DNS:NET Internet Service GmbH

Zimmerstraße 23, 10969 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 248716
Eingetragen
28.12.2000
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
Die Registrierung, Verwaltung und Pflege von sogenannten Domains sowie die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich EDV und "Neue Medien", insbesondere im Bereich des Internets; hierzu zählt auch die Bereitstellung von Hardwareeinrichtungen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Ralph Steffens
seit 5.12.2023
Geschäftsführer
Alexander Lucke
seit 6.1.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

36.27% identifiziert63.73% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Alexander LuckeDNS Bidco GmbH+2
36.27%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
3i Infrastructure plcGBR
63.73%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
320.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DNS:NET Internet Service GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 30.06.2021

LAGEBERICHT FÜR DAS RUMPFGESCHÄFTSJAHR 2021 (01.01. - 30.06.2021)

DNS:NET Internet Service GmbH, Bernau bei Berlin

1 Vorbemerkung

Die DNS:NET Internet Service GmbH hat im Rahmen eines im Juni 2021 vollzogenen Gesellschafterwechsels das Geschäftsjahr umgestellt und das Rumpfgeschäftsjahr 2021 (im Folgenden Berichtsjahr) mit dem Berichtszeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021 abgeschlossen, worüber dieser Lagebericht berichtet. Die nachfolgend angegebenen Vorjahresbeträge beziehen sich auf das volle Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020. Bei zeitraumbezogenen Aussagen ist aus diesem Grund ein Vergleich zum Vorjahr nur eingeschränkt möglich.

2 Grundlagen der DNS:NET

2.1 Geschäftsmodell

Der Geschäftszweck der DNS:NET Gruppe, zu der die DNS:NET Internet Service GmbH gehört, umfasst den Betrieb von Rechenzentren sowie den Ausbau und den Betrieb von Telekommunikationsnetzen, über die wir Endkunden schnelles Internet, Telefonie und Fernsehen anbieten. Das Tochterunternehmen Antennen-Schulze GmbH baut Glasfasernetze und erbringt Tiefbauleistungen gegenüber Dritten.

Wir betreiben derzeit drei Rechenzentren (davon befinden sich zwei im selben Gebäude). Darüber hinaus haben wir in den letzten Jahren Telekommunikationsnetze in unterversorgten Regionen aufgebaut, über die wir in großem Umfang Privatkunden mit Telefonie, Internet und TV versorgen. Zur Realisierung unserer Dienste haben wir unser eigenes Telefonnetz (Portierungskennung D167) aufgebaut und darüber hinaus eine eigene TV-Kopfstelle errichtet, die TV-Signale in unser Netz einspeisen.

Um Orte mit möglichst geringen Investitionen zu erschließen, mieten wir langfristig vorhandene Glasfasernetze, die z.B. Gasversorgern gehören. Ausgehend von diesen Netzen bauen wir eigene Glasfasernetze. Hierzu verfügen wir über Wegerechte nach § 68 Abs. 1 TKG in den Bundesländern Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt.

Unser Tätigkeitsfeld liegt unter anderem in den Regionen Berlin und Brandenburg, wo wir über eigene Glasfasernetze verfügen. In der Vergangenheit haben wir in Brandenburg ganze Ortsnetze per FTTC (Glasfaser bis zum Straßenverteiler) mit schnellem Internet erschlossen. Seit 2020 liegt unser Schwerpunkt vor allem auf dem Ausbau von Ortsnetzen via FTTB (Glasfaser bis ins Haus) bzw. FTTH (Glasfaser bis in die Wohnung). In Berlin haben wir bereits vor 2020 Bestandsimmobilien via FTTB und Neubauten via FTTH mit schnellem Internet erschlossen. Wir betreiben zudem in Sachsen-Anhalt Netze, welche von Zweckverbänden errichtet werden. Diese Netze werden von uns langfristig gepachtet.

Unser Geschäftsmodell, welches das Versorgen von Endkunden mit Telefonie, Fernsehen und schnellem Internet zum Zwecke hat, basiert auf einer langlebigen Glasfaserinfrastruktur, deren Errichtung mit hohem Finanzbedarf verbunden ist.

Seit 2019 erbringen wir durch den Erwerb einer Baufirma Tiefbauleistungen vor allem im Bereich Glasfaserausbau.

2.2 Organisationsstruktur

Die handelsregisterliche Eintragung der DNS:NET Internet Service GmbH erfolgte im Jahre 2008 mit der Registernummer HRB 11714 FF beim Amtsgericht Frankfurt/Oder. Der handelsrechtliche Sitz der Gesellschaft ist Bernau bei Berlin. Der Gründer Alexander Lucke übernimmt ebenso die Rolle der Geschäftsführung. Die Geschäftsleitung wurde 2020 durch Herrn Manuel Rüschke (CFO), Herrn Stefan Holighaus (CSO) und Herrn Rainer Piroth (CNO) erweitert.

Neben Herrn Lucke war zu Beginn des Berichtsjahres die DBAG an der DNS:NET Gruppe beteiligt. Im Rahmen des bereits in 2020 initiierten Finanzierungsprozesses, veräußerte die DBAG ihre Anteile an der DNS:NET Gruppe mit Wirkung zum 10. Juni 2021 an den neuen Mehrheitsgesellschafter 3i Infrastructure plc, Jersey/Vereinigtes Königreich.

Die DNS:NET verfügt über einen Beirat, der sowohl die Geschäftsleitung berät als auch die Interessen der Gesellschafter vertritt. Der Beirat der DNS:NET Internet Service GmbH setzte sich bis zum 10. Juni 2021 aus Herrn Werner Hanf (Vorsitzender), Herrn Gustav Egger und Herrn Peter Paul Poch zusammen. Der danach neu gewählte Beirat ist in der DNS Holdings GmbH eingesetzt, welche den Gesamtkonzern anführt. Der DNS Bidco GmbH als Tochterunternehmen der DNS Holdings GmbH ist die DNS:NET Gruppe untergeordnet.

Die DNS:NET Gruppe bestand im Rumpfgeschäftsjahr 2021 aus der DNS:NET Internet Service GmbH (IS) und den folgenden Beteiligungen der IS: DNS:NET Breitband Internet GmbH (BBI), DNS:NET Netzgesellschaft I GmbH & Co. KG (NG), Antennen-Schulze GmbH sowie einer 50-prozentigen Beteiligung an der DNS:NET Fiber Networks GmbH (FN).

In der IS, der operativen Muttergesellschaft der DNS:NET Gruppe, findet das operative Geschäft statt. Hier ist der Großteil der Mitarbeiter angestellt.

Die FN (Tochter der IS) besitzt einen 85 Kilometer langen Glasfaserring in Berlin. Dieser ermöglicht die Anbindung der Berliner Geschäfts- und Wohnimmobilien an das Glasfasernetz.

Die BBI (Tochter der IS) wiederum dient als reine Vermarktungsgesellschaft und hält die Verträge mit den Endkunden (sowohl private als auch geschäftliche Endkunden) in Berlin und Brandenburg. Sie kauft sämtliche Vorleistungen bei der IS ein.

Als Netzbesitzgesellschaft hält die NG (Tochter der IS) passive Glasfasernetze.

Die Antennen-Schulze GmbH mit Sitz in Dahme (Tochter der IS) ist ein Spezialtiefbauunternehmen mit dem Schwerpunkt Glasfaserausbau.

2.3 Strategie

Dass der Zugang zu Online-Diensten für die Gesellschaft unverzichtbar ist, hat uns nicht zuletzt die Corona-Pandemie aufgezeigt.

Um dem gestiegenen Bedarf an schnellem Internet gerecht zu werden, haben wir in den letzten Jahren in Brandenburg insbesondere Orte erschlossen, in denen zuvor kein DSL oder nur DSL mit geringen Bandbreiten verfügbar waren. Wir sind daher meist der einzige Anbieter, der VDSL-Anschlüsse mit Bandbreiten von inzwischen bis zu 250 MBit/s realisieren kann. Ebenso haben wir unsere Aktivitäten in der Berliner Innenstadt ausgeweitet. Aktuell wurden bereits Wohngebäude mit ca. 10.700 Haushalten und 1.100 Geschäftseinheiten mit Glasfaser erschlossen.

Wir pachten zudem langfristig und exklusiv FTTH-Netze mit einer Reichweite von insgesamt über 70.000 Haushalten in Sachsen-Anhalt in den Regionen Börde und Altmark, welche derzeit von Zweckverbänden errichtet werden.

Darüber hinaus haben wir mit dem Aufbau eigener FTTH-Netze in Brandenburg begonnen. Unser Ziel ist es hier, ein flächendeckendes und zukunftssicheres Netz zu errichten, um unseren Endkunden hochwertige Endprodukte im Bereich Telefonie, Internet und TV anbieten zu können.

2.4 Unternehmenssteuerung

Zur Steuerung der DNS:NET Gruppe erstellen wir jährlich ein Budget sowie eine Mehrjahresplanung auf Konzernebene. Diese wird durch die Geschäftsleitung aufgestellt und vom Beirat verabschiedet. Die Planung ist im Wesentlichen von den Kundenzahlen sowie von dem mit jedem Kunden durchschnittlich erzielten Umsatz (ARPU) abhängig.

Die wesentlichen Finanzkennzahlen wie Umsatz, Rohertrag, EBITDA, Finanzergebnis und Ergebnis vor Steuern werden in Form von Managementreports mit dem Budget abgeglichen und anschließend der Geschäftsleitung und dem Beirat vorgelegt. Die Berichte enthalten neben den betriebswirtschaftlichen Kennzahlen auch quantitative Aussagen wie die Anzahl der Kunden oder der geschaffenen Reichweite.

Die Steuerung der unternehmensinternen Prozesse (Netzausbau, Produktrealisierung, Kundenservice, Abrechnung inklusive Telefonabrechnungen usw.) erfolgt durch eine selbst entwickelte Softwarelösung. Im Finanzbereich und der Netzdokumentation wird mit Hilfe standardisierter Softwarelösungen gearbeitet, die eng mit den eigenen Systemen verzahnt sind.

3 Wirtschaftsbericht

3.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2021 begann mit einem harten Lockdown, trotzdem ab Ende Dezember begonnen wurde, gegen das Coronavirus zu impfen. Ende Juni stieg die Zahl der registrierten Infektionen auf rund 3,7 Millionen und der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus auf 91.4591. Auch bei den staatlichen Einnahmen hat die Coronakrise deutliche Spuren hinterlassen: das Finanzierungsdefizit zum ersten Halbjahr 2021 betrug 67 Milliarden Euro und war somit doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum2.

Die ab dem 01.03.2021 in Kraft getretenen Lockerungen der durch die Corona-Pandemie bedingten Beschränkungen brachten schließlich eine weitestgehende Erholung der Wirtschaftsleistung mit sich. Für die deutsche Wirtschaft rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) im laufenden Jahr 2021 mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 3,1 Prozent und für 2022 um 4,6 Prozent3. Die Telekommunikationsbranche hat sich 2021 mit einem voraussichtlichen Umsatzplus von 1,3 Prozent auf 67,5 Milliarden Euro stabilisiert4. Auch das Geschäftsklima im Informations- und Kommunikationstechnologiesektor (auch Bitkom-ifo-Digitalindex), welches anhand der Beurteilung der Geschäftslage und -erwartungen gebildet wird, hat sich weiter verbessert: im zweiten Quartal 2021 stieg es weiter an und erreichte im Juni einen neuen Spitzenwert5. Die zunehmende Digitalisierung in allen Bereichen und Branchen ist ungebrochen und spielt für die zukünftige Entwicklung des Telekommunikationsmarktes weiterhin eine große Rolle.

Die Breitbandnachfrage wird sich laut den Erhebungen des Bundesverbands Breitbandkommunikation e.V. (BREKO) in den nächsten fünf Jahren um das fünf- bis sechsfache erhöhen. Dies bedeutet allein bei den Privatkunden einen Anstieg von 156 Mbit/s im Jahr 2021 auf 845 Mbit/s im Jahr 2026 für Downloads und von 88 Mbit/s im Jahr 2021 auf 302 Mbit/s im Jahr 2026 für den Upload6. Wesentliche Treiber sind hier die Nutzung von IPTV sowie Streaming-Diensten (u.a. Netflix, Amazon Prime Video, DAZN). Allein in Deutschland wird der Umsatz bei OTT-Services voraussichtlich von rund drei Milliarden Euro im Jahr 2020 auf rund 3,8 Milliarden Euro im Jahr 2021 ansteigen7. Einen weiteren Impuls für den wachsenden Breitbandbedarf stellt der gestiegene Stellenwert des Arbeitens aus dem Home-Office während der Pandemie dar. Dies spiegelt sich im steigenden Datenvolumen pro Anschluss wider: Im Jahr 2021 sollen in Deutschland pro Anschluss durchschnittlich 231 Gigabyte an Daten in Monat übertragen werden, was einem Anstieg von rund 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht8. Analog zum Home-Office liegt die Ursache des Anstiegs der Übertragungsrate ebenso im Home-Schooling, da der Präsenzunterricht in den Schulen im ersten Halbjahr 2021 nur im Wechselmodell angeboten wurde.

Bei den Geschäftskunden wird die nachgefragte Bandbreite laut der Marktanalyse des Breko im Jahr 2026 bei 1,5 Gbit/s (Download) und 922 Mbit/s (Upload) liegen. Hier ist der wesentliche Treiber die Umsetzung von Cloud-Architekturen9. Bereits 2019 betrug der Anteil der deutschen Unternehmen, die Cloud-Lösungen einsetzen, 76 Prozent. Der Umsatz für das Jahr 2021 für SaaS (Software as a Service), PaaS (Platform as a Service), IaaS (Infrastructure as a Service) und Storage wird in Deutschland auf 12,1 Milliarden Euro prognostiziert10.

Laut dem Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) ist die Zahl der vermarkteten Breitbandanschlüsse im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Millionen auf 37,4 Millionen angestiegen. Die Glasfaseranschlüsse (FTTH/B) machten dabei 50 Prozent des Zuwachses aus. Insgesamt steigt die Anzahl der Glasfaseranschlüsse auf 2,5 Millionen, was einem Anteil von 6,7 Prozent aller Breitbandanschlüsse in Deutschland entspricht. Die Zahl der Kabelanschlüsse (HFC) nimmt 2021 um rund 300.000 zu und steigt somit auf 9 Millionen - das sind 24,1 Prozent aller Breitbandanschlüsse. Der Großteil der Anschlüsse in Höhe von 25,9 Millionen soll auf DSL entfallen. Der Marktanteil ist mit 69,2 Prozent jedoch gegenüber 2020 um 1,6 Prozent gesunken11.

Politisch gilt die Versorgung der Bürger und Bürgerinnen mit Breitbandanschlüssen als wichtiges Ziel. Neben Förderprogrammen, die die Wirtschaftlichkeit von Infrastrukturinvestitionen im ländlichen Raum erhöhen, haben sich die rechtlichen Rahmenbedingungen deutlich verbessert. Um die Vorgaben aus dem Europäischen Kodex für die elektronische Kommunikation in nationales Recht umzusetzen, wird zum 1. Dezember 2021 das Telekommunikationsmodernisierungsgesetz in Kraft treten. Damit verbunden wurde ein rechtlich abgesicherter Anspruch für alle Bürgerinnen und Bürger auf Versorgung mit Telekommunikationsdiensten zur wirtschaftlichen und sozialen Teilhabe geschaffen. Schnellere Genehmigungsverfahren werden einen schnelleren und flächendeckenderen Ausbau von Breitbandnetzen ermöglichen.

3.2 Geschäftsverlauf

In den vergangenen Jahren errichteten wir Glasfasernetze bis zum Kabelverzweiger (KVz) und verfügen hier inzwischen über eine Reichweite von rund 135.000 Haushalten. Innerhalb der ersten Jahreshälfte 2021 ist die Reichweite des FTTH-Netzes in der Altmark und Börde von 11.740 Ende 2020 auf rund 20.000 deutlich gestiegen. In der Sparte der Immobilienwirtschaft liegt die Zahl der abgeschlossenen Gestattungsverträge zu Ende Juni 2021 bei rund 18.000 Wohneinheiten. Die Umsatzerlöse der DNS:NET Gruppe im Telekommunikationsbereich (exklusive Antennen-Schulze) betrugen 14.075 TEUR (Vorjahr: 25.440 TEUR).

Während des harten Lockdowns im ersten Quartal 2021 wurden die Mitarbeiter angehalten aus dem Home-Office zu arbeiten. Zur Sicherstellung des Betriebes wurden und werden die Büros nur unter entsprechenden Auflagen (Abstand, Hygiene etc.) wieder genutzt. Der Großteil der Mitarbeiter arbeitete im ersten Halbjahr 2021 jedoch weiterhin von zu Hause aus. Darüber hinaus drohten in Folge der Corona-Pandemie insbesondere im Bereich der Netzwerktechnik Lieferschwierigkeiten. Um auch in Zukunft handlungsfähig zu bleiben (Kundenschaltungen, Netzausbau etc.), bauten wir größere Lagerbestände auf. Auswirkungen auf den Umsatz im Sinne eines Umsatzrückgangs waren nicht zu verzeichnen.

Im Jahr 2021 wurde der geplante FTTH-Ausbau intensiviert. Unter anderem wurde hier in den FTTH-Ausbau selbst (erste Ortschaften wurden mittels FTTH erschlossen) und zum anderen in den Aufbau der Organisation (Mitarbeiter, Prozesse, Systeme, Vertriebskapazitäten) investiert. Auf dieser hervorragenden Basis werden wir den eigenwirtschaftlichen FTTH-Netzausbau in den Folgejahren exponentiell steigern.

Das erste Halbjahr 2021 verlief für die Tochtergesellschaft Antennen-Schulze GmbH (Tiefbauunternehmen) ebenfalls sehr erfolgreich. So lag die Gesamtleistung im Gegensatz zu Ende 2020 (5,6 Millionen Euro) bereits bei 4,3 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Ergebnisabführung beträgt im Berichtsjahr 0,6 Millionen Euro (2020: 0,5 Millionen Euro).

Zur Finanzierung unserer Geschäftstätigkeit und Fortsetzung unserer Expansionsstrategie haben wir im Jahr 2020 den Grundstein für eine Kapitalerhöhung gelegt. Dieser Finanzierungsprozess konnte im ersten Halbjahr 2021 durch die Aufnahme von 3i Infrastucture PLC (3i) als neuen Finanzpartner erfolgreich umgesetzt werden. Im Rahmen dieses Finanzierungsprozesses verkaufte die DBAG ihre Anteile an der DNS:NET Gruppe an 3i.

3.3 Lage

3.3.1 Ertragslage

Die Ertragslage der DNS:NET Internet Service GmbH stellt sich wie folgt dar:

Ergebnisrechnung 01.-06.2021
TEUR
2020
TEUR
Veränderung
TEUR
Umsatz 12.329 23.298 -10.969
Rohertrag 7.918 13.435 -5.517
Personalaufwand 5.862 8.142 -2.280
Übrige betriebliche Erträge 5.241 295 4.946
Übrige betriebliche Aufwendungen 11.427 10.962 465
EBITDA -4.131 -5.374 1.243
Abschreibungen 3.568 2.246 1.322
EBIT -7.699 -7.620 -79
Finanzergebnis -8.410 3.287 -11.697
Neutrales Ergebnis -22 -1 -21
Ergebnis vor Steuern -16.131 -4.334 -11.797
sonstige Steuern 10 19 -9
Gewinnabführung 3.895 98 3.797
Jahresfehlbetrag -20.036 -4.451 -15.585

Durch die gestiegene Marktdurchdringung in den VDSL-Netzen konnten wir unsere Kundenzahl deutlich steigern. Im Rahmen des FTTH-Ausbaus in Sachsen-Anhalt konnten darüber hinaus zahlreiche Kunden ans Netz genommen werden. Dies führte dazu, dass im ersten Halbjahr 2021 der Umsatz mit 12.329 TEUR etwa 53 % und der Rohertrag mit 7.918 TEUR etwa 59 % des Vorjahresergebnisses ausmachten.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die DNS:NET Gruppe zum Ende des ersten Halbjahres 2021 um insgesamt 30 Mitarbeiter auf nunmehr 255 Mitarbeiter (inklusive der Mitarbeiter der Antennen-Schulze GmbH) zuzüglich zwölf Zeitarbeitskräften gewachsen. Die Mitarbeiteranzahl der DNS:NET Internet Service GmbH erhöhte sich dabei um 29 Mitarbeiter auf 220 Mitarbeiter (inkl. Auszubildende). Der Personalaufwand lag im zweiten Quartal 2021 entsprechend bereits bei 5.862 TEUR (8.142 TEUR in 2020).

Insbesondere aufgrund der Begleitung der Due Diligence und der damit verbundenen Beratungskosten liegen die übrigen betrieblichen Aufwendungen zum ersten Halbjahr 2021 über dem Jahreswert 2020. Die Abschreibungen umfassen außerplanmäßige Abschreibungen auf die VDSL-Netze in Folge der zukünftigen Konzentration auf den FTTH-Ausbau. Aus der Entrichtung von Vorfälligkeitsentschädigungen aus Darlehensrückführungen an die Kreditgeber im Rahmen der Kapitalerhöhung, welche in der Planung nicht enthalten waren, resultierte hauptursächlich das negative Finanzergebnis. Infolge der Auszahlung der stillen Beteiligung sowie des Genussrechts an die DBAG stieg die Gewinnabführung.

3.3.2 Vermögens-, Finanzlage und Investitionen

Im ersten Halbjahr 2021 investierten wir 17.790 TEUR in das Sachanlagevermögen. Der Fokus der Investitionen lag dabei weiterhin in der Errichtung neuer Glasfasernetze, also der Erschließung weiterer Orte und somit der Vergrößerung der Reichweite. Ebenso lag der Investitionsschwerpunkt in der bestehenden Infrastruktur, welche wir auf Supervectoring geupgradet und damit zukunftssicher gemacht haben. Insbesondere in Verbindung mit dem Ausbau des FTTH-Netzes und den damit verbundenen Investitionen stieg der Wert des Anlagevermögens im Berichtsjahr - einschließlich Finanzanlagen - um 14.535 TEUR auf 59.033 TEUR woraus eine Anlagenintensität von 48,7 % (Vorjahr: 87,9 %) resultiert.

Die Eigenkapitalquote, basierend auf dem wirtschaftlichen Eigenkapital, d. h. einschließlich der Gesellschafterdarlehen betrug 90,5 % (Vorjahr: 19,4 %).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich vom Jahresende 2020 um 22.625 TEUR auf 26.357 TEUR im ersten Halbjahr 2021 erhöht. Der Anteil der Forderungen gegen verbundene Unternehmen macht hierbei 90 % aus. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen zum Bilanzstichtag 110.634 TEUR (Vorjahr: 6.152 TEUR) und gegenüber Mietkaufgebern 1.567 TEUR (Vorjahr: 1.917 TEUR).

Die Finanzierung der negativen operativen und investiven Cashflows erfolgte im Wesentlichen durch die Kapitalerhöhung sowie durch die Vereinnahmung von Ausschüttungen von Tochtergesellschaften.

3.3.3 Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Beurteilung unseres finanziellen Erfolgs werden die Kennzahlen Rohertrag, EBITDA, Finanzergebnis und Ergebnis vor Steuern herangezogen. Diese stellen sich bei uns, der DNS:NET Internet Service GmbH, wie folgt dar:

IST 01.-06.2021 TEUR * IST 31.12.2020 TEUR *
Umsatz 12.329 23.298
Rohertrag 7.918 13.435
EBITDA    
-4.131 -5.374  
Finanzergebnis -8.410 3.287
Ergebnis vor Steuern und Gewinnabführung -16.131 -4.334

*Rundungsdifferenzen möglich

Aufgrund der rechtlichen Struktur der DNS:NET Gruppe sind Rohertrag und EBITDA v.a. durch die konzerninternen Leistungsbeziehungen geprägt, während das operative Ergebnis sich teilweise im Finanzergebnis (Gewinne anderer Gruppen Gesellschaften) widerspiegelt. Vor diesem Hintergrund erfolgt das interne Berichtswesen und damit auch die Prognoseberichterstattung im Lagebericht auf Konzernebene aus der Perspektive der DNS BidCo GmbH. Dort gestaltet sich die Abbildung der finanziellen Leistungsindikatoren wie folgt:

IST 01.-06.2021 TEUR * Prognose 01.-06.2021 TEUR * IST 2020 TEUR *
Umsatz 14.471 14.369 25.488
Rohertrag 13.264 12.488 24.049
EBITDA -7 915 3.285
EBIT -2.558 -2.913 -1.331
Finanzergebnis -19.756 -1.254 -3.063
Ergebnis vor Steuern und Gewinnabführung -22.313 -4.167 -4.394

*Rundungsdifferenzen möglich

Die Grundlage dieser Prognose bilden die für das erste Halbjahr enthaltenen Kennzahlen aus der Gesamtjahresprognose 2021 aus dem Lagebericht des Vorjahres. In der Prognose nicht enthaltene Sonderabschreibungen auf unsere VDSL-Netze führen zu einem geringeren EBIT. Aufwendungen im Zusammenhang mit der im ersten Halbjahr 2021 durchgeführten Kapitalerhöhung, insbesondere die Entrichtung von Vorfälligkeitsentschädigungen aus Darlehensrückführungen sowie Bereitstellungsentgelte für die neue Konsortialfinanzierung, waren in der Prognose ebenfalls nicht berücksichtigt. Hieraus resultiert im Wesentlichen die Abweichung des Finanzergebnisses gegenüber der Prognose für das erste Halbjahr 2021.

4 Risiken und Chancen

4.1 Risikomanagement

Die Geschäftsleitung bewertet im Rahmen eines Risikomanagements regelmäßig mögliche Risiken, die negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Durch eine permanente Beobachtung der Märkte sowie der politischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen kann frühzeitig auf relevante Veränderungen reagiert werden. Insgesamt hat sich die Risikosituation im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr nicht entscheidend geändert. Im Wesentlichen bestehen unsere Herausforderungen in wirtschaftlichen sowie lieferungsbedingten Risiken aufgrund der Corona-Pandemie und deren Folgen.

4.2 Regulatorische Risiken

Das Umfeld des deutschen Telekommunikationsmarktes ist stark von regulatorischen Beschränkungen durch die Bundesnetzagentur sowie dem Telekommunikationsgesetz (TKG) geprägt. Da wir zur Realisierung unserer Produkte - insbesondere der VDSL-Anschlüsse - auf Vorleistungen der Telekom Deutschland AG angewiesen sind, betrifft uns diese Regulierung. Von Bedeutung ist hier insbesondere der Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung (TAL), also der Kupferleitung zwischen unseren Kabelverzweiger-Standorten (KVz) und den Häusern der anschlusswilligen Endkunden. Hier besteht das Risiko, dass sich maßgebliche Bedingungen auf deutscher Ebene zu unserem Nachteil ändern könnten. Dazu setzen wir auf eine funktionierende Aufsicht durch die Bundesnetzagentur. Indem wir zum einen die Regulierungsvorgänge intensiv beobachten und diese zum anderen mit eigenen Stellungnahmen und Anträgen intensiv mitgestalten, können wir diese Risiken begrenzen. Auch eine intensive Zusammenarbeit mit den Branchen- und Interessensverbänden, hier vor allem dem VATM, führen zu einer guten Informationsbasis. Insgesamt schätzen wir die regulatorischen Risiken als moderat ein, da außer der Deutschen Telekom auch andere Anbieter Vectoring einführen können und dies wiederum den Wettbewerb in Deutschland fördert.

4.3 Wettbewerbsrisiken

Der Telekommunikationsmarkt ist weiterhin ein Verdrängungsmarkt, der unter erheblichem Preisdruck steht. Da wir häufig als einziger Anbieter schnelles Internet bereitstellen, sind wir von diesem Markttrend nur im geringen Umfang betroffen. Gewinnen wir vor Ort als erster Anbieter Kunden mit hohem Breitbandbedarf, hat es ein zweiter Anbieter hier schwerer mit seinem eigenen Netz eine entsprechende Auslastung zu erreichen. Aufgrund dessen fand bisher kaum ein "Überbau" eines VDSL-Netzes durch ein zweites VDSL-Netz statt. Ferner setzen wir bei den meisten der ausgebauten Kabelverzweiger (KVz) die Vectoring-Technologie ein, wodurch der Aufbau eines zweiten VDSL-Netzes wirksam verhindert wird. Ein Wettbewerber müsste ein Wettbewerbsnetz ohne Verwendung der Kupfer-TAL bauen, also z. B. als FTTH (fiber-to-the-home).

Mit dem bereits 2015 ins Leben gerufenen "Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau" setzte sich die Bundesregierung im Jahre 2018 zum Ziel, den flächendeckenden Ausbau mit Gigabit-Netzen (1 Gbit/s) bis 2025 zu forcieren. Gleichwohl wurden die Fördersummen erhöht und die Verfahren vereinfacht. Dies hat zur Folge, dass andere Telekommunikationsunternehmen stark motiviert werden ebenfalls davon zu profitieren und schließlich Glasfasernetze direkt bis in die Häuser (FTTH) zu bauen. Diesem Risiko begegnen wir, indem wir frühzeitig und vorausschauend wettbewerbsfähige Angebote erstellen und gegebenenfalls selbst ein FTTH-Netz errichten, und zwar bevor dies ein potentieller Wettbewerber tut.

Grundsätzlich besteht zudem das moderate Risiko, dass Kabelnetzbetreiber ihre Kabel-TV-Netze rückkanalfähig ausbauen und somit eine Wettbewerbsinfrastruktur zum VDSL-Netz entsteht. Um dem entgegenzuwirken, untersuchen wir Ortsnetze bereits vor einer Ausbauentscheidung auf das Vorhandensein rückkanalfähiger Kabelnetze. Zudem sind wir selbst als Kabelnetzbetreiber tätig und bieten den Wohnungsbaugesellschaften entsprechende Dienste an.

Ein Wettbewerb durch Mobilfunktechnologie (EDGE, UMTS und LTE) sowie Satelliteninternet ist in der Regel auch in den durch die uns erschlossenen Ortsnetzen vorhanden, hat jedoch technologische Nachteile wie zu geringe Kapazitäten und schwankende Bandbreitenverfügbarkeit. Auch der zu erwartende Einsatz von 5G wird daran voraussichtlich nicht viel ändern. Aufgrund der steigenden Bandbreitenanforderungen sehen wir langfristig nur ein begrenztes Wettbewerbsrisiko durch Mobilfunkanbieter.

Im Bereich der Glasfaseranbindung von Gebäuden und der Tätigkeit als Kabelnetzbetreiber mit durchgängiger Glasfaserinfrastruktur - im Idealfall bis in die Wohnung - stellen wir uns dem Wettbewerb und verfolgen mit unseren Gigabit-Netzen eine Strategie der Technologieführerschaft. Das Wettbewerbsrisiko ist nach unserer Einschätzung daher insgesamt als eher moderat anzusehen.

4.4 Finanzielle Risiken

Unsere Geschäftstätigkeit und damit der Ausbau der Glasfaserinfrastruktur ist äußerst kapitalintensiv. Von besonderer Bedeutung ist es dabei, die Märkte als Erster zu besetzen und demnach mit hohem Tempo neue Ortsnetze zu erschließen. Eine derartige Expansion erfordert erhebliche Investitionen, die finanziert werden müssen. Beeinflusst wird die Fähigkeit zur Fremdkapitalaufnahme zum Beispiel durch Marktzinsänderungen, eingeschränkte Kreditvergaben sowie eine Änderung des Kredit-Ratings. Durch den Abschluss langfristiger Fremdkapitalfinanzierungen im 1. Halbjahr 2021 auf der Ebene der DNS Bidco GmbH, die die aufgenommenen Bankdarlehen als Gesellschafterdarlehen an die DNS:NET Internet Service GmbH weitergibt, sehen wir das Risiko der Finanzierung als überschaubar an.

Zum 30. Juni 2021 ist die Bankkreditlinie von EUR 400 Mio. mit EUR 55 Mio. von der DNS Bidco GmbH in Anspruch genommen. Der Kreditvertrag ist mit der Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen verbunden, da bei einem Verstoß Kündigungsrechte der Banken bestehen. Eine Nichteinhaltung der Finanzkennzahlen ist derzeit jedoch nicht absehbar. Im nächsten Geschäftsjahr erfolgt mit dem Netzausbau zunächst eine weitere Inanspruchnahme der Kreditlinie.

Darüber hinaus überwachen wir in regelmäßigen Abständen die Entwicklung des Cashflows, welcher insbesondere durch den Vertriebserfolg und damit der Kundengewinnung sowie den Investitionen beeinflusst wird. Investitionen werden erst getätigt, wenn deren Finanzierung sichergestellt ist.

Zusammenfassend sehen wir das finanzielle Risiko als überschaubar an.

4.5 Technische Risiken

Mögliche technische Risiken wären anhaltende oder wiederholte Störungen im Glasfasernetzwerk und technischen Einrichtungen, was in einer Kundenunzufriedenheit und im schlimmsten Falle in einem Kunden- und Umsatzverlust resultieren würde. Mithilfe von redundant ausgelegten Backbone-Netzstrukturen können wir dieses Risiko minimieren, da Dienste somit bei Netzbeschädigungen nur punktuell ausfallen und nicht komplett. Zusätzlich werden die Geräte rund um die Uhr automatisiert überwacht. Ein Qualitätsmanagement in Bezug auf einzelne Kundenanschlüsse (also die aktive Erkennung von Störungen und Leitungsproblemen) ist ebenfalls vorhanden.

Grundsätzlich wäre ein technisches Risiko auch gegeben, wenn die verlegte Infrastruktur einmal nicht mehr nutzbar oder nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Den Großteil der Investitionen macht nicht das Material aus, sondern der Tiefbau. Deshalb werden Leerrohre verlegt, sodass diese später mit einem geringen finanziellen Aufwand mit zusätzlichen oder moderneren Kabeln ausgestattet werden können. Aktuell ist nicht davon auszugehen, dass die Kapazität von Glasfaserleitungen einmal erschöpft sein könnte. Aus diesem Grund schätzen wir insgesamt die technischen Risiken als gering ein.

4.6 Lieferanten-/Materialausfälle

Wir sind zur Erbringung unserer Dienstleistungen von verschiedenen Lieferanten abhängig. Hierzu zählen die deutsche Telekom als wichtiger Vorlieferant sowie andere Telekommunikationsgesellschaften, Tiefbauunternehmen, Technologiehersteller und Lieferanten, von denen wir Material für den Netzausbau beziehen. Aufgrund von Lieferengpässen und Materialengpässen aufgrund der Folgen der Corona-Pandemie, schätzen wir das Risiko von Lieferausfällen und/oder -verzögerungen weiterhin als relativ hoch ein. Wir begegnen diesen Risiken u.a. durch ein aktives Lieferantenmanagement, Lageraufbau, langfristiger Planung, Lieferantenpflege, Ausbau des Lieferantenstamms und Marktbeobachtungen. So haben wir jüngst ein weiteres Lager in Betrieb genommen.

Grundsätzlich setzen wir hauptsächlich standardisierte Technik und Produkte ein und beziehen diese - sofern möglich - von mehreren Lieferanten, so dass der Ausfall eines Lieferanten kein größeres Risiko darstellt.

4.7 Sonstige Risiken

Unser Erfolg hängt neben der finanziellen auch von den "humanen" Ressourcen ab. Das sind Mitarbeiter, die das Unternehmen nicht nur in der Geschäftsleitung, sondern auch in Bereichen des Vertriebs oder anderen Abteilungen als Leistungs- und Knowhow-Träger bereichern. Der Verlust jedes einzelnen Leistungsträgers kann negative Auswirkungen haben, da meist viel Knowhow verloren geht. Die Kompetenzen des jeweiligen Leistungsträgers müssten durch Neubesetzung wiederhergestellt werden, was entsprechende Zeit in Anspruch nehmen kann. Im Falle des Verlustes mehrerer Leistungsträger bestünde das Risiko, dass die Planungsziele nicht erreicht werden.

Im Allgemeinen sind wir sehr bestrebt unseren Mitarbeitern ein attraktives und modernes Arbeitsumfeld zu bieten. Die Unternehmenskultur ist von einer flachen Hierarchie und schnellen Entscheidungswegen geprägt. Unser Ziel ist es, unsere Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden, in dem wir ihnen den nötigen Freiraum zur persönlichen Weiterentwicklung einräumen sowie die Möglichkeit zur Eigenverantwortung bieten. Daher schätzen wir die genannten sonstigen Risiken, welche überwiegend aus dem Personalbereich resultieren, als überschaubar ein.

4.8 Chancen

Die im Jahr 2020 ausgebrochene Corona-Pandemie hat unweigerlich die Digitalisierung vorangetrieben und somit die Telekommunikationsbranche zu einem der Gewinner/Nutznießer gemacht. Darin sehen wir eine erhebliche Chance für den weiteren Ausbau der Glasfaserinfrastruktur sowie für unser eigenes Entwicklungspotenzial. Die geplante Wachstumsstrategie basiert vorrangig auf einem erprobten Geschäftsmodell, dessen Erfolg anhand der Vielzahl von Ortsnetzen gemessen werden kann.

Auch der Bereich der Geschäftskunden mit den Unternehmensanbindungen und Rechenzentrumsdiensten wächst seit Jahren kontinuierlich. Die zuletzt durch Übernahme eines dritten Standortes geschaffenen Kapazitäten sollen sukzessive gefüllt werden.

Mit der aus der Neuerung des Telekommunikationsgesetzes verbundenen verkürzten Kündigungsfrist von einem Monat nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit besteht zudem eine Chance, dass Kunden früher zur DNS:NET wechseln. Gleichzeitig ergibt sich hieraus ein Risiko, welches aber aufgrund des Geschäftsmodells als deutlich geringer eingestuft werden kann.

5 Ereignisse nach dem 30.06.2021

Durch den Gesellschafterwechsel ändert sich die Zusammensetzung des Beirats für die Sitzungen nach dem 30.06.2021. Die Mitglieder setzen sich nun aus Peter Paul Poch, Laura Kaps und Michael Specht zusammen, welcher in der DNS Holdings eingesetzt wird.

Das Rumpfgeschäftsjahr vom 01.01.2021 bis 30.06.2021 wird gefolgt von einem weiteren Rumpfgeschäftsjahr vom 01.07.2021 bis 31.12.2021. Im weiteren Verlauf wird das Geschäftsjahr wieder dem Kalenderjahr entsprechen.

Die Auswirkungen des im Februar 2022 begonnenen Krieges zwischen Russland und der Ukraine sind derzeit nicht abschätzbar, wobei direkte Effekte aktuell nicht ableitbar sind. Indirekte Effekte, z.B. durch Beschaffungsprobleme, Verzögerungen und Kostensteigerungen unter anderem bei Material und Energie sind jedoch zu erwarten. Der steigenden Preisentwicklung, z.B. bei Materialbedarfen, wirken wir an geeigneter Stelle durch Vereinbarung langfristiger Verträge mit entsprechender Preisbindung entgegen, um die Risiken hieraus zu begrenzen.

Darüber hinaus sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, über die zu berichten wäre.

6 Prognosebericht

In den vergangenen Jahren haben wir erheblich in den Infrastruktur-Ausbau investiert. Diese Investitionen führen erfahrungsgemäß in den folgenden Jahren zu einem Wachstum an Kunden und somit an Umsatz und Cashflow. Auch für die kommenden Jahre planen wir eine Erweiterung unserer Reichweiten.

Ende Juni 2021 betrug unsere Reichweite für schnelles, leitungsgebundenes Internet rund 170.000 Haushalte. Meist sind wir vor Ort einziger Anbieter von schnellem Internet. Zum Ende des ersten Halbjahrs 2021 hatten wir ca. 51.000 Kunden geschaltet. Zusätzlich warteten bereits weitere 34.000 Kunden auf die Fertigstellung von Netzen bzw. auf ihren Schalttermin.

Wir werden unser Netz in den kommenden Jahren sukzessive ausbauen und damit unsere Reichweite und die Zahl der Kunden deutlich erhöhen.

Die Geschäftsleitung prognostiziert die wesentlichen Leistungsindikatoren aus der Perspektive der DNS Bidco GmbH für das zweite Halbjahr 2021 sowie für das Jahr 2022 wie folgt:

07.-12.2021 TEUR * 2022 TEUR *
Umsatz 15.702 46.567
Rohertrag 16.213 43.036
EBITDA -1.900 -4.103
EBIT -25.159 -13.163
Finanzergebnis -2.918 -8.794
Ergebnis vor Steuern -28.077 -21.956

*Rundungsdifferenzen möglich

7 Risikoberichterstattung über die Verwendung von FinanzinstrumentenZu unseren wesentlichen Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten sowie unsere laufenden Konten. Zudem verfügen wir über ein effizientes Mahnwesen, weshalb wesentliche Forderungsausfälle die Ausnahme darstellen. Darüber hinaus arbeiten wir mit Inkassounternehmen und Rechtsanwälten zusammen. Durch unsere langfristigen Kundenbeziehungen und unseren solventen Kundenstamm ist das Risiko eines Forderungsausfalls jedoch gering. Soweit bei Forderungen Ausfallrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Vor der Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung informieren wir uns stets über die Bonität der Kunden. Kurzfristig finanzieren wir uns im Wesentlichen über Kontokorrentkredite sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Ziel unseres Finanz- und Risikomanagements ist die Absicherung gegen finanzielle Risiken. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird im Rahmen der Unternehmensplanung ein Liquiditätsplan aufgestellt, der im Rahmen des regelmäßigen Controllings mit den Ist-Zahlen abgeglichen wird. So kann die Geschäftsleitung kurzfristig auf Abweichungen reagieren.

 

Berlin, den 28. April 2022

DNS:NET Internet Service GmbH

Alexander Lucke, Geschäftsführer

1 Statista: Anzahl Infektionen und Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus (COVID-19) in Deutschland seit Januar 2020 (04.11.2021), URL: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1102667/umfrage/erkrankungs-und-todesfaelle-aufgrund-des-coronavirus-in-deutschland/ (abgerufen am 04.11.2021 um 14:30 Uhr)

2 Statistisches Bundesamt: Staatsdefizit im 1. Halbjahr 2021 beträgt 80,9 Milliarden Euro (Pressemitteilung Nr. 399 vom 24.08.2021), URL: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/08/PD21_399_813.html (abgerufen am 04.11.2021 um 16:00 Uhr)

3 IWF: World Economic Outlook (Oktober 2021), URL: https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2021/10/12/world-economic-outlook-october-2021 (abgerufen am 08.11.2021 um 16:00 Uhr)

4 Bitkom, EITO: ITK-Märkte (Juli 2021), URL: https://www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITK-Markt-Deutschland.html (abgerufen am 04.11.2021 um 16:20 Uhr)

5 Bitkom, ifo: Bitkom-ifo-Digitalindex (September 2021), URL: https://www.bitkom.org/Digitalindex (abgerufen am 08.11.2021 um 17:00 Uhr)

6 BREKO: Marktanalyse 2021; Rekordinvestitionen in den Glasfaserausbau treffen auf große Nachfrage in der Bevölkerung (27.07.2021), URL: https://www.brekoverband.de/aktuelles/news/pressemitteilungen/breko-marktanalyse-2021-rekordinvestitionen-in-den-glasfaserausbau-treffen-auf-grosse-nachfrage-in-der-bevoelkerung/ (abgerufen am 09.11.2021 um 13:45 Uhr)

7 Weidenbach, Bernhard: Umsätze für kostenpflichtiges Video-Streaming in Deutschland 2020-2021 (08.06.2021), URL: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1241499/umfrage/umsaetze-fuer-kostenpflichtiges-video-streaming-in-deutschland/ (abgerufen am 08.11.2021 um 15:10 Uhr)

8 Statista: Durchschnittliches Datenvolumen pro stationärem Breitbandanschluss und Monat in Deutschland (28.10.2021), URL: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/3564/umfrage/durchschnittliches-datenvolumen-pro-anschluss-seit-2001/ (abgerufen am 08.11.2021 um 13:30 Uhr)

9 BREKO: Marktanalyse 2021; Rekordinvestitionen in den Glasfaserausbau treffen auf große Nachfrage in der Bevölkerung (27.07.2021), URL: https://www.brekoverband.de/aktuelles/news/pressemitteilungen/breko-marktanalyse-2021-rekordinvestitionen-in-den-glasfaserausbau-treffen-auf-grosse-nachfrage-in-der-bevoelkerung/ (abgerufen am 09.11.2021 um 13:45 Uhr)

10 Statista: Statistiken zu Cloud Computing (22.06.2021), URL: https://de.statista.com/themen/562/cloud-computing/ dossierKeyfigures (abgerufen am 08.11.2021 um 12:30 Uhr)

11 VATM: 23. TK-Marktstudie (28.10.2021), URL: chrome-extension://efaidnbmnnnibpcajpcglclefindmkaj/viewer.html?pdfurl=https%3A%2F%2Fwww.vatm.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F2021%2F10%2FVATM_TK-Marktstudie_281021_f.pdf&clen=1916608&chunk=true (abgerufen am 08.11.2021 um 17:20 Uhr)

Handelsbilanz

Aktiva

30.6.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 59.032.549,31 44.497.179,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 149.216,00 101.209,00
II. Sachanlagen 41.674.314,79 27.443.864,76
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.819,15 10.819,15
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.447.454,02 14.011.753,21
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 29.216.041,62 13.421.292,40
III. Finanzanlagen 17.209.018,52 16.952.105,74
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 16.844.572,86 16.844.572,86
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 334.945,66 78.032,88
3. Beteiligungen 29.500,00 29.500,00
B. Umlaufvermögen 37.396.459,86 4.471.021,82
I. Vorräte 156.878,89 3.937,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 26.357.145,11 3.731.816,91
1. Forderungen gegen Gesellschafter 32.038,25  
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 23.775.231,62 2.344.727,27
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.549.875,24 1.387.089,64
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 10.882.435,86 735.267,91
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.972.690,17 1.641.150,61
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 22.803.501,42  
Aktiva 121.205.200,76 50.609.351,93

Passiva

   
30.6.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 0,00 3.232.874,77
I. Gezeichnetes Kapital 320.000,00 320.000,00
II. Genussrechtskapital mit Eigenkapital-Charakter 0,00 6.000.000,00
III. Kapitalrücklage 8.985.333,33 8.985.333,33
IV. Verlustvortrag 12.072.458,56 7.621.210,60
V. Jahresfehlbetrag 20.036.376,19 4.451.247,96
VI. nicht gedeckter Fehlbetrag 22.803.501,42  
B. Rückstellungen 1.106.078,56 951.235,22
C. Verbindlichkeiten 119.999.139,18 46.425.241,94
1. Anleihen 0,00 6.600.509,99
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 72.000,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 6.528.509,99
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 9.073.961,94
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 2.677.595,23
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr   6.396.366,71
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 16.088.656,91
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 16.088.656,91
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 110.634.454,21 6.152.013,46
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 906.597,94 6.152.013,46
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 109.727.856,27  
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 355.061,55 340.821,55
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 355.061,55 340.821,55
6. sonstige Verbindlichkeiten 9.009.623,42 8.169.278,09
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 8.120.965,96 6.942.234,98
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 888.657,46 1.227.043,11
D. Rechnungsabgrenzungsposten 99.983,02  
Passiva 121.205.200,76 50.609.351,93

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 30.6.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Rohergebnis 13.219.765,78 13.795.175,27
2. Personalaufwand 5.862.454,31 8.141.702,65
a) Löhne und Gehälter 5.028.941,92 6.859.981,57
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 833.512,39 1.281.721,08
davon für Altersversorgung 6.234,57 10.029,02
3. Abschreibungen 3.568.302,43 2.246.227,34
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.568.302,43 2.246.227,34
davon außerplanmäßige Abschreibungen 2.248.665,00  
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 11.509.981,86 11.028.183,68
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 107,79 756,78
5. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinn- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne   384.832,97
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2.058,58 5.266.579,38
davon aus verbundenen Unternehmen 2.058,58 5.266.579,38
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 30.763,30 4.061,70
davon aus verbundenen Unternehmen 27.751,76  
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8.442.676,51 2.368.567,86
9. Ergebnis nach Steuern -16.130.827,45 -4.334.032,21
10. sonstige Steuern 10.160,59 19.315,75
11. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 3.895.388,15 97.900,00
12. Jahresfehlbetrag 20.036.376,19 4.451.247,96

Anhang zum 30. Juni 2021

DNS:NET Internet Service GmbH

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der DNS:NET Internet Service GmbH, Bernau bei Berlin (Amtsgericht Frankfurt (Oder), HRB 11714 FF), ist auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften sind die Regelungen des Gesellschaftsvertrages und des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gesellschaft weist die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 1 HGB auf.

Die Darstellung der Bilanz erfolgt in Kontoform nach § 266 HGB.

Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB dargestellt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bzw. fünf Jahren vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen drei und 20 Jahren. Abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgt im Wege der Zuschlagskalkulation auf Vollkostenbasis unter Berücksichtigung der Einzelkosten, des angemessenen Teils der Gemeinkosten und von Bauzeitzinsen gem. § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde das allgemeine Ausfallrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,5 % berücksichtigt.

Die liquiden Mittel werden zu Nennwerten angesetzt.

Die Bildung von Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte nach den Vorschriften des § 250 HGB.

Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie beinhalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen resultieren aus einem vereinbarten Darlehen mit der Antennen-Schulze GmbH.

Angaben zu Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.385 (Vorjahr TEUR 1.950) und um sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 20.390 (Vorjahr TEUR 395). Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich um Forderungen aus laufender Verrechnung und Ansprüchen aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Antennen-Schulze GmbH (TEUR 385; Vorjahr: TEUR 395) sowie um Darlehensforderungen gegen die DNS:NET Netzgesellschaft I GmbH & Co.KG in Höhe von TEUR 20.005. Das Darlehen dient der Finanzierung der zum 10.06.2021 erfolgten Rückführungen der Bankdarlehen der DNS:NET Netzgesellschaft I GmbH & Co. und hat eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Zum Bilanzstichtag 31.12.2020 wurde eine Verbindlichkeit gegenüber der DNS:NET Netzgesellschaft I GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 5.606 ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 116 (Vorjahr TEUR 41) enthalten.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind in Höhe von TEUR 67 (Vorjahr: TEUR 115) Vorsteuererstattungsansprüche enthalten, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Außerdem bestehen Forderungen gegen den Geschäftsführer Alexander Lucke in Höhe von TEUR 41 (Vorjahr TEUR 68).

Mit Ausnahme des Darlehens an die DNS:NET Netzgesellschaft I GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 20.005 (Vorjahr: TEUR 0) haben alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Gezeichnetes Kapital

Im Rahmen des erfolgreich abgeschlossenen Finanzierungsprozesses erfolgte auf Ebene der DNS:NET Internet Service GmbH ein Gesellschafterwechsel. Anstatt der ECF Holding GmbH, Frankfurt am Main, und der DNS:NET Verwaltungs GmbH; Bernau bei Berlin, ist nun die DNS Bidco GmbH; Frankfurt am Main, Alleingesellschafterin.

Einlagen stiller Gesellschafter/ Genussrechtskapital

Im Zuge des Finanzierungsprozesses wurden alle stillen Beteiligungen und das Genussrechtskapital der ECF Holding GmbH, Frankfurt am Main, zurückgeführt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 652; Vorjahr TEUR 395) und Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 99; Vorjahr TEUR 95).

Verbindlichkeiten

Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten sind folgenden Verbindlichkeitenspiegeln zu entnehmen:

Art der Verbindlichkeit zum 30.06.2021 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
TEUR kleiner 1 J.
TEUR
größer 1 Jahr
TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 6.993,1 6.993,1 0,0
gegenüber verbundenen Unternehmen 110.634,5 906,6 109.727,9
gegenüber beteiligten Unternehmen 355,1 355,1 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 2.016,5 1.127,9 888,7
Summe 119.999,2 9.382,7 110.616,6
Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2020 TEUR kleiner 1 J.
TEUR
größer 1 Jahr
TEUR
stille Beteiligung/Genussrechtskapital 6.600,5 72,0 6.528,5
gegenüber Kreditinstituten 9.074,0 2.677,6 6.396,4
aus Lieferungen und Leistungen 4.962,3 4.962,3 0,0
gegenüber verbundenen Unternehmen 6.152,0 6.152,0 0,0
gegenüber beteiligten Unternehmen 340,8 340,8 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 19.295,6 18.068,6 1.227,0
Summe 46.425,2 32.273,3 14.151,9

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesene Mietkaufdarlehen und Leasingfinanzierungen (TEUR 1.567; Vorjahr: TEUR 1.917) sind durch Bürgschaften, Forderungsabtretungen und Sicherungsübereignungen abgesichert. Darüber hinaus enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten branchenübliche Eigentumsvorbehalte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie stille Beteiligungen/Genussrechtskapital wurden aufgrund des Finanzierungsprozesses vollständig abgelöst.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Antennen-Schulze GmbH in Höhe von TEUR 907 (Vorjahr TEUR 546) sowie um sonstige Verbindlichkeiten aus Darlehen in Höhe von TEUR 109.728 (Vorjahr TEUR 5.606). Zum Stichtag 30.06.2021 valutiert das Darlehen gegenüber der DNS Bidco GmbH auf TEUR 109.728. Das im Vorjahr ausgewiesene Darlehen der DNS:NET Netzgesellschaft I GmbH & Co. KG (TEUR 5.606) wurde im Rahmen des Closingprozesses getilgt.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind in Höhe von TEUR 355 (Vorjahr TEUR 341) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten.

Latente Steuern

Latente Steuern werden für temporäre Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen durch Sonderabschreibungen in Vorjahren und Ausweis der Investitionszuschüsse ermittelt. Zusätzlich werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes von 30,18% und umfasst die voraussichtliche Belastung mit Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer. Zum Ende des Geschäftsjahres besteht eine aktive Steuerlatenz. Vom Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs.1 Satz 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland erzielt. Sie setzen sich wie folgt zusammen:

01.01.-30.06.2021
TEUR
2020
TEUR
  12.329 23.298
Erlöse DNS:NET Breitband Internet GmbH 7.634 13.486
Erlöse Bauleistung DNS:NET Netzgesellschaft I GmbH & Co. KG 532 2.462
Erlöse Rechenzentren und IP 951 2.093
Erlöse Geschäftskunden 1.091 1.851
Erlöse Privatkunden 1.906 3.054
übrige Erlöse 215 352

Aktivierte Eigenleistungen

In die Herstellungskosten des Sachanlagevermögens sind unternehmensintern entstandene Einzel- und Gemeinkosten sowie Bauzeitzinsen (TEUR 492) eingeflossen. Der Vorjahreswert der Bauzeitzinsen beläuft sich auf TEUR 675.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten vor allem Erträge aus der Weiterberechnung von Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Finanzierungs- und Closingsprozess (TEUR 5.075; Vorjahr: TEUR 0). Darüber hinaus werden unter anderem Erträge aus Währungsumrechnung (TEUR 0,3; Vorjahr: TEUR 0,1) und periodenfremde Erträge (TEUR 16; Vorjahr: TEUR 0) ausgewiesen.

Aufwendungen für Altersversorgung

In der Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr TEUR 10) enthalten.

Sonstige betrieblichen Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten vor allem Aufwendungen im Zusammenhang mit der neuen Finanzierung (TEUR 4.748; Vorjahr: TEUR 604). Darüber hinaus sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 0,1 (Vorjahr EUR 0,7) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 72 (Vorjahr TEUR 49) ausgewiesen.

Finanzergebnis

Die Beteiligungserträge in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 5.264) und die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr TEUR 3) resultieren ausschließlich aus verbundenen Unternehmen.

Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind TEUR 364 (Vorjahr TEUR 0) aus verbundenen Unternehmen. In Höhe von TEUR 4.517 (Vorjahr TEUR 0) sind periodenfremde Vorfälligkeitsentschädigungen enthalten.

Die auf Grund eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführten Gewinne betreffen die Vergütungen der stillen Gesellschafter. Diese umfassen sowohl feste als auch gewinnabhängige Vergütungen und werden insgesamt unter diesem Posten ausgewiesen. Außerdem wurden dort auch die Aufwendungen der periodenfremden Breakcost im Rahmen des Finanzierungsprozesses in Höhe von TEUR 3.832 (Vorjahr TEUR 0) erfasst.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr durchschnittlich 186 (Vorjahr 161) Arbeitnehmer beschäftigt.

Anzahl
Vertrieb 76
Verwaltung 17
Betrieb 64
Bau 29
  186

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen

Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen eine Beteiligung im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis *
EUR
Eigenkapital *
EUR
Verbundene Unternehmen      
DNS:NET Breitband Internet GmbH, Bernau bei Berlin 100,00% 22.065,48 87.338,27
DNS:NET Netzgesellschaft I Verwaltungs GmbH, Berlin 100,00% 3.312,36 25.778,47
Antennen-Schulze GmbH, Dahme/Mark 100,00% 74.372,39 935.982,07
DNS:NET Netzgesellschaft I GmbH & Co. KG, Berlin 100,00% 5.268.848,2 15.294.765,5
Beteiligungen      
DNS:NET Fiber Networks GmbH, Berlin 50,00% 39.190,51 340.363,89
1st communications GmbH, Berlin 50,00% -1.723,20 13.471,49

* ausgewiesen wird das Eigenkapital zum 31.12.2020 und das Jahresergebnis vom 01.01. bis 31.12.2020

Unbeschränkte Haftung an Unternehmen

Die Gesellschaft ist unbeschränkt haftender Gesellschafter folgender Unternehmen:

Name DNS:NET Netzgesellschaft I GmbH & Co. KG
Sitz Berlin
Rechtsform GmbH & Co. KG

Nachtragsbericht

Zukünftige Auswirkungen der Russland-/Ukraine-Krise und der Covid-19-Pandemie sind derzeit nicht abschätzbar, wobei direkte Effekte aktuell nicht ableitbar sind. Indirekte Effekte, z.B. durch Beschaffungsprobleme, Verzögerungen und Kostensteigerungen sind jedoch zu erwarten. Darüber hinaus sind nach dem Schluss des Geschäftsjahrs keine Vorgänge von besonderer Bedeutung aufgetreten, über die zu berichten wäre.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die DNS:NET Internet Service GmbH haftet als Garantiegeber für Bankverbindlichkeiten der Alleingesellschafterin (verbundenes Unternehmen) in Höhe von TEUR 55.000 zum 30. Juni 2021. Als Sicherheiten sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie Anteile an verbundenen Unternehmen verpfändet.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 131.402 (Vorjahr: TEUR 45.110).

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung eines Zinsrisikos wurden im Jahr 2014 zwei CAPs über einen Betrag von jeweils EUR 3,75 Mio. und einer CAP-Rate von 1% bezogen auf den 3-Monats-EURIBOR mit einer Laufzeit bis zum 31.12.2021 abgeschlossen.

Organmitglieder

Geschäftsführer:

Herr Alexander Lucke, Berlin

Die Angabe des Geschäftsführergehalts ist gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.

Der Beirat setzte sich wie folgt zusammen:

Herr Werner Hanf (Geschäftsführer), Köln (Vorsitzender)

Herr Gustav Egger (Kaufmann), Niedernhausen/Taunus

Herr Peter-Paul Poch (Elektrotechniker), Löhne

Der Beirat erhielt für seine Tätigkeit eine Vergütung in Höhe von TEUR 4.

Der Beirat wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 10. Juni 2021 aufgelöst.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -20.036.376,19 auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Berlin, 28. April 2022

Alexander Lucke, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 09.02.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DNS:NET Internet Service GmbH, Bernau bei Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DNS:NET Internet Service GmbH, Bernau bei Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2021 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DNS:NET Internet Service GmbH, Bernau bei Berlin, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2021 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 29. April 2022

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Karina Frille, Wirtschaftsprüferin

Thorsten Sommerfeld, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

99 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.