Studio 100 Media GmbHLiquidiert

81673 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 176003
Vorher
Studio 100 Media Holding GmbH
Eingetragen
4.11.2008
Branche
Fernsehveranstalter und Verbreitung von VideoinhaltenVermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und WerbeflächenHörfunkveranstalter und Verbreitung von Audioinhalten
Gegenstand
Produktion, Erwerb, Vertrieb und Vermarktung von Kinder- und Jugendprogrammen (einschließlich Zeichentrickprogrammen), Veranstaltung und Vermarktung von Kinder- und Jugendfernsehkanälen sowie Erwerb, Produktion, Vertrieb und Vermarktung von Rechten an TV- und anderen audiovisuellen Werken ( insbesondere im Kinder- und Jugendbereich, einschließlich Zeichentrickprogrammen) und Merchandising-Rechten aller Art.

Historie

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Management

NameRolle
Hans Ulrich Stoef
seit 30.5.2017
Geschäftsführer
Koen Peeters
seit 25.5.2010
Prokura
Prokura
Hans Bourlon
seit 4.11.2008
Geschäftsführer

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Studio 100 Media GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk

Rechnungslegung

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Allgemeine Auftragsbedingungen

Hinweis:

Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.

Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt.

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Studio 100 Media GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 31. März 2017

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Napolitano

Wirtschaftsprüfer

Dr. Burger-Disselkamp

Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2016

Aktiva

31.12.2016 31.12.2016 31.12.2015
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 920.386,29   246.859,89
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.993.046,38   14.987.603,05
3. Geleistete Anzahlungen 4.675.090,76   1.174.117,87
  20.588.523,43   16.408.580,81
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 46.954,11   36.379,29
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 199.775,59   258.805,25
  246.729,70   295.184,54
III. Finanzanlagen      
Anteile an verbundenen Unternehmen 54.003,00   54.003,00
    20.889.256,13 16.757.768,35
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
Fertige Erzeugnisse und Waren 299.721,86   796.767,94
  299.721,86   796.767,94
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.536.956,91   11.231.372,20
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.512.788,40   6.348.733,48
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.222.372,68   1.755.266,96
  13.272.117,99   19.335.372,64
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 556.373,41   487.226,31
    14.128.213,26 20.619.366,89
C. Rechnungsabgrenzungsposten 85.261,94 85.261,94 271.155,70
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   13.532.431,49 10.315.646,03
    48.635.162,82 47.963.936,97

Passiva

     
31.12.2016 31.12.2016 31.12.2015
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00   25.000,00
II. Kapitalrücklage 85.162,57   85.162,57
III. Verlustvortrag -10.425.808,60   -9.037.567,25
IV. Jahresfehlbetrag -3.216.785,46   -1.388.241,35
    -13.532.431,49 -10.315.646,03
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   13.532.431,49 10.315.646,03
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 463.515,08 463.515,08 252.049,24
C. Rückstellungen      
Sonstige Rückstellungen 3.467.438,98   3.709.810,57
    3.467.438,98 3.709.810,57
D. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 102.049,26   120.004,41
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.332.770,07   1.431.857,81
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.516.610,93   1.914.353,82
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 39.347.406,11   38.591.207,19
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.239.667,58   1.944.653,93
davon aus Steuern EUR 62.989,11 (Vj. EUR 94.899,59)      
    44.538.503,95 44.002.077,16
E. Rechnungsabgrenzungsposten 165.704,81 165.704,81 0,00
    48.635.162,82 47.963.936,97

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016

2016 2016 2015
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 12.104.131,95   17.259.840,22
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 718.215,23   97.897,14
3. Sonstige betriebliche Erträge 515.435,05   2.467.792,96
davon aus Währungsumrechnungen EUR 30.203,43 (Vj. EUR 339.444,64)      
    13.337.782,23 19.825.530,32
4. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Lizenzen, Provisionen und Material 1.772.424,47   4.302.747,55
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 926.066,13   1.341.114,98
5. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 3.582.243,99   4.349.199,10
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 525.708,80   590.278,87
davon für Altersversorgung EUR 3.282,41 (Vj. EUR 3.055,25)      
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.569.158,70   4.068.703,71
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.319.927,14   5.456.046,33
davon aus Währungsumrechnungen EUR 82.723,17 (Vj. EUR 127.650,57)      
    14.695.529,23 20.108.090,54
8. Betriebsergebnis   -1.357.747,00 -282.560,22
9. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 44.952,42   0,00
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 203.648,37   193.213,20
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 103.399,16 (Vj. EUR 97.232,53)      
davon aus Aufzinsungen EUR 81.049,46 (Vj. EUR 95.208,69)      
11. Aufwendungen aus Verlustübernahmen 820.804,66   0,00
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.262.042,58   1.210.485,51
davon an verbundene Unternehmen EUR 1.168.428,36 (Vj. EUR 919.447,82)      
davon aus Abzinsungen EUR 89.466,72 (Vj. EUR 80.872,08)      
13. Finanzergebnis   -1.834.246,45 -1.017.272,31
14. Ergebnis vor Steuern   -3.191.993,45 -1.299.832,53
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   17.821,33 82.111,23
16. Ergebnis nach Steuern   -3.209.814,78 -1.381.943,76
17. Sonstige Steuern   6.970,68 6.297,59
18. Jahresfehlbetrag   -3.216.785,46 -1.388.241,35

Anhang für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

Allgemeine Erläuterungen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Studio 100 Media GmbH mit Sitz in München im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 176003 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Studio100 Media GmbH, München, ist entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des § 23 (1) des RStV aufgestellt worden. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Der Abschluss ist in Euro aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Aufgrund der erstmaligen Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ist in Bezug auf einzelne Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung nur eine eingeschränkte Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr gegeben.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit angewendet. Die Geschäftsführung geht aufgrund der Planung 2017 - 2019 und einer von der Muttergesellschaft erteilten Patronatserklärung, die zunächst eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2018 hat, davon aus, dass das Unternehmen fortbesteht.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen (zwei bis 20 Jahre) vermindert. Erworbene bzw. selbst geschaffene Filmrechte werden entsprechend der erwarteten Einspielerlöse abgeschrieben.

Die Abschreibung der Kinoproduktionen erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer degressiv.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen erfolgen pro rata temporis linear über eine Nutzungsdauer von drei bis 13 Jahren.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert von netto bis zu EUR 410 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst, ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn in Folge veränderter Umstände eine voraussichtlich dauernde Wertminderung gegeben ist. Bei Wegfall der Gründe für in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte mit den Anschaffungskosten und die Ausleihungen mit dem Nennwert bewertet, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 2 Satz 3 HGB.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Für bestimmte Vorräte (gleichartige Handelsware) werden die Werte mithilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert oder - im Falle von Fremdwährungen - mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet bilanziert.

Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben oder Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit diese Aufwand oder Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Erhaltene Investitionszuschüsse werden auf der Passivseite als Sonderposten für Investitionszuschüsse ausgewiesen und über die entsprechende Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände ertragswirksam vereinnahmt.

Die Rückstellungen berücksichtigen ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrags, wobei ggf. künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt werden.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen (rd. 33 %) im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Wesentliche Differenzen bestehen beim Anlagevermögen.

Zeitpunkt der Umsatzrealisierung

Vertriebs- und Vermarktungsprovisionen für Film- und Merchandisingrechte werden bei Abschluss der Verträge erfasst, da die Gesellschaft ihre Leistung erfüllt hat.

Darüber hinaus erfolgt die Umsatzrealisierung erst dann, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind:

es liegt ein vor dem Bilanzstichtag unterschriebener Vertrag vor

die Serien bzw. Programme sind fertig gestellt und ausgeliefert oder stehen zur Auslieferung bereit

es kann davon ausgegangen werden, dass nichts gegen die Begleichung der Forderungen spricht

der Gesamtbetrag der Lizenzgebühren steht fest, er ist mit dem Lizenznehmer vereinbart und auch bei Nichtausstrahlung der Serien bzw. Programme seitens des Lizenznehmers zu zahlen

die Lizenzzeit hat begonnen

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (siehe Anlage) dargestellt.

Angaben zum mittel- und unmittelbaren Anteilsbesitz

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis
% TEUR TEUR
Unmittelbar gehaltene Anteile      
Studio 100 Verwaltungs GmbH, München 100 -7.930 -101
Studio 100 USA, Inc., Delaware, USA 100 k. A. k. A.
Flying Bark Production PTY Ltd., Sydney, Australien 100 -1.449 -1.444
Studio 100 Film GmbH , München 100 253 45
Studio 100 Entertainment GmbH, München (vormals: Blitz 14-155 GmbH) 100 13 -821

Zwischen der Gesellschaft und den verbundenen Unternehmen Studio 100 Film GmbH und Studio 100 Entertainment GmbH besteht seit 2016 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Vorräte

Im Geschäftsjahr 2016 bestand keine Notwendigkeit zur Wertberichtigung des Vorratsvermögens (Vj. TEUR 220).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben TEUR 2.789 (Vj. TEUR 2.275) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Zusammensetzung 31.12.2016 31.12.2015
EUR EUR
Bruttoforderung 8.302 11.486
Abzinsung langfristiger Forderungen -128 -119
Wertberichtigungen -637 -135
Nettoforderung 7.537 11.232

Forderungen mit einer Endfälligkeit größer einem Jahr nach Bilanzstichtag werden mit ihrem Barwert angesetzt. Neue Forderungen, die im Berichtszeitraum entstanden und nach dem 31. Dezember 2017 fällig sind, wurden abgezinst. Die schon vor dem Berichtszeitraum entstandenen Forderungen werden mit dem ursprünglich bei der Abzinsung verwendeten Zinssatz aufgezinst.

Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 637 (Vj. TEUR 135) wurden separat auf diejenigen Forderungen vorgenommen, soweit die Fälligkeit der Forderungen nach Einzelfallprüfung um mindestens 180 Tage überschritten wurde, oder individuelle Gründe hierfür vorlagen. Weitere Wertberichtigungen durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung wurden nicht vorgenommen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten TEUR 154 (Vj. TEUR 4.711) Forderungen gegen Gesellschafter. Die ausgewiesenen Forderungen haben eine Fälligkeit von weniger als einem Jahr, TEUR 903 (Vj. TEUR 1.417) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die in der Bilanz ausgewiesenen sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten langfristige Garantiezahlungen i.H.v. TEUR 1.821 (Vj. TEUR 1.042). Bei diesen Vertriebsrechten handelt es sich um bezahlte Minimumgarantien für Vertriebs- und Vermarktungsrechte. Im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung für diese Vertriebsrechte ergaben sich Abschreibungen über TEUR 50. Daneben bestehen Kautionen i.H.v. TEUR 177 (Vj. TEUR 177) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Sonderposten für Investitionszuschüsse

Die erhaltenen Zuschüsse werden entsprechend der Nutzungsdauer der ihnen zugehörigen Vermögensgegenstände ertragswirksam vereinnahmt. Es wurden Erträge in Höhe von TEUR 76 (Vj. TEUR 448) ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für nicht abgerechnete Lizenzgeberansprüche von TEUR 743 (Vj. TEUR 1.026), sowie ausstehenden Rechnungen gegenüber Dritten von TEUR 707 (Vj. TEUR 1.068), ausstehenden Rechnungen im Konzernverbund von TEUR 730 (Vj. TEUR 271), Urlaubsansprüche und Boni von TEUR 352 (Vj. TEUR 449) und für Lizenzgebühren von TEUR 655 (Vj. TEUR 603) gebildet.

Verbindlichkeiten

in TEUR 31.12.2016
Restlaufzeit gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 102 0 102
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.333 0 0 1.333
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.517 0 0 1.517
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 14.055 0 25.292 39.347
Sonstige Verbindlichkeiten 2.240 0 0 2.240
- davon aus Steuern 63 0 0 63
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 0 0
in TEUR 31.12.2015
Restlaufzeit gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 120 120
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.432 0 0 1.432
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.914 0 0 1.914
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.624 0 26.967 38.591
Sonstige Verbindlichkeiten 1.945 0 0 1.945
- davon aus Steuern 95 0 0 95
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 0 0

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen TEUR 36.572 (Vj. TEUR 25.872) die alleinige Gesellschafterin Studio 100 N.V., Schelle. Es entfallen TEUR 25.292 (Vj. TEUR 25.292) auf eine Darlehensverpflichtung; TEUR 11.267 (Vj. TEUR 0) auf das konzerninterne Cashpooling, TEUR 821 (Vj. TEUR 0) auf die Ergebnisabführungsvereinbarung mit Tochtergesellschaften und TEUR 14 (Vj. TEUR 580) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2016 2015
EUR EUR
TV-Sales 5.992 7.468
Merchandising & Licensing 4.655 8.301
Filmerlöse 511 708
Musikrechte 252 348
Sonstiges 694 435
  12.104 17.260

Die Gesellschaft erzielt ihren Umsatz aus der Vermittlung bzw. Vermarktung von Drittrechten und erhält hierfür eine Provision zwischen 20 und 50 Prozent des abgeschlossenen Lizenzvolumens. Weiterhin hält die Gesellschaft Eigenrechte, welche sie zur langfristigen Nutzung erworben hat und zur Umsatzerzielung unterlizensiert. Von den Umsätzen entfallen geographisch TEUR 9.185 (Vj. TEUR 14.178) auf den deutschsprachigen Raum, TEUR 1.544 (Vj. TEUR 2.108) auf das restliche Europa und TEUR 1.375 (Vj. TEUR 973) auf die restliche Welt.

Bei Anwendung von § 277 Abs. 1 HGB i.d.F. BilRUG hätten sich für das Vorjahr Umsatzerlöse i.H.v. TEUR 17.721 ergeben. Die Änderung im Ausweis betrifft im Wesentlichen die bislang unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesenen Konzernumlagen.

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um periodenfremde Erträge über TEUR 142 (Vj. TEUR 329), wovon TEUR 124 (VJ TEUR 81) auf die Auflösung von Rückstellung entfallen und Erträge aus der Auflösung von Einzelwertbertberichtigungen auf Forderungen von TEUR 53 (VJ 338). Weitere wesentliche Positionen betrafen Investitionszuschüsse und Erträge aus Kursdifferenzen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 128 (Vj. TEUR 135) und betreffen überwiegend Nachbelastungen.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse

Zum 31. Dezember 2016 bestand eine Avalkreditlinie in Höhe von TEUR 788 (Vj. TEUR 1.050) als auch eine Bankgarantie für die Avalkreditlinie in gleicher Höhe. Eine Inanspruchnahme der Garantien wird nicht erwartet. Die Garantie betrifft ein laufendes Projekt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am 31. Dezember 2016 bestanden folgende finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen:

2016 2015
TEUR TEUR
Fällig innerhalb eines Jahres 507 501
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 1.219 2.193
  1.726 2.694

Bei der Ermittlung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen wurde keine Abzinsungen vorgenommen. Den sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegen vertragliche Vereinbarungen zu Grunde, von einer Inanspruchnahme ist daher auszugehen.

Anzahl der Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im abgelaufenen Berichtszeitraum durchschnittlich 45 (Vj. 55) Mitarbeiter. Es handelt sich bei den Mitarbeitern ausnahmslos um Angestellte. Für die Bezüge der Geschäftsführung nimmt die Gesellschaft die Befreiungsmöglichkeit nach § 286 Abs. 4 HGB wahr.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von TEUR 3.217 auf neue Rechnung vorzutragen.

Geschäftsführung:

 

Hans Bourlon, Geschäftsführungsmitglied der Studio 100 N.V., Grimbergen, Belgien

 

Franz Patrick Elmendorff, Geschäftsführer, Starnberg (bis 02.03.2017)

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers muss gemäß § 285 Nr. 17 HGB nicht angegeben werden, da es in die Angaben im Konzernabschluss der Studio 100 N.V. einbezogen wird.

Konsolidierungskreis

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Studio 100 N.V. mit Sitz in Schelle, Belgien, einbezogen, welcher im "Belgisch Staatsblad" veröffentlicht wird.

Nachtragsbericht

Die Gesellschaft hat zum 24. Februar 2017 die Aktienmehrheit an der m4e AG erworben.

 

München, den 27. März 2017

Studio 100 Media GmbH

Hans Bourlon

Entwicklung des Anlagevermögens 2016

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2016 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2016
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 656.507,47 718.215,22 0,00 0,00 1.374.722,69
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 60.587.864,46 3.151.850,58 0,00 282.200,00 64.021.915,04
3. Geleistete Anzahlungen 1.174.117,87 3.783.172,89 0,00 -282.200,00 4.675.090,76
  62.418.489,80 7.653.238,69 0,00 0,00 70.071.728,49
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 54.761,91 19.683,22 0,00 0,00 74.445,13
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 589.548,04 27.724,57 0,00 0,00 617.272,61
  644.309,95 47.407,79 0,00 0,00 691.717,74
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 11.341.465,00 0,00 0,00 0,00 11.341.465,00
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 8.573.595,57 0,00 0,00 0,00 8.573.595,57
  19.915.060,57 0,00 0,00 0,00 19.915.060,57
  82.977.860,32 7.700.646,48 0,00 0,00 90.678.506,80
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2016 Zugänge Abgänge 31.12.2016
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 409.647,57 44.688,83 0,00 454.336,40
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 45.600.261,42 3.428.607,24 0,00 49.028.868,66
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  46.009.908,99 3.473.296,07 0,00 49.483.205,06
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.382,62 9.108,40 0,00 27.491,02
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 330.742,79 86.754,23 0,00 417.497,02
  349.125,41 95.862,63 0,00 444.988,04
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 11.287.462,00 0,00 0,00 11.287.462,00
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 8.573.595,57 0,00 0,00 8.573.595,57
  19.861.057,57 0,00 0,00 19.861.057,57
  66.220.091,97 3.569.158,70 0,00 69.789.250,67
Buchwerte
31.12.2016 1.1.2016
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 920.386,29 246.859,90
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.993.046,38 14.987.603,04
3. Geleistete Anzahlungen 4.675.090,76 1.174.117,87
  20.588.523,43 16.408.580,81
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 46.954,11 36.379,29
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 199.775,59 258.805,25
  246.729,70 295.184,54
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 54.003,00 54.003,00
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
  54.003,00 54.003,00
  20.889.256,13 16.757.768,35

Lagebericht der Studio 100 Media GmbH, München, für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016

1. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft

1.1 Das Unternehmen

Studio 100 Media GmbH ist ein international tätiges Produktions- und Vertriebsunternehmen im Bereich Kinder- und Familienunterhaltung. Die Gesellschaft mit Sitz in München ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der belgischen Studio 100 N.V., Schelle.

Das Unternehmen entwickelt und akquiriert neue Formate, engagiert sich als Co-Produzent und ist zudem für den weltweiten Vertrieb des eigenen Rechte-Portfolios sowie für den Drittvertrieb von Programmen zuständig. Darüber hinaus produziert die Studio 100 Media Kinofilme sowie Bühnenshows wie bspw. "Wickie - Das Musical".

Die Studio 100 Media GmbH vermarket und betreut Ihre Lizenzen selbst. Zielsetzung von Studio 100 Media ist es, hochwertige und gewaltfreie Kinderunterhaltung anzubieten. Namhafte Marken unter dem Dach von Studio 100 Media GmbH sind Klassiker wie "Die Biene Maja", "Wickie und die starken Männer", "Heidi" und "Nils Holgersson" sowie Neuentwicklungen wie "Das Haus Anubis" und "Hotel13".

1.2 Branchenumfeld Unterhaltung

Produktion

Der Markt bleibt weiterhin von Unsicherheiten geprägt und die großen TV-Sender fragen verstärkt nach weiteren Staffeln von bereits erfolgreich platzierten Serien nach bzw. setzen auf Remakes von bereits erfolgreichen Brands. Eine hohe Nachfrage haben außerdem auch Programme mit einem generellen cross- medialen Ansatz, welche sich über die gesamte Wertschöpfungskette vermarkten lassen. Darüber hinaus werden auch Realverfilmungen produziert. Im Zuge dessen suchen die Sender auch Programme für ältere Kinder bzw. Teenager. Zudem werten die Sender ihre bestehenden Rechtekataloge und Archive für ihre Programmplanung aus, um dadurch Investitionen in Neuprogramme zu reduzieren. Diese Faktoren führen im Allgemeinen zu einem leichten Nachfragerückgang bei den klassischen Animationsproduktionen im Bereich Preschool sowie Produktionen für die Zielgruppe im Alter von sechs bis zwölf Jahren.

Distribution

Die zunehmende Verbreitung des digitalen Fernsehens sorgte auch in 2016 für eine große Nachfrage nach Kinder- und Jugendprogrammen. Dabei stehen vor allem Programme im Vordergrund des Interesses, die nicht nur über herkömmliche Verwertungskanäle wie Free-TV und Pay-TV verbreitet werden können, sondern auch für neue Distributionskanäle- und Plattformen wie Video-on-Demand (VOD) oder für die mobile Auswertung geeignet sind. Bei den Genres sind bei Vorschulkindern vor allem edukative Inhalte gefragt, bei der Zielgruppe der Acht- bis 14-jährigen dagegen vor allem Action/Comedy-Serien.

Allerdings führte die höhere Nachfrage im Geschäftsjahr 2016 nicht zu einem entsprechenden Anstieg des allgemeinen Preisniveaus. Dies hängt im Wesentlichen damit zusammen, dass der Wettbewerb sehr hoch ist und dadurch eine Vielzahl an Katalogprogramm am Markt angeboten wird. Dies führt teilweise zu einer leichten Reduktion des Preisniveaus für Katalogprogramm, welches sich nicht qualitativ vom Markt entsprechend abheben kann.

Jedoch erzielen einzelne hochwertige Produktionen auch weiterhin noch hohe Erlöse. Generell bewegt sich aber das durchschnittliche Preisniveau für TV Produktionen weiterhin auf einem niedrigen Niveau.

Licensing / Merchandising / Home-Entertainment

Wie bereits in den Vorjahren gehören Lizenzprodukte zum festen Warenangebot von Discountern. Corporate Trademarks und Brands haben eine große Bedeutung bei der Vermarktung im Merchandising. Etablierte starke Charaktere konnten sich im Markt durchsetzen. Gerade in Verbindung mit neuen Inhalten sind die sogenannten Klassiker wie bspw. "Wickie und die starken Männer" oder "Die Biene Maja" starke Marken, die sich am Markt behaupten konnten und damit zu signifikanten Ergebnisbeiträgen führten. Nichtsdestotrotz bleibt der Fokus der Gesellschaft auch weiterhin auf der Entwicklung und Ausbau von neuen Themen wie bspw. "Prinzessin Emmy" oder "Nils Holgersson".

Musikrechte

Umsätze im Bereich Musikrechte sind nicht steuerbar und schwierig zu prognostizieren. Sie hängen im Wesentlichen von der Häufigkeit der ausgestrahlten Programme ab.

Bühnenshows

Die Gesellschaft sieht generell ein Potential im Bereich von Bühnenshows und Musicals. Dieses Geschäftsfeld ist in Deutschland in der Vergangenheit stetig gewachsen und bietet für die Gesellschaft und die Medienbranche viele Möglichkeiten und Chancen. Besonders in dem Bereich Familienunterhaltung im mittleren Preissegment sieht die Gesellschaft Chancen mit bestehenden beliebten Charakteren erfolgreiche Bühnenshows zu produzieren, da in diesem Segment bisher wenige Shows produziert und vermarktet werden.

1.3 Darstellung des Geschäftsverlaufes: Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Der im Folgenden dargestellte Geschäftsverlauf bezieht sich auf den Berichtszeitraum vom 01. Januar 2016 - 31. Dezember 2016.

1.3.1 Vermögenslage

Das Anlagevermögen hat sich um TEUR 4.131 auf insgesamt TEUR 20.889 erhöht. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der geleisteten Anzahlungen im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände aufgrund neuer und noch nicht fertig gestellter Filmproduktionen.

Das Umlaufvermögen hat sich um TEUR 6.491 auf insgesamt TEUR 14.128 vermindert. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Verminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 3.694 sowie der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 3.836. Gegenläufig ist die Erhöhung der sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 1.467 aufgrund des Erwerbs weiterer Vertriebsrechte und der Umbuchung von Steuerforderungen.

Der Kassenbestand hat sich um TEUR 69 aufgrund von Erlösen erhöht, welche auf Konten eingegangen sind, die nicht in das Cash Pooling der Gruppe eingebunden sind.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten hat sich um TEUR 186 auf insgesamt TEUR 85 vermindert.

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag hat sich um TEUR 3.217 von TEUR 10.316 auf TEUR 13.532 aufgrund des Jahresfehlbetrages erhöht.

Die Passivseite der Bilanz besteht aus Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.467 (Vj. TEUR 3.710), Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 44.539 (Vj. TEUR 44.002) sowie Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR 166 (Vj. TEUR 0).

Die Rückstellungen haben sich insgesamt im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 242 auf TEUR 3.467 vermindert. Dies resultiert im Wesentlichen aus geringeren Rückstellungen für Lizenzgeberverbindlichkeiten und für Personal.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt seit der Refinanzierung der Gruppe durch konzerninterne Darlehen. Die gesamte Darlehenssumme gegenüber der Studio 100 N.V. beträgt zum 31.12.2016 TEUR 36.558, wovon TEUR 11.267 kurzfristig sind und im Cashpooling der Gruppe enthalten sind. Das Darlehen gegenüber der Studio 100 N.V. ist im Jahr 2020 zurückzuführen und der Zinssatz wird seit Dezember 2014 jeweils quartalsweise zum gewichteten Kapitalkostensatz der Gruppe neu ermittelt (rd. 3,75%).

Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft haben sich um TEUR 536 auf insgesamt TEUR 44.539 erhöht. Dies resultiert im Wesentlichen aus den erhöhten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aufgrund von Ergebnisabführungsvereinbarungen und dem Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten aufgrund weiterer Förderdarlehen für Produktionen. Gegenläufig ist ein geringeres Volumen an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie geringeren erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten mit TEUR 166 (Vj. TEUR 0) im Wesentlichen die Abgrenzung der im Voraus bezahlten Erlöse aus dem eigenen Channel.

1.3.2 Finanzlage

Das Finanzergebnis beträgt in der Berichtsperiode TEUR -1.834 (Vj. TEUR -1.017) und liegt aufgrund einer erhöhten Zinsbelastung und Belastungen aus Ergebnisabführungsverträgen mit Tochtergesellschaften unter dem Vorjahresniveau.

Mit der Studio 100 N.V. besteht eine Rangrücktrittsvereinbarung in Höhe von TEUR 19.500. In der Rangrücktrittsvereinbarung verpflichtet sich die Muttergesellschaft, ihre nachrangigen Ansprüche (aus Darlehen und sonstigen Nebenleistungen) gegen Studio 100 Media GmbH solange nicht geltend zu machen, wie deren teilweise oder vollständige Befriedigung für die Gesellschaft zu einem Insolvenz-Eröffnungsgrund im Sinne der §§ 17-19 InsO führen würde. Durch den Rangrücktritt der Konzernmutter Studio 100 N.V. führt die aktuell bestehende bilanzielle Überschuldung zu keiner insolvenzrechtlichen Überschuldung. Zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sowie zur Sicherung des laufenden Geschäftsbetriebs hat die Konzernmutter Studio 100 N.V. in 2016 eine harte Patronatserklärung bis zum 31.12.2018 abgegeben.

Der operative Cash Flow der Gesellschaft ist leicht negativ, die Konzernmutter Studio 100 N.V. hat sich jedoch im Rahmen einer harten Patronatserklärung dazu verpflichtet, bei Bedarf den Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft nachzukommen und für ausreichend Liquidität für die Tätigung weiterer Investitionen zu sorgen.

Die Gesellschaft wickelt zum Großteil ihre Geschäfte in Euro ab, sodass die Ertragslage der Gesellschaft nicht über das Normalmaß hinaus abhängig ist von Wechselkursentwicklungen und Inflation.

1.3.3 Ertragslage

Die Verminderung der Umsatzerlöse um TEUR 5.156 auf insgesamt TEUR 12.104 gegenüber dem Vorjahr resultiert daher, dass mehrere Neuproduktionen noch nicht abgeschlossen sind und deren Umsatzpotential nicht vollständig über die gesamte Wertschöpfungskette gehoben werden kann.

Das Ergebnis vor Steuern beträgt TEUR -3.192 (Vj. TEUR -1.300). Die Verschlechterung des Geschäftsergebnisses gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus den Belastungen aus Ergebnisabführungsverträgen mit Tochtergesellschaften sowie geringeren Umsatzerlösen insbesondere aufgrund von noch nicht fertiggestellter Produktionen bei ähnlichem Kostenniveau.

Aufgrund geringerer Umsatzerlöse haben sich die gesamten Aufwendungen um TEUR 5.413 auf TEUR 14.696 vermindert. Dies resultiert im Wesentlichen aufgrund geringerer Lizenz- und Materialaufwendungen um TEUR 2.945, geringerer Personalkosten um TEUR 831 sowie geringerer sonstiger betrieblicher Aufwendungen um TEUR 1.136 aufgrund gesunkener Marketing- und Beratungskosten. Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 3.569 sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken.

1.3.4 Kennzahlen / Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft fokussiert sich im Wesentlichen auf die Kennzahlen / Leistungsindikatoren Umsatz und EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen), die sich wie folgt berechnen und anhand derer sich die Gesellschaft intern steuert.

Umsatz! EBITDA in '000 € Geschäftsjahr Vorjahr Abweichung
[abs.]
Abweichung
[in %]
Umsatz 12.104 17.260 -5.156 -29,87%
Andere aktivierte Eigenleistungen 718 98 620 633,42%
Sonstiger betrieblicher Ertrag 515 2468 -1.953 -79,13%
Summe Output 13.337 19.826 -6.489 -32,73%
Materialaufwand 2.698 5644 -2.945 -52,19%
Personalaufwand 4.108 4.939 -831 -16,83%
sonstige betriebliche Aufwendungen 4.320 5.456 -1.136 -20,82%
EBITDA 2.211 3.786 -1.576 -41,62%
EBITDA Marge [in %] 18,0% 19,1% 0 -5,75%

Im Jahr 2015 wurden für das Jahr 2016 ein Umsatzrückgang von rd. 23% sowie ein entsprechender Rückgang des EBITDA prognostiziert. Der tatsächliche Umsatz beträgt TEUR 12.104, was einem Umsatzrückgang in Höhe von ca. 30% entspricht. Der erhöhte Rückgang im Vergleich zur Prognose des Vorjahres ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die geplanten Umsatzerlöse aus dem Wickie Musical entgegen der ursprünglichen Planung in einer separaten Tochtergesellschaft realisiert wurden.

Aufgrund der erstmaligen Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ist die Vergleichbarkeit mit den Werten des Vorjahres nur eingeschränkt gegeben. Bei Anwendung von § 277 Abs. 1 HGB i.d.F. BilRUG hätten sich für das Vorjahr Umsatzerlöse i.H.v. TEUR 17.721 ergeben.

Die Gesamtleistung hat sich um ca. 33% im Vergleich zum Vorjahr vermindert. Das EBITDA hat sich entsprechend von TEUR 3.786 auf TEUR 2.211 vermindert.

1.4 Personalbereich

Die Studio 100 Media GmbH beschäftige durchschnittlich 45 (Vj. 55) Mitarbeiter, die im Wesentlichen in den Bereichen Vertrieb, Marketing und Administration tätig sind.

Die Vergütungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesellschaft stehen soweit wie möglich im Einklang mit den jeweiligen individuellen Zielvereinbarungen und den letztlich erreichten Ergebnissen. Die Vergütungen bestehen weitestgehend aus einer fixen Komponente und werden teilweise durch variable Bestandteile, die an die persönliche Zielerfüllung gekoppelt sind, ergänzt.

Der Personalaufwand betrug in 2016 TEUR 4.108 (Vj. TEUR 4.939). Neben den regulären Personalkosten aus Gehaltszahlungen waren im Vorjahr auch einmalige Aufwendungen für Restrukturierung enthalten.

1.5 Risikomanagement

Die Gesellschaft bewertet und steuert Risiken auf Basis einer Risikomanagement-Richtlinie. Die Verantwortung für die Früherkennung und Steuerung unternehmensgefährdender Risiken obliegt der Geschäftsführung; die operative Verantwortung liegt bei den Abteilungsleitern. Zusätzlich sind auch nicht quantifizierbare Risiken von dem jeweiligen Abteilungsleiter zu berichten. Um frühzeitig Liquiditätsengpässe zu erkennen, werden Finanzplanungsinstrumente eingesetzt. Dabei wird der Liquiditätsbedarf regelmäßig aktualisiert. Der zugrunde liegende Planungshorizont beträgt ein Jahr. Im Falle von größeren Investitionen sind gegebenenfalls zusätzliche Finanzierungsmaßnahmen erforderlich.

Die Finanzanlagen werden regelmäßig anhand von Unternehmensplanungen auf Werthaltigkeit überprüft. Etwaige Wertminderungen können dadurch frühzeitig erkannt werden.

Das Investitionsrisiko der Gesellschaft wird über einen detailliert geregelten Prozess der Freigabe des jeweiligen Investitionsvorhabens begrenzt. Dieser Prozess beinhaltet ein Beantragungs- und Genehmigungsverfahren sowie, wenn möglich, Profitabilitätsrechnungen der jeweiligen Investition.

2. Chancen/Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Geschäftsführung geht von einer positiven Fortführungsprognose für die nächsten Jahre aus und sieht die Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum als gesichert an. Durch den Rangrücktritt der Konzernmutter Studio 100 N.V. in Höhe von TEUR 19.500 führt die aktuell bestehende bilanzielle Überschuldung zu keiner insolvenzrechtlichen Überschuldung. Durch die von der Studio 100 N.V. abgegebene harte Patronatserklärung ist auch die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft bis auf weiteres unwiderruflich sichergestellt. Die Geschäftsführung rechnet mit einem leichten negativen Ergebnis der Gesellschaft für das kommende Jahr. Dadurch wird sich das negative Eigenkapital wieder entsprechend erhöhen.

Die weiterhin zunehmende Fragmentierung der Medienlandschaft und der einhergehenden Auswertungsformen und Vertriebswege stellt die gesamte Branche und die Studio 100 Media GmbH vor Herausforderungen und bietet zugleich neue Chancen der Entwicklung.

Die Gesellschaft geht weiterhin von positiven Vermarktungspotenzialen bei bereits getätigten Investitionen für die Marken "Die Biene Maja" sowie "Wickie und die starken Männer" aus. Investitionsrisiken bestehen insofern, dass sich getätigte Investitionen nicht durch die erwarteten Erlöse wieder einspielen. Solche Risiken werden regelmäßig durch eine jährliche discounted casflow (DCF) Bewertung überprüft. Die gesamten Risiken der Gesellschaft stellen derzeitig keine dem Geschäftszweck ungewöhnlichen oder unüblichen Risiken dar.

2.1 Distribution

Die TV-Landschaft national wie auch international verändert sich durch die Digitalisierung einschneidend. Dieser Wandel, indem das Free TV seine ursprüngliche fast schon monopolistische Stellung verliert, aber die neuen digitalen Plattformen noch nicht voll etabliert sind, führt zu einer zurückhaltenden Einkaufspolitik der weltweiten TV-Sender. Darüber hinaus werden aber neben den klassischen TV-Rechten sehr stark auch Internet- und VOD-Rechte gewünscht. Derzeit entsteht ein zunehmender Wettbewerb zwischen dem linearen TV und den nicht linearen Programmanbietern, bspw. über VOD-Plattformen.

Diesen Entwicklungen tritt die Studio 100 Gruppe entgegen, indem sie Programmideen selbst entwickelt, ihre Kunden damit spezifisch bedient und sich gleichzeitig die plattformübergreifenden Rechte sichert. Dies ermöglicht neben der Nutzung der weitreichenden Rechte auch die Möglichkeit einer globalen Branding- und Marketingstrategie - wichtige Faktoren für eine erfolgreiche Programmauswertung. Gerade durch die Auswahl von Themen, die sowohl im Merchandising als auch im Licensing Interesse generieren, versucht die Gesellschaft den o.g. Marktentwicklungen gerecht zu werden.

Durch die Ausweitung der technischen Verbreitungsweisen ergeben sich national wie auch international vor allem im Video-on-Demand Bereich neue Geschäftsmodelle, die die Studio 100 Media GmbH mit ihrem umfangreichen Programmportfolio sowohl selbst, als auch mit Drittpartnern hervorragend nutzen kann.

Die Nachfrage der Medienunternehmen nach Formaten, die neben der Verwertung über die herkömmlichen Distributionskanäle Free- und Pay-TV hinaus auch für Plattformen in den Bereichen Video-on-Demand oder Mobile geeignet sind, nehmen weltweit merklich zu. Ebenso sorgt der Markteintritt neuer internationaler Free- und Pay-TV Kanäle, vor allem im Bereich des digitalen Fernsehens, für eine Belebung der Nachfrage.

2.2 Merchandising / Licensing / Games

Wie bereits in den Vorjahren gehören Lizenzprodukte zum festen Warenangebot von Discountern. Regelmäßig wird in diesem Zusammenhang kritisch hinterfragt, welche Markenverwertungsstrategie und welcher Distributionskanal gewählt wird. Sowohl ein Risiko als auch gleichzeitig eine Chance sieht die Geschäftsführung darin, dass Corporate Trademarks und Brands eine wachsende Bedeutung bei der Vermarktung im Merchandising einnehmen. Vor allem etablierte starke Charaktere wie zum Beispiel "Wickie und die starken Männer" und "Die Biene Maja", werden sich auch künftig am Markt durchsetzen.

Die Studio 100 Media GmbH wird sich zukünftig stärker auf den klassischen Lizenzhandel konzentrieren und aufgrund der starken Wettbewerbssituation den Vertrieb von eigenen Merchandisingprodukten in Deutschland sehr stark einschränken. Aufgrund der hohen Marktunsicherheit im Bereich Online-Games wird es auch in diesem Bereich zukünftig wieder vermehrt zu Lizenzvergaben kommen, anstelle selbst Online-Games zu entwickeln und zu produzieren.

Die Studio 100 Media hat unter anderem eine Vielzahl von Verträgen über die Lizenzierung von Programmen mit Produzenten und Lizenzgebern geschlossen. Dabei bestehen zum einen allgemeine vertragliche Risiken, z. B. das Vertragserfüllungsrisiko, zum anderen müssen die zu einer Auswertung der Programme benötigten Urheber- und Leistungsschutzrechte der Gesellschaft eingeräumt werden. Trotz umfassender Rechtebestandsgarantien in den zu Grunde liegenden Verträgen ist nicht ganz auszuschließen, dass Dritte Ansprüche im Hinblick auf Urheber- und Leistungsschutzrechte geltend machen, was negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben könnte.

3. Ausblick der Gesellschaft

In einer zunehmend fragmentierten Medienlandschaft haben sich die Produzenten und Vertriebsunternehmen von Content (Inhalt) an das Umfeld anzupassen, um durch Implementierung und Verbesserung von unternehmensinternen Prozessabläufen schneller reagieren zu können. Grundsätzlich kann man in der Unterhaltungs- und Medienbranche in den nächsten Jahren weiterhin von einem Wachstumsmarkt ausgehen, welcher unter anderem durch die wachsende Nutzung des mobilen Internet und dem Trend zu digitalen Auswertungsformen getrieben wird. Der Wandel des Medienkonsums der Bevölkerung hat immense Auswirkungen auf die immer komplexer werdenden Vertriebswege von Content, die jedoch eine Vielzahl an Chancen bieten können. Chancen bieten sich konkret beispielsweise bei Online-Downloads und Streaming sowie Abonnement- und Leihmodellen. Andererseits rechnet die Branche auf lange Sicht mit einer stagnierenden, oder zurückgehenden Entwicklung der physischen Datenträger und Vertriebswege, z.B. für Filme und Musik auf DVDs und CDs.

Die generelle Strategie der Geschäftsführung für die nächsten zwei Jahre von Studio 100 Media GmbH ist die weitere Entwicklung und der Aufbau von sehr starken eigenen Marken, um diese später in der vollen zur Verfügung stehenden Wertschöpfungskette weitestgehend eigenständig zu verwerten. So sind alle medialen Segmente abgedeckt, angefangen von der eigenständigen Produktion von Serien und Kinofilmen, dem internationalen TV- und Kino-Vertrieb, dem internationalen Vertrieb über neue Plattformen wie bspw. VoD (Video-on-Demand) oder DTO (Download-To-Own), die Lizenzierung von Rechten sowie die Inszenierung von Bühnenshows. Durch die langjährige Erfahrung der Muttergesellschaft in den Benelux-Staaten sind hier vielversprechende Potentiale bei der Studio 100 Media GmbH vorhanden.

Hierbei sollen vor allem die klassischen Marken wie beispielsweise "Die Biene Maja", "Wickie und die starken Männer" oder "Heidi" durch neue Inhalte gestärkt werden. Durch die Wiederbelebung der sogenannten Klassiker sollen verstärkt nicht genutzte Umsatzpotenziale abgeschöpft werden. Das Beispiel "Die Biene Maja" hat gezeigt, dass es möglich ist, durch neue Inhalte auch neue und starke Geschäftspartner zu gewinnen und dadurch den Umsatz wesentlich zu steigern.

Gerade in der Zusammenarbeit mit der Schwestergesellschaft Studio 100 Animation sowie der australischen Tochtergesellschaft Flying Bark wird die eigene Entwicklung und Produktion von hochwertigen Animationsprogrammen vorangetrieben. Neue Animationsserien sowie Animationskinofilme in der 3D-Technik werden zur Lieferung bereit stehen. Durch Produktionsstudios in Australien und Frankreich können umfassende Film- und Steuerförderungen in Anspruch genommen werden und somit die jeweils optimale Ko-Produktionsstruktur sowie die entsprechende Finanzierung für das jeweilige Projekt sichergestellt werden.

Im Bereich Licensing, Merchandising und Games wird sich die Studio 100 Media GmbH zunehmend auf die Lizenzierung der eigenen Marken konzentrieren.

Für 2017 wird eine Umsatzsteigerung von über 30 % bei einem entsprechenden Anstieg des EBITDA erwartet, da wesentliche Neuproduktionen fertiggestellt werden.

Die Geschäftsführung geht von einer positiven Fortführungsprognose aus und sieht die Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum als gesichert an, so dass die aktuell bestehende bilanzielle Überschuldung zu keiner insolvenzrechtlichen Überschuldung führt.

Die Geschäftsführung bewertet die Ausgangslage der Gesellschaft trotz des erhöhten negativen Eigenkapitals insgesamt positiv. Auch zukünftig werden positive Cash Flows erwartet, damit die Gesellschaft weiter ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann.

Insgesamt soll mittelfristig eine marktorientierte Weiterentwicklung der Kernkompetenzen erzielt, neue Geschäftsfelder auf- und ausgebaut und die hochwertigen Neuproduktionen im Kinder und Jugendbereich mit einer soliden Finanzstruktur vorangetrieben werden, welche dann über alle multimedialen Vertriebswege erfolgreich verwertet werden.

 

München, den 31. März 2017

Studio 100 Media GmbH

Hans Bourlon

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Wir, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden.

Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2002 zugrunde.

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