Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 540341
Eingetragen
22.5.1979
Branche
Großhandel mit elektrischen HaushaltsgerätenGroßhandel mit nicht elektrischen Haushaltsgeräten, Haushaltswaren aus Metall sowie sonstigen Gebrauchs- und Verbrauchsgütern a. n. g.Großhandel mit Werkzeugen und Kleineisenwaren
Gegenstand
Import sowie Groß- und Einzelhandel mit Haushalts-, Geschenk- und Gartenartikeln

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Kasper
seit 24.1.2024
Geschäftsführer
Florian Biegert
seit 24.1.2024
Prokura
Marcel Michalek
seit 10.8.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Lang Holding GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Lang Holding GmbH
Germany
250.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Keck & Lang GmbH

Böhmenkirch

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

- Keck & Lang GmbH

A. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmendaten 2023

Im Jahr 2023 zeigt der Handel im Haushaltswarenbereich eine gemischte Entwicklung, die von gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmendaten geprägt ist. Trotz einer moderaten Konjunkturerholung und stabiler Beschäftigungszahlen blieb das Konsumklima aufgrund von Inflationsängsten und steigenden Energiekosten gedämpft. Dies führte zu einer gewissen Zurückhaltung bei den Konsumausgaben, insbesondere im Haushaltswarenbereich, wo die Nachfrage nach langlebigen Konsumgütern leicht rückläufig war. Gleichzeitig sah sich die Branche mit erhöhten Kosten für Logistik und Rohstoffe konfrontiert, was die Margen unter Druck setzte.

B. Geschäftsverlauf der Gesellschaft

Der Geschäftsverlauf im Wirtschaftsjahr 2023 wurde vor allem von der Zurückhaltung der Konsumenten geprägt, welche einerseits durch die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiekrise sowie der anhaltenden Inflation und andererseits durch die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen, entstanden sind. Die ersten Monate des Jahres blieben allesamt hinter dem ambitionierten, wenn auch erreichbaren Umsatzplan. In den generell eher schwachen Vorsommermonaten wurde in keinem Monat das Umsatzziel erreicht. Auch in den traditionell starken Herbst- bzw. Wintermonaten samt des Weihnachtsgeschäfts, konnten die Ziele nicht erreicht werden, sodass das Jahr insgesamt das Umsatzziel verfehlte. Auch der Umsatzwert des Vorjahres konnte nicht übertroffen werden.

Der aus dem Jahr 2022 resultierende hohe Warenbestand konnte trotz der schwächeren Umsatzzahlen kontinuierlich bis zum Jahresende auf ein stabiles Maß gesenkt werden. Dies gelang vor allem durch eine gute Analyse der Auftragseingänge zu Jahresbeginn, wodurch man das Einkaufsverhalten rechtzeitig an den Umsatz anpassen und den Warenbestand dadurch noch deutlich verringern konnte.

Die Materialaufwandsquote hat sich aufgrund der Optimierung des Einkaufsverhaltens und einer daraus resultierenden Senkung der Anschaffungsnebenkosten deutlich im Berichtszeitraum um 0,63 % Punkte reduziert. Auch die gesteigerten Sonderanschaffungsnebenkosten die in 2022 zu einer erhöhten Materialaufwandsquote geführt haben (Suezkanal, etc.), fielen in der Form und Höhe im Berichtsjahr nicht mehr an.

Die Personalkosten blieben insgesamt auf Planniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben trotz Preiserhöhungen in allen Bereichen durch stetige Analyse und realisierte Einsparungen die jeweiligen Kostenpläne nicht überschritten. Diese konnten sogar teilweise unterschritten werden. Die Marketingkosten trugen bedingt durch einen Messeauftritt auf der größten deutschen Messe für Home & Living (Ambiente) zu deutlichen Mehrkosten bei.

Die mit den Kunden vereinbarten Zahlungsziele blieben vergleichbar zum Vorjahr.

Die tatsächliche Inanspruchnahme der Zahlungsziele der Kunden erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr leicht von durchschnittlich 46,54 Tagen in 2022 auf 55,21 Tagen in 2023.

Die Kundenforderungen verringerten sich zum 31.12.2023 auf TEUR 2.995 gegenüber TEUR 3.811 im Vorjahr, was maßgeblich den, im Vergleich zum Vorjahr, umsatzschwächeren zwei letzten Monaten des Jahres geschuldet ist.

Die Vorräte an fertigen Erzeugnissen und Waren verringerten sich von TEUR 10.526 um TEUR 2.440 auf TEUR 8.086.

Die Anzahl der Mitarbeiter verringerte sich von 87 Mitarbeitern zum 31.12.2022 auf 86 Mitarbeiter im Jahr 2023. Die darin enthaltene Anzahl Auszubildender und dualer Studenten blieb bei 3 Personen bestehen.

Das Jahr 2023 wurde neben den schwierigen Rahmenbedingungen von einem Übergang der Geschäftsführung begleitet, welcher im August stattfand. Eine Interimsgeschäftsführung bestehend aus zwei Prokuristen und dem Leiter des Finanzmanagements löste den bisherigen Geschäftsführer ab.

C. Lage der Gesellschaft

2023
Ertragslage Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Betriebsergebnis -299 1 -301 -23311,0%
Zinsergebnis -324 -146 -178 -122,1%
Steuerergebnis -28 15 -43 -292,5%
Jahresergebnis -595 -159 -436 -273,7%
EBT -623 -144 -478 -331,3%
EBIT -299 1 -301 -23311,0%
EBITDA -99 328 -427 -130,1%
2023
Finanzlage Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR/% TEUR/% TEUR/% %
Eigenkapital 5974 6569 -595 -9,1%
Eigenkapitalquote 43,28% 39,80% 3,48% 8,8%
Eigenkapitalrendite -9,95% -2,42% -7,53% -310,9%
Verb. ggü. Kreditinstituten 5377 6800 -1.423 -20,9%
2023
Finanzlage Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR/% TEUR/% TEUR/% %
Anlagendeckungsgrad 998,69% 1232,96% -234,27% -19,0%
Investition 266 243 23 9,4%
Working Capital 7154 8309 -1.155 -13,9%

Die Bilanzsumme verringerte sich um TEUR 2.702 auf TEUR 13.802 gegenüber TEUR 16.504 in 2022. Ursächlich hierfür war maßgeblich die Verringerung des Vorratsvermögens um TEUR 2.440 von TEUR 10.526 in 2022 auf TEUR 8.086.

Das Anlagevermögen hat sich gegenüber 2022 von TEUR 533 auf TEUR 598 um TEUR 65 erhöht. Der Investitionsbetrag wurde von TEUR 243 in 2022 auf TEUR 266 erhöht, während die Abschreibungen sich mit rund TEUR 201 um TEUR 126 zum Vorjahr veränderten (TEUR 327).

2023
Liquiditätslage Geschäftsjahr
%
Vorjahr
%
Veränderung
%
Liquiditätsgrad 1 23,01 13,00 76,95%
Liquiditätsgrad 2 72,95 66,33 9,99%
Liquiditätsgrad 3 207,79 208,09 -0,15%

D. Voraussichtliche Entwicklung und wesentliche Risiken und Chancen der Gesellschaft

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten und makroökonomischen Risiken machen einen Ausblick für das Gesamtjahr 2024 schwierig. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten für 2024 keine Steigerung des Gesamtwirtschaftswachstums beim BIP, wobei eher ein geringer Rückgang über das ganze Jahr gesehen prognostiziert wird. Ende 2024 konnte sich das BIP somit wieder auf dem Niveau von 2019 stabilisieren, unmittelbar bevor die Corona-Pandemie ausbrach. Die meisten Experten rechnen damit, dass die Inflation in 2024 wieder sinken soll, während die Kaufkraft der Konsumenten wieder zunehmen wird. Es wird davon ausgegangen, dass Löhne in 2024 um 4 bis 5% und die privaten Konsumausgaben um 1 bis 2% zunehmen werden.

Home & Living Accessoires Entwicklung

Die Branchenentwicklung im Jahr 2024 für den Bereich Home & Living wird nach den Pandemiejahren und anschließender guter Nachfrage insbesondere im Onlinehandel und im Internationalen Handel weiterhin von einer gewissen Sättigung, gepaart mit schwindender Kaufkraft, geprägt. Weiterhin führt eine eher schwache Konsumneigung und eine Ausgabenumverteilung im ersten Quartal 2024 zu stagnierenden Auftragseingängen. Für das Gesamtjahr 2024 ist von einer sich nur kaum verbessernden Nachfrage- und Umsatzsituation gegenüber 2023 auszugehen.

Entwicklung Keck & Lang GmbH

Grundsätzlich unterliegt das Unternehmen den Gesetzmäßigkeiten der Branchenentwicklung. Die Gesellschaft hat bereits Ende 2023 neue Impulse gesetzt, um die nächsten Geschäftsjahre entgegen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erfolgreicher gestalten zu können. Vor allem in den Bereichen Umsatzsteigerung, Neukundengewinnung und in der Erschließung neuer Geschäftsfelder, wird von einer Verbesserung ausgegangen. Allerdings werden diese Effekte erst Ende 2024 und darüber hinaus spürbar sein. Die Geschäftsleitung geht aufgrund der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und ausgeprägter Konsumzurückhaltung davon aus, dass das erste Halbjahr eine zurückhaltende Umsatzentwicklung zeigen und erst im zweiten Halbjahr ein etwas kräftigeres Wachstum sichtbar werden wird. Das geplante Wachstum verteilt sich anteilig ähnlich stark auf Inland, Ausland und die digitalen Kanäle, wobei der Fokus vor allem auf der Erschließung neuer Kundengruppen liegen wird. Übergeordnete Ziele sind im kommenden Jahr und unabhängig vom herrschenden Marktumfeld die Margenverbesserung, Wachstum im Digital Business sowie über alle Kanäle hinweg Marktanteile zu gewinnen.

Das Unternehmen setzt auch in 2024 die Umsetzung der neuen Markenstrategie und Ausrichtung an wichtigen Zukunftszielgruppen für die Keck & Lang GmbH konsequent fort. Weiterhin lässt sich aufgrund der sehr positiven Entwicklung von neuen Flächenpartnerschaften bei Handelspartnern absehen, dass die neue Ausrichtung zu einer weiterhin verbesserten Markenwahrnehmung und höherer Begehrlichkeit sowohl gegenüber Handelskunden als auch bei Endverbrauchern führen wird. Weitere Anpassungen bieten neue verschiedene Möglichkeiten bei der Auswahl der Warenträger im Handel, um diese sowohl für den Kunden als auch für die Keck & Lang GmbH rentabler zu gestalten.

Im Rahmen des Risiko-Managements stehen in 2024 folgende zentrale Themen im Fokus:

1. Beschaffung, Warenverfügbarkeit und Kalkulationsrisiko in den Beschaffungspreisen

Weiterhin weisen die Lieferketten eine Stabilität annähernd dem Niveau von 2019/2020 auf, was eine kontinuierliche, planbare Wiederbeschaffung zulässt. Das Ziel, die Vorräte weiter zu senken und die Beschaffung weiter zu optimieren, hat im Hinblick auf die Liquiditätssicherung oberste Priorität. Dennoch bleiben geopolitische Verwerfungen weiterhin ein Risiko auch für das laufende Geschäftsjahr. Eine Veränderung der aktuellen Situation durch eine Verschärfung des Ukraine Konflikts, des Gaza-Konflikts oder das Aufflammen eines Taiwan-Konflikts würden unweigerlich wieder zu Belastungen in der Beschaffung und in den Lieferketten führen. Aufgrund der Angriffe von Huthi-Rebellen auf Containerschiffe in Richtung des Suez-Kanals haben die Reedereien ihre Schifffahrtsrouten anpassen müssen. Statt den Suez-Kanal zu nutzen um Europa zu erreichen, müssen die Containerschiffe seit Beginn des Jahres das Kap der Guten Hoffnung umfahren, um eine sichere Passage zu gewährleisten. Die damit verbundenen längeren Fahrtzeiten führen zu erhöhten Kosten und könnten zu einer weiteren Knappheit bei Containern führen. Dies muss im weiteren Jahresverlauf genau beobachtet und im Wareneinkauf berücksichtigt werden. Die Absicherung dieser Risiken ist nur begrenzt möglich. Eine effektive Risikominimierung erfolgt durch Transportverträge, eine ausgewogene Beschaffungsplanung und den Aufbau strategischer Partnerschaften als wichtige Bestandteile der Lieferantensteuerung.

2. Allgemeine Kostensteigerungen

Im Laufe des Jahres ist damit zu rechnen, dass allgemeine Preissteigerungen, insbesondere im Transport- und Lagerwesen, steigende Lohnkosten und weiterhin hohe Energiekosten, die Ausgabenseite belasten werden.

Diese sind im Geschäftsplan 2024 im erwartbaren Umfang berücksichtigt. Die Geschäftsleitung tritt den Risiken mit einer restriktiven Ausgabenpolitik entgegen.

3. Wechselkursrisiko

Wie auch schon in den Vorjahren wurde das Wechselkursrisiko bereits im Verlauf des Wirtschaftsjahres 2023 in Form von teilweise umfangreichen Devisengeschäften in weiten Teilen abgesichert. Allerdings wurden die Devisengeschäfte nicht in gleichem Maße abgeschlossen wie in den Vorjahren, da die Devisenkursentwicklung eher auf eine weitere Stärkung des EUR und im Verlauf des Jahres auf bessere Zins- und Kursverhältnisse schließen lässt als zu dem Zeitpunkt, an dem die Devisentermingeschäfte abgeschlossen wurden.

4. Ausfallrisiko von Kundenforderungen

Aufgrund der herausfordernden wirtschaftlichen Lage im Einzelhandel in den letzten Jahren sieht die Geschäftsleitung ein zunehmendes Risiko in Bezug auf den Ausfall von Kundenforderungen. Dieses Risiko wurde bereits seit vielen Jahren durch den Einsatz von Warenkreditversicherungen erfolgreich reduziert.

 

Böhmenkirch, im März 2024

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 598.175,00 532.748,20
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 82.314,00 91.241,20
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 82.313,00 91.240,20
II. Sachanlagen 370.436,00 440.457,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 39.848,00 52.573,00
2. technische Anlagen und Maschinen 4,00 4.253,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 330.584,00 383.631,00
III. Finanzanlagen 145.425,00 1.050,00
1. Beteiligungen 144.375,00 0,00
2. sonstige Finanzanlagen 1.050,00 1.050,00
B. Umlaufvermögen 13.074.978,17 15.714.248,83
I. Vorräte 8.500.359,09 10.789.227,31
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.194.853,11 3.959.600,80
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 24.531,45
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.194.853,11 3.935.069,35
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.379.765,97 965.420,72
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 76.175,50
D. Aktive latente Steuern 167.128,00 180.944,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 13.840.281,17 16.504.116,53

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.012.884,47 6.568.552,76
I. gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Gewinnrücklagen 72.988,00 72.988,00
III. Gewinnvortrag 6.245.564,76 6.404.674,36
IV. Jahresfehlbetrag 555.668,29 159.109,60
B. Rückstellungen 532.760,97 846.298,83
C. Verbindlichkeiten 7.294.635,73 9.078.092,82
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.377.000,00 6.800.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 839.911,98 736.725,96
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 839.911,98 736.725,96
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 26.000,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.077.723,75 1.541.366,86
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 11.172,12
Bilanzsumme, Summe Passiva 13.840.281,17 16.504.116,53

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 9.008.037,22 9.524.271,17
2. Personalaufwand 4.372.917,01 4.170.561,86
a) Löhne und Gehälter 3.600.260,27 3.444.630,36
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 772.656,74 725.931,50
davon für Altersversorgung 62.946,13 43.485,76
3. Abschreibungen 200.505,45 326.777,34
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 200.505,45 326.777,34
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.730.842,74 5.025.655,02
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 65.023,75 71.186,76
5. Erträge aus Beteiligungen 19,33 11,60
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 323.634,43 145.718,60
davon an verbundene Unternehmen 23.673,37 9.978,85
davon aus Abzinsung 36.107,00 37.081,00
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag -73.439,09 8.853,97
a) Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern 0,00 26.706,00
b) Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern 13.816,00 0,00
8. Ergebnis nach Steuern -546.403,99 -153.284,02
9. sonstige Steuern 9.264,30 5.825,58
Jahresfehlbetrag 555.668,29 159.109,60

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Keck & Lang GmbH, Böhmenkirch, Amtsgericht Ulm, HRB 540341, zum 31.12.2023 wurde nach den Vorschriften des Handesgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffenden die Gesellschafen mit beschränkter Haftung aufgestellt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz gewählt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich der Vornahme steuerrechtlicher Maßnahmen

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Ergänzend zu den Vorschriften des Handelsgesetzbuches waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Kassenbestände und Bankguthaben werden zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen und Anwendung der "Projectes-Unit-Credit-Methode" ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck zugrundegelegt. Für die Abzinsung wurde der von der Allianz Lebensversicherungs-AG verwendete 10-Jahresdurchschnittszinssatz von 1,83% angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Brutto-Anlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Auf die Angabe nach § 285 Nr. 11 HGB wurde gemäß § 286 Abs. 3 HGB verzichtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beträgt Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 0,00).

Aktive latente Steuern

Von der Möglichkeit, einen Aktiv-Posten für latente Steuererträge zu bilden wurde Gebrauch gemacht.

Latenter Steuerbetrag beträgt: Euro 167.128,0

Die aktiven latenten Steuern ergeben sich aus der unterschiedlichen Bewertung der Pensionsrückstellungen zwischen Steuer- und Handelsbilanz. Sie errechnen sich aus dem Unterschiedsbetrag in Höhe von Euro 589.646,00 zwischen Handels- und Steuerbilanzansatz multipliziert mit dem für das Berichtsunternehmen ergebenen durchschnittlichen Steuersatz von 28,08%. In 2023 erfolgte eine Minderung in Höhe von Euro -13.816,00.

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gemäß § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt Euro 303.809,65.

Der ausschüttungsgesperrte Betrag ermittelt sich wie folgt:

Aktivierung latenter Steuern 167.128,00
Der die Anschaffungskosten übersteigende Teil des Zeitwertes von Deckungsvermögen 134.853,65
Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB 1.828,00
Gesamtbetrag 303.809,65

Pensionsrückstellungen

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz: 1,83%
zugrunde gelegte Sterbetafel: Dr. Klaus Heubeck 2018 G
Rententrend 2,00%
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerung: 0,0%
angewandtes Verfahren: PUC-Methode

Es erfolgte gemäß § 246 Abs. 2 HGB eine Saldierung, die zu keinem aktiven Unterschiedsbetrag führte. Der Zinsaufwand aus der Pensionsverpflichtung beträgt EUR 36.107,00.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Erfüllungsbetrag der Schulden 1.244.849,00
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 1.003.045,00
Saldierte Pensionsverpflichtung 241.804,00

Sonstige Rückstellungen

Art der Rückstellung Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
Sonstige Rückstellung:
Rückstellung für Urlaub 20.800,00 € 26.200,00 €
Rückstellung für Überstunden 1.500,00 € 1.500,00 €
Rückstellung für steuerliche Betriebskosten 7.500,00 € 7.500,00 €
Rückstellungen Berufsgenossenschaft 19.800,00 € 19.000,00 €
Rückstellungen Schwerbehindertenabgabe 4.900,00 € 4.500,00 €
Rückstellungen Gratifikation Mitarbeiter 64.723,48 € 79.343,00 €
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 68.418,49 € 90.007,94 €
187.641,97 € 228.050,94 €
Rückstellung für Rücklieferungen 28.670,00 € 32.930,00 €
Rückstellung für Abschluss und Prüfung 32.000,00 € 32.000,00 €
Rückstellung für Aufbewahrungspflicht 18.188,00 € 22.697,00 €
266.499,97 € 315.677,94 €

Verbindlichkeitenspiegel

Vorjahreswerte in Klammern

Stand 31.12.2023 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren Restlaufzeit mehr als 5 Jahre davon durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte besichert Art und Form der Sicherheit
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.377.000,00 5.377.000,00 0,00 5.377.000,00 Grundschuld, Sicherungsübereignung
(6.800.000,00) (6.800.000,00) (0,00) (6.800.000,00)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 40,87 40,87
(18.191,74) (18.191,74)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 505.982,90 505.982,90
(605.140,29) (605.140,29)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 839.911,98 839.911,98
(736.725,96) (736.725,96)
Sonstige Verbindlichkeiten 571.699,98 571.699,98
(918.034,83) (918.034,83)
7.294.635,73 7.294.635,73 0,00 5.377.000,00
(9.078.092,82) (9.078.092,82) (0,00) (6.800.000,00)

In den Verbindlichkeiten sind solche aus Steuern in Höhe von Euro 199.812,31 (Vorjahr: Euro 210.813,17) sowie aus Sozialversicherungsbeiträgen in Höhe von Euro 2.334,71 (Vorjahr: Euro 964,29) enthalten.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEuro 385,68.

Passive latente Steuern

Es bestand keine Notwendigkeit der Bildung latenter Steuerrückstellungen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Geschäftsjahresabschreibung

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Planmäßige Verteilung des Geschäfts- oder Firmenwertes

Der in Vorjahren entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aufgrund der noch bestehenden Verbindung mit den erworbenen Kunden mit einem Erinnerungsposten ausgewiesen.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen zum Abschlussstichtag nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen mit einem Gesamtbetrag von Euro 738.274.

Sonstige Pflichtangaben

Hinsichtlich der Angaben zu den Umsatzerlösen nach Tätigkeitsbereichen und geographisch bestimmten Märkten wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: bis 9.8.2023: Thomas Keppler ab 10.8.2023: Florian Biegert, Andrea Spanagel, Marcel Michalek

Die Berufe der Geschäftsführer entsprechen denen in der Gesellschaft derzeit ausgeübten Tätigkeiten Beirat: Simone Heineking, Kurt Lang und Stefanie Spanagel

Von der Schutzklausel zu § 285 Nr. 9a und b HGB wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Angaben nach § 42 Abs. 3 GmbHG

Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:

Sachverhalte Betrag
Ausleihungen 0,00 Euro
Forderungen 0,00 Euro
Verbindlichkeiten 385.675,90 Euro

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 2
Angestellte 86
Aushilfen 11

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von Euro -555.668,29 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Böhmenkirch, den 1. März 2024

Michael Kasper

Marcel Michalek

Anlagespiegel

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge - Abgänge
EUR
Anschaffungs- Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 638.793,39 42.611,63 681.405,02 51.538,83
2. Geschäfts- oder Firmenwert 70.838,00 0,00 70.838,00 0,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 709.631,39 42.611,63 752.243,02 51.538,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 290.523,78 0,00 290.523,78 12.725,00
2. technische Anlagen und Maschinen 526.486,05 0 526.486,05 4.249,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.884.603,65 115.907,92- 3.768.695,73 62.860,92-
Sachanlagen 4.701.613,48 115.907,92- 4.585.705,56 45.886,92-
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 144.375,00 144.375,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 1.050,00 1.050,00 0,00
Finanzanlagen 1.050,00 144.375,00 145.425,00 0,00
5.412.294,87 71.078,71 5.483.373,58 5.651,91
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 599.092,02 82.313,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 70.837,00 1,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 669.929,02 82.314,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 250.675,78 39.848,00
2. technische Anlagen und Maschinen 526.482,05 4,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.438.111,73 330.584,00
Sachanlagen 4.215.269,56 370.436,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 144.375,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 1.050,00
Finanzanlagen 0,00 145.425,00
4.885.198,58 598.175,00

sonstige Berichtsbestandteile

 

Böhmenkirch, den 29. März 2024

gez. Michael Kasper

gez. Marcel Michalek

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 28.08.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Keck & Lang GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Keck & Lang GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Keck & Lang GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Lampertheim, 17.06.2024

Hellmut Kill, Wirtschaftsprüfer

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