RADO Gummi GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hans Rafael Dr. Winkelbach seit 5.7.2023 | Geschäftsführer |
Hans Bosbach seit 30.4.2010 | Prokura |
Friedhelm Ebers seit 3.8.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Friedhelm EbersFred Ebers Holding GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rado Beteiligungsgesellschaft mbHRadevormwaldKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernlagebericht 2023I. Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell des Konzerns Die Rado Beteiligungsgesellschaft mbH führt als Obergesellschaft den RADO Konzern. Das operative Geschäft der RADO Gruppe wird überwiegend im Kautschuk-Compounding geführt. Zum Konsolidierungskreis gehören nachfolgende Unternehmen:
Der Konzernabschluß der Rado Beteiligungsgesellschaft mbH wird entsprechend den Bestimmungen der §§ 290 ff. des Handelsgesetzbuches aufgestellt. 2. Forschung und Entwicklung Der Konzern tätigt nur wenige eigene Forschung. Diese werden von Rohstofflieferanten und ausgewählten Kunden bzw. Partnern betrieben und kommen danach über Präsentationen und Spezifikationen oder fertigen Rezepten und Verfahren in die Tagesarbeit der Gesellschaften. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Geschäftsjahr 2023 belasteten neben der generellen konjunkturellen Schwäche auch strukturelle Defizite die deutsche Industrie, insbesondere den kautschukverarbeitenden Sektor, wie die im internationalen Vergleich weiterhin hohen Strom- und Rohstoffkosten. Zeitgleich sanken die Verkaufspreise und die Nachfrage nach Produkten in vielen Kundenindustrien ging weltweit zurück, allen voran in der Bau- sowie in der Elektro-/Elektronikindustrie. Aber auch in sonst stabileren, endverbrauchernahen Industrien wie Nahrungsmittel oder Medizintechnik belastete der Abbau hoher Lagerbestände aus dem Vorjahr die Nachfrage deutlich. Die zu Beginn des Jahres prognostizierte Belebung der Industrie für die zweite Jahreshälfte blieb aus, was den geopolitischen Unsicherheiten durch den anhaltenden Ukraine-Krieg, aber auch durch den neuen Israel-Gaza-Konflikt geschuldet war. Gesamtwirtschaftlich fiel das globale Wachstum geringer als im Vorjahr aus. Am schwächsten entwickelte sich dabei der Euroraum (inklusive Deutschland) mit nur 0,5%, wobei Deutschland mit minus 0,3 % sogar in eine leichte Rezession rutschte. Die globale Automobilindustrie verkaufte rund 75,3 Mio. Fahrzeuge (+12% gegenüber Vorjahr), wobei sich der europäische Automarkt, wenn auch weniger dynamisch, erholte und Verkaufszahlen von 12,8 Mio. Pkw aufwies. Ein Feld, was zunehmend zur Belastung der Kautschukindustrie wird, ist die überbordende Regulierung von Stoffen und Substanzen, beispielhaft geschildert am PFAS-Verbotsverfahren. Nach zwei gescheiterten Übernahmeversuchen befindet sich einer der größeren Kunden der RADO seit 2020 nach wie vor im Insolvenzverfahren mit ungewissem Ausgang. Ein weiterer Großkunde der RADO hat eine Mischungsverlagerung von RADO zur Inhouse-Fertigung durchgeführt, die zu einem Umsatzrückgang bei diesem Kunden von ca. 3 Mio. € führte. 2. Geschäftsverlauf Die RADO Gummi GmbH ist mit dem Umfang der Geschäfte 2023 zufrieden, wenn auch mit Einschränkungen, ausgelöst durch die Insolvenz eines Großkunde im April 2020, wobei zwei Übernahmeversuche durch Investoren bislang gescheitert sind. Der Umsatz und EBIT haben sich gegenüber 2022 um ca. 5,6 % bzw. 30,3 % verbessert. Für die Tochtergesellschaft VRG war durch Wegfall des Hauptkunden und mangels erfolgreicher Neu-Akquisition , welche durch den Ukraine-Krieg in 2022 entfielen, in die Verlustzone geraten. Als Konsequenz haben wir in 2022 VRG betriebsseitig eingefroren, um Verluste zu minimieren. Auch in 2023 konnte aufgrund der schwachen Nachfrage kein Hochfahren ermöglicht werden. Die Personalkosten erhöhten sich um 471 T€ (+9,6 %). Gleichzeitig erhöhten sich die Betriebs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten um 371 T€ (+15,6 %) durch Großreparaturen und modernisierungsbedingte Investitionen. Das Finanzergebnis verbesserte sich leicht gegenüber 2022 um 20 T€. Das Konzernergebnis verbesserte sich signifikant nach Verrechnung der Ertragsteuern um 658 T€ (+46,7 %) auf 2.067 T€. 3. Lage a) Ertragslage Die Ertragslage war in Summe zufriedenstellend, allerdings durch den Stillstand VRG, getrübt. Versorgungsengpässe wie im Vorjahr haben sich verringert. Die Ertragslage war bedingt durch die Umsatzerholung besser als in den Vorjahren. b) Finanzlage Die Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten mit Skonto zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Kapitalstruktur ist ausgewogen. Die Eigenkapitalquote beträgt 49,1 %. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die nur 3,7 % der Bilanzsumme ausmachen, werden regelmäßig innerhalb der Zahlungsfristen beglichen. Die Investitionsvorhaben für 2023 wurden planmäßig im Zeit- und Budgetrahmen ausgeführt. Die Investitionen wurden aus dem Cash-Flow finanziert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 140 T€ gegenüber dem Vorjahr. Die Liquidität war im abgelaufenen Geschäftsjahr stets ausreichend. c) Vermögenslage Das lang- und mittelfristig gebundene Vermögen lag bei 20,5 % (VJ 23,2 %) und das kurzfristig gebundene Vermögen bei 79,5 % (VJ 76,8 %) des Bruttovermögens. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus auf Umsatz und Ertrag. Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzerlöse, Materialquote, EBIT und Cash-Flow sowie das Working Capital heran. Die durchschnittliche Produktivität pro Mitarbeiter erhöhte sich leicht. Der Cash-flow betrug 2.628 T€. Die Eigenkapitalrendite wird mit 26,6 % ausgewiesen (VJ 20,1 %). Die wirtschaftliche Lage kann insgesamt als leicht verbessert bezeichnet werden, getrieben durch die Entwicklung im Automobilmarkt. III. Prognosebericht Die schwache Nachfrage und das generelle rezessive Umfeld, das sich zum Jahresausklang 2023 verfestigte, wird auch das Jahr 2024 prägen. Daher gehen wir davon aus, dass insbesondere in Europa das Nachfrageverhalten mindestens in der ersten Jahreshälfte angespannt bleibt und die Herausforderung von im Wettbewerbsvergleich zu hohen Energiekosten in Deutschland unsere Abnehmerbranchen belasten wird. Für die für uns wichtige Automobilindustrie wird in 2024 - wenn überhaupt - nur eine geringe Steigerung erwartet, die sich wie folgt aufgliedert: Die Märkte in Europa (U27, EFTA & UK; +4 Prozent) und den USA (+2 Prozent) dürften 2024 aufgrund des schwachen Vorjahresniveaus etwas stärker wachsen als der chinesische Markt (+1 Prozent). Für den globalen Pkw-Markt erwartet der VDA einen moderaten Anstieg um 2 Prozent, bei der Pkw-Inlandsproduktion eine Seitwärtsbewegung (+ 0 Prozent; 4,1 Mio. Einheiten). Grund ist unter anderem die gesamtwirtschaftliche Schwäche. Weiterhin bestehen bleibt das hohe Zinsniveau im Euro-Raum, was zusätzlich dämpfend auf den Konsum wirken kann. Ein Großkunde der RADO ist auch in 2024 bestrebt, Mischungen zu verlagern, um billigst einzukaufen, wobei Qualitäts- und Versorgungssicherheitsaspekte sekundär scheinen. Wir prognostizieren daher einen Umsatz- und Ertragsrückgang für 2024, dessen Größenordnung allerdings nicht präzise festgelegt werden kann. Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Die bekannten Risiken für 2024 bestehen weiter durch den Ukraine-Russland-, aber auch durch den Nahost-Konflikt, der signifikante, strukturelle Risiken, wie Energie- und Rohstoffengpässe mit sich bringt. Beispielhaft sei hier das Importverbot für russischen Ruß ab Mitte 2024 genannt. Ein rezessives Umfeld, das zusätzlich von hohen Zinsen im Euro-Raum geprägt ist, sorgt weiter für anhaltende Verunsicherung. Obwohl sich die allgemeine Rohstoffverfügbarkeit normalisiert hat, gibt es, neben dem kommenden Ruß-Importverbot, nach wie vor für die RADO eine belastende Situation bezüglich kritischer Rohmaterialien, wie FKM (Wegfall eines Lieferanten), HNBR (fehlende globale Kapazität) sowie instabile Lieferketten. Auch die Wende hin zur E-Mobilität wird unser Geschäft langfristig belasten. In Summe führt dies zu einem schwierigen Umfeld in der Automobilindustrie, was sich in einem schwachen, prognostizieren Marktwachstum 2024 widerspiegelt. Auch führen diese Faktoren bei RADO zu Mengenreduzierungen, welche das geplante Umsatzwachstum negativ beeinflussen können. Der Hauptmarkt der RADO liegt zu 65% in der Automobilindustrie, 35% des RADO-Umsatzes liegen in Industrie-, Kabel- und Consumer-Anwendungen. In 2024 werden regulatorische Risiken, die die Kautschukindustrie betreffen können, verstärkt an Brisanz gewinnen. Verordnungsentwürfe, wie das von der ECHA betriebene Verbotsverfahren für alle fluorhaltigen Stoffe, welche somit auch die RADO-Fluorkautschuk- und die Fluorsiliconekautschukcompounds betreffen, betrachten wir als existentielle Herausforderung. RADO hat sich 2023 entsprechend im öffentlichen Anhörungsverfahren der EU aktiv eingebracht und muß nun die Empfehlungen an die EU- Kommission abwarten. Auch die EU-Entwaldungsverordnung EUDR, welche Naturkautschuk und Verarbeitungshilfsmittel betrifft, hat Einfluß auf unsere Einkaufspolitik. Der Einfluß des Lieferkettengesetzes auf unsere Aktivitäten kann zum Berichtszeitpunkt noch nicht vollumfänglich abgeschätzt werden. Im Rahmen des aktiven Risikomanagements wurden alle denkbaren Risiken aktualisiert, analysiert und vereinzelt entschärft. Es sind keine existenzgefährdeten Tendenzen zu erkennen. Ertragsorientierte Risiken Die Umsätze und Erträge sind aufgrund der o.g. Branchenrisiken und -prognosen schwerlich abzuschätzen. Wir erwarten aufgrund der Nachfrageschwäche und des rezessiven Umfelds in RADO-Kernmärkten ein Niveau, welches unter den 2023-Ergebnissen zu liegen kommt. Wir sehen uns durch das Fortführen des konsequenten Kostenmanagements sowie Optimierungen von Geschäftsabläufen und Prozessen gut gerüstet, um flexibel auf Veränderungen der Märkte reagieren zu können. Auch das Etablieren neuer Anwendungen, Geschäftsfelder und Kunden sollte das Ertragsrisiko in 2024 breiter streuen. Allerdings sind Ausfallrisiken in 2023 aufgrund der angespannten Finanzlage einiger Zulieferer gestiegen. Jedoch können weitere Verwerfungen durch die o.g. Einflüsse das Ausfallrisiko einzelner Kunden, besonders aus der Automotive-Zulieferindustrie, in 2024 zusätzlich erhöhen. Investitionen in 2024 in Modernisierungsmaßnahmen werden weiter mit Nachdruck angegangen, um die Gesellschaft technologisch wettbewerbsfähig zu halten. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unserer Unternehmensgruppe sind Liquiditätsrisiken nicht zu erwarten. 2. Chancenbericht Die Gesellschaft wählt bei eigenen Rezepturen immer nur beste Rohstofflieferanten aus, zu welchen gute Kontakte bestehen. Die Einkaufstätigkeit wird auch in 2024 verstärkt auf ergänzende Lieferanten und kompensierende Rohstoffe ausgerichtet, um höchstmögliche Lieferfähigkeit seitens RADO sicherzustellen. Neben der Anpassung auf die Veränderungen in unserem Kernmarkt Automobil, werden wir weiter konsequent Non-Automotive- und alternative Geschäfte ausbauen. Die Gesellschaft verfügt prozesstechnisch über tiefgreifendes Know-how mit gutem und bewährtem Equipment, welches durch selektive Investitionen modernisiert wird. Im Unternehmen gibt es eine solide Ablauforganisation. Die Aufgaben und Kompetenzen sind klar definiert und werden von gut ausgebildeten Mitarbeitern durchgeführt. 3. Gesamtaussage Das Jahr 2024 wird aufgrund der obengenannten marktwirtschaftlichen, aber auch geopolitischen Lage in Europa als äußerst schwierig und herausfordernd angesehen. Den Marktrisiken der globalen wie auch europäischen Märkte sehen wir mit Sorge entgegen. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaften ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzinstrumente verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im wesentlichen Rohstoffbestände, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben-Liquidität. Die Gesellschaften verfügen über ein effizientes und erprobtes Kreditoren-/Debitorenmanagement. Verbindlichkeiten wurden innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen gezahlt. Zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird auf das bestehende Debitorenmanagement verwiesen, welches eine zeitnahe Bonitätsprüfung des Kundenstamms vorsieht, um Forderungsausfällen frühzeitig vorzubeugen. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfalls- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. VI. Bericht über die Tochtergesellschaften RADO Gummi GmbH Die Gesellschaft führt ihren Betrieb unverändert fort. Viernheim Rubber GmbH Die Betriebsstätte steht für den eigenen Notfall und solchem unserer Kunden weiterhin als Back-up-Betrieb der RADO Gummi GmbH zur Verfügung. Die Viernheim Rubber GmbH ist durch Wegfall des Hauptkunden in 2020 und die corona-bedingte schwierige Akquisition von Neu-Geschäften 2021 weiterhin in der Verlustzone. Nach Instandsetzung kritischer Anlagenteile war in 2022 geplant, wieder für einen Großkunden zu fertigen. Durch den Ukraine-Russland-Konflikt ist dieser Kunde, der Agrarmaschinen ausrüstet, von seinem Vorhaben bei VRG fertigen zu lassen, zurückgetreten. Als Konsequenz haben wir Ende 2022 VRG betriebsseitig eingefroren, um Verluste zu minimieren. Grundsätzlich wird Betriebsbereitschaft für z.B. Back- Up-Notfälle dennoch sichergestellt. Wir planen allerdings weiterhin durch Akquisitionsaktivitäten in 2024 Folgegeschäfte zu realisieren.
Radevormwald, 30. April 2024 Rado Beteiligungsgesellschaft mbH - Geschäftsführer - Friedhelm Ebers Dr. Hans Rafael Winkelbach KONZERNBILANZ zum 31. DEZEMBER 2023AKTIVA
PASSIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023
ANHANG 2023I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Der vorliegende Konzernabschluss zum 31.12.2023 der Rado Beteiligungsgesellschaft mbH, Radevormwald (HRB 58259 Amtsgericht Köln), wurde nach den geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Daneben wurden die Vorschriften des GmbHG und der Satzung beachtet. Bei der Aufstellung der Bilanz wurden die Gliederungsvorschriften gemäß § 298 i.V.m. § 266 Abs. 2 und 3 HGB beachtet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 298 i.V.m. § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Der Konzernabschluss wurde erstmalig zum 31. Dezember 2006 erstellt. Bei folgenden Positionen wurde von der Regelung des § 265 Abs. 6 i.V.m. § 298 HGB Gebrauch gemacht: Die Postenbezeichnung § 266 Abs. 2 A. I. 2. HGB "entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten" ist durch die Bezeichnung "Software" ersetzt worden. Die Postenbezeichnung § 275 Abs. 2 Nr. 2 HGB "Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen" ist durch die Bezeichnung "Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen" ersetzt worden. II. Angaben zum Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss der Rado Beteiligungsgesellschaft mbH wurden ein Tochter- und ein Enkelunternehmen, an denen die Gesellschaft mittelbar bzw. unmittelbar die Kontrolle ausübt, im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen.
Der Konzernabschluss ist gemäß § 299 Abs. 1 HGB auf den Stichtag des Jahresabschlusses der Muttergesellschaft aufgestellt. III. Grundsätze der Konsolidierung Konsolidierungsmethoden 1. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung wurde für die Gesellschaften, deren Erstkonsolidierungszeitpunkt vor dem 1. Januar 2010 lag, als Vollkonsolidierung nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a.F. durchgeführt. Bei der Kapitalkonsolidierung werden die Beteiligungsansätze mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Anteil am Eigenkapital zum Erstkonsolidierungszeitpunkt verrechnet. Aufgrund der Übergangsvorschriften zum BilMoG wurde auf eine Anpassung auf die allein zulässige Neubewertungsmethode nach BilMoG verzichtet und weiterhin die Buchwertmethode beibehalten. 2. Unterschiedsbetrag Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung entspricht der Differenz zwischen dem Beteiligungsansatz der Anteile an verbundenen Unternehmen und dem auf diese Anteile entfallenden zugehörigen Eigenkapital. Der bei der Kapitalkonsolidierung entstandene passive Unterschiedsbetrag wurde im Jahr der Erstkonsolidierung mit dem aktiven Unterschiedsbetrag verrechnet. Der dann verbleibende als Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesene Betrag wurde über vier Jahre (2006 - 2009) linear abgeschrieben. Aufgrund der Betriebsprüfung im Jahr 2008 ergab sich eine Anpassung auf den Erstkonsolidierungszeitpunkt für den aktiven Unterschiedsbetrag (TEUR 225). Der Anpassungsbetrag wurde über die Restnutzungsdauer von zwei Jahren (2008 und 2009) abgeschrieben. 3. Schuldenkonsolidierung Bei der Konsolidierung werden die Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen aufgerechnet gemäß § 303 Abs. 1 HGB. 4. Behandlung des Zwischenergebnisses Bei der Konsolidierung wurden Zwischenergebnisse zwischen den einbezogenen Unternehmen gemäß § 304 Abs. 2 HGB eliminiert. 5. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Bei der Konsolidierung werden die Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen aus gegenseitigen Verrechnungen gemäß § 305 HGB aufgerechnet. 6. Latente Steuern Latente Steuern waren im Geschäftsjahr 2023 nicht zu berücksichtigen. IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Einheitlichkeit der Bilanzierung und Bewertung Bei den Gesellschaften des Konsolidierungskreises werden im Wesentlichen die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Muttergesellschaft einheitlich angewandt. Die Bewertungsgrundsätze sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. 2. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um nutzungsbedingte lineare Abschreibungen, bewertet. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter bis EUR 250 werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst. Geringwertige Anlagegüter, die einen Wert über 250 € bis 800 € haben, werden im Geschäftsjahr abgeschrieben. Weiterhin besteht aus der Vergangenheit ein Sammelposten für geringwertige Wirtschaftsgüter, die einen Wert über 250 € bis 1.000 € haben. Dieser Sammelposten wird noch über zwei Jahre abgeschrieben. 3. Vorratsvermögen In den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige und fertige Erzeugnisse erfasst. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den Anschaffungskosten oder wenn niedriger, mit den Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind nach der retrograden Methode der verlustfreien Bewertung bewertet. Dem allgemeinen Lagerhaltungsrisiko, das sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergibt, wird durch ausreichende und angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. 4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bzw. Barwert, unter Abzug gebotener Wertberichtigungen, angesetzt. 5. Rückstellungen Der Wertansatz der sonstigen Rückstellungen berücksichtigt alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung. 6. Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. V. Angaben zur Konzernbilanz 1. Konzernanlagenspiegel gemäß § 284 Abs. 3 HGB i.V.m. § 313 Abs. 4 HGB
2. Geschäfts- oder Firmenwert (Ausgleichsposten aus der Kapitalkonsolidierung) Im Berichtsjahr wird ein Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 0 ausgewiesen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde zum 31.12.2009 voll abgeschrieben. Im Übrigen verweisen wir auf die Erläuterungen des aktiven Unterschiedsbetrages unter III.2. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In dieser Position sind keine Vermögensgegenstände enthalten, die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere steuer-, arbeits- und sozialrechtliche sowie sonstige Verpflichtungen. 5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Einzig die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch den branchenüblichen Eigentumsvorbehalt besichert. VI. Angaben zur Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Aufgliederung der Umsatzerlöse
Die Umsätze wurden in nachstehenden Tätigkeitsbereichen erzielt:
VII. sonstige Angaben 1. Geschäftsführung des Mutterunternehmens Geschäftsführer Friedhelm Ebers, Betriebswirt, Radevormwald Dr. Hans Rafael Winkelbach, Dipl.-Chemiker, Burscheid Auf die Angaben gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB wurde gemäß § 314 Abs. 1 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 2. Anzahl der Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten - ohne Geschäftsführung - beträgt 82. Es waren 58 gewerbliche Mitarbeiter und 24 Angestellte tätig. Die Mitarbeiterzahl wurde gemäß § 267 Abs. 5 HGB ermittelt.
4. Vergütung des Abschlussprüfers Das als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 63 für Abschlussprüfungsleistungen, TEUR 15 für Steuerberatungsleistungen sowie TEUR 4 für sonstige Leistungen. 5. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Konzernabschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Ende des Geschäftsjahres, vorbehaltlich dem andauernden Krieg in der Ukraine und dem Nahost-Konflikt nicht eingetreten. 6. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung des Mutterunternehmens vor, den Jahresüberschuss des Mutterunternehmens auf neue Rechnung vorzutragen. VIII. Verzicht auf Offenlegung nach § 264 Abs. 3 HGB Die Tochter- bzw. Enkelgesellschaften RADO Gummi GmbH, Radevormwald und Viernheim Rubber GmbH, Viernheim erfüllen - vorbehaltlich der Beschlussfassung nach § 264 Abs. 3 Nr. 1 HGB - die Voraussetzungen des § 264 Abs. 3 HGB und verzichten deshalb auf die Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen 2023. KonzernkapitalflussrechnungZur Darstellung von Herkunft und Verwendung der Finanzierungsmittel sowie zur Offenlegung der Entwicklung der finanziellen Lage während des abgelaufenen Geschäftsjahres wird die Kapitalflussrechnung herangezogen. Die Kapitalflussrechnung wurde auf der Grundlage des Finanzmittelfonds (= kurzfristig verfügbare flüssige Mittel) gemäß DRS 21 (Deutscher Rechnungslegungsstandard Nr. 21) erstellt. Der Finanzmittelbestand besteht nur aus liquiden Mitteln; Kontokorrentkredite gegenüber Kreditinstituten waren nicht vorhanden.
Konzerneigenkapitalspiegel
Radevormwald, 30. April 2024 Rado Beteiligungsgesellschaft mbH - Geschäftsführer - Friedhelm Ebers Dr. Hans Rafael Winkelbach Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Rado Beteiligungsgesellschaft mbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Rado Beteiligungsgesellschaft mbH, Radevormwald und ihrer Tochter- und Enkelgesellschaft (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Rado Beteiligungsgesellschaft mbH, Radevormwald für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Die Prüfung erstreckt sich grundsätzlich nicht auf die Zusicherung des Fortbestandes des geprüften Konzerns oder auf die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung.
Borken, 30. April 2024 mensing
& kollegen GmbH
Martin Mensing, Wirtschaftsprüfer Die Gesellschafterversammlung hat den Konzernjahresabschluss 2023 am 15.05.2024 gebilligt. |
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