GEMA Unterstützungskasse GmbH
Selbe AdresseVerwertungsgesellschaften zur Wahrnehmung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Theune seit 12.5.2016 | Liquidator |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
GEMA Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte | 99.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PAECOL GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Bilanz zum 31. Dezember 2014Aktiva
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014I. ALLGEMEINE ANGABENGegenstand des Unternehmens ist die grenzüberschreitende paneuropäische Lizenzierung und Verwaltung von Rechten an Musikwerken im Mobilfunk- und Onlinebereich aus dem angloamerikanischen Sony-Repertoire. In diesem Zusammenhang nimmt die PAECOL GmbH in eigenem Namen und auf eigene Rechnung die Lizenzierung des Sony-Repertoires gegenüber den Lizenznehmern wahr. Nach Abzug einer vereinbarten Vergütung werden diese Lizenzerträge dann an die Sony/ATV Music Publishing Ltd., London, abgeführt. Nachdem ein Firmenkonsortium unter Führung der Sony/ATV im Jahr 2013 die EMI Music Publishing übernommen hat, wurde der Vertrag über die Lizenzierung der mechanischen Online-Rechte am angloamerikanischen Repertoire von Sony/ATV auf paneuropäischer Ebene mit der PAECOL GmbH zum 30. Juni 2014 gekündigt. In diesem Zusammenhang geht die Administration des Sony/ATV-Repertoires ab dem Nutzungszeitraum Januar 2015 auf die SOLAR Music Rights Management Ltd., London, über. Dadurch ergibt sich voraussichtlich eine Abwicklung der Gesellschaft im Jahr 2015. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine kleine Kapitalgesellschaft i. S. von § 267 Abs 1 und 4 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen gem. § 288 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2014 wurde gemäß den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Ein Lagebericht wurde nicht aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Aufgrund der Tatsache, dass die Gesellschaft im kommenden Geschäftsjahr 2015 liquidiert werden soll, wird bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden nicht mehr von der Prämisse der Unternehmensfortführung ausgegangen. Daher liegen der Rechnungslegung zum 31. Dezember 2014 im Wesentlichen Liquidationswerte zugrunde. II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEDie angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 bis 263 HGB). In Abkehr von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurde der Jahresabschluss 2014 nicht mehr unter Annahme der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt. In diesem Zusammenhang wurde der Grundsatz der Ansatz- und Bewertungsstetigkeit durchbrochen; er ergaben sich hieraus folgende Auswirkungen: Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt. Allen erkennbaren Risiken wird Rechnung getragen. Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung sowie kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten und Fremdwährungsforderungen werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum 31. Dezember 2014 bewertet (§ 256a HGB). Ausgaben im Geschäftsjahr für Aufwendungen, die den folgenden Geschäftsjahren zuzurechnen sind, werden abgegrenzt und als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Es ist beabsichtigt, die den Aufwendungen zu Grunde liegenden Verträge bis zur geplanten Liquidation zu erfüllen. Das Eigenkapital ist zum Nominalwert angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen mit dem Betrag ihrer voraussichtlichen Erfüllung. Sie enthalten alle Verpflichtungen, die der zu erwartenden Einstellung der Unternehmenstätigkeit folgen. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Es ist beabsichtigt, die den Einnahmen zu Grunde liegenden Verträge bis zur geplanten Liquidation zu erfüllen. Die Umsatzrealisation erfolgt mit Leistungserbringung. Zur Sicherstellung der periodengerechten Umsatzrealisierung werden für nicht abgerechnete Leistungszeiträume Ertragsschätzungen vorgenommen. III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ A. AKTIVA1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lizenzen Die Forderungen in Höhe von TEUR 1.502 (Vorjahr TEUR 2.297) ergeben sich zum Bilanzstichtag aus abgerechneten und geschätzten Nutzungen von Verwertungsrechten durch Lizenznehmer. Die Schätzungen wurden nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung basierend auf gewonnenen Erfahrungswerten aus der Vergangenheit gebildet. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegenüber der Gesellschafterin GEMA Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, Berlin, in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr TEUR 17) betreffen im Wesentlichen Servicekosten gegen die GEMA als Organträgerin. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 658 (Vorjahr TEUR 45) resultieren im Wesentlichen aus Forderungen an den Lizenzgeber. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. 2. Guthaben bei Kreditinstituten Bei dem Bankguthaben in Höhe von TEUR 2.505 (Vorjahr TEUR 2.058) handelt es sich um liquide Mittel auf Konten der PAECOL GmbH bei der HypoVereinsbank. 3. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden in Höhe von TEUR 358 (Vorjahr TEUR 655) Lizenzierungsaufwendungen für den Leistungszeitraum nach 2014 dargestellt. B. PASSIVA 1. Gezeichnetes Kapital In § 5 der Satzung wurde das Stammkapital auf TEUR 25 festgesetzt. 2. Kapitalrücklage Von der Gesellschafterin wurden am 12. August 2008 und 3. Dezember 2008 insgesamt TEUR 200 der Kapitalrücklage zugeführt. 3. Steuerrückstellungen Hier wurden Rückstellungen für die Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer gebildet. 4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen die Auszahlungsverpflichtungen von geschätzten Lizenzeinnahmen des Geschäftsjahres 2014 an Sony/ATV in Höhe von TEUR 1.306 (Vorjahr TEUR 2.457). 5. Verbindlichkeiten Erhaltene Anzahlungen Die erhaltenen Anzahlungen beinhalten Vorauszahlungen eines Kunden in Höhe von TEUR 321 (Vorjahr TEUR 264). Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten für Verpflichtungen aus Lizenzierungen in Höhe von TEUR 1.451 (Vorjahr 408) und um angewiesene, aber noch nicht ausgeführte Auszahlungen im Rahmen der Lizenzierung in Höhe von TEUR 228 (Vorjahr TEUR 31). Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin GEMA in Höhe von TEUR 145 (Vorjahr TEUR 42) resultieren überwiegend aus angewiesenen, aber noch nicht ausgeführten Auszahlungen im Rahmen der Agententätigkeit. Die sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Servicekosten von TEUR 14 (Vorjahr TEUR 0). Sonstige Verbindlichkeiten Die Sonstige Verbindlichkeit resultiert aus Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt in Höhe von TEUR 133 (Vorjahr TEUR 0) und den unterwegs befindlichen Geldern in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr TEUR 19) für die Anzahlungen im Rahmen der Agententätigkeit. Sämtliche ausgewiesene Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 6. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten werden in Höhe von TEUR 396 (Vorjahr TEUR 728) Umsatzerlöse und Erträge aus Kommission dargestellt, die dem Leistungszeitraum nach 2014 zuzuordnen sind. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung7. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich aus Erlösen (inkl. Erlösschätzungen) aus der Lizenztätigkeit der PAECOL GmbH in Höhe von TEUR 4.705 (Vorjahr TEUR 8.893) und aus Kommissionserträgen in Höhe von TEUR 461 (Vorjahr TEUR 1.335) zusammen. 8. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.362 (Vorjahr TEUR 0) im Rahmen der Änderung des Rechteflusses und von Einzelwertberichtigungen von TEUR 227 (Vorjahr TEUR 0) sowie Kursgewinne in Höhe von TEUR 85 (Vorjahr TEUR 73). 9. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Wertberichtigungen auf Forderungen Lizenzen in Höhe von TEUR 1.362 (Vorjahr TEUR 0) im Rahmen der Änderung des Rechteflusses, Dienstleistungskosten für die Unterstützung der operativen Tätigkeit in Höhe von TEUR 460 (Vorjahr TEUR 460) und Kursverluste von TEUR 26 (Vorjahr TEUR 78). 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die Zinserträge stammen aus dem laufenden Konto bei der HypoVereinsbank, München. 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Hier handelt es sich um Aufwendungen für die Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer. V. SONSTIGE ANGABENVerwendung des Bilanzergebnisses Der Jahresabschluss ist vor Verlustverwendung aufgestellt worden. Gesellschafter GEMA Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte mit Sitz in Berlin (100 %). Geschäftsführung Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2014 waren: Bis 13. August 2014 Kilian Steiner, Rechtsanwalt, München Ab 13. August 2014 Thomas Theune, Internationaler Dipl. Betriebswirt (EMA), München Fabian Zey, Wirtschaftsjurist, München
München 10 März 2015 Thomas Theune, Geschäftsführer Fabian Zey, Geschäftsführer |
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