HOME & MARINE electronic systems GmbH

Adam-Opel-Straße 15, 28237 Bremen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 23624 HB
Vorher
H+M Electronic Systems GmbHH & M Electronic Systems GmbH
Eingetragen
1.6.2006
Branche
Großhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikEinzelhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikGroßhandel mit Schiffen und Booten (ohne Freizeitboote) sowie deren Ersatzteilen und Zubehör
Gegenstand
Der Betrieb eines Handels mit schiffselektronischen Geräten, Videoüberwachungsgeräten, Satellitensystemen und sonstigen elektronischen Geräten sowie deren Installation.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Roßkamp
seit 11.2.2021
Geschäftsführer
Heink Steffens
seit 21.11.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bremen
25.000 €
50.00%
Eric Schäldler
Bassum
25.000 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HOME & MARINE electronic systems GmbH

Bremen

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

LAGEBERICHT FÜR DAS Geschäftsjahr 2023

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

a. Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit

Die HOME & MARINE electronic systems GmbH (im Folgenden auch "H&M" genannt) wurde 1999 als H&M Electronics GmbH gegründet und 2018 umbenannt.

H&M befasst sich mit der Planung, Lieferung, Installation und Systemintegration von Projekten der Medientechnik im maritimen Umfeld. Hierbei geht es um Systeme für Beschallung, Beleuchtung, Steuerung, Projektion sowie die notwendigen Programmierungen insbesondere für Benutzeroberflächen.

H&M unterhält Standorte in Bremen, Hamburg, Uplengen und Emden.

Ebenfalls existiert eine italienische Betriebsstätte, um dortige Projekte abwickeln zu können.

b. Geschäftsverlauf

Das Geschäft ist in die Bereiche Cruise (Kreuzfahrtschiffe), Superyachten sowie Service & Refit (Erneuerungs- und Reparaturaufträge) unterteilt. Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 70 Mitarbeitende beschäftigt (Vorjahr: 78).

Cruise-Segment:

Im Zuge der Geschäftsübernahme 2018 wurde mit dem Cruise Segment ein weiterer Geschäftszweig eröffnet und mit einem langfristigen Bauprogramm auf der Meyer Werft erste Projekte gewonnen.

In Italien wurde das erste Schiff aus einer Serie von 4 Schiffen erfolgreich abgewickelt.

Des Weiteren wurden 3 weitere Kreuzfahrtschiffe für unterschiedliche Endkunden angearbeitet.

Superyacht / Service & Refit Segment:

Aufgrund der Erfahrungen aus der Vergangenheit fokussiert sich die H&M auf mittelgroße Projekte mit kalkulierbarem Risiko, um die verfügbaren Ressourcen bestmöglich auf das Geschäft auszurichten.

Im Berichtszeitraum wurde ein Projekt abgeschlossen sowie 3 weitere Projekte angearbeitet. Der Abschluss sowie die Fortentwicklung bestehender Projekte dienen als finanzieller Leistungsindikator zur langfristigen Ausrichtung des Unternehmens.

Des Weiteren wurde Maßnahmen getroffen, um das Service & Refit Geschäft weiterzuentwickeln.

Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

c. Ertragslage

Die folgende Aufstellung zeigt die Ertragslage im Vorjahresvergleich:

2023 2022 Ergebnisveränderung
TEUR TEUR TEUR %
Rohergebnis 7.274 6.502 772 11,9
Betriebsergebnis 138 -1.145 1.283
Finanzergebnis -106 -117 11 9,4
Ergebnis vor Ergebnisabführung 18 -1.269 1.287
Jahresergebnis 0 0 0

Das Rohergebnis ist gegenüber dem Vorjahr von 6.502 TEUR auf 7.274 TEUR gestiegen.

Die H&M greift nach wie vor auf einen sehr komfortablen Auftragsbestand zurück. Speziell im Kreuzfahrtbereich liegen zahlreiche Aufträge mit weiteren Optionen vor.

Die Personalkosten liegen mit 4.682 TEUR unter dem Niveau des Vorjahres, während die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 8,1% auf 2.224 TEUR reduziert werden konnten.

Das Ergebnis vor Ergebnisabführung ist mit 18 TEUR im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen (Vorjahr: -1.269 TEUR), aber etwas geringer ausgefallen als erwartet. Wesentlicher Grund hierfür sind weiterhin zeitliche Verzögerungen und Mehrkosten bei zwei unfertigen Yachtprojekten.

d. Finanzlage

Hauptziel des Finanzmanagements ist die Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaft. Wesentliches Nebenziel ist die Beibehaltung einer niedrigen Zinslast bei ausreichend frei verfügbaren Kreditlinien.

Die Kapitalflussrechnung stellt sich wie folgt dar:

2023
TEUR
2022
TEUR
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 980 645
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -60 -1.733
Mittelabfluss/-zufluss aus der Finanzierungstätigkeit -218 852
zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands 702 -235
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 1.780 2.015
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 2.482 1.780

e. Vermögenslage

Die Veränderung der Vermögens- und Kapitalstruktur im Vergleich zum Vorjahr zeigt die folgende Übersicht:

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
langfristig gebundenes Vermögen 623 8,4 740 10,3 -117
kurz- bis mittelfristig gebundenes Vermögen 4.312 58,0 4.686 65,0 -374
liquide Mittel 2.482 33,6 1.780 24,7 702
AKTIVA 7.417 100,0 7.206 100,0 211
31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
langfristige Finanzierung 1.772 23,9 872 12,1 900
mittelfristige Finanzierung 1.259 17,0 2.326 32,3 -1.067
kurzfristige Finanzierung 4.386 59,1 4.008 55,6 378
PASSIVA 7.417 100,0 7.206 100,0 211

Beim Anlagevermögen stehen den Investitionen in Höhe von 116 TEUR Abschreibungen von 229 TEUR und Buchwertabgänge von 3 TEUR gegenüber.

Das kurz- bis mittelfristig gebundene Vermögen ist um 374 TEUR gesunken. Dabei sind die Vorräte nach Saldierung mit den erhaltenen Anzahlungen um 26 TEUR sowie die sonstigen Vermögensgegenstände um 204 TEUR gestiegen, während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 421 TEUR und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 193 TEUR gesunken sind.

Der Bestand an unfertigen Erzeugnissen ist mit 51.281 TEUR um 62,2% gestiegen (Vorjahr: 31.619 TEUR).

Die unfertigen Erzeugnisse sind in Höhe von 51.906 TEUR bzw. 101,2 % durch erhaltene Anzahlungen finanziert.

Die liquiden Mittel haben sich von 1.780 TEUR auf 2.482 TEUR positiv entwickelt.

Die langfristige Finanzierung beinhaltet das Eigenkapital, das im Vergleich zum Vorjahr unverändert ist, sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute mit einer Laufzeit über fünf Jahren. Die mittelfristige Finanzierung beinhaltet Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute (1.255 TEUR) und einen Sonderposten für Investitionszuschüsse (4 TEUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute insgesamt sind aufgrund der Rückführung eines Kredites um 264 TEUR auf TEUR 2.506 zurückgegangen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt um 1.056 TEUR auf 2.946 TEUR angestiegen.

B. Chancen- und Risikobericht

a. Chancenbericht

Über die bestehenden Projekte hinaus werden aktuell weitere Projekte verhandelt. Weitere Auftragseingänge sind kurzfristig zu erwarten, um das Geschäft von H&M auch langfristig zu stabilisieren. Die konsequente Weiterentwicklung des Unternehmens seit 2019 und die Nutzung von Synergieeffekten der unterschiedlichen Marktsegmente führen dazu, dass die H&M in der Lage ist, größere Volumen bei gesteigerter Qualität abzuarbeiten. Dies wird in beiden Märkten positiv zur Kenntnis genommen.

b. Risikomanagementziele und -methoden

Für die weitere Entwicklung der Gesellschaft sieht die Geschäftsführung folgende Risiken:

- Projektfinanzierung und damit verbundener Cash Flow

- Lieferengpässe bei wichtigen Komponenten aufgrund von Störungen innerhalb der Lieferketten

- Damit verbunden stark steigende Materialpreise bzw. Kursschwankungen, die zu Verlusten führen können und dadurch die Liquidität negativ beeinflussen

- Aufgrund von Fachkräftemangel können Probleme bei der Abwicklung von komplexen Projekten entstehen

- Budgetüberschreitungen aufgrund von veränderten Ablieferungsterminen und Lieferengpässen

- Aufgrund der derzeitig dynamischen Situation müssen Risiken in immer kürzer werdenden Abständen beurteilt und analysiert werden, um rechtzeitig Maßnahmen umzusetzen, die den Fortbestand des Unternehmens sichern

Um diese Risiken zu minimieren, werden folgende Maßnahmen verfolgt und umgesetzt:

- Permanente Überwachung von Abrechnungsmeilensteinen sowie der daraus resultierenden Zahlungsströme

- Permanente Weiterentwicklung und Optimierung aller Prozesse im Unternehmen, um Kosten zu reduzieren und die Flexibilität zu erhöhen

- Transparentes Controlling, um sowohl die Projekte als auch die Kosten konsequent zu managen

- Stärkung des strategischen Einkaufs, speziell auch auf Gruppenebene, um Preissteigerungen und Lieferengpässen entgegenzuwirken

- Im Rahmen regelmäßiger Projektreviews werden Risiken immer wieder neu beleuchtet. Dies hat dazu geführt, dass H&M frühzeitig Gespräche aufgrund von Kostensteigerungen mit seinen Kunden führt und nach einer gemeinsamen Lösung sucht.

- Die Liquiditätssituation des Unternehmens wird immer wieder auf den Prüfstand gestellt, was kurzfristig auf wöchentlicher und mittel-/langfristig auf monatlicher Basis geschieht. Zudem finden nach Bedarf Gespräche mit der Hausbank und der Gesellschafterin statt, um möglichen negativen Entwicklungen vorzubeugen

- Projektbezogene Devisenabsicherungen, um Kursschwankungen zu eliminieren

- Stärkung des Personalmanagements, um Mitarbeiter zielgerichtet und perspektivisch weiterzuentwickeln und damit die Mitarbeiterbindung zu erhöhen

C. Prognosebericht

Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken

Unter der Voraussetzung, dass die geplanten Projekte termingerecht abgeschlossen werden können, rechnet H&M mit einer weiterhin positiven Entwicklung für das Geschäftsjahr 2024. Dabei liegt der Fokus auf der Ablieferung von 3 Kreuzfahrtschiffen sowie 4 Yachten. Darüber hinaus bestehen im Kreuzfahrtbereich Aufträge bis 2026 mit Optionen für weitere Schiffe. Auch im Yachtbereich liegen Aufträge vor, die bis in das Jahr 2026 laufen werden. Das Refit Geschäft im Yachtbereich wird aufgrund von Sanktionen gegen die russischen Oligarchen nach wie vor sehr schwer planbar sein, weshalb H&M hier konservativ plant.

Für das Geschäftsjahr 2024 sind lediglich Erhaltungsinvestitionen geplant. Die Mitarbeiterzahl im produktiven Bereich wird leicht steigen, um den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden. Auftragsspitzen werden mit externem Personal abgedeckt.

Die H&M geht davon aus, dass die Liquidität für das Geschäftsjahr 2024 durch die planmäßig nach Projektfortschritt zu stellenden Abschlagsrechnungen sichergestellt ist.

 

Bremen, den 5. April 2024

Geschäftsführung

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 623.256,90 739.879,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 236.066,00 275.229,00
II. Sachanlagen 387.190,90 464.650,50
B. UMLAUFVERMÖGEN 6.753.853,05 6.435.993,16
I. Vorräte 1.499.115,92 1.473.195,02
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.773.173,10 3.182.743,12
- davon gegen Gesellschafterin: EUR 2.294.737,81 (Vorjahr: EUR 2.487.899,80)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.481.564,03 1.780.055,02
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 39.816,31 30.461,14
7.416.926,26 7.206.333,80

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 871.577,41 871.577,41
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 200.000,00 200.000,00
III. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 621.577,41 621.577,41
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE ZUM ANLAGEVERMÖGEN 3.797,25 6.075,69
C. RÜCKSTELLUNGEN 494.615,45 711.480,15
D. VERBINDLICHKEITEN 6.042.536,15 5.610.113,45
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 4.400,00 7.087,10
7.416.926,26 7.206.333,80

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 7.273.826,76 6.502.387,32
2. Personalaufwand 4.682.141,03 5.014.536,23
a) Löhne und Gehälter 3.891.511,43 4.173.042,84
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 790.629,60 841.493,39
- davon für Altersversorgung: EUR 21.288,14 (Vorjahr: EUR 18.247,99)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 229.311,26 211.495,81
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.224.314,92 2.421.077,02
5. Betriebsergebnis 138.059,55 -1.144.721,74
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 48.260,94 15.137,56
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 35.335,24 (Vorjahr: EUR 15.137,56)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 154.659,18 131.749,34
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 6.882,36 (Vorjahr: EUR 6.361,59)
8. Finanzergebnis -106.398,24 -116.611,78
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.523,20 820,76
10. Ergebnis nach Steuern 26.138,11 -1.262.154,28
11. sonstige Steuern 7.698,00 7.308,00
12. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne /Erträge aus Verlustübernahme 18.440,11 -1.269.462,28
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

ANHANG FÜR DAS Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Die HOME & MARINE electronic systems GmbH hat ihren Sitz in Bremen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bremen unter HRB 23624 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der zum Bilanzstichtag gültigen Fassung aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens für die Gewinn- und Verlustrechnung aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei Jahre zugrunde gelegt.

Als Nutzungsdauer für die selbst erstellten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden fünf Jahre zu grunde gelegt.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, abzüglich planmäßiger Abschreibungen und etwaiger außerplanmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt grundsätzlich nach der linearen Abschreibungsmethode. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis.

Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 800,00 EUR im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Im Zugangsjahr wird stets der volle Abschreibungssatz angewendet.

Nutzungsdauer der Sachanlagen

andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 16 Jahre

Auf die Gegenstände des Anlagevermögens werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen.

Umlaufvermögen

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sind mit ihren Herstellungskosten bilanziert.

Die Herstellungskosten enthalten in Anlehnung an die steuerlichen Bewertungsvorschriften neben den direkten Material- und Fertigungskosten in angemessenem Umfang notwendige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung, freiwillige soziale Aufwendungen sowie Aufwendungen für betriebliche Altersversorgung wurden nicht in die Herstellungskosten eingerechnet. Auf unfertige Erzeugnisse erhaltene Anzahlungen werden soweit möglich aktivisch abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden mit dem Nennbetrag bilanziert.

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach analoger Anwendung des § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert der Rückdeckungsversicherung angesetzt, da die zugesagten Versorgungsleistungen in Höhe und Umfang vollständig den Leistungen der Rückdeckungsversicherung entsprechen. Der Wert der Rückdeckungsversicherung beträgt zum Bilanzstichtag 83.786,01 EUR; die Rückstellungen für Pensionen sind ebenfalls mit 83.786,01 EUR anzusetzen. Die Wertguthaben aus der Rückdeckungsversicherung sind dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen und dienen ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen. Die Wertguthaben wurden mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Durch die Übereinstimmg der Aktiv- und Passivwerte ergibt sich zum Bilanzstichtag kein Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Zum 31. Dezember 2023 wird auf rückgedeckte Pensionszusagen weiterhin IDW RH FAB 1.021 angewendet.

übrige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten, für die keine Bewertungseinheit mit dem Grundgeschäft gebildet wird, erfolgt imparitätisch, d.h. für negative Marktwerte werden Rückstellungen gebildet, positive Marktwerte werden nicht angesetzt.

Erläuterungen der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagenspiegel der HOME & MARINE electronic systems GmbH dargestellt, der dem anhang als Anlage beigefügt ist.

2. Eigenkapital

Angaben zu ausschüttungsgesperrten Beträgen

Aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögenswerte ergibt sich ein nicht zur Ausschüttung verfügbarer Betrag von 91.885,00 EUR.

3. Verbindlichkeiten

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2023
EUR
bis zu einem Jahr
EUR
zwischen einem und fünf Jahren
EUR
von mehr als fünf Jahren
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.506.204,00 351.104,00 1.255.040,00 900.060,00
Vorjahreswerte 2.770.000,00 450.000,00 2.320.000,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.946.010,30 2.946.010,30 0,00 0,00
Vorjahreswerte 1.889.663,77 1.889.663,77 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 590.321,85 590.321,85 0,00 0,00
Vorjahreswerte 950.449,68 950.449,68 0,00 0,00
6.042.536,15 3.887.436,15 1.255.040,00 900.060,00
Vorjahreswerte 5.610.113,45 3.290.113,45 2.320.000,00 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 2.506.204,00 EUR (Vorjahr: 2.770.000,00 EUR) durch Schuldbeitritt der Kreditanstalt für Wiederaufbau besichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 1.635.625,73 EUR (Vorjahr: 373.342,75 EUR).

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten nachrangige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 450.000,00 EUR (Vorjahr: 450.000,00 EUR).

Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Angabe gemäß § 277 Abs. 5 HGB

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1.000.548,15 EUR (Vorjahr: 1.427.979,92 EUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen in Höhe von 169.775,11 EUR (Vorjahr: 226.013,13 EUR) aus der Umrechnung in fremder Währung.

2. Finanzergebnis

Bei den Finanzerträgen und -aufwendungen handelt es sich um den Nettobetrag nach Verrechnung von Erträgen und Aufwendungen aus zu verrechnendem Vermögen.

31.12.2023
EUR
Finanzerträge (netto) aus Pensionsverpflichtungen 0,00

Sonstige Angaben

1. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

Heink Steffens

Markus Roßkamp

Auf die in § 285 Nr. 9 Buchstabe a) und b) HGB bezeichneten Angaben wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

2. Arbeitnehmer

Im Berichtsjahr wurden im Durchschnitt 70 Arbeitnehmer beschäftigt.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Stichtag betragen die Risiken aus außerbilanziellen Geschäften und die sonstigen finanziellen Verpflichtungen:

2024
EUR
2025 bis 2028
EUR
2029 und später
EUR
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 393.072,19 1.079.316,73 0,00

4. Derivative Finanzinstrumente

Im Rahmen ihrer operativen Geschäftstätigkeit ist die Gesellschaft auf der Beschaffungsseite Währungsrisiken ausgesetzt. Im Rahmen des Risikomanagements werden diese Risiken durch den Einsatz von Währungsderivaten begrenzt. Die im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumente dienen somit der Absicherung von Risiken aus Währungskursschwankungen. Die Gesellschaft nutzt derzeit ausschließlich Devisentermingeschäfte. Zum Bilanzstichtag waren 50 Devisentermingeschäfte über den Ankauf von US-Dollar im Gegenwert zwischen 222.816,40 EUR und 899.685,11 EUR (insgesamt 20.757.993,88 EUR) abgeschlossen, die zwischen 2024 und 2026 fällig werden. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt bei den Vereinbarungen über diese Devisentermingeschäfte durch Diskontierung der zukünftigen erwarteten Zahlungsströme auf den Abschlussstichtag. Die Bewertung der Devisentermingeschäfte zum US-Dollar Stichtagskurs (1,1032 USD/EUR) ergibt einen positiven beizulegenden Zeitwert von 679.959,34 EUR, der unter Beachtung des Realisationsprinzips nicht bilanziert wird.

 

Bremen, den 5. April 2024

HOME & MARINE electronic systems GmbH

gez. Heink Steffens

gez. Markus Roßkamp, Geschäftsführung

Feststellung des Jahresabschlusses

Dieser Jahresabschluss wurde am 18. April 2024 festgestellt.

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 153.141,64 0,00 0,00 0,00 153.141,64
entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 425.065,70 75.762,28 0,00 0,00 500.827,98
578.207,34 75.762,28 0,00 0,00 653.969,62
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.363,62 0,00 0,00 0,00 6.363,62
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.764.154,08 39.748,88 39.177,35 0,00 1.764.725,61
1.770.517,70 39.748,88 39.177,35 0,00 1.771.089,23
2.348.725,04 115.511,16 39.177,35 0,00 2.425.058,85
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 30.628,64 30.628,00 0,00 61.256,64
entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 272.349,70 84.297,28 0,00 356.646,98
302.978,34 114.925,28 0,00 417.903,62
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.361,62 0,00 0,00 6.361,62
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.299.505,58 114.385,98 36.354,85 1.377.536,71
1.305.867,20 114.385,98 36.354,85 1.383.898,33
1.608.845,54 229.311,26 36.354,85 1.801.801,95
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 91.885,00 122.513,00
entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 144.181,00 152.716,00
236.066,00 275.229,00
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2,00 2,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 387.188,90 464.648,50
387.190,90 464.650,50
623.256,90 739.879,50

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgstellten Form. Die Offenlegung erflgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die HOME & MARINE electronic systems GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HOME & MARINE electronic systems GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HOME & MARINE electronic systems GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Oldenburg, den 12. April 2024

Treuhand Weser-Ems GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Mader, Wirtschaftsprüfer

Yazici, Wirtschaftsprüfer

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