Amazon Digital Germany GmbH
Anni-Albers-Straße 21, 80807 München, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ekkehart Stephan Bauer seit 5.2.2026 | Geschäftsführer |
Roger Olaf Menz seit 24.3.2020 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Amazon Europe Core S.à r.l. | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Amazon Digital Germany GmbHMünchenJahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2024Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Amazon Digital Germany GmbH PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Amazon Digital Germany GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Amazon Digital Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; - erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben; - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 11. Februar 2025 EY
GmbH & Co. KG
Tropschug, Wirtschaftsprüferin Vogel, Wirtschaftsprüferin Bilanz zum 31. Dezember 2024Aktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2024
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDie Amazon Digital Germany GmbH, München, (im Folgenden auch "Gesellschaft") ist zum Stichtag unter der Nummer HRB 181149 im Register des Amtsgerichts München eingetragen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den relevanten Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen werden dabei ausschließlich linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer des Vermögensgegenstandes vorgenommen. Diese orientieren sich an den steuerlichen AfA Tabellen. Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Geringwertige Anlagegegenstände mit einem Einzelwert bis zu EUR 350 werden sofort aufwandswirksam erfasst. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Ausfallrisiken wird durch angemessene Wertabschläge im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen, ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern aktive und passive latente Steuern vorhanden sind, werden diese miteinander verrechnet. Vom Ansatzwahlrecht einer sich daraus gegebenenfalls ergebenden Steuerentlastung als aktive latente Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Erläuterungen zu einzelnen Posten der BilanzAnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeIn den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind TEUR 54.851 (Vj. TEUR 68.212) aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Sämtliche Forderungen sowie sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. VerbindlichkeitenSämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen wie im Vorjahr ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für die nächsten Geschäftsjahre belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 109. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöseDie Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.220.497 werden größtenteils im Inland erwirtschaftet und resultieren aus der Erbringung von Dienstleistungen innerhalb der Amazon-Gruppe, aus dem Verkauf und Verleih von digitalen Inhalten sowie aus Abonnentenbeiträgen. Die Umsatzerlöse beinhalten Umsätze mit Endkunden in Höhe von TEUR 1.017.118. Umsätze aus Abonnentenbeiträgen werden pro rata temporis über den Zeitraum der vertraglichen Beziehung mit dem Kunden erfasst. Eingenommene Beträge, welche sich auf zukünftige Perioden beziehen, werden abgegrenzt und über die Restdauer des Abonnements vereinnahmt. Steuern vom Einkommen und ErtragAm 28. Dezember 2023 hat Deutschland mit dem Mindestbesteuerungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz (MinBestRL-UmsG) Regelungen zur nationalen Umsetzung der europäischen Richtlinie zur Gewährleistung einer globalen effektiven Mindestbesteuerung eingeführt. Das Gesetz enthält Regelungen zur Einführung einer Primärergänzungssteuer, einer Sekundärergänzungssteuer und einer nationalen Ergänzungssteuer. Die Primärergänzungssteuer sowie die nationale Ergänzungssteuer sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Die Sekundärergänzungssteuer ist erstmals auf Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 30. Dezember 2024 beginnen. Deutschland hat darüber hinaus Regelungen zur vorübergehenden Inanspruchnahme der sog. 'Country by Country-Safe-Harbour-Regelungen' eingeführt. Diese sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die vor dem 31. Dezember 2026 beginnen und gewähren Ausnahmen und Erleichterungen von der Anwendung der Mindestbesteuerung, soweit bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Gemäß § 274 Abs. 3 HGB wurden keine latenten Steuern berücksichtigt, die sich aus den Vorschriften des Mindeststeuergesetzes ergeben. Sonstige AngabenGeschäftsführungIm abgelaufenen Geschäftsjahr waren zum Geschäftsführer bestellt: Roger Menz, Geschäftsführer Christoph Schneider, Geschäftsführer MitarbeiterIm abgelaufenen Geschäftsjahr waren durchschnittlich 152 Mitarbeiter beschäftigt. KonzernverhältnisseDie Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Amazon.com, Inc., Seattle, WA, USA, einbezogen. Dieser ist bei der U.S. Securities and Exchange Commission unter www.sec.gov einsehbar. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsleitung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 26.964 auf neue Rechnung vorzutragen. AbschlussprüferhonorarDas für das Geschäftsjahr 2024 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 47. Datum der Aufstellung: 11. Februar 2025
Roger Menz, Geschäftsführer Christoph Schneider, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2024
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024Geschäft und RahmenbedingungenDie Amazon Digital Germany GmbH, München (im Folgenden auch "Gesellschaft"), bietet unter dem Namen Prime ihren Kunden an, digitale Inhalte per Streaming abzurufen. Diese Inhalte umfassen Musik, Filme, Serien und andere Unterhaltungsinhalte. Dabei bietet sie ihren Kunden die Möglichkeit, Titel per Einzelabruf zu kaufen, zu leihen oder im Abonnement im Rahmen einer Amazon Prime Mitgliedschaft zu nutzen. Darstellung des GeschäftsverlaufesEntwicklung von Branche und GesamtwirtschaftDie deutsche Wirtschaft schrumpfte im Jahr 2024 erneut. Das Statistische Bundesamt berechnete für das Jahr 2024 im Jahresvergleich einen preisbereinigten Rückgang des Bruttoinlandsproduktes von 0,2%. Dieser ist im Wesentlichen auf den Rückgang im Verarbeitenden Gewerbe und im Baugewerbe zurückzuführen. Die privaten Konsumausgaben stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 0,3%, während die staatlichen Konsumausgaben um 2,6% zunahmen. Der Export von Waren und Dienstleistungen ging um 0,8% zurück, während die Importe leicht um 0,2% anstiegen. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2024 von 46,1 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht und lag damit auf einem neuen Beschäftigungshöchststand. Der Internet- und Versandhandel hingegen verzeichnete im Jahr 2024 einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Laut der Media Consumer Survey 2024 von Deloitte liegt der Anteil der Nutzer von kostenpflichtigen Video-Streaming-Diensten in der deutschen Gesamtbevölkerung unverändert bei 64%. Umsatz- und AuftragsentwicklungIn diesem wirtschaftlichen Umfeld war die Gesellschaft in der Lage, die Umsätze zu steigern. Diese Steigerung ist größtenteils auf Zuwächse im Bereich Streaming zurückzuführen. Wesentliche Treiber dieser Entwicklung sind die Verkaufs- und Verleihzahlen für digitale Inhalte. Dies spiegelt sich in einer Steigerung der weiterberechneten Dienstleistungen und einer Umsatzsteigerung um 2,8% auf TEUR 1.220.497 wider. InvestitionenDie gesamten Investitionen im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 76 bestehen vornehmlich aus TEUR 76 für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung. FinanzierungAufgrund der Vergütungsstruktur erwirtschaftet die Gesellschaft einen positiven operativen Cashflow, da alle operativen Kosten Bestandteil der Vergütung durch die Amazon-Gruppe sind. Die Gesellschaft ist in ein Cash-Pool-Verfahren eingebunden. Die Cash-Pool-Führerin ist die Amazon Europe Core S.à r.l., Luxemburg. PersonalDie durchschnittliche Mitarbeiteranzahl bleibt mit 152 Mitarbeitern unverändert. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageVermögenslageDie Bilanzsumme verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 141.844 auf TEUR 339.424. Die Veränderung auf der Aktivseite der Bilanz ergibt sich im Wesentlichen aus den folgenden Gründen: Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen verringerten sich um TEUR 145.555 auf TEUR 321.933. Darin enthalten sind Forderungen gegen den Cash-Pool in Höhe von TEUR 267.082 (Vj. TEUR 399.277). Die Veränderung auf der Passivseite der Bilanz ergibt sich im Wesentlichen aus den folgenden Gründen: Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verringerten sich um TEUR 100.118 auf TEUR 133.067. Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich um TEUR 41.066 auf TEUR 24.738. Aufgrund von Änderungen in der steuerlichen Gesetzgebung betreffend die Lizenzvergütungen verringerten sich die sonstigen Verbindlichkeiten für Steuern. Des Weiteren verringerten sich die Kundenvorauszahlungen. Gegenläufig erhöhten sich die Verbindlichkeiten für Kundenerstattungen. Die sonstigen Rückstellungen verringerten sich um TEUR 20.937 auf TEUR 13.296, hauptsächlich aufgrund rückläufiger Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen, Nutzungsrechte sowie für Sozialversicherungsbeiträge. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich stichtagsbedingt um TEUR 18.928 auf TEUR 23.666. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten erhöhte sich um TEUR 8.658 auf TEUR 81.703, hauptsächlich aufgrund von gestiegenen, erhaltenen Vorauszahlungen für Kundenabonnements und Kundenabonnements. Das Eigenkapital erhöhte sich von TEUR 30.571 auf TEUR 60.067. Hierin enthalten ist der laufende Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 29.496. FinanzlageDie Finanzierung der Gesellschaft wird durch die Amazon-Gruppe sichergestellt. Insgesamt erwirtschaftete die Gesellschaft einen positiven Cashflow nach DVFA/SG in Höhe von TEUR 29.522. ErtragslageDie Vorjahresprognose hat sich im Wesentlichen als zutreffend erwiesen. Die Gesellschaft erwirtschaftete die wesentlichen Erträge zum einen durch die Weiterberechnung von Dienstleistungen an verbundene Unternehmen innerhalb der Amazon-Gruppe und zum anderen im Bereich des Streamings. Insgesamt spiegeln die um TEUR 33.510 gestiegenen Umsatzerlöse die gestiegene Nachfrage der Kunden wider. Aufgrund von Anpassungen in der Vergütung verringerten sich die Personalaufwendungen im Geschäftsjahr um TEUR 1.791 auf TEUR 18.430. Der Materialaufwand erhöhte sich im Geschäftsjahr um TEUR 73.533 auf TEUR 1.044.416 im Wesentlichen aufgrund eines gestiegenen Volumens an Lizenzentgelten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich im Geschäftsjahr um TEUR 36.614 auf TEUR 147.501, was im Wesentlichen auf rückläufige Aufwendungen für digitale Inhalte, Marketing sowie uneinbringliche Forderungen zurückzuführen ist. Gegenläufig erhöhten sich die Aufwendungen für Steuern. Insgesamt erwirtschaftete die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 29.496 (Vj. TEUR 21.298), was unter Einbezug des Verlustvortrags einen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 26.964 (Vj. Bilanzverlust in Höhe von TEUR -2.532) ergibt. Darstellung wesentlicher finanzieller und nichtfinanzieller IndikatorenDie Eigenkapitalquote der Gesellschaft betrug im Geschäftsjahr 17,7% (Vj. 6,4%). Die Eigenkapitalrentabilität verringerte sich im Geschäftsjahr von 69,7% auf 49,1%. Neben der effizienten und gut geführten Organisation haben nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wie der Ausbau des Angebots an digitalen Inhalten, eine rasche Anpassung an das Abonnentenverhalten sowie effizient ausgestaltete Geschäftsprozesse und deren kontinuierliche Verbesserung einen entscheidenden Anteil am Erfolg der Gesellschaft. Chancen und Risiken der künftigen EntwicklungDie Gesellschaft bietet ihre Dienstleistungen unter anderem verbundenen Unternehmen innerhalb der Amazon-Gruppe an. Ihre geschäftliche und finanzielle Entwicklung ist mit der Entwicklung und den Risiken der Amazon-Gruppe verknüpft. Ein Umsatzwachstum der Amazon-Gruppe in den nächsten Jahren kann durch die damit einhergehende steigende Nachfrage nach den von der Gesellschaft angebotenen Dienstleistungen zu einer Gewinnverbesserung bei dieser führen. Operative Aufwendungen werden an verbundene Unternehmen innerhalb der Amazon-Gruppe weiterberechnet. Es wird daher auch weiterhin mit einem profitablen Geschäftsverlauf gerechnet. Allerdings, wie bereits erwähnt, ist die Gesellschaft vom Geschäftsverlauf der Amazon-Gruppe abhängig. Die Amazon-Gruppe sieht sich einer Reihe von Faktoren gegenüber, die die künftige Entwicklung negativ beeinflussen können; unter anderem das Angebotsverhalten des Wettbewerbs (online und offline), die allgemeine konjunkturelle Lage und die Nachfrageentwicklung, die zukünftig angebotene Produktpalette, Lagerhaltungs- und Abwicklungsrisiken, die Systemverfügbarkeit sowie die Erschließung neuer Produktangebote, die Entwicklung strategischer Partnerschaften, das Käuferverhalten und die Zahlungsmoral der Kunden. Die Gesellschaft ist in einer dynamischen und schnelllebigen Branche tätig, in der eine schnelle Anpassung entscheidend ist, um die sich ändernden Kundenwünsche zu erfüllen. Um sicherzustellen, dass den Kunden stets eine größtmögliche Auswahl sowie ein möglichst einfacher Zugang zu Produkten und Inhalten gewährleistet werden kann, ist es unerlässlich, das aktuelle Produktangebot fortlaufend zu verbessern und gleichzeitig in neue Produkte und Services zu investieren. Ferner wirbt die Gesellschaft in einem intensiven Marktumfeld um Kunden. Daher kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein bestehender Wettbewerber beziehungsweise ein neuer Marktteilnehmer Services einführt, die sich auf das künftige Wachstum der Gesellschaft negativ auswirken können. Darüber hinaus ist das Wachstum der Gesellschaft sowie die Umsetzung der Unternehmensstrategie eng mit der Entwicklung und der Finanzlage sowie mit den strategischen Entscheidungen der Amazon-Gruppe verknüpft. Um auch in Zukunft dem Kunden günstige Preise, die größtmögliche Auswahl an Produkten sowie eine leichte Verfügbarkeit bieten zu können, verfolgt die Amazon-Gruppe eine aktive Kostenkontrolle in allen Bereichen. Die Amazon-Gruppe ist regelmäßig betroffen von tatsächlichen oder angedrohten Klageverfahren, Untersuchungen und anderen Vorgängen, einschließlich staatlicher Institutionen und Regulierungsbehörden. Diese können eine große Bandbreite von Themen beinhalten, wie beispielsweise Sachverhalte im Zusammenhang mit Patenten und geistigem Eigentum, Steuern, Arbeitsrecht, Wettbewerbs- und Kartellverfahren, Datenschutz und -sicherheit, Verbraucherschutz, Handelsstreitigkeiten, Produkte und Dienstleistungen, die auf Webseiten von Amazon und Dritten angeboten werden, sowie andere Themen. Der Ausgang dieser Vorgänge ist schwer vorhersehbar und unterliegt erheblichen Unsicherheiten. Die bilanzielle Behandlung erfordert Urteilsvermögen und reflektiert nicht zwingend die gesamte Bandbreite an Unsicherheiten und unvorhersehbaren Ergebnissen. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen in Euro, weshalb sich keine signifikanten Risiken aus Fremdwährungsschwankungen ergeben. Aus heutiger Sicht sind keine Risiken erkennbar, die alleine oder in Kombination die zukünftige Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft gefährden könnten. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2025Die Gesellschaft wird auch im nächsten Jahr einen Schwerpunkt auf den Aufbau und die Optimierung des Produktangebots für bestehende und neue Kunden legen. Bei unverändertem Geschäftsmodell wird die Gesellschaft auch im Geschäftsjahr 2025 gleichbleibend gewinnbringend arbeiten. Das Unternehmen plant, die Anzahl der Mitarbeiter auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2024 zu halten. Einstellungen über das in den vorherigen Jahren erfolgte Maß hinaus werden aufgrund der Optimierung der Arbeitsabläufe nicht für notwendig erachtet. Investitionen werden aus dem laufenden Cashflow finanziert. Aufgrund des zu erwartenden positiven Cashflows sind weitere Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben nicht geplant. Datum der Aufstellung: 11. Februar 2025
Roger Menz, Geschäftsführer Christoph Schneider, Geschäftsführer Mit Gesellschafterbeschluss vom 24. Februar 2025 wurde beschlossen, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 26.963.762 auf neue Rechnung vorzutragen. |
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