorgung mit Halbleitern weiterhin bestehen bleiben, sich zum Jahresende hin aber reduzieren werden. Trotz der schwierigen Versorgungslage mit Halbleitern wird für die Hirschvogel Gruppe ein gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunkenes, aber weiterhin positives operatives Ergebnis für das Geschäftsjahr 2022 prognostiziert. Eine Normalisierung auf einem deutlich erhöhten Ertragsniveau wird erst ab den folgenden Geschäftsjahren erwartet. Diese Planungseckdaten basieren auf der Annahme, dass es zu keinen zusätzlichen wirtschaftlichen Krisen, wie z.B. als Folge von politischen Konflikten, kommen wird und berücksichtigen somit auch die Russland-Ukraine Krise nicht. Aufgrund des prognostizierten, anhaltenden Mangels an Halbleitern wird die Hirschvogel Gruppe im kommenden Geschäftsjahr, falls nötig durch konsequente Kurzarbeit in Deutschland und weltweite Kostensenkungsprogramme im Rahmen des implementierten Kostenmanagements weiterhin eine möglichst hohe Profitabilität anstreben. b. Chancenbericht Als Chancen werden in diesem Zusammenhang potentielle positive Abweichungen zu getroffenen Prognosen und Zielen verstanden. Dabei ist die weitere Umsatz-/Ergebnisentwicklung der Hirschvogel Gruppe im Wesentlichen an die Entwicklung der weltweiten Konjunktur sowie des zukünftigen Mobilitätsbedarfs geknüpft. Sollten sich die externen Rahmenbedingungen besser als von uns erwartet entwickeln, u.a. mit einer Überwindung der mit der Covid-19 Pandemie verbundenen wirtschaftlichen Eintrübung, könnte es in Verbindung mit dem wirtschaftlichen Aufschwung zu einem weiteren Anstieg der weltweiten PKW-Verkaufszahlen kommen. Weiterhin hätte auch eine frühere und verbesserte Verfügbarkeit von Halbleitern einen positiven Effekt auf die globale Automobilproduktion. Infolgedessen wäre ebenfalls mit einer verstärkten Nachfrage nach Produkten der Hirschvogel Gruppe durch unsere Kunden zu rechnen. Die Umsätze würden stärker als erwartet steigen und es würden positive Effekte bei der Fixkostendeckung entstehen. Aber auch im Rahmen unserer Unternehmenstransformation, bedingt durch den Strukturwandel in der Automobilbranche, ergeben sich stetig neue Chancen. Die schnelle Identifizierung und Realisierung dieser Chancen stellt eine bedeutende Komponente zur Sicherung unseres langfristigen Unternehmenserfolges bzw. -wachstums dar. Steigende politische Anforderungen zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und der CO 2 -Emissionen fordern in der Zukunft möglichst effiziente und umweltverträgliche Mobilitätsarten. Die Hirschvogel Gruppe kann mit bestehendem Know-how die Produkte für die aktuellen und auch zukünftigen Kunden- und Markterfordernisse entwickeln und in Großserie fertigen. Wir gehen davon aus, dass der E-Antrieb bis zum Jahr 2030 die meist verkaufte Antriebsart im Automobilbereich sein wird. Es wird aber bis dahin neben dem reinen Elektroantrieb auch weiterhin herkömmliche Verbrennungsmotoren nach neuester Abgasnorm und Plug-in Hybride geben. Allerdings mit abnehmender Bedeutung, um die gesteckten Klimaziele zu erreichen. Sowohl bei E-Fahrzeugen als auch bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren gibt es aufgrund unserer Entwicklungskompetenzen sowie der internationalen Aufstellung ausreichend Möglichkeiten zur Ausweitung unseres Produktspektrums. Weiterhin hohe Aufmerksamkeit wird dem Thema Leichtbau gewidmet werden. Entsprechend werden zur Verbesserung unserer Wettbewerbsposition bzw. Gesamtkostensituation im Stahl- und Aluminium Bereich weitere Produkt- und Prozessoptimierungen konsequent umgesetzt. Darüber hinaus bestehen Chancen im Rahmen unserer Diversifikationsstrategie. Dabei forcieren wir eine Ausweitung unseres Geschäftes auf neue Produkte und Märkte für eine größere Unabhängigkeit von der Automobilindustrie. Zur Unterstützung bei der Umsetzung dieser Strategie wurde zum 01. Januar 2022 für die Hirschvogel Gruppe eine neue Konzernstruktur eingeführt. Zu den bisherigen Werken des Stammgeschäfts wurden verschiedene Future Business Gesellschaften von den Gesellschaftern der Hirschvogel Holding GmbH in den Konzernverbund eingebracht. c. Risikobericht ca) Risikomanagementsystem Die Hirschvogel Gruppe ist als global aufgestellte und international operierende Unternehmensgruppe einer Vielzahl von potenziellen Risiken ausgesetzt, die mit jedem unternehmerischen Handeln einhergehen. Ziel ist es diese Risiken zu minimieren und die potenziellen Chancen zu nutzen, um den Wert des Unternehmens systematisch und nachhaltig zu steigern. Um diese Ziele zu erreichen, hat die Geschäftsleitung ein Risikomanagementsystem installiert, welches regelmäßig und systematisch die Risiken der Zentralbereiche und aller Werke erfasst und bewertet. Ziel ist es, existenzbedrohende Risiken frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig Maßnahmen einzuleiten, um potenziell negativen Auswirkungen entgegensteuern zu können. Der Risikomanagementprozess der Hirschvogel Gruppe orientiert sich dabei am internationalen Risikomanagement-Standard ISO 31000. cb) Risikotransfer durch Versicherungen Die wesentlichen versicherbaren Unternehmensrisiken werden durch entsprechende Versicherungen abgedeckt. Hierzu arbeitet die Hirschvogel Gruppe mit einem global agierenden Versicherungsmakler zusammen, mit dem die Deckungskonzepte jährlich geprüft, optimiert und bei Bedarf angepasst werden. Soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll werden globale Deckungskonzepte genutzt. Bei der Auswahl der Versicherer wird Wert auf eine gute Bonität gelegt, die im Vorfeld durch den Makler überprüft wird. Sollte sich die Bonität eines Versicherungsunternehmens nachhaltig negativ entwickeln, werden mit dem Versicherungsmakler zeitnah geeignete Alternativen gesucht. Regelmäßige Werksbegehungen durch die Sachversicherer bzw. durch Spezialisten des Versicherungsmaklers stellen sicher, dass die vereinbarten Vorsorge- und Sicherheitsmaßnahmen eingehalten und umgesetzt werden. cc) Risiken Neben den oben genannten Chancen bergen vor allem der weitere Verlauf des Russland-Ukraine Konfliktes und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, insbesondere steigende Energie- und Rohstoffpreise, sowie die weitere Entwicklung des Mobilitätsbedarfs wesentliche Risiken für die Hirschvogel Gruppe. Risiken werden hier als potentielle negative Abweichungen zu getroffenen Prognosen und Zielen definiert. Die globalen Lieferketten können als Folge der noch nicht überwundenen Corona Pandemie und auch durch Unterbrechung der globalen Handelsrouten zu Land, Luft und See sowie durch Ausfälle von Produktionsstätten im Kriegsgebiet im Rahmen des Russland-Ukraine Konfliktes gestört werden. Dies kann beispielsweise durch staatliche Sanktionen, Sperrungen des Luftraumes und Behinderungen der Containerschifffahrtsrouten erfolgen. Eine solche Entwicklung hätte letztendlich Produktionsstopps bei den Automobilproduzenten zur Folge und dadurch zwangsläufig auch negative Auswirkungen auf die Nachfragesituation bei der Hirschvogel Gruppe. Die Gruppe würde dann mit erheblichen Umsatz- und Ergebniseinbußen konfrontiert werden. Die Rohstoff- und Energiepreise sind in 2021 als Folge der Covid-19 Pandemie bereits stark angestiegen und wiesen zuletzt eine hohe Volatilität auf. Der Krieg in der Ukraine wird voraussichtlich die Rohstoff- und Energiepreise darüber hinaus weiter stark ansteigen lassen. Die Sanktionen gegenüber Russland als einer der bisher größten Erdöl-, Erdgas- und Rohstoffproduzenten und möglichweise auch gegen dessen Verbündete werden zu einer Ressourcenverknappung und somit auch zu weitreichenden Preissteigerungen führen. Für die Hirschvogel Gruppe sind hierzu in erster Linie steigende Stahl- und Aluminiumpreise sowie Gas- und Strompreise von wesentlicher Bedeutung. Diese Entwicklung kann unter Umständen zu Ergebnisrückgängen führen, falls die gestiegenen Einkaufspreise nicht vollumfänglich an die Kunden weitergegeben werden können. Des Weiteren könnte es im Rahmen eines Gas- und Kohleembargos der EU gegen Russland zu einer Gasallokation bei Industriebetrieben kommen, so dass angeordnete bzw. resultierende Produktionsstopps die Folge sein könnten. Die Hirschvogel Gruppe wäre davon insbesondere in Deutschland betroffen, im Eintrittsfall wären bis zu 50% des Produktionsvolumens nicht mehr auslieferbar, da einzelne Produktionsschritte unmittelbar von der Verfügbarkeit von Gas abhängig sind. Auch die hohe Volatilität der Kundenabrufe und der anhaltende Mangel an Halbleitern, der voraussichtlich noch bis mindestens Ende 2022 merklich sein wird, verzögert die wirtschaftliche Erholung der Automobilindustrie und könnte auch verstärkt zu Engpässen in den Lieferketten mit einhergehenden Produktionsausfällen der OEM´s führen. Dies hätte auch Umsatz- und Ergebniseinbußen der Hirschvogel Gruppe zur Konsequenz. Darüber hinaus führt eine erhöhte Inflationsrate, die durch die Auswirkungen der Russland-Ukraine Krise weiter ansteigen kann, für die Hirschvogel Gruppe zu steigenden Preisen von Gütern und Dienstleistungen sowie zu erhöhten Personalaufwendungen. Dies kann letztendlich Ergebnisrückgänge zur Folge haben, falls das Niveau der Verkaufspreise nicht entsprechend angepasst werden kann. Eine weitere Konsequenz von global erhöhten Inflationsraten besteht darin, dass beim Endverbraucher generell der Anteil der verfügbaren Mittel für private Investitionen, wie z.B. der Kauf eines PKW´s, sinken wird. Dies könnte zu einem geänderten Nachfrageverhalten oder gar zu Kaufzurückhaltung führen. Dies hätte wiederrum für die Hirschvogel Gruppe eine verminderte Kundennachfrage verbunden mit sinkenden Umsätzen und somit Ergebnisreduzierungen zur Folge. Auch Cyberangriffe auf die IT-Systeme, wie z.B. von Automobilzulieferern und OEM´s, können zu Produktionsstopps in der Automobilproduktion führen und somit als Folge auch die Kundennachfrage bzw. die Produktion der Hirschvogel Gruppe beeinträchtigen. Direkte Cyberattacken auf Hirschvorgel IT-Systeme könnten einzelne Werke oder auch global alle Werke der Gruppe und Zentralfunktionen betreffen sowie damit verbunden die Produktion beeinträchtigen oder gar zum Stillstand bringen. Durch den Hintergrund des Krieges in der Ukraine kann von einem erhöhten Risiko durch Hackerangriffe ausgegangen werden. Risiken bestehen wie oben bereits erwähnt auch in der Entwicklung der Antriebsart bei den Personenkraftwagen. Neben der schwindenden Bedeutung des konventionellen Verbrennungsmotors, insbesondere der Dieseltechnologie, kann das schnelle Voranschreiten der Elektromobilität zu Umsatzeinbußen führen, da ein rein batterieelektrisch angetriebenes Fahrzeug weniger mechanische Komponenten benötigt. Die Hirschvogel Gruppe geht davon aus, dass der E-Antrieb bis zum Jahr 2030 die meist verkaufte Antriebsart im Automobilbereich sein wird. Allerdings kann die noch lückenhafte Ladeinfrastruktur, wie z.B. im städtischen Bereich mit geringer Verfügbarkeit von privaten Wallboxen, sowie die stark steigenden Strompreise die Ausbreitung verzögern. Erhöhte Anschaffungskosten, u.a. bedingt durch eingeschränkte Verfügbarkeit von Rohstoffen zur Batterieproduktion von Elektrofahrzeugen, wirken möglicherweise ebenfalls verzögernd auf die weitere Ausbreitung vollelektrischer Fahrzeuge. Zudem wird der Ausbau des elektromobilitätsresistenten Produktportfolios der Hirschvogel Gruppe weiter konsequent vorangetrieben und damit das Risikopotential durch die Elektrifizierung des Antriebsstranges deutlich reduziert. Insgesamt kann das Risiko somit als mittel eingestuft werden. cd) Zinsrisiken: Zinsrisiken entstehen in der Hirschvogel Gruppe durch die Ziehung von Krediten im Rahmen der bestehenden Kreditlinien auf Basis variabler Zinsen. Im Jahresverlauf fielen variable Zinsen für geringe Inanspruchnahmen bei dezentralen Kreditlinien an. Zinsrisiken können aktuell nur noch auf Basis der Ziehung des Konsortialkredites bzw. dezentraler Kreditlinien entstehen. ce) Währungsrisiken: Währungsrisiken entstehen in der Gruppe im Wesentlichen durch die vorhandenen Intercompany Darlehen und den damit verbundenen Währungsschwankungen. Das Risiko dieser Währungsschwankungen wird bei Bedarf durch Währungssicherungsmaßnahmen reduziert. Zum Stichtag wurden keine Währungssicherungsmaßnahmen durchgeführt bzw. waren keine Sicherungsinstrumente vorhanden. Anmerkung: Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Bericht nicht genau zur angegebenen Summe aufaddieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. Quelle: *) Diverse VDA-Mitteilungen/Statistiken (Stand Januar 2022)
Denklingen, den 19. April 2022 Hirschvogel
Holding GmbH,
gez. Jörg Rückauf, Chief Executive Officer gez. Walter Bauer, Chief Financial Officer gez. Dr. Dirk Landgrebe, Chief Operating Officer KonzernbilanzAKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
Konzern-Kapitalflussrechnung
Entwicklung des Anlagenvermögens 2021
Entwicklung des Anlagenvermögens 2020
KonzernanhangA. Allgemeine Angaben zum UnternehmenDie Hirschvogel Holding GmbH hat ihren Sitz in Denklingen, Dr.-Manfred-Hirschvogel-Straße 6, Deutschland, und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Augsburg, HRB 3319, eingetragen. Sie agiert als Konzernmutter der Hirschvogel Automotive Group. Die Hirschvogel Automotive Group ist ein global operierender Zulieferer der Automobilindustrie und deren Systemlieferanten für Komponenten und Systeme, die in Getrieben, Antriebsstrang, Fahrwerk und Motor sowie in der Diesel- und Benzineinspritzung Verwendung finden. Die produzierenden Tochtergesellschaften der Hirschvogel Holding GmbH bedienen überwiegend die Märkte in Europa und Nordamerika mit einem stark wachsenden Anteil von Osteuropa und Asien. Die Hauptrohstoffe für die gefertigten Produkte sind Stahl und Aluminium. Die Wertschöpfung besteht aus dem Schmiedeprozess (warm, halbwarm und kalt) und aus spanabhebenden Prozessen, oder in der Kombination daraus. Einen Schwerpunkt der Aktivitäten für die Kunden der Hirschvogel Automotive Group stellt zudem die Entwicklung der Produkte dar. Die Hirschvogel Automotive Group gehört als Technologieführer des traditionellen Gesenkschmiedens, der Warm-, Halbwarm- und Kaltumformung, des Aluminium-Schmiedens sowie der spanenden Bearbeitung zu den weltweit größten Automobilzulieferern im Bereich der Massivumformung und Zerspanung. B. Allgemeine Angaben zum Abschluss(1) Grundlagen der Aufstellung des AbschlussesDer Konzernabschluss der Hirschvogel Holding GmbH wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, erstellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS) sowie die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) - ehemals Standing Interpretations Committee (SIC). Die von der Hirschvogel Holding GmbH angewandten International Financial Reporting Standards müssen aufgrund der Verordnung der Europäischen Union vom 19. Juli 2002 (EG Nr. 1606/2002) und gemäß § 315e des Handelsgesetzbuches (HGB) zuvor durch die Europäische Kommission übernommen werden. Aus diesem Grund fanden zur Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021 ausschließlich solche Standards Anwendung, die bereits übernommen wurden. Dabei wurden alle zum Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden Standards, Auslegungen und Interpretationen berücksichtigt. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der Gesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen auf den Stichtag 31. Dezember 2021 aufgestellt. Der Konzernabschluss der Hirschvogel Holding GmbH wurde freiwillig nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Er befreit in der vorliegenden Fassung von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach den deutschen Rechnungslegungsvorschriften (HGB). Dazu wurde der Konzernabschluss gemäß § 315e HGB um weitere Erläuterungen sowie den Konzernlagebericht ergänzt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind die derivativen Finanzinstrumente und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, sowie Planvermögen. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden einige Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese werden im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Konzernwährung ist der Euro. Die Angaben erfolgen in Tausend Euro (TEUR), sofern nichts anderes angegeben ist. Aus rechnerischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben, etc.) auftreten. Die Geschäftsführung der Hirschvogel Holding GmbH hat den Konzernabschluss am 19. April 2022 zur Weitergabe an die Gesellschafter freigegeben. Die Gesellschafter haben die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob sie den Konzernabschluss billigen. (2) Neue und geänderte Standards/InterpretationenFür das Geschäftsjahr 2021 wurden die IFRS zugrunde gelegt, die verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden sind, die am 1. Januar 2021 beginnen. Außerdem waren im laufenden Geschäftsjahr folgende neue und geänderte Standards und Interpretationen erstmalig verpflichtend zu beachten:
Folgende neue Standards und Interpretationen sind noch nicht in Kraft getreten und wurden im Abschluss noch nicht berücksichtigt. Diese Standards und Interpretationen werden nicht vorzeitig angewandt:
C. Angaben zum Konsolidierungskreis, -methoden und Währungsumrechnung(3) KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss werden sämtliche Tochterunternehmen und assoziierte Unternehmen der Hirschvogel Holding GmbH einbezogen. Tochterunternehmen sind Gesellschaften, die direkt von der Hirschvogel Holding GmbH beherrscht werden. Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, über die ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird. Der Konsolidierungskreis ergibt sich aus der nachfolgenden Tabelle:
Die folgenden Gesellschaften sind von der Aufstellung von Anhang und Lagebericht sowie von der Prüfung und Offenlegung von Jahresabschluss und Lagebericht aufgrund der Einbeziehung im Wege der Vollkonsolidierung in diesem Konzernabschluss gem. § 264 Abs. 3 HGB befreit: Hirschvogel Umformtechnik GmbH, Denklingen Hirschvogel Komponenten GmbH, Schongau Hirschvogel Eisenach GmbH Sitz Marksuhl, Gerstungen Hirschvogel Aluminium GmbH, Gerstungen Hirschvogel Elektronik GmbH, Denklingen Hirschvogel E-Solutions GmbH, Kaufbeuren (4) KonsolidierungsgrundsätzeDie Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß IFRS 3 ("Business Combinations") nach der Erwerbsmethode. Danach werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem anteiligen Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Ein entstehender positiver Unterschiedsbetrag wird als derivativer Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert, ein entstehender negativer Unterschiedsbetrag wird sofort erfolgswirksam aufgelöst. Entstehende Firmenwerte werden mindestens jährlich einem Impairment-Test unterzogen. Der Konzernabschluss ist auf den Stichtag des Jahresabschlusses der Obergesellschaft, der Hirschvogel Holding GmbH, aufgestellt worden. Da die Stichtage der Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften dem Zeitpunkt des 31. Dezember 2021 entsprechen, waren abweichende Abschlüsse nicht aufzustellen. Erstkonsolidierungsstichtag war der 1. Januar 1998. Die erstmalige Kapitalkonsolidierung der Tochtergesellschaften erfolgte zu folgenden Zeitpunkten:
Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögenswerte und Schulden der Einzelgesellschaften sind nach einheitlichen Grundsätzen bilanziert und bewertet worden. Bei der MAHLE Hirschvogel Forjas S.A. handelt es sich um ein sogenanntes assoziiertes Unternehmen. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf das der Konzern einen maßgeblichen Einfluss hat. Maßgeblicher Einfluss ist die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen des Unternehmens, an dem die Beteiligung gehalten wird, mitzuwirken. Dabei liegt weder Beherrschung noch gemeinschaftliche Führung der Entscheidungsprozesse vor. Zusammen mit dem Partner wurde beschlossen, die Gesellschaft zu liquidieren. Die Ergebnisse, Vermögenswerte und Schulden von assoziierten Unternehmen sind in diesem Abschluss unter Verwendung der Equity-Methode einbezogen. (5) WährungsumrechnungDie Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der konsolidierten Unternehmen erfolgt auf Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung nach der modifizierten Stichtagskursmethode in Übereinstimmung mit IAS 21. Da alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig ihr Geschäft betreiben, ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Daher werden im Konzernabschluss die Vermögenswerte und Schulden mit dem Stichtagskurs, Eigenkapitalposten mit historischen Kursen sowie Aufwendungen und Erträge mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Aus der Umrechnung des Abschlusses resultierende Umrechnungsdifferenzen werden bis zum Abgang des Tochterunternehmens ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst und in einem Ausgleichsposten aus Fremdwährungsumrechnung ausgewiesen. Bezüglich der sich hieraus ergebenden Entwicklungen und Effekte verweisen wir auf den Konzerneigenkapitalspiegel. In den Abschlüssen der einzelnen Konzernunternehmen werden monetäre Posten in Fremdwährung grundsätzlich zum Stichtagskurs umgerechnet. Daraus entstehende Währungsgewinne oder -verluste werden unmittelbar ergebniswirksam erfasst. Folgende Wechselkurse wurden für die Umrechnung der wesentlichen Fremdwährungsabschlüsse verwandt:
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde grundsätzlich mit den Durchschnittskursen derjenigen Monate umgerechnet, in denen der jeweilige Aufwand oder Ertrag anfiel. Der Durchschnitt aus den verwendeten Umrechnungskursen ergibt die o.a. Jahresdurchschnittskurse für die GuV. Die Unterschiedsbeträge aus der Währungsanpassung des Eigenkapitals an den Erstkonsolidierungswert der Hirschvogel Incorporated, der Hirschvogel Automotive Components (Pinghu) Co., Ltd., der Hirschvogel Components India Pvt. Ltd., der Hirschvogel Components Poland Sp.z o.o. und der Hirschvogel Components México, S.A. de C.V. wurden erfolgsneutral in den Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung eingestellt. Die Gesellschaft wendet die Regelungen gemäß IAS 21.15 "Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb" an. Dabei werden monetäre Posten in Form von Ausleihungen bzw. Forderungen der Hirschvogel Holding GmbH an die Hirschvogel Incorporated bzw. Hirschvogel Components Mexico als Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb designiert. Bei beiden Tochterunternehmen rechnet die Gesellschaft nicht mit einer Abwicklung in absehbarer Zeit. Bei der Hirschvogel Incorporated wurde 2012 ein Sockelbetrag von TUSD 20.000 und bei der Hirschvogel Components Mexico 2018 ein Sockelbetrag von TUSD 30.000 als Nettoinvestition herangezogen. Gemäß IAS 21.32 erhöhten in 2021 Währungsumrechnungsdifferenzen von USD in EUR i.H.v. TEUR 3.400 (i.Vj. TEUR -3.761) das sonstige Ergebnis im Konzernabschluss. Die Differenz aus der Umrechnung von MXN in USD bei der mexikanischen Tochtergesellschaft betrugen in 2021 TEUR - 796 (i.Vj. TEUR -1.239) und verringerten das sonstige Ergebnis, da die funktionale Währung der HCM von USD abweicht und MXN ist. Kumuliert betragen die insgesamt im sonstigen Ergebnis derart erfassten Beträge TEUR -1.924 (i.Vj. TEUR -3.480). Zukünftige Veränderungen aufgrund von schwankenden Wechselkursen werden ebenfalls im sonstigen Ergebnis abgebildet. Bei Veräußerung der Nettoinvestition werden die Umrechnungsdifferenzen gem. IAS 21.48 aus dem Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Forderungen in ausländischer Währung sind mit dem Kurs des Einbuchungstags bzw. dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag angesetzt. Die Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind saldiert in den Finanzaufwendungen enthalten. D. Allgemeine Angaben zu Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung(6) Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeAktivpostenImmaterielle Vermögenswerte und SachanlagenDie immateriellen Vermögenswerte und die Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Die Zugänge wurden mit den Anschaffungs- oder Herstellkosten aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen den Anschaffungspreis und die direkt zurechenbaren Anschaffungsnebenkosten. Lieferantenskonti wurden abgesetzt. Geringwertige Anlagengüter des Sachanlagevermögens wurden im Anschaffungsjahr in voller Höhe abgeschrieben und im Anlagespiegel als Zugang und als Abgang erfasst. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres schließen auch die Abschreibungen auf die im Geschäftsjahr abgegangenen Vermögenswerte ein. Patente, Software, Lizenzen und ähnliche Rechte werden nach IAS 38 zu Anschaffungskosten bewertet, vermindert um die planmäßige Abschreibung. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, aus denen dem Konzern mit hoher Wahrscheinlichkeit ein zukünftiger Nutzen zufließt und deren Kosten zuverlässig bestimmt werden können, werden mit den Herstellkosten aktiviert. Die Herstellkosten erfassen dabei alle dem Herstellprozess direkt zurechenbaren Kosten und angemessene Teile der damit in Verbindung stehenden Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht aktiviert. Forschungs- und nicht aktivierungsfähige Entwicklungsaufwendungen werden bei Entstehung grundsätzlich als laufender Aufwand behandelt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr und in Vorjahren wurden keine selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte aktiviert, da nicht alle Kriterien nach IAS 38 kumulativ erfüllt wurden. Das Sachanlagevermögen ist auf der Grundlage der Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend dem zu erwartenden Verbrauch des zukünftigen Nutzens vorgenommen. Die Eigenleistungen wurden mit den direkt zurechenbaren Kosten zuzüglich anteiliger Gemeinkosten bilanziert. Reparatur- und Instandhaltungskosten sowie Finanzierungsaufwendungen werden grundsätzlich als laufender Aufwand erfasst. In der Hirschvogel Automotive Group werden Aufwendungen für Reparaturen und laufende Wartungskosten grundsätzlich erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Eine Ausnahme bildet hier die Generalüberholung. Bei der Generalüberholung handelt es sich um den Ersatz von Teilen einer Sachanlage (Maschine), die in regelmäßigen Zeitabständen erfolgt. Diese Generalüberholung wird als fiktive Komponente gesehen und als eigenes Sachanlagevermögen gebucht und getrennt von der Maschine abgeschrieben (Komponentenansatz). Grundstücke oder Gebäude, die zu Finanzanlagezwecken gemäß IAS 40 gehalten werden, liegen nicht vor. Den planmäßigen Abschreibungen liegen grundsätzlich folgende konzerneinheitliche Nutzungsdauern zugrunde:
Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer liegen nicht vor. Die Investitionszuwendungen in Form von Investitionszuschüssen und -zulagen für Investitionen in Sachanlagen werden gemäß IAS 20.27 jeweils mit den mit Zuwendungen bedachten Anlagegütern saldiert. Impairment-Tests Die Werthaltigkeit des Anlagevermögens wird regelmäßig zum Bilanzstichtag geprüft. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn infolge veränderter Umstände eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung gegeben ist. Die Werthaltigkeit wird durch den Vergleich des Buchwerts der jeweiligen Vermögenswerte mit dem erzielbaren Betrag bestimmt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert aus der Nutzung oder der Veräußerung des betroffenen Vermögenswertes. Sofern dieser unter den Buchwert gesunken ist, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Steigt der Zeitwert für einen zuvor außerplanmäßig abgeschriebenen Vermögenswert, so findet eine Wertaufholung statt. Ausgenommen von der Wertaufholung ist ein Geschäfts- oder Firmenwert. Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen/Leasingverbindlichkeiten (IFRS 16)Leasingverhältnisse über Vermögenswerte mit einem Wert von mehr als 5.000 EUR oder mit einer Gesamtlaufzeit von mehr als 12 Monaten werden bilanziell als diskontierte Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen und korrespondierende Nutzungsrechte erfasst. Für alle Leasingverhältnisse erfolgt die Bilanzierung der Leasing- und Nicht-Leasingkomponenten einheitlich als Leasingkomponente. Die Abschreibung der Nutzungsrechte erfolgt linear über die Gesamtlaufzeit des Leasingverhältnisses. Der durchschnittliche Grenzfremdkapitalzins der Hirschvogel Gruppe beträgt für Immobilien 2,13 % und für Mobilien 1,44 %, wodurch sich Zinsaufwendungen für Leasingverhältnisse i.H.v. TEUR 91 (i.Vj. TEUR 123) ergeben. Zahlungen für geringwertige Leasingverhältnisse i.H.v. TEUR 2.139 (i.Vj. TEUR 1.767), sowie für kurzfristige Leasingverhältnisse i.H.v. TEUR 488 (i.Vj. TEUR 188) werden aufwandswirksam erfasst. Die Hirschvogel Gruppe wendet weitere praktische Behelfe an. Hirschvogel hat Leasingverhältnisse, in denen der Konzern Leasingnehmer als auch Leasinggeber ist. Variable Leasingzahlungen, Erträge aus Unterleasingverhältnissen sowie Gewinne oder Verluste aus Sale-and-Leaseback-Transaktionen liegen nicht vor. Veränderung bei den Vertragsvermögenswerten Die Änderungen der vertraglichen Forderungen resultieren aus neu verhandelten Kundenverträgen hinsichtlich herzustellender Werkzeuge, Prototypen und zu erbringender Entwicklungsleistungen bzw. aus bereits erfüllten Kundenverträgen. Die Leistungsverpflichtung gilt als erfüllt, wenn der Kunde die Werkzeuge und Prototypen abnimmt, Hirschvogel die Entwicklungsleistung vollständig erbracht hat bzw. mit Lieferung der Serienbauteile (Outputmethode) an den Kunden. Aufgrund der verhandelten Zahlungskonditionen von max. 90 Tagen, welche an die Erfüllung der Leistungsverpflichtung gekoppelt sind, liegt keine wesentliche Finanzierungskomponente vor. Verpflichtungen zur Rücknahme bzw. Rückzahlung liegen zum Abschlussstichtag nicht vor. Im Wesentlichen gilt die gesetzliche Gewährleistung von 24 Monaten. Die Verwendung der Erleichterung gemäß IFRS 15.121 (praktischer Behelf) erfolgt nicht, da die Verträge nicht die Voraussetzungen für die Erleichterung erfüllen. Die zeitraumbezogene Umsatzrealisierung erfolgt nach der Outputmethode, da diese verlässlich gemessen werden kann. Die zeitpunktbezogene Umsatzrealisierung erfolgt zum Zeitpunkt des Kontrollübergangs. Bezüglich der Art und Höhe des Vermögenswertes wurden die vertraglichen Vereinbarungen zu Rate gezogen, da diese verlässliche Informationen bieten, leicht gemessen und nachvollzogen werden können. Zur Bestimmung der Gegenleistung werden die vertraglich vereinbarten Preise unter Berücksichtigung etwaiger Preisnachlässe herangezogen bzw. wird von den im Vertrag angesetzten Werten ausgegangen, da für die variablen Kaufpreisbestandteile in Bezug auf Menge, Währung und Rohstoffpreise keine verlässlichen Schätzungen vorgenommen werden können. Die Gegenleistung wird im Verhältnis des Einzelveräußerungspreises (EVP) auf die Leistungsverpflichtungen aufgeteilt. Der Einzelveräußerungspreis wird Kosten plus Marge berechnet. VorräteDie Bewertung der Vorräte erfolgte nach den konzerneinheitlichen Bewertungsmethoden. Die Bewertung des Rohmaterials erfolgt jeweils zum gleitenden Durchschnittspreis. In Abhängigkeit von der Reichweite der jeweiligen Materialien wurden individuelle Abschläge vorgenommen. Soweit erforderlich, wurden zudem Abschläge auf den niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert vorgenommen. Bei den unfertigen und fertigen Erzeugnissen erfolgte die Bewertung, unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips, individuell je Material und Fertigungsauftrag zu den bis zum Stichtag angefallenen Anschaffungs- und Herstellungskosten. Dabei werden neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten angesetzt. Fremdkapitalzinsen werden nicht berücksichtigt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten Vertriebskosten. FinanzinstrumenteFinanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem Vertragspartner zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Finanzielle Vermögenswerte beinhalten insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel, derivative finanzielle Vermögenswerte sowie marktgängige Wertpapiere und ähnliche Geldanlagen und Finanzinvestitionen. Finanzielle Vermögenswerte, mit Ausnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, und Verbindlichkeiten werden erstmals am Handelstag erfasst, wenn Hirschvogel Vertragspartei nach den Verträgen über die Finanzinstrumente wird. Beim erstmaligen Ansatz erfolgt die Bewertung für finanzielle Vermögenswerte, außer den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente oder finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert. Bei Posten, die im Folgenden nicht der Kategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet zuzuordnen sind, werden Transaktionskosten, die direkt mit dem Erwerb oder der Ausgabe zurechenbar sind, erfasst. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden ab dem Zeitpunkt angesetzt, zu dem sie entstanden sind. Der erstmalige Ansatz erfolgt zum Transaktionspreis (grundsätzlich entspricht dies den Anschaffungskosten). Die Folgebewertung richtet sich nach der Klassifizierung der Finanzinstrumente. Die Klassifizierung von Finanzinstrumenten basiert auf dem Geschäftsmodell, in welchem die Instrumente gehalten werden, sowie der Zusammensetzung der vertraglichen Zahlungsströme. Die Festlegung des Geschäftsmodells erfolgt auf Portfolioebene und richtet sich nach der Intention des Managements sowie den Transaktionsmustern der Vergangenheit. Die Prüfung der Zahlungsströme erfolgt auf Basis der einzelnen Instrumente. Finanzielle Vermögenswerte werden nach IFRS 9 in die folgenden drei Kategorien eingestuft: 1. Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, 2. Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden und 3. Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten (at cost) bewertet werden, sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit vertraglichen Zahlungen, die ausschließlich aus Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Nominalbetrag bestehen und die mit dem Ziel gehalten werden, die vertraglich vereinbarten Zahlungsströme zu vereinnahmen, wie z. B. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte oder Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Geschäftsmodell "Halten"). Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen insbesondere Kassenbestände, Schecks, Sichteinlagen bei Banken sowie Schuldverschreibungen und Einlagenzertifikate mit einer Restlaufzeit zum Anschaffungszeitpunkt von bis zu drei Monaten, die nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stimmen mit dem Zahlungsmittelfonds in der Konzern-Kapitalflussrechnung überein. Nach dem erstmaligen Ansatz werden diese finanziellen Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam im Konzernergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen wertgemindert oder ausgebucht werden. Die Zinseffekte aus der Anwendung der Effektivzinsmethode sowie Effekte aus der Währungsumrechnung werden ebenfalls erfolgswirksam erfasst. Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (fair value through profit and loss) bewertete finanzielle Vermögenswerte umfassen finanzielle Vermögenswerte, deren Zahlungsströme nicht ausschließlich aus Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Nominalbetrag bestehen. Daneben sind auch finanzielle Vermögenswerte hier enthalten, die weder dem Geschäftsmodell "Halten" noch dem Geschäftsmodell "Halten und Veräußern" zugeordnet wurden. Ebenfalls hier enthalten sind Aktien oder verzinsliche Wertpapiere, die mit der Absicht der kurzfristigen Veräußerung erworben wurden. Gewinne oder Verluste aus diesen finanziellen Vermögenswerten werden erfolgswirksam erfasst. Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (fair value through OCI) bewertet werden, sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit vertraglichen Zahlungen, die ausschließlich aus Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Nominalbetrag bestehen und die sowohl mit dem Ziel gehalten werden, die vertraglich vereinbarten Zahlungsströme zu vereinnahmen als auch Verkäufe zu tätigen, bspw. um ein definiertes Liquiditätsziel zu erreichen (Geschäftsmodell "Halten und Veräußern"). Diese Kategorie enthält außerdem Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden und für die die Option zur Erfassung von Zeitwertänderungen im sonstigen Ergebnis ausgeübt wurde. Nach der erstmaligen Bewertung werden finanzielle Vermögenswerte dieser Kategorie erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei nicht realisierte Gewinne oder Verluste im sonstigen Ergebnis erfasst werden. Mit dem Abgang von Schuldinstrumenten dieser Kategorie werden die über das sonstige Ergebnis erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam erfasst. Erhaltene Zinsen aus Finanziellen Vermögenswerten, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden grundsätzlich als Zinserträge unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfolgswirksam berücksichtigt. Zeitwertänderungen von Eigenkapitalinstrumenten, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden nicht erfolgswirksam erfasst, sondern bei Abgang in die Gewinnrücklage umgebucht. Dividenden werden mit Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfolgswirksam erfasst. Derivative FinanzinstrumenteZur Absicherung bestehender oder geplanter operativer Grundgeschäfte und damit verbundener Risiken setzt Hirschvogel derivative Finanzinstrumente ein. Derzeit werden im Wesentlichen Zinssicherungsgeschäfte zur Absicherung von Darlehen eingesetzt sowie Währungssicherungsgeschäfte. Derivative Finanzinstrumente werden in der Hirschvogel Automotive Group am Handelstag zu Anschaffungskosten erfasst und anschließend zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Derivative Finanzinstrumente mit einem positiven beizulegenden Zeitwert werden - je nach Fristigkeit - entweder unter den Finanzanlagen und sonstigen langfristigen Vermögenswerten oder den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten bilanziert. Derivative Finanzinstrumente mit einem negativen Zeitwert werden - je nach Fristigkeit - entweder unter den langfristigen finanziellen Schulden oder den kurzfristigen finanziellen Schulden ausgewiesen. Im Rahmen des Hedge Accounting werden Wertveränderungen von Cashflow-Hedges unter Berücksichtigung latenter Steuern, ergebnisneutral direkt gegen das kumulierte übrige Eigenkapital verrechnet. WertminderungenGrundsätzlich ist das Modell der erwarteten Kreditausfälle nach dem Konzept der 12-Monats-Kreditsausfälle anzuwenden. Die Bewertung über die Gesamtlaufzeit ist anzuwenden, wenn das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswertes am Abschlussstichtag seit dem erstmaligen Ansatz signifikant gestiegen ist. Die Bewertung über die Gesamtlaufzeit ist immer bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und für vertragliche Vermögenswerte ohne wesentliche Finanzierungskomponente vorzunehmen. Hirschvogel macht von dem Wahlrecht Gebrauch auch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte mit einer wesentlichen Finanzierungskomponente nach dem Konzept der Gesamtlaufzeit zu bewerten. Das Wertminderungsmodell ist auf finanzielle Vermögenswerte anzuwenden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die Wertminderungen in Form von Einzelwertberichtigungen tragen den erwarteten Ausfallrisiken angemessen Rechnung. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderung. Im Rahmen der Ermittlung der Einzelwertberichtigungen werden Forderungen, für die ein potenzieller Abwertungsbedarf besteht auf Wertminderungen untersucht und gegebenenfalls wertberichtigt. Die Ermittlung beruht in erheblichem Maß auf Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen. Hierbei werden neben Kreditwürdigkeit und Zahlungsverzug des jeweiligen Kunden sowie Erfahrungswerte der Vergangenheit berücksichtigt. Sonstige VermögenswerteDie Sonstigen Vermögenswerte werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Mögliche und erkennbare Ausfallrisiken bei einzelnen Forderungen sind durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen und Vermögenswerte mit Laufzeiten über einem Jahr werden mit dem Barwert ausgewiesen. PassivpostenEigenkapitalAusführungen zur Zusammensetzung des Bilanzpostens Eigenkapital vgl. (13) Eigenkapital. Rückstellungen und VerbindlichkeitenDie Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle am Bilanzstichtag erkennbaren rechtlichen und faktischen Verpflichtungen und Risiken gegenüber Dritten, die auf vergangenen Geschäftsvorfällen oder vergangenen Ereignissen beruhen, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führen und verlässlich geschätzt werden können. Sie werden in Höhe ihres wahrscheinlichen Erfüllungsbetrages gebildet. Langfristige Rückstellungen werden, sofern der aus der Diskontierung entstehende Zinseffekt wesentlich ist, mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert. Finanzielle und nichtfinanzielle Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit dem Rückzahlungsbetrag passiviert. Pensionsrückstellungen (Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses) Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen werden die Kosten für die Leistungserbringung mittels des Verfahrens der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) ermittelt, wobei zu jedem Abschlussstichtag eine versicherungsmathematische Bewertung durchgeführt wird. Neubewertungen, bestehend aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, Veränderungen, die sich aus der Anwendung der Vermögenswertobergrenze und dem Ertrag aus dem Planvermögen (ohne Zinsen auf die Nettoschuld) ergeben, werden unmittelbar im sonstigen Ergebnis erfasst und sind damit direkt in der Bilanz enthalten. Die im sonstigen Ergebnis erfassten Neubewertungen sind Teil des Eigenkapitals und werden nicht mehr in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird als Aufwand erfasst, wenn die Planänderung eintritt. Die Nettozinsen ergeben sich aus der Multiplikation des Abzinsungssatzes mit der Nettoschuld (Pensionsverpflichtung abzüglich Planvermögen) oder dem Nettovermögenswert, der sich ergibt, sofern das Planvermögen die Pensionsverpflichtung übersteigt, zu Beginn des Geschäftsjahres. Die leistungsorientierten Kosten beinhalten die folgenden Bestandteile: • Dienstzeitaufwand (einschließlich laufendem Dienstzeitaufwand, nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand, sowie etwaiger Gewinne oder Verluste aus der Planänderung oder -kürzung) • Nettozinsaufwand oder -ertrag auf die Nettoschuld oder den Nettovermögenswert • Neubewertung der Nettoschuld oder des Nettovermögenswerts Der Konzern weist die ersten beiden Bestandteile des Dienstzeitaufwandes in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" aus. Gewinne oder Verluste aus Plankürzungen werden, sofern gegeben, als nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand bilanziert. Die in der Konzernbilanz erfasste leistungsorientierte Verpflichtung stellt die aktuelle Unter- oder Überdeckung der leistungsorientierten Versorgungspläne des Konzerns dar. Jede Überdeckung, die durch diese Berechnung entsteht, ist auf den Barwert künftigen wirtschaftlichen Nutzens begrenzt, der in Form von Rückerstattungen aus den Plänen oder geminderter künftiger Beitragszahlungen an die Pläne zur Verfügung steht. Zahlungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden dann als Aufwand erfasst, wenn die Arbeitnehmer die Arbeitsleistung erbracht haben, die sie zu den Beiträgen berechtigen. Schätzungsunsicherheiten und ErmessensentscheidungenAbzinsungssatz zur Bestimmung des Buchwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen des Konzerns Der Zinssatz, der für die Abzinsung der leistungsorientierten Verpflichtungen des Konzerns herangezogen wird, wird auf der Grundlage der Renditen bestimmt, die am Abschlussstichtag für erstrangige, festverzinsliche Unternehmensanleihen am Markt erzielt werden. Eine erhebliche Ermessensentscheidung ist notwendig bei der Festlegung der Kriterien, nach denen die Unternehmensanleihen ausgesucht werden, die die Grundgesamtheit bilden, aus der die Renditekurve abgeleitet wird. Die wesentlichen Kriterien bei der Auswahl dieser Unternehmensanleihen beinhalten das Ausgabevolumen der Anleihen, die Qualität der Anleihen und die Identifizierung von Ausreißern, die nicht berücksichtigt werden. Langfristige SchuldenIn den langfristigen Schulden sind im Wesentlichen die durch die Hirschvogel Automotive Group im Jahr 2017 und im Jahr 2018 aufgenommenen Schuldscheindarlehen ausgewiesen. Dabei handelt es sich um solche Schulden, die eine feste Laufzeit von länger als einem Jahr haben. Die Bilanzierung erfolgt nach der Effektivzinsmethode. Latente SteuernAuf alle temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen in der IFRS Bilanz und der Steuerbilanz der Einzelgesellschaften, auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen sowie auf Verlustvorträge werden latente Steuern ausgewiesen. In den Einzelgesellschaften bestanden temporäre Differenzen insbesondere im Bereich des Anlagevermögens und der Vorräte, die unter Anderem zu passiven latenten Steuern geführt haben. Aktive latente Steuern resultierten im Wesentlichen aus temporären Differenzen im Bereich der Personalrückstellungen, dem Anlagevermögen inkl. der Konsolidierungsmaßnahmen und Verlustvorträge. Aus Konsolidierungsmaßnahmen durch Zwischenergebniseliminierung entstanden insbesondere aktive latente Steuern. Stille BeteiligungUnter dem Bilanzposten Stille Beteiligung werden solche Beträge ausgewiesen, die aufgrund ihrer Rückzahlungsverpflichtung, Kündbarkeit oder Laufzeit Schulden darstellen. Es handelt sich um sogenannte Stille Einlagen in die Hirschvogel Holding GmbH, die im Rang hinter sämtliche Forderungen von gegenwärtigen und zukünftigen Gläubigern zurücktreten. Zudem erfolgt ein nicht unerhebliches Maß der Vergütung ergebnisabhängig mit gleichzeitiger Teilnahme an eventuellen Verlusten. Weitere Ausführungen zur Stillen Beteiligung vgl. (18) "Kurzfristige Schulden". Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzrealisierungAls Umsätze werden nur die aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Unternehmens resultierenden Produktverkäufe und Dienstleistungen ausgewiesen. Der Hirschvogel-Konzern erbringt seine Leistungen primär durch den Verkauf von Gütern und im geringen Umfang durch Dienstleistungen. Hirschvogel erfasst nach IFRS 15 den Betrag als Erlös aus Kundenverträgen, der für die Übertragung von Gütern oder Dienstleistungen an Kunden als Gegenleistung erhalten wird. Hinsichtlich der Bestimmung des Zeitpunkts bzw. des Zeitraums wird auf den Übergang der Kontrolle an den Gütern oder Dienstleistungen auf den Kunden abgestellt (control approach). Für die Bestimmung, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind, wird das Fünf-Stufen-Modell angewendet. Bei der Anwendung des Fünf-Stufen-Modells im Hirschvogel-Konzern auf die Verträge mit Kunden werden die vorhandenen unterscheidbaren (distinct) Leistungsverpflichtungen identifiziert. Der Transaktionspreis wird gemäß den Regeln des IFRS 15 ermittelt und ggf. auf die vorhandenen Leistungsverpflichtungen allokiert. Es werden insbesondere variable Preisbestandteile aus den Kundenverträgen, wie z. B. Rabatte, Kundenboni und sonstige Preisnachlässe, analysiert, ermittelt und für die Erlöserfassung berücksichtigt. Bei der Allokation des Transaktionspreises auf - falls vorhanden - mehrere Leistungsverpflichtungen würden, soweit möglich, beobachtbare Einzelveräußerungspreise verwendet werden; ansonsten wäre auf adjustierte Marktpreise (adjusted market assessment approach) oder Kosten zuzüglich einer erwarteten Marge (cost plus a margin approach) abzustellen. Für jede Leistungsverpflichtung, die gemäß IFRS 15 abstrakt und im Vertragskontext unterscheidbar (distinct) ist, wird die Art der Erlösrealisierung in zeitraum- bzw. zeitpunktbezogene Erfassung festgelegt. Mehrkomponentenverträge, die unterscheidbare (distinct) Leistungsverpflichtungen enthalten, deren Erlöse zu verschiedenen Zeitpunkten realisiert werden, sind gegenwärtig bei Hirschvogel , mit Ausnahme der Werkzeuge, Prototypen und Entwicklungsleistungen, von untergeordneter Bedeutung. AufwendungenBetriebliche Aufwendungen werden mit der Lieferung bzw. der Inanspruchnahme der Leistung erfasst. Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen werden im Zeitpunkt des Verkaufs der Produkte gebildet. Zinserträge und Aufwendungen werden periodengerecht erfasst. Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung werden saldiert im Finanzergebnis ausgewiesen. E. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZLangfristige Vermögenswerte(7) Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen
Die Entwicklung und Aufteilung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen sind im Anlagenspiegel (Anlage 5) dargestellt. Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen nach IFRS 16
Die Zugänge zu den Nutzungsrechten während des Geschäftsjahres 2021 betrugen TEUR 2.788. Die Entwicklung und Aufteilung der Nutzungsrechte ist im Anlagenspiegel (Anlage 5) dargestellt. Investitionszuwendungen
Investitionszuwendungen der öffentlichen Hand in Form von Investitionszuschüssen und -zulagen wurden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten der jeweilig begünstigten Sachanlagen saldiert. Die Fördersätze betrugen je nach gefördertem Projekt zwischen 5 % und 80 %. Die Gewährung der Zuschüsse ist von der Erfüllung einer Reihe von Bedingungen abhängig. Diese können nach jetzigem Kenntnisstand vollumfänglich eingehalten werden. Mit etwaig entstehenden Rückzahlungsverpflichtungen ist daher nicht zu rechnen. (8) At-equity-Beteiligungen
Die MAHLE Hirschvogel Forjas S.A., residierend in Queimados in der Nähe von Rio de Janeiro, Brasilien, fertigte als ein gemeinsam mit MAHLE Metal Leve S.A. geführtes Unternehmen sowohl Warm-, Halbwarm- und Kaltumformung als auch zerspanende Bearbeitung umgeformter Bauteile für den südamerikanischen Markt. Die Gesellschaft wird At-equity konsolidiert. Der Beteiligungsansatz wurde bereits in den Vorjahren zu 100 % wertberichtigt. Im Jahr 2015 wurde gemeinsam mit dem Joint Venture Partner beschlossen, die Gesellschaft zu liquidieren. Um dies zu ermöglichen, erfolgten in den darauffolgenden Jahren mehrere anteilige Kapitalerhöhungen. Die Liquidation dauert noch an. (9) Übrige Finanzanlagen, sonstige langfristige Vermögenswerte, langfristige Vertragsvermögenswerte, Latente Steuern
Die übrigen Finanzanlagen enthalten langfristige Ausleihungen gegenüber der Hirschvogel Holding GmbH nahestehende Unternehmen mit bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Diese finanziellen Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Die Verzinsung der Ausleihungen erfolgt überwiegend ergebnisabhängig durch die jeweiligen Darlehensnehmer. Im Wesentlichen handelt es sich hier um unverzinsliche Ausleihungen mit einer Restlaufzeit von länger als einem Jahr, weshalb der Abzinsungszinssatz der deutschen Bundesbank mit einer Restlaufzeit von 7 Jahren verwendet wurde. Die Abzinsungen für das Geschäftsjahr betrugen TEUR 70 (i. Vj. TEUR 327) und die Aufzinsungen TEUR 103 (i. Vj. TEUR 5). Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung der finanziellen Vermögenswerte vorliegen. Aufgrund der vorgelegten Planzahlen und Jahresabschlüsse rechnet Hirschvogel zum Bilanzstichtag damit, dass nicht alle Ausleihungen zurückbezahlt werden können und somit werthaltig sind. Die Werthaltigkeit wird durch Vergleich des Buchwerts der jeweiligen Ausleihung mit dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows bestimmt. Da der Buchwert zum Bilanzstichtag höher war, wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 2.573 (i. Vj. TEUR 5.605) vorgenommen. Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte wurde reduziert und der Verlust im Konzernergebnis erfasst. Steigt der Barwert der erwarteten künftigen Cashflows für eine zuvor außerplanmäßig abgeschriebene Ausleihung, so findet eine Wertaufholung statt. Die Abgänge wurden zum Restbuchwert im Zeitpunkt des Ausscheidens ausgebucht. Die Entwicklungen sind im Anlagespiegel (Anlage 5) dargestellt. In den sonstigen langfristigen Vermögenswerten sind u.a. in Indien gezahlte Kautionen für die Stromversorgung enthalten. Vertragsvermögenswerte im Sinne des IFRS 15 werden eingebucht, sobald die Leistung (hier: Entwicklung Werkzeuge) erbracht worden ist. Die zugehörigen Zahlungen erfolgen in der Regel aufgrund der tatsächlichen Rechnungstellung, welche in diesen Fällen erst mit der Serienlieferung der entsprechenden Teile erfolgt und damit zu einem späteren Zeitpunkt. Die Hirschvogel Automotive Group hat im Geschäftsbereich der Automobilzulieferindustrie im Geschäftsjahr 2021 TEUR 2.791 und im Vorjahr TEUR 83 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden erzielt. Hierbei erfolgt die Umsatzrealisierung von Werkzeugen, Prototypen und Entwicklungsleistungen zeitpunktbezogen. Die Umsatzrealisierung mit den Serienbauteilen erfolgt zeitraumbezogen. Die Vertragssalden gem. IFRS 15.116a setzen sich wie folgt zusammen:
Im Geschäftsjahr 2021 gab es weder realisierte Umsatzerlöse die im Vorjahr, noch realisierte Umsatzerlöse aus Leistungsverpflichtungen vorhergehender Perioden, welche in den vertraglichen Verpflichtungen ausgewiesen wurden. Der Anteil der Gegenleistung, der noch nicht erfüllt wurde, beträgt per Jahresende 2021 TEUR 4.238, im Vorjahr TEUR 2.247. Die voraussichtliche Erfüllung der Gegenleistung erfolgt mit der Abwicklung der Serienlieferungen, die im Zeitraum von 2022-2030 erwartet werden. Diese Gegenleistung teilt sich per 31.12.2021 wie folgt auf: Kurzfristig (≤ 1 Jahr) TEUR 1.120 und langfristig (> 1 Jahr) TEUR 3.118. Latente Steueransprüche sind in den Ausführungen unter (26) Steuern vom Einkommen und Ertrag erläutert. KURZFRISTIGE Vermögenswerte(10) Vorräte
Der Buchwert der zu Nettoveräußerungspreisen angesetzten Vorräte (ohne Anzahlungen auf Vorräte) beträgt TEUR 3.374 (i.Vj. TEUR 2.050). Die im Geschäftsjahr ergebniswirksam erfasste Änderung der Wertberichtigung auf Vorräte beträgt TEUR 2.037 (i.Vj. TEUR -1.262). Geleistete Anzahlungen werden netto ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. (11) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Forderungen, Vertragsvermögenswerte sowie finanzielle und nichtfinanzielle VermögenswerteForderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen, unter Berücksichtigung der Wertberichtigungen, ihren beizulegenden Zeitwerten. Seit September 2016 sind die Forderungen der Hirschvogel Automotive Group weltweit über eine Kreditversicherung versichert. Ein Ausfallrisiko besteht insoweit nur noch von untergeordneter Bedeutung. Die Zahlungsbedingungen entsprechen dabei dem üblichen landesspezifischen Rahmen. Es sind keine wesentlichen Finanzierungskomponenten enthalten. Nachfolgend ist die Zusammensetzung der nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen klassifiziert nach Überfälligkeit dargestellt:
Das Kreditrisiko stellt die Gefahr eines ökonomischen Verlustes dar, weil ein Kontrahent seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Bestandteile des Kreditrisikos sind sowohl das Risiko der Verschlechterung der Bonität als auch das unmittelbare Ausfallrisiko. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Hirschvogel Gruppe bestehen hauptsächlich gegenüber der Automobilindustrie. Das Kreditrisiko bezüglich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird auf Basis von internen Richtlinien bewertet, überwacht und gesteuert. Neukunden werden generell einer Bonitätsprüfung unterzogen. Die Bonität des Kunden wird anhand einer umfassenden Score Card der Krediteinstufung bewertet. Die einzelnen Kreditrahmen werden entsprechend dieser Bewertung festgelegt. Ausstehende Forderungen gegenüber den Kunden und Vertragsvermögenswerte werden regelmäßig überwacht. Daneben kommen Warenkreditversicherungen sowie Kreditsicherheiten wie Bankbürgschaften und Eigentumsvorbehalte zum Einsatz. Für das verbleibende Restrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Wertberichtigungen angesetzt. Die maximale Risikoposition aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert dieser Forderungen. Die nicht versicherten Forderungen werden durch Zug-um-Zug Zahlungen bzw. durch kurze Zahlungsziele, welche in der Regel nicht länger als 30 Tage sind und durch Sicherheiten des Mutterkonzerns verringert. Die Buchwerte der überfälligen sowie der wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind den Notes zu entnehmen. Wesentliche Wertberichtungen waren im Vorjahr und im Geschäftsjahr 2021 nicht zu bilden. Das maximale Kreditrisiko beträgt 15% des Forderungsbestands im In- und Ausland. Dieses setzt sich aus 5% Selbstbehalt in Versicherungsfällen und 10% nicht versicherter Forderungen zusammen. Von diesen 15% wurden insgesamt rund 2% Wertberichtigungen gebildet. Die nachfolgende Tabelle gibt die Veränderung in den Wertberichtigungen auf den Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und an sonstigen kurzfristigen Forderungen wieder:
Für das tatsächliche Ausfallrisiko wurden in 2021 (TEUR 593) und im Vorjahr (TEUR 430) Wertberichtigungen gebildet. Die Berechnung umfasst das wahrscheinlichkeitsgewichtete Ergebnis unter Berücksichtigung der Kreditversicherungsinformationen sowie angemessener und belastbarer Informationen über vergangene Ereignisse, aktuelle Gegebenheiten und künftig zu erwartende wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die zum Abschlussstichtag verfügbar sind. In der Regel werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu 100% wertberichtigt, wenn diese länger als ein Jahr überfällig sind. Die Kreditversicherung wird als Bestandteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in die Berechnung des Wertberichtigungsbedarfs mit einbezogen. Deshalb wurde das vereinfachte Verfahren für ein geringes Ausfallrisiko angewandt. Das tatsächliche Kreditrisiko wurde nach Einschätzung der Hirschvogel Gruppe ausreichend berücksichtigt. Kurzfristige Vertragsvermögenswerte
Zu den kurzfristigen Vertragsvermögenswerten vergleiche die Ausführungen unter (9). Übrige finanzielle und nichtfinanzielle Vermögenswerte
Die als übrige finanzielle und nichtfinanzielle Vermögenswerte bilanzierten sonstigen Forderungen enthalten überwiegend Erstattungsansprüche Boni und Verbrauchsteuern. Sonstige kurzfristige Forderungen
Die in den sonstigen kurzfristigen Forderungen ausgewiesenen Steuererstattungsansprüche setzen sich ausschließlich aus solchen aus Steuern vom Einkommen und Ertrag zusammen. Sonstige kurzfristige Finanzanlagen
In den sonstigen kurzfristigen Finanzanlagen ist lediglich ein Devisentermingeschäft enthalten. Im Vorjahr waren vier Festgelder jeweils mit einer Gesamtlaufzeit von 1,5 Jahren und einem Gesamtvolumen von 53 Mio. EUR im Bestand. Alle Festgelder werden mit einem fixen Zinssatz verzinst. Die Festgelder waren im Geschäftsjahr regulär zur Rückzahlung fällig, zudem gibt es auch noch eine Kündigungsoption, bei der jedes einzelne Festgeld jederzeit vollständig (nicht teilweise) mit einer Frist von 32 Kalendertagen gekündigt werden kann. (12) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
(13) Eigenkapital
Die Unterschiede aus der Währungsumrechnung enthalten die Differenzen aus der Umrechnung ausländischer Tochtergesellschaften. Das sonstige Ergebnis, das sogenannte OCI (Other Comprehensive Income), setzt sich überwiegend aus den erfolgsneutral zu erfassenden Teilen der Veränderungen der Pensionsrückstellungen, Berücksichtigung latenter Steuern, sowie erfolgsneutral zu erfassenden Teilen der Veränderungen aus Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb zusammen. Die Entwicklung des Eigenkapitals und seiner Bestandteile sind im Eigenkapitalspiegel (Anlage 3) dargestellt. (14) Langfristige Rückstellungen
Entwicklung langfristige Rückstellungen:
Die langfristigen Rückstellungen setzen sich im Personalbereich im Wesentlichen aus Pensionsrückstellungen sowie solchen für Jubiläumszahlungen und Altersteilzeitverpflichtungen zusammen. Siehe dazu die Ausführungen unter (15) Pensionsrückstellungen/Altersvorsorgepläne. Die Altersteilzeit wird in Form des Blockmodells durchgeführt. Neben einzelvertraglichen Regelungen sind in den entsprechenden Rückstellungen auch Verpflichtungen, die aufgrund von Betriebsvereinbarungen einen Rechtsanspruch der Arbeitnehmer begründen, berücksichtigt. Die Inanspruchnahme der als kurzfristig eingestuften Rückstellungen wird im Laufe des folgenden Geschäftsjahres erwartet. Bei den langfristigen Rückstellungen wird - mit Ausnahme der Pensionsrückstellungen - mit Auszahlungen innerhalb der nächsten zwei bis fünf Jahre gerechnet. (15) Pensionsrückstellungen/Altersvorsorgeplänea) Beitragsorientierte Pläne Der Konzern unterhält beitragsorientierte Altersversorgungspläne für alle anspruchsberechtigten Arbeitnehmer der Muttergesellschaft sowie der deutschen Tochtergesellschaften und der Tochtergesellschaft in den USA. Die Vermögenswerte dieser Pläne werden extern von den entsprechenden Versicherungsgesellschaften bzw. von der Deutschen Rentenversicherung Bund verwaltet. Verlassen Arbeitnehmer den Versorgungsplan vor der vollständigen Unverfallbarkeit der Beitragszahlungen, vermindern sich die vom Konzern zu zahlenden Beiträge um den Betrag der verfallenden Beiträge. Daneben besteht für alle Mitarbeiter von Konzerngesellschaften in Deutschland ein beitragsorientierter Plan im Rahmen der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung, in die der Arbeitgeber in Höhe eines derzeit gültigen Beitragssatzes von 9,30 % (Arbeitgeberanteil) der rentenpflichtigen Vergütung einzuzahlen hat. Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen von insgesamt TEUR 17.387 (i.Vj. TEUR 15.213) stellen die fälligen Beiträge des Konzerns zu diesen Versorgungsplänen gemäß den dort geregelten Beitragssätzen dar. b) Leistungsorientierte Pläne Der Konzern unterhält leistungsorientierte Pläne für anspruchsberechtigte Arbeitnehmer der Muttergesellschaft sowie teilweise der deutschen Tochterunternehmen. Teile der leistungsorientierten Pläne in Deutschland werden durch einen eigenständigen Verein verwaltet. Der Vorstand des Vereins ist zu gleichen Teilen mit Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern besetzt. Der Vorstand des Vereins hat gemäß Gesetz und seiner Satzung im Interesse des Vereins und dessen relevanten Anspruchsberechtigten zu handeln, d.h. aktive Mitarbeiter, inaktive Mitarbeiter, Pensionäre und Arbeitgeber. Der Vorstand ist verantwortlich für die Festlegung der Anlagepolitik für die Vermögenswerte des Fonds. Durch die Pläne in Deutschland ist der Konzern üblicherweise folgenden versicherungsmathematischen Risiken ausgesetzt: Investitionsrisiko, Zinsänderungsrisiko, Langlebigkeitsrisiko und Gehaltsrisiko:
Sonstige Leistungen an diese Arbeitnehmer sind nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht vorgesehen. Die aktuellsten versicherungsmathematischen Bewertungen des Planvermögens und des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung wurden zum 31. Dezember 2021 von der Funk Vorsorgeberatung GmbH in Berlin durchgeführt. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung, der dazugehörige Dienstzeitaufwand und der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wurden nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien ermittelt. Die wichtigsten Annahmen, welche der versicherungsmathematischen Bewertung zugrunde gelegt wurden, sind:
Für versicherungsmathematische Berechnungen wurden die Sterbetafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Zur Behandlung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste vgl. Ausführungen zu (6). Im Gesamtergebnis sind hinsichtlich dieser leistungsorientierten Pläne folgende Beträge erfasst: Dienstzeitaufwand:
Neubewertung der Nettoschuld:
Die Neubewertung der Nettoschuld ist im sonstigen Ergebnis erfasst. Der in der Bilanz ausgewiesene Betrag aufgrund der Verpflichtung des Unternehmens aus leistungsorientierten Plänen ergibt sich wie folgt:
Die Veränderungen im Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen des laufenden Geschäftsjahres stellen sich wie folgt dar:
Die Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens im laufenden Geschäftsjahr stellen sich wie folgt dar:
Die beizulegenden Zeitwerte der wesentlichen Anlagekategorien des Planvermögens stellen sich am Bilanzstichtag für jede Kategorie wie folgt dar:
Der tatsächliche Ertrag aus dem Planvermögen betrug TEUR 15 (i.Vj. TEUR 20). Die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen, die zur Ermittlung der leistungsorientierten Verpflichtung genutzt werden, sind der Abzinsungssatz, erwartete Gehaltserhöhungen und die Sterbewahrscheinlichkeit. Für den Abzinsungssatz als volatilste Einflussgröße wurde die nachfolgend dargestellte Sensitivitätsanalyse auf Basis der nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderungen zum Bilanzstichtag durchgeführt, wobei die übrigen Annahmen jeweils unverändert geblieben sind: Wenn der Abzinsungssatz um 25 Basispunkte steigt (sinkt), würde sich die leistungsorientierte Verpflichtung um TEUR -3.250 vermindern (um TEUR 3.483 erhöhen). Dabei wurde der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung in der vorstehenden Sensitivitätsanalyse nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien zum Bilanzstichtag ermittelt, dieselbe Methode, nach der die in der Konzernbilanz erfasste, leistungsorientierte Verbindlichkeit berechnet wurde. Die durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung am 31. Dezember 2021 betrug 21,15 Jahre (i. Vj. 21,60 Jahre). Für das kommende Geschäftsjahr erwartet der Konzern in die leistungsorientierten Pläne einen Beitrag i.H.v. TEUR 3.087 (i. Vj. TEUR 2.424) zu leisten. (16) Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen im Wesentlichen Schuldscheindarlehen. Diese Darlehen sind in mehrere Tranchen aufgeteilt, werden fest verzinst und weisen unterschiedliche Laufzeiten von anfänglich 7 und 10 Jahren auf. Der Erfüllungsbetrag der Schuldscheindarlehen beträgt TEUR 300.000 (i.Vj. TEUR 300.000). Die Bilanzierung erfolgt unter Berücksichtigung von Nebenkosten nach der Effektivzinsmethode. Zum Bilanzstichtag beträgt die bilanzielle Schuld aus den Schuldscheindarlehen TEUR 299.609 (i.Vj. TEUR 299.519). Erläuterungen zur stillen Beteiligung sind unter Kapitel (18) ausgewiesen. (17) Langfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten, Latente Steuerverbindlichkeiten
Unter den langfristigen nichtfinanziellen Verbindlichkeiten werden Investitionszuschüsse, die die chinesische Tochtergesellschaft erhalten hat, bilanziert. Es handelt sich um staatliche Förderungen für Erbbaurechte in China, welche in den Jahren 2010 i.H.v. 1.292.323 CNY und 2017 i.H.v. 3.796.475 CNY gewährt wurden. Die Auflösung erfolgt für beide Subventionen bis zum Jahr 2055. Die jährliche Auflösung der Subventionen beträgt 26.509 CNY bzw. 100.569 CNY. Derzeit ist noch ein Restwert von 4.159.598 CNY vorhanden.
Erläuterungen sind unter (26) Steuer vom Einkommen und Ertrag ausgewiesen. (18) Kurzfristige SchuldenStille Beteiligung
Mit Vertrag vom 29. Dezember 2006 wurde ein stiller Gesellschaftsvertrag zwischen der Hirschvogel Holding GmbH und der Hirschvogel Mitarbeiterbeteiligung GmbH (HMG) geschlossen. Die stille Gesellschafterin ist an der Hirschvogel Holding GmbH selbst nicht beteiligt. Die Dauer der Gesellschaft ist unbestimmt, jedoch ist eine Kündigung des stillen Gesellschaftsverhältnisses beiderseits für die Dauer von vier bzw. sechs Jahren ausgeschlossen. Diese Kündigungsfrist errechnet sich gesondert für jede stille Einlagenerhöhung und beträgt vier bis sechs Jahre ab dem jeweiligen Zeitpunkt der Einlagengewährung. Die Gewinnbeteiligung der stillen Gesellschafterin entspricht der Höhe der Umsatzrendite der Hirschvogel Automotive Group auf Basis des Konzernabschlusses und ist auf maximal 10,0 % p.a. begrenzt. Die Verlustbeteiligung entspricht der halben negativen Umsatzrendite der Hirschvogel Automotive Group auf Basis des Konzernabschlusses. Zudem tritt das stille Gesellschaftskapital der Hirschvogel Mitarbeiterbeteiligung GmbH hinter sämtliche Forderungen von gegenwärtigen und zukünftigen Gläubigern zurück, sofern es sich bei diesen nicht um Gesellschafter der Hirschvogel Holding GmbH oder sonstige an der Hirschvogel Holding GmbH still Beteiligte handelt. Die Stille Beteiligung erfüllt nicht die Kriterien für Eigenkapital bei einer Bilanzierung nach IFRS. In der stillen Beteiligung sind die aufgelegten Tranchen bis zum Jahre 2017 enthalten, da der Vertrag der aufgelegten Tranche aus 2017 bei einer vierjährigen Laufzeit zum 31.12.2021 beiderseits gekündigt werden konnte. Deshalb erfolgt der Ausweis der stillen Beteiligung unter den kurzfristigen Schulden. Die letzte aufgelegte Tranche aus dem Jahr 2021 wird in den langfristigen Schulden ausgewiesen. Kurzfristige Rückstellungen
Entwicklung kurzfristige Rückstellungen:
Im Vertriebsbereich sind die Rückstellungen für Fälle der möglichen Inanspruchnahme von Gewährleistung gebildet worden. Im sonstigen Bereich sind insbesondere Rückstellungen für mögliche Rechtsverfahren enthalten sowie für ausstehende Rechnungen und Verbindlichkeiten, die dem Grunde und/oder ihrer endgültigen Höhe nach noch nicht feststehen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen handelsübliche Eigentumsvorbehalte. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich aus Kontokorrentverbindlichkeiten zusammen. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind erhaltene Anzahlungen (Vertragsverbindlichkeiten im Sinne des IFRS 15) in Höhe von TEUR 108 (i.Vj. TEUR 257) netto (ohne Umsatzsteuer) passiviert. Sonstige kurzfristige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten
In den sonstigen kurzfristigen nichtfinanziellen Verbindlichkeiten sind überwiegend Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer enthalten. Verbindlichkeiten aus Steuern vom Einkommen und Ertrag
In den Verbindlichkeiten aus Steuern vom Einkommen und Ertrag sind ausschließlich Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten. F. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(19) Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse gliedern sich regional wie folgt:
(20) Sonstige betriebliche Erträge
In den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen ist im Wesentlichen ein staatlicher Zuschuss der Hirschvogel Incorporated (Covid 19) sowie staatliche Zuschüsse für Investitionen und Erstattungen von Schadensersatzzahlungen von Versicherungen und Kunden enthalten. Im Bereich der Sachanlagen bestehen bei HCI erstmalig Ansprüche auf künftige Mindestleasingzahlungen aus langfristigen Operating-Leasingverhältnissen von TEUR 197. Hiervon sind TEUR 74 innerhalb eines Jahres, TEUR 123 zwischen einem und fünf Jahren fällig. Im Geschäftsjahr 2021 wurden TEUR 24 ertragswirksam erfasst. (21) Materialaufwand
(22) Personalaufwand
Die Personalaufwendungen betreffen neben Löhnen und Gehältern auch solche für Leiharbeiter. Weiter sind sonstige betriebliche Personalaufwendungen enthalten, denen keine direkten Gegenleistungen gegenüberstehen. Aufwendungen für die Altersversorgung sind in Höhe von TEUR 4.480 (Vj. TEUR 3.332) enthalten. In dieser Position sind im Geschäftsjahr 2021 auch Erstattungen von Sozialversicherungsbeiträgen durch die Bundesagentur für Arbeit aufwandsmindernd enthalten.
(23) AbschreibungenDie Abschreibungen betreffen im Wesentlichen planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen und sind dem Anlagespiegel (Anlage 5/1) zu entnehmen. Weiterhin sind Abschreibungen auf Nutzungsrechte gem. IFRS 16 enthalten:
(24) Sonstige betriebliche Aufwendungen
(25) Finanzergebnis
(26) Steuern vom Einkommen und Ertrag
Der Berechnung der Ertragsteuern liegen die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt geltenden oder erwarteten Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen. In Deutschland wird neben der Körperschaftsteuer auch ein Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer erhoben. Außerdem ist eine in Abhängigkeit der Gemeinde des ansässigen Unternehmens variierende Gewerbeertragsteuer zu zahlen.
Entsprechend werden latente Steuern inländischer Gesellschaften zum Bilanzstichtag mit einem Gesamtsteuersatz, einschließlich Solidaritätszuschlag von 27,31 % (i.Vj. 27,27 %), bewertet. Der von den ausländischen Konzerngesellschaften erzielte steuerpflichtige Gewinn wird mit den im jeweiligen Sitzland gültigen Sätzen versteuert. Die für ausländische Gesellschaften zu Grunde gelegten jeweiligen landesspezifischen Ertragssteuersätze liegen zwischen 19,0 % und 30,0 %. Teilweise sind Ergebnisse einer ausländischen Tochtergesellschaft aufgrund lokaler Förderbedingungen vorübergehend von der Ertragsteuer befreit. Die nachfolgende Tabelle leitet vom errechneten bzw. erwarteten zum tatsächlichen Ertragssteueraufwand über und erläutert die wesentlichen Unterschiede in zusammengefasster Form:
In den Ertragsteuern sind laufende Steuererträge aus Vorjahren in Höhe von TEUR 1.617 (im Vorjahr periodenfremde laufende Steueraufwendungen TEUR 8.026) enthalten. Die ausgewiesenen aktiven und passiven latenten Steuern betreffen folgende Bilanzpositionen:
Die aktiven latenten Steuern werden unter der Position langfristige Vermögenswerte in der Bilanz ausgewiesen, die passiven latenten Steuern innerhalb der Position langfristige Schulden. Aktive latente Steuern werden nur dann angesetzt, wenn die Realisierbarkeit dieser Steuervorteile wahrscheinlich ist. Die bestehenden steuerlichen Verlustvorträge können wie folgt genutzt werden:
G. WEITERE ANGABEN ZUR FINANZBERICHTERSTATTUNG(27) KapitalflussrechnungDie Entwicklung der Geldströme und deren Auswirkung auf den Fonds der Zahlungsmitteläquivalente sind in der Kapitalflussrechnung dargestellt. Dabei wird zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit sowie aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wurde nach der indirekten Methode, der Cashflow aus Investitions- sowie aus Finanzierungstätigkeit wird dagegen zahlungsbezogen ermittelt. Effekte aus der Währungsumrechnung, aus Änderungen des Konsolidierungskreises sowie Bewertungsänderungen werden dabei bereinigt. Die unter (12) erläuterten Zahlungsmittel aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten bilden den Fonds der Zahlungsmitteläquivalente. Steuerzahlungen, Zinszahlungen sowie erhaltene Dividendenzahlungen werden in voller Höhe als Mittel-ab- bzw. -zuflüsse aus der Geschäftstätigkeit ausgewiesen. Die Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit während des Geschäftsjahrs sind aus der folgenden Tabelle ersichtlich:
(28) Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle VerpflichtungenAm Bilanzstichtag bestanden folgende Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Das aktuelle Bestellobligo für langfristige Vermögenswerte am Bilanzstichtag beträgt TEUR 55.290. Wesentliche Posten entfallen auf die Erweiterung von Gebäuden sowie Technischen Anlagen und Maschinen für die Jahre 2022 bis 2024. (29) FinanzinstrumenteOriginäre Finanzinstrumente Der folgende Abschnitt enthält weitere wesentliche Erläuterungen zu den bilanzierten Finanzinstrumenten und deren Ergebniswirkung in der GuV im Sinne von IFRS 7. Aus den nachfolgenden Übersichten ergeben sich die Zusammensetzung der Finanzinstrumente nach Bilanzpositionen und Bewertungskategorien, der beizulegende Zeitwert sowie die Bewertungsergebnisse nach Bewertungskategorien. Die Wertansätze der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien stellen sich nach IFRS 9 wie folgt dar:
FVPL = Fair Value through profit & loss FVOCI = Fair Value through other comprehensive income
FVPL = Fair Value through profit & loss FVOCI = Fair Value through other comprehensive income Die Nettoergebnisse der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien stellen sich wie folgt dar:
Die Nettogewinne bzw. -verluste aus Krediten und Forderungen beinhalten im Wesentlichen Veränderungen in den Wertberichtigungen, Währungsumrechnungen, Erträge aus Zahlungseingängen und Wertaufholungen sowie Zinserträge. Die Nettoergebnisse aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten umfassen vor allem die im Finanzergebnis enthaltenen Erträge und Abschreibungen auf Finanzinstrumente sowie die dort aufgeführten Zinserträge und Zinsaufwendungen. Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsstrategien FinanzrisikomanagementDie Geschäftstätigkeit der Hirschvogel Automotive Group ist mit Risiken aus dem Finanzbereich verbunden. Durch die zusätzliche Funktion der Hirschvogel Holding GmbH als Inhouse-Bank der Hirschvogel Automotive Group erfolgt das Risikomanagement im Finanzbereich zentral für die gesamte Unternehmensgruppe über den für den Bereich Corporate Finance verantwortlichen Geschäftsführer Finanzen/CFO der Hirschvogel Holding GmbH. Die Hirschvogel Automotive Group verfügte zum 31. Dezember 2021 über eine insbesondere für anlagen- und investitionsintensive Industrieunternehmen überdurchschnittlich hohe Eigenkapitalquote in Höhe von rund 44,2%. Der Bestand an Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten betrug zum Bilanzstichtag TEUR 197.464. Die liquiden Mittel betreffen Schuldner mit guter oder durch "politische Garantien" oder Kapitaleinlagen von Bund, Ländern, Gebietskörperschaften oder Soffin gewährleisteter Bonität. Aufgrund dieser Umstände ist die Hirschvogel Automotive Group hinsichtlich der Finanzierung von Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in der Lage, diese zu großen Teilen aus dem Cash Flow der laufenden Geschäftstätigkeit sowie durch die zusätzliche Inanspruchnahme von Kreditlinien zu tätigen. Die Hirschvogel Automotive Group ist stets darauf bedacht, ausreichend finanzielle Reserven vorzuhalten, um kurzfristig auf etwaige Änderungen der wirtschaftlichen Situation reagieren zu können. Nachfolgend wird auf die Finanzrisiken eingegangen, soweit diese für die Hirschvogel Automotive Group von Bedeutung sind. ZinsänderungsrisikenZinsänderungsrisiken ergeben sich grundsätzlich aus der Anlage der liquiden Mittel in Form von variablen und festverzinslichen Anlagen sowie der Verzinsung des vorhandenen Fremdkapitals. Die liquiden Mittel waren zum Jahresende auf Kontokorrentkonten vorhanden. Für diese Guthaben wurden aufgrund der derzeit niedrigen Marktzinsen keine Zinsen durch die Banken bezahlt. Somit bestand auch hier kein Zinsänderungsrisiko. Die Verzinsung des Fremdkapitals erfolgt überwiegend auf EURIBOR bzw. EONIA-Basis zzgl. einer Marge der finanzierenden Banken. Zudem sind Festzinsvereinbarungen vorhanden. Hirschvogel kann im Rahmen der in 2018 abgeschlossenen Reservekreditlinie (Laufzeit bis Dezember 2023/2024) Inanspruchnahmen auf Basis der 3- bzw. 6-Monats-EURIBOR-Sätze tätigen. Variable Tranchen der Schuldscheindarlehen sind nicht mehr vorhanden. Zinsänderungsrisiken sind jeweils für die Verlängerung vorhanden. Durch die im Kalenderjahr weiterhin stabilen Geld- und Kapitalmarktzinsen ergaben sich keine negativen Zinsänderungsrisiken aus den Fremdkapitalinanspruchnahmen.
Für die variablen Kreditinanspruchnahmen per 31. Dezember 2021 in Höhe von TEUR 8.440 (i.Vj. TEUR 3.346) ergäbe sich bei einem Zinsanstieg um 50 Basispunkte (BP) ein Ergebnis von TEUR -42,2 (i.Vj. TEUR -17) bzw. bei einem Zinsrückgang ein Ergebnis von TEUR +42,2 (i.Vj. TEUR +17). Der 3-Monats-Euribor liegt per 31. Dezember 2021 bei -0,572% (eine Zinszahlung der Banken bei einem negativen EURIBOR ist ausgeschlossen). Auswirkungen auf das Eigenkapital ergeben sich nicht. Eine Veränderung der Zinssätze um 50 BP über die Laufzeit eines Jahres hätte für die zum Jahresende gehaltenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente keine Veränderung des Zinsergebnisses zur Folge. Das liegt daran, dass bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten (hauptsächlich in Deutschland und China gehalten) aktuell in Deutschland keine und in China nur eine geringe Guthabenverzinsung erfolgt. Bei einer höheren Zinssteigerung würden eventuell wieder Guthabenzinsen erzielt. Dies ist für das Jahr 2022 zumindest nicht absehbar, da mit einem gleichbleibenden bzw. leicht steigenden Zinsniveau in Europa gerechnet wird. Eine wesentliche Annahme für die Berechnung der Pensionsverpflichtungen stellt die verwendete Zinsrate (Abzinsungsfaktor) dar. Die aus der Veränderung des Abzinsungsfaktors entstehenden versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Eine Sensitivitätsanalyse zeigt auf, dass eine Veränderung des Abzinsungsfaktors um 0,25 % höher oder geringer (bei unveränderten anderen versicherungsmathematischen Annahmen) die Pensionsverpflichtungen um TEUR 3.250 verringert bzw. um TEUR 3.483 erhöht hätte (Vgl. Ausführungen zu (15)). Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen darüber, welche Auswirkungen hypothetische Änderungen von relevanten Risikovariablen auf das Jahresergebnis und das Eigenkapital haben. Die Bewertung von Cashflow Hedges und Fair Value Hedges, Forderungen und Verbindlichkeiten, die ursprünglich nicht auf Euro lauteten, sowie die Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen sind grundsätzlich sensitiv in Bezug auf die Änderungen von Wechselkursen. Die den derivativen Finanzinstrumenten zugrunde liegenden Nominalvolumina sowie deren Marktwerte zum jeweiligen Bilanzstichtag sind der nachfolgenden Übersicht zu entnehmen:
In 2021 wurden alle Zinsswaps zurückgeführt. Der Marktwert entspricht den Gewinnen und Verlusten bei einer fiktiven Glattstellung der Derivate zum Bilanzstichtag. Das maximale Ausfallrisiko derivativer Finanzinstrumente entspricht der Summe der positiven Marktwerte und betrifft mögliche Vermögensverluste, die aus der Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen einzelner Handelspartner entstehen können. Zur Reduzierung dieses Risikos werden Verträge über derivative Finanzinstrumente nur mit Banken geschlossen, die kein über dem Durchschnitt liegendes Ausfallrisiko aufweisen. Die Veränderungen der Marktwerte werden grundsätzlich ergebniswirksam erfasst. Sind zukünftige geplante Cashflows in Fremdwährung Gegenstand einer effektiven Sicherung im Sinne des IFRS 9, werden die Regeln eines Cashflow Hedges angewandt. Die Marktwerte der entsprechenden Sicherungsgeschäfte werden dann zunächst ergebnisneutral mit dem Eigenkapital unter der Position "Sonstiges Ergebnis" (auch: OCI - Other Comprehensive Income) verrechnet und erst bei Realisierung des Grundgeschäfts ergebniswirksam erfasst. AusfallrisikenDas Ausfallrisiko ist das Risiko, dass ein Geschäftspartner seinen Zahlungsverpflichtungen im Rahmen eines Finanzinstruments oder Kundenrahmenvertrags nicht nachkommt und dies zu einem finanziellen Verlust führt. Der Konzern ist im Rahmen seiner operativen Geschäftstätigkeit Ausfallrisiken, insbesondere bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Vertragsvermögenswerte, ausgesetzt. Bestandteile des Risikos sind sowohl das Risiko der Verschlechterung der Bonität, als auch das unmittelbare Ausfallrisiko. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Hirschvogel Gruppe bestehen hauptsächlich gegenüber der Automobilindustrie. Das Ausfallrisiko bezüglich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird auf Basis von internen Richtlinien bewertet, gemonitort und gesteuert. So werden Neukunden generell einer Bonitätsprüfung unterzogen. Die Bonität des Kunden wird anhand einer umfassenden Score Card der Krediteinstufung bewertet. Die einzelnen Kreditrahmen werden entsprechend dieser Bewertung festgelegt. Das Risikomanagement-Gremium hat ein Forderungsmanagement eingeführt, mit dessen Hilfe Neukunden zunächst individuell hinsichtlich ihrer Kreditwürdigkeit analysiert werden, bevor der Konzern seine standardisierten Liefer- und Zahlungskonditionen anbietet. Diese Analyse umfasst externe Ratings, soweit erhältlich, sowie Jahresabschlüsse, Auskünfte von Kreditagenturen, Brancheninformationen und in manchen Fällen auch Bankauskünfte. Für jeden Kunden werden Kreditlimits festgelegt und kontinuierlich überprüft. Alle Umsätze, die über diese Limits hinausgehen, bedürfen der Zustimmung des Risikomanagement-Gremiums. Der Konzern begrenzt sein Ausfallrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Festlegung eines maximalen Zahlungsziels auf drei Monate bei Firmenkunden. Ausstehende Forderungen gegenüber dem Kunden und Vertragsvermögenswerte werden regelmäßig überwacht. Daneben kommen Warenkreditversicherungen als auch Kreditsicherheiten wie Bankbürgschaften und Eigentumsvorbehalte zum Einsatz. Für das verbleibende Restrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Wertberichtigungen angesetzt. Die maximale Risikoposition aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert dieser Forderungen. Die nicht versicherten Forderungen werden durch Zug-um-Zug Zahlungen bzw. durch kurze Zahlungsziele, welche in der Regel nicht länger als 30 Tage sind und durch Sicherheiten des Mutterkonzerns verringert. Der Großteil der Kunden unterhält seit mehr als vier Jahren Geschäftsbeziehungen mit dem Konzern. Für keinen dieser Kunden wurden Beträge ausgebucht oder waren in der Bonität beeinträchtigt. Zur Überwachung der Außenstände und des damit verbundenen Ausfallrisikos wurde ein regelmäßiges Debitorenmanagement integriert. Hierbei werden die Kunden hinsichtlich ihrer Kreditwürdigkeit überprüft, Außenstände sowie die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen analysiert, sowie Auftreten und Dauer von Zahlungsproblemen besprochen und entsprechende Maßnahmen ergriffen. Die Berechnung umfasst das wahrscheinlichkeitsgewichtete Ergebnis unter Berücksichtigung der Kreditversicherungsinformationen sowie angemessener und belastbarer Informationen über vergangene Ereignisse, aktuelle Gegebenheiten und künftig zu erwartende wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die zum Abschlussstichtag verfügbar sind. In der Regel werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu 100% wertberichtigt, wenn diese länger als ein Jahr überfällig sind und keiner Vollstreckungsmaßnahme unterliegen. Die Kreditversicherung wird als Bestandteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in die Berechnung des Wertberichtigungsbedarfs mit einbezogen. Die Wertberichtigung wurde auf Basis eines zu erwarteten 12-Monats-Ausfallrisikos erfasst.Da kein signifikanter Anstieg des zu erwartenden Ausfallrisikos zu erwarten ist, wurde das vereinfachte Verfahren für ein geringes Ausfallrisiko angewandt. Akkreditive oder sonstige Formen der Kreditversicherung werden als Bestandteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrachtet und in die Berechnung des Wertberichtigungsbedarfs einbezogen. Der Konzern beurteilt die Risikokonzentration bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und bei den Vertragsvermögenswerten als gering, da seine Kunden in verschiedenen Ländern ansässig sind, und weitestgehend auf unabhängigen Märkten tätig sind. Auch eine wesentliche Änderung des Kundenstamms ist nicht zu erwarten. Somit wird auch das zu erwartende Ausfallrisiko, durch die gebildete Wertberichtigung, abgedeckt. Das tatsächliche Kreditrisiko wurde nach Einschätzung der Hirschvogel Gruppe ausreichend berücksichtigt. Einschätzung der erwarteten Kreditverluste bezogen auf Zahlungsströme Die Verlustquoten werden nach der Methode der "Rollrate" berechnet, die auf der Wahrscheinlichkeit basiert, dass eine Forderung durch aufeinanderfolgende Stufen in der Zahlungsverzögerung fortschreitet. Die Rollraten werden für Ausfälle in verschiedenen Segmenten auf der Grundlage der folgenden allgemeinen Kreditrisikoeigenschaften - geografische Lage, Länge der Kundenbeziehung und Art des gekauften Produkts - separat berechnet. Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen über das Ausfallrisiko und die erwarteten Kreditverluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte, gegliedert nach Zahlungsverzögerungen zum 31. Dezember 2021:
Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen über das Ausfallrisiko und die erwarteten Kreditverluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte, gegliedert nach Zahlungsverzögerungen zum 31. Dezember 2020:
Das Ausfallrisiko für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte am 31. Dezember 2021, gegliedert nach Art der Kunden, stellt sich wie folgt dar:
Das Ausfallrisiko für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte am 31. Dezember 2020, gegliedert nach Art der Kunden, stellt sich wie folgt dar:
Der Buchwert der Forderung gegenüber dem umsatzstärksten Kunden des Konzerns, eines deutschen Automobilzulieferers, beläuft sich am 31. Dezember 2021 auf 14.826 TEUR (im Vorjahr 15.821 TEUR). Einschätzung der erwarteten Kreditverluste bezogen auf Ratinganalysen Der Konzern wendet bewährte Ausfallschätzungen an und ordnet jedes Risiko einer Ausfallrisiko-Einstufung zu, basierend auf Daten, bei denen festgestellt wurde, dass sie das Verlustrisiko vorhersagen. Diese Daten umfassen externe Ratings, geprüfte Jahresabschlüsse, Zahlungsstromprognosen und verfügbare Presseinformationen über die Kunden. Ausfallrisiko-Einstufungen werden mittels qualitativer und quantitativer Faktoren definiert, die auf das Ausfallrisiko hinweisen und an externe Kreditratingdefinitionen der Ratingagenturen angelehnt sind. Ausfallrisiken innerhalb jeder Ausfallrisiko-Einstufung wurden anhand der geografischen Lage und Branche segmentiert. Für jedes Segment wird eine Kreditausfallrate für den erwarteten Kreditverlust berechnet, die auf dem Ausfallstatus und den tatsächlichen Kreditverlusten der letzten drei Jahre basiert. Diese Raten wurden mit Skalierungsfaktoren multipliziert, um die Unterschiede zwischen den wirtschaftlichen Bedingungen zum Zeitpunkt der Sammlung der historischen Daten, den derzeitigen Bedingungen und der Sicht des Konzerns auf die wirtschaftlichen Bedingungen über die erwartete Laufzeit der Forderungen widerzuspiegeln. Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen über das Ausfallrisiko und die erwarteten Kreditverluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte, gegliedert nach Ausfallrisiko-Einstufungen zum 31. Dezember 2021:
Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen über das Ausfallrisiko und die erwarteten Kreditverluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte, gegliedert nach Ausfallrisiko-Einstufungen zum 31. Dezember 2020:
LiquiditätsrisikenDie Hirschvogel Automotive Group verfügt über überdurchschnittlich hohe Bestände an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Aktuelle Liquiditätsrisiken lassen sich aufgrund dieses Sachverhalts nicht erkennen und sind auch auf mittelfristige Sicht nicht zu erwarten. Die Stabilität insbesondere des deutschen Bankensystems wird hierbei vorausgesetzt und als gegeben unterstellt (vgl. Ausführungen zu Ausfallrisiken). WechselkursrisikenWechselkursrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen und Verbindlichkeiten in einer anderen Währung als der funktionalen Währung der jeweiligen Gesellschaft existieren bzw. bei planmäßigem Geschäftsverlauf in Form von zukünftigen Zahlungsströmen entstehen werden. Zu ihnen gehören auch Risiken aus der Umrechnung der Jahresabschlüsse von ausländischen Tochtergesellschaften in die Konzernberichterstattungswährung Euro. Bei einer Wertminderung der wesentlichen Fremdwährungen um 10,0 % im Jahr 2021 wäre für das Geschäftsjahr 2021 eine Ergebnisverschlechterung von TEUR 10.300 (i.Vj. TEUR 10.899) eingetreten, bei entsprechender Werterhöhung eine Ergebnisverbesserung von TEUR 8.428 (i.Vj. TEUR 8.909). Bei einer Wertminderung der wesentlichen Fremdwährungen um 10,0 % im Jahr 2021 wäre eine Minderung des Konzerneigenkapitals zum 31. Dezember 2021 um TEUR 10.300 (i.Vj. TEUR 10.889) entstanden, bei entsprechender Aufwertung der Fremdwährungen eine Verbesserung um TEUR 8.428 (i.Vj. TEUR 8.909). Zu den möglichen Wertänderungen aufgrund von geänderten Wechselkursen siehe oben unter "Zinsänderungsrisiken". Die Wechselkursrisiken der Hirschvogel Automotive Group beziehen sich im Wesentlichen auf den Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in fremder Währung, sowie dem Zufluss von Zahlungsmitteln in fremder Währung. Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrifft nur Teile der ausländischen Konzern-Gesellschaften, da ansonsten ausschließlich in Euro fakturiert wird. Eine Auf- bzw. Abwertung des Euro gegenüber sämtlichen Währungen zum 31. Dezember 2021 um jeweils 10% hätte zu folgender Veränderung des Ergebnisses (in EUR) geführt (Effekte aus Beträgen verbundener Unternehmen werden unter Intercompany dargestellt):
Eine Auf- bzw. Abwertung des Euro gegenüber sämtlichen Währungen zum 31. Dezember 2020 um jeweils 10% hätte zu folgender Veränderung des Ergebnisses (in EUR) geführt, wobei der Effekt aus Beträgen verbundener Unternehmen unter Intercompany dargestellt wird:
(30) SchätzungenSchätzungen fließen in die Nutzungsdauer von Sachanlagen, die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der Vorräte, der latenten Steuern sowie die Festsetzung der sonstigen Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten ein. Diese betreffen im Falle der in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wesentlichen die Ausfallwahrscheinlichkeiten für die einzelnen Schuldner, bei den länger lagernden Vorräten oder Vorräten mit geringerer Umschlaghäufigkeit die zukünftige Verwertbarkeit und im Falle der ausgewiesenen sonstigen Rückstellungen sowohl Eintrittswahrscheinlichkeiten von Ereignissen als auch angenommene Erfüllungsbeträge, die sofern möglich auf der Basis vergangener Erfahrungswerte ermittelt sind. Da die tatsächliche zukünftige Entwicklung dieser Bestimmungsgrößen von den prognostischen Annahmen abweichen kann, können sich in Folgejahren ergebniswirksame Neubewertungen der entsprechenden Positionen ergeben. (31) Ereignisse nach dem BilanzstichtagWesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind im Kapitel "Prognosebericht" im Lagebericht dargestellt. (32) Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und PersonenNeben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sowie nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Beteiligungen kommen hierfür grundsätzlich Mitglieder der Geschäftsführung und des Beirats im Sinne von IAS 24 "Related Party Disclosures" in Betracht. Die Beziehungen zu diesem Kreis an nahe stehenden Unternehmen und Personen werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt. Nahe stehende Unternehmen, die von der Hirschvogel Automotive Group beherrscht werden oder auf die die Hirschvogel Automotive Group einen maßgeblichen Einfluss ausübt, sind in der Anteilsbesitzliste unter (4) "Konsolidierungsgrundsätze" aufgeführt. (33) Angaben zu den Organen der GesellschaftGeschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2021 Herr Jörg Rückauf, Chief Executive Officer- seit dem 01.07.2021 Herr Walter Bauer, Chief Financial Officer Herr Dr. Dirk Landgrebe, Chief Operating Officer Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge gem. § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB i.V.m. § 315e HGB wird in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Ruhegehälter für ehemalige Organmitglieder und deren Hinterbliebene betrugen im Jahr 2021 TEUR 0. Für ehemalige Geschäftsführer und deren Hinterbliebene sind im Jahresabschluss Pensionsrückstellungen i.H.v. TEUR 1.561 enthalten. Der Beirat setzte sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt zusammen: Herr Armin Maudrich (Vorsitzender), Steuerberater, Wirtschaftsprüfer Herr Dr. Marc Hirschvogel, Dipl.-Ing. Herr Hans-Jürgen Britzger, Techniker Herr Walter Pischel, Techniker Im Geschäftsjahr 2021 sind insgesamt TEUR 90 an Beiratsvergütungen angefallen. (34) Gesamthonorar des AbschlussprüfersDas vom Konzernabschlussprüfer berechnete Gesamthonorar beläuft sich im Geschäftsjahr 2021 auf:
Denklingen, den 19. April 2022 gez. Jörg Rückauf, Chief Executive Officer gez. Walter Bauer, Chief Financial Officer gez. Dr. Dirk Landgrebe, Chief Operating Officer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Hirschvogel Holding GmbH, Denklingen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Hirschvogel Holding GmbH, Denklingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021 der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Hirschvogel Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfungdes Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 19. April 2022 BANSBACH
GmbH
gez. Carsten Grill, Wirtschaftsprüfer gez. Christian König, Wirtschaftsprüfer BilligungsdatumDer Konzernabschluss 2021 der Hirschvogel Holding GmbH, Denklingen, wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 25. April 2022 gebilligt. |
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