Stammdaten

Register
Amtsgericht Memmingen HRB 2024
Vorher
Günzburger Steigtechnik Munk GmbH
Eingetragen
18.1.1990
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von SportgerätenHerstellung von Gipserzeugnissen für den Bau
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Leitern und Gerüsten Sonderkonstruktionen aller Art sowie anderer Produkte der Steigtechnik

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Leopold Munk
seit 20.4.2011
Geschäftsführer
Harald Tangel
seit 31.8.2009
Prokura
Ferdinand Munk
seit 22.5.2003
Geschäftsführer
Ruth Munk
seit 22.5.2003
Prokura

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Günzburger Steigtechnik Munk GmbH

Günzburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Im 2020 endete durch die Corona-Pandemie eine mehr als ein Jahrzehnt währende Wachstumsphase der deutschen Wirtschaft. Vor allem im Frühjahr 2020, bedingt durch die erste Pandemiewelle und den daraufhin vorgenommenen Lock-Down-Maßnahmen, drehte sich die Entwicklung und die Wirtschaftsleistung schrumpfte im Vergleich zu den Vorjahren. Allerdings waren Branchen und Unternehmen unterschiedlich stark betroffen. Im Jahr 2020 sank das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 5,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotz der teilweise extremen Belastungen konnten durch ein umfangreiches Konjunkturprogramm seitens der Bundesregierung größere Auswirkungen auf das wirtschaftliche und soziale Leben verhindert werden. So fiel die Steigerung der Arbeitslosigkeit in Deutschland viel geringer aus als in einigen anderen großen Volkswirtschaften. Vor allem die Senkung der Mehrwertsteuersätze im zweiten Halbjahr führte dazu, dass auch die Verbraucherpreise im Jahresdurchschnitt weitgehend konstant blieben.

Das Jahr 2021 beginnt durchwachsen. Während die Auslandsnachfrage vor allen in China stark angestiegen ist, bremsen Corona-bedingt entstandene Engpässe in den Lieferketten das Wachstum des produzierenden Sektors in Deutschland. Nicht nur die Kfz-Industrie kämpft z. B. mit Engpässen bei Halbleitern und Chips. Die Erholung im Inland wird sicherlich auch davon abhängen, ob eine rasche Durchimpfung der Bevölkerung gelingt. Der Trend zur Verlagerung vom Einzelhandel hin zu Internet- und Versandhandel hat sich weiter verfestigt.

Die metallverarbeitende Industrie befindet sich nach zwei Rezessionsjahren in Folge (2019 - 4,5%, 2020 -14%) auf dem Weg der Erholung. Die konjunkturelle Entwicklung der Branche ist unseres Erachtens nur bedingt mit der Entwicklung des Gesamtsektors der stahl- und metallverarbeitenden Industrie vergleichbar. Dies liegt zum einen darin begründet, dass es sich bei den von uns hergestellten Produkten nur zu einem kleineren Teil um Investitionsgüter handelt, die im Berichtsjahr deutlich zurückhaltender bestellt wurden. Der überwiegende Teil der Steigtechnik-Produkte sind hochwertige Gebrauchsgüter für den professionellen Einsatz, die nicht nur im Bau- und Baunebengewerbe eingesetzt werden. Vor allem der Wohnungsbau konnte aber entgegen dem allgemeinen Trend in der Entwicklung deutlich zulegen.

2. Umsatz und Auftragsentwicklung

Die Günzburger Steigtechnik Munk GmbH konnte sich von der negativen Entwicklung der metallverarbeitenden Industrie der letzten beiden Jahre entkoppeln. In 2020 war aufgrund sehr guter Auftragslage, v. a. im letzten Quartal 2020 eine Steigerung der Gesamtleistung in Höhe von 4,8% gegenüber dem Geschäftsjahr 2019 zu verzeichnen.

Auch im Berichtsjahr 2020 belieferte die Günzburger Steigtechnik Munk GmbH ausschließlich den Fachhandel und dadurch schwerpunktmäßig industrielle und gewerbliche Endabnehmer. Wie in den vergangenen Jahren sehen wir auch in Zukunft weiterhin in diesem Bereich die Zielgruppe für unsere Produkte. Bestätigt wurde dies wiederum durch den 1. Platz bei der Wahl zum Partner des Fachhandels im Bereich Betriebsausstattung. Außerdem erreichten wir die beste Durchschnittsbewertung aller 121 bewerteten Unternehmen. Die Zusammenarbeit mit unseren Kompetenzzentren verläuft wie in den vergangenen Jahren erfolgreich und wird trotz der Verlagerung zum Onlinegeschäft auch künftig von hoher Bedeutung sein.

Die Marktverteilung bei Steigtechnikprodukten im Inland zwischen Fachhandel und Bau- bzw. Verbrauchermärkten wird nach den im Unternehmen bekannten Informationen unverändert auf jeweils 50 % geschätzt.

Die Umsatzentwicklung der ersten Monate des Geschäftsjahres 2021 bestätigt den Trend aus dem Berichtsjahr, trotz weiterhin großer Unsicherheiten am Markt.

3. Geschäftsergebnis

Der erneut deutliche Jahresüberschuss in Höhe von TEuro 1.633,8 bestätigt die positive Entwicklung des Unternehmens. Dazu trugen relativ konstante Beschaffungspreise und eine nahezu unveränderte Personalaufwandsquote bei. Die Gesamtleistung konnte um TEuro 1.940,0 im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden.

Die Personalaufwandsquote hat sich leicht um 0,3 Prozentpunkte erhöht. Dies ist auf eine Mehrung von Mitarbeiter/innen, vor allem im gewerblichen Bereich, zurückzuführen und natürlich auch der gesteigerten Ausbringung geschuldet.

Die bereits in den Vorjahren begonnene und im Berichtsjahr fortgeführte strategische Ausrichtung der Beschaffung auf mehr Flexibilität unter gleichzeitiger Berücksichtigung von Bezugsvorteilen wirkte sich ebenfalls vorteilhaft aus.

4. Produktion

Die Produktion umfasst Serienprodukte wie Leitern, Podeste, Fahrgerüste, berufsspezifische Leitern und Produkte der Rettungstechnik. Diese werden in einer hohen Diversifikation von annähernd 1.700 verschiedenen Artikeln gefertigt. Daneben werden Sonderlösungen nach Kundenwunsch wie z. B. Überstiege, Bühnen und Anlagen für den Bereich der Montage sowie der Instandhaltung produziert. Diese Produkte werden hauptsächlich für den industriellen Bereich konstruiert und hergestellt.

Die Gesellschaft ist nach DIN ISO 9001 ff. zertifiziert und hat im Jahr 2020 die Re-Zertifizierung genauso wie die Re-Zertifizierung für das Siegel "Made in Germany" des TÜV Nord wiederum ohne Beanstandungen bestanden.

Im Bereich des Fertigwarenvorrats wird, wie bereits in der Vergangenheit, grundsätzlich auf einen ausreichenden Bestand Wert gelegt, um die Lieferbereitschaft innerhalb kürzester Zeit gewährleisten zu können. Dabei fließen Mindestmengen, Umschlagshäufigkeit, Produktionszeit und Marktanforderungen in die Disposition mit ein.

5. Beschaffung

Bedingt durch die konsequente Anwendung unseres Qualitätsmanagement-Systems nach DIN EN ISO 9001 ff. wurden unsere Lieferanten auch im Jahr 2020 hinsichtlich der Produktqualität, Termintreue und des Kundenverhaltens überprüft und jährlich wiederum teilweise neu klassifiziert. In 2020 waren keine Versorgungsengpässe bei den von uns benötigten Roh-, Hilfs- u. Betriebsstoffen bzw. des Fertigungsmaterials zu verzeichnen, so dass die Konzentration auf Hauptlieferanten der Klasse A weiterhin möglich war. Dies wirkte sich positiv auf die Qualität der Produkte aus. Die Reklamationsrate hat sich nochmals reduziert und bleibt damit auf niedrigem Niveau.

6. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2020 wurde in diversen Bereichen des Anlagevermögens investiert. Die Zugänge im immateriellen Anlagevermögen betrugen TEuro 30,2. Sie entfielen auf den Softwarebereich. Im Sachanlagevermögen wurden TEuro 573,3 investiert. Schwerpunkt der Sachanlageninvestitionen waren die Bereiche technische Anlagen- und Maschinen, einschließlich geleisteter Anzahlungen, mit Zugängen in Höhe von TEuro 358,8 und andere Anlagen. Betriebs- und Geschäftsausstattung mit Zugängen von TEuro 206,2. Im Einzelnen wurde vor allem in Maschinen, Werkzeuge, Betriebsvorrichtungen, den Fuhrpark sowie in Büro- und Betriebsausstattung investiert.

7. Finanzierungsmaßnahmen

Über besondere Finanzierungsmaßnahmen ist nicht zu berichten. Geschäfte mit derivativen Finanzierungsinstrumenten wurden nicht getätigt. Wesentliche Teile des Fuhrparks wurden geleast. Die Thesaurierungspolitik der Vorjahre wurde fortgesetzt. Gewinne sind vollständig im Unternehmen verblieben. Die Investitionen des Geschäftsjahres wurden in vollem Umfang aus dem Cashflow finanziert.

8. Personal- und Sozialbereich

Im Geschäftsjahr 2020 war ein deutlicher Anstieg der durchschnittlichen Beschäftigtenzahl zu verzeichnen. Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich um 19,25 Personen. Der größere Zuwachs der Beschäftigten entfällt mit 14 Personen auf den gewerblichen Bereich. Im Durchschnitt 2020 waren 320,25 Mitarbeiter/innen beschäftigt.

Die Altersstruktur der Belegschaft ist ausgewogen zwischen jüngeren und älteren Mitarbeiter/innen verteilt. Somit vereinigen sich Ideen und Engagement der jüngeren mit der Erfahrung der älteren Mitarbeiter/innen.

Im Geschäftsjahr 2020 haben wiederum eine erhebliche Anzahl an Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen an internen und externen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen teilgenommen. Die Gesellschaft hat das Projekt "Campus" (innerbetriebliche Bildungsinfrastruktur) weiter ausgebaut und konnte auch im Berichtsjahr eine hohe Teilnehmerzahl in diesem Bereich verzeichnen. Die Zahl der Auszubildenden ist gegenüber dem Vorjahr annähernd gleich und liegt weiterhin auf hohem Niveau. Die konstant hohe Zahl sowie die Qualität der Ausbildung wurde auch durch die Aufnahme zu den besten Ausbildungsbetrieben in Deutschland durch das Institiut für Management und Wirtschaftsforschung (IMWF) bestätigt. Der betriebliche Unfallschutz wird laufend durch verschiedene Schulungen und Unterweisungen sowie die auf höchste Sicherheit ausgelegten Maschinen und Produktionsanlagen auf höchstem Stand gehalten.

9. Umweltschutz

Durch die überwiegende Verarbeitung von Aluminiumprofilen und Holz fallen für einen verarbeitenden Betrieb vergleichsweise wenige Schadstoffe an. Die unvermeidliche Restbelastung wird durch hoch entwickelte und moderne Systeme gefiltert und aufgefangen, die Abfälle recycelt und der Wiederverwertung zugeführt. Sonstige Abfälle werden in eigenen Containern getrennt und über Fachbetriebe dem dualen Abfallwirtschaftssystem bzw. als wieder verwertbare Rohstoffe zur erneuten Verwendung in den Kreislauf eingebracht.

Da die hergestellten Produkte größtenteils aus Aluminium bestehen, stellen diese aus heutiger Sicht nicht nur keine Gefährdung dar, sondern sind auch in Zukunft als Rohstoff wieder verwendbar.

10. Sonstige wichtige Ereignisse und Entwicklungen im Geschäftsjahr

Sonstige wichtige Ereignisse und Entwicklungen, insbesondere Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen, haben sich im Geschäftsjahr nicht ergeben. Die Gesellschafterstruktur blieb unverändert. Sehr erfreulich war die Ehrenplakette für das Unternehmen im Rahmen der Preisverleihung für den Großen Preis des Mittelstandes durch die Oskar-Patzelt-Stiftung; der Sonderpreis zeichnet die drei beeindruckendsten Unternehmen in Deutschland aus.

B. Darstellung der Lage

1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2020 hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEuro 2.591,6 erhöht. Die Anlagenintensität hat sich leicht auf 13,6% verringert (Vorjahr 16,4%). Die vom Unternehmen genutzten Grundstücke und Gebäude sind Eigentum des Besitzunternehmens. Der Anteil der Vorräte am Gesamtvermögen hat sich um 2 Prozentpunkte auf 46,1% verringert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben einen Anteil von 18,9% an der Bilanzsumme (Vorjahr 18,2%).

Das Eigenkapital hat sich in absoluten Zahlen um TEuro 1.633,8 erhöht. Die Erhöhung im Vorjahresvergleich entspricht dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft hat sich auf 58,4% verbessert (Vorjahr 57,7%). Die Rückstellungen haben sich um TEuro 640,0 erhöht. Die Zunahme entfällt im Wesentlichen auf Pensions- und Steuerrückstellungen. Die Verbindlichkeiten haben sich um insgesamt TEuro 317,8 auf insgesamt TEuro 2.309,4 erhöht. Der rechnerische Verschuldungsgrad hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2,2 Prozentpunkte auf 71,3% reduziert.

2. Finanzlage

Die Gewinne wurden erneut vollständig im Unternehmen belassen. Die Gesellschaft war stets in der Lage, alle Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Die Finanzierungen der laufenden Geschäfte sowie der Investitionen waren zu jeder Zeit sichergestellt; sie erfolgten aus dem Cash-flow . Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr eingeräumte Skonti in vollem Umfang in Anspruch genommen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 bestanden, wie im Vorjahr, keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die Finanzlage der Gesellschaft weist bei einschlägigen Finanzierungskennzahlen erneut Verbesserungen gegenüber dem Vorjahr auf. Die Anlagendeckung 1 beträgt zum 31. Dezember 2020 430,5% (Vorjahr 351,2%). Das Working Capital hat sich im Vorjahresvergleich um TEuro 2.136,5 erhöht.

Die Liquidität 1. Grades betrug 103,6% (Vorjahr 82,7%). Die Gesellschaft verfügte am Bilanzstichtag über liquide Mittel von TEuro 3.867,0 (Vorjahr TEuro 2.597,0). Dies entspricht 20,7% der Bilanzsumme (Vorjahr 16,1%).

3. Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2020 wurde mit einem Jahresüberschuss von TEuro 1.633,8 abgeschlossen (Vorjahr TEuro 1.983,6). Die Gesamtleistung erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 4,8%. Die Eigenkapitalrentabilität belief sich im Geschäftsjahr 2020 auf 15,0% (Vorjahr 21,4%). Die Gesamtkapitalrentabilität betrug 9,3% (Vorjahr 13,0%). Im Vorjahr hatten Sondereffekte im Bereich des Finanzergebnisses wesentlichen Einfluss.

C. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

1. Voraussichtliche Entwicklung

Für das Jahr 2021 rechnet die Bundesregierung mit einer Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandproduktes (BIP) um 3,0%.

Wir erwarten für das laufende Geschäftsjahr eine differenzierte Situation. Die ersten Monate verliefen noch erfreulich, jedoch schlagen im Laufe des zweiten Quartals stark gestiegene Rohstoffpreise für fast alle benötigten Produktionsmaterialien durch. Ferner wird es zunehmend schwieriger, Rohmaterial in ausreichender Menge termingerecht zu beschaffen, damit die Lieferfähigkeit aller Artikel aufrechterhalten bleibt. Futures werden an der Rohstoffbörse LME erst mit Fristigkeit von 12 bis 15 Monaten ähnlich dem früheren Preisniveau gehandelt. Das deutet darauf hin, dass der Markt erst mittelfristig mit wieder sinkenden Preisen rechnet. Entsprechend gehen wir davon aus, dass die Rohstoffpreise bis auf Weiteres hoch bleiben und evtl. sogar mit Wartezeiten in einzelnen Fällen gerechnet werden muss.

Unter diesen Umständen sind Prognosen sehr schwierig. Die Zahlen der ersten Monate des laufenden Geschäftsjahres deuten auf eine Umsatzsteigerung hin. Die weitere Entwicklung lässt sich insbesondere auf Grund der gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten und der stark gestiegenen Nachfrage bei den Rohstoffen allerdings nur schwer prognostizieren. In vielen Bereichen des Wirtschaftslebens sind im Zuge der wieder anspringenden Wirtschaft Preissteigerung zu verzeichnen. Nach Abklingen der Corona-Pandemie und dem Auslaufen der staatlichen Unterstützungsmaßnahmen ist mit Unternehmensaufgaben und Insolvenzen zu rechnen, welche sich auch auf den Absatzmarkt des Unternehmens auswirken können.

Unter der Voraussetzung, dass der Absatzmarkt zumindest eine teilweise Weitergabe von stark gestiegenen Rohstoffpreisen weitestgehend akzeptiert, die Versorgung mit Produktionsmaterial ununterbrochen gewährleistet ist und vor allem kein nochmaliger Lookdown im weiteren Verlauf des Jahres beschlossen wird, erwarten wir ein im Vergleich zum Berichtsjahr etwas niedrigeres Jahresergebnis.

2. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Durch die in den vergangenen Jahren geschaffenen Alleinstellungsmerkmale "Leiternschuh nivello® - die neue Generation", "15 Jahre Qualitätsgarantie", die in den letzten Jahren eingeführten Verbesserungen unserer Produkte im ergonomischen Bereich ('rollbar-Traversen', ergo-pad®) sowie die in jüngerer Zeit eingeführten "clip-step und clip-step R13"-Trittauflage mit hoher Rutschhemmung für Stufenleitern bzw. das Pendant "Sprossen-safe R13" für Sprossenleitern, unterscheidet sich die Günzburger Steigtechnik auch wie bereits in den vergangenen Jahren deutlich von den Wettbewerbern. Zusätzlich haben wir im vergangenen Jahr das Ein-Personen-Gerüst "FlexxTower", die kleinen Hubbühnen "FlexxLift", das Neuprogramm einer Stufenmehrzweckleiter sowie weitere Detaillösungen entwickelt. Vergleichbare Produkte werden am Markt bisher so nicht angeboten. Weitere Neuheiten sind auch für das Jahr 2021 in Arbeit. Wir erwarten gute Chancen für den Absatz an den Märkten.

Im personellen Bereich sehen wir uns trotz des in Teilen bestehenden Fachkräftemangels gut aufgestellt. Das Unternehmen ist für potentielle Interessenten eine attraktive Adresse. Bislang konnten für die zu besetzenden Stellen zumeist geeignete Mitarbeiter gewonnen werden. Aus- und Weiterbildung im Unternehmen bleiben weiter ein zentraler Teil der Personalpolitik, auf den auch künftig großer Wert gelegt wird. Dazu werden Maßnahmen im Bereich Schulung und Entwicklung im Projekt "Campus" gebündelt und koordiniert um Mitarbeiter gezielt zu fördern. Zudem erkannte das Unternehmen bereits früh die Notwendigkeit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und entwickelte geeignete Maßnahmen in diesem Bereich. Die Integration von Flüchtlingen wurde im Berichtsjahr nochmals forciert und hat sich positiv in der Beschäftigungssituation ausgewirkt.

Aufgrund der stark gestiegenen Rohstoffpreise sehen wir für den Rest des Jahres 2021 der Notwendigkeit ins Auge, zumindest einen Teil an unsere Kunden weiterzugeben zu müssen.

Das Eintreten einer Zinswende kann aufgrund ansteigender Wirtschaftsleistung bei gleichzeitig an vielen Stellen zu beobachtenden Preissteigerungen mittelfristig nicht mehr ausgeschlossen werden. Aufgrund der hohen Eigenkapitalquote und der Tatsachen, dass das Unternehmen keine Schulden bei Kreditinstituten hat, sehen wir hierin keine unmittelbare Gefahr für das Unternehmen.

Wesentliche Risiken für die künftige Geschäftsentwicklung und Risiken die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar.

D. Sonstige Angaben

1. Verwendung von Finanzinstrumenten

Aufgrund der Liquiditätslage der Gesellschaft sind keine Finanzierungsengpässe zu erwarten. Preiserhöhungen seitens unserer Lieferanten werden wir zumindest in Teilen an unsere Abnehmer weiter geben müssen. Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsschwankungen sind aber auch aufgrund ausreichender flüssiger Mittel und einer nochmals gestiegenen Eigenkapitalquote nicht erkennbar. Die Verwendung von Finanzierungsinstrumenten, insbesondere in Gestalt von Sicherungsgeschäften, erscheint derzeit noch nicht erforderlich. Das Unternehmen behält jedoch die Entwicklung und entsprechende Maßnahmen im Auge.

2. Forschung und Entwicklung

Im Berichtsjahr wurden wieder einige Produkte sowohl im Serienbereich als auch für die Sonderfertigung weiter entwickelt. Der Bereich der Produktentwicklung wird auch künftig einen hohen Stellenwert haben. Einige technische Innovationen wurden wiederum patentrechtlich geschützt. Die Gesellschaft beteiligt sich weiterhin an Forschungsprojekten und Netzwerken zum Thema Digitalisierung und Arbeitswelt 4.0. Damit wappnet sich das Unternehmen für zukünftige Herausforderungen.

3. Bestehende Zweigniederlassungen der Gesellschaft

Die Gesellschaft unterhält derzeit keine Zweigniederlassungen.

 

Günzburg, den 11. Juni 2021

Ferdinand Munk, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen 2.537.747,20 2.645.380,56
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 94.823,00 162.604,50
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 94.823,00 161.904,50
2. geleistete Anzahlungen 0,00 700,00
II. Sachanlagen 2.266.795,01 2.306.646,87
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 241.991,50 262.784,50
2. technische Anlagen und Maschinen 1.175.765,50 1.095.308,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 849.038,01 772.636,01
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 175.918,36
III. Finanzanlagen 176.129,19 176.129,19
1. Beteiligungen 176.129,19 151.129,19
2. sonstige Ausleihungen 0,00 25.000,00
B. Umlaufvermögen 16.019.548,53 13.271.857,89
I. Vorräte 8.613.661,73 7.740.540,14
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.337.195,59 1.366.938,39
2. fertige Erzeugnisse und Waren 7.232.300,21 6.286.151,46
3. geleistete Anzahlungen 44.165,93 87.450,29
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.538.877,56 2.934.304,47
1. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 224.303,85 1.851.675,55
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.314.573,71 1.082.628,92
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 3.047.831,44 280.946,85
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.867.009,24 2.597.013,28
C. Rechnungsabgrenzungsposten 149.291,18 197.715,40
Bilanzsumme, Summe Aktiva 18.706.586,91 16.114.953,85

Passiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Eigenkapital 10.923.817,34 9.290.005,25
I. gezeichnetes Kapital 51.129,19 51.129,19
II. Gewinnvortrag 9.238.876,06 7.255.274,02
III. Jahresüberschuss 1.633.812,09 1.983.602,04
B. Rückstellungen 5.473.414,62 4.833.390,92
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.029.489,44 3.682.854,31
2. Steuerrückstellungen 344.467,00 138.621,00
3. sonstige Rückstellungen 1.099.458,18 1.011.915,61
C. Verbindlichkeiten 2.309.354,95 1.991.557,68
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 124.575,59 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 124.575,59 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 474.549,89 479.708,64
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 474.549,89 479.708,64
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 21.077,20 18.879,95
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 21.077,20 18.879,95
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.689.152,27 1.492.969,09
davon aus Steuern 909.960,01 723.966,83
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 76.734,23 113.335,40
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.689.152,27 1.492.969,09
Bilanzsumme, Summe Passiva 18.706.586,91 16.114.953,85

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1. Umsatzerlöse 42.247.045,43 40.216.738,28
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 534.165,04 624.465,84
3. sonstige betriebliche Erträge 499.051,85 386.572,09
4. Materialaufwand 19.924.319,54 19.751.244,50
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 17.294.352,41 16.228.756,43
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.629.967,13 3.522.488,07
5. Personalaufwand 15.952.283,33 15.098.746,65
a) Löhne und Gehälter 12.803.285,46 12.104.969,32
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.148.997,87 2.993.777,33
davon für Altersversorgung 302.161,87 349.115,55
6. Abschreibungen 680.307,55 714.738,36
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 680.307,55 714.738,36
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.230.659,81 3.986.508,67
davon Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB 24.312,13 24.312,13
8. Erträge aus Beteiligungen 0,00 1.000.000,04
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 41.171,15 11.633,26
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 104.648,96 109.618,09
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag 762.755,08 562.023,71
12. Ergebnis nach Steuern 1.666.459,20 2.016.529,53
13. sonstige Steuern 32.647,11 32.927,49
14. Jahresüberschuss 1.633.812,09 1.983.602,04

Anhang

Angaben gemäß § 264 Abs. 1a HGB

Firma: Günzburger Steigtechnik Munk GmbH

Sitz: Günzburg

Registergericht: Memmingen

Registernummer: HRB 2024

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist verpflichtet, einen Jahresabschluss unter Beachtung der für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften zu erstellen. Sie weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 3 HGB auf. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Abweichungen in der Darstellungsform aufeinander folgender Jahresabschlüsse sind nicht gegeben. Angaben zu notwendig gewordenen betragsmäßigen Anpassungen von Abschlussposten des Vorjahres und zur betragsmäßigen Unvergleichbarkeit von Abschlussposten des laufenden Geschäftsjahres mit denen des Vorjahres sind nicht veranlasst. Ergänzungen des Jahresabschlusses um für zusätzlich vorhandene Geschäftszweige vorgesehene Gliederungen sind nicht erforderlich. Abschlussposten sind nicht aus Gründen der Klarheit zusammengefasst worden. Besondere Umstände, auf Grund derer der Jahresabschluss trotz Beachtung der GoB kein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt, liegen nicht vor.

In Aufbau und Gliederung folgen Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt (§ 275 Abs. 2 HGB).

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des HGB. Sie wurden stetig angewendet. Für steuerliche Zwecke wurde eine gesonderte Steuerbilanz erstellt. Bewertungserhebliche Umstände nach dem Abschlussstichtag sind nicht bekannt geworden.

Anlagevermögen

Die Vermögensgegenstände des immateriellen Anlagevermögens und des Sachanlagevermögens wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen wurden planmäßig, unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der einzelnen Vermögensgegenstände, unter Beachtung der allgemeinen Abschreibungsgrundsätzen berechnet. Bei Zugängen nach dem 31. Dezember 2010 wurde ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Die Abschreibungen wurden bei Anlagenzugängen und noch nicht vollständig abgeschriebenen Anlagenabgängen zeitanteilig berechnet. Die Zugänge an Geringwertigen Wirtschaftsgütern wurden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens wurden ebenfalls mit den Anschaffungskosten bewertet.

Umlaufvermögen

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren und geleistete Anzahlungen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet, fertige und unfertige Erzeugnisse mit den Herstellungskosten. Kosten gem. § 255 Abs. 2 S. 3 HGB und Zinsen für Fremdkapital sind nicht in die Herstellungskosten einbezogen worden. Im Wert geminderte Posten mussten mit niedrigeren beizulegenden Werten bewertet werden. Es handelte sich um voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Gründe die Wertberichtigungen erforderlich machen würden, waren nicht erkennbar.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit den Anschaffungskosten (Nennbeträgen) bewertet.

Aktive Rechnungsabgrenzung

Die Aktive Rechnungsabgrenzung betrifft transitorische Abgrenzungsposten.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen wurden für vertragliche Versorgungsansprüche, nach versicherungsmathematischen Grundsätzen, mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbeträgen bewertet.

Die Erfüllungsbeträge wurden gemäß den Vorschriften des § 253 Abs. 1 S. 2 HGB und unter Beachtung der IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung "Handelsrechtliche Bilanzierung von Altersversorgungsverpflichtungen" des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW RS HFA 30 vom 16.12.2016) ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden im versicherungsmathematischen Gutachten die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck herangezogen. Als Berechnungsverfahren wurde das versicherungsmathematische Teilwertverfahren angewendet.

In Fällen, in denen eine Hinterbliebenenanwartschaft zugesagt ist, wurde diese nach der sogenannten kollektiven Methode bewertet.

Bei den Pensionszusagen handelt es sich um betragsmäßige Festzusagen. Die Rentenanpassungen wurden gemäß den in den Einzelfällen getroffenen Zusagen mit berücksichtigt. Fluktuationswahrscheinlichkeit und Anwartschaftstrend wurden mit 0,00% erfasst. Für den Abzinsungssatz wurde gemäß § 253 Abs. 2 i.V.m. § 253 Abs. 6 HGB der durchschnittliche Marktzinssatz von 2,30% aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren verwendet. Hierbei wurde nach der Vereinfachungsregelung pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Die Marktzinssätze werden von der Deutschen Bundesbank entsprechend der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) ermittelt und bekannt gegeben. Diese gewählte Vereinfachungsregelung ist nach dem Grundsatz der Bewertungsstetigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB) künftig unverändert anzuwenden.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die zu erwartende Nachzahlung für den Veranlagungszeitraum 2020.

Die Sonstigen Rückstellungen wurden so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen der Gesellschaft Rechnung tragen. Sie wurden mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen bewertet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.

III. Angaben zu den Posten der Bilanz

Angaben zur Aktivseite

1. Anlagevermögen

Bezüglich der Aufgliederung der Anlagepositionen und ihrer Entwicklung verweisen wir auf den Anlagenspiegel, der dem Jahresabschluss als Anlage zum Anhang beigefügt wurde.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Art der Forderung zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2020 TEuro kleiner 1 Jahr
TEuro
größer 1 Jahr
TEuro
gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsver. 224,3 224,3 0,0
sonstige Vermögensgegenstände 3.314,6 266,8 3.047,8
Summe 3.538,9 491,1 3.047,8

Die Forderungen gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer 1 Jahr betreffen gewährte Darlehen.

Angaben zur Passivseite

1. Eigenkapital

In Höhe des Unterschiedsbetrages gem. § 253 Abs. 6 HGB von TEuro 490,1 besteht eine Ausschüttungssperre.

2. Rückstellungen

Art der Rückstellung Stand zum 31.12.2020
TEuro
Stand zum 31.12.2019
TEuro
Änderung ggü. d. Vorjahr
in TEuro
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.029,5 3.682,9 346,6
Pensionsrückstellungen 4.029,5 3.682,9 346,6
Steuerrückstellungen 344,5 138,6 205,9
Gewerbesteuer 84,8 138,6 -53,8
Körperschaftsteuer 259,6 0,0 259,6
Sonstige Rückstellungen 1.099,5 1.011,9 87,6
für Personalkosten 646,5 624,5 22,0
Gewährleistung 331,3 308,1 23,2
Abschluss- und Prüfungskosten 18,9 18,9 0,0
sonstige Rückstellungen 57,4 60,4 -3,0
Rückstellungen gesamt 5.473,5 4.833,4 640,1

Die auf Grund des Wahlrechts gem. Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB nicht ausgewiesenen Verpflichtungen für Pensionen betragen TEuro 97,3.

Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEuro 490,1.

Der Zinsanteil der Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen betrug TEuro 102,1.

Die Rückstellungen für Personalkosten beinhalten Verpflichtungen aus Urlaubs- und Zeitguthaben der Mitarbeiter sowie Tantiemeverpflichtungen.

3. Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2020 TEuro kleiner 1 J.
TEuro
1 bis 5 J.
TEuro
größer 5 J.
TEuro
erhaltene Anzahlungen 124,6 124,6 0,0 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 474,5 474,5 0,0 0,0
gegenüber beteiligten Unternehmen 21,1 21,1 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 1.689,2 1.689,2 0,0 0,0
Summe 2.309,4 2.309,4 0,0 0,0

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen von Waren bestanden die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet als Gesamtschuldnerin, neben der Günzburger Steigtechnik GmbH und der FM Holding GmbH & Co. KG, mit 50%iger haftungsmäßiger Unterbeteiligung der Bayern LB, für ein Darlehen (LfA) an die ehemalige Munk Betriebsverpachtung e.K.. Herr Ferdinand Munk hat im Wege der Ausgliederung zur Aufnahme sein Einzelunternehmen zum 1. Januar 2017 auf die FM Holding GmbH & Co. KG übertragen. Der Darlehensstand am 31.12.2020 betrug TEuro 1.793,4.

Mit einer Inanspruchnahme der Gesellschaft wird aus heutiger Sicht, auf Grund der Vermögens-, Ertrags- und Liquiditätslage des Gläubigers, nicht gerechnet.

Die Gesellschaft wurde ferner für ein Darlehen der Postbank AG an die FM Leipheim GmbH & Co. KG neben der Darlehensnehmerin, der Günzburger Steigtechnik GmbH und der FM Holding GmbH & Co. KG, gesamtschuldnerisch mitverpflichtet. Der Darlehensstand zum 31.12.2020 betrug TEuro 896,0. Mit einer Inanspruchnahme der Gesellschaft wird aus heutiger Sicht nicht gerechnet.

IV. Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) erstellt.

Die Gesellschaft hat neben der Produktfertigung keine anderen Tätigkeitsbereiche.

Die Umsatzerlöse entfallen in Höhe von T€ 41.774,6 auf den Inlandsmarkt und in Höhe von T€ 472,5 auf einen Mitgliedstaat der EU.

V. Sonstige Angaben

1. Angaben zu Beteiligungen gem. § 285 Nr. 11 HGB

Die Gesellschaft ist zu 50 v.H. am Stammkapital der Günzburger Steigtechnik GmbH, mit Sitz in Günzburg, beteiligt. Das Beteiligungsunternehmen hat die Funktion einer Vertriebsgesellschaft für die Produkte der Gesellschaft.

Jahresüberschuss 2020 der Günzburger Steigtechnik GmbH TEuro 1.104,4

Eigenkapital zum 31.12.2020 der Günzburger Steigtechnik GmbH TEuro 2.905,7

Die Angaben zu den weiteren Beteiligungen unterbleiben, weil sie für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind.

2. Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2020 waren durchschnittlich 320,25 Personen (Vorjahr: 301,00 Personen) beschäftigt, die sich wie folgt aufteilen:

Geschäftsjahr 2020 (Vorjahr)
Angestellte (kfm./tech.) 110,50 105,25
(davon Aushilfen) (0,00) (0,00)
gewerbliche Mitarbeiter 209,75 195,75
(davon Aushilfen) (19,00) (19,00)
320,25 301,00

3. Mitglieder der Geschäftsführung der Gesellschaft

Geschäftsführer der Gesellschaft waren, während des gesamten Geschäftsjahres 2020, Herr Ferdinand Munk, 89312 Günzburg und Herr Leopold Munk, 89312 Günzburg. Angaben über Gesamtbezüge gem. § 285 Nr. 9a HGB unterbleiben gem. § 286 Abs. 4 HGB. Angaben gem. § 285 Nr. 9b HGB waren nicht veranlasst.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Finanzielle Verpflichtungen, außer den in der Bilanz dargestellten Verpflichtungen, ergeben sich aus dem Pacht- und Betriebsüberlassungsvertrag mit dem Besitzunternehmen FM Holding GmbH & Co. KG mit Sitz in Günzburg. Dieser Vertrag und Mietverträge lassen künftige jährliche Verpflichtungen von ca. 1.766,0 TEuro erwarten.

Die Laufzeit des Pacht- und Betriebsüberlassungsvertrages verlängert sich seit 31. Dezember 1999, wenn nicht mit einer Frist von 1 Jahr zum Jahresende gekündigt wird, jeweils um weitere 3 Jahre.

Weitere finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus den am Bilanzstichtag bestehenden Leasingverträgen über Fahrzeuge und Stapler in Höhe von insgesamt ca. 192,8 TEuro.

Aus den abgeschlossenen Verträgen über den Bezug von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ergaben sich am Bilanzstichtag Verpflichtungen in Höhe von insgesamt ca. 4.643,2 TEuro.

5. Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers für die Abschlussprüfungsleistungen beträgt T€ 18,9. Über andere Leistungen ist nicht zu berichten.

6. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Über besondere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres, wie den Erwerb von Beteiligungen und besondere Investitionen ist nicht zu berichten.

Unterzeichnung des Jahresabschlusses

Gemäß §§ 242 und 264 i.V. § 245 HGB hat die Geschäftsführung der Gesellschaft den Jahresabschluss aufzustellen und zu unterzeichnen.

 

Günzburg, den 11. Juni 2021

Ferdinand Munk, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2020
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2020
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 610.792,48 30.242,96 3.652,08 0,00 637.383,36
geleistete Anzahlungen 700,00 0,00 700,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 611.492,48 30.242,96 4.352,08 0,00 637.383,36
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 833.855,38 8.301,25 0,00 37.800,00 879.956,63
technische Anlagen und Maschinen 5.058.744,28 143.243,31 71.643,48 186.041,36 5.316.385,47
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.737.783,79 206.172,74 296.556,01 167.665,93 3.815.066,45
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 175.918,36 215.588,93 0,00 -391.507,29 0,00
Summe Sachanlagen 9.806.301,81 573.306,23 368.199,49 0,00 10.011.408,55
Finanzanlagen
Beteiligungen 151.129,19 0,00 0,00 25.000,00 176.129,19
sonstige Ausleihungen 25.000,00 0,00 0,00 -25.000,00 0,00
Summe Finanzanlagen 176.129,19 0,00 0,00 0,00 176.129,19
Summe Anlagevermögen 10.593.923,48 603.549,19 372.551,57 0,00 10.824.921,10
kumulierte Abschreibungen 01.01.2020
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2020
EUR
Buchwert 31.12.2020
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 448.887,98 97.321,96 3.649,58 542.560,36 94.823,00
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 448.887,98 97.321,96 3.649,58 542.560,36 94.823,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 571.070,88 66.894,25 0,00 637.965,13 241.991,50
technische Anlagen und Maschinen 3.963.436,28 248.120,67 70.936,98 4.140.619,97 1.175.765,50
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.965.147,78 267.970,67 267.090,01 2.966.028,44 849.038,01
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 7.499.654,94 582.985,59 338.026,99 7.744.613,54 2.266.795,01
Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 176.129,19
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 176.129,19
Summe Anlagevermögen 7.948.542,92 680.307,55 341.676,57 8.287.173,90 2.537.747,20

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 11.06.2021 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Günzburger Steigtechnik Munk GmbH, Günzburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Günzburger Steigtechnik Munk GmbH, Günzburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Günzburger Steigtechnik Munk GmbH, Günzburg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Ulm, den 11. Juni 2021

Dr. Werdich Wirtschaftstreuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Prof. Dr. Hans Werdich, Wirtschaftsprüfer

Alexander Grohe, Wirtschaftsprüfer

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