GEMA Unterstützungskasse GmbH
Selbe AdresseVerwertungsgesellschaften zur Wahrnehmung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
GEMA Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte | 99.60% |
| 0.40% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
IT for Intellectual Property Management GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023A. Allgemeine Rahmenbedingungen und Geschäft1. Wirtschaftliches Umfeld Das preisbedingte Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr (1,9 %). Die Folgen der globalen Krisen belasten die deutsche Wirtschaft weiterhin. 1 Der Arbeitsmarkt in Deutschland stellt sich im Jahr 2023 trotz der wirtschaftlichen Belastungen sehr stabil dar. Zum Jahresende waren rund 45,9 Mio. Personen beschäftigt. Im Vorjahr war der Jahresdurchschnitt bei 45,7 Mio. Erwerbstätigen. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,7 % (Vorjahr 5,3 %). 2 Die Inflationsrate lag im Durchschnitt bei 5,9 % und damit unter dem Vorjahr mit 7,9 %. Dennoch ist diese mit knapp 6 % weiterhin auf einem hohen Stand. Ursächlich für die hohen Inflationsraten waren neben den Preissteigerungen im Bereich Nahrungsmittel und Waren vor allem der drastische Energiepreisanstieg. 3 Grundsätzlich ist die IT4IPM GmbH von den aufgeführten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in geringem Maße abhängig. 2. Entwicklung und Prognose für die Informations- und Kommunikationstechnologie Die Digitalbranche zeigt sich in einem von geopolitischen Krisen, schwierigen konjunkturellen Bedingungen und Haushaltskürzungen geprägten Umfeld krisenfest und setzt weiter auf Wachstum. Laut Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) liegt der Umsatz des Jahres 2023 bei 215 Mrd. € und steigt damit im Vorjahresvergleich um 2,0 %. Auch aus den Beschäftigtenzahlen lässt sich mit einem Plus von 28.000 neuen Arbeitsplätzen der Aufschwung der IT- und Telekommunikationsbranche ablesen. Der allgemein positive Trend hält laut Bitkom Marktberichten auch weiterhin an. Für das Jahr 2024 wird ein Umsatzplus von 4,4 % auf 224,3 Mrd. € erwartet. Damit wächst das Marktvolumen in der IT- und Telekommunikationsbranche voraussichtlich um den Faktor drei bis vier stärker als die Wirtschaft insgesamt. 4 B. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage1. Geschäftsverlauf der IT4IPM GmbH Die folgende Erläuterung gibt einen Überblick über den Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen sowie die Umsatzerlöse und Gesamtaufwendungen 5 stellen die für die interne Steuerung bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren dar. Aufgrund einer präziseren Planung wurden die finanziellen Leistungsindikatoren gegenüber dem Vorjahr geändert (Gesamterträge sowie Gesamtaufwendungen ohne Steuern vom Einkommen und Ertrag). Das Geschäftsjahr 2023 ist mit Blick auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage für die IT4IPM GmbH insgesamt erfolgreich verlaufen. Die Umsatzerlöse sind um T€ 4.820 gegenüber dem Vorjahr angestiegen (T€ 60.005; Vorjahr T€ 55.185). Grund hierfür ist im Wesentlichen die erhöhte Beauftragung von Entwicklungsleistungen im Rahmen von Projekten und Weiterentwicklung und der Bereitstellung von IT-Services für die GEMA - Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, Berlin (Im Folgenden GEMA). Insgesamt lagen die Umsatzerlöse um T€ 4.768 über den für das Geschäftsjahr 2023 geplanten Erlösen (T€ 55.237). Die Gesamtaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um T€ 3.637 gestiegen und betrugen im Geschäftsjahr T€ 59.396. Der Anstieg der Aufwendungen resultiert im Wesentlichen aus höheren Personalkosten und dem vermehrten Dienstleistungsbezug von Dritten, welche in direktem Zusammenhang mit den Erlösen stehen. Insgesamt lagen die Gesamtaufwendungen um 5.078 T€ über den ursprünglich für das Geschäftsjahr geplanten Aufwendungen (54.318 T€). 2. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Der durchschnittliche Mitarbeiterbestand im Geschäftsjahr beträgt 150 Mitarbeiter (Vorjahr 139 Mitarbeiter). Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter setzt sich aus 123 Vollzeit-Mitarbeitern und 18 Teilzeit-Mitarbeitern zusammen. Zudem waren im Geschäftsjahr im Durchschnitt sechs Auszubildende und zehn Altersteilzeit-Mitarbeiter beschäftigt. 3. Ertragslage Die Gesamterträge beinhaltet im Wesentlichen die Umsatzerlöse in Höhe von T€ 60.005 (Vorjahr T€ 55.185) der IT4IPM, die durch die Abrechnung von IT-Leistungen an Ihre Kunden entstehen, und sonstige betriebliche Erträge in Höhe von T€ 316 (Vorjahr T€ 378). Unter die Umsatzerlöse fallen die Bereitstellung, Pflege, Wartung und Weiterentwicklung von Hardware und Software, sowie die Vergütung von Entwicklungsleistungen von Standard- und Individualsoftware im Rahmen von Projekten. Der Hauptkunde der IT4IPM war in 2023 die GEMA. Daneben wurden Umsatzerlöse auch mit der GEMA verbundenen Unternehmen, sowie der GVL (Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten) erzielt. Der Anstieg der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der erhöhten Beauftragung von Entwicklungsleistungen im Rahmen von Projekten und Weiterentwicklungen der GEMA und mit der GEMA verbundenen Unternehmen, sowie höheren Erlösen aus der Bereitstellung von IT-Services. Der Gesamtaufwand betrug T€ 59.396 (Vorjahr T€ 55.759). Davon entfielen auf den Materialaufwand T€ 35.247 (Vorjahr T€ 34.174). Der Materialaufwand enthält Sach- und Dienstleistungen von Dritten. Diese werden für die Leistungserbringung der IT4IPM bezogen. Die Veränderungen im Materialaufwand erklären sich im Wesentlichen aus dem vermehrten Dienstleistungsbezug von Dritten, resultierend aus den erhöhten Beauftragungen. Der Personalaufwand beträgt T€ 15.939 (Vorjahr T€ 13.291). Die hierin enthaltenen Aufwendungen für die Altersversorgung betragen T€ 307 (Vorjahr T€ 715). Der Grund für die Abweichung resultiert im Wesentlichen aus Personalaufbau und Gehaltssteigerungen im Berichtsjahr. Darüber hinaus wurden zu den bereits bestehenden Zusagen für Altersteilzeit weitere Mitarbeiter neu in der Altersteilzeit berücksichtigt. Es fielen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von T€ 968 (Vorjahr T€ 694) an. Die Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr beruht insbesondere auf der Abschreibung von Neuinvestitionen in die IT-Ausstattung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 7.242 (Vorjahr T€ 7.599) beinhalten überwiegend Aufwendungen für Wartung, Mietkosten und sonstige Beratungskosten zur strategischen Ausrichtung der Gesellschaft. Die obigen Entwicklungen führten im Geschäftsjahr 2023 insgesamt zu einem Ergebnis vor Steuern und Zinsen in Höhe von T€ 924 (Vorjahr T€ -196). Das Ergebnis liegt leicht über dem geplanten Niveau (T€ 919). 4. Vermögens- und Finanzlage Das Vermögen der Gesellschaft besteht aus Anlagevermögen in Höhe von T€ 1.713 (Vorjahr T€ 1.204), wovon T€ 38 (Vorjahr T€ 95) auf immaterielle Vermögensgegenstände entfallen, die auf Softwarelizenzen zurückzuführen sind, sowie Sachanlagen in Höhe von T€ 1.675 (Vorjahr T€ 1.110). Der Rückgang in den immateriellen Vermögensgegenständen lässt sich durch die planmäßige Abschreibung begründen. Investitionen in die IT-Infrastruktur und IT-Endgeräte führen zu einem deutlichen Zugang im Sachanlagevermögen. Die Investitionsquote ist gegenüber dem Vorjahr auf 31,5 % (Vorjahr 25,5 %) gestiegen. Der Großteil des Umlaufvermögens in Höhe von T€ 11.090 (Vorjahr T€ 11.297) entfällt auf Forderungen (T€ 7.079; Vorjahr T€ 9.342). Diese betreffen im Wesentlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen (T€ 7.068; Vorjahr T€ 9.161) und resultieren hauptsächlich aus der Leistungserbringung und Umsatzsteuerrückforderung gegenüber der Gesellschafterin GEMA (T€ 6.659; Vorjahr T€ 8.681). Auf die sonstigen Vermögensgegenstände, welche im Wesentlichen Steuerforderungen beinhalten, entfallen T€ 417 (Vorjahr T€ 403). Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind aufgrund abgeschlossener Lizenz-, Dienstleistungs- und Wartungsverträge auf T€ 5.428 gestiegen (Vorjahr T€ 3.918). Der Bankbestand hat sich stichtagsbedingt um T€ 2.043 auf T€ 3.595 erhöht (Vorjahr T€ 1.552). Ursache für die Erhöhung ist insbesondere die deutliche Ergebnisverbesserung und die Reduzierung des Forderungsbestandes gegenüber verbundenen Unternehmen. Aus den Investitionen in das Sachanlagevermögen und dem erhöhten Rechnungsabgrenzungsposten ergibt sich ein gegenläufiger Effekt. Die Liquiditätsströme der Gesellschaft basieren auf den Einnahmen (insbesondere der GEMA) sowie Aufwendungen für Personal- und Sachkosten. Die IT4IPM ist dazu fähig, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Zum Geschäftsjahresende verfügt die IT4IPM GmbH über ein Eigenkapital von T€ 3.655 (Vorjahr T€ 3.197) bei einem Eigenkapitalanteil von 20,0 % (Vorjahr 19,5 %). Die Rückstellungen in Höhe von T€ 8.941 (Vorjahr T€ 8.162) beinhalten Rückstellungen für Pensionen in Höhe von T€ 6.004 (Vorjahr T€ 5.712), sowie Personalrückstellungen - im Wesentlichen bestehend aus Urlaubsverpflichtungen, Zusagen zur Altersteilzeit und Abfindungen - mit T€ 1.968 (Vorjahr T€ 1.166) und sonstige Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von T€ 900 (Vorjahr: T€ 1.121). Der Anstieg der Rückstellung für Altersteilzeit lässt sich im Wesentlichen auf einen hohen Anteil, an den sich in der Aktivphase befindlichen Mitarbeitern zurückführen. Die Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 5.635 (Vorjahr T€ 5.060) betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Dienstleistern in Höhe von T€ 5.196 (Vorjahr T€ 4.703). Im Vergleich zum Vorjahr sind die Verbindlichkeiten stichtagsbedingt gestiegen. Die Geschäftsführung beurteilt die wirtschaftliche Lage sowohl zum Ende des Berichtszeitraums als auch zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts weiterhin positiv. Dies gilt auch für die Finanz- und Vermögenslage. C. Chancen- und Risikobericht1. Risikomanagement Die betrieblichen Aufgaben im Bereich Finanz- und Rechnungswesen werden von der Gesellschafterin GEMA wahrgenommen. Die Kontrollorgane dieser Gesellschaft übernehmen in Kooperation mit der Geschäftsführung und den zuständigen Bereichen der IT4IPM die Überwachung der vier Risikofelder Finanzen, Geschäftsprozesse, Branche sowie Recht. Es liegen im Geschäftsjahr keine bestandsgefährdenden Risiken vor. 2. Risikobericht Die wesentlichen Chancen und Risiken, die erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der IT4IPM GmbH haben können, sind im folgenden Risikobericht dargestellt. Er umfasst die vier Risikofelder Finanzen, Geschäftsprozesse, Branche sowie Recht. Risiken und Chancen werden anhand ihrer Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage durch die Gesellschafterin GEMA in die Kategorien groß, mittel und gering eingestuft. Die geringen Risiken und Chancen werden nicht berichtet. Die Betrachtung und Darstellung der Auswirkungen von Risiken und Chancen erfolgt unter Berücksichtigung von Maßnahmen zur Risikoreduzierung (Nettobetrachtung). Der Betrachtungszeitraum beträgt ein Jahr. Die Risikohöhe bildet die Basis für die Festlegung der Bedeutung der Risiken für die Gesellschafterin. Die Risikohöhe wird aus den Kriterien Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit ermittelt. Ebenso spielen qualitative Aspekte gegebenenfalls eine Rolle. Das Risikoprofil hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht. 2.1 Finanzen Ein mittleres Risiko im Finanzbereich ergibt sich für die IT4IPM durch ansteigende Tagessätze sowie Lizenzgebühren bei den Dienstleistern aufgrund der hohen Inflation und Lieferengpässen. Zudem besteht das mittlere Risiko steigender Cloud-Betriebskosten aufgrund von Datenwachstum und teuren GenAI Anwendungsfällen. Der vermehrt externe Einsatz von Dienstleistern aufgrund eines Fachkräftemangels könnte ebenfalls zu steigenden Kosten führen. 2.2 Geschäftsprozesse Die IT4IPM GmbH hat Teile ihrer operativen Geschäftsprozesse auf die GEMA ausgelagert. Durch das regelmäßig von der Prüfung der internen Revision unterliegende interne Kontrollsystem (IKS) kann die GEMA die jeweiligen Geschäftsprozesse optimieren und kontrollieren. Die ausgelagerten Prozesse werden im Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) der IT4IPM bei der Risikobeurteilung berücksichtigt. Durch Einsatz von Hard- und Software-Technologien soll die Verfügbarkeit der Daten und der Schutz vor unerlaubtem Zugriff sichergestellt werden. Eine regelmäßige Datensicherung hat zum Ziel das Risiko eines wesentlichen Datenverlustes zu reduzieren. Durch die Etablierung des ISMS wurde eine Informationssicherheits-Strategie entwickelt, die Risiken in Bezug auf IT-Security, Leistungsvermessung und Know-How Verlust auf ein mittleres Risiko reduzieren. Durch Analysen der Informationssicherheits-Risiken können Maßnahmen auf die Risikolage der IT4IPM angepasst werden. Durch höhere Anforderungen im Bereich Cyber Security könnte sich ein Risiko in dem Fortbestand des Versicherungsschutzes ergeben. Mittlere Chancen für die IT4IPM ergeben sich durch einen höheren Einsatz von Automatisierungen sowie neue technische Lösungen sowie Kostenersparnisse aufgrund der Reduktion von Systemen, externen Ressourcen/Tagessätze und Weiterentwicklung- und Projektbudgets. Zudem besteht für die IT4IPM die mittlere Chance geeignete neue Mitarbeiter zu rekrutieren. 2.3 Branche Die IT4IPM GmbH ist abhängig von der Branchenentwicklung in der für das Mutterunternehmen GEMA relevanten Musikindustrie und der Informationstechnologie in Europa. Je rückläufiger das Geschäft der GEMA ist, desto weniger Aufträge können an die IT weitergegeben werden. Die Musikindustrie umfasst neben der Entwicklung des Tonträger-, Sendungs- und Online-Marktes auch die Entwicklung der kommerziell genutzten Live-Musik. Langfristig ergibt sich ein mittleres Risiko aus rückläufigen Gebühreneinnahmen sowie Werbeeinnahmen im Sendungsbereich ohne nachhaltige Kompensation durch den Online-Markt. 2.4 Recht Das rechtliche Umfeld, in dem sich das Mutterunternehmen befindet, stellt auch für die IT4IPM ein Risiko als auch eine potenzielle Chance dar. Je nach Ausgang einer Rechtsentscheidung bedeutet dies für die IT4IPM mehr / weniger Aufträge durch die GEMA. So stellen der Neuabschluss von Gesamttarifverträgen und die Aufstellung von neuen Tarifen mittlere Risiken als auch mittlere Chancen für die GEMA und damit die IT4IPM in verschiedenen Geschäftsbereichen dar. Diese sind abhängig von den Rechtsänderungen durch den Gesetzgeber sowie den getroffenen Schiedsstellenentscheidungen und Gerichtsurteilen. Ferner können Änderungen der vertraglichen und gesetzlichen Regeln Auswirkungen auf den Wahrnehmungsmarkt haben, sodass im Hinblick auf die Exklusivität der Rechteübertragung an Verwertungsgesellschaften ein mittleres Risiko resultiert. Zudem können sich mittlere Kartellrisiken durch den Informationsaustausch zwischen Marktteilnehmern und anderen Verwertungsgesellschaften ergeben. Verfahren (Europäische Gerichte, Bundesgerichtshof, Oberlandesgerichte) sowie Gesetzesänderungen, welche sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken, sind im Berichtsjahr nicht vorhanden. Die gestiegenen regulatorischen Anforderungen für den Umgang mit personenbezogenen Daten, wie beispielsweise durch die EU-Datenschutz-Grundverordnung könnten für die IT4IPM mit Risiken verbunden sein, die als mittel eingestuft werden. Durch diverse Maßnahmen wie die Etablierung einer Datenschutzorganisation, die Einführung von datenschutzrechtlichen Prozessen, die Sicherstellung einer hinreichenden Dokumentation begegnet der GEMA-Konzern den mit dem Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung verbundenen Risiken. D. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024 - Prognosebericht1. Prognose für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Für das Gesamtjahr 2024 erwartet das ifo Institut eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 0,9 %. Mit Blick auf die Inflationsrate wird sich der Preisauftrieb verlangsamen und eine Inflationsrate zwischen 2 % - 3 % wird erwartet. Der Anstieg der Zahl der Erwerbstätigen wird sich verlangsamen und es wird mit einer Arbeitslosenquote von 5,9% gerechnet. 2. Prognose für die Geschäftsentwicklung der IT4IPM GmbH Das Geschäftsjahr 2023 der IT4IPM resultiert in einem positiven Jahresüberschuss. Trotz der wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen der weiterhin volatilen Gesamtmarktsituation, werden keine negativen Einflüsse für das Unternehmen für das kommende Geschäftsjahr erwartet. Die IT4IPM prognostiziert für das Geschäftsjahr 2024 einen hohen Anstieg sowohl bei den Umsatzerlösen als auch bei den Gesamtaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr. Dies resultiert insbesondere aus dem geplanten Anstieg des Projektvolumens. Gemäß der Planung wird mit einem Jahresüberschuss vor Steuern und Zinsen leicht unterhalb des abgelaufenen Berichtsjahres gerechnet Inhaltlicher Fokus liegt 2024 weiterhin auf der Umsetzung der IT-Projekte aus dem GEMA-Projektportfolio, der Gewährleistung des operativen Betriebs sowie der stetigen Weiterentwicklung der bestehenden Servicebereitstellungen auch an Drittkunden. Zusammenfassend bewertet die Geschäftsführung die zukünftige Entwicklung der IT4IPM als positiv.
München, den 10. April 2024 IT4IPM GmbH Andreas Stibi Shpend Tahirsylaj Geschäftsführung
1 Quelle: Statistisches Bundesamt
Pressemitteilung vom 15.Januar 2024
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Haftungsverhältnisse: Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 bestehen keine Haftungsverhältnisse. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
ANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20231. Allgemeine AngabenDie IT for Intellectual Property Management GmbH (kurz: IT4IPM GmbH) ist unter HRB 211469 im Handelsregister des Amtsgerichts München eingetragen. Der Gegenstand des Unternehmens sind IT-Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Wahrnehmung von Urheberrechten. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. von § 267 Abs. 2 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen gem. § 288 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. Das Prinzip der Darstellungsstetigkeit wurde beachtet. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde gemäß den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Neben dem Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang, wurde ein Lagebericht aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. 2. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 bis 256a und der §§ 264 bis 288 HGB) und wurden unverändert zum Vorjahr angewendet. Immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit ihren Anschaffungs- und Herstellungskosten aktiviert und über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von drei Jahren linear abgeschrieben. Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Diese werden grundsätzlich innerhalb von drei bis zehn Jahren linear abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter (bis € 800) werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt. Allen erkennbaren Risiken wird durch angemessene Abwertung Rechnung getragen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde für vorausgezahlte Beträge, soweit diese Aufwände für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, gebildet. Das Eigenkapital ist zum Nominalwert angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem Betrag ihrer voraussichtlichen Erfüllung. Die Pensionsrückstellungen wurden im Berichtsjahr nach den versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß § 253 HGB (Projected Unit Credit Method) mit einem Rechnungszinssatz von 1,83 % berechnet. Der Rechnungszins wird, durch die Deutsche Bundesbank veröffentlicht und beträgt für den durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre für eine unterstellte Restlaufzeit von 15 Jahren 1,82 %. Aus der Anwendung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes gemäß den Bestimmungen des § 253 Abs. 6 HGB der vergangenen 7 Geschäftsjahre für eine unterstellte Restnutzungsdauer von 15 Jahren würde sich ein Rechnungszins von 1,75 % (veröffentlicht 1,74 %) ergeben (Unterschiedsbetrag der Sollrückstellung laut Gutachten von 7-jährigem zu 10-jährigem Durchschnittszins: 96 T€). Bei der Bewertung wurden eine Fluktuation von 0,0 % bzw. 2,0 %, ein Gehaltstrend von 2,1 % und eine Rentendynamik für die Rentenverpflichtungen von 2,25 % p. a. zugrunde gelegt (soweit keine anderweitige vertragliche Regelung besteht). Es werden die Richttafeln 2018 G der Heubeck-Richttafeln GmbH, Köln, verwendet. Der Zinseffekt aus der Änderung des Abzinsungssatzes wird in Höhe von 2 T€ als Zinszuführung im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Rückstellung für Versorgungsverpflichtungen ist mit dem Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert worden. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht den Anschaffungskosten in Höhe von 34 T€. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt ebenfalls 34 T€. Aufwendungen und Erträge wurden in Höhe von T€ 23 in der Gewinn- und Verlustrechnung saldiert. Die Rückstellungen für Mitarbeiterjubiläen und Altersteilzeit werden ebenfalls nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Für die Bewertung der Jubiläumsrückstellungen wurde ein Rechnungszinssatz von 1,75 % und der Altersteilzeitrückstellungen 1,05 % zugrunde gelegt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden - sofern vorhanden - zum Wechselkurs des Abrechnungstages bzw. zum niedrigeren / höheren Wechselkurs am Bilanzstichtag bewertet. 3. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung3.1 Erläuterungen zur Bilanz 3.1.1 AKTIVA A. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt. B. Umlaufvermögen Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 7.068 (Vorjahr T€ 9.161) bestehen hauptsächlich aus Forderungen gegenüber der Gesellschafterin GEMA - Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, Berlin in Höhe von T€ 6.659 (Vorjahr T€ 8.681). Es handelt sich hierbei wie bei den restlichen Forderungen (T€ 409, Vorjahr T€ 480) gegenüber Verbundunternehmen vor allem um Forderungen aus dem Leistungsverkehr sowie aus der umsatzsteuerlichen Organschaft. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. 3.1.2 PASSIVA A. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital beträgt zum 31. Dezember 2023 T€ 25 (Vorjahr T€ 25). B. Rückstellungen Pensionsrückstellungen Zum Bilanzstichtag bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 6.004 (Vorjahr T€ 5.712). Steuerrückstellungen Bei den zum Bilanzstichtag bestehenden Steuerrückstellungen in Höhe von T€ 49 (Vorjahr T€ 132) handelt es sich um gebildete Rückstellungen für die geschuldete Gewerbesteuer aus dem Geschäftsjahr 2023. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 2.888 (Vorjahr T€ 2.318) betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Altersteilzeit in Höhe von T€ 1.363 (Vorjahr T€ 877), sowie Rückstellungen für noch ausstehende Rechnungen in Höhe von T€ 900 (Vorjahr T€ 1.121) und weitere personalbezogene Rückstellungen in Höhe von T€ 605 (Vorjahr T€ 289). C. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Es bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 5.196 (Vorjahr T€ 4.703). Diese haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 59 (Vorjahr T€ 12). Diese haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und betreffen den IT-Leistungsverkehr Sonstige Verbindlichkeiten Es bestehen sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 379 (Vorjahr T€ 345). Hiervon haben T€ 231 (Vorjahr T€ 198) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und T€ 149 (Vorjahr T€ 147) eine Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren. 3.2 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse betragen im Geschäftsjahr T€ 60.005, im Vorjahr waren dies T€ 55.185. Von den Umsätzen betreffen T€ 59.724 (Vorjahr T€ 54.827) Umsätze mit verbundenen Unternehmen, davon T€ 58.359 (Vorjahr T€ 54.132) Umsätze mit der Gesellschafterin GEMA - Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, Berlin. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 3 (Vorjahr T€ 6) erfasst. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 3 (Vorjahr T€ 1). Mitarbeiterbestand Der durchschnittliche Mitarbeiterbestand im Geschäftsjahr beträgt 150 Mitarbeiter (Vorjahr 139 Mitarbeiter). Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter setzt sich aus 123 Vollzeit-Mitarbeitern und 18 Teilzeit-Mitarbeitern zusammen. Zudem waren im Geschäftsjahr im Durchschnitt 6 Auszubildende und 10 Altersteilzeit-Mitarbeiter beschäftigt. 4. NachtragsberichtVorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der IT4IPM von besonderer Bedeutung gewesen wären, sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses nicht eingetreten. 5. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 17.522 (Vorjahr T€ 15.375), wovon T€ 221 (Vorjahr T€ 221) Zahlungsverpflichtungen gegenüber der Gesellschafterin GEMA - Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, Berlin und T€ 1.668 (Vorjahr T€ 1.888) Zahlungsverpflichtungen gegenüber anderen verbundenen Unternehmen betreffen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Miet- und Serviceverträgen sowie Zahlungsverpflichtungen gegenüber externen Dienstleistern und verbundenen Unternehmen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 3.058 haben eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Die übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von T€ 12.576 haben eine Restlaufzeit kleiner einem Jahr. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in voller Höhe von T€ 459 vorzutragen. Gesellschafter Alleinige Gesellschafterin ist die GEMA - Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, Berlin. Geschäftsführung
Auf die Angabe der Organbezüge wird unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Beirat Mitglieder des Beirats im Geschäftsjahr 2023 waren:
Die Mitglieder des Beirats erhalten nur Aufwandsentschädigungen. Im Geschäftsjahr waren dies insgesamt T€ 6 (Vorjahr T€ 4). Konzernzugehörigkeit Die IT4IPM GmbH ist ein Tochterunternehmen der GEMA - Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, Berlin. Die GEMA erstellt einen Konzernabschluss (keine größenabhängige Befreiung nach § 293 HGB). Die IT4IPM GmbH wird als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen (100 %-ige Beteiligung) in den Konzernabschluss (kleinster und größter Kreis) einbezogen, welcher im Bundesanzeiger bekannt gemacht wird.
München, 10. April 2024 Andreas Stibi Shpend Tahirsylaj Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 202301.01.-31.12.2023Zu AKTIVA I. Anlagevermögen
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die IT for Intellectual Property Management GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der IT for Intellectual Property Management GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IT for Intellectual Property Management GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 10. April 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Patrick Konhäuser, Wirtschaftsprüfer ppa. Martina von Möller, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 11. April 2024 festgestellt. |
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