Göbel Automobil Personalberatung GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Manfred Röthinger seit 5.5.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Thales S.A. | 25.00% |
CAE Aviation Training B.V. | 25.00% |
| 25.00% | |
AIRBUS SE | 15.37% |
AIRBUS HELICOPTERS S.A.S | 9.63% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HFTS Helicopter Flight Training Services GmbHHallbergmoosJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. ALLGEMEINE INFORMATIONEN Der Jahresabschluss der HFTS Helicopter Flight Training Services GmbH (Handelsregister B des Amtsgerichts München, HRB 154882) wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Zusätzlich zu diesen Vorschriften waren die Vorschriften für Gesellschaften mit beschränkter Haftung zu beachten. Sofern Wahlrechte für Angaben in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk im Anhang gewählt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE a) Immaterielle Vermögenswerte Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden wie im Vorjahr zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von drei Jahren, angesetzt. b) Sachanlagevermögen Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In Ausübung des Wahlrechts des § 255 Abs. 3 HGB wurden die Fremdkapitalzinsen in die Anschaffungskosten der Aktivierung unter Bauten auf fremden Grundstücken und technischen Anlagen einbezogen. Bei den geleisteten Anzahlungen und Anlagen in Bau im Zusammenhang mit dem MR1- Upgrade der Simulatoren wurde auf die Aktivierung von Fremdkapitalzinsen verzichtet. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände nach der linearen Methode vorgenommen. Die Gebäude auf fremden Grundstücken und die darin befindlichen Simulatoren werden linear über die Laufzeit des Betreibervertrags mit dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) bis Januar 2028 abgeschrieben. Die Nutzungsdauer von Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung wird zwischen 2 und 13 Jahren angenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu € 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Sachanlagen mit einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. c) Umlaufvermögen Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert. Soweit Bestandsrisiken bestehen, z. B. wegen verminderter Verwertbarkeit nach längerer Lagerzeit, wurden angemessene Abschläge vorgenommen. Forderungen, geleistete Anzahlungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Forderungen in Fremdwährungen bestehen nicht. d) Rückstellungen und Verbindlichkeiten Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zu erwartenden Erfüllungsbetrages gebildet. Allen erkennbaren Risiken wurde Rechnung getragen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Es bestehen keine Fremdwährungsverbindlichkeiten. e) Latente Steuern Sofern sich aus den handelsrechtlichen Ansätzen zu den steuerrechtlichen Werten Unterschiede ergeben, werden aus der Differenz latente Steuern passiviert, die mit aktiven Steuerlatenzen saldiert werden. Führt die Differenz zu einem Überhang an aktiven latenten Steuern, macht die Gesellschaft von ihrem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB Gebrauch und verzichtet auf den Ansatz von aktiven latenten Steuern. III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ a) Anlagevermögen Die Veränderungen der Posten des Anlagevermögens sind in der Entwicklung des Anlagevermögens dargestellt. Siehe Anlage zum Anhang. Im Geschäftsjahr wurden keine Fremdkapitalzinsen aktiviert. b) Umlaufvermögen Die Vorräte bestehen aus Ersatzteilen für den Betrieb der Simulatoren. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen € 4.392.699,84 (Vorjahr: € 8.609.708,57) und betreffen insgesamt den Kunden Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw). Bei den Bankguthaben handelt es sich um Festgelder und Guthaben auf Girokonten bei einer Bank. Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und Guthaben bei Kreditinstituten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält insbesondere vorausgezahlte Ausgaben für Darlehensvermittlungsgebühren sowie vorausgezahlte Verwaltungsgebühren für den MR1 Darlehensvertrag. c) Eigenkapital Das gezeichnete Kapital in Höhe von € 25.000,00 betrifft das Grundkapital und wird zu gleichen Teilen von den vier Gesellschaftern AIRBUS HELICOPTERS DEUTSCHLAND GmbH, Donauwörth, CAE GmbH, Stolberg, Rheinmetall Electronics GmbH, Bremen, und Thales Deutschland GmbH, Stuttgart, gehalten. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert € 17.018.576,00 (Vorjahr: € 17.018.576,00). Aus dem Eigenkapital wurde im Jahr 2023 wie im Vorjahr keine Ausschüttung an die Gesellschafter vorgenommen. d) Rückstellungen Die Steuerrückstellungen betreffen noch zu zahlende Beträge für Körperschaft- und Gewerbesteuer für das Jahr 2023. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus ausstehenden Rechnungen, Personalkosten, Verpflichtungen gegenüber Dritten sowie eine in Raten aufzubauende langfristige Rückstellung für die aus dem Betreibervertrag resultierende Rückbauverpflichtung für Gebäude und Simulatoren. Darüber hinaus beinhalten die sonstigen Rückstellungen im Geschäftsjahr 2023 eine Rückstellung für Vertragsstrafen in Höhe von € 1.170.000,00 (Vorjahr: € 1.170.000,00). e) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen im Geschäftsjahr und in Vorjahren aufgenommene Darlehen einschließlich Zinsen: Laufzeit unter 1 Jahr: € 23.513.481,04 (Vorjahr: € 10.035.141,17) Laufzeit zwischen 1 und 5 Jahren: € 70.174.040,49 (Vorjahr: € 71.937.818,51) Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, Lieferanten und Dienstleistern, die wie im Vorjahr eine Laufzeit von weniger als einem Jahr haben. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen € 95.674,86 (Vorjahr: € 0). Bei den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von € 479.632,67 (Vorjahr € 882.782,36)_handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von € 474.224,01 (Vorjahr: € 877.334,35) und sozialen Abgaben in Höhe von € 4.781,07 (Vorjahr: € 5.448,01). Die sonstigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG a) Umsatzerlöse Der Umsatz entfällt zu 100 % auf die Bundesrepublik Deutschland und resultiert ausschließlich aus dem Verkauf von Simulator-Trainingsstunden und Konsolenpersonal-Dienstleistungen. b) Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von € 93.063,68 (Vorjahr: € 41.240,81) enthalten. c) Materialaufwand Im Materialaufwand sind Aufwendungen für Ersatzteile in Höhe von € 19.565,58 (Vorjahr: € 87.542,39 ) und Wertberichtigungen auf die Bestände in Höhe von € 50.192,71 (Vorjahr: € 1.617.406,95 ) enthalten. Es handelt sich hierbei ausschließlich um Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren. d) Personalaufwand Im Personalaufwand sind Gehälter in Höhe von € 2.285.917,31 (Vorjahr: € 2.105.263,74), soziale Abgaben in Höhe von € 489.853,97 (Vorjahr: € 445.416,33) sowie Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von € 17.423,55 (Vorjahr € 16.273,55) enthalten. Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 37,0 Angestellte (Vorjahr: 36,0), davon 13,8 Teilzeitkräfte (Vorjahr: 12,3). e) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Fremdleistungen im Zusammenhang mit von Gesellschaftern gestelltem Personal, Reisekosten, Energiekosten, Reparaturen, Versicherungen sowie Rechts- und Beratungskosten. Die periodenfremden Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2023 € 32.135,40 (Vorjahr: € 95.405,28). f) Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Zinsen im Zusammenhang mit dem aufgenommenen Kredit sowie aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen. V. SONSTIGE ANGABEN a) Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehörte im Geschäftsjahr an:
Der Geschäftsführer erhält keine Vergütung von der Gesellschaft. b) Beirat Mitglieder des Beirats:
c) Honorar des Abschlussprüfers Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers für die Abschlussprüfung beträgt € 30.000,00. d) Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung zukünftiger Zinszahlungen für das variabel verzinsliche Darlehen aus dem Kreditvertrag mit dem Bankenkonsortium hat die Gesellschaft Zinsswaps mit einem Nominalvolumen von insgesamt € 89.213.537,79 abgeschlossen. Die Laufzeit der Zinsswaps ist analog zum Darlehen bis Ende 2027 und sichert 95 % der Darlehenssumme ab. Die Zinsswaps dienen dazu, die Risiken aus den künftigen Zinszahlungsströmen des variabel verzinslichen Darlehens zum Bilanzstichtag in Höhe von € 93.687.521,51 gemäß dem Kreditvertrag vom 20.12.2019, geändert am 22.09.2021, abzusichern. Gemäß § 254 HGB werden die künftigen Zinszahlungsströme aus den Derivaten und dem Darlehen in Bewertungseinheiten zusammengefasst und außerbilanziell erfasst. Die Zinsswaps dienen der Kompensation des im Grundgeschäft bestehenden Zinsänderungsrisikos. Künftig anfallende variable Zinszahlungen werden in Zahlungen mit einem festen Zinssatz getauscht. Für diese derivativen Finanzinstrumente ergibt sich zum Stichtag ein positiver Marktwert in Höhe von € 4.958.936,96 (Vorjahr positiver Marktwert in Höhe von € 8.460.253,83), der nicht bilanziell erfasst wird. Der Marktwert wurde auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen ermittelt und ist der Wert, zu dem ein Dritter die Rechte und Pflichten aus dem Finanzinstrument übernehmen würde. e) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Für die Büroräume in Hallbergmoos besteht ein Mietvertrag bis 30.06.2028 mit einer Option auf Verlängerung. Daraus ergeben sich Verpflichtungen mit einer einjährigen Laufzeit von € 30.798,84 und mit einer ein- bis fünfjährigen Laufzeit von € 107.795,94. Aus dem Ende 2019 mit der HTMI abgeschlossenen Liefervertrag MR 1, in der geänderten Fassung von 2021, ergeben sich zukünftige Zahlungsverpflichtungen in Höhe von € 37.931.658,00 (Vorjahr: € 48.180.464,40), die teilweise noch unter dem Vorbehalt der Preisprüfung durch die Bundesregierung stehen. f) Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor. g) Vorschlag für die Verwendung des ErgebnissesDie Geschäftsführung der HFTS GmbH schlägt vor, den zum 31.12.2023 ausgewiesenen Jahresüberschuss in Höhe von € 3.934.274,23 auf neue Rechnung vorzutragen.
Hallbergmoos, 08. Februar 2024 Manfred Röthinger Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Geschäftstätigkeiten HFTS Helicopter Flight Training Services GmbH ("HFTS GmbH", oder "HFTS") ist ein Unternehmen auf dem Gebiet der Flugsimulation für den Militärhubschrauber NH90. Das Unternehmen wurde 2004 von einem Industriekonsortium aus den Firmen AIRBUS HELICOPTERS DEUTSCHLAND GmbH (AHD), CAE GmbH (CAE), Rheinmetall Electronics GmbH (RME) und Thales Management & Services Deutschland GmbH (TMSD) gegründet. Alle vier Gesellschafter halten einen Anteil von jeweils 25 %. Die HFTS GmbH wurde als erstes privatwirtschaftliches Betreibermodell im Verteidigungsbereich vom Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) mit der Entwicklung, dem Bau und dem Betrieb Simulator gestützter Ausbildungszentren für die Besatzungen des modernen Mehrzweckhubschraubers NH90 beauftragt. Nach der erfolgreichen Entwicklung und Errichtung von drei NH90- Simulatorausbildungszentren betreibt die HFTS GmbH seit 2008 4 Full-Flight-Mission-Simulatoren an den Standorten Bückeburg (2 Simulatoren) und Faßberg (1 Simulator) in Niedersachsen sowie Holzdorf / Schönewalde (1 Simulator) in Brandenburg (welcher auf Basis des 9. Änderungsvertrags vom 31. August 2021 im September 2023 nach Niederstetten in Baden-Württemberg verlegt worden ist) Im Dezember 2004 unterzeichnete BAAINBw einen Vertrag mit der HFTS GmbH, der das Leistungsspektrum von der Entwicklung über den Bau bis zum Betrieb der NH90-Ausbildungszentren umfasst. In der ersten Phase wurden seit Januar 2005 die vier Full-Flight- Mission-Flugsimulatoren für den NH90 und drei Ausbildungszentren konzipiert, entwickelt und hergestellt. Daran schließt sich eine Betriebsphase von vierzehneinhalb Jahren an, die Mitte 2008 begann, als das erste Ausbildungszentrum betriebsbereit war. Der Vertrag sieht eine initiale Laufzeit bis 2022 vor; der Betrieb kann jedoch mittels der zwei vorgesehenen Optionen bis 2037 verlängert werden. Option 1 wurde am 20. Dezember 2019 ausgelöst, wodurch die Laufzeit des Betriebsvertrags bis zum 31. Januar 2028 verlängert wurde. Die HFTS GmbH stellt mit ihren Dienstleistungen die komplette Infrastruktur zur Verfügung und hat sich verpflichtet, während der Betriebsphase die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für die NH90-Besatzungen zu gewährleisten. Im Dezember 2019 wurde auch der Vertrag für die Modernisierung und Anpassung der 4 NH90 Simulatoren an die Hubschrauberkonfiguration MR1 (MR1-Upgrade) bei gleichzeitiger Zertifizierung nach EASA "Level C" unterzeichnet. Zudem wurde am 31. August 2021 der Vertrag zur Errichtung eines NH90 SIM-Gebäudes und der Verlagerung des SIM FFS#2 vom Brandenburgischen Holzdorf in das Baden-Württembergische Niederstetten unterschrieben. Mit dieser Vertragsanpassung hat die HFTS einen weiteren unmittelbaren Beitrag zur Verbesserung des Ausbildungsverbundes der Heeresflieger geleistet und ist dem Bedarf des Transport Hubschrauber Regiments 30 am Heeresflugplatz Niederstetten nach einer engeren Verzahnung von Ausbildung und operativem Betrieb gefolgt. Als zusätzliche Serviceleistung wurde die HFTS GmbH im März 2021 durch das Bundeswehr Dienstleistungszentrum Wunstorf hinsichtlich der Bereitstellung von Konsolenpersonal beauftragt. Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Bereitstellung von 1.918 Konsolenstunden, durch von der HFTS GmbH beschäftigte ehemalige NH90 BW-Piloten, erbracht. Im Dezember 2022 schloss die HFTS GmbH mit dem BAAINBw einen weiteren Dienstleistungsvertrag bzgl. der Unterstützung der Deutschen Marine hinsichtlich SLB-Personals (Simulator Lehr Beauftragte) für die Ausbildung der NH90 NFH-Variante "Sea Lion" (Deutscher NATO Fregatten Hubschrauber) für maritime Missionen. Im Rahmen dieses Vertrages hat die HFTS im Jahr 2023 die Ausbildung von 9 Trainingsteilnehmern der Marine in insgesamt 27 Ausbildungsmissionen durch qualifizierte ehemalige NH90 Piloten der Bundeswehr übernommen. Der Vertrag hatte eine Laufzeit von 12 Monaten und umfasst 972 SLB-Schulungsstunden. Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Bereitstellung von 420 Stunden für Marinepiloten, durch von der HFTS GmbH beschäftigte ehemalige NH90 BW-Piloten, erbracht. Neben Piloten der Bundeswehr können auch NH90-Piloten anderer Länder, welche den NH90 betreiben ausgebildet werden. Seit Trainingsbeginn wurden Piloten aus Finnland, Schweden, Neuseeland und Belgien auf Basis von Rahmenvereinbarungen durch die HFTS GmbH ausgebildet. Bis einschließlich 2019 wurde die Zahl von 7.413 Ausbildungsstunden für NH90-Piloten anderer Länder erreicht. Seit 2019 wurden keine Drittkunden bedient. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Rahmenbedingungen Am 24. Februar 2022 griff Russland die Ukraine unter Verletzung des Gewaltverbotes der UN- Charta von mehreren Seiten an, sowohl aus Russland als auch von der annektierten Halbinsel Krim und aus dem Nachbarstaat Belarus. Als Folge dessen entbrannte in der deutschen Politik eine erneute Debatte darüber, wie es um die Verteidigungsfähigkeit der deutschen Streitkräfte in einem Verteidigungsfall bestellt sei. Bereits am 8. Mai desselben Jahres bekräftigte Bundeskanzler Scholz in seiner Ansprache zum 77. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges in Europa, dass die Bundesregierung angesichts der jüngsten Entwicklungen bereits entschieden habe, die Bundeswehr deutlich besser auszustatten, damit diese auch in Zukunft in der Lage sei die Bundesrepublik zu verteidigen. Mit über 51,8 Milliarden Euro im Verteidigungshaushalt 2024 und rund 19,2 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen können im kommenden Jahr weitere wichtige Investitionen in bestmögliches Material und Ausrüstung für die Bundeswehr erfolgen. Die Erhöhung der Verteidigungsausgaben der Bundesrepublik Deutschland war bereits seit längerem eine zentrale Forderung der NATO an die deutsche Politik. Der Konflikt in der Ukraine hat nun dazu geführt, dass ein einmaliges Sondervermögen geschaffen wurde und auch der zukünftige Verteidigungshaushalt eine Erhöhung der deutschen Militärausgaben vorsieht. In diesem Zusammenhang ist das Ziel der Bundesregierung, sich dem gemeinsamen NATO-Ziel weiter anzunähern. Der Hubschrauber NH90 wird in Zukunft die tragende Säule der Lufttransportfähigkeit des Heeres sein. Vor diesem Hintergrund und den aktuellen geopolitischen Entwicklungen, sind die Rahmenbedingungen auf dem Rüstungssektor nach wie vor als äußerst günstig zu bewerten. Die HFTS GmbH ist das einzige Unternehmen in Deutschland, das Pilotenausbildung in NH90- Simulatoren für das Heer anbietet. Der im Dezember 2019 durch das Ziehen der Option 1 verlängerte Vertrag mit der Bundeswehr sichert die Grundauslastung des Unternehmens bis Januar 2028. Im Dezember 2019 wurde auch der Vertrag für die Modernisierung und Anpassung der Simulatoren an die Hubschrauberkonfiguration MR1 (MR1-Upgrade) unterzeichnet. Das geplante Upgrade der Simulatoren bei gleichzeitiger höherer Zertifizierung (Level C) wird sich positiv auf die Geschäftsentwicklung der HFTS GmbH auswirken und kann daher als zukunftsweisend und somit günstig angesehen werden. Mit dem Ziehen der Option 1 ergab sich im Altvertrag im Zeitraum von 2019 bis 2022 eine jährliche Reduzierung von 1.100 Stunden, die am Ende des Vertrages zu einer entsprechenden Verlängerung des alten Vertrages um 3 Monate (von 1. November 2022 bis 31. Januar 2023) geführt haben. Der alte Vertrag wurde somit in seiner Gesamtheit nicht reduziert. Somit können auch die individuellen Rahmenbedingungen für das Unternehmen und die Zukunftsaussichten als günstig bewertet werden. Seit 2013 ist das Unternehmen von der Deutschen Bundesbank als notenbankfähig eingestuft. Im Jahr 2020 wurde das Unternehmen auf "BBB+" eingestuft (Auswirkung Kredit für MR1 Upgrade). Diese wurde im Jahr 2023 abermals bestätigt. Auf dem Gebiet der Simulatoren für NH90-Hubschrauber gibt es neben der deutschen HFTS GmbH zwei industrielle Wettbewerber HELISIM (F) und ROTORSIM (I), die jeweils einen NH90-Simulator betreiben. Seit 2014 gibt es in Frankreich weitere NH90-Simulatoren, die sich im Besitz des französischen Staates befinden, und auch als Wettbewerber auf dem Markt auftreten. Die HFTS GmbH verfügt mit ihren Simulatoren über besondere Fähigkeiten, die für die Missionsausbildung von Piloten wichtig sind. So ermöglicht z. B. die Vernetzbarkeit der 4 HFTS- Simulatoren über die 3 Standorte hinweg eine taktische Ausbildung im Verbund mit mehreren Hubschraubern im gemeinsamen Einsatz. Eine Vermarktung an Dritte jedoch muss in den nächsten Jahren wegen der verminderten Verfügbarkeit von Trainingskapazitäten, während der Upgrade Phase sorgfältig abgewogen werden. Im Geschäftsjahr 2023 gab es auch bei einigen Lieferanten des MR1-Upgrades weiterhin Verzögerungen. Unter den Mitarbeitern der HFTS GmbH gab es im Jahr 2023 einzelne Infizierungen mit dem COVID-19 Virus, welche den laufenden Betrieb jedoch nicht merklich gestört haben. Der in vollem Umfang andauernde Krieg in der Ukraine, aber auch die technische Komplexität des MR-1 Upgrades waren weiterhin in der Umsetzung der MR-1 Upgrades sowie der Errichtung des neuen Standorts in Niederstetten spürbar. Derzeit gehen wir beim Ready-For-Training (RFT) Termin des ersten im MR-1 Upgrade befindlichen Simulators in Bückeburg von einem Verzug von insgesamt mehr als zwei Jahren aus. Dies hat auch Verzögerungen bei den folgenden Simulatoren zur Konsequenz. Die Fertigstellung des Gebäudes sowie der Abbau des Simulators in Niederstetten wurden im September 2023 realisiert, wobei der Wiederaufbau des Simulators für das 1. Quartal in 2024 geplant ist. Hauptgrund für den Verzug waren der plötzliche Ausbruch des Ukraine Kriegs, aber auch die COVID-19 Pandemie, wodurch es zu Verzögerungen bei der Beauftragung eines Bauunternehmers kam. Darüber hinaus mussten aufgrund diverser Faktoren signifikante Mehrkosten realisiert werden. 2.2 Analyse des Geschäftsverlaufes Im Jahr 2023 erwirtschaftete das Unternehmen Einnahmen in Höhe von 17,7 Millionen Euro im Vergleich zu 29,2 Millionen Euro im Jahr 2022, die ausschließlich mit dem Kunden Bundeswehr erwirtschaftet wurden. Aufgrund der erheblichen Verzögerungen im MR-1 Projekt fiel der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr erwartungsgemäß deutlich niedriger aus. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 lag mit € 3,9 Mio. niedriger als geplant und auch unter dem Wert des Vorjahres (€ 9,2 Mio.). Der Auftragsbestand zum Ende des Jahres 2023 betrug € 168,1 Mio. gegenüber € 188,9 Mio. im Vorjahr. Ab diesem Jahr wird die Weiterentwicklung der Simulatoren bis spätestens 2025 auf die Konfiguration MR1 umgestellt. Der im Dezember 2019 unterzeichnete 9. Änderungsvertrag wurde in 2020 gemäß den Projektschritten gestartet und die entsprechenden Upgrade Arbeiten sollen in 2024 abgeschlossen sein. Eine durch Zinsderivate abgesicherte Kreditfinanzierung wurde hierzu aufgesetzt. In 2023 wurden die Kreditziehungen bis auf die letzte Tranche gemäß der vertraglichen Planung umgesetzt. Ausgaben im MR1 Projekt sind in einem Meilensteinplan vertraglich festgelegt und an Ereignisse gebunden. Gemäß Erfüllung der vertraglichen Regelungen wurden entsprechende Meilensteine an den Hersteller Helicopter Training Media International GmbH gezahlt. Da es im Projekt aufgrund diverser Faktoren derzeit zu erheblichen Verzögerungen kommt, wurden einige der für das Geschäftsjahr 2023 geplanten Meilensteine nicht erreicht und somit auch nicht zur Auszahlung gebracht. 2.3 Investitionen Im Jahr 2023 beliefen sich die Gesamtinvestitionen auf € 10,6 Mio. (Vorjahr: € 6,4 Mio.). Diese betreffen mit € 3,7 Mio. Anzahlungen für das MR1 Projekt, mit € 6,6 Mio. das in Bau befindliche Gebäude in Niederstetten sowie mit € 0,3 Mio. allgemeine Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung zur Verbesserung der Infrastruktur, Prozessoptimierung, Büroautomation und für Lizenzen (Vorjahr: € 0,2 Mio.). Im Bereich der Wartung der Simulatoren und der Sicherstellung der Ersatzteilverfügbarkeit wurden 2023 ähnliche Beträge wie im Vorjahr aufgewendet, um die Verfügbarkeit der Simulatoren sicherzustellen und Obsoleszenz zu verhindern bzw. zu beseitigen. 2.4 Finanzierung Im Dezember 2019 schloss das Unternehmen mit einem Konsortium aus drei europäischen Banken (Bayerische Landesbank, UniCredit und Santander) einen Vertrag über ein besichertes Darlehen mit variablem Zinssatz in Höhe von € 105 Mio. ab, um die mit der Aufrüstung und Aktualisierung der Simulatoren (MR1 Upgrade) verbundenen Investitionen zu finanzieren. Ähnlich wie die ursprüngliche Finanzierung bei der Gründung der HFTS wurde auch der Darlehensvertrag (€ 105 Mio.) durch einen Swap gegen das Zinsrisiko abgesichert, dessen Profil die geplanten Ziehungen und Rückzahlungen beinhaltet. Zum 31. Dezember 2023 hat das Unternehmen € 93,7 Mio. aus dem Darlehensvertrag in Anspruch genommen. Die letzte vorgesehene Tranche wurde nicht gezogen. Die erste Rückzahlung i. H. v. € 10,0 Mio. ist zum Dezember 2023 erfolgt. Aufgrund der Verzögerungen im MR-1 Projekt wird der Schuldendienstdeckungsgrad im Jahr 2024 vorübergehend unter die von den Banken vorgeschriebene Marke von 1,05 fallen. Diese Konstellation wird sich jedoch im Jahr 2025 wieder verbessern, so dass die vorgeschriebene Marke wieder eingehalten werden kann. 2.5 Personal Die Akquisition von Personal für die HFTS GmbH wurde für alle Bereiche des Unternehmens bereits vor Jahren abgeschlossen und ist seitdem strukturell unverändert geblieben. Die Tätigkeiten in den verschiedenen Abteilungen erfordern, auch aufgrund der technischen Komplexität, eine hohe Qualifikation und stellen insbesondere im Bereich der Wartung der Simulatoren hohe Anforderungen an die Mitarbeiter. Die Verfügbarkeit von geeignetem Personal sichert das Serviceniveau gegenüber den Kunden. Daher hat die HFTS GmbH die Qualifikation und die Bindung des Personals an das Unternehmen auch im Jahr 2023 durch weitere Personalführungsmaßnahmen, wie Weiterbildung, Zielvereinbarungen und Beförderungen unterstützt und gesichert. Die HFTS GmbH selbst beschäftigte im Jahr 2023 durchschnittlich 37,8 Mitarbeiter (Vorjahr: 36). Der Geschäftsführer, der Leiter Finanzen & Verträge, der Leiter Technik und Logistik und der Leiter Training und Ausbildung sind Manager, die von den vier Gesellschaftern an die HFTS GmbH entsandt wurden und sind nicht in der Mitarbeiterzahl der HFTS GmbH enthalten. 2.6 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2.6.1 Vermögens- und Finanzlage Das Anlagevermögen erhöhte sich auf € 102,1 Mio. (Vorjahr: € 97,1 Mio.), vor allem durch zusätzliche Anzahlungen für Anlagen im Bau. Das Umlaufvermögen liegt mit € 70,3 Mio. deutlich über dem Niveau des Vorjahres (€ 55,1 Mio.), im Wesentlichen aufgrund höherer Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von € 62,8 Mio. (im Vorjahr: € 43,3 Mio.). Dies ist dadurch getrieben, dass die Kreditziehungen weiterhin gemäß Planung erfolgen, jedoch aufgrund der Verzögerungen im MR-1 Projekt, die Zahlungen der vereinbarten Projektmeilensteine an die HTMI fortschrittsbedingt erst im Geschäftsjahr 2024 bzw. 2025 realisiert werden. Die Forderungen sind im Vergleich zum Vorjahr (€ 8,6 Mio.) um € 4,2 Mio. auf € 4,4 Mio. gefallen. Die Eigenkapitalquote sank im Vergleich zum Vorjahr (42 %) auf 40 %, was hauptsächlich auf die Erhöhung der Darlehensverbindlichkeiten zurückzuführen ist. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr minimal um € 0,2 Mio. auf € 4,6 Mio. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich aufgrund den in Anspruch genommenen Darlehenstranchen von € 82,9 Mio. im Vorjahr um € 15,0 Mio. auf € 97,9 Mio. Die Veränderung resultiert aus den im Geschäftsjahr abgerufenen Darlehnstranchen und der ersten Rückzahlung von € 10,0 Mio zum 31. Dezember 2023. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen von T€ 1,9. im Vorjahr um € 1,9 Mio. auf € 3,8 Mio. 2.6.2 Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 reduzierten sich die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr deutlich von € 29,2 Mio. um € 11,5 Mio. auf € 17,7 Mio. Dies ist vor allem auf die erheblichen Verzögerungen im MR-1 Projekt zurückzuführen. Der Materialaufwand reduzierte sich aufgrund von geringeren Wertberichtigungen auf die Bestände um € 1,6 Mio. auf € 0,1 Mio., während der Personalaufwand um € 0,2 Mio. stieg. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um € 1,4 Mio gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus einer Zuführung zu der Rückstellung für Vertragstrafen in 2022, die in 2023 unverändert besteht. Die Abschreibungen fielen um € 1,4 Mio. auf € 5,6 Mio.. Im Vorjahr wurden außerplanmäßige Abschreibung auf das Gebäude im Bau in Niederstetten in Höhe von € 1,4 Mio. vorgenommen. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um € 0,4 Mio. auf € 1,4 Mio. aufgrund der höheren Darlehnsverbindlichkeiten in 2023. Der Steueraufwand verringerte sich um € 2,2 Mio. auf € 1,6 Mio. (Vorjahr € 3,8 Mio.). Insgesamt wurde ein Jahresüberschuss von € 3,9 Mio. (Vorjahr: € 9,2 Mio.) erzielt, der es dem Unternehmen ermöglicht, allen finanziellen Verpflichtungen jederzeit fristgerecht nachzukommen. In dem Geschäftsjahr 2023 wurde, wie im Geschäftsjahr 2022, keine Ausschüttung an die Gesellschafter vorgenommen. 2.7 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Der wichtigste nicht-finanzielle Leistungsindikator ist die durchgehend sehr hohe Systemverfügbarkeit der im Betrieb befindlichen Simulatoren. Die wichtigsten daraus abgeleiteten finanziellen Leistungsindikatoren sind der erwirtschaftete Umsatz, der Reingewinn und die frei verfügbaren liquiden Mittel. 3. Prognose-Bericht Die Prognose für das Kalenderjahr 2023 wurde nicht erreicht. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sich das derzeit laufende MR-1 Projekt stark in Verzug befindet. Für das Kalenderjahr 2024 erwartet das Unternehmen, aufgrund der Verzögerungen im MR-1 Projekt, einen Umsatz in derselben Größenordnung wie in diesem Jahr jedoch einen moderat niedrigeren Jahresüberschuss aufgrund von höheren MR-1 bezogenen Abschreibungen. Aktuell erwartet das Unternehmen dennoch im Geschäftsjahr 2024 ein positives Ergebnis nach Steuern zu erwirtschaften. Die frei verfügbaren liquiden Mittel werden im folgenden Geschäftsjahr vor allem aufgrund der planmäßigen Tilgung des Darlehens und der Auszahlungen für die Investitionen in die Umrüstung der Simulatoren deutlich zurückgehen. Durch den bereits angesprochenen Verzug ist das Unternehmen nicht in der Lage die vertraglich vereinbarten höheren Stundensätze bei Inbetriebnahme der verbesserten Simulatoren (RFT) entsprechend des MR1-Upgrades wie ursprünglich geplant in Rechnung zu stellen. Aufgrund der derzeitigen Struktur des Vertrages mit dem BAAINBw ist es auch nicht möglich diese Stunden zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen. 4. Bericht über Chancen und Risiken Seit 2012 hat das Unternehmen Richtlinien zur Corporate Compliance mit Schwerpunkt auf Legalität, Integrität und Transparenz eingeführt und einen Compliance-Beauftragten ernannt. Seither sind die Forderungen zur Compliance Teil der verbindlichen Vorschriften des Unternehmens und werden durch regelmäßige Schulungen aller Mitarbeiter gelebt und dokumentiert. Seit 2017 ist die Compliance in das Qualitätsmanagementsystem der HFTS GmbH aufgenommen und ist bis auf Prozessebene Bestandteil des Führungssystems. Im Geschäftsjahr 2023 gab es gemäß HFTS Compliance-Bericht keinen Verstoß gegen die Compliance-Richtlinien des Unternehmens. Das Unternehmen hielt bis Mitte 2017 ein von der DQS ausgestelltes Qualitätszertifikat ISO EN 9001-2008. In den Jahren 2016 / 2017 hat das Unternehmen sein QM-System komplett überarbeitet und an die seit 2018 gültigen Normen der ISO EN 9001- Version 2015 angepasst. Dazu gehört auch ein normkonformes Risiko- & Chancenüberwachungssystem, welches Risiken und Chancen des Unternehmens bewertet, regelmäßig überwacht sowie entsprechende Maßnahmen einleitet und umsetzt. Mit dem Vertrag zur MR1 Upgrade und zur Level C Qualifizierung wurde das bestehende Risiko- & Chancenüberwachungssystem um die Risikobereiche MR1 Upgrade und Level C erweitert. Im Mai 2023 wurde ein Rezertifizierungsaudit für die HFTS GmbH nach den Bestimmungen der ISO EN 9001:2015 durch den bevollmächtigten Vertreter der DEKRA erfolgreich durchgeführt. Um mögliche Finanzierungsrisiken in der neuen Vertragsperiode bis 2028 zu kontrollieren, wurde für die neue Finanzierung das Prinzip der alten Finanzierung gewählt und das Zinsrisiko erneut durch einen Zinssatz-Swap abgesichert (Hedging). Darüber hinaus wurde das gesamte Geschäftsmodell bis zum Ende der Vertragsverlängerung (Januar 2028) in einem Finanzmodell abgebildet, das potenzielle Risiken im weiteren Geschäftsverlauf identifizieren sollte. Diese Bedingung der Banken wurde erfüllt, und alle notwendigen Parameter, die hierzu erfüllt werden müssen, sind im Finanzmodell abgebildet und stellen den gesamten Geschäftsverlauf in einem komplexen Modell bis 2028 dar. Das Modell wurde von einem externen Experten (Ernst & Young) gegengeprüft und auditiert. Seit dem erfolgreichen Abschluss der Finanzierung wird ein ähnlich umfangreiches Finanzmodell von der Gesellschaft selbst gepflegt und regelmäßig aktualisiert. Dadurch wird sichergestellt, dass das Unternehmen auch in Zukunft seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen wird. 4.1 Geschäftsumfeld und Branchenrisiken Die HFTS GmbH ist in einem ausschließlich militärischen Geschäftsfeld tätig, das auch durch den internationalen Einsatz des Transporthubschraubertyps NH90 bestimmt wird. Die Anzahl der verfügbaren NH90-Hubschrauber und die Anzahl der Piloten sind die bestimmenden Faktoren für den Ausbildungsbedarf mit Simulatoren. Die HFTS GmbH hat mit ihrem deutschen Hauptkunden einen langfristigen Vertrag über die Bereitstellung von Simulatoren als Trainingsgerät für die Ausbildung von NH90-Piloten. Die Vereinbarung zwischen dem Bundesverteidigungsministerium und der Industrie über die zukünftige Anzahl der NH90-Hubschrauber im Heer und weiterer NH90-Hubschrauber für die Bundesmarine (sog. Sea-Lion und Sea-Tiger) wird sich auf die Anzahl der benötigten Piloten auswirken und damit aufgrund der gemeinsamen Grundausbildung (in Bückeburg) zu einer etwas höheren Nachfrage nach Training und Ausbildung im Simulator führen. Dies würde jedoch aufgrund des Festvertrages mit dem deutschen Kunden nicht zu höheren Umsätzen führen, sondern eine höhere Auslastung der Systeme zur Folge haben, als dies heute der Fall ist. Die Akquisition von europäischen und außereuropäischen Drittkunden durch das Unternehmen wird immer schwieriger, da die NH90-Nutzerländer entweder bereits auf eigenen Simulatoren trainieren oder anderweitig langfristig gebunden sind. Nichtsdestotrotz setzt die HFTS GmbH ihre Diskussion mit externen Parteien prinzipiell fort, um bei Bedarf Trainingsstunden anzubieten und will die Drittkundenakquise, nach erfolgreichem MR-1 Upgrade aller Simulatoren, wieder stärker forcieren. 4.2 Leistungswirtschaftliche Risiken Der Bau und die Inbetriebnahme von Gebäuden und Simulatoren wurden mit dem Auslaufen der Gewährleistungsphase gegenüber dem Lieferanten im Jahr 2010 abgeschlossen. Aufgrund der Umsetzung der entwickelten Logistikkonzepte, um die Betriebsverfügbarkeit der Simulatoren für die Kunden auf einem hohen Niveau zu halten und die Risiken zu begrenzen, waren die Betriebsrisiken für die Gebäude und Simulatoren auch 2023 relativ gering. Die Verfügbarkeit der im Betrieb befindlichen Simulatoren wurde 2023 (99,97 %) gegenüber 2022 (99,95 %) auf einem gleich hohen Niveau gehalten. Im Prinzip gilt dieser Ansatz auch für 2024 und die Folgejahre, da für diesen Zweck entsprechende finanzielle Mittel bereitgehalten werden. Somit ist das Risiko für die Gesellschaft auch künftig als kontrolliert zu betrachten. 4.3 Finanzwirtschaftliche und sonstige Risiken Die langfristigen Verträge mit den öffentlichen Auftraggebern haben die Finanzkennzahlen der HFTS GmbH im Jahr 2023 gesichert, wobei das Ergebnis im aktuellen Geschäftsjahr bereits, aufgrund des Verzuges im MR-1 Projekt, hinter den Erwartungen zurückblieb. Im Geschäftsjahr 2024 wird sich der Projektverzug erstmalig voll in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlagen. Durch die Verzögerungen im MR1-Projekt sowie die daraus resultierende Verschiebung des RFT Termins für den ersten im Upgrade befindlichen Simulator in Bückeburg werden sich auch die RFT Termine für die folgenden Simulatoren nach hinten verschieben. Daher ist das Unternehmen im kommenden Jahr nur zum Teil in der Lage die vertraglich vereinbarten höheren Stundensätze bei Inbetriebnahme der verbesserten Simulatoren entsprechend des MR1-Upgrades wie ursprünglich geplant in Rechnung zu stellen. Aufgrund der derzeitigen Struktur des Vertrages mit dem BAAINBw (Vertragslaufzeit bis Januar 2028) ist es auch nicht möglich diese Stunden bis zum Vertragsende nachzuholen. Dies führt zu einem erheblichen Umsatzausfall, der sich selbstverständlich auch im operativen Cashflow niederschlägt. Im Hinblick auf die Finanzierung werden finanzielle Risiken durch ein Finanzmodell abgesichert, das den zukünftigen Geschäftsverlauf mit seinen Parametern simuliert und zeigt, welche finanziellen Risiken für das Unternehmen bestehen. Trotz des angesprochenen Verzuges im MR-1 Upgrade ist die HFTS jederzeit in der Lage all ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Dies ist auch auf die hohe vorhandene Liquidität des Unternehmens zurückzuführen. Die Rückzahlung der Finanzierung erfolgte erstmalig im Dezember 2023. Ein mögliches Zinsrisiko, welches als gering angesehen wird, wird darüber hinaus durch einen Zinssatz-Swap in Höhe des ausstehenden Darlehensbetrages abgesichert. 4.4 Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Durch die Ausübung der Option 1 wurde der Vertrag mit BAAINBw bis Ende Januar 2028 verlängert und stellt eine stabile Auftragslage mit vertraglich geregelten Abnahmemengen und Stundenpreisen bis 2028 dar. Die vertragliche Reduzierung des Stundensatzes von 2020 bis 2022 und die Reduzierung der Stundenanzahl um 1.100 Stunden / Jahr im gleichen Zeitraum wurden im Januar 2023 letztmalig kompensiert. Danach sind alle Stunden aus dem Vertrag vor Ausübung der Option 1 abgegolten. Im Jahr 2023 wurde die gleiche Anzahl von Flugstunden pro Jahr (16.184) zu den im Vertrag festgelegten Preisen erbracht. Für das kommende Jahr steht weiterhin die Weiterentwicklung der Simulatoren auf den neuen Standard MR1 mit Level C-Fähigkeit, welche vom Kunden in Auftrag gegeben wurden, im Fokus. Die mit der Weiterentwicklung der Simulatoren verbundene Finanzierung (bis zu 105,0 Mio. €) wurde mit professioneller Unterstützung eingerichtet und stand zeitgleich mit der Vertragsunterzeichnung zur Verfügung. Die möglichen Risiken, die mit dem zukünftigen Einbau von zusätzlichen Funktionalitäten im Rahmen der Entwicklung und Aufrüstung der Simulatoren (MR1 Upgrade) verbunden sind, wurden vom Unternehmen vollständig auf die Herstellerindustrie übertragen (Risk flow down). Diese Forderungen der Banken wurden im Rahmen der Vertragsgestaltung für MR1 und Level C an die HTMI und von dort an die Hersteller weitergegeben. Mitte 2020 erhielt das Unternehmen eine Angebotsaufforderung des BAAINBw für den Bau eines neuen Ausbildungszentrums in Niederstetten und die Verlegung des Simulators in Holzdorf in dieses neue Gebäude. Das entsprechende Angebot wurde durch die HFTS GmbH im Dezember 2020 übermittelt, im März 2021 nochmals bezüglich Sicherheitskonzept angepasst und führte am 31. August 2021 zu einer erfolgreichen Vertragsanpassung. Ähnlich wie bei früheren Projekten werden bei der Änderung des Betriebsvertrags zwischen dem Unternehmen und seinem Kunden und dem zugehörigen Liefervertrag zwischen dem Unternehmen und seinen Lieferanten dieselben Risikomanagementprinzipien wie beim ursprünglichen Bauvertrag angewandt und alle Risiken auf die Industrie übertragen. Die im Rahmen der Errichtung des neuen Standorts in Niederstetten vom Lieferanten geltend gemachte Forderung nach Force Majeur für die entstandenen Mehrkosten sind hierbei nicht erfasst. Derzeit wird geprüft ob und wie sich das BAAINBw an diesen Mehrkosten beteiligen wird. Diesbezügliche Gespräche werden im Laufe des Jahres mit dem Kunden aufgenommen. Exportumsätze werden in Zukunft nicht mehr auf dem Niveau der Vergangenheit erreicht werden können, aber es gibt prinzipiell noch Geschäftsmöglichkeiten mit Drittkunden, wenn auch in geringem Umfang. Aufgrund des seit Jahren schleppenden Absatzes neuer NH90 Hubschrauber an Neukunden ist derzeit kein Zuwachs an Trainingsnachfrage zu erwarten. Für den einzigen neuen Kunden für NH90-Hubschrauber (2018 Katar) hat das Unternehmen ein Angebot für die Ausbildung im Simulator abgegeben, den Zuschlag aber letztlich nicht erhalten. Aufgrund der anstehenden Modernisierungsarbeiten an den Simulatoren beschloss die HFTS GmbH, keine weiteren Angebote für Ausbildungsdienstleistungen an Drittkunden abzugeben, da das Unternehmen der Ansicht war, die erforderliche Verfügbarkeit über einen Zeitraum von drei Jahren nicht gewährleisten zu können. Für eine Erweiterung des Kundenstamms und künftige Verkaufsmöglichkeiten von Simulator Trainingsstunden an weitere Nationen besteht nur ein begrenztes Potential.
Hallbergmoos, 08. Februar 2024 HFTS Helicopter Flight Training Services GmbH Manfred Röthinger Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die HFTS Helicopter Flight Training Services GmbH, Hallbergmoos Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der HFTS Helicopter Flight Training Services GmbH, Hallbergmoos, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HFTS Helicopter Flight Training Services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Augsburg, den 20. März 2024 KPMG
AG
Querfurth, Wirtschaftsprüfer Peterek, Wirtschaftsprüferin |
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