Unstrut Saale Güterlogistik GmbH (USaG)
Selbe AdresseErbringung von Logistikdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Thiene seit 25.6.2024 | Prokura |
Stefan Fiedler seit 25.6.2024 | Prokura |
Eckhardt Dipl.Kaufmann Thomas seit 1.2.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 35.00% | |
| 35.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
thomas zement GmbH (vormals: OPTERRA Zement GmbH)LeipzigJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Anhang für das Geschäftsjahr 20211. Allgemeine HinweiseDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die OPTERRA Zement GmbH mit Sitz in Leipzig ist im Handelsregister des Amtsgerichts Leipzig und der Registernummer HRB 32782 eingetragen. Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB sowie § 42 GmbHG. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht § 275 Abs. 2 HGB. 2. Angaben zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten und die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten enthalten, neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der auf die Herstellung entfallenden Material- und Fertigungsgemeinkosten. Zinsen auf Fremdkapital und Kosten der allgemeinen Verwaltung werden generell nicht aktiviert. Die Abschreibungsdauer für Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen mit Abschreibungsbeginn nach dem 31. Dezember 2009 bemisst sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.
Sachanlagen mit Abschreibungsbeginn vor dem 1. Januar 2010 werden weiterhin entsprechen den zulässigen Höchstsätzen der amtlichen AfA Tabellen abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 150,00 werden sofort aufwandswirksam erfasst. Vermögensgegenstände im Wert zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 werden über einen Zeitraum von fünf Jahren als Sammelposten linear abgeschrieben. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten nach der Durchschnittsmethode bewertet. Zur Bewertung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert nach § 253 Abs. 4 HGB erfolgten Abschreibungen auf die Wiederbeschaffungskosten der am Bilanzstichtag lagernden Materialien. Es wurden für Ersatzteile Gängigkeitsabschreibungen entsprechend der Lagerdauer vorgenommen. Bei der Ermittlung der Gängigkeitsabschläge wird für jedes Ersatzteil ein maximal zulässiger Bestand bestimmt und der darüber hinaus vorrätige Bestand wird vollständig abgewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten, die neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie lineare Abschreibungen enthalten, bewertet. Zinsen auf Fremdkapital und Kosten der allgemeinen Verwaltung werden generell nicht aktiviert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von den handelsüblichen Eigentumsvorbehalten, sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben analog zum Vorjahr eine Laufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige Forderungen sind zum Nennbetrag angesetzt; auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzelwertberichtigungen (TEUR 178) und pauschale Wertberichtigungen (TEUR 10) vorgenommen. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für die Folgezeit darstellen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beiträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Die latenten Steuern werden aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft auf der Ebene des steuerlichen Organträgers bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden für Anwartschaften und laufende Leistungen (TEUR 13.856; Vorjahr: TEUR 12.382) nach versicherungsmathematischen Verfahren (Projected-Unit-Credit-Method) ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden zum Stichtag die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Bei der Verwendung der biometrischen Rechnungsgrundlagen wurde ein Zinssatz von 1,87 % p. a. (10-Jahres-Durchschnitt für die Ermittlung des Bilanzwertes; Vorjahr: 2,31 %), bzw. 1,35 % p. a. (7-Jahres-Durchschnitt für die Ermittlung des Vergleichswertes der Anhangsangabe, Vorjahr: 1,61 %) verwendet. Die erwarteten Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden mit 2,5 % p. a. bewertet. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die zu erwartenden zwischenzeitlichen Preis- und Kostensteigerungen wurden dabei berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, werden mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen, der Restlaufzeit entsprechendem Zinssatz abgezinst. Mit Ausnahme der Rückstellungen für Rekultivierung, Jubiläen und Altersteilzeit sind die sonstigen Rückstellungen kurzfristiger Natur. Rückstellungen für Rekultivierung und Abrissverpflichtungen werden ratierlich über den Zeitraum der Nutzung von Tagebauen bzw. von Anlagengegenständen zugeführt. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, bei denen sich ausgleichende Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden daher weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz erfasst. Emissionsrechte (CO 2 ) werden bei Erwerb zu Anschaffungskosten und bei kostenloser Zuteilung zum Erinnerungswert aktiviert. Zum Jahresende gebildete Rückstellungen für die Verpflichtung zur Rückgabe an die DEHSt werden betreffend die im Bestand vorhandenen Emissionsrechte in Höhe von deren Buchwert bewertet. Soweit zusätzliche Emissionsrechte zur Erfüllung der Rückgabeverpflichtung benötigt werden, wird die Rückstellung hierfür mit dem Marktpreis am Bilanzstichtag oder einem fest vereinbarten Einkaufspreis bewertet. 3. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 928 (Vorjahr: TEUR 0) vorgenommen. Finanzanlagen Die Finanzanlagen enthalten die Absicherungen zur Insolvenzversicherung für Altersteilzeit (TEUR 171). Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen gegen den Gesellschafter (TEUR 7.781; Vorjahr: TEUR 14.455) und betreffen im Wesentlichen Guthaben aus dem Cash-Pooling (TEUR 5.209; Vorjahr: TEUR 14.415). Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 3.006) beinhalten im Wesentlichen Forderungen, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Diese betreffen im Wesentlichen Forderungen an das Hauptzollamt (TEUR 1.028) sowie Forderungen aus Rückforderungen im Zusammenhang mit Energiesteuern (TEUR 1.782). Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR 48) beinhalten über den Abschlussstichtag hinaus gezahlte Versicherungsleistungen. Eigenkapital - ausschüttungsgesperrte Beträge Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt TEUR 40.400. Der Unterschiedsbetrag - entnommen aus den finanzmathematischen Gutachten für Altersversorgungsverpflichtungen - aus den unterschiedlichen durchschnittlichen Marktzinssätzen für die sieben bzw. zehn zurückliegenden Geschäftsjahre nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 1.610 und unterliegt einer Ausschüttungssperre. Der Unterschiedsbetrag wird zur ordnungsgemäßen Durchführung des Ergebnisabführungsvertrages an den Gesellschafter abgeführt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen umfassen insbesondere Rückstellungen für unterlassene Instandhaltung (TEUR 5.725), Rekultivierungs- und Abrissverpflichtungen (TEUR 7.758), zu gewährende Rabatte und Boni (TEUR 1.854), Strom und Energie (TEUR 1.034), Verpflichtungen aus der Abgabe von CO 2 -Zertifikaten (TEUR 5.307), ausstehende Lieferantenrechnungen (TEUR 551) und Rückstellungen für sonstige Personalkosten (TEUR 2.049). Die Verbindlichkeiten weisen folgende Fälligkeiten auf:
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 5.464; Vorjahr: TEUR 6.599) sind sonstige Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter aus Ergebnisabführungsverpflichtungen (TEUR 4.523; Vorjahr TEUR 5.547) sowie Weiterberechnungen enthalten. Die Verbindlichkeiten sind weder durch Pfandrechte noch durch ähnliche Rechte gesichert. 4. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse wurden weitestgehend aus dem Verkauf von Zement und Klinkern sowie anderen Bindemitteln im Wesentlichen im Inland erzeugt. Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Verkäufe aus einem im Anlagevermögen gehaltenen Grundstück mit Gebäuden in Höhe von (TEUR 1.017). Weitere Sachverhalte betreffen Erträge aus Versicherungsleistungen (TEUR 500) und Erträge aus Auflösung von Rückstellungen (TEUR 413) und sind somit aperiodisch. Im Materialaufwand werden Erträge aus dem Einkauf alternativer Brennstoffe (TEUR 2.413, Vorjahr: TEUR 2.207) gezeigt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Weiterbelastungen von Management und Marketingkosten des Gesellschafters (TEUR 1.828) sowie Aufwendungen für Mitgliedsbeiträge (TEUR 610), Versicherungen (TEUR 278), Arbeitsschutz (TEUR 314), Wertberichtigungen auf Ersatzteile (TEUR 530), Mieten (TEUR 264), Leasing (TEUR 135), Schulungen (TEUR 98), Reinigung (TEUR 288) und IT-Leistungen (TEUR 142) sowie Aufwendungen aus Abriss- und Entsorgungsverpflichtungen (TEUR 2.341). Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen (TEUR 289). 5. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen
Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten Für 2022 bis und 2025 wurde der Stromeinkauf teilweise per OTC (2022) bzw. einem PPA (Power Purchase Agreement) (2022 bis 2025) abgesichert. Bei OTC handelt es sich um Terminkontrakte im Rahmen von Strompreissicherungsgeschäften für zukünftige Strombeschaffungsmengen. Bei dem abgeschlossenen PPA handelt es sich um die Lieferung von Windstrom zu einem fixierten Preis aus diversen Windparks. Ziel ist jeweils die preisliche Absicherung der für die Produktion benötigten Strommengen. Da es sich bei den zugrundeliegenden Geschäften um geschlossene Positionen handelt, ergab sich keine bilanzielle Berücksichtigung (Bilanzierung nach der Einfrierungsmethode). Der Nominalwert für das Jahr 2022 beläuft sich auf Mio. EUR 4,2. Der Fair Value zum Bilanzstichtag beläuft sich aufgrund stark gestiegener Großhandelspreise auf Mio. EUR 18. Für die Jahre 2023 bis 2025 liegt der Nominalwert in Summe bei Mio. EUR 4,5 und der Fair Value zum Bilanzstichtag für die drei Jahre bei Mio. EUR 5,8. Die angegebenen Fair Values wurden ermittelt auf Basis der Strompreise am Bilanzstichtag im Vergleich zu den kontrahierten Preisen jeweils bezogen auf die vertraglich gesicherte Strommenge. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiter:
Geschäftsführung Mitglieder der Geschäftsführung sind:
Die Geschäftsführer Herr Dipl.-Kfm. Karl Josef Brüggen und Herr Dipl.-Ing. Danilo Buscaglia erhalten von der Gesellschaft keine Bezüge. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft ist ein verbundenes Unternehmen i. S. d. § 271 Abs. 2 HGB zur CRH plc, Dublin, Irland, und ihren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen. CRH plc, Dublin, Irland, erstellt einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der CRH plc erhältlich oder unter https://www.crh.com/investors/annual-reportsabrufbar. Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der CRH plc, Dublin, Irland, einbezogen. Nachtragsbericht Zu eventuellen Auswirkungen aus der anhaltenden Corona-Pandemie wird im Lagebericht Stellung genommen. Seit Februar 2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Unter aller Voraussicht wird dieser Krieg auch in Deutschland Folgen haben und zu deutlichen wirtschaftlichen Einflüssen führen. In welcher Größenordnung die erlassenen Sanktionen zu Unsicherheiten und Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage in unserem Unternehmen haben, kann noch nicht beziffert werden. Im Lagebericht wird dazu ausführlich Stellung genommen. Darüber hinaus gibt es keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Abschlussprüferhonorar Das durch den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar entfällt auf die Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 60. Ergebnisverwendung Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wird das Jahresergebnis an den Gesellschafter OPTERRA GmbH abgeführt.
Leipzig, den 23. Juni 2022 Danilo Buscaglia, Geschäftsführer Karl Brüggen, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die OPTERRA Zement GmbH, Leipzig PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der OPTERRA Zement GmbH, Leipzig, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OPTERRA Zement GmbH, Leipzig, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 23. Juni 2022 Deloitte
GmbH
gez. Andreas Otter, Wirtschaftsprüfer gez. Christian Schwarz, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für 2021
Lagebericht für 2021Geschäfts- und RahmenbedingungenDie OPTERRA Zement GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der OPTERRA GmbH, beide Gesellschaften haben ihren Sitz in Leipzig. Die OPTERRA GmbH ist eine indirekte Tochtergesellschaft der CRH plc, Dublin, Irland, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. An den rechtlichen Strukturen hat sich im Vergleich zum Vorjahr nichts geändert. Der vorliegende Lagebericht dokumentiert die Geschäftsergebnisse der OPTERRA Zement GmbH für das Geschäftsjahr 2021 und die weitere Geschäftsentwicklung. Die Gesellschaft betreibt ein Zementwerk mit eigener Klinkerherstellung in Sachsen-Anhalt und ein Zement-Mahlwerk in Nordrhein-Westfalen. Die Zentrale befindet sich in Leipzig. Demzufolge liegen die Hauptabsatzgebiete in den Bundesländern Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen, im angrenzenden Nord-Bayern sowie in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Für das Werk Sötenich haben sich die Rahmenbedingungen in den letzten Jahren deutlich verschlechtert. Zunehmend wurde es schwieriger, das Werk mit Hüttensand und Klinker kontinuierlich zu versorgen. Auch alle anderen Kosten sind aufgrund der niedrigen Menge überproportional gestiegen. Sie konnten über höhere Verkaufserlöse nicht kompensiert werden. Da sich die Marktlage nach Einschätzung der Geschäftsleitung nicht verbessern wird, hat diese beschlossen, nach Alternativen zu suchen. Nach Prüfung aller Optionen kam die Geschäftsleitung zu dem Ergebnis, dass eine Schließung des Werkes unabdingbar ist. Über diese Entscheidung wurden der Wirtschaftsausschuss und die Belegschaft im März 2022 informiert. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie konjunkturelle Entwicklung war 2021 von der immer noch anhaltenden weltweiten Corona-Pandemie geprägt. Das deutsche Wirtschaftswachstum hat sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes positiv entwickelt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag 2021 um 2,7 % über Vorjahresniveau (-4,6 % 2020). Ein Ausgleich auf das Vorkrisenniveau von 2019 wurde u. a. durch Liefer- und Materialengpässe sowie pandemiebedingte Beschränkungen in verschiedenen Wirtschaftsbereichen um 2,0 % verfehlt. 1
1 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr.
020 vom 14.01.2022.
Beim verarbeitenden Gewerbe lag die Wirtschaftsleistung 2021 6,0 % unter dem Vorkrisenniveau. Im Bereich sonstige Dienstleister lag die preisbereinigte Bruttowertschöpfung 2021 erheblich, um 9,9 %, unter dem Niveau von 2019. Die Wirtschaftsleistung des Baugewerbes erfuhr 2021 gegenüber 2020 einen leichten Rückgang von 0,4 %, konnte im Vergleich zu 2019 jedoch gesteigert werden. 2 Der Außenhandel erholte sich 2021 von den starken Rückgängen im Vorjahr. Deutschland exportierte preisbereinigt 9,4 % mehr Waren und Dienstleistungen ins Ausland als 2020. Die Importe legten gleichzeitig um preisbereinigt 8,6 % zu. Damit lag der Außenhandel Deutschlands 2021 nur noch leicht unter dem Niveau des Jahres 2019. 3 Die Investitionen in Ausrüstungen lagen in 2021 preisbereinigt 3,2 % über Vorjahresniveau. Engpässe bei Arbeitskräften und Material begrenzten im Jahr 2021 den Anstieg bei den Bauinvestitionen auf rd. 0,5 %. 4 Die Zahl der Erwerbstätigen blieb 2021 auf Vorjahresniveau. Innerhalb der Beschäftigungsverhältnisse und der Wirtschaftsbereiche gab es Verschiebungen. Es wurden mehr Erwerbstätige sozialversicherungspflichtig beschäftigt, wohingegen die Anzahl an geringfügig Beschäftigten und Selbstständigen abnahm. Das Baugewerbe erfuhr einen Zuwachs von 1,2 %. 5 In den einzelnen Baubereichen entwickelte sich der nominale Umsatz im Vergleich zum Vorjahr wie folgt: im Wirtschaftsbau +2,3 %, Wohnungsbau +2,0 %, Öffentlicher Bau -1,2 %. Der Umsatz im Bauhauptgewerbe nahm in 2021 um nominal 1,2 % zu. Die Preise für Leistungen im Bauhauptgewerbe erhöhten sich um rd. 7 % gegenüber Vorjahr. Real erfuhr die Branche einen Rückgang von 6 %. Grund sind starke Preisanstiege bei Baumaterialien, welche dämpfend auf die Nachfrage wirken. Für das Gesamtjahr 2021 verzeichneten die Bauunternehmen einen Anstieg im Auftragseingang von real +2,3 % gegenüber Vorjahr. Aufgrund von Lieferengpässen, u. a. bei Materialien, konnten die Aufträge nicht im gewohnten Tempo abgearbeitet werden. Dies führte Ende 2021 zu einer Reichweite von 4,7 Monaten der Auftragsbestände. 6 Der seit Februar 2022 anhaltende Ukraine-Krieg führt zu erheblichen Unsicherheiten im Markt. Die Folge sind derzeit insbesondere Materialpreissteigerungen, drohende Lieferschwierigkeiten sowie massiv anteigende Energie- bzw. Treibstoffpreise. Sie stellen bisher das größte Risiko für die Entwicklung der Geschäftstätigkeit 2022 dar. 7
2 Ebenda.
Forschung und EntwicklungDie zunehmenden klimapolitischen Diskussionen zur Erreichung der Klimaziele haben auch die Einwicklung von neuen Zementen mit geringerer CO 2 -Belastung forciert. Als Reaktion auf die geringe Hüttensandverfügbarkeit wurde in 2021 der in 2020 entwickelte Portlandkalksteinzement CEM II/A-LL 42,5 N als Alternative zu hüttensandhaltigem Zement im Segment Massenbeton/Transportbeton im Markt etabliert. Der CEM II/A-LL 42,5 N eignet sich insb. für Transportzementhersteller. Die Reduzierung des Klinkereinsatzfaktors ist integraler Bestandteil einer CO 2 -Roadmap für die nächsten Jahre. Diese untersucht systematisch alle Prozesse, um den CO 2 -Ausstoß zu reduzieren. Hierzu wurden KPIs entwickelt und Ziele festgelegt, um den CO 2 -Ausstoß deutlich zu minimieren. Außerdem wird in den Beton- und Zementlaboren kontinuierlich an der Verbesserung der Produktqualität und Optimierung des Produktportfolios gearbeitet. Hier arbeitet man eng mit dem Vertrieb zusammen, um die Anforderungen der Kunden zu erfüllen. Weiterhin findet eine enge Zusammenarbeit mit dem VDZ und seinen Experten in den Fachabteilungen statt. Ertrags-, Vermögens- und FinanzlageErtragslage Im Jahresabschluss 2021 weist die OPTERRA Zement GmbH einen Gewinn vor Ergebnisabführung von 4,5 Mio. Euro (5,5 Mio. Euro Vorjahr). Das rd. 1,0 Mio. Euro unter Vorjahr liegende Ergebnis ist geprägt von den Aufwendungen für die Schließung des Werkes Sötenich. Die Umsatzerlöse liegen 8 % über Vorjahresniveau. Grund war die Durchführung eines Großprojektes im Raum Leipzig. Das Flutereignis 2021 verursachte zwar einen Stillstand des Werkes in Sötenich, die daraus resultierenden Umsatzeinbußen waren jedoch nicht signifikant, da das Werk schnell wieder in Betrieb genommen werden konnte. Auf der Aufwandsseite haben sich die Kosten für Strom in Euro/MWh fast verdoppelt, insbesondere im zweiten Halbjahr sind die Strompreise deutlich gestiegen. Ebenfalls sind die Kosten für Hüttensand im Durchschnitt um 11 % gestiegen. Die Kosten für die fehlenden CO 2 -Rechte waren in diesem Jahr geringer aufgrund der neuen Zuteilungsregeln in der aktuellen Handelsperiode. Vor dem Hintergrund der 2022 geplanten Schließung des Werkes in Sötenich wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von rd. 1,0 Mio. Euro berücksichtigt und für die Restrukturierung Rückstellungen gebildet, die die sonstigen betrieblichen Aufwendungen insbesondere für Abrissarbeiten und die Personalkosten einmalig um 2,5 Mio. Euro erhöhten. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist um 3,1 Mio. Euro auf 88,8 Mio. Euro gesunken. Dabei sind die Sachanlagen aufgrund der Investitionen (u. a. Renovierung Rohmehlsilos, neuer Klinkerkühler, neue LV switch boards etc) um ca. 2,2 Mio. Euro gestiegen. Die Finanzierung erfolgte aus dem Cash-Pooling, auf welches die Reduzierung der Forderungen an verbundene Unternehmen zurückzuführen ist. Der Rückgang der Bestände und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ist bedingt durch guten Zementabsatz. Finanzlage Es besteht weiterhin ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag von der OPTERRA Zement GmbH an die OPTERRA GmbH. Die OPTERRA Zement GmbH ist an das zentral gesteuerte Cash-Pooling System der CRH Deutschland GmbH angeschlossen, wodurch die Finanzierung der Gesellschaft abgesichert ist. Aufgrund der aktuellen Geschäftslage ist die OPTERRA Zement GmbH in der finanziellen Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen aus dem operativen Geschäftsbetrieb zu erfüllen. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Im Rahmen des CRH Management Ansatzes werden kontinuierlich sämtliche Entwicklungen sowie alle Chancen und Risiken in einem mehrjährigen strategischen Plan sowie einer jährlichen Budget Planung und Risk Assessment systematisch erfasst und von der Geschäftsleitung bewertet und mit der Gruppe diskutiert. Potenzielle Chancen und mögliche Risiken, bedingt durch konjunkturelle Entwicklungen, Marktentwicklungen oder Veränderungen auf den Beschaffungsmärkten, die für Rohstoffe und Energie von Bedeutung sind, werden mit den Fachabteilungen und den CRH Experten regelmäßig analysiert und in den Planungen berücksichtigt. Im Rahmen der jährlichen Strategieplanung wird eine Mehrjahresplanung erstellt, die die langfristige Ausrichtung des Unternehmens festlegt. Zu diesem Prozess gehört auch ein standardisierter Risikomanagementansatz der CRH-Gruppe, der sämtliche Risiken bewertend erfasst und Maßnahmen festlegt, diese so weit wie möglich zu minimieren. Trotz vieler aktueller Herausforderungen wurden keine bestandsgefährdenden Risiken identifiziert. Zur Sicherstellung der Compliance and Internal Control Standards wird kontinuierlich die Einhaltung der Prozeduren und Kontrollen überwacht. Feststellungen oder Prozessverbesserungen werden mit den Verantwortlichen abgestimmt und entsprechende Maßnahmen zur Risikobegrenzung implementiert. Über die Ergebnisse der Prüfung wird regelmäßig an die Geschäftsleitung berichtet. Im kommenden Jahr wird erwartet, dass der Kostendruck von der Beschaffungsseite massiv zunehmen wird. Insbesondere vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise sind die Kosten deutlich gestiegen. Es ist zu erwarten, dass sich diese Situation weiter verschärfen wird. Hinzu kommt, dass aufgrund der anhaltenden Corona-Krise es weiterhin Störungen bei den globalen Lieferketten geben wird. Das hat negative Auswirkungen auf die Beschaffung von Ersatzteilen, aber auch in nachgelagerten Märkten bei der Beschaffung von Baustahl und -holz. Unsicherheiten bestehen weiterhin im Hinblick auf die CO 2 -Regelungen. Hier sind wir in enger Abstimmung mit unserem Verband und verfolgen die aktuelle Debatte. Für eine abschließende Bewertung ist es zu diesem Zeitpunkt noch zu früh. Gleichwohl geht die Geschäftsleitung davon aus, dass die bisherigen Regelungen für die nächsten Jahre weiterhin gelten werden. Chancen und Risiken zeigen sich für OPTERRA hierbei in einem ausgewogenen Verhältnis. Im Detail bewertet die Geschäftsleitung die Chancen und Risiken für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens wie folgt: Coronavirus - Pandemie Die mit der seit Beginn des Jahres 2020 anhaltenden weltweiten Corona-Pandemie verbundenen Maßnahmen und Einschränkungen sind im März/April 2022 in Deutschland weitestgehend aufgehoben worden. 8 Wie sich die Lage und die damit einhergehenden Maßnahmen und Einschränkungen im Laufe des Jahres 2022 entwickeln, kann nicht mit Gewissheit vorhergesagt werden. An allen Standorten der OPTERRA Gruppe wurden umfangreiche Hygiene-Konzepte entwickelt, die fortlaufend an die neuen Richtlinien angepasst und erweitert werden können. In einer Betriebsvereinbarung wurden die Regeln für das mobile Arbeiten festgelegt. Unmittelbare Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb gab es wegen der Pandemie nicht. Da die Baustellen 2020 und 2021 durchgehend in Betrieb waren, war der Zementabsatz davon kaum betroffen, jedoch gab es diverse Engpässe bei der Beschaffung von Rohmaterialien und alternativen Brennstoffen. Die Geschäftsleitung verfolgt die Entwicklung mit einem Krisenstab aus Mitarbeitern aus den Fachabteilungen, um zeitnah reagieren zu können. Aufgrund der mit der Corona-Pandemie verbundenen wirtschaftlichen Risiken wurden intern Investitionsprojekte neu priorisiert und ein strenges Kostenmanagement verstärkt. Marktentwicklung Die Prognosen für die Baukonjunktur und damit für den Zementmarkt waren für das Jahr 2022 weiterhin gut. Gründe waren der anhaltend hohe Bedarf an Wohnraum, der hohe Genehmigungsstand und der große Auftragsbestand bei den Unternehmen. Jedoch bestehen auf Grund der anhaltenden Kriegssituation zwischen Russland und der Ukraine erhebliche Unsicherheiten in der gesamten wirtschaftlichen Entwicklung. Hier stellen insbesondere die Materialpreissteigerungen, drohende Lieferschwierigkeiten sowie massiv ansteigende Energie- und Treibstoffpreise ein erhebliches Risiko für die weitere Entwicklung dar. 9 Die Prognosen der Forschungsinstitute für die wirtschaftliche Entwicklung im kommenden Jahr schwanken. Das IFW prognostiziert ein Wachstum des BIP um 2,1 % (Stand März 2022). 10 Das Ifo-Institut geht in seiner Frühjahrsprognose vom März von einer Steigerung in Höhe von 3,1 % aus (Basisszenario). 11 Im März 2022 lag die Inflation in Deutschland bei +7,3 % zum Vorjahresmonat. Die Inflationsrate ohne Berücksichtigung der Energie betrug +3,6 %. 12 Die EZB geht derzeit von einer Inflation für 2022 von 5,1 % für die Eurozone aus. Für 2023 wird mit 2,1 % und für 2024 mit 1,9 % gerechnet. 13 Laut Umfrage des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB) unter seinen Mitgliedern rechnen Bauunternehmen weiter mit stark schwankenden Preisen und fehlenden Materialien. 14 Wie sich die Situation weiterhin auf die Baubranche auswirkt, ist noch nicht final abzusehen. 15 Kurzfristig ist keine Besserung der aktuellen Marktlage zu Materialengpässen und Preisunsicherheiten zu sehen. 16 Bereits bei der Budgetplanung wurde mit massiv steigenden Energiekosten gerechnet, und demzufolge mussten die Preise für unsere Kunden im zweistelligen Bereich erhöht werden. Zu diesem Zeitpunkt aber waren die Auswirkungen der Ukraine-Krise noch nicht berücksichtigt. Sie hat die Kostensituation zusätzlich drastisch verschärft, sodass Preise nochmals erhöht werden mussten. Da auch alle anderen Baumaterialien diesen Preissteigerungen unterliegen, kann heute nicht abgeschätzt werden, inwieweit sich die Entwicklungen auf die Zementnachfrage auswirken werden. 17
9 Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.,
Pressemitteilung vom 11.03.2022.
Für das kommende Geschäftsjahr war die Geschäftsleitung in der Budgetplanung 2022 zuversichtlich, das Betriebsergebnis für die Gesellschaft deutlich zu steigern. Die Erwartungen für den Markt sind grundsätzlich günstig, da es weiterhin eine hohe Nachfrage im Wohnungsbau gibt (siehe Wohnungsbauprogramm der Bundesregierung). Der erwartete Anstieg der Faktorkosten für alle Energieträger, Rohstoffe und Personalkosten soll durch eine zweistellige Preiserhöhung kompensiert werden. Die ersten Preisverhandlungen mit Kunden lassen erkennen, dass sich die Preisforderungen umsetzen lassen. Sollte sich diese Entwicklung bestätigen, leitet sich hieraus ein solides Wachstum der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2022 ab. Ob sich diese Entwicklung aufgrund der aktuellen Lage und der beschlossenen Sanktionen gegen Russland ändern wird, bleibt abzuwarten. Denn mit dem Ukraine-Krieg sind insbesondere die Stromkosten erneut enorm gestiegen, sodass die Geschäftsleitung beschlossen hat, die Preise in Form eines Energiezuschlages noch einmal zweistellig zu erhöhen. Ob und in welchem Umfang dies im Markt umgesetzt werden kann, kann heute noch nicht abschließend beurteilt werden. Durch die Krise in der Ukraine haben sich auch viele andere Baumaterialpreise nochmals deutlich erhöht, teilweise gibt es bei einigen Produkten wie Baustahl größere Lieferengpässe. Ob und wann die europäische Zentralbank auf die steigende Inflation mit wesentlichen Zinssteigerungen regieren wird, ist ebenfalls offen. Steigende Zinsen würden jedoch auf jeden Fall die Finanzierung der Bauprojekte für die Auftraggeber deutlich verteuern. Sollte es gar zu einem Embargo gegen russische Gas- und Öllieferungen kommen, sind Folgen für die gesamte Industrie heute nicht abschätzbar. Zusammengefasst ist es heute sehr schwierig, eine Ergebnis- bzw. EBIT-Prognose für das kommende Jahr abzugeben und man muss die kommenden Monate abwarten. Wettbewerb Zu den Compliance-Risiken, insbesondere zur Einhaltung der Wettbewerbsgesetze, werden alle Mitarbeitenden im Rahmen der CRH-Compliance-Vorschriften regelmäßig geschult und trainiert. Dies erfolgt über verpflichtende Online- sowie Präsenzschulungen für die Führungskräfte und Mitarbeitenden. Die erfolgreiche Teilnahme an den Kursen wird durch ein Monitoring überwacht und kontrolliert. Beschaffung Von großer Bedeutung für die Wirtschaftlichkeit ist die Entwicklung der Preise für Strom, Brennstoffe und anderer Grundmaterialien. Daher kommt dem Einkauf eine bedeutende Rolle für die Verbesserung der Margen zu. Er wird dabei von der zentralen Einkaufsabteilung der CRH-Gruppe unterstützt. Mit einem aktiven Energiemanagement versucht die Gesellschaft, die Auswirkungen der steigenden Energiekosten zu reduzieren. Hierzu gehören langfristige Energieeinkäufe, Maßnahmen zur Senkung des Stromverbrauchs im operativen Betrieb und Investitionen in neue Anlagen zur Erhöhung der Energieeffizienz. Als Chance zur Senkung des Strompreises werden erneuerbare Energien gesehen. 18 Hier wurden zwei Power Purchase Agreement (PPA) Verträge abgeschlossen. Die steigenden Preise für CO 2 -Rechte werden sich zunehmend negativ auf das Ergebnis auswirken. Prognosen im Markt gehen von einem Preis der CO 2 -Zertifikate für Ende 2022 von bis zu 130 Euro pro Tonne und für 2023 von bis zu 150 Euro aus. Anfang 2022 wurde bereits ein historisches Hoch von 100 Euro die Tonne erreicht. Im Vergleich: Im Januar 2021 kostete die Tonne CO 2 noch 30 Euro. 19 Bei den Brennstoffen setzt das Unternehmen weiterhin auf den Einsatz alternativer Brennstoffe und auf deren Beschaffung für eine optimale Energieversorgung des Werkes Karsdorf. Die kontinuierliche Beschaffung von Rohstoffen, insbesondere Hüttensand, ist eine große Herausforderung für die Einkaufsabteilung. Während der coronabedingten Produktionsunterbrechungen in der Stahlindustrie kam es hier zu erheblichen Lieferengpässen bei der Beschaffung. Ob die gestiegenen Faktorkosten, u. a. Strom und CO 2 -Kosten, am Markt durch eine Erhöhung der Preise kompensiert werden können, ist noch abzuwarten. Produktion, Umwelt und Qualität Die Sicherstellung einer reibungslosen Produktion mit hoher Qualität hat oberste Priorität für die Geschäftsführung der OPTERRA Zement GmbH. Dafür ist eine kontinuierliche Anpassung der Prozesse und Anlagen an die aktuellen Umweltfaktoren erforderlich. Der Einsatz von mehreren unterschiedlichen Brennstoffen und einer gleichzeitig hohen Ofenleistung unter Einhaltung der Qualitätsparameter ist eine große Herausforderung für die Werksmannschaft. Die Verbesserung der Arbeitssicherheit und besonders die Vorsorge zur Gesundheit in Zeiten der Pandemie hat weiterhin oberste Priorität. Die Sicherheitsstandards werden permanent überarbeitet und das Sicherheitskonzept in den Werken kontinuierlich verbessert. Die Einhaltung wird durch regelmäßige Sicherheitsaudits überwacht. Sämtliche Führungskräfte haben Arbeitssicherheitsziele in ihrer jährlichen Zielvereinbarung.
18 "Strompreisanstieg von 15 % bis 2023
prognostiziert",
https://strom-report.de/strompreisanstieg-prognose/,
(abgerufen am 26.04.2022).
Investitionen Als Reaktion auf die aktuelle Lage am Beschaffungsmarkt für Brennstoffe sind Investitionen in die verstärkte Nutzung von unterschiedlichen Ersatzbrennstoffen geplant. Die zweite Ofenlinie wird in diesem Jahr ebenfalls mit einem neuen energieeffizienten Klinkerkühler ausgestattet. Ebenfalls erforderlich ist eine vollständige Renovierung der Kalksteinsilos und weitere Erhaltungsinvestitionen und Ertüchtigungen diverser Anlagen im Werk. Geplant ist auch eine Sanierung der Gleisanlagen im Werk, um in Zukunft auch eine Anlieferung per Zug zu ermöglichen. Finanzierung Die OPTERRA Zement GmbH ist bestrebt, einen nachhaltigen positiven Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit zu erwirtschaften. Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch den Anschluss an das zentral gesteuerte Cash-Pooling System der CRH Deutschland GmbH abgesichert. Somit ist gewährleistet, dass die Gesellschaft ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann. Rechtliche Verhältnisse und Risiken Die rechtlichen Verhältnisse haben sich in diesem Jahr nicht geändert. Risiken, die sich aus dem Geschäftsgegenstand selbst ergeben könnten, sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar. Aufgrund der hohen Standards innerhalb der CRH-Gruppe gibt es ein umfangreiches Risikomanagementsystem, das alle Unternehmensbereiche umfasst und bewertet. Das System enthält alle sonstigen rechtlichen und steuerlichen Risiken. Größere Rechtstreitigkeiten sind nicht anhängig. In allen Rechtsfragen arbeitet die Gesellschaft sehr eng mit einer großen renommierten Rechtsanwaltsgesellschaft zusammen, die die Gesellschaft kompetent berät, um mögliche rechtliche Risiken bereits im Vorfeld klären oder gar ausschließen zu können. Personalrisiken Neben dem allgemeinen Fachkräftemangel ist aufgrund der geografischen Lage der Werke die Personalbeschaffung eine große Herausforderung für den Standorte. Die Suche nach neuem Personal dauert zunehmend länger, dennoch konnten alle ausgeschriebenen Stellen wieder besetzt werden. Die Mitarbeitenden werden regemäßig geschult und nehmen zur weiteren Qualifikation regelmäßig an Weiterbildungsmaßnahmen teil. Datenschutz Die Datenschutzgrundverordnung der Europäischen Union wurde umgesetzt und systematisch bearbeitet und die Regeln und Anforderungen des Datenschutzes entsprechend angepasst. Über die OPTERRA GmbH wurde ein externer Datenschutzbeauftragter bestellt, der die Mitarbeiter in Datenschutzfragen regelmäßig schult und berät.
Leipzig, den 23. Juni 2022 Danilo Buscaglia, Geschäftsführer Karl Brüggen, Geschäftsführer |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
5 nahegelegene Organisationen
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Beteiligungsgesellschaften
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen