Esther Schipper Kunsthandel GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Anstrichmitteln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Florian Wojnar seit 21.2.2019 | Geschäftsführer |
Esther Schipper seit 21.8.2014 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Esther Schipper | 75.00% |
Florian Wojnar | 25.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Esther Schipper GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Esther Schipper GmbH, Berlin, Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Esther Schipper GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Esther Schipper GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 12. März 2025 PANARES
GmbH GMBH
Wenning, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang zum 31.12.20231. Allgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Esther Schipper GmbH, Berlin wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Nummer HRB160898B in das Handelsregister eingetragen. Die Gewinn- und Verlustrechnung 2023 ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung aufgegliedert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke im Anhang gemacht. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der entgeltlich erworbene Firmenwert wird über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben, da es sich um eine langfristig orientierte Branche handelt und sich der Markt für Kunstwerke wegen der kleinen Zahl an Anbietern und der hohen Markteintrittsbarrieren nur sehr langsam verändert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen, die in der Zukunft Aufwand darstellen ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. 3. Erläuterungen zur Bilanz 3.1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. 3.2. Angaben zum Anteilsbesitz
3.3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sonstige Vermögengegenstände haben in Höhe von TEUR 80 (Vorjahr TEUR 113) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. 3.4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Urlaubsansprüche in Höhe von TEUR 41 und in Höhe von TEUR 9.808 für ausstehende Lieferantenrechnungen gebildet. 3.5. Verbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von TEUR 1.848,34 (TEUR 1.547,56) eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von TEUR 1.078,93 (TEUR 1.850,87) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr und weniger als fünf Jahre. Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben in Höhe von TEUR 110,00 (TEUR 520,77) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und weniger als fünf Jahre. Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben in Höhe von TEUR 200,00 (TEUR 397,70) eine Laufzeit von mehr als 5 Jahren und in Höhe von TEUR 150,00 (TEUR 100,00) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr und weniger als fünf Jahre. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr bestehen insgesamt in Höhe von TEUR 5.892,18 (TEUR 6.384,75). Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 2.757,66 durch Bürgschaften und TEUR 141,29 durch Grundpfandrechte gesichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 141.47 und resultieren aus der Gesellschaft gewährten Darlehen. Diese Darlehen werden in Höhe von TEUR 40,00 mit 5% p.a. verzinst und in Höhe von TEUR 101,47 unverzinst gewährt. 3.6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 4.199,47, davon im nächsten Geschäftsjahr 2024 TEUR 274,73. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2025 und 2035. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.1. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 313,41. 4.2. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 367,54. 4.3. Latente Steuern Im Geschäftsjahr wurde ein Ertrag in Höhe von TEUR 13,01 aus aktiven latenten Steuern erfasst. Die latenten Steuern ergaben sich aus übernommenen Vermögenswerten und Schulden im Rahmen der Verschmelzung einer Tochtergesellschaft im Geschäftsjahr 2022. Zum Stichtag weist der Bilanzposten einen Betrag von TEUR 101,75 (TEUR 88,73) aus und ist gemäß § 268 Abs. 2 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt. 5. Sonstige Angaben 5.1. Geschäftsführung Zum Geschäftsführer sind die folgenden Personen bestellt:
Gemäß § 286 Abs. 4 HGB ist die Gesellschaft von der Angabe nach § 285 Nr. 9 Buchstabe a) HGB befreit. 5.2. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter beträgt 48 , davon 9 Teilzeitbeschäftigte. 5.3. Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres Im Geschäftsjahr 2024 wurden der Gesellschaft weitere Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 1.810 zur Verfügung gestellt, welche mit 5% p.a. verzinst werden. 5.4. Gewinnverwendung/GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Berlin, 20.12.2024 Esther Schipper Florian Wojnar ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens Die Esther Schipper GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter der Nummer HRB 160898 B eingetragen. Das Unternehmen betreibt eine Kunstgalerie und handelt mit Kunstwerken sowie Kunstgegenständen aller Art. Darüber hinaus bietet es umfassende Beratungs- und Dienstleistungen für Künstler an, einschließlich der Beratung, Durchführung und Umsetzung von Kunstproduktionen sowie Agenturleistungen für Künstler. Zusätzlich organisiert und führt die Esther Schipper GmbH Kunst- und Kulturveranstaltungen durch. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde das internationale Netzwerk weiter ausgebaut. Neben den bestehenden Galeriestandorten in Berlin, Seoul und Paris wurde ein neues Büro in New York eröffnet. 2. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen 2.1 Weltweite wirtschaftliche Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr Im Geschäftsjahr 2023 verzeichnete die Weltwirtschaft ein moderates Wachstum von 3,9 %, wobei die Entwicklung regional unterschiedlich ausfiel. Während die USA und asiatische Länder ein solides Wirtschaftswachstum erlebten, stagnierte die Wirtschaftsleistung in der Europäischen Union aufgrund der Nachwirkungen des Energiepreisschocks und gestiegener Zinsen. In Deutschland ging das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3 % zurück. Die globale Industrieproduktion stieg um 0,9 %, hauptsächlich getrieben durch Schwellenländer. In der Eurozone hingegen sank die Industrieproduktion um 2,1 %. Der weltweite Warenhandel schrumpfte um 1,9 %, was die Herausforderungen im internationalen Handel unterstreicht. Die Inflation blieb ein zentrales Thema im Jahr 2023. Nachdem die Verbraucherpreise global im Jahr 2022 um 8,8 % gestiegen waren, wurde für 2023 ein Rückgang auf 6,6 % prognostiziert, gefolgt von einer weiteren Abnahme auf 4,3 % im Jahr 2024. Dieser Trend ist auf eine Kombination aus sinkenden Energiepreisen und den Auswirkungen geldpolitischer Straffungen zurückzuführen. Insgesamt war das Jahr 2023 geprägt von einer moderaten wirtschaftlichen Erholung, die jedoch von regionalen Unterschieden und anhaltenden Herausforderungen wie hoher Inflation und schwachem Welthandel begleitet wurde. 2.2 Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr Nach zwei Jahren des Wachstums verzeichnete der globale Kunstmarkt im Jahr 2023 einen Rückgang um 4 % auf geschätzte 65 Milliarden US-Dollar. Vor dem Hintergrund hoher Zinssätze, Inflation und politischer Unsicherheiten schwächte sich die Nachfrage insbesondere im oberen Preissegment ab. Trotz des Rückgangs blieben die Umsätze knapp über dem Vor-Pandemie-Niveau von 64,4 Milliarden US-Dollar im Jahr 2019. Die Anzahl der Kunstverkäufe stieg im Jahr 2023 auf 39,4 Millionen, ein Zuwachs von 4 % gegenüber dem Vorjahr. Dieser Anstieg wurde durch eine relativ stabile Nachfrage im unteren Preissegment sowohl bei Kunsthändlern als auch bei Auktionshäusern getrieben, während die Aktivität im hochpreisigen Segment zurückging. Sowohl der öffentliche Auktionsmarkt als auch der Kunsthandel verzeichneten 2023 einen Rückgang. Allerdings war der Rückgang bei Auktionen mit einem Minus von 7 % stärker ausgeprägt als der 3%ige Rückgang im Kunsthandel. Eine tiefere Rezession wurde teilweise dadurch abgemildert, dass in China zu Beginn des Jahres aufgeschobene Verkäufe aus dem Jahr 2022 nachgeholt wurden. Entgegen dem allgemeinen Abwärtstrend stiegen die privaten Verkäufe bei Auktionshäusern um 2 % im Vergleich zum Vorjahr. Die USA behaupteten ihre Position als weltweit führender Kunstmarkt und machten 42 % des globalen Umsatzes aus, was einem Rückgang von 3 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. China, einschließlich des chinesischen Festlands und Hongkongs, rückte mit einem Marktanteil von 19 % auf den zweiten Platz vor, während das Vereinigte Königreich auf den dritten Platz mit 17 % zurückfiel. Frankreich blieb mit einem stabilen Marktanteil von 7 % auf dem vierten Platz. (Quelle: Art Basel and UBS Art Market Report 2024). 2.3 Entwicklung des eigenen Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr Im Geschäftsjahr 2023 konnte der normale Geschäftsbetrieb weiter fortgeführt und gegenüber der Zeit der Corona-Pandemie vollständig stabilisiert werden. Die im Vorjahr bereits umgesetzte Internationalisierung der Galerie konnte 2023 weiterentwickelt werden. In den beiden 2022 eröffneten Standorten wurde die Ausstellungstätigkeit entsprechend erweitert. Beide neuen Orte sind zusammen mit der Muttergesellschaft weiterhin dafür verantwortlich, ein regelmäßiges Ausstellungsprogramm mit den Künstlerinnen der Galerie zu organisieren und auch Ausstellungen mit lokalen Künstler:innen des jeweiligen Standorts zu unternehmen, um den kulturellen Austausch weiter zu fördern. 3. Lage des Unternehmens 3.1 Vermögenslage Dieser Abschnitt bietet einen umfassenderen Überblick über die Vermögenslage des Unternehmens und erklärt die wesentlichen Veränderungen detaillierter. Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 18.296 auf TEUR 17.443. Der Wert des Anlagevermögens betrug TEUR 985. Diese Reduzierung um TEUR 365 entspricht hauptsächlich den getätigten Abschreibungen. Die Vorräte stiegen leicht von TEUR 10.221 im Vorjahr auf TEUR 10.855. Die Vorräte teilen sich auf in TEUR 5.580 Eigenwarenbestand und TEUR 4.951 Produktionskosten von Kommissionsware, wobei der Eigenwarenbestand nahezu auf dem Niveau des Vorjahres liegt und die Produktionskosten von Kommissionsware um 14 Prozent angestiegen sind. Diese Zunahme ist verursacht durch die Investition in die Produktion aktuell sehr gefragter Kunstwerke für internationale Ausstellungen unserer Künstler:innen. Die Vorräte des Unternehmens enthalten einen signifikanten Anteil an stillen Reserven. Der Eigenwarenbestand ist über 30 Jahre hinweg kontinuierlich gewachsen. Die durchschnittlichen Preissteigerungen mancher Kunstwerke sind teilweise signifikant. Mit der Investition in Produktionskosten sichert sich die Galerie den Zugang zu bestimmten wichtigen und gut verkaufbaren Kunstwerken. Der durchschnittliche Gewinn, der mit dem Verkauf dieser Werke erzielt werden kann, liegt durchschnittlich beim 4-fachen des investierten Betrags der Produktionskosten. Die Forderungen und das sonstige Vermögen sanken von TEUR 6.103 auf TEUR 5.339. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren leicht rückläufig und fielen von TEUR 2.271 auf TEUR 2.095. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sanken ebenfalls leicht von TEUR 3.047 auf TEUR 2.994, was die Verkäufe der ausländischen Tochtergesellschaften sowie die weiter benötigten Investitionen in den Aufbau der Auslandsstandorte widerspiegelt. Das Bankguthaben belief sich auf TEUR 146. Die Eigenmittel des Unternehmens setzen sich zusammen aus dem Eigenkapital, den langfristig zur Verfügung gestellten eigenkapitalähnlichen Einlagen der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Berlin (Bilanzausweis in den sonstigen Verbindlichkeiten) sowie ebenfalls langfristig zur Verfügung gestellten Gesellschafterdarlehen (Bilanzausweis in den sonstigen Verbindlichkeiten). Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 verringerten sich die Eigenmittel leicht von TEUR 713 auf TEUR 685. Grund dafür war der leichte Jahresverlust. Die Rückstellungen stiegen leicht auf TEUR 9.868. In etwa die Hälfte davon besteht aus noch nicht fälligen Künstleranteilen aus den offenen Forderungen aus Verkäufen. Die andere Hälfte entspricht den darlehensähnlichen Investitionen in die Produktionskosten von Kunstwerken, die wir für die Künstler verauslagt haben. Die Verbindlichkeiten belaufen sich laut Bilanz im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 7.431. Sie sanken signifikant um TEUR 1.823. Verursacht wurde diese Senkung der Verbindlichkeiten durch geplante Tilgungen der Kredite und deutliche Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 3.2 Finanzlage Im Geschäftsjahr 2023 verringerte sich der Bestand an liquiden Mitteln um TEUR 617. Dieser setzt sich zusammen aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe TEUR 501, dem Investitions-Cashflow in Höhe von TEUR -56 und dem Finanzierungs- Cashflow in Höhe von TEUR -1.062. Der positive operative Cashflow geht hauptsächlich auf den Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 441 zurück, der Investitions-Cashflow spiegelt die getätigten Ersatzinvestitionen wider und der Finanzierungs-Cashflow entspricht im Wesentlichen der geplanten Rückführung der Kredite und sonstigen Verbindlichkeiten. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. 3.3 Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 gab es ein Sondergeschäft in Höhe von TEUR 25.509. Der normale Umsatzerlös des Galeriebetriebs belief sich auf TEUR 18.529. Der Wareneinsatz setzt sich aus Produktionskosten und Künstleranteilen zusammen und betrug TEUR 35.180. Durch den hohen Wareneinsatz des Sondergeschäfts ist er höher als normal ausgefallen. Ohne Berücksichtigung des Sondergeschäfts liegt er mit 59 Prozent in der üblichen Schwankungsbreite von 55 bis 70%. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Personalaufwand um etwa 10% auf TEUR 3.435. Diese Erhöhung ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass im Laufe des Jahres 2022 mehrere neue Stellen besetzt wurden, deren Kosten im Jahr 2023 vollständig anfielen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um rund 6% auf TEUR 5.057 gesunken, mit Einsparungen in nahezu allen Kostenbereichen. Der Großteil der Reduktion dieser Aufwendungen entfiel auf die Werbe- und Reisekosten, die um TEUR 152 auf TEUR 1.089 sanken, sowie auf die Raumkosten, die um TEUR 125 auf TEUR 582 verringert wurden. Das EBITDA verbesserte sich im Geschäftsjahr 2023 von TEUR -120 auf TEUR 722, was primär auf einen höheren Rohertrag (+TEUR 753) zurückzuführen ist. Dieser resultierte vor allem aus dem außerordentlichen Umsatzerlös des Sondergeschäfts (TEUR 25.509). Die höheren Personalkosten konnten durch geringere sonstige betriebliche Aufwendungen kompensiert werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von TEUR 256 auf TEUR 355 gestiegen, maßgeblich bedingt durch höhere Erträge aus Währungsumrechnungen. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens Das Unternehmen befindet sich weiterhin in einer stabilen wirtschaftlichen Gesamtlage, trotz der anhaltenden Herausforderungen im Marktumfeld. Die solide Vermögenslage bleibt unverändert, unterstützt durch eine ausgewogene Kapitalstruktur und ausreichende Liquiditätsreserven. Diese ermöglichen es dem Unternehmen, seinen kurzfristigen und langfristigen Verpflichtungen zuverlässig nachzukommen. Die Ertragslage spiegelt ein robustes Umsatzwachstum wider, das trotz geopolitischer Spannungen, hoher Inflationsraten und gestiegener Zinssätze erzielt wurde. Die im Vorjahr eingeleiteten strategischen Maßnahmen zur Marktanpassung haben sich bewährt und wurden konsequent fortgeführt. Insbesondere die geografische Expansion sowie die kontinuierliche Erweiterung des Künstlerinnenprogramms haben maßgeblich zur positiven Geschäftsentwicklung beigetragen. Um den wirtschaftlichen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen, hat die Geschäftsführung die Kosteneinsparungsprogramme ausgeweitet und weiter optimiert. Diese Maßnahmen umfassen eine gezielte Reduzierung der Betriebs- und Projektausgaben, die Effizienzsteigerung interner Prozesse sowie eine optimierte Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens. Erste Erfolge dieser Programme zeigen sich bereits und tragen zur weiteren Stabilisierung der finanziellen Situation bei. Ergänzend dazu wurde das strikte Liquiditätsmanagement fortgeführt, um die finanzielle Flexibilität langfristig zu sichern. Dies beinhaltet die Optimierung von Zahlungszielen, die Erweiterung bestehender Kreditlinien sowie die Sicherung neuer Finanzierungsmöglichkeiten zu vorteilhaften Konditionen. Die Geschäftsführung ist überzeugt, dass diese kontinuierlich verfolgten Maßnahmen die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens nachhaltig stärken. Die zukünftige Ausrichtung bleibt unverändert auf Wachstum und Effizienzsteigerung fokussiert, um auch in einem herausfordernden Marktumfeld erfolgreich zu agieren und die langfristigen Unternehmensziele konsequent zu verfolgen. Die im Vorjahr getroffene Umsatz- und Ergebnisprognose wurde unter Berücksichtigung von Einmaleffekten getroffen. 4. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken 4.1 Prognose zur Entwicklung des Unternehmens Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts ist das Jahr 2024 bereits abgeschlossen. Das Unternehmen befindet sich derzeit in der finalen Phase des Jahresabschlusses für 2024. Die geopolitischen Spannungen, insbesondere der anhaltende Krieg in der Ukraine und die Konflikte im Nahen Osten, sowie politische Unsicherheiten in den USA führten 2024 zu einer abwartenden Marktstimmung. In vielen Ländern blieb die Inflation auf einem hohen Niveau, begleitet von verlangsamtem Wirtschaftswachstum. Diese globalen Unsicherheiten wirkten sich auf den Kunstmarkt aus, der nach vorläufigen Prognosen auch 2024 weiter geschrumpft ist. Sowohl Auktionshäuser als auch Kunsthändler verzeichneten deutliche Umsatzrückgänge, wobei große Galerien besonders betroffen waren. Trotz dieses herausfordernden Umfelds konnte unser Unternehmen durch gezielte strategische Anpassungen und Effizienzsteigerungsmaßnahmen eine positive Entwicklung gegen den allgemeinen Markttrend verzeichnen. Die kontinuierliche Investition in vielversprechende Künstlerinnen und Kunstwerke sowie die gezielte Ausweitung unserer internationalen Präsenz, insbesondere in aufstrebenden Märkten, haben unsere Marktposition gestärkt. Die vorläufigen Auswertungen für 2024 zeigen, dass wir unser Ergebnis im Vergleich zu 2023 deutlich verbessern konnten. Trotz der allgemeinen Marktverlangsamung wird unser Unternehmen ein signifikant positives EBITDA von etwa EUR 1,1 Mio. bis EUR 1,3 Mio. erzielen. Diese Entwicklung ist das Ergebnis strikter Kostenkontrolle, neuer Marketingstrategien und einer verstärkten Fokussierung auf profitable Marktsegmente. Der Umsatz wird sich auf rd. EUR 25,5 Mio. belaufen. Wir gehen davon aus, dass die Unsicherheiten auf den globalen Märkten auch in den kommenden Jahren anhalten werden. Dennoch sind wir zuversichtlich, dass unsere Strategie der Diversifikation sowie unsere Investitionen in digitale Transformation und Kund:innenbindung es uns ermöglichen werden, weiter zu wachsen. Die kontinuierliche Optimierung unserer internen Prozesse und die Erweiterung unseres Künstler:innenportfolios werden entscheidend dazu beitragen, unsere Marktposition zu festigen und zusätzliche Umsatzpotenziale zu erschließen. 4.2 Chancen Wirtschaftliche Erholung Die Stabilisierung der Inflation hat es den Zentralbanken ermöglicht, die Zinsen zu senken, was zu einem höheren Wirtschaftswachstum führen könnte. Die wirtschaftliche Entwicklung wird aufgrund spezifischer Themen einzelner Länder voraussichtlich unterschiedlich ausfallen. Während wir den chinesischen Markt aufgrund der Immobilienkrise weiterhin verhalten beurteilen, sehen wir in Südkorea, Taiwan, Japan, Indonesien und Thailand sehr gute Voraussetzungen für ein vielversprechendes Wirtschaftswachstum. In den europäischen Staaten erwarten wir aufgrund der politischen Situation in den USA und möglichen Zöllen eine verhaltene, aber dennoch positive Entwicklung. Der Markt in den USA dürfte sich positiv entwickeln. Durch unsere Galerien in Seoul und Paris sowie das Büro in New York setzen wir weiterhin auf eine Diversifikation der Märkte. Dies ermöglicht es uns, von den positiven lokalen Wirtschaftsentwicklungen einzelner Länder zu profitieren und gleichzeitig die Risiken einzelner lokaler Märkte zu begrenzen. Unsere Präsenz vor Ort mit lokalen Teams stärkt zudem die Kundenbindung und dürfte dazu beitragen, Umsätze mit Kunden, die man sonst nur auf Messen trifft, weiter zu steigern. Fortgesetzte Erweiterung des Künstlerprogramms Unser Künstler:innenprogramm ist ein zentrales Element unserer Unternehmensstrategie und bietet zahlreiche Chancen zur Stärkung und Erweiterung unserer Marktposition. Wir arbeiten mit etablierten Künstlerinnen zusammen, deren Werke in Ausstellungen und Sammlungen staatlicher und privater Museen weltweit präsent sind und die aus der Kunstgeschichte nicht mehr wegzudenken sind. Die Entwicklung dieser Künstler:innen haben wir über die 35 Jahre seit Bestehen der Galerie maßgeblich unterstützt und begleitet. Sie tragen wesentlich zur Reputation und Anerkennung unserer Galerie bei. Durch kontinuierliche Zusammenarbeit und umfangreiche Unterstützung dieser Künstlerinnen sichern wir uns eine feste Position im internationalen Kunstmarkt und steigern die Attraktivität unserer Ausstellungen für Sammler:innen und Kunstliebhaber:innen. Die Expansion in verschiedene Länder ermöglicht es uns, junge und etablierte Künstlerinnen aus diesen Regionen besser kennenzulernen und in unser Programm aufzunehmen. Dieser kulturelle Austausch bietet viele neue Chancen sowohl für die Künstler:innen als auch für unsere Galerie. Diese strategische Diversifikation der Standorte und der Künstler:innen, die wir vertreten, erlaubt es uns, neue Märkte zu erschließen und nachhaltig zu entwickeln, während wir unsere internationale Reichweite und die kulturelle Vielfalt unseres Programms weiter ausbauen. Diese Strategie haben wir vor einigen Jahren begonnen und werden sie konsequent weiterführen. Die Aufnahme junger und vielversprechender Künstler:innen in unser Programm bietet uns zudem die Möglichkeit, frische Impulse zu setzen und innovative junge Künstler:innen vorzustellen. Dies zieht nicht nur neue Kund:innen an, sondern begeistert auch die bestehenden. Diese Dynamik sorgt für eine Erneuerung und Erweiterung unseres Künstler:innenprogramms und stärkt dadurch langfristig unsere Position im Kunstmarkt. Durch die Kombination aus etablierten Künstlerinnen, internationalen Talenten und jungen aufstrebenden Künstlerinnen stellen wir sicher, dass unser Programm breit und divers aufgestellt ist. Diese Vielfalt ermöglicht es uns, ein breites Spektrum an Kunstwerken anzubieten, die unterschiedliche künstlerische Medien umfassen und verschiedene kulturelle Kontexte repräsentieren. Ein solch vielfältiges Programm spricht ein breites Publikum an und fördert eine stärkere Kundenbindung, da wir die unterschiedlichsten Interessen und Vorlieben unserer Kund:innen bedienen können. Zusammengefasst bietet die Erweiterung unseres Künstlerinnenprogramms durch die Mischung aus etablierten, lokalen und jungen Künstlerinnen eine solide Grundlage für nachhaltiges Wachstum und kulturellen Austausch. Es ermöglicht uns außerdem, unsere Marktposition zu festigen, neue Zielgruppen zu erschließen und langfristig erfolgreich zu sein. Weitere Chancen Durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit anderen Galerien und die gemeinsame Unterstützung renommierter Institutionen und Museen bei bedeutenden Ausstellungen unserer Künstlerinnen können wir unsere Marktpräsenz weiter stärken und von gemeinsamen Marketingaktivitäten profitieren. Solche Ausstellungsprojekte erzeugen oft besondere Aufmerksamkeit bei unseren Kund:innen und steigern das Interesse an unseren Künstler:innen und deren Werken. Diese Strategie verfolgen wir intensiv seit 2023 und werden sie auch in Zukunft konsequent fortführen. Das Marktumfeld verändert sich seit einigen Jahren grundlegend. Die Fähigkeit zur schnellen Anpassung ist daher entscheidend. Wir haben unsere Geschäftsstrategie bewusst flexibler gestaltet, um Chancen frühzeitig zu erkennen und gezielt zu nutzen. Die konsequente Fokussierung unserer Galerie auf die Künstlerinnen sowie die aktive Einbindung unserer Kund:innen und Kurator:innen in die künstlerischen Entwicklungen bilden das Fundament unserer Philosophie. Diese Ausrichtung stärkt nicht nur die Bindung und Zufriedenheit unserer Künstlerinnen, sondern auch die Loyalität unserer Sammler:innen. Die fortschreitende Digitalisierung und der gezielte Einsatz von Automatisierung und Künstlicher Intelligenz (KI) eröffnen unserem Unternehmen neue Wachstumsmöglichkeiten und Effizienzsteigerungen. KI-gestützte Analysetools ermöglichen eine präzisere Vorhersage von Markttrends, ein besseres Verständnis der Kundenpräferenzen und eine gezieltere Ausrichtung unseres Angebots. Automatisierte Prozesse sorgen für eine schnellere und kosteneffizientere Abwicklung von Geschäftsabläufen, während digitale Plattformen unsere Reichweite erweitern und neue Vertriebskanäle erschließen. Die Integration dieser Technologien steigert nicht nur unsere Wettbewerbsfähigkeit, sondern eröffnet auch innovative Geschäftsmodelle - insbesondere im Bereich digitaler Kunst und personalisierter Kundenerlebnisse. Der bevorstehende Generationenwechsel im Vermögen, bei dem erhebliche Vermögenswerte an jüngere Sammler:innen übergehen, bietet dem Kunstmarkt neue Chancen. Diese neue Generation bringt veränderte Interessen, Kaufgewohnheiten und eine hohe technologische Affinität mit, die neue Marktpotenziale eröffnet. Während traditionelle Sammler:innen oft klassische Meisterwerke bevorzugen, zeigen jüngere Käufer:innen eine stärkere Neigung zu zeitgenössischer Kunst, digitalen Kunstformen sowie nachhaltigen und diverseren Künstlerinnen. Zudem wächst die Bedeutung des digitalen Kunsthandels, da diese Generation verstärkt über Online-Plattformen, soziale Medien und NFT-Marktplätze Kunst erwirbt. Durch gezielte Anpassungen an diese veränderten Erwartungen - sei es durch innovative Vertriebskanäle, personalisierte Erlebnisse oder den verstärkten Einsatz digitaler Technologien - kann unser Unternehmen von diesem Wandel profitieren und eine neue, langfristige Sammler:innenschaft aufbauen. Die Kombination dieser strategischen Initiativen gibt uns die Zuversicht, dass wir auch in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld erfolgreich bleiben und unser Unternehmen nachhaltig weiterentwickeln können. 4.3 Risiken Wirtschaftliche Unsicherheiten und Markttrends Die Nachfrage im Kunstmarkt hängt maßgeblich davon ab, inwieweit Käufer bereit sind, in Kunst zu investieren. Wirtschaftliche Abschwünge, politische Krisen, Kriege und Naturkatastrophen können diese Investitionsbereitschaft erheblich dämpfen. Die allgemeine wirtschaftliche Lage beeinflusst die Kaufkraft und das Investitionsverhalten potenzieller Kunden direkt, was zu Umsatzrückgängen führen kann. Da sich die wirtschaftliche Entwicklung in verschiedenen Ländern und Regionen unterschiedlich gestaltet, sind wir durch unsere Internationalisierungs- und Diversifizierungsstrategie gut darauf vorbereitet, Marktrisiken bestmöglich abzufedern. Der Kunstmarkt ist zudem stark von wechselnden Trends und Vorlieben geprägt. Veränderungen im Käuferverhalten oder ein nachlassendes Interesse an den von uns vertretenen Künstlerinnen können sich negativ auf den Umsatz auswirken. Durch die kontinuierliche Erweiterung unseres Programms, die gezielte Aufnahme internationaler sowie vielversprechender junger Künstler:innen und die enge Zusammenarbeit mit anderen Galerien haben wir vorausschauende Maßnahmen ergriffen, um diesem Risiko entgegenzuwirken. Politische Instabilität und geopolitische Spannungen Politische Unsicherheiten, geopolitische Spannungen und kriegerische Auseinandersetzungen können das globale Marktumfeld erheblich beeinträchtigen. Solche Entwicklungen führen oft zu einem Vertrauensverlust bei Käufern und einem temporären Rückgang der Nachfrage nach Kunst. Unsere breit diversifizierte Marktpräsenz hilft uns, potenzielle Auswirkungen abzumildern und flexibel auf geopolitische Veränderungen zu reagieren. Abhängigkeit von Schlüsselpersonen Der Verlust zentraler Mitarbeiterinnen kann sich auf operative Abläufe und die Geschäftsentwicklung auswirken. Um dieses Risiko zu minimieren, haben wir eine Teamleiterstruktur eingeführt, die Verantwortlichkeiten auf mehrere Schultern verteilt. Dadurch wird die Abhängigkeit von Einzelpersonen reduziert und die langfristige Stabilität des Unternehmens gesichert. Unsere unternehmensinterne Kultur des wertschätzenden Umgangs und der Zusammenarbeit trägt wesentlich dazu bei, personelle Veränderungen effizient zu kompensieren. Regulatorische Risiken Neue gesetzliche Vorgaben und regulatorische Änderungen in den Ländern, in denen wir tätig sind, können den internationalen Kunstmarkt erheblich beeinflussen. Anpassungen in Zoll- und Einfuhrbestimmungen, Steuerregelungen oder Vorschriften für den Handel mit Kunstwerken können zu steigenden Kosten und administrativen Herausforderungen führen. Dies könnte sich wiederum auf die Preise von Kunstwerken auswirken und die Kaufbereitschaft der Kunden dämpfen. Besonders in den USA sehen wir derzeit ein erhöhtes regulatorisches Risiko. Dank unserer internationalen Standorte und unseres Büros in New York sind wir jedoch gut aufgestellt, um flexibel auf sich ändernde Rahmenbedingungen zu reagieren. Zusätzlich stärken wir unsere Marktpräsenz durch die gezielte Aufnahme amerikanischer Künstler:innen in unser Programm. Finanzierungsrisiken Die Fähigkeit, zukünftiges Wachstum zu finanzieren, hängt von der Verfügbarkeit finanzieller Mittel und einer soliden Kapitalstruktur ab. Einschränkungen bei der Kapitalbeschaffung - sei es durch Fremd- oder Eigenfinanzierung - könnten Expansionspläne und Investitionsmöglichkeiten der Galerie einschränken. Dank unserer langjährigen, vertrauensvollen Zusammenarbeit mit unseren Finanzpartnern Deutsche Bank, Bürgschaftsbank Berlin und der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Berlin sind wir finanziell stabil aufgestellt, um möglichen Finanzierungsrisiken frühzeitig entgegenzuwirken. Wir behalten potenzielle Risiken kontinuierlich im Blick. Unser grundsätzlicher Ansatz ist es, Risiken von vornherein so weit wie möglich zu minimieren und aus unvermeidbaren Risiken neue Chancen zu entwickeln, die bestehende Unsicherheiten ausgleichen können. Dieser Philosophie folgt die Galerie seit 36 Jahren erfolgreich.
Berlin, den 27. Februar 2025 Esther Schipper, Geschäftsführerin Florian Wojnar, Geschäftsführer |
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