HORIBA Jobin Yvon GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Prüfmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lisa Rowles seit 18.5.2026 | Geschäftsführer |
Hiromi Harada seit 22.1.2025 | Geschäftsführer |
George Thornpson Dr. Gillespie seit 29.9.2023 | Geschäftsführer |
Hideyuki Koishi seit 29.9.2023 | Geschäftsführer |
Tetsuhiro Habe seit 6.7.2021 | Geschäftsführer |
Ergin Cansiz seit 20.4.2020 | Geschäftsführer |
Markus Bode seit 25.7.2016 | Geschäftsführer |
Jianping Dr. Wang seit 11.12.2015 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Horiba Ltd. | 75.00% |
Horiba Europe Holding | 25.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Horiba Europe GmbHOberursel (Taunus)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Horiba Europe GmbH, Oberursel (Taunus) Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Horiba Europe GmbH, Oberursel (Taunus), - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Horiba Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt "Personal" des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben im Anhang unter "2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" sowie im Lagebericht in den Abschnitten "Finanzlage" sowie "Finanzierungsrisiken" im "Prognose-, Chancen- und Risikobericht". Dort beschreiben die gesetzlichen Vertreter, dass die Gesellschaft für den Prognosezeitraum mit der Entstehung von Liquiditätsbedarfen plant und daher auf die Finanzierung durch den Konzernverbund angewiesen ist. Aus diesem Grund wurde der Gesellschaft von der Konzernmutter HORIBA Ltd., Kyoto/Japan, eine Patronatserklärung erteilt, wonach die Gesellschafterin sich verpflichtet, die Gesellschaft so mit Liquidität auszustatten, dass diese stets in der Lage ist, ihre gegenwärtigen und zukünftigen Verbindlichkeiten gegenüber gegenwärtigen und zukünftigen Gläubigern in vollem Umfang und fristgerecht zu erfüllen. Die Patronatserklärung hat eine Laufzeit bis zum 31. Januar 2025. Diese Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die im Abschnitt "Personal" des Lageberichts enthalten ist. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 7. März 2024 KPMG
AG
Kunz, Wirtschaftsprüfer Kraus, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Entwicklung des Anlagevermögens - Anlagespiegel - zum 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 20221. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft ist unter der Firma "Horiba Europe GmbH" mit Sitz in Oberursel (Taunus) in das Handelsregister B des Amtsgerichts Bad Homburg v. d. H. unter HRB 9816 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB für große Kapitalgesellschaften unter Berücksichtigung ergänzender Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft hat sowohl inländische Betriebsstätten als auch ausländische Betriebsstätten in Schweden, den Niederlanden, Belgien, der Türkei und der Tschechischen Republik. Alle Vermögens- und Schuldposten der Betriebsstätten in Schweden und der Tschechischen Republik werden bei der Übernahme mit dem am Bilanzstichtag maßgebenden Währungskurs umgerechnet. Die Umrechnung der Aufwendungen und Erträge wird mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres 2022 vorgenommen. Abweichungen aus Kursdifferenzen zwischen Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung werden ergebniswirksam erfasst. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Die Gesellschaft bilanziert unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Hinsichtlich der Ereignisse und Gegebenheiten, die zeigen dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann, verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht in den Abschnitten "Finanzlage" sowie "Finanzierungsrisiken" im "Prognose-, Chancen- und Risikobericht". Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten und gegebenenfalls Herstellungskosten, die sich an der handelsrechtlichen Herstellungskostenuntergrenze orientieren, angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden gemäß der betriebsindividuell geschätzten voraussichtlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode vorgenommen. Lediglich in Ausnahmefällen (z. B. dauerhafter Wertminderung) wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Bei den planmäßigen Abschreibungen werden bei den immateriellen Vermögensgegenständen voraussichtliche Nutzungsdauern bis zu 12 Jahren, bei Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten voraussichtliche Nutzungsdauern bis zu 33 Jahren sowie bei den anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen voraussichtliche Nutzungsdauern bis zu 12 Jahren unterstellt. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bzw. aufgrund voraussichtlich andauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden einzeln zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Erforderliche Wertabschläge wurden vorgenommen. Die unfertigen Erzeugnisse wurden mit den bis zum Bilanzstichtag direkt zurechenbaren Material- und Lohneinzelkosten sowie den Aufwendungen für Arbeiten Dritter aktiviert. Angemessene Teile der notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten, Abschreibungen und bei den zugekauften Geräten der Abgasmesstechnik die zurechenbaren Anschaffungsnebenkosten wurden berücksichtigt. Verwaltungsgemeinkosten und Zinsen für Fremdkapital wurden nicht aktiviert. Die Waren wurden einzeln zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen. Die Einzelwertberichtigungen wurden unter Berücksichtigung erkennbarer Einzelrisiken gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalabwertung auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen ausreichend Rechnung getragen worden. Die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit dem Anwartschaftsbarwertverfahren - Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) - mit einem Zinsfuß von 1,79 % gemäß § 253 Abs. 2 S. 2 HGB bewertet. Die Pensionsrückstellungen wurden unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und einem Rechnungszinssatz für eine Restlaufzeit von 15 Jahren, entsprechend der veröffentlichten Abzinsungstabelle der Deutschen Bundesbank für den durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre, ermittelt. Der Berechnung liegen des Weiteren ein Rententrend von 2,75 %, eine Fluktuationsrate von 4,0 % sowie ein Anwartschaftstrend bei gehaltsabhängigen Zusagen von 2,0 % zugrunde. Die zur Erfüllung der Verpflichtung aus der Altersversorgung abgeschlossene Rückdeckungsversicherung ist dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen und dient ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen. Die Bewertung erfolgt zu dem beizulegenden Zeitwert in Form des Aktivwerts der Rückdeckungsversicherung, welcher mit der zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet wird. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz. Die sonstigen Rückstellungen umfassen Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten sowie für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Die Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB unter Verwendung der laufzeitadäquaten Referenzzinssätze laut Deutscher Bundesbank abgezinst sowie künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Die Rückstellungen für Dienstjubiläen und Altersteilzeitverpflichtungen werden unter Anwendung der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und eines Rechnungszinsfußes in Höhe von 0,59 % (Altersteilzeit) bzw. 1,79 % (Dienstjubiläen) berechnet. Die Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Absatzgeschäften sind in Höhe der erwarteten noch anfallenden Kosten (Vollkosten) angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten und Forderungen mit Laufzeiten bis zu einem Jahr in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Latente Steuern resultieren aus temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz in den Bilanzposten Forderungen und sonstige Rückstellungen (passive Latenzen) sowie aus Deckungsvermögen, Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen (aktive Latenzen). Vom Wahlrecht nach § 274 Abs.1 Satz 2 HGB zum Ansatz von aktiven latenten Steuern wird kein Gebrauch gemacht. Bei der Bewertung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 30,9 % im Zeitpunkt der voraussichtlichen Umkehr der Differenzen zugrunde gelegt. Auf der Passivseite werden als Rechnungsabgrenzungsposten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 3. Erläuterungen zur Bilanz 3.1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Im Geschäftsjahr 2022 ergaben sich keine Gründe über die planmäßige Abschreibung hinaus eine außerplanmäßige Abschreibung zu veranlassen. 3.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten, unverändert zum Vorjahr, keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 6.415 (Vorjahr: TEUR 3.399). Zum Bilanzstichtag bestehen im Gegensatz zum letzten Jahr Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Horiba Europe Holding, Paris, Frankreich, in Höhe von TEUR 570 (Vorjahr: Forderungen TEUR 239) und Forderungen gegen die Muttergesellschaft HORIBA Ltd., Kyoto, Japan, in Höhe von TEUR 1.007 (Vorjahr TEUR 3.751). 3.3. Eigenkapital Das Stammkapital beträgt TEUR 8.802 und ist voll eingezahlt. Gesellschafter zum Bilanzstichtag sind HORIBA Ltd., Kyoto, Japan, mit 75 % und die Horiba Europe Holding, Paris, Frankreich, mit 25 %. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert TEUR 5.000. Die Gewinnrücklagen betreffen andere Gewinnrücklagen resultierend aus der BilMoG-Umstellung in Höhe von TEUR 99 zum 01.01.2010. Die Gesellschaft plant für den Prognosezeitraum mit der Entstehung von Liquiditätslücken und ist daher auf die weitere Finanzierung durch den Konzernverbund bzw. die Muttergesellschaft angewiesen. Aus diesem Grund wurde von der Gesellschafterin HORIBA Ltd. mit Datum vom 31. Juli 2023 eine Patronatserklärung abgegeben, in der sich die HORIBA Ltd. befristet zum Ablauf des 31. Dezember 2024 verpflichtet, die HORIBA Europe GmbH finanziell so mit Liquidität und Kapital auszustatten und ausgestattet zu halten, dass diese jederzeit in der Lage ist, ihren gegenwärtig bestehenden und allen zukünftigen Zahlungsverpflichtungen gegenüber sämtlichen Gläubigern nachzukommen und sie nicht zahlungsunfähig oder überschuldet wird. 3.4. Rückstellungen Die Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt gemäß § 253 Absatz 2 Satz 1 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren. Der Unterschiedsbetrag, um den die Rückstellungen ansonsten höher ausgefallen wären, wenn die Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen nicht mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, sondern mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre berechnet worden wäre, beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 125 (Vorjahr: TEUR 182) und unterliegt der Ausschüttungssperre. Die Anschaffungskosten bzw. der beizulegende Zeitwert des Aktivwerts der Rückdeckungsversicherung beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 407, der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 468. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
3.5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben unverändert zum Vorjahr insgesamt keine Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 42.195 (Vorjahr: TEUR 37.576) bestehen in Höhe von TEUR 7.557 aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: TEUR 4.887), sowie der Verbindlichkeit aufgrund der Verlustübernahme aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Horiba FuelCon GmbH in Höhe von TEUR 10.779 (Vorjahr: TEUR 1.641). Darin enthalten sind weiterhin Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Horiba Europe Holding, Paris, Frankreich, für die Bereitstellung von Liquidität im Rahmen des europäischen Cash Pools in Höhe von TEUR 7.153 (Vorjahr: TEUR 25.266) und einem kurzfristigen Darlehen der Gesellschafterin Horiba Europe Holding, Paris, Frankreich, i. H. v. TEUR 13.000 (Vorjahr: TEUR 13.000). Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten aus Steuern mit TEUR 1.382 (Vorjahr: TEUR 1.547) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit mit TEUR 95 (Vorjahr: TEUR 161) ausgewiesen. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.1. Umsatzerlöse Die regionale Aufteilung der Umsatzerlöse ergibt sich wie folgt:
Aufteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsarten
4.2. Sonstige betriebliche Erträge
4.3. Personalaufwand Unter dem Personalaufwand werden Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 631 (Vorjahr: TEUR 489) ausgewiesen. 4.4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen.
4.5. Zinsergebnis Die Zinserträge von TEUR 195 enthalten mit TEUR 195 (Vorjahr: TEUR 118) Erträge aus verbundenen Unternehmen. Die Zinsaufwendungen von TEUR 560 enthalten im Geschäftsjahr aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen einen Zinsaufwand in Höhe von TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 60) und Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 300 (Vorjahr: TEUR 265). 4.6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 34 betreffen im Wesentlichen mit einer Körperschaftssteuererstattung aus dem Jahr 2020 (Verlustrücktrag) in Höhe von TEUR -182 den deutschen Teil der Gesellschaft und mit TEUR 216 die Betriebsstätten in Schweden, der Tschechischen Republik und den Niederlanden. 5. Sonstige Angaben 5.1. Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen Die finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen betragen bis einschließlich 2027 insgesamt TEUR 14.208, davon TEUR 6.169 gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Gesellschaft haftet für Bürgschaften gegenüber den Kunden und Geschäftspartnern der Gesellschaft. Die Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ, Ltd, Düsseldorf, hat der Gesellschaft einen Gesamtrahmen in Höhe von TEUR 80.000. (hiervon TEUR 45.000 für Bürgschaften sowie TEUR 35.000 als liquide Geldmittel) eingeräumt, der zum Bilanzstichtag mit TEUR 35.935 für die Absicherung der Garantien sowie mit TEUR 24.555 als kurzfristiges Darlehen in Anspruch genommen wurde. Die Mizuho Bank Ltd. Frankfurt hat der Gesellschaft einen Darlehensrahmen in Höhe von TEUR 25.000 gewährt, wovon insgesamt TEUR 16.000 in Anspruch genommen wurden. Die DZ Bank, Frankfurt am Main, hat der Gesellschaft einen Bürgschaftsrahmen in Höhe von TEUR 3.000 eingeräumt, der zum Bilanzstichtag mit TEUR 0 in Anspruch genommen wurde. Die Commerzbank AG, Frankfurt am Main, hat der Gesellschaft einen Bürgschaftsrahmen in Höhe von TEUR 600 eingeräumt, der zum Bilanzstichtag mit TEUR 441 in Anspruch genommen wurde. Die Bürgschaften betreffen im Wesentlichen Sicherheiten für von Kunden geleistete Anzahlungen und Liefervertragserfüllungsgarantien. Das Risiko einer Haftung aus den Bürgschaften gegenüber Kunden und Geschäftspartnern wird als gering eingeschätzt, da es historisch noch keinen Vorgang gab, in denen die Einlösung einer Bürgschaft gefordert wurde und auch bei den laufenden Projekten derzeit nicht ersichtlich erscheint. In der Regel werden die Bürgschaften als Sicherheit für geleistete Anzahlungen auf Projekte gegeben. Bisher wurden die Projekte erfolgreich abgeschlossen und der Kunde erhielt für seine geleistete Anzahlung eine Verrechnung zum Ende des Projekts. Die Gesellschaft ist ein Trägerunternehmen der Betriebspensionskasse der Firma Carl Schenck AG VVaG, Darmstadt. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsperiode und der biometrischen Entwicklung der Versicherten der Pensionskasse besteht die Gefahr der zukünftigen Unterdeckung der Ansprüche der Versicherten. Die Betriebspensionskasse wurde im Geschäftsjahr 2017 vom Bundesamt für Finanzwesen (BaFin) aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen, die sicherstellen, dass sie ihren zukünftigen Verpflichtungen in vollem Umfang nachkommen kann. Hierbei hat die Pensionskasse von der Möglichkeit der Satzungsänderung zwecks Auflegung eines Gründungsstockes mit Beschluss der Mitgliederversammlung vom 27. Oktober 2017 Gebrauch gemacht. In den Jahren 2018 bis 2023 wurden seither Nachzahlungen in den Gründungsstock in Höhe von TEUR 412 geleistet. Die Geschäftsführung schätzt das Risiko einer weiteren Inanspruchnahme aufgrund des aktuell geänderten Zinsumfelds als gering ein. Die Gesellschaft hat mit Datum vom 18. Dezember 2018 mit der HORIBA FuelCon GmbH, Barleben, einen Ergebnisabführungsvertrag geschlossen, der am 19. Juli 2019 im Handelsregister eingetragen wurde. Weiterhin hat die Gesellschaft mit Datum vom 14. Dezember 2023 in ihrer Eigenschaft als Gesellschafterin der HORIBA FuelCon GmbH, Barleben, eine Patronatserklärung abgegeben, in der sich die Gesellschaft befristet bis zum 31. Januar 2025 verpflichtet, diese finanziell so mit Liquidität und Kapital auszustatten und ausgestattet zu halten, dass diese jederzeit in der Lage ist, ihren gegenwärtig bestehenden und allen zukünftigen Zahlungsverpflichtungen gegenüber sämtlichen Gläubigern nachzukommen und sie nicht zahlungsunfähig oder überschuldet wird. 5.2. Von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnetes Gesamthonorar Das Gesamthonorar für im Geschäftsjahr erbrachte Leistungen des Abschlussprüfers setzt sich wie folgt zusammen:
5.3. Anteilsbesitz Horiba GmbH, Tulln, Österreich Anteil am Stammkapital von TEUR 363 = 100 % Eigenkapital zum 31. Dezember 2022: TEUR 7.068 Jahresüberschuss 2022: TEUR 754 HORIBA FuelCon GmbH, Barleben Anteil am Stammkapital von TEUR 52 = 100 % Eigenkapital zum 31. Dezember 2022: TEUR 1.071 Jahresfehlbetrag 2022 vor Ergebnisabführung: TEUR -10.779 Bestehender Ergebnisabführungsvertrag vom 21.12.2018 Horiba OOO, Moskau, Russland Anteil am Eigenkapital: Euro 2,47 (100 Rubel) = 1 % Eigenkapital zum 31. Dezember 2022: TEUR 1.658,73 (TRUB 130.925) Jahresüberschuss 2022: TEUR 0,17531 (TRUB 13.837) HORIBA Tocadero GmbH, Berlin Anteil am Stammkapital von TEUR 50 = 100 % Eigenkapital zum 31. Dezember 2022: TEUR -2.038 (nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag) Jahresfehlbetrag 2022: TEUR 486 BeXema GmbH, Barleben Anteil am Stammkapital von TEUR 25 = 100 % Eigenkapital zum 31. Dezember 2022: TEUR -281 (nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag) Jahresfehlbetrag 2022: TEUR 189 5.4. Organmitglieder und Bezüge für Organe Geschäftsführer im Berichtsjahr waren:
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer betrugen im Geschäftsjahr 2022 TEUR 1.114 (Vorjahr: TEUR 821). 5.5. Mitarbeiterzahl Entwicklung durchschnittliche Mitarbeiterzahl nach Gruppen:
5.6. Konzernzugehörigkeit Die Horiba Europe GmbH ist ein verbundenes Unternehmen der HORIBA Ltd., Kyoto, Japan, und wird in den Konzernabschluss dieser Gesellschaft einbezogen. Die HORIBA Ltd. erstellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis. Die Offenlegung des Konzernabschlusses ist unter folgendem Link zu finden: https://static.horiba.com/fileadmin/Horiba/Company/Investor_Relations/IR_Library/Financial_Statements/2022/20230214_FL_en_gW2.pdf 5.7. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -13.186.535,42 sowie den resultierenden Bilanzgewinn in Höhe von EUR 3.220.511,90 auf neue Rechnung vorzutragen. 5.8. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse mit besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft eingetreten.
Oberursel (Taunus), den 7. März 2024 Geschäftsführung Hiroyuki Urabe Tetsuhiro Habe Ergin Cansiz Markus Bode Hideyuki Koishi George Gillespie Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022Geschäftstätigkeit Das Unternehmen entwickelt, produziert, kauft und verkauft Messgeräte, Einrichtungen und Systeme der Prüf- und Messtechnik in Europa. Hierzu gehören insbesondere Kraftfahrzeugprüfstände (in der Zweigniederlassung Darmstadt) sowie Einrichtungen und Systeme der Abgasprüf- und Messtechnik für Fahrzeuge und Fahrzeugkomponenten sowie die dazugehörige Software, das Zubehör und die Erbringung hiermit im Zusammenhang stehender Dienstleistungen. Die Geschäftstätigkeit umfasst auch die Forschung und Entwicklung von neuen Produkten im Geschäftssegment. Hierbei arbeitet die Gesellschaft mit Forschungseinrichtungen in Europa zusammen. Die Geschäftstätigkeit erstreckt sich darüber hinaus auf Messgeräte im Segment Process & Environmental zur Messung von Luftverschmutzungen. Die Entwicklung kundenspezifischer Messgeräte und Systeme zur Messung von Verschmutzungen der Atmosphäre entspricht der wachsenden Bedeutung von Fragen des Umweltschutzes, insbesondere in Europa. Darüber hinaus besteht ein zunehmender Bedarf an unseren Produkten in den Entwicklungsmärkten und im Nahen Osten. Des Weiteren vertreibt das Unternehmen Produkte und Messgeräte für die Halbleiterindustrie, wie zum Beispiel Monitore zur Überwachung von Säurekonzentrationen oder Partikeldetektoren. Dies ist einhergehend mit der zunehmenden Bedeutung und dem enormen Wachstum des Halbleitermarktes. Neben der Zweigniederlassung in Darmstadt verfügt die Gesellschaft über Niederlassungen in den Niederlanden, Belgien, Schweden und der Türkei (es erfolgte eine Umwandlung von einer Repräsentanz in eine Betriebsstätte am 18.03.2022), zur Wahrnehmung der mit Service und Verkauf von Messgeräten und Systemen in Zusammenhang stehenden Dienstleistungen. Mit der Niederlassung in Olomouc, Tschechische Republik, besitzt unsere Gesellschaft einen weiteren Produktionsstandort für die mechatronischen Erzeugnisse. Der Vertriebsbereich unserer Gesellschaft umfasst die Gebiete Europa, den Mittleren Osten und Afrika. Die Gesellschaft hat in den Bereichen der Abgasmesstechnik und der Halbleitersparte keine eigene Fertigung, verfügt jedoch in Deutschland über die notwendigen Einrichtungen, die Erzeugnisse der japanischen Muttergesellschaft für die Kundenbedürfnisse im Vertriebsgebiet entsprechend zu kalibrieren. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2022 und die Entwicklung der Weltwirtschaft wurden durch diverse Faktoren spürbar belastet. Allen voran der Krieg in der Ukraine führte durch die Sanktionen und Gegensanktionen zu einer hohen Unsicherheit und beeinträchtigte den Handel wie auch die Lieferketten massiv, nachdem diese sich noch zum Ende des Jahres 2021, gerade nach den Störungen durch die COVID-19-Pandemie, langsam stabilisiert hatten. Es kam zeitweise zu massiven Preiserhöhungen, sowohl bei Rohstoffen als auch bei Energiepreisen (z.B. Gas und auch Treibstoff). Neben dem Krieg in der Ukraine wurde die Weltwirtschaft weiterhin in ihrer Entwicklung durch die anhaltende COVID-19-Pandemie beeinträchtigt; erneute Lockdowns in China vor allem im Zeitraum März-Mai 2022 übten zusätzlichen Druck auf die globalen Lieferketten aus. Das Resultat der zuvor genannten Einflüsse waren länderübergreifende hohe Inflationsraten, die sich bis ins vierte Quartal des Berichtsjahres hinein auswirkten. Die für die Gesellschaft wichtigsten Absatzmärkte verzeichneten entsprechend nur geringe Zuwächse in den bereinigten Bruttoinlandsprodukten gegenüber 2021, gemäß Destatis: (Deutschland: +1,8%; EU27: +3,4%; China: +3,0%; Korea: +2,6% und Japan: +1,1%). Gerade die Umsatzentwicklung in der Automobilindustrie war gemäß VDA sehr deutlich (Auslandsgeschäft +29% ggü 2021 und Inland: +12%), dieser positive Trend wird sich erfahrungsgemäß in neuen Auftragseingängen allerdings erst in den folgenden Jahren in unserem Automotive-Segment teilweise widerspiegeln. Die zuvor genannten Einflüsse auf die Weltwirtschaft haben auch das Geschäftsjahr für das Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren dienen der Gesellschaft Umsatz und Operating Profit (Sales - COGS - Operating expense before interest and tax = Operating Profit) sowie der Auftragseingang. Die Erwartungen aus Ende 2021 (Umsatz: MEUR 172,0 und Operating Profit: MEUR 6,0) wurden mit Umsätzen von MEUR 153,3 und einem Operating Loss von MEUR 1,866 leider verfehlt. Besonders betroffen hiervon waren die Segmente Automotive und Process & Environmental. Vor allem die Problematik der Lieferkettenstörung und die teilweise massiven Preiserhöhungen im Jahr 2022 hatten großen Einfluss auf die Umsätze als auch auf die Margen. Das Segment Semiconductor hingegen verzeichnete einen weiterhin deutlichen Aufschwung, was teilweise ebenfalls auf die globale Verknappung von Halbleiterprodukten und die längeren Lieferzeiten und den damit verbundenen Ausbau von Produktionskapazitäten und entsprechenden Vorbestellungen zurückzuführen ist. Da Reisen auf der einen Seite zwar wieder leichter möglich waren, auf der anderen Seite es dennoch lokale Lockdowns, allem voran in China, gab, konnten nicht so viele Abnahmen im Ausland wie vor der COVID-19-Pandemie ausgeführt werden. Dies und die längeren Lieferzeiten führten dazu, dass manche Projekte ins Jahr 2023 verschoben werden mussten. Die Auftragseingänge sanken insgesamt auf 87,0% (2022: TEUR 144.036; 2021: TEUR 165.579), vor allem im Segment Automotive; das Segment Semiconductor hingegen konnte stark zulegen, während die anderen Bereiche leichte Zuwächse verzeichnen konnten. Die Umsatzerlöse hingegen stiegen um 24,7% (2022: TEUR 153.347; 2021: TEUR 122.993) im Vergleich zu 2021, hier konnten alle Bereiche ordentliche Zuwächse verzeichnen. Hauptumsatzträger war auch in diesem Geschäftsjahr das Segment Automotive, der Umsatz in diesem Bereich stieg bei allerdings, durch die zuvor genannten weltwirtschaftlichen Einflüsse, sinkenden Margen von TEUR 98.221 (Vorjahr) auf TEUR 118.273. Die Umsätze im Segment Process & Environmental stiegen bei leicht sinkenden Margen auf TEUR 15.226 (Vorjahr: TEUR 13.588). Im Segment Semiconductor konnten die Umsatzerlöse bei nahezu stabilen Margen stark gesteigert werden auf TEUR 18.406 (Vorjahr: TEUR 10.508). Das Segment Scientific konnte ebenfalls bei sinkenden Margen einen deutlichen Anstieg in den Umsätzen verzeichnen TEUR 1.442 (Vorjahr TEUR 676). Der Exportanteil am Gesamtumsatz ist im Berichtszeitraum leicht von 67,0 % im Vorjahr auf 64,6% gesunken. Ertragslage Betriebsergebnis Bei zwar gestiegenen Umsatzerlösen, aber gesunkenen Margen und höheren Aufwendungen belief sich das Ergebnis nach Steuern auf TEUR -13.085 (Vorjahr: TEUR -4.846) und enthält mit TEUR -10.779 Verluste (Vorjahr: TEUR -1.641 Verluste) aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der HORIBA FuelCon GmbH. Der Verlust der HORIBA FuelCon GmbH (Geschäftsfeld der erneuerbaren Energien) resultiert maßgeblich aus Investitionen in den Aufbau der Produktionskapazitäten, sowohl Gebäude- und IT-technisch als auch personell, die Abarbeitung des hohen Auftragsbestandes verzögert sich aufgrund von Kapazitätsengpässen als auch Lieferketten-Schwierigkeiten, sodass sich die Investitionen erst zukünftig tragen werden. Die Betriebsleistung der Horiba Europe GmbH erhöhte sich um TEUR 12.057. Das Jahresergebnis fiel trotz der in den Vorjahren bereits durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen und des ausgeübten Gehaltsverzichts bei zeitgleicher Arbeitszeitreduzierung negativ aus, vor allem durch die Verlustübernahme der HORIBA FuelCon GmbH und durch die deutlich gestiegenen Betriebsaufwendungen. Dem Anstieg der Umsatzerlöse um TEUR 30.354 steht ein Rückgang der Betriebsaufwendungen (Material- und Personalaufwand sowie Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwände saldiert mit den Bestandsveränderungen) um TEUR 5.988 gegenüber. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Betriebsleistung) stieg um ca. 2,6 %-Punkte an. Der im Betriebsaufwand enthaltene Personalaufwand stieg um TEUR 457 bzw. um 1,0 %, für den Standort Oberursel gab es Tariferhöhungen gemäß Verdi für Groß- und Außenhandel ab Mai von 1,7%, während es am Standort Darmstadt nach IGM keine Erhöhungen für 2022 gab. Die im Betriebsaufwand enthaltenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.971 (16,9 %). Dieser Anstieg lässt sich durch gestiegene Kommissions-, Fracht- und Dienstleistungsaufwände, welche sich einerseits durch die gestiegenen Umsätze und anderseits durch die inflationsbedingten Preissteigerungen begründen. Des Weiteren gab es einen deutlichen Anstieg der Reisekostenaufwände, dies lässt sich zum einen durch insgesamt höhere Reiseaktivität nach dem Wegfall von coronabedingten Reiserestriktionen, zum anderen durch gestiegene Preise vor allem im Bereich der Kraftstoffe begründen. Finanzergebnis Das negative Zinsergebnis ist gegenüber dem Vorjahr auf TEUR -365 (Vorjahr: TEUR -701) gesunken. Zur Finanzierung der HORIBA Europe GmbH wurden vermehrt Darlehen bei Kreditinstituten aufgenommen, was zu einer entsprechenden Erhöhung der Zinsaufwendungen führte. Im Zinsergebnis des Vorjahres war periodenfremder Zinsaufwand in Höhe von TEUR 327 enthalten. Zur Finanzierung der Tochtergesellschaften wurden diesen Darlehen gewährt, was zu einem Anstieg der Zinserträge führte. Hierunter entfielen auf die HORIBA FuelCon GmbH ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von TEUR 11.925 sowie eine Ausschöpfung des Cashpooling in Höhe von TEUR 11.580. Auf die BeXema GmbH entfällt ein Darlehen in Höhe von TEUR 1.330 und auf die HORIBA Tocadero GmbH ein Darlehen in Höhe von TEUR 3.424. Die Tochtergesellschaft HORIBA Austria in Tulln hat eine Dividende in Höhe von 1,5 MEUR an die Horiba Europe GmbH ausgeschüttet. Steuern Im Berichtsjahr betrifft der Steueraufwand ausschließlich die ausländischen Betriebsstätten in Niederlande, Tschechien, Belgien und Schweden. Jahresergebnis Der Jahresfehlbetrag beträgt TEUR -13.187 (Vorjahr TEUR -4.931). Wesentliche Ursachen für die Erhöhung des Jahresfehlbetrags waren wie vorstehend ausführlicher beschrieben die gestiegenen Aufwendungen aus der Verlustübernahme der HORIBA FuelCon GmbH (TEUR -10.779; Vorjahr: TEUR -1.641), die Lieferkettenprobleme sowie die damit einhergehenden sowie inflationsbedingten Preiserhöhungen. Vermögenslage Die Bilanzsumme betrug zum 31.12.2022 TEUR 167.397 (Vorjahr: TEUR 170.301) und sank somit um 1,7%. Das Sachanlagevermögen sank um TEUR 1.486 bzw. 7,3 % auf TEUR 18.893. Dies resultiert insbesondere aus den Investitionen in Höhe von TEUR 2.125, denen planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.710 gegenüberstehen. Das Finanzanlagevermögen blieb bei TEUR 14.552 unverändert. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme fiel auf 20,9 % (Vorjahr: 21,7 %). Das Anlagevermögen ist zu 53,1% (Vorjahr 85,8%) durch Eigenkapital gedeckt. Infolge des gestiegenen Auftragsbestandes gegen Jahresende erhöhten sich die Warenbestände um TEUR 1.178 und die geleisteten Anzahlungen um TEUR 507. Aufgrund der gestiegenen Umsätze sank der Bestand der unfertigen Erzeugnisse um 15,7 %. Insgesamt sank das Vorratsvermögen von TEUR 63.538 auf TEUR 57.736 Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen zum Jahresende stieg aufgrund des gestiegenen Umsatzes im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 9.067 auf TEUR 33.134 (Vorjahr: TEUR 24.067). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gingen leicht um TEUR 126 auf TEUR 36.486 zurück. Es bestehen weiterhin Darlehen an die HORIBA FuelCon GmbH (TEUR 11.925 (Vorjahr: TEUR 30.193), die HORIBA Tocadero GmbH in Höhe von TEUR 3.424 (Vorjahr: TEUR 1.989) und die BeXema GmbH in Höhe von TEUR 1.330 (Vorjahr: TEUR 1.030). Diese Darlehen dienen der HORIBA FuelCon GmbH maßgeblich zum Ausbau des Produktionsstandorts und der HORIBA Tocadero GmbH sowie der BeXema GmbH zur Finanzierung des Net Working Capitals. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich stichtagsbedingt um TEUR 3.016. Zeitgleich stiegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen ebenfalls stichtags- und projektbedingt um TEUR 2.670 maßgeblich hierfür sind Verbindlichkeiten gegenüber HORIBA Korea, HORIBA China Trading, HORIBA Test Automation Ltd. und HORIBA FuelCon GmbH. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert TEUR 8.802. Daneben besteht eine Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 5.000 und eine Gewinnrücklage in Höhe von TEUR 1.529. Die Eigenkapitalquote fiel auf 11,08 % (Vorjahr 18,6 %), was bei einer um 1,7% geringfügig gesunkenen Bilanzsumme insbesondere auf den Jahresfehlbetrag zurückzuführen ist. Die Rückstellungen stiegen um TEUR 1.050, was insbesondere durch die um TEUR 954 gestiegenen sonstigen Rückstellungen bedingt ist. Darüber hinaus wurde ein Anstieg in den Pensionsrückstellungen von TEUR 156 verzeichnet. Die Bankverbindlichkeiten erhöhten sich um TEUR 11.555 auf TEUR 40.555. Mit den Darlehen erfolgt im Wesentlichen die Finanzierung des Net Working Capitals und der Investitionen in das Anlagevermögen. Zudem dienen die Darlehen der Finanzierung der Tochterunternehmen, was sich in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entsprechend widerspiegelt. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind aufgrund des gestiegenen Umsatzes und der dadurch erfolgten Verrechnung bereits erhaltener Anzahlungen mit den gestellten Schlussrechnungen insgesamt um TEUR 5.481 gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten weiterhin mit TEUR 13.000 ein Darlehen der HOR, welches dem Erwerb der HORIBA FuelCon GmbH im Geschäftsjahr 2018 diente. Des Weiteren sind Verbindlichkeiten aus Cashpooling mit der HEH zur Finanzierung des Net Working Capitals enthalten sowie aus der Verlustübernahme der HORIBA FuelCon GmbH in Höhe von TEUR 10.779. Finanzlage Der Finanzmittelfonds, bestehend aus Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR -2.723 auf TEUR 2.334 verringert. Der Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug TEUR -888 (Vorjahr: Abfluss von TEUR -1.471). Der Mittelzufluss aus Investitionstätigkeit betrug im Geschäftsjahr insgesamt TEUR 5.283. Auszahlungen für die Investitionstätigkeit in das Anlagevermögen von TEUR 2.244 stehen u.a. Einzahlungen für erhaltenen Dividenden von TEUR 1.500 sowie Netto-Einzahlungen aus Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition von TEUR 4.953 gegenüber. Letztere sind auf die Verminderung der in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthaltene Forderungen aus dem Cashpooling mit der HFC und der Darlehensforderung an die HFC zurückzuführen, die die Erhöhung der an die HTG und BeXema überstiegen. Aus der Finanzierungstätigkeit resultiert insgesamt ein Mittelabfluss in Höhe von TEUR 7.118. Einzahlungen aus der Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEUR 11.555 stehen Netto-Auszahlungen aufgrund der Tilgung von Verbindlichkeiten im Rahmen des konzerninternen Cashpoolings mit der HEH in Höhe von TEUR 18.113 gegenüber. Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Bankdarlehen in Höhe von TEUR 40.555 sind durch einen von der Muttergesellschaft eingeräumten Kreditrahmen gesichert und ermöglichen eine langfristige Finanzierung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sowie ihrer Tochterunternehmen. Die Gesellschaft plant für den Prognosezeitraum mit der Entstehung von Liquiditätsbedarfen und ist daher auf die weitere Finanzierung durch den Konzernverbund bzw. die Muttergesellschaft angewiesen. Aus diesem Grund wurde von der Gesellschafterin HORIBA Ltd. mit Datum vom 31. Juli 2023 eine Patronatserklärung abgegeben, in der sich die HORIBA Ltd. befristet zum Ablauf des 31. Januar 2025 verpflichtet, die Horiba Europe GmbH finanziell so mit Liquidität und Kapital auszustatten und ausgestattet zu halten, dass diese jederzeit in der Lage ist, ihren gegenwärtig bestehenden und allen zukünftigen Zahlungsverpflichtungen gegenüber sämtlichen Gläubigern nachzukommen und sie nicht zahlungsunfähig oder überschuldet wird. Das Management ist insgesamt mit der tatsächlichen Leistung des Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr im Vergleich zu den erwarteten Plan-Ergebnissen nicht zufrieden. Die Verbesserung der Finanzlage nimmt mehr Zeit in Anspruch als erwartet, aber wir streben weiterhin die Rückkehr in die Gewinnzone an. Sachinvestitionen Die Investitionen in das Sachanlagevermögen umfassen im Wesentlichen Investitionen für die Anschaffung von vermieteten Testständen, Demogeräten, Büro- und Geschäftsausstattung sowie den Ausbau der IT-Infrastruktur, sowie Grundstücke und Gebäude. Es wurde eine wesentliche Investition von TEUR 5.700 in Kapazitätserweiterung an unserem Standort Leichlingen im Geschäftsjahr 2019 genehmigt und im Jahr 2020 begonnen. Die Fertigstellung erfolgte im März 2022 mit einem periodenübergreifenden Gesamtwert von TEUR 5.416. Personal Die Horiba Europe GmbH beschäftigte im Geschäftsjahr 2022 durchschnittlich 603 Mitarbeiter. Um die Frauenquote in Führungspositionen zu fördern, wurde die aktuelle Situation ausgewertet. Die Ebene GF1(direkt unterhalb der Geschäftsführung) wird durch 18 Personen repräsentiert, hiervon ist eine Position mit einer Frau besetzt. Dies entspricht einer Quote von 5,55%, in der Ebene GF-2 sind derzeit von 34 Personen zurzeit 6 Positionen mit Frauen besetzt, dies entspricht einer Quote von 17,6%. Aufgrund des Aufgabenfeldes der Horiba Europe GmbH sind Führungspositionen überwiegend mit männlichen Kollegen besetzt. Die Horiba Europe GmbH hat sich zum Ziel gesetzt, die derzeitige Frauenquote innerhalb der nächsten 5 Jahre (bis 2028) durch Förderung anzuheben. Im Bereich der GF1 soll sich der Anteil mit 10% fast verdoppeln, im Bereich GF2 wollen wir insgesamt 25% erreichen. Auf Ebene GF soll sich der Anteil von 0,0% auf 16,7% innerhalb der nächsten 5 Jahre (bis 2028) erhöhen. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Überwachungsaudits im September 2022 zu den Standards ISO 9001:2015 für Qualität, ISO 14001:2015 für Umwelt und ISO 45001:2018 für Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit der BSI Group Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, haben wir erfolgreich bestanden. Die Audits ergaben keine wesentlichen Beanstandungen, so dass die Zertifikate "ISO 9001 für Qualität", "ISO 14001 für Umwelt" und "ISO 45001 für Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit" weiterhin Bestand haben. Außerdem haben wir im September 2022 den Standort HORIBA Tocadero in Berlin mit den Standards ISO 9001:2015 für Qualität und ISO 14001:2015 für Umwelt in die Matrixorganisation erfolgreich aufgenommen. Die Unfallzahlen konnten wir in 2022 im Vergleich zu 2021 erneut reduzieren, die OSHA-Unfallrate verbesserte sich um 43% und die OSHA-Unfallschwererate verbesserte sich um 41%. Die Digitalisierung unserer Unternehmensprozesse schreitet weiter voran, so wurde in 2022 ein strategisches Projekt "QWiki" gestartet, um die Prozesse zu beschleunigen und die Mitarbeitenden noch stärker zu beteiligen. Um unseren gesellschaftlichen Verpflichtungen in Richtung Nachhaltigkeit nachzukommen, setzen wir unsere Aktivitäten für ein ganzheitliches Konzept in Richtung CO 2 -Neutralität weiter fort. Konkret wurde mit einer IST-Aufnahme und -Analyse begonnen, um in den kommenden Jahren entsprechende Maßnahmen abzuleiten, mit dem Ziel, die CO 2 -Neutralität bis zum Jahr 2035 zu erreichen. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft ist direkt und indirekt eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der HORIBA Ltd., Kyoto, Japan. Die Produktentwicklung erfolgt im Wesentlichen in der Verantwortung der Muttergesellschaft in Japan, die laufend über die Geschäftstätigkeit und die Marktsituation in Europa informiert wird. Darüber hinaus betreibt auch die deutsche Gesellschaft eigene Forschung und Entwicklung für Produkte, die nicht aus dem Mutterkonzern stammen (z.B. E-Motor, LIDAR Testsysteme, Brakedustmesssystem etc.). Die Geschäftsführung geht davon aus, dass durch diese Produktentwicklungen auch in der Zukunft marktfähige Produkte zur Verfügung stehen und die Risiken des Geschäftsbetriebes hinreichend minimiert werden. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr insgesamt TEUR 4.391 in die Weiterentwicklung des Produktportfolios investiert. Risikomanagement Dem Management von Risiken haben wir im Berichtszeitraum unverändert hohe Aufmerksamkeit geschenkt. Entsprechend den Vorgaben der Muttergesellschaft haben wir ein Risikomanagement und -kontrollsystem eingerichtet, das jährlich hinsichtlich seiner Wirksamkeit überprüft wird. Identifizierte Risiken wurden mit Maßnahmen zur Risikobegrenzung hinterlegt und deren Umsetzung laufend überwacht und der Geschäftsführung berichtet. In diesem Zusammenhang werden von der Gesellschaft u. a. folgende Risiken im Rahmen des Risikomanagements zeitnah beobachtet und bewertet:
Prognose-, Chancen- und Risikobericht Die weltwirtschaftlichen Einflüsse, wie Russland-Ukraine-Konflikt, Energiekrise, Lieferkettenstörungen und die Inflation, sowie die teilweise andauernde Covid-19-Pandemie im Jahr 2023 haben unmittelbaren Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der Horiba Europe GmbH. Die für die Gesellschaft wichtigsten Absatzmärkte verzeichnen aktuell negative bzw. nur geringe Zuwächse in den bereinigten Bruttoinlandsproduktprognosen gegenüber 2022, gemäß Konjunkturprognosen der DIHK aus Oktober 2023: (Deutschland: -0,5%; EU: +0,7%; China: +5,0%; Korea: +1,4% und Japan: +2,0%). Die Prognose der Umsatzentwicklung 2023 in der Automobilindustrie gemäß VDA ist erneut sehr positiv (+13%) ggü. 2022. Trotz der sehr überwiegend positiven Wachstumsprognosen belasten gerade steigende Einkaufspreise, vor allen Dingen im umkämpften Segment Automotive, die Margen stark. Darüber hinaus belastet die globale Umstrukturierung der Division Test Automation Systems das Geschäftsergebnis der Horiba Europe GmbH gegenüber dem Vorjahr zusätzlich planmäßig um ca. TEUR 2.000 infolge erwarteter Kostenumlagen der Horiba-Gruppe. Aufgrund des hohen Drucks auf die Margen im Segment Automotive, maßgeblich beeinflusst von gestiegenen Einkaufspreisen bereits vereinbarter Aufträge (überwiegend keine Weitergabe der Preiserhöhungen an Kunden mehr möglich) und des zunehmenden Rückgangs von OEM-Investitionen im Bereich "Verbrennungsmotoren" erwarten wir im Jahr 2023 ein negatives operatives Ergebnis des Segments Automotive. Zugleich gehen wir davon aus, dass sich die Situation im Jahr 2024 verbessern wird, was sich bereits jetzt durch die Entwicklung der neuen Auftragseingänge abzeichnet. Wir erwarten in diesem Segment für das Jahr 2023 sowohl steigende Auftragseingänge von MEUR 120,0 bis MEUR 135,0 (VJ: MEUR 105,2) als auch steigende Umsätze von MEUR 120,0 bis MEUR 130,0 (VJ: MEUR 118,3). Große Zuwächse erwarten wir im Bereich MCT mit unseren etablierten Produkten, wie z.B. Windkanalwaagen, und mit Erweiterungen des Produktportfolio, beispielsweise um Brakedust und Batterieprüfstände. Das Segment Semiconductor hat das Jahr 2022 mit einem Rekordumsatz und einem Rekordauftragseingang abgeschlossen. Für das Jahr 2023 erwarten wir aktuell, sowohl im Auftragseingang (MEUR 6,0 - MEUR 10,0; VJ: MEUR 23,2) als auch im Umsatz (MEUR 13,0 bis MEUR 16,0; VJ: MEUR 18,4), rückläufige Zahlen, da sich bereits erste Anzeichen für eine vorrübergehende Marktsättigung zeigen. Darüber hinaus werden die Aussichten durch die Sanktionen zwischen den USA und China getrübt. Nichtsdestotrotz bleiben die Bedarfe in diesem Sektor auf einem hohen Niveau und zukünftige Investitionen gerade in Europa (z.B. durch Intel in Magdeburg) sollten auch in den kommenden Jahren dieses Segment weiter stärken. Die Umsatz- und Ergebniserwartungen im Segment Process & Environmental werden als sehr gut eingestuft, und durch einen Investitionsstau von staatlichen Ämtern im Jahr 2022 gehen wir von einer sehr guten Auftragseingangslage im Jahr 2023 aus. Wir planen mit einem Auftragseingang von MEUR 15,0 bis MEUR 18.0 (VJ: MEUR 14,7) und einem Umsatz von MEUR 16,0 bis MEUR 18,0 (VJ: MEUR 15,2), beides würde einen historischen Rekord darstellen. Die Investitionen in Höhe von insgesamt ca. MEUR 6,0 in die Erweiterung der Produktionskapazitäten am Standort Leichlingen wurden final im März 2022 abgeschlossen und unterstützen dieses Wachstumsziel. Darüber hinaus hat unsere Tochtergesellschaft HORIBA Tocadero GmbH einen ersten bedeutenden Zulieferervertrag mit einem globalen Player abschließen können. Dies wird ebenfalls dazu führen, dass wir insgesamt mit einem höheren Volumen rechnen können. Für 2023 erwarten wir auf Basis unserer aktuellen Forecast-Planung für die HE über alle Bereiche hinweg einen wachsenden Auftragseingang von insgesamt ca. MEUR 140 bis MEUR 165 und einen Umsatz von ca. MEUR 150 bis MEUR 165 und einen Operating Loss von ca. MEUR -3,2 bis MEUR -4,8. Darüber hinaus erwarten wir für das Jahr 2023 erneut Verluste aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der HORIBA FuelCon GmbH von ca. MEUR 9,0 bis MEUR 12,0, so dass auch insgesamt mit einem deutlich über dem Vorjahr liegenden handelsrechtlichen Jahresfehlbetrag in niedriger 2-stelliger Millionenhöhe zu rechnen ist. Im Ausblick auf das Jahr 2024 erwarten wir einen, gegenüber 2023 moderaten Anstieg der Auftragseingänge und einen sich stabilisierenden Umsatz auf dem Niveau von 2023. In Bezug auf den Operating Profit erwarten wir für die Horiba Europe GmbH ein ausgeglichenes Ergebnis zuzüglich eines deutlich verbesserten Ergebnisses der Horiba Fuelcon GmbH, welches sich allerdings planmäßig noch immer in einem niedrig negativen einstelligen MEUR-Bereich befinden wird. Als Risiken werden gesehen: Makroökonomische Risiken und Rahmenbedingungen: Die Auswirkungen von makroökonomischen, politischen und geopolitischen Entwicklungen können zu einer Einschränkung des laufenden bzw. zukünftigen Geschäfts der Horiba Europe GmbH führen, zum Beispiel hinsichtlich Störungen der Lieferketten. Damit einhergehend trüben hohe Inflationsraten die wirtschaftlichen Aussichten und schlagen sich in erhöhten Produktionskosten nieder. Diesem Risiko wird durch Preiserhöhungen bereits in den Angebotskalkulationen begegnet. Da dieses Risiko nicht nur für die Horiba Europe GmbH besteht, sondern auch für etwaige Konkurrenten und alle anderen Wirtschaftsteilnehmer, sehen wir die Konkurrenzfähigkeit nicht wesentlich beeinflusst. Bezüglich der aktuellen Russland-Ukraine-Krise sehen wir die Risiken für die Horiba Europe GmbH als sehr gering an, da wir kundenseitig nur einen Auftrag mit einem russischen Kunden haben, welcher vorsorglich gestoppt wurde und für welchen wir bereits Anzahlungen in Höhe von 94,1% unserer bisherigen Aufwände erhalten haben. Darüber hinaus unterhalten wir aktuell keine weiteren Kundenbeziehungen, weder in die Ukraine noch nach Russland oder Weißrussland. Lieferantenseitig sehen wir aktuell ebenfalls keine nennenswerten Risken, da wir keinerlei Lieferanten aus diesen Ländern haben. Im Hinblick auf die steigenden Energiepreise hat die Horiba Europe GmbH bereits im Dezember 2021 neue Stromverträge bis 2025 zu festen Konditionen für den Großteil ihrer Standorte abgeschlossen, um so diesem Risiko entsprechend zu begegnen. Verknappung von qualifizierten Arbeitskräften: Die Tatsache, dass sich der Arbeitsmarkt immer stärker Richtung Arbeitnehmermarkt entwickelt und die Anzahl freier qualifizierter Arbeitskräfte zurückgeht, sehen wir als ein mögliches Risiko an, dessen Schadensausmaß sich zurzeit allerdings für uns als noch gering darstellt, weil wir sowohl in Aus- als auch in Weiterbildung unserer Mitarbeiter investieren. Finanzinstrumente, insb. Forderungsausfallrisiken Unsere Gesellschaft ist bezüglich ihrer Finanzinstrumente, die im Geschäftsjahr 2022 im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie sonstige Vermögensgegenstände beinhalten, den allgemeinen Ausfallrisiken ausgesetzt. Diese werden durch ein Forderungsmanagementsystem gemindert, das eine laufende Überwachung der Forderungen beinhaltet. Konkrete Ausfallrisiken und wesentliche Auswirkungen auf die Ertragslage sind nicht erkennbar und werden daher als gering eingeschätzt. Verlustaufträge und Drohverluste: Das Risiko von verlustträchtigen Aufträgen sehen wir jederzeit als möglich an, das Schadensausmaß hingegen schätzen wir als gering ein, da wir einerseits laufend unsere Projekte überwachen und entsprechend frühzeitig Gegenmaßnahmen einleiten, um mögliche Verluste und die Bildung von Drohverlustrückstellungen zu begrenzen. Pandemien (Coronapandemie): Im Vergleich zu den Vorjahren reduzieren sich die Einschränkungen durch die Coronapandemie kontinuierlich, dennoch sehen wir das Risiko für einen erneuten Anstieg als möglich an, was eventuelle Eindämmungsmaßnahmen und Reiserestriktionen und damit einhergehend Nachfrageschwankungen und Probleme bei Installationen vor Ort nach sich ziehen würde. Daher bewerten wir das Schadensausmaß als mittel, vor allem bezogen auf die Umsätze. Zins- und Währungsrisiken: Das Zinsrisiko sehen wir als sehr wahrscheinlich an, da es bereits im vierten Quartal 2022 einen deutlichen Anstieg bei den Zinssätzen gab, das Ausmaß hingegen schätzen wir für die Horiba Europe GmbH allerdings als gering ein, da wir uns überwiegend über die eigene HORIBA-Gruppe finanzieren und dies zu deutlich günstigeren Zinssätzen. Das Währungsrisiko stufen wir grundlegend als sehr wahrscheinlich ein, die finanziellen möglichen Auswirkungen hingegen ebenfalls als gering, da Forderungen und Verbindlichkeiten im Wesentlichen in EURO bestehen. Für Forderungen in fremder Währung werden im Einzelfall Sicherungsgeschäfte abgeschlossen. Für die Umrechnung der Währungen SEK und CZK unserer Betriebstätten bedienen wir uns sowohl eines Jahresmittelkurses als auch eines Jahresendkurses, da beide Währungen keine Hochrisikowährungen sind und keinen großen Schwankungen unterliegen, sehen wir diese Werte somit als abgesichert an. Das Risiko in TRY sehen wir ebenfalls als sehr gering an, da wir für das Jahr 2023 von einem nicht wesentlichen Geschäftsvolumen ausgehen. Cybersecurity/IT-Sicherheit: Die in allen Bereichen eingesetzten IT-Systeme sind von essenzieller Bedeutung für die Horiba Europe GmbH, da die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes stark von der Verfügbarkeit der IT-Systeme abhängt. Das Risiko sehen wir zurzeit als gering an, das Schadensausmaß hingegen wäre sehr hoch. Daher orientieren wir uns allem voran am internationalen Standard Trusted Information Security Assessment Exchange (TISAX) und sind hier auch entsprechend zertifiziert. Verluste aus Ergebnisabführungsvertrag mit der HORIBA FuelCon GmbH: Da sich die HORIBA FuelCon GmbH weiterhin im Ausbau befindet und entsprechende Investitionen getätigt werden, sehen wir das Risiko von Verlusten zurzeit als sehr wahrscheinlich an und das finanzielle Ausmaß in einem mittleren bis hohen Bereich. Wertminderungsrisiko für Beteiligungen: Das Wertminderungsrisiko für die Beteiligungen der Horiba Europe GmbH ist grundsätzlich möglich und es wird jährlich geprüft. Zurzeit sehen wir dieses Risiko als gering an, da sowohl die HORIBA Tocadero GmbH als auch die BeXema GmbH einen positiven Aufwärtstrend zeigen und die HORIBA FuelCon GmbH trotz kurzfristig wahrscheinlicher weiterer Verluste aufgrund des hohen Produktpotenzials und eines hohen Auftragsbestands voraussichtlich keiner dauerhaften Wertminderung unterliegt. Finanzierungsrisiken: Zur Finanzierung der Gesellschaft sowie ihrer Tochterunternehmen stehen durch das Mutterunternehmen in Japan gesicherte Kreditlinien bei der Bank of Tokyo-Mitsubishi in Höhe von MEUR 80,0 zur Verfügung, wovon MEUR 61,5 in Anspruch genommen wurden. Die HE ist als Konzerngesellschaft des HORIBA Ltd. Konzerns an das konzerninterne Cash-Pooling der HEH angeschlossen. Die Gesellschaft finanziert sich sowohl über das eigene operative Geschäft als auch über Finanzierungen seitens Kreditinstitute, dem Cash-Pooling und kurzfristige Darlehen der HEH. Im Rahmen des Liquiditätsmanagements der Gesellschaft wird der Liquiditätsbedarf regelmäßig überwacht. Die Gesellschaft plant für den Prognosezeitraum mit der Entstehung von zusätzlichen Liquiditätsbedarfen und ist daher auf die weitere Finanzierung durch den Konzernverbund bzw. die Muttergesellschaft angewiesen. Die Gesellschafterin HORIBA Ltd. hat mit Datum vom 31. Juli 2023 eine Patronatserklärung abgegeben, in der sich die HORIBA Ltd. befristet zum Ablauf des 31. Januar 2025 verpflichtet, die HORIBA Europe GmbH finanziell so mit Liquidität und Kapital auszustatten und ausgestattet zu halten, dass diese jederzeit in der Lage ist, ihren gegenwärtig bestehenden und allen zukünftigen Zahlungsverpflichtungen gegenüber sämtlichen Gläubigern nachzukommen und sie nicht zahlungsunfähig oder überschuldet wird. Diese Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Durch die bestehende Finanzierung und die Patronatserklärung werden Finanzierungs- oder Zahlungsunfähigkeits-risiken entsprechend minimiert und eventuelle Zweifeln an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit adressiert. Wir schätzen das Risiko der Zahlungsunfähigkeit auch deshalb als sehr gering ein, da die HORIBA Europe GmbH als größte Gesellschaft innerhalb Europas und globale Factory für MCT-Produkte ein wesentlicher Baustein des gesamten Konzerns der HORIBA Ltd. ist. Der Mutterkonzern hat in den vergangenen Jahren wesentlich in die HE sowie in deren europäischen Tochtergesellschaften, wie der HORIBA FuelCon GmbH, der BeXema GmbH sowie die HORIBA Tocadero GmbH investiert, um in die neuen Märkte der erneuerbaren Energien und "Water-Analytics" einzusteigen. Auch daher wird die Gesellschaft weiterhin eine wesentliche Rolle innerhalb des HORIBA Konzerns übernehmen. Als Chancen werden gesehen: Bremsenstaub/Brakedust: Anstehende neue Regulierungen zum Thema Bremsenstaub sorgen für zusätzliche Nachfrage und Aufträge sowohl für unser Bremsenprüfcenter in Flörsheim als auch für unsere Brakedust-Lösungen. Zunehmende Investitionen in Elektrolyse: Die zunehmende globale Ausrichtung zur "Green Industry" führt gerade in Deutschland zu steigenden Investitionen in die Elektrolyse. Dieses Wachstum hat entsprechende Auswirkungen auf die HORIBA FuelCon GmbH und damit einhergehend auf potenzielle Gewinne der folgenden Jahre aus dem Ergebnisabführungsvertrag. Zunehmendes Servicegeschäft: Die Anforderungen unserer Kunden, ihre Anlagen länger zu betreiben und eine mögliche 24/7 Unterstützung zu erhalten, bietet die Chance, unser Servicegeschäft und unser Portfolio im Service weiter auszubauen und entsprechend höhere Umsätze und Gewinne zu erzielen. Zunehmende Investitionen in E-Mobilität: Die sukzessive Entwicklung Richtung E-Mobilität bietet uns durch unser mit Bremsenprüfständen erweitertes Produktportfolio gezielt Chancen, unsere Kunden gemeinsam bei der Entwicklung ihrer Produkte zu unterstützen. Darüber hinaus bieten wir in unserem Portfolio auch E-Motorenprüfstände an, welche wir ständig weiterentwickeln, um die stetig wachsenden Anforderungen an Drehzahlen mit entsprechenden Produkten unterstützen zu können. Neukundengewinnung durch Cross-Segment-Aktivitäten: Durch gezielte und segmentübergreifende Produkt- und Lösungsentwicklungen versuchen wir die entsprechenden Synergien zu nutzen, um neue Kunden und neue Industrien zu erschließen und damit neues Geschäft zu generieren. Darüber hinaus werden wir weiter in die Verbesserung unserer Prozesse sowie in Digitalisierung investieren, um unseren Strukturwandel fortzusetzen zu können und eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit zu erzielen. Die konsequente Qualitäts- und Entwicklungspolitik wird auch zukünftig mit neuen Produkten fortgeführt (z.B. Brakedust-Messsystemen) und unser Service-/Dienstleistungsangebot wird laufend an die Kundenwünsche angepasst und erweitert. Die Geschäftsführung geht ab dem Jahr 2025 vom Erreichen eines positiven operativen Ergebnisses aus. Sonstige Angaben Die Gesellschaft ist in Schweden, den Niederlanden, Belgien, der Türkei und der Tschechischen Republik mit eigenen Niederlassungen vertreten. In unserer Niederlassung in Schweden gingen die Umsätze im Jahr 2022 leicht auf TEUR 7.693 gegenüber 2021 (TEUR 8.951) zurück. Die Niederlassung war mit durchschnittlich 17 Mitarbeitern mit der Lieferung von Systemen und Dienstleistungen für die Automobilindustrie und -zulieferindustrie sowie in den Bereichen Umwelttechnik und Scientific in Skandinavien erfolgreich und erzielte ein positives operatives Ergebnis. In den Niederlanden besteht ein Beratungsbüro mit Servicestützpunkt und vier Mitarbeitern. In Belgien bestand im Berichtsjahr ein Büro mit einem Mitarbeiter, das zum 25.05.2023 geschlossen wurde. Der Mitarbeiter hat das Unternehmen im Q2 2022 verlassen. Unsere Niederlassung in Olomouc, Tschechische Republik, beschäftigte im Jahr 2022 durchschnittlich 60 Mitarbeiter. Unsere Niederlassung in der Türkei beschäftigte im Jahr 2022 durchschnittlich drei Mitarbeiter. Daneben hat die Horiba Europe GmbH in Europa ein Tochterunternehmen in Österreich. Im Inland werden neben der Hauptniederlassung in Oberursel (Taunus) eine eingetragene Niederlassung in Darmstadt sowie Geschäftsstellen in Böblingen (diese wurde im Q4 2023 geschlossen und in die Geschäftsstelle in Neuhausen a.d.F. integriert), München, Leichlingen, Neuhausen a.d.F, Potsdam, Korschenbroich, Wolfsburg, Flörsheim und Langenhagen unterhalten. Zudem hat die Horiba Europe GmbH drei Tochterunternehmen in Deutschland: HORIBA FuelCon GmbH und BeXema GmbH, beide in Barleben, und HORIBA Tocadero GmbH in Berlin.
Oberursel (Taunus), den 7. März 2024 Geschäftsführung Hiroyuki Urabe Tetsuhiro Habe Ergin Cansiz Markus Bode Hideyuki Koishi George Gillespie |
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