Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 9131
Vorher
BEIT Systemhaus GmbH
Eingetragen
2.11.1987
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Beratung über und die Entwicklung von Informationstechnologie auf allen Gebieten, insbesondere für gewerbliche Unternehmen, sowie die Beteiligung als persönlich haftende Gesellschafterin an Unternehmen, die die Beratung über und die Entwicklung von Informationstechnologie auf allen Gebieten zum Gegenstand haben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alexander Weber
seit 8.10.2025
Geschäftsführer
Manuel Kreft
seit 10.2.2021
Prokura
Christof Meier
seit 27.1.2014
Geschäftsführer
Jens Knollmann
seit 27.1.2014
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
adp Merkur GmbH
Germany
102.320 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gauselmann AG

Espelkamp

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

AKTIVA

31.12.2021
31.12.2020
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 338.159.885,30 259.336.959,56
2. Geschäfts- oder Firmenwert 212.547.544,73 192.277.384,77
3. geleistete Anzahlungen 53.755,33 24.825,76
550.761.185,36 451.639.170,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 182.621.185,15 172.350.104,70
2. technische Anlagen und Maschinen 3.801.093,89 4.338.507,83
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 354.828.964,01 368.198.172,11
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 25.934.433,10 19.256.695,73
567.185.676,15 564.143.480,37
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.565.052,08 8.672.598,36
2. Beteiligungen 13.972.294,26 13.731.200,34
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 258.992,55 208.992,55
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 7.641,84 15.108,56
5. sonstige Ausleihungen 20.562.476,84 672.892,17
43.366.457,57 23.300.791,98
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 41.281.878,86 35.249.750,87
2. unfertige Erzeugnisse 20.607.498,69 27.989.626,57
3. fertige Erzeugnisse und Waren 50.400.719,33 82.796.887,25
4. geleistete Anzahlungen 633.030,63 749.572,54
112.923.127,51 146.785.837,23
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 106.322.136,97 83.095.061,93
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 2.947.925,81 € (Vorjahr: 4.734.728,92 €)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.823.349,05 478.193,09
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0,00 € (Vorjahr: 200.004,93 €)
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 9.524.911,62 2.768.458,90
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 1.992.750,00 € (Vorjahr: 0,00 €)
4. Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen 846.566,57 332.306,07
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €)
5. Forderungen gegen Gesellschafter 1.559.494,23 439.918,34
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 206.249,92 € (Vorjahr: 101.624,96 €)
6. sonstige Vermögensgegenstände 87.143.776,48 123.533.108,40
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 5.251.031,20 € (Vorjahr: 7.461.088,81 €)
212.220.234,92 210.647.046,73
III. Wertpapiere
sonstige Wertpapiere 170.878.565,25 109.813.513,20
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 394.877.642,78 336.518.699,40
C. Rechnungsabgrenzungsposten 16.944.481,10 13.582.726,35
2.069.157.370,64 1.856.431.265,35

PASSIVA

31.12.2021
31.12.2020
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 188.136.600,00 188.136.600,00
II. Kapitalrücklage 628.041.000,00 628.041.000,00
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 11.781.902,44 11.781.902,44
2. andere Gewinnrücklagen 137.861.330,54 137.861.330,54
149.643.232,98 149.643.232,98
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 7.526.491,46 -13.451.861,90
V. Konzerngewinnvortrag 161.193.058,51 278.374.085,34
VI. Verbleibender Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 32.072.039,72 -114.407.620,19
VII. Nicht beherrschende Anteile 46.123.422,03 43.254.349,95
1.212.735.844,70 1.159.589.786,18
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 55.226.329,83 34.199.758,21
2. Steuerrückstellungen 39.050.410,22 37.526.825,22
3. sonstige Rückstellungen 130.306.996,10 139.746.353,11
224.583.736,15 211.472.936,54
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Einlagen stiller Gesellschafter 718.909,88 2.537.940,03
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 718.909,88 € (Vorjahr: 2.537.940,03 €)
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 262.446.163,59 176.139.394,37
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 221.525.299,86 € (Vorjahr: 104.082.023,67 €)
3. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.352.793,54 665.997,08
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 1.352.793,54 € (Vorjahr: 665.997,08 €)
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 62.756.952,90 49.575.955,85
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 62.363.463,85 € (Vorjahr: 49.226.649,93 €)
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.630.048,25 3.410.123,61
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 1.575.048,25 € (Vorjahr: 1.335.123,61 €)
6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 121.011,87 590.590,67
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 121.011,87 € (Vorjahr: 590.590,67 €)
7. Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen 29.522,00 18.111,89
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 29.522,00 € (Vorjahr: 18.111,89 €)
8. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 22.778.902,87 24.455.713,46
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 19.636.402,87 € (Vorjahr: 20.855.660,95 €)
9. sonstige Verbindlichkeiten 187.723.762,68 157.001.463,20
- davon aus Steuern: 69.539.879,82 € (Vorjahr: 40.725.641,02 €)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 3.759.543,67 € (Vorjahr: 4.323.230,19 €)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 180.416.037,16 € (Vorjahr: 149.946.552,98 €)
541.558.067,58 414.395.290,16
D. Rechnungsabgrenzungsposten 13.965.908,18 23.261.736,34
E. Passive latente Steuern 76.313.814,03 47.711.516,13
2.069.157.370,64 1.856.431.265,35

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021

2021 2020
1. Umsatzerlöse 1.829.829.503,25 1.812.903.323,07
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -30.278.988,48 19.512.348,43
3. andere aktivierte Eigenleistungen 85.872.783,73 96.719.619,09
4. sonstige betriebliche Erträge 218.145.622,65 52.907.669,25
- davon aus der Währungsumrechnung: 7.431.681,56 € (Vorjahr: 4.435.989,87 €)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 133.120.077,38
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 647.911.710,99 -781.031.788,37 -860.647.173,65
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 361.628.996,18
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 69.350.684,10 -430.979.680,28 -407.689.717,76
- davon für Altersversorgung: 7.558.330,96 € (Vorjahr: 3.223.049,52 €)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -271.134.728,56 -268.526.650,07
- davon Abschreibung eines nach § 301 Abs. 3 HGB
auszuweisenden Geschäfts- oder Firmenwertes: 24.284.716,85 € (Vorjahr: 33.986.829,23 €)
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -413.425.341,16 -430.338.335,61
- davon aus der Währungsumrechnung: 5.777.432,81 € (Vorjahr: 15.347.412,65 €)
9. Erträge aus Beteiligungen 3.180.275,64 0,00
- davon aus verbundenen Unternehmen: 1.193.408,62 € (Vorjahr: 0,00 €)
10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 17,92 69,41
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 18.131,54 37.766,41
- davon aus verbundenen Unternehmen: 8.750,00 € (Vorjahr: 3.083,33 €)
12. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.916.257,33 3.083.530,17
- davon aus verbundenen Unternehmen: 51.885,81 € (Vorjahr: 18.907,81 €)
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €)
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -1.712.775,37 -516.525,86
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -10.243.157,71 -8.251.202,62
- davon an verbundene Unternehmen: 38.630,64 € (Vorjahr: 44.112,28 €)
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: 2.371.139,91 € (Vorjahr: 1.338.380,73 €)
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -35.935.421,96 -18.485.814,94
- davon aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern: -17.212.629,38 € (Vorjahr: -11.238.910,70 €)
16. Ergebnis nach Steuern 165.220.710,17 -9.291.094,68
17. sonstige Steuern -121.544.098,79 -104.235.242,67
18. Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 43.676.611,38 -113.526.337,35
19. nicht beherrschende Anteile -11.604.571,66 -881.282,84
20. verbleibender Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 32.072.039,72 -114.407.620,19

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

(1) Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist gemäß § 290 HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen.

Die Firma der Gesellschaft lautet Gauselmann AG. Sitz der Gesellschaft ist Espelkamp. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Oeynhausen unter B 9171 eingetragen.

(2) Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Konzernabschlusses

Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen entspricht der Stichtag der Jahresabschlüsse dem Stichtag des Konzernabschlusses.

Die Kapitalkonsolidierung wird seit dem Geschäftsjahr 2010 gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode durchgeführt. Die Verrechnung wird gemäß § 301 Abs. 2 Satz 1 HGB auf der Grundlage der Wertansätze unter Beachtung des Grundsatzes der Wesentlichkeit zu dem Zeitpunkt durchgeführt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Dabei wird das Eigenkapital mit dem Betrag angesetzt, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht.

Bei der erstmaligen Einbeziehung eines bisher gemäß § 296 Abs. 2 HGB wegen untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmens erfolgt die Verrechnung auf der Grundlage der Wertansätze zu dem Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung (§ 301 Abs. 2 Satz 3 und 4 HGB).

Zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung bestehende Aufrechnungsdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierung werden nach DRS 23.44 erfolgsneutral in die Ermittlung des neubewerteten Eigenkapitals des Tochterunternehmens einbezogen.

Unterschiedsbeträge, die dadurch entstehen, dass ein Tochterunternehmen aufgrund eines Einbeziehungswahlrechtes erst nach dem in § 301 Abs. 2 Satz 1 HGB genannten Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen wird und zwischen diesem Zeitpunkt und dem Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung Gewinne oder Verluste entstanden sind, werden seit dem Geschäftsjahr 2017 nach DRS 23.113 und DRS 23.148 dem Konzerngewinnvortrag zugeordnet.

Verbleibende Unterschiedsbeträge wurden mit den Rücklagen verrechnet oder ab 1998 erstmals als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen.

Die sich aus der Erstkonsolidierung ergebenden Geschäftswerte werden entsprechend der tatsächlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Bei erkennbaren Wertminderungen erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Firmenwerte bzw. erworbene Standortvorteile aus der Erstkonsolidierung von fünf Tochterunternehmen, die ihren Abschluss in fremder Währung aufstellen, werden gemäß DRS 25.63 in der Währung des Tochterunternehmens geführt und zu jedem Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs in die Konzernwährung umgerechnet, da die Erfolgsbeiträge hinsichtlich dieser Firmenwerte in der Währung des jeweiligen Tochterunternehmens realisiert werden. Entstehende Währungsumrechnungsdifferenzen werden in Anwendung von § 308 a HGB erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst (vgl. DRS 23.137f.).

Die Zeiträume, über die die entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte abgeschrieben werden, werden nachstehend genannt:

Geschäftsbereich Abschreibungsdauer
in Jahren
Buchwert zum 31.12.2021
T€
Geschäfts- oder Firmenwerte aus Einzelabschlüssen
Spieleentwickler (Ausland) 10 2.328
Produktion (Ausland) 10 10
Spielstätten (Ausland) 10 175
Spielstätten (Ausland) 15 1.050
Spielstätten (Inland) 5 14
Spielstätten (Inland) 15 22
Service und Logistik (Ausland) 15 926
4.525
Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung
Spielstätten (Ausland) 10 117.900
Spielstätten (Inland) 10 27.915
Spielbank (Inland) 10 34.069
Sportwetten (Ausland) 10 3.364
Entwicklung/Vertrieb von Online Gaming
Plattformen (Ausland) 10 19.337
Automatenaufsteller (Inland) 10 5.438
208.023
212.548

Werden nach Erlangung eines beherrschenden Einflusses weitere Anteile an einem Tochterunternehmen erworben (Aufstockung) oder veräußert (Abstockung), ohne dass der Status des Tochterunternehmens verloren geht, werden diese Transaktionen ab dem Geschäftsjahr 2017 als Kapitalvorgang abgebildet.

Wird künftig auf die Einbeziehung eines Tochterunternehmens gemäß § 296 HGB verzichtet, wird das auf das Tochterunternehmen entfallende Reinvermögen seit dem Geschäftsjahr 2017 gemäß DRS 23.179 zu Konzernbuchwerten bis zum Zeitpunkt der Beendigung der Möglichkeit des beherrschenden Einflusses fortgeschrieben.

Auf einen Ansatz von assoziierten Unternehmen nach der Equity-Methode gemäß § 311 Abs. 1 HGB wurde verzichtet, da die Beteiligungen insgesamt für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzernabschlusses von untergeordneter Bedeutung sind (§ 311 Abs. 2 HGB).

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet.

Zwischenergebnisse, die aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr resultieren, werden für das Anlage- und Umlaufvermögen gemäß § 304 Abs. 1 HGB eliminiert.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Umsatzerlöse und Erträge aus sonstigen Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften werden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Soweit erforderlich, erfolgen Umgliederungen in die Positionen Bestandsveränderungen oder andere aktivierte Eigenleistungen.

Der Steueraufwand aus den Einzelabschlüssen wird in den Konzernabschluss übernommen.

Latente Steuern, die sich aus Konsolidierungsvorgängen auf Konzernebene gemäß § 301 HGB (Kapitalkonsolidierung), § 303 HGB (Schuldenkonsolidierung) und § 304 HGB (Zwischengewinneliminierung) ergeben, werden gemäß § 306 Satz 5 HGB i. V. m. § 274 Abs. 2 Satz 1 HGB mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet.

Für die deutschen Einheiten werden die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und die Gewerbesteuer mit 30 % abgegrenzt. Latente Steuern in den ausländischen Berichtseinheiten werden mit den dort geltenden Steuersätzen bewertet, deren Bandbreite sich zwischen 10 % und 30 % bewegt.

(3) Währungsumrechnung

Im Konzernabschluss erfolgt die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Bilanzen grundsätzlich nach § 308 a HGB.

Währungsumrechnungsdifferenzen, die aus der Zwischenergebniseliminierung resultieren, werden erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt. Im Berichtsjahr werden Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Gewinn- und Verlustrechnungen zu Durchschnittskursen in Höhe von 473.912,62 € in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt.

Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen werden in Höhe von 4.150.473,87 € und aus der Schuldenkonsolidierung in Höhe von 2.902.104,97 € ebenfalls erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt.

Bei einbezogenen Tochterunternehmen aus Hochinflationsländern werden vor Anwendung der Regelungen des § 308 a HGB inflationsbedingte Auswirkungen auf den Vermögens- und Ertragsausweis durch die Indexierungsmethode bereinigt.

(4) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert.

Die Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten der einbezogenen Unternehmen werden gemäß §§ 300, 308 HGB nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Konzernanschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer wird auf die betriebliche Erfahrung abgestellt.

Sachanlagen sind zu Konzernanschaffungs- oder Konzernherstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Bei Kunstgegenständen wird ein Anhaltewert gebildet, wenn es sich um Originale namhafter Künstler handelt.

Anlagegüter werden überwiegend linear abgeschrieben. Für geringwertige Anlagegüter wird § 6 Abs. 2 und 2 a EStG analog angewendet.

Soweit erforderlich, wurden zum Bilanzstichtag auf die fortgeführten Konzernanschaffungs- und Konzernherstellungskosten von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen außerplanmäßige Abschreibungen auf den jeweils niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Finanzanlagen sind mit den Konzernanschaffungskosten bewertet. Bei erkennbaren Risiken erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Vorräte werden zu Konzernanschaffungs- oder Konzernherstellungskosten bewertet. Die Konzernherstellungskosten beinhalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Bestandsrisiken wurden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Nennwerten oder Barwerten bilanziert. Erkennbare Risiken werden durch aktivisch abgesetzte Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko wurde eine angemessene Pauschalwertberichtigung gebildet.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit den Konzernanschaffungskosten oder mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen aufgrund von Einzelzusagen wurden auf Basis des Teilwertverfahrens in der Anwartschaftsphase bzw. des Barwertverfahrens in der Rentenphase ermittelt. Als biometrische Grundlagen dienten die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Der Rechnungszins entspricht dem Abzinsungssatz nach § 253 Abs. 2 HGB auf Basis einer individuellen Restlaufzeit.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen aufgrund eines Kapitalplans gegenüber den Mitarbeitern werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Bewertungsverfahren mittels der projizierten Einmalbeitragsmethode ermittelt. Als Rechnungsgrundlage werden ebenfalls die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck verwendet. Die Abzinsung erfolgt unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre von 1,87 % (Vorjahr: 2,30 %), der von der Deutsche Bundesbank bekanntgemacht wurde. Die Berechnung erfolgte unter Berücksichtigung einer Fluktuation von 5,00 %.

Aufgrund der Tatsache, dass die Gewährung sowie die Höhe der Kapitalbausteine für jedes Geschäftsjahr einzeln beschlossen werden und somit keine automatische jährliche Erhöhung des Pensionsanspruches der Arbeitnehmer erfolgt, finden zukünftige Gehaltssteigerungen bei der Berechnung der Pensionsrückstellung keine Berücksichtigung.

Des Weiteren hat die Merkur Spielbanken NRW GmbH (vormals: Westdeutsche Spielbanken GmbH) Pensionsverpflichtungen, die mittels der projizierten Einmalbetragsmethode sowie unter Berücksichtigung biometrischer Grundlagen unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck ermittelt werden. Als Abzinsungsfaktor wurde ein Rechnungszins von 1,5 % angesetzt. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,5 % und Rentensteigerungen mit einer Rate von 1,8 % berücksichtigt. Es wurde ein Rechnungszins gewählt, der auf der Renditeerwartung für ein zur Refinanzierung der bestehenden Versorgungsverpflichtungen geeignetes Anlageportfolio basiert. Bei der Auswahl des Anlageportfolios wurde insbesondere auf eine geringe Volatilität geachtet.

Die Auswirkungen der Änderung des Rechnungszinssatzes werden unter den Personalaufwendungen ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages ausgewiesen, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung und Vorsicht zur Abgeltung der jeweiligen Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten voraussichtlich erforderlich sein wird. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem in ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Abzinsung bei der erstmaligen Rückstellungsbildung erfolgt nach der Nettomethode.

Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Der Ansatz der passiven latenten Steuern erfolgt in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung. Bei der Bewertung werden die unternehmensindividuellen Steuersätze im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen berücksichtigt. Eine Abzinsung erfolgt nicht.

Der Konzernabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, wurde dieser angesetzt.

(5) Erläuterung der einzelnen Posten der Konzernbilanz

1. Konzernanlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Konzernanlagevermögens ergeben sich aus dem folgenden Konzernanlagenspiegel:

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Vortrag 1.1.2021 Kursdifferenz Veränderung Konsolidierungskreis Zugänge/ Umbuchungen (U)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 489.403.339,20 9.872.960,76 158.626.807,52 4.259.392,76
708.939,14(U)
2. Geschäfts- oder Firmenwert 231.952.672,67 10.282.184,36 30.741.043,67 2.963.375,68
280.000,00(U)
3. geleistete Anzahlungen 24.825,76 62.027,49 53.755,33
721.380.837,63 20.155.145,12 189.429.878,68 7.276.523,77
988.939,14(U)
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 488.082.617,04 1.505.512,98 65.576.255,27 7.350.306,26
4.765.510,07(U)
2. technische Anlagen und Maschinen 20.009.554,25 125.823,62 10.327,40 292.160,66
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 949.398.224,54 12.274.336,66 56.545.699,01 115.705.845,77
32.265.556,91(U)
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.145.156,24 377.723,29 430.516,70 44.144.659,21
1.477.635.552,07 14.283.396,55 122.562.798,38 167.492.971,90
37.031.066,98(U)
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 21.668.648,94 4.768,67 3.395.848,94 44.935,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 218.210,70
3. Beteiligungen 18.372.984,05 40,87 -597,11 326.490,43
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.600.000,00 50.000,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 37.268,89
6. sonstige Ausleihungen 2.458.186,11 2.134,95 20.000.000,00
44.355.298,69 4.809,54 3.397.386,78 20.421.425,43
2.243.371.688,39 34.443.351,21 315.390.063,84 195.190.921,10
38.020.006,12(U)
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Abgänge/ Umbuchungen (U) Stand 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -12.988.911,02 649.882.528,36
2. Geschäfts- oder Firmenwert -10.251.190,57 265.968.085,81
3. geleistete Anzahlungen -86.853,25(U) 53.755,33
-23.240.101,59 915.904.369,50
-86.853,25(U)
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -7.432.826,04 559.847.375,58
2. technische Anlagen und Maschinen -4.950.706,66 14.242.179,33
-1.244.979,94(U)
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -167.420.685,77 998.768.977,12
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -2.431.371,86 -36.688.172,93(U) 25.978.510,65
-182.235.590,33 1.598.837.042,68
-37.933.152,87(U)
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen -1.445.911,93 23.668.289,62
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 218.210,70
3. Beteiligungen -90.039,76 18.608.878,48
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.650.000,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens -194,00 37.074,89
6. sonstige Ausleihungen -416.300,00 22.044.021,06
-1.952.445,69 66.226.474,75
-207.428.137,61 2.580.967.886,93
-38.020.006,12(U)
Abschreibungen kumuliert
Vortrag 1.1.2021 Kursdifferenz Veränderung Konsolidierungskreis Abschreibungen des Geschäftsjahres
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen 230.066.379,64 2.790.074,26 4.842.103,84 83.432.178,78
Rechten und Werten
2. Geschäfts- oder Firmenwert 39.675.287,90 1.146.702,04 -2.052.328,75 24.902.070,46
3. geleistete Anzahlungen 0,00
269.741.667,54 3.936.776,30 2.789.775,09 108.334.249,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 315.732.512,34 849.607,93 54.807.835,68 15.675.084,09
2. technische Anlagen und Maschinen 15.671.046,42 89.203,29 6.770,40 835.691,62
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 581.200.052,43 6.401.520,36 46.578.664,87 146.289.703,61
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 888.460,51 7.628,65
913.492.071,70 7.347.960,23 101.393.270,95 162.800.479,32
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.996.050,58 1.809.240,23 1.404.743,03
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 218.210,70
3. Beteiligungen 4.641.783,71
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.391.007,45
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 22.160,33 7.421,45
6. sonstige Ausleihungen 1.785.293,94
21.054.506,71 1.809.240,23 1.412.164,48
1.204.288.245,95 11.284.736,53 105.992.286,27 272.546.893,04
Abschreibungen kumuliert
Abgänge/ Umbuchungen (U)/ Zuschreibungen (Z) Stand 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen -9.407.719,23 311.722.643,06
Rechten und Werten -374,23(U)
2. Geschäfts- oder Firmenwert -10.251.190,57 53.420.541,08
3. geleistete Anzahlungen 0,00
-19.658.909,80 365.143.184,14
-374,23(U)
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -7.126.982,72 377.226.190,43
-823.514,53(U)
-1.888.352,36(Z)
2. technische Anlagen und Maschinen -4.911.578,87 10.441.085,44
-1.250.047,42(U)
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -138.603.864,34 643.940.013,11
2.073.936,18(U)
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -852.011,61 44.077,55
-151.494.437,54 1.031.651.366,53
374,23(U)
-1.888.352,36(Z)
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen -1.106.796,30 15.103.237,54
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 218.210,70
3. Beteiligungen -5.199,49(Z) 4.636.584,22
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.391.007,45
5. Wertpapiere des Anlagevermögens -148,73 29.433,05
6. sonstige Ausleihungen -303.749,72(Z) 1.481.544,22
-1.106.945,03 22.860.017,18
-308.949,21(Z)
-172.260.292,37 1.419.654.567,85
0,00(U)
-2.197.301,57(Z)
Buchwerte
Stand 31.12.2021 Stand 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 338.159.885,30 259.336.959,56
2. Geschäfts- oder Firmenwert 212.547.544,73 192.277.384,77
3. geleistete Anzahlungen 53.755,33 24.825,76
550.761.185,36 451.639.170,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 182.621.185,15 172.350.104,70
2. technische Anlagen und Maschinen 3.801.093,89 4.338.507,83
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 354.828.964,01 368.198.172,11
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 25.934.433,10 19.256.695,73
567.185.676,15 564.143.480,37
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.565.052,08 8.672.598,36
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3. Beteiligungen 13.972.294,26 13.731.200,34
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 258.992,55 208.992,55
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 7.641,84 15.108,56
6. sonstige Ausleihungen 20.562.476,84 672.892,17
43.366.457,57 23.300.791,98
1.161.313.319,08 1.039.083.442,44

Im Geschäftsjahr 2021 wurden aufgrund der Erstkonsolidierung der nachfolgenden Gesellschaften die aufgeführten Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung aktiviert:

Anschaffungskosten
aktivierter Firmenwert
Bührmann A + I GmbH, Espelkamp 8.216.058,38 6.601.533,27
Play-Fair Casino GmbH & Co. KG, Espelkamp 4.755.517,20 4.735.517,20
CoAm Gaming Emmen B.V., Niederlande 342.568,87 342.448,87
Merkur Spielbanken NRW Gruppe, Duisburg 143.097.411,09 21.090.106,58

2. Konzern-Eigenkapital

Das Grundkapital der Gauselmann AG beträgt zum 31. Dezember 2021 188.136.600,00 € und besteht aus 1.881.366 Namensaktien im Wert von je 100,00 €.

Zusammensetzung der Kapitalrücklage:

Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB 609.341.800,00
Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB 18.699.200,00
628.041.000,00

Der Posten Nicht beherrschende Anteile enthält die Anteile von Mitgesellschaftern und anderen Gesellschaftern am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen.

3. Rückstellungen

Es wurde eine Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden gemäß § 246 Abs. 2 HGB vorgenommen.

Für die Saldierung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

T€
Erfüllungsbetrag der Schulden 68.136
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte 48.915
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 47.266

Im Berichtsjahr wurden Erträge aus dem verrechneten Vermögen in Höhe von 2 T€ mit aus der Verpflichtung entstehenden Aufwendungen verrechnet.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 5.059 T€. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Spielstättenbetrieb (37.562 T€), Jahresabschluss- und Beratungskosten (7.183 T€), sonstige Verpflichtungen aus dem Personalbereich (49.636 T€) und Garantieverpflichtungen 3.384 T€).

4. Verbindlichkeiten

Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Übersicht:

Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Berichtsjahr
Vorjahr
Verbindlichkeiten aus Einlagen stiller Gesellschafter 718.909,88 2.537.940,03
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 221.525.299,86 104.082.023,67
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.352.793,54 665.997,08
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 62.363.463,85 49.226.649,93
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.575.048,25 1.335.123,61
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 121.011,87 590.590,67
Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen 29.522,00 18.111,89
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 19.636.402,87 20.855.660,95
sonstige Verbindlichkeiten 180.416.037,16 149.946.552,98
487.738.489,28 329.258.650,81
Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit größer als ein Jahr Restlaufzeit Summe
Berichtsjahr
Vorjahr
von mehr als fünf Jahren
Verbindlichkeiten aus Einlagen stiller Gesellschafter 718.909,88
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 40.920.863,73 72.057.370,70 10.896.019,12 262.446.163,59
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.352.793,54
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 393.489,05 349.305,92 62.756.952,90
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.055.000,00 2.075.000,00 2.055.000,00 3.630.048,25
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 121.011,87
Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen 29.522,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.142.500,00 3.600.052,51 22.778.902,87
sonstige Verbindlichkeiten 7.307.725,52 7.054.910,22 1.313.465,51 187.723.762,68
53.819.578,30 85.136.639,35 14.264.484,63 541.558.067,58

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte in Höhe von 28.193 T€ gesichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte der Lieferanten.

5. Passive latente Steuern

Aufgrund bestehender, in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abnehmender Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden gemäß § 274 Abs. 1 HGB passive latente Steuern aus Einzelabschlüssen im Konzernabschluss in Höhe von 1.048 T€ angesetzt.

Die Beträge haben sich wie folgt entwickelt:

T€
Vortrag 1.1.2021 1.018
Währungsdifferenzen 58
Inanspruchnahme/Zuführung -28
Stand 31.12.2021 1.048

Unter den passiven latenten Steuern werden ferner Steuern aus dem Konzernabschluss gemäß § 306 HGB in Höhe von 75.266 T€ ausgewiesen.

Die passiven latenten Steuern gemäß § 306 HGB haben sich wie folgt entwickelt:

T€
Vortrag 1.1.2021 46.693
Zugänge aufgrund der Aktivierung von immateriellen Vermögensgegenständen im Rahmen der Erstkonsolidierung 45.757
Veränderung der latenten Steuern i. S. v. § 306 HGB in 2021 -17.184
Stand 31.12.2021 75.266

6. Finanzinstrumente

Es wurden im Einzelnen folgende Bewertungseinheiten gebildet:

Risiko Variable Art Grundgeschäft Art Betrag Sicherungsinstrument Risiko Betrag Art der Bewertungseinheit prospektive Effektivität
Zins kontrahierter variabel 2,00 Mio. € Swap 2,00 Mio. € Mikro Hedge Laufzeit- und
Zahlungs- strom verzinste Bankver- bindlichkeiten Volumenkongruenz

Die Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheit erfolgte nach der Einfrierungsmethode.

Das vorstehend genannte Grundgeschäft betrifft verschiedene Tilgungsdarlehen.

Der Marktwert der Zinsswaps beträgt zum 31. Dezember 2021 rund -66 T€. Er wurde unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren auf der Basis der zum Berechnungszeitpunkt vorliegenden Marktdaten ermittelt.

7. Haftungsverhältnisse

Am Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse:

Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln 5.087.968,48
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 1.426.679,94
Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 424.200,87
- davon gegenüber Gesellschaftern: 0,00 €
- davon gegenüber Tochterunternehmen, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden: 0,00 €
6.938.849,29

Die zu Grunde liegenden Verpflichtungen können von den betreffenden Gesellschaften nach unseren Erkenntnissen in allen Fällen erfüllt werden. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen.

Neben den Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen i. S. v. § 314 Abs. 1 Nr. 2 a HGB in Höhe von 420.724 T€ (davon gegenüber Tochterunternehmen, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden: 0 T€, davon betreffend die Altersversorgung: 0 T€, davon gegenüber assoziierten Unternehmen: 0 T€).

Die Verpflichtungen betreffen überwiegend Verpflichtungen aus verschiedenen langfristigen Miet-, Pacht- und Leasingverträgen, aus Gerätemietverträgen sowie Sponsoringverträgen. Auf die Merkur Casino GmbH, Espelkamp, entfällt von den Verpflichtungen allein ein Anteil von 95.143 T€.

Ferner hat die Gauselmann AG Kommanditanteile am Gesellschaftskapital von zwei Beteiligungsgesellschaften übernommen. Die zum Bilanzstichtag noch ausstehenden nicht eingeforderten Einlagen betragen insgesamt 409 T€.

Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Zusammenhang mit eingegangenen Put- bzw. Call-Optionen für insgesamt fünf Gesellschaften über insgesamt 75.315 T€. Teilweise bemisst sich die Höhe der Verpflichtungen nach der jeweiligen künftigen Ergebnisentwicklung der Gesellschaften und wird daher zukünftig noch variieren.

(6) Erläuterung zu einzelnen Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Der konsolidierte Umsatz 2021 setzt sich wie folgt zusammen

2021
Mio. €
2020
Mio. €
Veränderung
Mio. €
B2B
- Inland 343,6 371,6 -28,0
- Ausland 201,0 158,3 42,7
544,6 529,9 14,7
B2C
- Inland 439,2 554,8 -115,6
- Ausland 846,0 728,2 117,8
1.285,2 1.283,0 2,2
1.829,8 1.812,9 16,9

Die aktivierten Eigenleistungen betreffen im Wesentlichen selbst erstellte vermietete Geräte.

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

T€
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Gegenposten zum Verbrauch von Rückstellungen 27.942
Schadenersatzleistungen 6.495
Zuschreibungen Anlagevermögen 2.197
Erträge aus Anlageverkäufen 2.118
Erträge aus der Herabsetzung der Wertberichtigungen zu Forderungen sowie aus dem Eingang ausgebuchter Forderungen 2.781
Kursgewinne 7.432
außergewöhnliche Erträge nach § 314 Abs. 1 Nr. 23 HGB 160.098
übrige Erträge 9.083
218.146

Unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen werden Aufwendungen in Höhe von 618.284 T€ ausgewiesen, die im Zusammenhang mit im Ausland tätigen Wettunternehmen stehen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

T€
Grundstücks- und Maschinenmieten 106.045
Reparaturen und Wartung Grundstücke, Kraftfahrzeuge und Maschinen 37.801
Gebühren, Beiträge, Versicherungen 33.586
Werbe- und Marketingaufwendungen 32.775
Reisekosten, Bewirtung 7.881
Forderungsverluste 1.996
Zuführung zu Wertberichtigungen zu Forderungen 5.304
sonstiger Personalaufwand 19.706
Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 4.084
Kursverluste 5.778
Rechts- und Beratungskosten 33.490
Vertriebs- und Vertreterprovisionen 55.308
Verbrauch Energie und Treibstoffe 22.162
außergewöhnliche Aufwendungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 23 HGB 5.640
übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 41.869
413.425

Nachfolgend werden die Erträge und Aufwendungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 23 und Nr. 24 HGB genannt:

Position der Konzern- Wert gemäß davon: außergewöhnliche Erträge/ davon: rein
Gewinn- und Verlustrechnung Konzern- Aufwendungen nach § 314 Abs. 1 periodenfremde
Gewinn- und Nr. 23 HGB Aufwendungen/
Verlustrechnung
T€
nicht periodenfremd nach Nr. 24
T€
periodenfremd nach Nr. 24
T€
Erträge nach § 314 Abs. 1 Nr. 24 HGB
T€
sonstige betriebliche Erträge
- Erträge aus Zuschreibungen 2.197 2.197
- coronaspezifische Erträge
-- Schadenersatz aufgrund behördlich angeordneter Standortschließungen 132.748 40.200 92.548
-- übrige Coronahilfen 27.350 26.270 1.080
- Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 20.132 7.774 12.358
- Erträge aus Anlagenverkäufen 2.118 2.118
sonstige betriebliche Aufwendungen
- Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 4.084 4.084
- Schadenersatz 5.640 5.640
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
- Steuererstattungszinsen 971 971
sonstige Steuern
- Umsatzsteuererstattung -2.967 -2.967

Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen wurden in Höhe von 6.487 T€ und auf Finanzanlagen des Anlagevermögens in Höhe von 1.412 T€ vorgenommen.

In den sonstigen Steuern sind Vergnügungssteuern in Höhe von 75.144 T€ sowie Spielbankabgaben in Höhe von 44.611 T€ enthalten.

(7) Ergänzende Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung

Die Erstellung der Konzernkapitalflussrechnung erfolgt unter Beachtung des Deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 21.

Der ausgewiesene Finanzmittelfonds in Höhe von 361.589 T€ umfasst Kassenbestände, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten (394.877 T€), Wertpapiere des Umlaufvermögens (170.879 T€) sowie jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten (204.167 T€). Die in den Finanzmittelfonds einbezogenen Wertpapiere des Umlaufvermögens unterliegen nur unwesentlichen Wertschwankungen und können jederzeit in Liquidität umgewandelt werden.

Die Bestände des Finanzmittelfonds von quotal einbezogenen Unternehmen betragen 16.528 T€.

(8) Sonstige Pflichtangaben

Darstellung der Posten gemäß § 158 Abs. 1 Satz 1 AktG:

2021
2020
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 99.831.018,80 -33.110.345,43
Bilanzgewinn Vorjahr 252.900.454,80 316.414.742,40
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0,00 -30.403.942,17
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 252.900.454,80 286.010.800,23
Bilanzgewinn 352.731.473,60 252.900.454,80

Das Geschäftsjahr 2021 der Gauselmann AG (Einzelabschluss) schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 99.831.018,80 € und einem Bilanzgewinn in Höhe von 352.731.473,60 € ab.

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

50 % des Jahresüberschusses 2021 (49.915.509,40 €) werden in andere Gewinnrücklagen eingestellt. Der danach verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von 302.815.964,20 € wird als Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorgetragen.

Während des Geschäftsjahres 2021 waren durchschnittlich 7.226 Arbeitnehmer im Inland und 6.286 Arbeitnehmer im Ausland beschäftigt. Bei den Arbeitnehmern im Inland sind anteilsmäßig 243 Arbeitnehmer von nur anteilsmäßig einbezogenen Unternehmen enthalten. Bei den Arbeitnehmern im Ausland sind anteilsmäßig 38 Arbeitnehmer von nur anteilsmäßig einbezogenen Unternehmen enthalten.

Komplementärin ohne Kapitaleinlage an der jeweils genannten Kommanditgesellschaft sind die folgenden Gesellschaften:

Komplementärin Kommanditgesellschaft
Fritz DUSKE Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Neumünster E.Duske GmbH & Co KG, Neumünster (Handelsregister Amtsgericht Kiel HRA 468 NM)
G + E Die Spielfreude Verwaltungs- GmbH, Stuttgart G + E Die Spielfreude GmbH & Co. KG, Stuttgart (Handelsregister Amtsgericht Stuttgart HRA 12939)
Gerdes Spielkonzepte Verwaltungs GmbH, Espelkamp Gerdes Spielkonzepte GmbH & Co. KG, Espelkamp (Handelsregister Amtsgericht Bad Oeynhausen A 10101)
Herold Verwaltungs GmbH, Espelkamp Play-Fair Casino GmbH & Co. KG, Espelkamp (Handelsregister Amtsgericht Bad Oeynhausen A 10089)
Merkur Spielbank Duisburg Merkur Spielbank Duisburg GmbH & Co.KG,
Verwaltungs GmbH, Duisburg Duisburg (Handelsregister Amtsgericht Duisburg A 10026)
Merkur Spielbanken Sachsen-Anhalt Merkur Spielbanken Sachsen-Anhalt GmbH
Verwaltungs GmbH, Leuna & Co KG, Leuna (Handelsregister Amtsgericht Stendal A 4530)
msp Münzspielpartner Verwaltungs- GmbH, Essen msp Münzspielpartner GmbH & Co. KG, Essen (Handelsregister Amtsgericht Essen A 6572)
Spielbank Berlin Entertainment Spielbank Berlin Entertainment
Verwaltungs-GmbH, Berlin GmbH & Co. KG, Berlin (Handelsregister Amtsgericht Berlin A 99649)
Spielbank Berlin Verwaltungsgesellschaft mbH, Berlin Spielbank Berlin GmbH & Co. KG, Berlin (Handelsregister Amtsgericht Berlin A 16057)
Spielbank Mainz Beteiligungs-GmbH, Mainz Spielbank Mainz GmbH & Co. KG, Mainz (Handelsregister Amtsgericht Mainz A 43084)
Spielothek Immobilien GmbH, Espelkamp Spielothek Immobilien Gauselmann Beteiligungs GmbH & Co. KG, Espelkamp (Handelsregister Amtsgericht Bad Oeynhausen A 8938)
TREND GmbH, Espelkamp TREND GmbH & Co. KG, Espelkamp (Handelsregister Amtsgericht Bad Oeynhausen A 5778)

Folgende Tochterunternehmen sind von der Anwendung der in § 264 Abs. 3 bzw. § 264 b HGB genannten Vorschriften befreit, da die Voraussetzungen des § 264 Abs. 3 Nr. 1 bis 5 HGB bzw. § 264 b Nr. 1 bis 4 HGB erfüllt sind bzw. später erfüllt werden:

adp Gauselmann GmbH (jetzt: adp Merkur GmbH)

Alpha Automatenbetrieb GmbH

Alphabet Automatenbetrieb GmbH

ART Casino GmbH

Automaten Rehpenning GmbH

Bluhm & Reinhardt GmbH

BEIT GmbH

Casino Area GmbH

Casino City GmbH

Casino COSMOS Automatenspiele Aufstellung und Vertrieb GmbH

Casino FORTUNA-Unterhaltungs- und Spielgeräte GmbH

Casino Line GmbH

Casino MERKUR-Spielgeräte Betriebs- und Entwicklungsgesellschaft mit beschränkter Haftung

Casino Multi-Elektronik Verwertungs-GmbH

Casino Prater Spielhallen Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Casino Road GmbH

edict eGaming GmbH

E.Duske GmbH & Co KG

Euro Payment Group GmbH

G + E Die Spielfreude GmbH & Co. KG

Gauselmann Spielbanken Beteiligungs GmbH

Gerdes Spielkonzepte GmbH & Co. KG

GeWeTe Geldwechsel- & Sicherheitstechnik GmbH

Glückstern Freizeitgestaltungs-GmbH

Gustav Lauser GmbH

HESS Cash Systems GmbH

Innovative Unterhaltungsgesellschaft mbHJUMP Casino GmbH

Jump In Spielhallenbetriebs GmbH

m.a.s.s. marketing and sales service GmbH

MBG Casino Fantastico UG (haftungsbeschränkt)

Merkur Air GmbH

Merkur Betrieb münzbetätigter Unterhaltungsgeräte GmbH Merkur Casino GmbH

Merkur Freizeit Leasing GmbH

Merkur Immobilien- und Beteiligungs GmbH

Merkur Interactive GmbH

Merkur Spielbank Duisburg GmbH & Co.KG (vormals: Casino Duisburg GmbH & Co. KG)

Merkur Spielbanken Sachsen-Anhalt GmbH & Co. KG

Merkur Spielothek Wolfratshausen GmbH

Merkur Sportwetten GmbH

MFC-Betreiber GmbH

MSG Merkur Spielgeräte Service GmbH

msp Münzspielpartner GmbH & Co. KG

msp Spielstätten GmbH

ODDSLINE Entertainment GmbH

PALIO REH Spielstätten GmbH

Play-Fair Casino GmbH & Co. KG

Schneider Automaten GmbH

Spielothek Immobilien Gauselmann Beteiligungs GmbH & Co. KG

Sunny World GmbH

TREND GmbH & Co. KG

TTS GmbH

WGI World of Game and Internet GmbH

XTiP Sportwetten Shops GmbH

Das vom Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021 berechnete Gesamthonorar beträgt 440 T€. Dabei handelt es sich ausschließlich um Honorare für Prüfungsleistungen.

Das vom Abschlussprüfer der Merkur Spielbank Duisburg GmbH & Co.KG (vormals: Casino Duisburg GmbH & Co. KG), Duisburg, berechnete Gesamthonorar beträgt 75 T€. Dabei handelt es sich ausschließlich um Honorare für Prüfungsleistungen.

(9) Kreis der einbezogenen Unternehmen

In den Konzernabschluss wurden folgende Unternehmen einbezogen:

Kapital Anteil am Kapital
%
adp Gauselmann GmbH (jetzt: adp Merkur GmbH), Espelkamp 15.338,8 T€ 100
Alliance Gaming Solutions Limited, Douglas 5,4 TGBP 100
Alpha Automatenbetrieb GmbH, Espelkamp 184,1 T€ 100
Alphabet Automatenbetrieb GmbH, Espelkamp 153,4 T€ 100
altmann-druck GmbH, Berlin 1.000 T€ 100
Amusementshal "City Hall" B.V., Rotterdam 20,9 T€ 100
ART Casino GmbH, Espelkamp 52 T€ 100
Automaten Rehpenning GmbH, Espelkamp 50 T€ 100
Baleday Limited, Milton Keynes 100 TGBP 100
BALKAN BET d.o.o. Beograd, Belgrad 31.010 TRSD 100
BC Belgium NV, Hasselt 275,7 T€ 74,86
BC-Wetten Beteiligungsgesellschaft mbH, St. Pölten 36 T€ 74,72
Bede Gaming (Holdings) Limited, Newcastle Upon Tyne 15,2 TGBP 100
Bede Gaming Canada Limited, Vancouver 10 CAD 100
Bede Gaming Limited, Newcastle Upon Tyne 11,2 TGBP 100
Bede Gaming Malta (Holdings) Limited, Msida 1,2 T€ 100
Bede Gaming Malta Limited, Msida 1,2 T€ 100
Bede Software Bulgaria EOOD, Sofia 2 BGN 100
Bee Cool Gaming GmbH, Raaba-Grambach 35 T€ 100
BEIT GmbH, Espelkamp 102,3 T€ 100
Benter Freizeitanlagen und Automaten GmbH, Neumünster 38,5 T€ 100
BEO IMPERA d.o.o., Belgrad 64.967 TRSD 67,5
Betcenter Group NV, Hasselt 72 T€ 74,9
Betcom Ltd., Newark 100 GBP 100
Big Win Casino B.V., Valkenburg 1 € 100
BLUEPRINT GAMING INC, Coral Springs 772,3 TUSD 100
BLUEPRINT GAMING LTD, Newark 2 GBP 100
Blueprint Holdings (Malta) Ltd., Żebbuġ 1,2 T€ 100
Blueprint Operations Limited, Newark 1.500,1 TGBP 100
Blueprint Technologies (Gibraltar) Limited, Gibraltar 100 GBP 100
Blueprint Technologies (Malta) Ltd., Żebbuġ 40 T€ 100
Blueprint Technologies Ltd., Newark 100 GBP 100
Bluhm & Reinhardt GmbH, Espelkamp 25 T€ 100
Bührmann A + I GmbH, Espelkamp 57 T€ 74,9
Cashino Gaming (E&J) Limited, Milton Keynes 2 GBP 100
Cashpoint (Malta) Limited, Birkirkara 15.780 T€ 100
Cashpoint Agentur & IT-Service GmbH, Gerasdorf 75 T€ 100
Cashpoint Denmark ApS, Rødovre 50 TDKK 100
Cashpoint Solutions GmbH, Gerasdorf 100 T€ 100
Cashpoint Solutions Malta Limited, Birkirkara 40 T€ 100
Cashpoint Sportwetten Vertrieb GmbH, Gerasdorf 5.175,4 T€ 100
Casino Area GmbH, Espelkamp 50 T€ 100
Casino City GmbH, Espelkamp 50 T€ 100
Casino COSMOS Automatenspiele Aufstellung und Vertrieb GmbH, Espelkamp 52 T€ 100
Casino FORTUNA-Unterhaltungs- und Spielgeräte GmbH, Espelkamp 52 T€ 100
Casino Line GmbH, Espelkamp 50 T€ 100
Casino MERKUR-Spielgeräte Betriebs- und Entwicklungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Espelkamp 52 T€ 100
Casino Multi-Elektronik Verwertungs-GmbH, Espelkamp 52 T€ 100
Casino Prater Spielhallen Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Espelkamp 30 T€ 100
Casino Road GmbH, Espelkamp 50 T€ 100
Classic Leisure (Northern) Limited, Milton Keynes 1 GBP 100
CoAm Gaming Emmen B.V., Emmen 120 € 100
CP Beteiligungsverwaltungs GmbH, Wien 50 T€ 100
Dolphin Gaming Ltd., Milton Keynes 262,5 TGBP 100
DOO PIONIR INTERNACIONAL NOVI SAD, Novi Sad 73.346,1 TRSD 51
Ebbene Services Sp. z o. o., Warschau 5 TPLN 100
edict eGaming GmbH, Hamburg 56,2 T€ 100
Edict Malta Limited, Żebbuġ 40 T€ 100
E.Duske GmbH & Co KG, Neumünster 511,3 T€ 51
EPG FINANCIAL SERVICES HOLDING LIMITED, Sliema 9.398 T€ 100
EPG FINANCIAL SERVICES LIMITED, Sliema 9.498 T€ 100
Euro Payment Group GmbH, Frankfurt am Main 25 T€ 100
Eyas Gaming Holding Limited, Żebbuġ 1,2 T€ 49
Eyas Gaming Limited, Żebbuġ 100 T€ 49
Eyas Services Limited, Gibraltar 1 GBP 49
Eyas Services UK Limited, London 100 GBP 49
Falcon Topco Ltd., Newcastle Upon Tyne 10 TGBP 75,01
Fritz D U S K E Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Neumünster 30 T€ 51
Funny-Land Spiel- und Freizeitzentren GmbH, Espelkamp 25,6 T€ 50
G + E Die Spielfreude GmbH & Co. KG, Stuttgart 690 T€ 100
G + E Die Spielfreude Verwaltungs-GmbH, Stuttgart 25 T€ 100
GAME ZONE Entertainment AG, Gerasdorf 19.000 T€ 87,47
games and more GmbH, Espelkamp 25 T€ 50
GAP Projektentwicklung GmbH, Espelkamp 100 T€ 50
Gauselmann AG, Espelkamp 188.136,6 T€ 100
Gauselmann Spielbanken Beteiligungs GmbH, Espelkamp 100 T€ 100
Gerdes Spielkonzepte GmbH & Co. KG, Espelkamp 26,6 T€ 100
Gerdes Spielkonzepte Verwaltungs GmbH, Espelkamp 25,5 T€ 100
GeWeTe Geldwechsel- & Sicherheitstechnik GmbH, Mechernich 50 T€ 100
Glückstern Freizeitgestaltungs-GmbH, Espelkamp 25,6 T€ 100
Goldberg Sportwetten BVBA, Hasselt 20 T€ 100
Gustav Lauser GmbH, Stuttgart 1.100 T€ 100
Herold Verwaltungs GmbH, Espelkamp 25 T€ 100
HESS Austria GmbH, Gratkorn 36,3 T€ 100
HESS Cash Systems GmbH, Magstadt 200 T€ 100
HESS Schweiz AG, Bern 200 TCHF 100
Imbi-Gaststätten GmbH, Stuttgart 276 T€ 100
Imbi Spielhallen- und Gaststätten-GmbH, Stuttgart 25,6 T€ 100
Innovative Unterhaltungsgesellschaft mbH, Espelkamp 50 T€ 100
JUMP Casino GmbH, Bischofsheim 25 T€ 100
Jump In Spielhallenbetriebs GmbH, Espelkamp 25 T€ 100
Las Vegas Automaten B.V., Nieuwekerk 18,2 T€ 100
Lucky Gaming Industry d.o.o., Belgrad 71.820,6 TRSD 100
Lucky Nugget Gaming Private Limited, Neu Delhi 200 TINR 100
m.a.s.s. marketing and sales service GmbH, Espelkamp 26,1 T€ 100
Matchpoint BVBA, Hasselt 20 T€ 100
Mayfair Acquisitionco Limited, Milton Keynes 682,8 TGBP 100
MBG Casino Fantastico (UG) haftungsbeschränkt, Espelkamp 2 T€ 100
Media Verkaufsförderung- und Werbeagentur GmbH, Espelkamp 25,6 T€ 100
Merkur Air GmbH, Espelkamp 25 T€ 100
Merkur Betrieb münzbetätigter Unterhaltungsgeräte GmbH, Stuttgart 25,6 T€ 100
Merkur Bingo and Casino Entertainment UK Limited, Milton Keynes 49 TGBP 100
Merkur Casino Almere B.V., Hoofddorp 25 T€ 100
MERKUR CASINO a.s., Prag 100.000 TCZK 100
Merkur Casino Boskoop B.V., Hoofddorp 18 T€ 100
MERKUR CASINO d.o.o., Zagreb 2.000 THRK 100
Merkur Casino GmbH, Espelkamp 1.074,4 T€ 100
MERKUR CASINO GmbH, Wien 4.500 T€ 100
Merkur Casino Holding Limited, Birkirkara 3.201,2 T€ 100
Merkur Casino Holdings UK Limited, Milton Keynes 1 GBP 100
Merkur Casino LTD, Birkirkara 3.201,2 T€ 100
Merkur Casino UK Limited, Milton Keynes 1 GBP 100
Merkur Distribution Perú S.A.C., Lima 1 TPEN 100
Merkur Dosniha S.L., Palma de Mallorca 100 T€ 92,5
Merkur Entertainment NRW GmbH (vormals: WestSpiel Entertainment GmbH), Duisburg 25 T€ 100
Merkur eSolutions Malta Ltd., Żebbuġ (vormals: Merkur Holdings Malta Ltd., Birkirkara) 1,2 T€ 100
Merkur Freizeit Leasing GmbH, Espelkamp 511,3 T€ 100
MERKUR GAMES d.o.o., Belgrad 119.533,6 TRSD 51
Merkur Games Holding B.V., Hoofddorp 1.082,4 T€ 100
Merkur Games International C.V., Hoofddorp 12.037,4 T€ 100
Merkur Games Management B.V., Hoofddorp 18,2 T€ 100
MERKUR GAMING AFRICA (PTY) LTD., Midrand 550 TZAR 100
MERKUR GAMING ARGENTINA S.A., Buenos Aires 419 TARS 100
Merkur Gaming Colombia S.A.S., Bogotá D.C. 10.098.050 TCOP 100
Merkur Gaming Distribution S.R.L., Bukarest 452 TRON 100
Merkur Gaming G.m.b.H., Wien 200 T€ 100
Merkur Gaming India Private Limited, Neu Delhi 62.554,4 TINR 100
MERKUR GAMING MEXICO S.A.DE C.V., Mexiko City 100 TMXN 100
Merkur Gaming Netherlands B.V., Boxmeer 25 T€ 100
MERKUR GAMING PERÚ S.A.C., Lima 1.143 TPEN 100
Merkur Gaming Slots d.o.o. Beograd, Belgrad 6.000 TRSD 51
Merkur Gaming UK Limited (vormals: ADP GAUSELMANN UK LIMITED), Newark 59.148,2 TGBP 100
M. Hartmann-Automaten Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Essen 52 T€ 51
Merkur Immobilien- und Beteiligungs GmbH, Espelkamp 12.782,3 T€ 100
Merkur Interactive GmbH, Espelkamp 4.000 T€ 100
Merkur Interactive Italia S.p.A., Cinisello Balsamo 1.000 T€ 100
Merkur Interactive Malta plc., Birkirkara 2.100 T€ 100
MERKUR MEDIA GmbH, Espelkamp 25 T€ 100
Merkur Slots S.L. (vormals: Dosniha Casinos 2012 S.L.), Palma de Mallorca 3 T€ 100
Merkur Slots UK Limited, Milton Keynes 200 TGBP 100
Merkur Spielbank Duisburg GmbH & Co.KG (vormals: Casino Duisburg GmbH & Co. KG), Duisburg 10.000 T€ 100
Merkur Spielbank Duisburg Verwaltungs GmbH (vormals: WestSpiel Verwaltungs GmbH), Duisburg 25 T€ 100
Merkur Spielbanken NRW GmbH (vormals: Westdeutsche Spielbanken GmbH), Duisburg 27 T€ 100
Merkur Spielbanken Sachsen-Anhalt GmbH & Co. KG, Leuna 1.000 T€ 75
Merkur Spielothek Bad Fallingbostel GmbH, Espelkamp 100 T€ 50
Merkur Spielothek Cham I GmbH, Espelkamp 50 T€ 50
Merkur Spielothek Eggenfelden GmbH, Espelkamp 100 T€ 50
Merkur Spielothek Ingolstadt II GmbH, Ingolstadt 50 T€ 50
Merkur Spielothek Ingolstadt III GmbH, Espelkamp 50 T€ 50
Merkur Spielothek RIPE-Beteiligungs GmbH, Espelkamp 100 T€ 75
Merkur Spielothek Saarlouis II GmbH, Espelkamp 100 T€ 50
Merkur Spielothek St. Augustin GmbH, Sankt Augustin 100 T€ 50
Merkur Spielothek Stade GmbH, Espelkamp 100 T€ 50
Merkur Spielothek Wolfratshausen GmbH, Espelkamp 25 T€ 100
Merkur Sports & Gaming GmbH, Espelkamp 100 T€ 100
Merkur Sportwetten GmbH, Espelkamp 25 T€ 100
MERKUR-SUN spol.sr.o., Prag 100.100 TCZK 100
Merkur Technical Support Limited (vormals: Praesepe Limited), Milton Keynes 100 TGBP 100
Merkur Technical Support UK Limited, Milton Keynes 3 GBP 100
Merkur-win S.r.l., Cinisello Balsamo 10 T€ 100
Merkur Xtip a.s. (vormals: MERKUR VICTORY a.s.), Prag 2.000 TCZK 100
Merkur Xtip Slots doo Stara Pazova, Stara Pazova 500 RSD 51
MFC-Betreiber GmbH, Espelkamp 25 T€ 100
Mirage Centres Limited, Milton Keynes 45,2 TGBP 100
MSG Merkur Spielgeräte Service GmbH, Lübbecke 51,2 T€ 100
msp Münzspielpartner GmbH & Co. KG, Essen 52 T€ 100
msp Spielstätten GmbH, Espelkamp 25 T€ 100
ODDSLINE Entertainment GmbH, Espelkamp 484 T€ 100
PALIO REH Spielstätten GmbH, Espelkamp 25,5 T€ 100
PALMS MERKUR CASINO AG, Sofia 10.000 TBGN 50
PALMS MERKUR CASINO.BG EOOD, Sofia 1 TBGN 100
Personal Mex Juegos S.A. de C.V., Mexiko City 50 TMXN 100
Play-Fair Casino GmbH & Co. KG, Espelkamp 11 T€ 100
Reel Time Gaming Enterprise Pty Ltd., Taringa 20 AUD 51
Regal Amusement Machine Sales Limited, Preston 24.990 GBP 100
S.B.S. Sicherheitsservice Beratung Schulung GmbH, Berlin 25,6 T€ 100
Schneider Automaten GmbH, Köln 1.600 T€ 100
Sebenza BVBA, Hasselt 18,6 T€ 100
Sonka BVBA, Hasselt 18,6 T€ 100
Spielbank Berlin Entertainment GmbH & Co. KG, Berlin 580 T€ 40
Spielbank Berlin Entertainment Verwaltungs-GmbH, Berlin 25 T€ 40
Spielbank Berlin GmbH & Co. KG, Berlin 7.537,5 T€ 40
Spielbank Berlin Verwaltungsgesellschaft mbH, Berlin 52 T€ 40
Spielbank Mainz Beteiligungs-GmbH, Mainz 25 T€ 33
Spielbank Mainz GmbH & Co. KG, Mainz 2.500 T€ 33
Spielothek AG, Espelkamp 572 T€ 100
Spielothek Ceská republika spol.sr.o., Prag 140.000 TCZK 100
Spielothek Immobilien Gauselmann Beteiligungs GmbH & Co. KG, Espelkamp 1.001,6 T€ 94,01
Spielothek Immobilien GmbH, Espelkamp 25 T€ 100
Spielothek Nederland B.V., Amsterdam 453,8 T€ 100
Sunny World B.V., Hoofddorp 113,4 T€ 100
Sunny World GmbH, Espelkamp 25,6 T€ 100
Sunshine Games LLC, Reno 100 TUSD 100
TAYLOR'S Kft., Budapest 3.000 THUF 100
Thomas Holdings Limited, Milton Keynes 1 GBP 100
TITAN GAMING GmbH, Laxenburg 35 T€ 100
Tivoli Casino 2. Betriebsgesellschaft mbH, Neumünster 25 T€ 100
Tivoli Casino 3. Betriebsgesellschaft mbH, Neumünster 37,7 T€ 100
Tivoli Casino 4. Betriebgesellschaft mbH, Preetz 25 T€ 100
Totolotek S.A., Warschau 78.400 TPLN 99,27
TREND GmbH, Espelkamp 25,6 T€ 100
TREND GmbH & Co. KG, Espelkamp 51,1 T€ 100
TTS GmbH, Espelkamp 25 T€ 100
United Leisure Limited, Milton Keynes 1.170,2 TGBP 100
VGL Betriebsgesellschaft mbH, Espelkamp 27 T€ 50
V-Teck Consulting s.r.o., Bratislava 5 T€ 51
V-Teck UK Limited, Newark 100 GBP 51
WGI World of Game and Internet GmbH, Espelkamp 25 T€ 100
William Clark (Holdings) Limited, East Yorkshire 10 TGBP 100
William Clark Limited, East Yorkshire 1 TGBP 100
XOGOPRO SUR DE GALICIA SIGLO 21 S.L., Vigo 200 T€ 51
XTiP Sportwetten Shops GmbH, Espelkamp 25 T€ 100

Von den vorgenannten Gesellschaften wurden die folgenden Gesellschaften nach § 310 HGB nur anteilsmäßig in den Konzernabschluss einbezogen:

Eyas Gaming Holding Limited, Żebbuġ

Eyas Gaming Limited, Żebbuġ

Eyas Services Limited, Gibraltar

Eyas Services UK Limited, London

Spielbank Berlin Entertainment GmbH & Co. KG, Berlin

Spielbank Berlin Entertainment Verwaltungs-GmbH, Berlin

Spielbank Berlin GmbH & Co. KG, Berlin

Spielbank Berlin Verwaltungsgesellschaft mbH, Berlin

Spielbank Mainz Beteiligungs-GmbH, Mainz

Spielbank Mainz GmbH & Co. KG, Mainz

Folgende Gesellschaften werden aufgrund des Rechtes, die Mehrheit der Mitglieder des die Finanz- und Geschäftspolitik bestimmenden Verwaltungs-, Leitungs- oder Aufsichtsorgans zu bestellen oder abzuberufen, in den Konzernabschluss einbezogen:

Funny-Land Spiel- und Freizeitzentren GmbH, Espelkamp

GAP Projektentwicklung GmbH, Espelkamp

games and more GmbH, Espelkamp

Merkur Spielothek Bad Fallingbostel GmbH, Espelkamp

Merkur Spielothek Cham I GmbH, Espelkamp

Merkur Spielothek Eggenfelden GmbH, Espelkamp

Merkur Spielothek Ingolstadt II GmbH, Ingolstadt

Merkur Spielothek Ingolstadt III GmbH, Espelkamp

Merkur Spielothek Saarlouis II GmbH, Espelkamp

Merkur Spielothek St. Augustin GmbH, Sankt Augustin

Merkur Spielothek Stade GmbH, Espelkamp

PALMS MERKUR CASINO AG, Bulgarien

VGL Betriebsgesellschaft mbH, Espelkamp

Ausgeschieden aus dem Konsolidierungskreis sind folgende Unternehmen:

aufgrund Verschmelzung

Gustav Lauser Verwaltungsgesellschaft mbH (Rechtsnachfolgerin: Gustav Lauser GmbH)

HESS Verwaltungs-GmbH (Rechtsnachfolgerin: Gauselmann AG)

Merkur Casino International GmbH (Rechtsnachfolgerin: Merkur Casino GmbH)

Merkur Interactive Services GmbH (Rechtsnachfolgerin: MERKUR MEDIA GmbH)

aufgrund Inanspruchnahme des Wahlrechtes gemäß § 296 Abs. 2 HGB

Merkur Gaming US, LLC., USA

MERKUR SPIELO SK s.r.o., Slowakische Republik

aufgrund Liquidation

Merkur Management Services UK Limited, Großbritannien

Erstmals in den Konsolidierungskreis einbezogen wurden:

Bührmann A + I GmbH, Espelkamp

Cashpoint Solutions Malta Limited, Malta

CoAm Gaming Emmen B.V., Niederlande

Eyas Gaming Holding Limited, Malta

Eyas Gaming Limited, Malta

Eyas Services Limited, Gibraltar

Eyas Services UK Limited, Großbritannien

Gerdes Spielkonzepte GmbH & Co. KG, Espelkamp

Gerdes Spielkonzepte Verwaltungs GmbH, Espelkamp

Herold Verwaltungs GmbH, Espelkamp

Lucky Gaming Industry d.o.o., Serbien

Merkur Entertainment NRW GmbH (vormals: WestSpiel Entertainment GmbH), Duisburg

Merkur Spielbank Duisburg GmbH & Co.KG (vormals: Casino Duisburg GmbH & Co. KG), Duisburg

Merkur Spielbank Duisburg Verwaltungs GmbH (vormals: WestSpiel Verwaltungs GmbH), Duisburg

Merkur Spielbanken NRW GmbH, (vormals: Westdeutsche Spielbanken GmbH), Duisburg

Merkur Xtip Slots doo Stara Pazova, Serbien

Play-Fair Casino GmbH & Co. KG, Espelkamp

Tivoli Casino 4. Betriebsgesellschaft mbH, Preetz

Durch die Veränderung des Konsolidierungskreises dieses Jahres ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr nicht uneingeschränkt gegeben.

Die folgenden Unternehmen wurden gemäß § 296 Abs. 2 HGB wegen untergeordneter Bedeutung nicht mit in den Konzernabschluss einbezogen:

Beteiligungsquote
%
Avalon Casino Development B.V., Niederlande 100
BLUEPRINT GAMING, INC, Philippinen 100
Cashpoint.de GmbH, Espelkamp 100
Clausewitz Projekt GmbH & Co. KG, Espelkamp 100
Clausewitz Verwaltungs GmbH, Espelkamp 100
DIE SPIELEMACHER Gesellschaft für Produktion und Aufstellung von Spielen GmbH, Espelkamp 100
Face Check GmbH, Espelkamp 100
Formula Uspekha OOO, Russische Föderation 100
Gaming Centres Ltd., Großbritannien 100
Haus der Automatenwirtschaft GmbH & Co. KG, Berlin 87,5
Intellectual Property Consultants Pty. Ltd., Australien 51
JUSTJOY Szerencsejáték Szervező Kft., Ungarn 100
Merkur Case de Schimb Valutar S.R.L., Rumänien 100
MERKUR CASINO GAMES in Liquidation GmbH, Österreich 100
MERKUR CASINO RUS OOO, Russische Föderation 100
MERKUR Entertainment AG, Österreich 100
Merkur Gaming Poland Sp. z o. o., Polen 100
Merkur Gaming US, LLC., USA 100
Merkur Group Limited, Malta 100
Merkur Spielbanken Sachsen-Anhalt Verwaltungs GmbH, Leuna 100
Merkur Spielbank Monheim GmbH & Co. KG (vormals: Merkur Spielbanken NRW GmbH), Espelkamp 100
MERKUR SPIELO SK s.r.o., Slowakische Republik 100
Mernov Vermögensverwaltungs- und Beteiligungs GmbH, Espelkamp 100
MORDINO HOLDINGS LIMITED, Zypern 50,01
M-Games Berlin GmbH, Berlin 100
msp Münzspielpartner Verwaltungs-GmbH, Essen 100
New Star Play Kft., Ungarn 100
Online Enterprises Limited, Malta 99,95
Primebet International Ltd., Malta 100
Single Site Software Limited, Großbritannien 100
Solar Holding Limited, Malta 74,9
Solis Ortus Holding Ltd., Malta 100
Spiel Tech 13 GmbH, Lübbecke 100
Spiel Tech 17 GmbH, Lübbecke 100
Spiel Tech 21 GmbH, Hadamar 100
Spiel Tech 66 GmbH i. L., Schleiden 100
Teledat Handelsges. m.b.H., Österreich 100
Top Sportwetten G.m.b.H., Österreich 100
w.e.b. coin Handels GmbH, Österreich 100
XTIP Polska Sp. z o. o., Polen 100
Zweite Spielothek Immobilien Gauselmann Beteiligungs GmbH & Co. KG, Espelkamp 100
Zweite Spielothek Immobilien GmbH, Espelkamp ein weiteres Unternehmen, bei dem ein Treuhandverhältnis besteht 100

Für einen Teil der Angaben nach § 313 Abs. 2 Nr. 1 HGB ist von der Ausnahmeregelung des § 313 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht worden, um erhebliche Nachteile für die Unternehmen des Konzerns der Gauselmann AG zu vermeiden.

Der Einfluss der 43 unter Anwendung des Wahlrechts gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist sowohl einzeln als auch insgesamt von untergeordneter Bedeutung. Auf eine Einbeziehung in den Konzernabschluss wurde daher verzichtet.

Der Konsolidierungskreis umfasst damit 212 vollkonsolidierte Unternehmen.

Stichtag der Einzelabschlüsse aller einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2021.

Unter den Beteiligungen werden die folgenden assoziierten Unternehmen ausgewiesen:

Beteiligungsquote
%
IGEU Feuerwehrbereitschaft GmbH, Espelkamp 25,25
Gill + Gauselmann Grundstücksverwaltung OHG, Rauschenberg 50
STBO GmbH, Bielefeld 33,33
TreasureHunt GmbH, Berlin 20,08
Automatenbörse vs GmbH, Hanau 50
BLC Holding Limited, Malta 49
Entertainment Park GmbH, Espelkamp 50
Royal Casino DGS GmbH, Kirchlengern 50

Die Angabe des Namens und des Sitzes anderer Unternehmen, der Höhe des Anteils am Eigenkapital, des Eigenkapitals und des Ergebnisses des letzten Geschäftsjahres dieser Unternehmen, für die ein Jahresabschluss vorliegt, soweit es sich um Beteiligungen i. S. v. § 271 Abs. 1 HGB handelt oder ein solcher Anteil von einer Person für Rechnung der Gauselmann AG oder eines anderen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmens gehalten wird, unterbleibt wegen untergeordneter Bedeutung (§ 313 Abs. 3 Satz 4 HGB).

(10) Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand bestand im Geschäftsjahr 2021 aus folgenden Personen:

Herr Paul Gauselmann, Espelkamp, Unternehmer (Vorstandssprecher)

Herr Armin Gauselmann, Lübbecke, Unternehmer (Stellvertretender Vorstandssprecher)

Herr Dr. Werner Kurt Schröer, Bocholt, Vorstand Technik und Entwicklung

Herr Jürgen Stühmeyer, Minden, Vorstand Merkur-Vertrieb

Herr Dieter Kuhlmann, Lübbecke, Vorstand Spielbetriebe

Herr Lars Felderhoff, Rahden, Vorstand Finanzen

Herr Manfred Stoffers, Düsseldorf, Vorstand Marketing Kommunikation Politik

Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen 2021 5.579 T€.

Die Pensionszahlungen an ehemalige Vorstandsmitglieder haben im Geschäftsjahr 2021 252 T€ betragen. Die Pensionsrückstellung enthält zum Stichtag Pensionszusagen für ehemalige Vorstandsmitglieder in Höhe von 1.319 T€.

Der Aufsichtsrat bestand zum 31. Dezember 2021 aus folgenden Personen:

Herr Manfred Grünewald, Mönchengladbach (Vorsitzender), ehemaliger geschäftsführender Gesellschafter der tobaccoland GmbH & Co. KG

Herr Karsten Gauselmann, Inzell, Hotelier

Frau Janika Gauselmann, München, Diplom-Volkswirtin

Die Vergütungen im Jahre 2021 für die Tätigkeiten des Aufsichtsrates betrugen 29 T€.

 

Espelkamp, den 1. Juni 2022

Gauselmann AG

Der Vorstand

gez. Paul Gauselmann

gez. Armin Gauselmann

gez. Dr. Werner Kurt Schröer

gez. Jürgen Stühmeyer

gez. Dieter Kuhlmann

gez. Lars Felderhoff

gez. Manfred Stoffers

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021

T€
1. Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss) einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter 43.677
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 270.349
3. +/- Zunahme/Abnahme der langfristigen Rückstellungen -3.765
4. +/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -5.432
5. = Jahres-Cashflow nach DVFA/SG 304.829
6. +/- Zunahme/Abnahme der kurzfristigen Rückstellungen -18.439
7. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 1.966
8. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 32.971
9. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -31.608
10. +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 557
11. - sonstige Beteiligungserträge -3.180
12. +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 35.935
13. -/+ Ertragsteuerzahlungen/-erstattungen -27.181
14. = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Summe aus 5 bis 13) 295.850
15. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 28.776
16. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -167.493
17. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 3.581
18. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -7.277
19. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 845
20. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -20.421
21. - Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -83.461
22. + erhaltene Zinsen 18
23. + erhaltene Dividenden 3.180
24. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Summe aus 15 bis 23) -242.252
25. + Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von anderen Gesellschaftern 1.664
26. - Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens -2.180
27. - Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an andere Gesellschafter -4.500
28. + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 2.258
29. - Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten -19.013
30. - gezahlte Zinsen -575
31. - gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter -8.276
32. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe aus 25 bis 31) -30.622
33. zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe aus 14, 24 und 32) 22.976
34. +/- wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -301
35. +/- konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -1.700
36. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 340.614
37. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe aus 33 bis 36) 361.589

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021

Gezeichnetes Kapital
Eigenkapital des Mutterunternehmens Rücklagen Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB
gesetzliche Rücklage
Vortrag 1.1.2021 188.136.600,00 628.041.000,00 11.781.902,44
Ausgabe von Anteilen
Einstellung in Rücklagen
Ausschüttung
Währungsumrechnung
sonstige Veränderungen
Änderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss
Stand 31.12.2021 188.136.600,00 628.041.000,00 11.781.902,44
Rücklage Gewinnrücklage andere Gewinnrücklagen
Eigenkapital des Mutterunternehmens Summe Gewinnrücklagen
Summe Rücklagen
Vortrag 1.1.2021 137.861.330,54 149.643.232,98 777.684.232,98
Ausgabe von Anteilen
Einstellung in Rücklagen
Ausschüttung
Währungsumrechnung
sonstige Veränderungen
Änderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss
Stand 31.12.2021 137.861.330,54 149.643.232,98 777.684.232,98
Eigenkapital des
Mutterunternehmens
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
Gewinn-/ Verlustvortrag
Konzernjahresfehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
Summe
Vortrag 1.1.2021 -13.451.861,90 163.966.465,15 1.116.335.436,23
Ausgabe von Anteilen
Einstellung in Rücklagen
Ausschüttung
Währungsumrechnung 20.978.518,25 20.978.518,25
sonstige Veränderungen -164,89 -2.169.263,58 -2.169.428,47
Änderungen des Konsolidierungskreises -604.143,06 -604.143,06
Konzernjahresüberschuss 32.072.039,72 32.072.039,72
Stand 31.12.2021 7.526.491,46 161.193.058,51 32.072.039,72 1.166.612.422,67
Nicht beherrschende Anteile
nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis
auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste
Vortrag 1.1.2021 44.206.975,29 -952.625,34
Ausgabe von Anteilen 25.140,00
Einstellung in Rücklagen 378.361,80
Ausschüttung -8.276.375,03
Währungsumrechnung 1.260.783,38
sonstige Veränderungen -2.330.571,53
Änderungen des Konsolidierungskreises 207.161,80
Konzernjahresüberschuss 11.604.571,66
Stand 31.12.2021 34.210.692,33 308.158,04 11.604.571,66
Nicht beherrschende Anteile Summe
Konzerneigenkapital Summe
Vortrag 1.1.2021 43.254.349,95 1.159.589.786,18
Ausgabe von Anteilen 25.140,00 25.140,00
Einstellung in Rücklagen 378.361,80 378.361,80
Ausschüttung -8.276.375,03 -8.276.375,03
Währungsumrechnung 1.260.783,38 22.239.301,63
sonstige Veränderungen -2.330.571,53 -4.500.000,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 207.161,80 -396.981,26
Konzernjahresüberschuss 11.604.571,66 43.676.611,38
Stand 31.12.2021 46.123.422,03 1.212.735.844,70

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

I. Geschäftsmodell des Konzerns der Gauselmann AG

Der Konzern der Gauselmann AG ist ein großes mittelständisches Familienunternehmen. Er hat sich von einem Ein-Mann-Betrieb zu einem am Jahresende 2021 über 14.000 Mitarbeiter starken, global agierenden High-Tech-Konzern der Unterhaltungswirtschaft entwickelt. Der Grundstein für die Erfolgsgeschichte wurde bereits im Jahr 1957 durch den Unternehmensgründer Paul Gauselmann gelegt. Die Firmenzentrale des Konzerns liegt im ostwestfälischen Espelkamp. Markenzeichen ist die lachende Merkur-Sonne. Dieses allseits beliebte SPIEL- und Glückssymbol steht seit Jahrzehnten national wie international als Synonym für modernes, attraktives Freizeitvergnügen "Made in Germany". Das breit aufgestellte Familienunternehmen, das sich unter dem Motto "More than a game" der Unterhaltung durch Spaß an SPIELEN mit und um das kleine Geld für erwachsene Menschen verschrieben hat, agiert als weltweit vernetzter Glücks- SPIEL-Anbieter. Die ausgeprägten Kernkompetenzen Content, Technologie und Operating ermöglichen es, basierend auf den jeweiligen gesetzlichen Rahmenbedingungen, an jedem Ort zu jeder Zeit SPIEL-Spaß bringende Unterhaltung anzubieten. Dabei ist sich der Konzern der Gauselmann AG seiner sozialen Verantwortung bewusst. Das Thema Jugend- und Spielerschutz genießt einen hohen Stellenwert. Stets werden neueste Erkenntnisse auf den Gebieten Prävention und Verbraucherschutz berücksichtigt und fließen kontinuierlich in die SPIEL-Entwicklung und in das technologische SPIEL-Angebot ein.

Schon in der Vergangenheit waren Eigentümerfamilie und Unternehmensleitung stets eng miteinander verzahnt. Dadurch war das Geschäftsmodell des Konzerns der Gauselmann AG seit jeher auf Langfristigkeit, Nachhaltigkeit und Substanzerhalt ausgerichtet. Um auch in den nächsten Jahren generationenübergreifend die langfristige Bestandssicherung des Konzerns als Arbeitgeber und Wirtschaftsmotor zu gewährleisten, hat die Unternehmerfamilie beschlossen, den Konzern der Gauselmann AG ab 2016 unter dem Dach der Ende 2015 neu gegründeten Gauselmann Familienstiftung zu führen. Dafür hat die Eigentümerfamilie sämtliche Aktien an der Gauselmann AG zum Jahresende 2015 in die Familienstiftung eingebracht. Als fester Bestandteil des Stiftungsvorstands bestimmen Mitglieder der Familie Gauselmann nicht nur die Geschicke der Stiftung, sondern insbesondere die zukünftige Ausrichtung sowie die jeweilige Führung des Konzerns der Gauselmann AG. Alle grundlegenden strategischen Entscheidungen, die das operative Geschäft des Konzerns tangieren, werden damit ab 2016 durch den familiengeführten Stiftungsvorstand getroffen.

Starke Präsenz zeigt der Konzern auch in den maßgebenden Branchenverbänden. In Deutschland ist er seit über 50 Jahren führend in den unterschiedlichen Branchenverbänden vertreten. So war der Firmengründer Paul Gauselmann bis zu seinem Rücktritt im Sommer 2019 bereits seit über 38 Jahren an der Spitze des Verbandes der Deutschen Automatenindustrie (VDAI). Schon vorher war er seit 1966 meist federführend in Aufstellerverbänden tätig.

Die operativen Aktivitäten des Konzerns gliedern sich in zwei große Geschäftssegmente.

Das traditionelle Kernsegment richtet sich an Firmenkunden (B2B) und bündelt im In- und Ausland in der so genannten "Merkur-Säule" die Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb von SPIELEN und Unterhaltungs- SPIEL-Geräten, wobei der Schwerpunkt in der Erfindung und Entwicklung von SPIELEN in 16 Teams von Australien bis nach Las Vegas liegt. Zudem werden noch Geldmanagementsysteme auch für Banken und Kommunen produziert und vertrieben. Das Hauptstandbein dieses Segments ist das Geld- SPIEL-Gerät. Der Kernmarkt ist Deutschland. Der Großteil der Verkaufsaktivitäten erfolgt über attraktive vertriebsorientierte Miet-, Leasing- und Lizenzmodelle.

Das zweite Konzernsegment richtet sich an Endkunden (B2C). In diesem Geschäftsbereich wird federführend der Betrieb von modernen Entertainmentcentern sowie neuerdings das sehr erfolgreiche Engagement im SPIEL-Banken-Bereich zusammengefasst. Am Jahresende 2021 betrieb der Konzern der Gauselmann AG 361 High-Tech- SPIEL-Stätten im Inland (Vorjahr: 344) und 419 in sieben europäischen Ländern (Vorjahr: 374). Tragende Säule in Europa war hier die englische Praesepe-Gruppe mit 204 Hallen (Vorjahr: 176). Zweitwichtigster Markt war Serbien mit 153 Standorten (Vorjahr: 140). Die restlichen SPIEL-Stätten verteilten sich auf Standorte in West- und Osteuropa. Der Konzern betrieb im Jahr 2021 weiterhin seine SPIE

L-Banken in Leuna, Magdeburg und Halle und war beteiligt an der größten deutschen SPIEL-Bank in Berlin mit vier Standorten sowie an der SPIEL-Bank Mainz mit drei Standorten. Neu übernommen hat der Konzern im Jahr 2021 im Rahmen eines öffentlichen Privatisierungsverfahrens des Landes NRW sämtliche Anteile an der WestSpiel-Gruppe mit vier SPIEL-Banken in NRW an den Standorten Dortmund-Hohensyburg, Duisburg, Aachen und Bad Oeynhausen. In Deutschland nimmt nun der Konzern der Gauselmann AG bei den SPIEL-Stätten die Rolle des Marktführers ein. Zusätzlich umfasst dieses Konzernsegment unter anderem mit der österreichischen Cashpoint-Gruppe die Aktivitäten als Anbieter und Vermittler von Sportwetten. Der Kernmarkt für das Sportwettangebot ist Europa.

Mit dieser umfassenden, zukunftsorientierten Angebotspalette sieht sich der Konzern der Gauselmann AG stabil und wettbewerbsfähig aufgestellt und gilt als fester Bestandteil der deutschen und der europäischen Automatenbranche.

Der Konsolidierungskreis umfasst 212 Gesellschaften, davon haben 114 Gesellschaften ihren Sitz im Ausland. Im Jahr 2021 sind 18 Gesellschaften zugegangen. Sieben Gesellschaften haben den Konsolidierungskreis verlassen. Die Vergleichbarkeit zum Vorjahreskonzernabschluss ist durch diese Änderungen nicht wesentlich beeinträchtigt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft befand sich im Jahr 2021 nach dem pandemiebedingten Rückgang des Vorjahres auf dem Weg der Erholung. Insgesamt verlief die Konjunkturerholung jedoch nicht so reibungslos wie erwartet. Während der Dienstleistungssektor von dem Wiederhochfahren großer Volkswirtschaften profitieren konnte, beeinträchtigten Probleme in den internationalen Lieferketten und steigende Rohstoffpreise besonders das verarbeitende Gewerbe. Der Internationale Währungsfonds (IWF) errechnete einen Anstieg der weltweiten Wirtschaftsleistung um 6,1 %.

2. Wirtschaftsentwicklung im Inland

Auch die deutsche Wirtschaft erholte sich im vergangenen Jahr von dem pandemiebedingten Einbruch im Jahr 2020. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 2,7 % höher als im Vorjahr, befand sich dabei aber noch unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019. Weiterhin war die wirtschaftliche Entwicklung beeinflusst von der Corona-Pandemie, die insbesondere in den ersten Monaten des Jahres die wirtschaftlichen Aktivitäten einschränkte, während sinkende Inzidenzzahlen und die Fortschritte der Impfkampagne im Sommer eine Erholung durch Lockerung der einschränkenden Schutzmaßnahmen ermöglichten. Dies führte zu verbesserten Arbeitsmarktbedingungen und einer Zunahme des privaten Konsums. Die wirtschaftliche Dynamik ließ jedoch im weiteren Verlauf des Jahres nach, da neue einschränkende Maßnahmen wegen der Ausbreitung von Corona-Varianten erforderlich waren. Zusätzlich führten Störungen in internationalen Lieferketten und Materialknappheiten zu verlängerten Lieferzeiten und zu Preisanstiegen.

3. Branchenbezogene Rahmenbedingungen in Deutschland

Unverändert stand auch das Geschäftsjahr 2021 voll im Zeichen der weltweiten Covid-19-Pandemie. Am 2. November 2020 begann der zweite Lockdown, dessen Maßnahmen überwiegend erst im Juni 2021 aufgehoben wurden. In diesem Zeitraum waren die SPIEL-Stätten bundesweit geschlossen. Auch im weiteren Verlauf des Jahres erfolgten Rückschläge durch je nach Bundesland verschiedene Zugangsbeschränkungen oder Einlassverbote. In Sachsen sowie in einigen Regionen Bayerns kam es sogar zu einem dritten Lockdown. Auch das Sportwettgeschäft litt unter den Auswirkungen der Pandemie, da auch Wettbüros von den Einschränkungen betroffen waren und viele Sportveranstaltungen ohne die gewohnte Zuschauerzahl stattfanden.

Unverändert sah und sieht sich das gewerbliche SPIEL in Deutschland mit massiven Restriktionen konfrontiert. Die branchenbezogenen Rahmenbedingungen haben sich in den vergangenen Jahren immer mehr zu Ungunsten des regulierten Gewinnspielangebotes und dabei vornehmlich für die gewerblichen SPIEL-Hallen und die Gastronomieaufstellung verschärft.

Im Jahr 2017 ist das Bundesverfassungsgericht zu dem Ergebnis gekommen, dass die durch den Ersten Glücksspieländerungsstaatsvertrag in Verbindung mit den landesrechtlichen Vorschriften vorgenommenen Verschärfungen der Anforderungen an die Genehmigung und den Betrieb von SPIEL-Hallen verfassungsgemäß sind. Danach besitzen die Bundesländer die ausschließliche Zuständigkeit für das Recht der SPIEL-Hallen, das die Befugnis zur Regelung der gewerberechtlichen Anforderungen an den Betrieb und die Zulassung von SPIEL-Hallen umfasst. Bis 2006 lag diese Zuständigkeit beim Bund.

Am 12. März 2020 haben sich die Bundesländer auf einen neuen gemeinsamen Glücksspielstaatsvertrag geeinigt. Bis Ende April 2021 wurde dieser durch alle Bundesländer ratifiziert, sodass er wie vorgesehen am 1. Juli 2021 in Kraft treten konnte. Die strengen Regelungen für SPIEL-Hallen gelten weiter, allerdings können die Bundesländer bestehende Mehrfachkonzessionen bis maximal drei Konzessionen weiterhin genehmigen, sofern die Betreiber bestimmte Qualitätskriterien einhalten. Diese Öffnungsklausel haben bisher sieben Bundesländer in ihr Landesrecht übernommen, wohingegen in sechs weiteren Bundesländern bereits die Entscheidung dagegen gefallen ist. Soweit die Öffnungsklausel nicht in das jeweilige Landesrecht übernommen wird, werden die Gemeinden zukünftig auch keine neuen Härtefallgenehmigungen zum Betrieb einer Mehrfachkonzession erteilen.

Erstmalig wird durch diesen Glücksspielstaatsvertrag auch der Sektor der virtuellen Automaten- SPIELE und der Online-Casino- SPIELE einer Regulierung unterzogen. Die Märkte für Sportwetten und Online-Glücksspiele wurden mit der Vergabe von Erlaubnissen für private Veranstalter geöffnet, allerdings unter sehr strengen Auflagen und Regeln zum Jugend- und Spielerschutz. Für Online-Glücksspiele startete bereits am 15. Oktober 2020 eine sogenannte Übergangsphase, in der diese in Deutschland nicht mehr rechtlich verfolgt werden, sofern die Anbieter die Regularien des zukünftigen Glücksspielstaatsvertrags bereits umsetzen. Neben der nur langsam voranschreitenden Lizensierung der Online-Angebote, für die erstmals Ende April 2022 eine Lizenz erteilt wurde, beinhaltet der Glücksspielneuregulierungsstaatsvertrag (GlüNeuRStV) auch die Einrichtung einer länderübergreifenden Glücksspielaufsichtsbehörde, um illegale Angebote effizient verfolgen zu können.

Weiterhin beschäftigte auch 2021 die neue Spielverordnung die Branche. Wurde die letzte Spielverordnung noch gemacht, um die Branche attraktiv und konkurrenzfähig zu halten, steht jetzt ausschließlich der Gedanke der Spielsuchtprävention im Vordergrund. Unter anderem sollten Eingriffe in wichtige SPIEL-Parameter die Attraktivität der SPIELE reduzieren. Nach der ersten Umstellung aller Geld- SPIEL-Geräte im Markt auf die neue Technische Richtlinie 5.0 (TR5) im Jahr 2018 mussten spätestens bis Februar 2021 zwingend alle Geräte auf die dann vorgeschriebene endgültige Version (V2) der Geräte umgestellt werden.

Die Automatenbranche, die aktuell rund 70.000 Menschen beschäftigt und mehr als zehn Millionen von Kunden SPIEL-Spaß und Unterhaltung bietet, sieht sich dennoch gut aufgestellt und begreift die enormen Herausforderungen auch als Chance zur Erneuerung und Selbstreinigung. Mit den branchenintern erfolgten Weichenstellungen und dem Glauben an den Rechtsstaat ist sie zuversichtlich, die immensen Herausforderungen der kommenden Jahre noch besser meistern zu können.

4. Rahmenbedingungen im europäischen Spielstättenmarkt

Die weltweite Corona-Pandemie und die von den Staaten getroffenen Eindämmungsmaßnahmen führten auch in allen für den Konzern der Gauselmann AG relevanten europäischen Ländern zu Einschränkungen der Geschäftstätigkeit. Dies wirkte sich auch auf die wirtschaftliche Entwicklung der europäischen SPIEL-Stätten aus. In allen Ländern kam es zu Schließungen unterschiedlicher Dauer während der Lockdown-Phasen, die bis Mitte des Jahres 2021 andauerten. Auch nach der Wiedereröffnung gab es ähnlich wie in Deutschland regional unterschiedliche Einschränkungen durch Zugangsbeschränkungen oder Einlassverbote.

Neben den Auswirkungen durch die Corona-Pandemie ist tendenziell mit Ausnahme der stabilen Märkte in England, Bulgarien und Serbien zu beobachten, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen in den europäischen Glücksspielmärkten zunehmend beschränkend wirken. So ist zum Beispiel in der Slowakei im Jahr 2019 ein neues Glücksspielgesetz in Kraft getreten, welches unter anderem eine Verifizierungspflicht der SPIEL-Gäste sowie eine Reduzierung der Öffnungszeiten für alle Betreiber vorschreibt. Zusätzlich wurde für die Hauptstadt Bratislava ein stadtweites Glücksspielverbot ab Januar 2021 beschlossen. Daher hat sich der Konzern der Gauselmann AG aus der Slowakei zurückgezogen und alle SPIEL-Stätten dort zum Ende des Jahres 2020 geschlossen und die Landesgesellschaft zum 31. Januar 2022 veräußert. In Tschechien wurde im September 2020 von der Stadt Prag beschlossen, dass Videolotterieterminals im Stadtgebiet nur noch für eine Übergangszeit bis Ende 2023 erlaubt sind. In Spanien sind seit Mitte des Jahres 2021 Einlasskontrollen für SPIEL-Stätten vorgeschrieben, weitere Einschränkungen wie Abstandsregelungen zwischen SPIEL-Stätten werden angestrebt. Derartige meist nicht vorhersehbare länderspezifische Reglementierungen sind im europäischen SPIEL-Stätten-Markt keine Einzelfälle. Sie beeinträchtigen die Marktbedingungen und verunsichern die Marktteilnehmer. Die Aufstellunternehmen werden permanent gezwungen, ihr legales und in der Regel bewährtes Geschäftsmodell auf Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit zu überprüfen und wenn möglich, den neuen Markterfordernissen anzupassen. Zudem erschwert die zunehmende Rechtsunsicherheit die Expansionsabsichten in neue Zielmärkte, da eine sichere Prognose für den gesamten Investitionshorizont nicht immer möglich ist.

5. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

5.1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren zur internen Unternehmenssteuerung liegt unser Fokus auf Umsatzentwicklung, operativem Ergebnis und Liquidität.

5.2. Umsatz

Im Geschäftsjahr 2021 stiegen die Umsatzerlöse trotz der weitreichenden Einschränkungen der Wirtschaft und Bevölkerung in allen für den Konzern wesentlichen Märkten zur Bekämpfung der Corona-Pandemie leicht um 0,9 % von 1.812,9 Mio. Euro im Vorjahr auf 1.829,8 Mio Euro. Der Zuwachs erfolgte allerdings nur im Ausland, während im Inland Umsatzeinbußen zu verzeichnen waren. Daher ist der im Ausland im Geschäftsjahr 2021 erwirtschaftete Umsatzanteil auf 57,2 % (Vorjahr: 48,9 %) gestiegen.

Im Geschäftskunden-Bereich (B2B) ging der Umsatz in Deutschland um 7,5 % von 371,6 Mio. Euro auf 343,6 Mio. Euro zurück. Ein großer Teil der Umsatzerlöse in diesem Segment in Deutschland entfällt auf die Vermarktung von Spielepaketen im Rahmen von Lizenzverträgen. Auch im Jahr 2021 hat der Konzern der Gauselmann AG als Corona-Solidaritätsaktion seinen Kunden in Deutschland Reduzierungen der Miet- und Lizenzraten in Höhe von insgesamt 14,6 Mio. Euro (Vorjahr: 26,7 Mio. Euro) gewährt. Vor allem im ersten Halbjahr 2021 führten der anhaltende Lockdown sowie nur zögerlich ausgezahlte Staatshilfen bei den Kunden zu großer Zurückhaltung. Auch die rigorose Umsetzung der Landespielhallengesetze führte zu Umsatzrückgängen, da die Kunden teilweise ihre SPIEL-Stätten schließen oder auf Einfachkonzessionen reduzieren mussten.

Der Endkunden-Bereich (B2C) in Deutschland litt neben den negativen gesetzlichen Rahmenbedingungen besonders unter den Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. SPIEL-Hallen, SPIEL-Banken sowie Wettbüros konnten nach den eigentlich als Wellenbrecher-Lockdown geplanten Schließungen ab 1. November 2020 erst im Juni 2021 wieder vollständig geöffnet werden. Die Umsatzerlöse im Inland gingen hier im Jahr 2021 um 20,8 % von 554,8 Mio. Euro im Vorjahr auf 439,2 Mio. Euro zurück. Bereinigt um die Zugänge zum Konsolidierungskreis verringerten sich die Umsatzerlöse um 194,4 Mio. Euro (-35,0 %) gegenüber dem Vorjahr. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den Geräteabbau infolge der Reduzierung auf Einfachkonzessionen zurückzuführen.

Wegen der zunehmenden geschäftshemmenden Rahmenbedingungen im Inland intensivierte der Konzern der Gauselmann AG in den vergangenen Jahren seine Aktivitäten im Ausland. Im Jahr 2021 stiegen die Umsatzerlöse des B2B-Bereichs im Ausland deutlich um 27,0 % von 158,3 Mio. Euro auf 201,0 Mio. Euro. Die in den vergangenen Jahren erfolgreiche Produkt- und Exportoffensive mit einem Mix aus innovativen Gehäusen, speziell auf die jeweiligen Zielmärkte zugeschnittenen SPIELE-Pakete und Serviceangebote konnte auch im Jahr 2021 die Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht kompensieren, sodass trotz des Wachstums die Umsatzerlöse immer noch unter dem angepassten Wert des Jahres 2019 (259,2 Mio. Euro) lagen.

Auch 2021 war der Konzern der Gauselmann AG mit seinen ausländischen B2C-Aktivitäten fast ausschließlich in Europa tätig. Der Umsatz im internationalen B2C-Geschäft erholte sich zwar und stieg um 16,2 % von 728,2 Mio. Euro im Vorjahr auf 846,0 Mio. Euro im Jahr 2021, lag damit aber auch noch unter dem angepassten Wert des Jahres 2019 (983,7 Mio. Euro). Das Geschäftsfeld Sportwetten litt aber weiterhin europaweit unter den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie durch unterschiedlich lange Schließungen von Wettbüros sowie darunter, dass viele Sportveranstaltungen ohne die gewohnte Zuschauerzahl stattfinden mussten. Auch die SPIEL-Stätten in Europa mussten während der unterschiedlich langen Lockdown-Phasen, die teilweise bis Juni 2021 andauerten, geschlossen bleiben.

5.3. Ertragslage

Nachdem im Vorjahr infolge der Einschränkungen der Geschäftsaktivitäten durch die Covid-19-Pandemie der stetige Wachstumskurs des Konzerns der Gauselmann AG abrupt unterbrochen wurde, war auch die Ertragslage im Jahr 2021 geprägt von den Auswirkungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie.

Trotz gestiegener Umsatzerlöse verringerte sich 2021 die Gesamtleistung nach außen vor allem durch den Abbau von Beständen an fertigen und unfertigen Leistungen um 2,3 % von 1.929,1 Mio. Euro im Vorjahr auf 1.885,4 Mio. Euro.

Da der Materialaufwand überproportional zur Gesamtleistung um 9,3 % von 860,6 Mio. Euro im Vorjahr auf 781,0 Mio. Euro gesunken ist, stieg der Rohertrag um 3,4 % von 1.068,5 Mio. Euro auf 1.104.4 Mio. Euro.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind aufgrund außergewöhnlicher Erträge nach § 314 Abs. 1 Nr. 23 HGB gegenüber dem Vorjahr um 165,2 Mio. Euro auf 218,1 Mio. Euro gestiegen. Es wird insofern auf die Angaben im Konzernanhang verwiesen.

Die Personalkosten sind im Jahr 2021 um 5,7 % von 407,7 Mio. Euro im Vorjahr um 23,3 Mio. Euro auf 431,0 Mio. Euro gestiegen. In Deutschland wurde für die Zeiten der Standortschließungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie von dem Instrument der Kurzarbeit Gebrauch gemacht. In vielen anderen Ländern gab es ähnliche staatliche Unterstützungsprogramme in unterschiedlicher Ausgestaltung zur Senkung der Personalkosten in den staatlich verordneten Lockdown-Phasen. Dem gegenüber stand jedoch die Erhöhung der Mitarbeiterzahlen durch die neu in den Konsolidierungskreis aufgenommenen Gesellschaften. Zum Bilanzstichtag beschäftigte der Konzern 14.228 Mitarbeiter weltweit.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich im Jahr 2021 vor allem durch geringere Wertberichtigungen von Forderungen sowie geringere Kursverluste um 3,9 % von 430,3 Mio. Euro im Vorjahr auf 413,4 Mio. Euro.

Die sonstigen Steuern stiegen im Jahr 2021 um 16,6 % von 104,2 Mio. Euro im Vorjahr auf 121,5 Mio. Euro, da sich durch den Betrieb von vier zusätzlichen Spielbanken die abzuführenden Spielbankenabgaben erhöht haben. Dagegen ist der Vergnügungssteueraufwand im Wesentlichen aufgrund des Rückgangs der im Inland betriebenen Konzessionen um 16,4 % zurückgegangen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen lagen mit 271,1 Mio. Euro aufgrund der Zugänge zum Konsolidierungskreis um 1,0 % über dem Wert des Vorjahres in Höhe von 268,5 Mio. Euro. Mit 76,8 Mio. Euro (Vorjahr: 84,2 Mio. Euro) entfiel wieder ein großer Teil der Abschreibungen auf das inländische operative Mietgeschäft. In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 6,5 Mio. Euro enthalten (Vorjahr: 19,2 Mio. Euro).

Das operative Ergebnis (EBIT) ist gegenüber dem Vorjahr um 174,8 Mio. Euro auf 85,5 Mio. Euro gestiegen. Das um die außergewöhnlichen Erträge und Aufwendungen nach § 314 Abs. 1 Nr. 23 HGB bereinigte operative Ergebnis (EBIT) ist aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie unverändert negativ. Es hat sich jedoch gegenüber dem Vorjahr um 28,6 Mio. Euro auf -82,6 Mio. Euro verbessert.

Das weiter negative Finanzergebnis hat sich im Jahr 2022 leicht von -5,6 Mio. Euro im Vorjahr auf -5,8 Mio. Euro verschlechtert.

Alle dargestellten Einflussgrößen führten 2021 zu einer Verbesserung beim Ergebnis vor Ertragsteuern von -95,0 Mio. Euro im Vorjahr auf 79,6 Mio. Euro. Im Wesentlichen aufgrund gegenüber dem Vorjahr niedrigerer steuerlich nicht zu berücksichtigender Gewinnminderungen im ertragsteuerlichen Organkreis der Gauselmann AG stieg das Jahresergebnis überproportional zum Ergebnis vor Ertragsteuern von -113,5 Mio. Euro auf 43,7 Mio. Euro.

5.4. Cashflow

Der nach DVFA/SG ermittelte Jahres-Cashflow des Konzerns verbesserte sich im Geschäftsjahr 2021 überwiegend aufgrund des positiven Jahresergebnisses um 120,5 % von 138,2 Mio. Euro auf 304,8 Mio. Euro. Da im Vergleich zum Vorjahr Vorräte abgebaut wurden, stieg der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit überproportional hierzu von -12,4 Mio. Euro auf 295,9 Mio. Euro. Vor allem durch die gegenüber dem Vorjahr höheren Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis und zum Finanzanlagevermögen erhöhte sich der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit von 161,5 Mio. Euro auf 242,3 Mio. Euro. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit konnte vollständig aus dem Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit finanziert werden. Deutlich verändert hat sich auch der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit. Nachdem im Vorjahr saldiert Finanzkredite in Höhe von 50,7 Mio. Euro aufgenommen wurden, konnten im Jahr 2021 Finanzkredite in Höhe von 16,8 Mio. Euro zurückgeführt werden. Insgesamt verringerte sich der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit gegenüber dem Vorjahr um 48,2 Mio. Euro auf -30,6 Mio. Euro. Nach Kürzung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit um die Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit standen zur aktiven Unterstützung des laufenden operativen Geschäftsbetriebs noch zusätzliche Finanzmittel in Höhe von 21,0 Mio. Euro zur Verfügung. Dadurch erhöhte sich 2021 der Finanzmittelfonds, bestehend aus Wertpapieren des Umlaufvermögens und liquiden Mitteln abzüglich jederzeit fälliger Bankverbindlichkeiten, von 340,6 Mio. Euro auf 361,6 Mio. Euro.

5.5. Investitionen

Auch 2021 fand der stetige Innovations- und Investitionsprozess des Konzerns der Gauselmann AG trotz der andauernden Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie der teilweise schwierigen rechtlichen Rahmenbedingungen im Inland mit einer Investitionssumme von 195,2 Mio. Euro (Vorjahr: 198,0 Mio. Euro) seine Fortsetzung. Der Investitionsschwerpunkt lag mit 63,5 Mio. Euro (Vorjahr: 73,5 Mio. Euro) wie gewohnt bei den Geld- SPIEL-Geräten im inländischen operativen Mietgeschäft. Die niedrigere Investitionssumme in Geld-SPIEL-Geräte resultiert neben der allgemeinen Investitionszurückhaltung der Kunden während der Corona-Pandemie vor allem aus den Auswirkungen des Glücksspielstaatsvertrags, der für die Kunden mit dem Abbau von Konzessionen verbunden war.

5.6. Konzernbilanzrelationen

Im Geschäftsjahr 2021 erhöhte sich die Konzernbilanzsumme um 11,5 % von 1.856,4 Mio. Euro auf 2.069,2 Mio. Euro. Die Aktivseite wird weiter durch das Anlagevermögen dominiert, dessen Anteil an der Bilanzsumme leicht von 56,0 % auf 56,1 % gestiegen ist. Absolut stieg das Anlagevermögen von 1.039,1 Mio. Euro auf 1.161,3 Mio. Euro. Der Anteil von Forderungen und Vorräten hat sich von 19,3 % auf 15,7 % verringert. Gestiegen dagegen ist um 3,3 Prozentpunkte auf 27,3 % der Konzernbilanzsumme der Anteil der liquiden Mittel einschließlich der Wertpapiere des Umlaufvermögens. Damit ist der Konzern der Gauselmann AG finanziell weiter sehr gut aufgestellt und gut gerüstet für zukünftiges Wachstum.

Auf der Passivseite hat sich der Anteil der kurz- und mittelfristigen Schulden von 31,1 % auf 33,6 % der Konzernbilanzsumme erhöht. Ebenfalls leicht gestiegen von 2,7 % auf 3,4 % ist auch der Anteil der langfristigen Schulden. Wegen der höheren Konzernbilanzsumme ist die Konzerneigenkapitalquote von 62,5 % auf 58,6 % gesunken. Absolut erhöhte sich jedoch das Konzerneigenkapital von 1.159,6 Mio. Euro auf 1.212,7 Mio. Euro und dominiert damit klar die Passivseite.

III. Prognosebericht

Der Ukraine-Krieg bremst die Erholung der globalen Wirtschaft von der Corona-Pandemie aus. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für das Jahr 2022 in einer korrigierten Prognose vom 19. April 2022 mit einem Wachstum der Weltwirtschaft um 3,6 %. Dies sind 0,8 Prozentpunkte weniger als noch im Januar angenommen. Gleichzeitig erwartet der IWF eine höhere Inflationsrate, angetrieben unter anderem von gestiegenen Energie- und Lebensmittelpreisen.

Für Deutschland ging der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in seinem Jahresgutachten 2021/2022 vom 10. November 2021 für 2022 noch von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Höhe von 4,6 % aus. Unterstellt wurde dabei, dass das Pandemiegeschehen durch gezielte und regionale Maßnahmen ohne erneute weitreichende Beschränkungen des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens kontrollierbar sein dürfte.

Zu Beginn des Jahres 2022 hat sich die Stimmung in den deutschen Unternehmen zunächst deutlich verbessert. Nach Berechnungen des ifo Institutes lag der vorläufige ifo Geschäftsklimaindex im Februar vor Beginn des Ukraine-Kriegs bei 98,9 Punkten. Deutlich gedämpft wurde der Optimismus allerdings im Folgenden durch die Auswirkungen möglicher weiterer Corona-Wellen auf Handel und den Dienstleistungsbereich und vor allem durch die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine.

Um den Unwägbarkeiten im Hinblick auf den weiteren Verlauf des Ukraine-Kriegs Rechnung zu tragen, wurden für die Konjunkturprognose des ifo Instituts vom 23. März 2022 zwei Szenarien in Betracht gezogen. Das Basisszenario geht nur von einer vorübergehenden Zunahme der Rohstoffpreise, Lieferengpässe und Unsicherheit aus. Im Alternativszenario verschärft sich die Situation zunächst noch, bevor ab der Jahresmitte eine allmähliche Entspannung einsetzt. Unter diesen Annahmen dürfte das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr nur noch um 3,1 % (Basisszenario) bzw. 2,2 % (Alternativszenario) zulegen und damit spürbar weniger als bislang erwartetet.

Als fester Bestandteil des weltweiten Gaming-Business stellt sich der Konzern der Gauselmann AG immer wieder neuen Herausforderungen. Im Inland führen Glücksspielstaatsvertrag, Landesspielhallengesetze und steigende kommunale Vergnügungssteuern zu einer Zurückdrängung der gesamten deutschen Automatenwirtschaft und schränken deren wirtschaftliche Perspektive ein. Um daraus resultierende Umsatzeinbußen kompensieren zu können, wird der Konzern der Gauselmann AG vordringlich seinen Marktanteil vergrößern und auch in Zukunft weitere nationale und internationale Märkte und Geschäftsfelder erschließen sowie zahlreiche innovative und attraktive Unterhaltungs- SPIEL-Geräte und SPIELE-Software entwickeln.

Im Firmenkunden-Bereich (B2B) ist der Konzern der Gauselmann AG national und international gut aufgestellt. Im Inland ist die zukünftige Entwicklung des Marktes aufgrund der Gesetzgebung und der Verunsicherung der Kunden bezüglich der Branchenzukunft weiterhin unklar, sodass der inländische Markt mittelfristig von den gesetzlichen Regulierungen abhängig ist. Die internationalen Handelsgesellschaften des Konzerns der Gauselmann AG werden an die guten Resultate vor der Corona-Pandemie anknüpfen. Insbesondere den britischen Markt konnten die Konzerngesellschaften mit ihren Produkten durchdringen und zufriedenstellende Deckungsbeiträge erwirtschaften. Die Geschäftsaktivitäten in diesem Bereich werden daher auch 2022 weiter ausgebaut. Bereits im Jahr 2020 wurde mit dem Erwerb des englischen Online-Technologie-Spezialisten Bede Gaming ein wesentlicher Schritt in Richtung Verstärkung der Online-Gaming-Aktivitäten getätigt. Die Leistungsstärke der Technologie zeigt sich besonders bei dem staatlichen kanadischen Kunden OLG, der mit der Bede-Technologie erfolgreich produktiv ist.

Im Endkunden-Bereich (B2C) wird für das Jahr 2022 national und international weiterhin eine sorgfältige Standortauswahl und eine optimierte Bewirtschaftung der SPIEL-Stätten der wichtigste Erfolgsfaktor zur Stabilisierung des Geschäfts sein. Das Engagement im Spielbankenbereich wird fortgeführt und erweitert. Hier ist für 2022 die Eröffnung einer neuen SPIEL-Bank in Monheim (Nordrhein-Westfalen) vorgesehen. Im Oktober 2020 wurden in Deutschland die ersten 18 Erlaubnisse an private Anbieter von Sportwetten erteilt. Dabei erhielt auch ein Unternehmen des Konzerns der Gauselmann AG die Konzession zur Veranstaltung von Sportwetten. International sind Sportwetten in vielen Ländern bereits deutlich länger etabliert und reguliert. Länderübergreifend steht hier der Ausbau einer wettbewerbsfähigen Onlinetechnologie sowie die Erschließung neuer Märkte und Absatzkanäle im Fokus. Ende April 2022 wurde in Deutschland die erste Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele vergeben. Diese Lizenz erhielt ein Tochterunternehmen der Gauselmann AG.

Die im Lagebericht 2020 getätigte Prognose eines gleichbleibenden Umsatzes war fast zutreffend. Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2021 nur leicht um 0,9 %.

Die positive Abweichung zu der im Dezember 2020 für 2021 erstellten Prognose eines deutlichen Ergebnisrückgangs ist auf die erst im Juni und im September 2021 ausgezahlten Corona-Beihilfen der Jahre 2020/2021 zurückzuführen, wodurch eine deutliche Verbesserung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns der Gauselmann AG eingetreten ist.

In der Anfang Dezember 2021 vorgelegten Unternehmensplanung ging der Konzern der Gauselmann AG für das Geschäftsjahr 2022 zunächst von gegenüber 2021 deutlich höheren Umsätzen aus. Ferner ergab die Unternehmensplanung im Vergleich zu dem um die vorstehend beschriebenen Sondereffekte bereinigten Konzernergebnis 2021 eine deutlich verbesserte Ertragslage. Die Entwicklung in den ersten vier Monaten des Geschäftsjahres 2022 bestätigt diese positive Erwartung. Das geplante Jahresergebnis 2022 wird aufgrund von für 2022 nicht zu erwartender Sondereffekte allerdings deutlich unter dem Jahresergebnis 2021 liegen.

Da die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine und der weitere Verlauf der Corona-Pandemie mit möglicherweise erneuten Zugangsbeschränkungen oder sogar Standortschließungen nicht vorhersehbar sind, ist eine belastbare Aussage über die zukünftige Erlös- und Ergebnissituation des Konzerns der Gauselmann AG nicht möglich.

In der schnelllebigen Automatenbranche zeigte der Konzern der Gauselmann AG als Marktführer in Deutschland mit mehr als 50-prozentigem Marktanteil auch im Jahr 2021 in den wichtigen Marktsegmenten weltweit starke Präsenz. Dadurch wurden gute Voraussetzungen geschaffen, um auch zukünftig als wichtiger Player in der internationalen Gaming-Industrie wahrgenommen und akzeptiert zu werden. Insgesamt ist der Konzern der Gauselmann AG mit den in der Vergangenheit getroffenen Entscheidungen und durch die eingeleiteten, zum Teil bereits wirksamen Maßnahmen und Weichenstellungen, auch für die kommenden Geschäftsjahre gut aufgestellt.

IV. Chancen- und Risikobericht

Im Rahmen seiner globalen Aktivitäten ist der Konzern der Gauselmann AG aufgrund der stetig fortschreitenden Intensivierung des Wettbewerbs einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Diese sind untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden. Um möglichst immer die richtigen Entscheidungen zu treffen, ist konzernweit ein mehrstufiges Planungs- und Reporting-System, mit denen sich die Prozesse gezielt überwachen und steuern lassen, implementiert. Ziel ist es, durch die permanente Überwachung möglichst zeitnah Maßnahmen zur Optimierung der Geschäftsprozesse ergreifen zu können. Zudem ist jederzeit gewährleistet, dass alle Entscheidungsträger, speziell der Vorstand, rechtzeitig informiert sind und somit im Ernstfall schnell mit der Einleitung eventuell notwendiger Gegenmaßnahmen reagieren können.

Ein großes Risiko besteht weiterhin aufgrund der Unwägbarkeiten der Corona-Pandemie. Noch ist nicht abzusehen, ob die Pandemie durch die ergriffenen Maßnahmen wirklich eingedämmt werden kann. Dies wird vor allem von den Fortschritten im Bereich Impfungen abhängen und davon, inwieweit neue Varianten des Erregers den Verlauf der Pandemie beeinflussen.

Ebenfalls unklar ist das Ausmaß der Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine, da die Dauer und der Ausgang des Kriegs sowie die weitere Entwicklung der Sanktionen schwer abzuschätzen sind. Es ist davon auszugehen, dass die aktuell hohen Börsenpreise für Energieträger die Ausgabebereitschaft von Unternehmen und Privathaushalten einschränken werden.

Neben dem Thema Corona bilden in Deutschland die Umsetzung des Glücksspielstaatsvertrags und der darauf basierenden Landesspielhallengesetze weiterhin einen großen Risikofaktor für die Automatenbranche. Am 1. Juli 2021 ist der Glücksspielstaatsvertrag 2021 in Kraft getreten. Dieser enthält eine Öffnungsklausel, die es den Ländern erlaubt, bestehende Mehrfachkonzessionen weiterhin zu genehmigen, sofern diese bestimmte Qualitätsstandards erfüllen. Die weitere Entwicklung der Automatenbranche wird entscheidend davon abhängen, in welchem Umfang die Bundesländer davon Gebrauch machen.

Der Vorstand der Gauselmann AG sieht für den Konzern trotz der vorher genannten Unsicherheiten aktuell weiterhin keine bestandsgefährdenden Risiken.

Jedoch ist die zukünftige technologische und vertriebsseitige Entwicklung im Firmenkunden-Bereich (B2B) von einem auch in Zukunft positiven Branchenumfeld sowie der rechtzeitigen, marktgerechten Entwicklung, Bereitstellung und Vermarktung von innovativen Geld- SPIEL- und Unterhaltungs- SPIEL-Geräten sowie von zukunftsweisenden SPIELE-Plattformen nach neuer Spielverordnung abhängig. Trotz der sich verschlechternden Rahmenbedingungen sieht der Konzern der Gauselmann AG aber auch weiterhin gute Chancen. Als Technologie- und Innovationsführer der deutschen Automatenbranche profitiert er in diesem Segment von einer gegenüber den Mitbewerbern deutlich höheren zunehmenden Marktakzeptanz, insbesondere bei Produktneuheiten. Dadurch ist er bei einer eventuell negativen Branchenentwicklung unabhängiger und darüber hinaus in der Lage, Marktanteile hinzuzugewinnen.

Der Vorstand der Gauselmann AG rechnet für das Endkunden-Geschäft (B2C) für das Jahr 2022 in Deutschland mit einem weiteren Geräteabbau aufgrund der Umsetzung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 auf Basis des Ersten Glücksspieländerungsstaatsvertrags von 2012.

Trotz der derzeitigen rechtlichen Unsicherheiten im B2C-Bereich werden die mittelfristigen Chancen und Perspektiven für die bestehenden SPIEL-Stätten des Konzerns der Gauselmann AG weiter als gut eingeschätzt. Hierfür spricht vor allem der attraktive Angebotsmix, bestehend aus innovativen Geld- SPIEL-Geräten, modernen und qualitativ hochwertigen Freizeiteinrichtungen sowie dem bewährten kundennahen Service. Mit diesem vielversprechenden Fundament und durch die Rolle als Marktführer ist der Konzern in diesem Segment deutlich widerstandsfähiger aufgestellt als der Wettbewerb. Laut einer Umfrage vom Wirtschaftsmagazin Focus Money im August 2021 sind die SPIEL-Stätten der Merkur Casino GmbH die beliebtesten in Deutschland. Als Testsieger sowohl in der Gesamtbewertung als auch in den Einzel-Kategorien SPIEL-Angebot, Service, Ambiente, Seriosität und Personal sind sie für die spielenden Gäste somit attraktiver als der Wettbewerb. Da zukünftig der Fokus der Politik verstärkt auf das Betreiben rechtlich einwandfrei geführter legaler SPIEL-Hallen gerichtet ist, sind alle Filialstandorte TÜV-zertifiziert.

Ähnlich wie in Deutschland befindet sich auch der europäische SPIEL-Stätten-Markt in einem Strukturwandel. Die Gesetzesfülle und die Regulierungen auf allen staatlichen Ebenen nehmen permanent zu. Mit einer leichten Verzögerung wird das operative Geschäft verstärkt von ähnlich gelagerten Themen wie in Deutschland beeinflusst. Aus Sicht des Konzerns der Gauselmann AG war der überwiegende Teil der erfolgten Gesetzesänderungen im Vergleich zu vielen Wettbewerbern tendenziell positiv, da Großfilialisten und bereits im Markt befindliche Unternehmen in der Regel durch diese Maßnahmen bevorteilt wurden.

Das Sportwettgeschäft ist grundsätzlich sehr volatil und von Natur aus risikobehaftet. Der am Ende einer Periode generierte Hold (= Spielereinsätze - Spielergewinne) kann bei ungünstigem Wettverlauf auch negativ sein. Deshalb ist man in diesem Geschäftsbereich immer auch abhängig von einer richtigen Quotenlegung und einem hinreichend guten Risikomanagement. Hier ergeben sich aber aufgrund der Öffnung der Märkte für Sportwetten und Online-Glücksspiele seit Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrags 2021 am 1. Juli 2021 auch neue Chancen.

Bevor der Konzern der Gauselmann AG Akquisitionen tätigt, Joint Ventures oder strategische Allianzen eingeht, werden die damit verbundenen Risiken in der Regel auch unter Inanspruchnahme externer Beratungsleistungen sorgfältig geprüft und analysiert. Eine Bewertung der künftigen Entwicklung und des Erfolgspotenzials dieser Investitionen bleibt jedoch immer risikobehaftet und wird entsprechend gewürdigt.

Die hier getätigten Aussagen veranschaulichen die derzeit bekannten wesentlichen Chancen und Risiken, die die Entwicklung des Konzerns der Gauselmann AG in den nächsten Jahren beeinflussen werden. Sie basieren auf dem derzeitigen Informationsstand und stellen keine Garantien dar. Wie alle zukunftsbezogenen Aussagen sind sie mit Unsicherheiten und Unwägbarkeiten behaftet. Insgesamt betrachtet hat der Konzern jedoch umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um auf Risiken, die sich aus Veränderungen der weltweiten gesetzlichen Rahmenbedingungen ergeben, angemessen reagieren zu können.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Ziel des Finanz- und Risikomanagements des Konzerns der Gauselmann AG ist die Absicherung von finanziellen Risiken jeglicher Art. Zu den im Konzern angesiedelten Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen das Finanzanlagevermögen, Forderungen und Verbindlichkeiten, Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie Guthaben und Schulden bei Kreditinstituten. Aufgrund der Kundenstruktur und des Geschäftsmodells bestehen zurzeit keine größeren Ausfallrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig negativ beeinträchtigen könnten. Totale Forderungsausfälle sind im Inland bei normaler Geschäftsentwicklung die absolute Ausnahme. Für einige nicht so stabile Auslandsmärkte wurden notwendige Einzelwertberichtigungen gebildet. Das allgemeine Risiko von Forderungsausfällen wurde durch Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Verbindlichkeiten werden grundsätzlich innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele beglichen. Sind Ausfall- oder Bonitätsrisiken erkennbar, werden die finanziellen Vermögenswerte entsprechend wertberichtigt. Variabel verzinsliche Anleihen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben, soweit der jeweilige Kurswert aufgrund ungünstiger Marktentwicklungen unter die Anschaffungskosten fällt.

Zins-, Währungs- und Liquiditätsrisiken begegnet der Konzern der Gauselmann AG mit einem aktiven Treasury. Die zeitnahe Berichterstattung über den aktuellen Geschäftsverlauf sowie ein intensiver unterjähriger Dialog mit den Geschäftsbanken sorgen für einen individuellen Zuschnitt der Bankdienstleistungen auf die Bedürfnisse des Konzerns. Geldanlagen und Geldaufnahmen werden im Rahmen der täglichen Disposition laufend den Erfordernissen des Zahlungsverkehrs angepasst. Die bereitgestellten Kreditmittel sind ausreichend bemessen. Sie sind selektiv und zur Vermeidung von Abhängigkeiten auf unterschiedliche Kreditgeber verteilt. Die Reduzierung oder Aufgabe einzelner Kreditzusagen führt daher nicht zu einer ernsthaften Gefährdung der Gesamtfinanzierung. Das trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie hohe Eigenkapital gewährt große Flexibilität in der Unternehmensfinanzierung.

Investitionsfinanzierungen werden in der Regel fristenkongruent vorgenommen und mit entsprechenden langfristigen Festzinsvereinbarungen versehen. Für die Finanzierung der Betriebsmittel stehen Rahmenverträge mit variabel verzinsten Kreditmitteln, die in Teilen mit geeigneten Instrumenten gegen Zinsänderungsrisiken abgesichert werden, zur Verfügung. Daher wird das Zinsrisiko insgesamt für den Konzern der Gauselmann AG als sehr gering eingeschätzt.

 

Espelkamp, den 1. Juni 2022

Gauselmann AG

Der Vorstand

gez. Paul Gauselmann

gez. Armin Gauselmann

gez. Dr. Werner Kurt Schröer

gez. Jürgen Stühmeyer

gez. Dieter Kuhlmann

gez. Manfred Stoffers

gez. Lars Felderhoff

Bericht des Aufsichtsrats 2021

Während des Geschäftsjahres ließ sich der Aufsichtsrat ausführlich durch schriftliche und mündliche Berichte des Vorstandes über die Lage der Konzerngesellschaft unterrichten.

Die Prüfung durch die DR. WOELKE AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Herford, ergab, dass die Buchführung sowie der Konzernlagebericht und der Konzernjahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und der Satzung entsprechen. Wir stimmen mit dem Prüfungsergebnis überein und haben auch nach dem abschließenden Ergebnis unserer eigenen Prüfung keine Einwendungen zu erheben.

Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 haben wir heute gebilligt. Der Konzernjahresabschluss ist somit gemäß § 172 Aktiengesetz festgestellt.

 

Espelkamp, 22.7.2022

Der Aufsichtsrat

gez. Manfred Grünewald

gez. Karsten Gauselmann

gez. Janika Gauselmann

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Gauselmann AG:

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Gauselmann AG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der KonzernGewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Gauselmann AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

● entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

● vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

● identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können,

● gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben,

● beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben,

● ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann,

● beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt,

● holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile,

● beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns,

● führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Herford, den 1. Juni 2022

DR. WOELKE AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Wilhelm Upheber, Wirtschaftsprüfer

gez. Thomas Lilienthal, Wirtschaftsprüfer

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