Aspen Vermögensverwaltungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Manfred Unsöld seit 15.8.2008 | Geschäftsführer |
Traude, geb. Gühring Unsöld seit 22.2.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Lantmännan Aspen AB | 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ASPEN-Produkte Handels-GmbHBenningen am NeckarJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Darstellung des Geschäftsverlaufs a. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis, Stand Januar 2024) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Zwar lag das BIP im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,7 % höher als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019. Allerdings kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die schwierigen weltwirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen mit zahlreichen Krisen und Kriegen weltweit, führten zu Lieferengpässen und weiter ansteigenden Preisen. Die Folge davon war die anhaltend erhöhte Inflation sowie die geschwächte Wirtschaftsleistung. Die steigenden Zinsen verstärkten zudem die geringe Nachfrage im In- und Ausland sowie die Investitionsbereitschaft. Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten bzw. sogar noch weiter anstiegen. Als weiterhin robust erwies sich der Arbeitsmarkt. 333.000 Personen mehr (+0,7 %) zum Vorjahr waren auf dem Arbeitsmarkt beschäftigt; fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen. Im Vergleich zum üblichen Tankstellenbenzin wird der Sonderkraftstoff "Alkylat" in vergleichsweise geringen Mengen gehandelt und stellt damit nach wie vor eine Marktnische dar. Eine verlässliche Erhebung / Statistik über Umfang und Handelsvolumen des hier in Rede stehenden Produktes existiert nicht. Sowohl im Kernmarkt Deutschland als auch im österreichischen Markt blieb der Absatz von Sonderkraftstoffen trotz der schwächelnden Konjunktur weiterhin stabil. b. Geschäftsumfang und Umsatzentwicklung der Gesellschaft Die ASPEN-Produkte Handels-GmbH, Benningen (nachstehend "Aspen/DE'' oder "Gesellschaft" genannt) handelt im Wesentlichen mit Sonderkraftstoffen (Alkylatbenzin) in Form von: • 4-Takt-Benzin: für Rasenmäher, Erdfräser, Schneeräumgeräte und sonstige Kleingeräte, die mit 4-Takt-Benzin betrieben werden; • 2-Takt-Spezialbenzin für Motorsägen, Rasentrimmer und sonstige Kleingeräte, die mit 2-Takt-Benzin betrieben werden. Daneben betreibt die Gesellschaft den Handel mit Motor- und Kettenölen, Ölbinder, Fasspumpen nebst Zubehör, Reiniger, Auffangwannen, Gefahrengutcontainern, Arbeitskleidung und Sicherheitsschuhen. Bei den Sonderkraftstoffen bildet das 2-Takt-Spezialbenzin mit ca. 85 % den Hauptbestandteil am Handelsvolumen der Gesellschaft. Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft mehrere Tausend Kunden, davon einige Hundert Kunden in Österreich, beliefert. Die Sonderkraftstoffe, die eine sehr hohe Qualität aufweisen, sind hauptsächlich aus arbeitshygienischen Gründen entwickelt worden, da der Kraftstoff frei von Blei, Benzol, Aromaten und Schwefel ist, was die Gefahr von Gesundheitsschäden bei Kontakt mit Benzindämpfen und Abgasen erheblich verringert. Ein Haupteinsatzgebiet ist der forstwirtschaftliche Bereich. Die Sonderkraftstoffe werden ausschließlich von der in Hindas bei Göteborg (SE) ansässigen Firma Lantmännen Aspen AB bezogen, die mit 50 v.H. am Stammkapital unserer Gesellschaft beteiligt ist, und die über ein eigenes Forschungslabor verfügt, in welchem die Sonderkraftstoffe ständig weiterentwickelt und auf Qualität hin geprüft werden. Die Vermarktung der Sonderkraftstoffe erfolgt unter dem Namen "Aspen-Produkte" bundesweit und seit November 2008 auch in Österreich über verschiedene Werbe und Sponsorenaktivitäten, wie Anzeigen in Zeitungen, Organisationen und über die Durchführung von Vertriebsveranstaltungen, die im Wesentlichen durch den Geschäftsführer, Herrn Manfred Unsöld, erfolgen. Der Absatz an Sonderkraftstoffen erfuhr im Berichtsjahr mit 9,9 Mio. Litern gegenüber dem Vorjahr (12,0 Mio. Liter) einen Rückgang von rd. 17,5 %. Die starke Nachfrage im Jahr 2022 war vor allem durch das angstgetriebene Kaufverhalten der Kunden, ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine, geprägt. Der Absatz im abgelaufenen Jahr pendelte sich wieder auf dem Niveau der Zeit vor Corona und dem Krieg in der Ukraine ein, liegt aber nach wie vor auf einem hohen Niveau. Die Themen Umwelt und Gesundheit haben trotz der weltweiten Krisen weiterhin eine große Bedeutung, wodurch sich die konstante Nachfrage für diese Produkte erklären lässt. Der Kundenstamm der ASPEN-Produkte Handels-GmbH erfuhr weder durch die Corona-Krise noch durch den Ukraine-Krieg keinerlei Einschränkungen, so dass die Nachfrage selbst durch die Einführung der CO 2 -Steuer seit dem 1. Januar 2021 konstant blieb. Beschaffung und Vertrieb Für die Logistik im Beschaffungs- und Vertriebssektor ist die Geschäftsführung direkt zuständig. Die Gesellschaft verfügt über einen eigenen LKW-Fuhrpark und durchschnittlich 17 Kraftfahrer, die für die Anlieferung von Waren aus Hindas/SE und für den Vertrieb eingesetzt werden. Die Lagerbestandsverwaltung und die Routenorganisation unterstehen unmittelbar der Geschäftsführung, die auch die Fahrpläne zusammenstellt und für die Fahrsicherheit zuständig ist. Warenbewegungen, die nicht mit eigenem Fuhrpark und eigenem Personal durchgeführt werden können, werden auf selbständige Frachtführer / Spediteure verlagert. Der Warenbezug aus Schweden erfolgt in vertriebsfertigem Zustand in den Gebinden • 1 Liter Flasche • 5 Liter Kanister • 25 Liter Kanister • 60 Liter Fass • 200 Liter Fass • 1.000 Liter Container sowie Lose per Tankzug. Das vollautomatische Rollenregallager in Benningen, in dem 7 Mitarbeiter beschäftigt sind, die für die Einlagerung der Waren aus Schweden, für die Lager- und Leergutverwaltung, Entsorgung, Reinigung sowie für die Beladung der abgehenden Waren verantwortlich sind, fasst ein Volumen von 1 Mio. Liter Sonderkraftstoffe. Sechs angestellte Außendienstmitarbeiter sind für die Kundenbetreuung und für die Werbung von Neukunden zuständig. Investitionen Im Berichtsjahr wurden im Wesentlichen jeweils ein Lkw und Kastenwagen sowie ein Pkw erworben. Aufgrund des zunehmenden Handelsvolumens wurden weitere Anlagegüter erworben. Die Gesamtinvestitionen in das Sachanlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 219. Finanzierungsmaßnahmen Die vorgenommenen Investitionen wurden teilweise mit Eigen- und über Fremdmittel finanziert, wobei der Tilgungszeitraum dem Abschreibungszeitraum der einzelnen Investitionsgüter angepasst wurde. Personal Die Anzahl der Beschäftigten bleibt in etwa konstant und lag im Berichtsjahr durchschnittlich bei 36 (Vj. 37) Arbeitnehmern, davon drei weiblich. Im kaufmännischen Bereich waren durchschnittlich 15, im gewerblichen Sektor durchschnittlich 21 Arbeitnehmer beschäftigt. Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Das Absatzniveau hat sich auch im Jahr 2023 positiv entwickelt. Der insbesondere durch den Ukraine-Krieg ausgelöste Vorratseinkauf der Kunden hat sich aber gelegt. Die Absatzmenge liegt etwas über dem Niveau vor den Krisen, die uns seit dem Jahr 2020 begleiten. Mit dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) wurde zum 1. Januar 2021 in Deutschland die Bepreisung von CO 2 -Emissionen in den Bereichen Wärme und Verkehr im Wege eines nationalen Emissionshandelssystems eingeführt. Die Gesellschaft ist als Inverkehrbringer verpflichtet für die erwarteten Brennstoffemissionen des laufenden Jahres Emissionszertifikate zu erwerben und diese im Folgejahr an die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) abzugeben. Für die Einführungsphase 2021-2025 werden die Emissionszertifikate zu einem jährlich steigenden Festpreis ausgegeben. Voraussichtlich ab dem Jahr 2027 soll eine freie Preisfindung am Markt erfolgen. Im Berichtsjahr lag der CO 2 -Preis bei EUR 30,00 pro Tonne. Seit 2023 hat auch Österreich die Bepreisung von CO 2 -Emissionen eingeführt. Die Umstellung der Verfahrensbestimmungen für den Versand von verbrauchssteuerpflichtigen Waren zwischen den Mitgliedstaaten im steuerrechtlich freien Verkehr in Österreich, ausgelöst durch die Systemrichtlinie 2020/262/EU, sorgte im Berichtsjahr für viel administrativen Aufwand. Das bisher papiergestützte Verfahren zur Beförderung verbrauchsteuerpflichtiger Waren im steuerrechtlich freien Verkehr zwischen den Mitgliedstaaten der EU wurde durch ein EDV-gestütztes System abgelöst. Um das elektronische System nutzen zu können, mussten sich alle Beteiligten registrieren, was zu einem nicht unerheblichen Aufwand bei der Abstimmung mit dem Zollamt in Österreich führte. Unsere Kunden müssen nun selbst die bezogene Ware anmelden sowie die bis jetzt durch uns entrichtete Mineralölsteuer selbst abführen. Das hat allerdings zur Folge, dass die für die Entlastung auf die aus dem Inland verbrachte Ware benötigten Nachweise erst mit dem Anmelden der Ware durch den Kunden erfolgt und zu erheblichen zeitlichen Verzögerungen sowie einem administrativen Mehraufwand führt. 1. Darstellung der Lage a) Vermögenslage Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 988,0 (- 6,7 %) von TEUR 14.684 auf TEUR 13.696 zurückgegangen. Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 315 erhöht und liegt bei TEUR 7.331. Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine Ausschüttung in Höhe von TEUR 300 vorgenommen. Die Eigenkapitalquote beträgt im Geschäftsjahr 53,5 % (Vj. 47,8 %). Die Anlagenintensität (AV / Bilanzsumme) betrug 16,7 % (Vj. 16,3 %). Der Verschuldungsgrad (Verhältnis FK zu EK) betrug 0,87 (Vj. 1,1). Die Anlagendeckung (Verhältnis EK zu AV) betrug 320,0 (Vj. 292,8). Die Nettoverschuldung (FK - flüssige Mittel) lag bei TEUR 2.292 (Vj. TEUR 5.246). Die Vorräte reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.584 (28,5%) auf TEUR 3.968. Der Rückgang beruht im Wesentlichen auf einer Verringerung des Lagerbestandes an Waren sowie einem geringeren Bestand an erworbenen CO 2 -Zertifikaten. Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr erstmals Abwertungen auf den Lagerbestand in Höhe von TEUR 235 vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind - im Wesentlichen umsatzbedingt - gegenüber dem Vorjahr um TEUR 997 (- 23,3 %) gesunken und betragen zum Stichtag TEUR 3.289. Die Verbindlichkeiten sind insbesondere durch verringerte Wareneinkäufe um TEUR 1.689 (- 27 %) auf TEUR 4.572 zurückgegangen. b) Finanzlage Der Jahres-Cash-flow (Jahresüberschuss zzgl. Abschreibungen auf das Anlagevermögen) betrug TEUR 939 und lag damit um TEUR 423 unter dem Vorjahreswert von TEUR 1.362. Die Quote der flüssigen Mittel (Verhältnis liquide Mittel zu Bilanzsumme) lag bei 29,7 % (Vj. 16,5%). Die Zielgewährung an Kunden betrug durchschnittlich 29 Tage (Vj. 33 Tage). c) Ertragslage Die Umsatzerlöse reduzierten sich mengenbedingt im Vergleich zum Vorjahr, lagen jedoch deutlich über Plan. Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr analog dem Umsatzrückgang gesunken. Allerdings haben die weiterhin ansteigenden Einkaufspreise sowie die Bestandsabwertung den Rohertrag gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.586 gemindert. Die Personalaufwendungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 155 (9,1 %) und resultieren aus Gehaltssteigerungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich im Wesentlichen umsatzbedingt auf Grund geringerer Frachtkosten und Kosten aus Quoteneinkauf um TEUR 1.100 (19,7 %). Die gesunkenen Abschreibungen (TEUR -21) und sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten die geringere Rohmarge und gestiegenen Personalaufwendungen nur teilweise kompensieren, so dass sich das Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis um TEUR 598 auf TEUR 950 verminderte. Die Eigenkapitalrendite lag bei 8,49 % (Vj. 14,5 %). Die Gesamtkapital-Rentabilität (Jahresergebnis zzgl. FK-Zinsen / Gesamtkapital) liegt bei 4,9 % und nähert sich den Zinssätzen für langfristiges Fremdkapital an. Die EBITDA-Marge (Verhältnis JÜ + Abschreibungen (auf AV + UV) + Ertragsteuern zu Gesamtleistung) betrug 3,5 % (Vj. 4,9 %). Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr mit einem Jahresergebnis in Höhe von TEUR 615 ab und liegt damit über dem gesetzten Ziel von rd. TEUR 500. d) Finanzielle Leistungsindikatoren Für die interne Unternehmenssteuerung sind die Kennzahlen "Aufschlagsatz" (Rohgewinn / Materialaufwand), Umsatzrendite (Jahresergebnis vor Steuern / Umsatzerlöse) und Cash-flow maßgebend. Die Umsatzrendite berechnen wir mit Hilfe des EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen. Unsere wirtschaftliche Lage kann weiterhin als zufriedenstellend bezeichnet werden. 2. Prognosebericht Wie das Statistische Bundesamt (Destatis, Stand 24.5.2024) mitteilt, ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum 1. Quartal 2024 gegenüber dem Vorquartal um 0,2 % gestiegen. Damit startete die deutsche Wirtschaft mit einem positiven Vorzeichen ins neue Jahr. Nichtsdestotrotz rechnet der Sachverständigenrat mit einer erheblich schwächeren Entwicklung der Wirtschaftsleistung als noch im Herbst 2023. Mit den weiterhin anhaltenden Krisen und den strukturellen Problemen, denen Deutschland ausgesetzt bleibt, sind die Erwartungen für das kommende Jahr weniger optimistisch. Trotz nachlassender Inflation blieb eine Erholung der privaten Konsumausgaben im 1. Quartal 2024 aus. Auch die Investitionsbereitschaft lässt weiterhin auf sich warten. Inwieweit die aktuell vorherrschenden, weltwirtschaftlichen Einflüsse kurz- aber auch langfristige Auswirkungen auf das Geschäftsmodell haben werden, bleibt abzuwarten. Die aktuelle Entwicklung zeigt jedoch, dass unsere Geschäftsorganisation und die vor allem gut organisierte Vertriebsstruktur als funktionsfähig einzustufen ist. Auch zukünftig, bezogen auf die Erfahrungen der vergangenen Jahre, kann davon ausgegangen werden, dass es zu keinen größeren Engpässen in den Lieferketten unseres Unternehmens kommen wird. Um in sicherem Maße zeitnah und flexibel auf ungeplante Veränderungen reagieren zu können, sind wir dabei die Personaldecke weiterhin zu verstärken, auch wenn die momentane Situation auf dem Arbeitsmarkt dafür schwierig ist. Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant. Die voraussichtliche Entwicklung unserer Gesellschaft beurteilen wir, trotz der schwächeren Entwicklung der Wirtschaftsleistung, weiterhin positiv. In unserer Planung gehen wir davon aus, dass die Umsatzerlöse dem Niveau des abgelaufenen Jahres 2023 entsprechen. Die gestiegenen Einkaufspreise sowie die schwierige Situation auf dem Arbeitsmarkt stellen uns in den kommenden Jahren vor große Herausforderungen. Die CO 2 -Steuer sowie die weiterverschärfenden Verpflichtungen im Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImschG) belasten nach wie vor spürbar unser Ergebnis. Für das kommende Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen Jahresüberschuss in Höhe von rd. 0,6 Mio. EUR. 3. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Der Geschäftsbetrieb der Aspen/DE ist, bedingt durch den mit der Firma Lantmännen Aspen AB (Aspen/SE bezeichnet) abgeschlossenen Vertriebsvertrag, im Wesentlichen auf den Vertrieb der vom Vertriebspartner und Mitgesellschafter in Schweden hergestellten und gelieferten Sonderkraftstoff beschränkt. Hiernach ist der Aspen/DE das Recht eingeräumt, die Produkte der Aspen/SE, wie diese in der Anlage zum Vertriebsvertrag aufgeführt sind, im Bundesgebiet zu vermarkten. Das Vertragsgebiet wurde ab November 2008 auf die Republik Österreich ausgeweitet. Aspen/SE trägt somit Risiken, die mit der Forschung, Entwicklung, Herstellung, Lagerung und mit dem Inverkehrbringen dieser Produkte zusammenhängen, wie z.B. das Produkthaftungsrisiko. Aspen/DE ist Eigenhändler und gemäß dem Vertriebsvertrag mit einem Exklusivvertriebsrecht für die Gebiete der Bundesrepublik Deutschland und seit November 2008 der Republik Österreich ausgestattet. Insoweit trägt Aspen/DE alle Risiken, die mit dem Transport der Waren von Hindas nach Benningen, mit der Lagerung, dem Absatz bzw. dem Vertrieb, dem Preisverfall, der Gewährleistung, dem Forderungsausfall und dem Transport zum Kunden zusammenhängen. Das Lagerrisiko besteht in der Unterhaltung und Finanzierung des Lager- und Büroneubaus in Benningen, den die Aspen/DE über die 100%-ige Tochtergesellschaft Aspen Vermögensverwaltung GmbH erstellen ließ. Des Weiteren trägt die Aspen/DE das alleinige Risiko der Markterschließung. Da der Vertriebsvertrag keine mengenbezogenen Abnahmeverpflichtungen aufweist, ist die Aspen/DE in der Disposition und der Bestellung von Waren bei Aspen/SE relativ frei und ungebunden. Neben Aspen/DE vertreiben auf dem Bundesgebiet diverse Unternehmen (darunter große Mineralölkonzerne) vergleichbare / ähnliche Produkte. Allerdings gibt es qualitative Unterschiede. Die von Aspen gehandelten Produkte gehören in die Kategorie "giftklassefrei". Außerdem ist Aspen der erste Anbieter von Sonderkraftstoffen, der auf das Symbol "Fisch am Baum" verzichten darf. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir ein dem Berichtsjahr entsprechendes Umsatzvolumen. Die stetige Erhöhung der CO 2 -Steuer in den nächsten Jahren wird neben der hohen Inflationsrate die gesamten Kosten im Jahr 2024 weiterhin deutlich ansteigen lassen. Die bereits spürbar angestiegenen Transportkosten in den letzten Jahren werden durch die Ausweitung der Mautpflicht auf Fahrzeuge mit 3,5 Tonnen ab Mitte des Jahres 2024 noch einmal deutlich ansteigen. Es ist unabdingbar, dass ein Teil dieser Kosten an unsere Kunden weiterbelastet werden muss. Einen Teil der Maut- und Transportkosten konnten wir bereits an einige unsere Kunden weitergegeben. Die Verträge mit den Baumärkten binden uns aber an die vereinbarten Preise, sodass sich die Weitergabe der Kostensteigerunen in diesem Bereich als schwierig erweist. Da auch in den nächsten Jahren keine Entspannung bei der Kostenentwicklung absehbar ist, sehen wir darin ein Risiko für unsere Ergebnisentwicklung für das kommende Geschäftsjahr. Die Qualität des Produktes sowie die gute Kundenbetreuung haben in den letzten krisenreichen Jahren dazu beigetragen, dass die Nachfrage nach unseren Produkten stetig gestiegen ist und nach wie vor stabil bleibt. Die Nachfrage an gehandelten Nebenprodukten wie Motor- und Kettenöle, Ölbinder, Fasspumpen nebst Zubehör, Reiniger, Auffangwannen und Gefahrengut-Containern zeigt weiterhin steigende Tendenzen. Da die Lagerkapazität im vorhandenen Gefahrengutlager mittlerweile ausgeschöpft war, wurde bereits in Vorjahren eine moderne Lagerhalle angemietet, in der ausschließlich die nicht einer Gefahrenklasse zugehörigen Nebenprodukte eingelagert werden. Hierin sehen wir auch weiterhin unsere gute Chance unsere Marktposition weiter ausbauen zu können. Im Bereich Forstwirtschaft (Schutzbekleidung bzw. Spezialschuhe) konnten wir den Umsatz im abgelaufenen Jahr etwas steigern und sehen auch für das kommende Geschäftsjahr eine positive Absatzentwicklung.
Benningen, 30. August 2024 gez. Traude Unsöld, Geschäftsführerin gez. Manfred Unsöld, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 und 18 Jahren. Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Der Abgang der Vermögensgegenstände wird jeweils im 5. Jahr unterstellt. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Erworbene CO 2 -Zertifikate zur Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen auf Grund des durch den Handel mit bestimmten Brennstoffen anfallenden Schadstoffausstoßes wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Die Anteile an einem verbundenen Unternehmen in Höhe von 100 % betreffen wie im Vorjahr die Aspen Vermögensverwaltungs GmbH, Benningen, mit einem Eigenkapital von TEUR 1.200 und einem Jahresergebnis in Höhe von TEUR 65. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenständen enthalten Beträge in Höhe von TEUR 21 (Vj. TEUR 20), die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Umsatzsteuer, die sich auf einen Vorgang des Geschäftsjahres bezieht, deren Bemessungsgrundlage sich aber erst im Folgejahr ändert. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 624 (Vj. TEUR 705) gesichert durch Eigentumsvorbehalt und Sicherungsübereignungen der finanzierten Gegenstände. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 560 (Vj. TEUR 640), die keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i.S.d. § 1 Abs. 1 KWG darstellen und alternativ unter den Sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen werden. Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten. Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 1.838 (Vj. TEUR 2.868) und resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Es bestehen Haftungsverhältnisse aus Bankbürgschaften in Höhe von TEUR 179 (Vj. TEUR 259) zu Gunsten eines verbundenen Unternehmens. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird vor dem Hintergrund der positiven Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens als gering angesehen. Es bestehen Haftungsverhältnisse aus Bankbürgschaften in Höhe von TEUR 1.217 (Vj. TEUR 1.312) zu Gunsten eines weiteren Unternehmens. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist vor dem Hintergrund der positiven Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens als gering einzustufen. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen mit einer Restlaufzeit bis zu 28 Monaten in Höhe von insgesamt TEUR 158. Davon betreffen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 102. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: - Traude Unsöld, Kauffrau - Manfred Unsöld, technischer Leiter Vorgänge von besonderer Bedeutung Nach dem Bilanzstichtag gab es keine wesentlichen Ereignisse. Unterschrift der Geschäftsführung
Benningen, den 30. August 2024 gez. Manfred Unsöld, Geschäftsführer gez. Traude Unsöld, Geschäftsführerin Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 27.11.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkBei dem vorliegenden Jahresabschluss handelt es sich um die für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ASPEN-Produkte Handels-GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ASPEN-Produkte Handels-GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ASPEN-Produkte Handels-GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Sindelfingen, 30. August 2024 KURZ
ZORN MÖSSNER u. KOLL. WP GMBH
gez. Dipl.- oec. Matthias Zorn, Wirtschaftsprüfer |
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