R-Biopharm Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ralf M. Dr. Dreher seit 16.2.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 75.67% | |
| 24.33% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Wolfgang Mock GmbHAufgelöst | 60.47% |
| 50.00% | |
| 10.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
RMD Holding GmbHPfungstadtKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernlagebericht zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023Wichtiger Hinweis Dieser Konzernlagebericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen; Aussagen, die nicht auf historischen Tatsachen, sondern auf aktuellen Planungen, Annahmen und Schätzungen beruhen. Zukunftsaussagen sind immer nur für den Zeitpunkt gültig, an dem sie gemacht werden. Die RMD Holding GmbH übernimmt keine Verpflichtung, diese beim Auftreten neuer Informationen zu überarbeiten. Zukunftsaussagen unterliegen immer Risiken und Unsicherheiten. Wir möchten Sie diesbezüglich darauf hinweisen, dass eine Reihe von Faktoren die tatsächlichen Ergebnisse dahingehend beeinflussen können, dass diese von den prognostizierten wesentlich abweichen. Einige dieser Faktoren sind im Abschnitt Risikofaktoren und in weiteren Teilen dieses Konzernlageberichts beschrieben. Im Folgenden wird unter "Berichtsjahr" das Geschäftsjahr 2023 verstanden, mit "Vorjahr" wird das Geschäftsjahr 2022 bezeichnet. Grundlagen des Konzerns Unser Geschäftsmodell Wir entwerfen, entwickeln, produzieren und vermarkten ein breites Spektrum von diagnostischen Produkten in den Bereichen klinische Diagnostik, Lebensmittel- und Futtermittelanalytik sowie Nutrition Care. Die klinischen Produkte werden von unseren Kunden in Laboren, Krankenhäusern und Arztpraxen eingesetzt. Die Produkte der Lebensmittel- und Futtermittelanalytik werden von Kunden aus der Lebensmittel- und Futtermittelindustrie wie Betrieben der Landwirtschaft, lebensmittelproduzierenden oder lebensmittelverarbeitenden Betrieben und staatlichen Lebensmitteluntersuchungsämtern zur Überwachung und Kontrolle der Qualität von Lebens- und Futtermitteln verwendet. Kunden und Zielgruppe des Bereichs Nutrition Care sind Allgemein- und Alternativmediziner sowie Heilpraktiker. Unsere Fertigungsstätten befinden sich in Deutschland und bei unseren Tochtergesellschaften in Großbritannien, den Niederlanden und unserem im Jahr 2023 neu erworbenen Teilkonzern AusDiagnostics in Australien. Wir verfügen über Vertriebsgesellschaften bzw. unselbständige eigene Vertriebsorganisationen in den wichtigen Märkten wie Frankreich, Großbritannien, Italien, den USA, China, Argentinien, Spanien, Australien, Kanada, Indien sowie Dänemark und Brasilien. Darüber hinaus sind wir in fast hundert Ländern weltweit durch unabhängige Großhändler vertreten. Akquisitionsstrategie Wir planen die Fortsetzung der Evaluierung sich bietender strategischer Möglichkeiten zur Erweiterung und Ergänzung unseres Produktportfolios. Dies umfasst Unternehmensakquisitionen, strategische Partnerschaften, Investitionen und auch den Erwerb von materiellen und immateriellen Vermögensgegenständen. Forschungs- und Entwicklungsbericht Die Produktion von Diagnostika im vom RMD Holding-Konzern betriebenen Umfang kann nach herkömmlichen Maßstäben nicht als kapitalintensiv bezeichnet werden. Die notwendigen Investitionen in technische Anlagen und Maschinen sind im Vergleich zu anderen Branchen und Industrien eher gering. Der Konzern ist überwiegend nicht auf dem Gebiet der Grundlagenforschung tätig, sondern greift diesbezüglich auf die Arbeitsergebnisse von Geschäfts- und Kooperationspartnern zurück, deren Know-how überwiegend einlizenziert wird. Das spezielle Know-how des Konzerns besteht darin, diese Forschungsergebnisse in die Entwicklung wettbewerbsfähiger, d.h. anwenderfreundlicher Produkte mit gutem Preis- Leistungs-Verhältnis, umzusetzen. Der Konzern tätigt in branchenüblichem Umfang Entwicklungen zur technischen Weiterentwicklung vorhandener Produkte sowie Neueinführung. Der Aufwand für Forschung und Entwicklung soll sich auch in Zukunft im branchenüblichen Umfang bewegen. Für die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit erhält der RMD Holding-Konzern Fördermittel der öffentlichen Hand. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Umsatz mit klinischen diagnostischen Produkten zeichnet sich in wichtigen Absatzmärkten seit einigen Jahren durch Stagnation bzw. ein moderates Wachstum aus. In diesem Bereich sind weltweit restriktive Tendenzen festzustellen, welche in direktem Zusammenhang mit der schwierigen wirtschaftlichen Situation der Gesundheits- und Sozialversicherungssysteme in verschiedenen Ländern stehen. Trotz bedeutender medizinischer Fortschritte nimmt der Bedarf an neuartigen Produkten im Bereich der Diagnose von Krankheiten weiter zu. Einer der Gründe dafür ist demographischer Natur - die Weltbevölkerung wächst und die Menschen werden zunehmend älter. Zusammen mit der höheren Lebenserwartung sehen wir uns mit einem Anstieg altersbedingter Krankheiten konfrontiert. Diese und weitere Krankheiten belasten die Gesundheitssysteme finanziell immer stärker. Ebenso sind heute viele Menschen besser über medizinische Fortschritte und verfügbare Behandlungen informiert. Mündige Patienten und ihre Organisationen beeinflussen so therapeutische sowie diagnostische Entscheidungen und erhöhen die Anforderungen an die verschiedenen nationalen Gesundheitssysteme. In der Folge hat auch der politische Druck zugenommen, Gesundheitskosten effizienter zu kontrollieren. Die Lebensmittel- und Futtermittelanalytik ist seit Jahren ein Wachstumsmarkt. Wachstumstreiber sind vor allem neue gesetzliche Verordnungen bzw. Höchstmengen sowie der stark wachsende internationale Handel mit Lebensmitteln, der die analytischen Bedürfnisse sowie Zertifizierungen von Lebensmitteln vorantreibt. Auch im Bereich Nutrition Care ist ein stetiges und stabiles Wachstum zu beobachten. Die RMD Holding Gruppe nimmt dabei eine führende Position ein und beansprucht einen Teil des Weltmarktes für sich. Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage des Konzerns Ertragslage Im Berichtsjahr gingen die Umsatzerlöse um 16,0 % zurück. Dieser Rückgang ist vor allem auf die klinische Diagnostik sowie den Bereich Nutrition Care zurückzuführen. Der Rückgang der Sonderumsätze, bedingt durch die Covid-19 Pandemie in den letzten drei Jahren, ist insbesondere in der klinischen Diagnostik festzustellen. Die Umsatzerlöse im Inland betrugen im Berichtsjahr prozentual zum Gesamtumsatz 25,4 %. Im übrigen Europa wurden 30,6 % der Gesamtumsätze, in Nordamerika 15,8 % der Gesamtumsätze, in Asien 10,1 % der Gesamtumsätze, in Ozeanien 14,5 % der Gesamtumsätze und in den übrigen Regionen 3,6 % der Gesamtumsätze erzielt. Die Herstellungskosten gingen im Vergleich zum Vorjahr um 11,1 % zurück. Wir beschäftigen qualifiziertes und engagiertes Fachpersonal, welches durch in- und externe Fortbildungsmaßnahmen gefördert wird. Der Personalaufwand erhöhte sich um 2,2 % gegenüber dem Vorjahr. Dies liegt vor allem an Gehaltssteigerungen unter anderem auch in Form von Inflationsanpassungen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das EBIT um 92,6 % gesunken. Auch die Umsatzrendite in Bezug auf das EBIT ist von 17,2 % im Vorjahr auf 1,5 % im Berichtsjahr gefallen. Nach Abzug des Finanzergebnisses, und des Ertragssteueraufwands ergibt sich ein Konzernjahresfehlbetrag von TEUR -6,326. Bei Umsatzerlösen von TEUR 198,707 entspricht dies einer Umsatzrendite in Bezug auf den Konzernjahresfehlbetrag (-überschuss) von -3,2 % (Vorjahr: 12,6 %). Unsere wirtschaftliche Lage ist insgesamt dennoch als stabil zu bezeichnen. Kapitalstruktur Die Kapitalstruktur des Konzerns ist ausgewogen. Aufgrund von Tilgung der Fremdfinanzierungen ist die Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahr wieder leicht auf 51,3 % (Vorjahr: 50,6 %) gestiegen. Das Fremdkapital gliedert sich in lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen. Bei den Rückstellungen stellen die Steuerrückstellungen, sowie die Rückstellungen für Tantieme, Provisionen und Prämien sowie Lizenzen die größten Posten dar. Aufgrund von Tilgungen des Bankdarlehens ist dieses im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 126.614 auf TEUR 121.352 gesunken. Die Fremdkapitalaufnahme im Vorjahr steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Akquisition des australischen Teilkonzerns AusDiagnostics. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag 2,1 % (Vorjahr: 2,4 %) der Bilanzsumme und werden regelmäßig innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfristen beglichen. Der Großteil der Verbindlichkeiten hat eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Finanzlage Die Finanzlage stellt sich auf Grundlage der Konzern-Kapitalflussrechnung wie folgt dar:
Die Investitionen des Geschäftsjahres 2023 von TEUR 21.184 konnten vollständig aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert werden. Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist einerseits geprägt von Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen, andererseits von Einzahlungen für Sachanlagenabgänge und erhaltene Zinsen. Der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert aus Ausschüttungen an Aktionäre, Darlehenstilgungen und gezahlten Zinsen. Für die Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen standen dem Konzern im Geschäftsjahr 2023 stets ausreichend eigene Mittel und Fremdkapitalmittel zur Verfügung. Der Konzern ist im Geschäftsjahr 2023 und bis zum Tag der Aufstellung des Konzernabschlusses jederzeit in der Lage gewesen, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Investitionen Die immateriellen Vermögensgegenstände gingen im Vergleich zum Vorjahr zurück. Zurückzuführen ist dies auf die Abschreibungen des Geschäfts- oder Firmenwertes sowie auf die bilanzierten immateriellen Vermögensgegenstände bzw. aufgedeckte stille Reserven als Ausfluss der durchgeführten Purchase Price Allocation und der damit verbundenen Fair-Value Ermittlung des australischen Teilkonzerns AusDiagnostic. Auch im Bereich der Sachanlagen ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang festzustellen, vor allem im Bereich Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten. Im Wesentlichen ist dies auf die Entkonsoliderung der Biotech-Park Pfungstadt GmbH & Co. KG zurückzuführen. Die Finanzanlagen bewegen sich im Vergleich zum Vorjahr auf einem ähnlichen Niveau. Liquidität Die Finanzlage des Konzerns ist als gesichert zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Der Konzern verfügt über Kreditlinien mit mehreren Banken, die nicht voll ausgenutzt sind (TEUR 32.000) und als Liquiditätsreserve dienen. Bei langfristigen Anlagen bestehen keine Risiken durch mangelnde fristenkongruente Finanzierung. Die Liquidität des Konzerns ist, wie in Vorjahren, als komfortabel zu beschreiben. Unser Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit reicht zur Finanzierung aller wesentlichen Investitionen aus. Vermögenslage Der Rückgang der Bilanzsumme um TEUR 28.696 von TEUR 390.871 auf TEUR 362.176 ist im Wesentlichen auf den Rückgang des Anlagevermögens zurückzuführen. Dabei gingen die immateriellen Vermögensgegenstände um TEUR 9.585, bedingt durch planmäßige Abschreibungen, sowie die Sachanlagen um TEUR 11.139, bedingt im Wesentlichen durch Endkonsolidierung der Biotech-Park Pfungstadt GmbH & Co. KG., zurück. Im Umlaufvermögen sind die Vorräte im Berichtsjahr von TEUR 57.533 auf TEUR 55.248 leicht gefallen. Wertpapiere des Umlaufvermögens haben sich um TEUR 186 leicht verringert und flüssige Mittel haben sind zum Bilanzstichtag um TEUR 2.141 reduziert. Die Reduzierung der flüssigen Mittel ist im Wesentlichen durch Tilgungen des im Vorjahr aufgenommenen Fremdkapitals und durch Ausschüttungen an Aktionäre zurückzuführen. Darüber hinaus gehen sonstige Vermögensgegenstände um TEUR 9.670 auf TEUR 8.644 zurück, weil Steuerforderungen abgebaut wurden. Aktive latente Steuern steigen um TEUR 4.316 auf TEUR 7.473, insbesondere resultierend aus gestiegenen, zeitlichen Bewertungsunterschieden zwischen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz vorwiegend bei dem Mutterunternehmen auf latente Steuern in Bezug auf Konsolidierungsvorgänge, wobei sich auch ein gegenläufiger Effekt aus der Wertberichtigung von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge von verschiedenen Tochterunternehmen mit einem Wert von TEUR 1.536 ergibt. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognosebericht Für die Zukunft sehen wir unverändert gute Wachstumschancen für den Konzern durch die Entwicklung neuer innovativer Produkte, eine immer noch mögliche geographische Expansion und eine intensivere Penetrierung bereits bestehender Märkte. Dies gilt nach unserer Einschätzung und Überzeugung sowohl für die klinische Diagnostik, die Lebensmittel- und Futtermittelanalytik, als auch den Bereich Nutrition Care. Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik zu erwarten. Wir sind in einem Nischenmarkt tätig, in dem sehr viele Unternehmen, teilweise jeweils nur mit kleinen Einheiten, als Wettbewerber auftreten. Unsere Marktposition betrachten wir als gefestigt. R-Biopharm hat weitere Testparameter entwickelt, die gleichzeitig neben Covid-19 auch Flu und RSV in einer Probe nachweisen können. Wir gehen daher davon aus, dass Covid-19 zukünftig ein Standardparameter in der klinischen Diagnostik wird und rechnen auch weiterhin mit Umsätzen in diesem Bereich, allerdings in 2023 deutlich geringer als in Vorjahren. Mit der Akquisition des australischen Teilkonzerns AusDiagnostics sehen wir das Potential unseren Kunden in Zukunft Komplettlösungen im Bereich der klinischen Diagnostik anbieten zu können. Den sich dadurch ergebende Lock-In-Effekt im Hinblick auf die Kundenbindung sehen wir als Chance, unsere Stellung im Markt langfristig auszubauen und zu festigen. Die Wechselhürden bei den Kunden erschweren zudem neuen Wettbewerbern den Markteintritt. Wir beurteilen die weitere Entwicklung des Konzerns für 2024 positiv. Auf Grundlage der Konzernplanung wird in 2024 bei stark steigenden Umsatzerlösen bzw. Rohergebnis mit einem stark rückläufigen Ergebnis vor Steuern gerechnet. Nach vorsichtiger kaufmännischer Einschätzung, unter den aktuellen negativen Einflüssen aus den seit Februar 2022 eingetretenen kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine bzw. Osteuropa (Ukraine Konflikt) sowie den seit Oktober 2023 bestehenden Auseinandersetzungen zwischen Israel und Palästina bzw. dem Nahen Osten und den möglichen unterschiedlichen politischen und militärischen Eskalations-Szenarien, deren konjunkturelle und wirtschaftliche Folgen heute nicht vollständig einschätzbar sind, kann das Ergebnis für 2024 möglicherweise geringer ausfallen als erwartet. Unsere Verkaufspolitik trifft nach wie vor auf erfreuliche Resonanz bei den Kunden. Diese Strategie werden wir konsequent verfolgen und optimieren. Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus der Konsortialfinanzierung für den Erwerb des australischen Teilkonzerns AusDiagnostic. Bezüglich der Risiken verweisen wir auf unseren Risikobericht. Chancen- und Risikobericht Chancenbericht Die RMD Holding GmbH expandiert weltweit durch die Entwicklung neuer innovativer Produkte. Auf dem Gebiet der klinischen Diagnostik ergeben sich weiterhin große Chancen, insbesondere durch die Entwicklung im Bereich der personalisierten Medizin. Hier besteht die Chance Testsysteme für therapiebegleitende Diagnostika zu entwickeln. Diese Testsysteme können feststellen, ob eine bestimmte Therapie für Patienten geeignet ist. Der Markt im Bereich personalisierte Medizin verspricht hohes Wachstumspotenzial. Des Weiteren bieten sich Chancen in der Automation. Wir sehen großes Potential in effizienten Lösungen, die es unseren Kunden ermöglichen, unsere Testsysteme automatisiert abzuarbeiten. Von optimaler Probenaufbereitung, Abarbeitung von Testabläufen, über Messung und fachgerechte Auswertung sowohl für manuelle als auch für die vollautomatisierte Anwendung werden alle Produktgruppen mit ihren speziellen Erfordernissen berücksichtigt. Es wurde im Geschäftsjahr 2024 eine strategische Partnerschaft in den Gebieten der klinischen Vivalytic mit einem großen Technologiekonzern aus Deutschland vertraglich vereinbart, welche die Chancen neuer Marktzugänge, eines besseren Markenauftrittes, sowie verbesserter Einkaufskonditionen bietet. Es werden höhere Millionenumsätze im Laufe der nächsten Jahre erwartet. Wir nehmen weiterhin die Chancen wahr, an Forschungs- und Entwicklungsprojekten teilzunehmen, die von dem Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert werden. Im Bereich der Nahrungs- und Futtermittelanalytik ergeben sich durch den anhaltenden Trend einer weltweiten Verflechtung der Erzeuger- mit den Verbrauchermärkten, die regelmäßig in unterschiedlichen Hoheitsgebieten liegen, zusätzliche Chancen durch die vorhandenen und ständig verbesserten Vorschriften für Testungen sowohl bei der Aus- als auch bei der Einfuhr. Auch für die innovativen, komplementärmedizinischen Konzepte zur Steigerung der Lebensqualität von Patienten, sehen wir durch unsere Spezialdiagnostik und individualisierbaren und optimal aufeinander abgestimmten Programme und Dienstleistungen im Bereich Nutrition Care zusätzliche Chancen. Die RMD Holding GmbH ist seit vielen Jahren auf Märkten tätig, die sich in der Vergangenheit durch nachhaltiges Wachstum ausgezeichnet haben. Den Chancen auf diesen Märkten stehen jedoch - wie in jeder Branche - auch Risiken gegenüber. Risikomanagement Aus Sicht der Geschäftsführung der RMD Holding GmbH ist eine frühzeitige Reaktion auf die sich verändernden Marktbedingungen dringend erforderlich. Wir haben deshalb ein konzernweites Risiko- und Chancenmanagementsystem installiert, das uns in die Lage versetzt, die sich aus dem Markt heraus ergebenden Chancen und Risiken zu identifizieren und zu antizipieren. Der alle Konzernbereiche umfassende Ansatz und die zugehörige Berichterstattung als zentrales Element des Risiko- und Chancenmanagementsystems geben der Konzernleitung die Möglichkeit, schnell und effektiv zu handeln. Unser Risikomanagementsystem ist in einem Risikomanagementhandbuch dokumentiert und den Mitarbeitern zugänglich. Das Risikomanagementsystem basiert auf individuellen Betrachtungen, unterstützt durch Managementprozesse, und ist in unsere Kernaktivitäten integriert. Unser Risikomanagementsystem umfasst sämtliche Konzernbereiche, also Forschung und Entwicklung, Produktion, Marketing, Vertrieb, Finanzen und den Verwaltungsbereich. Gesamtwirtschaftliche Risiken Durch Veränderungen in einigen geographischen Teilen der Welt, in denen wir aktiv sind, könnten Risiken entstehen. Über die Hälfte unseres Umsatzes wird im Export erzielt. Es könnten daher Risiken entstehen, die sich daraus ergeben, dass wirtschaftliche und geopolitische Risiken Auswirkungen auf regionale Märkte haben, länderspezifische Gesetze und Regelungen den Investitionsrahmen und die Möglichkeiten, freien Handel zu betreiben, beeinflussen und unterschiedliche Praktiken bei der Auslegung von steuerlichen, juristischen oder administrativen Regeln die Ausübung unternehmerischer Tätigkeiten eingrenzen. Substanzielle Veränderungen in dem jeweiligen Umfeld könnten negative Auswirkungen auf unser Geschäft haben. Die breite Diversifikation unserer Produktpalette und eine Streuung der Entwicklungs- und Forschungsaktivitäten sind jedoch ein wirksames Mittel gegen die Auswirkungen solcher Risiken. Die medizinische Diagnostik, die Lebensmittel- und Futtermittelanalytik, sowie Nutrition Care sind von den Konjunkturschwankungen weniger betroffen als andere Branchen. Während wir derzeit davon ausgehen, dass wir in der klinischen Diagnostik weiterhin rückläufige Umsätze insbesondere mit Covid-19-Testnachweisen erzielen werden, erwarten wir gegenläufig steigende Umsätze insbesondere bei den Testparametern, die durch die Pandemie negativ beeinflusst wurden, insbesondere Stuhl- und Allergiediagnostik sowie Nutrition Care. Das größte Risiko hierbei besteht darin, dass mit den erwarteten rückläufigen Covid-19-Umsätzen die anderen Bereiche weniger Umsatzanstieg verzeichnen könnten, als wir geplant haben. Mit unserem anderen großen Geschäftsbereich Lebens- und Futtermittelanalytik haben wir insbesondere im Allergen-Bereich mit unserem Gluten-Nachweis einen international anerkannten Standard entwickelt, der sich in einem stark wachsenden Marktumfeld weiterhin sehr gut behauptet und wenig anfällig ist für gesamtwirtschaftliche Risiken oder Risiken, die sich beispielsweise aus einer Pandemie ergeben. Die Refinanzierungsmöglichkeiten der RMD Holding GmbH sind, wie in den Vorjahren, komfortabel. Konzernrisikobericht Branchen- und unternehmensspezifische Risiken Im Geschäftsbereich "Klinische Diagnostik" und im Bereich "Lebensmittel- und Futtermittelanalytik" ist der weltweit bestehende Preiswettbewerb weiterhin das bedeutendste Risiko. Im Bereich "Nutrition Care" besteht unverändert die Gefahr der Substitution unserer Produkte durch innovativere Technologien und Lösungen. Gegen Produktrisiken haben wir ein Netz von Qualitätskontrollen eingezogen, in das auch die wichtigsten Lieferanten einbezogen sind. Die produzierenden Gesellschaften im R-Biopharm Teilkonzernkreis sind nach den Normen ISO 9001 (Qualitätsmanagementsysteme) und ISO 13485 (Qualitätsmanagementsysteme für Medizinprodukte) zertifiziert. Wir schützen uns mit Versicherungen bestmöglich gegen Auswirkungen von Haftungsrisiken oder Schadensfällen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Steuerliche und wettbewerbsrechtliche Regelungen können ebenfalls Konzernrisiken beinhalten. Die Gesellschaft lässt sich deshalb regelmäßig umfassend von internen und externen Fachleuten beraten. Fremdwährungsmanagement Die Geschäftstätigkeit des Konzerns beinhaltet teilweise ein Fremdwährungsrisiko, welches durch das Finanzmanagement zentral laufend überwacht wird. Wesentliche Kursänderungen relevanter Währungen sowie deren potenzielle Erfolgswirkungen werden untersucht. Für Fremdwährungsgeschäfte werden keine Sicherungsinstrumente abgeschlossen. Der weitaus überwiegende Teil der Umsatzerlöse im Konzernkreis entsteht originär in Euro. Fremdwährungsumsätze werden zum überwiegenden Teil in US-Dollar erzielt. Finanzwirtschaftliche Risiken/ Finanzrisikomanagement Ziel des Finanzrisikomanagements des Konzerns ist es, den Unternehmenserfolg gegen finanzielle Risiken jeglicher Art abzusichern. Beim Management der originären und derivativen Finanzinstrumente verfolgt der Konzern eine konservative Risikopolitik. Das Management der finanzwirtschaftlichen Risiken erfolgt zentral im Finanz- und Rechnungswesen des Mutterunternehmens. Die Steuerung dieser Risiken umfasst unter anderem die Herstellung von Sicherungsbeziehungen. Soweit Zinsrisikopositionen bestehen, resultieren sie im Wesentlichen aus Kreditaufnahmen. Aus der Verpflichtung zur Bedienung der Fremdfinanzierung des Konzerns bestehen verschiedene Risiken. Zum einen müssen vertraglich vereinbarte Tilgungen geleistet werden. Zur jederzeitigen Erfüllung dieser Zahlungsverpflichtungen muss der Gesellschaft eine entsprechende Liquidität zur Verfügung stehen. Durch die derzeitige Finanzlage des Konzerns (Bestand an liquiden Mitteln und der positive Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit) zeigt sich ein niedrig begrenztes Liquiditätsrisiko. Zinsänderungsrisiken bestehen aufgrund Änderungen des Marktzinses. Sie können bei variabel verzinslichen Verbindlichkeiten zu Zinszahlungsschwankungen führen und sich somit positiv oder negativ auf das Ergebnis auswirken. Der Zins für die Fremdfinanzierungen setzt sich aus einer Zinsmarge sowie dem EURIBOR zusammen. Zur Absicherung von Zinsrisiken aus der variabel verzinsten Bankfinanzierung werden Zinssicherungsinstrumente mittels derivativer Finanzinstrumente eingesetzt. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Zinssätzen zurückgehen. Derivative Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Sicherung operativer Grundgeschäfte und betriebsnotwendiger Finanztransaktionen in Form von Zinsswaps und Zins-Caps und -Floors. Zinsrisiken unterliegen einem aktiven Management. Der im Geschäftsjahr 2024 abgeschlossene Konsortialkreditvertrag enthält marktübliche Covenant Vereinbarungen (Finanzkennziffern) hinsichtlich Eigenmittelquote und Verschuldungskoeffizient. Ein Risiko im Zusammenhang mit der Fremdfinanzierung kann sich aus der Nichteinhaltung bzw. Verschlechterung der im Kreditvertrag aufgeführten Finanzkennzahlen ergeben. Ein Risiko für die Aufrechterhaltung von derartigen, covenantbasierten Finanzierungen besteht grundsätzlich dann, wenn eine deutlich unter Planung verlaufende Geschäftsentwicklung und infolgedessen die Ertrags- und Finanzsituation ein Einhalten solcher Bedingungen nicht mehr gewährleistet. In solchen Fällen ist der Fortbestand der Finanzierung davon abhängig, inwieweit die finanzierenden Banken erforderlichen Anpassungen zustimmen. Sowohl zum Bilanzstichtag als auch unterjährig auf Quartalsbasis, hat der Konzern alle Finanzkennziffern mit ausreichendem Abstand zu den Ober- bzw. Untergrenzen eingehalten. Materialpreisrisiken Wir sind auf Grund unserer Abhängigkeit von verschiedenen Materialien Preisrisiken ausgesetzt. Wir versuchen diese Risiken durch unsere Einkaufsstrategien und durch Einsatz geeigneter Instrumente zu minimieren. Saisonabhängigkeit Das umsatzstärkste Quartal ist erfahrungsgemäß das vierte Quartal des Geschäftsjahres aufgrund der weltweiten Erntehöhepunkte im Bereich der Land- und Weinwirtschaft, z.B. in Europa und Nordamerika. Die umsatzschwächsten Monate liegen traditionell in den Sommermonaten mit Schulferien in unseren wichtigsten Absatzmärkten. Produktlebenszyklen Diagnostische Produkte unterliegen einem Zyklus aus Entwicklung, Up-Scaling, Evaluierung bis hin zur Serienfertigung, der sich über mehrere Monate aber auch über mehr als ein Jahr hinziehen kann. Wegen der Länge dieses Zyklus kann es zu signifikanten zeitlichen Verzögerungen zwischen den Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, Marketingaktivitäten und Vorratsinvestitionen und der Einnahme der entsprechenden Erlöse kommen. Finanzierungsrisiken Alle Produzenten von Diagnostika müssen Kapitalbeträge für den Bau, die Erweiterung, die Modernisierung und die Instandhaltung ihrer Anlagen einsetzen. Darüber hinaus müssen erhebliche finanzielle Mittel für die Entwicklung aufgewendet werden. Der Finanzmittelbedarf soll aus Mittelzuflüssen der laufenden Geschäftstätigkeit, der Inanspruchnahme von Kreditlinien, Fördermitteln der öffentlichen Hand oder an Eigenkapital gebundenen Instrumenten gedeckt werden. Kooperationsmöglichkeiten im Rahmen von Forschung und Entwicklung und der Fertigung werden weiterhin aktiv genutzt, um den Finanzierungsbedarf zu reduzieren. Rechtliches Risiko Wie auch bei anderen produzierenden Unternehmen des Diagnostikbereichs ist nicht auszuschließen, dass behauptet wird, das Unternehmen habe gewerbliche Schutzrechte verletzt, fehlerhafte Produkte geliefert oder Umweltschutzauflagen nicht eingehalten oder andere gesetzliche Pflichten verletzt. Ungeachtet der Erfolgsaussichten derartiger Ansprüche können dem Unternehmen im Zusammenhang mit der Abwehr derartiger Ansprüche hohe Kosten entstehen. Der RMD Holding-Konzern wehrt sich in solchen Angelegenheiten energisch mit Unterstützung interner und externer Fachleute. IT-Risiken Der Konzern ist auf eine Vielzahl von IT-Systemen angewiesen. Deren Nichtverfügbarkeit, die Verletzung der Vertraulichkeit oder die Manipulation von Daten bei kritischen IT-Systemen und -Anwendungen können eine direkte Auswirkung auf die Abwicklung von Kundenaufträgen haben. Um derartige Risiken zu minimieren, verfügt der Konzern über valide Verfahren und Systeme zur Gewährleistung der IT-Sicherheit. Dazu gehören stabile und redundant ausgelegte IT-Systeme, Back-up-Verfahren, Viren- und Zugangsschutz, Verschlüsselungssysteme sowie integrierte, gruppenweit standardisierte IT-Infrastrukturen und Anwendungen. Die im Einsatz befindlichen Systeme zur Informationssicherheit werden permanent geprüft und fortlaufend aktualisiert. Personalrisiken Qualifizierte und engagierte Mitarbeiter sind eine entscheidende Voraussetzung für den Konzernerfolg. Basierend auf Analysen des zukünftigen Bedarfs entwickelt der Konzern entsprechende Maßnahmen zur Personalrekrutierung. Eine wettbewerbsfähige Vergütung sowie umfangreiche Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten sind wichtige Bestandteile der Personalpolitik. Das derzeit größte Einzelrisiko stellen die Gewinnung und das Halten von qualifizierten Fach- und Führungskräften dar, um das geplante Wachstum auch in den nächsten Jahren zu erreichen. Hier werden alle Anstrengungen unternommen, um auch in Zukunft ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Gesamtrisiko Im Konzern wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr keine bestandsgefährdenden Risiken identifiziert. Risiken, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten, sind gering. Zweigniederlassungsbericht Die Gesellschaft unterhält keine weiteren Niederlassungen in Deutschland.
Pfungstadt, den 26. Juni 2024 Dr. Ralf M. Dreher, Geschäftsführer KonzernbilanzAktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
KonzernkapitalflussrechnungRMD Holding GmbH Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
KonzerneigenkapitalspiegelRMD Holding GmbH, Pfungstadt Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Konzernanhang 2023RMD Holding GmbH, PfungstadtA. Allgemeine Angaben Mutterunternehmen ist die RMD Holding GmbH, Pfungstadt, eingetragen im Handelsregister Darmstadt in der Abteilung B unter der Nummer 8924. Die RMD Holding GmbH hat ihren Konzernabschluss für das Jahr 2023 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 290 ff.) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Der Konsolidierungskreis hat sich im Geschäftsjahr geändert (vgl. Kapitel. B), aber die Vergleichbarkeit der aufeinander folgenden Konzernabschlüsse ist dadurch nicht wesentlich beeinträchtigt worden. Daher kann auf zusätzliche Angaben gemäß § 294 Abs. 2 HGB verzichtet werden. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem international gebräuchlichen Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB erstellt worden. Das Geschäftsjahr aller einbezogenen Konzerngesellschaften, mit Ausnahme der indischen Tochtergesellschaften, entspricht dem Kalenderjahr. AusDiagnostics UK Ltd hat mit Datum vom 8. Januar 2024 seine Geschäftstätigkeit eingestellt, sodass die Bilanzierung zum Bilanzstichtag 2023 nicht mehr unter der Annahme der Unternehmensfortführung vorgenommen wurde. Aus diesem Grund erfolgte die Bewertung der Aktiv- und Passivposten zu Zerschlagungswerten. Die Ausweisstetigkeit wurde gewahrt und Änderungen in den Bewertungsgrundlagen wurden mit Ausnahme der Bewertung von Aktiv- und Passivposten der AusDiagnostics UK Ltd zu Zerschlagungswerten gegenüber dem Vorjahr nicht vorgenommen. Im Berichtsjahr wurden Bilanzierungsfehler Vorjahre betreffend und aus Einzelabschlüssen resultierend identifiziert und die sich daraus ergebenden Fehlerkorrekturen im Konzernabschluss aufgenommen, im Konzernanhang erläutert sowie im Konzernanlagespiegel in separaten Spalten dargestellt. B. Konsolidierungskreis Neben der RMD Holding GmbH, die ihren Sitz in Pfungstadt hat, werden in den Konzernabschluss alle wesentlichen Unternehmen einbezogen, bei denen die RMD Holding GmbH unmittelbar oder mittelbar über die Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geschäftspolitik so zu bestimmen, dass die Gesellschaften des Konzerns aus der Tätigkeit dieser Unternehmen (Tochterunternehmen) Nutzen ziehen. Eine Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht, sie endet, wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist. Tochtergesellschaften bzw. Beteiligungen mit ruhender oder geringer Geschäftstätigkeit, die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des RMD-Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung sind, werden nicht konsolidiert. Sie werden mit ihren historischen Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Zeitwerten im Konzernabschluss gezeigt. Im Konzernabschluss 2023 werden die folgenden einundvierzig Tochtergesellschaften vollkonsolidiert:
Die Aprimeo Nordics A/S mit Sitz in Oslo Norwegen, die zu 50 % von der Aprimeo Diagnosica GmbH & Co. KG gehalten wird, wurde at-equity mit einem Jahresergebnis von TEUR 49 in den Konzernabschluss der RMD Holding GmbH einbezogen. Aufgrund von Liquidation und Abwicklung gingen die Tochtergesellschaft Bio-Line S.A zum 31.03.2023 sowie Trilogy Europe B.V. zum 31.12.2023 aus dem Konsolidierungskreis ab. Basierend auf vergangenen vertraglichen Vereinbarungen zwischen den Gesellschaftern der Biotech-Park GmbH & Co. KG, wurden die Anteile zwischen den Gesellschaftern, der R-Biopharm AG und der Stadt Pfungstadt, zum 31.12.2023 getauscht. Die R-Biopharm AG hält damit zum Stichtag nur noch 6 % der Anteile. Aufgrund der mangelnden Beherrschung wurde damit auch diese Tochtergesellschaft zum 31.12.2023 entkonsolidert. Der Gesamteffekt aus Entkonsolidierungen beläuft sich auf TEUR 714 und wird unter sonstige betriebliche Erträge ausgewiesen. An der aprimeo diagnostics GmbH & Co. KG wurden weitere Anteile in Höhe von 10 % von Minderheiten erworben. Aus dieser Anteilsaufstockung im RMD Holding Konzern entstand ein Goodwill in Höhe von TEUR 2.677, welcher über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben wird. Die betriebliche Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- und Firmenwerte. Diese repräsentieren insbesondere Kundenstämme sowie das 'know-how' (Mitarbeiter, Prozesse), die im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommen wurden. Geschäfts- oder Firmenwertähnliche Vermögenswerte und Vorteile, zum Beispiel Unternehmensreputation, Kundenstamm, Mitarbeiterstamm, Know-How, Produktpalette, etc., die zwar für die Bemessung des Kaufpreises der Geschäftsanteile an der Aprimeo diagnostics GmbH & Co. KG von Bedeutung waren, aber kein selbständig bewertbarer und damit bilanzierungspflichtiger Vermögensgegenstand sind, dürfen in der Neubewertungsbilanz nicht angesetzt werden, sondern gehen im verbleibenden Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung bzw. im Goodwill auf. Darüber hinaus sind weitere firmenwertähnliche immaterielle Vermögenswerte bei der Aprimeo diagnostics GmbH & Co. KG auf Grundlage einer vertraglichen Beziehung ("contractual-legal", rechtlich abgesicherte Kundenbeziehungen) nicht vorliegend, die als von dem Geschäfts- oder Firmenwert separiert bilanziert werden könnten. Für folgende Tochterunternehmen wurde das Einbeziehungswahlrecht gemäß § 296 Abs. 2 HGB wegen untergeordneter Bedeutung in Anspruch genommen:
Die Anteile an diesen Unternehmen sind im Jahr 2023 zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Für folgende assoziierte Unternehmen wurde das Einbeziehungswahlrecht gem. § 311 Abs. 2 HGB wegen untergeordneter Bedeutung in Anspruch genommen: pluriSelect GmbH, Leipzig (Anteilsbesitz: 20,00 %), CANDOR Bioscience GmbH, Wangen (Anteilsbesitz: 24,83 %), myselftest AG, Davos, Schweiz (Anteilsbesitz: 27,00 %), Food Diagnostics ApS, Grenå, Dänemark (Anteilsbesitz 24,00 %) und Lautec International GmbH, Berlin (Anteilsbesitz 24,00 %). Der Konzernabschluss ist auf den Stichtag des Jahresabschlusses der RMD Holding GmbH aufgestellt. Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften wurden zum Stichtag des Konzerns aufgestellt. Für die indische Tochtergesellschaft wurde ein Zwischenabschluss zum 31.12.2023 aufgestellt. Folgende inländische Tochtergesellschaften machen im Geschäftsjahr 2023 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB zur Offenlegung des Jahresabschlusses Gebrauch:
C. Konsolidierungsgrundsätze 1. Kapitalkonsolidierung Bei erstmalig konsolidierten Tochterunternehmen sind die Vermögenswerte und Schulden mit ihrem beizulegenden Wert zum Erwerbszeitpunkt zu bewerten. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 S. 2 HGB. Soweit die Anschaffungskosten für die Beteiligung deren Eigenkapitalanteil übersteigen, entsteht ein aktivierter Unterschiedsbetrag, der als Geschäfts- oder Firmenwert unter den immateriellen Vermögensgegenständen bilanziert wird. Die in Vorjahren entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben. Die geschätzte Nutzungsdauer für in Vorjahren entstandene Geschäfts- oder Firmenwerte lässt sich darauf zurückführen, dass wir durch die im Rahmen der Übernahme erworbenen Kunden und Produkte in den durch die erworbenen Gesellschaften abgedeckten Märkten zielgenaue Paketlösungen zu attraktiven Margen anbieten können, und so einen verbesserten Marktzugang erhalten. Diese Märkte zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich nur langsam verändern und eine hohe Kundenloyalität und damit auch hohe Markteintrittsbarrieren für Konkurrenten aufweisen. Der Abgang der einzelnen Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt in dem Geschäftsjahr, in welchem deren Abschreibung jeweils vollendet wird. Für die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital wird in der Konzernbilanz gemäß § 307 HGB ein Ausgleichsposten ausgewiesen. Der bilanzierte Ausgleichsposten beinhaltet sowohl die aus der Anwendung der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 S. 2 HGB resultierenden Anteile der anderen Gesellschafter am Eigenkapital als auch grundsätzlich die nach dem Posten Konzernjahresüberschuss in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesenen anderen Gesellschaftern zuzurechnenden Gewinne und Verluste. 2. Schuldenkonsolidierung Sämtliche Forderungen und Schulden zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gegeneinander aufgerechnet. Differenzen aus Währungsumrechnungen zwischen Forderungen und Verbindlichkeiten wurden im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam erfasst. 3. Zwischenergebniseliminierung Ergebnisse zwischen den Tochtergesellschaften wurden eliminiert, soweit sie wesentlich waren. Die Zwischenergebniseliminierung war im Wesentlichen auf Gewinne aus der konzerninternen Veräußerung von Fertigerzeugnissen vorzunehmen. 4. Aufwands-undErtragskonsolidierung Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträgen zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Die Zinserträge und ähnlichen Erträge sind ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden. 5. Währungsumrechnung Fremdwährungsgeschäfte werden in den Einzelabschlüssen der RMD Holding GmbH und der einbezogenen Tochtergesellschaften mit den Devisenkassa-Mittelkursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. In der Bilanz setzen wir monetäre Posten in fremder Währung unter Verwendung des Devisenkassamittelkurses am Bilanzstichtag an, wobei die eingetretenen Kursgewinne und -verluste ergebniswirksam erfasst werden. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurden § 253 Abs. 1 S. 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB aufgrund der Vorschrift des § 256a HGB nicht beachtet. Die zum RMD Holding Konzern gehörenden ausländischen Gesellschaften sind grundsätzlich selbständige Teileinheiten, deren Abschlüsse nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet werden. Aktiv- und Passivposten werden danach mit dem Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Die sich hieraus ergebenden Währungsumrechnungsdifferenzen sind bis zum Abgang der Tochtergesellschaft ergebnisneutral zu behandeln und als gesonderte Position im Eigenkapital auszuweisen. Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit den gewichteten Durchschnittskursen in Euro umgerechnet. Die Tochtergesellschaften R-Biopharm Latinoamerica S.A. und Trilogy Analytical Laboratory Latinoamerica S.A, haben beide ihren Sitz in Buenos Aires, Argentinien, einem Hochinflationsland. Das Eigenkapital dieser Gesellschaften wird lokal kontinuierlich neu bewertet und an die Inflation angepasst. Im RMD Holding Konzern werden diese Anpassungen im Eigenkapital unter "Währungsdifferenzen" ausgewiesen. Die für die Umrechnung verwendeten Kurse ergeben sich aus der folgenden Tabelle:
6. Zinsrisiken Zur Absicherung von Zinsrisiken aus einem aufgenommenen variabel verzinslichen Konsortialkredit wurden erstmalig im aktuellen Geschäftsjahr Zinssicherungsinstrumente in Form von Swaps und Zero-Cost-Collars abgeschlossen. Die maximale Laufzeit von Kredit und Zinssicherungsinstrumenten beträgt identisch 57 Monate. Bewertungseinheiten zwischen Grund- und Sicherungsgeschäften werden gebildet, wenn beide Geschäfte objektiv und gewollt in einem einheitlichen Nutzungs- und Funktionszusammenhang stehen, sodass sich die Gewinne und Verluste aus Grund- und Sicherungsgeschäften mit hoher Wahrscheinlichkeit kompensieren werden. Bei R-Biopharm dürfen Bewertungseinheiten nur in Form von Micro-Hedges gebildet werden, das heißt, dass das Risiko eines Grundgeschäfts durch ein Sicherungsinstrument abgesichert wird. Die Effektivität der Bewertungseinheit wird mithilfe der Critical-Terms-Match-Methode ermittelt, um deren Wirksamkeit hinsichtlich der Kompensation der zukünftigen Wertänderungen oder Zahlungsströme zu überprüfen. Unter Anwendung der Einfrierungsmethode erfolgt keine buchhalterische Erfassung des Sicherungsgeschäfts. Das Nominalvolumen der abgesicherten Bankkredite liegt zum Bilanzstichtag bei 63 Mio. EUR und der beizulegende Zeitwert der Zinssicherungsinstrumente beträgt saldiert- 1,7 Mio. EUR. Der beizulegende Zeitwert der Zinssicherungsinstrumente erfolgt im Rahmen allgemein anerkannter Bewertungsmethoden auf Basis abgezinster Zahlungsströme bzw. aktueller Marktdaten. Die erwarteten zukünftigen Zahlungsströme werden auf der Grundlage von Terminzinssätzen, Renditekurven und Optionsmodellen unter Verwendung von Swap-Sätzen und verfügbaren Volatilitätsquotierungen bewertet. D. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. AllgemeineBilanzierungs-undBewertungsgrundsätze Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde wie im Vorjahr in der funktionalen Währung EUR aufgestellt. Die Angabe in Einheiten von je 1.000 (TEUR) erfolgt aus technischen Gründen gerundet nach kaufmännischer Rechnungsmethode. Es wird darauf hingewiesen, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben Rundungsdifferenzen, auch bei aufsummierten Werten, auftreten können. Die Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften wurden an die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der RMD Holding GmbH angepasst. Bestehende Bilanzierungswahlrechte werden grundsätzlich einheitlich im Konzernabschluss ausgeübt. Die Vermögensgegenstände und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen werden nach den für den RMD Holding Konzern einheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Die Konzernvorräte und das Anlagevermögen bereinigen wir um Zwischenergebnisse. Für ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge wurden aktive und passive latente Steuern gebildet. Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren gegenüber dem Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 2. Anlagevermögen Die immateriellen Anlagenwerte und die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und auf Basis der erwarteten Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Der Abschreibungsberechnung liegen bis zu zehn Jahre bei technischen Anlagen und Maschinen und überwiegend drei bis fünf Jahre bei anderen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung zugrunde. Betriebsvorrichtungen werden im Wesentlichen über 15 Jahre abgeschrieben. Soweit den Gegenständen des Sachanlagevermögens am Bilanzstichtag dauernde niedrigere Werte beizulegen waren, wurden in Höhe der Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG bzw. ähnlichen für Konzerngesellschaften geltenden ausländischen steuerrechtlichen Regelungen werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang behandelt. Die in den Vorjahren gebildeten Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG wurden entsprechend weitergeführt. Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen sowie sonstige Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. im Falle einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Niedrige oder unverzinsliche Ausleihungen werden auf den Barwert abgezinst. Unter den Wertpapieren des Anlagevermögens werden GmbH-Anteile ausgewiesen, die nicht als Beteiligungen anzusehen sind. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte, im Wesentlichen entgeltlich erworbene Vertriebsrechte, Kundenkarteien und Software werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Forschungs- und Entwicklungskosten sind als laufender Aufwand der Periode ausgewiesen. Bei der Herstellung von Vermögensgegenständen eventuell anfallende Zinsaufwendungen werden nicht aktiviert. In den geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände sind Vorauszahlungen für entgeltlich zu erwerbende immaterielle Vermögensgegenstände, im Wesentlichen Software, enthalten. In den Finanzanlagen sind Anteile an verbundenen (nicht konsolidierten) Unternehmen sowie Beteiligungen enthalten, die zu Anschaffungskosten oder im Falle von dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Ausleihungen werden mit dem Nennwert angesetzt. 3. Vorräte Der Wertansatz der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen neben den Einzelkosten auch angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten und den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Bei der Herstellung von Vermögensgegenständen eventuell anfallende Zinsaufwendungen werden nicht aktiviert. Die fertigen Erzeugnisse und Waren unterliegen einer handelsrechtlich gebotenen Abwertungsroutine, die auf Bestandsrisiken hinsichtlich einer überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderten Verwertbarkeit sowie niedrigeren Wiederbeschaffungskosten abstellt. In der Abwertungsroutine werden u.a. die geplante Produktion, geplante Verkäufe, Verwurfsquoten (Haltbarkeiten) der zu bewertenden Vermögensgegenständen berücksichtigt. Angemessene Abwertungen erfolgen auf dieser Grundlage durch pauschale Abschläge von den Bestandswerten (Gängigkeitsabschreibungen). Die Höhe solcher Abschläge orientiert sich in erster Linie an der Haltbarkeit sowie der Funktion der Produkte, die den Verkauf terminieren. Darüber hinaus wird der am Bilanzstichtag beizulegende Wert im Rahmen der verlustfreien Bewertung dadurch ermittelt, dass vom voraussichtlichen Verkaufserlös Erlösschmälerungen, Verpackungskosten, Ausgangsfrachten abgezogen werden 4. Forderungenundsonstige Vermögensgegenstände Forderungen werden mit dem Nennwert angesetzt. Für zweifelhafte Forderungen wurden in angemessenem Umfang Wertberichtigungen gebildet. Die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Devisenkassa-Mittelkurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles bewertet. Zum Bilanzstichtag werden die Bestände an Fremdwährungsforderungen mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr zum Devisenkassamittelkurs bewertet. 5. Wertpapiere Die sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Wert aus Börsen- oder Marktpreis zum Stichtag angesetzt. 6. LiquideMittel Bargeldbestände sowie Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Einstandskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls bewertet. Zum Bilanzstichtag werden diese für Restlaufzeiten bis zu einem Jahr mit dem Devisenkassa-Mittelkurs bewertet. 7. Rechnungsabgrenzungsposten Für Aus- bzw. Einzahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen bzw. Erträge für eine bestimmte Zeit im folgenden Geschäftsjahr darstellen, werden aktive bzw. passive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. 8. LatenteSteuern Latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und der Handelsbilanz mit einem Steuersatz von 29,83 % gebildet (Temporary-Konzept). Die Abgrenzungen werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung bzw. -entlastung nachfolgender Geschäftsjahre auf der Grundlage des zum Zeitpunkt der Realisation gültigen Steuersatzes vorgenommen. Aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen können nur in dem Umfang aktiviert werden, wie damit gerechnet werden kann, dass diese in zukünftigen Perioden voraussichtlich durch ausreichend zur Verfügung stehende passive temporäre Differenzen gedeckt sind. Darüber hinaus bestehende aktive latente Steuern können nur aktiviert werden, wenn in den folgenden fünf Jahren ausreichend steuerliches Einkommen genutzt werden kann. Das Wahlrecht zur Aktivierung von aktiven latenten Steueransprüchen gemäß § 300, 308 i.V.m. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wurde in Anspruch genommen, soweit sich auf Ebene der einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen aus den Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Steuerbilanz und in der Handelsbilanz von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, zum Bilanzstichtag insgesamt eine Steuerentlastung ergab (aktive latente Steuern). Als passive latente Steuer wird in der Konzernbilanz eine sich insgesamt auf Ebene der einzelnen einbezogenen Tochterunternehmen ergebende Steuerbelastung angesetzt. Führen Konsolidierungsmaßnahmen zu Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und der Handelsbilanz der Vermögensgegenstände, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten und bauen sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder ab, so werden eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuer und eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuer in der Konzernbilanz angesetzt. Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines nach § 301 Abs. 3 HGB verbleibenden Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung bleiben unberücksichtigt. Soweit das steuerpflichtige Einkommen von Tochterunternehmen aufgrund besonderer lokaler steuerlicher Regelungen niedriger oder höher ist als der handelsrechtliche Gewinn und diese Effekte sich im Zeitablauf umkehren, wurden latente Steuern angesetzt. 9. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt. 10. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen für noch nicht veranlagte Ertragsteuern des laufenden Jahres und ggf. des Vorjahres. Latente Steuern werden gegebenenfalls in gesonderten Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. 11. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche ungewisse Verbindlichkeiten sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Diese werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen für Kosten der Belegschaft werden im Wesentlichen für Urlaubsguthaben, Boni und Prämien gebildet. 12. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassa-Mittelkurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles bewertet. Zum Bilanzstichtag werden diese für Restlaufzeiten bis zu einem Jahr mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. E. Angaben zur Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Konzernbilanz erfassten Anlagegegenstände im Berichtsjahr ist in einer Anlage zum Konzernanhang dargestellt (Konzernanlagespiegel). Aus der Bereinigung von Differenzen zwischen Haupt- und Nebenbuch im Anlagevermögen des AusDiagnostics Teilkonzerns, die Vorjahre betreffen, resultierten Fehlerkorrekturen, die letztendlich keine Auswirkungen auf den bereits aktivierten Goodwill auf Konzernebene im Berichtsjahr hatten und somit sich daraus auch keine erfolgswirksamen Effekte ergaben. Die auf Konzernebene vorgenommenen buchtechnischen Bereinigungen sind im Konzernanlagespiegel unter "Anschaffungs-/Herstellungskosten" und unter "Abschreibungen" in einer separaten Spalte als Fehlerkorrektur gekennzeichnet. Aus den Fehlerkorrekturen hat sich ein gegenüber dem Erstkonsolidierungszeitpunkt des AusDiagnostics Teilkonzerns höherer Goodwill ergeben. Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung wurde auf Konzernebene der höhere Goodwill insoweit wieder storniert, als damit die Wertverhältnisse zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des AusDiagnostics Teilkonzerns wiederhergestellt wurden und der sich aus der Kaufpreisaufteilung auf Konzernebene ergebende Geschäfts- oder Firmenwert von der Fehlerauswirkung nicht betroffen ist. Im Berichtsjahr wurde unter Finanzanlagen ein Ausweisfehler korrigiert. Es erfolgte eine Umgliederung von Beteiligungen an assoziierten Unternehmen in Beteiligungen in Höhe von TEUR 1.341. Die Umgliederung ist im Konzernanlagespiegel in einer separaten Spalte als Fehlerkorrektur gekennzeichnet. 2. Vorräte Materialien für Zwecke der Forschung und Entwicklung wurden bei der R-Biopharm AG in Vorperioden unmittelbar erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Da diese Materialien in Vorperioden nicht vollständig verbraucht wurden, verblieben Laborbestände, deren Wert im Zeitablauf anstieg und die bei der Bilanzierung des Vorratsvermögens zum Bilanzstichtag unberücksichtigt blieben. Die am Ende des Geschäftsjahres 2023 identifizierten Bestände (Rohstoffe und unfertige Erzeugnisse) wurden erstmalig im Berichtsjahr im Vorratsvermögen mit einem Wert von TEUR 812 bilanziell berücksichtigt. Bei einer im Vorjahr vorgenommenen Fehlerkorrektur hätten die Materialien mit einem Wert von TEUR 449 im Vorratsvermögen berücksichtigt werden müssen. 3. ForderungenundsonstigeVermögensgegenstände In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0) enthalten. 4. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern in Höhe von insgesamt TEUR 7.473 betreffen mit TEUR 2.565 zeitliche Bewertungsunterschiede zwischen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz primär der R-Biopharm AG; ein weiterer Teil in Höhe von TEUR 1.314 entfällt auf latente Steuern in Bezug auf Konsolidierungssachverhalte. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge von verschiedenen Tochterunternehmen wurden wegen nicht vorliegender Werthaltigkeit mit einem Wert von TEUR 1.536 wertberichtigt. Veränderung der latenten Steuern
5. Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital bzw. Stammkapital beträgt EUR 500.000,00 und ist voll eingezahlt. Im Geschäftsjahr erwarb die R-Biopharm AG eigene Anteile mit einem Nennbetrag von TEUR 1.500 zurück, die unter Verwendung des Konzerngewinnvortrages finanziert wurden. Der Sachverhalt ist im Konzerneigenkapitalspiegel unter dem Posten "Erwerb eigener Anteile" und "Übrige sonst. Veränderungen" ausgewiesen. 6. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf abgegrenzte Aufwendungen für Tantiemen, Lizenzen, ausstehende Rechnungen, nicht genommenen Urlaub, Berufsgenossenschaft, Jahresabschlussprüfungs- und Steuerberatungskosten. 7. Verbindlichkeiten Der Konzernverbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023 ist in einer Anlage zum Konzernanhang dargestellt. 8. Passive latente Steuern Der Ausweis zum Jahresende mit TEUR 17.831 (Vorjahr TEUR 17.715) betrifft zeitliche Bewertungs- bzw. Abschreibungsunterschiede, resultierend aus temporären Differenzen zwischen steuerlichen und handelsrechtlichen Wertansätzen, die im Wesentlichen den australischen Teilkonzern AusDiagnostics (TEUR 16.943) betreffen. Zur Veränderung der Salden der passiven latenten Steuern verweisen wir auf die Tabelle bei den aktiven latenten Steuern. F. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Allgemeines Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt. Um einen besseren Einblick in die Ertragslage des Konzerns zu geben, wurden darüber hinaus zusätzliche Informationen in die Gewinn- und Verlustrechnung aufgenommen 2. Posten der Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung Die Erfassung von Umsatzerlösen bzw. sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt grundsätzlich erst dann, wenn die Leistung erbracht bzw. die Waren oder Erzeugnisse geliefert worden sind, d.h. der Gefahrenübergang auf den Kunden realisiert worden ist. In den Kosten der Umsatzerlöse sind die zur Erzielung der Umsatzerlöse angefallenen Kosten und die Einstandskosten des Handelsgeschäfts ausgewiesen. In den Vertriebskosten sind neben Personal- und Sachkosten sowie Abschreibungen des Vertriebsbereichs die angefallenen Versand-, Werbe-, Verkaufsförderungs-, Marktforschungs- und Kundendienstkosten enthalten. In den Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sind neben Personal- und Sachkosten sowie Abschreibungen dieses Bereichs vor allem die angefallenen Kosten für Verbrauchsmaterialien, Reagenzien sowie Aufwendungen für Auftragsforschung enthalten. Zu den allgemeinen Verwaltungskosten gehören vor allem Personal- und Sachkosten sowie die auf den Verwaltungsbereich entfallenden Abschreibungen. 3. Umsatzerlöse des Konzerns Die Verteilung der Konzernumsätze nach Regionen ergibt sich aus der folgenden Tabelle:
4. Sonstige Angaben zur Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung In sonstige betriebliche Erträge sind periodenfremde Erträge von TEUR 1.486 enthalten, die im Wesentlichen Gewinne aus Anlagenabgängen, Erträge aus Zuschreibungen für Vermögensgegenstände des Anlage- und Umlaufvermögens und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betreffen. Darüber hinaus sind Erträge aus im Berichtsjahr vorgenommenen Entkonsolidierungen von TEUR 714 enthalten. Der Materialaufwand beläuft sich im Berichtsjahr auf TEUR 46.621, davon entfallen auf Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren TEUR 45.128, sowie auf Aufwendungen für bezogene Leistungen TEUR 1.493. Der Personalaufwand beläuft sich auf TEUR 81.408, davon entfallen auf Löhne und Gehälter TEUR 68.983, auf soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung TEUR 12.425, davon für Altersversorgung TEUR 772. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind planmäßige Abschreibungen aus Unternehmenserwerben im Rahmen der Neubewertungsmethode entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerten in Höhe von TEUR 6.139 enthalten. In sonstige betriebliche Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 554 enthalten, die im Wesentlichen Buchverluste aus Anlagenabgängen betreffen. G. Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung Im Rahmen der Konzernkapitalflussrechnung (indirekte Ermittlung des Mittelzuflusses bzw. -abflusses) wird die finanzielle Entwicklung des Konzerns erläutert, untergliedert nach laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit, wodurch die Einflüsse auf die Veränderung des Finanzmittelbestandes vom Beginn bis zum Ende der Periode aufgezeigt werden. Unter den "sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträgen" sind im Wesentlichen zahlungsunwirksame Kaufpreisbestandteile in Rahmen eines Schuldenerlasses im Zusammenhang mit dem Verkauf der Biotech-Park GmbH & Co. KG ausgewiesen. Der Finanzmittelfonds umfasst dabei die liquiden Mittel im Sinne von § 266 Abs. 2 B. IV. HGB. H. Angaben zur Entwicklung des Konzerneigenkapitals Die Entwicklung des Eigenkapitals des RMD Holding Konzerns ist Bestandteil des Konzernabschlusses gemäß § 297 Abs. 1 S. 1 HGB. Von dem erwirtschafteten Konzerneigenkapital unterliegen die gesetzlichen Rücklagen und satzungsmäßigen anderen Gewinnrücklagen einer Ausschüttungssperre. Der Unterschied aus der Währungsumrechnung enthält erfolgsneutrale Anpassungen aus den Konsolidierungsbuchungen von einzubeziehenden ausländischen Tochterunternehmen, deren Abschlüsse in fremder Währung aufgestellt wurden. Der Konzerngewinnvortrag der RMD Holding GmbH stehen zur freien Verfügung der Gesellschafter. In den "sonstigen Veränderungen" sind im Wesentlichen Veränderungen aus Anteilsaufstockungen im Rahmen des Erwerbs von Minderheitenanteile bei dem Konsolidierungskreis zugehörigen Gesellschaften enthalten. I. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse gemäß 251HGB Die R-Biopharm AG garantiert gegenüber ihren Tochtergesellschaften in Form einer Kapitaldienstgarantie stichtagsbezogen einen Betrag von EUR 4 Mio. Bei Inanspruchnahme aus der Kapitaldienstgarantie sind Ansprüche gegen den Hauptschuldner mit den Mietverpflichtungen aufrechenbar. Die Inanspruchnahme aus dieser Bürgschaft schätzen wir aufgrund der positiven Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tochterunternehmen als sehr gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor (§ 314 Abs. 1 Nr. 19 HGB). 2. Angaben über die Mitglieder der Geschäftsführung des Mutterunternehmens Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Mutterunternehmens durch folgende Person geführt: Geschäftsführung: Dr. Ralf Dreher, Lebensmittelchemiker. Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Angabe gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a und b HGB unterbleibt in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB. 3. Angaben über die Gesamtbezüge des Beirats gemäß 314 Abs.1 Nr.6 HGB Die Bezüge des Beirats beliefen sich in 2023 auf insgesamt TEUR 6. 4. Angaben über die Zahl der Beschäftigten Im Jahr 2023 wurden bei den vollkonsolidierten Konzerngesellschaften durchschnittlich 1.405 Mitarbeiter beschäftigt. Von den 1.383 Mitarbeitern waren durchschnittlich 618 Mitarbeiter (ohne Vorstand) am Sitz des Mutterunternehmens Pfungstadt beschäftigt, davon 10 Leitende Angestellte und 608 Arbeitnehmer. 5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag besteht ein Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 9.675, die unter anderem aus Miet- und Leasingverträgen und IT-Lizenzen sowie IT-Wartungsverträgen resultieren. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr in Höhe von TEUR 2.219, zwischen einem und fünf Jahren in Höhe von TEUR 7.365 und über fünf Jahren in Höhe von TEUR 91. 6. Honorare des Konzernabschlussprüfers Das von dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 484, davon TEUR 5 Vorjahre betreffen. Es entfallen TEUR 311 auf Abschlussprüfungsleistungen, wovon TEUR 5 Vorjahre betreffen. TEUR 58 entfallen auf Steuerberatungsleistungen und TEUR 115 betreffen sonstige Leistungen. 7. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Geschäftsführer schlägt vor, den Jahresüberschuss des Mutterunternehmens von TEUR 6.443 auf neue Rechnung vorzutragen.
8. Nachtragsbericht Es sind die folgenden Vorgänge von besonderer Bedeutung zu vermerken, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und die in der Gewinn- und Verlustrechnung und in der Bilanz berücksichtigt sind: Das Tochterunternehmen AusDiagnostics UK Ltd hat am 8. Januar 2024 die Geschäftstätigkeit eingestellt, sodass die Bilanzierung zum Bilanzstichtag 2023 nicht mehr unter der Annahme der Unternehmensfortführung vorgenommen wurde. Aus diesem Grund erfolgte die Aufstellung des Jahresabschlusses der AusDiagnostics UK Ltd zum 31. Dezember 2023 bzw. die Bewertung der Aktiv- und Passivposten zu Zerschlagungswerten. Es ist geplant, das Unternehmen formal-juristisch bis Ende des dritten Quartals 2024 vollständig abzuwickeln bzw. zu schließen. Es wurde im Geschäftsjahr 2024 eine strategische Partnerschaft in den Gebieten der klinischen Vivalytic mit einem großen Technologiekonzern aus Deutschland vertraglich vereinbart, welche die Chancen neuer Marktzugänge, eines besseren Markenauftrittes, sowie verbesserter Einkaufskonditionen bietet. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2024 wird mit einem Erlösbeitrag im niedrigen, zweistelligen EUR Millionenbereich erwartet.
Pfungstadt, den 26. Juni 2024 Dr. Ralf M. Dreher, Geschäftsführer Konzernverbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023
Sicherheiten: Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die RMD Holding GmbH, Pfungstadt Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der RMD Holding GmbH, Pfungstadt, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der RMD Holding GmbH, Pfungstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eschborn, den 26. Juni 2024 Rödl
& Partner GmbH
Michael Giebermann, Wirtschaftsprüfer Christian Schöffel, Wirtschaftsprüfer Billigung des Konzernabschlusses Der Konzernabschluss der Gesellschaft zum 31 Dezember 2023 wurde am 23.12.2024 gebilligt. |
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