Wild Grundstücks eGbR
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Heidelberger seit 15.12.2020 | Prokura |
Beate Luise, geb. Stuber Wild seit 8.5.2015 | Prokura |
Sabrina Patricia, geb. Wild Mäckel-Wild seit 24.8.2012 | Geschäftsführer |
Stefan Michael Wild seit 24.8.2012 | Geschäftsführer |
Jürgen Josef Otto Wild seit 20.11.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Wild GmbHEppingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1 Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens Die Firma Wild GmbH ist ein inhabergeführtes Familienunternehmen in der zweiten und dritten Generation, das sich mit der Vermarktung von Speisekartoffeln und Zwiebeln sowie der Herstellung und dem Vertrieb von Kartoffel- und Zwiebelprodukten sowie Roh- und Feinkostsalaten befasst. Die bis 2020 in zwei eigenständigen Gesellschaften betriebenen Geschäftsaktivitäten werden seit Ende 2020 durch die Verschmelzung der Wild Kartoffel- und Zwiebelmarkt GmbH mit der Wild Kartoffelverarbeitung GmbH unter der neuen Firma Wild GmbH in einer Gesellschaft gebündelt. Das Unternehmen ist Marktführer in Baden - Württemberg und gehört in Deutschland unverändert zu den Größten und Erfolgreichsten seiner Branche. Durch ein schlüssiges und einzigartiges Konzept vom eigenen Anbau der Rohware bis hin zur Verwertung von Kartoffeln und anderem Gemüse in der firmeneigenen Biogasanlage hat sich die Gesellschaft stark am Markt positioniert. Die Vermeidung umweltschädlicher Emissionen durch die Eigenenergieerzeugung in der Biogasanlage und mit der eigenen PV-Anlage sowie das Minimieren der einzusetzenden Ressourcen hat einen sehr hohen Stellenwert. Durch das stetige Vorantreiben dieses Gedankens folgen sowohl die Produktion als auch die gesamte Abwicklung der Prozesse einer erfolgreichen Entwicklung. Seit 2016 wird das neue Verarbeitungswerk des Unternehmens am Eppinger Stadtrand mit 10.000 qm erfolgreich betrieben. Mit dem Bau dieser neuen Produktionsstätte hat man hauptsächlich im Bereich der Produktionshygiene sowie einer optimalen Prozesssteuerung in Bezug auf Kälte neue Maßstäbe gesetzt. Im Produktsegment der gegarten Kartoffeln kann man sich durch eine besonders schonende Garweise von Mitbewerberprodukten abheben. Die Betriebsstätten in Eppingen sind nach dem IFS Standard mit der höchsten Auszeichnung "Higher Level" zertifiziert. Darüber hinaus halten die Betriebsstätten Zertifikate im Bereich Naturland, QS, Bio, QZBW sowie dem Regionalfenster. 1.2 Leitlinie des Unternehmens Das Unternehmen will in seinen Geschäftsfeldern Maßstäbe setzen und im Wettbewerb durch Innovation, Qualität, Service und Zuverlässigkeit erfolgreich sein. Dabei bestimmt vor allem die Nachhaltigkeit das Handeln des Unternehmens. Beginnend bei der landwirtschaftlichen Erzeugung der Produkte, über eine optimale Verwertung der Produkte und schlussendlich die Verwertung von Kartoffeln und anderem Gemüse in der Biogasanlage macht die Unternehmensgruppe Wild einzigartig und zeichnet den sogenannten "Wild-Kreislauf" aus. Die Nutzung des Stroms aus den Photovoltaik- und Biogas-Anlagen sowie die Abwärme daraus für die Produktion und Verwaltungsräume runden den Nachhaltigkeitsgedanken des Unternehmens ab. Das Unternehmen fördert die Potentiale seiner Mitarbeiter und sieht sich als verantwortungsvoller Arbeitgeber, der die individuelle Persönlichkeit schätzt und achtet. Die auch dadurch gewonnene, fundierte Erfahrung und das Know-how in Produktion, Vermarktung und Vertrieb zeichnen das Unternehmen seit vielen Jahren als einen stets zuverlässigen Partner aus. 1.3 Forschung und Entwicklung Das Unternehmen betreibt Forschung und Entwicklung im Bereich der Neu- und Weiterentwicklung von Convenienceprodukten. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung von Produkten, die es in der Art und Weise der Herstellung sowie der Qualität bisher auf dem Markt noch nicht gibt. Die neuentwickelten Produkte sollen möglichst wenig künstliche Zusatzstoffe enthalten und dem Verbraucher eine Alternative zum hausgemachten Produkt darstellen. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Inflation, Ukraine-Krieg und steigende Zinsen haben die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 abgebremst. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Kalenderbereinigt habe der Rückgang des Wirtschaftswachstums 0,1 % betragen. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken" (Quelle: Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes). "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort" (Quelle: Ruth Brand, Statistisches Bundesamt). Im Jahr 2022 war die deutsche Wirtschaft noch um 1,9 Prozent gewachsen. Die Zahl der Erwerbstätigen hat sich im Jahr 2022 auf rund 46 Mio. Personen eingependelt (Vorjahr: 45,8 Mio.). Auch für das Jahr 2024 wird diese Erwerbstätigenzahl erwartet. Unverändert herrscht in nahezu allen Branchen ein deutlich spürbarer Mangel an Arbeitskräften. Im Jahr 2023 sind in Deutschland über 700 Tausend offene Stellen gemeldet; diese dürften sich im Laufe des Jahres 2024 leicht reduzieren. Für das aktuelle Jahr 2024 wird selbst von der Bundesregierung ein Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) gegenüber dem Vorjahr von 0,2 % erwartet, nachdem Anfang 2024 noch von einer Steigerung von 0,3 % ausgegangen wurde (Quelle: statista). Grundlegende Treiber für den Rückgang sind weiterhin die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs, die Ernergiekrise sowie die Inflation und gestiegene Zinsen. Europäische Union: Die Konsumkartoffelernte (ohne Stärke- und Pflanzkartoffeln) 2023 der in der nordwesteuropäischen Kartoffelerzeugergruppe NEPG zusammengeschlossenen Länder Frankreich, Belgien, Niederlande und Deutschland lag mit 22,7 Mio. Tonnen deutlich (+5,1%) über dem Vorjahr (21,6 Mio. to) und dem 5-Jahres Vergleich (+2,4%) Im Jahr 2023 wurden in Deutschland von einer Anbaufläche von 262.600 ha insgesamt 10,9 Mio. Tonnen Kartoffeln geerntet, so das statistische Bundesamt. Im Vergleich zur Ernte 2022 sind es rund 194.000 Tonnen mehr. Der durchschnittliche Ertrag 2023 lag bei 414 dt/ha und somit über dem Vorjahreswert von 401 dt/ha (Quelle: statistisches Bundesamt). Baden-Württemberg: Die Bruttoerträge lagen in Baden-Württemberg mit rund 321 dt/ha wiederum unter dem Bundesdurchschnitt (414 dt/ha) und auch deutlich unter Vorjahr (343 dt/ha). Durch die zunehmende Konzentrierung des Lebensmitteleinzelhandels ist das Marktumfeld der Gesellschaft zwar schwieriger geworden, die grundlegende wirtschaftliche Tendenz ist jedoch weiterhin als positiv zu beurteilen. 2.2 Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 der Wild GmbH kann insgesamt als positiv bezeichnet werden. Die Verkaufsmengen im Betriebszweig Verarbeitung entwickelten sich für das Gesamtjahr 2023 erneut sehr positiv und lagen rund 23% über den Vorjahreszahlen. Im Bereich der Verpackung konnten die Absatzmengen des Jahres 2022 mit rund 9% deutlich übertroffen werden. Es wurde aufgrund von Sondereffekten die Absatzmenge des (Rekord-)Jahres 2021 übertroffen. Zu den Sondereffekten gehörte vor allem die zeitweise Übernahme der Lieferungen eines Wettbewerbers, der durch einen Brandschaden ausfiel. Die von unseren Kunden geschätzte hohe und gleichbleibende Produktqualität, ausgezeichnete Lieferbereitschaft und Termintreue haben maßgeblich dazu beigetragen, dass wir unsere Marktposition insgesamt als Unternehmen in allen Bereichen weiter haben stärken können. 2.3 Lage des Unternehmens 2.3.1 Ertragslage Das erfolgreiche Geschäftsjahr 2023 konnten wir mit einer Steigerung der Umsatzerlöse um Euro 36,4 Mio. (+37,2 %) auf Euro 134,4 Mio. und einer Verbesserung des Jahresergebnisses um Euro 0,4 Mio. auf Euro 1,7 Mio. abschließen. Die für den Anstieg der Umsatzerlöse verantwortliche Nachfrage konnten wir wie in den Vorjahren auf Grund unserer hohen Lieferfähigkeit infolge des ständigen Ausbaus unserer Produktions- und Lagerkapazität bedienen. Wir können auf dieser Basis äußerst flexibel auf volatile Nachfragesituationen reagieren. Trotz einer merklich gestiegenen Wareneinsatzquote und Kostensteigerungen in den übrigen Bereichen konnte der Jahresüberschuss 2023 mit Euro 1.743.837,58 gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Auch im Berichtsjahr konnten wir unsere Wettbewerbsposition festigen und ausbauen. 2.3.2 Finanzlage Angesichts unseres deutlich positiven operativen Cash-Flows konnten wir 2023 neben den planmäßigen Zins- und Tilgungsleistungen zusätzlich nennenswerte Investionen in Höhe von Euro 8,7 Mio. tätigen. Diesen Investitionen stehen Abschreibungen in Höhe von Euro 2,1 Mio. gegenüber. Es waren zu jeder Zeit ausreichende Kreditlinien vorhanden. Die Liquiditätslage unseres Unternehmens war im Berichtsjahr durchgängig gut. Unsere Finanzplanung ist so aufgebaut, dass wir auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit in voller Höhe erfüllen können. 2.3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich von Euro 51,5 Mio. um Euro 8,3 Mio. auf Euro 59,8 Mio. Dies ist einerseits den gestiegenen Umsatzvolumina mit Folgen auf der Forderungsseite und andererseits den Investitionsaktivitäten zuzurechnen. Unverändert werden wesentliche langfristig genutzten Anlagegüter innerhalb der Firmengruppe Wild angemietet. Das Vorratsvermögen verringerte sich aufgrund der hohen Nachfrage zum Jahresende auf Euro 6,4 Mio. (Vorjahr: Euro 7,2 Mio.) und umfasst neben Kartoffelprodukten auch Rohware (Kartoffeln, Zwiebeln etc.) sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich mit einem Stand von Euro 12,1 Mio. gegenüber Euro 9,2 Mio. im Vorjahr erhöht. Die sonstigen Vermögensgegenständen reduzierten sich weiter und beliefen sich auf Euro 1,4 Mio. Die in den Vorjahren hohen Verrechnungskonten zwischen den Gesellschaften der Wild-Gruppe verbleiben seit der Umfinanzierung 2022 auf deutlich niedrigerem Niveau. Die Eigenkapitalquote, berechnet aus dem Verhältnis zwischen Eigenkapital und Bilanzsumme, reduzierte sich - technisch bedingt durch die gestiegene Bilanzsumme - leicht von 26,2 % auf 25,5 %. Insgesamt kann von einer stabilen Vermögenslage der Gesellschaft gesprochen werden. Die Rückstellungen haben sich erhöht. Zum einen waren höhere Steuerrückstellungen aufgrund des gestiegenen Ergebnisses, zum anderen Rückstellungen wegen Klärung rechtlicher Auseinandersetzungen zu bilden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich unwesentlich um Euro 0,2 Mio. auf Euro 12,4 Mio. erhöht. Neben den planmäßigen Tilgungen gab es Neuaufnahme von Darlehen zur Finanzierung von Investitionen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um Euro 4,9 Mio. auf Euro 21,7 Mio., was auf Warenlieferungen sowie Investitionen entfällt. Die passiven latenten Steuern haben sich gegenüber dem Vorjahres leicht reduziert. 2.4 Personal- und Sozialbereich Der durchschnittliche Personalbestand hat sich mit 351 Mitarbeitern gegenüber dem Vorjahr (355 Mitarbeiter) leicht verringert. Die Personalaufwendungen sind auf Grund von Lohnsteigerungen und sonstiger Nebenkosten um 13,7 % angestiegen. Unser Personalaufwand betrug 2023 Euro 16,1 Mio. (Vorjahr: Euro 14,1 Mio.). Darin waren Lohnnebenkosten in Höhe von Euro 3,0 Mio. (Vorjahr: Euro 2,6 Mio.) als Pflichtabgaben, Versorgungskassen und freiwillige Abgaben enthalten. 2.5 Umweltschutz Die Anforderungen im Umweltschutzbereich wurden eingehalten. Durch diverse Maßnahmen wie den Austausch alter energetisch uneffizienter Ausstattungen durch moderne energiesparende Geräte konnte der CO 2 -Ausstoß wesentlich verringert werden. 2.6 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Die Umsatzrendite errechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen. Sie bewegt sich 2023 mit 2,4 % auf Vorjahresniveau. Die Eigenkapitalrentabilität als Quotient aus dem Jahresüberschuss und dem Eigenkapital beläuft sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 11,4 % (Vorjahr: 9,7 %). Die Gesamtkapitalrentabilität (Jahresüberschuss zu Bilanzsumme) hat sich von 2,6 % auf 2,9 % verbessert. Insgesamt kann unsere wirtschaftliche Lage als sehr zufriedenstellend bezeichnet werden. 3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht Wir erwarten auch für das Jahr 2024 insgesamt eine positive Entwicklung. Die ersten neun Monate waren im Bereich Kartoffelverarbeitung (KVB) weiterhin geprägt von einem Mengenwachstum. Im Vergleich zum Vorjahr konnte in diesem Zeitraum rund 5 % mehr abgesetzt werden. Im Bereich der Verpackung (KZM) sind die Absatzmengen in diesem Zeitraum leicht gesunken (-1,6 %). Aufgrund eines Brandes im Betrieb eines Wettbewerbers haben wir im Vorjahr ab August bei einem Kunden deutlich höhere Mengen geliefert. Diese Zusatzmengen fallen ab Februar 2024 wieder weg. Somit ist für 2024 von einer etwas niedrigeren Gesamtabsatzmenge im Vergleich zu 2023 auszugehen. Wesentliche Änderungen im Geschäftsbetrieb sind aktuell nicht geplant. 3.2 Chancenbericht Unsere Gesellschaft schließt gewöhnlich für 50-60 % der geplanten Produktionsmenge Anbauverträge. Hierbei werden teilweise Marktpreise und wahlweise Festpreise vereinbart. Die restlich geplanten Produktionsmengen sind freie Handelswaren. Die vereinbarten Preise können - je nach Marktentwicklung - sowohl ein Risiko als auch eine Chance darstellen. Der Anteil der Handelswaren wurde weiter ausgebaut ohne den Eigenanbau, aus Regionalitätsgründen, zu stark zurückzufahren. Das Bekenntnis zu regionalen Produkten ist unverändert eine tragende Säule unserer Philosophie und wird auch von den Endkunden zunehmend mit den für den regionalen Anbau benötigten höheren Preisen honoriert. Durch die neue Produktionstätte der Verarbeitung haben wir und werden wir auch weiter die Qualität der Produkte weiter steigern können. Auch neue innovative Produkte bieten uns die Möglichkeit die Marktdurchdringung deutlich zu steigern und bisher brachliegende Nischen zu besetzen. Die Tatsache, dass ein großer Bedarf an unkonservierten Produkten besteht und wir durch die zukünftigen Produktionsverfahren in Reinsträumen die Mindesthaltbarkeitszeiten ohne Konservierung beträchtlich steigern können, wird unserem Unternehmen sehr gute Chancen am Markt einbringen. Im ersten Quartal 2024 haben wir mit der Einführung eines neues einheitliches ERP System für beide Werke (KZM+KVB) begonnen. Im Laufe des Jahres 2024 werden die einzelnen Konzepte und Stammdaten erstellt. Geplanter Go-Live des neuen ERP ist für das 2. Quartal 2025 geplant. Von dem neuen ERP erwarten wir sicherere und bessere Prozesse sowie einfachere Arbeitsabläufe. Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit, Flexibilität, Kundennähe und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. 3.3 Risikobericht Bei der Risikoanalyse werden von uns die verschiedenen Bereiche wie Beschaffungs- und Absatzmarkt sowie Produktionsprozesse und Sonstiges analysiert. Die Wild GmbH bezieht Rohware wie z.B. Kartoffeln, Zwiebeln, Karotten, Paprika und Kraut. Die Rohware wird dabei einerseits innerhalb der Unternehmensgruppe erzeugt oder direkt von Landwirten bezogen. Hier besteht ein Risiko bei Missernten. Andererseits werden die Rohware extern zugekauft, wo der Lieferant das Risiko trägt. Durch einen kontrollierten Mix der Bezugsarten versuchen wir das Ernte- wie auch das Belieferungsrisiko einzugrenzen. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. 4 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die solide Eigenkapitalausstattung und die von den Hausbanken eingeräumten Kreditlinien sichern die Abwicklung der laufenden Geschäfte, so dass derzeit keine Liquiditätsrisiken gesehen werden. Forderungsausfallrisiken werden als sehr gering eingeschätzt, da bereits im Vorfeld von Geschäftsabschlüssen entsprechende Kontrollen (Bonitätsprüfungen, etc.) vorgenommen werden. Des Weiteren besteht kein Währungsrisiko, da alle Kontrakte im Verkauf und im Einkauf in Euro abgeschlossen werden. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen unverändert eine konservative Risikopolitik. 5 Bericht über die Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.
Eppingen, den 28.10.2024 Sabrina Mäckel-Wild, Geschäftsführerin Jürgen Wild, Geschäftsführer Stefan Wild, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Beteiligungen zu Anschaffungskosten Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des AnlagevermögensDie Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Angaben zu Ausleihungen gegenüber Gesellschaftern Der Wert der Ausleihungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 0,00 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro). Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 0,00 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro). Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 0,00 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro). Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von 6.186.961,20 Euro einbezogen. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten. - Überstundenverpflichtungen - Abschluss- und Prüfungskosten - Aufbewahrungskosten - Berufsgenossenschaft - Rückvergütung/Erlösschmälerungen Angabe zu Restlaufzeitvermerken Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 31.214.070,97 Euro (Vorjahr 25.948.719,88 Euro). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 11.941.290,31 Euro (Vorjahr 10.829.684,05 Euro). Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 6.973.384,17 Euro (Vorjahr 6.679.151,61 Euro). Der Gesamtbetrag der bilanzieren Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 34.165.801,60 Euro (Vorjahr 29.074.673,12 Euro). Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden: - Sicherungsübereignung - Grundschuld - Besicherung durch Dritte - handelsübliche Sicherheitsrechte bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Aufgliederung der einzelnen Verbindlichkeitspositionen ist aus dem beigefügten Verbindlichkeitenspiegel ersichtlich. Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 4.186.632,37 Euro (Vorjahr: 4.433.453,11 Euro). Verbindlichkeitenspiegel Geschäftsjahr
Verbindlichkeitenspiegel Vorjahr
Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern auf Grund von Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und entlastung mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz (30%) im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Insgesamt ergab sich bisher ein Passivüberhang. Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 281.297,40 Euro. Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern: 10.889,10 Euro. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:
Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 3.413.786,69 Euro sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte: - Leasingverträge - Miet- und Pachtverträge Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:
Personalaufwand Der Personalaufwand des Geschäftsjahrs beträgt 16.086.849,30 Euro und gliedert sich wie folgt:
Aufwand für Altersversorgung Beim Personalaufwand ist im Posten Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung ein Betrag von 52.708,11 Euro (Vorjahr 50.507,12 Euro) für Altersversorgung enthalten. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung werden unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben. Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer Zu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Krediten wird berichtet:
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Laufe des Geschäftsjahres führte das Unternehmen die folgenden Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen durch: Die Anmietung von Gebäuden und Maschinen von der Wild Maschinenvermietung GbR und der Wild Grundstücksvermietung GbR sowie der Verkauf von Gegenständen zwischen den genannten Gesellschaften. Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 38.400,00 Euro und gliedert sich wie folgt:
Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Die Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung: Der Jahresüberschuss beträgt 1.743.837,58 Euro. Auf neue Rechnung werden 7.930.798,78 Euro vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Eppingen, den 28.10.2024 Sabrina Mäckel-Wild Jürgen Wild Stefan Wild sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 30.10.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Wild GmbH, Eppingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Wild GmbH, Eppingen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wild GmbH, Eppingen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Sinsheim, den 28.10.2024 SINSHEIMER TREUHAND GMBH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Martin Sielmann, Wirtschaftsprüfer |
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