MultiPet GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Uwe Peinelt seit 3.2.2015 | Prokura |
Matthias Ruft seit 15.2.2010 | Prokura |
Michael Dausel seit 24.1.2006 | Geschäftsführer |
Herbert Rudolf Dr. Snell seit 27.11.2003 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MultiPet GmbH (vormals: MultiPet Gesellschaft für PET-Recycling mbH)Bernburg (Saale)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die MultiPet GmbH ist ein Unternehmen zur Herstellung von Kunststoffrohstoffen für die kunststoffverarbeitende Industrie. Wir geben die Antwort auf eine der größten Herausforderungen in industriell geprägten Märkten. Wohlstandsabfall in Form von PET-Flaschen und Kanistern, Flaschen und Behältern aus HDPE und PP sowie Verpackungs-Folien aus LDPE belasten die Umwelt, stellen aber gleichzeitig wertvolle Rohstoffe zum Recycling dar. Wir haben uns auf das Recyling von PET-Verpackungsabfällen spezialisiert. PET-Abfälle als Ausgangsmaterial für wiederverwendbare Recyclate werden bei MultiPet nach einem ganz speziellen Verfahren aufbereitet. Dafür steht eine langjährig erprobte und optimierte Anlage zur Verfügung, die jährlich aus mehreren Tausend Tonnen PET-Abfallmaterial hochwertige PET-Flakes produziert. Die vorsortierten Kunststoffe werden zunächst auf Störstoffe untersucht, gemahlen und intensiv gewaschen. In einem speziellen Dichtetrennverfahren wird das Material von Fremdstoffen getrennt. Nach dem Trocknen entstehen Kunststoffrecyclate (Flakes), die in unterschiedlichen Farben und Qualitäten die Grundstoffe für neue Produkte bilden. 2. Forschung und Entwicklung Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist die Weiterentwicklung der Verarbeitung von Kunststoffabfällen. Der wichtigste Pfeiler unserer Innovationskraft ist unser Team hochqualifizierter Mitarbeiter. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach einem langen Winter hat sich das Jahr 2013 ohne Höhen und Tiefen gezeigt. Die Preisentwicklung zeigte sich wenig volatil, seit Mitte des Jahres sind die Preise für die Kunststoffe gefallen. Der Absatz hat sich gleichbleibend entwickelt. Die Verkaufspreise für Kunststoff-Recyclate standen im Jahr 2013 aufgrund sinkender Preise für Neuware weiter unter Druck und sind seit Jahresbeginn gesunken. Der Margenverlust konnte nicht durch sinkende Einkaufspreise aufgefangen werden. Zu schaffen machen die laufend steigenden Kosten, hauptsächlich für Energie und Löhne, diese im Verkaufspreise an den Kunden weiter zu geben, erweist sich als zunehmend schwerer. 2. Geschäftsverlauf Wir können wieder einmal auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Die MultiPet GmbH hat sich im Jahr 2013 gut behauptet und ein Ergebnis von 27,9 T€ erwirtschaftet. Im Geschäftsjahr 2013 konnte zwar der mengenmäßige Absatz der PET-Flakes um 12 % gesteigert werden, jedoch ging der wertmäßige Umsatz um knapp 5 % zurück. Hauptursache ist hier ein größerer Lohnauftrag, bei welchem nur die reinen Verarbeitungskosten in den Umsatz einfließen. Aber auch gegenüber dem Vorjahr gesunkene Verkaufspreise tragen zu dieser Entwicklung bei. Der Exportanteil betrug im Jahr 2013 53 % und ist somit stabil geblieben. Davon entfielen 1,5 % auf Exporte außerhalb der EU. Die Gesamtinvestitionssumme im Jahr 2013 betrug 1.114 T€. Größte Einzelmaßnahme war die Investition in eine neue Anlage zur Flakes-Sortierung. Diese Anlage ermöglicht das Aussortieren von farblichen Flakes sowie von Fremdkunststoffen, wodurch eine deutliche Qualitätsverbesserung unserer Produkte erreicht werden konnte. Desweiteren wurden einige Ersatzinvestitionen getätigt. Der einfache Cash-Flow betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 679 T€ (Vorjahr 728 T€). Im Jahr 2013 konnte der Rahmen zur Finanzierung des Umlaufmittelbereiches deutlich ausgeweitet und somit eine solide, finanzielle Basis geschaffen werden. Die Liquidität der Gesellschaft war während des gesamten Geschäftsjahres gesichert. Alle planmäßigen Tilgungen (472 T€) wurden geleistet, so dass sich die alten Investitionsdarlehen deutlich vermindert haben und sich per 31.12.2013 nur noch auf 298 T€ belaufen. Für die Investitionen in eine neue Flakes-Sortieranlage wurde ein Investitionsdarlehen über 1.000 T€ aufgenommen. Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2013 durchschnittlich 63 Mitarbeiter (Vorjahr 66), davon 11 Angestellte (Vorjahr 13) sowie 52 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr 53). Der Personalaufwand stieg um 84 T€ auf 1.962 T€. Die sonstigen Aufwendungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stiegen um 171 T€ auf 2.105 T€. Wesentlichen Anteil daran haben die höheren Aufwendungen aus Kosten der Warenabgabe und Instandhaltungsaufwendungen. Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr von 97 T€ auf 137 T€ verändert. Dabei sind die Zinsaufwendungen deutlich gestiegen. Ursache ist die Aufnahme neuer Fremdmittel zur Finanzierung der Investitionen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist gegenüber dem Vorjahr um rd. -120 T€ gesunken. 3. Lage Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor zufriedenstellend. a. Ertragslage Unsere wesentliche Ergebnisquelle ist der Verkauf von PET-Flakes. Unsere Umsätze hängen hier stark von der Nachfrage der Industrie nach diesen Produkten ab. Die Margensituation stellt sich unbefriedigend dar. Unsere Aufwendungen für den Materialeinsatz haben sich im Vergleich zum Vorjahr um rd. -9,4 % verringert. Dies ist durch die geringeren Umsatzerlöse begründet. Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund gestiegener Personaleinzelkosten erhöht. Unsere Beschäftigungslage ist als gut zu bezeichnen. b. Finanzlage Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Unsere Kapitalstruktur hat sich stabil entwickelt. Wesentlichen Anteil daran hat unsere Konsolidierungspolitik, aufgrund derer wir erwirtschaftete Ergebnisse im Wesentlichen im Unternehmen belassen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten machen 31,4 % der Bilanzsumme aus. Der Anstieg dieser Verbindlichkeiten um rd. 394 T€ resultiert aus der Aufnahme neuer Finanzierungsmittel für die getätigten Investitionen. Zwecks Finanzierung der Investitionen und unserer Absatzgeschäfte bedienen wir uns der eingeräumten Kreditlinien unserer Banken, welche jeweils nur kurzfristig in Anspruch genommen werden. Wir verfügen über deutlich höhere Kreditlinien, als wir durchschnittlich in Anspruch nehmen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 14,9 % der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. Unsere umfangreichen Investitionstätigkeiten sind abgeschlossen. Für die Zukunft sind lediglich Ersatz-Investitionen geplant. Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die Liquiditätslage hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr stabil gehalten. c. Vermögenslage Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir stabil. d. Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, Umsatzrendite und den cash flow heran. Bei den Mitarbeitern sind 2 Geschäftsführer mitgezählt. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, den cash flow aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Dotierung (bzw. Auflösung) längerfristiger Rückstellungen. Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt 288 T€ und ist damit um -20 T€ gesunken. Die Umsatzrendite in Bezug auf die Gesamtleistung ist im Vergleich zum Vorjahr um -0,14 % geringer und beträgt im Geschäftsjahr 0,15 %. Der ordentliche cash flow beträgt 523 T€ und ist damit um -128 T€ geringer als im Vorjahr. Diese Kennzahlen zeigen alle einen leichten Rückgang, der im Wesentlichen auf den Umsatzrückgang zurückzuführen ist. Sie sind jedoch alle im positiven Bereich und zufriedenstellend. Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als zufriedenstellend bezeichnet werden. III. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. IV. Prognosebericht Um die positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, werden wir weiterhin in Zukunft die Kundenakquisition durch Verstärkung unseres Vertriebs forcieren. Desweiteren stellen wir die Beschaffung unserer Rohstoffe durch die Ausweitung der Lieferanten, auch international, auf eine breitere Basis. Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant. Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens positiv. Der Recylingmarkt bietet weiterhin ein sehr großes Wachstumspotential. Den Risiken von Lieferengpässen begegnen wir durch Diversifizierung unserer Bezugsquellen im In- und Ausland, Partnerschaften und Vertriebsko- operationen. Die Umsatzerlöse 2013 betragen18.546 T€, der Jahresüberschuss 2013 beträgt 28 T€. In unserer Planung gehen wir von einer Umsatzsteigerung im Jahre 2014 aus. Angesichts des vergleichsweise niedrigen Auftragsbestands und -eingangs zu Beginn des Jahres ist die Erreichung dieses Ziels ambitioniert. Insgesamt erwarten wir, dass aufgrund eingeleiteter Akquisitionsmaßnahmen der Jahresüberschuss leicht über dem aus dem Jahr 2013 liegt. Wir werden auch zukünftig immer in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. V. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken: Sollten sich die weltweiten Turbulenzen an den Finanzmärkten wieder verstärken und sollte sich dadurch die Konjunktur abschwächen, kann dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Daraus können für uns dann erhebliche Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen. Ertragsorientierte Risiken: Die Wettbewerbsrisiken haben aufgrund der deutlichen Überkapazitäten in der Branche zugenommen. Da unsere neuen Produkte echte Kosten- und Wettbewerbsvorteile bieten, gehen wir davon aus, dass unsere leistungswirtschaftlichen Risiken im Vorjahresvergleich eher gesunken sind. Wir gehen davon aus, unsere Marktanteile mittelfristig weiter ausdehnen zu können. Finanzwirtschaftliche Risiken: Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, kompensieren wir durch Sicherungsgeschäfte. Die Liquiditätslage ist sehr zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten. 2. Chancenbericht Das stetige Wachstum an Umsatz und Leistung in den zurückliegenden Jahren, welches mit guten Ergebnissen einher geht, zeigt die Stabilität und Unternehmenskraft der MultiPet GmbH. Durch die in jüngster Vergangenheit vorgenommenen Maßnahmen, wie beispielsweise die Umstrukturierung und Verstärkung des Vertriebes, ständige Optimierung der Produktionsanlagen, Schaffung einer soliden finanziellen Basis, ständige Optimierung der Produktqualitäten u. a. m., ist es uns gelungen, unsere Position als einer der führenden Hersteller von PET-Flakes Deutschlands weiter auszubauen und zu festigen. Damit konnten wir die Voraussetzungen für einen weiteren, positiven Geschäftsverlauf schaffen. 3. Ausblick Trotz der selbst geschaffenen, guten Voraussetzungen wird die Zukunft durch von außen hereingetragene Belastungen stark eingetrübt. Durch ständig höhere Kosten für Personal (z. B. Mindestlöhne) und Energie verteuert sich die Kunststoffverarbeitung in Deutschland Jahr für Jahr. Insbesondere die erneut gestiegene EEG-Umlage von 5,277 auf 6,24 ct/kWh wird die MultiPet um weitere 70 T€ belasten. Hinzu kommt ein wachsender Aufwand, um den Anforderungen der Bürokratie nachzukommen. Ständig neue Aufgaben und Verpflichtungen, welche sich aus einem dichten, gesetzlichen Regelwerk ergeben, verteuern die Produktion in Deutschland wettbewerbsverzerrend. Im Wettbewerb zu anderen europäischen Ländern oder gar zur VR China zu bestehen, wird angesichts dieser Entwicklung immer schwieriger. Größte und extentiell bedrohliche Sorgen bereitet den deutschen Kunststoffrecyclern die derzeitige Situation hinsichtlich der besonderen Ausgleichsregelungen des EEG für energieintensive Unternehmen. So wurden bislang für das Wirtschaftsjahr 2014 gestellte Anträge durchweg abgelehnt. Das bedeutet für den Großteil der Unternehmen, dass Belastungen anstehen, welche deutlich über den Jahresergebnissen der letzten Jahre liegen. Mitte Dezember 2013 hat die EU-Kommission ein Prüfverfahren zum EEG eingeleitet. Gegenstand des Prüfverfahrens ist u. a., ob die stromintensiven Unternehmen gewährten Entlastungen von der EEG-Umlage gerechtfertigt sind, ob sie verhältnismäßig sind und ob sie den Wettbewerb möglicherweise in ungebührender Weise verfälschen. Das Prüfverfahren wird ergebnisoffen geführt. Die Bundesregierung ist insbesondere vor dem Hintergrund geltender EuGH-Rechtsprechung, von Industriestrompreisen in anderen EU-Mitgliedstaaten und von Beschäftigungsgesichtspunkten sowie mit Hinweis auf eine anstehende EEG-Novellierung überzeugt, die Bedenken der EU-Kommission gegen die Rechtmäßigkeit der gewährten EEG-Umlage-Entlastungen im Verfahrensverlauf ausräumen zu können. Wir bewerten das Risiko einer künftigen Belastung durch EEG-Umlage-Nachzahlungen für unsere Gesellschaft als nicht zutreffend. Durch einen möglichen Wegfall der bisherigen EEG-Entlastungen könnte es künftig zu Wettbewerbsnachteilen gegenüber internationalen Wettbewerbern kommen. 4. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, steigenden Rohstoffpreisen und dem stagnierenden Preisniveau. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Wertpapiere, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes nennenswerte Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. VII. Bericht über Zweigniederlassungen Es wird eine Zweigniederlassung in Tittling unterhalten.
Bernburg, 24. Februar 2014 gez. Snell, Geschäftsführer gez. Dausel, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
Anhang1. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der MultiPet GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittlere Kapitalgesellschaft. 2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen 2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt und bewertet. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt. 2.2 Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. 2.3 Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt. 3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz 3.1 Bruttoanlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. 3.2 Geschäftsjahresabschreibung Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. 3.3 Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren aus dem laufenden Geschäftsbetrieb für die Erbringung von Umsatzleistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten neben Steuerforderungen (Umsatzsteuer) ein Darlehen (TEUR 117), Forderungen aus Steuerüberzahlungen Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer (TEUR 29), Forderungen aus Strom- und Energiesteuer (TEUR 65), Forderungen an einen Gesellschafter aus Kapitalertragsteuer (TEUR 19) und Arbeitgeberdarlehen (TEUR 4). Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr betreffen ein Mitarbeiterdarlehen. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten. 3.4 Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen (TEUR 347) sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.
3.5 Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit> 5 Jahre und der Sicherungsrechte
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus einer Darlehensgewährung in Höhe von TEUR 100 enthalten. Folgende Sicherungsrechte bestehen: Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit Grundpfandrechten in Höhe von nominal Euro 664.700 sowie der Sicherungsübereignung der Produktionsanlage und der Abtretung von Forderungen und Warenkreditversicherungsverträgen besichert. Die besicherten Verbindlichkeiten betreffen 2 Kreditrahmen, einen à TEUR 250 und einen à TEUR 1.375, sowie einen Investitionskredit mit einem Saldo zum Bilanzstichtag von TEUR 298. 3.6 Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen.
Die Leasingverpflichtungen betreffen 4 geleaste PKWs, 8 Gabelstapler, eine Arbeitsbühne und einen Ballenauflöser für die Produktion sowie EDV-Hardware für die Verwaltung. 4. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung 4.1 Erläuterung der periodenfremden Erträge In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von Euro 16.086 enthalten. Die Erträge wurden im Posten sonstige betriebliche Erträge erfasst. 4.2 Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von Euro 452 enthalten. Die Aufwendungen wurden im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. 4.3 Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern betreffen ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Ausgewiesen werden die im Berichtsjahr angefallenen Ertragssteuern. 4.4 Entwicklung der Kapitalrücklagen Die Kapitalrücklage hat sich im Geschäftsjahr nicht zum Vorjahr verändert. 4.5 Zusätzliche Angaben zu den Gewinnrücklagen Entwicklung des Postens Gewinnrücklagen:
Gemäß Gesellschaftsvertrag sind 20 % des nach Abzug der Steuern verbleibenden Jahresüberschusses den Gewinnrücklagen zuzuführen. 4.6 Vorschlag zur Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt Euro 27.886,38. In die Gewinnrücklagen werden satzungsgemäß Euro 5.577,28 eingestellt. Auf neue Rechnung werden Euro 22.309,10 vorgetragen. 5. Sonstige Pflichtangaben 5.1 Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: a. Herr Herbert Snell, Ingenieur, Tittling b. Herr Michael Dausel, Dipl.-BW, Aken 5.2 Aufsichtsrat Gemäß § 9 des Gesellschaftsvertrags ist von den Gesellschaftern ein Aufsichtsrat zu bestellen, der jeweils für 3 Jahre durch die Gesellschafterversammlung gewählt wird. Im Kalenderjahr 2013 sind folgende Aufsichtsratsmitglieder bestellt: - Herr Rolf Pfründer, Betriebsökonom, Weggis (Schweiz) - Herr Dr. Peter Orth, Chemiker - Herr Axel Lueg, Bankkaufmann Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben im Berichtsjahr Vergütungen in Höhe von Euro 1.500 erhalten. Die Aufwendungen für die Wahrnehmung der Aufgaben werden von der Gesellschaft erstattet. 5.3 Vergütungen der Geschäftsführer Auf die Angabe der Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wurde mit Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da ein Mitglied der Geschäftsführung für seine Tätigkeit keine Vergütung erhält und damit die Angabe der Vergütungen die Feststellung der Bezüge eines Mitglieds der Geschäftsführung erlauben würde. 5.4 Konzernzugehörigkeit Die MultiPet GmbH wurde in den Konzernabschluss der Multiplast AG, Bernburg, einbezogen. Die Multiplast AG stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis auf. Der offen gelegte Konzernabschluss ist bei der Multiplast AG erhältlich. Angaben zum Mutterunternehmen, das einen befreienden Konzernabschluss aufstellt:
5.5 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:
Die Gesamtzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter beträgt 64,3. 5.6 Unterschrift der Geschäftsleitung
Bernburg, 24. Februar 2014 gez. Snell, Geschäftsführer gez. Dausel, Geschäftsführer Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 08.12.2014 festgestellt. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersIn dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten Jahresabschluss der MultiPet GmbH, Bernburg, zum 31. Dezember 2013 wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Die zutreffende Inanspruchnahme der Offenlegungserleichterungen im zur Offenlegung bestimmten Jahresabschluss wurde von uns nicht geprüft. Zu dem vollständigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: "Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der MultiPet GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Leipzig, 25. März 2014 RÖBER
HESS PIMME GMBH
Dipl.-Kfm. Uwe Pimme, Wirtschaftsprüfer |
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