Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 28032 HB
Vorher
Delta Dreiundzwanzig Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH
Eingetragen
28.10.2003
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieHerstellung von PrüfmaschinenLuft- und Raumfahrzeugbau für zivile Zwecke
Gegenstand
Erstellung von Studien, Durchführung von Forschung, Softwareentwicklung und Durchführung von Tests, Training und Erbringung von Dienstleistungen auf dem Gebiet der Luft- und Raumfahrt und der Verteidigung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
TESTIA SASFRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

TESTIA Holding
France
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TESTIA GmbH

Bremen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

1. Bilanz zum 31. Dezember 2022

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2022

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die TESTIA GmbH (im Folgenden "TESTIA" oder Gesellschaft) ist ein Airbus-Unternehmen mit internationaler Präsenz und über 20 Jahren Erfahrung auf den Gebieten der zerstörungsfreien Prüfung (ZfP) und zerstörenden Prüfung (ZP) sowie der Qualitätsprüfungen und Schulungen in der Luft- und Raumfahrt. TESTIA bietet eine flexible und einzigartige Palette von Dienstleistungen und Produkten in folgenden Bereichen: Non-Destructive-Testing (NDT)-Schulungen (nach EN4179 / NAS 410) / Ingenieurdienstleistungen / Zerstörende Werkstoffprüfung / Structural Health Monitoring (Dehnungsmessung) und Sensor-Installation / ZfP-Inspektion für Fertigung und In-Service / Qualitätsprüfung von 3D-gedruckten Strukturen inkl. Computed Tomography / ZfP-Produkte & -Lösungen / Referenz-Standards für alle ZfP-Methoden / Beratung / Level-III-Service.

TESTIA bewegt sich im Umfeld des Airbus Konzerns sowie einigen großen externen Unternehmen in der Luftfahrt sowie verstärkt in der Windenenergiebranche.

TESTIA hat zum 31. Dezember 2022 ca. 130 Mitarbeiter, die an 7 Standorten tätig sind, um in der Nähe des Hauptkunden Airbus zu sein. Der Hauptsitz der Gesellschaft befindet sich in Bremen.

1.2 Forschung und Entwicklung

Die TESTIA GmbH war auch im Geschäftsjahr 2022 in einige Projekte zur Optimierung und Verbesserung von Prozessen, insbesondere im Bereich Structural Health Monitoring (SHM), involviert. SHM umfasst kontinuierliche bzw. periodische und automatisierte Methoden zur Bestimmung und Überwachung des Zustands eines Überwachungsobjektes (gemäß DIN ISO 17359). So sollen Beschädigungen, zum Beispiel Risse oder Verformungen, von diesen Überwachungsobjekten frühzeitig erkannt werden, um notwendige Gegenmaßnahmen umgehend einzuleiten. Die im Geschäftsjahr 2022 auf den Bereich Forschung und Entwicklung entfallenden Kosten beliefen sich auf ungefähr T€ 120.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Rahmenbedingungen

Im Jahr 2022 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 3,88 Billionen Euro. Preisbereinigt wuchs das deutsche Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent.

Die Luft- und Raumfahrtindustrie in Deutschland hat im zurückliegenden Geschäftsjahr 2022 begonnen, sich von der Corona-Krise zu erholen. Die Umsätze im vergangenen Jahr entsprechen mit 39 Mrd. Euro einer deutlichen Steigerung gegenüber dem Vorjahr (2021: 31,4 Mrd. Euro). Diese positive Entwicklung geht nur zum Teil auf die gestiegenen Auslieferungen der Airbus-Flugzeugfamilie zurück. Wesentlich war auch der Effekt eines ca. 12 % günstigeren US-Dollar-Wechselkurses. Die Gesamtzahl der direkt Beschäftigten stieg um 5.000 auf 105.000 (2021: 100.000). Dies gab der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) bekannt.

2.2 Geschäftsverlauf

Geschäftsverlauf 2022

Die wesentlichen Erfolgsgrößen, die für die Unternehmensentwicklung von Bedeutung sind, werden in der folgenden Tabelle dargestellt:

Ist 2022 Ist 2021 Ist 2020
T€ T€ T€
Umsatzerlöse 12.931 10.093 7.722
EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) -104 -255 -1.203
Ergebnis vor Verlustübernahme -196 -323 -1.211
Ergebnis (Jahresüberschuss/- fehlbetrag) -568 -1.252 -2.440

Die im Vergleich zum Vorjahr positivere Geschäftsentwicklung ist auf die gute Auftragslage seit der Corona Krise 2020/2021 zurückzuführen. Die Kosten sind nach wie vor hoch, und besonders das Dienstleistungsgeschäft, hier speziell die Inspektionen, sind sehr personalintensiv. Bedingt durch die verbesserte Auftragslage musste dementsprechend Personal aufgebaut werden, um die Aufträge abarbeiten zu können. Das Produktgeschäft hingegen ist sehr materialintensiv.

Die gute Auftragslage, besonders bei unserer obersten Muttergesellschaft Airbus mit ihren vielen Tochtergesellschaften, hat bei TESTIA im Bereich Inspektionen und Engineering zu hoher Auslastung und dementsprechend höheren Umsätzen geführt. Des Weiteren konnten neue externe Kunden aus den Bereichen Windkraft oder auch Militär für NDT- Prüfungen gewonnen werden.

Die Situation bei unserer Tochtergesellschaft InFactory Solutions GmbH, mit der ein Ergebnisabführungsvertrag besteht, hat sich auch deutlich verbessert. Das Ergebnis ist zwar noch negativ, aber es ist ein deutlicher Rückgang (-60%) des negativen Jahresergebnisses und damit auch der Aufwendungen aus Verlustübernahme gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr zu verzeichnet.

Insgesamt beurteilen wir die Entwicklung im Luftfahrtsektor sowie im Windenergiebereich als sehr positiv. Dies wird sich auch in unserer zukünftigen Auftragslage widerspiegeln. Infolgedessen beurteilen wir auch die Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 als positiv im Vergleich zum Vorjahr.

2.3 Wirtschaftliche Lage des Unternehmens

Ertragslage

Die im Vergleich zum Vorjahr deutliche Verringerung des Jahresfehlbetrags um 55% resultiert vornehmlich aus den deutlich gesunkenen Aufwendungen aus Verlustübernahme (-60%), da die InFactory Solutions GmbH im Geschäftsjahr 2022 einen geringeren Jahresfehlbetrag aufweist.

Das Ergebnis vor Verlustübernahme (+39%) bzw. das EBIT (+69%) haben sich insbesondere aufgrund der gestiegenen Umsatzerlöse deutlich verbessert.

Der Anstieg der Umsatzerlöse (+28%) resultiert vornehmlich aus Umsatzsteigerungen im Dienstleistungssektor, welche sich durch die verbesserte Auftragslage positiv entwickelt haben.

Die Materialaufwendungen haben sich um +48% im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Das liegt hauptsächlich an den gestiegenen Aufwendungen für bezogene Leistungen, die im Zusammenhang mit den Umsatzerlösen und deren Steigerung zu sehen sind.

Ferner sind die Personalaufwendungen um +23% vs. Vorjahr gestiegen. Es wurden einige Neueinstellungen getätigt, um das wachsende Geschäft auffangen zu können. Hier besonders im personalintensiven Bereich der Inspektionen, die auch für die Zukunft vorbereitet werden sollen.

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gab es auch einen Anstieg (+20% vs Vorjahr), hauptsächlich bei den Fahrzeug- sowie Reisekosten, die mit der gestiegenen Vertriebstätigkeit und damit auch den gestiegenen Umsätzen Zusammenhängen. Darüber hinaus sind die Management Fees, welche von der TESTIA SAS jährlich weiterbelastet werden, deutlich gestiegen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr 2022 um knapp 7% erhöht. Das liegt hauptsächlich an den gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+135%/ T€ +372) sowie den gestiegenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen (+6%). Die Forderungen insgesamt bestehen zu einem sehr großen Anteil gegen verschiedene Tochtergesellschaften der Airbus Gruppe (T€ 5.200). Der Anteil der Forderungen gegen externe Unternehmen ist dagegen deutlich kleiner (11% gemessen an den gesamten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen).

Das Eigenkapital ist wegen des Jahresfehlbetrags um 76% gefallen. Die Eigenkapitalquote sank von 9% auf 2%.

Auf der Passivseite ist ein Rückgang der sonstigen Rückstellungen (-23%) zu verzeichnen. Dies liegt insbesondere an den gesunkenen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um +7% bzw. T€ 48 sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um +22% bzw. T€ 1.304 gestiegen, die aufgrund der Cash Situation eingeschränkt getilgt wurden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich vornehmlich aufgrund gestiegener Cash-Pool Verbindlichkeiten (T€ 4.888; Vorjahr T€ 3.381) erhöht. Demgegenüber haben sich die Verbindlichkeiten aus der Verlustübernahme um T€ 557 auf T€ 372 verringert.

Die Gesellschaft wird in 2023 vermehrt versuchen, die hohen Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie die hohen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen deutlich zu reduzieren.

Finanzlage

Im Rahmen unseres Finanzmanagements wird vorrangig darauf geachtet, sämtliche Zahlungsverpflichtungen gegenüber externen Lieferanten und Behörden aus dem laufenden Geschäftsverkehr termingerecht nachkommen zu können. Darüber hinaus gilt es, die Zahlungsströme so zu gestalten, dass notwendige Investitionen mit guter Begründung umsetzbar sind. Dies wird dann auch mit der Muttergesellschaft (TESTIA SAS in Frankreich) abgesprochen. Die Gesellschaft konnte ihren Zahlungsverpflichtungen im Geschäftsjahr 2022 jederzeit nachkommen.

TESTIA finanziert sich über eine Cash-Pool Vereinbarung mit der Airbus SE. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht.

Aufgrund des Jahresfehlbetrags, welche die Verlustübernahme der Tochtergesellschaft InFactory Solutions GmbH beinhaltet, sowie dem Aufbau des Forderungsbestandes hat sich die Cash-Pool Verbindlichkeit im Geschäftsjahr 2022 weiter aufgebaut (T€ 4.888; Vorjahr T€ 3.381).

Der Zahlungseingang der Gesellschaften innerhalb des Airbus-Konzerns ist im Geschäftsjahr 2022 sehr schleppend gewesen. Durch ein aktiveres Forderungsmanagement in 2023 wird hier eine Verbesserung erwartet.

Des Weiteren besteht nach wie vor eine Abdeckung durch einen sog. "Liquidity Confirmation Letter" durch den Cash-Pool Führer Airbus SE, der den negativen Finanzmittelbestand abdeckt.

2.4 Personal

Ein größeres Thema bei TESTIA ist die Beschaffung von Fachpersonal und auch die Erhaltung des bestehenden Personals (Arbeitgeberattraktivität). In dem Umfeld der Luftfahrt ist qualifiziertes Personal durch die gute Auftragslage sehr schwer zu bekommen und auch zu halten. Die Fluktuationsquote von 25% in 2022 bestätigt dies. Deshalb ist in 2023 ein größeres Projekt gestartet worden, um die Attraktivität der TESTIA nach innen als auch nach außen zu verbessern.

Zum 31. Dezember 2022 beschäftigte TESTIA insgesamt 128 Mitarbeiter.

3. Risiko- und Chancenbericht

3.1 Risiken der künftigen Entwicklung

Ein Risikoanalyse wird auf Basis der Testia Gruppe im Finanzbereich regelmäßig durchgeführt. Dies führt dazu, potenzielle Risiken rechtzeitig zu erkennen und zu entschärfen. Es ist darauf ausgerichtet, die dauerhafte Zahlungsfähigkeit sicherzustellen und das Eigenkapital zu stärken.

Des Weiteren ist die TESTIA GmbH in das Airbus Compliance Tool integriert und wird regelmäßig durch interne Revisionen - sogenannte "Fit-checks" - seitens Airbus in allen relevanten Finanzthemen überprüft.

Für die Testia Gruppe wird ab dem ersten Quartal eines jeden Jahres jeden Monat von der TESTIA ein Reporting erstellt und in einem Meeting besprochen. Es werden die Ergebnisse der einzelnen Geschäftsbereiche besprochen sowie die zukünftigen Projekte und ein Update auf den Outlook zum Jahresende gegeben. Hierdurch sollen auch mögliche Risiken frühzeitig erkannt und notfalls angemessene Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Das Ausfallrisiko der Forderungen wird grundsätzlich als gering angesehen, da ein wesentlicher Teil der Forderungen gegen Unternehmen aus dem Airbus-Konzern besteht (86%) und dementsprechend eine hohe Liquidität verfügbar ist. Bei den Forderungen gegen Dritte ist die historische Ausfallquote gering, so dass auch hier kein wesentliches Risiko gesehen wird. Sofern notwendig werden angemessene Wertberichtigungen gebildet.

Unsere Forderungen und Verbindlichkeiten bestehen fast ausschließlich aus der Euro Währung, sodass Währungsrisiken kaum bestehen. Es gibt vereinzelte Rechnungen in USD, die in Summe aber nicht wesentlich sind.

Liquiditätsrisiken können sich aus Zahlungsengpässen ergeben. TESTIA finanziert sich über eine Cash-Pool Vereinbarung mit der Airbus SE. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht. Durch die Bereitstellung finanzieller Mittel durch die Airbus SE wird das Liquiditätsrisiko als gering eingestuft.

Aufgrund der guten Nachfrage im Luftfahrtbereich bzw. bei unseren Großkunden aus dem Airbus-Konzern hat TESTIA eine sehr gute Auslastung. Das einzige Risiko besteht, wie oben angedeutet, in der rechtzeitigen Beschaffung von Fachpersonal. Diesem Risiko begegnet die TESTIA u.a. durch den Einsatz unseres Schulungscenters, um geeignetes Fachpersonal selber auszubilden, sowie durch ein Projekt zur Steigerung der Attraktivität von TESTIA auf dem Arbeitsmarkt.

Um das Risiko möglicher Kostensteigerungen (höhere Personal- und Energiekosten sowie höhere Kosten durch Mieterhöhungen) zu minimieren bzw. abzufedern, werden diese in Preisaufschlägen gegenüber den Kunden umgesetzt. Eine fortlaufende Überwachung der Kosten erfolgt im Controlling, um das Risiko gering zu halten.

Klimaschutzmaßnahmen werden im Rahmen des Engineerings hauptsächlich mit Airbus zusammen in die Prozesse eingearbeitet. Des Weiteren werden kleinere Maßnahmen wie z.B. Stromeinsparungen mit der Belegschaft umgesetzt.

Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, werden derzeit nicht gesehen.

3.2 Chancen der künftigen Entwicklung

Airbus und seine Tochterunternehmen sind die Hauptkunden von TESTIA. Von der verbesserten Auftragslage innerhalb des Airbus-Konzerns seit dem Ende der Corona Pandemie profitiert auch TESTIA. Mit einer weiteren Verbesserung der Auftragslage innerhalb des Airbus-Konzerns ist innerhalb der nächsten Jahre zu rechnen, so dass auch TESTIA davon profitieren wird.

Darüber hinaus bieten sich durch die Zusammenarbeit mit Airbus an der Zero Emission Policy, dem Ausbau im Bereich Windenergie und die Gewinnung weiterer externer Kunden, wie z.B. Rheinmetall, Wachstumschancen für TESTIA, denn durch die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft, nämlich Materialprüfungen in verschiedenen Formen, sieht sich TESTIA hier gut aufgestellt.

Des Weiteren sind zukünftig neue Themen wie Automation (Robotics) in Zusammenarbeit mit Airbus geplant, die für TESTIA ein großes Potential darstellen.

4. Prognosebericht

Bedingt durch die gute Auftragslage sowie neue Geschäftsbereiche, auch außerhalb von Airbus, besteht die Erwartung einer Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr von 14% bis 15%.

Demzufolge erwarten wir ebenso eine deutliche Steigerung im EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern), welches in 2023 in Höhe von ca. T€ 200 bis T€ 250 erwartet wird. Das Ergebnis vor Verlustübernahme wird im Geschäftsjahr 2023 voraussichtlich T€ 100 bis T€ 150 betragen.

Bei dem Ergebnis unserer Tochtergesellschaft InFactory Solutions GmbH wird ein Jahresfehlbetrag von T€ 200 bis T€ 250 erwartet. Infolgedessen wird auch bei TESTIA ein Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von T€-50 bis T€-100 prognostiziert.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir ebenso eine deutliche Steigerung der Umsatzerlöse von ca. 15%. Beim EBIT, dem Ergebnis vor Verlustübernahme sowie dem Jahresergebnis nach Verlustübernahme erwarten ebenfalls eine deutliche Steigerung.

 

Bremen, den 7. Dezember 2023

Holger Speckmann

Bilanz zum 31.12.2022

TESTIA GmbH, Bremen

Aktiva

Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 75.507,42 100.676,57
II. Sachanlagevermögen
1. Technische Anlagen und Maschinen 989.905,78 990.966,49
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 134.976,17 208.695,89
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.800.001,00 1.800.001,00
Summe Anlagevermögen 3.000.390,37 3.100.339,95
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 185.537,43 179.596,92
2. Unfertige Erzeugnisse 59.067,44 94.757,54
3. Fertige Erzeugnisse 116.638,03 83.216,42
361.242,90 357.570,88
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 647.624,88 275.498,47
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.199.953,54 4.884.008,40
3. Sonstige Vermögensgegenstände 201.225,93 210.680,67
6.048.804,35 5.370.187,54
Summe Umlaufvermögen 6.410.047,25 5.727.758,42
9.410.437,62 8.828.098,37

Passiva

Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 5.000.000,00 5.000.000,00
III. Verlustvortrag -4.272.763,73 -3.020.499,71
IV. Jahresfehlbetrag -568.400,89 -1.252.264,02
183.835,38 752.236,27
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 677.531,97 922.271,73
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 780.072,02 732.196,22
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.196.518,04 5.892.713,68
3. Sonstige Verbindlichkeiten 572.480,21 528.680,47
davon aus Steuern EUR 555.093,53 (Vj. EUR 82.249,93)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00)
Summe Verbindlichkeiten 8.549.070,27 7.153.590,37
9.410.437,62 8.828.098,37

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022

Testia GmbH, Bremen

1.1.2022 - 31.12.2022 1.1.2021 - 31.12.2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 12.930.824,93 10.093.371,51
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -2.268,49 -127.271,20
3. andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 102.818,62
3. Sonstige betriebliche Erträge 122.728,34 114.673,16
davon aus der Fremdwährungsumrechnung € 7.115,45 (Vj € 0,00)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -778.338,60 -920.509,48
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.731.356,98 -774.315,81
5. Personalaufwand -5.333.871,90
a) Löhne und Gehälter -6.639.081,83 -5.333.871,90
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.294.742,58 -1.125.280,21
davon für Altersversorgung € 0,00 (Vj € 0,00)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -323.902,22 -289.611,60
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.388.001,65 -1.994.615,06
davon aus der Fremdwährungsumrechnung €0,00 (Vj € 211,04)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 235,32
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -49.127,28 -60.061,59
davon an verbundenen Unternehmen € 33.143,93; (Vj € 743,67)
10. Aufwendungen aus Verlustübernahme -372.298,76 -929.413,89
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -18.085,45 2.006,37
12. Ergebnis nach Steuern -543.650,57 -1.241.845,76
13. Sonstige Steuern -24.750,32 -10.418,26
14. Jahresfehlbetrag -568.400,89 -1.252.264,02

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Allgemeine Hinweise

Registerinformation

Die Gesellschaft ist unter der Firma TESTIA GmbH mit Sitz in Bremen im Handelsregister des Amtsgerichts Bremen unter der Nummer HRB 28032 HB eingetragen.

Grundsätzliches zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Für die Gliederung der Bilanz wurden die Vorschriften des § 266 HGB beachtet. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 HGB gewählt.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Es werden die größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen, in dem auf bestimmte Angaben im Anhang verzichtet wird.

Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände (aktivierte Eigenleistungen) werden zu Herstellungskosten aktiviert und über eine geschätzte Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben. Bestandteile der Herstellungskosten sind neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend der Nutzungsdauer von in der Regel 3 Jahren abgeschrieben.

Erworbene Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend der Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauern der Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens betragen bei technischen Anlagen und Maschinen 3 bis 20 Jahre und bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 20 Jahre.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vorgenommen.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Sofern die Gründe für die in vorangegangenen Wirtschaftsjahren vorgenommenen Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert nicht mehr bestehen, werden entsprechende Wertaufholungen, höchstens bis zu den historischen Anschaffungskosten vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich mit durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse bzw. Leistungen werden mit den Herstellungskosten bewertet, wobei neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen werden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu ihren Nennwerten abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert.

Flüssige Mittel sind mit dem Nennwert bewertet.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen sowie sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen, laufzeitadäquaten Marktzinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Devisenkassamittelkurs am Zugangsdatum und im Rahmen der Folgebewertung grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Aktivseite:

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist in einer gesonderten Übersicht (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Die aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von € 75.507,42 unterliegen gemäß § 268 Abs. 8 HGB einer Ausschüttungssperre.

Im Geschäftsjahr 2022 sind Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von € 120.210,90 angefallen, davon entfallen € 0,00 auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände.

Die Gesellschaft hält 100% der Anteile an der InFactory Solutions GmbH, Taufkirchen. Das Eigenkapital der InFactory Solutions GmbH zum 31. Dezember 2022 beläuft sich auf € 457.923,60. Die InFactory Solutions GmbH hat im Geschäftsjahr 2022 einen Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme in Höhe von € 372.298,76 erzielt.

Umlaufvermögen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 5.199.953,54 (VJ € 4.884.008,40). Hiervon entfallen in Höhe von € 354.495,15 (VJ € 55.599,90) Forderungen gegen den Gesellschafter.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Passivseite:

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt € 25.000,00 und ist gegenüber dem Stand zum Ende des Vorjahres unverändert.

Entsprechend dem Vorjahr beträgt die Einzahlung in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB € 5.000.000,00.

Zum 31. Dezember 2022 wird, unter Berücksichtigung des im Geschäftsjahr erzielten Jahresfehlbetrags in Höhe von € 568.400,89, ein positives Eigenkapital in Höhe von € 183.835,38 (VJ € 752.236,27) ausgewiesen.

Rückstellungen

Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Boni in Höhe von € 92.060,20 (VJ € 61.734,00), ausstehende Rechnungen in Höhe von € 268.673,00 (VJ € 471.220,00), Urlaubsrückstellungen in Höhe von € 227.798,76 (VJ € 289.963,73) und für Jahresabschlusskosten in Höhe von € 48.000,00 (VJ € 24.791,00) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 1.917.806,19 (VJ € 1.582.239,96), aus erhaltenen Anzahlungen in Höhe von € 18.000,00 (VJ € 0,00) sowie aus Cash-Pooling gegenüber der Airbus SE in Höhe von € 4.888.413,09 (VJ € 3.381.059,83). Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter betragen € 780.020,20 (VJ € 750.044,79). Aufgrund der Verlustübernahmeverpflichtung gegenüber der InFactory Solutions GmbH, Taufkirchen, besteht eine Verbindlichkeit über € 372.298,76 (VJ € 929.413,89).

Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Erläuterungen zur Gewinnverlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von € 12.930.824,93 (VJ € 10.093.371,51) setzen sich aus der Abrechnung für Schulungen, Dienstleistungen und Warenlieferungen gegenüber Drittfirmen und verbundenen Unternehmen zusammen.

Sonstige betriebliche Erträge

Sonstige betriebliche Erträge beinhalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von € 82.988,40 (VJ € 97.549,66), sowie Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen € 1.723,79 (VJ € 12.580,62). Dabei handelt es sich um periodenfremde Erträge.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von € 2.362.877,12 (VJ € 1.994.615,06) setzen sich im Wesentlichen aus erhaltenen Serviceleistungen und Mieten für Immobilien € 1.637.663,72 (VJ € 1.389.405,01) sowie Reisekosten, sonstige Personalaufwendungen, Reparaturaufwendungen und Fahrzeugkosten zusammen.

Es sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von € 60.000,00 für Nachzahlungen zu den Mietnebenkosten enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden Nachzahlungen für Körperschaftsteuer sowie Solidaritätszuschlag aufgrund von Feststellungen der steuerlichen Außenprüfung betreffend die Geschäftsjahre 2016 bis 2019 in Höhe von € 18.085,45 ausgewiesen. Dabei handelt es sich um periodenfremde Aufwendungen.

Sonstige Steuern

In den sonstigen Steuern werden Nachzahlungen für Umsatzsteuer aufgrund von Feststellungen der steuerlichen Außenprüfung betreffend die Geschäftsjahre 2016 bis 2019 in Höhe von € 14.440,00 ausgewiesen. Dabei handelt es sich um periodenfremde Aufwendungen.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen bzw. Leasingverträgen mit einer Restlaufzeit bis 2027 in Höhe von insgesamt € 3.329.164,60. Davon entfallen € 428.002,20 auf verbundene Unternehmen.

Zum Abschlussstichtag bestehen sonst keine in der Bilanz nicht ausgewiesenen Haftungsverhältnisse oder sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne des § 251 HGB.

Konzernverhältnisse

Die Airbus SE, Amsterdam, Niederlande stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von verbundenen Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist bei dieser erhältlich.

Durchschnittliche Mitarbeiter des Geschäftsjahres

Im Geschäftsjahr 2022 waren im Durchschnitt 126 festangestellte Mitarbeiter (VJ 100 festangestellte Mitarbeiter) bei der Gesellschaft beschäftigt. Gewerbliche Mitarbeiter sind nicht vorhanden.

Diese sind in 5 Geschäftsbereiche aufgeteilt:

• Geschäftsbereich "Training" 4 Mitarbeiter (VJ 4 Mitarbeiter)
• Geschäftsbereich "Inspektion" 54 Mitarbeiter (VJ 38 Mitarbeiter)
• Geschäftsbereich "Engineering" 37 Mitarbeiter (VJ 28 Mitarbeiter)
• Geschäftsbereich "Produkte" 13 Mitarbeiter (VJ 14 Mitarbeiter)
• Geschäftsbereich "Verwaltung" 18 Mitarbeiter (VJ 16 Mitarbeiter)

Honorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers in Höhe von € 23.500,00 entfällt in voller Höhe auf Abschlussprüfungsleistungen.

Geschäftsführung

Holger Speckmann, Schwanewede Geschäftsführer aller Unternehmensbereiche

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen und auf die Angabe verzichtet.

Vorschüsse und Kredite nach § 285 Nr. 9c HGB wurden nicht gewährt.

Nachtragsbericht

Trotz möglicher negativer Auswirkungen aufgrund des im Oktober 2023 entstandenen Nahostkonfliktes auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nach dem Ablauf des Geschäftsjahres, insbesondere aufgrund von Störungen von Lieferketten und möglichen Kosten- und Preissteigerungen, geht die Gesellschaft davon aus, dass keine Ereignisse und Gegebenheiten sowie bestandsgefährdende Risiken bestehen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Aus diesem Nahostkonflikt haben sich keine zu berichtenden Auswirkungen in Bezug auf Risiken, sonstige nicht in der Bilanz enthaltene finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse sowie Aufwendungen oder Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung ergeben.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag haben sich nicht ergeben.

 

Bremen, den 7. Dezember 2023

Holger Speckmann

Anlagenspiegel zum 31.12.2022

TESTIA GmbH, Bremen

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 01.01.2022 Zugänge Umgliederungen Abgänge Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 102.818,62 0,00 0,00 0,00 102.818,62
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten; 6.357,45 0,00 0,00 0,00 6.357,45
II. Sachanlagevermögen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.865.726,58 207.482,01 0,00 0,00 2.073.208,59
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 572.005,93 16.470,63 0,00 0,00 588.476,56
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.800.001,00 0,00 0,00 0,00 1.800.001,00
Summe Anlagevermögen 4.346.909,58 223.952,64 0,00 0,00 4.570.862,22
Abschreibungen
Stand 01.01.2022 Zugänge Umgliederungen Abgänge Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.142,05 25.169,15 0,00 0,00 27.311,20
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten; 6.357,45 0,00 0,00 0,00 6.357,45
II. Sachanlagevermögen
1. Technische Anlagen und Maschinen 874.760,09 208.542,72 0,00 0,00 1.083.302,81
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 363.310,04 90.190,35 0,00 0,00 453.500,39
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.246.569,63 323.902,22 0,00 0,00 1.570.471,85
Restbuchwerte
Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 75.507,42 100.676,57
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten; 0,00 0,00
II. Sachanlagevermögen
1. Technische Anlagen und Maschinen 989.905,78 990.966,49
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 134.976,17 208.695,89
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.800.001,00 1.800.001,00
Summe Anlagevermögen 3.000.390,37 3.100.339,95

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die TESTIA GmbH, Bremen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TESTIA GmbH, Bremen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TESTIA GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, den 7. Dezember 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Geers, Wirtschaftsprüfer

ppa. Konstantin Kessler, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

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