Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 724021
Eingetragen
28.1.2016
Branche
Einzelhandel mit BekleidungEinzelhandel mit SchuhenGroßhandel mit Schuhen
Gegenstand
Der Verkauf von Bekleidung, Schuhen und Accessoires.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Paul Röther
seit 28.8.2024
Geschäftsführer
Fabian Daniel Messner
seit 28.8.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

49.99% identifiziert50.01% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
49.99%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Röther Stiftung
50.01%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Röther Beteiligungs GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Röther Beteiligungs GmbH

Michelfeld

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Grundlagen des Konzerns

Die Röther Beteiligungs GmbH ist Muttergesellschaft mit Tochtergesellschaften im Inland.

Neben der Holdingfunktion übernimmt die Röther Beteiligungs GmbH zentrale Dienstleistungen wie Rechnungswesen, Personalwesen, IT-Abteilung etc. Die Geschäftsleitung obliegt dem geschäftsführenden Gesellschafter Michael Röther sowie dem Geschäftsführer Fabian Messner (seit 03.01.2023, eingetragen im Handelsregister am 30.01.2023).

Die Modepark Röther GmbHs betreiben deutschlandweit Textil- und Bekleidungseinzelhandel.

Die Modepark Röther GmbHs in Michelfeld, Heilbronn, Augsburg, Hermsdorf, Mühldorf, Rohrbach, Schwäbisch Gmünd, Weinstadt und Bretten betreiben zusätzlich Photovoltaikanlagen zur Eigenstromproduktion.

Die RG Digital GmbH betreibt den e-Commerce-Handel für den Konzern.

Am 16.07.2022 erfolgte die Gründung der Modepark Röther GmbH mit Sitz in Esslingen am Neckar. Die Eröffnung dieser neuen Filiale erfolgte am 06.04.2023.

Um ein umfassendes Controlling der Unternehmen des Röther-Konzerns zu gewährleisten, sind alle Tochtergesellschaften in das zentrale Steuerungssystem der Röther Beteiligungs GmbH eingebunden. Die Überwachung der wichtigen Steuerungsgrößen wie Umsatz, Kosten, Wareneinsatzquote und Personalkostenquote erfolgt durch die Geschäftsleitung in Michelfeld.

2. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

2.1 Lage der Konjunktur

Die Dynamik der deutschen Wirtschaft hat sich zum Jahresende 2022 deutlich abgeschwächt. In den ersten drei Quartalen des letzten Jahres konnte das Bruttoinlandsprodukt trotz schwieriger weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen noch zulegen (+0,8 %, +0,1 % und +0,5 %). Für das gesamte Jahr 2022 haben die Berechnungen des Statistischen Bundesamts aus der Pressemitteilung vom 24.02.2023 das Wachstum von 1,8 % zum Vorjahr (kalenderbereinigt +1,9 %) bestätigt.

Die globalen Konjunkturaussichten haben sich gegenüber der Prognose aus dem Jahresgutachten 2022 des Sachverständigenrats leicht aufgehellt. So mildern sinkende Großhandelspreise für Energie und die Abkehr Chinas von der Null-Covid-Politik den für das Jahr 2023 erwarteten Rückgang des Wirtschaftswachstums in Deutschland und im Euro-Raum.

Die hohe Inflation dämpft das Wachstum voraussichtlich bis weit ins Jahr 2024 hinein. Die deutsche Wirtschaft ist weiterhin von hohen Energiepreisen belastet, hat sich jedoch im Winterhalbjahr gegenüber der Energiekrise recht widerstandsfähig gezeigt. Die deutsche Wirtschaftsleistung dürfte in den Jahren 2023 und 2024 mit 0,2 % und 1,3 % dementsprechend moderat wachsen und liegt damit leicht unter dem Wirtschaftswachstum im Euro-Raum. Für die globale Wirtschaftsleistung erwartet der Sachverständigenrat einen Anstieg von 2,2 % in diesem Jahr und 2,7 % im kommenden Jahr.

Die Inflation ist nach ihrem starken Anstieg in den vergangenen beiden Jahren seit Herbst 2022 wie in anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften zurückgegangen. Die Verbraucherpreise für Energie im Euro-Raum sind zuletzt etwas gesunken. Die Inflation der restlichen Güter- sowie Dienstleistungspreise dürfte sich jedoch nur langsam abschwächen. Für Deutschland erwartet der Sachverständigenrat einen Anstieg der Verbraucherpreise (VPI) in den Jahren 2023 und 2024 um 6,6 % und 3,0 %. Ähnliche Werte werden auch für den Euro-Raum gesehen, welche damit weiterhin deutlich über dem Inflationsziel der EZB von 2 % liegen.

2.2 Lage der Branche

In Deutschland ist der Umsatz der relevanten Handelskategorie "Einzelhandel Textilien, Bekleidung, Schuhe und Lederwaren" 2022 preisbereinigt um 27 % (nominal: +30,4%) gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Trotz dieses starken Zuwachses konnte die Branche die coronabedingten Verluste der beiden Vorjahre noch nicht vollständig wettmachen: Die Umsätze lagen im Jahr 2022 mit einem Minus von real 7,6 % noch immer deutlich unter dem Niveau des Jahres 2019. Dies meldete das Statistische Bundesamt Ende Januar 2023.

Nach fünf Monaten im Aufwärtstrend schwächt sich die Erholung der Verbraucherstimmung im April 2023 ab. Das geht aus dem aktuellen Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) hervor. Demnach verharrt der Index nahezu auf dem Niveau des Vormonats. Ob der Stopp der Aufwärtsbewegung eine Trendwende einleitet, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Derzeit belasten die weiterhin hohe Inflationsrate und die konjunkturelle Unsicherheit den privaten Konsum.

Ist die Anschaffungsneigung der Verbraucherinnen und Verbraucher noch in den vergangenen Monaten kontinuierlich gestiegen, gibt sie nun etwas nach und sinkt auf das Niveau aus dem Vorjahresmonat. Konsumentscheidungen gegenüber zeigen sich Verbraucher in den kommenden Monaten somit zurückhaltend. Beim privaten Konsum sind daher keine Wachstumsimpulse zu erwarten. Auch die Sparneigung lässt nach. Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf die jüngsten gesamtwirtschaftlichen Eintrübungen und Unsicherheiten.

Das aktuell stagnierende Stimmungsniveau steht einer konjunkturellen Erholung auf Grundlage des privaten Konsums derzeit entgegen.

Nachrichten von Insolvenzen, Geschäftsaufgaben und ein weiterhin hohes Preisniveau haben in den ersten drei Monaten des Jahres in der Modebranche für Erschütterungen gesorgt. Der Markt stabilisierte sich aber dennoch, nachdem sich die weit schwerwiegenderen Folgen der Corona-Pandemie im Vorjahresvergleich abmilderten.

Der Sonderauswertung für Bekleidungs- und Schuhhandel des IFO-Geschäftsklimas aus dem April 2023 lässt sich entnehmen, dass sich die Bekleidungs- und Schuheinzelhändler zum Start ins II. Quartal 2023 in manchen Geschäftsbereichen mit größeren Problemen konfrontiert sehen: So berichtet ein größerer Anteil der Befragten von Finanzierungsschwierigkeiten. Zuletzt war dieser Anteil vor dem III. Quartal 2020 so hoch gewesen wie aktuell. Einen Höchststand gibt es ebenfalls bei der Frage nach dem Mangel an Fachkräften. Im Vergleich zur letzten Quartalsbefragung hat sich dieses Problem für den Bekleidungshandel deutlich verschärft.

2.3 Umsatzentwicklung des Röther-Konzerns

Im Geschäftsjahr 2022 konnte ein Umsatz von EUR 296 Mio. (Vj. EUR 219 Mio.) erzielt werden. Dies entspricht einer Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr um ca. EUR 76,8 Mio. bzw. 35 %. Die Umsatzsteigerung ist im Wesentlichen dem Wegfall der im Vorjahr noch von staatlicher Seite angeordneten "Corona"-Beschränkungen zuzuschreiben. Der Zuwachs fiel damit höher aus als im Durchschnitt der Bekleidungsbranche.

2.4 Investitionen

Die Investitionen in Anlagevermögen der Gesellschaften beliefen sich 2022 auf insgesamt EUR 6,8 Mio. (Vj. EUR 4,9 Mio.). Demgegenüber haben sich betriebsgewöhnliche Anlagenabgänge mit ca. EUR 1,0 Mio. der ursprünglichen Anschaffungskosten ergeben.

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2022 betrugen insgesamt EUR 8,9 Mio. (Vorjahr: EUR 7,9 Mio.). Hierin enthalten sind EUR 0,9 Mio. außerplanmäßige Abschreibungen.

2.5 Finanzierungsmaßnahmen

Die Investitionen konnten aus dem laufenden Cash-Flow finanziert werden. In 2022 wurden keine Bankdarlehen aufgenommen, sondern nur bisher vereinbarte Kreditlinien in Anspruch genommen.

Zum Jahresende belaufen sich die Bankverbindlichkeiten auf TEUR 1 (Vj. TEUR 1).

Im Rahmen des Risikomanagements des Unternehmens werden derivative Finanzinstrumente in Form von Zins- und Währungsswaps sowie Termingeschäfte eingesetzt. Hauptsächlich sollten hiermit Risiken aus Zinsschwankungen sowie Kreditrisiken begrenzt werden. Die Swaps sind seit Jahren Bestandteil des laufenden Cash-Managements. Die stetige Überwachung erfolgt ausschließlich durch die Geschäftsführung.

Die Bewertung erfolgt durch die Banken auf Basis aktueller Marktdaten unter Verwendung marktüblicher Bewertungsmethoden. Der beizulegende Zeitwert der einzelnen Swaps wurde von den Instituten mitgeteilt. Dieser beträgt zum 31.12.2022 TEUR -6.362 (Vj. EUR -3.680). Wir sind verpflichtet in dieser Höhe eine Rückstellung für drohende Verluste zu bilden. Die negativen Marktwerte spiegeln jeweils den Barwert des auf den zugrundeliegenden Kapitalbetrag aggregierten Cash-Flows wider. Die Kontrakte bestehen gegenüber deutschen Kreditinstituten.

2.6 Personal- und Sozialbereich

Im Jahresdurchschnitt 2022 wurden im Konzern insgesamt 2.109 Mitarbeiter beschäftigt, davon 2.009 Angestellte und 100 Auszubildende.

Der Röther-Konzern beschäftigt zum 31.03.2023 insgesamt 2.199 Arbeitnehmer(innen).

Erfreulicherweise liegen wir mit unserem Personalbestand nun wieder auf bzw. sogar über dem pandemiebedingten Vorkrisenniveau.

Die Entlohnung orientiert sich bei den gewerblichen Mitarbeiter(innen) und auch in weiten Teilen im Angestelltenbereich an den Tarifvorstellungen des Einzelhandelsverbandes, darüber hinaus bestehen in Einzelfällen abweichende einzelvertragliche Regelungen.

In den Bereichen Gesundheits- und Arbeitsschutz, z. B. Unfallschutz, Berufsunfälle u. Ä. haben sich im Geschäftsjahr 2022 keine besonderen Vorkommnisse ergeben.

2.7 Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres bzw. der Vorjahre

Durch Umbau- und Umstrukturierungsmaßnahmen konnte erneut die Flächennutzung in den Modeparks verbessert werden.

Kontinuierliche Investitionen im IT-Bereich garantieren hohe Effizienz und Transparenz. Das in den vergangenen Jahren implementierte ERP-System wird laufend weiterentwickelt und verbessert.

Es wurden in 2022 zusätzliche Maßnahmen realisiert, um den steigenden Anforderungen in Bezug auf Datensicherheit und -redundanz gerecht zu werden. Weitere Schritte zur Sensibilisierung der Mitarbeiter für mögliche Angriffsszenarien wurden trainiert und sind als Standard etabliert. Dieses Maßnahmenpaket unterstreicht unseren Anspruch, gegen externe Attacken bestmöglich und zeitgemäß geschützt zu sein und diese abzuwehren. Sofern wider Erwarten ein Angriff erfolgreich sein sollte, wird sichergestellt, dass die Betriebsbereitschaft unverzüglich wiederhergestellt werden kann.

3. Wirtschaftsbericht

3.1 Vermögenslage

Bei einer Bilanzsumme in Höhe von EUR 88,3 Mio. liegt die Eigenkapitalquote bei 34,7 % (Vj. 30,4 %).

Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt 26,8 % (Vj. 32,0 %). Die Stichtagsliquidität beträgt EUR 6,6 Mio. (Vj. EUR 5,4 Mio.).

Der Anteil des Vorratsvermögens in Höhe von EUR 40,4 Mio. (Vj. EUR 33,3 Mio.) an der Bilanzsumme beträgt 45,7 % (Vj. 40,8 %).

Aufgrund des strengen Niederstwertprinzips und den Regeln der verlustfreien Bewertung sind sämtliche erkennbaren Verluste über Abwertungen und Rückstellungen im Jahresabschluss berücksichtigt worden.

Die detaillierte Bewertung der Inventurdaten nach untergliederten Warengruppen auf Basis von Warenumschlagsdaten und retrograder Verprobung führt zu exakten und marktgerechten Warenbestandszahlen.

3.2 Finanzlage

Ergänzend zu unseren Ausführungen zu den Finanzierungsmaßnahmen lässt sich feststellen, dass im Geschäftsjahr 2022 temporär Kontokorrentlinien in Anspruch genommen wurden. Die Kontokorrentrahmen betragen EUR 27,2 Mio. (Vj. EUR 27,2 Mio.), die i. H. v. EUR 26,1 Mio. als freie Linien zur Verfügung standen.

Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen wurden, in der Regel unter Erwirtschaftung von Skontobeträgen, durch schnelle Zahlung erfüllt.

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt EUR 7,8 Mio. (Vj. EUR 8,0 Mio.). Der Finanzmittelbestand erhöhte sich um TEUR 1.208.

3.3 Ertragslage

Die Ertragslage hat sich nach dem Wegfall der im Rahmen der Pandemie-Bekämpfung staatlich angeordneten Betriebsschließungen normalisiert.

Die Gesamtleistung ist um 35,1 % gesteigert worden (Vj. -4,2 %). Der Wareneinsatz ist, in Bezug auf die Gesamtleistung, um nur 27,9 % gestiegen. Dies liegt in der besseren Marktlage und Warenverfügbarkeit begründet, so dass stabilere Verkaufspreise im Markt realisiert werden konnten.

Die Kürzung der Zuschüsse aus der Überbrückungshilfe III wirkten sich im Rahmen des Bewilligungsverfahren i. H. v. rd. EUR 1,25 Mio. einmalig als periodenfremder Aufwand negativ auf das Jahresergebnis 2022 aus:

EBIT 7,017 Mio. EUR
(Vj.12,102 Mio. EUR)
EBITDA 15,946 Mio. EUR
(Vj.: 19,958 Mio. EUR)

Die EBIT-Marge betrug folglich im Geschäftsjahr 2,37 %, nach 5,53 % im Vorjahreszeitraum. Damit ist die EBIT-Marge auf das Niveau vor der Corona-Krise zurückgekehrt.

Die EBIT-Prognose von EUR 10,4 Mio. für 2022 wurde somit um rd. EUR 3,4 Mio. verfehlt. Hauptgründe liegen insbesondere in einer um rd. EUR 1,9 Mio. höheren Zuführung zu Drohverlustrückstellungen sowie EUR 1,5 Mio. periodenfremder Aufwendungen (hiervon rd. EUR 1,25 Mio. im Zusammenhang mit Rückerstattungsansprüchen aus Überbrückungshilfe III), die in dieser Form und Höhe nicht antizipiert werden konnten.

4. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

Der Höhepunkt der Inflationswelle dürfte mittlerweile hinter uns liegen. Insbesondere ist von den Energiepreisen im Verlauf der kommenden Monate kein weiterer Schub mehr zu erwarten. Die Beschaffungspreise für Strom und Gas sind seit dem Spätsommer des vergangenen Jahres spürbar gesunken und seit Januar wirken die staatlichen Preisbremsen. Dies entlastet zunächst vor allem die Unternehmen, deren Energiekosten von den Marktpreisen bestimmt werden. Im Verarbeitenden Gewerbe sind daher den ifo Konjunkturumfragen zufolge in den kommenden Monaten spürbar weniger Preisanhebungen geplant, so dass sich der Anstieg der Erzeugerpreise weiter verlangsamen dürfte. Ein merklicher Rückgang beim Verbraucherpreisanstieg wird jedoch noch etwas auf sich warten lassen, da die Energieversorger die gesunkenen Beschaffungskosten erst mit Verzögerung an ihre Abnehmer weitergeben. Für die privaten Haushalte werden daher die Energiepreise erst frühestens ab Ende 2023 unter ihren Vorjahreswert sinken.

Unter der Annahme, dass sich Rohstoffe und Energie entsprechend der derzeitigen Markterwartung im Prognosezeitraum nicht wesentlich verteuern und dass die EZB ihre Leitzinsen weiter anhebt, dürfte die Inflationsrate im Jahr 2024 auf 2,2 % und die Kernrate auf 2,8 % zurückgehen.

Im weiteren Verlauf des Jahres wird sich die Konjunktur in nahezu allen Wirtschaftsbereichen erholen. Darauf deutet die spürbare Verbesserung der ifo Geschäftserwartungen seit Oktober 2022 hin. Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe nehmen seit Jahresbeginn wieder zu und die globale Konjunktur dürfte an Fahrt gewinnen. Langsam sinkende Inflationsraten und steigende Löhne dürften spätestens ab Jahresmitte wieder zu einem Reallohnplus führen und die Binnenkonjunktur stützen. Bremsen dürfte hingegen die Bauwirtschaft, auch wenn dort zu Jahresbeginn ein überraschend hoher Produktionszuwachs verzeichnet wurde. Die Nachfrage nach Bauleistungen ist kräftig eingebrochen, nicht zuletzt als Folge der rasch steigenden Finanzierungskosten.

Kurzfristig könnte sich das Verarbeitende Gewerbe kräftiger erholen, wenn sich die angebotsseitigen Engpässe schneller auflösen als erwartet. Der Auftragsstau bei den Industrieunternehmen ist nach wie vor beträchtlich, und mittlerweile nehmen auch die Neuaufträge wieder zu.

Die hohe Inflation könnte hingegen die Binnenkonjunktur stärker dämpfen als in den Prognosen unterstellt. Unklar ist vor allem, wie die privaten Haushalte auf die hohen Preisanstiege und die damit einhergehenden Liquiditätsengpässe reagieren. So ist es durchaus vorstellbar, dass die privaten Haushalte ihre Sparneigung erhöhen und einen zunehmenden Anteil ihres Einkommens, möglicherweise aus einem Vorsichtsmotiv heraus, beiseitelegen. Dies würde den privaten Konsum stärker beeinträchtigen. Auch könnte sich die heimische Preisdynamik langsamer abschwächen als erwartet, etwa weil Tariflohnanstiege oder Gewinnausweitungen höher ausfallen. Dies würde den Rückgang der Kerninflationsrate verzögern und eine restriktivere geldpolitische Reaktion erfordern. Vor allem die Baukonjunktur dürfte dadurch noch stärker in Mitleidenschaft gezogen werden.

Für das Jahr 2023 erwartet der Sachverständigenrat für Deutschland aufgrund dieser Umstände nur noch eine Zunahme des BIP um 0,2 %. Für 2024 wird derzeit eine Steigerung von 1,3 % angenommen.

Dem Sachverständigenrat zu Folge dürften die privaten Konsumausgaben im Jahr 2023 um 0,9 % fallen und im Jahr 2024 um 1,2 % wachsen.

Wir sind gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, hinzuweisen.

Der Chancen- und Risikobericht erläutert die aus heutiger Sicht erkennbaren wesentlichen Chancen und Risiken im Röther-Konzern und weist auf die wesentlichen Risiken der zukünftigen Entwicklung hin, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können.

Für das frühzeitige Erkennen wesentlicher Risiken wurde ein Kontroll- und Risikomanagement als Bestandteil der Unternehmensplanung eingerichtet, welches weiter ausgebaut wird, um Risiken noch besser bewerten und handhaben zu können.

Durch die von der Geschäftsleitung stattfindende Überwachung der wesentlichen Ergebnisse und Kennzahlen ist jederzeit ein schnelles Eingreifen in das wirtschaftliche Geschehen möglich. Dies sorgt zudem für eine hohe Sicherheit des Geschäftsablaufs.

Um geplante Ziele zu erreichen, Marktchancen gezielt zu nutzen und ein flächendeckendes Angebot zu optimieren, werden beherrschbare Risiken bewusst eingegangen. Als Risiken bewerten wir die Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung sowohl interner als auch externer Ereignisse, die sich negativ auf die Erreichung unserer Unternehmensziele auswirken können.

Risiken und Chancen sind für uns untrennbar verbunden. So können unter Umständen auch Risiken aus verpassten oder nur schlecht genutzten Chancen entstehen. Umgekehrt ist die Nutzung von Chancen in wachsenden Märkten stets mit Risiken verbunden. Das Chancen- und Risikomanagement bildet eine Einheit und ist als Instrument der Unternehmenssteuerung darauf ausgerichtet die Unternehmensziele zu erreichen.

Durch Beobachtung und Analyse ungünstiger Entwicklungen oder Ereignisse können rechtzeitig Maßnahmen zur Bewältigung dieser Herausforderungen eingeleitet werden.

Als integraler Bestandteil einer wertorientierten Unternehmensführung ist das Risikomanagement eine wichtige Basis für unternehmerische Entscheidungen. Von uns getragene Risiken gehen mit den Kernprozessen des Einzelhandels einher und treten insbesondere bei der Entwicklung und Umsetzung von Geschäftsmodellen, bei Standortentscheidungen sowie beim Ein- und Verkauf von Waren auf.

4.1 Zentrale Steuerung und Organisation

Aufgrund des Informationsaustausches innerhalb des Röther-Konzerns werden zeitnah und kontinuierlich wesentliche Entwicklungen im Risikomanagement an die Geschäftsleitung berichtet und umgehend ausgewertet. Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten sind eindeutig und transparent geregelt.

4.2 Branchenrisiken

Für den Röther-Konzern bieten sich gerade wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie auch weiterhin enorme Wachstumschancen. Der stationäre Einzelhandel im Bekleidungsbereich musste in den letzten drei Jahren einen enormen Umsatzrückgang hinnehmen. Dies führt zu einer Schwächung bei einer Großzahl von Einzelhändlern, die in Liquiditäts- und Existenzkrisen stecken. Der Einzelhandelsverband befürchtet hieraus ein Wegsterben vieler Unternehmen. Die Kundennachfrage wird daher auf andere Anbieter verteilt werden. Wir gehen davon aus, dass wir hieran partizipieren werden.

Die Strategie des Wachstums und der Expansion werden wir konsequent beibehalten, um durch lokale Präsenz einzelne Standort-Risiken zu streuen.

Dies bedeutet jedoch, dass die bestehenden und die im Aufbau befindlichen neuen Filialstandorte regelmäßig auf ihre langfristige Qualität überprüft, werden müssen. Ebenfalls werden Studien betrieben, um Standorte ausfindig zu machen, die möglichst hohe Abschöpfungen an potenziellen Kunden gewährleisten.

Die enge und stetige Zusammenarbeit mit Projektentwicklern, Architekten und Immobilienmaklern ist dabei zwar von großer Bedeutung, durch eigenes Personal sind wir aber inzwischen in der Lage, Planungen und Ausführungen selbst zu leiten.

Wichtiger denn je für den Markterfolg ist ein für den Kunden erkennbares und klares Profil. Dieses reicht von dem Bekenntnis zu qualitätsorientierten Anbietern von Markenmode, der Einführung und Weiterentwicklung preislich attraktiver Marken bis hin zu einer verlässlichen Kunden-Bindung zum Unternehmen. In Zukunft soll diese Bindung durch eine stärkere Verknüpfung zwischen stationärem Handel und Online-Handel (Schlagwort Omnichannel) unterstützt werden.

Vertikale Geschäftsmodelle, die die gesamte Wertschöpfungskette eines Produkts vom Design über Produktion bis zur Vermarktung beim Konsumenten kontrollieren, sind weiter erfolgreich und auf dem Vormarsch. Diese stark expansiven und meist preisaggressiven Konzepte erhöhen den Wettbewerbsdruck weiterhin. Die Röther-Gruppe begegnet dieser Herausforderung durch intensive Pflege von engen Partnerschaften mit Kernlieferanten. Diese teilvertikalisierten Prozesse ermöglichen eine schnellere Anpassung an die Konsumentenbedürfnisse.

4.3 Standorte

Eine Standortentscheidung wird erst nach intensiver Prüfung in Form von Standortanalysen nach bisher bewährten Methoden getroffen. Dennoch birgt jede Neueröffnung das Risiko, dass die Kundenfrequenz hinter den berechneten Planzahlen zurückbleibt. Durch gezielte Werbung, attraktive Sonderangebote, Aktionen und Events konnten in der Vergangenheit allerdings unsere Vorausplanungen in der Regel bestätigt werden.

Bei bestehenden Standorten können Umsatzrückgänge eintreten, die auf Veränderungen der Demografie oder der Konkurrenzsituation zurückzuführen sind. Durch konstante, regelmäßig tägliche Beobachtungen der Umsätze, der Handelsspanne und somit der Rentabilität werden negative Entwicklungen sofort erkannt und Reaktionen eingeleitet.

4.4 Lieferanten

Als Einzelhandelsunternehmen erwirbt der Röther-Konzern Waren von externen Anbietern. Bei der Auswahl der Lieferanten gehen wir mit größter Sorgfalt vor. Zuverlässigkeit und Konstanz der Lieferanten muss unseren hohen Ansprüchen genügen. Dies gilt insbesondere in Bezug auf die eingeführten Marken. Durch umfassende Prüfung und ständige Kontrollen wollen wir die hohe Qualität unserer Lieferanten auch weiterhin sicherstellen.

4.5 Personalrisiken

Eine Grundvoraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg sind motivierte Beschäftigte. Qualifikation, Kompetenz und Engagement der Fach- und Führungskräfte tragen maßgeblich zur erfolgsorientierten Umsetzung der Unternehmensziele und dem Erhalt der Wettbewerbschancen bei. Ständige Qualifizierungsmaßnahmen, Schulungen und Weiterbildungen stellen die Fachkompetenz unserer Mitarbeiter sicher. Leistungsorientierte Bezahlung und Altersvorsorgekonzepte stärken die Identifikation mit unserem Unternehmen.

Dem Mangel an Fachkräften in Zeiten, in denen im gesamten Einzugsgebiet nahezu Vollbeschäftigung herrscht, begegnen wir mit einem breitgefächerten Ausbildungsangebot. Der wachstumsbedingte ständige Personalzuwachs weist uns an, diese Strategie auch in Zukunft beizubehalten.

4.6 Finanzwirtschaftliche Risiken

Ein finanzwirtschaftliches Risiko bestünde grundsätzlich in einem überraschend eintretenden Liquiditätsengpass. Der Röther-Konzern schaltet dieses Risiko durch eine kurz- und mittelfristige sowie eine strategische Finanzplanung aus. Der Liquiditätsbedarf ist durch kurz-, mittel- und langfristige Kredite sowie kurzfristige Kreditlinien sichergestellt. Aufgrund teilweise sehr langer Geschäftsbeziehungen mit den beauftragten Banken wird sehr großer Wert auf gegenseitiges Vertrauen gelegt. Zeitnahes Reporting unsererseits hilft den Banken bei Investitionsvorhaben zu einer sicheren Entscheidungsfindung.

Mittelfristig wird durch einen 3-Jahres-Finanzplan auf Monatsbasis mit Risikoaufschlägen der zu erwartende Finanzbedarf aufgestellt. Auswirkungen aus Währungsrisiken ergaben sich in überschaubarem Umfang. Bis auf wenige Ausnahmen werden alle Geschäfte des Röther-Konzerns in EUR fakturiert.

Aufgrund eines zentralisierten Cash-Pooling-Verfahrens besteht zu jedem Zeitpunkt eine vollständige Transparenz über die Liquiditätssituation der Unternehmensgruppe. Saisonelle oder ggf. durch Umsatzrückgang ungeplante Liquiditätsbedarfsspitzen werden durch ausreichend gefasste Kontokorrentlinien abgesichert. Zinsrisiken sind durch Festzinsvereinbarungen sowie in Teilen durch Zinsswaps für variable Zinsvereinbarungen abgesichert.

Durch derivative Finanzinstrumente sollen Risiken aus Zinsschwankungen sowie Kreditrisiken begrenzt werden. Die Swaps gelten als Bestandteil des laufenden Cash-Managements. Die laufende Überwachung erfolgt ausschließlich durch die Geschäftsführung. Ziel ist auch künftig eine berechenbare und vorausschauende Unternehmensfinanzierung zu gewährleisten. Latenten Risiken aus bestehenden TARF-Geschäften wegen Währungs- und Zinsschwankungen wurden durch die Bildung von Drohverlustrückstellungen Rechnung getragen (Tz. 2.5).

4.7 Forderungsausfall

Das Forderungsausfallrisiko minimiert sich im Röther-Konzern auf die Risiken im Zahlungsverkehr mit den Endverbrauchern. Mit einem externen Dienstleister, der den Zahlungsverkehr mit EC- und Kreditkarten für den Röther-Konzern abwickelt, wurden entsprechende Vereinbarungen getroffen.

4.8 IT-Risiken

Die Steuerung des Röther-Konzerns basiert auf einer branchenspezifischen Informationstechnologie.

In einer zentralisierten und vereinheitlichten IT-Umgebung besteht das Risiko der Abhängigkeit von diesem System und einem Rechenzentrum. Um das Risiko eines Systemausfalls zu minimieren, wurden weiterhin Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt. Dazu gehören unter anderem die laufende Erweiterung und Erneuerung der hierfür relevanten Server. Im Zuge der IT-Erneuerung werden ständig die Datenspiegelungen sowie die Back-up-Systeme in einem ausgelagerten zweiten Rechenzentrum aktualisiert.

Die Aufrechterhaltung und Optimierung der IT-Systeme erfolgen durch qualifizierte interne und externe Fachleute. Risiken aufgrund von unberechtigten Datenzugriffen und Datenmissbrauch oder Datenverlust begegnen wir durch verschiedene technische und organisatorische Maßnahmen.

Zur Minimierung der IT-Risiken werden ständig Maßnahmen und Investitionen in neue aktuelle Hard- und Software getätigt, um die IT-Sicherheit zu gewährleisten.

Im Rahmen der Umgestaltung der IT-Landschaft werden die operativen IT-Risiken durch externe Spezialisten überprüft und die jeweils erforderlichen Maßnahmen veranlasst.

4.9 Rechtliche Risiken, Steuerrisiken

Die Gesellschaften sind im üblichen Branchenrahmen sowohl als Kläger als auch als Beklagte an Rechtsstreitigkeiten beteiligt. Aus diesen Verfahren sind keine erheblichen Nachteile auf die ökonomische Lage zu erwarten. Steuerrisiken können sich vor allem durch zukünftige Steuerprüfungen ergeben. Die Geschäftsjahre bis einschließlich 2017 wurden von der Finanzverwaltung abschließend geprüft. Die Einbindung von Experten bei anstehenden Entscheidungsprozessen soll potenzielle Risiken vermeiden helfen.

4.10 Sonstige Risiken

Allgemeine Risiken, auch weltweit, sowie Risiken aufgrund höherer Gewalt sind nicht abzuschätzen. Gegen wesentliche Elementarschäden wurden entsprechende, ausreichend hohe Versicherungen abgeschlossen.

4.11 Gesamtchancen und -risiken

Gerade in der Abgrenzung von unseren Wettbewerbern sehen wir wichtige Chancen für eine positive geschäftliche Weiterentwicklung.

Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, sind derzeit nicht erkennbar.

Durch sorgfältige Planung und ständige Modernisierung gehen wir davon aus, die Zielsetzungen zu erreichen oder sogar zu übertreffen.

5. Sonstige Angaben, insbesondere über die voraussichtliche Entwicklung

Die Strategie ist auf weiteres Wachstum ausgelegt. Neben der bereits am 06.04.2023 vollzogenen Eröffnung des neuen Modeparks Röther in Esslingen am Neckar ist am 05.10.2023 die Eröffnung eines weiteren Modeparks in Geislingen an der Steige geplant.

Aufgrund des zwischenzeitlich erteilten Auftrags für die Rohbauarbeiten rechnen wir mit der Eröffnung des Modeparks in Lohmar im Laufe des Jahres 2024.

Fortgesetzte Umbaumaßnahmen und Umstrukturierungen in einzelnen Modeparks sollen die Warenumschlagshäufigkeit und die Flächenproduktivität zudem weiter verbessern.

Durch flache Hierarchien und Einbindung der Mitarbeiter in die Strukturierung der Arbeitsprozesse schaffen wir ein effizientes Kostenmanagement.

Unsere Kundenkarte, die Internetpräsenz und Fokussierung auf den Ansatz des Omni-Channel-Vertriebs zielen auf stärkere Kundenbindung und letztlich einen höheren Marktanteil ab.

Für 2023 rechnen wir vor allem aufgrund der Umsatzsteigerung aus den 2022er und 2023er Neueröffnungen mit einem Umsatzanstieg von rd. 10 % und aus dessen Folge wiederum mit einer Verbesserung der Ertragssituation, d. h. einem Anstieg des EBIT auf rd. EUR 12,4 Mio. (2022: EUR 7,0 Mio.).

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist die Liquiditätslage entspannt und kann weiterhin als gesichert bezeichnet werden.

 

Michelfeld, den 12.07.2023

Michael Röther

Fabian Messner

Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr 2022

der Röther Beteiligungs GmbH, Michelfeld, Registergericht Stuttgart, HRB 571636

1. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und Konzernabschlussstichtag (sowie zu Befreiungstatbeständen)

Die Röther Beteiligungs GmbH hat nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften einen Einzelabschluss und als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss aufgestellt. Ergänzende Bestimmungen des GmbH-Gesetzes wurden beachtet.

Die Bilanzaufstellung erfolgte unter Berücksichtigung der Ergebnisverwendung (§ 268 HGB) und weist damit den Posten "Bilanzgewinn" aus. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend angepasst.

Die Ausweiswahlrechte wurden weitgehend zugunsten des Konzernanhangs ausgeübt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Zum Zwecke der Klarheit wurden einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert, sowie Mitzugehörigkeitsvermerke angebracht.

Das Geschäftsjahr für den Konzern und die zu konsolidierenden Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr.

Alle Tochterunternehmen der Röther Beteiligungs GmbH erfüllen die Voraussetzungen des § 264 Abs. 3 HGB und sind daher - nach Maßgabe der gesetzlichen Nebenbedingungen (Beschluss zur Offenlegung) - von den in den §§ 264 ff. HGB geregelten Rechnungslegungs-, Prüfungs- und Offenlegungspflichten befreit. Diese Möglichkeit wurde beansprucht.

2. Angaben zum Konsolidierungskreis

Konzernunternehmen

Der Konsolidierungskreis besteht neben der Röther Beteiligungs GmbH als Mutterunternehmen aus folgenden Unternehmen:

Name des Unternehmens Sitz Anteile am Kapital Konsolidierungsgrund
Modepark Röther GmbH Michelfeld 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Aalen 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Heilbronn 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Gießen 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Stuttgart-Vaihingen 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Bretten 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Rosenheim 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Bobenheim-Roxheim 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Kerpen-Sindorf 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Kaiserslautern 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Mühldorf am Inn 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Ehingen an der Donau 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Augsburg 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Balingen 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Backnang 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Neu-Ulm 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Dortmund 1) 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Plauen 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Villingen-Schwenningen 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Schwabach 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Weinstadt-Endersbach 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Hockenheim 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Kempten 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Kaufbeuren 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Rastatt 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Hückelhoven 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Hermsdorf 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Tuttlingen 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Chemnitz 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Rother GmbH Landshut 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Wiedemar 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Hildesheim 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Rother GmbH Teltow 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Schwäbisch Gmünd 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Hohenschönhausen 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Lambrechtshagen 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Schiffdorf 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Spandau 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Weinheim 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Rohrbach 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Plettenberg 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Idar-Oberstein 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Wust 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Halle 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Völklingen 100 % Mehrheit der Stimmrechte
Modepark Röther GmbH Esslingen 2) 100 % Mehrheit der Stimmrechte
RG Digital GmbH Michelfeld 100 % Mehrheit der Stimmrechte

1) bis 04.03.2022 Bochum
2) gegründet am 16.07.2022

Befreiende Wirkung nach § 264 Abs. 3 HGB

Sämtliche vorstehend aufgeführte Tochterunternehmen sind Tochterunternehmen eines nach § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichteten Mutterunternehmens (Röther Beteiligungs GmbH) und als Einzelunternehmen gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Verpflichtung befreit, einen Jahresabschluss und erforderlichenfalls (je nach Größenklasse) einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offen zu legen.

Nicht konsolidierte Unternehmensbeteiligungen

Im Konzernverbund befindet sich eine typisch stille Beteiligung, die nicht konsolidiert wird.

Außerdem hält die Röther Beteiligungs GmbH 33 % der Anteile am Kapital der storeemotions GmbH, Dinslaken. Es handelt sich dabei um ein assoziiertes Unternehmen i. S. d. § 311 Abs. 1 HGB. Aufgrund der geringen Umsatzerlöse, Bilanzsumme und Jahresüberschuss der storeemotions GmbH im Vergleich zum Konzernabschluss, ist die Beteiligung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Aus diesem Grund wird § 311 Abs. 1 und § 312 HGB nicht angewendet und die Beteiligung wird mit ihrem Buchwert ausgewiesen.

3. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden

Die Stetigkeit der Konsolidierungsmethoden wurde gewahrt (§ 297 Abs. 3 Satz 2).

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte gem. § 301 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit den auf diese Anteile entfallenden Beträgen des Eigenkapitals der Tochterunternehmen.

Aus der Kapitalkonsolidierung resultierten im Vorjahr Unterschiedsbeträge i. H. v. EUR 779,77, die im Vorjahr erfolgswirksam aufgelöst wurden.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgte nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Eine Eliminierung von Zwischenergebnissen gem. § 304 Abs. 1 HGB war nicht erforderlich. Vermögensgegenstände wurden mit dem Betrag angesetzt, der entstehen würde, wenn die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen auch rechtlich ein Unternehmen bilden würden.

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgte gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Die Zinserträge und ähnlichen Erträge sind ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden.

4. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen wurden im Konzernabschluss entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der Röther Beteiligungs GmbH angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden konsolidiert.

Die Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden beibehalten.

Bewertungseinheiten i. S. d. § 254 HGB wurden nicht gebildet.

Die Bewertung wurde mit Ausnahme der RG Digital GmbH, Michelfeld unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vorgenommen. Aufgrund des Beschlusses vom 16.05.2023 zur Einstellung des Geschäftsbetriebs der RG Digital GmbH ist die Bewertung in dieser Gesellschaft zum 31.12.2022 unter Abkehr der Going-Concern-Prämisse erfolgt.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet, sofern diese der Abnutzung unterliegen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und falls erforderlich außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Beim beweglichen Anlagevermögen wurden Abschreibungen nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 wurden voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang ausgewiesen.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. dem Rückzahlungsbetrag ausgewiesen. Abwertungen waren nicht erforderlich.

Der Vorratsbestand betrifft fast ausschließlich Handelsware und in geringem Umfang Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Die Bewertung erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Bei den Handelswaren wurden Altbestände mit geringer Verwertbarkeit angemessen, je nach Warengruppe, abgewertet. Die geleisteten Anzahlungen werden mit dem Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die erhaltenen Anzahlungen sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt und werden von den Vorräten offen abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Sofern erkennbare Einzelrisiken bestanden, wurden diese durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Der Ansatz der Wertpapiere des Umlaufvermögens (ausschließlich sonstige Wertpapiere) erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Wert am Abschlussstichtag.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Für aktive latente Steuern wurde das Aktivierungswahlrecht beansprucht. Eine Saldierung mit den passiven latenten Steuern ist erfolgt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind gemäß § 256a HGB zum Devisenmittelkurs zum Abschlussstichtag bewertet und betreffen ausschließlich Restlaufzeiten von nicht mehr als einem Jahr.

5. Angaben zur Konzernbilanz

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagegegenstände sind in folgendem Anlagenspiegel dargestellt.

Kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.969.704,79 55.704,10 0,00 0,00 3.025.408,89
2. Geschäfts- oder Firmenwert 842.000,00 0,00 0,00 0,00 842.000,00
3.811.704,79 55.704,10 0,00 0,00 3.867.408,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 505.249,74 0,00 0,00 0,00 505.249,74
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 80.834.910,60 6.337.102,51 740.666,43 299.917,13 86.731.263,81
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 561.025,89 358.153,75 256.971,81 -299.917,13 362.290,70
81.901.186,23 6.695.256,26 997.638,24 0,00 87.598.804,25
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 264.000,00 0,00 5.000,00 0,00 259.000,00
2. Genossenschaftsanteile 61.150,00 0,00 0,00 0,00 61.150,00
325.150,00 0,00 5.000,00 0,00 320.150,00
Gesamt 86.038.041,02 6.750.960,36 1.002.638,24 0,00 91.786.363,14
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2022 Jahresabschreibung Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.493.628,79 365.935,10 0,00 2.859.563,89
2. Geschäfts- oder Firmenwert 65.521,00 776.479,00 0,00 842.000,00
2.559.149,79 1.142.414,10 0,00 3.701.563,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 281.043,74 32.511,00 0,00 313.554,74
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 57.106.662,05 7.754.171,18 720.838,42 64.139.994,81
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
57.387.705,79 7.786.682,18 720.838,42 64.453.549,55
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 59.946.855,58 8.929.096,28 720.838,42 68.155.113,44
Restbuchwert
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 165.845,00 476.076,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 776.479,00
165.845,00 1.252.555,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 191.695,00 224.206,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.591.269,00 23.728.248,55
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 362.290,70 561.025,89
23.145.254,70 24.513.480,44
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 259.000,00 264.000,00
2. Genossenschaftsanteile 61.150,00 61.150,00
320.150,00 325.150,00
Gesamt 23.631.249,70 26.091.185,44

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind EUR 0,00 (Vj. EUR 25.610,55) gegen Gesellschafter enthalten.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind keine antizipativen Forderungen enthalten.

Die größten Posten der sonstigen Vermögensgegenstände sind:

31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
Forderungen Überbrückungshilfe 8.298 9.544
Geldtransit 3.163 1.731
Darlehensforderungen 2.310 1.579
Rückforderungen an Lieferanten 2.084 1.868
Steuerforderungen 256 136
Forderungen gegenüber der Bundesagentur für Arbeit 17 17
Kautionen 11 57

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind TEUR 227 (Vj. TEUR 91) gegen Gesellschafter enthalten.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr i. H. v. TEUR 2.310 (Vj.TEUR 0) enthalten.

Der größte Posten der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist:

31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
Baukostenzuschüsse (an konzernfremde Gesellschaften) 667 1.016

Latente Steuern

Stand 01.01.2022 Veränderung Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR
Passive latente Steuern -2.109.620,52 311.402,10 -1.798.218,42
Aktive latente Steuern 1.169.588,80 784.881,74 1.954.470,54
-940.031,72 1.096.283,84 156.252,12

Aufgrund abweichender Wertansätze beim Anlagevermögen der Tochterunternehmen ergeben sich passive latente Steuern. Aktive latente Steuern ergeben sich aufgrund der handelsrechtlich zwingend zu bildenden Rückstellung für drohende Verluste bei den derivativen Finanzinstrumenten (Swaps) sowie abweichender Wertansätze bei den Rückstellungen. Die Körperschaftsteuer wurde dabei mit 15 % zuzüglich gesetzlich normiertem Solidaritätszuschlag und die Gewerbesteuer mit pauschal 13,5 % angesetzt. Gemäß § 274 HGB wurde die sich daraus insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuer in der Konzernbilanz angesetzt.

Bezüglich des Gesamtbetrags i. H. v. EUR 156.252,12 (Vj. TEUR 0) besteht eine Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB.

Die anderen Gewinnrücklagen resultieren aus Wertaufholungen, die im Zuge der erstmaligen Anwendung des BilMoG gebildet wurden.

Sonstige Rückstellungen

Die größten Posten der sonstigen Rückstellungen sind:

31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
Drohverlustrückstellung 6.362 3.680
Personalkosten 1.588 1.653
Nebenkosten 707 532
Urlaubsrückstellung 665 362
Aufbewahrung Geschäftsunterlagen 538 494
Jahresabschlussarbeiten 437 414
Inventurarbeiten 352 350

In den Rückstellungen für Jahresabschluss und Prüfung sind TEUR 72 für das Honorar für die Abschlussprüfungsleistungen des Geschäftsjahres 2022 enthalten. Weitere Honorare für den Abschlussprüfer fielen nicht an.

Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten

Im Rahmen des Risikomanagements des Unternehmens werden derivative Finanzinstrumente in Form von Zins- und Währungs-Swaps eingesetzt. Hauptsächlich sollen hiermit Risiken aus Zinsschwankungen sowie Kreditrisiken begrenzt werden. Die Swaps sind seit Jahren Bestandteil des laufenden Cash- Managements. Die stetige Überwachung erfolgt ausschließlich durch die Geschäftsführung. Die Bewertung erfolgt durch die Banken auf Basis aktueller Marktdaten unter Verwendung marktüblicher Bewertungsmethoden. Der beizulegende Zeitwert der einzelnen Swaps wurde von den Instituten mitgeteilt. Dieser beträgt zum 31.12.2022 TEUR -6.362 (Vj. TEUR -3.680). Wir rechnen - gemessen auf die langfristig zeitlich gestreckten Laufzeiten der Swaps - nicht mit außerordentlich hohen Verlusten. Die negativen Marktwerte spiegeln jeweils den Barwert des auf den zugrundeliegenden Kapitalbetrag aggregierten Cash-Flows. Die Geschäftsführung ist bestrebt, das Risiko durch gezielte Laufzeitstreuung in Grenzen zu halten.

Geschäfte (nicht bilanziert) Zeitwerte 31.12.2022
TEUR
TARF Produkte -4.023
Strukturierte Produkte USD -2.339
Summe -6.362
Drohverlustrückstellung 6.362

Verbindlichkeitenspiegel

Gegliedert nach Restlaufzeit

Gesamt 31.12.2022 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit mehr als 1 Jahr Restlaufzeit über 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.069,58 1.069,58 0,00 0,00
Vorjahr: 1.034,69 1.034,69 0,00 0,00
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21.644.514,13 21.644.514,13 0,00 0,00
Vorjahr: 16.611.077,71 16.611.077,71 0,00 0,00
- Sonstige Verbindlichkeiten
aus Steuern 4.502.877,37 4.502.877,37 0,00 0,00
Vorjahr: 3.159.406,18 3.159.406,18 0,00 0,00
im Rahmen der sozialen Sicherheit 5.039,93 5.039,93 0,00 0,00
Vorjahr: 15.505,37 15.505,37 0,00 0,00
Sonstige 17.051.363,96 17.051.363,96 0,00 0,00
Vorjahr: 26.239.577,97 26.239.577,97 0,00 0,00
Summe Verbindlichkeiten 43.204.864,97 43.204.864,97 0,00 0,00
Vorjahr: 46.026.601,92 46.026.601,92 0,00 0,00

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind EUR 323,20 (Vj. EUR 88,00) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten.

Eingegangene Verbindlichkeiten wurden stets planmäßig getilgt.

6. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Umsatzerlöse wurden weitestgehend im Inland erzielt und gliedern sich in folgende Tätigkeitsbereiche:

2022 2021
TEUR TEUR
Verkauf von Bekleidung, Schuhen und Accessoires 293.860 217.293
Vermietung und Verpachtung 972 809
Kaufmännische Dienstleistungen 470 464
Einspeisevergütungen 196 115
Verkauf von EDV-Artikeln 114 48
Erlöse Pkw-Vermietung 18 87

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus derivativen Finanzinstrumenten i. H. v. TEUR 2.593 und Erträge aus Währungsumrechnungen mit TEUR 975 enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Mieten und Raumkosten i. H. v. TEUR 53.775 (Vj.TEUR 49.266) enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten TEUR 1.096 latenten Steuerertrag, der sich aus dem Saldo der Verminderung der passiven latenten Steuern und der Erhöhung der aktiven latenten Steuern ergibt.

Die Abschreibungen enthalten i. H. v. TEUR 876 außerplanmäßige Abschreibungen.

7. Sonstige Angaben

Es bestehen Belassungserklärungen für Gewinnvorträge und Jahresüberschüsse.

Zum Abschlussstichtag bestehen folgende Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB:

31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
Höchstbetragsbürgschaften 1.693 243
Selbstschuldnerische Bürgschaften 400 400
Summe Haftungsverhältnisse 2.093 643

Aufgrund der bekannten Rentabilitäts- und Liquiditätslage der Unternehmen, für die Haftungsverhältnisse bestehen, schätzen wir die Inanspruchnahme aus diesen Risiken sehr gering ein. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den begebenen Sicherheiten besteht nach unserer Einschätzung nicht.

Zum Bilanzstichtag befand sich in den Modehäusern Konsignationsware mit einem Einkaufswert von TEUR 8.431 (Vj. TEUR 6.449).

Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum Abschlussstichtag in Form von Mietverträgen für Betriebsgebäude, die von Dritten angemietet wurden und in Form von Leasingverträgen. Das wesentliche Risiko aus den Mietverträgen besteht in einer Beendigung durch die Vermieter und evtl. daraus entstehenden Folgekosten für den Bezug neuer Räumlichkeiten. Der Vorteil liegt in der Schonung der Liquidität sowie der Tatsache, dass diese eine sichere Kalkulationsgrundlage der zu erwartenden Mietzahlungen bietet.

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen folgende außerbilanzielle Geschäfte, die zur Vermeidung einer langfristigen Kapitalbindung abgeschlossen wurden:

Leasingverträge: TEUR 225

- davon innerhalb eines Jahres fällig: TEUR 86

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Mietverpflichtungen aus mehrjährigen Verträgen: TEUR 171.154

- davon innerhalb eines Jahres fällig: TEUR 41.783

Im Jahresdurchschnitt 2022 wurden im Konzern insgesamt 2.109 Mitarbeiter beschäftigt, davon 2.009 Angestellte und 100 Auszubildende.

In der Gesellschafterversammlung am 16.05.2023 wurde beschlossen, den Geschäftsbetrieb der RG Digital GmbH bis spätestens zum 31.08.2023 einzustellen.

8. Ergebnisverwendungsvorschlag und -beschluss des Mutterunternehmens

EUR
Die Geschäftsführer schlagen vor, den zur Verfügung stehenden Bilanzgewinn in Höhe von 25.128.123,14
wie folgt zu verwenden: Vortrag auf neue Rechnung 25.128.123,14

Die Gesellschafterversammlung vom 29.03.2023 hat beschlossen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

9. Geschäftsführung

Zum Geschäftsführer sind bestellt:

Michael Röther, Dipl. Kfm., Schwäbisch Hall

Fabian Messner, Schorndorf (seit 03.01.2023; eingetragen im Handelsregister am 30.01.2023)

Der ausgeübte Beruf der Geschäftsführer entspricht ihrer Organstellung.

Auf die Angabe von Geschäftsführerbezügen wurde in Ausübung des Wahlrechts nach §§ 314 Abs. 3 i. V. m. 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Michelfeld, den 12.07.2023

Michael Röther

Fabian Messner

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022 2021
in TEUR in TEUR
Periodenergebnis 5.891 8.657
+/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 8.929 7.855
+/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen 3.297 -9.683
-/+ Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -7.989 -3.972
+/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -3.407 2.148
-/+ Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -14 171
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 168 305
- Sonstige Beteiligungserträge -13 -13
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 959 3.129
-/+ Ertragsteuerzahlungen -3 -569
= Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (1) 7.818 8.028
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -56 -202
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 291 75
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -6.695 -4.745
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 5 0
+ Erhaltene Zinsen 57 53
+ Erhaltene Dividenden 13 13
= Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit (2) -6.385 -4.806
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und Finanzkrediten 0 -1.908
- Gezahlte Zinsen -225 -358
= Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit (3) -225 -2.266
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes (1)+(2)+(3) 1.208 956
+ Finanzmittelbestand zu Beginn des Geschäftsjahres 5.423 4.467
= Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 6.631 5.423

Der Finanzmittelfonds i. S. v. DRS 21.33 ff. umfasst den Bilanzposten "Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks" (§ 266 Abs. 2 B. IV. HGB) sowie kurzfristige Kreditverbindlichkeiten, die zur Liquiditätsdisposition der Gesellschaft gehören und im Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten" ausgewiesen sind. Er setzt sich wie folgt zusammen:

2022 2021
TEUR TEUR
Liquide Mittel 6.632 5.424
Kurzfristige Kreditverbindlichkeiten -1 -1
Summe 6.631 5.423

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

2022 Vorjahr
EUR EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 295.628.746,48 218.816
2. Sonstige betriebliche Erträge 5.546.635,64 32.810
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (161.566.665,04) (126.333)
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen (178.744,27) (102)
(161.745.409,31) (126.435)
Rohergebnis 139.429.972,81 125.191
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (35.804.170,12) (29.999)
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (8.055.179,30) (7.620)
(43.859.349,42) (37.619)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (8.929.096,28) (7.855)
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen (79.624.643,81) (67.614)
(132.413.089,51) (113.088)
Betriebliches Ergebnis 7.016.883,30 12.103
7. Erträge aus Beteiligungen 12.500,00 13
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 56.694,82 53
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 (14)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (225.474,28) (358)
Finanzergebnis (156.279,46) (306)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (959.248,40) (3.129)
12. Ergebnis nach Steuern 5.901.355,44 8.668
13. Sonstige Steuern (10.228,00) (11)
14. Jahresüberschuss 5.891.127,44 8.657
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 22.598.449,07 13.941
16. Bilanzgewinn 28.489.576,51 22.598

Konzern-Eigenkapitalspiegel 01.01.2021 bis 31.12.2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Kapitalanteile Gewinnrücklagen
Gezeichnetes Kapital Andere Gewinnrücklagen Bilanzgewinn Gesamt-Konzerneigenkapital
EUR EUR EUR EUR
Stand 01.01.2021 28.000 2.090.022 13.941.804 16.059.826
Veränderungen in 2021
Konzern-Jahresüberschuss 0 0 8.656.645 8.656.645
Stand 31.12.2021 28.000 2.090.022 22.598.449 24.716.471
Stand 01.01.2022 28.000 2.090.022 22.598.449 24.716.471
Veränderungen in 2022
Konzern-Jahresüberschuss 0 0 5.891.127 5.891.127
Stand 31.12.2022 28.000 2.090.022 28.489.577 30.607.599

Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2022

Röther Beteiligungs GmbH

Michelfeld

Aktiva

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 165.845,00 476
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 776
165.845,00 1.252
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 191.695,00 224
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.591.269,00 23.729
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 362.290,70 561
23.145.254,70 24.514
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 259.000,00 264
2. Genossenschaftsanteile 61.150,00 61
320.150,00 325
23.631.249,70 26.091
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.791,57 15
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 40.409.762,44 33.214
3. Geleistete Anzahlungen 1.153,48 38
4. Erhaltene Anzahlungen -19.576,61 -11
40.398.130,88 33.256
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 410.942,35 465
2. Sonstige Vermögensgegenstände 16.138.368,72 14.937
16.549.311,07 15.402
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 44.442,50 34
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.632.313,55 5.425
63.624.198,00 54.117
C. Rechnungsabgrenzungsposten 906.184,26 1.217
D. Aktive latente Steuern 156.252,12 0
88.317.884,08 81.425

Passiva

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 28.000,00 28
II. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 2.090.022,00 2.090
III. Bilanzgewinn 28.489.576,51 22.598
30.607.598,51 24.716
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.984.193,39 261
2. Sonstige Rückstellungen 11.340.719,57 8.044
13.324.912,96 8.305
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.069,58 1
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21.644.514,13 16.611
3. Sonstige Verbindlichkeiten 21.559.281,26 29.414
43.204.864,97 46.026
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.180.507,64 1.438
E. Passive latente Steuern 0,00 940
88.317.884,08 81.425

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

an die Röther Beteiligungs GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Röther Beteiligungs GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzern-Bilanz zum 31.12.2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis 31.12.2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Röther Beteiligungs GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis 31.12.2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis 31.12.2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kehl am Rhein, den 12.07.2023

Eidel Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Michael Strickmann, Wirtschaftsprüfer

Mathias Bandle, Wirtschaftsprüfer

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