Stammdaten

Register
Amtsgericht Wuppertal HRB 19082
Eingetragen
15.4.2005
Branche
Betrieb von SportanlagenErbringung von Dienstleistungen des Sports a. n. g.Erbringung von ergotherapeutischen Dienstleistungen
Gegenstand
Die Errichtung, Unterhaltung und der Betrieb öffentlicher Bäder und Einrichtungen; die Errichtung, Unterhaltung und der Betrieb von Sport- und Freizeiteinrichtungen; die Errichtung, Unterhaltung und der Betrieb von Einrichtungen der Gesundheitsvorsorge; die Erbringung von Dienstleistungen in den genannten Bereichen. Der Wirkungsbereich des Unternehmens bezieht sich auf das Stadtgebiet von Remscheid.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christoph Nath
seit 31.10.2025
Geschäftsführer
Mike Giera
seit 31.10.2025
Geschäftsführer
Christian Liese
seit 19.7.2011
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Stadt Remscheid
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Stadtwerke Remscheid Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Germany
200.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

H2O GmbH

Remscheid

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen des Unternehmens

Die H 2 O GmbH ist eine etablierte Gesellschaft im Unternehmensverbund der Stadtwerke Remscheid GmbH. Nach wie vor ist der Gegenstand der Gesellschaft die Errichtung, Unterhaltung und der Betrieb öffentlicher Bäder und Einrichtungen, von Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie von Einrichtungen der Gesundheitsvorsorge im Stadtgebiet Remscheid und die Erbringung von Dienstleistungen in den genannten Bereichen.

Die Service- und Dienstleistungsaktivitäten der Gesellschaft werden vor allem als Bargeschäft betrieben und fokussieren sich auf die beiden Betriebsstandorte H 2 O Sauna- und Badeparadies sowie das Sportbad am Park. Die kaufmännische Betriebsführung für die Gesellschaft wird von der Schwestergesellschaft EWR GmbH (EWR) wahrgenommen.

Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage der Gesellschaft

Die Gesellschaft zählt mit ihrem "Sauna- und Badeparadies H 2 O" zu einer der beliebtesten Bade- und Wellnesseinrichtungen in NRW. Bestandteil der Gesellschaft ist außerdem das Sportbad am Park, welches vorrangig für den Schul- und Vereinssport ausgelegt ist und sich darüber hinaus für Schwimmwettkämpfe zu einer gefragten Einrichtung etabliert hat. Mehrfach wurde das Bad als Austragungsort der deutschen Kurzbahnmeisterschaft ausgewählt.

Die allgemeine Situation innerhalb der Freizeitbranche steht im Wandel. Die Pandemiezeiten gehören zwar der Vergangenheit an, aber die Desinfektions- und Reinigungsanforderungen haben sich verfestigt. Aufgrund der hohen Inflation und den damit verbundenen gestiegenen Lebenshaltungskosten ist die Bereitschaft für Freizeitangebote zwar vorhanden, jedoch nicht mehr in dem Maße für jeden erschwinglich. Hier wird der Wettbewerb um die Gäste verstärkt. Dazu ist auch der Digitalisierungsdruck größer geworden. Auch im H 2 O ist es möglich, Onlinetickets zu erwerben. Im Jahr 2024 werden die Kassensoftware und damit verbundene Zutrittsregelung digital umgestellt, so dass hier dem Zeitgeist Rechnung getragen wird. Dem Preisdruck zum Trotz kann das Sauna- und Badeparadies H 2 O mit guten Besucherzahlen und dementsprechenden Erlösen rechnen, die ein verbessertes Ergebnis darstellen konnten.

Unsere Schwimmbäder und Saunalandschaft sind als energieintensive Freizeitanlagen zu betrachten und somit auch zum Energiesparen gezwungen. Einsparungen im Energiebereich u. a. aufgrund von Angebotsverringerungen (Solebecken und Dampfgrotte) sowie veränderte Öffnungszeiten führten zu geringeren Energiebezügen als geplant. Zum 1. Februar 2023 mussten in Folge der hohen Energiekosten die Preise leicht angehoben werden. Sowohl der Saunabereich als auch die Wasserlandschaft mussten planmäßig für einige Tage im Jahr geschlossen werden, um Instandhaltungsmaßnahmen durchzuführen. Einige vergleichbare Bädergesellschaften im unmittelbaren Umfeld mussten bereits vorübergehend oder sogar dauerhaft schließen und werden erst in den kommenden Jahren nach einer Kernsanierung wieder öffnen können.

Insgesamt konnte die Gesellschaft in den Bereichen Sportbad und dem Sauna- und Badeparadies H 2 O rund 450.800 (im Vorjahr 473.000) Gäste begrüßen und musste somit einen Rückgang von - 4,7% verzeichnen. Die einzelnen Bereiche separat betrachtet, zählte das Sauna- und Badeparadies H 2 O 366.400 Besucher und damit im Vergleich zum Vorjahr ca. - 3,9% weniger. Die Besucherzahlen des im H 2 O enthaltenen Saunabereichs entwickelten sich positiv. Insgesamt besuchten ca. 74.300 Gäste (im Vorjahr 69.300) den Bereich, was ein Plus von ca. 7,2% bedeutet.

Das Sportbad, welches schwerpunktmäßig eine Einrichtung für Schulen und Vereine darstellt, wurde von ca. 84.400 (VJ.: 91.700) Gästen besucht. Leider werden die Kapazitäten aufgrund von Lehrer- und Seminarleitermangel durch die Schulen und Vereine nicht vollends ausgeschöpft, worauf die Gesellschaft allerdings keinen Einfluss besitzt. Im Bereich des Schulsports waren es + 0,9 % Besucher, im Bereich der Vereine - 10,2 %.

Die Summe der Erlöse und sonstigen betrieblichen Erträge der Gesellschaft beläuft sich auf rund 5.105 TEUR (VJ.: 3.770 TEUR) und liegt damit um 1.335 TEUR über dem Vorjahr. Aufgrund der letztjährigen Pandemienachwirkungen und der Preiserhöhung ist der Vergleich allerdings nur bedingt aussagekräftig. Zudem sind die vereinnahmten Preisbremsen bzgl. Energie innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge abgebildet.

Mit 3.870 TEUR (VJ.: 3.331 TEUR) werden im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut etwa 94 % der Gesamterlöse durch das Sauna- und Badeparadies bestritten. Der auf den Saunabereich entfallende Anteil liegt bei 1.942 TEUR und damit um 361 TEUR über dem Vorjahr, was einer Steigerung von 22,8 % entspricht. Die Umsatzerlöse im Sportbad liegen bei 150 TEUR (- 6 TEUR im Vergleich zu 2022).

Die gesamten betrieblichen Aufwendungen der Gesellschaft betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr 10.202 TEUR. Diese beinhalten neben den Materialkosten insbesondere auch Personalkosten sowie Abschreibungen. Größte Posten im Materialaufwand sind betriebsbedingt die Energie- und Wasserbezugskosten in Höhe von 2.713 TEUR, welche aufgrund der Energiekrise und den rapide angestiegenen Energiekosten weit über den Vorjahren liegen. Die Kosten für bezogene Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr (1.853 TEUR) auf 2.263 TEUR angestiegen.

Der Personalaufwand beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr 2.649 TEUR und liegt somit 107 TEUR über dem Vorjahreswert (2.542 TEUR). Zum Jahresende beschäftigte die Gesellschaft stichtagsbezogen 92 (VJ.: 90) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Abschreibungen belaufen sich planmäßig auf etwa 1.133 TEUR und bewegen sich damit leicht unter dem Vorjahresniveau (1.173 TEUR). Sie orientieren sich an der Nutzungsdauer des Anlagevermögens und den Neuinvestitionen.

Der im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete Jahresfehlbetrag der Gesellschaft beläuft sich - vor Verlustübernahme - auf - 5.096.498 TEUR. Das Ergebnis verbesserte sich aufgrund der genannten Effekte um ca. 645 TEUR im Vergleich zum Vorjahr.

Die Lage der Gesellschaft wird nach wie vor durch unser operatives Geschäft in der Wasser- und Saunalandschaft bestimmt. Als starke nicht beeinflussbare Faktoren hinsichtlich der Besucherzahlen und der damit korrespondierenden Erlöse der Gesellschaft sind grundsätzlich die Wetter- und insbesondere Temperaturverhältnisse eines Jahres, die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Haushalte sowie die zunehmende Konkurrenzsituation im Einzugsgebiet zu nennen. Diesem Wettbewerb stellt sich die Gesellschaft durch eine hervorzuhebende Attraktivität der Einrichtungen, Kundenorientierung, Sauberkeit sowie ein attraktives Preis-/Leistungsverhältnis. Darüber hinaus zeigt sich die Abhängigkeit von den Hygienebestimmungen während der Pandemie und den daraus resultierenden Ergebnissen. Die fremdbestimmte Schließung ist ein Risiko, dass in der Zukunft aufgrund von gesundheitlichen äußeren Einflüssen weiterhin bewertet werden muss.

Zwischen der Stadtwerke Remscheid GmbH (SR) und der 100 %igen Tochtergesellschaft H 2 O GmbH besteht ein Gewinnabführungsvertrag, der mit Wirkung zum 1. Januar 2011 angepasst und in der Folge am 02. Dezember 2013 hinsichtlich der Regelung zur Verlustübernahme geändert wurde. Der Fehlbetrag des Geschäftsjahres 2022 wird von der SR aufgrund dieses Vertrages ausgeglichen; das Ergebnis der Gesellschaft schließt entsprechend mit Null ab.

Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft

Das Finanzmanagement der Gesellschaft ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist pünktlich auszugleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Liquidität der Gesellschaft ist im Geschäftsjahr jederzeit gesichert gewesen. Um dies zu gewährleisten, verfügt die Gesellschaft über einen von der SR eingeräumten Darlehensrahmen in Höhe von 3,0 Mio. EUR. Zum Bilanzstichtag - wie auch schon in den Vorjahren - bestand keine Inanspruchnahme aus dem Darlehensrahmen. Ein weiterer Darlehensvertrag zwischen den Gesellschaften erlaubt es, zur Optimierung der Konzernfinanzierung die freie Liquidität der H 2 O GmbH für die Muttergesellschaft zu nutzen. Zum Bilanzstichtag gewährte die Gesellschaft den Stadtwerken rund 11.855 TEUR (VJ.: 8.541 TEUR). Wie im Jahr zuvor bestehen gegenüber Kreditinstituten keine langfristigen Darlehensverbindlichkeiten.

Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Höhe von insgesamt 416 TEUR (VJ.: 199 TEUR) getätigt. Verausgabt wurden die Mittel vor allem für einen Reinigungsroboter für das H 2 O, die Nachrüstung zur Chlordosierung im Sportbad, die Erneuerung einer Dusche im Saunagarten, LED-Unterwasserscheinwerfer sowie die Aufarbeitung einer Terrasse in der Saunalandschaft, die Erneuerung der Solebeckenabdeckung, Geschirrspülmaschine und verschiedene weitere Betriebsausstattungen. Zur Finanzierung der Investitionen konnte auf den Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie freier Finanzmittel zurückgegriffen werden. Der operative Cashflow beläuft sich unter Anwendung der neuen Deutsche Rechnungslegungs-Standards (DRS) im Berichtsjahr auf ca. 752 TEUR (VJ. 743 TEUR).

Das langfristig gebundene Vermögen der Gesellschaft nimmt zum Bilanzstichtag ca. 38 % (VJ.: 42 %) der Bilanzsumme ein. Das Anlagevermögen der Gesellschaft wurde 2008 im Zuge der Ausgliederung nach Umwandlungsgesetz von der Muttergesellschaft SR auf die H 2 O GmbH übertragen. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt in der Folge zum Bilanzstichtag unverändert 23,6 Mio. EUR.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung setzen wir - wie auch in den Vorjahren - jeweils auf die einzelnen Betriebsstätten bezogen - ein monatliches Berichtswesen ein, welches differenziert nach Segmenten die Erträge, Aufwendungen und Investitionen sowohl mit dem verabschiedeten Wirtschaftsplan als auch mit den Vorjahreszahlen vergleicht. Des Weiteren wird den Führungskräften ein Dashboard mit den wichtigsten Kennzahlen zusammengestellt.

Neben den finanziellen Indikatoren werden auch die Besucherzahlen analysiert und ins Reporting mit aufgenommen. Diese werden nach Nutzungsverhalten bzw. Eintrittspreiskategorien unterschieden. Sämtliche erhobenen statistischen Detailinformationen finden Eingang in den Planungsprozess und werden mit ihren Wirkungen in die Wirtschaftsplanung eingearbeitet.

Als nicht finanzielle Leistungsindikatoren berücksichtigen wir unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit die Belange unserer Kunden (durch regelmäßige Umfragen), der Umwelt und unserer Arbeitnehmer. Die in den Bädereinrichtungen eingesetzte Technik trägt dazu bei, die Ressourcen Wasser und Energie im Hinblick auf umweltbewusstes Handeln effizient einzusetzen. Soweit sinnvoll und angemessen greifen wir auf die zentralen Managementsysteme der SR und EWR zurück. Hierzu zählt beispielsweise ein Beschwerde- wie auch ein Umweltmanagementsystem, welches über die konzernweit aktive Stabsstelle für Umwelt-, Qualitäts-, Arbeitsschutz- und Risikomanagement aufrechterhalten wird. Zudem ist im Geschäftsjahr die Rezertifizierung "Service Qualität Deutschland" sowie "Sauna Premium" erfolgreich durchgeführt worden. Beide Zertifizierungen stellen ein hohes Qualitätsmerkmal dar.

Die Arbeitssicherheit nimmt in der Gesellschaft - wie in der gesamten Unternehmensgruppe der Stadtwerke Remscheid - ebenfalls einen hohen Stellenwert ein. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ereignete sich in der H 2 O GmbH ein meldepflichtiger Arbeitsunfall.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen regelmäßig an Fortbildungsveranstaltungen teil, um den Wünschen und Bedürfnissen unserer Gäste gerecht zu werden. Grundsätzlich gilt es, Ideen und die Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern.

Prognosebericht

Nach Maßgabe der zum Jahresende 2023 unter dem Gebot kaufmännischer Vorsicht aufgestellten, mittelfristigen Wirtschaftsplanung 2024 bis 2027 ist durch verschiedene Maßnahmen ein durchschnittliches Niveau des Defizits von - 4,7 Mio. EUR verabschiedet. Für das Jahr 2024 haben wir die Besucherzahlen mit einem höheren Niveau als in den Vorjahren geplant, da die Entwicklungen, vor allem durch Schließungen im direkten benachbarten Umfeld, eine Steigerung der Besucherströme erwarten lassen. In den kommenden Jahren planen wir mit ansteigender Tendenz. Im Plan wurde des Weiteren unterstellt, dass wir im gesamten Jahr 2024 keine Einschränkung durch Schließungen oder sonstige Beeinflussungen erwarten. Im Berichtsjahr 2024 planen wir mit einem Defizit von - 4.979 TEUR. Ab dem Jahr 2025 planen wir mit normalisierten Energiekosten und steigenden Erlösen aufgrund höherer Besucherzahlen, so dass mit einem durchschnittlichen Defizit von - 4,7 Mio. EUR gerechnet wird.

Für das neue Geschäftsjahr rechnen wir bei insgesamt 377.200 zahlenden Besuchern im H 2 O und Sportbad sowie 113.500 durch Vereine und Schulen. Die Erlöse und sonstigen betrieblichen Erträgen erwarten wir in Summe bei 4.711 TEUR. Bis Ende 2027 rechnet die Gesellschaft mit jährlichen Betriebserträgen in der Größenordnung von rund 5,1 Mio. EUR.

Das Investitionsvolumen für das Jahr 2024 beinhaltet Ausgaben für die Installation einer PH-Neutralisationsanlage zur Verbesserung des Abwassers im H 2 O. Weiterhin steht ein neuer Einwurftresor/Ausgabe-Einnahmeautomat auf dem Plan. Die Anschaffung des Schaltschrankes für die Raumlufttechnische Anlage ist wiederholt verschoben worden und nun auf 2024 terminiert. Im Sportbad steht eine Investition für Eingangs-Drehtüren an. Für den weiteren Ausbau der Digitalisierung folgt im H 2 O mit der Anbindung der Eingangsdrehtüren die Implementierung einer neuen Kassensoftware. Selbständige Eintritte mittels online gebuchter Tickets sind ab dann möglich und gewünscht. Zusätzlich kommen noch Attraktivierungsmaßnahmen in der Wasserlandschaft hinzu, ansonsten liegt das Investitionspaket für die Jahre 2025 bis 2027 insgesamt im Durchschnitt bei 463 TEUR p. a. und beinhaltet neben den üblichen Betriebs- und Geschäftsausstattungen für jedes Jahr weitere Attraktivierungs-/Ersatzmaßnahmen sowie perspektivische Ausgaben für unsere Angebotspalette zum Thema "Gesundheit". Die geplanten Investitionen werden über den jährlichen Cashflow in Verbindung mit dem Verlustausgleich gedeckt. Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist jederzeit gesichert.

Risiko- und Chancenbericht

Die H 2 O GmbH ist - wie auch die anderen Schwestergesellschaften - in das zentrale Risikomanagementsystem der SR eingebunden. Die mittels Softwareunterstützung erfassten Risiken werden halbjährlich durch die Risikoverantwortlichen aktualisiert und vom Risikokoordinator erfasst und verwaltet. Dem Aufsichtsrat wird im gleichen Rhythmus ein Sachstandsbericht hierüber abgegeben. Für die Gesellschaft ist kein Risiko identifiziert und bewertet, das im Hinblick auf den Schaden und die Eintrittswahrscheinlichkeit im Rahmen des Risikomanagements behandelt werden müsste. Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig negativ beeinflussen können sowie bestandsgefährdende Risiken, liegen in der Gesellschaft nicht vor. Konkrete Risiken haben wir angemessen in Form von Rückstellungsdotierungen berücksichtigt. Das Risiko der Schließung durch eine Pandemie wurde in den Risikokatalog mit aufgenommen und hinsichtlich der durchgeführten Hygienekonzepte berücksichtigt. Das Risiko einer erneuten Schließung im Jahr 2024 und folgend wird in Zukunft allgegenwärtig sein und in den kommenden Planungen berücksichtigt und eingeschätzt werden müssen. Des Weiteren werden die Risiken der Energiekrise unter Zuhilfenahme von gebildeten Krisenstäben eng geprüft, um Maßnahmen rechtzeitig einzuleiten.

Neben unseren eigenen Optimierungsmaßnahmen haben wir in den letzten Jahren mit externer Expertise unsere strategische Ausrichtung und unsere operativen Prozesse auf den Prüfstand gestellt. Im Ergebnis wird uns grundsätzlich eine sehr gute Aufstellung des Bäderbetriebes attestiert. Wir werden aber auch zahlreiche Anregungen, Stellschrauben und Optimierungsvorschläge aufgreifen, die dazu beitragen sollen, unsere Marktstellung im Bergischen Land und weit darüber hinaus zu festigen. Die stetige Weiterentwicklung im Event- und Dienstleistungsbereich rundet das Gesamtengagement ab. In diesem Bereich sind weitere Events geplant und auch die Ausrichtung von Wettbewerben im Sportbad wird weiter verfolgt. Kooperationen mit ortsansässigen Vereinen und Unterkünften werden angestrebt und weiter ausgebaut.

 

Remscheid, 19. März 2024

Prof. Dr. Hoffmann

Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 22.480,00 67.060,00
II. Sachanlagen 10.854.627,78 11.531.380,89
10.877.107,78 11.598.440,89
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 30.011,77 23.173,91
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 17.070.831,39 14.282.794,47
- davon gegenüber dem Gesellschafter 17.021.316,91 € ( Vj. 14.283 T€ )
3. Sonstige Vermögensgegenstände 8.341,82 26.889,65
17.109.184,98 14.332.858,03
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 481.353,01 1.648.223,85
17.590.537,99 15.981.081,88
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.500,00 0,00
28.472.145,77 27.579.522,77

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Kapitalrücklage 23.425.965,96 23.425.965,96
23.625.965,96 23.625.965,96
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.663.400,00 2.450.600,00
2. Sonstige Rückstellungen 258.401,38 246.528,71
2.921.801,38 2.697.128,71
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 270.627,75 98.465,33
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 688.912,15 229.910,62
- davon gegenüber dem Gesellschafter 53,25 € ( Vj. 0 T€ )
3. Sonstige Verbindlichkeiten 964.838,53 928.052,15
- davon aus Steuern 13.857,62 € ( Vj. 13 T€ )
1.924.378,43 1.256.428,10
28.472.145,77 27.579.522,77

Gewinn - und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 4.136.010,63 3.611.939,32
2. Sonstige betriebliche Erträge 969.375,59 158.387,18
5.105.386,22 3.770.326,50
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -2.996.356,04 -2.900.219,68
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.262.946,81 -1.852.670,07
-5.259.302,85 -4.752.889,75
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.975.427,46 -1.941.026,55
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -673.057,48 -600.712,12
- davon für Altersversorgung 297.920,15 € (Vj. 221 T€ ) -2.648.484,94 -2.541.738,67
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.133.441,78 -1.172.581,18
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.015.352,47 -908.977,28
-4.951.195,82 -5.605.860,38
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -44.029,59 -43.670,16
- davon an verbundene Unternehmen 0,00 € (Vj. 0 T€)
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen 44.024,00 € (Vj. 44 T€)
8. Ergebnis nach Steuern -4.995.225,41 -5.649.530,54
9. Sonstige Steuern -101.272,79 -92.067,78
10. Erträge aus Verlustübernahme 5.096.498,20 5.741.598,32
11. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang 2023

FIRMA: H 2 O GmbH
SITZ: Remscheid
REGISTERGERICHT: Amtsgericht Wuppertal
HANDELSREGISTERNUMMER: HRB 19082

1. ALLGEMEINES

Der Jahresabschluss der H 2 O GmbH (100%-Tochter der Stadtwerke Remscheid GmbH) wurde nach den für große Kapitalgesellschaften maßgeblichen Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt.

Soweit Berichtspflichten wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang erfüllt werden können, wurden die Angaben in den Anhang aufgenommen.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren.

2. BILANZIERUNG UND BEWERTUNG

Bewertungskontinuität

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben im Wesentlichen unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Sachanlagen und immaterielles Vermögen

Bruttowerte Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (zzgl. zulässiger Gemeinkostenzuschläge)
Abschreibung Linear

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bruttowerte Nominalwerte
Abschreibung Sofern erforderlich: Berücksichtigung des Einzel-/ Pauschalausfallrisikos über den Ansatz von Wertberichtigungen

Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Bruttowert Ansatz des Erfüllungsbetrages (inkl. Inflation)
Abzinsung • Bei Längerfristigkeit (Restlaufzeit über ein Jahr)
• Verbindlichkeiten: Abzinsung nur bei längerfristigen Rentenschulden ohne Gegenleistung
• Zinssatz gemäß Abzinsungsverordnung (Berechnung durch Deutsche Bundesbank)

3. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen

Die Anlagenentwicklung ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Forderungen

Restlaufzeit Bis ein Jahr
Gesellschafterforderungen Verlustübernahme 5.096 T€
Darlehen 11.855 T€
Lieferungen und Leistungen 70 T€
Stadtwerke Remscheid GmbH 17.021 T€

Eigenkapital

Das Eigenkapital beinhaltet neben dem Stammkapital ("Gezeichnetes Kapital") von 200 T€ die Kapitalrücklage von 23.426 T€.

Mit der Muttergesellschaft Stadtwerke Remscheid GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag sowie eine ertrags- und umsatzsteuerliche Organschaft.

Rückstellungen

- Pensionen

Gegenstand Mittelbare Verpflichtungen aus der Unterdeckung der Zusatzversorgungskasse (Altersversorgung der Mitarbeiter/innen)
Berechnung Methode Versicherungsmathematik (Projected Unit Credit Method)
Zinssätze Abzinsung 1,83 %
(Durchschnitt 10 Jahre)
Gehaltsdynamik 2,50 %
Rentendynamik 1,00 %
Richttafeln Heubeck-Richttafeln 2018 G
Unterschied nach § 253 Abs. 6 HGB Bei Anwendung des Durchschnittszinssatzes der letzten 7 Jahre (1,75 %) beträgt der Unterschiedsbetrag 64 T€.

- Sonstige

Im Wesentlichen Altersteilzeitvereinbarungen, Urlaubsverpflichtungen, Überstundenvergütungen, sonstige Personal- und Jahresabschlusskosten.

Die Rückstellungen für Urlaubsverpflichtungen und Überstundenvergütungen wurden auf Basis 220 Arbeitstage gerechnet.

Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden nach der Projected Unit Credit Method berechnet. (Zinssatz 1,83 %; Gehaltsdynamik 2,50 %; Heubeck- Richttafeln 2018 G)

Verbindlichkeiten

Restlaufzeiten 31.12.2023 bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
- Lieferanten 270 267 3 0
- Konzern 689 689 0 0
- Sonstige 965 965 0 0
Berichtsjahr 1.924 1.921 3 0
Vorjahr 1.257 1.254 3 0

4. ERLÄUTERUNGEN ZUR GUV

Umsatzerlöse

Einnahmen aus Bad- und Saunabetrieb

Sonstige betriebliche Erträge

Im Wesentlichen Erstattungen aus Strom- und Energiepreisbremsen, Auflösung von Rückstellungen sowie Ausbuchungen für nicht eingelöste Wertgutscheine, die der gesetzlichen Verjährung unterliegen.

davon periodenfremd 128 T€

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Überwiegend Abgaben, Gebühren und Beiträge sowie Dienstleistungs- und Mietaufwand.

Ergebnisabführung

Ergebnisabführungsvertrag mit der Stadtwerke Remscheid GmbH vom 9.11.2010 in der Fassung vom 2.12.2013

5. SONSTIGE ANGABEN

Belegschaft

In 2023 waren gemäß § 267 Abs. 5 HGB durchschnittlich 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Konzernzugehörigkeit

Die H2O GmbH wird in den Konzernabschluss der obersten Muttergesellschaft Stadtwerke Remscheid GmbH einbezogen. Die Veröffentlichung von Jahres- und Konzernabschluss erfolgt im elektronischen Unternehmensregister.

Prüferhonorar

Die Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB erfolgen im Anhang des Konzernabschlusses.

Latente Steuern § 274 HGB

Nicht bilanzierter aktiver latenter Steuerüberhang aus Unterschieden in den Wertansätzen von Anlagevermögen und Rückstellungen Steuersatz für Körperschaft- und Gewerbesteuer: 32,98 %

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, die sich in besonderer Weise auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ausgewirkt haben.

Organe

Name Vorname Beruf
• Geschäftsführer Prof. Dr. Hoffmann Thomas Geschäftsführer
• Aufsichtsrat Dr. Bluth Stefanie Sozialwissenschaftlerin (Vorsitzende)
Kemper-Heibutzki Gabriele Lehrerin im Ruhestand (stellv. Vorsitzende)
Mast-Weisz Burkhard Oberbürgermeister

• Bezüge

Geschäftsführer

Der Geschäftsführer erhält keine Bezüge im Sinne des § 285 Nr. 9 HGB.

Aufsichtsrat

Dr. Bluth 2.100,00 €
Kemper-Heibutzki 1.575,00 €
Mast-Weisz 1.050,00 €

 

Remscheid, 19.3.2024

H2O GmbH

Prof. Dr. Thomas Hoffmann, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs - bzw. Herstellungskosten
Bilanzposten Stand 01.01.2023 Zugang Abgang Umbuchung Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 262.199,92 0,00 0,00 9.094,50 271.294,42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 31.099.395,10 195.108,50 55.063,48 5.228,61 31.244.668,73
2. Erzeugungs-, Gewinnungs-, Bezugs- u. techn. Anlagen 9.413.006,97 0,00 52.481,55 0,00 9.360.525,42
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.688.405,16 132.135,17 176.556,12 0,00 2.643.984,21
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 14.323,11 88.334,00 0,00 -14.323,11 88.334,00
43.215.130,34 415.577,67 284.101,15 -9.094,50 43.337.512,36
43.477.330,26 415.577,67 284.101,15 0,00 43.608.806,78
Kumulierte Abschreibungen
Bilanzposten Stand 01.01.2023 Zugang Abgang Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 195.139,92 53.674,50 0,00 248.814,42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 20.075.525,32 935.420,11 51.609,48 20.959.335,95
2. Erzeugungs-, Gewinnungs-, Bezugs- u. techn. Anlagen 9.344.432,97 6.746,00 52.481,55 9.298.697,42
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.263.791,16 137.601,17 176.541,12 2.224.851,21
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
31.683.749,45 1.079.767,28 280.632,15 32.482.884,58
31.878.889,37 1.133.441,78 280.632,15 32.731.699,00
Buchwerte
Bilanzposten Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 22.480,00 67.060,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 10.285.332,78 11.023.869,78
2. Erzeugungs-, Gewinnungs-, Bezugs- u. techn. Anlagen 61.828,00 68.574,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 419.133,00 424.614,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 88.334,00 14.323,11
10.854.627,78 11.531.380,89
10.877.107,78 11.598.440,89

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die H2O GmbH, Remscheid

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der H2O GmbH, Remscheid, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der H2O GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen und Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 20. März 2024

EversheimStuible Treuberater GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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Fuchs, Wirtschaftsprüfer

Semelka, Wirtschaftsprüfer

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