Herstellung von pharmazeutischen Grundstoffen
MTD Products AktiengesellschaftLiquidiert
66129 Saarbrücken, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Pascal Robert Follmar seit 9.7.2020 | Prokura |
Günter Wilhelm Korn seit 6.8.2015 | Vorstandsmitglied |
Stephan Bader seit 20.11.2009 | Prokura |
Frank Rolf Bretschneider seit 17.4.2007 | Prokura |
Ole Christian Bye seit 17.4.2007 | Prokura |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MTD Products AktiengesellschaftSaarbrücken-BübingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.11.2019 bis zum 31.10.2020Allgemeine UnternehmensgrundlagenDie MTD Products AG gehört zu einem der weltweit führenden Hersteller für motorisierte Gartengeräte, der MTD Products Inc. mit Hauptsitz in Cleveland/Ohio in den USA. Die " Modern Tool and Die Company", kurz MTD, wurde in den dreißiger Jahren von deutschen Einwanderern in den Vereinigten Staaten gegründet und ist bis heute mehrheitlich im Familienbesitz. Im Januar 2019 hat Stanley Black & Decker 20 Prozent der Anteile an der MTD Gruppe erworben. MTD produziert in Werken in Nordamerika, Asien sowie Europa und beschäftigt mehrere tausend Mitarbeiter. Die umfangreiche Produktpalette reicht von Mährobotern bis hin zu Handgeräten und Düngern. Gemäß dem Leitbild der Firmengründer, "im Mittelpunkt steht der Mensch - nicht die Maschine", entwickelt und fertigt MTD für seine Kunden - ob Hobbygärtner oder Profi - hochwertige Geräte, welche die Gartenpflege und -gestaltung erleichtern. In Europa ist MTD in fast allen Ländern - entweder durch eigene Tochterunternehmen oder Vertriebspartner - vertreten. Dem Handel steht ein breites Markenportfolio zur Verfügung, wobei "WOLF-Garten ® " im deutschsprachigen Raum zu den bekanntesten Namen der Branche zählt. Für ambitionierte Gärtnerinnen und Gärtner werden im Fachhandel Produkte unter der Marke "Cub Cadet ® " angeboten. Die Geschäfte in Europa, dem Nahen Osten und Afrika werden von der Zentrale in Saarbrücken, dem Stammsitz der MTD Products AG, gesteuert. Neben den kaufmännischen Kernfunktionen ist hier auch die Entwicklung angesiedelt. Rahmenbedingungen und Lage der GesellschaftRahmenbedingungen Konjunktur Im ersten Halbjahr 2020 verzeichnete die Weltwirtschaft aufgrund der COVID-19 Pandemie einen der stärksten Einbrüche der letzten Jahrzehnte. Hygienemaßnahmen wie Kontakt- und Reisebeschränkungen bis hin zu Lockdowns in zahlreichen Ländern führten zu Unterbrechungen in den globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten sowie zu Umsatzrückgängen im Handel, Dienstleistungsgewerbe und in der Industrie. Zunächst traf es China; wenige Monate später wurde die Pandemie mit ihren wirtschaftlichen Folgen zu einer globalen Herausforderung. Etwa ab März 2020 setzte der Konjunktureinbruch in Europa, USA und in den großen Schwellenländern ein und verstärkte sich im April. Dazu trug auch der mit den Beschränkungen einhergehende rückläufige private Konsum bei. Nach der Eindämmung der Pandemie begann im Sommer eine rasche konjunkturelle Erholung. Eine wichtige Rolle spielten dabei nicht zuletzt fiskalpolitische und andere staatliche Maßnahmen in Europa und den USA. Im vierten Quartal führte dann eine zweite Infektionswelle erneut zu Einschränkungen, die in Europa vor allem den stationären Einzelhandel und bestimmte Unternehmen im Dienstleistungssektor betrafen. China gelang es dank restriktiver Maßnahmen die Pandemie im zweiten Halbjahr unter Kontrolle zu halten. Die Wirtschaft des Landes befindet sich seit Sommer wieder auf Wachstumskurs und könnte 2020 nach Einschätzung der OECD (ECONOMIC OUTLOOK Dec. 2020) einen leichten Anstieg des realen Bruttoinlandsproduktes (BIP) zwischen ein und zwei Prozent erzielen. Die USA und zahlreiche Länder Europas kämpften dagegen immer noch mit hohen Infektionszahlen. Mit einer Veränderung des BIP von -3,7% für die USA bzw. -7,5% für die Eurozone fällt die OECD-Prognose hier deutlich negativ aus. Noch ungünstiger als der europäische Durchschnitt entwickelten sich Italien, Frankreich, Spanien und Großbritannien, die von der Pandemie zeitweise besonders stark betroffen waren. Hier erwartet die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit einen Rückgang von über 9% im Vergleich zu 2019. Trotz der tiefen Rezession dürfte der Anstieg der Arbeitslosenquote von ca. 7,5% auf 8,1% (OECD) im Euroraum 2020 vergleichsweise moderat ausfallen, zumal staatliche Hilfen für Unternehmen und Instrumente wie die Kurzarbeit den Arbeitsmarkt stabilisieren. Der starke Rückgang bei den Energie- und Rohstoffpreisen, die Aufwertung des Euro aber auch die Senkung der Mehrwertsteuer in Deutschland lassen die Inflation voraussichtlich deutlich unter die Ein-Prozent-Marke fallen. Markt und Branche Die Frühjahrssaison 2020 begann dank milder Temperaturen vergleichsweise früh. Allerdings brach das Geschäft mit Gartengeräten wegen der sich ausbreitenden Pandemie etwa ab Ende März zunächst stark ein. Besonders betroffen war der stationäre Fachhandel, da in zahlreichen Ländern Europas Ladengeschäfte zeitweise schließen mussten, um die Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen. Von dieser Maßnahme profitierte vor allem der Online-Handel aber auch Baumärkte, die z. B. in Deutschland während der ersten Pandemiewelle von der Schließung ausgenommen waren. Die Erhebungen der European Garden Machinery Industry Federation (EGMF) zeigten für das erste Halbjahr 2020 einen starken Rückgang der Absatzzahlen in Europa (Mengen, Hersteller an Handel) bei benzinbetriebenen Geräten wie Gartentraktoren, Rasenmähern und motorisierten Handgeräten von knapp 10% bis fast 20% - je nach Produktkategorie. Auch kabelgebundene Elektrohandgeräte verloren in Summe etwas über 10%. Akkugeräte legten trotz der Krise rund 15% zu, während das Segment der Roboter im mittleren, einstelligen Prozentbereich wuchs. Nach der Lockerung der Maßnahmen erholte sich der Markt ab Mai. Viele Endverbraucher blieben aufgrund von Reisebeschränkungen und Homeoffice-Tätigkeiten eher zuhause und investierten mehr Zeit und Geld in ihre Gärten. In den Folgemonaten stieg die Nachfrage deshalb deutlich. Zwar lagen im Januar noch keine abschließenden Zahlen für 2020 vor, positive Unternehmensmeldungen aus der Baumarkt- und Gartenbranche lassen jedoch darauf schließen, dass der Marktrückgang im zweiten Halbjahr weitgehend ausgeglichen wurde. Der Absatz in einigen Produktkategorien, wie z. B. Akkugeräten, dürfte 2020 sogar kräftig gestiegen sein. Darüber hinaus ist auch im Bereich Dünger und Saatgut für Gärten von einem deutlichen Marktwachstum auszugehen. Lage der GesellschaftGeschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2019/20 war durch ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm und die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie geprägt. Nach der bereits eingeleiteten Neuausrichtung der Produktstrategie und einer tiefgehenden Analyse aller Bereiche legte die Geschäftsleitung dem Aufsichtsrat und den Arbeitnehmervertretern im November 2019 einen Entwurf für ein Restrukturierungsprogramm vor, das eine deutliche Steigerung der Effizienz in allen Bereichen zum Ziel hat, um das Unternehmen in die Gewinnzone zu bringen. In der Sitzung vom 13. November 2019 ermächtigte der Aufsichtsrat den Vorstand mit der Arbeitnehmerseite Verhandlungen über einen Sozialplan aufzunehmen. Diese Gespräche wurden im April 2020 erfolgreich abgeschlossen. Den daraus resultierenden Verträgen stimmte der Aufsichtsrat am 12. Mai 2020 einstimmig zu. Im Kern beinhaltet die Übereineinkunft neben dem vollständigen Outsourcing der Logistik eine Verschlankung des Vertriebs und der Zentralbereiche in Saarbrücken. Zu diesem Zweck werden u. a. bestimmte Aufgaben des Finanzbereichs und des Vertriebsinnendienstes für alle europäischen MTD Gesellschaften in einem konzerneigenen Shared Service Center in Ungarn zentralisiert. Der First und Second Level Support im Aftersales-Bereich wird bei einem externen Dienstleister gebündelt. Um den damit einhergehenden Stellenabbau sozialverträglich zu gestalten, wurde mit dem Betriebsrat - ergänzend zu den Abfindungsregelungen - die Errichtung einer Transfergesellschaft vereinbart. Bis zum 31.10.2020 wurden die Maßnahmen weitgehend umgesetzt und rund 120 Vollzeitstellen abgebaut. In den europäischen Vertriebsgesellschaften der MTD Gruppe wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr ebenfalls Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet. Dazu wurden wie oben beschrieben Aufgabenbereiche zentralisiert und der Vertrieb in den Ländern stärker fokussiert. In diesem Zusammenhang wurden die konzerneigenen Vertriebsgesellschaften in Bulgarien und Russland geschlossen. Der Verkauf von MTD-Produkten erfolgt in diesen Ländern zukünftig über Importeure. Im August 2020 wurde das Werk in Nemesvámos (Ungarn), das der ungarischen Tochtergesellschaft (MTD Hungaria Kft., Nemesvámos/Ungarn) der MTD Products AG gehört, geschlossen. Der europäische Markt für Benzinrasenmäher schrumpft aufgrund des Trends zu Akkugeräten und Mährobotern seit geraumer Zeit. Der Rückgang des Fertigungsvolumens in der Fabrik konnte nicht durch andere Produkte ausgeglichen werden, weshalb die Produktion trotz Rationalisierungsmaßnahmen zuletzt nicht mehr wirtschaftlich war. Die Geräte, insbesondere Traktoren, werden ab 2021 von der Muttergesellschaft in den USA bezogen, da die ungarischen Produkte auf Modellplattformen basieren, die auch in den amerikanischen Werken produziert werden. Die Umsatzentwicklung wurde im Berichtsjahr maßgeblich von der COVID-19-Pandemie beeinflusst. Ab etwa Mitte März gingen die Aufträge vor dem Hintergrund der schnell steigenden Infektionszahlen in Europa deutlich zurück und im April brach das Geschäft in vielen Ländern aufgrund der zeitweisen Schließung von Geschäften ein. Um die Verluste zu begrenzen wurde die Produktion zurückgefahren und in den Werken in St. Wendel und Nemesvámos (Ungarn) Kurzarbeit eingeführt. Im Mai verbesserte sich die Auftragslage spürbar, weil die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gelockert wurden. Darüber hinaus stieg die Nachfrage seitens der Endverbraucher, die nun mehr Zeit zuhause und im Garten verbrachten. Ein großer Teil der Umsatzverluste des zweiten Quartals konnte deshalb in den Sommermonaten wieder aufgeholt werden. Im Hinblick auf die einzelnen Produktsegmente konnten die Umsätze mit nicht-motorisierten Handgeräten aber auch mit Saatgut und Düngern erheblich gesteigert werden. Bei Traktoren und Rasenmähern wurde der Plan erreicht. Unter den Erwartungen blieben die Absatzzahlen für Mähroboter. Das lag teilweise daran, dass im Sommer neu entwickelte Nachfolgemodelle für die Frühjahrssaison 2021 angekündigt wurden und die Händler deshalb ihre Lagerbestände abbauten. Im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Modellwechsel wurden die Restbestände an Mährobotern im Geschäftsjahr 2020 im Wesentlichen wertberichtigt. Die Geschäfte mit E-Commerce- und Großflächenkunden entwickelten sich besser als mit den Fachhändlern. Ein Grund war sicherlich, dass in Deutschland z. B. Baumärkte aufgrund von Ausnahmeregelungen ihre Läden während des ersten Lockdowns nicht schließen mussten. Um das Geschäft nach dem Lockdown wieder in Gang zu bringen, unterstützte die MTD Products AG zahlreiche Fachhändler durch die Gewährung längerer Zahlungsziele. Trotz erheblicher Umsatzsteigerungen im 2. Halbjahr konnten die Verluste aus dem Frühjahr nicht ganz ausgeglichen werden. Mit T€ 206.514 lagen die Erlöse 5,2% unter dem Vorjahreswert (T€ 217.731). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verschlechterte sich nur geringfügig von T€ -14.153 auf T€ -14.217. Darin sind jedoch hohe Sondereffekte aus der Restrukturierung, der Umstellung der Transferpreismethode mit dem Mutterkonzern und Abschreibungen auf das Umlaufvermögen im Zusammenhang mit dem Modellwechsel bei Mährobotern enthalten. Bereinigt um diese Effekte beläuft sich das EBIT auf T€ -4.407 (VJ T€ -6.665). Die Bilanzsumme der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag T€ 94.473 (VJ 128.490). Der starke Rückgang ergibt sich im Wesentlichen aus der Schließung des Werkes in Ungarn (geringere Forderungen an die ungarische Tochtergesellschaft, da die Finanzierung der Produktion für die Frühjahrssaison 2021 entfällt) und dem Abbau der Vorräte. Insgesamt war die Geschäftsentwicklung im Berichtszeitraum nach wie vor nicht zufriedenstellend. Allerdings konnten die Auswirkungen der Pandemie begrenzt und die gesteckten Ziele erreicht werden: Das bereinigte EBIT hat sich trotz schwieriger Rahmenbedingen verbessert und das Restrukturierungsprogramm ist weitgehend umgesetzt. Dadurch werden die Fixkosten ab 2021 erheblich gesenkt. Wesentliche Geschäftsvorfälle im Berichtszeitraum 2019/20 Im Mai 2020 unterzeichneten die Geschäftsleitung und der Betriebsrat in Saarbrücken im Zuge einer umfassenden Restrukturierung einen Sozialplan. Darin vereinbarten beide Seiten nach konstruktiven Gesprächen den Abbau von Stellen in der Logistik und in den Zentralbereichen sozialverträglich zu gestalten. Bestandteil der Vereinbarung ist u.a. die Errichtung einer Transfergesellschaft. Im August 2020 wurde das Werk in Nemesvámos (Ungarn), das im Besitz der ungarischen Tochtergesellschaft ist, geschlossen, da die Produktion aufgrund der rückläufigen Nachfrage für Benzinrasenmäher nicht mehr wirtschaftlich war. Den Verrechnungspreisen zwischen der MTD Products AG und der US-Muttergesellschaft liegt seit dem Geschäftsjahr 2019/20 die Profit Split-Methode zugrunde. Die Logistikaktivitäten wurden Ende des Geschäftsjahres auf zwei Hauptstandorte konzentriert und an externe Dienstleister outgesourct; das Fertigwarenlager in Bübingen und das Ersatzteillager in Hornbach geschlossen. Grundstück und Gebäude in Hornbach wurden 2020 veräußert. Mit Aufsichtsratsbeschluss vom 3. Dezember 2020 wurde Herr Blair Cook zum Vorstandsvorsitzenden der MTD Products AG bestellt. Er tritt die Nachfolge von Herrn Charles Moll an, der andere Aufgaben im Konzern übernimmt. Herr Cook leitet die internationalen Aktivitäten von MTD und ist in dieser Funktion schon seit einiger Zeit für das Europa-Geschäft verantwortlich. Wesentliche Steuerungskennzahlen Wichtige Größen für die Steuerung des Unternehmens sind neben dem operativen Ergebnis (EBIT vor Sondereffekten) die Entwicklung der Umsatzerlöse. Im Rahmen der Unternehmensführung werden weitere finanzielle und nichtfinanzielle Kennzahlen ermittelt, die unter anderem in Balanced Scorecards einfließen. Umsatzentwicklung Der Umsatz der Gesellschaft ging im Berichtszeitraum um 5,2% auf T€ 206.514 (VJ T€ 217.731) zurück. Nachstehend die Werte für die einzelnen Produktbereiche.
Im Produktsegment "Gartenbearbeitungsgeräte" sanken die Umsätze bei Mährobotern - teilweise bedingt durch den angekündigten Modellwechsel für die Frühjahrssaison 2021 - was sich ungünstig auf die Zubehörzahlen auswirkte. Darüber hinaus ging die Nachfrage bei Vertikutierern und kabelgebundenen Rasenmähern zurück. Im Schneefräsengeschäft konnten die sehr guten Vorjahreswerte nicht wieder erreicht werden, weil aufgrund der sehr milden Temperaturen und wenig Schnee der Bedarf recht gering ausfiel. Der Zuwachs im Bereich "Sonstige" ist auf die sehr gute Entwicklung bei Saatgut und Düngern zurückzuführen. E rtragslage Bereinigt um Sondereffekte hat sich das EBIT zum Vorjahr um T€ 816 verbessert. Neben niedrigerem Materialeinsatz trugen erste Einsparerfolge aus den Restrukturierungsmaßnahmen in den Bereichen Personal und Logistik zu dieser positiven Entwicklung bei. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind T€ 12.005 aus der Umstellung der Verrechnungspreismethode mit dem Mutterkonzern enthalten. Davon wurden allerdings im Rahmen des Profit Split-Verfahrens T€ 6.145 an die europäischen Tochter- und Schwestergesellschaften der MTD Products AG weitergereicht. Dieser Betrag wird unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Der positive Nettoergebniseffekt für die Gesellschaft belief sich deshalb auf rund T€ 5.860. Gegenläufig war die Entwicklung bei den Wechselkurseffekten. Hier gingen die Erträge aus Kursdifferenzen (ganz überwiegend US-Dollar zu Euro) um T€ 2.311 zurück. Der Materialeinsatz in Prozent vom Umsatz (Materialeinsatzquote) verminderte sich aufgrund niedrigerer Kosten für Produkte aus dem Werk der ungarischen Tochtergesellschaft von 71,2% im Vorjahr auf 69,8% im Berichtszeitraum. Im Rahmen der Restrukturierung sank die Mitarbeiterzahl. Die Aufwendungen für Personal reduzierten sich um T€ 2.171 - davon T€ 320 für Pensionen - auf T€ 31.340. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen lagen im Berichtsjahr bei T€ 1.960 und waren damit T€ 311 geringer als im Vorjahr. Grund war ein Asset Impairment im vorangegangenen Geschäftsjahr in Höhe von T€ 396. 2020/21 werden völlig neuentwickelte und deutlich bessere Mähroboter auf den Markt gebracht. Mit der Ankündigung des Modellwechsels gingen die Bestellungen für die bisher verkauften Geräte deutlich zurück. Da eine Vermarktung unter diesen Bedingungen schwierig ist, wurden die Restbestände wertberichtigt und der Aufwand in Höhe von T€ 2.793 in den Abschreibungen auf das Umlaufvermögen ausgewiesen. Der starke Anstieg der betrieblichen Aufwendungen beruht im Wesentlichen auf den um T€ 12.305 gestiegenen Restrukturierungskosten und den Belastungen im Rahmen des Profit Split-Verfahrens mit den europäischen Konzerngesellschaften in Höhe von T€ 6.145 (siehe Kommentar bei den sonstigen betrieblichen Erträgen). Dagegen sanken die Aufwendungen für Frachten, Garantie, Lagermieten und andere Bereiche in Vertrieb und Verwaltung. Durch den starken Abbau der Lagerbestände und die Schließung des Werkes in Ungarn sanken der Kreditbedarf und die Zinsaufwendungen. Das Finanzergebnis (ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen im VJ) verbesserte sich dadurch gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.966 auf T€ -1.453. Vermögenslage Die Bilanzsumme betrug zum 31.10.2020 T€ 94.473 (VJ T€ 128.490). Ursache für den Rückgang in Höhe von T€ 34.017 waren niedrigere Darlehen an die ungarische Tochtergesellschaft im Zusammenhang mit der Schließung des Werkes in Nemesvámos und der Abbau der Vorräte der MTD Products AG. Im Berichtszeitraum investierte das Unternehmen T€ 1.458 (VJ T€ 1.894). Die Mittel wurden hauptsächlich für den Aufbau und Umzug des neuen Rechenzentrums und für neue Werkzeuge verwendet. Bedingt durch den Verkauf des Gebäudes und Inventars in Hornbach sank jedoch das Anlagevermögen zum Stichtag auf T€ 24.550 (VJ T€ 25.408). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bewegten sich mit T€ 9.801 ungefähr auf dem Vorjahresniveau (T€ 9.951). Mit der Schließung des Werkes der ungarischen Tochtergesellschaft ging deren Finanzmittelbedarf stark zurück, was der Hauptgrund für den hohen Rückgang der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 16.306 war (VJ T€ 46.622). Der MTD Hungaria Kft. in Nemesvámos/Ungarn wurde 2020 eine Kreditlinie in Höhe von T€ 45.000 eingeräumt. Zum 31. Oktober 2020 betrug der Darlehensstand T€ 4.790 (VJ T€ 31.827). Der Anstieg bei den sonstigen Vermögensgegenständen von T€ 1.342 auf T€ 1.549 ist vor allem auf höhere Umsatzsteuerforderungen zurückzuführen. Die liquiden Mittel erhöhten sich aufgrund der stark gesunkenen Kapitalbindung zum Bilanzstichtag auf T€ 9.119 (VJ T€ 906). Finanzlage Die Eigenkapitalquote sank zum Bilanzstichtag von 30,6% auf 24,9%.
Der Kapitalbedarf wird maßgeblich durch die Entwicklung des Working Capital bestimmt, das aufgrund der Saisonalität des Gartengeschäfts im Jahresverlauf stark variieren kann. Die MTD Products AG kann in diesem Zusammenhang auf umfangreiche finanzielle Mittel zurückgreifen. Bei der JPMorgan Chase Bank, Chicago/USA, steht eine Kreditlinie in Höhe von T$ 150.000 zur Verfügung. Grundlage ist ein Konsortialkredit, der bis zum 29. Juli 2024 eingeräumt wurde. Als Sicherheit hierfür sind die Forderungen abgetreten und das Sachanlagevermögen sowie die Vorräte übereignet. Die Kreditlinie wurde zum 31. Oktober 2020 nicht in Anspruch genommen (VJ T€ 28.981), da sich der Cashflow stark verbessert hatte. Falls erforderlich können weitere (Lieferanten-)Kredite von der MTD Products Inc., Cleveland (Ohio/USA) flexibel in Anspruch genommen werden. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen blieben mit T€ 4.045 annähernd auf dem Vorjahresniveau (VJ T€ 4.031). Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Garantie, Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Restrukturierung (Sozialplan), ausstehende Lieferantenrechnungen sowie Abgrenzungen für Verluste aus schwebenden Geschäften, Drohverlusten und Kundenboni. Der Anstieg von T€ 15.844 (VJ) auf T€ 21.791 geht überwiegend auf den Sozialplan zurück, der 2020 mit dem Betriebsrat vereinbart wurde. Darüber hinaus stiegen u. a. die Rückstellungen für Garantie und Drohverluste aus Währungssicherungsgeschäften. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken auf T€ 3.451 (VJ T€ 3.701), da gegen Ende des Berichtsjahres weniger Bestellungen getätigt wurden Verbindlichkeiten im Konzern bestanden zum Bilanzstichtag im Wesentlichen gegenüber der MTD Products Inc./USA sowie der MTD International France S.A., Saint Etienne du Rouvray/ Frankreich. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen um T€ 3.982 auf T€ 38.660 (VJ T€ 34.678). Der Anstieg resultiert aus höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der MTD Products Inc./USA. Produktion Die MTD Products AG hat Werke in St. Wendel (Handgeräte, Scheren, Stiele) und Etzbach (Dünger und Saatgut). Die Stiele-Produktion wurde 2020 von Saarbrücken nach St. Wendel verlagert. Darüber hinaus hält die Gesellschaft 100% der Anteile an der MTD Hungaria Kft., die in Nemesvámos (Ungarn) Rasentraktoren, Rasenmäher und Schneefräsen produzierte. Das Werk wurde im August 2020 geschlossen. Die Lieferungen der ungarischen Tochtergesellschaft wurden in Euro abgerechnet. Beschaffung Die MTD Products AG bezieht einen wesentlichen Teil der Komponenten und Fertigprodukte von der Muttergesellschaft in den USA. Diese Warenlieferungen werden in US-Dollar fakturiert. Um die daraus resultierenden Wechselkursrisiken zu minimieren, wurden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Gleiches gilt für den Bezug von elektrisch betriebenen Geräten, die nach MTD-Vorgaben und -Qualitätsstandards in Asien gefertigt werden. Die von der Schwestergesellschaft Friendly Robotics gelieferten Produkte werden in Euro abgerechnet. Investitionen Im abgelaufenen Geschäftsjahr tätigte die Gesellschaft Investitionen in Höhe von T€ 1.458 (VJ T€ 1.894). Diese teilen sich wie folgt auf:
Personal- und Sozialbereich Im Berichtszeitraum waren durchschnittlich 442 Personen (VJ 476 Personen) beschäftigt.
Die durchschnittliche Zahl der Leih- und Leasingarbeitnehmer lag bei 48 Personen (VJ 22 Personen). Als nicht finanzieller Leistungsfaktor dient die Fluktuationsquote. Diese lag im Geschäftsjahr 2019/20 bei 3,5%. Im Vorjahr betrug die Fluktuationsquote 1,2%. Forschung und Entwicklung Das Engineering-Zentrum in Saarbrücken gehört zusammen mit weiteren Einrichtungen in Nordamerika und Asien zum Entwicklungsverbund von MTD. Als Competence Center für Handgeräte, Scheren sowie handgehaltene und handgeführte Produkte ist es verantwortlich für europäische und internationale Projekte auf diesem Gebiet. Gleichzeitig greift das Unternehmen auf das Know-how von MTD Konzerngesellschaften zurück, die sich u.a. auf Rasentraktoren, Mähroboter, Schneefräsen sowie Motorhacken spezialisiert haben. Neben Produkt-Plattformen, die für den weltweiten Einsatz ausgelegt sind, werden Rasenmäher und handgehaltene Produkte für den europäischen Markt entwickelt. Das Ziel ist, die Gartenpflege und -gestaltung durch innovative und hochwertige Produkte zu erleichtern. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt T€ 2.169 (VJ T€ 3.738). Umweltschutz Der Schutz der Umwelt nimmt einen hohen Stellenwert in der MTD-Gruppe ein. Das betrifft vor allem den Umgang mit Stoffen, von denen Gefahren für Mensch und Natur ausgehen können. Die gesetzlichen Vorgaben in diesem Bereich werden vollständig umgesetzt und auf die Einhaltung der Arbeitssicherheitsbestimmungen wird geachtet. Gefahrstoffe werden sicher gelagert und umweltgerecht entsorgt. Darüber hinaus werden kontinuierlich Verbesserungsmaßnahmen durchgeführt, um die Produkte möglichst ressourcenschonend herzustellen. Die Holzbestandteile der Erzeugnisse stammen aus nachhaltiger Forstwirtschaft und sind nach dem aktuellen FSC-Standard zertifiziert. Für die Natura Bio ® -Dünger verwendet MTD rein pflanzliche, nicht gentechnisch veränderte Rohstoffe. Alle verwendeten Inhaltsstoffe sind für den ökologischen Landbau zugelassen. Mit den Natura Bio ® -Produkten unterstützt MTD die Arbeit des World Wide Fund For Nature (WWF). Natura Bio ® trägt zudem als eines der wenigen Düngeprodukte auf dem Markt das Siegel "Vegan" der European Vegetarian Union. MTD recycelt konsequent gebrauchte Kartonverpackungen im Lager, um Sie als Polstermatten für ausgehende Pakete wieder zu verwenden. Darüber hinaus ist geplant für den Bereich Saatgut und Dünger ab 2021 umweltfreundliche Verpackungen aus Graspapier einzusetzen. Hochwertige Produkte sind ein weiterer Beitrag zur Nachhaltigkeit in der Ressourcennutzung. So sind z. B. multistar ® Gartengeräte der Marke WOLF-Garten, wie etwa Astsägen und Rechen, für eine besonders lange Nutzungsdauer konzipiert. Auf diese Produkte werden 35 Jahre Garantie gewährt. Generell werden nach Auslauf der Serienfertigung für nahezu alle Erzeugnisse noch mindestens drei Jahre lang Ersatzteile vorgehalten; für einzelne Artikel sogar bis zu zehn Jahre. Endkunden können MTD-Produkte daher über einen langen Zeitraum nutzen und senken auf diese Weise den Verbrauch wertvoller Rohstoffe. Beteiligungen Übersicht über die Beteiligungen der Gesellschaft:
Die Angaben zum Jahresergebnis und Eigenkapital beruhen auf den nach US GAAP erstellten Jahresabschlüssen zum 31. Oktober 2020. Die MTD Hungaria Kft., Nemesvámos/Ungarn produzierte bis zur Schließung des Werkes im August 2020 Rasentraktoren, Rasenmäher und Schneefräsen hauptsächlich für die europäischen MTD Konzernunternehmen. Ein kleinerer Teil des Umsatzes wird mit Kunden in Ungarn und Südosteuropa erwirtschaftet. Seit der Werkschließung ist die ungarische Niederlassung wie alle anderen Tochterunternehmen eine Vertriebsgesellschaft. PrognoseberichtAusblick auf die kommenden Geschäftsjahre sowie wesentliche Chancen und Risiken Die Prognosen für 2021 sind vor dem Hintergrund von COVID-19 mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Die Infektionszahlen stiegen im vierten Quartal 2020 in vielen Ländern wieder stark an und bremsten die wirtschaftliche Erholung. Dadurch geraten zahlreiche finanzschwache Unternehmen immer mehr unter Druck. Eine Insolvenzwelle könnte auch deren Lieferanten oder Kunden in Schwierigkeiten bringen. Weitere Risiken ergeben sich u. a. aus den internationalen Handelsspannungen mit den USA. Für Optimismus sorgen jedoch die Erfolge in der Impfstoffentwicklung. Darüber hinaus wurden von der EU und deren Mitgliedsstaaten umfangreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht, um die Konjunktur zu stützen. Insgesamt gehen die meisten Einschätzung von einer Erholung der Weltwirtschaft aus - vorausgesetzt, das Infektionsgeschehen bleibt ohne längere, restriktive Maßnahmen unter Kontrolle. Im Euroraum dürften die privaten Konsumausgaben mit der Eindämmung der Pandemie wieder zunehmen, obwohl die wachsende Arbeitslosenquote die Entwicklung der verfügbaren Einkommen dämpft. Auch ist von einem Produktionsanstieg auszugehen, wenngleich das Vorkrisenniveau wahrscheinlich nicht vor 2022 erreicht wird. Die Inflation (harmonisierter Index der Verbraucherpreise), wird sich voraussichtlich mit rund 1% immer noch wenig über dem sehr niedrigen Niveau von 2020 bewegen. Für die Eurozone rechnet die OECD 2021 mit einem realen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 3,6% (OECD Economic Outlook Dec. 2020). Bei den großen Volkswirtschaften Europas, die zu den wichtigsten Absatzmärkten der MTD Products AG zählen, liegt die Bandbreite zwischen 2,8% für Deutschland und 6,0% für Frankreich. Italien und Großbritannien liegen bei gut 4%. Für die zweite Dezemberhälfte 2020 wurden in Deutschland, dem wichtigsten Markt für die MTD Products AG, aber auch in anderen Ländern weitere restriktive Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie verabschiedet, die u. a. eine weitgehende Schließung der Einzelhandelsgeschäfte bis über den Januar 2021 hinaus vorsehen. Falls die Einschränkungen für den stationären Einzelhandel vor Beginn der Frühjahrssaison in Europa wieder gelockert würden und die Infektionszahlen in den Folgemonaten niedrig blieben, wären die Rahmenbedingungen für die Gartenbranche durchaus günstig. Ob die Absatzzahlen des vergangenen Jahres übertroffen werden ist ungewiss. Viele Endverbraucher haben bereits 2020 neue Gartengeräte gekauft. Darüber hinaus könnten sie wieder mehr Zeit und Geld anderen Freizeitaktivitäten widmen, wenn die Kontaktbeschränkungen rasch und nachhaltig gelockert würden. Längere oder wiederholte Zwangsschließungen des stationären Handels würden Unternehmen mit niedrigem Eigenkapital und geringem Online-Geschäft in Schwierigkeiten bringen. Dieses Szenario dürfte vor allem Fachhändler vor Herausforderungen stellen und den Vertrieb von Markenprodukten über diesen Absatzkanal erschweren. Das veränderte Kaufverhalten während der Pandemie hat die Marktanteile zwischen den Vertriebskanälen verschoben und die Digitalisierung des Handels beschleunigt. Auch wenn sich die Verhältnisse wieder normalisieren, wird sich der Trend zu Online-Geschäften wohl deshalb weiter fortsetzen. Wie bereits in den vergangenen Jahren gehen wir auch zukünftig davon aus, dass mehr Akkugeräte verkauft werden. Sie sind im Vergleich zu benzinbetriebenen Produkten komfortabler, leiser und abgasfrei - bieten jedoch mehr Bewegungsfreiheit als Elektrogeräte mit Kabel. Kabelgebundene Geräte werden dagegen wohl überwiegend nur noch in kleinen Gärten eingesetzt, wenn die Verbraucher die höheren Anschaffungspreise für vergleichbare Produkte mit Akku scheuen. Die Verwendung von Benzingeräten beschränkt sich in den nächsten Jahren voraussichtlich immer stärker auf den Profibereich oder private Nutzer mit größeren Gärten, wo hohe Motorleistungen bzw. -laufzeiten gefragt sind. Neben der Nachfrage dürfte auch das Angebot zunehmend sinken, weil die Hersteller Investitionen in dieses schrumpfende Marktsegment zurückfahren. Ein weiterer wichtiger, aber nicht neuer Trend ist der Ersatz von Rasenmähern durch Mähroboter. Es ist zu erwarten, dass die Wachstumsraten mittelfristig zwar nicht mehr ganz so hoch aber immer noch deutlich positiv sind. Durch die Einbindung in das Internet der Dinge gehen wir davon aus, dass sich bei Mährobotern weitere interessante Produktfeatures realisieren lassen, die andere Geräte so nicht bieten können. Die Wettbewerbsintensität, insbesondere bei Akkugeräten, nahm in der Vergangenheit spürbar zu und wird sich aus unserer Sicht in den nächsten Jahren fortsetzen. So haben in den letzten Jahren viele Hersteller von Elektrowerkzeugen begonnen, ihre Produktpalette zu diversifizieren und sind in den Gartengerätemarkt eingestiegen. Beide Geschäftsfelder nutzen gemeinsame Technologien, woraus sich Synergieeffekte ergeben. So werden z. B. vermehrt Akkuwechselsysteme angeboten, mit denen sich unterschiedliche Elektrogeräte verwenden lassen. Darüber hinaus drängen neue Anbieter aus Asien auf den europäischen Markt - nicht nur als Private Label-Anbieter, sondern auch mit eigenen Marken. Bei Düngern und (Rasen-)Saatgut rechnen wir mittelfristig mit einer stabilen bis leicht wachsenden Nachfrage. Extreme Wetterlagen, wie z. B. Trockenperioden treten im Zusammenhang mit dem Klimawandel wahrscheinlich immer häufiger auf und führen zu einem höheren Pflegeaufwand aber auch Sanierungsbedarf bei Grünflächen. Das im letzten Jahr eingeleitete Restrukturierungsprogramm ist weitgehend umgesetzt und die Fixkosten wurden erheblich gesenkt Auch die Auftragslage hat sich Ende 2020 gegenüber dem Vorjahr verbessert, wenngleich Engpässe auf Seiten der Lieferanten die Entwicklung bremsen. Im Produktbereich "Mähroboter" werden 2021 neue Modelle eingeführt, um stärker am Wachstum dieses Marksegments zu partizipieren und die tendenziell rückläufigen Absatzzahlen bei den Benzinrasenmähern auszugleichen. Für das Geschäftsjahr 2020/21 erwarten wir, dass bei annähernd konstantem Umsatz das operative Ergebnis (EBIT) vor Sondereffekten den Break Even erreicht. Voraussetzungen sind allerdings die Aufhebung des Lockdowns in Deutschland und anderen Ländern vor Beginn der Frühjahrssaison sowie eine Entspannung der Lage auf der Beschaffungsseite. Risiken und ChancenRisikomanagement Die MTD Products AG ist unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Diese können den unternehmerischen Erfolg oder potentiell sogar den Bestand der Gesellschaft gefährden. Risiken werden regelmäßig der Unternehmensführung und dem Aufsichtsrat berichtet. Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse. Es umfasst Maßnahmen zur Früherkennung, Bewertung, Kontrolle, Begrenzung und Dokumentation von Risiken. Die identifizierten Risiken werden fortlaufend besprochen, berichtet sowie bewertet und in einer Risk Heat Map (Risikoinventar) zusammengefasst. Hierzu wurde ein konzernweit einheitlicher Prozess aufgestellt. Auf dieser Grundlage entscheidet der Vorstand der MTD Products AG über Maßnahmen und Strategien zur Risikominimierung. Das Risikomanagement stellt eines von vielen Steuerungs- und Kontrollsystemen dar, das zur Bewertung, Kontrolle, Begrenzung und Dokumentation von Risiken genutzt wird. Daneben existiert ein einheitlicher Planungs- und Budgetierungsprozess, u.a. bestehend aus monatlichen Forecasts, der sich regelmäßig mit strategischen und operativen Risiken aus Veränderungen und Anpassungen des geschäftlichen Umfelds befasst. Risiken und Chancen der zukünftigen Geschäftsentwicklung Umfeld- und Branchenrisiken/-chancen
Unternehmensspezifische Risiken und Chancen
Die unternehmensspezifischen Risiken werden für das Geschäftsjahr 2020/21 - auf Basis der obigen Darstellung - für die Gesellschaft als gering eingeschätzt. Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen Die Veränderung von Marktpreisen auf den Kapital- und Devisenmärkten kann sich positiv oder negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens auswirken. Um Risiken zu minimieren, werden bei Bedarf derivative Finanzinstrumente eingesetzt, die allerdings auch die Chancen aus positiven Marktpreisentwicklungen begrenzen. Spekulationsgeschäfte sind dabei nicht zulässig. Für das Geschäftsjahr 2020/21 ist aufgrund der Sicherungsmaßnahmen von einem moderaten Risiko für die Gesellschaft auszugehen.
Gesamteinschätzung Gegen geschäftsübliche Risiken mit negativen Auswirkungen auf die Entwicklung der Gesellschaft wurde ausreichend Vorsorge getroffen. Darüber hinaus sind nach derzeitigen Informationen und Erkenntnissen keine Vorgänge bekannt, die ein wesentliches Risiko für die weitere Entwicklung der Gesellschaft oder gar deren Bestand darstellen. Erklärung zur Unternehmensführung Das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst verpflichtet das Unternehmen, Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsräten, Vorständen und obersten Managementebenen zu setzen. Der Aufsichtsrat hat am 08. April 2020 beschlossen, dass die Zielgröße für den Anteil weiblicher Vorstandsmitglieder bis zum 30. Juni 2022 0% beträgt. Als Ziel für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands wurde eine Quote von 21% festgelegt. Die Frist zur Erreichung des Ziels bzw. die Frist bis zur erneuten Festsetzung ist der 30. Juni 2022. Am 30. Juni 2020 lag der Frauenanteil bei 11%; das Ziel war 21% Erklärungen des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Aufgrund des Abhängigkeitsverhältnisses mit der MTD Holdings Inc., Cleveland, Ohio/USA, im Sinne von § 17 AktG wurde gemäß § 312 AktG ein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, in dem wir folgende Schlusserklärung abgegeben haben: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden."
Saarbrücken-Bübingen, den 29. Januar 2021 Bilanz zum 31. Oktober 2020Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2019/20
Anhang für das Geschäftsjahr 2019/20Allgemeine Erläuterungen und KonzernbeziehungenDie MTD Products Aktiengesellschaft hat ihren Sitz in Saarbrücken-Bübingen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Saarbrücken (HR B Reg.Nr. 9740). Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2019/20 (vom 1. November 2019 bis 31. Oktober 2020) ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt worden. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Oktober 2020 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Das unmittelbare Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die MTD Europe Holding GmbH mit Sitz in Saarbrücken-Bübingen. Diese Gesellschaft stellt keinen eigenständigen Konzernabschluss auf. Mutterunternehmen der Gesellschaft, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die MTD Products Inc., Cleveland, Ohio/USA. Um den Aussagewert des Jahresabschlusses zu verbessern, erstreckt sich der Kreis der verbundenen Unternehmen der MTD Products Aktiengesellschaft im Sinne des § 271 HGB auf das oberste Mutterunternehmen, die MTD Holdings Inc., Cleveland, Ohio/USA, und sämtliche Tochterunternehmen dieses Mutterunternehmens. Die MTD Products Aktiengesellschaft und ihre Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der MTD International Operations Inc., Valley City, Ohio/USA, einbezogen. Eine Voraussetzung für die Befreiung von der Aufstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 291 HGB der MTD Products AG ist die Veröffentlichung des Konzernabschlusses der MTD International Operations Inc., Valley City, Ohio/USA in Deutschland. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht der MTD International Operations Inc., Valley City, Ohio/USA, wird einschließlich des Bestätigungsvermerks gemäß § 325 HGB im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Abweichungen zwischen dem nach den United States Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) aufgestellten Konzernabschluss der MTD International Operations Inc., Valley City, Ohio/USA, und dem deutschen Handelsrecht hinsichtlich Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden ergeben sich im Wesentlichen wie folgt: Vorräte: Die verlustfreie Bewertung der Vorräte nach HGB erfolgt zu Vollkosten. Nach US-GAAP werden für den Net Realizable Value nur die unmittelbar mit dem Verkauf anfallenden Kosten berücksichtigt. Latente Steuern: Nach HGB werden aufgrund des Wahlrechts keine aktiven latenten Steuern angesetzt, während nach US-GAAP latente Steuern auf temporäre Differenzen und Verlustvorträge berücksichtigt werden, sofern die Voraussetzungen dafür gegeben sind. Pensionsrückstellungen: Die Pensionsrückstellungen werden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. US-GAAP verwendet einen stichtagsbezogenen Zinssatz. Rückstellungen für Altersteilzeit: Nach HGB werden die Aufstockungsbeträge aus den Altersteilzeitverträgen bereits bei der erstmaligen Bildung vollständig in die Berechnung der Rückstellungen einbezogen. Nach US-GAAP werden die Aufstockungsbeträge ratierlich über die Aktivphase zugeführt. Darüber hinaus wird nach HGB mit dem fristenkongruenten Zinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst. Nach US-GAAP wird auf den stichtagsbezogenen Zinssatz abgestellt. Bewertungseinheiten: Nach HGB werden auf Basis der abgeschlossenen Devisentermingeschäfte zum Teil Bewertungseinheiten gebildet. Nach US-GAAP werden die (nicht realisierten) Gewinne- oder Verluste zum Bilanzstichtag als "Aktiva" oder "Passiva" bilanziert. Bilanzierungs-, Bewertungs- und AusweismethodenAllgemeines Im Berichtsjahr wurden keine Änderungen zu den in der Vorperiode angewandten Darstellungs-, Bilanzierungs- und/oder Bewertungsmethoden vorgenommen. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen aufgrund der jeweiligen wirtschaftlichen Nutzungsdauer bewertet. Soweit ihnen am Bilanzstichtag ein niedrigerer Wert beizulegen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen. Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Die flüssigen Mittel werden zu Nennwerten ausgewiesen. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber können aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge gebildet werden, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag ergeben sich ausschließlich aktive latente Steuern. Die Gesellschaft macht vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass ein Ansatz latenter Steuern in der Bilanz unterbleibt. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen im Bereich der Pensionsrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Der anzuwendende Steuersatz für die Berechnung latenter Steuern liegt bei 32,98 % (Vorjahr 32,98 %). Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen beruhen auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected Unit Credit Method, PBO). Als Rechnungsgrundlagen für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen werden die Richttafeln Heubeck 2018 G und ein Rechnungszins von 2,38 % p.a. (Vorjahr: 2,79 %), der dem von der Deutschen Bundesbank gem. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB für Oktober 2020 veröffentlichten Rechnungszins für eine Restlaufzeit von 15 Jahren entspricht, verwendet. Zudem wird, wie im Vorjahr, eine Dynamik der Bezüge von 2,5 % p.a. sowie ein Rententrend von 2,0 % p.a. berücksichtigt. Die Fluktuation wird mittels alters- und geschlechtsabhängiger Wahrscheinlichkeiten bei der Bewertung berücksichtigt. Zum 31. Oktober 2020 belaufen sich die Pensionsrückstellungen auf T€ 4.045 (Vorjahr: T€ 4.031). Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Rückstellungen für Altersteilzeit beruhen auf einzelvertraglichen Regelungen und werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Zum Ansatz kommen gemäß IDW RS HFA 3 der Erfüllungsrückstand und die künftig zu gewährenden Aufstockungsbeträge und Abfindungen für diejenigen Arbeitnehmer, die von der Altersteilzeitregelung Gebrauch machen. Aufstockungsbeträge und Erfüllungsrückstände in der Freistellungsphase werden mit einem Zinssatz zwischen 0,51 % und 0,78 % (Vorjahr: 0,66 % bis 0,87 %) abgezinst. Verpflichtungen aus Altersteilzeit, die aus dem Erfüllungsrückstand resultieren, werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht. Bei der Ermittlung der Jubiläumsrückstellungen wird das Anwartschaftsbarwertverfahren bei einem Abzinsungsfaktor von 1,68 % p.a. (Vorjahr: 2,02 %) verwendet. Analog zum Vorjahr wird außerdem eine Dynamik der Bezüge von 2,5 % p.a. unterstellt. Rückstellungen für besondere Garantien werden für bekannte Einzelfälle in Höhe der erwarteten Inanspruchnahme zu Vollkosten bewertet. Die Rückstellungen für allgemeine Garantien werden auf Basis der Entwicklung des Umsatzes unter Berücksichtigung möglicher Änderungen des Garantieverlaufs ermittelt. Bei einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden diese abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen oder Zahlungsströme aus Wechselkurs- und Zinsrisiken wurden Vermögensgegenstände, Schulden, schwebende Geschäfte und mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen mit Finanzinstrumenten zusammengefasst (Bewertungseinheit). Soweit die Voraussetzungen für Bewertungseinheiten mit den jeweiligen Grundgeschäften nicht erfüllt sind, erfolgt die Bilanzierung nach allgemeinen Bewertungsgrundsätzen. Bewertungseinheiten Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Es handelt sich ausschließlich um Devisentermingeschäfte, die von der Muttergesellschaft MTD Products Inc., Cleveland, Ohio/USA, im Namen und auf Rechnung der Gesellschaft abgeschlossen werden. Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und ist auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Gesellschaft beschränkt. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Wechselkursänderungen zurückgehen. Zur Absicherung von Grundgeschäften werden derivative Finanzinstrumente regelmäßig über die MTD Products Inc., Cleveland, Ohio/USA, im Namen und auf Rechnung der Gesellschaft abgeschlossen. Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB gebildet. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die sog. Einfrierungsmethode (kompensatorische Bewertung) angewendet. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv und retrospektiv anhand der Critical Terms Match Methode festgestellt. Es wurden folgende Bewertungseinheiten gebildet: Geplante Transaktionen in fremder Währung (antizipatives Hedging) Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken, die aus geplanten Beschaffungsgeschäften resultieren, die in USD denominiert sind, schließt die Gesellschaft Devisentermingeschäfte ab. Von einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit der abgesicherten Transaktionen kann ausgegangen werden, da es sich um routinemäßige Geschäfte handelt und die Absicherung unter dem geplanten Gesamtvolumen liegt. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten unterliegt darüber hinaus klar definierten Vorgaben und strengen internen Kontrollen. Die Derivate werden mit den sich gegenläufig verhaltenden Fremdwährungstransaktionen in Bewertungseinheiten (Portfolio-Hedge) zusammengefasst. Dabei stehen einer Reihe von Grundgeschäften (Warenbeschaffung in USD) eine Reihe von Sicherungsgeschäften (Devisentermingeschäfte) gegenüber. Soweit sich während der Laufzeit der Sicherungsbeziehungen die bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft nicht ändern und von einem vollständigen Ausgleich der Wertänderungen auszugehen ist, bleiben die gegenläufigen Änderungen der beizulegenden Zeitwerte von Grund- und Sicherungsgeschäfte bilanziell und ergebnismäßig unberücksichtigt. Die ineffektiven Anteile der Sicherungsbeziehungen, also sich nicht ausgleichende Wertänderungen sowie nicht gesicherte Fremdwährungspositionen, werden nach allgemeinen Bewertungsgrundsätzen behandelt. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv und retrospektiv festgestellt. Das Nominalvolumen der zur Absicherung von Beschaffungsgeschäften abgeschlossenen Devisenterminkontrakte beläuft sich zum 31. Oktober 2020 auf T€ 75.804 (Vorjahr: T€ 38.026). Sie sind jeweils fällig im Geschäftsjahr 2020/21. Hiervon konnten aufgrund der jeweils hoch wirksamen Sicherungsbeziehungen Bewertungseinheiten in Höhe von T€ 52.834 (Vorjahr: T€ 14.136) gebildet werden. Für die restlichen Devisentermingeschäfte zur Absicherung von Beschaffungsgeschäften in Höhe von T€ 22.970 (Vorjahr: T€ 23.890) wurden, aufgrund einer fehlenden eindeutigen Beziehung zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft, keine Bewertungseinheiten gebildet. Für diese Derivate gelten die allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze. Der Marktwert dieser Devisentermingeschäfte beträgt zum Bilanzstichtag T€ -647 (Vorjahr: T€ 317); hierfür wurde eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von T€ 647 (Vorjahr: T€ 2) gebildet. Zum Bilanzstichtag 31. Oktober 2019 bestanden Devisentermingeschäfte zur Absicherung von Darlehensverbindlichkeiten in USD über T€ 26.931, für die eine Bewertungseinheit gebildet werden konnte. Zum Bilanzstichtag 31. Oktober 2020 bestanden hingegen keine Devisentermingeschäfte zur Absicherung von Darlehensverbindlichkeiten in USD. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Erläuterungen zur BilanzAKTIVA Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt. Anlagenspiegel zum 31. Oktober 20 20
Zum Bilanzstichtag wurden Anteile an folgenden verbundenen Unternehmen unter den Finanzanlagen ausgewiesen:
Die Angaben zum Jahresergebnis und Eigenkapital beruhen auf den nach US GAAP erstellten Jahresabschlüssen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten eine Forderungen gegenüber der unmittelbaren Muttergesellschaft, der MTD Europe Holding GmbH, Saarbrücken, in Höhe von T€ 59 (Vorjahr: T€ 0). Von den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen T€ 4.790 (Vorjahr: T€ 33.327) auf Forderungen aus Darlehen und T€ 11.516 (Vorjahr T€: 9.295) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Der Aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung resultiert aus der Saldierung von Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen mit dem damit in Verbindung stehenden Planvermögen. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Das zum Nennwert angesetzte Grundkapital setzt sich zum 31. Oktober 2020, unverändert zum Vorjahr, aus 1.687.500 Stück auf den Inhaber lautenden nennbetragslosen Stückaktien zusammen, woraus sich ein rechnerischer Wert von € 10,30 pro Aktie ergibt. Kapitalrücklage Zum 31. Oktober 2020 beträgt die Kapitalrücklage T€ 39.501 (Vorjahr: T€ 39.501). Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen betragen zum 31. Oktober 2020 T€ 215 (Vorjahr: T€ 215) und resultieren aus der erfolgsneutralen Anpassung der langfristigen Rückstellungen zum 1. November 2010 aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMoG. Bilanzverlust
Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln Heubeck 2018 G bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Oktober 2020 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 2,38 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % und Rentensteigerungen von jährlich 2,0 % zugrunde gelegt, ferner wird eine Fluktuation in Höhe von 1,8 % p.a. unterstellt. Unter Anwendung einer Abzinsung auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre ergibt sich ein Zinssatz von 1,68 % und es würde sich eine Pensionsverpflichtung in Höhe von T€ 4.410 ergeben. Für den Differenzbetrag zur bilanzierten Pensionsverpflichtung (T€ 4.045) besteht eine Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB. Grundsätzlich besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von T€ 365 für das Geschäftsjahr 2020. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Garantieverpflichtungen (T€ 6.137, Vorjahr T€ 5.478), Restrukturierung (T€ 5.056, Vorjahr T€ 251), ausstehende Rechnungen (T€ 3.470, Vorjahr T€ 2.792), noch zu erstellende Gutschriften für Bonus, Delkredere, Skonto etc. (T€ 1.544, Vorjahr T€ 1.739, Mitarbeiterprämien und Mehrarbeit (T€ 949, Vorjahr T€ 826) sowie aus Warenbezügen und Rücknahmen (T€ 168, Vorjahr T€ 610). Der Anteil der Rückstellungen aus Altersteilzeit, der aus dem Erfüllungsrückstand resultiert, wurde mit Vermögensgegenständen i. S. des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet:
Als Deckungsvermögen wurde als zweckexklusive, verpfändete und insolvenzgeschützte Vereinbarungen die Rückdeckungsversicherung klassifiziert. Der Zeitwert des Deckungsvermögens in Form der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung). Der Anteil der Rückstellungen aus Altersteilzeit, der aus den Aufstockungsbeträgen resultiert, beträgt T€ 127 (Vorjahr: T€ 95). Verbindlichkeiten Zum 31. Oktober 2020, wie auch zum 31. Oktober 2019, bestanden jeweils keine Verbindlichkeiten gegenüber der unmittelbaren Muttergesellschaft, der MTD Europe Holding GmbH, Saarbrücken-Bübingen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten in Höhe von T€ 25.000 (Vorjahr: T€ 25.000) Verbindlichkeiten aus Darlehen und in Höhe von T€ 13.660 (Vorjahr T€: 9.678) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 53 (Vorjahr: T€ 61) sowie aus Steuern und Abgaben in Höhe von T€ 649 (Vorjahr: T€ 458). Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren in Höhe von T€ 25.000 (Vorjahr T€ 25.000). Dabei handelt es sich um eine Darlehensverbindlichkeit gegenüber einem verbundenen Unternehmen. Die übrigen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Als Sicherheit für die von der JPMorgan Chase Bank, Chicago/USA, gewährten Kreditlinie hat die MTD Products Aktiengesellschaft im Rahmen einer Globalzession alle gegenwärtigen und künftigen Forderungen abgetreten. Darüber hinaus wurden sowohl das Sachanlagevermögen sowie Anwartschaftsrechte darauf als auch die Vorräte zur Sicherung des Kredits an die JPMorgan Chase Bank übereignet. Zum Bilanzstichtag wurde die Kreditlinie aus diesem Kredit in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 28.981) in Anspruch genommen. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich nach den Tätigkeitsbereichen wie folgt:
Die Umsatzerlöse gliedern sich nach den geographisch bestimmten Märkten wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge Diese Position umfasst im Wesentlichen Erträge aus Transferpreisanpassungen, Kursgewinnen, dem Abgang von Anlagevermögen sowie erstattete Garantiekosten und Weiterbelastungen an verbundene Unternehmen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 1.160 enthalten (Vorjahr: T€ 911), die aus Verkäufen von Anlagevermögen und der Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen resultieren. Die Erträge aus der Währungsumrechnung belaufen sich im Geschäftsjahr auf T€ 1.702 (Vorjahr: T€ 4.012). Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung Unter dieser Position werden Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 18 (Vorjahr: T€ 211) ausgewiesen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten vor allem Handling- und Lagerkosten, Ausgangsfrachten, Garantie- und Kulanzkosten, Werbe- und Messekosten, Händler- und Vermittlungsprovisionen, Aufwendungen für weiterbelastete Kosten, Verwaltungsaufwendungen sowie Lizenzgebühren. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 36 gezeigt (Vorjahr: T€ 28). Darüber hinaus sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 2.050 (Vorjahr: T€ 256) enthalten. Finanzergebnis Das Finanzergebnis umfasst Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von T€ 309 (Vorjahr: T€ 474) sowie Erträge aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von T€ 77 (Vorjahr: T€ 90). Im Berichtszeitraum wurden Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 542 (Vorjahr: T€ 780) erzielt. Die Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich im gleichen Zeitraum auf T€ 593 (Vorjahr: T€ 530). Im Berichtsjahr mussten, wegen voraussichtlicher dauernder Wertminderung, keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert von Beteiligungen vorgenommen werden (Vorjahr: T€ 7.092). Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Zahlungsverpflichtungen aus Miet- bzw. Leasingverträgen zum Bilanzstichtag betragen T€ 14.581 (Vorjahr: T€ 3.544), von denen T€ 3.036 (Vorjahr: T€ 2.827) innerhalb eines Jahres fällig sind. T€ 11.545 (Vorjahr: 708) sind zwischen 1 und 5 Jahren fällig und T€ 0 (Vorjahr: T€ 9) sind nach mehr als 5 Jahren fällig. Die MTD Products Aktiengesellschaft hat mit der MTD Products Benelux B.V., Rosmalen/Niederlande, eine Rangrücktrittsvereinbarung in Höhe von € 390.000 getroffen, die auf den 31.10.2021 befristet ist. Sonstige AngabenDurchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer:
A ngaben zum Vorstand Dem Vorstand gehörten zum Bilanzstichtag 31. Oktober 2020 und während des Geschäftsjahres die folgenden Herren an:
Angaben zum Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat setzt sich gemäß §§ 96 Abs. 1, 101 Abs. 1 AktG in Verbindung mit § 76 BetrVG 1952 bzw. § 4 DrittelbG zusammen. Er besteht satzungsgemäß aus vier Aktionärsvertretern und zwei Arbeitnehmervertretern. Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2019/2020 die folgenden Mitglieder an:
Gesamtbezüge der Mitglieder und früherer Mitglieder der Gesellschaftsorgane Da der Vorstand im Geschäftsjahr nur aus zwei Mitgliedern bestand, wird auf eine Angabe der Gesamtbezüge gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betragen T€ 12 (Vorjahr: T€ 12). Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung bzw. des Vorstandes und deren Hinterbliebenen bestehen Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen von insgesamt T€ 1.990 (Vorjahr: T€ 2.041). Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder der Geschäftsführung bzw. des Vorstandes und ihrer Hinterbliebenen betrugen im Geschäftsjahr T€ 238 (Vorjahr: T€ 234). Abschlussprüferhonorar Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr teilt sich wie folgt auf:
ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt vor, den Bilanzverlust von T€ 33.528, der sich aus dem Jahresfehlbetrag von T€ 15.765 und dem Verlustvortag von T€ 17.763 ergibt, auf neue Rechnung vorzutragen. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht) Charles M. Moll ist zum 03. Dezember 2020 auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand der Gesellschaft ausgeschieden. In der Aufsichtsratssitzung am 03. Dezember 2020 wurde Blair Cook in den Vorstand der MTD Products AG berufen. Er übernimmt den Vorsitz im Vorstand. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.
Saarbrücken-Bübingen, den 29. Januar 2021 Blair Cook, Vorstandsvorsitzender Günter Korn, Vorstand BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MTD Products Aktiengesellschaft, Saarbrücken-Bübingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MTD Products Aktiengesellschaft, Saarbrücken-Bübingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Oktober 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. November 2019 bis zum 31. Oktober 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MTD Products Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. November 2019 bis zum 31. Oktober 2020 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Die Prüfung des Jahresabschlusses haben wir unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 29. Januar 2021 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Kai Mauden, Wirtschaftsprüfer ppa. Jens Rosenberger, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2019/2020Das Geschäftsjahr 2019/2020 war operativ und im Ergebnis von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sowie durch ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm geprägt. Die Umsatzentwicklung wurde maßgeblich von der COVID-19-Pandemie beeinflusst. Ab etwa Mitte März 2020 gingen die Aufträge vor dem Hintergrund der schnell steigenden Infektionszahlen in Europa deutlich zurück und im April 2020 brach das Geschäft in vielen Ländern aufgrund der zeitweisen Schließung von Geschäften, insbesondere des Fachhandels, ein. Um den Verlust zu begrenzen, wurde die Produktion zurückgefahren und in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat in den Werken in St. Wendel und Nemesvámos (Ungarn) Kurzarbeit eingeführt. Im Mai verbesserte sich die Auftragslage spürbar, weil die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gelockert wurden. Darüber hinaus stieg die Nachfrage seitens der Endverbraucher, nicht zuletzt dadurch motiviert, dass diese nach den ersten Lockerungen mehr Zeit mit der Pflege ihres Gartens als etwa mit touristischen Reisen verbrachten. Ein großer Teil der Umsatzverluste des zweiten Quartals konnte deshalb in den Sommermonaten wieder aufgeholt werden. Trotz erheblicher Umsatzsteigerungen im zweiten Halbjahr konnten die Verluste aus dem Frühjahr nicht ganz ausgeglichen werden. Mit € 206,514 Millionen lagen die Erlöse 5,2 % unter dem Vorjahreswert (€ 217,731 Millionen). Nachdem der Vorstand in der Aufsichtsratssitzung vom 13.11.2019 ermächtigt worden war, zur Umsetzung der Restrukturierung mit der Arbeitnehmerseite Verhandlungen über einen Sozialplan und dessen Interessenausgleich aufzunehmen, wurden diese Gespräche bei fortgesetzter Unterrichtung des Aufsichtsrats konstruktiv geführt und im April 2020 erfolgreich abgeschlossen. Der Sozialplan und der Interessenausgleich beinhalten die Übereinkunft neben dem vollständigen Outsourcing der Logistik, insbesondere auch der Schließung des Zentrallagers in Bübingen, eine Verschlankung des Vertriebs und der Zentralbereiche in Saarbrücken. Zu diesem Zweck werden unter anderem bestimmte Aufgaben des Finanzbereichs und des Vertriebsinnendienstes für alle europäischen MTD-Gesellschaften in einem konzerneigenen Shared Service Center in Ungarn zentralisiert. Der First und Second Level Support im After Sales-Bereich wird bei einem externen Dienstleister gebündelt. Um den damit einhergehenden Stellenabbau sozialverträglich zu gestalten, wurde mit dem Betriebsrat - ergänzend zu den Abfindungsregelungen - die Errichtung einer Transfer-Gesellschaft vereinbart. Bis zum 31.10.2020 wurden die Maßnahmen weitgehend umgesetzt und rund 120 Vollzeitstellen abgebaut. Auch in den europäischen Tochtergesellschaften wurden Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet. Die erwähnten Aufgabenbereiche wurden zentralisiert und der Vertrieb in den Ländern stärker fokussiert. Die konzerneigenen Vertriebsgesellschaften in Bulgarien und Russland wurden mit Zustimmung des Aufsichtsrats geschlossen. Der Aufsichtsrat hielt insgesamt fünf Sitzungen ab, davon eine Präsenzsitzung und wegen der COVID-19-Pandemie vier Sitzungen per Skype bzw. MS Teams, die satzungsgemäß und jeweils mit Zustimmung der Aufsichtsratsmitglieder abgehalten wurden. Wie auch in den vorangegangenen Geschäftsjahren befasste sich der Aufsichtsrat auch außerhalb der Sitzungen laufend mit der Lage und der Entwicklung der Gesellschaft. Der Vorstand berichtete regelmäßig über die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, die dagegen zum Schutz der Mitarbeiter getroffenen Maßnahmen und deren Erfolg, aber auch über die aktuellen Vertriebs- und Personalzahlen sowie über die Entwicklung in den Verhandlungen zum Sozialplan und zum Interessenausgleich. Zwischen den Sitzungsterminen unterrichteten sowohl der Vorsitzende des Vorstands, Herr Charles M. Moll, als auch der Finanzvorstand Herr Günter Korn, den Aufsichtsratsvorsitzenden in regelmäßigen Telefonaten direkt und zeitnah über wichtige geschäftliche Vorgänge und Vorhaben. In mindestens monatlichen Berichten zur Lage des Unternehmens informierte der Vorstand über die Absatzentwicklung und die Wettbewerbssituation. Darüber hinaus hatte der Aufsichtsrat Einblick in die internen Auditberichte der Gesellschaft. Besonderer Augenmerk wurde gerade auch vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie auf das Risikomanagement und die Behandlung des Risikomanagements in der Gesellschaft gelegt. Thema der Abstimmungen zwischen Vorstand und Aufsichtsratsvorsitzendem war auch die Gewährleistung der Belieferung durch die Muttergesellschaft in den USA nach der beschlossenen und umgesetzten Schließung des Werks in Nemesvámos (Ungarn). Die monatlichen Geschäftszahlen, entsprechende Prognosen sowie die Gründe für verschiedene Entwicklungen, insbesondere den weiteren Rückgang des Ertrags im Bereich benzingetriebener Rasenmäher und Traktoren wie auch die Entwicklung im Bereich der Mähroboter wurden regelmäßig besprochen. Mit Herrn Charles M. Moll gab es insbesondere einen Austausch über die Entwicklungen in den wesentlichen Absatzmärkten im EMEA-Bereich und über die dortigen Vertriebspartner bzw. die dortigen Tochtergesellschaften. In den fünf Sitzungen am 13.11.2019, 05.12.2019, 08.04.2020, 12.05.2020 und 22.06.2020 war die geschäftliche Entwicklung Gegenstand der Beratungen. Auftrags- und Ergebnisentwicklung, die Umstellung in der Logistik sowie die Neuausrichtung des Robotmäher-Programms. In der Sitzung vom 13.11.2019 wurde dem Vorstand das Mandat zur Verhandlung des Sozialplans und des Interessenausgleichs mit dem Betriebsrat erteilt. Ferner wurde beschlossen, dass das Lagergebäude in Hornbach veräußert wird, was auch umgesetzt wurde. In der Sitzung zur Feststellung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres 2018/2019 am 08.04.2020 wurden die eher formalen Beschlüsse zum Jahresabschluss und zur Vorbereitung der Hauptversammlung gefasst. In der Sitzung vom 12.05.2020 wurde der vom Vorstand mit dem Betriebsrat ausverhandelte Sozialplan und Interessenausgleich einstimmig beschlossen. Es wurde auch beschlossen, dass der Vorstand gemeinsam mit der Geschäftsführung der MTD Hungária Kft. in Nemesvámos Gespräche mit den Arbeitnehmern und ihren Vertretungen zur Schließung des dortigen Werkes aufnimmt. Die Schließung des Werks in Ungarn erfolgte im August 2020. Wesentlicher Bestandteil der Sitzung vom 12.05.2020 war auch die Vorstellung des internationalen Integrated Business Planning. Dieser Prozess wird durch ein Gremium gesteuert, welches aus Führungspersonal der Gesellschaft und Führungspersonal der Muttergesellschaft aus den USA besteht. Es geht im Wesentlichen um die Überleitung der Belieferung der europäischen Gesellschaften einschließlich der Gesellschaft mit Produkten nunmehr aus den USA. Die Produkte aus Ungarn beruhen auf Modellplattformen, die auch in den amerikanischen Werken produziert werden. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand insbesondere darauf aufmerksam gemacht, dass die Risiken im Zusammenhang mit der langen Lieferkette und der Auslagerung von Diensten mit geeigneten Maßnahmen minimiert werden müssen. Die zu jenem Zeitpunkt sich verbessernde Geschäftsentwicklung sowie die Überleitung der Belieferung mit den entsprechenden Produkten aus den USA und die Errichtung des Shared Services Center waren im Wesentlichen Gegenstand der Aufsichtsratssitzung vom 22.06.2020. In der schon zum neuen Geschäftsjahr 2020/2021 zählenden Aufsichtsratssitzung am 03.12.2020 wurde Herr Blair Cook zum Vorstandsvorsitzenden der MTD Products AG bestellt. Er tritt die Nachfolge von Herrn Charles M. Moll an, der andere Aufgaben im Konzern übernimmt. Herr Cook leitet die internationalen Aktivitäten der MTD-Gruppe und ist in dieser Funktion schon seit einiger Zeit für das Europa-Geschäft verantwortlich. Ferner wurde Frau Heidrut Fuchs als von den Arbeitnehmern gewähltes Ersatzmitglied für Herrn Hans-Dieter Schneider begrüßt, der im Zuge seines Ausscheidens aus der Gesellschaft auch sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt hatte. Mit Frau Fuchs ist erstmals eine Frau Mitglied des Aufsichtsrats. Für die Bilanzsitzung am 25.03.2021 ist dem Aufsichtsrat der Prüfungsbericht der Abschlussprüfer mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk vom 29.01.2021 vorgetragen und von Vertretern des Abschlussprüfers noch erläutert worden. Der Aufsichtsrat hat damit den vorgelegten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. November 2019 bis 31. Oktober 2020 festgestellt und die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft für das abgelaufene Geschäftsjahr genehmigt. Die Gesellschaft ist in den internationalen Konzern unter der Führung der Dachgesellschaft MTD Holdings, Inc., Cleveland, Ohio, USA, einbezogen. Mangels befreiender Unternehmensverträge war für die Gesellschaft durch den Vorstand ein Bericht über ihre Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG zu erstellen. In dem Bericht der Abschlussprüfer über die Prüfung des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht), gleichfalls vom 29.01.2021, ist festgehalten: "Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
Der Aufsichtsrat hat keine davon abweichenden Erkenntnisse gewonnen. Er hat seinerseits diesen Abhängigkeitsbericht zur Kenntnis genommen, ohne Bedenken gegen die seitens des Vorstands abgegebenen Beschlusserklärungen oder gegen das Prüfungsergebnis der Abschlussprüfer zu erheben. Von der Erstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts konnte im Hinblick auf den befreienden Teilkonzernabschluss der MTD International Operations Inc., Valley City, Ohio, USA, abgesehen werden. Im Zusammenhang mit der Vorlage und Feststellung des Jahresabschlusses hat der Aufsichtsrat den Mitarbeitern unter besonderer Hervorhebung ihrer Vertreter im Betriebsrat die Anerkennung für die vorbildliche Umsetzung der Vorgaben zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie, die engagierte Unterstützung zum Wohl der Gesellschaft und ihres Unternehmens sowie die professionelle und konstruktive Herangehensweise an die anstehenden Änderungen im Unternehmen, die einen erheblichen Teil der Mitarbeiter betroffen haben, ausgesprochen.
Saarbrücken-Bübingen, im März 2021 Prof. Dr. Schnelle, Vorsitzender des Aufsichtsrats der MTD Products AG Der Jahresabschluss zum 31.10.2020 wurde am 25.03.2021 festgestellt. |
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