Modepark Röther GmbH
Selbe AdresseEinzelhandel mit Bekleidung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Paul Röther seit 28.8.2024 | Geschäftsführer |
Fabian Daniel Messner seit 28.8.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 49.99% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Röther Stiftung | 50.01% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Röther Beteiligungs GmbHMichelfeldKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20221. Grundlagen des Konzerns Die Röther Beteiligungs GmbH ist Muttergesellschaft mit Tochtergesellschaften im Inland. Neben der Holdingfunktion übernimmt die Röther Beteiligungs GmbH zentrale Dienstleistungen wie Rechnungswesen, Personalwesen, IT-Abteilung etc. Die Geschäftsleitung obliegt dem geschäftsführenden Gesellschafter Michael Röther sowie dem Geschäftsführer Fabian Messner (seit 03.01.2023, eingetragen im Handelsregister am 30.01.2023). Die Modepark Röther GmbHs betreiben deutschlandweit Textil- und Bekleidungseinzelhandel. Die Modepark Röther GmbHs in Michelfeld, Heilbronn, Augsburg, Hermsdorf, Mühldorf, Rohrbach, Schwäbisch Gmünd, Weinstadt und Bretten betreiben zusätzlich Photovoltaikanlagen zur Eigenstromproduktion. Die RG Digital GmbH betreibt den e-Commerce-Handel für den Konzern. Am 16.07.2022 erfolgte die Gründung der Modepark Röther GmbH mit Sitz in Esslingen am Neckar. Die Eröffnung dieser neuen Filiale erfolgte am 06.04.2023. Um ein umfassendes Controlling der Unternehmen des Röther-Konzerns zu gewährleisten, sind alle Tochtergesellschaften in das zentrale Steuerungssystem der Röther Beteiligungs GmbH eingebunden. Die Überwachung der wichtigen Steuerungsgrößen wie Umsatz, Kosten, Wareneinsatzquote und Personalkostenquote erfolgt durch die Geschäftsleitung in Michelfeld. 2. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen 2.1 Lage der Konjunktur Die Dynamik der deutschen Wirtschaft hat sich zum Jahresende 2022 deutlich abgeschwächt. In den ersten drei Quartalen des letzten Jahres konnte das Bruttoinlandsprodukt trotz schwieriger weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen noch zulegen (+0,8 %, +0,1 % und +0,5 %). Für das gesamte Jahr 2022 haben die Berechnungen des Statistischen Bundesamts aus der Pressemitteilung vom 24.02.2023 das Wachstum von 1,8 % zum Vorjahr (kalenderbereinigt +1,9 %) bestätigt. Die globalen Konjunkturaussichten haben sich gegenüber der Prognose aus dem Jahresgutachten 2022 des Sachverständigenrats leicht aufgehellt. So mildern sinkende Großhandelspreise für Energie und die Abkehr Chinas von der Null-Covid-Politik den für das Jahr 2023 erwarteten Rückgang des Wirtschaftswachstums in Deutschland und im Euro-Raum. Die hohe Inflation dämpft das Wachstum voraussichtlich bis weit ins Jahr 2024 hinein. Die deutsche Wirtschaft ist weiterhin von hohen Energiepreisen belastet, hat sich jedoch im Winterhalbjahr gegenüber der Energiekrise recht widerstandsfähig gezeigt. Die deutsche Wirtschaftsleistung dürfte in den Jahren 2023 und 2024 mit 0,2 % und 1,3 % dementsprechend moderat wachsen und liegt damit leicht unter dem Wirtschaftswachstum im Euro-Raum. Für die globale Wirtschaftsleistung erwartet der Sachverständigenrat einen Anstieg von 2,2 % in diesem Jahr und 2,7 % im kommenden Jahr. Die Inflation ist nach ihrem starken Anstieg in den vergangenen beiden Jahren seit Herbst 2022 wie in anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften zurückgegangen. Die Verbraucherpreise für Energie im Euro-Raum sind zuletzt etwas gesunken. Die Inflation der restlichen Güter- sowie Dienstleistungspreise dürfte sich jedoch nur langsam abschwächen. Für Deutschland erwartet der Sachverständigenrat einen Anstieg der Verbraucherpreise (VPI) in den Jahren 2023 und 2024 um 6,6 % und 3,0 %. Ähnliche Werte werden auch für den Euro-Raum gesehen, welche damit weiterhin deutlich über dem Inflationsziel der EZB von 2 % liegen. 2.2 Lage der Branche In Deutschland ist der Umsatz der relevanten Handelskategorie "Einzelhandel Textilien, Bekleidung, Schuhe und Lederwaren" 2022 preisbereinigt um 27 % (nominal: +30,4%) gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Trotz dieses starken Zuwachses konnte die Branche die coronabedingten Verluste der beiden Vorjahre noch nicht vollständig wettmachen: Die Umsätze lagen im Jahr 2022 mit einem Minus von real 7,6 % noch immer deutlich unter dem Niveau des Jahres 2019. Dies meldete das Statistische Bundesamt Ende Januar 2023. Nach fünf Monaten im Aufwärtstrend schwächt sich die Erholung der Verbraucherstimmung im April 2023 ab. Das geht aus dem aktuellen Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) hervor. Demnach verharrt der Index nahezu auf dem Niveau des Vormonats. Ob der Stopp der Aufwärtsbewegung eine Trendwende einleitet, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Derzeit belasten die weiterhin hohe Inflationsrate und die konjunkturelle Unsicherheit den privaten Konsum. Ist die Anschaffungsneigung der Verbraucherinnen und Verbraucher noch in den vergangenen Monaten kontinuierlich gestiegen, gibt sie nun etwas nach und sinkt auf das Niveau aus dem Vorjahresmonat. Konsumentscheidungen gegenüber zeigen sich Verbraucher in den kommenden Monaten somit zurückhaltend. Beim privaten Konsum sind daher keine Wachstumsimpulse zu erwarten. Auch die Sparneigung lässt nach. Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf die jüngsten gesamtwirtschaftlichen Eintrübungen und Unsicherheiten. Das aktuell stagnierende Stimmungsniveau steht einer konjunkturellen Erholung auf Grundlage des privaten Konsums derzeit entgegen. Nachrichten von Insolvenzen, Geschäftsaufgaben und ein weiterhin hohes Preisniveau haben in den ersten drei Monaten des Jahres in der Modebranche für Erschütterungen gesorgt. Der Markt stabilisierte sich aber dennoch, nachdem sich die weit schwerwiegenderen Folgen der Corona-Pandemie im Vorjahresvergleich abmilderten. Der Sonderauswertung für Bekleidungs- und Schuhhandel des IFO-Geschäftsklimas aus dem April 2023 lässt sich entnehmen, dass sich die Bekleidungs- und Schuheinzelhändler zum Start ins II. Quartal 2023 in manchen Geschäftsbereichen mit größeren Problemen konfrontiert sehen: So berichtet ein größerer Anteil der Befragten von Finanzierungsschwierigkeiten. Zuletzt war dieser Anteil vor dem III. Quartal 2020 so hoch gewesen wie aktuell. Einen Höchststand gibt es ebenfalls bei der Frage nach dem Mangel an Fachkräften. Im Vergleich zur letzten Quartalsbefragung hat sich dieses Problem für den Bekleidungshandel deutlich verschärft. 2.3 Umsatzentwicklung des Röther-Konzerns Im Geschäftsjahr 2022 konnte ein Umsatz von EUR 296 Mio. (Vj. EUR 219 Mio.) erzielt werden. Dies entspricht einer Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr um ca. EUR 76,8 Mio. bzw. 35 %. Die Umsatzsteigerung ist im Wesentlichen dem Wegfall der im Vorjahr noch von staatlicher Seite angeordneten "Corona"-Beschränkungen zuzuschreiben. Der Zuwachs fiel damit höher aus als im Durchschnitt der Bekleidungsbranche. 2.4 Investitionen Die Investitionen in Anlagevermögen der Gesellschaften beliefen sich 2022 auf insgesamt EUR 6,8 Mio. (Vj. EUR 4,9 Mio.). Demgegenüber haben sich betriebsgewöhnliche Anlagenabgänge mit ca. EUR 1,0 Mio. der ursprünglichen Anschaffungskosten ergeben. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2022 betrugen insgesamt EUR 8,9 Mio. (Vorjahr: EUR 7,9 Mio.). Hierin enthalten sind EUR 0,9 Mio. außerplanmäßige Abschreibungen. 2.5 Finanzierungsmaßnahmen Die Investitionen konnten aus dem laufenden Cash-Flow finanziert werden. In 2022 wurden keine Bankdarlehen aufgenommen, sondern nur bisher vereinbarte Kreditlinien in Anspruch genommen. Zum Jahresende belaufen sich die Bankverbindlichkeiten auf TEUR 1 (Vj. TEUR 1). Im Rahmen des Risikomanagements des Unternehmens werden derivative Finanzinstrumente in Form von Zins- und Währungsswaps sowie Termingeschäfte eingesetzt. Hauptsächlich sollten hiermit Risiken aus Zinsschwankungen sowie Kreditrisiken begrenzt werden. Die Swaps sind seit Jahren Bestandteil des laufenden Cash-Managements. Die stetige Überwachung erfolgt ausschließlich durch die Geschäftsführung. Die Bewertung erfolgt durch die Banken auf Basis aktueller Marktdaten unter Verwendung marktüblicher Bewertungsmethoden. Der beizulegende Zeitwert der einzelnen Swaps wurde von den Instituten mitgeteilt. Dieser beträgt zum 31.12.2022 TEUR -6.362 (Vj. EUR -3.680). Wir sind verpflichtet in dieser Höhe eine Rückstellung für drohende Verluste zu bilden. Die negativen Marktwerte spiegeln jeweils den Barwert des auf den zugrundeliegenden Kapitalbetrag aggregierten Cash-Flows wider. Die Kontrakte bestehen gegenüber deutschen Kreditinstituten. 2.6 Personal- und Sozialbereich Im Jahresdurchschnitt 2022 wurden im Konzern insgesamt 2.109 Mitarbeiter beschäftigt, davon 2.009 Angestellte und 100 Auszubildende. Der Röther-Konzern beschäftigt zum 31.03.2023 insgesamt 2.199 Arbeitnehmer(innen). Erfreulicherweise liegen wir mit unserem Personalbestand nun wieder auf bzw. sogar über dem pandemiebedingten Vorkrisenniveau. Die Entlohnung orientiert sich bei den gewerblichen Mitarbeiter(innen) und auch in weiten Teilen im Angestelltenbereich an den Tarifvorstellungen des Einzelhandelsverbandes, darüber hinaus bestehen in Einzelfällen abweichende einzelvertragliche Regelungen. In den Bereichen Gesundheits- und Arbeitsschutz, z. B. Unfallschutz, Berufsunfälle u. Ä. haben sich im Geschäftsjahr 2022 keine besonderen Vorkommnisse ergeben. 2.7 Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres bzw. der Vorjahre Durch Umbau- und Umstrukturierungsmaßnahmen konnte erneut die Flächennutzung in den Modeparks verbessert werden. Kontinuierliche Investitionen im IT-Bereich garantieren hohe Effizienz und Transparenz. Das in den vergangenen Jahren implementierte ERP-System wird laufend weiterentwickelt und verbessert. Es wurden in 2022 zusätzliche Maßnahmen realisiert, um den steigenden Anforderungen in Bezug auf Datensicherheit und -redundanz gerecht zu werden. Weitere Schritte zur Sensibilisierung der Mitarbeiter für mögliche Angriffsszenarien wurden trainiert und sind als Standard etabliert. Dieses Maßnahmenpaket unterstreicht unseren Anspruch, gegen externe Attacken bestmöglich und zeitgemäß geschützt zu sein und diese abzuwehren. Sofern wider Erwarten ein Angriff erfolgreich sein sollte, wird sichergestellt, dass die Betriebsbereitschaft unverzüglich wiederhergestellt werden kann. 3. Wirtschaftsbericht 3.1 Vermögenslage Bei einer Bilanzsumme in Höhe von EUR 88,3 Mio. liegt die Eigenkapitalquote bei 34,7 % (Vj. 30,4 %). Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt 26,8 % (Vj. 32,0 %). Die Stichtagsliquidität beträgt EUR 6,6 Mio. (Vj. EUR 5,4 Mio.). Der Anteil des Vorratsvermögens in Höhe von EUR 40,4 Mio. (Vj. EUR 33,3 Mio.) an der Bilanzsumme beträgt 45,7 % (Vj. 40,8 %). Aufgrund des strengen Niederstwertprinzips und den Regeln der verlustfreien Bewertung sind sämtliche erkennbaren Verluste über Abwertungen und Rückstellungen im Jahresabschluss berücksichtigt worden. Die detaillierte Bewertung der Inventurdaten nach untergliederten Warengruppen auf Basis von Warenumschlagsdaten und retrograder Verprobung führt zu exakten und marktgerechten Warenbestandszahlen. 3.2 Finanzlage Ergänzend zu unseren Ausführungen zu den Finanzierungsmaßnahmen lässt sich feststellen, dass im Geschäftsjahr 2022 temporär Kontokorrentlinien in Anspruch genommen wurden. Die Kontokorrentrahmen betragen EUR 27,2 Mio. (Vj. EUR 27,2 Mio.), die i. H. v. EUR 26,1 Mio. als freie Linien zur Verfügung standen. Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen wurden, in der Regel unter Erwirtschaftung von Skontobeträgen, durch schnelle Zahlung erfüllt. Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt EUR 7,8 Mio. (Vj. EUR 8,0 Mio.). Der Finanzmittelbestand erhöhte sich um TEUR 1.208. 3.3 Ertragslage Die Ertragslage hat sich nach dem Wegfall der im Rahmen der Pandemie-Bekämpfung staatlich angeordneten Betriebsschließungen normalisiert. Die Gesamtleistung ist um 35,1 % gesteigert worden (Vj. -4,2 %). Der Wareneinsatz ist, in Bezug auf die Gesamtleistung, um nur 27,9 % gestiegen. Dies liegt in der besseren Marktlage und Warenverfügbarkeit begründet, so dass stabilere Verkaufspreise im Markt realisiert werden konnten. Die Kürzung der Zuschüsse aus der Überbrückungshilfe III wirkten sich im Rahmen des Bewilligungsverfahren i. H. v. rd. EUR 1,25 Mio. einmalig als periodenfremder Aufwand negativ auf das Jahresergebnis 2022 aus:
Die EBIT-Marge betrug folglich im Geschäftsjahr 2,37 %, nach 5,53 % im Vorjahreszeitraum. Damit ist die EBIT-Marge auf das Niveau vor der Corona-Krise zurückgekehrt. Die EBIT-Prognose von EUR 10,4 Mio. für 2022 wurde somit um rd. EUR 3,4 Mio. verfehlt. Hauptgründe liegen insbesondere in einer um rd. EUR 1,9 Mio. höheren Zuführung zu Drohverlustrückstellungen sowie EUR 1,5 Mio. periodenfremder Aufwendungen (hiervon rd. EUR 1,25 Mio. im Zusammenhang mit Rückerstattungsansprüchen aus Überbrückungshilfe III), die in dieser Form und Höhe nicht antizipiert werden konnten. 4. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht Der Höhepunkt der Inflationswelle dürfte mittlerweile hinter uns liegen. Insbesondere ist von den Energiepreisen im Verlauf der kommenden Monate kein weiterer Schub mehr zu erwarten. Die Beschaffungspreise für Strom und Gas sind seit dem Spätsommer des vergangenen Jahres spürbar gesunken und seit Januar wirken die staatlichen Preisbremsen. Dies entlastet zunächst vor allem die Unternehmen, deren Energiekosten von den Marktpreisen bestimmt werden. Im Verarbeitenden Gewerbe sind daher den ifo Konjunkturumfragen zufolge in den kommenden Monaten spürbar weniger Preisanhebungen geplant, so dass sich der Anstieg der Erzeugerpreise weiter verlangsamen dürfte. Ein merklicher Rückgang beim Verbraucherpreisanstieg wird jedoch noch etwas auf sich warten lassen, da die Energieversorger die gesunkenen Beschaffungskosten erst mit Verzögerung an ihre Abnehmer weitergeben. Für die privaten Haushalte werden daher die Energiepreise erst frühestens ab Ende 2023 unter ihren Vorjahreswert sinken. Unter der Annahme, dass sich Rohstoffe und Energie entsprechend der derzeitigen Markterwartung im Prognosezeitraum nicht wesentlich verteuern und dass die EZB ihre Leitzinsen weiter anhebt, dürfte die Inflationsrate im Jahr 2024 auf 2,2 % und die Kernrate auf 2,8 % zurückgehen. Im weiteren Verlauf des Jahres wird sich die Konjunktur in nahezu allen Wirtschaftsbereichen erholen. Darauf deutet die spürbare Verbesserung der ifo Geschäftserwartungen seit Oktober 2022 hin. Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe nehmen seit Jahresbeginn wieder zu und die globale Konjunktur dürfte an Fahrt gewinnen. Langsam sinkende Inflationsraten und steigende Löhne dürften spätestens ab Jahresmitte wieder zu einem Reallohnplus führen und die Binnenkonjunktur stützen. Bremsen dürfte hingegen die Bauwirtschaft, auch wenn dort zu Jahresbeginn ein überraschend hoher Produktionszuwachs verzeichnet wurde. Die Nachfrage nach Bauleistungen ist kräftig eingebrochen, nicht zuletzt als Folge der rasch steigenden Finanzierungskosten. Kurzfristig könnte sich das Verarbeitende Gewerbe kräftiger erholen, wenn sich die angebotsseitigen Engpässe schneller auflösen als erwartet. Der Auftragsstau bei den Industrieunternehmen ist nach wie vor beträchtlich, und mittlerweile nehmen auch die Neuaufträge wieder zu. Die hohe Inflation könnte hingegen die Binnenkonjunktur stärker dämpfen als in den Prognosen unterstellt. Unklar ist vor allem, wie die privaten Haushalte auf die hohen Preisanstiege und die damit einhergehenden Liquiditätsengpässe reagieren. So ist es durchaus vorstellbar, dass die privaten Haushalte ihre Sparneigung erhöhen und einen zunehmenden Anteil ihres Einkommens, möglicherweise aus einem Vorsichtsmotiv heraus, beiseitelegen. Dies würde den privaten Konsum stärker beeinträchtigen. Auch könnte sich die heimische Preisdynamik langsamer abschwächen als erwartet, etwa weil Tariflohnanstiege oder Gewinnausweitungen höher ausfallen. Dies würde den Rückgang der Kerninflationsrate verzögern und eine restriktivere geldpolitische Reaktion erfordern. Vor allem die Baukonjunktur dürfte dadurch noch stärker in Mitleidenschaft gezogen werden. Für das Jahr 2023 erwartet der Sachverständigenrat für Deutschland aufgrund dieser Umstände nur noch eine Zunahme des BIP um 0,2 %. Für 2024 wird derzeit eine Steigerung von 1,3 % angenommen. Dem Sachverständigenrat zu Folge dürften die privaten Konsumausgaben im Jahr 2023 um 0,9 % fallen und im Jahr 2024 um 1,2 % wachsen. Wir sind gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, hinzuweisen. Der Chancen- und Risikobericht erläutert die aus heutiger Sicht erkennbaren wesentlichen Chancen und Risiken im Röther-Konzern und weist auf die wesentlichen Risiken der zukünftigen Entwicklung hin, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können. Für das frühzeitige Erkennen wesentlicher Risiken wurde ein Kontroll- und Risikomanagement als Bestandteil der Unternehmensplanung eingerichtet, welches weiter ausgebaut wird, um Risiken noch besser bewerten und handhaben zu können. Durch die von der Geschäftsleitung stattfindende Überwachung der wesentlichen Ergebnisse und Kennzahlen ist jederzeit ein schnelles Eingreifen in das wirtschaftliche Geschehen möglich. Dies sorgt zudem für eine hohe Sicherheit des Geschäftsablaufs. Um geplante Ziele zu erreichen, Marktchancen gezielt zu nutzen und ein flächendeckendes Angebot zu optimieren, werden beherrschbare Risiken bewusst eingegangen. Als Risiken bewerten wir die Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung sowohl interner als auch externer Ereignisse, die sich negativ auf die Erreichung unserer Unternehmensziele auswirken können. Risiken und Chancen sind für uns untrennbar verbunden. So können unter Umständen auch Risiken aus verpassten oder nur schlecht genutzten Chancen entstehen. Umgekehrt ist die Nutzung von Chancen in wachsenden Märkten stets mit Risiken verbunden. Das Chancen- und Risikomanagement bildet eine Einheit und ist als Instrument der Unternehmenssteuerung darauf ausgerichtet die Unternehmensziele zu erreichen. Durch Beobachtung und Analyse ungünstiger Entwicklungen oder Ereignisse können rechtzeitig Maßnahmen zur Bewältigung dieser Herausforderungen eingeleitet werden. Als integraler Bestandteil einer wertorientierten Unternehmensführung ist das Risikomanagement eine wichtige Basis für unternehmerische Entscheidungen. Von uns getragene Risiken gehen mit den Kernprozessen des Einzelhandels einher und treten insbesondere bei der Entwicklung und Umsetzung von Geschäftsmodellen, bei Standortentscheidungen sowie beim Ein- und Verkauf von Waren auf. 4.1 Zentrale Steuerung und Organisation Aufgrund des Informationsaustausches innerhalb des Röther-Konzerns werden zeitnah und kontinuierlich wesentliche Entwicklungen im Risikomanagement an die Geschäftsleitung berichtet und umgehend ausgewertet. Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten sind eindeutig und transparent geregelt. 4.2 Branchenrisiken Für den Röther-Konzern bieten sich gerade wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie auch weiterhin enorme Wachstumschancen. Der stationäre Einzelhandel im Bekleidungsbereich musste in den letzten drei Jahren einen enormen Umsatzrückgang hinnehmen. Dies führt zu einer Schwächung bei einer Großzahl von Einzelhändlern, die in Liquiditäts- und Existenzkrisen stecken. Der Einzelhandelsverband befürchtet hieraus ein Wegsterben vieler Unternehmen. Die Kundennachfrage wird daher auf andere Anbieter verteilt werden. Wir gehen davon aus, dass wir hieran partizipieren werden. Die Strategie des Wachstums und der Expansion werden wir konsequent beibehalten, um durch lokale Präsenz einzelne Standort-Risiken zu streuen. Dies bedeutet jedoch, dass die bestehenden und die im Aufbau befindlichen neuen Filialstandorte regelmäßig auf ihre langfristige Qualität überprüft, werden müssen. Ebenfalls werden Studien betrieben, um Standorte ausfindig zu machen, die möglichst hohe Abschöpfungen an potenziellen Kunden gewährleisten. Die enge und stetige Zusammenarbeit mit Projektentwicklern, Architekten und Immobilienmaklern ist dabei zwar von großer Bedeutung, durch eigenes Personal sind wir aber inzwischen in der Lage, Planungen und Ausführungen selbst zu leiten. Wichtiger denn je für den Markterfolg ist ein für den Kunden erkennbares und klares Profil. Dieses reicht von dem Bekenntnis zu qualitätsorientierten Anbietern von Markenmode, der Einführung und Weiterentwicklung preislich attraktiver Marken bis hin zu einer verlässlichen Kunden-Bindung zum Unternehmen. In Zukunft soll diese Bindung durch eine stärkere Verknüpfung zwischen stationärem Handel und Online-Handel (Schlagwort Omnichannel) unterstützt werden. Vertikale Geschäftsmodelle, die die gesamte Wertschöpfungskette eines Produkts vom Design über Produktion bis zur Vermarktung beim Konsumenten kontrollieren, sind weiter erfolgreich und auf dem Vormarsch. Diese stark expansiven und meist preisaggressiven Konzepte erhöhen den Wettbewerbsdruck weiterhin. Die Röther-Gruppe begegnet dieser Herausforderung durch intensive Pflege von engen Partnerschaften mit Kernlieferanten. Diese teilvertikalisierten Prozesse ermöglichen eine schnellere Anpassung an die Konsumentenbedürfnisse. 4.3 Standorte Eine Standortentscheidung wird erst nach intensiver Prüfung in Form von Standortanalysen nach bisher bewährten Methoden getroffen. Dennoch birgt jede Neueröffnung das Risiko, dass die Kundenfrequenz hinter den berechneten Planzahlen zurückbleibt. Durch gezielte Werbung, attraktive Sonderangebote, Aktionen und Events konnten in der Vergangenheit allerdings unsere Vorausplanungen in der Regel bestätigt werden. Bei bestehenden Standorten können Umsatzrückgänge eintreten, die auf Veränderungen der Demografie oder der Konkurrenzsituation zurückzuführen sind. Durch konstante, regelmäßig tägliche Beobachtungen der Umsätze, der Handelsspanne und somit der Rentabilität werden negative Entwicklungen sofort erkannt und Reaktionen eingeleitet. 4.4 Lieferanten Als Einzelhandelsunternehmen erwirbt der Röther-Konzern Waren von externen Anbietern. Bei der Auswahl der Lieferanten gehen wir mit größter Sorgfalt vor. Zuverlässigkeit und Konstanz der Lieferanten muss unseren hohen Ansprüchen genügen. Dies gilt insbesondere in Bezug auf die eingeführten Marken. Durch umfassende Prüfung und ständige Kontrollen wollen wir die hohe Qualität unserer Lieferanten auch weiterhin sicherstellen. 4.5 Personalrisiken Eine Grundvoraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg sind motivierte Beschäftigte. Qualifikation, Kompetenz und Engagement der Fach- und Führungskräfte tragen maßgeblich zur erfolgsorientierten Umsetzung der Unternehmensziele und dem Erhalt der Wettbewerbschancen bei. Ständige Qualifizierungsmaßnahmen, Schulungen und Weiterbildungen stellen die Fachkompetenz unserer Mitarbeiter sicher. Leistungsorientierte Bezahlung und Altersvorsorgekonzepte stärken die Identifikation mit unserem Unternehmen. Dem Mangel an Fachkräften in Zeiten, in denen im gesamten Einzugsgebiet nahezu Vollbeschäftigung herrscht, begegnen wir mit einem breitgefächerten Ausbildungsangebot. Der wachstumsbedingte ständige Personalzuwachs weist uns an, diese Strategie auch in Zukunft beizubehalten. 4.6 Finanzwirtschaftliche Risiken Ein finanzwirtschaftliches Risiko bestünde grundsätzlich in einem überraschend eintretenden Liquiditätsengpass. Der Röther-Konzern schaltet dieses Risiko durch eine kurz- und mittelfristige sowie eine strategische Finanzplanung aus. Der Liquiditätsbedarf ist durch kurz-, mittel- und langfristige Kredite sowie kurzfristige Kreditlinien sichergestellt. Aufgrund teilweise sehr langer Geschäftsbeziehungen mit den beauftragten Banken wird sehr großer Wert auf gegenseitiges Vertrauen gelegt. Zeitnahes Reporting unsererseits hilft den Banken bei Investitionsvorhaben zu einer sicheren Entscheidungsfindung. Mittelfristig wird durch einen 3-Jahres-Finanzplan auf Monatsbasis mit Risikoaufschlägen der zu erwartende Finanzbedarf aufgestellt. Auswirkungen aus Währungsrisiken ergaben sich in überschaubarem Umfang. Bis auf wenige Ausnahmen werden alle Geschäfte des Röther-Konzerns in EUR fakturiert. Aufgrund eines zentralisierten Cash-Pooling-Verfahrens besteht zu jedem Zeitpunkt eine vollständige Transparenz über die Liquiditätssituation der Unternehmensgruppe. Saisonelle oder ggf. durch Umsatzrückgang ungeplante Liquiditätsbedarfsspitzen werden durch ausreichend gefasste Kontokorrentlinien abgesichert. Zinsrisiken sind durch Festzinsvereinbarungen sowie in Teilen durch Zinsswaps für variable Zinsvereinbarungen abgesichert. Durch derivative Finanzinstrumente sollen Risiken aus Zinsschwankungen sowie Kreditrisiken begrenzt werden. Die Swaps gelten als Bestandteil des laufenden Cash-Managements. Die laufende Überwachung erfolgt ausschließlich durch die Geschäftsführung. Ziel ist auch künftig eine berechenbare und vorausschauende Unternehmensfinanzierung zu gewährleisten. Latenten Risiken aus bestehenden TARF-Geschäften wegen Währungs- und Zinsschwankungen wurden durch die Bildung von Drohverlustrückstellungen Rechnung getragen (Tz. 2.5). 4.7 Forderungsausfall Das Forderungsausfallrisiko minimiert sich im Röther-Konzern auf die Risiken im Zahlungsverkehr mit den Endverbrauchern. Mit einem externen Dienstleister, der den Zahlungsverkehr mit EC- und Kreditkarten für den Röther-Konzern abwickelt, wurden entsprechende Vereinbarungen getroffen. 4.8 IT-Risiken Die Steuerung des Röther-Konzerns basiert auf einer branchenspezifischen Informationstechnologie. In einer zentralisierten und vereinheitlichten IT-Umgebung besteht das Risiko der Abhängigkeit von diesem System und einem Rechenzentrum. Um das Risiko eines Systemausfalls zu minimieren, wurden weiterhin Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt. Dazu gehören unter anderem die laufende Erweiterung und Erneuerung der hierfür relevanten Server. Im Zuge der IT-Erneuerung werden ständig die Datenspiegelungen sowie die Back-up-Systeme in einem ausgelagerten zweiten Rechenzentrum aktualisiert. Die Aufrechterhaltung und Optimierung der IT-Systeme erfolgen durch qualifizierte interne und externe Fachleute. Risiken aufgrund von unberechtigten Datenzugriffen und Datenmissbrauch oder Datenverlust begegnen wir durch verschiedene technische und organisatorische Maßnahmen. Zur Minimierung der IT-Risiken werden ständig Maßnahmen und Investitionen in neue aktuelle Hard- und Software getätigt, um die IT-Sicherheit zu gewährleisten. Im Rahmen der Umgestaltung der IT-Landschaft werden die operativen IT-Risiken durch externe Spezialisten überprüft und die jeweils erforderlichen Maßnahmen veranlasst. 4.9 Rechtliche Risiken, Steuerrisiken Die Gesellschaften sind im üblichen Branchenrahmen sowohl als Kläger als auch als Beklagte an Rechtsstreitigkeiten beteiligt. Aus diesen Verfahren sind keine erheblichen Nachteile auf die ökonomische Lage zu erwarten. Steuerrisiken können sich vor allem durch zukünftige Steuerprüfungen ergeben. Die Geschäftsjahre bis einschließlich 2017 wurden von der Finanzverwaltung abschließend geprüft. Die Einbindung von Experten bei anstehenden Entscheidungsprozessen soll potenzielle Risiken vermeiden helfen. 4.10 Sonstige Risiken Allgemeine Risiken, auch weltweit, sowie Risiken aufgrund höherer Gewalt sind nicht abzuschätzen. Gegen wesentliche Elementarschäden wurden entsprechende, ausreichend hohe Versicherungen abgeschlossen. 4.11 Gesamtchancen und -risiken Gerade in der Abgrenzung von unseren Wettbewerbern sehen wir wichtige Chancen für eine positive geschäftliche Weiterentwicklung. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, sind derzeit nicht erkennbar. Durch sorgfältige Planung und ständige Modernisierung gehen wir davon aus, die Zielsetzungen zu erreichen oder sogar zu übertreffen. 5. Sonstige Angaben, insbesondere über die voraussichtliche Entwicklung Die Strategie ist auf weiteres Wachstum ausgelegt. Neben der bereits am 06.04.2023 vollzogenen Eröffnung des neuen Modeparks Röther in Esslingen am Neckar ist am 05.10.2023 die Eröffnung eines weiteren Modeparks in Geislingen an der Steige geplant. Aufgrund des zwischenzeitlich erteilten Auftrags für die Rohbauarbeiten rechnen wir mit der Eröffnung des Modeparks in Lohmar im Laufe des Jahres 2024. Fortgesetzte Umbaumaßnahmen und Umstrukturierungen in einzelnen Modeparks sollen die Warenumschlagshäufigkeit und die Flächenproduktivität zudem weiter verbessern. Durch flache Hierarchien und Einbindung der Mitarbeiter in die Strukturierung der Arbeitsprozesse schaffen wir ein effizientes Kostenmanagement. Unsere Kundenkarte, die Internetpräsenz und Fokussierung auf den Ansatz des Omni-Channel-Vertriebs zielen auf stärkere Kundenbindung und letztlich einen höheren Marktanteil ab. Für 2023 rechnen wir vor allem aufgrund der Umsatzsteigerung aus den 2022er und 2023er Neueröffnungen mit einem Umsatzanstieg von rd. 10 % und aus dessen Folge wiederum mit einer Verbesserung der Ertragssituation, d. h. einem Anstieg des EBIT auf rd. EUR 12,4 Mio. (2022: EUR 7,0 Mio.). Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist die Liquiditätslage entspannt und kann weiterhin als gesichert bezeichnet werden.
Michelfeld, den 12.07.2023 Michael Röther Fabian Messner Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr 2022der Röther Beteiligungs GmbH, Michelfeld, Registergericht Stuttgart, HRB 5716361. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und Konzernabschlussstichtag (sowie zu Befreiungstatbeständen) Die Röther Beteiligungs GmbH hat nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften einen Einzelabschluss und als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss aufgestellt. Ergänzende Bestimmungen des GmbH-Gesetzes wurden beachtet. Die Bilanzaufstellung erfolgte unter Berücksichtigung der Ergebnisverwendung (§ 268 HGB) und weist damit den Posten "Bilanzgewinn" aus. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend angepasst. Die Ausweiswahlrechte wurden weitgehend zugunsten des Konzernanhangs ausgeübt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zum Zwecke der Klarheit wurden einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert, sowie Mitzugehörigkeitsvermerke angebracht. Das Geschäftsjahr für den Konzern und die zu konsolidierenden Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Alle Tochterunternehmen der Röther Beteiligungs GmbH erfüllen die Voraussetzungen des § 264 Abs. 3 HGB und sind daher - nach Maßgabe der gesetzlichen Nebenbedingungen (Beschluss zur Offenlegung) - von den in den §§ 264 ff. HGB geregelten Rechnungslegungs-, Prüfungs- und Offenlegungspflichten befreit. Diese Möglichkeit wurde beansprucht. 2. Angaben zum Konsolidierungskreis Konzernunternehmen Der Konsolidierungskreis besteht neben der Röther Beteiligungs GmbH als Mutterunternehmen aus folgenden Unternehmen:
1) bis 04.03.2022 Bochum
Befreiende Wirkung nach § 264 Abs. 3 HGB Sämtliche vorstehend aufgeführte Tochterunternehmen sind Tochterunternehmen eines nach § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichteten Mutterunternehmens (Röther Beteiligungs GmbH) und als Einzelunternehmen gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Verpflichtung befreit, einen Jahresabschluss und erforderlichenfalls (je nach Größenklasse) einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offen zu legen. Nicht konsolidierte Unternehmensbeteiligungen Im Konzernverbund befindet sich eine typisch stille Beteiligung, die nicht konsolidiert wird. Außerdem hält die Röther Beteiligungs GmbH 33 % der Anteile am Kapital der storeemotions GmbH, Dinslaken. Es handelt sich dabei um ein assoziiertes Unternehmen i. S. d. § 311 Abs. 1 HGB. Aufgrund der geringen Umsatzerlöse, Bilanzsumme und Jahresüberschuss der storeemotions GmbH im Vergleich zum Konzernabschluss, ist die Beteiligung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Aus diesem Grund wird § 311 Abs. 1 und § 312 HGB nicht angewendet und die Beteiligung wird mit ihrem Buchwert ausgewiesen. 3. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Die Stetigkeit der Konsolidierungsmethoden wurde gewahrt (§ 297 Abs. 3 Satz 2). Die Kapitalkonsolidierung erfolgte gem. § 301 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit den auf diese Anteile entfallenden Beträgen des Eigenkapitals der Tochterunternehmen. Aus der Kapitalkonsolidierung resultierten im Vorjahr Unterschiedsbeträge i. H. v. EUR 779,77, die im Vorjahr erfolgswirksam aufgelöst wurden. Die Schuldenkonsolidierung erfolgte nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Eine Eliminierung von Zwischenergebnissen gem. § 304 Abs. 1 HGB war nicht erforderlich. Vermögensgegenstände wurden mit dem Betrag angesetzt, der entstehen würde, wenn die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen auch rechtlich ein Unternehmen bilden würden. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgte gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Die Zinserträge und ähnlichen Erträge sind ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden. 4. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen wurden im Konzernabschluss entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der Röther Beteiligungs GmbH angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden konsolidiert. Die Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden beibehalten. Bewertungseinheiten i. S. d. § 254 HGB wurden nicht gebildet. Die Bewertung wurde mit Ausnahme der RG Digital GmbH, Michelfeld unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vorgenommen. Aufgrund des Beschlusses vom 16.05.2023 zur Einstellung des Geschäftsbetriebs der RG Digital GmbH ist die Bewertung in dieser Gesellschaft zum 31.12.2022 unter Abkehr der Going-Concern-Prämisse erfolgt. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet, sofern diese der Abnutzung unterliegen. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und falls erforderlich außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Beim beweglichen Anlagevermögen wurden Abschreibungen nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 wurden voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang ausgewiesen. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. dem Rückzahlungsbetrag ausgewiesen. Abwertungen waren nicht erforderlich. Der Vorratsbestand betrifft fast ausschließlich Handelsware und in geringem Umfang Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Die Bewertung erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Bei den Handelswaren wurden Altbestände mit geringer Verwertbarkeit angemessen, je nach Warengruppe, abgewertet. Die geleisteten Anzahlungen werden mit dem Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die erhaltenen Anzahlungen sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt und werden von den Vorräten offen abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Sofern erkennbare Einzelrisiken bestanden, wurden diese durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Der Ansatz der Wertpapiere des Umlaufvermögens (ausschließlich sonstige Wertpapiere) erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Wert am Abschlussstichtag. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Für aktive latente Steuern wurde das Aktivierungswahlrecht beansprucht. Eine Saldierung mit den passiven latenten Steuern ist erfolgt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind gemäß § 256a HGB zum Devisenmittelkurs zum Abschlussstichtag bewertet und betreffen ausschließlich Restlaufzeiten von nicht mehr als einem Jahr. 5. Angaben zur Konzernbilanz Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagegegenstände sind in folgendem Anlagenspiegel dargestellt.
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind EUR 0,00 (Vj. EUR 25.610,55) gegen Gesellschafter enthalten. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind keine antizipativen Forderungen enthalten. Die größten Posten der sonstigen Vermögensgegenstände sind:
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind TEUR 227 (Vj. TEUR 91) gegen Gesellschafter enthalten. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr i. H. v. TEUR 2.310 (Vj.TEUR 0) enthalten. Der größte Posten der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist:
Latente Steuern
Aufgrund abweichender Wertansätze beim Anlagevermögen der Tochterunternehmen ergeben sich passive latente Steuern. Aktive latente Steuern ergeben sich aufgrund der handelsrechtlich zwingend zu bildenden Rückstellung für drohende Verluste bei den derivativen Finanzinstrumenten (Swaps) sowie abweichender Wertansätze bei den Rückstellungen. Die Körperschaftsteuer wurde dabei mit 15 % zuzüglich gesetzlich normiertem Solidaritätszuschlag und die Gewerbesteuer mit pauschal 13,5 % angesetzt. Gemäß § 274 HGB wurde die sich daraus insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuer in der Konzernbilanz angesetzt. Bezüglich des Gesamtbetrags i. H. v. EUR 156.252,12 (Vj. TEUR 0) besteht eine Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB. Die anderen Gewinnrücklagen resultieren aus Wertaufholungen, die im Zuge der erstmaligen Anwendung des BilMoG gebildet wurden. Sonstige Rückstellungen Die größten Posten der sonstigen Rückstellungen sind:
In den Rückstellungen für Jahresabschluss und Prüfung sind TEUR 72 für das Honorar für die Abschlussprüfungsleistungen des Geschäftsjahres 2022 enthalten. Weitere Honorare für den Abschlussprüfer fielen nicht an. Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten Im Rahmen des Risikomanagements des Unternehmens werden derivative Finanzinstrumente in Form von Zins- und Währungs-Swaps eingesetzt. Hauptsächlich sollen hiermit Risiken aus Zinsschwankungen sowie Kreditrisiken begrenzt werden. Die Swaps sind seit Jahren Bestandteil des laufenden Cash- Managements. Die stetige Überwachung erfolgt ausschließlich durch die Geschäftsführung. Die Bewertung erfolgt durch die Banken auf Basis aktueller Marktdaten unter Verwendung marktüblicher Bewertungsmethoden. Der beizulegende Zeitwert der einzelnen Swaps wurde von den Instituten mitgeteilt. Dieser beträgt zum 31.12.2022 TEUR -6.362 (Vj. TEUR -3.680). Wir rechnen - gemessen auf die langfristig zeitlich gestreckten Laufzeiten der Swaps - nicht mit außerordentlich hohen Verlusten. Die negativen Marktwerte spiegeln jeweils den Barwert des auf den zugrundeliegenden Kapitalbetrag aggregierten Cash-Flows. Die Geschäftsführung ist bestrebt, das Risiko durch gezielte Laufzeitstreuung in Grenzen zu halten.
Verbindlichkeitenspiegel Gegliedert nach Restlaufzeit
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind EUR 323,20 (Vj. EUR 88,00) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten. Eingegangene Verbindlichkeiten wurden stets planmäßig getilgt. 6. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse wurden weitestgehend im Inland erzielt und gliedern sich in folgende Tätigkeitsbereiche:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus derivativen Finanzinstrumenten i. H. v. TEUR 2.593 und Erträge aus Währungsumrechnungen mit TEUR 975 enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Mieten und Raumkosten i. H. v. TEUR 53.775 (Vj.TEUR 49.266) enthalten. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten TEUR 1.096 latenten Steuerertrag, der sich aus dem Saldo der Verminderung der passiven latenten Steuern und der Erhöhung der aktiven latenten Steuern ergibt. Die Abschreibungen enthalten i. H. v. TEUR 876 außerplanmäßige Abschreibungen. 7. Sonstige Angaben Es bestehen Belassungserklärungen für Gewinnvorträge und Jahresüberschüsse. Zum Abschlussstichtag bestehen folgende Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB:
Aufgrund der bekannten Rentabilitäts- und Liquiditätslage der Unternehmen, für die Haftungsverhältnisse bestehen, schätzen wir die Inanspruchnahme aus diesen Risiken sehr gering ein. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den begebenen Sicherheiten besteht nach unserer Einschätzung nicht. Zum Bilanzstichtag befand sich in den Modehäusern Konsignationsware mit einem Einkaufswert von TEUR 8.431 (Vj. TEUR 6.449). Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum Abschlussstichtag in Form von Mietverträgen für Betriebsgebäude, die von Dritten angemietet wurden und in Form von Leasingverträgen. Das wesentliche Risiko aus den Mietverträgen besteht in einer Beendigung durch die Vermieter und evtl. daraus entstehenden Folgekosten für den Bezug neuer Räumlichkeiten. Der Vorteil liegt in der Schonung der Liquidität sowie der Tatsache, dass diese eine sichere Kalkulationsgrundlage der zu erwartenden Mietzahlungen bietet. Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen folgende außerbilanzielle Geschäfte, die zur Vermeidung einer langfristigen Kapitalbindung abgeschlossen wurden: Leasingverträge: TEUR 225 - davon innerhalb eines Jahres fällig: TEUR 86 Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen: Mietverpflichtungen aus mehrjährigen Verträgen: TEUR 171.154 - davon innerhalb eines Jahres fällig: TEUR 41.783 Im Jahresdurchschnitt 2022 wurden im Konzern insgesamt 2.109 Mitarbeiter beschäftigt, davon 2.009 Angestellte und 100 Auszubildende. In der Gesellschafterversammlung am 16.05.2023 wurde beschlossen, den Geschäftsbetrieb der RG Digital GmbH bis spätestens zum 31.08.2023 einzustellen. 8. Ergebnisverwendungsvorschlag und -beschluss des Mutterunternehmens
Die Gesellschafterversammlung vom 29.03.2023 hat beschlossen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. 9. Geschäftsführung Zum Geschäftsführer sind bestellt:
Der ausgeübte Beruf der Geschäftsführer entspricht ihrer Organstellung. Auf die Angabe von Geschäftsführerbezügen wurde in Ausübung des Wahlrechts nach §§ 314 Abs. 3 i. V. m. 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Michelfeld, den 12.07.2023 Michael Röther Fabian Messner Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Der Finanzmittelfonds i. S. v. DRS 21.33 ff. umfasst den Bilanzposten "Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks" (§ 266 Abs. 2 B. IV. HGB) sowie kurzfristige Kreditverbindlichkeiten, die zur Liquiditätsdisposition der Gesellschaft gehören und im Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten" ausgewiesen sind. Er setzt sich wie folgt zusammen:
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022
Konzern-Eigenkapitalspiegel 01.01.2021 bis 31.12.2022
Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2022Röther Beteiligungs GmbHMichelfeldAktiva
Passiva
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfersan die Röther Beteiligungs GmbHPrüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Röther Beteiligungs GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzern-Bilanz zum 31.12.2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis 31.12.2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Röther Beteiligungs GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis 31.12.2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kehl am Rhein, den 12.07.2023 Eidel
Audit GmbH
Dr. Michael Strickmann, Wirtschaftsprüfer Mathias Bandle, Wirtschaftsprüfer |
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