Stammdaten

Register
Amtsgericht Wuppertal HRB 12774
Vorher
Johnson Wax Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
1.12.2003
Branche
Großhandel mit Wasch-, Putz- und ReinigungsmittelnHerstellung von Seifen, Wasch-, Reinigungs- und PoliermittelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von kosmetischen Erzeugnissen, Körperpflegemitteln, Putz- und Reinigungsmitteln
Gegenstand
Herstellung, der Vertrieb, Import und Export von Reinigungs- Polier- und Waschmitteln sowie kosmetischen Erzeugnissen und anderen Produkten, die dem Zwecke der Firma dienen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gustavo Stante
seit 28.1.2025
Geschäftsführer
Prokura
Michael Kastenholz
seit 8.3.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
S.C. Johnson Europe B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
S.C. Johnson Europe B.V.
Netherlands
23.545.707 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SC Johnson GmbH

Erkrath

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SC Johnson GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SC Johnson GmbH, Erkrath, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SC Johnson GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf den Abschnitt "Bestandsgefährdende Risiken" im Anhang und auf den Abschnitt "III. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage" in Unterabschnitt "(2) Finanzlage" sowie den Abschnitt "IV. Chancen- und Risikobericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft zum Bilanzstichtag eine Cashpool-Verbindlichkeit über EUR 17,0 Mio. ausweist, die kurzfristig fällig ist. Da die Gesellschaft diese Verbindlichkeit bei kurzfristiger Kündigung nicht aus eigenen Mitteln begleichen kann, hat die oberste Muttergesellschaft, die S.C. Johnson & Son, Inc., Racine/Wisconsin, USA, mit Datum vom 22. Juli 2024 eine Patronatserklärung abgegeben, in der sie bestätigt, dass sie die finanzielle Unterstützung für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft bis max. EUR 55,0 Mio. und für einen Zeitraum von zwölf Monaten ab Feststellung des Jahresabschlusses zum 30. Juni 2023 bereitstellen wird. Auf Basis der aktuellen Planung ist der Betrag ausreichend, um den Zahlungsverpflichtungen aus den bestehenden und in den nächsten zwölf Monaten entstehenden Verbindlichkeiten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachkommen zu können. Die Gesellschaft plant zukünftig mit operativen Jahresüberschüssen, aus denen auch Zahlungsmittelüberschüsse resultieren sollen. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist die Gesellschaft jedoch bis zur Erreichung nachhaltiger positiver Cashpool-Salden weiterhin auf die finanzielle Unterstützung der S.C. Johnson & Son, Inc., Racine/Wisconsin, USA, angewiesen.

Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreterverantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 7. August 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rees, Wirtschaftsprüfer

Tran, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 30. Juni 2023

Aktiva

30.06.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 217,688 230,294
2. Anlagen im Bau 6,390 0
224,078 230,294
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 4,064,963 4,064,963
4,289,041 4,295,257
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 51,084,447 38,324,535
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8,324,720 6,762,895
3. Sonstige Vermögensgegenstände 366,688 581,905
59,775,855 45,669,335
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 415,661 341,807
60,191,516 46,011,142
C. Rechnungsabgrenzungsposten 148,928 164,857
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 31,257,369 32,757,114
95,886,854 83,228,370

Passiva

30.06.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 23,545,707 23,545,707
II. Verlustvortrag -56,302,821 -54,805,477
III. Jahresüberschuss (Vj. Jahresfehlbetrag) 1,499,745 -1,497,344
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 31,257,369 32,757,114
0 0
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 22,984,023 21,567,020
2. Steuerrückstellungen 2,200,375 2,343,205
3. Sonstige Rückstellungen 22,362,377 23,189,214
47,546,775 47,099,439
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21,217 313,583
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 21.217 (Vj. EUR 313.583)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1,631,996 2,446,193
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.631.996 (Vj. EUR 2.446.193)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 44,885,249 33,198,663
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 44.885.249 (Vj. EUR 33.198.663)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1,801,617 170,492
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.801.617 (Vj. EUR 170.492)
- davon aus Steuern: EUR 1.755.967 (Vj. EUR 0)
48,340,079 36,128,931
95,886,854 83,228,370

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022 / 2023

2022/2023 2021/2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 145,273,227 143,404,670
2. Anschaffungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse verkauften Waren -110,453,707 -109,354,284
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 34,819,520 34,050,386
4. Vertriebskosten -25,620,924 -24,855,313
5. Allgemeine Verwaltungskosten -7,472,734 -7,313,693
6. Sonstige betriebliche Erträge 2,669,728 2,488,478
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 204.401 (Vj. EUR 1.161.080)
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -663,595 -1,699,234
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 203.257 (Vj. EUR 1.020.190)
-31,087,525 -31,379,762
8. Ergebnisübernahme im Rahmen von Ergebnisabführungsverträgen 0 369,141
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 23 0
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 -2,726,037
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme -265,546 0
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -664,490 -384,929
davon an verbundene Unternehmen EUR 308.070 (Vj. EUR 0)
davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 382.485 (Vj. EUR 384.365)
-930,013 -2,741,825
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1,302,237 -1,426,143
14. Ergebnis nach Steuern 1,499,745 -1,497,344
15. Jahresüberschuss (Vj. Jahresfehlbetrag) 1,499,745 -1,497,344

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Juli und endet am 30. Juni des darauffolgenden Kalenderjahres.

Der Jahresabschluss ist in Euro aufgestellt.

Die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind gemäß §§ 266 und 275 HGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist auf Basis des Umsatzkostenverfahrens aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 HGB die Bezeichnung des Postens "Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen" zu "Anschaffungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse verkauften Waren" geändert.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma SC Johnson GmbH mit Sitz in Erkrath im Handelsregister des Amtsgerichtes Wuppertal unter der Nummer HRB 12774 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit bilanziert. Wir verweisen an dieser Stelle diesbezüglich sowie betreffend vorliegender, bestandsgefährdender Risiken auf die Angaben in Abschnitt "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" sowie in Abschnitt "Bestandsgefährdende Risiken".

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern unter Anwendung der linearen Methode pro rata temporis. Gegebenenfalls werden außerplanmäßige Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Gesellschaft unterstellt zur Ermittlung der Abschreibungen folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens:

Anlageposition Abschreibungsmethode Nutzungsdauer Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Linear 1 - 13

Seit dem 1. Januar 2018 werden geringwertige Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungswert bis zu netto EUR 800,00 vereinfachend in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben, soweit eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Zu erwartende Erlösschmälerungen werden teilweise aktivisch abgesetzt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Das Stammkapital, welches in voller Höhe eingezahlt ist, wurde zum Nennwert angesetzt.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 und 2 HGB nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen (Projected-Unit-Credit-Methode). Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartenden Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Die Ermittlung erfolgt anhand der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Vorjahr: "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck) mit einem Rechnungszins von 1,80 % (Vorjahr: 1,77 %) (10-Jahres Durchschnitt) unter der Annahme einer durchschnittlichen Duration von 15 Jahren und Zugrundelegung eines Einkommenstrends von 2,25 % (Vorjahr: 2,00 %) p.a., einer erwarteten zukünftigen Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenze in Höhe der erwarteten Entwicklung der versorgungsfähigen Gehälter sowie Rentensteigerungen von jährlich 2,25 % (Vorjahr: 2,00 %). Des Weiteren wurde ein Korrekturfaktor für den Renten-Anpassungsstau berücksichtigt. Dieser beträgt insgesamt 7,51%.

Bei der Berücksichtigung von Fluktuationswahrscheinlichkeiten werden branchenübliche Standardwerte verwendet, da der vorhandene Personalbestand der Gesellschaft für eigenständige statistische Auswertungen zu klein ist.

Mit Inkrafttreten des "Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften" am 17.03.2016 wurde u.a. § 253 Abs. 2 HGB geändert. Demnach sind Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nunmehr mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren abzuzinsen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des vor Inkrafttreten der Gesetzesänderung vorgegebenen Durchschnitts von sieben Geschäftsjahren und des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren gemäß § 253 Abs. 6 HGB entwickelte sich wie folgt:

30.06.2023 30.06.2022
Erfüllungsbetrag gem. § 253 HGB mit zehnjährigem Durchschnittszins EUR 23.468.605 EUR 22.092.533
Erfüllungsbetrag gem. § 253 HGB mit siebenjährigem Durchschnittszins EUR 24.360.459 EUR 23.676.293
Ausschüttungsgesperrter Betrag gem. § 253 Abs. 6 HGB EUR 891.854 EUR 1.583.760

Der sich im Geschäftsjahr 2010/11 aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB durch das BilMoG ergebende Zuführungsbetrag (EUR 2.808.574) wurde im Zeitpunkt der Erstanwendung des BilMoG in voller Höhe zugeführt und als außerordentlicher Aufwand erfasst.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den korrespondierenden Rückstellungen verrechnet. Zum 30. Juni 2023 beträgt dieser 509 TEUR. Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen im Geschäftsjahr TEUR 1.594, die Zinsaufwendungen belaufen sich auf TEUR 379. Das Deckungsvermögen besteht aus einer Direktversicherung. Daraus wurden Erträge in Höhe von TEUR 37 erwirtschaftet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen in ausreichendem Umfang alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Die Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen wurde versicherungsmathematisch berechnet. Der für die Bewertung angewandte Zinssatz beträgt 1,57 % (Vorjahr: 1,36 %).

Der im Geschäftsjahr 2010/11 ermittelte Unterschiedsbetrag der Jubiläumsrückstellung zwischen dem zurückzustellenden Betrag nach altem Recht und nach BilMoG wurde im Jahr der Erstanwendung des BilMoG in voller Höhe als außerordentlicher Aufwand erfasst (EUR 3.761).

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Als verbundene Unternehmen werden alle anderen Gesellschaften bezeichnet, die in den Konzernabschluss der S.C. Johnson & Son, Inc., Racine/Wisconsin, USA, einbezogen werden.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Am 29. Juni 2020 wurde die Melvo Holding GmbH, Erkrath, auf die SC Johnson GmbH rückwirkend zum 1. Juli 2019 verschmolzen. Im Rahmen der Gesamtrechtsnachfolge wurden alle Vermögensgegenstände, Verbindlichkeiten, Rechte und Verpflichtungen auf die SC Johnson GmbH übertragen. Damit wurde die SC Johnson GmbH der alleinige Anteilseigner der Melvo GmbH, Erkrath, Melvo Russia LLC, Moskau/Russland, und der LJW SAS, Paris/Frankreich. Die Melvo Russia LLC, Moskau/Russland, wurde am 2. Juli 2020, die LJW SAS, Paris/Frankreich, am 8. Dezember 2020 liquidiert.

Unter den Finanzanlagen werden 100% der Anteile an der Melvo GmbH mit einem Nettobuchwert in Höhe von TEUR 4.065 ausgewiesen. Aufgrund einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung bei den Finanzanlagen wurde im Vorjahr eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 2.726 vorgenommen. Die Anteile an der Melvo Russia LLC, Moskau/Russland, und der LJW SAS, Paris/Frankreich, waren schon in der Melvo Holding GmbH, Erkrath, wertberichtigt worden und hatten einen Buchwert von TEUR 0.

Die Melvo GmbH, Erkrath, verfügt über ein Eigenkapital zum 30. Juni 2023 von TEUR 4.065.

Der Gewinnabführungsvertrag der Melvo Holding GmbH mit der Melvo GmbH vom 28. Mai 2004 mit Änderung vom 10. Dezember 2014 besteht durch Verschmelzung der Melvo Holding GmbH, Erkrath, mit der SC Johnson GmbH, Erkrath, fort. Auf dieser Grundlage wurde der Jahresfehlbetrag der Melvo GmbH, Erkrath, in Höhe von TEUR 266 auf die SC Johnson GmbH übertragen. Im Vorjahr wurde von der Melvo GmbH, Erkrath, ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 369 übernommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben mit untenstehender Ausnahme wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen den Liefer- und Leistungsverkehr mit TEUR 4.839 (Vorjahr: TEUR 3.002) sowie Forderungen gegen die Melvo GmbH, Erkrath, aus den Ergebnisabführungen an die Melvo Holding GmbH, Erkrath, bzw. SC Johnson GmbH in Höhe von TEUR 3.486 (Vorjahr TEUR 3.761). Forderungen gegen den Gesellschafter (SC Johnson Europe BV, Mijdrecht/Niederlande) liegen nicht vor.

Die sonstigen Vermögensgegenstände von TEUR 367 (Vorjahr: TEUR 582) enthalten unter anderem wie im Vorjahr Mietkautionszahlungen von unverändert TEUR 164. Diese haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Daneben enthalten sie unter anderem Vorauszahlungen an das Finanzamt aus der Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 208 (Vorjahr TEUR 209).

Latente Steuern

Für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten werden latente Steuern ermittelt. Zum Bilanzstichtag bestehen ausschließlich aktive Steuerlatenzen aus Bilanzpostendifferenzen, insbesondere im Bereich der Pensionsrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen. Der Steuersatz beträgt 30,525 % für Körperschaft- und Gewerbesteuer. Unter Anwendung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 HGB wird auf den Ansatz aktiver latenter Steuern verzichtet.

Stammkapital

Das Stammkapital beträgt unverändert TEUR 23.546 (DM 46.051.400) und wird zum 30. Juni 2023 ausschließlich von der SC Johnson Europe BV, Mijdrecht/Niederlande, gehalten.

Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

In der Bilanz wird ein "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" von TEUR 31.257 (Vorjahr: TEUR 32.757) ausgewiesen. Das operative Geschäft entwickelt sich weiterhin positiv.

Es liegt eine Patronatserklärung der obersten Muttergesellschaft (S.C. Johnson & Son, Inc., Racine/Wisconsin, USA) mit Datum vom 22. Juli 2024 vor, in der sie bestätigt, dass sie die finanzielle Unterstützung für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft bis max. TEUR 55.000 und für einen Zeitraum von zwölf Monaten ab Feststellung des Jahresabschlusses zum 30. Juni 2023 bereitstellen wird.

Verlustvortrag

Der Verlustvortrag entwickelte sich im Geschäftsjahr 2022/23 wie folgt:

EUR
Stand 30. Juni 2022 -54.805.477
Jahresfehlbetrag 2021/22 -1.497.344
Stand 30. Juni 2023 -56.302.821

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen setzen sich zusammen aus der Rückstellung für Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie Solidaritätszuschlag für die Jahre 2021, 2022 und 2023 in Höhe von TEUR 2.200 (Vorjahr: TEUR 2.343), abzüglich der schon geleisteten Vorauszahlungen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen in Höhe von TEUR 17.556 Rückstellungen für Boni, Rückvergütungen und Werbekostenzuschüsse (Vorjahr: TEUR 19.514), in Höhe von TEUR 2.518 ausstehende Eingangsrechnungen (Vorjahr: TEUR 1.792), in Höhe von TEUR 1.478 Mitarbeiterboni (Vorjahr: TEUR 1.091) sowie in Höhe von TEUR 316 Rückstellungen für Abfindungen und Gehaltsfortzahlungen (Vorjahr: TEUR 400). Für laufende Rechtsstreitigkeiten, Prüfungs- und Steuerberatungsgebühren ist eine Rückstellung in Höhe von TEUR 494 (Vorjahr: TEUR 392) gebildet.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten mit TEUR 16.968 (Vorjahr: TEUR 12.836) Verbindlichkeiten aus dem Cashpool und mit TEUR 27.917 (Vorjahr TEUR 20.363) Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit Konzerngesellschaften. Verbindlichkeiten gegen den Gesellschafter (SC Johnson Europe BV, Mijdrecht/Niederlande) liegen nicht vor.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen kreditorische Debitoren in Höhe von TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 159) sowie Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 1.755 (Vj. TEUR 0).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Produkten und Regionen

2022/23 2021/22
Umsätze aus dem Verkauf von Produkten TEUR TEUR
Haushaltspflege 107.558 107.657
Lufterfrischer 104.297 107.912
Insektizide 33.284 43.290
Sonstige 88 574
Bruttoerlöse 245.227 259.433
Erlösschmälerungen -104.540 -119.355
Nettoerlöse 140.687 140.078
2022/23 2021/22
TEUR TEUR
Umsätze Inland 199.903 212.913
Umsätze Österreich 26.850 28.906
Umsätze Schweiz 18.474 17.617
245.227 259.436
Erlösschmälerungen -104.540 -119.358
Nettoerlöse 140.687 140.078

Ebenfalls in den Umsatzerlösen enthalten sind Erlöse aus den Weiterbelastungen von Dienstleistungen im Konzern. Diese betrugen im Geschäftsjahr 2022/2023 TEUR 4.586 (Vorjahr TEUR 3.327).

Die Gesamtumsatzerlöse nach BilRUG betragen im Geschäftsjahr 2022/2023 TEUR 145.273, im Vorjahr TEUR 143.405.

Materialaufwand

Der Materialaufwand gemäß § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB beträgt zum Stichtag TEUR 109.913 (Vorjahr: TEUR 108.902) und betrifft ausschließlich Aufwendungen für bezogene Waren.

Personalaufwand

In den Positionen "Vertriebskosten" und "Allgemeine Verwaltungskosten" sind anteilige Kosten für Personal enthalten. Der Personalaufwand gliedert sich gemäß § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB wie folgt:

2022/2023 2021/2022
TEUR TEUR
Gehälter 8.197 7.245
Soziale Abgaben 1.085 1.022
Aufwendungen für Altersversorgung 1.914 2.514
11.196 10.781

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.447 (Vorjahr: TEUR 1.307) sowie Währungskursgewinne in Höhe von TEUR 204 (im Vorjahr: TEUR 1.161) sowie Lizenzerlöse in Höhe von TEUR 19 (im Vorjahr: TEUR 20).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Profit Sharing/ Mitarbeiter-Vergütungen in Höhe von TEUR 417 (Vorjahr: TEUR 558), Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 203 (Vorjahr: TEUR 1.020) und Spenden in Höhe von TEUR 43 (Vorjahr TEUR 25). Im Vorjahr waren noch TEUR 96 als periodenfremde Aufwendungen für umsatzabhängige Rückvergütungen angefallen. Dies betraf im laufenden Jahr vor allem Rückstellungen aus dem Bereich der Handelskonditionen. Im Geschäftsjahr sind keine periodenfremden Aufwendungen angefallen.

Finanzergebnis

2022/2023 2021/2022
TEUR TEUR
Abschreibungen auf Finanzanlagen Erträge/Aufwendungen aus der 0 -2.726
Ergebnisübernahme im Rahmen von Ergebnisabführungsverträgen -266 369
Beteiligungsergebnis -266 -2.357
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -664 -385
Zinsergebnis -664 -385
Finanzergebnis -930 -2.742

Im laufenden Jahr wurden aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der Melvo GmbH Verluste in Höhe von TEUR 266 übernommen.

Im Vorjahr wurden Gewinne der Melvo GmbH, Erkrath, in Höhe von TEUR 369 übernommen.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zur Bündelung von Ressourcen und aus Kostengründen wurden Teilbereiche des Rechnungswesens und die IT-Abteilung in ein konzerninternes Shared Service Center ausgegliedert. Die sich hieraus ergebenden Aufwendungen für die Gesellschaft betragen für das Geschäftsjahr 2022/2023 TEUR 990 (Vorjahr: TEUR 848). Der zugrunde liegende Vertrag hat eine unbegrenzte Laufzeit. Die Höhe der in Zukunft zu entrichtenden Gebühren bemisst sich auf Grundlage der entstandenen Aufwendungen des Shared Service Centers. Risiken sehen wir in diesem Zusammenhang nicht.

Im Geschäftsjahr 2021 wurde ein konzerninternes HR Delivery Center (kurz: HRDC) in Polen etabliert. Die sich hieraus ergebenden Aufwendungen für die Gesellschaft betragen für das Jahr 2022/2023 TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 77). Der zugrunde liegende Vertrag hat eine unbegrenzte Laufzeit. Die Höhe der in Zukunft zu entrichtenden Gebühren bemisst sich auf Grundlage der entstandenen Aufwendungen des HRDC. Risiken sehen wir in diesem Zusammenhang nicht.

Weiterhin hat die Gesellschaft aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen für das Bürogebäude, Personenwagen sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattungen die nachfolgenden festen Zahlungsverpflichtungen für das folgende Geschäftsjahr und die weiteren Geschäftsjahre von TEUR 808 (Vorjahr: TEUR 436) wie folgt:

TEUR
2023/24 488
2024/25 174
2025/26 146
808

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Verpflichtungen aus Haftungsverhältnissen.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Verbundene Unternehmen
TEUR
Aufwendungen für bezogene Waren 107.992
Erbringung von Dienstleistungen 4.586
Bezug von Dienstleistungen 3.961
Cashpool-Verbindlichkeiten 16.968
davon Zinsaufwand im Geschäftsjahr 308

Sämtliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2022/23 beläuft sich auf TEUR 103, davon TEUR 91 für Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 12 für Steuerberatungsleistungen.

Arbeitnehmerzahl

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

Verwaltung 51
Vertrieb 32
83

Mitglied der Geschäftsführung

Der Geschäftsführung der SC Johnson GmbH gehörte im Geschäftsjahr 2022/2023 an:

 

Herr Christian Rahmig, Geschäftsführer, Ottobrunn

Herr Christian Rahmig ist gemäß Handelsregister von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Herr Rahmig übt seine Tätigkeit als Geschäftsführer hauptberuflich aus.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Gesellschaft macht hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung von dem Wahlrecht des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

Konzernabschluss

Gesellschafter der Gesellschaft ist die SC Johnson Europe BV, Mijdrecht/Niederlande.

Die S.C. Johnson & Son, Inc., Racine/Wisconsin, USA, stellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf, in den der Jahresabschluss der Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

Bestandsgefährdende Risiken

Die Gesellschaft bilanziert unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit und somit zu Fortführungswerten. Der rein operative Geschäftsverlauf ist weiterhin positiv. Die Jahresfehlbeträge der Vorjahre resultierten insbesondere aus Sondereffekten wie bspw. hohen Verlustübernahmen und Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen. Im Juni 2020 wurde die Melvo Holding GmbH, Erkrath, mit der SC Johnson GmbH verschmolzen. Durch die Verschmelzung wurde ein Verschmelzungsgewinn in Höhe von TEUR 27.517 realisiert, sodass durch einen Jahresüberschuss von TEUR 29.082 der Posten "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" deutlich von TEUR 62.352 auf TEUR 33.270 reduziert werden konnte. Im laufenden Jahr konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.450 erzielt werden, der den Posten "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" auf TEUR 31.257 reduziert. Die Gesellschaft ist die alleinige Vertriebsgesellschaft für Haushaltspflegeprodukte in Deutschland. Daher geht die Geschäftsführung von der fortgeführten Unterstützung durch die Gesellschafter bzw. die oberste Muttergesellschaft aus. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen über die Anbindung an den Cashpool mit der SCJ NL Holding B.V., Mijdrecht/Niederlande, (Cashpool-Führerin). Hieraus ergeben sich zum Stichtag Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 16.968, welche grundsätzlich kurzfristig fällig sind. Da die Gesellschaft bei kurzfristiger Kündigung des Cashpool-Vertrags seitens der Cashpool Führerin nicht in der Lage wäre, diese aus eigenen Mitteln zu begleichen, besteht eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, und die Gesellschaft ist möglicherweise nicht in der Lage, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ihre Schulden zu begleichen (bestandsgefährdendes Risiko). Daher hat sie von der obersten Muttergesellschaft (S.C. Johnson & Son, Inc., Racine/Wisconsin, USA) mit Datum vom 22. Juli 2024 eine Patronatserklärung erhalten. In dieser bestätigt die oberste Muttergesellschaft, dass sie die finanzielle Unterstützung für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft bis max. TEUR 55.000 und für einen Zeitraum von zwölf Monaten ab Feststellung des Jahresabschlusses zum 30. Juni 2023 bereitstellen wird. Auf Basis der aktuellen Planung ist der Betrag ausreichend, um den Zahlungsverpflichtungen aus den bestehenden und in den nächsten zwölf Monaten entstehenden Verbindlichkeiten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachkommen zu können. Die Gesellschaft plant zukünftig mit operativen Jahresüberschüssen, aus denen auch Zahlungsmittelüberschüsse resultieren sollen. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist die Gesellschaft jedoch bis zur Erreichung nachhaltiger positiver Cashpool-Salden weiterhin auf die finanzielle Unterstützung der S.C. Johnson & Son, Inc., Racine/Wisconsin, USA, angewiesen.

Nachtragsbericht

Die Gesellschaft hat von der obersten Muttergesellschaft (S.C. Johnson & Son, Inc., Racine/Wisconsin, USA) mit Datum vom 22. Juli 2024 eine Patronatserklärung erhalten. In dieser bestätigt die oberste Muttergesellschaft, dass sie die finanzielle Unterstützung für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft bis max. TEUR 55.000 und für einen Zeitraum von zwölf Monaten ab Feststellung des Jahresabschlusses zum 30. Juni 2023 bereitstellen wird.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Erkrath, 7. August 2024

SC Johnson GmbH

Christian Rahmig, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023

Anschaffungskosten
1. Juli 2022 Zugänge Abgänge 30. Juni 2023
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1,162,583 56,950 0 1,219,533
2. Anlagen im Bau 0 6,390 0 6,390
1,162,583 157,621 0 1,225,923
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 6,791,000 0 0 6,791,000
7,953,583 157,621 0 8,016,923
Kumulierte Abschreibungen
1. Juli 2022 Zugänge Abgänge 30. Juni 2023
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 932,289 69,556 0 1,001,845
2. Anlagen im Bau 0 0 0 0
932,289 69,556 0 1,001,845
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2,726,037 0 0 2,726,037
3,658,326 0 0 3,727,882
Buchwerte
30. Juni 2023 30. Juni 2022
EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 217,688 230,294
2. Anlagen im Bau 6,390 0
224,078 230,294
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 4,064,963 4,064,963
4,289,041 4,295,257

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

I. Grundlagen der Gesellschaft

Die SC Johnson GmbH (im Folgenden SC Johnson), Erkrath, ist ein führender Hersteller von Haushaltsreinigungsmitteln, Lufterfrischern, Schädlingsbekämpfungs- und Schuhpflegemitteln. Zu den Marken von SC Johnson zählen Glade®, Kiwi®, Pronto®, Mr Muscle®, WC Ente® und Raid®.

Wir sind ein Familienunternehmen unter Führung der Familie Johnson aus Racine im US-Bundesstaat Wisconsin. Fisk Johnson, Vorsitzender und CEO, leitet das Unternehmen in fünfter Familiengeneration.

Die SC Johnson GmbH in Erkrath ist die deutsche Vertriebsgesellschaft für Haushaltspflegemittel. Gesellschafter ist die SC Johnson Europe BV, Mijdrecht, Niederlande. Die SC Johnson & Son, Inc. Racine/Wisconsin, USA, stellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf, in den der Jahresabschluss der Gesellschaft einbezogen wird.

II. GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN

(1) Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Wirtschaftsaktivität in Deutschland erhöhte sich im Sommer 2022 entgegen der Erwartungen. Obwohl die hohe Inflation und die Unsicherheit über die zukünftige Energieversorgung die Wirtschaft belasteten, wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) laut dem Statistischem Bundesamt um 0,3 %. Damit übertraf es erstmals wieder seinen Stand von vor der Corona-Pandemie. Trotz der Kaufzurückhaltung der privaten Haushalte im Einzelhandel, welcher auf die hohe Inflationsrate und die allgemeine Unsicherheit zurückzuführen war, stieg der private Verbrauch insgesamt merklich an. 1

1 Deutsche Bundesbank Monatsbericht November 2022, S. 49

Im vierten Quartal 2022 war die deutsche Wirtschaftsleistung geringer als im vorherigen Quartal. Der Schnellmeldung des Statistischem Bundesamtes zufolge sank das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 0,2 %. Die Lage an den Energiemärkten entspannte sich im Laufe des Quartals merklich. Nachdem die privaten Konsumausgaben im Sommer deutlichen zugelegt hatten, sanken sie im Schlussquartal 2022 deutlich. Insbesondere die hohe Inflation und die Unsicherheit über die Energieversorgung, führten bei den Konsumentinnen und Konsumenten zu einer Kaufzurückhaltung. Dies führte zu einer Sparneigung auf dem höchsten Wert seit über zehn Jahren. 2

Auch im Frühjahr 2023 schrumpfte die Wirtschaftsleistung in Deutschland. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging saisonbereinigt gegenüber dem Vorquartal um 0,3 % zurück, nachdem es bereits im vierten Quartal 2022 um 0,5 % gesunken war. 3 Auch im zweiten Quartal 2023 befand sich die deutsche Wirtschaft weiter in einer Schwächephase. Der Meldung des Statistischem Bundesamtes zufolge verharrte das saisonbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf dem Niveau des Vorquartals. Gestiegene Finanzierungskosten sowie die schwache Auslandsnachfrage lasteten weiterhin auf der Industrie. Aufgrund der kräftigen Steigung der Löhne und der mäßig sinkenden Inflation, erholte sich der private Konsum jedoch etwas, sodass der Einzelhandel eine Erhöhung der preisbereinigten Umsätze vermerken konnte. 4

In den Sommermonaten 2022 stagnierte der Arbeitsmarkt sowohl hinsichtlich der Beschäftigung als auch der Arbeitslosigkeit. Die bisherigen positiven Aussichten konnten nicht erfüllt werden. Der Arbeitsmarkt befand sich in einem Spannungsfeld von Arbeitskräfteknappheit und zurückgehender Arbeitsnachfrage. Die zuvor positive Beschäftigungsentwicklung kam im Laufe der Sommermonate beinahe zum Erliegen. Durch die massive Zuwanderung von ukrainischen Flüchtlingen erhöhte sich das potenzielle Arbeitsangebot. Allerdings standen viele von ihnen dem Arbeitsmarkt aufgrund von Kinderbetreuung oder Bildungs- und Integrationsmaßnahmen nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung. Bei der Agentur für Arbeit waren im Oktober 2022 2,52 Millionen Personen als arbeitslos registriert, wodurch sich eine Arbeitslosenquote in Höhe von 5,5 % ergibt. Wenn man den Effekt der ukrainischen Flüchtlinge aus der Statistik herausrechnet, ist die Arbeitslosigkeit in den Monaten August bis Oktober jedoch nur geringfügig angestiegen. 5 Im Schlussquartal 2022 verbesserte sich der Arbeitsmarkt wieder. Die Arbeitslosigkeit blieb weiter stabil auf einem niedrigen Niveau. 6

2 Deutsche Bundesbank Monatsbericht Februar 2023, S. 51, 52
3 Deutsche Bundesbank Monatsbericht Juni 2023, S. 5
4 Deutsche Bundesbank Monatsbericht August 2023, S. 51, 52
5 Deutsche Bundesbank Monatsbericht November 2022, S. 52, 53
6 Deutsche Bundesbank Monatsbericht Februar 2023, S. 54

Im Frühjahr 2023 zeigte sich der Arbeitsmarkt recht robust. Dennoch reduzierte sich das zuvor hohe Tempo des Beschäftigungsanstiegs spürbar und die Arbeitslosigkeit stieg moderat an. Zwar ließ die Arbeitsmarktanspannung leicht nach, trotzdem stehen weiterhin vergleichsweise viele offene Stellen den relativ niedrigen Arbeitslosenzahlen gegenüber. Im Durchschnitt übertraf die gesamte Erwerbstätigkeit den Stand des vorherigen Quartals weiterhin um knapp 0,2 %. Insgesamt stieg die Erwerbstätigkeit jedoch deutlich langsamer an und kam im Juni 2023 zum Stillstand. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich auf 5,6 %. Im Vergleich zum Vorjahr legte die Arbeitslosigkeit damit etwas zu. 7

Im Sommer 2022 stiegen die Verbrauchspreise (HVPI) in saisonbereinigter Betrachtung weiterhin kräftig an. Die entlastende Wirkung des niedrigen Ölpreises wurde durch die anhaltende Abwertung des Euros geschmälert. Ebenfalls wirkten sich beispielsweise die hohen Transportkosten für Heizöl infolge des Niedrigwassers in deutschen Binnengewässern preiserhöhend aus. Nach dem Auflaufen temporärer Entlastungsmaßnahmen erreichte die Inflationsrate im September 2022 erstmals seit Anfang der 1950er mit 10,9 % einen zweistelligen Wert. 8 Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) erhöhte sich im Durchschnitt der Monate Oktober bis Dezember gegenüber dem Vorquartal saisonbereinigt um 2,6 %. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die HVPI-Rate im Herbst um 1,4 Prozentpunkte auf 10,8 % an. Nach einem Rekordwert im Oktober in Höhe von 11,6 % und 11,3 % im November sank die Inflationsrate im Dezember 2022 stärker auf 9,6 %. 9

Im Frühjahr 2023 stiegen die Verbraucherpreise (HVPI) erneut kräftig an. Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) legte saisonbereinigt um 1,0 % zu. Die Energiepreise sanken weiter. Im Vorjahresvergleich fiel die Inflationsrate im zweiten Quartal 2023 von 8,8 % auf 6,9 %. 10

7 Deutsche Bundesbank Monatsbericht August 2023, S. 52, 53, 54
8 Deutsche Bundesbank Monatsbericht November 2022, S. 56
9 Deutsche Bundesbank Monatsbericht Februar 2023, S. 57
10 Deutsche Bundesbank Monatsbericht August 2023, S. 58

(2) Die Entwicklung des Wasch-, Pflege- und Reinigungsmittelmarkts

Der Gesamtumsatz im Wasch-, Pflege- und Reinigungsmittel-Sortiment (WPR) in Deutschland stieg in 2023 um 4,2 %. 11

Die Teilmärkte, in denen die SC Johnson innerhalb des Pflege- und Reinigungsmittel Markts (PR) operiert, zeigen im Fiskal Jahr 2023 ein positives Bild: Die Persönliche Repellenzien wachsen um 3 %, Autan akut um 17 %, Insektizide um 3 %, Rohrreiniger um 11 %, Möbelpflege um 2 % und Lufterfrischer um 1 %. Lediglich die WC-Reiniger bleiben auf dem Vorjahresstand.

(3) Entwicklung der Absatzkanäle

Der Umsatz des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) und der Drogeriemärkte erhöhte sich im Kalenderjahr 2023 weiter um 8,1 % auf 252,2 Mio. EUR gegenüber einer Erhöhung von 11,9 % im Vorjahr. Dabei wuchs der Umsatz in fast allen Vertriebsschienen, besonders in den Drogeriemärkten (+11,5 %), den Discountern (+11,0 %) sowie großen (+5,1 %) und kleinen Verbrauchermärkten (+7,4 %). Nur kleine Supermärkte verloren im Vergleich zum Vorjahr 1,5 % an Umsatz. Der positive Trend bei Supermärkten setzte sich weiter fort (+2,2 %). Die hier seit einigen Jahren zu beobachtende Verminderung des Filialnetzes der Supermärkte setzte sich aber weiter fort (-6,8 %), vor allem bei den kleinen Supermärkten (100-399m 2 / -10 %). 12

Ein harter Preiskampf sowie die Kaufzurückhaltung der Konsumenten sind die bestimmenden Faktoren in dem schwierigen Wettbewerbsumfeld. Erlöszuwächse können nur mittels Verdrängungswettbewerb realisiert werden.

Weiterhin ist eine sich fortsetzende Internationalisierung unserer Handelspartner festzustellen, die es zunehmend erforderlich macht, europäische Strategien zu entwickeln.

11 Statista Umsatzentwicklung der FMCG-sortimented im LEH in Deutschland im Jahr 2023
12 E-Mail Nielsen iQ vom 17.06.2024

III. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

(1) Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2022/2023 stiegen die Umsatzerlöse auf 145,3 Mio. EUR (im Vorjahr 143,4 Mio. EUR). Die Nettoumsatzerlöse aus Warenlieferungen blieben nahezu unverändert. Die Bruttoerlöse sinken in allen Kategorien. Desgleichen sinken auch die Erlösschmälerungen, sodass der Nettoumsatz stabil bleibt. Die Bruttoumsätze in Deutschland und Österreich waren rückläufig, während in der Schweiz die Umsätze gesteigert werden konnten. Aufgrund der harten Preisverhandlungen mit diversen Kunden waren wir von Orderstopps betroffen oder haben selbst von unserer Seite Ordermanagement betrieben. Die Umsatzerlöse aus der Weiterbelastung von Kosten stiegen um 38 % auf 4,6 Mio. EUR an. Die Prognose eines weiteren Umsatzwachstums von 1,4 % wurde mit insgesamt 1,3 % knapp verfehlt.

Im Bereich der Lufterfrischer konnten die elektrischen Raumdüfte die Bruttoumsätze zum Vorjahr steigern, aber die Umsatzrückgänge der Kerzen und der Minisprays nicht kompensieren. Dies ist im Wesentlichen auf den Umstieg der Konsumenten auf Handelsmarken zurückzuführen. Im Bereich der Haushaltspflege konnten die Bruttoumsätze auf hohem Niveau fast stabilisiert werden. Aufgrund des feucht-warmen Frühjahrs war der Absatz besonders im Bereich der Repellentien stark rückläufig.

Die Ertragslage der Gesellschaft ist auch im Geschäftsjahr 2022/2023 wesentlich durch ihre Tätigkeit als Vertriebsgesellschaft geprägt. Bruttoerlösen aus dem Verkauf der konzernintern erworbenen Waren stehen insbesondere Anschaffungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse verkauften Waren sowie Vertriebsaufwendungen gegenüber.

Die Anschaffungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse verkauften Waren stiegen mit 1,0 % genauso wie die Nettoumsatzerlöse aus Warenlieferungen, sodass sich die Bruttomarge auf 23,97 % (im Vorjahr: 23,74 %) leicht verbesserte.

Die Vertriebskosten stiegen um 3,1 %. Dies ist im Wesentlichen auf gestiegene Verwaltungskosten des Vertriebs zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um 7,3 %. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 2,4 Mio. EUR (im Vorjahr 1,3 Mio. EUR) und Währungsgewinne 0,2 Mio. EUR (Vorjahr 1,2 Mio. EUR).

Das Jahresergebnis vor Steuern des Fiskaljahres 2022/2023 ist mit 2,8 Mio. EUR deutlich positiv. Im Vorjahr wurde ein Verlust vor Steuern von 0,1 Mio. EUR ausgewiesen. Der Verlust im Vorjahr war im Wesentlichen durch die Abschreibung der Anteile an der Melvo GmbH in Höhe von 2,7 Mio. EUR entstanden. Das Jahresergebnis nach Steuern liegt bei 1,50 Mio. EUR (im Vorjahr -1,50 Mio. EUR). Damit konnte die im Vorjahr getroffene Prognose eines positiven Jahresergebnisses erreicht werden. Die Prognose eines Anstieges im unteren einstelligen Prozentbereich wurde deutlich übertroffen. Aus dem operativen Geschäft ergab sich wieder ein positives Ergebnis in Höhe von 3,7 Mio. EUR (im Vorjahr 2,7 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden Verluste im Rahmen eines Ergebnisabführungsvertrages in Höhe von 0,27 Mio. EUR von der Melvo GmbH, Erkrath (im Folgenden: Melvo), übernommen (im Vorjahr: Gewinne von 0,37 Mio. EUR).

(2) Finanzlage

Die Finanzierung erfolgte im Wesentlichen aus konzerneigenen Mitteln. Den Zahlungsverpflichtungen konnte aufgrund der Einbindung in den Cashpool nachgekommen werden. Da die Gesellschaft bei kurzfristiger Kündigung des Cashpool-Vertrags seitens der Cashpool-Führerin (SCJ NL Holdings B.V., Mijdrecht/Niederlande) nicht in der Lage wäre, die Cashpool-Verbindlichkeiten aus eigenen Mitteln zu begleichen, besteht eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, und die Gesellschaft ist möglicherweise nicht in der Lage, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ihre Schulden zu begleichen (bestandsgefährdendes Risiko). Dazu verweisen wir auf die Ausführungen im Abschnitt IV. Chancen- und Risikobericht.

Im laufenden Jahr erhöhte sich das Cashpool-Defizit um 4,1 Mio. EUR durch einen Anstieg der Forderungen und verringerte Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung auf 17,0 Mio. EUR. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten erhöhten sich von 0,34 Mio. EUR auf 0,42 Mio. EUR.

Aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen für das Bürogebäude, Personenwagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung hat die Gesellschaft feste Zahlungsverpflichtungen in Höhe von 0,81 Mio. EUR (im Vorjahr: 0,44 Mio. EUR).

Es wird weiterhin auf der Aktivseite ein "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" ausgewiesen, der jedoch durch den Jahresüberschuss von -32.757 Mio. EUR auf -31.257 Mio. EUR weiter reduziert werden konnte.

(3) Vermögenslage

Im Vergleich zum Vorjahresabschluss erhöhte sich die Bilanzsumme um 12,7 Mio. EUR auf 95,9 Mio. EUR.

Unter den Finanzanlagen wird die Beteiligung an der Melvo GmbH, Erkrath, in Höhe von 4,1 Mio. EUR ausgewiesen.

Das Umlaufvermögen der SC Johnson GmbH, im Wesentlichen bestehend aus Forderungen, sonstigen Vermögensgegenständen sowie Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten (60,2 Mio. EUR), erhöhte sich um 30,8 % gegenüber dem Vorjahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich im Wesentlichen durch Weiterbelastungen im Konzern. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen von 38,3 Mio. EUR auf 51,1 Mio. EUR im Wesentlichen durch ein starkes Geschäftsjahresende. Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen 0,4 Mio. EUR (im Vorjahr: 0,6 Mio. EUR).

Guthaben bei Kreditinstituten werden im Zusammenhang mit dem Cashpooling eigentlich als "Zero-Balance"-Konto geführt. Im laufenden Jahr werden durch einen späten Zahlungseingang von Kunden 0,4 Mio. EUR als Guthaben ausgewiesen.

Im laufenden Geschäftsjahr stieg die Pensionsrückstellung um 1,4 Mio. EUR im Wesentlichen durch die höhere Einkommens- und Rentendynamik an. Die Rückstellungen für Steuern sanken leicht von 2,3 Mio. EUR auf 2,2 Mio. EUR. Die sonstigen Rückstellungen reduzieren sich um 0,8 Mio. EUR im Wesentlichen durch einen Rückgang der Rückstellungen für Kundenboni, Rückvergütungen und Werbekostenzuschüsse.

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich im Geschäftsjahr 2022/2023 um 12,2 Mio. EUR auf 48,3 Mio. EUR. Dies ist hauptsächlich auf den Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen.

Trotz des positiven Jahresergebnisses in Höhe von 1,5 Mio. EUR blieb das Eigenkapital bei 0 EUR. In der Bilanz verringerte sich der Posten "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" auf 31,3 Mio. EUR.

In diesem Zusammenhang hat die oberste Muttergesellschaft eine Patronatserklärung abgegeben. Wir verweisen hierzu auf die Ausführungen in Abschnitt IV. Chancen- und Risikobericht.

(4) Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft

Zusammenfassend lässt sich die Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage für das SC Johnson Kerngeschäft als positiv bewerten. Es wurde ein operativer Gewinn in Höhe von 3,7 Mio. EUR und damit ein deutlich positives Jahresergebnis in Höhe von 1,5 Mio. EUR erwirtschaftet.

Aufgrund der weiterhin hohen Cashpool-Verbindlichkeiten, die kurzfristig fällig sind, gehen wir in der Zukunft von der Notwendigkeit einer weiteren finanziellen Unterstützung durch die Gesellschafter und die oberste Muttergesellschaft aus. Für weitere Ausführungen wird auf den Abschnitt IV. Chancen- und Risikobericht verwiesen.

IV. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Als Familienunternehmen wird SC Johnson von unerschütterlichen Prinzipien geleitet. "This we believe" ist die formelle Erklärung unserer Grundwerte und bestimmt unser Handeln. Daneben ist das Risiko- und Chancenmanagementsystem ein integraler Bestandteil der zentralen und dezentralen Planungs-, Steuerungs- und Kontrollprozesse. Dies wird ergänzt durch rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsysteme und wird von der internen Revision unterstützt.

Die Risiken der SC Johnson GmbH resultieren aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und beinhalten den Verlust eines der bedeutenden Kunden. Auch bei Verlust eines bedeutenden Kunden, sind wir dennoch ausreichend diversifiziert, sodass wir dadurch keine (über das weiter unten beschriebene bestandsgefährdende Risiko hinausgehenden, weiteren) bestandsgefährdenden Risiken sehen. Auch wenn der Konzentrationsprozess im Handel weiter fortschreitet, ist der Absatzkanal weiterhin ausreichend diversifiziert, um einen Fortbestand des Unternehmens im Falle eines Verlustes eines wesentlichen Kunden sichern zu können.

Mit Ausnahme der Umlagen der S.C. Johnson and Son, Inc., Racine/Wisconsin, USA, sowie den Rechnungen an Kunden in der Schweiz werden alle weiteren konzerninternen Lieferungen und Leistungen in Euro fakturiert. Die aus den Umlagen und Schweizer Kundenrechnungen resultierenden Währungsrisiken sind von untergeordneter Bedeutung.

Das Barvermögen ist überwiegend im konzerninternen Cashpool investiert und zu Tagesgeldzinssätzen angelegt. Zum Stichtag besteht eine Cashpool-Verbindlichkeit über 17,0 Mio. EUR gegenüber der SCJ NL Holdings B.V., Mijdrecht/Niederlande (Cashpool-Führerin), die kurzfristig fällig ist. Da die Gesellschaft bei kurzfristiger Kündigung des Cashpool-Vertrags seitens der Cashpool-Führerin nicht in der Lage wäre, diese aus eigenen Mitteln zu begleichen, besteht eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, und die Gesellschaft ist möglicherweise nicht in der Lage, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ihre Schulden zu begleichen (bestandsgefährdendes Risiko). Daher hat sie von der obersten Muttergesellschaft (S.C. Johnson & Son, Inc., Racine/Wisconsin, USA) mit Datum vom 22. Juli 2024 eine Patronatserklärung erhalten. In dieser bestätigt die oberste Muttergesellschaft, dass sie die finanzielle Unterstützung für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft bis max. 55,0 Mio. EUR und für einen Zeitraum von zwölf Monaten ab Feststellung des Jahresabschlusses zum 30. Juni 2023 bereitstellen wird. Auf Basis der aktuellen Planung ist der Betrag ausreichend, um den Zahlungsverpflichtungen aus den bestehenden und in den nächsten zwölf Monaten entstehenden Verbindlichkeiten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachkommen zu können. Die Gesellschaft plant zukünftig mit operativen Jahresüberschüssen, aus denen auch Zahlungsmittelüberschüsse resultieren sollen. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist die Gesellschaft jedoch bis zur Erreichung nachhaltiger positiver Cashpool-Salden weiterhin auf die finanzielle Unterstützung der S.C. Johnson & Son, Inc., Racine/Wisconsin, USA, angewiesen.

Kreditausfallrisiken mit Blick auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit Abschluss der Vertriebsvereinbarung mit der SC Johnson Europe S.à.r.l., Rolle/Frankreich, auf diese übertragen.

Darüber hinaus bestehen Risiken aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Melvo GmbH, falls diese die geplanten Ergebnisse nicht erreichen. Durch die in den Vorjahren vorgenommenen außerplanmäßige Abschreibungen sowie der damals stattgefundenen Verschmelzung der Melvo Holding auf die SC Johnson GmbH konnte dieses Risiko jedoch minimiert werden.

Der russische Krieg gegen die Ukraine führt zu gestiegenen Kosten für Energie und Rohstoffe sowie zu einer hohen Inflation. Aufgrund dieses Kostenanstiegs mussten auch bei SC Johnson die Verkaufspreise erhöht werden. Des Weiteren wurde das Geschäft mit Russland bei der Melvo GmbH eingestellt.

Ziel des Unternehmens ist profitables Wachstum. Wir sehen Chancen dies zu erreichen. Durch effizientere Prozesse, Mitarbeiteraus- und -weiterbildung sowie Digitalisierung und Nutzung von sozialen Medien. Aufgrund der Preissensibilität der Konsumenten besteht immer mehr die Notwendigkeit, Kundenportfoliomanagement zu betrieben und Promotionseffizienz zu steigern. Dazu haben wir geeignete Tools entwickelt. Des Weiteren wollen wir mit unseren starken Marken und innovativen Produkten die Konsumenten überzeugen.

Zusammenfassend lässt sich nach Beurteilung der gegenwärtigen Risikosituation feststellen, dass aufgrund der bestehenden kurzfristig fälligen Cashpool-Verbindlichkeit ein den Fortbestand gefährdendes Risiko für die SC Johnson besteht.

V. PROGNOSEBERICHT

Die deutsche Wirtschaft erholt sich im Projektionszeitraum (Winter 2023 bis 2026) zunächst langsamer als erwartet. Die schwache Auslandsnachfrage in der Industrie, der verhaltene private Konsum sowie die höheren Finanzierungskosten für Investitionen, bremsen zunächst die wirtschaftliche Entwicklung. Ab 2024 steigen die Exporte infolge der Zunahme der ausländischen Absatzmärkte, sowie die Konsumausgaben der privaten Haushalte. 13

Die deutsche Wirtschaft befreit sich insgesamt zögerlich aus der seit des Beginns des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine anhaltenden Schwächephase. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) legt nach Hochrechnungen in 2024 um 0,4 % zu, nach einem leichten Rückgang im laufenden Jahr um 0,1 % und steigt in den Jahren 2025 und 2026 um 1,2 % beziehungsweise 1,3 % voraussichtlich weiter an. 14

Ausgehend vom Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) erhöhte sich die Teuerungsrate im Kalenderjahr 2023 um 6,0 %,15 welche sich im Folgejahr auf 2,7 % mehr als halbieren wird. Ab dem Jahr 2025 lässt das starke Lohnwachstum zunehmend nach, wodurch sich ein stetiger Rückgang der Kernrate auf 2,3 % im Jahr 2026 erklären lässt. 16

Der Arbeitsmarkt bleibt trotz der anhaltenden wirtschaftlichen Schwächephase weiter stabil. Der Fachkräftemangel in weiten Teilen der Wirtschaft hält weiterhin an. Zwar ging die Zahl der offenen Stellen im Kalenderjahr 2023 etwas zurück, sie bleibt jedoch weiterhin sehr hoch. Auch die Arbeitszeit je Erwerbstätigen sowie der Krankenstand erholen sich nur langsam. In den folgenden Jahren ist ebenfalls keine größere Verschlechterung am Arbeitsmarkt zu erwarten. 17

Nach einer Arbeitslosenquote von 5,7 % in 2023 werden für 2024 5,8 %, für 2025 5,5 % und für 2026 5,3 % prognostiziert. 18

Auch die Geschäftsjahre 2023/2024 und 2024/2025 sind bzw. werden durch intensiven Wettbewerb geprägt sein.

13 Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Dezember 2023, Perspektiven der deutschen Wirtschaft bis 2026, S. 15
14 Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Dezember 2023, Perspektiven der deutschen Wirtschaft bis 2026, S. 17
15 Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Januar 2024, Statistischer Teil, S. 121
16 Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Dezember 2023, Perspektiven der deutschen Wirtschaft bis 2026, S. 30-32
17 Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Dezember 2023, Perspektiven der deutschen Wirtschaft bis 2026, S. 28
18 Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Dezember 2023, Perspektiven der deutschen Wirtschaft bis 2026, S. 26, Eckwerte der gesamtwirtschaftlichen Projektion

Im Geschäftsjahr 2023/2024 konnte ein Netto-Umsatz in Höhe von 142,8 Mio. EUR auf US-GAAP-Basis verzeichnet werden. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 rechnen wir mit einem gleichbleibenden Nettoumsatz zum Geschäftsjahr 2023/2024.

Auf US-GAAP-Basis wurde im Geschäftsjahr 2023/2024 ein operatives Ergebnis in Höhe von 2,5 Mio. EUR erzielt. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 rechnen wir mit einem gleichbleibenden Ergebnis zum Geschäftsjahr 2023/2024.

 

Erkrath, den 7. August 2024

SC Johnson GmbH

Christian Rahmig, Geschäftsführer

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