ADREALIS Service GmbHLiquidiert

Großhaderner Straße 56, 81375 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 258883
Vorher
reconcept Vermögensmanagement GmbHADREALIS Service Kapitalverwaltungs-GmbH
Eingetragen
15.5.2013
Branche
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenVerwaltung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für Dritte
Gegenstand
Verwaltung von Vermögen, für die keine Erlaubnis der Gesellschaft nach dem KAGB oder dem KWG notwendig ist, sowie Halten und Verwalten von Beteiligungen an anderen Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Stefan Klaile
seit 15.2.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
United Investment Partners Beteiligungsholding GmbH
Germany
125.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ADREALIS Service Kapitalverwaltungs-GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

BILANZ zum 31. Dezember 2020

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 13,94 77,48
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 311.993,35 318.753,56
3. Forderungen an Kunden 256.348,79 158.359,22
4. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1,00 1,00
5. Sachanlagen 4.103,00 5.949,00
6. Sonstige Vermögensgegenstände 563.547,43 656.344,96
- davon gegenüber Gesellschafter 539.410,71 (EUR 539.410,71)
7. Rechnungsabgrenzungsposten 13.005,75 7.500,00
1.149.013,26 1.146.985,22

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 506.285,47 547.724,69
506.285,47 547.724,69
2. Sonstige Verbindlichkeiten 100.317,82 13.596,77
- davon gegenüber Gesellschafter 634,83 (EUR 634,83)
3. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 16.000,00
4. Rückstellungen
a) andere Rückstellungen 67.000,00 169.003,23
5. Eigenkapital
a) Eingefordertes Kapital
Gezeichnetes Kapital 125.000,00 125.000,00
b) Kapitalrücklage 2.630.950,71 2.630.950,71
c) Bilanzverlust 2.280.540,74- 2.355.290,18-
475.409,97 400.660,53
1.149.013,26 1.146.985,22

Handelsrecht

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2020 bis 31.12.2020

ADREALIS Service Kapitalverwaltungs-GmbH

München

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit - und Geldmarktgeschäften 71,91 19,00
71,91 19,00
2. Provisionserträge 19.802.481,15 843.210,95
3. Provisionsaufwendungen 18.565.277,37 277.597,83
1.237.203,78 565.613,12
4. Sonstige betriebliche Erträge 125.196,21 252.168,65
5. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 755.856,25 399.969,79
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 110.386,54 59.164,60
866.242,79 459.134,39
- darunter: für Altersversorgung EUR 577,41 (EUR 505,21)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 412.045,44 368.855,51
1.278.288,23- 827.989,90-
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen 2.636,55 1.953,00
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.557,92 193.096,98
8. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 74.989,20 205.239,11-
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,24- 3,40
10. Ergebnis nach Steuern 74.989,44 205.242,51-
11. Sonstige Steuern 240,00 0,00
239,76 3,40
12. Jahresüberschuss 74.749,44 205.242,51-
13. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 2.355.290,18 2.150.047,67
14. Bilanzverlust 2.280.540,74 2.355.290,18

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

der ADREALIS Service Kapitalverwaltungs-GmbH

A. Allgemeine Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Grundlagen der Währungsumrechnung

Die ADREALIS Service Kapitalverwaltungs-GmbH hat ihren Sitz in München und ist in das Handelsregister beim Registergericht München (HRB Nr. 258883) eingetragen.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 der Gesellschaft wurde nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften gemäß § 267 i. V. m. § 340a HGB, unter Beachtung der Rechnungslegungsvorschriften des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB), des Handelsgesetzbuches (HGB), der Regelungen des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG), der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) und des GmbH - Gesetzes aufgestellt. Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt entsprechend den Gliederungsvorschriften der RechKredV.

Die Gesellschaft übernimmt als externe Kapitalverwaltungsgesellschaft die kollektive Vermögensverwaltung von inländischen geschlossenen Publikums Alternativen Investmentfonds (AIF) und von inländischen geschlossenen Spezial Alternativen Investmentfonds (Spezial-AIF).

Die Bewertung erfolgte unter dem Aspekt der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going-Concern-Prinzip).

Die immateriellen Anlagewerte und die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Es kommt die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800 werden sofort in voller Höhe abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zu Nennwerten bewertet.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind ausreichend bemessen und nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des Erfüllungsbetrages passiviert.

Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, werden entsprechend § 256a HGB bewertet.

B. Erläuterungen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Barreserve

Der Kassenbestand wurde zum Nennwert angesetzt.

Forderungen an Kreditinstitute

Forderungen an Kreditinstitute wurden zum Nennwert angesetzt.

Forderungen an Kunden

Forderungen an Kunden wurden zum Nennwert angesetzt.

Beteiligungen

Die Berichtsgesellschaft war zum 31.12.2020 an keinen anderen Gesellschaften beteiligt.

Immaterielle Anlagewerte

Die immateriellen Anlagewerte beinhalten in voller Höhe EDV-Software-Lizenzen.

Sachanlagen

Die Sachanlagen beinhalten in voller Höhe die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 563 beinhalten im Wesentlichen eingeforderte Nachschüsse in die Kapitalrücklage gegenüber den Gesellschaftern in Höhe von TEUR 539 und andere Forderungen in Höhe von TEUR 24. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert waren nicht notwendig.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 13 beinhaltet u.a. abgegrenzte Gebühren für die BaFin Umlage 2020 in Höhe von TEUR 7,5.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden resultieren in Höhe von TEUR 506 (Vorjahr: TEUR 548) aus bezogenen Lieferungen und Leistungen.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 100 (Vorjahr: TEUR 14) resultieren im Wesentlichen aus Zahlungen an ehemalige Mitarbeiter und aus Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer, Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungen beliefen sich auf TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 16).

Rückstellungen

Die Bilanzposition beinhaltet Andere Rückstellungen in Höhe von TEUR 67 (Vorjahr TEUR 169). Diese setzen sich zusammen aus TEUR 6 für sonstige Rückstellungen, TEUR 39 für Abschluss- und Prüfungskosten, TEUR 19 für Personalkosten und TEUR 3 für Aufbewahrungsverpflichtungen.

Eigenkapital

Der Bilanzverlust hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Verlustvortrag zum 1.1.2020 2.355.290,18 EUR
Jahresüberschuß 2020 74.749,44 EUR
Bilanzverlust zum 31.12.2020 2.280.540,74 EUR

Im Berichtsjahr wurden TEUR 0 der Kapitalrücklage zugeführt.

Provisionserträge

Die Provisionserträge beinhalten Erträge aus gegenüber Dritten erbrachten Dienstleistungen und sind überwiegend im Inland entstanden.

Provisionsaufwendungen

Die Provisionsaufwendungen resultieren aus der Auslagerung von Dienstleistungen, die mit den erbrachten Provisionserträgen im Zusammenhang stehen.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 125 enthalten TEUR 77 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, TEUR 14 periodenfremde Erträge, TEUR 12 Sachbezüge und TEUR 22 Erstattung nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz.

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 1278 enthalten im Wesentlichen TEUR 866 Personalkosten, TEUR 23 Jahresabschluss- und Prüfungskosten, TEUR 16 interne Revision, TEUR 19 Buchführungskosten, TEUR 127 Mietaufwendungen, TEUR 20 Versicherungen, TEUR 15 Fahrzeugkosten, TEUR 24 Gebühren, TEUR 37 Wartungskosten Hardware und Software, TEUR 51 Reisekosten und TEUR 44 nicht abziehbare Vorsteuern.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 14 enthalten.

Unter den anderen Verwaltungsaufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 5 enthalten.

Fristigkeiten:

bis 3 Monate 3-12 Monate 1 -5 Jahre über 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Forderungen an Kreditinstitute 121.821,89 190.171,46 0,00 0,00
Vorjahr: 128.696,12 190.057,44 0,00 0,00
Forderungen an Kunden 0,00 256.348,79 0,00 0,00
Vorjahr: 0,00 158.359,22 0,00 0,00
Verbindlichkeiten ggü. Kunden 506.285,47 0,00 0,00 0,00
Vorjahr: 547.724,69 0,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 100.317,82 0,00 0,00 0,00
Vorjahr: 13.596,77 0,00 0,00 0,00

C. Sonstige Angaben

Unternehmensfortführung

Die Erstellung des Jahresabschlusses sowie die Bewertung der darin enthaltenen Posten erfolgten unter dem Aspekt der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going-Concern-Prinzip). Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2020 ein positives Eigenkapital von TEUR 475. Die Übernahme der Bestandsfonds von der zum gleichen Gesellschafterkreis gehörenden XOLARIS Kapitalverwaltungsgesellschaft AG ist per 01.01.2021 erfolgt, so daß sich hieraus für das Jahr 2021 ein teilweiser Mehrwert in der Verwaltung ergibt. Die Gesellschafter haben darüber hinaus zur Sicherstellung der Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung eine Finanzierungszusage von insgesamt TEUR 1.000 abgegeben, die per 31.12.2020 noch mit TEUR 638 valutiert. Insofern sieht sich die Geschäftsführung durch die Unterstützung der Gesellschafter der Unternehmensfortführung versichert, um den weiteren Ausbau der Marktstellung betreiben zu können.

Aufgliederung nach geografischen Märkten

Die Aufgliederung nach geografischen Märkten kann unterbleiben, da sich die Märkte nicht wesentlich unterscheiden (§ 34 Abs. 2 RechKredV).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt jährlich TEUR 315 und setzt sich wie folgt zusammen:

TEUR
Raumkosten (Miete, Reinigung) 130
IT-Kosten 37
Leasingkosten/Versicherungen 113
Buchhaltungs-/Personalverwaltungskosten 19
Interne Revision 16
315

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2019 waren durchschnittlich 7 Mitarbeiter beschäftigt.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 15 ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen.

Gesellschafter

Die Gesellschafter der Gesellschaft sind zum 31.12.2020 zu je 50 % die XOLARIS AG, Liechtenstein und die xpecto AG, Landshut.

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Sämtliche Geschäfte mit nahestehenden Personen sind zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2020:

Herr Torsten Schlüter, Geschäftsführer Risikomanagement, Hamburg

Herr Hendrik Böhrnsen, Geschäftsführer Portfoliomanagement, Hamburg

Herr Frank Waschwill, Geschäftsführer, Hamburg bis zum 14.07.2020

Die Gesellschaft wird in keinen Konzernabschluss einbezogen.

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2020 waren und sind:

Herr Stefan Klaile, Vorstand XOLARIS Service KV-AG, München, (Vorsitzender)

Herr Harald Elsperger, Vorstand xpecto AG, Landshut, (stellvertretender Vorsitzender)

Herr Thomas Soltau, Vorstand wallstreet: online capital AG, Berlin

Die Aufsichtsratvergütung für den Zeitraum 01.01. - 31.12.2020 betrug TEUR 0.

Vergütung der Geschäftsführung

Hinsichtlich der Angabe der Geschäftsführungsvergütung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2020 von EUR 74.749,44 zusammen mit dem Verlustvortrag von EUR 2.355.290,18, mithin einen Bilanzverlust von EUR 2.280.540,74 auf neue Rechnung vorzutragen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Datum vom 10. Februar 2021 hat die XOLARIS GmbH, Konstanz ihre restlichen Geschäftsanteile an die XOLARIS AG, Vaduz, Liechtenstein verkauft und übertragen.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nicht bekannt.

 

Hamburg, den 31. März 2021

Hendrik Böhrnsen, Geschäftsführer

Torsten Schlüter, Geschäftsführer

Lagebericht 2020

der ADREALIS Service Kapitalverwaltungs-GmbH

1. Grundlagen des Unternehmens

Die ADREALIS Service Kapitalverwaltungs-GmbH (im Folgenden: ADREALIS oder KVG oder Gesellschaft) fungiert als Kapitalverwaltungsgesellschaft von Alternativen Investment Fonds (AIF). Die Verwaltung der Sachwertinvestitionen erfolgt nach den Maßgaben und Auflagen der §§ 20 Abs. 1 i.V.m 22 des Kapitalanlagengesetzbuches (KAGB). Die KVG darf Investmentvermögen gemäß §§ 261 ff. KAGB sowie §§ 285 ff KAGB verwalten. Die Erlaubnis zur Verwaltung von geschlossenen inländischen Investmentvermögen (Publikums-AIF und Spezial-AIF) besteht neben Immobilien (einschließlich Wald, Forst- und Agrarland) auch für Schiffe, Schiffsaufbauten, Schiffsbestandteile und Schiffsersatzteile, Anlagen zur Erzeugung, Transport und Speicherung von Strom, Gas oder Wärme aus erneuerbaren Energien und für Beteiligungen an Unternehmen, die nicht zum Handel an einer Börse zugelassen oder in einen organisierten Markt einbezogen sind. Im Jahr 2020 wurden ausschließlich geschlossene inländische Publikums- bzw. Spezialfonds verwaltet.

Es handelte sich dabei u.a. sowohl um AIFs, die in Anlagen zur Erzeugung, zum Transport und zur Speicherung von Strom, Gas oder Wärme aus erneuerbaren Energien als auch in die dazu genutzte Infrastruktur investiert sind als auch um AIFs, dessen Gegenstand die Verwaltung eigenen Vermögens, insbesondere der Erwerb und der Verkauf, die Errichtung, die Verwaltung von Immobilien ist sowie AIFs, die im Private Equity Bereich investieren.

Bei den Anlegern der verwalteten AIFs handelt es sich i. d. R. um natürliche Personen (Privatinvestoren). Sie sind bei einer Investition in Sachwertfonds unternehmerisch Beteiligte, die bereit sind, ihren Anlagebetrag für einen gewissen Zeitraum fest zu investieren.

Der Absatz der Produkte an die Privatinvestoren hängt vor allem von der Bereitschaft der Anleger ab, unternehmerische Risiken einzugehen, eine gewisse Zeit über die Investitionssumme nicht verfügen zu können und letztendlich von der Nachfrage nach Sachwerten.

Die Kernaufgabe einer KVG im Geltungsbereich des KAGB ist die kollektive Vermögensverwaltung. Diese umfasst die Portfolioverwaltung, das Risikomanagement, administrative Tätigkeiten, den Vertrieb von eigenen Investmentanteilen sowie Tätigkeiten im Zusammenhang mit den Vermögensgegenständen der verwalteten Fonds.

Die ADREALIS Service Kapitalverwaltungs-GmbH hat im Juli 2020 ihren Sitz von Hamburg nach München verlegt. Gesellschafter der ADREALIS Service Kapitalverwaltungs-GmbH waren im Jahr 2020 (ADREALIS oder KVG oder Gesellschaft) zu je 50 % die XOLARIS AG, Liechtenstein und die xpecto AG, Landshut.

Geschäftsführer der KVG waren im Jahr 2020 Herr Hendrik Böhrnsen und Herr Torsten Schlüter. Herr Frank Waschwill ist zum 14. Juli 2020 aus der Geschäftsführung ausgeschieden.

2. Ziele und Strategie

Für zukünftiges Geschäft plant die ADREALIS weiterhin als Service-KVG für neue Sachwertinvestitionen von Drittanbietern zu fungieren.

Darüber hinaus ist die ADREALIS bestrebt, u.a. auch weitere Bestandsfonds bzw. Bestandsfondsportfolien aufzunehmen, die aufsichtsrechtlich eine KVG benötigen um im Kapitalanlagemarkt des KAGB tätig sein zu können, und damit in das Geschäftsmodell einer Service KVG wie der ADREALIS passen.

Weiterhin ist geplant, zukünftig Produkte ebenfalls an semiprofessionelle und professionelle Investoren als Spezial-AIF anzubieten, um auch an diesem an Bedeutung gewinnenden Markt partizipieren zu können.

Die geplante, strategische Zusammenführung der ADREALIS mit der XOLARIS Service KVAG, München, wurde im Jahr 2019 begonnen und wurde zum Jahreswechsel 2020/2021 dergestalt umgesetzt, dass die ADREALIS die bisher bei der XOLARIS Service KVAG verwalteten Fonds ab dem 01.01.2021 vollständig in die Verwaltung übernommen hat.

Die Verwaltung der geschlossenen, inländischen Investmentvermögen nach dem KAGB erfolgt durch die ADREALIS als lizenzierte KVG. Die Gesellschaft ist zukunftsweisend ausgerichtet, um auch die laufende Verwaltung weiterer Fonds über den Lebenszyklus der Beteiligungen zu begleiten und sichern zu können.

3. Wirtschaftsbericht

3.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der deutsche Fondsmarkt hat sich im Jahr 2020 nach Angaben des Bundesverbandes Investment und Asset Management (BVI) trotz der Corona-Krise sehr gut entwickelt. Das von deutschen Fondsgesellschaften verwaltete Vermögen ist auf rd. 3,85 Billionen Euro (Vorjahr: rd. 3,4 Billionen Euro) gestiegen. Nach Angaben des BVI - Kompetenzzentrum der deutschen Fondsbranche - erzielte die Branche damit im letzten Jahr wiederum ein neues Rekordvermögen. Der Wachstumstrend in der Fondsbranche ist ungebrochen. Der Großteil des verwalteten Vermögens entfällt dabei auf die offenen Publikums- bzw. Spezialfonds. Im Vergleich zu Ende 2010 (1,832 Billionen) hat sich das Vermögen der Branche mehr als verdoppelt.

Aber auch im Bereich der geschlossenen Investmentfonds ist die Entwicklung weiter positiv. Insgesamt wurden in diesem Segment zum Stichtag 31.12.2020 rd. 20 Mrd. Euro (Vorjahr: 15 Mrd. Euro) verwaltet. Davon entfielen etwa 2,8 Mrd. Euro (Vorjahr 2,3 Mrd. Euro) auf geschlossene Publikumsfonds und rd. 17,1 Mrd. Euro (Vorjahr 12,2 Mrd. Euro) auf geschlossene Spezialfonds. Dabei liegt der Schwerpunkt weiterhin im Bereich der Immobilienfonds, wobei der Anteil an Investitionen in nachhaltige Fonds steigt. Die Hälft des Neugeschäfts entfiel in 2020 auf nachhaltige Fonds. Nach eigenen Angaben des BVI bildet die Statistik damit den deutschen Markt für KAGB-konforme, geschlossene Investmentfonds fast vollständig ab.

Auch im Bereich der Depotbanken ist das verwahrte Vermögen angewachsen. Im Laufe des Jahres 2020 ist im Segment der geschlossenen Investmentfonds, die nach den Vorschriften des Kapitalanlagegesetzbuches aufgelegt sind, von 13 Verwahrstellen ein Netto-Vermögen von rd. 28 Mrd. Euro (Vorjahr 23 Mrd. Euro) betreut worden.

Die Gesellschaft war im Berichtsjahr in der Verwaltung - neben wenigen Spezial-AIF - überwiegend im Segment der geschlossenen AIF für Publikums-Anleger tätig.

Unterschiedliche Prognosen von Marktteilnehmern und Analysehäusern gehen für das Jahr 2021 weiterhin von einer Nachfrage nach alternativen Investments aus. Viele Asset Manager sehen das Platzierungsvolumen nach dem Ende der Corona Pandemie als optimistisch, aber nicht unbedingt euphorisch an. Scope Analysis z.B. erwartet für das Jahr 2021 noch keine Zunahme der Emissionsaktivitäten der geschlossenen Publikums-AIF, sondern eher ein Vorjahresniveau bzw. leicht darunter. Hinsichtlich der Assetklassen erwartet Scope ähnlich wie in den Vorjahren mit einer Dominanz der Immobilienfonds und einem Anteil der Assetklasse Private Equity. Grundsätzlich positiv für Anlageentscheidungen von Investoren sollten das weiterhin niedrige Zinsumfeld und der nach wie vor hohe Anlagedruck sein. Insbesondere auch bei institutionellen Anlegern. Ebenso wird die deutlich höhere Transparenz und das Schutzniveau des KAGB für eine weiterhin anhaltende Fokussierung auf Publikums-AIF sorgen.

3.2 Geschäftsverlauf

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2020 als KVG die operative Verwaltung für insgesamt 26 Sachwertfonds übernommen. Diese verteilen sich dabei mit

16 Fonds auf den Bereich Immobilien

9 Fonds auf den Bereich Private Equity und

1 Fonds auf den Bereich Regenerative Energien

Davon entfallen auf die Bereiche

- Publikums-AIF 24 Fonds
- Spezial-AIF 2 Fonds

Weitere Projekte aus dem Bereich Immobilien bzw. Private Equity befinden sich in Umsetzung.

Die wesentlichen Erträge der Gesellschaft wurden aus dem Angebot und der Verwaltung von Sachwertfonds generiert. Im Geschäftsjahr 2020 waren dies insbesondere laufende Erträge aus Immobilienportfolien sowie Erneuerbaren Energien als auch Einmalvergütungen aus Konzeptionsleistungen bzw. Transaktionsgebühren.

Die wesentlichen Aufwendungen der Gesellschaft setzen sich aus Personal- und Sachkosten zusammen.

3.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.3.1 Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2020 wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von rd. TEUR 75 erzielt (Vorjahr: TEUR - 205). Dabei ist die Ertragslage im Wesentlichen geprägt durch Provisionserträge in Höhe von TEUR 19.802 (Vorjahr: TEUR 843), Provisionsaufwendungen in Höhe von TEUR 18.580 (Vorjahr: TEUR 289), den Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 866 (Vorjahr: TEUR 459), andere Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 403 (Vorjahr: TEUR 358), sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 125 (Vorjahr: TEUR 252). Im Vorjahr fielen noch Abschreibungen auf unfertige Leistungen von TEUR 193 an.

Die Provisionserträge resultieren im Wesentlichen aus abgeschlossenen Dienstleistungs- und Vermögensverwaltungsverträgen für die Fondsverwaltung. Die Provisionsaufwendungen beinhalten im Wesentlichen die Aufwendungen für die Treuhand- und Haftungsvergütungen, die Finanzbuchhaltungen und Anlegerverwaltungen der Fondsgesellschaften sowie Einmalaufwendungen.

3.3.2 Vermögens und Finanzlage

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2020 eine Eigenkapitalquote von rd. 41% (Vorjahr: 35 %) auf. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen durch den ausgewiesenen Jahresüberschuss. Die Bilanzsumme beläuft sich TEUR 1.149 (Vorjahr: TEUR 1.147).

Die Passiva setzen sich zum Bilanzstichtag aus Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von TEUR 506 (Vorjahr: TEUR 548), dem Eigenkapital in Höhe von TEUR 475 (Vorjahr: TEUR 401), Rückstellungen in Höhe von TEUR 67 (Vorjahr: TEUR 169), sowie sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 100 (Vorjahr: TEUR 14) zusammen.

Die Finanzierungszusage der Gesellschafter in Höhe von 1,0 Mio. EUR zur Sicherstellung der Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung der KVG hatte im Jahr 2020 weiter Bestand. Der innerhalb der Finanzierungszusage noch verbleibende Darlehensrahmen in Höhe von TEUR 638 wurde auch im Laufe des Geschäftsjahres nicht in Anspruch genommen. Dementsprechend erfolgten keine Umwandlungen in Eigenkapital bzw. Zuführung zur Kapitalrücklage. Das Festgeldkonto in Höhe von TEUR 190 existiert unverändert. Die gesetzlichen Eigenkapitalvorschriften waren das ganze Jahr über sichergestellt.

Das Vermögen der Gesellschaft besteht zum Bilanzstichtag aus sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 564 (Vorjahr: TEUR 656), davon Forderungen gegen Gesellschafter TEUR 539, aus Bankguthaben in Höhe von TEUR 312 (Vorjahr: TEUR 319), Forderungen an Kunden in Höhe von TEUR 256 (Vorjahr: TEUR 158) und anderen Aktiva in Höhe von TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 14). Im Geschäftsjahr wurden keine wesentlichen Investitionen in das Anlagevermögen getätigt und sind nach derzeitigem Stand auch nicht für 2021 geplant.

Die Liquidität der Gesellschaft hat sich wie folgt entwickelt:

2020
TEUR
Jahresüberschuss 75
Abschreibungen 3
Abnahme (-) /Zunahme (+) der Rückstellungen -102
Zunahme von Forderungen an Kunden sowie andere Aktiva -11
Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sowie anderer Passiva 30
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -5
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -2
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 0
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -7
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 319
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 311

Das Geschäftsjahr 2020 schließt mit einem Jahresüberschuss von rd. TEUR 75 (Vorjahr TEUR - 205). Maßgeblich hierfür war - trotz gestiegener Betriebskosten und anteiliger Holdinggebühren für die XOLARIS AG, Lichtenstein - neben der Aufnahme eines Bestands-Immobilienportfolios von 11 Fonds in die operative Verwaltung der KVG und dadurch gestiegener Provisionserträge auch der Effekt aus Einmaleffekten aus Transaktionsgebühren in der Investitionsphase eines im Vertrieb befindlichen AIF. Insgesamt kann der Geschäftsverlauf für das Geschäftsjahr 2020 somit als positiv beurteilt werden. Das tatsächliche Ergebnis ist positiver ausgefallen als geplant.

Aus den bei der BaFin eingereichten Unterlagen für den geplanten Vertrieb von AIF wurden im Jahr 2020 sechs genehmigt. Allerdings konnte der Vertrieb für diese AIF im Jahr 2020 bedingt durch das Marktumfeld in der "Corona Situation" überwiegend noch nicht begonnen werden. Auf der Einnahmenseite kam es dadurch zu Verschiebungen. Grundsätzlich konnte die Akquisition von Neuprojekten aber weiter gesteigert werden, so dass sich aus der zukünftigen operativen Verwaltung für die KVG ein positiver Ergebnisbeitrag ergeben sollte und die Marktstellung weiter ausgebaut werden kann. Das Eigenkapital ist zum Jahresende auf TEUR 475 angestiegen.

3.3.3 Wesentliche finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Im Geschäftsjahr hat sich das Verhältnis von Provisionserträgen und sonstige betriebliche Erträge zu den bestehenden Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr in der Summe deutlich verändert. Dies ist u.a. auf den Anstieg bei Provisionserträgen und - aufwendungen durch das zusätzliche Immobilienportfolio von 11 Bestandsfonds zurückzuführen. Gleichwohl erfolgt in dieser Phase die Steuerung des Unternehmens noch weiterhin über die vorhandene und benötigte Liquidität. Als Folge dessen waren im Geschäftsjahr 2020 die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren die Cashflows. Gesellschafterdarlehen waren nicht notwendig. Insgesamt ist der Finanzmittelfonds von TEUR 319 um TEUR 7 auf rd. TEUR 311 leicht zurückgegangen.

Eine Steuerung über nichtfinanzielle Leistungsindikatoren ist nicht vorgesehen.

4. Prognose, Chancen- und Risikobericht

Im Folgenden wird die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft unter besonderer Berücksichtigung von Chancen und Risiken erläutert.

4.1. Risikobericht

Das Risikomanagement dient dazu, bewusste Vorgaben zu schaffen, welche Risiken eingegangen werden sollen und eingegangen werden dürfen, ohne den Fortbestand der Gesellschaft zu gefährden. Das Risikomanagement ist daher als die systematische, umfassende, zukunfts- und zielorientierte Steuerung der Risikogesamtposition der Gesellschaft zu verstehen. Die Risikosteuerung und - Überwachung obliegt vorrangig dem Risikomanagement. Dieses stellt sicher, dass Risiken fortwährend identifiziert, analysiert und bewertet werden. Außerdem wird die Wirksamkeit der beschriebenen Risikosteuerungsmaßnahmen überwacht.

Die wesentlichen Risiken, die bei Realisierung Auswirkungen auf den Fortbestand der Geschäftstätigkeit haben und bis hin zur Insolvenz führen könnten, sind u.a. wirtschaftliche Risiken, Reputationsrisiken sowie Platzierungsrisiken als auch rechtliche Risiken.

Wirtschaftliche Risiken ergeben sich aus dem Liquiditätsrisiko durch ggf. nicht rechtzeitig erfolgte Zeichnungen und Einzahlungen, so daß es zu verzögerten Zuflüssen kommen kann, arbeitsrechtlichen Themen, steuerlicher Risiken hinsichtlich bestimmter Verwaltungsleistungen der Gesellschaft sowie später als erwartet erfolgte Vertriebsgenehmigungen bzw. das Risiko der Rückabwicklung aufgrund fehlender Vertriebsleistung.

Reputationsrisiken bestehen z.B. darin, dass die prospektierten Anlageziele auf Grund der Underperformance eines AIF dauerhaft nicht erreicht werden. Dies kann u.a. für die Bestandsfonds "RE 03 Windenergie Finnland" als auch "Garbe LF 02" gelten. Ebenso können Reputationsrisiken auch aus der Nichtumsetzung von Projekten entstehen.

Das rechtliche Risiko besteht im Wesentlichen aus der Umsetzung des Kapitalanlagegesetzbuches durch die Gesellschaft und in der Anwendung des Gesetzes durch die BaFin und der damit einhergehenden Anforderungen und Produktgenehmigungen.

Als Vorgang von besonderer Bedeutung für die Risikolage ist seit Februar/März 2020 der weltweite Ausbruch der neuartigen Atemwegserkrankung COVID-19 (Pandemie). Hieraus können sich unvorhersehbare Entwicklungen ergeben, insbesondere im Bereich der Immobilienmärkte. Im Jahr 2020 sind hierdurch keine wesentlichen Maßnahmen erforderlich gewesen. Inwieweit sich dieser negative Einfluss über den gesamten Zeitraum der Pandemie bzw. bis zum Jahresende 2021 auswirkt, lässt sich nicht vorhersagen.

Vor diesem Hintergrund hat die Gesellschaft grundsätzlich Maßnahmen ergriffen, um den Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten zu können und analysiert, dass anhand der Branchentätigkeit und individuellen Vertragsgrundlage über unterschiedliche Assetklassen derzeit nicht davon auszugehen ist, dass mit erheblichen Einnahmeausfällen bzw. Kostensteigerungen zu rechnen ist. Diese Momentaufnahme kann sich aber grundsätzlich in den kommenden Monaten ändern und wird laufend beobachtet.

Die wesentlichen Risiken sind an die Geschäftsleitung adressiert und Steuerungsmaßnahmen sind eingeleitet. Ungeachtet dieses Berichts können weitere Risiken, die bisher als solche noch nicht erkannt oder als unwesentlich eingestuft wurden, ebenfalls negative Auswirkungen haben.

4.2. Chancenbericht

Die Identifikation und Wahrnehmung von Chancen obliegen dem operativen Management. Diese werden von der Geschäftsführung in regelmäßigen Abständen mit dem Aufsichtsrat und den Gesellschaftern diskutiert und ggf. Strategien für die zukünftige Ausrichtung der Gesellschaft abgeleitet. Eine aggregierte Sicht der in diesen Gesprächen ermittelten Chancen ist Bestandteil der regelmäßigen Berichterstattung an den Aufsichtsrat der Gesellschaft.

Mit der Möglichkeit, maßgeschneiderte Produkte über vier Assetklassen (Schiff, Erneuerbare Energien, Immobilien und Private Equity) für die Verwaltung von alternativen Investmentvermögen im geschlossenen Fondsbereich anbieten zu können, erwartet die Geschäftsführung weiterhin eine positive Ausweitung der Marktstellung und damit eine Steigerung der Ertragsseite, die mittelfristig zu einer steigenden Wirtschaftlichkeit der Gesellschaft führt.

Weitere, wesentliche Chancen ergeben sich aus der Umsetzung des Kapitalanlagegesetzbuches. Durch die mit der Einführung dieses Gesetzes im Jahr 2013 gestiegenen Anforderungen sowohl an Kapitalverwalter als auch an die Produkte können sich für zugelassene Gesellschaften Chancen ergeben. Einerseits ist damit zu rechnen, dass einige Marktteilnehmer das Marktsegment der geschlossenen Publikums-AIF verlassen, um nicht den gesetzlichen Anforderungen genügen zu müssen. Auf diese Weise könnte der Wettbewerb für die bereits zugelassene Gesellschaft abnehmen und der Marktanteil ausgebaut werden; dies gerade unter den neuen Gesellschafterinnen und der damit verbundenen Unabhängigkeit von einem Emissionshaus als Muttergesellschaft. Hieraus verstärkt sich für die bereits zugelassene Gesellschaft die Chance, als Servicegesellschaft für Emissionshäuser bzw. Initiatoren zu fungieren, die keine eigene Kapitalverwaltungsgesellschaft gründen, aber dennoch am Markt aktiv bleiben möchten.

4.3. Prognosebericht

Der Geschäftsplan der ADREALIS Service Kapitalverwaltungs-GmbH sieht für das Geschäftsjahr 2021 vor, zumindest für sechs AIF Eigenkapital einzuwerben. Hieraus resultieren teilweise Mindestvergütungen und vereinzelt einmalige Einnahmen und in der Folge dann laufende Einnahmen aus den einzelnen Fonds.

Im bisherigen Jahresverlauf 2021 befinden sich weitere Investmentvermögen projektseitig in Vorbereitung bzw. sind bei der BaFin zur Vertriebsgenehmigung eingereicht.

Neben laufenden Gebühreneinnahmen aus Bestandsfonds aus den Bereichen Erneuerbare Energien sowie Immobilien als auch Private Equity, sind weiterhin Einmalvergütungen aus Transaktionsgebühren vorgesehen. Aus den im Vertrieb befindlichen Fonds und den noch kommenden Projekten werden u.a. Einmalerträge und zukünftig laufende Einnahmen erwartet. Projektseitig ist die Nachfrage nach Serviceleistungen der KVG sowohl für Neu- als auch Bestandsgeschäft weiterhin hoch. Vor diesem Hintergrund soll sich im Jahresverlauf die Anzahl verwalteter Fonds weiter erhöhen. Entsprechend der Prognose wird bei den getroffenen Annahmen ein Jahresüberschuss erwartet. Maßgeblich hierfür sind die Realisierung der Projekte sowie ein Vertriebserfolg.

Entsprechend der Prognose geht die Geschäftsführung im Folgejahr von einer weiteren, positiven Entwicklung aus. Nach aktuellem Stand wird von einer Steigerung der Provisionserträge ausgegangen. Die Prognose erscheint der Geschäftsführung unter den gegebenen Marktbedingungen, unter Beachtung der Corona Pandemie, als realistisch.

 

Hamburg, den 11. Juni 2021

ADREALIS Service Kapitalverwaltungs-GmbH

Die Geschäftsführung

Hendrik Böhrnsen

Torsten Schlüter

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ADREALIS Service Kapitalverwaltungs-GmbH, München:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ADREALIS Service Kapitalverwaltungs-GmbH, München, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ADREALIS Service Kapitalverwaltungs-GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen beabsichtigten oder unbeabsichtigten falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen • beabsichtigten oder unbeabsichtigten • falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, ein- schließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 11. Juni 2021

ESC Wirtschaftsprüfung GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Michael Kapitza, Wirtschaftsprüfer

gez. Beatrix Arlitt, Wirtschaftsprüferin

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

14 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.