PEA Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hakan Hasanoglu seit 18.3.2026 | Geschäftsführer |
Quentin Zapf seit 27.6.2025 | Prokura |
Gerhard Thorsten Dr. Aust seit 27.6.2025 | Geschäftsführer |
Bijan Ghawami seit 27.6.2025 | Prokura |
Miroslaw Rafal Dziuba seit 8.3.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Willi Prettl | 26.21% |
| 17.35% | |
| 8.89% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
2 von 3 Anteilseignern sichtbar
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PRETTL Electronics GmbHRadebergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Wirtschaftsbericht I. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufes und des Geschäftsergebnisses 2023 Geschäftstätigkeit Die PRETTL Electronics GmbH ist als Hersteller und Dienstleister in der Elektronikindustrie im Bereich Electronics Manufacturing Services (EMS) tätig. Das Leistungsprofil umfasst herstellen (Bestückung von Leiterplatten), Entwickeln, Testen und Reparieren von elektronischen Komponenten und kompletten Baugruppen und Geräten für Erstausrüster (Original Equipment Manufacturer, OEMs). Das Dienstleistungsspektrum umfasst den After Sales Service, die Entwicklungsdienstleistungen von der ursprünglichen Idee des Kunden bis hin zur Fertigstellung des Produkts (Gehäusebau), das gesamte Material-Management sowie die Dienstleistungslogistik der gefertigten Produkte. Als großer mittelständischer EMS- Dienstleister gehört die PRETTL Electronics zu den relevanten Lieferanten in Deutschland. Die Kunden der Gesellschaft sind hauptsächlich in den Geschäftsfeldern Medizintechnik, Kommunikationstechnik, Industrieelektronik, Industrial-IoT, erneuerbare Energien und Mobilität angesiedelt. Gesamtwirtschaft und Branchensituation Weltwirtschaft Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Berichtsjahr besser als zu Jahresbeginn erwartet und wuchs mit 2,7% zwar etwas langsamer als im Vorjahr mit 3%, jedoch nur leicht unter dem langfristigen Trend. Die wachstumsdämpfenden Effekte einer markanten und synchronen Straffung der Geldpolitik vieler Notenbanken wurden dabei durch positive Impulse von Seiten der Fiskalpolitik und niedrigere Energie- und Rohstoffpreise abgemildert. Allerdings gab es deutliche Unterschiede zwischen und teils auch innerhalb der einzelnen Regionen. Die unerwartete Widerstandskraft der US-Wirtschaft in Anbetracht der massiven geldpolitischen Straffung war der Hauptgrund für diese positive Entwicklung, aber auch einige große Schwellenländer wie Indien oder Brasilien konnten die Erwartungen übertreffen. Dagegen zeigten sich die Volkswirtschaften Europas und Chinas eher schwach. In diesem Umfeld verlangsamte sich auch der Welthandel und schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr um rund 2%. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Kalenderjahr 2023 gem. IWF-Prognose um 2,7%. Im Kalenderjahr 2024 wird es voraussichtlich um 2,8 % weiter steigen. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2023 nach Berechnungen des statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Im Kalenderjahr 2024 wird es voraussichtlich um 0,6 % wachsen (DIW). Die Wechselkurse waren wieder volatil. Der Kurs des US-Dollar zum Euro bewegte sich im Jahresverlauf zwischen 1,05 und 1,13. Im Jahresendvergleich zeigte sich eine Aufwertung des Euro von rund 6%. Beim chinesischen Renminbi ergab sich eine Schwankungsbreite zum Euro von 7,2 bis 8,1. Auch die Preise für Öl und Gas waren weiterhin sehr volatil. Der Ölpreis fiel zum Jahresende unter die Marke von 80 USD je Barrel und lag damit fast 9% unter dem Niveau am Vorjahresende, im Jahresdurchschnitt lag der Preis rund 17% unter dem Vorjahr. Auch der europäische Gaspreis gab spürbar nach. Zum Jahresende lag der Preis mit rund 32 € fast 60% niedriger als zum Jahresende 2022, blieb damit aber weiterhin über den Niveaus vor der Pandemie. Auch die Preise für industrielle Rohstoffe gaben im Jahresverlauf tendenziell nach und lagen zuletzt knapp 3% niedriger als am Vorjahresende. EMS-Branche in DACH Die EMS-Branche in DACH erzielte 2023 ein sehr gutes Ergebnis. Die gemeinsam von IPC und in4ma durchgeführte Jahresumfrage der Europäischen EMS-Industrie ist abgeschlossen. In Deutschland legte die Branche ca.13,5% im Umsatz von 9,4 Mrd. Euro auf 10,6 Mrd. Euro zu. Die Beschäftigung stieg von ca. 43.400 Mitarbeitern auf 48.300 Mitarbeitern und wuchs damit beachtliche 11,5%. Der Auftragsbestand sank allerdings deutlich um ca. 35% und hat wieder ein normales Niveau erreicht, welches zu vernünftigen Lieferzeiten führt. Die Book-to-Bill-Rate fiel dementsprechend deutlich auf 0,82. Die Bestände an Roh- Hilfs- und Betriebsstoffen sind nach wie vor überhöht und signalisieren weiteren Handlungsbedarf. Bei den Marktsegmenten legte insbesondere die Automobil-Industrie, der Sektor Mobilität, Industrie und Energie zu, während die Telekommunikation deutlich schwächelte. Für 2024 prognostizieren sehr viele EMS-Unternehmen ein Umsatzminus zwischen 6% und 10% (Mittelwert minus 8,8%) und erst für 2025 wieder ein solides Wachstum. Elektroindustrie in Deutschland Die preisbereinigte Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter blieb im Jahr 2023 unverändert gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz elektrotechnischer und elektronischer Güter lag im Jahr 2023 mit 238 Mrd. € um 6,0 % über dem Vorjahresniveau (Quelle: Informationsblatt des ZVEI vom März 2024). Die Anzahl der öffentlichen Schnelladestationen hat sich in Europa im Jahr 2023 um 55 Prozent erhöht. Die Elektromobilität gewinnt weltweit an Bedeutung, und die Zahlen deuten darauf hin, dass sich dieser Trend in den kommenden Jahren fortsetzen wird. Wirtschafts- und Branchenrisiken Politische Spannungen und damit verbunden die Gefahr geopolitischer Konflikte sind weiterhin ausgeprägt und mit weitreichenden Risiken für die Geschäftsentwicklung der Gesellschafterbunden. Eine weitere Verschärfung der Spannungen zwischen China und den USA sowie zwischen China und der EU, die mögliche weitere Eskalation des Russland- Ukraine-Kriegs und v. a. des Konflikts im Nahen Osten, das Aufflammen weiterer regionaler Konflikte sowie eine mögliche militärische oder nicht militärische Eskalation im gesamten südostchinesischen Meer könnten zu erneuten Spannungen in den Lieferketten, noch höheren Energiepreisen, erneutem Druck auf die Inflationsraten und einer weiteren Verschlechterung des Wachstumsausblicks führen. Eine weitere Eskalation und mögliche geografische Ausdehnung des Russland-Ukraine-Kriegs könnte sich insbesondere negativ auf die Einkaufs- und Logistikprozesse sowie auf das Produktions- und Absatzprogramm auswirken. Ein möglicher Engpass in der Energieversorgung in der EU könnte zudem zu möglichen Produktionsausfällen in den Werken der Prettl Beteiligungs Holding - Gruppe führen. Geschäftsentwicklung Die Gesamtleistung (Summe aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderung) des Unternehmens liegt im Jahr 2023 mit 102,7 Mio. € um 15,0% über dem Wert des Vorjahres (89,4 Mio. €). Der Geschäftsverlauf im abgelaufenen Geschäftsjahr war geprägt durch die wirtschaftliche Erholung in Folge der Covid 19-Pandemie und der Entspannung an den Beschaffungsmärkten. Daher konnten der Energietechnik-, Industrie- sowie der Sicherheitsbereich erheblich erhöhte Umsätze liefern. Im Energietechnikbereich lag das Umsatzplus bei 94,9%, im Industrieelektronik-Bereich bei plus 96,3% und im Sicherheitsbereich bei plus 20,4%. Diese Umsatzträger lieferten im Berichtsjahr zusammen rd. 65,3% der Umsätze. Die Fertigungsleistung war infolge der verbesserten Auslastung auf einem deutlich höheren Niveau als im Jahr 2022. Insgesamt konnte auch im Jahr 2023 eine deutliche Steigerung des EBIT mit 4,6 Mio. € (Vorjahr: 1,7 Mio. €) erzielt werden. Der Abbau der hohen RHB-Bestände die in den Vorjahren, die wegen der zuvor aufgetretenen Lieferkettenstörungen bewusst aufgebaut wurden und Materialengpässe zur Sicherstellung ausreichender Produktionskapazitäten, um die Lieferfähigkeit gegenüber den Kunden und die Abarbeitung des hohen Auftragsbestands zu ermöglichen, wurde im Jahr 2023 mit 4,3 Mio. € begonnen und wird im Jahr 2024 fortgesetzt werden. Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung hat sich von 77,2% im Vorjahr auf 75,2% im Berichtsjahr, um 2,0 Prozent-Punkte vermindert. Ursächlich hierfür ist die Produktivitätssteigerung. Die von der Geschäftsführung aufgestellte Planung für das Geschäftsjahr 2023 wurde auch in Bezug auf die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren erreicht. Die Wertschöpfung pro Mitarbeiter konnte erhöht werden. II. Lage des Unternehmens Ertragslage Einhergehend mit der bereits beschriebenen Steigerung der Umsatzerlöse und Materialaufwendungen erhöhten sich die Personalaufwendungen im Jahr 2023. Die Personalaufwendungen erhöhten sich um 1,6 Mio. € auf 13,8 Mio. €. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind mit 0,7 Mio. € fast konstant geblieben. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber 2022 um 0,7 % auf 9,9 Mio. € gesunken. Das Zinsergebnis, also der Saldo zwischen Zinserträgen und Zinsaufwendungen, hat sich aufgrund der erhöhten Finanzierungskosten um 0,4 Mio. € verschlechtert. Der Jahresüberschuss liegt 1.713 T€ über dem Vorjahr und beträgt 1.550 T€ (Vorjahr: Jahresfehlbetrag -163 T€). Das Vorsteuer-Jahresergebnis ist erstmalig durch die Übernahme des Verlustes der lesswire GmbH in Höhe von 1.319 T€ auf Grundlage des Ergebnisabführungsvertrages belastet. Zu den wesentlichen Ursachen der Steigerung verweisen wir auf die Ausführungen zur Geschäftsentwicklung. Vermögens- und Finanzlage Nach der Entspannung an den Beschaffungsmärkten im Verlauf des Jahres 2023 konnte der weitere Aufbau der Bestände an Rohstoffen gebremst werden und es wurden erste Schritte zur Reduzierung der Bestände auf geringeres Normalniveau eingeleitet. Die Erhöhung der EK-Quote auf 27,8 % (im Vorjahr 23,9 %) ist im Wesentlichen bedingt durch eine Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Zusammenhang mit einem gleichzeitigen Abbau der Vorratsbestände. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 27,9 % (im Vorjahr 33,6 %) der Bilanzsumme. Die Finanzlage des Unternehmens ist auf Grundlage der Planung für 2024 als gesichert zu bezeichnen. Die Forderungen werden durch aktives Forderungsmanagement und ein effizientes Mahnwesen weitgehend innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, die Verbindlichkeiten möglichst innerhalb der Zahlungsziele zu begleichen. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Insgesamt verminderten sich die Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten von 16,0 Mio. € auf nunmehr 13,4 Mio. €. Davon sind 9,0 Mio. € (Vorjahr: 11,0 Mio. €) innerhalb eines Jahres fällig. Die restlichen Verbindlichkeiten in Höhe von 4,4 Mio. € (Vorjahr: 5,0 Mio. €) sind mittel- und langfristig fällig. Neben der Rückführung der Bankverbindlichkeiten ist eine gestiegene Mittelbindung aus dem Anstieg der Verbundforderungen um insgesamt 6,6 Mio. € infolge des höheren Umsatzvolumens ursächlich. Hinsichtlich der Art und der Form der Sicherheiten verweisen wir auf die Angaben im Anhang. Die weiteren Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Darüber hinaus unterhält unsere Gesellschaft Kreditlinien, so dass die Finanzierung des Working Capital für das operative Geschäft gesichert ist. Zum Stichtag standen der Gesellschaft Betriebsmittellinien im Gesamtvolumen von 15,3 Mio. € zur Verfügung. Ohne die Aufrechnung von Guthaben lag die Inanspruchnahme bei rund 88%. Zu berücksichtigen ist dabei allerdings der zum Stichtag vorhandene Guthabenbestand bei den entsprechenden Banken, so dass bei Berücksichtigung der Guthaben der kreditgebenden Banken eine Inanspruchnahme von 87 % zum Stichtag besteht. Die Nettofinanzschulden (also die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abzüglich der Bankguthaben) haben sich gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht. Die Nettofinanzschulden betrugen zum Bilanzstichtag 13,2 Mio. € (Vorjahr: 8,1 Mio. €). Damit steht auch weiterhin ein angemessener finanzieller Handlungsspielraum zu üblichen Konditionen zur Verfügung. Es wurden betreffend immaterielles Anlagevermögen und Sachanlagen Investitionen in Höhe von 1,0 Mio. €, vor allem in Produktivitätssteigerung und Qualitätsverbesserung, IT- Ausstattung und Testequipment getätigt. Langfristige Anlagen sind fristenkongruent finanziert. Zwischen der PRETTL Electronics GmbH und deren Tochtergesellschaften bestehen Clearingverträge für Bankkonten. Innerhalb der Division PRETTL Electronics wurden Darlehen an Tochtergesellschaften ausgereicht. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Das Geschäftsjahr 2023 stand grundsätzlich im Zeichen der weiteren Erholung nach den erheblichen Belastungen infolge der Pandemie in den Vorjahren und der Entspannung der Lieferprobleme bei wichtigen Vorprodukten, insbesondere im Bereich der Halbleiter. Auch die Herausforderungen durch die Transformation unseres Unternehmens in eine CO 2 -neutrale Zukunft bestehen fort. Ein hochmotiviertes Team konnte die Fertigungsleistung steigern, die Wertschöpfung pro Mitarbeiter erhöhen und die Reduzierung des Working Capital umsetzen. Für das Geschäftsjahr 2024 sind wir zuversichtlich, obwohl sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen eingetrübt haben. Der gute Auftragsbestand lässt erst eine Abschwächung des Geschäftes gegen Ende des Jahres erwarten. Insgesamt ist die Geschäftsführung mit dem Geschäftsverlauf im Jahr 2023 sehr zufrieden. Finanzielle Leistungsindikatoren Zu den intern verwandten finanziellen Steuerungsgrößen Umsatz, EBIT und Cash-Flow gegenüber den budgetierten Zielwerten gehören auch Umsatz- und Auftragsbestandsauswertungen, Materialquotenanalysen im Rahmen einer detaillierten Kundendeckungsbeitrag- und monatlichen Kostenstellenrechnung zur Sachkostensteuerung. Monatlich werden verschiedene Kennzahlen und Auswertungen zur Reichweitenanalyse der Vorräte, dem Forderungsmanagement, der Liquiditätsplanung und der damit einhergehenden Cashflow Steuerung erstellt, ausgewertet und regelmäßig in der Geschäftsführung bewertet. Als bedeutsamste Leistungsindikatoren werden von der Gesellschaft der Umsatz und das EBIT verwendet. Der Leistungsindikator Umsatz entspricht den nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften definierten Umsatzerlösen. Das EBIT ist wie folgt definiert:
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Gesellschaft sind die Mitarbeiter. Insofern liegt das Bestreben darin, eine möglichst geringe Personalfluktuation zu haben und die Mitarbeiter dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Die Gesellschaft hat im Jahr 2023 eine Personalfluktuation von 6%. Dies ist auch vor dem Hintergrund des aktuellen Arbeitsmarktbildes und den derzeit bestehenden eher begrenzten Möglichkeiten, neue Arbeitnehmer für das Unternehmen gewinnen zu können, von besonderer Bedeutung für die Unternehmensleitung. Besondere KPIs zur internen Steuerung des Unternehmens werden im Rahmen der monatlichen Erstellung einer Balanced Score Card Auswertung erstellt und im Management Team besprochen. Es werden aber keine konkreten quantitativen Zielvorgaben für diese KPIs definiert. B. Bericht über Forschung und Entwicklung Für den Forschungs- und Entwicklungsbereich kann die PRETTL Electronics GmbH neben eigenen Teams auf Kapazitäten in Tochterunternehmen zurückgreifen. Das Tochterunternehmen lesswire GmbH, Berlin, setzt sich mit Funktechnologie und Telematik im Wesentlichen im Automotive-Bereich auseinander. Zu der Firma lesswire GmbH gehört auch der Entwicklungsstandort in Erd (Ungarn). Das Entwicklungsteam der PRETTL Electronics GmbH in Radeberg entwickelt Leistungselektronik und Antriebstechnik. C. Berichterstattung gem. § 289 Abs. 3 HGB 1. Arbeitnehmerbelange Personalentwicklung Insgesamt waren 274 Mitarbeiter (+3 gegenüber dem Vorjahr) bei der PRETTL Electronics GmbH, Radeberg, zum Stichtag beschäftigt. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit hat sich von 12 Jahren zum 31.12.2022 nicht verändert. Ausbildung Die Ausbildung eigener Facharbeiter und kaufmännischer Angestellter ist bei der PRETTL Electronics GmbH Tradition und wird zugleich als Instrument der Rekrutierung bzw. Entwicklung von Nachwuchskräften genutzt. Im Geschäftsjahr 2023 waren 22 Auszubildende in unterschiedlichen Lehrjahren in der Ausbildung. Bis auf die Auszubildenden, die ein Studium begonnen haben, haben wir nahezu alle Auszubildenden nach ihrer Prüfung übernommen. Weiterbildung Die Weiterbildung ist ein wesentlicher Bestandteil der Qualifizierung unserer Mitarbeiter für die Realisierung der fachlichen Anforderungen. Dabei werden neben externen verstärkt interne Angebote genutzt, z.B. E-Learning. Schwerpunkte bildeten die Produkt- und Prozessschulungen, LEAN-Management, Qualität, Umwelt- und Vertragsrecht. Wir verfolgen die Ergebnisse der Weiterbildungsangebote qualitativ und quantitativ und passen das Angebot bei Bedarf an. Mitarbeiterentwicklung Die Mitarbeiterentwicklung ist wichtiger Bestandteil der Personalverantwortung in den jeweiligen Abteilungen. Der Bedarf an technisch hoch qualifiziertem Personal ist weiterhin sehr hoch. Die Weiterentwicklung des Personals ist deshalb eine der zentralen Führungsaufgaben. Die gute Beschäftigungslage und Industrie-Neuansiedlungen bzw. Erweiterungsaktivitäten im Raum Dresden machen die Rekrutierung zudem deutlich anspruchsvoller. 2. Umweltbelange Die Umsetzung der anspruchsvollen Europäischen Richtlinien zum Umweltschutz erfolgte durch Einhaltung der Stoffverbotsrichtlinie, der Altfahrzeugrichtlinie und der RoHs-Konformität. Darüber hinaus ergreift die Gesellschaft umweltschützende Maßnahmen im Bereich Energiemanagement gemäß DIN ISO 50001. D. Bericht über Chancen und Risiken sowie zukünftige Entwicklungen des Unternehmens I. Chancen- und Risikobericht Wirtschafts- und Branchenrisiken Die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben weiterhin von außergewöhnlicher Unsicherheit geprägt. Neben unerwarteten makroökonomischen Entwicklungen können insbesondere aus geopolitischen und handelspolitischen Ereignissen Unsicherheiten für die Weltwirtschaft und die Geschäftsentwicklung entstehen. Neben dem Russland-Ukraine-Krieg sind hier unter anderem eine weitere Verschärfung der Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und China sowie eine weitere Eintrübung der politischen Beziehungen zwischen der Europäischen Union und China zu nennen. Auch volatile Energie- und Rohstoffpreise, anhaltend hohe Inflationsraten, ein hohes Zinsniveau und eine noch ausgeprägtere Abschwächung des Wirtschaftswachstums können Einfluss auf die in den einzelnen Kategorien beschriebenen Risiken und Chancen haben. Basierend auf diesen Prognosen gehen wir, wie die überwiegende Zahl der Wirtschaftsforschungsinstitute, davon aus, dass sich die Wirtschaftsentwicklung weiter merklich verlangsamen wird und ab 2025 mit einer leichten Erholung gerechnet werden kann und damit langfristig von einem weiteren Wachstum geprägt ist. Fester Bestandteil zur Risikominimierung ist, die seit Jahren verfolgte, mittel- und langfristige Strategie, ein ausgewogenes Produktportfolio und eine breite Kundenstruktur in verschiedenen Regionen auf- und auszubauen, konsequent weiterzuverfolgen und umzusetzen. Damit ist das Unternehmen zunehmend von einzelnen Märkten oder Kunden unabhängiger und ein konjunktureller Einbruch in einer Region kann zumindest teilweise kompensiert werden. Das Unternehmen wäre durch flexible Kostenstrukturen bei größeren konjunkturellen Veränderungen in der Lage, auf die veränderten Marktgegebenheiten zu reagieren. Dabei stehen Gleitzeitkonten und flexible Schichtmodelle ebenso wie die Option der Kurzarbeit als Instrumente zur Verfügung. Es könnte darüber hinaus durch die Anpassung der Personalstärke auf veränderte Marktlagen reagiert werden. Daneben würden zeitnahe Anpassungen und Überprüfungen der Beschaffungsmengen in enger Zusammenarbeit mit dem Einkauf und den Lieferanten erfolgen. Bereits bei der Planung werden konjunkturelle Risiken in angemessenem Umfang berücksichtigt. Die Budgeterstellung erfolgt dabei prinzipiell durch eine zugrunde gelegte vorsichtige Betrachtungsweise der möglichen makroökonomischen Szenarien. Finanzielle Risiken Die Währungsrisiken der Gesellschaft werden als beherrschbar eingeschätzt, da der weit überwiegende Teil an Forderungen und Verbindlichkeiten im Euro-Raum besteht. Unser Einkauf baut die Lieferantenbasis stetig weiter aus. Auf dieser Grundlage sollen Abhängigkeiten vermieden bzw. reduziert sowie möglichst wettbewerbsfähige Preise und Zahlungskonditionen realisiert werden. Gegenwärtig gehen wir davon aus, dass es zu keinen weiteren signifikanten Preissteigerungen im Rahmen der Beschaffung kommen wird. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Absicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird monatlich ein Liquiditätsplan erstellt, der laufend an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Die künftige Geschäftsentwicklung ist mit den zur Verfügung stehenden Eigen- und Fremdmitteln finanzierbar. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Mahnwesen, Debitorenmanagement und eine Warenkreditversicherung für den überwiegenden Teil der Kunden. Der überwiegende Teil unseres Kundenportfolios setzt sich aus erstklassigen Medizin- und Industriekunden zusammen. Chancen aus der weltweiten allgemeinen Situation Bedingt durch die derzeit angespannten Beziehungen von weiten Teilen Europas und den USA zu China führt dies zu Diskussionen um ein wirtschaftliches "Decoupling". Hieraus können für den Standort Deutschland positive Effekte aus der "Rückverlagerung" von Industrien etc. resultieren, von denen auch PRETTL positiv partizipieren kann. Branchenbedingte Chancen im Bereich Medizintechnik Vier nachhaltige Trend beeinflussen die Gesundheitsmärkte. Dazu zählen die demografische Entwicklung (weltweit wachsende und alternde Bevölkerung), die wirtschaftliche Entwicklung der Schwellenländer, Zunahme an nicht-übertragbaren Krankheiten sowie die Transformation im Gesundheitswesen bei den Leistungserbringern wie Krankhäuser. Diese Trends schaffen für die Unternehmen der Medizintechnik neue Produkte und Märkte, von denen auch PRETTL als Zulieferer partizipieren kann. Branchenbedingte Chancen im Bereich Kommunikationstechnik sowie der Industrieelektronik Durch die fortlaufende Digitalisierung der Gesellschaft sowie die damit verbundenen Zukunftsthemen wie Künstliche Intelligenz und Industrial IoT-Initiatoren werden insbesondere auch die Unternehmen der Kommunikationsindustrie neue Märkte und Produkte schaffen. Branchenbedingte Chancen in der Energietechnik Derzeit nehmen die politischen Bemühungen spürbar zu, Veränderungen im Bereich der Energieversorgung sowohl der Industrie als auch der privaten Haushalte voranzubringen. Dies wird erhebliche Veränderungen auf Industrien bewirken, die auch PRETTL beliefert. Hieraus resultieren weitere Wachstumschancen für PRETTL. II. Prognosebericht Weltwirtschaft und Branche Wir gehen davon aus, dass sich das Wachstum der Weltwirtschaft weiter verlangsamen wird. Getrieben wird diese Verlangsamung vor allem durch die großen Industrieländer, deren wirtschaftliche Entwicklung mindestens in der ersten Jahreshälfte 2024 durch anhaltend hohe Zinsen geprägt sein dürfte. Dagegen wurde in zahlreichen Schwellenländern der Zinssenkungszyklus schon im Jahr 2023 eingeleitet, was die dortige Konjunktur unterstützen sollte. In der Eurozone ist vor dem Hintergrund fehlender geld- und fiskalpolitischer Impulse besonders in der ersten Jahreshälfte 2024 eine nach wie vor schwache konjunkturelle Entwicklung zu erwarten. Vor allem für die Industrie ist angesichts der unzureichenden Auftragslage und anhaltend hoher Zinsen keine nennenswerte Erholung absehbar. Im Gesamtjahr sollte die Wirtschaftsleistung ähnlich wie im Vorjahr nur geringfügig zulegen. In den USA dürften die zurückliegenden Zinserhöhungen ihre dämpfende Wirkung zunehmend entfalten, da sie anders als im Vorjahr nicht mehr durch unterstützende Fiskalmaßnahmen abgefedert werden. Im Gesamtjahr erwarten wir für die US-Wirtschaft ein entsprechend geringeres Wachstum als im Vorjahr. Die chinesische Volkswirtschaft dürfte auch im Jahr 2024 durch die fortgesetzte Konsolidierung des Immobiliensektors und eine zurückhaltende Nachfrage aus dem Ausland gebremst werden und damit insgesamt weniger wachsen als im Vorjahr. Die Weltwirtschaft dürfte im Jahr 2024 mit einem Wachstum von etwa 2 - 2,5 % eine weitere langsame Erholung verzeichnen. (Quellen: IWF und andere Wirtschaftsforschungsinstitute). Für das Jahr 2024 geht das ZVEI davon aus, dass das preisbereinigte Wachstum für die deutsche Elektro- und Digitalindustrie bei 2% liegen wird. Ausblick Unternehmen Wir erwarten, dass sich die Umsatzerlöse der Prettl Electronics GmbH im Jahr 2024, trotz eines hohen Auftragsbestandes, aber bei schwierigeren konjunkturellen Rahmenbedingungen, auf ca. 87 Mio. € verringern werden. Zur Einschätzung dieser geplanten Entwicklung ist aber die Information relevant, dass in den Umsatzerlösen des Jahres 2023 Erlöse aus Materialverkäufen von 14,2 Mio. € enthalten sind, wohingegen in den Planerlösen 2024 keine Erlöse aus Materialverkäufen berücksichtigt worden sind. Das Jahr 2024 steht unter der Maßgabe der Erhöhung der Profitabilität, durch Verschlankung der Strukturen und Abläufe, konsequente Weitergabe von Materialpreiserhöhungen und Beschaffungsmehrkosten, Effizienzsteigerungen durch Automatisierungsprojekte, bei gleichzeitiger Fokussierung auf die Verbesserung der Beschaffungsprozesse, um die Kundenzufriedenheit zu verbessern und Lagerbestände abzubauen. Diese Effekte werden durch die schwierigere konjunkturelle Lage in 2024 teilkompensiert und das EBIT wird voraussichtlich 3,6 Mio. € betragen. Die künftige Geschäftsentwicklung wird in den bisher bedienten Geschäftsfeldern erfolgen. Daneben wird der weitere Ausbau, einen vollständigen Service einschließlich der Entwicklung und des Designs einer Produktidee anzubieten, zu einem Original Design Manufacturer (ODM) angestrebt. Neben den EMS-Dienstleistungen sollen somit auch mit dem Kunden und für den Kunden Produkte zu entwickelt werden, um dadurch das EMS-Dienstleistungsportfolio stetig zu erweitern und den Wertschöpfungsanteil zu erhöhen. Der Auftragsbestand für 2024 liegt per Ende März bei 62 Mio. € und ist eine gute Basis, um die Planziele für das Jahr 2024 zu erreichen. Die Prettl Electronics GmbH wird weiter investieren und die Fertigungsstrukturen werden optimiert bei gleichzeitigem Kapazitätsausbau. Das Unternehmen verfügt über entsprechende Flächen, Produktionsanlagen, motivierte Mitarbeiter und eine starke Marktpositionierung und sieht sich für den anhaltend scharfen Wettbewerb gut aufgestellt. Wir gehen davon aus, auch zukünftig immer in der Lage zu sein, unseren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Ziel bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren ist es, die Fluktuation bei den Mitarbeitern möglichst niedrig zu halten, um besonders Qualität und Liefertreue weiter zu verbessern.
Radeberg, den 11.06.2024 Carsten Ellermeier, CEO, Geschäftsführer Miroslaw Dziuba, CEO, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die PRETTL Electronics GmbH hat ihren Sitz in Radeberg und ist eingetragen in das Handelsregister HRB 34431 beim Amtsgericht Dresden. Die Aufstellung des vorliegenden Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB. Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Vorschriften §§ 266 ff. HGB und §§ 275 ff. HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Aus der Verschmelzung der PRETTL Electronics Test Solutions GmbH auf die PRETTL Electronics GmbH zum 01.01.2023 ergaben sich mit Ausnahme des Verschmelzungsverlustes (T€ 496) keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Berichtsjahrs mit dem Vorjahr. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Die Bilanzierung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer beträgt für immaterielle Vermögensgegenstände zwischen 1 und 3 Jahren, für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen zwischen 2 und 14 Jahren sowie für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 1 und 14 Jahre. Bei den entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen erfolgt die Abschreibung linear. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu € 800,00 netto werden im Zugangsjahr in voller Höhe aufwandswirksam in Abgang gebracht. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten. Soweit erforderlich werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu den Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen ist (§ 253 Abs. 4 HGB). Die Anschaffungskosten werden auf Grundlage des gleitenden Durchschnittspreises je Artikel ermittelt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergaben, sind durch Abwertungen berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2023 wurde, sowie in den beiden Vorjahren, die standardisierte Reichweitenabwertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ausgesetzt. Hintergrund ist, der in 2021 und 2022 erfolgte, bewusste Aufbau dieser Bestände, um Lieferkettenstörungen und Materialengpässe zu kompensieren und sicherzustellen, dass ausreichend Produktionskapazitäten vorhanden sind, um die Lieferfähigkeit gegenüber den Kunden sowie die Abarbeitung des hohen Auftragsbestands zu gewährleisten. Mit dem Abbau dieser Bestände wurde im Geschäftsjahr 2023 begonnen und diese Maßnahme setzt sich in 2024 fort. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten (§ 255 Abs. 2 HGB), soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen ist. Waren werden zu Anschaffungskosten bewertet, soweit nicht ein niedriger Wert beizulegen ist. Die Anschaffungskosten werden auf Grundlage des gleitenden Durchschnittspreises je Artikel ermittelt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gem. § 256a HGB bewertet. Die Flüssigen Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 II 1 HGB). Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gem. § 256a HGB bewertet. III. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres. Angaben zu Finanzanlagen:
1 Umrechnungskurs: EUR/HUF 382,80
Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände zum Stichtag haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 12.917 (Vj.: T€ 6.482) sowie sonstige Forderungen in Höhe von T€ 3.220 (Vj.: T€ 2.773) enthalten. Davon entfallen T€ 223 (Vj.: T€ 223) auf die Gesellschafterin. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen T€ 2.482 (Vj.: 3.906) und für den Personal- und Sozialbereich T€ 1.338 (Vj.:745). Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1.240 (Vj: T€ 1.766) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.669 (Vj.: T€ 342) enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Steuerverbindlichkeiten in Höhe von T€ 950 (Vj.: T€ 107) enthalten. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse sind folgendermaßen aufzugliedern
Der Inlandsanteil betrug 81,7%. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 3.073 (Vj.: T€ 4.555) enthalten periodenfremde Erträge TEUR 200 (Vj.: TEUR 1.311). Die periodenfremden Erträge entstehen im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen. Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 7 (Vj.: T€ 5) enthalten. Größte Posten innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren Miet- und Pachtaufwendungen, Aufwendungen für Reparatur und Instandhaltung, Fremdarbeiten und sonstige Dienstleistungen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 35 (Vj.: T€ 87) aus Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Forderungsverluste enthalten sowie außergewöhnliche Aufwendungen aus dem Verlust im Zusammenhang mit der Verschmelzung der PRETTL Electronics Test Solutions GmbH auf die PRETTL Electronics GmbH zum 01.01.2023 in Höhe von T€ 496 (Vj.: T€ 0). Die Zinserträge beinhalten Erträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 78 (Vj.: T€ 136). Die Zinsaufwendungen beinhalten Aufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 149 (Vj.: T€ 23). In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Ertragssteuererträge in Höhe von T€ 284 (Vj.: Ertragsteueraufwendungen in Höhe von T€ 1.221) enthalten. Die sonstigen Steuern enthalten periodenfremde Umsatzsteuer in Höhe von T€ 12 (Vj.: T€ 318). V. Sonstige Pflichtangaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31.12.2023 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Zum 31.12.2023 bestehen Restverpflichtungen aus laufenden Leasingverträgen in Höhe von T€ 951 - bezogen auf 12 Monate. 2. Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 269 (Vj.: 237) Arbeitnehmer beschäftigt. Davon waren 138 gewerbliche Arbeitnehmer und 131 Angestellte. Die Auszubildenden wurden nicht berücksichtigt. 3. Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt durch: Dziuba, Miroslaw, Dresden (COO) Ellermeier, Carsten, Rot am See (CEO) Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt dieser die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Die Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen. 4. Konzern Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der Prettl Electronics GmbH wird in den Konzernabschluss der PRETTL Beteiligungs Holding GmbH, Neuruppin, einbezogen, welche gleichzeitig den kleinsten und größten Konsolidierungskreis darstellt. Dieser Konzernabschluss wird von der PRETTL Beteiligungs Holding GmbH, Neuruppin, Amtsgericht Neuruppin, HRB 4015 NP, aufgestellt und im Unternehmensregister offengelegt. 5. Abschlussprüferhonorar Hinsichtlich der Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB über das Abschlussprüferhonorar wird auf den Konzernabschluss der PRETTL Beteiligungs Holding GmbH, Neuruppin, verwiesen. 6. Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen Im Geschäftsjahr wurden keine wesentlichen Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen durchgeführt. 7. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor. 8. Ergebnisverwendung Das Jahresergebnis von T€ 1.550 ergibt mit dem bestehenden Gewinnvortrag von T€ 9.585 einen Bilanzgewinn von T€ 11.135. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Radeberg, den 11. Juni 2024 Miroslaw Dziuba, Geschäftsführer Carsten Ellermeier, Geschäftsführer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde von der Gesellschafterversammlung am 11. Juli 2024 festgestellt. Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die PRETTL Electronics GmbH, Radeberg PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der PRETTL Electronics GmbH, Radeberg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PRETTL Electronics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 11. Juni 2024 BDO
AG
Künkele, Wirtschaftsprüfer Müller, Wirtschaftsprüfer |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
3 nahegelegene Organisationen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Herstellung elektrischer und elektronischer Ausrüstungsgegenstände für Kraftwagen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen