AMATec GmbH
Selbe AdresseWärme- und Kältehandel
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Reinhold Dr. Völkert seit 2.3.2026 | Geschäftsführer |
Karl-Heinz Kornwolf seit 1.5.2022 | Geschäftsführer |
Matthias Hartmann seit 14.9.2021 | Prokura |
Christian Klöppel seit 10.7.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbHEschbornKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2020 bis zum 30.09.2020Konzernlagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. April 2020 bis 30. September 2020GRUNDLAGEN DES KONZERNSDie Geschäftstätigkeit der Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH, Eschborn/Deutschland (im Folgenden auch "Techem 671 mbH" genannt) besteht in der Verwaltung des eigenen Vermögens. Dieses Vermögen beinhaltet die am 31. Juli 2018 erworbene mittelbare Beteiligung an der Techem Metering GmbH, Eschborn/Deutschland, und deren Töchtern (im Folgenden auch "Techem Metering Group" genannt). Die Geschäftstätigkeit des Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH Konzerns (im Folgenden auch "Gesellschaft", "Konzern" oder "Gruppe" genannt) umfasst die Geschäftsfelder Energy Services und Energy Contracting. Die Gruppe ist ein Serviceanbieter für smarte und nachhaltige Gebäude. Ausgangspunkt der Tätigkeit von Techem ist die verbrauchsgerechte Abrechnung von Wärme, Warm- und Kaltwasser sowie anderen Betriebskosten, um Transparenz für die Verbraucher zu generieren. Darauf aufbauend decken die Leistungen des Unternehmens die Themen Energiemanagement und Ressourcenschutz, Wohngesundheit und Prozesseffizienz in Immobilien ab. Techem bietet Effizienzsteigerung entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Wärme und Wasser in Immobilien an. Die Produkte und Lösungen des Unternehmens vermeiden jedes Jahr rund 8,5 Millionen Tonnen CO 2. Im Rahmen der Funkfernerfassung von Energieverbrauch in Wohnungen treibt Techem die Vernetzung und die digitalen Prozesse in Immobilien weiter voran und unterstützt dadurch die Digitalisierung der Energiewende. Moderne Funkrauchwarnmelder mit Ferninspektion und Leistungen rund um die Verbesserung der Trinkwasserqualität in Immobilien ergänzen das Lösungsportfolio für die Wohnungswirtschaft. Sofern nicht anders vermerkt, sind alle Beträge in Millionen Euro (Mio. EUR) mit einer Dezimalstelle angegeben. Dabei können in den Tabellen Rundungsdifferenzen von +/- einer Dezimalstelleneinheit auftreten. MANAGEMENTDas Top-Management besteht aus Matthias Hartmann als Vorsitzendem der Geschäftsführung der Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH und Chief Executive Officer des Konzerns sowie Dr.-Ing. Carsten Sürig als Chief Financial Officer und Chief Performance Officer sowie Nicolai Kuß als Chief Sales Officer. GESCHÄFTSENTWICKLUNG DER GRUPPEWeltweit schreitet die Urbanisierung voran; Bis 2050 wird laut Schätzungen der Vereinten Nationen der Anteil der in Städten lebenden Menschen auf fast 70 Prozent ansteigen. Innovative, nachhaltige Technologien werden auch die Städte in den heutigen Schwellenländern sukzessive zu lebenswerten Orten transformieren, so die Prognose des Zukunftsinstituts. Auch die Themen Digitalisierung und Konnektivität bilden einen weltweiten Megatrend. Der Informationsdienst IHS hat prognostiziert, dass sich die Vernetzung von IoT Geräten in den kommenden fünf Jahren mehr als verdoppeln wird, von heute rund 31 Milliarden auf mehr als 75 Milliarden Geräte. Ein drittes globales Phänomen ist der Kampf gegen den Klimawandel. In Europa hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit dem "Green Deal" im Dezember 2019 eine Wachstumsstrategie vorgestellt, die es zum Ziel hat, die Europäische Union bis 2050 klimaneutral zu gestalten. Techem ist weltweit in 20 Ländern aktiv und befindet sich an der Schnittstelle dieser drei Trends. Das Unternehmen sieht sich daher in einer guten Position, denn die Geschäftstätigkeit des Konzerns zahlt auch auf Megatrends wie die Digitalisierung und die Vernetzung sowie den Klimawandel und die damit einhergehende notwendige Ökologisierung im Immobiliensektor ein. Als Partner der deutschen Wohnungswirtschaft entwickeln wir seit mehr als 20 Jahren innovative, funkgestützte Wärmeerfassungslösungen und setzen auf den Einsatz von vernetzten, digitalen Technologien. Bereits heute haben wir bei der digitalen Verbrauchserfassung eine Funkquote von 75,9 Prozent (exklusive Rauchwarnmelder). Unser Anspruch ist es, bevorzugter digitaler Servicepartner der Immobilienwirtschaft zu sein, denn die Digitalisierung und Vernetzung von Wohngebäuden wird zum kritischen Erfolgsfaktor für nachhaltigen und gleichzeitig kostengünstigen Wohnraum. Der Anteil des Gebäudesektors am Energieverbrauch beträgt in Deutschland rund 35 Prozent. Rund 85 Prozent des Energieverbrauchs in Immobilien gehen auf die Erzeugung von Warmwasser und Heizwärme zurück. Um diesen Anteil zu verringern, greifen wir auf die Expertise aus fast 750.000 Gebäuden mit knapp 11,9 Millionen Wohnungen zurück, forschen seit vielen Jahren im Bereich von Energieeffizienzmaßnahmen und wollen damit die Digitalisierung der energietechnischen Infrastruktur vorantreiben. Denn die Verbesserung der Energieeffizienz in Immobilien, insbesondere in Mehrfamilienhäusern, leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Mit dem 2019 von der Bundesregierung verabschiedeten Klimaschutzprogramm 2030 wurden die Vorgaben für Klimaschutz und Energieeffizienz nochmals verschärft und haben schon Einzug in verschiedenste Gesetze gefunden. Bis 2050 soll darüber hinaus der Gebäudebestand nahezu klimaneutral werden. Gleichzeitig halten die Europäische Union und Deutschland am Prinzip "Energy Efficiency First" fest und setzen damit weiterhin auf Energieeffizienz. Trotz der Corona-Pandemie in 2020 halten sowohl die Bundesregierung als auch die EU an ihren Klimaschutzzielen fest. Die durch Corona notwendige Unterstützung der Wirtschaft soll bewusst mit der Weiterentwicklung von Zukunftstechnologien, etwa für CO 2-Vermeidung und Digitalisierung, verbunden werden. All das bringt Techem aus unserer Sicht in eine günstige Marktposition: Die merkliche Reduzierung der CO 2-Emissionen in Immobilien erfordert neben der stärkeren Nutzung regenerativer Energiequellen eine enorme Senkung des Energieverbrauchs. Dabei gilt es, mit innovativen, digitalen technischen Maßnahmen den Investitionsbedarf zu minimieren, um die gesellschaftlichen Kosten der Energiewende in Wohngebäuden möglichst gering zu halten. Forschungsarbeiten von Techem gemeinsam mit Markt- und Branchenpartnern haben zudem erwiesen, dass ein ganzheitlicher, integrierter Ansatz entlang der Wärmewertschöpfungskette einer Immobilie nötig ist, um Energieeffizienzmaßnahmen zuverlässig zum Erfolg zu führen. Eine intelligente Steuerung und Verteilung der Energie im Gebäude sowie die Einbindung erneuerbarer Energien, die Vernetzung von Systemkomponenten und das Monitoring der Anlagentechnik sind wichtige Voraussetzungen für den Erfolg der Wärmewende. Fehlerhafte Einstellungen oder überdimensionierte, veraltete Heizungsanlagen verursachen Unmengen an unnötig verbrauchter Energie und unnötig erzeugten CO 2-Emissionen. Digitale Lösungen, die direkt die Wärmeerzeugung und Wärmeverteilung in Gebäuden beeinflussen und einen sicheren und effizienten Anlagenbetrieb gewährleisten, ermöglichen weitere Effizienzpotenziale entlang der Wärmekette. Digitales Energiemanagement erhöht außerdem die Transparenz über die Energieflüsse und -verbräuche und kann damit auch die Immobiliennutzer unterstützen, ihren Verbrauch und damit auch ihren CO 2-Fußabdruck und ihre Energiekosten zu optimieren. Vor dem Hintergrund der digitalen Energiewende und der Diskussion um steigende Wohnkosten sehen wir Techem mit einem Produktportfolio von der verbrauchsabhängigen Abrechnung über geringinvestive, digital gestützte Energieeffizienzmaßnahmen bis hin zu investiven Maßnahmen wie der Erneuerung der Heizungsanlage oder Errichtung und Betrieb von modernen Blockheizkraftwerken gut positioniert. Dieses Portfolio der Techem Gruppe umfasst im beschriebenen Rumpfgeschäftsjahr sowohl Leistungen der Techem Energy Services als auch der Techem Energy Contracting, die gemeinsam als Partner der Immobilienwirtschaft für ganzheitliches Energiemanagement agieren können, um eine durchgängig digital-optimierte Wärmewertschöpfungskette zu ermöglichen. GESCHÄFTSENTWICKLUNG ENERGY SERVICES DEUTSCHLANDDie Angebote des Geschäftsfeldes Energy Services basieren auf der verbrauchsabhängigen Abrechnung und den dafür eingesetzten Messgeräten, bieten jedoch darüber hinaus nach unserer Überzeugung mehrere wesentliche Vorteile für unsere Kunden und deren Mieter: Senkung der Prozesskosten und Senkung der Energiekosten sowie Erhöhung der Energieeffizienz und damit CO 2-Vermeidung. Der zunehmenden Digitalisierung und der daraus resultierenden geforderten Prozessverzahnung zwischen Kunden und Lieferanten begegnet Energy Services insbesondere durch eine konsequente Ausweitung ihres Serviceangebotes im Bereich Abrechnungsservices. Aktuell prüft Energy Services dieses Angebot auch im Bereich Gewerbeimmobilien weiter auszubauen. Schwerpunkt im Rumpfgeschäftsjahr 2020 waren hier die Themen einfache Abwicklung von Kleinaufträgen, Wechselmanagement und Dokumentenmanagement oder Terminvereinbarung online. Denn schlanke, papierlose und weitestgehend automatisierte Prozesse sparen Zeit, vereinfachen das Zusammenspiel mit den Gebäudenutzern und erleichtern so die Bewirtschaftung der Immobilien. Im Rumpfgeschäftsjahr 2020 ist der Anteil unserer Erfassungs- und Messgeräte (exklusive Rauchwarnmelder), die per Funk abgelesen werden, weiter kontinuierlich auf aktuell 75,9 Prozent gestiegen. Das Projekt "Digitale Infrastruktur" arbeitet seit Anfang 2019 in mehreren Projektteams an technischen Lösungen zur Optimierung dieser digitalen Ableseinfrastruktur. Dabei befindet sich Techem im Rollout einer stationären Ableseinfrastrukturlösung mittels Funksensoren und Smart Readern. Diese Plattformlösung setzt konsequent auf die Kombination der verschlüsselten radio4-Funktechnologie mit stationärer Ablesung, die auf den Kommunikationsstandards GPRS (General Packet Radio Services) oder LTE NB IoT (Long-Term Evolution Narrowband Internet of Things) basiert sowie cloudbasierten Dienstleistungen. Bis zum Ende September 2020 wurden bereits über 81.800 Smart Reader installiert, die knapp 2.960.000 Endgeräte (und zzgl. mehr als 720.000 Rauchwarnmelder) empfangen. Nächster Schritt ist der erweiterte Rollout der neuen Fernausleseinfrastruktur, in dem auch die Bestandsliegenschaften sukzessive mit radio4-Endgeräten ausgestattet und auf die neue Fernausleseinfrastruktur umgestellt werden. Die Techem Energy Services wandelt sich damit zunehmend zum Betreiber einer volldigitalen Messinfrastruktur, auf deren Basis sie und die Techem Energy Contracting Dienstleistungen im Bereich Wohngesundheit, Prozesseffizienz und Ressourcenschutz anbieten. Durch die integrierte Abrechnung, einem Service des Techem Energy Services Tochterunternehmens bautec, erreichen wir eine weitere Senkung der Prozesskosten. Hier bieten wir die Vor- und Nachbereitung der Abrechnung direkt im ERP-System (Enterprise Ressource Planning) des Kunden an. Diese Leistung aus einer Hand soll zu Prozessvereinfachungen sowohl beim Kunden als auch bei Techem führen. Die Steigerung der Servicequalität und Effizienz ist als kontinuierlicher Prozess im Unternehmen vorgesehen. Wir streben hier eine ständige Verbesserung der Servicequalität sowohl für unsere Kunden als auch für deren Mieter an. Grundsätzlich fokussieren sich Techem Energy Services und Techem Energy Contracting auf geringinvestive Produkte und Lösungen, die zuerst die Möglichkeiten der vorhandenen Infrastruktur ausloten, bevor ein Austausch stattfindet. Dank einer Optimierung der vorhandenen Anlagetechnik können in vielen Fällen erhebliche Wärmeeinsparpotenziale genutzt werden. Finanzielle Mehrbelastungen durch die Energiewende in Immobilien lassen sich auf diese Weise verringern oder ganz vermeiden. GESCHÄFTSENTWICKLUNG ENERGY CONTRACTINGDer Energy Contracting-Markt wächst kontinuierlich und ist auf der Anbieterseite stark fragmentiert. Techem zählt zu den größeren Unternehmen in diesem Markt und ist auf die Immobilienversorgung spezialisiert. Neben zunehmenden Aufträgen in Bestandsimmobilien der Wohnungswirtschaft und der Gewerbeimmobilienwirtschaft konnten im Berichtszeitraum ebenfalls wieder umfangreiche Aufträge im Neubaubereich realisiert werden. Bei neu zu erschließenden Wohnquartieren und Gewerbeimmobilien ergeben sich meist Projektzeiträume über mehrere Jahre. Der akquirierte Auftrag wird also in voller Höhe erst zu einem deutlich späteren Zeitpunkt umsatzwirksam. Im Berichtszeitraum haben sich die Energiepreise, die die Wirtschaftlichkeit einiger Contracting-Projekte beeinflussten, wieder stabilisiert und nicht negativ auf den Umsatz ausgewirkt. Die konsequente Weiterführung der Digitalisierung und Optimierung unserer Geschäftsprozesse hat im Berichtszeitraum zu weiteren Kosteneinsparungen beigetragen. Die Weiterentwicklung unserer Portal- und Leitstandslösungen für den Betrieb von Heizungs- und Energieanlagen ist dabei das Kernelement unserer technologischen Entwicklung. Diese erlauben uns eine übersichtliche Darstellung aktueller - also auch unterjähriger - und zurückliegender Verbräuche der Liegenschaften sowie der relevanten aktuellen Energieeffizienz-Parameter der von uns betreuten Anlagen. Dadurch ist ein frühzeitiges Eingreifen bei Auffälligkeiten im Energie- und Ressourcenverbrauch möglich, wodurch dauerhafte und nachhaltige Endenergieeinsparungen und damit einhergehende CO 2-Emissionsvermeidungen für unsere Kunden erreicht werden sollen. Techem Energy Contracting bietet privaten und öffentlichen Immobilieneigentümern, Vermietern, Genossenschaften sowie Bauträgern und Projektentwicklern:
Nach unserer Überzeugung profitieren die Kunden dabei unter anderem von:
Mit den Leistungsbausteinen "Energetische Modernisierung für Bestandsimmobilien", "Energieversorgungssysteme für Neubauten und komplexe Liegenschaften", "Einfacher Einstieg mit Wärmelieferung zum Festpreis" und "Versorgung auch umfangreicher Liegenschaftsportfolios" bietet das Geschäftsfeld Energy Contracting Komplettlösungen über alle Immobilientypen und Technologien hinweg. Seit dem 1. Oktober 2020 firmiert die Techem Energy Contracting GmbH unter dem Namen Techem Solutions GmbH. GESCHÄFTSENTWICKLUNG ENERGY SERVICES INTERNATIONALDie internationalen Einheiten von Techem gehören zum Geschäft der Techem Energy Services. In diesem Abschnitt wird zur besseren Vergleichbarkeit der Finanzkennzahlen das Rumpfgeschäftsjahr 2020 mit dem korrespondierenden Vorjahreszeitraum verglichen. Im zurückliegenden Rumpfgeschäftsjahr 2020 wurde im internationalen Energy Services Geschäft das EBITDA gesteigert; das Umsatzwachstum konnte wegen der beginnenden Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 nicht weitergeführt werden. Der Fokus liegt weiter auf den bereits erschlossenen Ländern. Dort sind die makroökonomischen und rechtlichen Voraussetzungen gegeben, um die verbrauchsabhängige Abrechnung mit Energiemanagement-Lösungen anzubieten. Die Verabschiedung der Energieeffizienzrichtlinie der Europäischen Union (EED) verpflichtet die EU-Mitglieder, nationale Verordnungen für die verbrauchsabhängige Abrechnung einzuführen. Ein strategisches Ziel ist daher der weitere Ausbau unserer internationalen Geschäftsaktivitäten. Wir streben ein gezieltes, nachhaltiges Umsatzwachstum, eine ständige Steigerung des operativen Gewinns sowie den kontinuierlichen Ausbau der installierten Basis von Geräten und damit den Ausbau unserer Marktanteile in verschiedenen Ländern an. WESTEUROPA Die zu der Region Westeuropa zählenden Länder sind Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Norwegen, Schweden, die Schweiz und Spanien. Es ist gelungen, den Gerätebestand in einigen Ländern zu halten und in anderen Ländern zu steigern; einige Länder verzeichneten weniger Geräteverkäufe aufgrund des wirtschaftlichen Umfeldes im Rahmen des Corona-Lockdowns. Unsere Tochtergesellschaften in Österreich, der Schweiz und Frankreich konnten sowohl den Umsatz als auch das EBITDA im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigern. Techem Spanien behauptete sich in einem Marktumfeld mit geringer Nachfrage und blieb auf einem ähnlichen Niveau wie in der Vergleichsperiode. Positiv ist hier allerdings die Verabschiedung der EED-Gesetzgebung im August 2020, von der wir uns Impulse für die folgenden Jahre versprechen. Die Entwicklungen in Belgien, Luxemburg und den Niederlanden sind trotz des schwierigen Marktumfeldes grundsätzlich positiv: obwohl der Umsatz in Summe leicht rückläufig ist, konnte das EBITDA in Summe aufgrund von Effizienzsteigerungen erhöht werden. In Dänemark gab es eine leichte Verringerung von Umsatz und EBITDA aufgrund eines positiven Einmaleffektes in der Vergleichsperiode. Ursächlich dafür war die Umstellung der Abrechnungsperioden bei vielen Energieversorgern im Kalenderjahr 2019, die zu einer zweimaligen Erstellung der Abrechnung in einigen Objekten durch unsere dänische Tochtergesellschaft geführt hatte. In Italien hat sich bei neutraler Umsatzentwicklung das EBITDA positiv verändert. Ursächlich dafür sind steigende Service- und Mietumsätze in Verbindung mit Effizienzsteigerungen. In Norwegen wurde ebenfalls eine EBITDA-Verbesserung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erreicht. Dort läuft das Pilotprojekt im Bereich E-mobility/E-charging weiter. In der operativen schwedischen Gesellschaft konnte das EBITDA ebenfalls leicht gesteigert werden. OSTEUROPA Zu dieser Region zählen Bulgarien, Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien und Ungarn. Im Rumpfgeschäftsjahr 2020 war bei unseren Tochtergesellschaften aufgrund der starken lokalen Restriktionen infolge der Corona-Pandemie der Geräteverkauf rückläufig, wobei die Dienstleistungen leicht über dem Vorjahresniveau lagen und das Portfolio immer noch leicht angewachsen ist. Dabei ist auch zu beachten, dass die lokalen Währungen teilweise gegenüber dem Euro abgewertet haben. Die Entwicklung in den Ländern der Region ist unterschiedlich wegen unterschiedlichem Ausmaß und unterschiedlicher Dauer der pandemischen Sonderregelungen, wobei negative EBITDA-Effekte mit diversen Sparmaßnahmen bezüglich Personalkosten, IT-Kosten, Reise- und Bürokosten sowie dem Erhalt staatlicher Subventionen in einigen Ländern sogar überkompensiert wurden. Der strenge Lockdown der Wirtschaft in Polen im Frühjahr 2020 hatte einen negativen Umsatzeffekt, vor allem im Verkauf von Geräten. Trotz der Situation gelang es, das Portfolio leicht zu erhöhen und die Wettbewerbsposition zu halten. In der Slowakei gab es auch einen Umsatzrückgang im Vergleich zur Vergleichsperiode, was auf lokale, sehr strenge Sicherheitsbeschränkungen im Rahmen der Corona-Pandemie zurückzuführen ist. Tschechien und Bulgarien haben die erste Corona-Welle in punkto Umsatz und EBITDA relativ stabil und gut überstanden. In Ungarn konnte der Umsatz gesteigert werden, in Rumänien war der Umsatz leicht rückläufig. SONSTIGE MÄRKTE In den Vereinigten Arabischen Emiraten waren Umsatz und EBITDA wegen der Corona-Pandemie rückläufig. Die Restrukturierung der lokalen Gesellschaften (Liquidation der Techem Energy Services Middle East FZCO) wurde fortgesetzt, damit in Zukunft alle Geschäftsprozesse operativ aus einer Gesellschaft geführt werden können (Techem Energy Services LLC). In Brasilien war die Geschäftsentwicklung schwierig. Neben dem negativen Einfluss der Corona-Pandemie wurden die Zahlen durch eine negative Kursentwicklung des brasilianischen Real zum Euro schwer belastet. Trotzdem ist der weitere Ausblick positiv zu beurteilen. Unsere indische Tochtergesellschaft wurde im Oktober 2020 liquidiert. WERTSTEIGERUNGSPROGRAMM ENERGIZE-TGemeinsam mit unseren Gesellschaftern wurde im Herbst 2018 das konzernweite Wertsteigerungsprogramm ENERGIZE-T aufgesetzt, das die laufenden Projekte sowohl der Techem Energy Services als auch der Techem Energy Contracting konsolidiert und bei den neu aufzusetzenden Projekten eine Steuerung des Projektportfolios aus einer Hand ermöglichen soll. Die Maßnahmen aus dem Operational Excellence Programm werden darin weiterhin in den internationalen Einheiten fokussiert ausgerollt. Neben der Weiterentwicklung des Prozessmodells werden wachstumsunterstützende Themenfelder mehr und mehr gruppenweit angegangen. Somit wird sichergestellt, dass eine gesamthafte Kapital- und Ressourcenallokation auf die wichtigsten Projekte zur Weiterentwicklung von Techem erfolgt. Das Programm unterteilt sich in die vier Säulen (1) Quality & Performance, (2) Digitale Geschäftsplattform, (3) Beschleunigtes Wachstum und (4) Kultureller Wandel. Damit sollen konsequent die operative Leistungsfähigkeit im Kerngeschäft, die Digitalisierung des Geschäftsmodells, die Nutzung aller Wachstumshebel und der kulturelle Wandel des Unternehmens hin zu einer agilen Organisation sichergestellt werden. Quality & Performance: Durch das Operations Excellence-Programm der letzten Jahre wurde die Qualität unserer Services in den einzelnen Stufen der Leistungserbringung konsequent verbessert. Durch eine End-to-end Betrachtung entlang der gesamten Wertschöpfungskette wird nun eine weitere Optimierung angestrebt. Des Weiteren soll das Kundenerlebnis durch Portallösungen, Online-Lösungen etc. sowie auch durch die Verschränkung aller Kommunikationskanäle weiter verbessert und vereinfacht werden. Mit der Methode Lean/SixSigma konnten erste Prozessverbesserungen bereits realisiert werden; durch eine systematische Schulung von Mitarbeitern sollen auch in den kommenden Jahren weitere Potentiale gehoben werden. Qualität, Kosteneffizienz, sowie Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit gehen dabei Hand in Hand. Digitale Geschäftsplattform: Die flächendeckende Umstellung der Infrastruktur auf Funksensoren und Smart Reader in Verbindung mit moderner Cloud-Technologie ermöglicht es, den Einsatz und die Fernablesung unserer Mess- und Steuerungstechnik zur Energieeffizienzsteigerung und CO 2-Vermeidung auszuweiten. Die Anbindung an unsere IT-Plattform gibt uns die Möglichkeit, Geschäftsvorgänge für und mit unseren Kunden effizient und fehlerfrei abzuwickeln. Durch die zunehmende Anwendung moderner Methoden in der Cloud bauen wir die analytische Basis für zukünftige digitale Services. Die IT-Entwicklung wurde personell verstärkt, externe Scrum-Teams werden zunehmend internalisiert und die Organisation ist an den maßgeblichen Feldern zur Weiterentwicklung unseres Geschäftsmodells ausgerichtet. Die Umsetzung der Digitalen Geschäftsplattform verläuft aus unserer Sicht nach Plan, die flächendeckende Umstellung auf Smart Reader ist in vollem Gange. Beschleunigtes Wachstum: Mit den Prozessverbesserungen im Kerngeschäft und unserer neuen Infrastruktur wollen wir die Voraussetzungen schaffen, in allen Geschäftsfeldern von Techem einen Wachstumspfad einzuschlagen. Die konzernweiten Lösungen werden bei Energy Services und Energy Contracting, im Inland wie im Ausland, im Produktbestand und bei neuen Produkten und Services Anwendung finden. Durch eine Neuorientierung im Vertrieb und im Kundenmanagement sehen wir bereits deutliche Performance-Steigerungen, ebenfalls durch die Neuausrichtung des Vertriebes innerhalb der Techem Energy Contracting. Die Techem Energy Contracting GmbH bündelt dabei seit dem 1.Oktober 2020 als Techem Solutions GmbH alle Produkte im Bereich Energie Effizienz, die Techem Energy Services wird konsequent zu einem Digitalen Service Provider für die Immobilienwirtschaft ausgebaut. Ein gruppenweites Performancemanagementsystem im Vertrieb unterstützt die konsequente Marktausschöpfung im Kerngeschäft. Länderspezifisch wurden Einzelstrategien im Ausland erarbeitet, um auch hier den Wachstumspfad konsequent weiterzuverfolgen, das Portfolio als Ganzes steht dabei immer im Fokus, um auch kurzfristige Marktchancen in einigen Ländern adressieren zu können, aber auch um zu hinterfragen, wenn mittelfristig kein adäquater Wachstumsbeitrag zu erwarten ist. Kultureller Wandel: Zur Umsetzung unseres Wertsteigerungsprogramms wollen wir die Mitarbeiter fordern und weiter fördern. Die verstärkte Nutzung agiler Arbeitsmethoden, die Förderung des eigenen Engagements und eine klare Kundenorientierung soll der Rahmen für den kulturellen Wandel zum Digital Service Provider sein. Zu diesem kulturellen Wandel gehört auch eine noch intensivere Information und Einbindung der Führungskräfte und Mitarbeiter sowie die regelmäßige Abfrage des Stimmungsbildes, etwa durch wöchentliche Puls-Check Umfragen, die einen schnellen, fokussierten Blick auf einzelne Aspekte des Mitarbeiter-Engagements erlauben und dem Management so eine schnelle Reaktion ermöglichen. Zusätzlich ist es unser Ziel und unser Anspruch, die Führungskultur und -fähigkeiten noch stärker in der Organisation weiter zu entwickeln und dazu Führungskräften die richtigen und hilfreichen Werkzeuge für die Führungsarbeit an die Hand zu geben. Daher setzt Techem seit Mai 2020 ein Werkzeug zur Messung von Führungsverhalten ein: den OCI (Organizational Culture Inventory). Im Rumpfgeschäftsjahr wurde das vorhandene Portfolio an internen Projekten regelmäßig im Rahmen von Projektklausuren, Steuerungskreisen, Deep Dives und weiteren Formaten auch mit unseren Investoren überprüft und mit Fokus auf die Ziele von ENERGIZE-T gesteuert. WIRTSCHAFTSBERICHTDie wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns und seiner Geschäftsfelder werden mithilfe von finanziellen Kennzahlen gesteuert. Die steuerungsrelevanten finanziellen Kennzahlen sind Umsatz, EBITDA und Free Cashflow. Der Stichtag für den Jahresabschluss des Konzerns wurde auf den 30. September eines Kalenderjahres verlegt (vgl. Konzernanhang B. ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE). Diese Änderung findet erstmalig zum 30. September 2020 Anwendung. Daraus resultiert, dass für Bewegungsdaten (z.B. Umsatz) 6 Monate (Rumpfgeschäftsjahr 2020) mit 12 Monaten (Geschäftsjahr 2019/2020) verglichen werden. Die Aussagekraft dieser Vergleiche ist sehr eingeschränkt. Das gilt auch für die Abschnitte "Finanz- und Vermögenslage" und "Kapitalflussrechnung". Das Rumpfgeschäftsjahr 2020 beinhaltet dabei die umsatzschwächeren Monate der zyklisch verlaufenden unterjährigen Geschäftsentwicklung von Techem. Das EBITDA des Konzerns liegt im Rumpfgeschäftsjahr 2020 bei 122,1 Mio. EUR, wobei ein Umsatz von 317,1 Mio. EUR erzielt wurde. Im Geschäftsjahr 2019/2020 betrug das EBITDA 350,5 Mio. EUR bei 779,5 Mio. EUR Umsatz. In den folgenden Punkten werden diese Zahlen weiter erläutert. Der Bereich Wassertechnik ist mit Beginn des Rumpfgeschäftsjahres 2020 vom Geschäftsfeld Energy Services in das Geschäftsfeld Energy Contracting umgegliedert worden (vgl. Konzernanhang E. ERLÄUTERUNGEN ZU POSTEN DER BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 7. Immaterielle Vermögenswerte). ERTRAGSLAGE Umsatz Der Konzernumsatz des Berichtszeitraums beträgt 317,1 Mio. EUR (Geschäftsjahr 2019/2020: 779,5 Mio. EUR) im Vergleich zu 313,1 Mio. EUR im korrespondierenden Vorjahreszeitraum. Das Geschäftsfeld Energy Services weist dabei Außenumsätze von 288,2 Mio. EUR aus (Geschäftsjahr 2019/2020: 688,5 Mio. EUR). Davon entfallen 204,2 Mio. EUR auf den Bereich Energy Services Deutschland (Geschäftsjahr 2019/2020: 504,8 Mio. EUR). Die verbleibenden Umsätze dieses Geschäftsfeldes von 84,0 Mio. EUR wurden im Ausland erzielt (Geschäftsjahr 2019/2020: 183,7 Mio. EUR). Das Geschäftsfeld Energy Contracting verzeichnet Umsatzerlöse von 28,9 Mio. EUR (Geschäftsjahr 2019/2020: 91,0 Mio. EUR). Demgegenüber stehen im Konzern Produktkosten und bezogene Leistungen von 57,3 Mio. EUR (Geschäftsjahr 2019/2020: 156,5 Mio. EUR). Des Weiteren beläuft sich der Personalaufwand auf 109,1 Mio. EUR (Geschäftsjahr 2019/2020: 207,1 Mio. EUR). Die Sonstigen Aufwendungen betragen 41,9 Mio. EUR (Geschäftsjahr 2019/2020: 94,0 Mio. EUR). Umsatz nach Geschäftsfeldern
Umsatz nach Regionen
Der Anteil der Umsätze, der in Deutschland im Berichtszeitraum erwirtschaftet wurde, beträgt 73,5 Prozent (Geschäftsjahr 2019/2020: 76,4 Prozent). EBITDA Das EBITDA des Rumpfgeschäftsjahres 2020 beträgt 122,1 Mio. EUR im Vergleich zu 124,5 Mio. EUR im korrespondierenden Vorjahreszeitraum. Davon entfallen 115,0 Mio. EUR auf das Segment Energy Services und 7,1 Mio. EUR auf das Segment Energy Contracting. Das EBITDA des Geschäftsjahres 2019/2020 betrug 350,5 Mio. EUR. Davon entfielen 335,9 Mio. EUR auf das Segment Energy Services und 14,6 Mio. EUR auf das Segment Energy Contracting. Im aktuellen Berichtszeitraum ist das EBITDA signifikant durch Sondereinflüsse im unteren zweistelligen Mio.-Bereich geprägt. Sie betreffen im Wesentlichen das Segment Energy Services. Es handelt sich bei den Sondereinflüssen überwiegend um Beratungskosten und sonstigen betrieblichen Aufwand im Rahmen des Wertsteigerungsprogramms ENERGIZE-T. Auch im Geschäftsjahr 2019/2020 war das EBITDA signifikant durch Sondereinflüsse im mittleren zweistelligen Mio.-Bereich geprägt. Sie betrafen im Wesentlichen das Segment Energy Services. Es handelte sich bei den Sondereinflüssen überwiegend um Beratungskosten und sonstigen betrieblichen Aufwand im Rahmen des Wertsteigerungsprogramms ENERGIZE-T. Jahresergebnis Der Jahresfehlbetrag des Konzerns liegt bei 82,8 Mio. EUR im Rumpfgeschäftsjahr 2020. Die Abschreibungen im Berichtszeitraum betrugen 116,7 Mio. EUR. Der Jahresfehlbetrag des Konzerns lag bei 92,2 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2019/2020. Die Abschreibungen im vorangegangenen Berichtszeitraum betrugen 236,3 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten aus der Bewertung von Sicherungsinstrumenten haben sich zum 30. September 2020 im Vergleich zum 31. März 2020 nur marginal verändert. Daher wird im aktuellen Berichtszeitraum nur ein marginaler Netto-Gewinn aus der Bewertung von Sicherungsinstrumenten erfasst. Bei den Sicherungsinstrumenten handelt es sich um Zinsswaps. Der Begriff "Sicherungsinstrument" wird im Konzernlagebericht nicht im Sinne des IFRS 9 verwendet, sondern es wird auf eine rein ökonomische Betrachtungsweise abgestellt. Der Zinsaufwand liegt bei 99,3 Mio. EUR (vgl. Abschnitt "Finanzrisiken"). Im Vergleichszeitraum belief sich der Netto-Verlust aus der Bewertung von Sicherungsinstrumenten auf 2,7 Mio. Der Zinsaufwand lag bei 207,9 Mio. EUR. Zusätzlich waren Erträge aus Debt Modifications gemäß IFRS 9 in Höhe von 21,5 Mio. EUR erfasst, die aus Repricings der Facility B im Juli 2019 und Januar 2020 resultierten. Im Steuerergebnis im Berichtszeitraum wurde ein Ertrag von 10,4 Mio. EUR erfasst. Dabei verringerte sich einerseits der Aufwand aus Ist-Steuer im Vergleich zum Vergleichszeitraum als Folge des verkürzten Wirtschaftsjahres. Andererseits ist der latente Steuerertrag im Vergleich angestiegen, da der Zinsaufwand durch das Rumpfgeschäftsjahr geringer ist und es im Gegensatz zum Geschäftsjahr 2019/2020 keine Refinanzierungen gegeben hat. Im Geschäftsjahr 2019/2020 war ein Aufwand von 18,2 Mio. EUR erfasst worden, der im Wesentlichen durch einen steuerlich begrenzten Abzug von Zinsaufwendungen als Betriebsausgaben begründet war. FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE Investitionen
Im Berichtszeitraum wurden 59,8 Mio. EUR investiert (Geschäftsjahr 2019/2020: 120,4 Mio. EUR). Davon entfallen 51,0 Mio. EUR auf das Segment Energy Services (Geschäftsjahr 2019/2020: 102,9 Mio. EUR) und 8,8 Mio. EUR auf das Segment Energy Contracting (Geschäftsjahr 2019/2020: 17,5 Mio. EUR). Der Konzern investierte insbesondere in Mess- und Regeltechnik in Höhe von 36,4 Mio. EUR (Geschäftsjahr 2019/2020: 75,2 Mio. EUR). Die Investitionen in Sachanlagen betrugen 10,6 Mio. EUR (Geschäftsjahr 2019/2020: 22,4 Mio. EUR). Zudem investierte der Konzern 12,8 Mio. EUR in immaterielle Vermögenswerte (Geschäftsjahr 2019/2020: 22,8 Mio. EUR). Die wesentlichen Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten im Berichtszeitraum betreffen die weitere Entwicklung des Techem Smart System 3 (TSS3), die Dispositions-Software sowie die Entwicklung einer neuen Datenaustausch-Plattform für Kunden und Partner. Die wesentlichen Zugänge bei immateriellen Vermögenswerten im vorangegangenen Berichtszeitraum betrafen die neue Dispositions-Software sowie die Entwicklung des Techem Smart System 3 (TSS3). VERMÖGENS- UND KAPITALSTRUKTUR Konzernbilanz
Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vergleichszeitpunkt um 3,0% gesunken. Das kurzfristige Vermögen verminderte sich in Summe um 119,4 Mio. EUR. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind um 62,8 Mio. EUR gesunken. Diese Abnahme resultiert im Wesentlichen aus der Nettorückzahlung von Finanzverbindlichkeiten (-70,1 Mio. EUR; davon -60,0 Mio. EUR Revolving Credit Facility und -10,1 Mio. EUR Leasingverbindlichkeiten), Investitionen (-59,8 Mio. EUR) sowie die gezahlten/erhaltenen Zinsen (-45,2 Mio. EUR). Gegenläufig ist der Zahlungsmittel-Zufluss aus betrieblicher Geschäftstätigkeit (+113,9 Mio. EUR). Vertragliche Vermögenswerte sind um 67,7 Mio. EUR gesunken. Sie stellen im Wesentlichen die abgegrenzten Erlöse aus den Ablesungs- und Abrechnungsleistungen dar. Diese Leistungen wurden erbracht, sind aber am Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Bereich Energy Services Deutschland und wird durch die Saisonalität des Geschäftes verursacht. Die Vorräte wurden um 12,0 Mio. EUR erhöht, um mögliche Beschaffungsrisiken vor dem Hintergrund der anhaltenden Corona-Pandemie zu minimieren. Das langfristig gebundene Vermögen ist in Summe um 52,6 Mio. EUR gesunken. Die immateriellen Vermögenswerte haben sich um 52,5 Mio. EUR vermindert. Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 2.254,3 Mio. EUR (31. März 2020: 2.255,8 Mio. EUR), Kundenbeziehungen in Höhe von 1.949,6 Mio. EUR (31. März 2020: 1.999,3 Mio. EUR) sowie die Handelsmarke Techem 214,6 Mio. EUR (31. März 2020: 214,7 Mio. EUR). Die Verringerung der immateriellen Vermögenswerte ist im Wesentlichen durch planmäßige Abschreibungen und gegenläufig durch Investitionen von 12,8 Mio. EUR verursacht. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten haben sich in Summe um 60,1 Mio. EUR vermindert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 12,7 Mio. EUR gesunken. Dieser Rückgang ist durch mehrere Einzeleffekte bedingt. Der größte Effekt (-4,8 Mio. EUR) kommt aus dem Geschäftsfeld Energy Contracting und resultiert aus der Tatsache, dass in den Sommermonaten der tatsächliche Energieverbrauch geringer ist als die Abschläge an die Energielieferanten. Dadurch entstehen Forderungen statt Verbindlichkeiten gegenüber den Energielieferanten. Die vertraglichen Verbindlichkeiten haben sich um 37,5 Mio. EUR reduziert. Ursächlich dafür sind die für das Kalenderjahr 2020 vorschüssig fakturierten Leistungen (Miete und Wartung), die zum 30. September 2020 in deutlich höherem Umfang bereits erbracht waren als zum 31. März 2020. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern haben sich um 44,1 Mio. EUR erhöht. Grund dafür ist, dass die aufgelaufenen Zinsen aus dem Gesellschafterdarlehen zum vorangegangenen Stichtag durch entsprechende Erhöhung des Darlehens kapitalisiert wurden. Im Gegensatz dazu besteht zum aktuellen Stichtag eine Zinsverbindlichkeit aus dem Gesellschafterdarlehen für die Zinsperiode vom 1. April 2020 bis zum 30. September 2020. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten haben sich um 57,3 Mio. EUR vermindert. Wesentliche Ursache dafür ist verminderte Inanspruchnahme der Revolving Credit Facility zum 30. September 2020 (40,0 Mio. EUR) im Vergleich zum 31.3.2020 (100,0 Mio. EUR). Die langfristigen Verbindlichkeiten sind zum 30. September 2020 in Summe um 25,1 Mio. EUR niedriger als zum Vergleichszeitpunkt. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind um 5,9 Mio. EUR gestiegen. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten per 30. September 2020 bestehen aus der Facility B (Buchwert gemäß Effektivzinsmethode: 1.100,4 Mio. EUR; 31. März 2020: 1.096,2 Mio. EUR), den Senior Secured Notes (Buchwert gemäß Effektivzinsmethode: 1.137,8 Mio. EUR; 31. März 2020: 1.137,0 Mio. EUR) sowie den Senior Notes (Buchwert gemäß Effektivzinsmethode: 403,5 Mio. EUR; 31. März 2020: 402,7 Mio. EUR). Latente Steuerverbindlichkeiten sind um 32,2 Mio. EUR gesunken. Diese Verringerung hängt im Wesentlichen mit der oben beschriebenen planmäßigen Abschreibungen der Immateriellen Vermögenswerte zusammen. Das Eigenkapital ist im Vergleich um 86,8 Mio. EUR gesunken. Die Eigenkapitalquote beträgt 3,1%. Die Reduzierung des Eigenkapitals ist im Wesentlichen durch das Jahresergebnis von -82,8 Mio. EUR bedingt (vgl. Abschnitt "Jahresergebnis" im Wirtschaftsbericht). Kapitalflussrechnung
1) inklusive Veränderung sonstige Beteiligungen und Ausleihungen +0,5 Mio. EUR (Geschäftsjahr 2019/2020: -0,2 Mio. EUR) Der Mittelzufluss aus betrieblicher Geschäftstätigkeit liegt im Rumpfgeschäftsjahr 2020 bei 113,9 Mio. EUR. Das EBITDA beträgt 122,1 Mio. EUR. Die Veränderung des Working Capital liegt bei 52,3 Mio. EUR. Darin enthalten ist die Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+21,2 Mio. EUR), die Veränderung der vertraglichen Vermögenswerte (+67,7 Mio. EUR), die Veränderung der abgegrenzten Forderungen (-14,6 Mio. EUR), die Veränderung der Vorräte (-12,1 Mio. EUR) sowie die Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-9,9 Mio. EUR). Der Mittelzufluss aus betrieblicher Geschäftstätigkeit lag im Geschäftsjahr 2019/2020 bei 312,2 Mio. EUR. Das EBITDA betrug 350,5 Mio. EUR. Die Veränderung des Working Capital lag bei -32,3 Mio. EUR. Darin enthalten waren die Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (-3,1 Mio. EUR), die Veränderung der vertraglichen Vermögenswerte (-8,6 Mio. EUR), die Veränderung der abgegrenzten Forderungen (-1,0 Mio. EUR), die Veränderung der Vorräte (-2,9 Mio. EUR) sowie die Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-16,7 Mio. EUR). Die Veränderung des Anlagevermögens, inklusive der Veränderungen sonstige Beteiligungen und Ausleihungen, beläuft sich im aktuellen Berichtszeitraum auf -58,4 Mio. EUR. Darin sind die Auszahlungen für Investitionen von 59,8 Mio. EUR enthalten (vgl. Abschnitt "Finanz- und Vermögenslage"). Gegenläufig gab es Einzahlungen aus Anlagenabgängen von 0,9 Mio. EUR sowie Zahlungsmittelzuflüsse aufgrund Veränderung sonstiger Beteiligungen und Ausleihungen von 0,5 Mio. EUR. Die Veränderung des Anlagevermögens, inklusive der Veränderungen sonstige Beteiligungen und Ausleihungen, belief sich im Geschäftsjahr 2019/2020 auf -118,0 Mio. EUR. Darin waren Auszahlungen für Investitionen von 120,4 Mio. EUR enthalten (vgl. Abschnitt "Finanz- und Vermögenslage"). Gegenläufig gab es Einzahlungen aus Anlagenabgängen von 2,6 Mio. EUR sowie Zahlungsmittelabflüsse aufgrund Veränderung sonstiger Beteiligungen und Ausleihungen von 0,2 Mio. EUR. Im Rumpfgeschäftsjahr 2020 gab es keine Veränderungen im Konsolidierungskreis und daher auch keine daraus resultierenden Zahlungsmittelveränderungen. Die Veränderung Konsolidierungskreis war im Geschäftsjahr 2019/2020 auf den Erwerb der Gesellschaft APJAR-TEVYB s.r.o. Novy Jicin/Tschechien, (Zahlungsmittelabgang 0,1 Mio. EUR), den Erwerb der Gesellschaft BFW Ternes GmbH, Köln/Deutschland, (Zahlungsmittelabgang 23,9 Mio. EUR) sowie die Veräußerung der Gesellschaft Techem Enerji Hizmetleri Sanayi ve Ticaret Limited Şirketi, Istanbul/Türkei, im Rahmen eines Management-Buy-Out (Zahlungsmittelabgang von 0,1 Mio. EUR) zurückzuführen. Insgesamt ergibt sich für das Rumpfgeschäftsjahr 2020 ein Free Cashflow von 55,5 Mio. EUR im Vergleich zu 71,5 Mio. EUR im korrespondierenden Vorjahreszeitraum. Der Free Cashflow im Geschäftsjahr 2019/2020 betrug 170,1 Mio. EUR. Im Berichtszeitraum ist bei den Nettoveränderungen der Finanzverbindlichkeiten ein Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 70,1 Mio. EUR zu verzeichnen. Dieser resultiert in Summe aus der Revolving Credit Facility (Nettozahlungsmittelabgang von insgesamt 60,0 Mio. EUR durch eine weitere Ziehung von 90,0 Mio. EUR im April 2020 sowie Tilgungen von 150,0 Mio. EUR in Summe im Juni, Juli und September 2020) sowie den Leasingverbindlichkeiten (Zahlungsmittelabgang von 10,1 Mio. EUR durch Tilgung). Im Vergleichszeitraum war bei den Nettoveränderungen der Finanzverbindlichkeiten ein Zahlungsmittelzufluss in Höhe von 29,8 Mio. EUR zu verzeichnen. Dieser resultierte in Summe aus dem Term Loan B (Zahlungsmittelabgänge von 50 Mio. EUR durch die freiwillige Tilgung im August 2019), der Revolving Credit Facility (Zahlungsmitteleingang von 100 Mio. EUR durch Ziehung im März 2020) sowie den Leasingverbindlichkeiten (Zahlungsmittelabgang von 20,2 Mio. EUR durch Tilgung). Gezahlte Zinsen liegen bei 45,5 Mio. EUR. Diese resultieren im Wesentlichen aus den vierteljährlichen Zahlungen für den Term Loan B sowie den halbjährlichen Zahlungen für die Senior Secured Notes und die Senior Notes. Erhaltene Zinsen wurden in Höhe von 0,3 Mio. EUR gebucht. Zudem fielen zahlungswirksame Transaktionskosten aus der Refinanzierung im Januar 2020 (vgl. Abschnitt "Finanzrisiken") von 2,7 Mio. EUR an. Gezahlte Zinsen lagen bei 129,6 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2019/2020. Diese resultierten im Wesentlichen aus den vierteljährlichen Zahlungen für den Term Loan B sowie den halbjährlichen Zahlungen für die Senior Notes. Erhaltene Zinsen waren in Höhe von 0,6 Mio. EUR gebucht worden. Zudem waren zahlungswirksame Transaktionskosten aus dem Repricing im Juli 2019 und der Refinanzierung im Januar 2020 von 7,1 Mio. EUR angefallen. PERSONALZum Stichtag 30. September 2020 waren im Konzern 3.743 Mitarbeiter beschäftigt (ohne assoziierte Unternehmen). Somit ist der Personalbestand im Vergleich zum Vorjahr (3.650) um 2,54 Prozent angestiegen. Treiber waren vor allem zusätzliche Einstellungen im IT-Bereich sowie in geringerem Maße im Vertrieb, die im Rahmen des Wertsteigerungsprogramms ENERGIZE-T als wichtiger Grundstein für das weitere Wachstum des Unternehmens erkannt wurden. AUSBILDUNG Traditionsgemäß investieren wir weiter in die Ausbildung des eigenen Nachwuchses. Dieser setzt sich aus 66 Auszubildenden und 21 DH (Duale Hochschule) Studierenden, die zum 30. September 2020 an acht deutschen Standorten beschäftigt waren, zusammen. In Kooperation mit der DHBW (Duale Hochschule Baden-Württemberg) in Mannheim, Stuttgart und Karlsruhe sowie der hda (Hochschule Darmstadt) ermöglichen wir folgende Studiengänge:
Außerdem bieten wir die IHK-Ausbildung zum/zur Kaufmann/-frau für Büromanagement an. Des Weiteren hat sich die in 2017 neu eingeführte IHK-Ausbildung zum/zur Fachinformatiker(in) (SI) bewährt, es befinden sich aktuell 11 Auszubildende in diesem Ausbildungsberuf. Erstmals haben wir im Geschäftsjahr 2019/2020 begonnen, Anlagenmechaniker(innen) an den Standorten Berlin und Eschborn auszubilden. Im August 2020 startete die erste Auszubildende zur Kauffrau für Marketingkommunikation. QUALIFIZIERUNG Die Anforderungen unserer Kunden und der eigene Anspruch an die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen erfordert eine kontinuierliche Entwicklung und Qualifizierung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Führungskräfte. Daher haben wir auch im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr umfangreich in die Schulung unserer Belegschaft investiert. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fanden insgesamt 371 Qualifizierungsmaßnahmen statt, 318 davon wurden intern durchgeführt. Aufgrund der voranschreitenden Digitalisierung wurden davon 186 bereits virtuell durchgeführt. Durchschnittlich nahm jede(r) Mitarbeiter(in) an 1,4 Tagen an einer Qualifizierungsmaßnahme teil. Mit STEP bieten wir unseren identifizierten Potenzialträgern ein systematisches Entwicklungsprogramm an. Dieses bereitet sie strukturiert auf eine zukünftige Führungs- oder Expertenrolle vor. Führungskräfte haben die Option, sich ein Führungsfeedback von ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geben zu lassen. Für alle gibt es das 360 Grad Feedback. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter erhält einmal im Jahr eine Leistungsbeurteilung in Form des Mitarbeitergesprächs, welches sie/er unterjährig erweitern kann. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGForschung und Entwicklung sind für uns wichtige Mittel zur Sicherung und Steigerung unserer Wettbewerbsposition und sollen einen erheblichen Beitrag zu einer gesicherten Zukunft des Konzerns liefern. Im Rumpfgeschäftsjahr 2020 ist Aufwand für Forschung und Entwicklung in Höhe von 2,3 Mio. EUR angefallen (enthalten in den Produktkosten und bezogenen Leistungen, den Personalaufwendungen sowie in den sonstigen Aufwendungen). Zum 30. September 2020 waren 42 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung tätig. Zu den wesentlichen Aufgaben des Bereiches gehören die ständige Weiterentwicklung und technische Verbesserung bestehender End- und Systemgeräte, die Entwicklung und Weiterentwicklung hoch verfügbarer Lösungen für die funkbasierte Fernablesung oder die funkgestützte Überwachung von Rauchwarnmeldern sowie die Sicherstellung einer hohen Fertigungsqualität und die Einhaltung der normativen bzw. metrologischen Anforderungen für alle Techem Gerätetypen. Darüber hinaus ist die Entwicklung von neuen Lösungen zur Erfüllung neuer Kundenanforderungen im deutschen und internationalen Markt eine wichtige Aufgabe. Dies betrifft in erster Linie die Bereiche Funk- bzw. Mobilfunkübertragungsverfahren, Energieeinsparung und Ressourcenschonung, Effizienzsteigerung der Heizungsanlagen sowie Gebäudesicherheit und Erhalt der Gebäudesubstanz. Dies geschieht mit Beiträgen zur Reichweitenverbesserung unserer Funkgeräte und zur Unterstützung europäischer Funkstandards wie etwa OMS oder LTE cat. NB1/M1/M2 (LTE NB IoT) unter anderem in den neuen Smart Readern, welche für den Aufbau einer durchgängigen Techem digitalen Infrastruktur eingesetzt werden sowie mit Funk- und Kommunikationslösungen, die auf die zukünftige spartenübergreifende Bündelung von Dienstleistungen mittels SMGW im Gebäude abzielen. Außerdem leistet der Bereich Forschung und Entwicklung Beiträge zur Reduktion des Wärmeverbrauchs und zur verbesserten energetischen Anlageneffizienz und der damit verbundenen Vermeidung von CO 2-Emissionen sowie zur automatisierten und funkgestützten Erkennung von Wasserleckagen. Darüber hinaus liefert der Bereich Lösungen und Algorithmen zur automatisierten und durchgängig digitalisierten stationären Fernüberwachung von Heizungsanlagen und unterstützt die Techem Produktlinie Techem Smart Monitor (TSM) sowie deutschlandweite Forschungsvorhaben, an denen Techem beteiligt ist. Eine weitere Aufgabe des Bereiches ist die Entwicklung von mathematisch-statistischen Modellen für die Erzeugung von Energie- und CO 2-Kennzahlen, die sich aus den anonymisierten Verbrauchszahlen ableiten lassen und wichtige Kenngrößen zur Beurteilung des energetischen Zustandes von Gebäuden darstellen.
CHANCEN- UND RISIKOBERICHTGESAMTWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN Um die gesamtwirtschaftlichen Risiken für Techem möglichst gering zu halten, beobachten und analysieren wir ständig die wirtschaftliche Entwicklung in den relevanten Märkten, bewerten entsprechende Trends und verfolgen die gesetzliche Entwicklung sehr aufmerksam. Trotz der gegenwärtigen geopolitischen Spannungen sowie der Lage auf den Finanzmärkten lassen sich für uns aus der aktuellen konjunkturellen und gesellschaftspolitischen Situation keine dauerhaften gesamtwirtschaftlichen Risiken erkennen. BRANCHEN- UND ABSATZRISIKEN Es besteht auch im Rumpfgeschäftsjahr 2020 weiterhin Wettbewerbsdruck, und wir erwarten diesen Trend auch für die Zukunft. Insbesondere im Großkundensegment arbeiten Konkurrenzunternehmen zur eigenen Bestandssicherung mit teilweise sehr geringen Preisen. Weiterhin gibt es in diesem Segment vereinzelt die Tendenz zur Selbstabrechnung, d.h. die Kunden erbringen die Dienstleistungen zur verbrauchsabhängigen Abrechnung zum Teil selbst. Dieser Trend zur Selbstabrechnung schwächt sich merklich ab, da die Kunden zunehmend die Komplexität der verbrauchsgerechten Abrechnung erkennen. In allen Diskussionen auf europäischer und nationaler Ebene wird bestätigt, dass die verbrauchsabhängige Abrechnung als geringinvestives, schnell wirksames Mittel zur Energieeinsparung ein wesentlicher Bestandteil zur Erreichung der klimapolitischen Ziele sein sollte. Trotzdem besteht ein latentes Risiko durch zukünftige Änderungen im regulativen Umfeld, die sich nachteilig auf unserer Geschäftsmodell auswirken können; insbesondere Änderungen der Heizkostenverordnung (HKVO) in Deutschland sowie bei der Umsetzung der EED in nationale Gesetzgebungen. Ein zusätzliches Risiko stellt die Potenzialverringerung im Gesamtmarkt durch großvolumige Abrissmaßnahmen speziell in den neuen Bundesländern dar, auch wenn diese im verringerten Umfang auftritt und durch zunehmende Neubauaktivitäten zumindest regional kompensiert wird. Dieser Kompensationseffekt ist gegeben, obwohl die aktuelle Regulierung vorsieht, den Anteil an Passiv- und Niedrigenergiehäusern bei den Neubauten zu steigern. Mit unserer Positionierung als umfassender Energiemanager wollen wir uns erfolgreich vom Wettbewerb absetzen. Insbesondere hinsichtlich Preisentwicklung und Selbstabrechnung wollen wir damit den genannten Absatzrisiken entgegenwirken. Die Positionierung von Techem ist auch Basis für den weiteren Ausbau des Produkt- und Leistungsspektrums. Hier ist unsere Einschätzung, dass wir von dem starken Fokus auf Innovation bei Produkten wie den funkbasierten Messgeräten, dem Energiesparsystem adapterm, dem Funk-Rauchwarnmelder und im nächsten Entwicklungsschritt der Digitalisierung der Mess- und Steuergeräte profitieren. Ein moderner Gerätebestand, das integrierte Abrechnungsverfahren bautec, sowie die laufende Qualitätsoffensive im Servicebereich sollen unsere Marktposition sichern. bautec sichert zudem durch die noch engere Verbindung der Techem Leistungen mit den Geschäftsprozessen der Kunden den Bestand der langfristigen Vertragsbeziehungen. Mit zunehmender Automatisierung der eigenen Prozesse sehen wir uns außerdem in der Lage, auf den Preisdruck zu reagieren. Die Entwicklung in der Wohnungswirtschaft, zunehmend ganzheitliche Energiemanagement-Angebote auszuschreiben, die sowohl Wärme- und Stromerzeugung als auch die Abrechnung umfassen, betrachten wir auf Grund unseres ganzheitlichen Produktumfangs als Chance. Ebenso arbeiten wir an einer Positionierung von Techem als Anbieter von Energieeffizienz-Dienstleistungen (Energy Efficiency Services) und eines digitalen Produktportfolios (Digital Service Provider). BESCHAFFUNGSRISIKEN Langfristige Verträge mit allen Hauptlieferanten sollen auch in Zukunft eine hohe Liefersicherheit garantieren. Diese Vertragsgestaltung erlaubt es unseren Lieferanten, langfristig die Absicherung der benötigten Vormaterialien und Komponenten zu planen und sich ihrerseits vertraglich in unserem Sinne abzusichern. Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten vermeiden wir, indem wir bei unseren etablierten Massenprodukten stets und sofern möglich mit mindestens jeweils zwei Lieferanten entsprechende Verträge eingegangen sind. Zur weiteren Sicherstellung der Lieferfähigkeit wird ein angemessener Bestand an Konsignationsware in unserem Zentrallager vorgehalten. Diese Vereinbarung gilt derzeit mit 3 Lieferanten, um Risiken der Belieferung auszugleichen. Die Bevorratung unserer Hauptprodukte wird durch das Einrichten von Pufferbeständen bei den Lieferanten zusätzlich gesichert. Somit bestehen aus Beschaffungssicht keine nennenswerten Risiken. Das umfassende Qualitätssicherungssystem von Techem beginnt schon in der Fertigung bei unseren Lieferanten. Daher ist die Ausfallquote der Geräte bereits seit Jahren sehr gering. Um mögliche Beschaffungsrisiken vor dem Hintergrund der anhaltenden Corona-Pandemie zu minimieren, haben wir frühzeitig die Lagerbestände der Hauptwarengruppen angepasst. Zum 30. September 2020 haben sich die Lagerbestände um 12,0 Mio. EUR im Vergleich zum 31. März 2020 erhöht. FINANZRISIKEN Die Liquidität von Techem verantworten die Konzernabteilungen Controlling und Treasury mit Hilfe verschiedener Instrumente der Finanzanalyse, -planung und -prognose. Die Finanzierung des Konzerns ist durch einen langfristigen syndizierten Kredit, zwei Anleihen (Senior Secured Notes und Senior Notes) sowie einem nachrangigen und unbesicherten Gesellschafterdarlehen gesichert. Der syndizierte Kredit und die Senior Notes wurden im Juli 2018, im Rahmen der Akquisition der Techem Metering GmbH Gruppe, abgeschlossen. Der syndizierte Kredit bestand ursprünglich aus einer Facility B in Höhe von 2.340 Mio. EUR (Laufzeit bis Juli 2025) und einer Revolving Credit Facility (RCF) in Höhe von 275 Mio. EUR (Laufzeit bis Januar 2025). Die Senior Notes hatten ein Ausgabevolumen von 465 Mio. EUR, mit einer Laufzeit bis Juli 2026 und einem Zinssatz von 6%. Im Januar 2019 ist von dieser Anleihe ein Volumen von 51,1 Mio. EUR Nominalwert zurückgezahlt worden, und im August 2019 sind 50 Mio. EUR von der Facility B freiwillig zurückgezahlt worden. Des Weiteren sind im Januar 2020 im Rahmen einer Refinanzierung Senior Secured Notes in Höhe von 1.145 Mio. EUR mit einer Laufzeit bis Juli 2025 und einem Zinssatz von 2% emittiert worden. Mit den erworbenen Mitteln wurde die bestehende Facility B in gleicher Höhe getilgt. Das Gesellschafterdarlehen besteht seit dem 26. Juli 2018 und wurde von der Luxembourg Investment Company 261 S.à r.l. an die Techem Verwaltungsgesellschaft 672 mbh begeben. Dieses Darlehen ist mit 6% verzinst. Die Laufzeit endet im Juli 2033. Die Verbindlichkeit aus dem Gesellschafterdarlehen betrug zum 30. September 2020 1.445,9 Mio. EUR. Zum 30. September 2020 waren die Facility B mit 1.145 Mio. EUR in Barmitteln und die Revolving Credit Facility mit 40,0 Mio. EUR in Barmitteln und 3,1 Mio. EUR für Garantien in Anspruch genommen. Der Verzinsung der Facility B liegt der 3-Monats-EURIBOR zuzüglich einer vom Verschuldungsgrad abhängigen Marge zugrunde. Im Fall eines negativen EURIBOR wird die Marge nicht gemindert. Für die Facility B und die Revolving Credit Facility betrug die Marge bis 28. Juli 2020 2,875% bzw. 2,75%. Bei Reduzierung einer spezifischen Kennzahl (Senior Secured Net Leverage Ratio) kann die Marge der Facility B stufenweise auf bis zu 2,375% bzw. die Marge der Revolving Credit Facility auf bis zu 1,75% sinken. Ab dem 29. Juli 2020 wurde aufgrund des aktuellsten Senior Secured Net Leverage Ratio Tests die Marge für die Facility B auf 2,625% und die Marge für die Revolving Credit Facility auf 2,25% gesenkt. Im Darlehensvertrag sind bestimmte Grenzwerte für die Senior Secured Net Leverage Ratio definiert. Das Überschreiten dieser Grenzwerte führt zur vorzeitigen Rückzahlung der Facility B in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes eines ebenfalls im Vertrag definierten, um Sondereffekte bereinigten "Überschuss-Cashflow", der jährlich berechnet wird. Zum 30. September 2020 wurden die Senior Secured Notes zu Kursen von 95,708 bzw. 95,834 gehandelt. Dies entspricht Renditen von 2,968% bzw. 2,939%. Die Senior Notes wurden zum gleichen Stichtag zum Kurs von 102,302 gehandelt, was einer Rendite von 5,531% entspricht. Es wird eine konservative Strategie bei der Absicherung der finanziellen Risikopositionen verfolgt. Die Nutzung von Derivaten ist im Rahmen der internen Richtlinien der Gesellschaft auf die Sicherung bestehender Risiken beschränkt. Grundsätzlich werden nur solche Sicherungsinstrumente eingesetzt, die bewertbar sind und deren Risikoprofil transparent ist. Gegen Zinsrisiken hat Techem im Oktober 2017 Zinssicherungsgeschäfte in Form von Payer Swap Vereinbarungen mit einem Nominalwert von 1.600 Mio. EUR abgeschlossen. Diese werden mark-to-market bewertet und haben aufgrund des aktuell leicht gesunkenen Zinsniveaus einen negativen Marktwert (22,6 Mio. EUR). Rechtliche Risiken Durch die von Techem genutzten Risikomanagementsysteme sehen wir eine fortlaufende Beobachtung und frühzeitige Steuerung rechtlich relevanter Risikofelder als gewährleistet. Es lagen keine wesentlichen Risiken zum Bilanzstichtag vor. IT-Risiken Die Verfügbarkeit der IT-Systeme ist von großer Bedeutung für Techem; ohne die Systeme ist die Abwicklung des laufenden Geschäftes nicht möglich. Techem steuert seine IT-Prozesse über eine zentralisierte, integrierte EDV-Infrastruktur und verwendet sowohl selbst entwickelte Softwareanwendungen als auch am Markt erhältliche Standard-Softwareanwendungen, die aber i.d.R. auf die Bedürfnisse der Techem angepasst wurden. Dabei kommen aktuelle Technologien wie SOA (serviceorientierte Architektur), Clustering, Blade-Serverfarmen, Virtualisierung und cloudbasierte Technologien (IaaS, SaaS, PaaS) zum Einsatz. Der Betrieb der Basis-IT-Infrastruktur (Rechenzentrum, Netzwerk, Arbeitsplatzausstattung) ist an einen Dienstleister ausgelagert. Dabei wurde eine hohe Verfügbarkeit der IT-Systeme über Service Level Agreements vertraglich abgesichert. Das gleiche gilt für die Einhaltung hoher Sicherheitsstandards und ihre permanente technische und organisatorische Anpassung an sich ändernde Rahmenbedingungen. Es besteht das allgemeine Risiko, dass die oben genannten vertraglich vereinbarten Sachverhalte nicht eingehalten werden. Daneben besteht auch das Risiko, dass nicht reibungslos ablaufende interne IT-Prozesse die Abwicklung des laufenden Geschäfts beeinflussen. Vorgenannte Risiken sind im Berichtszeitraum nicht eingetreten. PERSONAL-Risiken Die Sicherung und weiterführende Qualifizierung der Belegschaft sowie die Rekrutierung und Bindung von neuen Leistungsträgern an den Konzern sind von größter Bedeutung, denn die Leistungserbringung der Techem ist in allen Funktionsbereichen vom engagierten und motivierten Einsatz von unseren Fach- und Führungskräften abhängig. Durch eine fortlaufende Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, durch die individuelle Führungskräfteentwicklung, durch ein attraktives Arbeitsumfeld und eine wettbewerbsfähige Honorierung, durch die breite Berufs- und Studienausbildung, verbunden mit der Option, nach Abschluss der Ausbildung durch Techem übernommen zu werden, versuchen wir ständig, die notwendigen Fach- und Führungspositionen besetzt zu halten bzw. adäquat nach zu besetzen. RISIKEN IM ZUSAMMENHANG MIT DEM CORONAVIRUS Die weltweite Corona-Pandemiesituation ist bei Techem aktuell in der Kategorie "Notfall" eingestuft. Techem ist nach unserer Einschätzung entsprechend vorbereitet, resilient aufgestellt und begegnet der Corona-Pandemie mit robusten Maßnahmen. Sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Techem werden regelmäßig informiert, wie hoch das Risiko einer Infektion ist und wie sie sich und Dritte vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen können. Die aktuelle Lage zur Ausbreitung des Coronavirus wird hierfür durch unseren Corona-Notfallstab kontinuierlich erfasst und bewertet. Dabei werden die internen aktuellen Risikobewertungen und aktuellen Schutzmaßnahmen insbesondere mit den Bewertungen und Einschätzungen des Robert Koch-Institutes abgeglichen. Um die Maßnahmen im Unternehmensverbund zu koordinieren, ist der Notfallstab als zentraler Corona-Stab einberufen worden, der vom Leiter Quality & Methods koordiniert und seitens einer externen BCM-Consultancy (Business Continuity Management) fachlich unterstützt wird. Im Rahmen des Incident-Managements werden dabei auch mögliche Vorfälle erfasst und die erforderlichen Schritte eingeleitet. Auch ein entsprechendes Corona-Krisenmanagement ist vorbereitet für den Fall, dass sich die Situation in Deutschland weiter verschärft. Im Grundsatz steht, dass wir an allen Standorten im In- und Ausland ausreichende Vorsorgemaßnahmen getroffen haben. Hierbei wurden ggf. auch lokale Besonderheiten berücksichtigt. Die lokale Pandemieplanung erfolgt in Abstimmung mit dem zentralen Corona-Notfallstab individuell angepasst an jedem Standort. Unternehmenskritische Umstände werden identifiziert und gegen Ausfallrisiken abgesichert. Zudem ist ein kontinuierlicher Informationsaustausch mit den Eigentümern der Gruppe implementiert. In diesem Rahmen finden die Abwägung der zu ergreifenden Maßnahmen sowie die Bewertung operativer Mitigationsmaßnahmen und liquiditätssichernder Maßnahmen (szenariobasiert) statt. Im Rumpfgeschäftsjahr 2020 gab es keinen wesentlichen Einfluss der Corona-Pandemie auf unsere Finanz- und Ertragslage. Allerdings fiel zusätzlicher Aufwand in der genannten Periode in diesem Zusammenhang an. Er summierte sich auf 1,3 Mio. EUR und bestand im Wesentlichen aus dem Erwerb von Sicherheits- und Schutzmaterialien und Desinfektionsmitteln sowie Zulagen für die im Home Office befindlichen Mitarbeiter. Wir erwarten, dass die Regierungsmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie aufgrund des Infrastruktur-ähnlichen Charakters unseres Geschäfts und der Fernablesequote von über 70% aller Geräte in Deutschland keinen wesentlichen Einfluss auf unsere wirtschaftlichen Aktivitäten haben werden. Zudem können die entsprechenden Abrechnungen remote durchgeführt werden. Zuletzt haben wir ebenfalls unsere Vorräte aufgestockt um die Produkt-Verfügbarkeit zu gewährleisten. Wir sehen keine Anzeichen für ein signifikant verändertes Zahlungsverhalten auf der Kundenseite. In Zuge der Entwicklungen dieser Situation bewerten wir laufend unsere Maßnahmen sowie die Corona-Gesamtauswirkungen auf unser operatives Geschäft und unsere finanzielle Leistungskraft. GESAMTBETRACHTUNG DER CHANCEN UND RISIKEN Durch die aktive Anwendung des Risikomanagements in allen Unternehmensbereichen und -funktionen sollen sowohl Risiken als auch Chancen frühzeitig erkannt und identifiziert werden. Für Techem ist das Risikomanagement von zentraler Bedeutung. Es erfolgt eine Unterscheidung in abstrakte und konkrete Risiken. Nach detaillierter Analyse wurden alle Risiken als abstrakt bewertet. Daher erfolgte eine Quantifizierung der Risiken im Lagebericht nicht, da die Einzelrisiken als nicht wesentlich und die Eintrittswahrscheinlichkeit als gering eingestuft werden. Unter Chancen und Risiken versteht Techem mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen positiven oder negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Der Fokus für mögliche Abweichungen liegt wie in der mittelfristigen Planung bei einem Zeitraum von bis zu fünf Jahren für bestimmte Chancen und Risiken. Chancen und Risiken, die sich über diesen Zeitraum hinaus auf den Unternehmenserfolg auswirken, werden auf der Ebene der Unternehmensführung erfasst und gesteuert und in der Unternehmensstrategie berücksichtigt. Die Geschäftsführung trägt die Verantwortung für ein wirksames Chancen- und Risikomanagementsystem. Zudem ist die Einhaltung der konzerninternen Vorschriften zum Chancen- und Risikomanagement in den Konzerngesellschaften und Fachbereichen in die reguläre Prüfungstätigkeit der Internen Revision integriert. Die konzernweite Erfassung und Bewertung von Risiken sowie deren nach Fachbereichen und Einzelgesellschaften gegliederte Berichterstattung an das Management der Geschäftsbereiche und die Geschäftsführung erfolgt kontinuierlich im Rahmen der Forecasts. Darüber hinaus werden Risiken, die identifiziert werden und die möglicherweise einen erheblichen Einfluss auf das Ergebnis von Teilbereichen des Konzerns haben, ad hoc an die Geschäftsführung und gegebenenfalls an das Board of Directors gemeldet. Operative Chancen und Risiken werden in regelmäßigen Reviews auf lokaler und regionaler Ebene sowie in der erweiterten Geschäftsführung identifiziert, dokumentiert und analysiert und durch regelmäßiges Reporting von finanziellen Kennzahlen unterstützt. Auf Geschäftsführungsebene werden darüber hinaus Maßnahmen zur Umsetzung von strategischen und operativen Chancen durch lokale und regionale Projekte beschlossen. Die Erfassung und der Erfolg der Umsetzung möglicher Chancen werden durch regelmäßiges Reporting und Forecasts im Rahmen der periodischen Berichterstattung nachverfolgt und geprüft, z.B. die Umsetzung der Energieeffizienzrichtlinie (EED) in den Mitgliedsstaaten der EU, in denen Techem operativ tätig ist. Strategische Chancen werden im Rahmen der jährlichen Planung erfasst und bewertet. STRATEGISCHER AUSBLICK UND CHANCENIm Verlauf des Geschäftsjahres 2019/2020 wurde die strategische Ausrichtung des Unternehmens in Richtung Energieeffizienz und Digitalisierung der Immobilienwirtschaft weiterentwickelt. Vor diesem Hintergrund hat Techem anhand der Unternehmensvision "Making buildings green and smart. Helping people live healthy and comfortably" im Geschäftsjahr 2019/2020 mit dem Aufbau zusätzlicher Anwendungs- und Servicebereiche begonnen. Techem möchte sich zum bevorzugten digitalen Servicepartner der Immobilienbranche für den Schutz von Ressourcen entwickeln. Strategische Eckpfeiler bis ins Jahr 2025 sind neben dem Ausbau der digitalen Infrastruktur zum Erfassen und Verarbeiten von Informationen über Energieverbrauch und Gebäudezustand (Funksensoren & Smart Reader) unter anderem auch der Ausbau des internationalen Geschäftes, die permanente Weiterentwicklung der Service-Qualität, sowie die weitere Ausrichtung auf die zukünftigen Kundenbedürfnisse, die mit den zusätzlichen Anforderungen an und Möglichkeiten durch smarte Services in Immobilien einhergehen. Durch das Messstellenbetriebsgesetz und dem damit verbundenen Smart Meter Rollout eröffnen sich für Techem neue, attraktive Wachstumschancen in der intelligenten Kombination der eigenen digitalen Messinfrastruktur mit dem Smart Meter Gateway und der spartenübergreifenden Bündelung von Messdienstleistungen für z.B. Wärme und Strom in der Immobilienwirtschaft. Ergänzt durch weitere Services wie z.B. E-Mobility, Photovoltaik und Kraft-Wärme-Kopplung entstehen smarte und ganzheitliche Komplettlösungen für unsere Kunden aus einer Hand. Neue Kooperationsmodelle mit starken Playern aus der Energiewirtschaft (z.B. Versorger und Stadtwerke) ergeben weitere attraktive Perspektiven im erweiterten Kundenangang und in der Neukundengewinnung. Zentraler Ankerpunkt für alle Aktivitäten des Unternehmens, die die Weiterentwicklung und den Erfolg der kommenden Jahre gewährleisten sollen, ist das Wertsteigerungsprogramm ENERGIZE-T, das bereits weiter vorne im Lagebericht vorgestellt wurde. ENERGIZE-T wird die zentralen Wachstums- und Optimierungsimpulse auf Ebene Struktur, Lösungsportfolio, Prozesse und Personal für Techem generieren und im Unternehmen verankern. Expansion im Ausland In den nächsten Jahren ist weiteres gezieltes Wachstum der Auslandsaktivitäten als eines der strategischen Ziele der Techem geplant. Dabei ist der Schwerpunkt in den ungesättigten Märkten Bestandswachstum, und in den gesättigten Märkten spielt ähnlich wie in Deutschland Upselling, z.B. von Verdunstertechnologie auf Funk, die wichtigere Rolle. PROGNOSEBERICHTDer Stichtag für den Jahresabschluss des Konzerns wurde auf den 30. September eines Kalenderjahres verlegt (vgl. Konzernanhang B. ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE). Diese Änderung findet erstmalig zum 30. September 2020 Anwendung. Daraus folgt, dass der in DRS 20 vorgeschriebene Vergleich der aktuellen Ist-Kennzahlen mit den im vorangegangenen Lagebericht getroffenen Prognosen nicht durchführbar ist, da unterschiedlich lange Zeiträume zugrunde liegen. Als Grundlage der Prognosen für das kommende Geschäftsjahr in diesem Abschnitt dienen die Kennzahlen des Zeitraums 1. Oktober 2019 bis 30. September 2020. Der Umsatz beträgt 317,1 Mio. EUR im Rumpfgeschäftsjahr 2020. Das EBITDA für die zurückliegenden 6 Monate beträgt 122,1 Mio. EUR. Daraus resultiert eine EBITDA-Marge von 38,5%. Der Free Cashflow beträgt 55,5 Mio. EUR für das zurückliegende Rumpfgeschäftsjahr. Basierend auf dem Umsatz (783,5 Mio. EUR), dem EBITDA (348,0 Mio. EUR) sowie dem Free Cashflow (154,0 Mio. EUR), jeweils bezogen auf die vergangenen 12 Monate, erwarten wir für das Geschäftsjahr 2020/2021 leicht steigende Umsätze, ein leicht ansteigendes EBITDA sowie einen stark verminderten Free Cashflow. Das Wachstum der kommenden Jahre wird insbesondere durch einen starken Anstieg im Segment Energy Contracting sowie durch die Wachstumsfelder im Geschäftsfeld Energy Services getragen. Basis des nachhaltigen Wachstums von Techem bleibt weiterhin die verbrauchsabhängige Abrechnung von Energie und Wasser. Weiterhin setzt auch das Produkt Rauchwarnmelder Wachstumsimpulse, welches sich in den letzten Jahren zu einem stabilen Bestandsgeschäft entwickelt hat. Das Geschäftsfeld Energy Services hat im Rumpfgeschäftsjahr 2020 einen Umsatz von 288,2 Mio. EUR, ein EBITDA von 115,0 Mio. EUR und einen Free Cashflow von 52,2 Mio. EUR erzielt. Basierend auf dem Umsatz (695,3 Mio. EUR), dem EBITDA (334,0 Mio. EUR) sowie dem Free Cashflow (162,4 Mio. EUR), jeweils bezogen auf die vergangenen 12 Monate, erwarten wir für das Geschäftsjahr 2020/2021 leicht steigende Umsätze, ein leicht ansteigendes EBITDA sowie einen stark verminderten Free Cashflow. Im Geschäftsfeld Energy Contracting wurden im Rumpfgeschäftsjahr 2020 ein Umsatz von 28,9 Mio. EUR, ein EBITDA von 7,1 Mio. EUR und ein Free Cashflow von 3,0 Mio. EUR erreicht. Basierend auf dem Umsatz (88,2 Mio. EUR), dem EBITDA (14,0 Mio. EUR) sowie dem Free Cashflow (-8.4 Mio. EUR), jeweils bezogen auf die vergangenen 12 Monate, erwarten wir für das Geschäftsjahr 2020/2021 deutlich steigende Umsätze, ein stark ansteigendes EBITDA sowie einen stark verminderten Free Cashflow. Für die mittelfristige Zukunft erwarten wir durch die verbesserte Akquisition von Neuprojekten und einer Ausweitung des Produktportfolios ein starkes Umsatz- und EBITDA Wachstum. NACHTRAGSBERICHTAm 1. Oktober 2020 hat die Techem Energy Services GmbH mit Wirkung zum Anfang Januar 2021 alle Anteile an der maz mess- und abrechnungs-zentrale gmbh (im Folgenden auch "maz" genannt) in Oberhausen/Deutschland erworben. Das Geschäftsfeld der maz umfasst im Wesentlichen die Erfassung und verbrauchsgerechte Abrechnung von Energie- und Wasserverbräuchen sowie die Vermietung und den Verkauf der dafür benötigten Geräte. Zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Konzernabschlusses der Techem 671 hat die Gesellschaft mit der erstmaligen Bilanzierung des Unternehmenserwerbs der maz noch nicht angefangen. Um ihr Kerngeschäft lokal zu stärken, hat die Techem Energy Services GmbH mit Wirkung zum 16. November 2020 alle Anteile an der Kalorex Gesellschaft mbH (im Folgenden auch "Kalorex" genannt) in Griesheim/Deutschland sowie der EXAKTA Wärme- und Wasserzähler Service GmbH (im Folgenden auch "EXAKTA" genannt) in Heppenheim/Deutschland erworben. Das Geschäftsfeld der Kalorex und der EXAKTA umfasst im Wesentlichen die Erfassung und verbrauchsgerechte Abrechnung von Energie- und Wasserverbräuchen sowie die Vermietung und den Verkauf der dafür benötigten Geräte. Zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Konzernabschlusses der Techem 671 hat die Gesellschaft mit der erstmaligen Bilanzierung der Unternehmenserwerbe der Kalorex und der EXAKTA noch nicht angefangen. Für die Erwerbe der drei o.g. Unternehmen wurden Kaufpreise von insgesamt 6,9 Mio. EUR gezahlt. Am 26. November 2020 erfolgte eine Rückzahlung der Revolving Credit Facility in Höhe von 40,0 Mio. EUR. Am 7. Dezember 2020 wurden alle Geschäftsanteile an der Techem Sverige AB in Malmö/Schweden zu einem Preis von 2 TEUR verkauft.
Eschborn, den 14. Dezember 2020 Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH Die Geschäftsführung Konzernbilanz zum 30. September 2020
(Die beigefügten Erläuterungen sind Bestandteil des Konzernabschlusses.) Konzern Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern Sonstiges Ergebnis (Konzern Gesamtergebnisrechnung) für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. April 2020 bis 30. September 2020
(Die beigefügten Erläuterungen sind Bestandteil des Konzernabschlusses.) Konzern Kapitalflussrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. April 2020 bis 30. September 2020
(Die beigefügten Erläuterungen sind Bestandteil des Konzernabschlusses.) Konzern Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. April 2020 bis 30. September 2020
(Die beigefügten Erläuterungen sind Bestandteil des Konzernabschlusses.) Konzernanhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. April 2020 bis 30. September 2020A. DAS UNTERNEHMENTechem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH (im Folgenden auch "Techem 671 mbH" genannt) wurde am 13. April 2018 gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung eigenen Vermögens. Die Techem 671 mbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter HRB 111571 eingetragen. Der Sitz der Techem 671 mbH befindet sich in Eschborn/Deutschland (Hauptstraße 89, 65760 Eschborn). Die Geschäftstätigkeit des Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH Konzerns (im Folgenden auch "Gesellschaft", "Konzern", "Gruppe" oder "Techem 671 Gruppe" genannt) umfasst die Geschäftsfelder Energy Services und Energy Contracting. Die Gruppe ist ein Serviceanbieter für smarte und nachhaltige Gebäude. Die Angebote des Geschäftsfeldes Energy Services basieren auf der verbrauchsabhängigen Abrechnung und den dafür eingesetzten Messgeräten mit den Schwerpunkten der Senkung der Prozess- und Energiekosten sowie der Erhöhung der Energieeffizienz und damit der CO 2 Vermeidung. Das Geschäftsfeld Energy Contracting bietet Lösungen für professionelles Energiemanagement in den beiden Marktsegmenten Wohnungswirtschaft und gewerblich genutzten Immobilien an. Die Muttergesellschaft der Techem 671 mbH ist die Luxembourg Investment Company 261 S.à r.l., Luxemburg. Als oberste Muttergesellschaft fungiert Partners Group Premier Access L.P., Edinburgh/Schottland. B. ALLGEMEINE GRUNDSÄTZEDer vorliegende Konzernabschluss fasst die Abschlüsse der Techem 671 mbH und ihrer Tochtergesellschaften zusammen. Der Stichtag für den Jahresabschluss des Konzerns wurde auf den 30. September eines Kalenderjahres verlegt, da dieser dem Geschäftsmodell der Gesellschaft besser entspricht. Diese Änderung findet erstmalig zum 30. September 2020 Anwendung. Ein Vorjahresvergleich für Techem 671 mbH und ihre Tochtergesellschaften ist deshalb nur eingeschränkt möglich, da das aktuelle Rumpfgeschäftsjahr nur 6 Monate umfasst, während die Vergleichsperiode 12 Monate beinhaltet. Das Rumpfgeschäftsjahr 2020 beinhaltet dabei die umsatzschwächeren Monate der zyklisch verlaufenden unterjährigen Geschäftsentwicklung von Techem. Der Konzernabschluss der Techem 671 Gruppe wurde zum 30. September 2020 nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Ergänzend wurden die nach § 315e HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften beachtet. Entsprechend den IFRS wurde der Konzernabschluss grundsätzlich auf Basis der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten erstellt. Von diesem Prinzip wurde gemäß IFRS bei Kaufpreisallokationen und bei der Bewertung von Geldmarktfonds, Finanzinstrumenten, Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen abgewichen. Die der Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS zugrunde liegenden Schätzungen und Annahmen wirken sich auf die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden, die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zu den jeweiligen Bilanzstichtagen sowie auf die Höhe von Erträgen und Aufwendungen der Berichtsperiode aus. Obwohl diese Annahmen und Schätzungen nach bestem Wissen der Unternehmensleitung getroffen wurden, können die tatsächlichen Ergebnisse letztendlich von diesen Einschätzungen abweichen. Sofern nicht anders vermerkt, sind alle Beträge in tausend Euro (TEUR) angegeben. Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von ± einer Einheit auftreten. Die Gesellschaft hat sämtliche zum 30. September 2020 verpflichtend anzuwendenden Standards des IASB sowie die verpflichtend anzuwendenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie jeweils in der EU anzuwenden sind, angewendet. Der gebilligte Konzernabschluss kann auch nach Veröffentlichung geändert werden, falls wesentliche Fehler bestehen würden. Die folgende Tabelle stellt neue beziehungsweise geänderte Standards und jährliche Verbesserungen an den IFRS, die erstmalig ab dem Rumpfgeschäftsjahr 2020 anzuwenden sind, dar:
1) Für Geschäftsjahre, die an oder nach diesem Datum beginnen 2) Stand: 6.11.2020 Die oben aufgeführten geänderten Standards und jährlichen Verbesserungen haben keine beziehungsweise keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft im Rumpfgeschäftsjahr 2020. Folgende neue beziehungsweise geänderte Standards sowie jährliche Verbesserungen an den IFRS wurden veröffentlicht. Sie sind aber verpflichtend erst für die Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juni 2020 beginnen, anzuwenden und wurden von der Gesellschaft nicht vorzeitig angewendet:
1) Für Geschäftsjahre, die an oder nach diesem Datum beginnen 2) Stand: 6.11.2020 Alle oben aufgelisteten neuen oder geänderten Standards sowie jährlichen Verbesserungen an den IFRS, die eine Auswirkung auf die Gesellschaft haben, werden spätestens zur Anwendung gebracht, sobald die Anwendung verpflichtend ist. C. RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZEKonsolidierungsgrundsätze. In den Konzernabschluss sind die Techem 671 mbH sowie alle in- und ausländischen Tochtergesellschaften einbezogen, die die Techem 671 mbH direkt oder indirekt beherrschen kann. Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, die vom Konzern beherrscht werden. Der Konzern beherrscht ein Beteiligungsunternehmen, wenn er die Verfügungsgewalt über das Unternehmen besitzt, eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf variable Rückflüsse aus einem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen vorliegt/ vorliegen und der Konzern die Fähigkeit besitzt, seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen dergestalt zu nutzen, dass dadurch die Höhe der variablen Rückflüsse des Beteiligungsunternehmens beeinflusst wird. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, auf welche die Gesellschaft einen maßgeblichen Einfluss ausübt, werden nach der Equity-Methode bilanziert. Alle vollkonsolidierten Abschlüsse innerhalb der Techem 671 Gruppe werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode ("acquisition method"). Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte zum Erwerbszeitpunkt. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der nicht beherrschenden Anteile. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Übersteigt der Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen die Anschaffungskosten, wird der verbleibende Überschuss aus einem vorteilhaften Erwerb erfolgswirksam erfasst. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten werden ergebniswirksam erfasst. Wenn der Konzern Anteile an einer Tochtergesellschaft veräußert und die Beherrschung über sie verliert, wird der Differenzbetrag zwischen dem Buchwert der Tochtergesellschaft (aus der Sicht des Konzerns) und dem Verkaufspreis (nach Abzug von Veräußerungskosten) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Darüber hinaus werden alle bisher im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen Beträge in Bezug auf diese Tochtergesellschaft so bilanziert, als ob der Konzern die entsprechenden Vermögenswerte und Schulden direkt veräußert hätte. Dies kann bedeuten, dass zuvor im sonstigen Ergebnis erfasste Beträge ergebniswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden. Die Konsolidierung eines Beteiligungsunternehmens beginnt an dem Tag, an dem der Konzern die Beherrschung über das Unternehmen gewinnt. Sie endet, wenn der Konzern die Beherrschung über das Beteiligungsunternehmen verliert. Alle konzerninternen Gewinne und Verluste, Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge sowie Ausleihungen, Forderungen, Verbindlichkeiten beziehungsweise Rückstellungen sowie Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen innerhalb des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Latente Steuern werden unter Verwendung der Verbindlichkeiten-Methode für alle temporären Differenzen zwischen der Steuerbasis der Vermögenswerte/ Verbindlichkeiten ("tax base") und ihren Buchwerten berücksichtigt.
1) Umfirmiert in Techem Solutions GmbH am 2. November 2020 2) Umfirmiert in DMG Beteiligungsgesellschaft mbH am 6. November 2020 3) Nach der Equity-Methode bilanziertes Unternehmen 4) Die Tochtergesellschaft wird vollkonsolidiert, da laut vertraglichen Vereinbarungen zwischen den Gesellschaftern die Beherrschung bei der Techem 671 Gruppe liegt 5) In Liquidation Änderungen des Konsolidierungskreises Im Rumpfgeschäftsjahr 2020 wurden folgende Änderungen des Konsolidierungskreises vorgenommen:
Im Geschäftsjahr 2019/2020 waren folgende Änderungen des Konsolidierungskreises vorgenommen worden:
Währungsumrechnung. Die funktionale Währung der Tochtergesellschaften ist die jeweilige Landeswährung. Dementsprechend werden die Bilanzen der ausländischen Tochterunternehmen auf Basis von Devisenkassamittelkursen zum Bilanzstichtag, das Eigenkapital zu historischen Kursen und die Gewinn- und Verlustrechnungen auf Basis von Geschäftsjahresdurchschnittskursen in Euro umgerechnet. Daraus resultierende Gewinne oder Verluste werden ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs von in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Verbindlichkeiten resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. D. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENDie Bilanzposten werden in kurz- und langfristige Posten untergliedert, wobei als langfristige Posten solche gelten, von denen erwartet wird, dass sie nach mehr als zwölf Monaten realisiert werden. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die Gesellschaft betrachtet alle hochliquiden Finanzinvestitionen mit einer ursprünglichen Laufzeit von bis zu drei Monaten als Zahlungsmitteläquivalente. Es handelt sich überwiegend um kurzfristig fällige Bankguthaben. Unter den Zahlungsmitteläquivalenten werden auch Geldmarktfonds ausgewiesen. Diese werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (Marktwert) angesetzt, da die "Zahlungsstrombedingungen" gemäß IFRS 9 nicht erfüllt sind. Gewinne oder Verluste werden in der Periode ihres Entstehens in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Finanzerträgen bzw. unter den Finanzierungsaufwendungen ausgewiesen. Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden Wertminderungen für erwartete Kreditverluste gemäß General Approach nach IFRS 9 vorgenommen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, vertragliche Vermögenswerte, sonstige Vermögenswerte und sonstige finanzielle Vermögenswerte. Die Bewertung der kurzfristigen und langfristigen Forderungen (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögenswerte und sonstige finanzielle Vermögenswerte) und der vertraglichen Vermögenswerte erfolgt zum beizulegenden Zeitwert am Zugangszeitpunkt und nachfolgend zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode (inkl. Forderungen aus Ratengeschäft). Der Konzern wendet den Simplified Approach gemäß IFRS 9 an, um die erwarteten Kreditverluste zu bemessen; demzufolge werden für fakturierte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, vertragliche Vermögenswerte, Forderungen aus Finanzierungsleasing und abgegrenzte Forderungen die über die Gesamtlaufzeit erwarteten Kreditverluste herangezogen. Zur Bemessung der erwarteten Kreditverluste werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis der Überfälligkeitstage in Gruppen zusammengefasst und in Abhängigkeit der Altersstruktur der Forderungen angemessen wertberichtigt. Ratengeschäfte werden von der Gesellschaft hauptsächlich in Osteuropa getätigt und werden mit dem Barwert angesetzt. Der Konzern tritt als Leasinggeber im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen auf. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Leasing von Wärmeerzeugungsanlagen und sonstigen technischen Anlagen. Hierbei wird eine Forderung in Höhe des Barwertes der Mindestleasingzahlungen bilanziert. Zahlungen des Leasingnehmers werden als Tilgungsleistung bzw. als Zinsertrag erfasst. Die Vertragserfüllungskosten resultieren aus abgegrenzten Kosten, um diese entsprechend der Realisierung der Erträge bestimmter Produkte zu erfassen. Die Vertragserfüllungskosten werden als sonstige Vermögenswerte bilanziert. Diese werden über die Vertragsdauer aufgelöst und in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Produktkosten erfasst. Vorräte. Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Anschaffungskosten werden überwiegend auf Basis des gewogenen Durchschnitts ermittelt. Potenzielle Verluste aufgrund veralteter oder nicht gängiger Vorräte werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Mess- und Regeltechnik und Sachanlagen. Mess- und Regeltechnik umfasst an Kunden vermietete Messgeräte (z.B. Heizkostenverteiler, Wasser- und Wärmezähler, Rauchwarnmelder sowie sonstige Geräte, die beim Kunden installiert sind und im Wesentlichen als Hilfsmittel für die Abwicklung des Techem Abrechnungsdienstes eingesetzt werden), Geräte zur Gebrauchsüberlassung, sowie als eigenes Werkzeug verwendete Geräte. Mess- und Regeltechnik wird zu Anschaffungskosten zzgl. Montageleistungen, vermindert um Abschreibungen, gemäß IAS 16 bilanziert. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen bilanziert. Gewinne oder Verluste aus der Veräußerung von Sachanlagen werden als sonstige Erträge beziehungsweise sonstige Aufwendungen berücksichtigt. Erhaltene Fördermittel werden von den Anschaffungskosten der betreffenden Sachanlagen abgesetzt und amortisieren sich über die Nutzungsdauer der jeweiligen Anlage. Im Wesentlichen wird über folgende voraussichtliche Nutzungsdauern linear pro rata temporis abgeschrieben:
Erwirbt ein Kunde im Rahmen einer Kündigung des Mietverhältnisses durch entsprechende Zahlung das zivilrechtliche Eigentum an den vermieteten Geräten, werden resultierende Gewinne oder Verluste aus dieser Veräußerung als sonstige Erträge beziehungsweise sonstige Aufwendungen bilanziert. Leistet ein Kunde im Rahmen einer Kündigung des Mietverhältnisses eine Ausgleichszahlung an die Gesellschaft, ohne das zivilrechtliche Eigentum an den vermieteten Geräten zu erwerben, wird diese als sonstiger Ertrag erfasst. Sofern eine weitergehende Nutzung der Geräte durch die Gesellschaft ausscheidet, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung bestehender Restbuchwerte. Immaterielle Vermögenswerte. Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten bilanziert. Sind die Voraussetzungen des IAS 38 erfüllt, werden auch selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte mit ihren Herstellungskosten aktiviert. Die Herstellungskosten der selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerte umfassen, je nach Projekt, im Wesentlichen aktivierte Eigenleistungen aus Projektzeiten interner Mitarbeiter und Kosten für die Unterstützung durch externe Partner, welche aus Realisierungs-, Konzeptions-, Test- und Projektorganisationsarbeiten resultieren. Im Wesentlichen werden immateriellen Vermögenswerte grundsätzlich planmäßig linear pro rata temporis über folgende betriebliche Nutzungsdauern abgeschrieben:
Die Klassifizierung der Handelsmarke Techem als immaterieller Vermögenswert mit unbegrenzter Nutzungsdauer basiert auf der Tatsache, dass diese Handelsmarke seit 1952 besteht. Der Bekanntheitsgrad der Handelsmarke Techem im Markt ist sehr groß und es wird nicht beabsichtigt, die Marke aufzugeben. Die Klassifizierung wird jährlich überprüft. Kosten der Vertragsanbahnung ergeben sich aus der variablen Vergütung des internen Personals sowie aus Verkaufs- und Vermittlungsprovisionen an Dritte im Zusammenhang mit dem Abschluss von Verträgen mit den Kunden. Die Kosten der Vertragsanbahnung werden als immaterieller Vermögensgegenstand erfasst und in einer separaten Anlagenklasse im Konzernabschluss ausgewiesen. Die Kosten werden linear über die Mindestvertragsdauer abgeschrieben. Für Verträge, die ohne Strafzahlungen jederzeit vom Kunden beendet werden können, wird die im Vertrag explizit genannte Vertragslaufzeit als die Mindestvertragslaufzeit festgelegt. Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten. Leasingverhältnisse, bei denen der Konzern als Leasingnehmer auftritt, werden als Nutzungsrechte und entsprechende Leasingverbindlichkeiten zu dem Datum erfasst, zu dem der Leasinggegenstand dem Konzern zur Verfügung steht. Jede geleistete Leasingzahlung wird zwischen Verbindlichkeiten und Finanzierungkosten aufgeteilt. Die Finanzierungskosten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung über die Leasingdauer erfasst, so dass sich ein konstanter Zinssatz auf die verbleibenden Leasingverbindlichkeiten in jeder Periode ergibt. Die Nutzungsrechte werden über die kürzere Zeit aus Nutzungsdauer des Vermögensgegenstandes und Leasingdauer linear abgeschrieben. Die Nutzungsrechte und die Leasingverbindlichkeiten werden zum Barwert am Zugangszeitpunkt bewertet. Die Leasingzahlungen werden mit dem im Vertrag implizierten Zinssatz, sofern dieser bestimmt werden kann, oder mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz der Gesellschaft abgezinst. Zahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse in Bezug auf die technischen Anlagen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer auftritt, werden als Aufwand in der Gewinn- oder Verlustrechnung erfasst. Werthaltigkeit langlebiger Vermögenswerte. Sachanlagen und sonstige langlebige Vermögenswerte, einschließlich immaterieller Vermögenswerte, werden auf Wertminderungen hin überprüft, sobald Ereignisse oder Indikatoren darauf hindeuten, dass ihr Buchwert über dem erzielbaren Betrag liegt. Ein Wertminderungsaufwand wird in Höhe des Betrages erfasst, um den der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt, wobei letzterer dem höheren Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten oder Nutzungswert des jeweiligen Vermögenswerts entspricht. Der Nutzungswert ist als Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows definiert, die aus einem Vermögenswert oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (so genannte "Cash Generating Unit" (CGU)) abgeleitet werden können. Der beizulegende Zeitwert entspricht gemäß IFRS 13 dem Preis, den man in einer gewöhnlichen Transaktion zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag beim Verkauf eines Vermögenswerts erhalten würde. Zur Beurteilung der Wertminderung werden die Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene gruppiert, für die sich separate Cashflows identifizieren lassen. Geschäfts- oder Firmenwerte, die Handelsmarke Techem sowie die unfertige Software in Entwicklung, die noch nicht zur Nutzung verfügbar ist, werden nicht planmäßig linear abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich im Rahmen eines so genannten "Impairmenttests" auf ihre Werthaltigkeit hin geprüft. Die Werthaltigkeit wird auf Basis der Gruppen von CGUs getestet. Die Geschäfts- oder Firmenwerte und die Handelsmarke Techem werden mit ihren ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet. Wertaufholungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert werden nicht vorgenommen. Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns an den erfolgswirksamen Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird ab dem Zeitpunkt des Erwerbs in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns erfasst und gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Der Anteil des Konzerns an den im sonstigen Ergebnis erfassten Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird hingegen im sonstigen Ergebnis des Konzerns erfasst und gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Wenn der Verlustanteil des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen zu einem negativen Buchwert führt, werden keine weiteren Verluste erfasst, es sei denn, er ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen. Gewinnausschüttungen an den Konzern werden vom Beteiligungsbuchwert abgezogen. Langfristige Forderungen. Langfristige unverzinsliche Forderungen sind zu Barwerten bilanziert. Auf langfristige Forderungen werden Wertminderungen für erwartete Kreditverluste gemäß Simplified Approach nach IFRS 9 vorgenommen. Latente Steuern. Latente Steuern werden nach der so genannten Verbindlichkeiten-Methode ermittelt. Die Abgrenzung latenter Steueransprüche oder -verbindlichkeiten erfolgt für temporäre Differenzen, die auf unterschiedliche Wertansätze im Konzernabschluss und in den entsprechenden Steuerbilanzen zurückzuführen sind und künftig zu einer Steuererstattung beziehungsweise -belastung führen. Latente Steuerforderungen auf Verlustvorträge werden in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die temporäre Differenz verwendet werden kann. Latente Steueransprüche oder -schulden werden auf der Basis der erwarteten Steuersätze auf das zu versteuernde Einkommen in den Jahren ermittelt, in denen diese temporären Unterschiede erwartungsgemäß ausgeglichen werden. Bei einer Änderung der Steuersätze werden die jeweiligen Auswirkungen auf die latenten Steueransprüche beziehungsweise -schulden in der Periode erfolgswirksam berücksichtigt, in der der neue Steuersatz verabschiedet wird. Rückstellungen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden gemäß IAS 19 nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben biometrischen Berechnungsgrundlagen insbesondere der jeweils aktuelle langfristige Kapitalmarktzinssatz sowie aktuelle Annahmen über zukünftige Gehalts- und Rentensteigerungen berücksichtigt. Gemäß IAS 19 werden die Neubewertungen der Pensionsrückstellungen sofort im sonstigen Ergebnis erfasst. Der im Pensionsaufwand enthaltene Zinsanteil wird in den Finanzierungsaufwendungen ausgewiesen. Mit Ausnahme der nach IAS 19 berechneten übrigen personalbezogenen Rückstellungen werden alle anderen Rückstellungen auf Basis von IAS 37 bilanziert, soweit eine rechtliche oder faktische Außenverpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besteht, ein Nutzenabfluss wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Der Ansatz erfolgt zu Vollkosten in Höhe des wahrscheinlichen zukünftigen Verpflichtungsumfangs. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst, ihr Zinsanteil wird in den Finanzierungsaufwendungen ausgewiesen. Verbindlichkeiten. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert im Zugangszeitpunkt. Die Folgebewertung findet unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten statt. Langfristige unverzinsliche Verbindlichkeiten werden abgezinst. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte. Nach IFRS 9 werden alle derivativen Finanzinstrumente in der Bilanz zu ihrem beizulegenden Zeitwert gemäß IFRS 13 erfasst. Am Tag des Vertragsabschlusses eines Derivats wird festgelegt, ob dieses als Sicherungsinstrument zum Erhalt des Zeitwerts (Fair Value) oder zur Absicherung einer geplanten Transaktion bzw. von zukünftigen Cashflow-Schwankungen im Zusammenhang mit einem Vermögenswert oder einer Verbindlichkeit dient. Die Wertänderungen der Zinssicherungsinstrumente sowie der Währungssicherungsinstrumente der Gesellschaft werden erfolgswirksam in den Finanzerträgen bzw. Finanzierungsaufwendungen erfasst. Der Begriff "Sicherungsinstrument" wird im Konzernabschluss nicht im Sinne des IFRS 9 verwendet, sondern es wird auf eine rein ökonomische Betrachtungsweise abgestellt. Zeitwert von Finanzinstrumenten. Der beizulegende Zeitwert der liquiden Mittel sowie der kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entspricht nahezu deren Buchwert. Die beizulegenden Zeitwerte der Geldmarktfonds und der Anleihen basieren auf notierten Preisen an aktiven Märkten zum Bilanzstichtag. Der beizulegende Zeitwert der Derivate entspricht dem Verkehrswert am Bilanzstichtag, der auf Basis beobachtbarer Marktdaten gemäß IFRS 13 ermittelt wird. Die beizulegenden Zeitwerte der langfristigen Finanzverbindlichkeiten (mit Ausnahme von Anleihen) und der langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter werden gemäß IFRS 13 ermittelt (vgl. Anmerkung 19). Aktienbasierte Vergütung. Mitarbeitern der Techem 671 Gruppe (einschließlich der obersten Managementebene) wurde es ermöglicht, sich im Rahmen eines von den Hauptinvestoren des Konzerns aufgelegten Beteiligungsprogramms mit einer Eigeninvestition indirekt am Konzern zu beteiligen. Dieses Beteiligungsprogramm wird als aktienbasierte Vergütung angesehen und als Programm mit Eigenkapitalausgleich nach IFRS 2 klassifiziert und bilanziert. Ein etwaiger Aufwand aus einem aktienbasierten Vergütungsprogramm mit Eigenkapitalausgleich wird als Personalaufwand erfasst mit einer entsprechenden Erhöhung im Eigenkapital. Basis für die Aufwandsverteilung ist der beizulegende Zeitwert zum Gewährungszeitpunkt. Dieser beizulegende Zeitwert bleibt in der Folge unverändert, d.h. er wird nicht an geänderte Erwartungen angepasst. Die Aufwandsverteilung wird durch die Erdienungsbedingungen des Beteiligungsprogramms, insbesondere Dienstzeitbedingungen und Exit-Bedingungen, bestimmt. Die Exit-Bedingungen werden als Nichtmarktbedingungen qualifiziert. Fremdkapitalkosten. Fremdkapitalkosten gemäß IAS 23 werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des entsprechenden Vermögenswertes aktiviert und über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Fremdkapitalkosten, die nicht unter IAS 23 fallen, werden in der Periode, in der sie anfallen, erfolgswirksam erfasst. Forschung und Entwicklung. Forschungskosten werden, sobald sie anfallen, als Aufwand erfasst. Kosten, die im Rahmen von Entwicklungsprojekten (im Wesentlichen Softwareentwicklungen) anfallen, werden als immaterielle Vermögenswerte aktiviert, wenn es als wahrscheinlich gilt, dass das Projekt kommerziell erfolgreich sein wird, technisch durchführbar ist und die Kosten verlässlich ermittelt werden können. Sonstige Entwicklungskosten, die diese Kriterien nicht erfüllen, werden als Aufwand erfasst, wenn sie anfallen. Umsatzrealisierung aus Hauptgeschäftstätigkeiten. Die meisten Verträge mit Kunden im Konzern sind Festpreisvereinbarungen, bei denen die Gesellschaft als Prinzipal agiert. Umsatzerlöse werden mit den festen Transaktionspreisen laut den Verträgen mit Kunden bemessen. Die Gesellschaft übt einen praktischen Behelf vom IFRS 15 aus und passt den Transaktionspreis um die Auswirkungen aus einer signifikanten Finanzierungskomponente nur dann an, wenn die erwartete Zeitspanne zwischen der Übertragung eines zugesagten Guts oder einer zugesagten Dienstleistung auf den Kunden und der Bezahlung dieses Guts oder dieser Dienstleistung durch den Kunden mehr als ein Jahr beträgt. Dies kann im Konzern bei Ratengeschäften zur Anwendung kommen. Einige Verträge im Konzern enthalten mehrere Leistungsverpflichtungen. In diesem Falle wird der Transaktionspreis auf Basis der relativen Einzelveräußerungspreise auf jede Leistungsverpflichtung aufgeteilt. Wenn die Einzelveräußerungspreise nicht direkt beobachtbar sind, werden diese auf Basis vom Expected-cost-plus-a-margin-Ansatz geschätzt. Für alle unten genannten Hauptprodukte können die Zahlungsbedingungen entweder vorschüssig oder nachschüssig sein. Ablesungs- und Abrechnungsleistungen Im Rahmen der Vereinbarungen über Ablesung und Abrechnung erbringt die Gesellschaft Ablesungs- und Abrechnungsleistungen auf Basis tatsächlicher Verbrauchswerte. Erlöse aus Ablesungs- und Abrechnungsleistungen werden über einen bestimmten Zeitraum erfasst, da durch die Leistung der Gesellschaft kein Vermögenswert mit alternativer Nutzungsmöglichkeit geschaffen wird und die Gesellschaft einen Rechtsanspruch auf Bezahlung der bereits erbrachten Leistungen hat. Die Erlöse aus den Ablesungs- und Abrechnungsleistungen werden unter Anwendung einer output-orientierten Ermittlung des Fertigstellungsgrades in Höhe der Kosten für bereits erbrachte Leistungen zuzüglich einer Gewinnmarge abgegrenzt. Die Berechnung erfolgt auf Basis der abzurechnenden Liegenschaften zu deren jeweiligem Grad der Fertigstellung zum Bilanzstichtag. Wenn die bereits erbrachten Ablesungs- und Abrechnungsleistungen der Gesellschaft die vom Kunden gezahlten Gegenleistungen übersteigen, wird ein vertraglicher Vermögenswert erfasst. Wenn die vom Kunden gezahlten Gegenleistungen die bereits erbrachten Ablesungs- und Abrechnungsleistungen der Gesellschaft übersteigen, wird eine vertragliche Verbindlichkeit erfasst. Im Rahmen von einigen Vereinbarungen über Ablesung und Abrechnung leistet die Gesellschaft Zahlungen an Kunden, um deren laufende Verträge bei einem Wettbewerber zu übernehmen. Diese Zahlungen an Kunden werden als sonstiger Vermögenswert in der Bilanz erfasst, der über die Vertragsdauer aufgelöst und in der Gewinn- und Verlustrechnung als Reduktion der Umsatzerlöse erfasst wird, da im Falle dieser Vereinbarungen durch die Zahlungen keine abgrenzbaren Güter oder Dienstleistungen vom Kunden erworben werden. Miet- und Wartungsdienstleistungen Im Rahmen der Mietverträge vermietet die Gesellschaft Messgeräte an Kunden für einen bestimmten Zeitraum und übernimmt die Aufrechterhaltung der Funktions- und Betriebsbereitschaft der Messgeräte während der Vertragsdauer. Im Rahmen der Wartungsverträge übernimmt die Gesellschaft die Aufrechterhaltung der Funktions- und Betriebsbereitschaft der Messgeräte vom Kunden während der Wartungsvertragsdauer. Erlöse aus Miet- und Wartungsdienstleistungen werden über einen bestimmten Zeitraum erfasst, da dem Kunden der Nutzen aus der Leistung der Gesellschaft zufließt und er gleichzeitig die Leistung nutzt, während diese von der Gesellschaft erbracht wird. Die Erlöse werden unter Anwendung einer output-orientierten Ermittlung des Fertigstellungsgrades linear über die Vertragslaufzeit abgegrenzt. Wenn die bereits erbrachten Miet- und Wartungsdienstleistungen der Gesellschaft die vom Kunden gezahlten Gegenleistungen übersteigen, wird eine Forderung erfasst, da die Gesellschaft einen unbedingten Anspruch auf die Gegenleistung des Kunden hat. Wenn die vom Kunden gezahlten Gegenleistungen die bereits erbrachten Miet- und Wartungsdienstleistungen der Gesellschaft übersteigen, wird eine vertragliche Verbindlichkeit erfasst. Im Rahmen von einigen Mietverträgen leistet die Gesellschaft Zahlungen an Kunden, um deren laufende Mietverträge bei einem Wettbewerber zu übernehmen. Diese Zahlungen an Kunden werden als sonstiger Vermögenswert in der Bilanz erfasst, der über die Vertragsdauer aufgelöst wird und in der Gewinn- und Verlustrechnung als Reduktion der Umsatzerlöse erfasst wird, wenn durch diese Zahlungen keine abgrenzbaren Güter oder Dienstleistungen vom Kunden erworben werden. Die abgrenzbaren Güter oder Dienstleistungen liegen nur dann vor, wenn durch die Zahlungen der Gesellschaft die noch funktionstüchtigen Messgeräte des Wettbewerbers erworben werden und wenn diese Messgeräte im Rahmen der eigenen Leistungserbringung der Gesellschaft verwendet werden. In diesem Fall werden die Zahlungen an Kunden unter der Position "Mess- und Regeltechnik" zu Anschaffungskosten, soweit diese nicht den Marktwert übersteigen, bilanziert. Verkauf Erlöse aus dem Verkauf von Waren werden zu einem bestimmten Zeitpunkt erfasst, wenn die Verfügungsgewalt über die Waren auf den Käufer übergeht, was im Zeitpunkt der Lieferung der Waren der Fall ist. In Verbindung mit dem Verkauf von Waren bietet die Gesellschaft nur die Gewährleistungen an, die nicht über die gesetzlichen Gewährleistungsverflichtungen hinausgehen ("assurance-type warranties"). Wenn die Waren von der Gesellschaft an den Kunden geliefert wurden, aber noch keine Zahlung vom Kunden erfolgt ist, wird eine Forderung erfasst, da die Gesellschaft einen unbedingten Anspruch auf die Gegenleistung des Kunden hat. Wenn die Waren von der Gesellschaft an den Kunden noch nicht geliefert wurden, aber die Zahlung vom Kunden bereits erfolgt ist, wird eine vertragliche Verbindlichkeit erfasst. Energy Contracting Im Segment Energy Contracting liefert die Gesellschaft im Wesentlichen Energie (z.B. Wärme und Kälte) an Kunden. Erlöse aus Energielieferungen werden outputorientiert über einen bestimmten Zeitraum erfasst, da dem Kunden der Nutzen aus der Leistung der Gesellschaft zufließt und er gleichzeitig die Leistung nutzt, während diese von der Gesellschaft erbracht wird. Die Erlöse werden in einer Höhe erfasst, die direkt dem Wert der von der Gesellschaft bereits erbrachten Leistungen für den Kunden entspricht. Wenn die bereits erbrachten Leistungen der Gesellschaft aus Energy Contracting die vom Kunden gezahlten Gegenleistungen übersteigen, wird eine Forderung erfasst, da die Gesellschaft einen unbedingten Anspruch auf die Gegenleistung des Kunden hat. Wenn die vom Kunden gezahlten Gegenleistungen die bereits erbrachten Leistungen der Gesellschaft aus Energy Contracting übersteigen, wird eine vertragliche Verbindlichkeit erfasst. Zu erwartende Erlösschmälerungen (wie z.B. Skonti, Rabatte, nichtvertragliche Abzüge) werden entsprechend berücksichtigt. Der Ausweis der Umsatzerlöse erfolgt nach Abzug der jeweiligen Umsatzsteuer netto, bereinigt um Erlösschmälerungen. Schätzungen und Ermessensentscheidungen. Die Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden. Diese wirken sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten der Berichtsperiode aus. Allgemein geht die Gesellschaft davon aus, dass die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus keine materiellen Auswirkungen auf die Schätzungen und Ermessensentscheidungen von Techem haben werden. Im Rahmen der Risikobeurteilungen finden die aus der Coronapandemie resultierenden Einflussfaktoren Berücksichtigung (vgl. Teil F. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN - "Konzentration von Risiken"). Die beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte, die im Rahmen von Kaufpreisallokationen identifiziert und bewertet bzw. neu bewertet wurden, basieren auf diversen Annahmen sowie den Planungsrechnungen für die Cashflows der Vermögenswerte, dem angenommenen Lizenzgebührensatz und den relevanten, an das Unternehmensrisiko angepasste, Abzinsungssätzen. Annahmen und Schätzungen beziehen sich auch auf die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen. Bei langfristigen Rückstellungen ist der Abzinsungssatz eine wichtige Schätzgröße, die auf Grundlage der auf den Finanzmärkten am Bilanzstichtag beobachtbaren Renditen erstrangiger, festverzinslicher Unternehmens- und Bankanleihen ermittelt wird. Außerdem werden für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen Annahmen über Lebenserwartung und künftige Gehalts- und Rentenerhöhungen getroffen. Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden in Abhängigkeit von der Altersstruktur gebildet. Zusätzlich werden zur Beitreibung an Rechtsanwälte übergebene Forderungen wertberichtigt. Die Wertberichtigungen erfolgen prozentual auf Basis historischer Erfahrungswerte. Zukunftsbezogene Aspekte spielen derzeit eine untergeordnete Rolle. Wertminderungen für erwartete Kreditverluste werden auf fakturierte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, vertragliche Vermögenswerte, Forderungen aus Finanzierungsleasing und abgegrenzte Forderungen, auf Basis von Prozentsätzen, die die historischen Abschreibungen wiederspiegeln, gebildet. Wertminderungen für erwartete Kreditverluste auf Bankguthaben werden auf Basis von Prozentsätzen berechnet, die auf Basis der Kreditausfallrisikos der Banken ermittelt wurden. Die Beurteilung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie der Handelsmarke Techem erfolgt auf der Grundlage von Planungsrechnungen für die Cashflows der Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und unter Anwendung eines an das Unternehmensrisiko angepassten Abzinsungssatzes. Für weitere Informationen verweisen wir auf Anmerkung 7. Die Nutzungs- und Abschreibungsdauer der Kundenbeziehungen wurde auf Basis historischer Daten ermittelt. Zu detaillierten Angaben verweisen wir auf Anmerkung 7. Aktive latente Steuern werden in dem Umfang angesetzt, in dem die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile wahrscheinlich ist. Die tatsächliche Nutzbarkeit aktiver latenter Steuern ist von der zukünftigen tatsächlichen steuerlichen Ergebnissituation abhängig. Diese kann von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern abweichen. Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente werden, unter anderem, aus den beobachtbaren Marktdaten abgeleitete Annahmen herangezogen. Zu detaillierten Angaben verweisen wir auf Anmerkung 19. In die Bewertung der Zins- und Währungsderivate fließen erwartete zukünftige Zins- und Wechselkursentwicklungen und deren zugrundeliegende Annahmen ein. Mit der Beteiligung von Mitarbeitern der Techem 671 Gruppe am Managementbeteiligungsprogram (MEP) ist eine künftige Teilhabe an Erlösen aus Exit-Ereignissen verbunden. Da dieser Beteiligungsanspruch am Wert des Unternehmens bzw. seines Eigenkapitals ansetzt, ist das MEP als aktienbasiert im Sinne von IFRS 2 zu klassifizieren. Ferner sieht der MEP, über eine eher typische Beteiligung von Gesellschaftern hinaus, Erdienungsbedingungen (vesting conditions) vor, die am Verbleib im Unternehmen und somit an einer kontinuierlichen Arbeitsleistung für den Konzern bis zu einem Exit-Ereignis festmachen. Aufgrund dessen wird das Beteiligungsprogramm im Konzernabschluss der Gesellschaft als aktienbasierte Vergütung nach IFRS 2 bilanziert. Die künftigen Auszahlungen an die Planteilnehmer im Rahmen der verschiedenen möglichen Exit-Szenarien erfolgen nach den für alle Gesellschafter gleichermaßen geltenden Bedingungen für die gehaltenen Instrumente. Dabei ist eine definierte Reihenfolge in der Erfüllung der Instrumente zu beachten. Aus den verschiedenen Exit- sowie Leaver-Szenarien entsteht der Techem 671 Gruppe keine eigenständige Zusage zur Erfüllung des MEP, die als Schuld nach IFRS 2 zu bilanzieren wäre. Das MEP wird deshalb als Programm mit Eigenkapitalausgleich klassifiziert. Bilanzierungspflichtiger Aufwand aus dem MEP ist insoweit zu erfassen, wie über das Eigeninvestment der Planteilnehmer hinaus ein Vorteil gewährt worden wäre. Die Gesellschaft hat den beizulegenden Zeitwert der MEP Beteiligung zum Gewährungszeitpunkt ermittelt und mit den von den Planteilnehmern eingezahlten Beträgen verglichen. Im Ergebnis haben die Planteilnehmer mindestens den beizulegenden Zeitwert bei Eintritt in das MEP vergütet, ihnen wurde kein Vorteil gewährt. Für Details der Bewertung verweisen wir auf Anmerkung 18. Weitere Erläuterungen zu den getroffenen Annahmen und Schätzungen, die diesem Konzernabschluss zugrunde liegen, sind bei den Angaben zu den einzelnen Abschlussposten aufgeführt. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Beurteilungen am Bilanzstichtag. Die tatsächlichen zukünftigen Verhältnisse können naturgemäß von diesen Annahmen und Schätzungen abweichen. Wenn dies eintritt, erfolgt eine Anpassung der Annahmen und soweit erforderlich, der Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden. E. ERLÄUTERUNGEN ZU POSTEN DER BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die vertraglichen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:
1) Für Erläuterungen vgl. Anmerkung 14 Abgegrenzte Forderungen stellen im Wesentlichen den Umsatz aus Vermietungs- und Wartungsverträgen sowie Energielieferungsverträgen (z.B. Wärme und Kälte) dar. Diese Dienste wurden geleistet, jedoch bis zum Stichtag des Konzernabschlusses noch nicht in Rechnung gestellt. Die vertraglichen Vermögenswerte stellen im Wesentlichen die abgegrenzten Erlöse aus den Ablesungs- und Abrechnungsleistungen dar. Diese Leistungen wurden teilweise erbracht, sind aber am Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen. Der Wert zum 30. September 2020 weicht von dem zum 31. März 2020 wegen der Saisonalität des Geschäfts stark ab. Im Rumpfgeschäftsjahr 2020 wurden Forderungen in Höhe von 460 TEUR (Geschäftsjahr 2019/2020: 989 TEUR) abgeschrieben. Die Abschreibungen sind in den sonstigen Aufwendungen enthalten. Im Rumpfgeschäftsjahr 2020 wurden keine vertraglichen Vermögenswerte abgeschrieben (Geschäftsjahr 2019/2020: 0 TEUR). Die Fälligkeitsstruktur der fakturierten Forderungen ist wie folgt:
1) Gemäß Simplified Approach Im Rumpfgeschäftsjahr 2020 wurden auf die abgegrenzten Forderungen und kurzfristigen Forderungen aus Finanzierungsleasing Wertberichtigungen in Höhe von 354 TEUR gebildet (Kreditausfallrate: 0,4%). Im Geschäftsjahr 2019/2020 betrugen die Wertberichtigungen auf die abgegrenzten Forderungen und kurzfristigen Forderungen aus Finanzierungsleasing 304 TEUR (Kreditausfallrate: 0,4%). Die langfristigen Forderungen aus Lieferung und Leistung gliedern sich auf folgende Posten:
1) Für Erläuterungen vgl. Anmerkung 14 Die langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren im Wesentlichen aus Ratenzahlungsgeschäften in Osteuropa mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und maximal zehn Jahren. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:
1) Inklusive als uneinbringlich abgeschriebener Beträge sowie nicht in Anspruch genommener, aufgelöster Beträge 2) Inklusive Wertberichtungen auf langfristige Forderungen Von den Wertberichtigungen in Höhe von 3.367 TEUR (Geschäftsjahr 2019/2020: 2.869 TEUR) entfallen 2.788 TEUR (Geschäftsjahr 2019/2020: 2.543 TEUR) auf das Segment Energy Services und 579 TEUR (Geschäftsjahr 2019/2020: 326 TEUR) auf das Segment Energy Contracting. Die Wertberichtigungen auf die vertraglichen Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:
1) Inklusive als uneinbringlich abgeschriebener Beträge sowie nicht in Anspruch genommener, aufgelöster Beträge 2. Sonstige Vermögenswerte und sonstige finanzielle Vermögenswerte - kurzfristig
Der Anstieg der Debitorischen Kreditoren ist im Wesentlichen auf das Segment Energy Contracting zurückzuführen und stellt einen saisonalen Effekt aufgrund des veränderten Bilanzstichtags dar. Dieser resultiert im Wesentlichen aus den an die Energielieferanten geleisteten Abschlagszahlungen, die die in Anspruch genommenen Energieleistungen des Kalenderjahres zum 30. September 2020 übersteigen. Im Rumpfgeschäftsjahr 2020 wurden keine Wertberichtigungen auf sonstige Vermögenswerte aus Vertragserfüllungskosten vorgenommen (Geschäftsjahr 2019/2020: 0 TEUR). 3. Sonstige Vermögenswerte und sonstige finanzielle Vermögenswerte - langfristig
1) Inklusive Wertberichtungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Finanzierungsleasing, für Erläuterungen vgl. Anmerkung 1 und Anmerkung 14 Die abgegrenzten Versicherungsbeiträge stehen im Zusammenhang mit der Absicherung von Risiken im Rahmen des Erwerbs der Techem Metering Group und haben eine Laufzeit bis 31. Juli 2025. Der Posten wird ratierlich über die Laufzeit aufgelöst. Der kurzfristige Anteil in Höhe von 949 TEUR (31. März 2020: 949 TEUR) wird unter den kurzfristigen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Die abgegrenzten Transaktionskosten stehen im Zusammenhang mit der Revolving Credit Facility, die zum 30. September 2020 in Höhe von 40.000 TEUR (31. März 2020: 100.000 TEUR) in Anspruch genommen wurde (vgl. Anmerkung 13). Der Posten wird in der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend der Laufzeit (bis Juli 2025) ratierlich aufgelöst. Der kurzfristige Anteil in Höhe von 678 TEUR (31. März 2020: 678 TEUR) ist in den kurzfristigen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten. 4. Vorräte
Im Rumpfgeschäftsjahr 2020 wurden insgesamt 85 TEUR erfolgswirksam abgeschrieben (Geschäftsjahr 2019/2020: 687 TEUR). Die Abschreibungen sowie die Wertberichtigungen der Vorräte sind in den Produktkosten und bezogenen Leistungen enthalten. Wertberichtigungen werden auf veraltete oder nicht gängige Vorräte vorgenommen. 5. Mess- und Regeltechnik
Im Geschäftsjahr 2019/2020 erfolgte eine Umbenennung des Postens "vermietete Messgeräte" in "Mess- und Regeltechnik". Die Bilanzposition beinhaltet die vorher unter "Vermietete Messgeräte" ausgewiesenen Geräte (d.h. Heizkostenverteiler, Wasser- und Wärmezähler, Rauchwarnmelder sowie sonstige Geräte, die beim Kunden installiert sind und im Wesentlichen als Hilfsmittel für die Abwicklung des Techem Abrechnungsdienstes eingesetzt werden), Geräte zur Gebrauchsüberlassung, die vorher unter "Betriebs- und Geschäftsausstattung" ausgewiesen wurden, sowie als eigenes Werkzeug verwendete Geräte, die vorher im Posten "Technische Anlagen" enthalten waren. Im Zuge der Umbenennung erfolgten Umbuchungen aus dem Sachanlagevermögen in Höhe von 1.655 TEUR Anschaffungskosten und 675 TEUR Abschreibungen. Die Veränderung des Konsolidierungskreises im Geschäftsjahr 2019/2020 in Höhe von 4.083 TEUR ist auf den Erwerb der Tochtergesellschaft BFW Ternes GmbH zurückzuführen. Zu detaillierten Angaben verweisen wir auf Anmerkung 27. Der Wertminderungsaufwand in Höhe von 2.540 TEUR (2019/2020: 8.289 TEUR) bezieht sich auf außerplanmäßige Abschreibungen von Geräten, hauptsächlich bedingt durch Regeltausch von installierten Messgeräten und durch Vertragskündigungen im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr. Der Wertminderungsaufwand des Rumpfgeschäftsjahres 2020 entfällt in Höhe von 2.538 TEUR auf das Segment Energy Services (2019/2020: 8.253 TEUR) und in Höhe von 2 TEUR auf das Segment Energy Contracting (2019/2020: 36 TEUR). Sämtliche Wertminderungsaufwendungen der Mess- und Regeltechnik sind in dem Posten "Abschreibungen und Wertminderungen auf Mess- und Regeltechnik, Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Nutzungsrechte" in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. 6. Sachanlagen
Die Veränderung des Konsolidierungskreises im Geschäftsjahr 2019/2020 in Höhe von 88 TEUR ist auf den Erwerb der Tochtergesellschaft BFW Ternes GmbH (137 TEUR), sowie die Veräußerung der Tochtergesellschaft Techem Enerji Hizmetleri Sanayi ve Ticaret Limited Şirket (-49 TEUR: Abgang Anschaffungskosten 183 TEUR, Abgang Abschreibungen 134 TEUR) zurückzuführen. Zu detaillierten Angaben verweisen wir auf Anmerkung 27. Die Umbuchungen im Geschäftsjahr 2019/2020 betrafen unter anderem auch einmalig Umgliederungen im Zuge der Umbenennung des Postens "vermietete Messgeräte" in "Mess- und Regeltechnik" (für Erläuterungen vgl. dazu auch Anmerkung 5). Die Fördermittel beinhalten Investitionszuschüsse und -zulagen an die Techem Energy Contracting GmbH, die die Anschaffungskosten der dazugehörigen Anlagen im Anlagevermögen mindern. Die Minderung wird über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Anlage erfolgswirksam aufgelöst. Die Wertminderungsaufwendungen im Rumpfgeschäftsjahr 2020 betragen 74 TEUR (Geschäftsjahr 2019/2020: 361 TEUR). Im Rumpfgeschäftsjahr 2020 entfällt der gesamte Wertminderungsaufwand auf das Segment Energy Contracting, während im Geschäftsjahr 2019/2020 155 TEUR auf das Segment Energy Services und 206 TEUR auf das Segment Energy Contracting entfielen. Sämtliche Wertminderungsaufwendungen der Sachanlagen sind in dem Posten "Abschreibungen und Wertminderungen auf Mess- und Regeltechnik, Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Nutzungsrechte" in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. 7. Immaterielle Vermögenswerte
Die Position Software, Lizenzen und sonstige immaterielle Vermögenswerte enthält auch die Handelsmarken. Die Handelsmarke Techem hat zum 30. September 2020 einen Buchwert von 214.586 TEUR (31. März 2020: 214.722 TEUR) und eine unbegrenzte Nutzungsdauer. Sonstige Handelsmarken haben zum 30. September 2020 einen Buchwert von 291 TEUR (31. März 2020: 301 TEUR) und eine Nutzungsdauer von 15 Jahren. Außerdem sind die im Rahmen des Erwerbs der Techem Metering Gruppe identifizierten Technologien und Software mit einem Gesamtbuchwert von 57.813 TEUR zum 30. September 2020 enthalten (31. März 2020: 63.251 TEUR). Zusätzlich sind hierin auch selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte enthalten. Zum 30. September 2020 beträgt der Buchwert der selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerte 29.120 TEUR (Zugänge: 5.540 TEUR; Abgänge: -43 TEUR; kumulierte historische Anschaffungskosten: 36.338 TEUR; Abschreibungen und Wertminderungsaufwand: 1.734 TEUR; Abgänge Abschreibungen: -19 TEUR; kumulierte Abschreibungen: 7.218 TEUR). Zum 31. März 2020 betrug der Buchwert der selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerte 25.338 TEUR (Zugänge: 6.335 TEUR; Abgänge: -119 TEUR; kumulierte historische Anschaffungskosten: 30.841 TEUR; Abschreibungen und Wertminderungsaufwand: 3.406 TEUR; Abgänge Abschreibungen: -28 TEUR; kumulierte Abschreibungen: 5.503 TEUR). Die Veränderung des Konsolidierungskreises im Geschäftsjahr 2019/2020 war in Höhe von 27.340 TEUR auf den Erwerb der Tochtergesellschaft BFW Ternes GmbH, in Höhe von 112 TEUR auf den Erwerb der Tochtergesellschaft APJAR-TEVYB s.r.o. und in Höhe von -295 TEUR auf die Veräußerung der Tochtergesellschaft Techem Enerji Hizmetleri Sanayi ve Ticaret Limited Şirketi zurückzuführen. Zu detaillierten Angaben verweisen wir auf Anmerkung 27. Die Wertminderungsaufwendungen im Rumpfgeschäftsjahr 2020 betragen 649 TEUR (Geschäftsjahr 2019/2020: 126 TEUR) und entfallen auf die sonstigen immateriellen Vermögenswerte des Segments Energy Services. Im Geschäftsjahr 2019/2020 entfielen 124 TEUR auf die sonstigen immateriellen Vermögenswerte des Segments Energy Services und 2 TEUR auf die sonstigen immateriellen Vermögenswerte des Segments Energy Contracting. Sämtliche Wertminderungsaufwendungen der immateriellen Vermögenswerte sind in dem Posten "Abschreibungen und Wertminderungen auf Mess- und Regeltechnik, Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Nutzungsrechte" in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Die Buchwerte der Kundenbeziehungen, die im Konzernabschluss aktiviert sind, stammen aus folgenden Unternehmen:
Die gesamte Nutzungsdauer der Kundenbeziehungen beträgt zwischen 13 und 50 Jahren, basierend auf den historischen Kundenbindungsraten. Geschäfts- oder Firmenwerte und andere immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer (Handelsmarke Techem) sowie die unfertige Software in Entwicklung, die noch nicht zur Nutzung verfügbar ist, werden in Übereinstimmung mit IAS 36 jährlich einer Werthaltigkeitsprüfung zum Bilanzstichtag unterzogen (sogenannter "Impairmenttest"). Der Stichtag für den Jahresabschluss des Konzerns wurde auf den 30. September eines Kalenderjahres verlegt, daher wurde der Zeitpunkt der jährlichen Durchführung der Werthaltigkeitsprüfung auch angepasst. Sofern es unterjährig neue Erkenntnisse gibt, die auf eine mögliche Wertminderung einer Gruppe von CGUs ("Cash Generating Unit") hinweisen, wird ein weiterer Impairmenttest für diese Gruppe von CGUs durchgeführt. Grundsätzlich wird die Werthaltigkeitsprüfung wie folgt durchgeführt: Alle Geschäfts- oder Firmenwerte sowie immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden entsprechenden Gruppen von CGUs zugeordnet. Dabei stellen Energy Services Germany, Energy Services International und Energy Contracting jeweils eine Gruppe von CGUs dar. Die Abgrenzung von den Gruppen von CGUs erfolgt entsprechend den internen Steuerungsstrukturen der Geschäftsführung. Für jede Gruppe von CGUs wird der erzielbare Betrag ermittelt. Dieser bemisst sich als der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Übersteigt der Buchwert der jeweiligen Gruppe von CGUs den erzielbaren Betrag, muss eine Wertminderung vorgenommen werden. Energy Services Germany. Der erzielbare Betrag der Energy Services Germany wird auf Basis des Nutzungswertes ermittelt. Für diese Gruppe von CGUs werden auf Grundlage eines Fünfjahresplans der Energy Services Germany die zukünftigen Cashflows ermittelt. Den nachfolgenden Perioden wird eine 1,0-prozentige Wachstumsrate, wie im Vorjahr, bei gleichbleibender Kostenrelation zugrunde gelegt. Anschließend wird der Barwert dieser zukünftigen Cashflows errechnet. Der verwendete gewichtete Durchschnittszinssatz vor Steuern (Weighted Average Cost of Capital - "WACC") wird mit Hilfe des Capital Asset Pricing Model ("CAPM") ermittelt und beträgt für die Gruppe von CGUs Energy Services Germany 6,58 Prozent (Geschäftsjahr 2018/2019: 7,13 Prozent). Der Fünfjahresplan der Energy Services Germany basiert auf den folgenden Annahmen:
Zum 30. September 2020 übersteigt der erzielbare Betrag der Energy Services Germany deren Buchwert um 577.867 TEUR. Die wesentlichen Annahmen, die bei der Ermittlung des erzielbaren Betrages der Energy Services Germany verwendet werden, sind wie folgt:
Die nachstehende Tabelle zeigt alle Änderungen der wesentlichen Annahmen, die vom Management der Gesellschaft für möglich gehalten werden, bei denen der erzielbare Betrag dem Buchwert zum 30. September 2020 entsprechen würde. Bei der Sensitivitätsanalyse wird angenommen, dass jeweils nur eine wesentliche Annahme geändert wird und die übrigen wesentlichen Annahmen unverändert bleiben.
Es wurden keine anderen für möglich gehaltenen Änderungen der wesentlichen Annahmen identifiziert, die zu einer Überschreitung des Buchwerts dieser Gruppe von CGUs über deren erzielbaren Betrag führen würden. Energy Services International. Der erzielbare Betrag der Energy Services International wird auf Basis des Nutzungswertes ermittelt. Für diese Gruppe von CGUs werden auf Grundlage eines Fünfjahresplans der Energy Services International die zukünftigen Cashflows ermittelt. Den nachfolgenden Perioden wird eine 1,0-prozentige Wachstumsrate, wie im Vorjahr, bei gleichbleibender Kostenrelation zugrunde gelegt. Anschließend wird der Barwert dieser zukünftigen Cashflows errechnet. Der verwendete gewichtete Durchschnittszinssatz vor Steuern (Weighted Average Cost of Capital - "WACC") wird mit Hilfe des Capital Asset Pricing Model ("CAPM") ermittelt und beträgt für die Gruppe von CGUs Energy Services International 7,65 Prozent (Geschäftsjahr 2019/2020: 7,93 Prozent). Der Fünfjahresplan der Energy Services International basiert auf den folgenden Annahmen:
Es wurden alle vom Management der Gesellschaft für möglich gehaltenen Änderungen der wesentlichen Annahmen überprüft und keine Fälle identifiziert, die zu einer Überschreitung des Buchwerts dieser Gruppe von CGUs über deren erzielbaren Betrag führen würden. Energy Contracting. Der erzielbare Betrag der Energy Contracting wird durch die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten, die mit 1 Prozent des beizulegenden Zeitwertes angesetzt werden, bestimmt. Bei der Berechnung des beizulegenden Zeitwertes werden die zukünftigen Cashflows aus dem Zehnjahresplan der Energy Contracting zuzüglich Erweiterungsinvestitionen zugrunde gelegt. Die Cashflows, die über diesen zehnjährigen Zeitraum hinausgehen, werden mit einer Wachstumsrate von 1,0 Prozent, wie im Vorjahr, hochgerechnet. Die Diskontierung der gesamten Cashflows erfolgt mit dem durchschnittlichen WACC nach Steuern von 4,93 Prozent (Geschäftsjahr 2019/2020: 5,37 Prozent). Der Businessplan der Energy Contracting bis zum Geschäftsjahr 2029/2030 basiert auf den folgenden Annahmen:
Die Bewertung des beizulegenden Zeitwerts für Energy Contracting basiert nicht ausschließlich auf beobachtbaren Marktdaten und wird insgesamt der Hierarchiestufe 3 gemäß IFRS 13 zugeordnet. Zum 30. September 2020 übersteigt der erzielbare Betrag der Energy Contracting deren Buchwert um 40.461 TEUR. Die wesentlichen Annahmen, die bei der Ermittlung des erzielbaren Betrages der Energy Contracting verwendet werden, sind wie folgt:
Die nachstehende Tabelle zeigt alle Änderungen der wesentlichen Annahmen, die vom Management der Gesellschaft für möglich gehalten werden, bei denen der erzielbare Betrag dem Buchwert zum 30. September 2020 entsprechen würde. Bei der Sensitivitätsanalyse wird angenommen, dass jeweils nur eine wesentliche Annahme geändert wird und die übrigen wesentlichen Annahmen unverändert bleiben.
Es wurden keine anderen für möglich gehaltenen Änderungen der wesentlichen Annahmen identifiziert, die zu einer Überschreitung des Buchwerts dieser CGU über deren erzielbaren Betrag führen würden. Die Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte und der immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer (Handelsmarke Techem) sind den Gruppen von CGUs wie folgt zugeordnet:
Im Rumpfgeschäftsjahr 2020 wurde der Bereich Wassertechnik, der den professionellen Betrieb von Wasseraufbereitungsanlagen umfasst, in das Angebot der Energy Contracting von der Energy Services Germany übernommen. Daraus resultierte eine Umgliederung des Goodwills in Höhe von 14.841 TEUR sowie der Handelsmarke Techem in Höhe von 1.338 TEUR von der Gruppe von CGUs Energy Services Germany zu der Gruppe von CGUs Energy Contracting. 8. Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen Im Konzernabschluss sind Anteile an dem assoziierten Unternehmen Energieversorgungsgesellschaft Klinikum Ludwigsburg mbH (EKL) at-equity bilanziert. Die Anteile an dem at-equity bilanzierten Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Das Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen gemäß Gewinn- und Verlustrechnung stellt sich wie folgt dar:
9. Latente Steuern Die latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
Die passiven latenten Steuern auf Wertaufstockungen auf Vermögenswerte beinhalten zum 30. September 2020 passive latente Steuern aufgrund von Wertaufstockungen und dem Ansatz von Vermögenswerten infolge der Kaufpreisallokation aus dem Erwerb der "Techem Metering Gruppe" zum 31. Juli 2018 in Höhe von 592.384 TEUR (31. März 2020: 609.006 TEUR) auf Kundenbeziehungen, Technologie und Software, welche sich im Rahmen der Abschreibung der Vermögenswerte über deren Nutzungsdauern vermindern. Sie werden zukünftig nicht zahlungswirksam. Auf die Handelsmarke Techem wurden zum 30. September 2020 passive latente Steuern in Höhe von 64.462 TEUR gebildet (31. März 2020: 64.502 TEUR). Es besteht eine ertragsteuerliche Organschaft zwischen der Techem 672 mbH, Techem 673 mbH, Techem 674 mbH, Techem 675 mbH, Techem Metering GmbH, Techem GmbH, Techem Energy Services GmbH, Techem Energy Contracting GmbH, Techem X GmbH und der bautec Energiemanagement GmbH für den Veranlagungszeitraum 2020. Der zugrundeliegende Steuersatz für die Organschaft beläuft sich auf 30,04 Prozent. Zum 30. September 2020 wurden von den aktiven latenten Steuern aufgrund von Pensionsrückstellungen in Höhe 5.644 TEUR (31. März 2020: 4.945 TEUR) 999 TEUR (31. März 2020: 343 TEUR) direkt im Eigenkapital erfasst. Die latenten Steuern enthalten langfristige aktive latente Steuern in Höhe von 82 TEUR und langfristige passive latente Steuern in Höhe von 733.706 TEUR. Zum Stichtag bestehen Verlustvorträge in Höhe von ca. 23.174 TEUR (31. März 2020: 21.455 TEUR), auf die in Höhe von 21.979 TEUR (31. März 2020: 20.552 TEUR) wegen unwahrscheinlicher Nutzbarkeit keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden. Die heutige Einschätzung bezüglich der Wertberichtigung auf Nettoverlustvorträge kann sich in Abhängigkeit von der Ertragslage des Unternehmens sowie der Steuergesetzgebung in zukünftigen Jahren ändern und eine Anpassung der Wertberichtigungen erforderlich machen. Die ungenutzten steuerlichen Verlustvorträge in Höhe von 21.979 TEUR (31. März 2020: 20.552 TEUR) für die keine aktive latente Steuer angesetzt wurde, beziehen sich auf folgende Gesellschaften:
Auf temporäre Unterschiede im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften wurden zum 30. September 2020 in Höhe von 188.911 TEUR (31. März 2020: 192.347 TEUR) keine latenten Steuerschulden angesetzt, da die Gesellschaft den Zeitpunkt der Auflösung der temporären Differenzen kontrollieren kann und es wahrscheinlich ist, dass sich diese temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren werden. 10. Vertragliche Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, übrige Verbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten - kurzfristig
1) Für Erläuterungen vgl. Teil F. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN - "Konzentration von Risiken" Die vertraglichen Verbindlichkeiten stellen im Wesentlichen vorschüssig fakturierte Ablesungs- und Abrechnungsdienstleistungen sowie Miet- und Wartungsdienstleistungen dar. Der Wert zum 30. September 2020 weicht von dem zum 31. März 2020 wegen der Saisonalität des Geschäftes stark ab. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern zum 30. September 2020 in Höhe von 44.099 TEUR enthalten Zinsverbindlichkeiten gegenüber dem Mutterunternehmen der Techem 671 Gruppe, die aus einem Darlehensvertrag zwischen der Luxembourg Investment Company 261 S.à r.l. und Techem Verwaltungsgesellschaft 672 mbH vom 26. Juli 2018 resultieren. Zum 31. März 2020 bestanden keine kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, da die unbezahlten Zinsen aus der ersten Zinsperiode vom 26. Juli 2018 bis 31. März 2020 in Höhe von 134.424 TEUR durch entsprechende Erhöhung des Darlehens gegenüber dem Gesellschafter kapitalisiert wurden. In den sonstigen Steuern sind im Wesentlichen Lohn- und Umsatzsteuer enthalten. Der Anstieg der kreditorischen Debitoren ist im Wesentlichen auf das Segment Energy Contracting zurückzuführen und stellt einen saisonalen Effekt aufgrund des veränderten Bilanzstichtags dar. Dieser resultiert im Wesentlichen aus den von den Kunden erhaltenen Abschlagszahlungen, die die von der Gesellschaft erbrachten Energieleistungen des Kalenderjahres zum 30. September 2020 übersteigen. 11. Vertragliche Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, übrige Verbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten - langfristig
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 1.445.876 TEUR resultieren aus dem bereits unter dem kurzfristigen Posten benannten Gesellschafterdarlehen zu den nachfolgenden Konditionen:
Das Gesellschafterdarlehen ist nachrangig und unbesichert. 12. Finanzverbindlichkeiten - kurzfristig
1) Für Erläuterungen vgl. Anmerkung 13 13. Finanzverbindlichkeiten - langfristig
Am 30. Juli 2018 gab die Blitz F18-674 GmbH (später Techem Verwaltungsgesellschaft 674 mbH) Senior Notes (fällig 2026) in Höhe von 465.000 TEUR aus. Die Einnahmen daraus wurden verwendet für den Kaufpreis der Techem Metering Gruppe und die Bezahlung von Gebühren und Aufwendungen im Zusammenhang mit der Akquisition der Techem Metering Gruppe sowie den damit verbundenen Finanzierungsaktivitäten. Zusätzlich wurde am 31. Juli 2018 das bestehende 2017 Senior Facilities Agreement der Techem Metering Gruppe angepasst und mit dem ursprünglichen Senior Facilities Agreement, das die Blitz F18-675 GmbH (später Techem Verwaltungsgesellschaft 675 mbH) am 19. Juli 2018 abgeschlossen hatte, verschmolzen. Das daraus entstehende Senior Facilities Agreement umfasste zu dem Zeitpunkt die Facility B mit einem Nominalwert von 2.340.000 TEUR und die Revolving Credit Facility mit einem Nominalwert von 275.000 TEUR (beide fällig in 2025). Die Facility B enthielt zwei Tranchen: Facility B1 und B2. Facility B2 wurde von der Techem Verwaltungsgesellschaft 675 mbH für folgende Zwecke in Anspruch genommen:
Facility B1 entsprach bestimmten Beträgen, die bereits unter dem 2017 Credit Facilities Agreement ausstehend gewesen waren und historisch von der Techem Energy Metering Service GmbH & Co. KG (mittlerweile auf die Techem Metering GmbH angewachsen) und der Techem GmbH in Anspruch genommen worden waren. Im Januar 2019 wurden Senior Notes im Nominalwert von 51.100 TEUR von der Gesellschaft auf freiwilliger Basis zurückgekauft. Am 24. Juli 2019 wurde ein Repricing der Facility B vereinbart. Dadurch wurde die damals bestehende Marge von 375 Basispunkten auf 350 Basispunkte gesenkt. Zu diesem Zweck wurden die Facilities B1 und B2 bei gleichbleibendem Darlehensbetrag technisch in die Facility B3 überführt. In diesem Zusammenhang fielen Modifikationsgewinne aus der Neubewertung der Facility B in Höhe von 18.583 TEUR an. Am 16. August 2019 wurde die Facility B auf freiwilliger Basis in Höhe von 50.000 TEUR teilweise getilgt. Am 29. Januar 2020 wurde eine Refinanzierung und in diesem Zusammenhang ein weiteres Repricing der Facility B durchgeführt. Dabei gab die Techem Verwaltungsgesellschaft 674 mbH Senior Secured Notes in Höhe von 1.145.000 TEUR aus (Laufzeit bis Juli 2025). Diese Einnahmen wurden in voller Höhe verwendet, um die Facility B teilweise zu tilgen. Die Facility B3 wurde im Zuge der Refinanzierung und des Repricing technisch in die Facility B4 mit einem Darlehensbetrag von 1.145.000 TEUR überführt. In diesem Zusammenhang fielen Modifikationsgewinne aus der Neubewertung der Facility B in Höhe von 26.143 TEUR an. Gegenläufig wurden die abgegrenzten Transaktionskosten und die Neubewertungsanpassung in Höhe von insgesamt 23.274 TEUR, die auf die Tilgung der Facility B in Höhe von 1.145.000 TEUR im Rahmen dieser Refinanzierung zurückzuführen sind, ausgebucht. Zudem wurden die Fälligkeiten der Facility B und der Senior Secured Notes im Juli 2025 taggleich harmonisiert. Im weiteren Verlauf werden die Konditionen im Detail erläutert. Im April 2020 wurde die Revolving Credit Facility durch eine weitere Ziehung von 90.000 TEUR erhöht. Es folgten Tilgungen in Höhe von 150.000 TEUR in Summe im Juni, Juli und September 2020. Am 30. September 2020 ist die Facility B mit 1.145.000 TEUR komplett gezogen. Von der Revolving Credit Facility sind 231.883 TEUR nicht gezogen (Inanspruchnahmen von 40.000 TEUR in Barmitteln sowie 3.117 TEUR durch Garantien). Der Nominalwert der Senior Secured Notes beträgt zu diesem Zeitpunkt 1.145.000 TEUR, der verbleibende Nominalwert der Senior Notes beträgt per 30. September 2020 413.900 TEUR. Der Zins der Fazilitäten basiert auf dem EURIBOR für Darlehen in Euro und auf dem LIBOR für Darlehen in einer anderen Währung. Bis Juli 2020 war die relevante Marge laut aktuellem Senior Facilities Agreement auf 287,5 Basispunkte für die Facility B und 275 Basispunkte für die Revolving Credit Facility festgelegt. Anschließend variiert die relevante Marge zwischen 287,5 Basispunkten und 237,5 Basispunkten für die Facility B und zwischen 275 Basispunkten und 175 Basispunkten für die Revolving Credit Facility, abhängig von dem Senior Secured Net Leverage Ratio des der Zinszahlung vorausgehenden 12-Monatszeitraums. Im Falle eines negativen EURIBOR wird die Marge nicht reduziert. Auf Basis dieses kürzlich durchgeführten Senior Secured Net Leverage Ratio Tests wurde mit Wirkung zum 29. Juli 2020 die Marge der Facility B auf 262,5 Basispunkte und die Marge der Revolving Credit Facility auf 225 Basispunkte gesenkt. Zur Absicherung von Zinsrisiken bestehen Payer-Swap-Agreements mit einem Nominalwert von 1.600.000 TEUR. Die Senior Secured Notes haben einen festen Zinskupon von 2,000%. Die Senior Notes haben einen festen Zinskupon von 6,000%. Zum 30. September 2020 betragen die abgegrenzten Zinsen für die Notes insgesamt 9.042 TEUR. Im Darlehensvertrag sind bestimmte Grenzwerte für das Senior Secured Net Leverage Ratio definiert. Das Überschreiten dieser Grenzwerte führt zur vorzeitigen Rückzahlung der Facility B in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes eines ebenfalls im Vertrag definierten und um Sondereffekte bereinigten "Überschuss-Cashflow", der jeweils in jährlichen Schritten für den vorangegangenen 12-Monatszeitraum berechnet wird (für das Rumpfgeschäftsjahr 2020 wurde diese Kennzahl auf Basis der vergangenen 6 Monate berechnet). Zinszahlungen werden aktuell für die Facility B auf Basis des Drei-Monats-EURIBOR getätigt. Zum 30. September 2020 betragen die abgegrenzten Zinsen für die Darlehen des Senior Facilities Agreements 8.077 TEUR. Die Darlehen des Senior Facilities Agreements, die Senior Secured Notes und bestimmte Sicherungsvereinbarungen sind erstrangig besichert. Die Verpflichtungen rangieren gleichrangig mit anderen Verpflichtungen, die nicht nachrangig zu bedienen sind. Die Darlehen des Senior Facilities Agreements und die Senior Secured Notes sind erstrangig durch die Techem Verwaltungsgesellschaft 675 mbH, Techem Metering GmbH, Techem GmbH, Techem Energy Services GmbH und Techem Energy Contracting GmbH besichert. Techem Verwaltungsgesellschaft 674 mbH, Techem Verwaltungsgesellschaft 675 mbH, Techem Metering GmbH, Techem GmbH, Techem Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG, Techem Energy Services GmbH und Techem Energy Contracting GmbH gewähren die folgenden Verpfändungen und Sicherungsrechte auf einer gleichrangigen und anteilsmäßigen Grundlage als Sicherheit für die Darlehen unter dem Senior Facilities Agreement und für die Senior Secured Notes:
Die Senior Notes sind nachrangig durch die Techem Verwaltungsgesellschaft 675 mbH, Techem Metering GmbH, Techem GmbH, Techem Energy Services GmbH und Techem Energy Contracting GmbH besichert. Die Senior Notes sind besichert durch:
Zum 30. September 2020 hatten die verpfändeten Anteile die folgenden Buchwerte nach lokalem Handelsrecht vor Konsolidierung: Techem Verwaltungsgesellschaft 674 mbH (563.099 TEUR; direkt von Techem Verwaltungsgesellschaft 673 mbH gehalten), Techem Verwaltungsgesellschaft 675 mbH (2.323.671 TEUR; direkt von Techem Verwaltungsgesellschaft 674 mbH gehalten), Techem Metering GmbH (3.966.859 TEUR; direkt von Techem Verwaltungsgesellschaft 675 mbH gehalten), Techem GmbH (1.952.736 TEUR; direkt von Techem Metering GmbH gehalten), Techem Energy Services GmbH (179.442 TEUR; direkt und indirekt von Techem GmbH gehalten) und Techem Energy Contracting GmbH (35.066 TEUR; direkt von Techem Energy Services GmbH gehalten). Zusätzlich zu den verpfändeten Anteilen sind die finanziellen Verpflichtungen durch abgetretene Bankguthaben in Höhe von 56.836 TEUR per 30. September 2020 gesichert. In der Finanzierung bestehen "Covenants", die eingehalten und regelmäßig an die beteiligten Banken berichtet werden müssen. Vorläufige Berechnungen aufgrund aktueller Zahlen zum 30. September 2020 weisen diesbezüglich auf keine Probleme hin. Im Rumpfgeschäftsjahr 2020 beträgt der Durchschnittszinssatz 3,72 Prozent p.a. 14. Leasing Die Gesellschaft als Leasingnehmer Die Gesellschaft least verschiedene Immobilien, IT-Ausstattung und Fahrzeuge. Die Laufzeiten der Leasingverhältnisse werden individuell verhandelt und beinhalten eine Bandbreite verschiedener Laufzeiten und Bedingungen. Typischerweise werden die Leasingverträge für eine feste Laufzeit mit zusätzlichen Kündigungs- oder Verlängerungsoptionen für eine oder beide Vertragsparteien geschlossen. In manchen Fällen sind unbefristete Verträge mit Kündigungsoption für eine oder beide Vertragsparteien vereinbart. In der Finanzierung bestehen Beschränkungen bezüglich Leasingverhältnissen, die eingehalten werden müssen. Zum 30. September 2020 werden diese eingehalten. Die Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen, bei denen die Gesellschaft als Leasingnehmer auftritt, setzen sich wie folgt zusammen:
Im Rumpfgeschäftsjahr 2020 betragen die Zugänge zu den Nutzungsrechten 10.348 TEUR (Geschäftsjahr 2019/2020: 21.835 TEUR). Im Geschäftsjahr 2019/2020 betrugen zusätzlich die Zugänge aus der Veränderung des Konsolidierungskreises 373 TEUR, die in Höhe von 372 TEUR auf den Erwerb der Tochtergesellschaft BFW Ternes GmbH und in Höhe von 1 TEUR auf den Erwerb der Tochtergesellschaft APJAR-TEVYB s.r.o. zurückzuführen waren. Zu detaillierten Angaben verweisen wir auf Anmerkung 27. Die Konzern Gewinn- und Verlustrechnung zeigt folgende Beträge im Zusammenhang mit den Leasingverhältnissen:
Die gesamten Wertminderungsaufwendungen des Geschäftsjahres 2019/2020 entfielen auf das Segment Energy Services. Die Wertminderungsaufwendungen aus den Nutzungsrechten sind in dem Posten "Abschreibungen und Wertminderungen auf Mess- und Regeltechnik, Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Nutzungsrechte" in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Im Rumpfgeschäftsjahr 2020 betragen die gesamten Zahlungsmittelabflüsse (inkl. Zinsen) für Leasingverhältnisse 11.300 TEUR (Geschäftsjahr 2019/2020: 22.284 TEUR). Für die zukünftigen Mittelabflüsse basierend auf undiskontierten Bruttocashflows wird auf Teil F. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN "Konzentration von Risiken" verwiesen. Zum 30. September 2020 werden mögliche zukünftige Mittelabflüsse in Höhe von 62.107 TEUR (undiskontiert) nicht in die Leasingverbindlichkeit einbezogen, da es nicht hinreichend sicher ist, dass die Leasingverträge verlängert werden. Im Rumpfgeschäftsjahr 2020 ergab sich aus der Veränderung der ursprünglich getroffenen Einschätzungen bezüglich der Ausübung von Verlängerungs- und Kündigungsoptionen ein Rückgang der bilanzierten Leasingverbindlichkeiten und Nutzungsrechte um 82 TEUR. Zum Bilanzstichtag bestehen bei der Gesellschaft Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen für Immobilien und Fahrzeuge, die noch nicht begonnen haben. Im Geschäftsjahr 2020/2021 werden aus erstmaliger Bewertung dieser Leasingverhältnisse Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 2.063 TEUR erwartet, im Wesentlichen resultierend aus mehreren Leasingsachverhalten in Bezug auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung in Deutschland. Die Gesellschaft als Leasinggeber Der Konzern tritt im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen als Leasinggeber auf. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Leasing von Wärmeerzeugungsanlagen und sonstigen technischen Anlagen. Hierbei wird eine Forderung in Höhe des Barwertes der Mindestleasingzahlungen bilanziert. Zahlungen des Leasingnehmers werden als Tilgungsleistung bzw. als Zinsertrag erfasst. Die Konzern Gewinn- und Verlustrechnung zeigt die folgenden Beträge im Zusammenhang mit Finanzierungsleasing:
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Bruttoinvestitionen in Finanzierungsleasingverhältnisse und den Barwert der Mindestleasingzahlungen:
1) Vgl. Anmerkung 1 Die Fälligkeitsrasterung der Gesamtbruttoinvestition und des Barwerts der Mindestleasingzahlung ist wie folgt:
15. Sonstige Rückstellungen - kurzfristig
Die Veränderung des Konsolidierungskreises im Geschäftsjahr 2019/2020 ist in Höhe von 169 TEUR auf den Erwerb der Tochtergesellschaft BFW Ternes GmbH, in Höhe von 1 TEUR auf den Erwerb der Tochtergesellschaft APJAR-TEVYB s.r.o. und in Höhe von -35 TEUR auf die Veräußerung der Tochtergesellschaft Techem Enerji Hizmetleri Sanayi ve Ticaret Limited Şirketi zurückzuführen. Zu detaillierten Angaben verweisen wir auf Anmerkung 27. Die Personalrückstellungen enthalten hauptsächlich Verpflichtungen für variable Entgelte sowie Urlaubsverpflichtungen. Zudem sind u.a. Rückstellungen für Zeitguthaben von Mitarbeitern aus geleisteten Überstunden enthalten. Die Rückstellung für Garantiefälle wird im Wesentlichen für Verpflichtungen aus mängelbehafteten Gerätelieferungen, fehlerhaften Abrechnungen und Montageschäden gebildet. Die Restrukturierungsrückstellung betrifft im Wesentlichen Restrukturierungsmaßnahmen im Rahmen von Programmen zur Optimierung der Funktionsbereiche in Deutschland. Bei der Berechnung dieser Restrukturierungsrückstellung wurde gemäß dem mit dem Betriebsrat abgeschlossenen Sozialplan eine bestimmte Anzahl von Mitarbeitern mit den durchschnittlichen Personalkosten beziehungsweise den individuellen Personalkosten multipliziert. Im Rahmen von einzelnen Initiativen können insbesondere die tatsächliche Anzahl der betroffenen Mitarbeiter, individuelle Gehälter oder Anzahl der Eigenkündigungen von den oben genannten Schätzungen abweichen. Wartungsdienstrückstellungen sind gebildet worden, um dem Austausch von Geräten im Rahmen von Wartungsverträgen Rechnung zu tragen. Betroffen sind ausschließlich defekte Geräte oder Geräte mit abgelaufener Eichfrist, die unter die Wartungsverträge fallen und zum Bilanzstichtag noch nicht ausgetauscht wurden. Der unter "Sonstige" ausgewiesene Betrag im Rumpfgeschäftsjahr 2020 bezieht sich im Wesentlichen auf Rückstellungen für Renovierungsarbeiten, Beiträge zu Verbänden sowie Rückstellungen für Austausch von Geräten die nicht unter die Wartungsverträge fallen. Da die Nettowährungsdifferenzen nicht wesentlich sind, werden diese nicht gesondert ausgewiesen. Sie sind in der Spalte "Auflösung" enthalten. 16. Sonstige Rückstellungen - langfristig
Die Veränderung des Konsolidierungskreises im Geschäftsjahr 2019/2020 ist in Höhe von -13 TEUR auf die Veräußerung der Tochtergesellschaft Techem Enerji Hizmetleri Sanayi ve Ticaret Limited Şirketi zurückzuführen. Die Rückstellungen werden im Wesentlichen mit 1,18 Prozent abgezinst (die Risikozuschläge wurden bei der Bemessung der zukünftigen Mittelabflüsse berücksichtigt). Der unter "Sonstige" ausgewiesene Betrag im Rumpfgeschäftsjahr 2020 setzt sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Renovierungsarbeiten, Rückbauverpflichtungen und Generalüberholung zusammen. Da die Nettowährungsdifferenzen nicht wesentlich sind, werden diese nicht gesondert ausgewiesen. Sie sind in der Spalte "Auflösung" enthalten. 17. Pensionsrückstellungen Die Pensionspläne der Tochtergesellschaften variieren aufgrund der unterschiedlichen rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes. Die Altersversorgungssysteme im In- und Ausland basieren überwiegend auf Leistungszusagen ("Defined Benefit Plans"), wobei zwischen Rückstellungs- und extern finanzierten Versorgungssystemen unterschieden wird. Es bestehen Pensionspläne für ehemalige Mitglieder der Geschäftsleitung der Techem Energy Services GmbH und der Techem GmbH. Die Pensionspläne basieren auf einem gesonderten Versorgungsplan für jedes Mitglied. Sie richten sich grundsätzlich nach den pensionsfähigen Bezügen der jeweiligen Mitarbeiter und der Dauer der Betriebszugehörigkeit. Des Weiteren ist eine Unterstützungskasse eingerichtet. Für sämtliche aktive und einige ehemalige Mitarbeiter der Techem (Schweiz) AG bestehen Pensionspläne, die entsprechend dem Schweizer Vorsorgesystem kapitalgedeckt bzw. rückversichert sind. Die Pensionspläne umfassen eine Altersrente sowie Risikoleistungen (Invalidität und Tod). Die Altersrente wird durch das Altersguthaben und einen Umwandlungssatz bestimmt, die Risikoleistungen sind als fester Prozentsatz des versicherten Gehalts definiert. Die Pensionsrückstellungen werden anhand von unabhängigen versicherungsmathematischen Gutachten bilanziert. Die Pensionsrückstellungen für Leistungszusagen werden nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method", für die deutschen Gesellschaften unter Verwendung der Richttafeln von Prof. Dr. Heubeck 2018 G) ermittelt. Bei den Vermögenswerten für die extern finanzierten Verpflichtungen handelt es sich um qualifizierte Versicherungen (verpfändete Rückdeckungsversicherungen), die die Voraussetzungen für Vermögenswerte ("Plan Assets") erfüllen. Dementsprechend erfolgt eine Verrechnung mit den Rückstellungen. Die Höhe der Pensionsverpflichtungen unterliegt Risiken, die sich aus der Entwicklung der Lebenserwartung, der zukünftigen Höhe von Rentenanpassungen und der Entwicklung der Kapitalmarktverzinsung ergeben. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, wurden für einige Versorgungspläne qualifizierte Versicherungen (Rückdeckungsversicherungen) abgeschlossen. Diese werden nicht an einem aktiven Markt gehandelt. Die nachfolgende Tabelle stellt die Pensionsverpflichtungen in den jeweiligen Berichtsperioden dar:
Die Bewegungen im Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen und des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens sowie der Nettoschuld der leistungsorientierten Verpflichtungspläne stellen sich wie folgt dar:
1) Im sonstigen Ergebnis erfasst 2) Im laufenden Ergebnis erfasst Da sämtliche Verpflichtungen aus den Pensionsansprüchen der im jeweiligen Geschäftsjahr in Rente gegangenen ehemaligen Mitarbeiter der Techem (Schweiz) AG auf eine Versicherungsgesellschaft übertragen werden, reduzierten sich sowohl der Barwert der korrespondierenden Verpflichtung als auch der beizulegende Zeitwert des Planvermögens im Rumpfgeschäftsjahr 2020 um jeweils 605 TEUR (Geschäftsjahr 2019/2020: jeweils 16 TEUR). Der laufende und der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand sind im Personalaufwand enthalten. Der Zinsaufwand und die Erträge aus Planvermögen sind im Finanzergebnis enthalten. Die Neubewertungen sind im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Neubewertungen verteilen sich wie folgt:
Die grundlegenden Annahmen zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen stellen sich wie folgt dar (Durchschnittswerte):
Für deutsche Pensionsverpflichtungen wurde zum Stichtag 30. September 2020 ein durchschnittlicher Diskontierungssatz von 0,41 Prozent angewendet. Für die Pensionsverpflichtungen der Techem (Schweiz) AG wurde zum 30. September 2020 ein Diskontierungssatz von 0,25 Prozent angewendet. Die zum 30. September 2020 angewendeten Diskontierungssätze für ausländische Pensionsverpflichtungen liegen zwischen 0,25 und 1,4 Prozent. Die Sensitivität der Gesamtpensionsverpflichtung auf Änderungen in den gewichteten Hauptannahmen beträgt:
Das Verfahren für die Ermittlung der Sensitivitäten entspricht dem Verfahren der Verpflichtungsberechnung zum Bilanzstichtag. Der Aufwand für beitragsorientierte Altersvorsorgesysteme beträgt im Rumpfgeschäftsjahr 2020 6.724 TEUR (Geschäftsjahr 2019/2020: 12.136 TEUR). Davon entfallen im Rumpfgeschäftsjahr 2020 5.788 TEUR (Geschäftsjahr 2019/2020: 10.506 TEUR) auf die deutschen Gesellschaften und beinhalten im Wesentlichen die Arbeitgeberbeiträge für die gesetzliche Rentenversicherung. Im Geschäftsjahr 2020/2021 werden die Beiträge in das Planvermögen voraussichtlich 1.075 TEUR betragen. Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Versorgungspläne beträgt 17,1 Jahre (Geschäftsjahr 2019/2020: 15,9 Jahre). Die Leistungszahlungen werden voraussichtlich wie folgt fällig:
18. Eigenkapital Stammkapital. Das Stammkapital der Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH beträgt unverändert 100.000 EUR zum 30. September 2020 (31. März 2020: 100.000 EUR). Das Stammkapital der Gesellschaft ist in 49.999 Geschäftsanteile A, 50.000 Geschäftsanteile B und 1 Geschäftsanteil C, jeweils zum Nennbetrag von 1 EUR, eingeteilt. Das Stammkapital ist voll erbracht. Kapitalrücklage. Zum 30. September 2020 enthält die Kapitalrücklage die getätigten Einlagen in Höhe von 563.127.044 EUR (31. März 2020: 563.127.044 EUR). Andere Rücklagen. Andere Rücklagen enthalten das Netto-Ergebnis des Geschäftsjahres sowie die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse und das kumulierte sonstige Ergebnis, das sich aus den Währungsumrechnungsdifferenzen, den Neubewertungen der Pensionsrückstellungen sowie den Ertragsteuern auf das sonstige Ergebnis zusammensetzt. Angaben zum Kapitalmanagement. Die Techem 671 Gruppe verfolgt das Ziel, die Eigenkapitalbasis nachhaltig zu sichern und eine angemessene Rendite auf das eingesetzte Kapital zu erwirtschaften. Hierbei stellt das buchhalterische Kapital des Konzerns jedoch lediglich ein passives Steuerungskriterium dar, während Umsatz, EBITDA und Free Cashflow als aktive Steuerungskriterien fungieren. Die folgende Tabelle zeigt die Veränderung des Eigenkapitals und der Finanzverbindlichkeiten:
Aktienbasierte Vergütung/ Managementbeteiligungsprogramm (MEP). Im März 2019 wurde von den Hauptinvestoren des Konzerns ein Managementbeteiligungsprogramm (MEP) aufgelegt. Dieses erlaubt es den Planteilnehmern, sich indirekt am Konzern und seiner Wertentwicklung über ein Eigeninvestment zu beteiligen. Dabei erwerben die Planteilnehmer ein Paket bestehend aus Anteilen des Gesellschafterdarlehens (vgl. Anmerkung 11) sowie Geschäftsanteile A und B der Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH. Bis zum 30. September 2020 wurden 2.319 Geschäftsanteile A sowie 124 Geschäftsanteile B an die Planteilnehmer veräußert. Neue Zusagen werden durch den Investor aus bestehenden Anteilen gewährt. Über ihre Beteiligung partizipieren die Planteilnehmer an künftigen Kapitalerlösen aus einem definierten Exit-Ereignis (IPO oder Verkaufs des Konzerns). Der aus der Beteiligung resultierende Anspruch unterliegt Erdienungsbedingungen, die am Verbleib im Unternehmen bis zum Eintritt des Exit-Ereignisses anknüpfen (Dienstzeitbedingung). Ein vorzeitiges Ausscheiden kann zum teilweisen oder vollständigen Verlust des Beteiligungsanspruches führen. Die Beteiligungen fallen dann an den Investor zurück und werden ggf. an andere oder neue Planteilnehmer wieder ausgegeben. Das Managementbeteiligungsprogramm wird als aktienbasierte Vergütung mit Eigenkapitalausgleich bilanziert. Der beizulegende Zeitwert der gewährten Geschäftsanteile wird zum Gewährungszeitpunkt ermittelt. Die im Rahmen des MEP gehaltenen Geschäftsanteile A und B werden als Optionen behandelt und mit Hilfe eines Optionsbewertungsansatzes bewertet. Zuletzt wurden im März 2020 weitere Geschäftsanteile A sowie Geschäftsanteile B gewährt. Hierfür wurde eine Laufzeit der Optionen von 7,33 und 6,75 Jahren unterstellt. Alle weiteren Annahmen wurden konsistent zum Impairmenttest abgeleitet. Der hieraus abgeleitete Gesamtwert für die gehaltenen Geschäftsanteile A und B aus dem MEP entsprach dem Eigeninvestment der Planteilnehmer. Aus dem MEP ist daher für bestehende Planteilnehmer weder in der Periode, in der die Anteile gewährt wurden, noch künftig Aufwand zu erfassen. 19. Kategorien von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten Die finanziellen Vermögenswerte umfassen ausschließlich Schuldinstrumente. Nach Prüfung der "Zahlungsstrombedingungen" generieren sämtliche finanziellen Vermögenswerte mit Ausnahme der Geldmarktfonds ausschließlich Cashflows, die Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Des Weiteren ergab die Prüfung der "Geschäftsmodellbedingungen", dass die finanziellen Vermögenswerte nur zur Vereinnahmung der vertraglichen Cashflows gehalten werden (IFRS 9.4.1.2). Daher werden die finanziellen Vermögenswerte mit Ausnahme der Geldmarktfonds zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Da die "Zahlungsstrombedingungen" bei den Geldmarktfonds nicht erfüllt sind, werden diese erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Buchwerte der Finanzinstrumente der Techem 671 Gruppe und ihre beizulegenden Zeitwerte gemäß IFRS 9 bzw. IFRS 7:
1) Zum 30. September 2020 werden Geldmarktfonds mit einem Betrag von 3.598 TEUR in der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte" ausgewiesen (31. März 2020: 3.819 TEUR). 2) Zum 30. September 2020 enthält die Bilanzposition zusätzlich 22.635 TEUR Zinssicherungsinstrumente (31.März 2020: 22.659 TEUR). Diese werden in der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" ausgewiesen. 3) Zum 30. September 2020 enthält die Bilanzposition zusätzlich 629 TEUR langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die in der Kategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" ausgewiesen werden (31. März 2020: 675 TEUR). Die langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
In der nachstehenden Tabelle werden die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Hierarchiestufen gemäß IFRS 7 bzw. IFRS 13 zusammengefasst. Die Hierarchiestufen werden folgendermaßen definiert:
Im Rumpfgeschäftsjahr 2020 wurden keine Umgliederungen der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zwischen Stufe 1 und Stufe 2 der Hierarchie vorgenommen. Bei sämtlichen kurzfristigen Positionen wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte nahezu den Buchwerten entsprechen. Grund dafür ist vor allem die kurze Laufzeit solcher Instrumente. Bei den Positionen langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte, langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten entsprechen die beizulegenden Zeitwerte näherungsweise den Buchwerten. Der beizulegende Zeitwert der Geldmarktfonds basiert auf öffentlich notierten Marktpreisen auf einem aktiven Markt zum Bilanzstichtag. Die beizulegenden Zeitwerte von Zinssicherungsinstrumenten ohne Sicherungsbeziehung (Zinsswaps) werden auf Basis der mark-to-market Bewertungsmethode ermittelt. Anschließend wird jeweils ein Abschlag für das eigene Kreditausfallrisiko der Techem 671 Gruppe (bzw. das Kreditausfallrisiko des Kontrahenten) berücksichtigt. Das für die Berechnung des Kreditausfallrisikos erwartete Exposure wird auf Grundlage der von den Kontrahentenbanken erstellten mark-to-market Bewertungen ermittelt. Für die Bewertung des Kreditrisikos bzw. der Ausfallwahrscheinlichkeiten und des erwarteten Verlustes bei Ausfall werden Techem spezifische CDS Spread-Quotierungen herangezogen. Zur Diskontierung des Abschlages für das Kreditausfallrisiko werden fristadäquate risikofreie Zinssätze verwendet. Zum 30. September 2020 basierten die beizulegenden Zeitwerte der Anleihen auf den notierten Preisen der jeweiligen Anleihen. Der beizulegende Zeitwert der langfristigen Finanzverbindlichkeiten (Darlehen), die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, wird auf Basis der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt. Dabei werden die Barwerte der zukünftig erwarteten Cashflows errechnet. Zur Diskontierung werden risikoadjustierte fristenadäquate Marktzinssätze auf Grundlage von Kontrahenten bzw. Techem spezifischen CDS Spread-Quotierungen verwendet. Der beizulegende Zeitwert der langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, wird auf Basis der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt. Dabei werden die Barwerte der zukünftig erwarteten Cashflows errechnet. Zur Diskontierung wird der interne Zinsfuß der Techem Senior Notes zum 30. September 2020 verwendet. Die angegebenen beizulegenden Zeitwerte der Anleihen fallen unter die Hierarchiestufe 1. Die oben genannten beizulegenden Zeitwerte der langfristigen Finanzverbindlichkeiten (mit Ausnahme von Anleihen) und der langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind der Hierarchiestufe 2 zugeordnet. Die Nettogewinne oder Nettoverluste aus den Finanzinstrumenten der Techem 671 Gruppe setzen sich wie folgt zusammen:
1) Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten neben Aufwendungen aus der Zuführung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte und Aufwendungen aus Abschreibungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auch Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte. 2) Die Zinserträge enthalten unter Anderem Zinserträge aus Ratenzahlungsgeschäften und Finanzierungsleasing unter Anwendung der Effektivzinsmethode. 3) Für Erläuterungen vgl. Anmerkung 25. 4) Die Zinsaufwendungen enthalten im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Bankdarlehen, Gesellschafterdarlehen und Anleihen unter Anwendung der Effektivzinsmethode. 5) Die Zinsaufwendungen des Rumpfgeschäftsjahres 2020 enthalten Nettogewinne aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Sicherungsinstrumenten in Höhe von 24 TEUR (Geschäftsjahr 2019/2020: Nettoverluste in Höhe von 2.718 TEUR) und Zinsaufwendungen aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Sicherungsinstrumenten in Höhe von 4.550 TEUR (Geschäftsjahr 2019/2020: 8.681 TEUR) unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Für Erläuterungen vgl. Anmerkung 25. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Darlehen, Anleihen, Leasingverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern:
1) Kurzfristige abgegrenzte Zinsverbindlichkeiten sind nicht enthalten. Diese werden zukünftig ausschließlich zahlungswirksame Buchwerte darstellen und sind in den kurzfristigen Bilanzpositionen Finanzverbindlichkeiten (vgl. Anmerkung 12) bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (vgl. Anmerkung 10) ausgewiesen. 2) Im Zuge der Refinanzierung und des Repricing im Januar 2020 wurden Senior Secured Notes in Höhe von 1.145.000 TEUR ausgegeben und die Facility B in Höhe von 1.145.000 TEUR getilgt (vgl. Anmerkung 13). Diese Transaktionen wurden direkt zwischen den beteiligten Bankagenten durchgeführt und führten bei Techem weder zu Zahlungsab- noch -zuflüssen, weshalb in der Konzern Kapitalflussrechnung der Gesellschaft keine Berücksichtigung der Transaktionen erfolgt. 20. Umsatzerlöse
Von den Umsatzerlösen des Rumpfgeschäftsjahres 2020 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 272.163 TEUR (Geschäftsjahr 2019/2020: 680.203 TEUR) zeitraumbezogen und 44.963 TEUR (Geschäftsjahr 2019/2020: 99.309 TEUR) zeitpunktbezogen realisiert. Die Erlöse verteilen sich auf folgende Erlösquellen:
Die im Rumpfgeschäftsjahr 2020 erfassten Erlöse, die in den vertraglichen Verbindlichkeiten zum 1. April 2020 enthalten waren, betragen 62.053 TEUR. Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht über den Teil der Transaktionspreise, der auf die noch nicht (oder teilweise nicht) erfüllten Leistungsverpflichtungen entfällt:
1) angepasste Ermittlungsmethode Die Gesellschaft hat entschieden, die Transaktionspreise für Leistungsverpflichtungen, die nicht erfüllt (oder teilweise nicht erfüllt) sind, nicht zu zeigen, wenn sie Teil eines Vertrags mit einer ursprünglich erwarteten Dauer von einem Jahr oder weniger sind. Dies bezieht sich hauptsächlich auf Verkaufs-, Wartungsdienstleistungs- und auch auf kurzfristige Ablesungs- und Abrechnungsleistungsverträge. Darüber hinaus werden die Transaktionspreise der nicht erfüllten (oder teilweise erfüllten) Leistungsverpflichtungen des Produkt- und Servicebereichs Energy Contracting gemäß IFRS 15 nicht offengelegt. Für diese Leistungen, für die ein Anspruch auf Gegenleistung von einem Kunden besteht, erfasst die Gesellschaft Umsätze in Höhe des Betrages, der direkt dem Wert der von der Gesellschaft bereits erbrachten Leistungen für den Kunden entspricht und den die Gesellschaft in Rechnung stellen darf. 21. Aktivierte Eigenleistungen
Die aktivierten Eigenleistungen aus Montageleistungen beziehen sich auf die Mess- und Regeltechnik und werden im Rahmen der vermieteten Messgeräte aktiviert. Die aktivierten Eigenleistungen aus Projekten beziehen sich auf die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögenswerte und die Errichtung von technischen Anlagen. 22. Sonstige Erträge
Die Kursgewinne sind hauptsächlich durch Wechselkursänderungen zwischen dem Entstehungszeitpunkt von Fremdwährungsforderungen/ -verbindlichkeiten und dem Zeitpunkt der Zahlung oder der Neubewertung zum Bilanzstichtag begründet. 23. Produktkosten und bezogene Leistungen
24. Sonstige Aufwendungen
Im Rumpfgeschäftsjahr 2020 sind Forschungs- und Entwicklungskosten außer in der hier genannten Höhe von 370 TEUR (im Geschäftsjahr 2019/2020: 905 TEUR) auch in den Personalaufwendungen in Höhe von 1.926 TEUR (Geschäftsjahr 2019/2020: 3.240 TEUR) und in den Produktkosten 0 TEUR (Geschäftsjahr 2019/2020: 39 TEUR) enthalten. 25. Finanzerträge und Finanzierungsaufwendungen
Im Rumpfgeschäftsjahr 2020 belaufen sich die Zinserträge aus Ratengeschäft und Finanzierungsleasing auf 237 TEUR (Geschäftsjahr 2019/2020: 494 TEUR). Die Erträge aus Refinanzierung in Höhe von 21.459 TEUR im Geschäftsjahr 2019/2020, resultierten im Wesentlichen aus Erträgen aus der Neubewertung der Facility B des Senior Facility Agreements nach einem Repricing im Juli 2019 (Modifikationsgewinn von 18.583 TEUR) und einem Repricing im Januar 2020 (Modifikationsgewinn von 26.143 TEUR). Gegenläufig wurden die abgegrenzten Transaktionskosten/ Neubewertungsanpassung in Höhe von 23.274 TEUR, die auf die Tilgung der Facility B des Senior Facility Agreements in Höhe von 1.145.000 TEUR im Januar 2020 zurückzuführen waren, ausgebucht. 26. Ertragsteuern
Da der überwiegende Teil des Vor-Steuer-Ergebnisses in Deutschland erwirtschaftet wird, beläuft sich der gewichtete durchschnittliche Konzernsteuersatz auf 30,04 Prozent (vgl. Anmerkung 9). Die Prüfungshandlungen der deutschen Betriebsprüfung für die Techem Energy Metering Service GmbH & Co. KG als Organträgerin (Gründung 2006), welche mittlerweile auf die Techem Metering GmbH angewachsen ist, sind für die Veranlagungszeiträume 2010 bis 2015 ohne wesentliche Prüfungsfeststellungen abgeschlossen. Ab dem Veranlagungszeitraum 2010 stehen die Bescheide unter dem Vorbehalt der Nachprüfung. Es bestand eine ertragsteuerliche Organschaft zwischen der Techem Energy Metering Service GmbH & Co. KG, Techem GmbH, Techem Energy Services GmbH, Techem Energy Contracting GmbH und der bautec Energiemanagement GmbH bis zum 31.März 2018. Die latenten Steuern werden basierend auf dem jeweilig verabschiedeten Steuersatz berechnet. Die Überleitung des gewichteten durchschnittlichen Konzernsteuersatzes auf den effektiven Steuersatz der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:
Aufgrund der deutschen Zinsschrankenregelung sind nicht alle Zinsaufwendungen steuerlich ansetzbar, die nicht abzugsfähigen Zinsaufwendungen werden in einem Zinsvortrag gesammelt. Der Zinsvortrag beläuft sich zum 30. September 2020 auf 209.981 TEUR (31. März 2020: 156.071 TEUR). Auf den Zinsvortrag im Konzern wurde keine latente Steuer gebildet, da es nicht wahrscheinlich ist, diesen im Planungszeitraum von fünf Jahren nutzen zu können. Die permanenten Differenzen entfallen im Rumpfgeschäftsjahr 2020 wie auch im Geschäftsjahr 2019/2020 im Wesentlichen auf gewerbesteuerliche Hinzurechnungen der Zinsaufwendungen. Die Steuersätze im Rumpfgeschäftsjahr 2020 haben sich im Wesentlichen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019/2020 nicht geändert. Die Steuersatzänderung der latenten Steuern im Geschäftsjahr 2019/2020 resultierten im Wesentlichen aus der Änderung des Gewerbesteuersatzes von 14,25 Prozent auf 14,21 Prozent. 27. Unternehmenserwerbe Im Rumpfgeschäftsjahr 2020 gab es keine Unternehmenserwerbe. Im Geschäftsjahr 2019/2020 waren die folgenden Unternehmen akquiriert worden: I. BFW Ternes GmbH Mit Wirkung zum 17. März 2020 hatte die Techem Energy Services GmbH alle Anteile an der BFW Ternes GmbH (im Folgenden auch "BFW Ternes" genannt) in Köln/Deutschland erworben. Der Kaufpreis hatte 25.000 TEUR betragen. Das Geschäftsfeld von BFW Ternes umfasst im Wesentlichen die Erfassung, Verteilung und Abrechnung von Energie- und Wasserverbräuchen sowie die Vermietung und den Verkauf der dafür benötigten Geräte. Das erworbene Reinvermögen gliedert sich wie folgt:
Im Rahmen des Erwerbs waren Kundenbeziehungen in Höhe von 19.121 TEUR sowie die Marke "Ternes" in Höhe von 301 TEUR als immaterielle Vermögenswerte identifiziert worden (die Abschreibungsdauern betragen 50 bzw. 15 Jahre). Zusätzlich war noch ein Step-up auf die Mess- und Regeltechnik in Höhe von 2.250 TEUR ermittelt worden. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 7.918 TEUR stellt im Wesentlichen immaterielle Vermögenswerte dar, die nicht im Einzelnen identifiziert werden können und hauptsächlich künftige Ertragschancen aufgrund von Synergie-Effekten und der Steigerung des Marktanteils im Raum Köln beinhalten. Er ist steuerlich nicht abzugsfähig. Wäre die im Laufe des Geschäftsjahres 2019/2020 erworbene Gesellschaft bereits ab 1. April 2019 Teil der Techem 671 Gruppe gewesen, hätte der Konzernumsatz 784.033 TEUR und der Konzernjahresfehlbetrag 91.475 TEUR betragen. Im Zusammenhang mit dem Erwerb von BFW Ternes waren Nebenkosten in Höhe von 877 TEUR angefallen, die in den sonstigen Aufwendungen erfasst worden waren. II. APJAR-TEVYB s.r.o. Mit Wirkung zum 3. Juni 2019 hatte die Techem Energy Services GmbH alle Anteile an der APJAR-TEVYB s.r.o. (im Folgenden auch "APJAR-TEVYB" genannt) in Novy Jicin/Tschechien erworben. Der Kaufpreis hatte 373 TEUR betragen. Das Geschäftsfeld der APJAR-TEVYB umfasst im Wesentlichen die Erfassung, Verteilung und Abrechnung von Energie- und Wasserverbräuchen sowie den Verkauf der dafür benötigten Geräte. Das erworbene Reinvermögen gliedert sich wie folgt:
Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 111 TEUR stellt im Wesentlichen immaterielle Vermögenswerte dar, die nicht im Einzelnen identifiziert werden können und hauptsächlich künftige Ertragschancen aufgrund von Synergie-Effekten sowie der verbesserten regionalen Abdeckung unserer Geschäftstätigkeit in Tschechien beinhalten. Er ist steuerlich nicht abzugsfähig. Wäre die im Laufe des Geschäftsjahres erworbene Gesellschaft bereits ab 1. April 2019 Teil der Techem 671 Gruppe gewesen, hätte der Konzernumsatz 779.629 TEUR und der Konzernjahresfehlbetrag 92.223 TEUR betragen. Im Zusammenhang mit dem Erwerb der APJAR-TEVYB waren Nebenkosten in Höhe von 40 TEUR angefallen, die in den sonstigen Aufwendungen erfasst worden waren. F. SONSTIGE ERLÄUTERUNGENSegmentberichterstattung Die Segmentberichterstattung erfolgt unter Anwendung von IFRS 8 Geschäftssegmente. Die Pflicht zur Segmentberichterstattung ergibt sich aus der Ausgabe von Anleihen im Juli 2018 durch die Techem 674 mbH und durch die Ausgabe von Anleihen im Januar 2020 durch die Techem 675 mbH, die an einem öffentlichen Markt gehandelt werden. Beide Gesellschaften sind indirekte Tochtergesellschaften der Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH. Im Rahmen des Segments Energy Services bietet die Gesellschaft ihrem Kundenkreis, der zum Großteil aus Dienstleistungsunternehmen der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft besteht, Dienste im Bereich der Messung, Ablesung und Abrechnung des Energie- und Wasserverbrauchs an. Die Ablesung und Abrechnung des Verbrauchs unterliegt saisonalen Schwankungen und beeinflusst dementsprechend das operative Ergebnis der Gesellschaft. Die Gesellschaft vertreibt die für diese Dienstleistung notwendigen Messgeräte. Die Geräte können entweder gekauft oder gemietet werden. Mietverträge für die Messgeräte haben im Wesentlichen eine Dauer bis zu zehn Jahren. Die Gesellschaft ist auch im Bereich der Gerätewartung tätig. Bei vermieteten Geräten ist die Wartung Bestandteil des Mietvertrags. Bei verkauften Geräten wird die Wartung auf Basis von mit Kunden abgeschlossenen Wartungsverträgen durchgeführt. Des Weiteren erbringt Techem für Kunden der Wohnungswirtschaft Dienstleistungen der Planung, des Einbaus und der Instandhaltung von Rauchwarnmeldern. Die Geräte werden dabei typischerweise an den Kunden vermietet. Zusätzlich wird ein Rauchwarnmelderservice angeboten. Außerdem bietet Techem in Kooperation mit dem SGS Institut Fresenius bundesweit Dienstleistungen im Bereich der Legionellenprüfung an. Das Segment Energy Contracting plant, finanziert, erstellt und betreibt Energieerzeugungsanlagen für ihre Kunden. Gas, Öl, Fernwärme und Strom werden bereitgestellt, die Anlagen werden kontinuierlich gewartet. Im Rumpfgeschäftsjahr 2020 wurde der Bereich Wassertechnik, der den professionellen Betrieb von Wasseraufbereitungsanlagen umfasst, aus dem Segment Energy Services in das Segment Energy Contracting umgegliedert. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst. Im Geschäftsjahr 2019/2020 enthielt das Segment Energy Services Umsätze für den Bereich Wassertechnik in Höhe von 440 TEUR und ein EBITDA von minus 1.319 TEUR. Im Zuge der Anpassung der Berichtsstrukturen an die Anforderungen der neuen Eigentümer wurde die Zuordnung der Gesellschaften auf die Segmente im Geschäftsjahr 2019/2020 wie folgt geändert: Die Aktivitäten der Techem Verwaltungsgesellschaften (Techem 671 mbH, Techem 672 mbH, Techem 673 mbH, Techem 674 mbH und Techem 675 mbH) und weiterer nicht operativer Gesellschaften wurden dem Segment Energy Services zugeordnet. Unter "Sonstige" sind die Aktivitäten der GWE Gesellschaft für wirtschaftliche Energieversorgung mbH, welche in den Vorjahren dem Segment Energy Contracting zugeordnet war und die Konsolidierungsbuchungen enthalten. Es werden dieselben Rechnungslegungsvorschriften wie für den Konzern zu Grunde gelegt. Techem misst den Erfolg seiner Segmente anhand der Ergebnisgröße EBITDA. Dieses ist als Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen definiert. Investitionen stellen die zahlungswirksamen Zugänge zu der Mess- und Regeltechnik, den Sachanlagen und den immateriellen Vermögenswerten dar. Konzerninterne Transaktionen werden zu Marktpreisen bewertet. Techem hat keine Kunden mit einem Umsatzanteil von mehr als 10 Prozent. Hinsichtlich der Informationen über Regionen werden die Segmentumsätze der Region zugewiesen, in der die Umsätze realisiert werden, die langfristigen Vermögenswerte werden entsprechend dem Standort des jeweiligen Vermögenswertes angegeben. Die langfristigen Vermögenswerte umfassen Mess- und Regeltechnik, Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, Nutzungsrechte, langfristige sonstige Vermögenswerte und Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen. In Anbetracht der vergleichbaren wirtschaftlichen Merkmale in Form von vergleichbaren EBITDA-Margen bei Produkten und Dienstleistungen, der vergleichbaren Produkte und Dienstleistungen sowie vergleichbarer Vertriebs- und Kundenstrukturen werden die Segmente Energy Services Germany und Energy Services International zu einem berichtspflichtigen Segment zusammengefasst. Die Segmentinformationen stellen sich wie folgt dar:
Umsatzerlöse und langfristige Vermögenswerte nach Regionen:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen/ Haftungsverhältnisse Die nachstehende Tabelle zeigt die sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse ohne diejenigen, die sich auf die Finanzverbindlichkeiten beziehen (vgl. Anmerkung 13).
Zum 30. September 2020 bestehen zusätzlich Haftungsverhältnisse aufgrund von Bürgschaften der Techem 671 Gruppe in Höhe von 200 TEUR (31. März 2020: 200 TEUR). Konzentration von Risiken Kreditrisiken. Die Gesellschaft bietet ihre Dienstleistungen einer großen Anzahl von Kunden an, die in verschiedenen Sektoren und geografischen Regionen tätig sind. Die Gesellschaft gewährt den dafür qualifizierten Kunden Kredite; daraus entsteht keine unangemessene Konzentration von Risiken. Forderungsausfälle und drohende Verluste aus uneinbringlichen Forderungen werden durch angemessene Wertberichtigungen in Abhängigkeit von der Altersstruktur der Forderungen berücksichtigt. Zusätzlich kommen mehrere Mahnstufen zur Anwendung. Bei Erreichen einer bestimmten Mahnstufe werden die Forderungen eingeklagt. Zusätzlich werden auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, vertragliche Vermögenswerte, Forderungen aus Finanzierungsleasing und abgegrenzte Forderungen Wertminderungen für erwartete Kreditverluste vorgenommen. Zum 30. September 2020 betragen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen inklusive Forderungen aus Finanzierungsleasing (jeweils kurz- und langfristig) 179.483 TEUR (maximales Ausfallrisiko) (31. März 2020: 187.026 TEUR). Das maximale Ausfallrisiko aus Geldmarktfonds entspricht deren beizulegenden Zeitwerten zum 30. September 2020 und beträgt 3.598 TEUR (31. März 2020: 3.819 TEUR). Liquiditätsrisiko. Die Gesellschaft hat ihre Finanzierung durch die Vereinbarung langfristiger Darlehen (Facility B fällig im Juli 2025 und die Revolving Credit Facility fällig im Januar 2025) und die Begebung von Anleihen (Senior Secured Notes fällig im Juli 2025 und Senior Notes fällig im Juli 2026) gesichert. In der Planung der Gesellschaft wird eine positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unterstellt. Die Gesellschaft ist damit keinem besonderen Liquiditätsrisiko ausgesetzt (vgl. Anmerkung 13). Die nachstehende Tabelle gibt eine Übersicht über eine Laufzeitanalyse der zukünftigen Mittelabflüsse aus den finanziellen Verbindlichkeiten. Die zukünftigen Mittelabflüsse basieren auf nicht diskontierten Bruttocashflows inklusive Zinszahlungen.
1) Es wird angenommen, dass die aufgelaufenen Zinsen am Ende jeder Zinsperiode gezahlt werden. 2) angepasste Ermittlungsmethode Zinsrisiko und Zinsmanagement. Die Zinsrisiken resultieren daraus, dass den Finanzverbindlichkeiten zu einem großen Teil eine variable Verzinsung zugrunde gelegt wird (vgl. Anmerkung 13). Das Zinsrisiko wird zentral analysiert und durch die Finanzabteilung gesteuert. Hierbei werden die ermittelten Zinsrisikopositionen mit Hilfe von Zinsderivaten wie Zinsswaps von der Liquiditätsbindung der einzelnen Finanzkontrakte gelöst und als Gesamtportfolio gesteuert, so dass sich ein ausgewogenes Verhältnis der Risiken ergibt. Zinsderivate werden ausschließlich zur Optimierung von Kreditkonditionen und zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken im Rahmen von Finanzierungsstrategien eingesetzt und nicht zu Handels- oder Spekulationszwecken genutzt. Im Konzern kommen Sicherungsinstrumente zur Absicherung gegen Zinsrisiken aus variablen Zahlungsströmen zum Einsatz. Da durch die Swaps die Höhe des variablen Zahlungsstroms aus den Darlehen gesichert wird, handelt es sich um Cashflow Hedges, die nicht in einer bilanziellen Sicherungsbeziehung stehen. Es wird eine konservative Strategie bei der Absicherung der finanziellen Risikopositionen verfolgt. Die Nutzung von Derivaten ist im Rahmen der internen Richtlinien der Gesellschaft auf die Sicherung bestehender Risiken beschränkt. Grundsätzlich werden nur solche Sicherungsinstrumente eingesetzt, die bewertbar sind und deren Risikoprofil transparent ist. Der Anleihenvertrag der Senior Notes beinhaltet Kündigungsoptionen, welche nach IFRS in Derivate, die von der Finanzverbindlichkeit zu trennen sind, resultieren. Die Kündigungsoptionen können vom Emittenten der Notes ausgeübt werden. Bis zum 30. Juli 2023 sind diese Optionen mit einem zeitlich gestaffelten Aufschlag auf den Nominalwert verbunden. Bei einer Kündigung nach diesem Zeitpunkt wäre der Nominalwert zurückzuzahlen. Der anzusetzende Betrag zum 30. September 2020 beläuft sich jedoch auf 0 EUR, da die Optionen nicht im Geld sind. Alle Derivate werden zum beizulegenden Zeitwert gemäß IFRS 13 bewertet. Dieser wird auf Basis der mark-to-market Bewertungsmethode (bzgl. Zinsswaps) ermittelt. Anschließend wird jeweils ein Abschlag für das Kreditausfallrisiko des Kontrahenten bzw. das eigene Kreditausfallrisiko der Techem 671 Gruppe berücksichtigt (vgl. Anmerkung 19). Die Marktwerte der Zinsswaps werden in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Zinssicherungsinstrumente ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung. Wertänderungen werden ergebniswirksam erfasst, sind aber nicht zahlungswirksam. Zum 30. September 2020 bestehen in der Gesellschaft für die Facility B und die Revolving Credit Facility des Senior Facilities Agreements Payer-Swaps mit einem Nominalwert von 1.600.000 TEUR, die den Drei-Monats-EURIBOR gegen einen fixen 4-Jahres Zinssatz (0,167%) tauschen. Für diese vorgenannten Payer-Swaps bestehen folgende Marktwerte und Laufzeiten:
1) Die Zinsswaps werden in dieser Tabelle entsprechend ihrer vertraglichen Laufzeit zugeordnet. Wegen ihrer jederzeitigen Kündbarkeit werden sie in der Bilanz als. sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) ausgewiesen. Zum 30. September 2020 bestehen 1.145.000 TEUR Darlehensverbindlichkeiten aus der Facility B. Außerdem ist die Revolving Credit Facility mit 40.000 TEUR in Barmitteln zu diesem Zeitpunkt gezogen. Daraus folgt, dass diese variabel verzinslichen Darlehen (die Verzinsung erfolgt auf Basis des Drei-Monats-EURIBOR zuzüglich einer Marge) komplett durch die Zinsswaps abgesichert sind (die Übersicherung beträgt 415.000 TEUR). Wäre der Drei-Monats-EURIBOR im Rumpfgeschäftsjahr 2020 ein Prozentpunkt höher gewesen, hätte sich der Jahresfehlbetrag, sofern alle anderen Variablen konstant geblieben wären, aufgrund des dann höheren Zeitwerts der Zinsswaps um 22.864 TEUR vermindert. Währungsrisiko und Währungsmanagement. Der weit überwiegende Anteil der Umsatzerlöse wird im Euro-Raum erzielt und ist damit keinem Währungsrisiko ausgesetzt. Allerdings besteht ein Währungsrisiko bei konzerninternen Darlehen von der Techem Energy Services GmbH an ausländische Tochtergesellschaften außerhalb des Euro-Raums. Es bestehen zum 30. September 2020 keine Währungssicherungsgeschäfte. Risiken im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die weltweite Corona-Pandemiesituation ist bei Techem aktuell in der Kategorie "Notfall" eingestuft. Nach Einschätzung des Managements von Techem ist die Gesellschaft auf die Corona-Pandemie entsprechend vorbereitet, resilient aufgestellt und begegnet ihr mit robusten Maßnahmen. Sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Techem werden regelmäßig informiert, wie hoch das Risiko einer Infektion ist und wie sie sich und Dritte vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen können. Die aktuelle Lage zur Ausbreitung des Coronavirus wird hierfür durch einen Corona-Notfallstab kontinuierlich erfasst und bewertet. Dabei werden die internen aktuellen Risikobewertungen und aktuellen Schutzmaßnahmen insbesondere mit den Bewertungen und Einschätzungen des Robert Koch-Institutes abgeglichen. Um die Maßnahmen im Unternehmensverbund zu koordinieren, ist der Notfallstab als zentraler Corona-Stab einberufen worden, der vom Leiter Quality & Methods koordiniert und seitens einer externen BCM-Consultancy (Business Continuity Management) fachlich unterstützt wird. Im Rahmen des Incident-Managements werden dabei auch mögliche Vorfälle erfasst und die erforderlichen Schritte eingeleitet. Auch ein entsprechendes Corona-Krisenmanagement ist vorbereitet für den Fall, dass sich die Situation in Deutschland weiter verschärft. Im Grundsatz steht, dass an allen Standorten im In- und Ausland ausreichende Vorsorgemaßnahmen getroffen wurden. Hierbei wurden ggf. auch lokale Besonderheiten berücksichtigt. Die lokale Pandemieplanung erfolgt in Abstimmung mit dem zentralen Corona-Notfallstab individuell angepasst an jedem Standort. Unternehmenskritische Umstände werden identifiziert und gegen Ausfallrisiken abgesichert. Zudem ist ein kontinuierlicher Informationsaustausch mit den Eigentümern der Gruppe implementiert. In diesem Rahmen finden die Abwägung der zu ergreifenden Maßnahmen sowie die Bewertung operativer Mitigationsmaßnahmen und liquiditätssichernder Maßnahmen (szenariobasiert) statt. Im Rumpfgeschäftsjahr 2020 gab es keinen wesentlichen Einfluss der Corona-Pandemie auf unsere Finanz- und Ertragslage. Allerdings fiel zusätzlicher Aufwand in der genannten Periode in diesem Zusammenhang an. Er summierte sich auf 1.276 TEUR und bestand im Wesentlichen aus dem Erwerb von Sicherheits- und Schutzmaterialien und Desinfektionsmitteln sowie Zulagen für die im Home Office befindlichen Mitarbeiter. Es wird erwartet, dass die Regierungsmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie aufgrund des Infrastruktur-ähnlichen Charakters des Geschäfts und der Fernablesequote von über 70% aller Geräte in Deutschland keinen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftlichen Aktivitäten der Gesellschaft haben werden. Zudem können die entsprechenden Abrechnungen remote durchgeführt werden. Zuletzt wurden ebenfalls die Vorräte aufgestockt, um die Produkt-Verfügbarkeit zu gewährleisten. Derzeit gibt es keine Anzeichen für ein signifikant verändertes Zahlungsverhalten auf der Kundenseite. In Zuge der Entwicklungen dieser Situation werden die Maßnahmen sowie die Corona-Gesamtauswirkungen auf das operative Geschäft und die finanzielle Leistungskraft der Gesellschaft laufend bewertet. Mitarbeiter Der Personalaufwand gliedert sich wie folgt:
Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen Die Muttergesellschaft der Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH ist die Luxembourg Investment Company 261 S.à r.l. in Luxemburg. Als oberste Muttergesellschaft fungiert Partners Group Premier Access L.P., Edinburgh/Schottland. Das Management in Schlüsselpositionen der Techem 671 Gruppe setzt sich aus den Geschäftsführern der Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH zusammen. Im Rumpfgeschäftsjahr 2020 sind Herr Matthias Hartmann, Herr Dr.-Ing. Carsten Sürig und Herr Nicolai Kuß Geschäftsführer der Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH. Sie erhalten ihre Bezüge von der Techem GmbH und sind zusätzlich auch für andere Konzerngesellschaften tätig. Im Geschäftsjahr 2019/2020 waren Herr Matthias Hartmann (seit Januar 2020), Herr Frank Hyldmar (bis Ende September 2019), Herr Dr.-Ing. Carsten Sürig und Herr Nicolai Kuß Geschäftsführer der Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH. Sie erhielten ihre Bezüge von der Techem GmbH und waren zusätzlich auch für andere Konzerngesellschaften tätig. Im Rumpfgeschäftsjahr 2020 liegen die Bezüge vom Management in Schlüsselpositionen bei 1.609 TEUR (Geschäftsjahr 2019/2020: 3.680 TEUR), welche ausschließlich kurzfristig fällige Leistungen darstellen. In den genannten Bezügen sind ausstehende Auszahlungen in Höhe von 865 TEUR (Geschäftsjahr 2019/2020: 1.305 TEUR) enthalten, für die eine Rückstellungen zum Bilanzstichtag gebildet wurde. Diese betreffen ausschließlich Auszahlungen für variable Vergütung. Die Rückstellung zum 31. März 2020 wurde im Laufe des Rumpfgeschäftsjahres 2020 in Höhe von 218 TEUR aufgelöst. Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen sind als Planteilnehmer in das Managementbeteiligungsprogram (MEP) der Hauptinvestoren einbezogen (vgl. Anmerkung 18). Hieraus resultiert in der Periode kein Personalaufwand. Im Zuge ihrer Beteiligung halten diese Planteilnehmer indirekt Anteile am Gesellschafterdarlehen (vgl. Anmerkung 11) in Höhe von 794 TEUR (Geschäftsjahr 2019/2020: 770 TEUR). Zum 30. September 2020 bestehen langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, in Höhe von 1.445.876 TEUR (31. März 2020: 1.445.876 TEUR), aus einem nachrangigen Darlehensvertrag zwischen der Luxembourg Investment Company 261 S.à r.l. und Techem Verwaltungsgesellschaft 672 mbH vom 26. Juli 2018 (vgl. Anmerkung 11). Im Rumpfgeschäftsjahr 2020 belaufen sich die Zinsaufwendungen auf das Gesellschafterdarlehen auf 44.099 TEUR (2019/2020: 79.999 TEUR). Die kurzfristigen Zinsverbindlichkeiten auf das Gesellschafterdarlehen belaufen sich zum 30. September 2020 auf 44.099 TEUR (31. März 2020: 0 TEUR). Zum 31. März 2020 wurden die unbezahlten Zinsverbindlichkeiten aus der ersten Zinsperiode vom 26. Juli 2018 bis 31. März 2020 gemäß dem Darlehensvertrag in Höhe von 134.424 TEUR kapitalisiert. (vgl. Anmerkung 10). Honorare des Abschlussprüfers (§ 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB) Im Rumpfgeschäftsjahr 2020 sind folgende Aufwendungen für Honorare des Konzernabschlussprüfers, PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, enthalten:
Die Honorare für Abschlussprüfungsleistungen beinhalten das Honorar für die Jahresabschluss- und für die Konzernabschlussprüfung der Gesellschaft sowie Honorare für die Jahresabschlussprüfungen verschiedener Tochtergesellschaften in Deutschland. Bei den anderen Bestätigungsleistungen handelt es sich um eine Auflösung von Rückstellungen aus dem Vorjahr. Die sonstige Leistungen beziehen sich hauptsächlich auf Beratungsleistungen in Zusammenhang mit dem Geschäftsjahreswechsel. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Am 1. Oktober 2020 hat die Techem Energy Services GmbH mit Wirkung zum Anfang Januar 2021 alle Anteile an der maz mess- und abrechnungszentrale gmbh (im Folgenden auch "maz" genannt) in Oberhausen/Deutschland erworben. Das Geschäftsfeld der maz umfasst im Wesentlichen die Erfassung und verbrauchsgerechte Abrechnung von Energie- und Wasserverbräuchen sowie die Vermietung und den Verkauf der dafür benötigten Geräte. Zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Konzernabschlusses der Techem 671 Gruppe hat die Gesellschaft mit der erstmaligen Bilanzierung des Unternehmenserwerbs der maz noch nicht angefangen. Um ihr Kerngeschäft lokal zu stärken, hat die Techem Energy Services GmbH mit Wirkung zum 16. November 2020 alle Anteile an der Kalorex Gesellschaft mbH (im Folgenden auch "Kalorex" genannt) in Griesheim/Deutschland sowie der EXAKTA Wärme- und Wasserzähler Service GmbH (im Folgenden auch "EXAKTA" genannt) in Heppenheim/Deutschland erworben. Das Geschäftsfeld der Kalorex und der EXAKTA umfasst im Wesentlichen die Erfassung und verbrauchsgerechte Abrechnung von Energie- und Wasserverbräuchen sowie die Vermietung und den Verkauf der dafür benötigten Geräte. Zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Konzernabschlusses der Techem 671 Gruppe hat die Gesellschaft mit der erstmaligen Bilanzierung der Unternehmenserwerbe der Kalorex und der EXAKTA noch nicht angefangen. Für die Erwerbe der drei oben genannten Unternehmen wurden Kaufpreise von insgesamt 6.942 TEUR gezahlt. Am 26. November 2020 erfolgte eine Rückzahlung der Revolving Credit Facility in Höhe von 40.000 TEUR. Am 7. Dezember 2020 wurden alle Geschäftsanteile an der Techem Sverige AB in Malmö/Schweden zu einem Preis von 2 TEUR verkauft. Inanspruchnahme der Befreiungsmöglichkeiten Sämtliche deutschen Kapitalgesellschaften mit Ergebnisabführungsverträgen nehmen für ihre Jahresabschlüsse für das Rumpfgeschäftsjahr 2020 die Befreiungsmöglichkeiten des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch. Falls anwendbar handelt es sich bei der Techem Verwaltungsgesellschaft 673 mbH, der Techem Verwaltungsgesellschaft 674 mbH, der Techem Verwaltungsgesellschaft 675 mbH, der Techem Metering GmbH, der Techem GmbH, der Techem Energy Services GmbH, der Techem Energy Contracting GmbH, der Techem X GmbH und der bautec Energiemanagement GmbH jeweils um einen Verzicht auf die Aufstellung eines Anhangs und falls anwendbar eines Lageberichts sowie um die Nichtveröffentlichung des Jahresabschlusses. Die Techem Verwaltungsgesellschaft 672 mbH verzichtet ebenfalls auf die Aufstellung eines Anhangs sowie die Veröffentlichung des Jahresabschlusses. Zur Erlangung dieser Befreiungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB hat sich die Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH in einer Patronatserklärung gegenüber der Techem Verwaltungsgesellschaft 672 mbH verpflichtet, für alle von der Techem Verwaltungsgesellschaft 672 mbH bis zum Stichtag ihres Jahresabschluss zum 30. September 2020 eingegangenen Verpflichtungen im gesamten folgenden Geschäftsjahr 2020/2021 einzustehen. Weiterhin hat sich die Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH gegenüber der Techem Verwaltungsgesellschaft 672 mbH verpflichtet, diese in der Weise finanziell auszustatten, dass sie ihren vorgenannten Verpflichtungen gegenüber Gläubigern nachkommen kann. Die Tochterunternehmen Techem Verwaltungsgesellschaft 672 mbH, Techem Verwaltungsgesellschaft 673 mbH, Techem Verwaltungsgesellschaft 674 mbH, Techem Verwaltungsgesellschaft 675 mbH, Techem Metering GmbH, Techem GmbH, Techem Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG und Techem Energy Services GmbH sind konzernrechnungslegungspflichtig. Infolge der Einbeziehung in den hier vorliegenden Konzernabschluss hat dieser befreiende Wirkung, daher haben die genannten Tochterunternehmen gemäß § 291 HGB keinen Teilkonzernabschluss erstellt.
Eschborn, den 14. Dezember 2020 Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH Matthias Hartmann Dr.-Ing. Carsten Sürig Nicolai Kuß BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH, Eschborn Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH, Eschborn, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2020, der Konzern Gesamtergebnisrechnung, der Konzern Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern Kapitalflussrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. April 2020 bis zum 30. September 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. April 2020 bis zum 30. September 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 14. Dezember 2020 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Dr. Ralf Worster, Wirtschaftsprüfer ppa. Samuel Artzt, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 30. September 2020 wurde am 29. Januar 2021 gebilligt. |
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