LEEVITO GmbH
Selbe AdresseForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Steinert seit 19.10.2023 | Prokura |
Bernd Haberstock seit 7.9.2023 | Prokura |
Holger, Dipl. Betriebswirt Kison seit 29.7.2021 | Prokura |
Klaus Dr. Alberti seit 10.1.2018 | Geschäftsführer |
Sven Frerick seit 19.5.2016 | Prokura |
Joachim Schmalzried seit 25.10.2007 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Infraserv Logistics GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024I. Grundlagen des Unternehmens1. Überblick Die Infraserv Logistics GmbH (im Folgenden: Infraserv Logistics) erbringt individuelle Logistiklösungen, die ein hohes Maß an Sicherheit erfordern, entlang der gesamten Supply Chain ihrer Kunden aus der chemischen, pharmazeutischen und prozessorientierten Industrie. Die Lagerung, insbesondere von Gefahrstoffen, pharmazeutischen Roh- und Wirkstoffen und medizinischen Produkten sowie der flexible Umschlag und Transport von Waren sind das Kerngeschäft der Infraserv Logistics. Zusätzlich bietet die Gesellschaft Dienstleistungen in den Bereichen Distributions- und Gefahrgutmanagement, Zollabwicklung sowie Schulungen und Beratungsdienstleistungen im GDP- (Good Distribution Practice) und Gefahrgutumfeld an. Ergänzend werden Value Added Services und Onsite Services, beispielsweise Abfüll-, Veredelungs- und Verpackungsaufgaben, angeboten. Die Geschäftstätigkeit findet überwiegend im Industriepark Höchst in Frankfurt am Main sowie im Industriepark Fechenheim in Frankfurt am Main statt. Darüber hinaus werden logistische Dienstleistungen im Industriepark Gersthofen (Bayern) erbracht. 2. Gesellschaftsrechtliche Strukturen Im Geschäftsjahr 2024 werden unverändert 100% der Anteile der Infraserv Logistics von der Infraserv GmbH & Co. Höchst KG (im Folgenden: Infraserv Höchst KG) gehalten. Der Sitz des Unternehmens befindet sich im Industriepark Höchst in Frankfurt am Main. Die Infraserv Logistics hält 50% der Anteile an der Contargo Industriepark Frankfurt-Höchst GmbH, Frankfurt am Main, 100% der Anteile an der Infraserv Logistics Service GmbH, Frankfurt am Main, sowie 3,8% der Anteile an der Infraserv Höchst KG, Frankfurt am Main. 3. Forschung und Entwicklung Als Logistikunternehmen hat die Infraserv Logistics keine eigenen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. II. WirtschaftsberichtIm operativen Geschäft werden insbesondere die Umsatzerlöse sowie der EBIT (Earnings before Interest and Taxes) als finanzielle Steuerungsgrößen genutzt. Mit diesen Kennzahlen wird die Effizienz und Ertragskraft des Unternehmens gemessen. Sie werden auf Basis der International Financial Reporting Standards (IFRS) ermittelt und bilden im Wesentlichen die Grundlage für Analysen und Entscheidungen. Zudem erfolgt der jährliche Budgetprozess auf der Grundlage von IFRS-Zahlen. Folgende Anpassungen ergeben sich für die Umsatzerlöse und den EBIT zwischen HGB und IFRS für die Geschäftsjahre 2024 und 2023.
Die Umsatzerlöse nach HGB und IFRS unterscheiden sich im Wesentlichen durch die Abbildung von Leasinggeschäften. Die Abweichungen des EBIT zwischen den beiden Rechnungslegungsarten resultieren im Wesentlichen aus Unterschieden in der Rückstellungsbewertung, der unterschiedlichen bilanziellen Behandlung von Miet- und Pachtverhältnissen, von regelmäßig wiederkehrenden Inspektions- und Wartungsarbeiten sowie aus Unterschieden bei den Abschreibungen von einzelnen Vermögensgegenständen. Leasingverhältnisse mit Gesellschaften des Infraserv Höchst Konzerns (= konzerninterne Leasingverhältnisse) werden aus Vereinfachungsgründen nach IFRS als Operating-Lease-Verhältnisse bilanziert. Insbesondere im Vorjahr hatten Anpassungen der Trendannahmen zu einer deutlichen Erhöhung der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen geführt, die nach IFRS erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst wurden, während die Erfassung nach HGB erfolgswirksam im Personalaufwand erfolgte. Im Berichtsjahr waren diese Anpassungen und folglich deren Auswirkungen erheblich geringer. 1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung sowie Entwicklung der Branche Krisen wie die Pandemie, der Ausbruch von geopolitischen Konflikten, die Energiekrise sowie extreme Wetterereignisse prägten das weltwirtschaftliche Umfeld in den letzten Jahren. Trotz dieser anspruchsvollen Rahmenbedingungen hat sich die Weltwirtschaft bisher als widerstandsfähig erwiesen. Im Berichtsjahr war die Inflation weiter rückläufig und das Wachstum der Weltwirtschaft erneut insgesamt stabil. Treiber für das globale Wachstum waren vor allem Indien, China und die USA, während der Euroraum nur wenig zum Wachstum der Weltwirtschaft beitrug. Das Wirtschaftswachstum in Indien blieb weiterhin stark. Die Wirtschaft Chinas dürfte trotz der gesunkenen Binnennachfrage sowie der anhaltenden Immobilienkrise sein Wachstumsziel von 5% nur knapp verfehlen. In den USA zeigte sich die Konjunktur insbesondere getrieben vom privaten Konsum sowie von den staatlich geförderten Unternehmensinvestitionen weiterhin robust. Im Euroraum wuchs die Wirtschaft insgesamt nach wie vor nur verhalten. Während die Konjunktur in den Volkswirtschaften des Euroraums mit einem höheren Industrieanteil schwächer ausfiel, war das Wachstum in den Staaten mit einem hohem Dienstleistungsanteil kräftiger. Insgesamt rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) aktuell mit einem Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung um rund 3,2%. Für den Euroraum geht der IWF von einer Erhöhung der aggregierten Wirtschaftsleistung in Höhe von 0,8% aus. Für Deutschland war 2024 ein weiteres Jahr der wirtschaftlichen Schwäche. Der IWF geht derzeit für die deutsche Wirtschaft von einem Nullwachstum im Berichtsjahr aus. Im europäischen Vergleich bildet Deutschland damit fast das Schlusslicht. Sowohl konjunkturelle als auch strukturelle Probleme sind Gründe für die stagnierende deutsche Wirtschaft. Die schwache Nachfrage aus dem Ausland sowie die hohen Energiepreise belasten insbesondere das exportorientierte verarbeitende Gewerbe. Zudem haben die restriktive und unstete Fiskalpolitik das Wachstum der deutschen Wirtschaft gedämpft. Trotz steigender Reallohneinkommen sind die Verbraucher weiterhin zurückhaltend und auch die Investitionstätigkeit in Deutschland war im Berichtsjahr insgesamt schwach.1 Auch für die derzeit drittgrößte Industriebranche Deutschlands - die chemisch-pharmazeutische Industrie - war 2024 ein schwieriges Jahr. Entsprechend dem Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI) stieg die Produktion um 2,0%. Trotz dieses Anstiegs ist die Produktion dieser Branche immer noch weit entfernt vom Vorkrisenniveau. Bei den Preisen für chemisch-pharmazeutische Produkte war im Berichtsjahr ein Rückgang von durchschnittlich 2,5% zu verzeichnen. Die leicht gestiegene Produktion sowie die gesunkenen Herstellerpreise führten gegenüber dem Vorjahr zu einem Umsatzrückgang um 2,0%. Sowohl der Inlands- als auch der Auslandsumsatz waren dabei rückläufig. Insgesamt liegt der Branchenumsatz 2024 voraussichtlich bei 221 Mrd. €. Die Logistik ist in Deutschland der drittgrößte Wirtschaftsbereich nach der Automobilwirtschaft und dem Handel. Das Jahr 2024 war ein herausforderndes Jahr für die Logistikbranche. Nachdem in den Jahren 2021 und 2022 noch ein stabiles Wachstum erzielt werden konnte, sieht sich die Logistikwirtschaft seitdem konfrontiert mit steigenden Unsicherheiten und einer gesamtwirtschaftlich angespannten Lage. Die Bundesvereinigung Logistik (BVL) und die Experten der Logistikweisen gehen in ihrer Prognose für das Jahr 2024 von einem nominalen Wachstum von +1,2% und einer realen Abnahme von -3,0% aus. Der Branchenumsatz wird im Berichtsjahr voraussichtlich bei 331 Mrd. € liegen (Vorjahr 327 Mrd. €). Zur Entwicklung der Beschäftigtenzahl im Jahr 2024 wurde keine Prognose abgegeben (Vorjahr rund 3,35 Mio.). 2. Geschäftsverlauf Entwicklung im Geschäftsjahr 2024 - Umsatz und EBIT Die anhaltend angespannte wirtschaftliche Lage, die Insolvenz eines Großkunden, die verringerte Leistungsabnahme eines Kunden, der die Produktion im Industriepark Höchst im Jahr 2025 einstellen wird sowie das Auslaufen eines großen Verpackungsauftrages führte dazu, dass auch im Geschäftsjahr 2024 die Warenbewegungen bei der verpackten Ware auf einem niedrigen Niveau verharrten bzw. sich rückläufig entwickelten. Auch die Lagerauslastung der Läger mit verpackter Ware gab im Jahresverlauf des Jahres 2024 nach und stieg erst zum Jahresende hin wieder an. Der Umsatz (IFRS) beläuft sich im Geschäftsjahr 2024 auf 81.816 T€. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Erhöhung um 1.526 T€ (+1,9%). Die Umsätze im Bereich Lagerung/Chemie- und Pharmalogistik blieben weitestgehend konstant. Dies resultiert einerseits aus der Umsetzung moderater Preiserhöhungen und andererseits aus gestiegenen Umsätzen mit Tanklagerleistungen aufgrund eines befristeten Projektes. Die Umsätze mit Transportleistungen Bahn konnten durch die Ausweitung des Geschäftes außerhalb des Industriepark Höchst gesteigert werden. Im Warehousing verpackter Ware hingegen sanken die Umsätze aufgrund geringerer Warenbewegungen und niedrigerer Lagerauslastung unter anderem in Folge der Insolvenz eines Großkunden und die verringerte Leistungsabnahme eines Kunden, der die Produktion im Industriepark Höchst im Jahr 2025 einstellen wird. Dies führte ferner zu sinkenden Umsätzen mit Transportleistungen per LKW. Ende des Jahres 2023 lief ein temporäres Verpackungsgeschäft aus. Daraus resultierte ebenfalls ein geringerer Umsatz im Jahr 2024. Die Umsätze mit Logistikberatungsleistungen und Frachten legten gegenüber dem Vorjahr deutlich zu. Im Bereich der Logistikberatungsleistungen resultiert dies im Wesentlichen aus der Einführung von Servicegebühren im Zollbereich. Bei den Frachtleistungen resultiert der Umsatzanstieg aus einigen wenigen, jedoch großen Einzelfrachtbeauftragungen. Der Umsatz der übrigen Tätigkeitsfelder entwickelte sich gleichfalls ansteigend. Für das Geschäftsjahr 2024 wurde mit einer Umsatzsteigerung (IFRS) von rund 5% gegenüber dem Vorjahr geplant. Die Gesamtumsatzprognose konnte im Geschäftsjahr 2024 nicht erreicht werden und wurde um 3%-Punkte verfehlt. Die Frachtumsätze sowie die Umsätze mit Logistikberatungsleistungen lagen über dem Wert der Prognose. Die Umsätze der übrigen Tätigkeitsfelder bewegten sich auf dem prognostizierten Niveau. Im Geschäftsbereich Chemie- und Pharmalogistik inkl. Transportleistungen wurde die Umsatzprognose hingegen unterschritten, im Wesentlichen resultierend aus den geringeren Warenbewegungen und niedrigeren Lagerauslastungen im Warehousing verpackte Ware. Dies betraf auch den Umsatz mit Transportleistungen per LKW, welcher ebenfalls unter dem prognostizierten Wert lag. Die Umsätze mit Tanklagerleistungen sowie die Umsätze mit Transportleistungen Bahn konnten allerdings die Prognosewerte übertreffen. Der EBIT (IFRS) beträgt im Berichtsjahr 2.359 T€ und liegt damit unter dem Vorjahreswert in Höhe von 2.714 T€. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr gesunken und belasten das Ergebnis. Der Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen, dies reichte aber nicht um die gestiegenen Materialkosten, die gestiegenen Abschreibungen und die gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen auszugleichen. Der Personalaufwand fällt gegenüber Vorjahr geringer aus. Der EBIT (IFRS) des Berichtsjahres 2024 liegt um +359 T€ über dem Prognosewert in Höhe von 2.000 T€. Die der Prognose zugrundeliegenden Effizienzsteigerungsmaßnahmen, insbesondere beim Aufwandsmanagement im Bereich Personal konnten umgesetzt werden und reichten darüber hinaus aus, um den negativen Ergebniseffekt aus unter Plan liegenden Umsätzen zu übertreffen. Nach HGB beträgt der Umsatz 82.141 T€ und überschreitet damit den Vorjahreswert um 1.526 T€ beziehungsweise 1,9%. Das Ergebnis aus Betriebstätigkeit (HGB) stieg um 2.849 T€ auf -476 T€ (Vorjahr -3.325 T€). Mit 1.028 T€ liegt der Jahresüberschuss (HGB) des Berichtsjahres ebenfalls über dem Ergebnis des Vorjahres. Im Jahr 2023 wies die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 867 T€ aus. 3. Darstellung der Lage 3.1 Entwicklung der Ertragslage Entwicklung der Auftragslage Das Leistungsangebot der Infraserv Logistics als Logistikdienstleister der Chemie- und Pharmaindustrie ist integraler Bestandteil der Wertschöpfungskette ihrer Kunden. Vor diesem Hintergrund sind die Leistungen im Rahmen der Lagerung, des Lagerhandlings, der Konfektionierung und des Transports für die Hauptkunden größtenteils durch Rahmenverträge geregelt. Für die chemisch-pharmazeutische Industrie in Europa war 2024 wieder ein schwieriges Geschäftsjahr, welches von Produktionsdrosselungen, nicht ausgelasteten Kapazitäten und hohen Energie- und Rohstoffpreisen geprägt war. Nach wie vor haben die europäischen und hier insbesondere die deutschen Produktionsstandorte mit einer sinkenden Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den globalen Standorten zu kämpfen. In einem wirtschaftlich sehr schwierigen Umfeld, welches zusätzlich geprägt war durch die Insolvenz eines Großkunden, konnte Infraserv Logistics die Mengen im Bereich des Lagerhandlings stabilisieren. Die durchschnittliche Auslastung der Läger mit verpackter Ware entwickelte sich rückläufig und hat sich erst zum Jahresende hin etwas erholt. Die Marktnachfrage nach hochwertigen Lagerkapazitäten war im Jahr 2024 nach wie vor verhalten. Ähnlich der Seitwärtsentwicklung des Marktes konnte Infraserv Logistics in diesem Segment im Jahr 2024 Geschäft zur Stabilisierung akquirieren, jedoch nicht zur Ausweitung. Infraserv Logistics sieht im Segment der hochwertigen Lagerkapazitäten allerdings ein langfristig wachsendes Geschäftspotenzial. Konjunkturell befindet sich die europäische und hier insbesondere die deutsche Chemieindustrie weiterhin in einem angespannten Umfeld. Auftragsmangel und hohe Produktionskosten belasten die Geschäftsentwicklung. Im Jahr 2025 wird ein Bestandskunde seine Produktionsanlagen im Industriepark Höchst schließen. Vor diesem Hintergrund geht Infraserv Logistics für 2025 weiterhin von einem schwierigen und preissensitivem Marktumfeld aus. Umsatzentwicklung Die Infraserv Logistics erzielte im Geschäftsjahr 2024 Umsatzerlöse (HGB) in Höhe von 82.141 T€ (Vorjahr 80.615 T€). Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich eine Steigerung um 1.526 T€ (+1,9%). Im Bereich Lagerung/Chemie- und Pharmalogistik blieb der Umsatz weitestgehend konstant. Dies resultiert einerseits aus der Umsetzung moderater Preiserhöhungen und andererseits aus gestiegenen Umsätzen mit Tanklagerleistungen sowie Transportleistungen Bahn. Im Warehousing verpackter Ware hingegen sanken die Umsätze aufgrund geringerer Warenbewegungen und niedrigerer Lagerauslastung unter anderem in Folge der Insolvenz eines Großkunden. Dies führte ferner zu sinkenden Umsätzen mit Transportleistungen per LKW. Ende des Jahres 2023 lief ein temporäres Verpackungsgeschäft aus. Daraus resultierte ebenfalls ein geringerer Umsatz im Jahr 2024. Die Umsätze mit Logistikberatungsleistungen und Frachten legten gegenüber dem Vorjahr deutlich zu. Der Umsatz der übrigen Tätigkeitsfelder entwickelte sich gleichfalls ansteigend. Entwicklung des Ergebnisses aus Betriebstätigkeit, des Finanzergebnisses und der Steuern Das Ergebnis aus Betriebstätigkeit liegt im Geschäftsjahr 2024 mit -476 T€ um 2.849 T€ über dem des Vorjahres (-3.325 T€). Während dem Anstieg der Umsatzerlöse in Höhe von 1.526 T€ ein Anstieg des Materialaufwands (+526 T€) sowie der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+991 T€) gegenüberstehen ist die Verbesserung des Ergebnisses aus Betriebstätigkeit vor allem auf geringere Aufwendungen für Altersversorgung (-3.424 T€) zurückzuführen. Im Berichtsjahr liegen die sonstigen betrieblichen Erträge mit 772 T€ unter dem Vorjahresniveau (1.029 T€). Sie beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (280 T€; Vorjahr 357 T€) und aus Buchgewinnen aus der Veräußerung von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens (148 T€; Vorjahr 306 T€). Der Materialaufwand hat sich um 526 T€ auf 13.125 T€ erhöht. Vor allem bei den Aufwendungen für bezogene Energien ist im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg zu verzeichnen. Der Personalaufwand liegt mit 33.215 T€ um 3.402 T€ unter dem Wert des Vorjahres (36.617 T€). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Aufwendungen für Altersversorgung (-3.424 T€) und ist insbesondere auf Effekte im Zusammenhang mit der Bewertung der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen zurückzuführen. Im Berichtsjahr wurde bei der Bewertung der Rückstellung für Altersversorgungsverpflichtungen ein erhöhter Anpassungswert für die Rentenanpassungen berücksichtigt, jedoch in einem deutlich geringeren Umfang als im Vorjahr. Die Abschreibungen sind gegenüber dem Vorjahr um 305 T€ auf 4.219 T€ gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 32.830 T€ um 991 T€ über dem Niveau des Vorjahres (31.839 T€). Ursächlich dafür sind im Wesentlichen gestiegene Aufwendungen für Fremdleistungen. Das Finanzergebnis des Geschäftsjahres 2024 beträgt 2.193 T€ und liegt um 565 T€ unter dem Wert des Vorjahres. Der Rückgang resultiert aus geringeren Beteiligungserträgen sowie gestiegenen Zinsaufwendungen. Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein Jahresüberschuss in Höhe von 1.028 T€ (Vorjahr Jahresfehlbetrag 867 T€) ausgewiesen. Entwicklung der wesentlichen Beteiligungsgesellschaften Die Beteiligungsgesellschaften Infraserv Höchst KG und Contargo Industriepark Frankfurt-Höchst GmbH werden im Geschäftsjahr 2024 positive Ergebnisse erzielen. 3.2 Entwicklung der Finanzlage Entwicklung der Kapitalstruktur Resultierend aus dem Jahresüberschuss des Berichtsjahres erhöhte sich das Eigenkapital von 13.220 T€ auf 14.248 T€. Die Rückstellungen liegen mit 44.637 T€ um 2.317 T€ über dem Vorjahreswert. Insbesondere die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen (+2.178 T€) haben sich unter anderem bewertungsbedingt erhöht. Die Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr um 2.175 T€ auf 12.715 T€ gestiegen. Während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahezu auf Vorjahresniveau liegen, war bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zum Bilanzstichtag ein Anstieg in Höhe von 579 T€ zu verzeichnen, der im Wesentlichen aus den Lieferungen und Leistungen resultiert. Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten um 1.533 T€ auf 6.790 T€ resultiert insbesondere aus gestiegenen Steuerverbindlichkeiten. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten ist gegenüber dem Vorjahr um 330 T€ gesunken und beinhaltet erhaltene Baukostenzuschüsse. Investitionen Im Geschäftsjahr 2024 betragen die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 5.600 T€ (Vorjahr 5.022 T€). Wesentliche Investitionen waren dabei der Kauf neuer Stapler, der Aufbau einer neuen Havarie Infrastruktur im Tanklager, die Modernisierung von Teilen des Fuhrparks, die Erweiterung von Abfüll- und Ladestellen sowie die Installation von LKW-Rückhaltevorrichtungen an einem Lager. Darüber hinaus wurde in die Sicherheit und den Erhalt der Lagerinfrastruktur investiert. Entwicklung der Cashflows und der Liquiditätslage Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit für das Jahr 2024 beträgt 5.778 T€ (Vorjahr 9.391 T€). Er reicht aus, um die Investitionen zu finanzieren und den negativen Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit zu decken, so dass der Bestand an Finanzmitteln von 12.290 T€ im Vorjahr auf 13.125 T€ am Bilanzstichtag gestiegen ist. Die Finanzmittel zum Bilanzstichtag umfassen eine Forderung aus dem Cash-Pooling mit der Infraserv Höchst KG in Höhe von 13.123 T€ (Vorjahr 12.288 T€) und einen Kassenbestand in Höhe von 2 T€ (Vorjahr 2 T€). Die Erträge aus Beteiligungen sind Bestandteil des operativen Cashflows der Gesellschaft. Die Cash-Pooling-Vereinbarung mit der Infraserv Höchst KG ist in ihrer Höhe derart ausgestaltet, dass die Infraserv Logistics ihren derzeit bekannten finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann und auch genügend finanziellen Freiraum hat, um notwendige und wirtschaftliche Ersatz- und Ergänzungsinvestitionen durchzuführen. 3.3 Entwicklung der Vermögenslage Das Gesamtvermögen der Gesellschaft erhöhte sich im Geschäftsjahr 2024 um 5.190 T€ auf 74.007 T€. Dies entspricht einer Erhöhung um 7,5% gegenüber dem Vorjahr. Bedingt durch die im Berichtsjahr vorgenommenen Investitionen, die über dem Niveau der Abschreibungen liegen, ist der Wert des Anlagevermögens um 1.374 T€ auf 42.682 T€ zum Jahresende gestiegen. Im Umlaufvermögen haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 16.086 T€ gegenüber dem Vorjahr um 2.785 T€ zum Bilanzstichtag erhöht. Dies ist unter anderem auf ein geändertes Zahlungsverhalten einiger Kunden zurückzuführen. Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 975 T€ auf 13.527 T€ resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Forderungen aus dem Cash-Pooling mit der Infraserv Höchst KG. Die sonstigen Vermögensgegenständen liegen mit 795 T€ leicht unter dem Vorjahreswert von 808 T€. Sie enthalten vor allem Steuerforderungen. 4. Weitere Leistungsindikatoren 4.1 Mitarbeiter Zum 31. Dezember 2024 beschäftigte Infraserv Logistics 478 Mitarbeiter (Vorjahr 471 Mitarbeiter). Dies entspricht einem Anstieg um 7 Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr. Im Durchschnitt waren im Berichtsjahr 475 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 486 Mitarbeiter). Zum Jahresende 2024 befanden sich bei der Infraserv Logistics 12 Personen in Ausbildung. Zum 31. Dezember 2023 hatte die Gesellschaft 10 zur Ausbildung Beschäftigte. Zudem gibt es Auszubildende, die einen Ausbildungsvertrag mit der Provadis Partner für Bildung und Beratung GmbH haben und von dieser Gesellschaft Gehalt beziehen, aber ihre Ausbildung bei der Infraserv Logistics absolvieren. Zum 31. Dezember 2024 lag die Anzahl dieser Auszubildenden bei 29. Zum Jahresende 2023 betrug die Anzahl 31. 4.2 Arbeits- und Gesundheitsschutz Arbeits- und Gesundheitsschutz stellen für uns wichtige Unternehmensziele dar. Das Bestreben ist darauf ausgerichtet die Anzahl der Betriebsunfälle zu reduzieren bzw. zu minimieren. Als wichtigste Kennzahlen zur Ermittlung bzw. Bewertung des Unfallgeschehens werden die Total Recordable Injuries (TRI) herangezogen. Die Total Recordable Injuries stellen die Summe der Unfälle der Kategorien Lost Time Injuries (LTI) und Injuries Without Lost Time (IWLT) dar. Daneben wird die Kennzahl First Aid Cases / Erste-Hilfe Fälle (FAC) ermittelt. Die Kennzahl TRI liegt im Jahr 2024 bei 2 (Vorjahr 3). Die Kategorisierung nach “Unfallschwere” ist wichtig, um Ansätze für Aktionen im Arbeitsschutz ermitteln zu können. Im Jahr 2024 ereigneten sich insgesamt 27 Betriebsunfälle (Vorjahr 22), davon 2 LTI (Vorjahr 1), 0 IWLT (Vorjahr 2) und 25 FAC (Vorjahr 19). Die Kennzahl LTI beschreibt die Anzahl der Unfälle mit mindestens eintägiger Abwesenheit. Die Kennzahl IWLT entspricht der Anzahl der Unfälle ohne Ausfallzeit mit erweiterter medizinischer Behandlung. FAC sind die Unfälle, die einer internen medizinischen Betreuung bedurften (Verbandsbucheintragungen). Die Anzahl der schweren Unfälle (TRI) ist gegenüber dem Vorjahr gesunken. Hier wird die Unternehmung nicht nachlassen, sondern ist bestrebt durch gezielte Maßnahmen/Aktionen die positive Tendenz fortzusetzen. Die Anzahl der FAC ist gestiegen. Der Anstieg der FAC ist der hohen Meldekultur in den Betrieben zuzuschreiben, die aufgefordert sind, jede gesundheitliche Beeinträchtigung zu erfassen, auch wenn das Ereignis keine weiteren gesundheitlichen Folgen für den Mitarbeiter/Betrieb hat. Das gibt dem Arbeitsschutz die Möglichkeit, auch diese Meldungen zu analysieren und bei Bedarf Maßnahmen abzuleiten. Schwerpunkt der Themen im Arbeitsschutz sind Aktionen und Maßnahmen, um die Mitarbeiter bei der Gefahrenwahrnehmung und Aufmerksamkeit weiter zu sensibilisieren. 4.3 Umweltschutz und Energieeffizienz Die Leitlinie Umweltschutz, Sicherheit und Gesundheit der Infraserv Logistics wurde am 4. Januar 2021 aktualisiert und hat unverändert Gültigkeit. Die Leitlinie leitet sich aus den international gültigen Qualitäts-, Umwelt- und Sicherheitsnormen ab. Sie ist an den strategischen Zielen ausgerichtet, welche gleichfalls am 4. Januar 2021 überarbeitet wurden. Außerdem orientiert sich die Leitlinie an den Unternehmensgrundsätzen, welche ebenfalls am 4. Januar 2021 aktualisiert wurden und unverändert gültig sind. Die Energiepolitik wurde am 3. Mai 2021 neu gefasst. Dasselbe gilt für die strategischen Energieziele. Ziel ist es weiterhin, die Umweltverträglichkeit der Prozesse und Dienstleistungen kontinuierlich zu verbessern und die anfallenden Energieverbräuche zu verringern. Hierzu werden regelmäßig energie- und umweltrelevante Daten erfasst, ausgewertet und Maßnahmen zur Optimierung abgeleitet. Erklärte Zielsetzung ist es dabei, dass Ökonomie und Ökologie im Einklang stehen. Das integrierte Managementsystem (Umwelt-, Qualitäts-, Energie-, Risiko- und Compliance-Management) der Infraserv Logistics bildet darüber hinaus den Rahmen, relevante behördliche und gesetzliche Anforderungen an das Unternehmen und seine Dienstleistungsprodukte zu ermitteln und zu erfüllen, um eine Gefährdung von Menschen und Umwelt zu vermeiden. Die Effizienz und Wirksamkeit des Managementsystems in den Betrieben der Infraserv Logistics werden durch die interne Abteilung Qualitätsmanagement unterstützt und jährlich durch interne und externe Audits bestätigt. Die jährliche Bewertung der Umweltauswirkungen bietet hierbei eine wertvolle Datenbasis zur Ableitung von Verbesserungspotenzialen. Das Managementsystem ist nach verschiedenen nationalen und internationalen Normen und Standards zertifiziert, unter anderem nach DIN ISO 14001, DIN ISO 9001, DIN ISO 50001, SQAS (Transportlogistik und Hochregallager Höchst) sowie der Entsorgungsfachbetriebsverordnung. Schwerpunkte der Umweltschutzmaßnahmen (Green Logistics) liegen in der Optimierung der standortinternen Transporte mit dem Ziel der CO2 -Reduktion. Im Hinblick auf eine weitere Reduktion von CO2 je Tonnenkilometer bietet das Unternehmen mit seinem trimodalen „Chemielogistik Hub Rhein-Main“ die Möglichkeit, Verkehr von der Straße auf Schienen und vor allem auf Schiffe zu verlagern. Im Rahmen des Energiemanagements nach DIN ISO 50001 wurden Maßnahmen zur Reduzierung der Energieverbräuche in den Lägern und den verschiedenen Standorten der Infraserv Logistics umgesetzt oder fortgeführt. Durch ein kontinuierliches Monitoring werden Verbrauchsspitzen frühzeitig erkannt und Optimierungsmaßnahmen eingeleitet. Zusätzlich werden regelmäßig weitere Ideen für Verbesserungen und Energieeinsparungen, in einer Projektliste auch für die Folgejahre erfasst. Die Ergebnisse werden jährlich im Energiebericht zusammengefasst und auch in der Managementbewertung berücksichtigt. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht1. Prognosebericht Angesichts der anhaltenden Konflikte in der Welt, des Klimawandels sowie der politischen Veränderungen in einzelnen Ländern wie z.B. der Regierungswechsel in den USA sind auch im Geschäftsjahr 2025 die wirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen nicht gering. Dennoch sollte die Weltwirtschaft weiterhin moderat wachsen. Auch wenn sich das Wirtschaftswachstum in den USA voraussichtlich verlangsamen wird und eine Belebung der Konjunktur in China weiter nicht in Sicht ist, wird das globale Wirtschaftswachstum auch im Jahr 2025 vor allem von der soliden Wirtschaftsentwicklung in Asien sowie der robusten US-Wirtschaft getragen werden. Die konjunkturelle Dynamik in Europa sollte sich im kommenden Jahr mäßig beschleunigen, wird aber insgesamt gering bleiben. Entsprechend dem IWF wird die Wachstumsrate der globalen Wirtschaft im Prognosezeitraum voraussichtlich bei 3,3% liegen. Für die Wirtschaft im Euroraum rechnet der IWF aktuell mit einer Zuwachsrate von 1,0%. Die deutsche Wirtschaft wird sich auch im Jahr 2025 nicht aus der Stagnationsphase lösen können. Aktuell geht der IWF von einer Zunahme der deutschen Wirtschaftsleistung von 0,3% aus. Die strukturellen und politischen Herausforderungen bleiben. Hohe Energiepreise und Arbeitskosten sowie eine intensive Bürokratie belasten die internationale Wettbewerbsfähigkeit und bremsen wie auch die geopolitischen Unsicherheiten die deutsche Konjunktur aus. Angesichts der Abkühlung des Arbeitsmarktes dürfte zudem die Erholung des privaten Konsums verhalten bleiben. Zusätzliche Risiken gehen von der Unsicherheit über die zukünftige Politik der USA aus. Eine protektionistische US-Handelspolitik würde für Deutschland eine Verschärfung der ohnehin schwierigen Situation wichtiger Bereiche der Industrie bedeuten.2 Nach einem schwierigen Jahr 2024 erwartet die chemisch-pharmazeutische Industrie auch für 2025 keine Besserung der Situation. Für die Produktion geht der VCI aktuell von einem geringen Wachstum in Höhe von 0,5% aus, während leicht sinkende Branchenpreise (-0,5%) erwartet werden. Insbesondere aufgrund der hohen Erzeugerpreise und des niedrigen Auftragsbestandes rechnet der VCI derzeit mit einem Branchenumsatz 2025, der auf dem Niveau des Berichtsjahres liegen wird. In ihrem Herbstgipfel 2024 erwarten die Logistikweisen für das Jahr 2025 im Schnitt ein Minus der realen Entwicklung für die Logistik von -0,1% und ein Plus von +1,3% nominal. Die Experten sehen für das Jahr 2025 eine leicht wachsende Nachfrage nach Logistikleistungen, die jedoch nicht für eine Erholung der Branche auf breiter Front ausreicht. Hier fehlt aktuell die Perspektive für eine deutliche konjunkturelle Belebung. Es wird davon ausgegangen, dass die Kosten im Jahr 2025 weniger stark steigen als im Jahr 2024. Laut Bundesvereinigung Logistik (BVL) e.V. könnte sich für das Jahr 2025 eine leichte Erholung ergeben, basierend auf dem BVL Logistikindikator des vierten Quartals 2024, in dem der Index für die Geschäftserwartung von Logistikdienstleistern deutlich angestiegen ist. Dieser Index erreichte zum Jahresende 2024 den höchsten Stand seit drei Jahren. Zudem können Wettbewerbsvorteile für diejenigen Unternehmen entstehen, die sich schneller durch gezielte Investitionen in Digitalisierung und Automatisierung anpassen und eine hohe Resilienz des eigenen Geschäftsmodells entwickeln. Trotz anhaltender Unsicherheiten überwiegt unter den Logistikern der Blick auf die Chancen. Für 2025 rechnet die Infraserv Logistics mit einem leichten Rückgang beim Umsatz (IFRS). Dabei wird für das Jahr 2025 unterstellt, dass im Bereich Lagerung/Chemie- und Pharmalogistik inkl. Transportleistungen der Umsatz insgesamt höher ausfällt. Maßvolle Preissteigerungen wirken sich positiv auf den Umsatz aus. Die Gesellschaft rechnet damit, dass die Lagerkapazitäten verpackter Ware wieder besser ausgelastet sein werden. Es wird ferner davon ausgegangen, dass sich die Warenbewegungen moderat verbessern und damit leicht erholen. Bei den Tanklagerleistungen hingegen werden die Umsätze voraussichtlich sinken, da ein temporäres Kundengeschäft ausgelaufen ist. Bei den Frachtleistungen werden sinkende Umsätze aufgrund des Verlustes des Frachtgeschäftes eines Kunden erwartet. Die Umsätze bei den Beratungsleistungen und den übrigen Tätigkeitsfeldern werden sich vermutlich rückläufig entwickeln, was im Wesentlichen geringeren Servicegebühren und Auftragsverlusten zuzuschreiben ist. Ergebnisseitig wird die Infraserv Logistics ihre Effizienzsteigerungsmaßnahmen auch im Jahr 2025 weiter fortsetzen, um Aufwandssteigerungen, unter anderem bei den Personalaufwendungen und den Aufwendungen für Instandhaltung, entgegenzuwirken. Die Gesellschaft unterstellt, dass ein Teil der Aufwandssteigerungen über die Preise an Kunden weitergegeben werden können. Unter Berücksichtigung der oben beschriebenen voraussichtlichen Entwicklungen wird im Jahr 2025 ein positiver EBIT (IFRS) in Höhe von 1.375 T€ erwartet. 2. Risikobericht Infraserv Logistics ist in das Risikomanagementsystem der Infraserv Höchst-Gruppe eingebunden. Es definiert Rollen, Verantwortlichkeiten und Abläufe zur Identifikation, Bewertung und Steuerung von Risiken sowie zur internen Risikoberichterstattung. Die wesentlichen Risiken werden im Rahmen des internen Kontrollsystems (IKS) überwacht, dass durch die interne Revision regelmäßig auf Angemessenheit und Wirksamkeit geprüft wird. Ein Selbstbewertungsverfahren der Wirksamkeit interner Kontrollen wurde auch im Jahr 2024 durch die Prozessverantwortlichen durchgeführt. Mit dem Risikomanagementsystem sollen Risiken und Entwicklungen, die insbesondere den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, früh erkannt und gegebenenfalls rechtzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden. Im Rahmen des Risikomanagementsystems sind identifizierte Risiken genau zu analysieren und insbesondere auf ihre Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage zu bewerten. Dabei wird das Risiko durch die Schadenshöhe und die Eintrittswahrscheinlichkeit charakterisiert. Das Produkt aus der Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit ergibt den Brutto-Schadenserwartungswert. In Abhängigkeit vom Schadenserwartungswert werden die Risiken als „hohes = wesentliches Risiko“; „mittleres = überwachungsbedürftiges Risiko“ oder als „geringes Risiko“ klassifiziert. Zu den möglichen Risikoquellen zählen insbesondere risikobehaftete Geschäfte und Projekte mit großem Investitionsvolumen oder Schadenspotenzial, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich negativ auswirken können. Die Risiken, welche erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben könnten, werden im Folgenden dargestellt. Dabei sind die Risikobereiche “Marktrisiken/Rechtsrisiken” und “Leistungserstellungsrisiken”, welche überwiegend sowohl „hohe = wesentliche Risiken“ als auch „mittlere = überwachungsbedürftige Risiken“ umfassen, derzeit von besonderer Bedeutung für uns. Risiken im operativen Geschäft Marktrisiken/Rechtsrisiken Die große Abhängigkeit von Standortkunden sowie mögliche wirtschaftliche Auswirkungen ausgehend von dem Ukraine-Krieg, einer anhaltenden Rezession oder den volatilen Energiemärkten bergen Risiken für einzelne Geschäftsfelder. Dies gilt insbesondere für die kleineren Standorte. Zur Reduzierung der Abhängigkeit von einzelnen Großkunden wird eine Marketing- und Vertriebsoffensive verfolgt, um stärker logistische Dienstleistungen auch für nicht am Standort ansässige Unternehmen zu erbringen und dadurch eine Verbreiterung des Kundenportfolios zu erreichen. Hierzu gehört auch eine längerfristige Bindung der Kunden an die Infraserv Logistics. Die im Industriepark Höchst produzierenden Kunden profitieren davon, dass weitere logistische Erfahrungen im Neukundengeschäft gesammelt werden. Die durch weitere Marktveränderungen auftretenden Kostensteigerungen können über Preiserhöhungen in Teilen an die Kunden weitergegeben werden bzw. werden durch Kosteneinsparungen kompensiert. Weitere wirtschaftliche Risiken ergeben sich aus möglichen optimierten Lagerbeständen der Kunden bzw. Insourcing-Aktivitäten auf der Kundenseite sowie der zunehmend globaleren Ausrichtung der Leistungsvergabe von Großkunden der Infraserv Logistics. Der Wettbewerb zwischen den weltweit verteilten Produktionsstandorten, einhergehend mit Marktveränderungen sowie den allgemeinen Kostensteigerungen und speziell den Energiekostenbelastungen, führt zu spezifischen Kostensenkungsprogrammen bei den Kunden und zu einem starken Preisdruck auf die Infraserv Logistics. Durch die angespannte Marktsituation kommt es bei unseren Kunden zu Mengen- und Produktionsreduktionen und einer vermehrten Marktausschreibung der Logistikleistungen mit Ziel einer Kostensenkung. Darüber hinaus wird der Logistikmarkt vor allem bei Standardleistungen weiter durch einen starken Preiswettbewerb zwischen den Dienstleistern aufgrund nicht ausgelasteter Läger bestimmt. Erfolgskritisch sind daher für das Unternehmen eine kontinuierliche Prozess- und Kostenoptimierung sowie die Ausrichtung auf zukunftsweisende Technologien. Im Geschäftsjahr 2024 hat ein Kunde Insolvenz angemeldet. Das Insolvenzverfahren wurde im Laufe des Berichtsjahres eröffnet. Der Betrieb dieses Kunden wurde im eingeschränkten Umfang weitergeführt. Ende 2024 gelang es dem Insolvenzverwalter für die Gruppe dieses Kunden einen Käufer zu finden. Eine entsprechende Vereinbarung mit dem Investor für die Übernahme wurde unterzeichnet. Der Vollzug dieser Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Erfüllung von Abschlussbedingungen, unter anderem der Genehmigung durch die zuständigen Aufsichtsbehörden. Es waren keine Forderungsausfälle zu verzeichnen, weshalb auch keine Risikovorsorge im Jahresabschluss der Infraserv Logistics zum 31. Dezember 2024 zu treffen war. Die erwarteten Umsatzrückgänge und deren Auswirkungen auf den EBIT (IFRS) wurden in den Planwerten (IFRS) 2025 der Infraserv Logistics berücksichtigt. Aktuell ist noch nicht bekannt, in welchen Umfang der Weiterbetrieb im Industriepark Höchst erfolgen wird. Für ein noch nicht abgeschlossenes Gerichtsverfahren ist - wie in den vergangenen Jahren - auch im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 eine bilanzielle Risikovorsorge in Form einer Rückstellung entsprechend den vorliegenden Kenntnissen berücksichtigt. Leistungserstellungsrisiken Risiken ergeben sich durch eventuelle Engpässe im Infrastrukturbereich, unter anderem aufgrund weiteren Instandsetzungsbedarfs für Gebäude, technischen Anlagen und den Fuhrpark sowie durch mögliche Ausfälle von IT-Systemen, Equipment oder Dienstleistern. Zusätzliche Risiken bilden der Abgang geburtenstarker Jahrgänge sowie ein weiter zunehmender Mangel an qualifizierten Fachkräften und die ständig steigenden gesetzlichen Anforderungen an die Gefahrstofflagerung. Dementsprechend wird ein neues elektronisches Lagerverwaltungssystem, ein Transport- und Auftragsmanagementsystem eingeführt und die Prozessautomatisierung vorangetrieben. Für mögliche Schadensfälle sind wirtschaftlich sinnvolle Versicherungsdeckungen vorhanden. Es bestehen branchenübliche Haftpflicht-, Sach- und Betriebsunterbrechungsversicherungen, mit denen unter anderem auch dem finanziellen Risiko einer Betriebsunterbrechung begegnet wird. Finanzrisiken Zur Reduzierung des Forderungsausfallrisikos sind Prozesse zur Bonitätsprüfung, Kreditgewährung, Kreditüberwachung sowie des Mahnwesens implementiert. Sofern erforderlich und angebracht, werden besondere Sicherungsvereinbarungen mit Kunden getroffen. Zudem erfolgt eine bilanzielle Risikovorsorge durch entsprechende Wertberichtigungen von Forderungen. Das Monitoring von möglichen Liquiditätsrisiken erfolgt über eine permanent überarbeitete, kurzfristige Liquiditätsvorschau und über eine revolvierende, mittelfristige Liquiditätsplanung auf vierteljährlicher Basis, die jeweils in die Bilanz-, GuV- und Cashflow-Planung eingebunden sind. Schätzungen und Annahmen Bei der Erstellung des Jahresabschlusses sind Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen zu treffen, welche die Höhe der ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen sowie der ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden sowie Angaben beeinflussen. Bei der Infraserv Logistics ist insbesondere die Bilanzposition Rückstellungen von Schätzungen und Annahmen betroffen. Am Ende des Geschäftsjahres und im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses werden die potenziellen Verpflichtungen neu bewertet und die Rückstellungen entsprechend angepasst, so dass diese die bestmögliche aktuelle Schätzung widerspiegeln. Die Gesamtrisikosituation hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Entwicklungen sowie der Entwicklung im Industriepark Höchst sieht die Infraserv Logistics derzeit - für den Zeitraum der kommenden zwei Jahre - keine Risiken mit Wesentlichem negativen Einfluss auf die Lage und die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft. Es sind folglich gegenwärtig keine bestandsgefährdenden Risiken für die Infraserv Logistics erkennbar. 3. Chancenbericht Chancen im operativen Geschäft Chancen durch kontinuierliche Optimierung und Effizienzsteigerung Die Erfolge des Zukunftssicherungs- und des unternehmensbezogenen Verbandstarifvertrages haben zu einer deutlichen Anpassung der Lohn- und Gehaltsstruktur in Richtung des Marktniveaus geführt. Die Nachbesetzung von Stellen wird durch aktives Management des demografischen Wandels kombiniert mit Recruiting Maßnahmen wie beispielsweise einer aufgesetzten Employer Branding Kampagne unterstützt. Eine zielgerichtete und zukunftsorientierte Wiederbesetzung verbunden mit der Umsetzung von Automatisierungs- und Digitalisierungsprojekten eröffnet die Chance weitere Optimierungen und Effizienzsteigerungen zu erreichen. Durch in allen Bereichen eingesetztes Shopfloor Management kombiniert mit einem incentivierten Vorschlagwesen werden die Anstrengungen zur kontinuierlichen Prozessanalyse und Prozessoptimierung systematisiert. Gleichzeitig findet ein intensiver betrieblicher und überbetrieblicher Austausch zu den implementierten Verbesserungen statt. Alle diese Maßnahmen tragen wesentlich zu der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Infraserv Logistics bei. Es werden Kennzahlen genutzt, mit deren Hilfe Abweichungen schnell erkennbar sind, so dass ein ständiger Verbesserungsprozess zur Steigerung der Effizienz gewährleistet ist. Die Modernisierung der Gebäudeinfrastruktur, des Fuhrparks und der IT-Unterstützung tragen ebenso dazu bei, die Geschäftsprozesse weiter zu verbessern. Chancen durch Wachstum Im Bereich der verpackten Ware sind unterschiedliche Entwicklungen festzustellen. Gefahrstofflagerkapazitäten sind außerhalb des Industrieparks Höchst limitiert. Insbesondere besteht eine Nachfrage nach Lagerkapazitäten für temperaturgeführte Bereiche sowie im Pharmabereich. Durch das neue Gefahrstofflager können zusätzliche Kapazitäten am Markt angeboten werden. Die zunehmend höheren Anforderungen für die Lagerung von Gefahrstoffen können langfristig eine Konsolidierung dieser hochwertigen Lagerflächen für besonders anspruchsvolle Gefahrstoffe bewirken, wodurch Lagerbestände bei der Infraserv Logistics stabilisiert und aufgebaut werden. Darüber hinaus wird verstärkt die Lagerung und das Lagermanagement von Ersatzteilen nachgefragt. In Zusammenhang mit dem Lagerneubau in Kombination mit der Einführung eines neuen Lagerverwaltungsprogrammes werden Prozessverbesserungen geschaffen, die Zug um Zug im Jahr 2025 auch auf andere Läger und Standorte übertragen werden sollen. In Verbindung mit einer Marketing- und Vertriebsinitiative sollen auch neue Kunden gewonnen und zusätzliches Wachstum realisiert werden. Commodities stehen aufgrund des Lagerangebotes unvermindert unter Wettbewerbs- und Preisdruck. Hier ist die permanente Auslastung der vorhandenen Kapazitäten das Ziel. Um die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens weiter auszubauen, ist die Strategie der Infraserv Logistics sowohl auf die Pflege und Weiterentwicklung der Bestandskunden als auch auf die Gewinnung von Neukunden für bestehende und neue Standorte ausgerichtet. Insbesondere sollen ergänzende Dienstleistungen und auch Beratungsleistungen angeboten werden. Im Tanklager im Industriepark Höchst wurden neue Umschlagseinrichtungen für die Binnenschiffe fertiggestellt. Darüber hinaus wurde eine Kapazitätserweiterung für die Lagerung von Rapsmethylester geschaffen. Die Marketing- und Vertriebsaktivitäten werden fortgeführt. Zusätzliche Chancen werden in der Weiterentwicklung und Vermarktung modularer Logistikkonzepte und dem Angebot logistischer Dienstleistungen über die gesamte Supply Chain der Kunden gesehen. In den Segmenten Value Added Services und Logistics Site Services (Mehrwert- und Servicegeschäfte) sieht Infraserv Logistics, basierend auf dem Bedarf ihrer Kunden nach Logistikleistungen in deren eigenen Anlagen, einen steigenden Bedarf. Der Industriepark Höchst bietet mit einem trimodalen Terminal die Möglichkeit, Verkehr von der Straße auf Schienen und vor allem auf Schiffe zu verlagern. Dieser Modalsplit bietet Einsparpotenziale für Kunden. Dieses Angebot wird ausgeweitet insbesondere durch einen weiteren Ausbau der Infrastruktur. Die geografische Lage Frankfurts im Zentrum Europas in Verbindung mit dem vorhandenen trimodalen Terminal schafft zudem die Möglichkeit, durch die Nutzung eines zentralen Lagers inklusive der Inanspruchnahme des Angebotes von Mehrwertleistungen eine Distributionslogistik aufzubauen, die Effizienz- und Kostenvorteile bietet. Dieses Marktsegment ist auch für Nicht-Standortkunden interessant und soll daher weiter aktiv bearbeitet und ausgebaut werden. Die IT-Systeme werden weiterentwickelt, um den Kunden zu jeder Zeit abrufbare aktuelle Informationen und Transparenz zu bieten. Die ständige Verbesserung der IT-Systeme, die Umstellung auf digitale und automatisierte Prozesse sowie eine noch stärkere Verzahnung mit den Kundenprozessen und die zunehmende Vernetzung bieten dabei Effizienz- und Kundenbindungspotenziale. Im Zusammenhang mit der gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Entwicklung, sowie der vorliegenden Risikoeinschätzung wird derzeit davon ausgegangen, dass die Infraserv Logistics die dargelegten Chancen künftig verfolgen und nutzen kann.
Frankfurt am Main, den 3. März 2025 Infraserv Logistics GmbH Dr. Klaus Alberti Dr. Andreas Brockmeyer
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Die Ausführungen zu der Entwicklung der Weltwirtschaft, der Wirtschaftsentwicklung
im Euroraum und in Deutschland im Jahr 2024 basieren auf dem Stand Januar 2025.
Bilanz zum 31. Dezember 2024Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024
Anhang für das Geschäftsjahr 2024(Alle Zahlenangaben in T€, soweit nicht anders angegeben. Durch Rundung der ausgewiesenen Posten auf T€ können in den Übersichten Rundungsdifferenzen auftreten.) (1) Allgemeine Angaben und Grundsätze der RechnungslegungDie Infraserv Logistics GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 48203 eingetragen. Die Erstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2024 erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Er wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Der Anhang enthält die erforderlichen Einzelangaben bzw. entsprechende Erläuterungen. (2) Grundsätze der Bilanzierung und BewertungAnlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und planmäßig entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereichs. Fremdkapitalkosten werden aufwandswirksam erfasst. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Nutzungsdauer der wesentlichen Anlagenklassen:
Außerplanmäßige Abschreibungen werden zusätzlich vorgenommen, wenn eine Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist. Im Rahmen des zweiten Bürokratieentlastungsgesetzes wurde ab dem 1. Januar 2018 die Wertuntergrenze von Geringwertigen Wirtschaftsgütern von 150 € auf 250 € angehoben. Aus diesem Grund werden bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- und Herstellungskosten zwischen 250 € und 1.000 € im Jahr der Anschaffung handelsrechtlich voll abgeschrieben und als Abgang in der Entwicklung des Anlagevermögens ausgewiesen. Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens im Wert von bis zu 250 € werden sofort als Aufwand verrechnet. Geleistete Anzahlungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zum Nennwert bilanziert. Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Ausleihungen des Anlagevermögens zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Wertaufholungen im Anlagevermögen werden vorgenommen, wenn die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen. Vorräte Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Bewertung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Niedrigere Wiederbeschaffungspreise am Bilanzstichtag werden durch Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert berücksichtigt. Es erfolgt eine Gängigkeitsabschreibung, abhängig von der unbewegten Lagerdauer, zwischen 50% und 100%. Zusätzlich wird auf alle hiervon nicht erfassten Vorräte ein pauschaler Abschlag von 1% vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Einzelrisiken bei Forderungen werden durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung von 1% vorgenommen. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Kassenbestände Kassenbestände werden zum Nennbetrag angesetzt. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Rechnungsabgrenzungsposten werden im Auszahlungszeitpunkt zu Nennwerten bilanziert. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Die Rückstellungen für den Erfüllungsrückstand aus den Altersteilzeitverpflichtungen werden mit dem entsprechenden Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB aus der Insolvenzsicherung von Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet. Übersteigt der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens den Betrag der Rückstellung für den Erfüllungsrückstand, wird der übersteigende Betrag in dem Posten „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ ausgewiesen. Zudem werden die Aufwendungen und Erträge aus der Auf- bzw. Abzinsung der Rückstellung für Altersteilzeit gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Aufwendungen und Erträgen aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen saldiert. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt. Rückstellungen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, gebildet. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden im Sinne des § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Für die Abzinsung der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen wird der von der Deutschen Bundesbank ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre angesetzt. Alle anderen Rückstellungen werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Anzahlungen Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Rechnungsabgrenzungsposten werden im Entstehungszeitpunkt zu Nennwerten bilanziert. Erhaltene Baukostenzuschüsse, die im Zusammenhang mit dem Abschluss von Liefer- oder Dienstleistungsverträgen stehen, werden zum Zeitpunkt des Vertragsbeginns in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten umgegliedert und über die jeweiligen Vertragslaufzeiten gegen Umsatzerlöse aufgelöst. Ist im Vertrag kein Zeitraum festgelegt, erfolgt die Auflösung über die Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögensgegenstandes. Latente Steuern Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Erläuterungen zur Bilanz(3) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres dem Anhang als Anlage beigefügt. (4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von 13.524 T€ (Vorjahr 12.550 T€) Forderungen gegen den Gesellschafter, die Infraserv GmbH & Co. Höchst KG, Frankfurt am Main (im Folgenden: Infraserv Höchst KG) und resultieren mit 401 T€ (Vorjahr 262 T€) aus Lieferungen und Leistungen sowie mit 13.123 T€ (Vorjahr 12.288 T€) aus dem Cash-Pooling. Zudem enthalten die Forderungen gegen verbundene Unternehmen weitere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3 T€ (Vorjahr 2 T€). In Höhe von 2 T€ (Vorjahr 1 T€) bestehen Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, die vollumfänglich aus dem Liefer- und Leistungsverkehr resultieren. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Steuerüberzahlungen aus Ertragssteuern in Höhe von 250 T€ (Vorjahr 228 T€). Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. (5) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Die Verpflichtung aus dem in der Beschäftigungsphase aufgebauten Erfüllungsrückstand beträgt im Berichtsjahr 321 T€ (Vorjahr 341 T€), die fortgeführten Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen 345 T€ (Vorjahr 353 T€) und entsprechen zum Bilanzstichtag dem beizulegenden Zeitwert, der dem Kurswert der zugrunde liegenden Wertpapiere (Börsen- bzw. Marktpreis) entspricht. Als Deckungsvermögen wurde der Metzler-Geldmarktfonds (doppelseitige Treuhand) als zweckexklusive, verpfändete und insolvenzgeschützte Vereinbarung eingesetzt. Der entstandene Aktivüberhang in Höhe von 24 T€ (Vorjahr 12 T€) wird gemäß § 246 Abs. 2 Satz 3 HGB in dem Bilanzposten „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ ausgewiesen. (6) Eigenkapital
(7) Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der Anwartschaftsbarwert-Methode (Projected-Unit-Credit-Method) ermittelt. Als Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wurde der von der Deutschen Bundesbank vorgegebene durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre in Höhe von 1,90% p.a. (Vorjahr 1,83% p.a.) zugrunde gelegt. Hierbei wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Der Gehaltstrend wurde wie im Vorjahr mit 2,5% p.a. angenommen. Zudem liegt den versicherungsmathematischen Berechnungen ein Rententrend von 2,0% p.a. (Vorjahr 2,0% p.a.) zugrunde. Für die Rentenanpassungen zum 1. Januar 2026 wurde im Berichtsjahr ein vom allgemeinen Rententrend abweichender, erhöhter Anpassungssatz (3-Jahres-Zeitraum) von 8,34% berücksichtigt. Im Vorjahr wurde für die Rentenanpassungen zum 1. Januar 2025 sowie 1. Januar 2026 ein erhöhter Anpassungssatz zugrunde gelegt. Zum 31. Dezember 2023 kamen daher abweichende Anpassungssätze (3-Jahres-Zeitraum) in Höhe von 16% bzw. 10% für diese beiden Jahre zur Anwendung. Aus der Abzinsung der Rückstellung für Altersversorgungsverpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von -262 T€ (Vorjahr 344 T€). Ein positiver Unterschiedsbetrag ist grundsätzlich nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt. Gewinne dürfen nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags mindestens dem Unterschiedsbetrag entsprechen. Die Pensionskasse der Mitarbeiter der Hoechst - Gruppe VVaG übernimmt etwaige Rentenanpassungen entsprechend den gesetzlichen Vorgaben, sofern ihr die dafür notwendigen Mittel zur Verfügung stehen. Da die aktuelle Kapitalmarktlage nicht erwarten lässt, dass mittelfristig eine Übernahme der Verpflichtung durch die Pensionskasse der Mitarbeiter der Hoechst - Gruppe VVaG erfolgen wird, sind im Jahresabschluss 2024 der Infraserv Logistics GmbH zur Abdeckung der zu erwartenden Verpflichtungen wie im Vorjahr entsprechende Rückstellungen in den Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen enthalten. Im Berichtsjahr wurde die Risikovorsorge für zukünftige Rentenanpassungen erhöht. Sonstige Rückstellungen
Der Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten zugrunde. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden unter Berücksichtigung eines Zinssatzes von 1,39% p.a. (Vorjahr 0,84% p.a.) ermittelt. Außerdem wurden sonstige personalbezogene Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub, Freizeit im Rahmen der Gleitzeitregelung, erfolgsabhängige Vergütungen und für Beiträge zur Berufsgenossenschaft gebildet. Die übrigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten. (8) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von 2.086 T€ (Vorjahr 1.584 T€) gegenüber der Infraserv Höchst KG als Gesellschafter. Die Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von 1.249 T€ (Vorjahr 925 T€) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von 837 T€ (Vorjahr 659 T€) Verbindlichkeiten im Rahmen der umsatzsteuerlichen Organschaft. Zudem enthalten die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen weitere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 751 T€ (Vorjahr 674 T€). In Höhe von 140 T€ (Vorjahr 157 T€) bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, die vollumfänglich aus dem Liefer- und Leistungsverkehr resultieren. Es bestehen keine Sicherheiten zu den Verbindlichkeiten. (9) Sonstige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit sind im Berichtsjahr nicht angefallen (Vorjahr 0 T€). In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind wie im Vorjahr Rückzahlungsansprüche der Kunden aus pauschal abgerechneten Leistungen enthalten, die im Jahr 2025 zur Auszahlung kommen werden. Zudem sind im Berichtsjahr Ansprüche eines Kunden, die erst in späteren Perioden zur Auszahlung kommen, Bestandteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden. (10) Latente Steuern Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf den temporären Unterschieden zwischen den Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise nach § 274 HGB. Der Ermittlung von latenten Steuern wird ein Steuersatz von 32% zugrunde gelegt. Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern in Höhe von 7.305 T€ (Vorjahr 6.875 T€). Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass ein Ansatz des Aktivüberhangs in der Bilanz unterbleibt. Aktive latente Steuern beruhen im Wesentlichen auf temporären Differenzen aus der Bewertung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche langfristig fällige Verpflichtungen, den sonstigen Rückstellungen, den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus abweichenden Wertansätzen bei der Bewertung der Beteiligung an der Infraserv Höchst KG. Passive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus höheren steuerlichen Abschreibungen aufgrund der Anwendung der degressiven Abschreibungsmethode bei beweglichen Wirtschaftsgütern des Sachanlagevermögens. (11) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Miet-, Pacht- und Leasingverträge betreffen im Wesentlichen Lager- und Verwaltungsgebäude sowie Freiflächen, Fahrzeuge und bestimmte Büro- und Geschäftsausstattungen (Kopierer, Drucker). In allen Fällen handelt es sich um Operating Lease-Verträge, die nicht zu einer Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Die Vorteile dieser Verträge liegen in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb sowie im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.
Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Pachtverträgen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von 21.119 T€ (Vorjahr 4.674 T€). Des Weiteren betreffen nicht in der Bilanz enthaltene sonstige finanzielle Verpflichtungen begonnene Investitionsvorhaben. Sie betragen 562 T€ (Vorjahr 4.429 T€). Die Fertigstellung einzelner Investitionsvorhaben erstreckt sich über mehrere Jahre. (12) Haftungsverhältnisse Die Infraserv Logistics GmbH haftet gegenüber einer Hausbank in Höhe des für Bankbürgschaften in ihrem Interesse in Anspruch genommenen Teils der mit der Bank vereinbarten Rahmenkreditlinie der Infraserv Höchst KG, die in bestimmter Höhe auch für Avale genutzt werden kann. Zum 31. Dezember 2024 belief sich das haftungsrelevante Bürgschaftsvolumen auf 300 T€ (Vorjahr 300 T€). Mit einer Inanspruchnahme ist derzeit nicht zu rechnen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(13) Umsatzerlöse
Den Umsatz erzielte die Infraserv Logistics GmbH im Wesentlichen im Inland. (14) Sonstige betriebliche Erträge Aperiodische Erträge ergaben sich in Höhe von 431 T€ (Vorjahr 717 T€) und resultieren in Höhe von 280 T€ (Vorjahr 357 T€) aus der Auflösung von Rückstellungen, in Höhe von 3 T€ (Vorjahr 37 T€) aus der Minderung von Wertberichtigungen auf Forderungen bzw. dem Eingang von bereits abgeschriebenen Forderungen sowie in Höhe von 148 T€ (Vorjahr 306 T€) aus Buchgewinnen aus der Veräußerung von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens. Im Vorjahr enthielten die aperiodischen Erträge zudem Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten in Höhe von 17 T€. (15) Personalstand
(16) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen Steuern in Höhe von 33 T€ (Vorjahr 19 T€) werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. (17) Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von 693 T€ (Vorjahr 581 T€) enthalten. (18) Sonstige Angaben Aufstellung des Anteilsbesitzes1)
1) Im Sinne des § 285 Nr. 11 HGB beinhaltet die Aufstellung des Anteilbesitzes die Werte der letzten festgestellten Jahresabschlüsse Die Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts unterbleibt, da die Gesellschaft von § 291 HGB Gebrauch macht. Die Infraserv Logistics GmbH wird in den befreienden Konzernabschluss der Infraserv Höchst KG einbezogen. (19) Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag mit wesentlicher Auswirkung auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht eingetreten. (20) Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr 2024 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 1.028 T€ ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss mit dem bestehenden Verlustvortrag in Höhe von 5.715 T€ zu verrechnen. Mitglieder der Geschäftsführung Die Gesellschaft wird durch ihre Geschäftsführer vertreten:
Hinsichtlich der Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Gesellschafter / Konzernzugehörigkeit Die Kapitalanteile der Gesellschaft hält zu 100% die Infraserv GmbH & Co. Höchst KG, Frankfurt am Main. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird gemäß §§ 290 ff. HGB in den Konzernabschluss der Infraserv GmbH & Co. Höchst KG, für den kleinsten und zugleich größten Kreis von Unternehmen einbezogen. Der Einzelabschluss der Gesellschaft sowie der Konzernabschluss der Konzernobergesellschaft werden beim Unternehmensregister elektronisch eingereicht und im Unternehmensregister bekannt gemacht.
Frankfurt am Main, den 3. März 2025 Infraserv Logistics GmbH Dr. Klaus Alberti Dr. Andreas Brockmeyer Entwicklung des Anlagevermögens 2024
1 Bei den Zugängen der geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau wird der Saldo aus den Zugängen der Periode und den Umbuchungen in betriebsbereite Anlagen der anderen Kategorien dargestellt. 2 Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4 In den geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau sind Anzahlungen auf Anlagen im Bau in Höhe von 23 T€ (Vorjahr 97 T€) enthalten. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Infraserv Logistics GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Infraserv Logistics GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Infraserv Logistics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 3. März 2025 PricewaterhouseCoopers GmbH Christian Kwasni, Wirtschaftsprüfer ppa. Peter Schulz, Wirtschaftsprüfer VorschlagGesellschafterbeschlussderInfraserv Logistics GmbHmit Sitz in Frankfurt am Main Wir, die unterzeichnende Infraserv GmbH & Co. Höchst KG mit Sitz in Frankfurt am Main, sind die alleinige Gesellschafterin der Infraserv Logistics GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main. Wir halten hiermit unter Verzicht auf sämtliche gesetzlichen und satzungsmäßigen Form- und Fristvorschriften eine Gesellschafterversammlung ab und fassen auf schriftlichem Wege folgende Gesellschafterbeschlüsse:
GesellschafterbeschlussderInfraserv Logistics GmbHmit Sitz in Frankfurt am Main Wir, die unterzeichnende Infraserv GmbH & Co. Höchst KG mit Sitz in Frankfurt am Main, sind die alleinige Gesellschafterin der Infraserv Logistics GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main. Wir halten hiermit unter Verzicht auf sämtliche gesetzlichen und satzungsmäßigen Form- und Fristvorschriften eine Gesellschafterversammlung ab und fassen auf schriftlichem Wege folgende Gesellschafterbeschlüsse:
Frankfurt am Main, den 28.04.2025 Infraserv GmbH & Co. Höchst KG Dr. Joachim Kreysing Dr. Alexander Wagner Der Jahresabschluss zum 31.12.2024 wurde am 28.04.2025 festgestellt. |
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