Cohu GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Mehrzweckindustrierobotern
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Klaus Ilgenfritz seit 17.3.2020 | Geschäftsführer |
Jeffrey Dean Jones seit 12.11.2018 | Geschäftsführer |
Ian Daniel Fellenberg seit 5.11.2018 | Geschäftsführer |
Luis Antonio Müller seit 5.11.2018 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Multitest elektronische Systeme GmbHRosenheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.08.2018 bis zum 31.12.2018Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Rechnungslegung Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Multitest elektronische Systeme GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Multitest elektronische Systeme GmbH, Rosenheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Multitest elektronische Systeme GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 4. August 2020 Ernst
& Young GmbH
Bostedt, Wirtschaftsprüfer von Wachter, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2018Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr 1. August bis 31. Dezember 2018
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. August 2018 bis 31. Dezember 2018I. Allgemeine Angaben Die Multitest elektronische Systeme GmbH hat ihren Sitz in Rosenheim und ist bei Amtsgericht Traunstein im Handelsregister unter der Nr. HRB 12453 eingetragen. Sie ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie der einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Durch Gesellschafterbeschluss vom 22. November 2018 beginnt das Geschäftsjahr jeweils am 01. Januar und endet am darauffolgenden 31. Dezember. Das laufende Geschäftsjahr ist ein Rumpfgeschäftsjahr, das am 1. August 2018 beginnt und am 31. Dezember 2018 endet. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von einer Einheit (€, % usw.) auftreten. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden im Geschäftsjahr unverändert fortgeführt. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben, EDV-Programme mit Anschaffungskosten unter € 150 werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Patentrechte werden über eine Laufzeit von 10 Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Bei den Sachanlagen werden folgende Nutzungsdauern zur Ermittlung der Abschreibungen zugrunde gelegt:
Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereichs. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird seit dem 1. Januar 2008 handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EstG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen. Bei den Finanzanlagen ist die Beteiligung zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, werden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennbetrag (ohne Umsatzsteuer) ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine in Abhängigkeit der Altersstruktur differenzierte Pauschalwertberichtigung vorgenommen. Die Bewertungsabschläge sind in einer Bandbreite von 0,25% bis 20,25% gestaffelt. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden auf der Aktivseite als Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden auf der Passivseite als Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sind angemessen berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die Restlaufzeit der sonstigen Rückstellungen beträgt unter 12 Monaten. Sofern in Sonderfällen die Restlaufzeit 12 Monate übersteigt, erfolgt eine Abzinsung gemäß § 253 Abs. 2 HGB zum 7-Jahresdurschnittszinssatz. Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung von Garantieleistungen wurden entsprechende Rückstellungen gebildet. Grundsätzlich ist eine Gewährleistungsfrist von 12 Monaten vereinbart. Die Berechnung der Rückstellung basiert auf dem garantiebehafteten Umsatz der letzten 12 Monate gewichtet mit der Quote aus Garantieleistung und Umsatz der vergangenen 24 Monate. Preis- und Kostensteigerungen werden in den nächsten 12 Monaten nicht erwartet und daher mit einem Wert von 0€ bei der Berechnung der Rückstellung berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Soweit durch Unterschiede in der handelsbilanziellen Behandlung von Vermögensgegenständen und Schulden gegenüber der Steuerbilanz latente Steuern resultieren, werden diese beim Organträger, der Multitest GmbH, bilanziert. Umsatzerlöse werden - unabhängig vom Zeitpunkt der Bezahlung - berücksichtigt, wenn sie realisiert sind, d.h. bei Gefahrenübergang auf den Kunden. III. Erläuterungen zu Bilanzposten Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen (Anteilsbesitz) - d.h. die Unternehmen, von denen die Gesellschaft direkt oder indirekt mindestens 20 % der Anteile besitzt - setzen sich wie folgt zusammen:
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen die Forderung aus malaysischer Abzugssteuer in Höhe von 489 T€ (Vorjahr: 613 T€). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus:
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten In dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 105 T€ (Vorjahr 600 T€) sind Leistungen aus Wartungsverträgen in Höhe von 88 T€ (Vorjahr 184 T€), Versicherungen in Höhe von 2 T€ (Vorjahr 35 T€), Personalkosten von 0 T€ (Vorjahr 339 T€) und Sonstige in Höhe von 15 T€ (Vorjahr 43 T€) enthalten. Eigenkapital Der Jahresfehlbetrag beträgt nach Übernahme des Verlustes in Höhe von 22.883 T€, (Vorjahr: Jahresüberschuss 9.005 T€) durch die Multitest GmbH 0 T€ (Vorjahr: 0 T€). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten:
Die Rückstellungen Restrukturierung in Höhe von 14.828 T€ setzen sich aus den Abfindungsrückstellungen für Personal (7.571 T€) sowie den Rückstellungen für die Einstellung der Produktlinie MT21 (Austauschprogramm bei Kunden, Ausbuchung nicht mehr stornierbares Bestellobligo u. a.) von 7.257 T€ zusammen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 1.540 T€ (Vorjahr: 1.687 T€) verteilen sich auf folgende Restlaufzeiten:
Sie sind durch eine Grundschuld auf die Gebäude und Freifläche der Gesellschaft in Höhe von 3.800 T€ besichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.368 T€ (Vorjahr: 3.605 T€) haben eine Laufzeit unter 1 Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus:
Der Betrag der Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung betrifft die Ergebnisabführungen an die Multitest GmbH für das Geschäftsjahr 2017/2018. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die erzielten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf: Nach Tätigkeitsbereichen:
Die Konzernweiterbelastungen resultieren aus Royalty-, Service- und Management Fees, die im Rahmen der Umsetzung des "Distribution-Models" ab 2013 an die Konzerngesellschaften für erbrachte Leistungen weiterverrechnet wurden. Nach geografisch bestimmten Märkten:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie untenstehend aufgeführt auf. Die übrigen Erträge in Höhe von 109 T€ umfassen in Höhe von 92 T€ den Einbehalt Sachbezug für Kraftfahrzeuge. Periodenfremde Erträge sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 46 T€ (Vj. 25 T€)enthalten.
Materialaufwand Der Materialaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB (Gesamtkostenverfahren) setzt sich wie folgt zusammen:
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen wurden nicht vorgenommen. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens wurden in Höhe von 7.776 T€ (Vj. 0 €) vorgenommen. Dies betrifft die Abschreibungen auf Artikelbestände der eingestellten Produktreihe MT21. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten:
Die Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 15.053 T€ setzen sich aus den Zuführungen zu Abfindungsrückstellungen für Personal (7.571 T€) sowie den Zuführungen zu Rückstellungen für die Einstellung der Produktlinie MT21 (7.482 T€) zusammen, die aus den Aufwendungen für das Austauschprogramm bei Kunden (6.090 T€) und für die Ausbuchung nicht mehr stornierbares Bestellobligo (1.392 T€) bestehen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Mit der Multitest GmbH (Alleingesellschafterin) besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Multitest bildet als Organgesellschaft gemeinsam mit Multitest GmbH eine ertragsteuerliche Organschaft. Steuern vom Einkommen und Ertrag werden dort ausgewiesen. In der GuV werden somit nur Quellensteuern mit Malaysia ausgewiesen. V. Sonstige Angaben Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr im Durchschnitt folgende Mitarbeiter (gerundet):
Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr im Durchschnitt folgende Mitarbeiter, aufgeteilt auf Arten von Mitarbeitern:
Geschäftsführung Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2018 waren:
Ab dem 01.10.2018 wurden die folgenden Geschäftsführer bestellt:
Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt. Die Geschäftsführer sind gemäß Handelsregister von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung betrugen im aktuellen Geschäftsjahr 947.817 €. Haftungsverhältnisse Folgende Haftungsverhältnisse werden unter Angabe der gewährten Pfandrechte und sonstigen Sicherheiten gesondert angegeben:
Für die angeführten zu Nominalwerten angesetzten Eventualschulden wurden keine Rückstellungen gebildet, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht zu rechnen ist. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:
Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sowie Haftungsverhältnissen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. Die Miet-, Pacht- und Leasingverträge betreffen das Verwaltungsgebäude in Rosenheim, den Fuhrpark und bestimmte Büro- und Geschäftsausstattungen (Kopierer, Drucker). In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Auf die Angabe nach § 285 Nr. 17 HGB über das Abschlussprüferhonorar wird verzichtet, da die Angaben in einem die Gesellschaft einbeziehenden Konzernabschluss enthalten sind. Gesellschafter und Konzernverhältnisse Die Multitest elektronische Systeme GmbH ist unmittelbar eine 100%-Tochter der Multitest GmbH, Rosenheim und mittelbar eine 100%-Tochter der Cohu, Inc., Poway, USA. Der Jahresabschluss der Multitest elektronische Systeme GmbH wird in den Konzernabschluss der Cohu, Inc. einbezogen. Der Konzernabschluss wird von der Cohu, Inc. als höchster Konzernspitze erstellt und kann am Sitz der Gesellschaft (Poway, USA) eingesehen werden oder über folgenden Link aufgerufen werden: https://cohu.gcs-web.com/annual-reports. Die LTX-Credence (Deutschland) GmbH, Unterföhring, Mutterunternehmen der Multitest GmbH und Mutterunternehmen für den kleinsten Kreis von Unternehmen ist zur Erstellung eines Konzernabschlusses nicht verpflichtet, da sie den Konzernabschluss und Lagebericht der Cohu, Inc. in deutscher Sprache mit befreiender Wirkung offenlegen wird; dieser wird im Bundesanzeiger offengelegt werden und ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Der Konzernabschluss der Cohu, Inc. ist nach den US-amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften (U.S. GAAP) aufgestellt. Durch die Einbeziehung der Multitest elektronische Systeme GmbH, der Multitest GmbH und der LTX-Credence /Deutschland) GmbH in den Konzernabschluss der Cohu, Inc. wird § 292 HGB in Verbindung mit § 291 HGB als befreiende Vorschrift angewendet und von der Aufstellung eines Konzernabschlusses der LTX-Credence (Deutschland) GmbH abgesehen. Der Konzernabschluss der Cohu Inc Ist mit einem nach deutschem Recht aufzustellenden Konzernabschluss gleichwertig. Der Konzernabschluss wird von der Cohu Inc als höchster Konzernspitze erstellt und kann am Sitz der Gesellschaft (Poway, USA) eingesehen werden oder über folgenden Link aufgerufen werden: https://cohu.gcs-web.com/annual-reports. Ergänzende Erläuterungen entsprechend den Anforderungen nach § 292 HGB i.V. m. §§ 1ff Konzernabschlussbefreiungsverordnung: Im Folgenden werden die wesentlichen von den deutschen Rechnungslegungsvorschriften abweichenden Bilanzierungs-, Bewertungs- und Gliederungsvorschriften erläutert: Die Rechnungslegung nach U.S. GAAP unterscheidet sich von der nach dem deutschen HGB hinsichtlich ihrer Zielsetzung. Während U.S. GAAP den Schwerpunkt auf die Bereitstellung von entscheidungsrelevanten Informationen für die Investoren legt, ist die HGB-Rechnungslegung von einer stärkeren Betonung des Gläubigerschutzes und Vorsichtsprinzips geprägt. Weiterhin sind Gesellschaften mit einer Börsennotierung in den USA verpflichtet, den Bilanzierungs- und Berichterstattungsanforderungen der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission - SEC) zu entsprechen. Die Bilanzgliederung nach U.S. GAAP richtet sich bei den Vermögensgegenständen nach dem Grad ihrer Liquidierbarkeit, bei den Schulden nach der Restlaufzeit. Die Bilanzgliederung für deutsche handelsrechtliche Zwecke ist für Kapitalgesellschaften grundsätzlich in § 266 HGB definiert. Die Gliederung orientiert sich hier an der geplanten Verweildauer von Vermögensgegenständen im Unternehmen bzw. an der Unterscheidung nach Finanzierungsquellen wie Schulden und Eigenkapital. Die Bewertung der Anschaffungs- und Herstellungskosten der Vorräte erfolgt im Konzern unter U.S. GAAP nach der Durchschnittswertmethode. Aktive und passive Steuerlatenzen können unter U.S. GAAP nicht verrechnet werden und aktive latente Steuern sind zu aktivieren. Abweichend von § 244 HGB ist der befreiende Konzernabschluss nicht in Euro, sondern in US-Dollar (USD) aufgestellt. Ergebnis Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn Mit der Multitest GmbH als herrschende Gesellschaft wurde am 14. November 2014 ein Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Der Jahresfehlbetrag für das Rumpfgeschäftsjahr wird in voller Höhe von der Multitest GmbH übernommen. Nachtragsbericht Die Übernahme durch Cohu Inc. wurde am 01 .Oktober 2018 vollzogen. Aufgrund dessen werden bereits wirtschaftliche und gesellschaftsrechtliche Änderungen durchgeführt. Hierzu gehören die Verschmelzungen der Multitest elektronische Systeme GmbH mit der Schwestergesellschaft Cohu GmbH, Kolbermoor, und der LTX-Credence (Deutschland) GmbH mit der Delta Design Europe GmbH, Kolbermoor. Die Delta Design Europe GmbH wurde und in die Semiconductor Test GmbH umbenannt. Die Produktreihe 2168 wurde mehrheitlich abgekündigt. Durch eine Betriebsänderung am Standort Rosenheim wurde eine Personalreduzierung um 50% durchgesetzt. Es fand eine Standortkonsolidierung mit der Cohu GmbH statt. Weiterhin wurde das Ankaufsrecht für das derzeit geleaste Gebäude (MT IV) durch Multitest wahrgenommen, dies bedeutet das Multitest das Gebäude zum Ende des Leasingvertrags (Juni 2020) erwerben wird. Bzgl. der steuerliche Außenprüfung für die Veranlagungszeiträume 2012 bis 2014 gingen die Betriebsprüfungsberichte der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2020 zu. Die Auswirkungen wurden im Jahresabschluss 2019 berücksichtigt. Aus der Betriebsprüfung ergibt sich eine Nachzahlung zur Körperschaftsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag und Nachzahlungszinsen von ca. EUR 460.000 wobei ca. EUR 200.000 vom ehemaligen Anteilseigner übernommen werden. Die Nachzahlung zur Gewerbesteuer inkl. Nachzahlungszinsen wird ca. EUR 1.000.000 betragen wobei ca. EUR 300.000 vom ehemaligen Anteilseigner übernommen werden. Die seit März 2020 in Kraft getretenen Maßnahmen zur Beschränkung des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens, welche im Rahmen der Eindämmung der weltweiten Pandemie des Coronaviruses ergriffen wurden, haben zu einer weltweiten Wirtschaftskrise geführt. Die Gesellschaft nutzt das Instrument der Kurzarbeit, um die Folgen der Wirtschaftskrise abzuschwächen. Andauernde Einschränkungen aufgrund des Coronavirus könnten negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in den Geschäftsjahren 2020 und 2021 haben. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Ausführungen im Lagebericht unter "Risikobericht" und "Voraussichtliche Entwicklung und Ausblick".
Rosenheim, 25. Juni 2020 Multitest elektronische Systeme GmbH Klaus Ilgenfritz, Geschäftsführer Luis Antonio Müller, Geschäftsführer Jeffrey Dean Jones, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens für das Rumpfgeschäftsjahr 1. August bis 31. Dezember 2018
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. August 2018 bis 31. Dezember 2018A. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftstätigkeit Bei der Multitest elektronische Systeme GmbH (im Folgenden kurz: "MT eS" oder "Multitest") handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 (3) HGB. Das Stammkapital beträgt EUR 1.025.000 und ist vollständig einbezahlt. Die Gesellschaft gehörte bis zum 30. September 2018 der Xcerra Corporation, Norwood, Mass., USA, ein an der Nasdaq (Ticketsymbol XCRA) gelistetes Unternehmen ("Xcerra-Konzern"). Wir verweisen auf Nachtragsbericht im Anhang. Seit 1. Oktober 2018 gehört die Gesellschaft zum Konzern der Cohu, Inc., Poway, CA, USA, ein ebenfalls an der Nasdaq (Ticketsymbol COHU) gelistetes Unternehmen ("Cohu-Konzern"). Sitz der Gesellschaft ist Rosenheim. Dieser Lagebericht der Multitest elektronische Systeme GmbH bezieht sich auf das Rumpfgeschäftsjahr, welches den Zeitraum vom 1. August 2018 bis 31. Dezember 2018 umfasst. Multitest elektronische Systeme GmbH befindet sich im Markt der Halbleiter Equipment Lieferanten und hierbei im Segment der sogenannten Handling Systeme. Die Gesellschaft fertigt Automatisierungsmaschinen zur Herstellung von elektronischen Bauteilen und ist somit ein wichtiger Zulieferer der Halbleiterindustrie. Die Produktpalette umfasst zum einen die Systeme, die das Bauteil mit Hilfe von Schwerkraft (Produktfamilie "Gravity") sowie durch gezieltes Aufnehmen und Ablegen (Produktfamilie "Pick&Place") transportieren und zum anderen die Systeme, bei denen sich die Bauteile auf einem sogenannten Strip befinden und horizontal mit Hilfe eines Elektromotors befördert werden (Produktfamilie "InStrip"). Zusätzlich ist Multitest bei MEMS Testanwendungen tätig. Diese prüfen die Funktionsfähigkeit elektronischer Bauteile in Bezug auf Umwelteinflüsse (z.B. Druck, Bewegung oder Feuchtigkeit). Weiterhin gibt es das Geschäftsfeld der Kontaktierer. Bei Kontaktierern sprechen wir von der Verbindungseinheit, die eine sichere elektrische Verbindung vom Tester zum Bauteil und zurück sicherstellt. Mit diesen Kontaktierern wird die elektrische Korrektheit der Bauteile getestet. 2. Forschung & Entwicklung und neue Produkte Die technologischen Kernkompetenzen der Multitest elektronische Systeme GmbH liegen in der Handhabung von extrem kleinen Halbleiterbauelementen (Miniaturisierung) und in der Bereitstellung von extremen Temperaturbereichen (-60 bis +175°Celsius). Für den Bereich Forschung und Entwicklung wurden im Geschäftsjahr 08/2018-12/2018 insgesamt 310 T€ (08/2017-07/2018: 1.366 T€) aufgewendet. Im Bereich Forschung & Entwicklung waren zum Geschäftsjahresende 12/2018 93 Mitarbeiter beschäftigt (07/2018: 96). Im gesamten Geschäftsjahr 2018 wurde die überwiegende Entwicklungskapazität in den weiteren Ausbau der Produktfamilie InStrip / InCarrier / MEMS investiert. Die Produktreihe MT21 wurde mit Übernahme durch Cohu, Inc. im Rahmen einer Portfoliokonsolidierung kritisch überprüft. Die sogenannte "Ambient-Hot-Cold" Version wurde danach abgekündigt. Die "Ambient-Hot" Version wird bis auf weiteres weiter vermarktet. Deren Abkündigung wird voraussichtlich in den nächsten Jahren erfolgen. 3. Kapazität und Personal Das Rumpfgeschäftsjahr war geprägt von einem erhöhten Arbeitsaufwand aufgrund von verschiedenen Projekten im Rahmen der Neuausrichtung der Multitest im Cohu-Konzern. Dazu zählen die Produktportfoliokonsolidierung, Neuausrichtung der Firma Multitest im Cohu-Konzern und die damit verbundene Betriebsänderung am Standort Rosenheim. Weitere wesentliche Aufgaben waren und sind die Vereinheitlichung von IT-Systemen und Prozessen innerhalb des neuen Konzerns. Es ist Anspruch der Firma, ihre qualifizierten Mitarbeiter auf lange Sicht zu halten und die Arbeitsplätze zu sichern. Die extreme Volatilität des Halbleitermarktes verlangt es, sehr kurzfristig und effektiv auf Marktveränderungen zu reagieren und dabei den optimalen Ressourceneinsatz und kurze Durchlaufzeiten sicherzustellen. Die Mitarbeiteranzahl der Multitest elektronische Systeme GmbH am Ende des Geschäftsjahrs betrug 340 Mitarbeiter, davon 7 Aushilfen. Die angestellten Mitarbeiter verteilen sich wie folgt auf die Unternehmensbereiche:
B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaft, Branchenentwicklung und Wettbewerbersituation Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland im Rumpfgeschäftsjahr war, nach mehreren erfolgreichen Geschäftsjahren rückläufig. Der Halbleitermarkt ist seit Mitte 2018 im Allgemeinen ebenfalls rückläufig, sodass unsere Kunden Investitionen eher verschieben. Im Kalenderjahr 2018 legte der gesamte Halbleitermarkt ca. 14% zu. Das für die MT eS relevante Untersegment "Händler wuchs jedoch nur um ca. 5% (Quelle: Semi. Org "WorldWide Semiconductor Equipment Suppliers Billings Report"). Multitest selbst ist daher von dieser Entwicklung entsprechend betroffen. Das Rumpfwirtschaftsjahr lag bei den Aufträgen um rund 45% unter dem Vorjahr. Dieser Abschwung zog sich durch das gesamte Kundenportfolio. Die Wettbewerbssituation hat sich auch im Rumpfwirtschaftsjahr verändert. Der Wettbewerb im Produktbereich Schwerkraft Handling Systeme besteht nun hauptsächlich aus der Firma Tesec Corporation, Tokyo, Japan, und Boston Semi Equipment (BSE), Billerica, USA. Im Produktbereich In-Strip Handling besteht der Wettbewerb hauptsächlich aus der MCT Group Inc, Reno, USA und Tesec, Japan. 2. Geschäftsentwicklung und Lage der Gesellschaft Zum Ende des Geschäftsjahres 2018 setzten sowohl im Bereich Händler als auch bei den Kontaktierungen Auftrags- und Umsatzrückgänge ein. Das Jahresergebnis (08/2018-12/2018) vor Ergebnisabführung fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (08/2017-07/2018) von 9.005 T€ (Jahresüberschuss) auf -22.883 T€ (Jahresfehlbetrag). Ursächlich hierfür waren insbesondere die Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 15.053 T€ und die gesunkenen Umsätze. Auf Basis der konjunkturellen Entwicklung verlief das Rumpfgeschäftsjahr 2018 insgesamt nicht zufriedenstellend und die Erwartungen an das weitere Wachstum des Unternehmens wurden nicht erfüllt. C. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 1. Vermögenslage Die Bilanz zeigt einen Anstieg der Bilanzsumme um 1.946 T€ auf 59.253 T€ (+3,4%). Wesentliche Treiber hierfür waren der Rückgang der Vorräte um 10.591 T€, der Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 18.403 T€ und der Rückgang der flüssigen Mittel um 4.963 TEUR auf der Aktivseite sowie der Anstieg der sonstigen Rückstellungen um 13.044 T€ und der Rückgang der Verbindlichkeiten um 11.098 T€ auf der Passivseite. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe verringerten sich stichtagsbedingt um 728 T€ von 7.125 T€ auf 6.397 T€, was im Wesentlichen dem Geschäftsverlauf entspricht. In den unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen verringerten sich die Bestände von 11.724 T€ im Vorjahr auf 1.775 T€, Hauptursache ist die Abkündigung der Produktlinie MT21 (Pick&Place): Es wurde für diese Produktlinie nichts mehr eingekauft oder gefertigt. Außerdem erfolgte eine Wertberichtigung für die Produktgruppe MT21 in der Bilanzposition unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen in Höhe von 7.776 T€. Die Bestände der Fertigen Erzeugnisse und Waren erhöhten sich stichtagsbedingt von 285 T€ im Vorjahr auf 1.149 T€. Die Verringerung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 3.367 T€ (07/2018: 5.339 T€) ist primär stichtagsbegründet. Der Anteil der aktuell zum Bilanzstichtag fälligen Forderungen an den Gesamtforderungen betrug 14,4% und verbesserte sich damit gegenüber dem Vorjahr (22,9%) um 8,5%. Der Stand der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhte sich von 10.306 T€ (07/2018) auf 31.150 T€ (12/2018). Wesentlicher Treiber für diesen Anstieg ist die Forderung aus der Ergebnisabführung des laufenden Rumpfgeschäftsjahres (Verlust: 22.883 T€). Der gegenseitige Zahlungsausgleich wird durch das zentrale Treasury-Management in Zusammenarbeit mit den jeweils lokal verantwortlichen Cash-Planern koordiniert. Auf der Passivseite erhöhten sich die Sonstigen Rückstellungen von 5.698 T€ auf 18.742 T€. Wesentliche Ursache für den Anstieg ist die gebildete Rückstellung für die Restrukturierungsmaßnahmen: Personalabfindungen und Austauschprogramm MT21 (insgesamt 14.828 T€). Demgegenüber reduzierten sich die Rückstellungen für Weihnachtsgeldzahlungen (0 T€, 07/2018: 702 T€), Urlaubsansprüche (259 T€; 07/2018: 765 T€), und Bonuszahlungen (254 T€; 07/2018: 1.085 T€). Diese Rückgänge sind im Wesentlichen auf den Wechsel des Geschäftsjahres zurückzuführen, da die Weihnachtsgeldzahlungen im Oktober 2018 und die Boni im März 2019 ausgezahlt werden und die Urlaubsansprüche zum 31.12. gegenüber dem 31.7. niedriger sind. Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (12/2018: 1.368 T€; 07/2018: 3.605 T€) ist im Wesentlichen stichtagsbegründet und entspricht dem Geschäftsverlauf. Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 9.057 T€ auf 14.287 T€ (07/2018: 23.344 T€) resultiert im Wesentlichen aus der Rückführung der Gesellschafterdarlehen mit der Xcerra Corp. USA (5.133 T€) und der Multitest GmbH (3.700 T€). Das Eigenkapital der Gesellschaft blieb nach Ergebnisabführung an die Multitest GmbH unverändert. Aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme sank die Eigenkapitalquote damit von 39,0% im Vorjahr auf 37,8% im Berichtsjahr. 2. Finanzlage Die Liquiditätsabsicherung der Gesellschaft erfolgt im Wege einer Patronatserklärung durch XCERRA, Tochterunternehmen der Cohu, Inc. (Nasdaq: COHU). Die Liquidität wird durch das zentrale Treasury-Management von Cohu, Inc. in Zusammenarbeit mit den jeweils lokal verantwortlichen Cash-Planern gesteuert. MT eS weist für den Zeitraum 08/2018-12/2018 einen positiven Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 3.746 T€ (07/2018: +8.363 T€) aus. Die Cash-Flow-Rechnung wird nicht veröffentlicht und ist jedoch Bestandteil des internen Berichtswesens. Die Verschlechterung resultiert im Wesentlichen aus dem negativen Ergebnis teilweise kompensiert durch ein verbessertes Nettoumlaufvermögen (ohne Rückstellungen) von 5.302 T€, der Zunahme von Rückstellungen von 13.044 T€ und in 2018 nicht zahlungswirksame Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens von 7.776 T€. Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit mit -100 T€ (07/2018: -1.553 T€) ist hauptsächlich mit -97 T€ aus Investitionen in Produktionsanlagen begründet. Der negative Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit mit -8.610 T€ (Vorjahr: -293 T€) erklärt sich zum einen aus der planmäßigen Tilgung eines langfristigen Darlehens (ursprünglicher Darlehensbetrag 2.860 T€; Laufzeit bis 31.03.2024), welches zur Finanzierung des Kaufpreises für das Firmengrundstück und -gebäude Äußere Oberaustr. 4 ("MT l-lll"; Kauf in 2014) aufgenommen wurde, und aus der Rückführung der Gesellschafterdarlehen gegenüber der Xcerra Corp, USA (5.133 T€) sowie der Multitest GmbH (3.700 T€). Insgesamt verringerten sich die flüssigen Mittel im Berichtsjahr um 4.963 T€ auf 8.210 T€ Die Bankverbindlichkeiten von 1.540 T€ sind im Wesentlichen gleichgeblieben. 3. Ertragslage Im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr erzielte die Multitest elektronische Systeme GmbH Umsatzerlöse in Höhe von 39.493 T€ (Vorjahr: 111.809 T€). Hauptgrund für den Umsatzrückgang ist der unterschiedliche Zeitraum als auch die Abkündigung des MT21 sowie die beginnenden Restrukturierungsmaßnahmen. Die Restrukturierungsmaßnahmen enden voraussichtlich im Jahr 2020 mit der Verschmelzung der Gesellschaft mit der Cohu GmbH und dem Umzug zum Standort Kolbermoor. Die Materialquote bezogen auf die Gesamtleistung (Zwischensumme aus Umsatzerlösen mit Bestandsveränderung, aktivierten Eigenleistungen und sonstigen betrieblichen Erträgen) beträgt für das aktuelle Geschäftsjahr 48,3 % (Vorjahr: 56,3%). Ursache für die Reduzierung der Materialquote ist die Einstellung der Produktlinie MT21 (Ausbuchungen und Wertberichtigungen auf die entsprechenden Vorratspositionen, Ausweis dieser Position unter "Abschreibungen auf Gegenstände des Umlaufvermögens"). Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 19.431 T€ um 8.253 T€ über dem Wert des Vorjahres (11.178 T€). Folgende Aufwandspositionen sind die Treiber der Veränderung:
Die Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 15.053 T€ setzen sich aus den Zuführungen zu Abfindungsrückstellungen für Personal (7.571 T€) sowie den Zuführungen zu Rückstellungen für die Einstellung der Produktlinie MT21 (Austauschprogramm bei Kunden, Ausbuchung nicht mehr stornierbares Bestellobligo u. a.) von 7.482 T€ zusammen. Insgesamt ist das Betriebsergebnis (Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern) mit -22.637 T€ (Vorjahr: 9.249 T€) gegenüber dem Vorjahr um 31.886 T€ gesunken. Der Jahresfehlbetrag vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beläuft sich auf -22.667 T€ (Vorjahr: 9.121 T€ vor Steuern). Die Übernahme des negativen Ergebnisses von der Multitest GmbH beträgt 22.883 T€ (Vorjahr: Abführung +9.005 T€). 4. Auftragslage Das Geschäftsjahr wurde mit einem Umsatz von 39.493 T€ (Vorjahr: 111.809 T€) abgeschlossen, der Auftragseingang mit 34.301 T€ (Vorjahr: 106.098 T€). Der Auftragsbestand belief sich zum Geschäftsjahresende auf 18.162 T€ (Vorjahr: 23.354 T€). 5. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft Die Gesellschaft steht nach der Übernahme seitens der Cohu, Inc. vor einer substanziellen Restrukturierung und damit Verschmelzung mit der Cohu GmbH. Es ist die Entscheidung des neuen Gesellschafters gefallen, sich von wesentlichen Teilen des Mitarbeiterstamms zu trennen. Diese Planung ist auch bereits vom Betriebsrat grundsätzlich - unter Berücksichtigung eines entsprechenden finanziellen Ausgleichs für die Mitarbeiter - akzeptiert und mitgetragen worden. Zudem besteht der Plan, die Aktivitäten der Gesellschaft mit der zum Cohu-Konzern bestehenden Cohu GmbH in Kolbermoor im Laufe des Jahres 2020 zusammen zu führen. D. Finanzielle Leistungsindikatoren Zur internen Steuerung des Unternehmens werden die Kenngrößen Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern und Ergebnisabführung (EBT) eingesetzt. Diese Kennzahlen entwickelten sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt:
Hinsichtlich unserer Prognose aus dem Vorjahr (gleichbleibende Umsatzerlöse, EBT ca. 8 Mio. €) konnten aufgrund der Veräußerung an die Cohu, Inc. und der sich daraus ergebenden Betriebsänderungen sowie die schwächere Konjunktur diese angestrebten Ziele nicht erreicht werden. E. Chancen- und Risikobericht Das Management von Chancen und Risiken stellt eine wesentliche Voraussetzung dar, um auf Änderungen der unternehmerischen Rahmenbedingungen reagieren zu können. Sofern es wahrscheinlich (> 50 % Wahrscheinlichkeit) ist, dass identifizierte Chancen und Risiken eintreten, sind sie im Prognosebericht enthalten. Die folgenden Ausführungen erläutern mögliche Entwicklungen, die zu positiven (Chancen) und negativen (Risiken) Abweichungen der Prognose für das Jahr 2019 und 2020 führen könnten. Die nachfolgend klassifizierten Risiken sind wie folgt einzuordnen:
Chancen Im Rumpfgeschäftsjahr 2018 wurden die Umsatzziele im Bereich Handling und Kontaktierung nicht erreicht. Ein Umsatzrückgang durch die Abkündigung des System MT 2168, die Verschmelzung der Gesellschaft mit der Cohu GmbH und die Verlagerung des Standortes nach Kolbermoor ist für die kommenden Jahre zu erwarten. Die Portfoliokonsolidierung innerhalb der neuen Konzernstruktur ist noch nicht abgeschlossen. Positiv ist das Ersatzteilgeschäft zu erwähnen das uns in konjunkturellen Tiefs einen wesentlichen Profitanteil einbringt. Der Verkauf von Xcerra an Cohu, Inc. wurde am 01. Oktober 2018 vollzogen. Da Cohu, Inc. und Multitest in vielen Marktsegmenten parallele Strukturen und Produkte aufweisen, erwartet die Gruppe von der Übernahme eine wesentliche Änderung an Struktur und Ausrichtung der Firma sowie substanzielle Synergie-Effekte durch Produkt- und Strukturbereinigungen sowie Verlagerung gewisser operativen Tätigkeiten an bestehende Cohu, Inc.-Einheiten in Asien, insbesondere Malaysien und Philippinen. Im Gegenzug wird ein vereinfachter Zugang zu verschiedenen Marktsegmenten und damit eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation erwartet. Risiken Risikomanagement Das Unternehmen ist in das Risikomanagement der Muttergesellschaft Cohu, Inc., USA integriert. Das implementierte Risikomanagementsystem des Unternehmens bedient sich geeigneter Steuerungsinstrumente und Kennzahlen in den wesentlichen Bereichen Umsatz- und Ergebnisentwicklung, Warenwirtschaft sowie Finanzierung und Liquiditätssicherung. Das integrierte Früherkennungssystem auf der Basis rollierender Planungsrechnungen ist darauf ausgerichtet, frühzeitig Geschäftsrisiken zu identifizieren, zu analysieren und zu klassifizieren, um bestandsgefährdenden Sachverhalten rechtzeitig zu begegnen. Die Geschäftsleitung erhält regelmäßig betriebswirtschaftliche Auswertungen und Informationen über risikorelevante Sachverhalte. Die Geschäftsentwicklung des Unternehmens wird regelmäßig mit der Muttergesellschaft, meistens telefonisch, abgestimmt und diskutiert. Basis für diese Gespräche sind das monatliche bzw. quartalsweise Reporting. Die Ziele des Risikomanagementsystems des Unternehmens liegen weiterhin darin, eventuelle Risiken, die einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben, frühzeitig zu erkennen und zu analysieren, um gegebenenfalls angemessen darauf agieren bzw. reagieren zu können. Eine Grundlage hierfür bildet die strategische und operative Planung. Die Prüfung und Analyse erfolgt auch durch einen monatlichen Abgleich mit der Cohu, Inc, USA. Quartalsweise werden auf Ebene der Konzernmuttergesellschaft Auswertungen und die Entwicklung der Planzahlen (Umsatz, Ergebnis, Auftragseingang, Headcount und weitere) aktualisiert und bewertet. Eine globale Pandemie, wie Covid-19, stellt ein zusätzliches Risiko für das Geschäft der Gesellschaft dar. Zum einen kann eine solche Pandemie zu einer Beschränkung unserer Reisetätigkeit und einer damit verbundenen Einschränkung unseres Vertriebs, sowie einer vorübergehenden Schließung der eigenen oder der Produktionsstätten unserer Lieferanten führen. Unterbrechungen dieser Art können unseren Umsatz und unser operatives Ergebnis negativ beeinflussen. Zusätzlich kann eine Pandemie die Wirtschaft und Finanzmärkte vieler Ländern beeinflussen und zu einer Abschwächung der Konjunktur und damit zu einem Rückgang der Nachfrage in den Endkundenmärkten führen, was sich ebenfalls in unserem operativen Ergebnis niederschlagen kann. Geschäftsreisen und Kundenbesuche sind bereits durch interne Covid-19 Versorgemassnahmen untersagt. Nach Einschätzung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie ist von einem Rückgang des BIP von 6,3% zu rechnen (Quelle: Frühjahrsprojektion des BMWI) und auch der weltweite Halbleitermarkt wird Analysten zufolge nicht wachsen (Gartner, April 2020). Nach Ablauf der ersten 6Monate ist festzustellen, dass die Gesellschaft ca. 48 % hinter den ursprünglich geplanten Umsätzen liegt. Sollte sich Covid-19 weiter ausbreiten oder eine zweite Infektionswelle kommen, kann das das Geschäft weiter beeinträchtigen. Die Gesellschaft fakturiert an ihre Schwestergesellschaften in den USA und an Kunden in Asien zu einem großen Teil in US-Dollar. Dies bedeutet, dass sich bei stark fallendem US-Dollar gegenüber dem Euro die Ertragslage der Gesellschaft verschlechtert. Seit einigen Jahren gelingt es uns, durch Nutzung der konzerneigenen Produktionsstätte in Malaysia für die Endmontage und verstärkte Einkaufsaktivität im US-Dollar-Raum dies zum Teil auszugleichen. Nichtsdestotrotz besteht eine hohe Abhängigkeit von der Wertentwicklung des US-Dollars, welche nachhaltig negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben kann. Dieses (mittlere) Risiko wird nicht durch Währungssicherungsgeschäfte abgesichert, da unsere Zahlungseingänge sowohl von der Höhe her als auch vom Zeitpunkt nur sehr schwer planbar sind. Die hohe Volatilität des weltweiten Halbleitermarktes kann zu Auftragseingangsschwankungen führen. Um diese Schwankungen besser ausgleichen zu können, ist die Gesellschaft bestrebt, Standard- und Volumen-Produkte durch die konzerneigene Produktionsstätte in Malaysia fertigen zu lassen. Die fertigen Produkte unserer Kunden finden ihre Abnehmer auch in Märkten, die durch Straf- oder zusätzliche Handelszölle (z.B. USA und China, Großbritannien und Europa) in der Form betroffen sein können, dass die globale Nachfrage für diese Produkte sinkt. Betroffene Märkte sind z.B. Automotive, IoT ("Internet of Things"). Dies würde sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Die Zahlungsfähigkeit wird durch wöchentliche Abstimmung der Cash Positionen mit der Konzern-Muttergesellschaft überprüft. Die Konzern-Muttergesellschaft übernimmt den auftretenden Bedarf an liquiden Mitteln auch durch ggf. kurzfristigen Transfer von flüssigen Mitteln auf die Bankkonten der Gesellschaft. Durch die Umsetzung des amerikanischen Gesetzes zur Risikominimierung SOX404 wird sichergestellt, dass alle wesentlichen Vorgänge im Unternehmen dokumentiert sind. Risiken - gering: Rechtliche und wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotentiale Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Anhängige Gerichts- oder Aufsichtsverfahren gegen die Gesellschaft, die zu Ansprüchen führen könnten oder die wahrscheinlich nicht erfüllbar sind, bestehen nicht. Operative Risiken Multitest operiert in einem Umfeld, das geprägt ist von hoher Zyklizität, hoher technischer Komplexität der Endkundenprodukte verbunden mit kurzen Entwicklungszyklen der zu testenden Produkte. Dazu kommen eine große Kundenmacht, wenige Anbieter mit hohem Wettbewerbsdruck und steigenden Erwartungen seitens der Kunden. All diese Faktoren lassen auf mittlere Risiken schließen. Multitest ist in diesem Umfeld seit fast 35 Jahren tätig und ist sich dieser Risiken bewusst. Preisänderungsrisiken Die Bereiche Handhabungsautomaten und Kontaktierungen unterliegen geringen Preisschwankungen. Wir sehen keine Anzeichen für hohe Risiken in diesem Bereich. Währungsrisiken Die Geschäfte werden in lokaler Währung (Euro) sowie vermehrt in US-Dollar getätigt. Währungsabsicherungsgeschäfte werden nicht getätigt, Finanzinstrumente kommen nicht zum Einsatz. Die Verkaufspreise in US-Dollar sind mit einer ausreichenden Marge kalkuliert. Das Währungsverlustrisiko ist daher gering, (siehe oben: Risikomanagement). Ausfallrisiken Unsere Kunden sind überwiegend große Unternehmen. Des Weiteren betreiben wir ein proaktives Risikomanagement: Die Forderungen werden wöchentlich überwacht, ggf. die Kunden angemahnt. Bei älteren überfälligen Forderungen (> 90 Tage) wird in Zusammenarbeit mit den Sales- und Service-Abteilungen der Kunde direkt angesprochen und die einzelnen Forderungen bzw. Rechnungen ggf. persönlich angemahnt. Die Gefahr, dass ein Vertragspartner seinen Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommt und dadurch finanzielle Verluste für die Multitest verursacht, konnte in der Vergangenheit zu nahezu 100% vermieden werden. Wir sehen auch für die Zukunft keine Risikozunahme. Forderungsausfälle waren im Geschäftsjahr nicht zu verzeichnen. Liquiditätsrisiken Der Fortbestand des Unternehmens ist durch die fallweise Bereitstellung von liquiden Mitteln (auch über kurz- und langfristige unternehmensinterne Darlehen) durch den Mutterkonzern Cohu, Inc. gewährleistet. Die Muttergesellschaft Cohu, Inc. ist an NASDAQ-Börse in den USA gelistet (Marktkapitalisierung derzeit ca. 600 Mio. US-$). Es ist ausreichend Finanzierungsvolumen im Konzern gegeben. G. Voraussichtliche Entwicklung und Ausblick Die sich abzeichnende allgemeine Konjunktur Verschlechterung ist auch bei der MT eS spürbar. Der Halbleitermarkt in der die Gesellschaft aktiv ist weist einen zum Teil erheblichen zyklischen Charakter aus. Es ist zu erwarten, dass nach einer länger anhaltenden positiven Konjunkturphase sich eine Anpassung zu einer schwächeren Konjunkturphase ergeben wird, die sich über mehrere Quartale erstrecken könnte. Die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage zeigte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein deutlich negatives Gesamtbild, welches durch die schlechtere Konjunktur aber auch der Maßnahmen der Betriebsänderung bzw. Restrukturierung verursacht wurde. Die Weltkonjunktur war im Jahr 2019 durch die Handelskonflikte und eine schwache globale Industriekonjunktur geprägt. MT eS musste rückläufige Umsätze (ca. 71 Mio. €) und einen Verlust (ca. 2,8 Mio. €) auch für das Geschäftsjahr 2019 verzeichnen. Die Lage im Halbleiter-Equipment-Markt ist weiterhin durch Zyklen geprägt: Wir sind ständig gefordert, kurzfristige Veränderungen des Auftragseingangs, der Neukundenakquise und der Zahlungsmoral unserer Kunden zu beobachten und ggf. Risiken neu einzuschätzen. Ab Mitte des Jahres 2020 wird der Standort Rosenheim aufgegeben und die Gesellschaften MT eS und Cohu GmbH werden in Kolbermoor zusammengeführt. Hierfür wurde von der Cohu GmbH ein neues Bürogebäude in Kolbermoor erstellt. Es ist die Entscheidung des neuen Gesellschafters gefallen, sich von wesentlichen Teilen des Mitarbeiterstamms zu trennen. Diese Planung ist auch bereits vom Betriebsrat - unter Berücksichtigung eines entsprechenden finanziellen Ausgleichs für die Mitarbeiter, der in Form eines Sozialplans geschlossen wurde - akzeptiert und mitgetragen worden. Die Maßnahmen werden durch Synergieeffekte zu wesentlichen Kosteneinsparungen führen, die sich positiv auf die zukünftigen Betriebsergebnisse auswirken sollten. Wir werden das Geschäft im Kontaktierbereich weiter forcieren. Durch den Zusammenschluss mit Cohu GmbH wird Multitest auch neue Kunden erreichen. Wir versprechen uns hierdurch mittelfristig steigende Ab- und Umsätze und eine leichte Erhöhung unseres Marktanteiles. Dies insbesondere im Bereich MESM und Sensorik sowie Kontaktierung. Auf die Entwicklungen im WLCSP Bereich achten wir genau und wollen hier in Zukunft eine wesentlichere Zulieferrolle einnehmen. Durch unsere intensiven Kunden- und Marktkontakte sowohl auf Vertriebs- als auch auf Produktmanagementseite sind wir jederzeit gut informiert, wie sich unsere Absatzmärkte entwickeln und welche technologischen Richtungen unsere Kunden einschlagen. Prognosen der Marktforschungsinstitute für den Halbleitermarkt zeigten ursprünglich ein Wachstum von 12.5% für das Geschäftsjahr 2020. Dieser positive Ausblick wurde in jüngster Vergangenheit auf Grund der Covid-19 Krise revidiert (Quelle: https://www.gartner.com vom 9. April 2020), so dass die Gesellschaft für das neue Geschäftsjahr nicht mit Wachstum rechnet. Ebenso lassen wir die Unsicherheiten im Welthandel (Brexit, drohende Autozölle, weltweiten Freihandelsstreit, etc.) nicht außer Acht. Die MT eS erwartet für 2020 keine kurzfristige Erholung des Semiconductor Capital Equipment Marktes. Der Ausblick für folgende Jahre ist für die MT eS allerdings mittelfristig durchaus positiv, da z. B. der Bedarf an hochintegrierten Lösungen für autonomes Fahren und Kommunikationselektronik weiteres Wachstumspotential beinhaltet. Demzufolge wird 2020 für die Umsätze der Cohu GmbH, auf die die Multitest elektronische Systeme GmbH verschmolzenen wird, mit einer Bandbreite von 88 Mio. € bis 92 Mio. €, was ca. 23% unter dem Vorjahr liegt, und einem leicht negativen Ergebnis gerechnet. Die MT eS operiert in der Halbleiterbranche, die von hoher Zyklizität geprägt ist. Um diese Abhängigkeit für die Zukunft als Risiken zu minimieren, ist die Gesellschaft bestrebt durch eine gemeinsame Fertigungsstätte mit anderen Gesellschaften im Konzernverbund die Einflüsse der Schwankungen innerhalb der Wertschöpfungskette auszugleichen. Die Gesellschaft und ihr Standort in Deutschland wird sich mittelfristig zum Innovationscenter entwickeln, damit langfristiges Wachstum durch neue Produkte gesichert und schneller auf technologische Veränderungen im Markt reagiert werden kann. Durch den wachsenden Bedarf an Halbleiterlösungen sowohl für Automobil- und Industrieanwendungen als auch im Bereich loT, werden diese Märkte langfristig jedoch weiterhin wachsen. Für loT betrifft dies im Besonderen Applikationen im Bereich MEMS ("Micro Elektro Mechanical Systems") mit Druck-, Magnet-, optischen und akustischen Sensoren. Der Fortbestand ist sowohl durch den aktuellen Bestand an liquiden Mitteln, der Verlustübernahme durch die Muttergesellschaft, Gewinne künftiger Jahre und der Möglichkeit einer zusätzlichen Mittelbereitstellung durch die Konzern-Muttergesellschaft zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Zusammenfassung Der Halbleitermarkt unterliegt einer hohen Volatilität und einem Preisdruck und unsere Produkte finden ihre Abnehmer auch in Märkten die durch Straf- oder zusätzliche Handelszölle (z.B. USA und China, Großbritannien und Europa) betroffen sein können. Hinzu kommt das Risiko der Covid-19 Pandemie, welche den Vertrieb einschränken, die Nachfrage in den Endkundenmärkten verringern sowie zu einer vorübergehenden Schließung der eigenen oder der Produktionsstätten unserer Lieferanten führen kann. Diese Risiken können unseren Umsatz, unser operatives Ergebnis und unsere Finanzlage negativ beeinflussen. Die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage zeigte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein deutlich negatives Gesamtbild, welches durch die schlechtere Konjunktur aber auch der Maßnahmen der Betriebsänderung bzw. Restrukturierung verursacht wurden. Auch in 2019 war die Weltkonjunktur durch eine schwache globale Industriekonjunktur geprägt. MT eS musste rückläufige Umsätze (ca. 71 Mio. €) und einen Verlust (ca. 2,8 Mio. €) auch für das Geschäftsjahr 2019 verzeichnen. Ab Mitte des Jahres 2020 wurde der Standort Rosenheim aufgegeben und die Gesellschaften MT eS und Cohu GmbH wurden in Kolbermoor zusammengeführt. Die Zusammenführung und ein Mitarbeiterabbau werden zu wesentlichen Kosteneinsparungen führen. Prognosen der Marktforschungsinstitute für den Halbleitermarkt zeigten ursprünglich ein Wachstum von 12.5% für das Geschäftsjahr 2020. Dieser positive Ausblick wurde in jüngster Vergangenheit auf Grund der Covid-19 Krise revidiert. Demzufolge wird 2020 für die Umsätze der Cohu GmbH, auf die die Multitest elektronische Systeme GmbH verschmolzen wird, mit einer Bandbreite von 88 Mio. € bis 92 Mio. €, was ca. 23% unter dem Vorjahr liegt, und einem leicht negativen Ergebnis gerechnet. Der Fortbestand ist sowohl durch den aktuellen Bestand an liquiden Mitteln, der Verlustübernahme durch die Muttergesellschaft, Gewinne künftiger Jahre und der Möglichkeit einer zusätzlichen Mittelbereitstellung durch die Konzern-Muttergesellschaft zu keinem Zeitpunkt gefährdet.
Rosenheim, im 25. Juni 2020 Multitest elektronische Systeme GmbH Klaus Ilgenfritz, Geschäftsführer Luis Antonio Müller, Geschäftsführer Jeffrey Dean Jones, Geschäftsführer Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Wir, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden. Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde. Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert. |
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