IchundmeinBents UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christoph Müller seit 16.11.2023 | Geschäftsführer |
Helen Anna Mertes seit 16.11.2023 | Prokura |
Martin Elwert seit 29.7.2010 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 87.15% | |
| 12.85% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Circle Products GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021ANHANG zum Jahresabschluss 2021Circle Products GmbH, BerlinAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB sowie des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angabe und Begründung der gegenüber dem Vorjahr abweichenden Form der Darstellung Die Form des Jahresabschlusses ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Unternehmensfortführung Die Circle Products GmbH erwartet für das Jahr 2022 gemäß Wirtschaftsplan ein stark vermindertes bzw. weiter negatives EBIT sowie EBITDA. Der entstehende Finanzierungsbedarf aufgrund der erwarteten Verluste sowie notwendiger Investitionen soll durch eine im Jahr 2022 erhaltene Finanzierung durch existierende Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.400 sowie durch Inanspruchnahme einer bestehenden Kontokorrentlinie von TEUR 500 ausgeglichen werden. Ab 2023 werden aufgrund der von der Geschäftsführung ergriffenen und geplanten Maßnahmen positive Zahlungsmittelüberschüsse erwartet. Positive Jahresergebnisse werden auf dieser Grundlage ab 2024 erwartet. Insofern liegen entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen vor. Aufgrund der laufenden Gespräche mit den Gesellschaftern und der bereits erhaltenen Finanzierung in 2022 geht die Geschäftsführung von einer positiven Fortführungsprognose aus und legt dem Jahresabschluss die Annahme der Unternehmensfortführung zugrunde. Der Tatbestand der Unternehmensfortführung ist wesentlich vom Fortbestand der Kontokorrentlinie abhängig. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibung vermindert. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden gemäß § 248 Abs. 2 HGB in der Bilanz angesetzt. Bei den angesetzten Kosten handelt es sich weit überwiegend um Entwicklungskosten gem. § 255 Abs. 2a HGB. Die aktivierten Entwicklungskosten betreffen die ursprüngliche Entwicklung und die Weiterentwicklung der Website und des Webshops der Circle Products GmbH. Die Circle Products GmbH hat ein Entwicklerteam angestellt, welches die Entwicklungsarbeiten durchführt. Weiterentwicklungen der Website und des Webshops werden als wesentliche Verbesserung oder Erweiterung aktiviert, wenn es sich hierbei um wesentliche neue Funktionalitäten oder Verbesserungen handelt, die insbesondere auf Umsatzsteigerungen oder Kosteneinsparungen abzielen und somit keinen Erhaltungsaufwand darstellen. Die aktivierten Entwicklungskosten eines Monats werden über eine Laufzeit von vier Jahren linear abgeschrieben. In Höhe des Restbuchwertes besteht somit eine zusätzliche Ausschüttungssperre. Gemäß § 274 Abs. 1 Satz 4 HGB sind Verlustvorträge bei der Berechnung latenter Steuern zu berücksichtigen. Diese kompensieren etwaige passive temporäre Differenzen aus dem Ansatz von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Somit entstehen keine zu buchenden latenten Steuern, da vom Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht wurde. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Waren und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten, des Werteverzehrs des Anlagevermögens, der Sonderkosten der Fertigung und der Verwaltungskosten soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Risiken wurden durch Bildung einer Pauschalwertberichtigungen i.H.v. 1% auf den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen berücksichtigt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit ihren Nominalbeträgen ausgewiesen. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten in der Bilanz werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag berücksichtigt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden in der Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme ausgewiesen. Die Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen abzudecken (Erfüllungsbetrag). Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Forschungs- und Entwicklungskosten Die Forschungs- und Entwicklungskosten betragen 411.296,95 EUR. Diese entfallen im vollen Umfang auf die Entwicklungskosten und wurden unter den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 623.182,00 EUR. Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:
Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Die sonstige Rückstellung in Höhe von 130.741,19 EUR setzt sich zusammen aus Rückstellungen für Personal in Höhe von 86.044,24 EUR, Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von 29.360,00 EUR, Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen in Höhe von 9.993,95 EUR sowie Kosten für Aufbewahrungspflichten in Höhe von 5.343,00 EUR. Angabe zu Restlaufzeitvermerken Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beläuft sich auf 1.292.794,95 EUR (Vorjahr: 341.332,14 EUR), davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 48.761,72 EUR und 236.261,72 EUR mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahre. Angaben zu erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen Der Betrag der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen beträgt 99.104,38 EUR (Vorjahr: 128.342,96 EUR). Die Restlaufzeit beträgt bis zu einem Jahr. Angaben zu Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Der Betrag der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beträgt 961.142,04 EUR (Vorjahr: 887.265,28 EUR). Die Restlaufzeit beträgt bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit über einem Jahr existieren nicht. Angaben zu sonstigen Verbindlichkeiten Der Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten beläuft sich auf 900.060,13 EUR (Vorjahr: 868.345,00 EUR). Davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 490.060,13 EUR (Vorjahr: 458.345,00 EUR), davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren 205.000,00 EUR (Vorjahr: 256.250,00 EUR). Angabe der sonstigen finanziellen Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen i.S.d. § 285 Nr. 3a HGB in Höhe von 1.921.533,50 zzgl. Verpflichtungen für Betriebskostenvorauszahlungen in Höhe von 154.543,60 EUR. Diese resultieren im Wesentlichen aus Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von 1.659.768,01 EUR zzgl. Verpflichtungen für Betriebskostenvorauszahlungen in Höhe von EUR 154.543,60 mit Restlaufzeiten bis zum 01.03.2027, sowie Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 261.765,49 EUR mit Laufzeiten bis zum 30.09.2025. Sonstige Angaben Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Das aktuelle Jahr 2022 stellt angesichts des durch den Krieg und Inflation beeinträchtigten Konsumklimas Herausforderungen dar. Im Online-Geschäft, und speziell im Zubehör-Segment, rechnen wir mit zurückgehenden Umsätzen da Konsument:innen in der derzeitigen Lage vorsichtiger Ausgaben tätigen. Die Auswirkungen und Dauer der derzeit sichtbaren negativen Effekte sind aktuell noch schwer absehbar. Im Café-Geschäft erwarten wir weiterhin durch den Volljahreseffekt der neuen Cafés und Lockerungen der Corona-Einschränkungen einen deutlichen Umsatz-Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Weitere Ausführungen sind im Lagebericht bzw. im Abschnitt Unternehmensfortführung enthalten. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Die Anzahl der Arbeitnehmer betrug im Kalenderjahr 2021 89 (Vorjahr. 67). Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Martin Elwert, Kaufmann. Vergütungen der Geschäftsführer Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Unterschrift der Geschäftsführung
Berlin, 26.08.2022 Martin Elwert Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Circle Products GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Circle Products GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Circle Products GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlagen für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen beabsichtigten oder unbeabsichtigten falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 26. August 2022 Audit
Tax & Consulting Services GmbH
Bernhard von Wersebe, Wirtschaftsprüfer Tina Glimm, Wirtschaftsprüferin Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin. BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021A. Grundlagen des Unternehmens Die Circle Products GmbH (im Folgenden auch "Coffee Circle", "die Gesellschaft", "das Unternehmen" oder "wir") wurde vor 11 Jahren gegründet und folgt seitdem der Mission, die Lebensbedingungen von Kaffeefarmer:innen durch den Verkauf von hochwertigem Kaffee zu verbessern. Wir verfolgen ein "Direct-to-Consumer" (D2C) Geschäftsmodell, indem wir Rohkaffee in verschiedenen Ländern der Welt einkaufen, nach Deutschland bringen, in Berlin rösten und dann direkt über das Internet an unsere Kund:innen verkaufen. Wir bedienen vor allem Privatkund:innen, wie auch Firmenkund:innen und Gastronomie. Des Weiteren verkaufen wir hochwertige Kaffeemaschinen, -zubereiter und -mühlen sowie andere Produkte rund um das Thema der Kaffeezubereitung. Hauptvertriebskanal ist hierbei unser selbst erstellter Webshop. Seit 2019 betreiben wir außerdem unser erstes eigenes Café in Berlin, und haben im Jahr 2021 zwei weitere Cafés in Berlin eröffnet. Wir verfolgen ein sozial orientiertes Geschäftsmodell. Mit jedem verkauften Kilogramm Kaffee wird von unseren Kund:innen 1 Euro in den gemeinnützigen Circle e.V. gespendet, der wiederum Entwicklungsprojekte in den Regionen umsetzt aus denen wir unsere Kaffees beziehen. Somit konnten wir im Jahr 2021 etwa 330.000 Euro Spenden generieren, die vom Circle e.V. in Projekte in Äthiopien, der Demokratischen Republik Kongo, Kenia und Kolumbien, vornehmlich in die Bereiche WaSH (Wasser, Sanitär und Hygiene), Bildung und Verbesserung der Wertschöpfung für die Kaffeefarmer:innen und ihre Familien, investiert wurden. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 4. Quartal 2021 gegenüber dem 3. Quartal 2021 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,7% gesunken. Nachdem die Wirtschaftsleistung im Sommer trotz zunehmender Liefer- und Materialengpässe wieder gewachsen war, wurde die Erholung der deutschen Wirtschaft durch die vierte Corona-Welle und erneute Verschärfungen der Corona-Schutzmaßnahmen zum Jahresende gestoppt. Besonders der private Konsum nahm im 4. Quartal 2021 gegenüber dem Vorquartal ab, während die staatlichen Konsumausgaben zunahmen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ergibt sich für das gesamte Jahr 2021 ein Wachstum des BIP um 2,8% (auch kalenderbereinigt). 1 2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Der deutsche Kaffeemarkt verzeichnete 2021 nach einem starken Jahr 2020 ein erneutes Wachstum. Der Pro-Kopf-Konsum von Kaffee stieg von 168 auf 169 Liter. Das entspricht rund 500 Millionen Tassen, die im vergangenen Jahr deutschlandweit mehr als in 2020 getrunken wurden. In Summe ergibt sich für den Kaffeemarkt 2021 im Segment Röstkaffee ein Plus von 0,4% (plus 2.100 Tonnen), da die Verluste außer Haus durch das Wachstum im Bereich des heimischen Kaffeeverbrauches mehr als kompensiert werden konnten. Die positive Entwicklung im Jahr 2021 ist vor allem das Ergebnis des gestiegenen Konsums von Röstkaffee im eigenen Zuhause, bei Freunden, Familie und Bekannten während Homeoffice und Lockdown (plus 2,1% oder 7.900 Tonnen vs. Vorjahr). Wachstumstreiber bei der Kaffeezubereitung zu Hause waren 2021 "Ganze Bohnen", die vorrangig für die Zubereitung mit Kaffeevollautomaten oder Siebträgermaschinen verwendet werden. Das Segment wuchs um 11,1% (Marktanteil von 41%) und rückt damit immer näher an den klassischen, gemahlenen Filterkaffee heran. Dieser blieb mit einem Marktanteil von 47% weiterhin die Nummer eins in der Gunst der deutschen Verbraucher:innen.
1 Destatis, Pressemitteilung Nr. 039 vom 28.
Januar 2022
Im zweiten Jahr der Pandemie setzte sich der Rückgang im Außer-Haus-Markt für Kaffee fort, jedoch auf einem geringeren Niveau als 2020. Das Gesamt-Segment Out-of-Home verlor 5,7% (minus 5.800 Tonnen Röstkaffee) gegenüber dem Vorjahr. Die größten Einbußen verzeichneten (Hotel- )Restaurants (-25%), Cafés (-15%) und Kioske (-14%). Gewinne vermeldeten hingegen u. a. Coffeeshops (+25%), Schnellimbisse/Fast Food Restaurants (+61%) und Bäckereien (+3%) 2 3. Geschäftsverlauf 3.1. Branche 1 - D2C Unser Kerngeschäft, der direkte Verkauf an private Endkund: innen über unseren Online-Shop (D2C), ist auch 2021 weiter graduell gewachsen, dank einer stetig wachsenden Bestandskund:innen-Basis. Der Kaffeekonsum zu Hause war auch 2021 durch die Corona-Einschränkungen vor allem im ersten Quartal weiterhin hoch. Im Bereich des Kaffeezubehörs kam es aufgrund der weiterhin angespannten Situation in globalen Lieferketten zeitweise zu Lieferverzögerungen sowie durch insgesamt gewachsenen Online-Wettbewerb zu abflachendem Umsatzwachstum gegenüber der Prognose. 3.2. Branche 2 - B2B Beim Handel mit Zubehörprodukten im B2B-Bereich (Vertrieb an Weiterverkäufer) konnten wir den Umsatz 2021 moderat über Plan steigern. Aufgrund des langfristig zu erwartenden geringeren Marktvolumen im B2B Segment durch verstärkte "Remote-Work" Lösungen von Firmen und damit reduziertem Konsum am Arbeitsplatz haben wir das Kaffeegeschäft mit Unternehmen und Gastronomiebetrieben (B2B) im letzten Jahr umstrukturiert, Abläufe für B2B-Kund:innen automatisiert und denen im D2C-Segment angeglichen. 3.3. Branche 3 - Retail Unser Café-Betrieb stand auch 2021 im Zeichen von Corona, mit Einschränkungen durch Maßnahmen wie 3G/2G und zeitweise ausschließlich to-go Geschäft. Der 2020 vorerst gestoppte Ausbau des stationären Cafégeschäfts wurde mit der erfolgreichen Eröffnung von zwei weiteren Filialen in Berlin im Laufe des Jahres 2021 wieder aufgenommen. Dadurch konnte der Retail-Umsatz wie erwartet deutlich gesteigert werden. Wir erwarten, dass sich die Lockerungen der pandemiebedingten Einschränkungen positiv auf die Entwicklung des Café-Geschäfts auswirken werden.
2 Deutscher Kaffeeverband 2022
3.4. Gesamtwürdigung des Geschäftsverlaufes Coffee Circle setzte im Vergleich zum Vorjahr analog zum Kaffeemarktwachstum sein kontinuierliches Wachstum fort. Das weit geringer als im Vorjahr erwartete Umsatzwachstum stammte dabei vor allem aus dem D2C-Bereich des Online-Kaffeeverkaufs sowie des erweiterten Café-Geschäfts, welches, wie erwartet, deutliches Wachstum zeigte. Der Geschäftsverlauf ist somit hinsichtlich der Umsatzentwicklung trotz in 2021 weiter andauernder Einschränkungen durch COVID-19 insgesamt als zufriedenstellend zu bezeichnen. Die Ergebniskennzahlen blieben jedoch hinter den Erwartungen zurück. 4. Lage 4.1. Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 31. Dezember 2021 um TEUR 185,4 auf TEUR 4.235,4 (Vj. TEUR 4.050,0). Aktiva: Das Anlagevermögen erhöhte sich insgesamt um TEUR 202,4 auf TEUR 1.413,6 (Vj. TEUR 1.211,2). Dies liegt im Wesentlichen an der Erweiterung der Logistik- und Büro-Infrastruktur und der Cafés; die Sachanlagen nahmen um TEUR 199,6 zu. Das immaterielle Anlagevermögen verminderte sich leicht von TEUR 688,6 im Vorjahr auf TEUR 670,1, da die planmäßigen Abschreibungen die Neuinvestitionen in die Weiterentwicklung der Website in 2021 um TEUR 18,5 überstiegen. Hier wird die firmenintern erstellte, hochfrequentierte Website inklusive Webshop als selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstand gemäß $ 248 Abs. 2 HGB ausgewiesen. Die hierfür initial angefallenen Entwicklungskosten und nun laufend anfallenden Kosten der kontinuierlichen Weiterentwicklung wurden aktiviert und werden linear abgeschrieben. Das Umlaufvermögen verringerte sich leicht von TEUR 2.771,6 um TEUR 41,2 auf TEUR 2.730,4 in 2021. Die Vorräte stiegen von TEUR 834,5 auf TEUR 1.542,4, was vor allem der teilweisen Umstellung von Dropshipping auf Nutzung der eigenen Logistikinfrastruktur, dem Fokus auf Liefersicherheit sowie dem geringer als erwarteten Absatz im Weihnachtsgeschäft zuzuschreiben ist. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände nahmen um TEUR 255,7 von TEUR 547,1 im Vorjahr auf TEUR 801,8 zum 31.12.2021 zu. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sowohl Forderungen gegenüber Kund:innen als auch gegenüber Zahlungsdienstleistern umfassen, sanken hierbei um TEUR 36,4 von TEUR 153,0 in 2020 auf TEUR 116,6 in 2021, wohingegen die sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 288,6 auf 633,9 in 2021 zunahmen (Vj. TEUR 345,4). Diese ergeben sich u.a. aus stichtagsbedingten Abgrenzungen sowie der Umsatzsteuer. Die erhöhten Kosten und Investitionen im Jahr 2021 resultierten in einer Verringerung der flüssigen Mittel um TEUR 1.003,7 von TEUR 1.390,0 im Vorjahr auf TEUR 386,3 in 2021. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten stiegen um TEUR 24,3 auf TEUR 91,4. Passiva: Das Eigenkapital veränderte sich per 31. Dezember 2021 aufgrund des Jahresfehlbetrages des Geschäftsjahres von TEUR -817,4 auf TEUR 851,6. Die Eigenkapitalquote liegt bei 20,1% (Vj.41,2%). Die Rückstellungen verringerten sich gegenüber 2020 um TEUR 25,1 auf TEUR 130,7 (Vj. TEUR 155,8). Diese bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für Personal und Rückbauverpflichtungen. In 2021 wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erweitert und stiegen um TEUR 951,5 auf TEUR 1.292,8 aufgrund eines neu aufgenommenen langfristigen Darlehens. Im Gegensatz zum Vorjahr waren Anzahlungen auf Bestellungen etwas niedriger und weisen einen Wert in Höhe von TEUR 99,1 aus (Vj.TEUR 128,3). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen der Gesellschaft erhöhten sich leicht um TEUR 73,9 auf TEUR 961,2 (Vj.TEUR 887,3). Die sonstigen Verbindlichkeiten änderten sich geringfügig um TEUR 31,8 auf TEUR 900,1 (Vj.TEUR 868,3). 4.2. Finanzlage Im Geschäftsjahr 2021 wurde weiter in die Weiterentwicklung der Homepage als unserem Hauptvertriebskanal investiert. Ebenso schlagen sich Investitionen in zwei neue Filialen, sowie der weitere Ausbau der Lager- und Logistikinfrastruktur nieder. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist somit negativ. Ebenso ist der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in 2021 negativ, da die Auszahlungen an Lieferanten und Beschäftige sowie gestiegene sonstige Auszahlungen die Einzahlungen von Kunden überstiegen. Der positive Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ergibt sich aus aufgenommenen Darlehen, welches zum Aufbau des Vorratsbestandes genutzt wurde. Der Cash Flow wurde leicht reduziert durch die Rückzahlung von bestehenden Darlehen und Zinszahlungen. Die Veränderung des Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 2021 resultiert somit aus der Investitionstätigkeit sowie dem negativem Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2021 jederzeit in der Lage, ihre fälligen Verbindlichkeiten zu bedienen. 4.3. Ertragslage Aufgrund der nachhaltigen Ausweitung der Geschäftstätigkeit vor allem im Kerngeschäft mit den privaten Endkund:innen (D2C) konnten die Umsatzerlöse gesteigert werden, ebenso stieg der Umsatz aus dem Café-Geschäft mit zwei weiteren Filialen an. Das Geschäft mit B2B-Kund:innen für den Weiterverkauf von Zubehör konnte gesteigert werden, während Umsätze von Unternehmen und Gastronomiebetrieben durch die erfolgte Strategieanpassung gemindert wurden. Der Materialeinsatz konnte währenddessen durch die Fokussierung auf profitable Produkte und eine Steigerung des Anteils von höhermargigem Kaffee am Gesamtumsatz gemindert werden. Folglich verbesserte sich das Rohergebnis von TEUR 7.457,2 im Vorjahr auf TEUR 8.269,6 im Geschäftsjahr 2021. Das gesteigerte Geschäftsvolumen und die Fokussierung auf Wachstum ging dabei mit einer Steigerung der Personalkosten von TEUR 2.703,5 im Vorjahr auf TEUR 3.548,6 in 2021 einher; womit auch die Personalkostenquote im Vergleich zum Umsatz gestiegen ist. Dies lässt sich durch erhöhten Personaleinsatz durch zwei weitere Cafes sowie den Aufbau von Kapazitäten in wachstumsfokussierten Funktionen - Ergänzung des Teams mit relevanter Expertise vor allem im Bereich Marketing sowie Aufbau von Vermarktungskanälen - erklären. Ebenso stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 17.6% von TEUR 3.612,2 auf TEUR 4.232,8. Die größten absoluten Posten sind die Werbekosten und Kosten der Warenabgabe sowie mit einigem Abstand die Raumkosten. Diese verzeichneten nach den Werbekosten auch den zweitstärksten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr und sind auf die Anmietung einer weiteren Lagerhalle sowie den zwei neuen Café-Flächen zurückzuführen. Die Kosten für externe Logistikdienstleister sind durch die Umstellung der Lager- und Logistikprozesse im Vorjahr deutlich zurückgegangen. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betragen TEUR 588,4 (Vj. TEUR 552,0). Der Jahresfehlbetrag liegt somit bei TEUR -817,4 gegenüber TEUR -80,1 im Vorjahr. Als maßgeblichen finanziellen Leistungsindikator betrachten wir das EBIT und das EBITDA. Das EBIT ergibt sich aus dem Jahresfehlbetrag zzgl. Zinsen und Steuern. Das EBITDA ergibt sich aus dem EBIT zzgl. Abschreibungen (jedoch abweichend zum handelsrechtlichen EBIT(DA) inkl. sonstige Steuern (Kaffeesteuer)).Das so definierte EBIT ist mit TEUR -785 deutlich negativ (Vj. TEUR -48); das EBITDA beträgt TEUR -197 und ist somit ebenfalls deutlich reduziert im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 504. Die Reduktion vom Jahresergebnis, EBIT als auch EBITDA im Jahr 2021 lässt sich erklären durch die gestiegenen Investitionen in Personal sowie gezieltem Ausbau von Vermarktungskanälen und Werbemaßnahmen mit dem Ziel nachhaltig die Markenbekanntheit zu steigern und Wachstum zu generieren. 4.4. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Obwohl das Jahresergebnis deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, sehen wir das Jahr 2021 als ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr an, trotz gewisser Herausforderungen und Widrigkeiten insbesondere durch die COVID-19 Pandemie. Durch die Fokussierung auf das Direct-to-consumer (D2C) Kerngeschäft und Investitionen in die Homepage als Hauptvertriebskanal, die Eröffnung zwei weiterer Cafés als Möglichkeit unsere Produkte "offline" zu konsumieren, und dem Aufbau von Mitarbeiterinnen in wachstumsrelevanten Bereichen, konnten die richtigen Weichen für ein nachhaltig positives Unternehmenswachstum gestellt werden. Durch die Maßnahmen wurde viel Liquidität gebunden und die Aufnahme eines weiteren Darlehens notwendig. Es sind nach dem Schluss des Berichtszeitraums mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die eine ergänzende Darstellung zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens erfordern. Diese Darstellung erfolgt nachfolgend im Prognosebericht. C. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht Dem Prognose-, Chancen- und Risikobericht liegt ein Prognosezeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 zugrunde. 1. Chancen- und Risikobericht 1.1. Chancenbericht: Das Nutzen von Marktchancen bietet, bei Umsetzung der im Prognosebericht angestrebten Maßnahmen, für Coffee Circle die Möglichkeit, in Zukunft Wachstum bei gleichzeitig gesunder Ertragslage zu generieren. Hierfür werden vor allem die für das Unternehmen relevanten Trends in der Nahrungsmittel- und Gastronomiebranche im Auge behalten und evaluiert. Insbesondere die immer stärker werdenden Trends hin zu qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln aus nachhaltiger Produktion und das steigende Bewusstsein von Konsumenten im Hinblick auf soziale Wirkung (Stichwort "ESG - "environmental, social, governance" Aspekte) passen ausgezeichnet zu unserer Marke und unserem Produktangebot. Die identifizierten Chancen werden im Rahmen der Unternehmensplanung angemessen berücksichtigt. Eine Schärfung des Profils als Produzent und Online-Shop für qualitativ hochwertige Spezialitätenkaffees und das Angebot diese in unseren firmeneigenen Cafés zu konsumieren, stärken unsere Marktposition und Sichtbarkeit und ermöglichen es uns neue Marktanteile zu gewinnen. Die Rückkehr zur Normalität nach dem Ende der Pandemie-Einschränkungen und die damit einhergehende Möglichkeit Kund:innen vermehrt vor Ort bedienen zu können, bietet uns zudem die Chance unsere Cafés profitabel zu betreiben. 1.2. Risikobericht: Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Absicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Gegenwärtig konzentriert sich das Finanz- und Risikomanagement stark auf die Abwendung des entwicklungsbeeinträchtigenden Liquiditätsrisikos, und ist in laufender Abstimmung mit den Gesellschaftern bis zum Erreichen eines nachhaltig positiven operativen Cash-Flows. Entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen: Entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen bestehen, wie im Prognosebericht erläutert, insbesondere in einer Wachstumsfinanzierung der Gesellschaft bzw. in der Zurverfügungstellung von Liquiden Mitteln in 2022. Gesamtwirtschaftliche Risiken: Der Kaffeemarkt zeigt traditionell wenig Volatilität und kann daher als wenig beeinflussbar von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung gesehen werden. Bezüglich steigenden Rohstoff- und Materialkosten agieren wir vorausschauend mit entsprechender Planung und der Suche nach Alternativlösungen, sowie wenn nötig mit transparent an die Kund:innen kommunizierten und begründeten Preiserhöhungen. Branchenspezifische Risiken: Wir sehen keine nennenswerten Risiken in der Branche. Durch COVID-19 wurde die weltweite Logistik beeinträchtigt, was sich z.B. in stark gestiegenen Containerpreisen bzw. Knappheit niederschlägt. Das beeinflusst den Warenfluss mit Rohkaffee und mit Zulieferteilen für die Herstellung von Kaffeemaschinen. Das kann z.T. zu Lieferverzögerungen oder erhöhten Preisen führen, die aber jeweils keinen entscheidenden Einfluss auf unser Geschäft haben werden, da wir der Nichtverfügbarkeit einzelner Zubehörprodukte jederzeit durch ein Ausweichen auf Alternativprodukte oder Preiserhöhungen entgegenwirken können. Unternehmensrisiken: Absatz: Dem Forderungsausfallrisiko begegnen wir mit konsequentem Forderungsmanagement. Ferner verfügt die Gesellschaft über einen breit gefächerten Kund:innenstamm, sodass lediglich ein geringes Klumpenrisiko besteht, welches durch strategische Anpassungen im B2B-Geschäft weiter reduziert wurde. Beschaffung: Zur Vermeidung von Planungsrisiken aufgrund von Wechselkursschwankungen wurden voraussichtliche Fremdwährungsverbindlichkeiten über Devisentermingeschäfte abgesichert. Investitions- und Finanzierungsbereich: Grundsätzlich sichern wir uns durch das Vorhalten ausreichender liquider Mittel und von Banken eingeräumter Kreditlinien gegen kurzfristige Zahlungsstromschwankungen ab. Wie oben beschrieben ist das Finanz- und Risikomanagement derzeit stark auf die Sicherung der Liquidität ausgerichtet. Insgesamt sehen wir uns kontrollierbaren Risiken im Beschaffungs- und Absatzbereich gegenüber. Wir begegnen diesen sowohl präventiv durch Devisentermingeschäfte und konsequentes Forderungsmanagement, als auch reaktiv sofern Lieferschwierigkeiten auftreten. 1.3. Prognosebericht Für das Gesamtjahr 2022 erwartet die Bundesregierung eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Höhe von 2,2% (Stand Ende April 2022). Im Jahr 2023 wird ein Wachstum von 2,5 % erwartet. Die Bundesregierung korrigiert ihre Erwartungen aus der Jahresprojektion im Januar deutlich nach unten (von 3,6%). Hauptgrund für die Eintrübung der wirtschaftlichen Aussichten ist der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine. Sowohl die hohen Energiepreise, aber auch die Sanktionen und die gestiegene Unsicherheit belasten die Wachstumsaussichten der deutschen Volkswirtschaft. Die im Zuge des Kriegs stark gestiegenen Preise von Öl, Kohle und Gas treiben auch die Verbraucherpreise in Deutschland. Die Bundesregierung erwartet für das Jahr 2022 eine Inflationsrate von 6,1 %. Im nächsten Jahr liegt die Inflationsrate gemäß Prognose der Bundesregierung mit 2,8 % wieder deutlich niedriger. Für die Geschäftsjahre 2022-2025 wird für den Umsatz im gesamten Segment Kaffee in Deutschland ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 0,32% prognostiziert. 3 Wir erwarten aufgrund unserer Positionierung im Premium Segment sowie Fokussierung auf E-Commerce und das Café-Geschäft, eine darüber hinausgehende vorteilhafte Marktentwicklung als Treiber für die positive wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens in den kommenden Jahren. Die Unsicherheit seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine ist nach wie vor hoch. Dies zeigte sich vor allem in den rückläufigen Auftragseingängen im Verarbeitenden Gewerbe, aber auch an verringerten Einzelhandelsumsätzen. Die hohe Inflation zehrt an der Kaufkraft und dämpft die Konsumstimmung, auch wenn sich die Rücknahme von Corona-Beschränkungen in den konsumnahen Dienstleistungsbereichen - für sich genommen - positiv auswirkte. 4 Im Online-Geschäft, und speziell im Zubehör-Segment, rechnen wir mit zurückgehenden Umsätzen da Konsument:innen in der derzeitigen Lage vorsichtiger Ausgaben tätigen. Die Auswirkungen und Dauer der derzeit sichtbaren negativen Effekte sind aktuell noch schwer absehbar. Im Café-Geschäft erwarten wir weiterhin durch den Volljahreseffekt der neuen Cafés und Lockerungen der Corona-Einschränkungen einen deutlichen Umsatz-Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Einem Gesamtumsatzrückgang wirken wir mit rechtzeitigen Einsparmaßnahmen auf der Kostenseite entgegen, und arbeiten zum Zeitpunkt der Berichterstattung bereits an einer Strategie zur Aufrechterhaltung der finanziellen Flexibilität ohne Auswirkungen auf den Betrieb. Mehr als 80% des Kaffee-Umsatzes werden durch Bestandskunden erwirtschaftet. Trotz des soliden Kaffee-Geschäfts und der über die letzten Jahre größtenteils organisch gewachsenen Bestandskund:innen-Basis werden, wie im folgenden Absatz dargestellt, entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen prognostiziert. Wir erwarten für das Jahr 2022 gemäß Wirtschaftsplan ein stark vermindertes bzw. weiter negatives EBIT sowie EBITDA. Der entstehende Finanzierungsbedarf aufgrund der erwarteten Verluste und notwendiger Investitionen soll durch eine im Jahr 2022 erhaltene Finanzierung durch existierende Gesellschafter sowie durch Inanspruchnahme einer bestehenden Kontokorrentlinie ausgeglichen werden. Aufgrund der laufenden Gespräche mit den Gesellschaftern und der bereits erhaltenen Finanzierung in 2022 geht die Geschäftsführung von einer positiven Fortführungsprognose aus und legt dem Jahresabschluss die Annahme der Unternehmensfortführung zugrunde. 2. Gesamtaussage zur zukünftigen Entwicklung Insgesamt stufen wir die erläuterten Risiken als beherrschbar ein. Wir blicken trotz aktueller Herausforderungen und wesentlicher Unsicherheiten positiv in die Zukunft und sind zuversichtlich, dass dank des solide aufgestellten Geschäftsmodells vor allem im Kaffee-Segment nach einem erwarteten Umsatzrückgang 2022 ein graduelles und nachhaltiges Umsatzwachstum zu erreichen ist. Ab 2023 werden aufgrund der von der Geschäftsführung ergriffenen und geplanten Maßnahmen positive Zahlungsmittelüberschüsse erwartet. Positive Jahresergebnisse werden auf dieser Grundlage ab 2024 erwartet.
Berlin, den 26. August 2022 Circle Products GmbH Die Geschäftsführung Martin Elwert, Geschäftsführer |
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