T-Fitness Deutschland GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Sportartikeln und -zubehör
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sven-Ole Schulke seit 11.3.2025 | Prokura |
Thomas Wesche seit 23.5.2024 | Prokura |
De Vuong seit 21.8.2018 | Prokura |
Bernhard Dr. Schenkel seit 9.7.2012 | Geschäftsführer |
Sebastian Campmann seit 2.6.2010 | Geschäftsführer |
Christian Grau seit 22.7.2005 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Fitshop GmbH (vormals: Sport-Tiedje GmbH)SchleswigJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Geschäftstätigkeit Fitshop (vormals: Sport-Tiedje) vertreibt konzernweit über 25 eigene Onlineshops sowie mittlerweile 67 Ladengeschäfte in Deutschland, Großbritannien, Österreich, der Schweiz, Belgien, Dänemark, Polen, Frankreich und den Niederlanden hochwertige Fitnessgroß- und -kleingeräte, Boxsportartikel, Wellnessartikel, Tischtennisplatten und -zubehör sowie Outdoor-Spielgeräte an Privat- und Firmenkunden. Das Unternehmen bietet Privat- und Geschäftskunden nicht nur eine breite Palette an Fitnessgeräten namhafter Hersteller und hochwertigen Eigenentwicklungen, sondern auch den fachgerechten Aufbau und eine sportwissenschaftliche Beratung vor und nach dem Kauf. Die Gesellschaft hat sich mit ihrem Omnichannel-Geschäftsmodell als herstellerunabhängiger Fitness-Fachmarkt in Zentraleuropa etabliert und ist hier weiterhin deutlicher Marktführer. Konjunkturelle Rahmenbedingungen Gemäß Feststellung des Statistischen Bundesamtes von Januar 2024 ist die deutsche Wirtschaft gemessen am BIP im Jahr 2023 um 0,1% gegenüber dem Vorjahr geschrumpft. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0% zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85% des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4%). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Im Gegensatz zum deutschen BIP verzeichnet das BIP im Euroraum zumindest ein leichtes Wachstum von 0,4%. Der für die Gesellschaft bedeutsame EUR/USD Wechselkurs schwankte im Laufe des Jahres 2023 stark zwischen 1,06 EUR/USD und 1,11 EUR/USD. Rückblickend lässt sich feststellen, dass die Unsicherheit in Deutschland und im Euroraum hoch ist und auf absehbare Zeit hoch bleiben wird. Dies hat einen deutlichen Einfluss auf die konjunkturelle Lage. Für die nahe Zukunft gehen alle wesentlichen Forschungsinstitute von einem geringen Wachstum der Bruttowertschöpfung aus. 2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Ertragslage Nach dem die Fitnessbranche sehr von der Corona-Pandemie profitiert hat, war das Jahr 2023, welches wieder komplett ohne pandemiebedingte Einschränkungen auskam, für alle Marktteilnehmer von Herausforderungen geprägt. Steigende Inflation und Energieausgaben und geopolitische Spannungen wie der Ukrainekrieg, sorgten für weniger Kaufkraft und zurückhaltendes Konsumverhalten. Gerade im ersten Quartal lag man mit einem Rückgang von 9.600 T€ deutlich hinter dem Jahr 2022 zurück. Hierbei ist zu beachten, dass das Jahr 2022 noch mit leichteren Corona Beschränkungen begann. In den Quartalen zwei bis vier, lag man in Summe auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr. Letztendlich konnte die Fitshop GmbH im Geschäftsjahr einen Umsatz von 93.312 T€ erwirtschaften, der im Vorjahresvergleich um 9.574 T€ bzw. 9,3% gesunken ist. Das Rohergebnis ist ebenfalls um 5.112 T€ bzw. 11,1% auf 41.144 T€ gesunken. Der Personalaufwand erhöhte sich um 258 T€ bzw. 1,8% auf 14.679 T€. Die Personalaufwandsquote liegt bei 15,7% und erhöhte sich damit 1,8% gegenüber dem Vorjahr (14,0%). Zu beachten ist hierbei, dass im Personalaufwand 2023 ein Aufwand von 23.934 Programmier-Arbeitsstunden (entspricht 739 T€ Personalaufwand) für innovative, nachhaltig nutzbare Softwarelösungen, die für das weitere Wachstum von Fitshop essentiell sind, enthalten ist. Unter anderem wurden entwickelt bzw. optimiert:
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 1.550 T€ bzw. 6,9% von 22.307 T€ auf 23.857 T€. Das Finanzergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 1.654 T€ auf 1.481 T€ reduziert. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus den gesunkenen Beteiligungserträgen von verbundenen Unternehmen. Insgesamt beträgt der Jahresüberschuss der Gesellschaft 2.703 TE und sinkt damit im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 6.733 T€ bzw. 71,4%. Finanzlage Kapitalstruktur Das Eigenkapital der Fitshop GmbH beträgt zum Bilanzstichtag 61.083 T€ (58.379 T€ zum 31.12.2022). Der Anstieg resultiert aus dem erwirtschafteten Periodenergebnis. Die Eigenkapitalquote steigt im Berichtsjahr um 3,4%-Punkte auf sehr solide 78,4%. Investitionen Die Investitionen betrugen im Geschäftsjahr 3.753 T€ (i.Vj. 3.196 T€), die sich im Wesentlichen aus Investitionen für die Ausstattung des im Aufbau befindlichen neuen Logistikzentrums in Osterrönfeld zusammensetzen. Finanzierung Die Betriebsmittel- und die Investitionsfinanzierung konnte in 2023 durch den erwirtschafteten Cashflow und bestehende liquide Mittel ohne zusätzliche Fremdfinanzierung vorgenommen werden. Das Netto-Umlaufvermögen (Net Working Capital), beträgt 31.073 T€ was einen Anstieg um 1.589 T€ bedeutet, wobei das Working Capital Ratio 289,84% beträgt. Der Cashflow der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt 7.135 T€. Dieser setzt sich vor allem aus der Abnahme der Vorräte in Höhe von 10.180 T€ und den geringeren Ertragsteuer-Zahlungen in Höhe von - 2.797 T€ zusammen. Insgesamt betragen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum Bilanzstichtag 4.995 T€, was einem Rückgang von 5.505 T€ entspricht. Insgesamt stellt sich die Finanzsituation von Fitshop weiterhin als sehr erfreulich dar. Sämtliche Geschäftsbanken von Fitshop haben ihr Interesse an einer Ausweitung des jeweiligen Engagements wiederholt signalisiert. Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt zum Geschäftsjahresende 77.960 T€, was einen Anstieg um 155 T€ im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Anlagenintensität beträgt 34,5% (i.Vj. 30,7%). Wie im Vorjahr ist das Anlagevermögen in voller Höhe fristenkongruent durch langfristige Mittel finanziert. Die Intensität des Anlagevermögens und der Vorräte beträgt 69,47%, die zu 100,88% durch Eigenkapital gedeckt sind. 3. Personal Die Fitshop GmbH beschäftigte am Ende des Geschäftsjahres 335 Mitarbeiter, davon 6 geringfügig Beschäftigte und 12 Auszubildende. Im Jahresdurchschnitt waren 341 Mitarbeiter (davon 7 geringfügig Beschäftigte und 16 Auszubildende) beschäftigt. Die Ausbildungsberufe umfassen die Ausbildung zum/zur Sport- und Fitnesskaufmann/frau, zum Mediengestalter, zum Fachinformatiker Systemintegration, zur Fachkraft für Lagerlogistik sowie zum Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement. 4. Chancen- und Risikobericht Die grundsätzlichen Wachstumstreiber des Fitnessmarkts blieben auch im vergangenen Jahr intakt. Diese sind u.a.:
In den vergangenen Jahren drängten neue Wettbewerber in den Fitnessgerätemarkt. Diese Hersteller bieten hochpreisige Fitnessgeräte mit starkem Entertainment- und Interaktionsfokus und monatlichen Abo-Modellen im Direktvertrieb an. Diese im Wesentlichen investorenfinanzierten Anbieter investieren große Summen ins Marketing, u.a. in Fernsehwerbung. Dies beschert dem gesamten Thema "Heimfitness" Aufmerksamkeit und strahlt auf alle Marktteilnehmer ab. Es bleibt abzuwarten, ob und wie viele der neuen Anbieter sich mit dem neuen Angebot und der neuen Zahlungsstruktur durchsetzen werden. In der Gesamtbetrachtung ist Fitshop mit seinem herstellerunabhängigen Omnichannel- Geschäftsmodell mit stationären Fitness-Fachmärkten, starker Onlinepräsenz und kompetenter Telefonhotline sehr gut in einem weiterwachsenden Umfeld positioniert. Vor diesem Hintergrund ist auch weiterhin von einem soliden und nachhaltigen Wachstum von Fitshop auszugehen. Das Geschäftsmodell von Fitshop weist keine Risikokonzentrationen im klassischen Sinn auf. Über 85% des Umsatzes von Fitshop wird mit Privatkunden generiert, wobei kein Privatkunde mehr als 1% des Fitshop Umsatzes ausmacht. Risiken durch Abhängigkeiten von einzelnen (Privat-) Kunden bestehen somit nicht. Lieferantenseitig besteht in toto kein Risiko, da sich der Lieferantenumsatz auf über 150 Lieferanten verteilt. Vertriebsseitig ist Fitshop unabhängig von einzelnen Produkten, da jedes Produkt mit relativ geringem Aufwand zu substituieren ist. Patente spielen für das Tagesgeschäft von Fitshop keine Rolle. Die Marken Fitshop, Taurus, cardiostrong, Darwin Fitness, Powerhouse Fitness, Cardiojump, Yogo, Fitshop, Bodymax Fitness, T-Fitness sowie Duke Fitness sind europaweit und weltweit in den relevanten und zukünftig relevanten Märkten geschützt. Ein wesentlicher Anteil des Einkaufsvolumens wird in Fremdwährung (hier: US-Dollar) bezogen. Die Entwicklung des EUR/USD Devisenkurses wird permanent von der Geschäftsführung beobachtet. Das aus Zahlungsströmen zwischen Konzerngesellschaften resultierende Devisenkursrisiko (hier: Schweizer Franken, Dänische Kronen, Britische Pfund und Polnische Zloty) wird ebenfalls permanent von der Geschäftsführung analysiert. Den Risiken dezentraler Führungsstrukturen der akquirierten und selbst gegründeten ausländischen Tochtergesellschaften wurde durch Einführung von Controllinginstrumenten sowie durch die Einführung eines Konzernrevisionsprogramms begegnet. Die Verkaufspreise in Absatzmärkten, die den Euro nicht als Währung führen, werden von Fitshop auf Euro-Basis kalkuliert und bei signifikanten Änderungen des Wechselkurses angepasst. Sämtliche Zahlungsstrome des Unternehmens werden im Rahmen des d Forderungsmanagements und -inkassos permanent von eigens hierfür abgestellten Mitarbeitern kontrolliert und gesteuert. Forderungen werden konsequent verfolgt, gemahnt und ggf. durch Inkassounternehmen und Anwälte eingetrieben. Die Geschäftsleitung wird im Rahmen eines standardisierten Verfahrens regelmäßig über die aktuelle Inkassosituation informiert und ggf. auch kurzfristig involviert. Die Altersstruktur sowie die Werthaltigkeit des Forderungsbestands werden monatlich analysiert, um frühzeitig Maßnahmen zur Forderungsbeitreibung einzuleiten. Durch die bestellwertunabhängig vorgenommene Überprüfung der Bonität aller Kunden von Bestellungen mit für Zahlungsausfälle anfälligen Zahlweisen und einer im Bedarfsfall dann initiierten Umstellung der Zahlweise auf ein für Fitshop sicheres Verfahren (z.B. Paypal oder gegen Vorauskasse) geht die Geschäftsführung davon aus, das sehr geringe Niveau der Forderungsausfälle auch zukünftig erhalten zu können. Die Schwankungen von Transportkosten und Materialkosten (hier insbesondere der Stahlpreis) stehen unter laufender Beobachtung durch die Geschäftsführung. Materialverteuerungen und Wechselkursveränderungen treffen Fitshop überwiegend bei Selbstimporten direkt und können über eine Anpassung der Verkaufspreise teilweise aufgefangen werden. Gleichwohl haben größere Schwankungen einen Effekt auf die Ertragslage der Gesellschaft. Die Entwicklung des Stahlpreises und der Wechselkurse wird permanent beobachtet und ggf. werden Sicherungen vorgenommen. Insgesamt schätzt Fitshop die Risiken aus dem Geschäftsmodell und dem Marktumfeld als gering bzw. als beherrschbar ein. 5. Prognosebericht Fitshop wird in der Zukunft national wie international seine Marktposition durch die Eröffnung neuer Ladengeschäfte, durch den weiteren Ausbau und die Optimierung der Online-Shops, die Erweiterung des Produktsortiments sowie durch die Erschließung von neuen Märkten weiter ausbauen. Bei der Erweiterung des Produktsortiments liegt der Fokus auf Ausdauer- und Kraftgroßgeräten - sowohl für Privat- als auch für Geschäftskunden. Das Produktportfolio wird laufend evaluiert und optimiert. Randsortimente, in denen das Unternehmen geringe Chancen auf eine marktführende Position hat oder die eine negative Margenentwicklung aufweisen, werden systematisch hinterfragt und falls notwendig auch aufgegeben. Die Markstellung und das Umsatzvolumen der Fitshop Gruppe ermöglichen eine weitere Verbesserung der Verhandlungsposition von Fitshop gegenüber seinen Lieferanten. Durch die Erschließung zusätzlicher Märkte und die Eröffnung neuer Standorte wird die Basis des Geschäftsbetriebes verbreitert und Fitshop noch weniger anfällig gegenüber Konjunktur- bzw. Nachfrageschwankungen in einzelnen Ländern, Märkten und/oder Produktgruppen. Die konsequente Erschließung neuer regionaler Märkte und der Ausbau des Filialgeschäfts erscheinen auch aus heutiger Sicht Garanten für den weiteren Erfolg von Fitshop zu sein und werden insofern auch in Zukunft weiter konsequent verfolgt. Die lokale Präsenz in Deutschland wurde in 2023 durch die Filialeröffnungen in Rostock und Koblenz gestärkt. Zukünftig sind weitere Filialneueröffnungen in bestehenden Märkten geplant. Mit der auf die Bedürfnisse von Fitshop zugeschnittenen Immobilie in Schleswig (Stammhaus) sowie den Zentrallägern in Osterrönfeld (DE), Bodegraven (NL), Obernau (CH) und Glasgow (UK) verfügt die Fitshop Gruppe zudem über sehr gute Strukturen für das geplante weitere Wachstum der nächsten Jahre. Insbesondere ein Anstieg der Inflation getrieben durch höhere Energie- und Lebenshaltungskosten sowie ein Abflauen des Wirtschaftswachstums gepaart mit hoher Unsicherheit wird die Konsumneigung der privaten Haushalte weiter dämpfen. Auf Basis der vorangegangenen Ausführungen wird für 2024 von einem Umsatz zwischen 95 und 100 Mio. € ausgegangen. Der Jahresüberschuss wird zwischen dem Break-even-Point und dem Vorjahresergebnis prognostiziert. Insgesamt schätzt die Geschäftsführung die mittel- bis langfristige Geschäftsentwicklung von Fitshop weiterhin als gut ein.
Schleswig, den 31. März 2024 Christian Grau Sebastian Campmann Dr. Bernhard Schenkel Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Die Fitshop GmbH (vormals: Sport-Tiedje GmbH) mit Sitz in Schleswig ist im Handelsregister des Amtsgerichts Flensburg unter der Nummer HRB 1000 SL eingetragen. Sie ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des HGB unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und soweit abnutzbar, vermindert um die planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibung angesetzt. Die Abschreibungen werden unter Beachtung der Nutzungsdauer des Vermögensgegenstandes linear vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 werden im Jahr des Zuganges voll abgeschrieben, ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Die Vorräte werden zu gleitenden Durchschnittspreisen oder zu niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Das allgemeine Kreditrisiko sowie die Zinsen aufgrund längerer Forderungslaufzeiten werden durch Wertberichtigungen zu Forderungen berücksichtigt. Soweit die Voraussetzungen des § 387 BGB vorliegen, werden Forderungen und Verbindlichkeiten verrechnet. Flüssige Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Erläuterungen zur Bilanz AKTIVA A. Anlagevermögen Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. Der Anteilsbesitz stellt sich wie folgt dar:
* Umrechnung zum Stichtagskurs per 31. Dezember
2023
B. Umlaufvermögen Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände teilen sich nach ihrer Restlaufzeit wie folgt auf:
PASSIVA C. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen bestehen für die folgenden Verpflichtungen:
D. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Verpfändung von Anteilen an Tochtergesellschaften, Grundschulden, Sicherungsübereignungen von Inventar, Kraftfahrzeugen und Waren sowie durch Abtretungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 2.484 (Vj. TEUR 293) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, davon TEUR 397 (Vj. TEUR 207) gegenüber der Gesellschafterin. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung A. Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Aufteilung nach Tätigkeitsbereichen entfällt, da die Fitshop GmbH die Umsatzerlöse ausschließlich aus dem Vertrieb von Fitnessgroß- und -kleingeräten, Fitnessernährung, Boxsportartikel, Wellnessartikel, E-Bikes sowie Outdoor-Spielgeräte erzielt. Die im Inland erzielten Umsatzerlöse betragen TEUR 66.042 (Vj. TEUR 76.856). Die Umsatzerlöse im Ausland betragen TEUR 27.270 (Vj. TEUR 26.030). B. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge von TEUR 80 (Vj. TEUR 122). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen von TEUR 168 (Vj. TEUR 129). C. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnung von TEUR 114 (Vj. TEUR 91). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung von TEUR 197 (Vj. TEUR 86). D. Aufwendungen für Altersversorgung Der Personalaufwand enthält mit TEUR 32 (Vj. TEUR 34) Aufwendungen für Altersversorgung. E. Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus Beteiligungen resultieren aus verbundenen Unternehmen. F. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge resultieren mit TEUR 95 (Vj. TEUR 21) aus verbundenen Unternehmen. G. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen mit TEUR 1 (Vj. TEUR 0) verbundene Unternehmen. V. Sonstige Angaben A. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen über Lager- und Verkaufsräume betragen bis zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit insgesamt TEUR 35.429. Aus Leasingverträgen über Kraftfahrzeuge und Navigationsgeräte resultieren sonstige finanzielle Verpflichtungen von TEUR 379. B. Haftungsverhältnisse Es besteht eine Patronatserklärung für die Verbindlichkeiten von einem verbundenen Unternehmen in Höhe von bis zu TEUR 1.045. Unter Berücksichtigung der finanziellen Situation des begünstigten Unternehmens wird die Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Inanspruchnahme als gering eingeschätzt. C. Sicherungsgeschäfte Es wurden keine Sicherungsgeschäfte abgeschlossen. D. Beschäftigte Personen Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen 341 (Vj. 354) Personen beschäftigt, davon 7 (Vj. 13) geringfügig Beschäftigte. Daneben waren durchschnittlich 16 (Vj. 16) Auszubildende beschäftigt. E. Mutterunternehmen Gesellschafterin ist die Grau Fitness GmbH, Schleswig. Der Jahresabschluss der Fitshop GmbH wird in den Konzernabschluss der Grau Fitness GmbH, Schleswig, einbezogen, welche zugleich den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. Die Fitshop GmbH ist dadurch von der Verpflichtung zur Erstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts befreit. F. Mitglieder der Geschäftsführung Hauptberufliche Geschäftsführer waren bzw. sind: Christian Grau, Lürschau, alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer Sebastian Campmann, Schleswig, alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer Dr. Bernhard Schenkel, Schleswig, alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer Hinsichtlich der Angabe der Geschäftsführerbezüge wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. G. Honorar des Abschlussprüfers Hinsichtlich der Angabe des von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars wird auf den Konzernabschluss der Grau Fitness GmbH verwiesen. H. Nachtragsbericht Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. I. Verwendung des Jahresergebnisses Die Geschäftsführer schlagen vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.703.224,81 und den Gewinnvortrag in Höhe von EUR 58.354.339,49 auf neue Rechnung vorzutragen.
Schleswig, den 31. März 2024 Christian Grau Sebastian Campmann Dr. Bernhard Schenkel Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 28. Mai 2025 festgestellt. Als Ergebnisverwendungsbeschluss wurde der Jahresabschluss in Höhe von 2.703.224,81 € auf neue Rechnung vorgetragen. Entwicklung des Anlagevermögens (Bruttodarstellung)
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Fitshop GmbH (vormals: Sport-Tiedje GmbH), Schleswig: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Fitshop GmbH, Schleswig, -bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fitshop GmbH, Schleswig, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss im Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 7. Mai 2025 NPP
Niethammer, Posewang & Partner GmbH
Bernd Dankowski, Wirtschaftsprüfer Holger Martens, Wirtschaftsprüfer |
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