Guerbet GmbHLiquidiert

65843 Sulzbach (Taunus), DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 35490
Eingetragen
13.8.1992
Branche
Herstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen ErzeugnissenGroßhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen Grundstoffen
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb sowie die damit verbundene Forschung und Entwicklung von pharmazeutischen, chemischen, veterinärmedizinischen, hygienischen und diätetischen Erzeugnissen aller Art sowie medizinischem Zubehör und Gerät, einschließlich der Ausübung aller hiermit zusammenhängenden Dienstleistungen und Tätigkeiten.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Guerbet GmbH

Sulzbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Anhang für das Geschäftsjahr 2015

GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNG

Grundlagen

Die Gesellschaft wurde am 23. Juni 1992 als 100 %ige Tochtergesellschaft des französischen Unternehmens Guerbet S.A., Villepinte/Frankreich, gegründet und am 13. August 1992 unter der Nr. B 35490 im Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt/Main eingetragen.

Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb, Export und Großhandel mit Diagnostika sowie medizinischem Zubehör und Geräten.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Guerbet S.A., Villepinte/Frankreich, einbezogen.

Die Guerbet S.A., Villepinte/Frankreich, stellt den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der Muttergesellschaft ist in französischer und in englischer Sprache am Sitz der Gesellschaft in Villepinte/Frankreich erhältlich. Darüber hinaus erfolgt eine Offenlegung bei der Finanzaufsichtsbehörde AMF Autorité des marchés financiers, Paris, Frankreich.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Auf den Ansatz aktiver latenter Steuern wurde unter Ausnutzung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet. Aktive latente Steuern werden bis zur Höhe der zwingend anzusetzenden passiven latenten Steuern bilanziert. Da sich aus den temporären Differenzen im Bereich der Pensions- und Jubiläumsrückstellungen insgesamt ein Aktivüberhang ergibt, kommt es - dem Nettoausweis folgend - zum 31. Dezember 2015 nicht zum Ansatz latenter Steuern in der Bilanz. Es wird ein Gewerbesteuersatz von 10,85 % zugrunde gelegt.

Aktiva

Die Immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Die Abschreibungen entsprechen der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauern betragen im Einzelnen:

Immaterielle Vermögensgegenstände Abschreibungsmethode linear Nutzungsdauer 3 bis 5 Jahre
Sachanlagen    
- Bauten linear 33 Jahre
- Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung linear 3 bis 15 Jahre

Der Geschäftswert resultierte aus der Übernahme des "Imaging-Geschäfts" von der Nicholas GmbH (Roche-Nicholas) im Jahr 1992. Die Abschreibung erfolgte planmäßig entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer des Geschäftswertes über 15 Jahre.

Die Finanzanlagen betreffen eine Rückdeckungslebensversicherung und sind mit ihrem Aktivwert angesetzt.

Die Hilfsstoffe sowie die Handelswaren werden mit den Anschaffungskosten zu Festwerten bzw. nach der FIFO-Methode bewertet. Das Niederstwertprinzip und das Prinzip der verlustfreien Bewertung werden beachtet.

Vom Nennwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde, zusätzlich zu den Einzelwertberichtigungen, für das unternehmensspezifische allgemeine Forderungsausfallrisiko des um die Einzelwertberichtungen gekürzten Forderungsbestandes eine pauschal ermittelte Wertberichtigung in Höhe von 1,56 % (Vorjahr: 1,61 %) gebildet.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten bilanziert.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

Die Liquiden Mittel sind mit ihrem Nominalwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten werden für getätigte Auszahlungen gebildet, die Aufwand für bestimmte Zeiträume nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Passiva

Das Gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage sind zum Nennwert angesetzt. Das gezeichnete Kapital (DM 1.000.000,00) wurde in der Bilanz in Euro umgerechnet (EUR 511.291,88).

Für die Verpflichtungen aus der betrieblichen Altersversorgung werden Pensionsrückstellungen nach der Projected-Unit-Credit-Methode ermittelt und unverändert zum Vorjahr mit dem von der deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, abgezinst. Dieser Zinssatz beträgt 3,89 % (Vorjahr: 4,54 %). Daneben wurde eine erwartete Lohn- und Gehaltssteigerung von 2,75 % (Vorjahr: 3,0 %), eine jährliche Steigerung der Beitragsbemessungsgrenze von 1,75 % (Vorjahr: 2,0 %) und eine jährliche Rentenanpassung von 1,75 % (Vorjahr: 2,0 %) der Berechnung zugrunde gelegt. Die Rückstellungen wurden auf Basis der "Richttafeln" (RT 2005 G) von Prof. Dr. Klaus Heubeck sowie auf den AON-Standard-Fluktuationsraten berechnet.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Im Rahmen der sonstigen Rückstellungen werden unter anderem Jubiläumsrückstellungen gebildet. Diese werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB unverändert zum Vorjahr mit einem pauschalen Ansatz der Restlaufzeit von 15 Jahren gebildet. Der Zinssatz beträgt 3,89 % (Vorjahr: 4,54 %). Zusätzlich werden zwei ökonomische Rechnungsgrundlagen eingerechnet, und zwar die Einkommensdynamik mit 2,75 % (Vorjahr: 3,00 %) sowie die BBG-Dynamik mit 1,75 % (Vorjahr: 2,00 %).

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden bei Einbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs am Rechnungstag umgerechnet.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen/-verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Einbuchung oder dem niedrigeren bzw. höheren Kassakurs am Bilanzstichtag bewertet. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokaler Währung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2015 wurden keine Geschäfte in fremder Währung abgewickelt.

Erläuterungen zur Bilanz des Berichtsjahres

Aktiva

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist dem diesem Anhang als Anlage beigefügten Anlagengitter zu entnehmen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 21.655; Vorjahr: TEUR 17.105) betreffen in voller Höhe das Cash-Pool-Konto mit der Gesellschafterin Guerbet S.A., Villepinte/Frankreich.

Aus dem Cash-Pooling-Vertrag mit der BNP PARIBAS ergibt sich eine gesamtschuldnerische Haftung der beteiligten Gesellschaften, wenn sich beim Cash-Pool-Führer (Guerbet S.A.) ein Debit Saldo infolge der Saldenübertragungen ergibt, soweit die beteiligten Gesellschaften diesen Negativsaldo verursacht haben. Zum Bilanzstichtag besteht insgesamt ein positiver Cash-Pool-Saldo auf Seiten des Cash-Pool-Führers. Dementsprechend gibt es kein Risiko aus einer Inanspruchnahme.

Passiva

Die Sonstigen Rückstellungen (TEUR 1.359; Vorjahr: TEUR 1.509) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (Boni, Resturlaub, Jubiläen, Abfindungen etc.) in Höhe von TEUR 732 (Vorjahr: TEUR 670), Rückstellungen für Jahresrückvergütungen an Kunden in Höhe von TEUR 209 (Vorjahr: TEUR 101) sowie ausstehende Honorarrechnungen aus Marketingaktivitäten von TEUR 154 (Vorjahr: TEUR 176).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse im Inland beliefen sich auf TEUR 61.369 (Vorjahr: TEUR 53.910), die Exporterlöse auf TEUR 517 (Vorjahr: TEUR 466). Die gewährten Skonti und Rabatte betrugen TEUR 5.745 (Vorjahr: TEUR 5.335). Die Umsatzerlöse betreffen den Vertrieb von Kontrastmitteln und des dazu notwendigen Zubehörs.

Die Sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 279 (Vorjahr: TEUR 507) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Weiterbelastung von Kosten an andere Konzernunternehmen, hauptsächlich an die in Österreich ansässige Guerbet Ges.m.b.H. für die Übernahme von Distributionstätigkeiten in Höhe von TEUR 232 (Vorjahr: TEUR 101), und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 141).

Periodenfremde Erträge sind in dem Posten in Höhe von TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 141) enthalten.

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 5.356; Vorjahr: TEUR 6.705) beinhalten im Wesentlichen Vertriebskosten (TEUR 1.284; Vorjahr: TEUR 1.939), Werbeaufwendungen (TEUR 1.395; Vorjahr: TEUR 1.264), Kfz-Kosten (TEUR 473; Vorjahr: TEUR 498), Aufwendungen für Marktforschung und Produktentwicklung (TEUR 323; Vorjahr: TEUR 465) sowie Ausgangsfrachten (TEUR 545; Vorjahr: TEUR 425).

Periodenfremde Aufwendungen sind wie im Vorjahr nicht angefallen.

In den Zinsaufwendungen sind TEUR 518 (Vorjahr: TEUR 462) aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen ausgewiesen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Ertragsteuer-Aufwand in Höhe von TEUR 1.724 (Vorjahr: TEUR 1.501) betrifft Körperschaftsteuer und Gewerbeertragsteuer. Im Vorjahr waren in dem Posten TEUR 33 periodenfremde Steueraufwendungen aufgrund der Betriebsprüfung für die Wirtschaftsjahre 2010-2012 enthalten.

Sonstige Angaben

Es bestehen zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 748, deren Zahlungen sich wie folgt verteilen:

TEUR
2016 322
2017 ff 279
  601

Die Geschäftsführung wird wahrgenommen von:

Maximilian Hudl, Geschäftsführer, Wien, Österreich. Er ist hauptberuflich für die Gesellschaft tätig.

Die Schutzvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen.

Im Geschäftsjahr waren gemäß § 285 Nr. 7 i.V.m. § 267 Abs. 5 HGB durchschnittlich 49 (Vorjahr: 51) Arbeitnehmer beschäftigt. Es handelt sich hierbei um 44 (Vorjahr: 46) Angestellte und fünf (Vorjahr: fünf) gewerbliche Mitarbeiter.

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 25 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

 

Sulzbach/Ts., den 21. November 2016

Guerbet GmbH

Maximilian Hudl

(Geschäftsführer)

Bilanz zum 31. Dezember 2015

AKTIVA

31.12.2015 Vorjahr
EUR TEUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 175.947,90 219
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,51 0
  175.949,41 219
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 2.428.168,75 2.510
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 28.543,00 28
  2.456.711,75 2.538
III. Finanzanlagen    
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 3.600.930,83 3.460
  6.233.591,99 6.217
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Hilfsstoffe 0,00 14
2. Waren 4.286.311,99 5.486
  4.286.311,99 5.500
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.292.369,26 3.578
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 21.655.399,50 17.105
davon gegen Gesellschafter: EUR 21.655.399,50 (Vorjahr: TEUR 17.105)    
3. Sonstige Vermögensgegenstände 144.697,49 3
  27.092.466,25 20.686
m. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 272.687,79 135
  31.651.466,03 26.321
C. Rechnungsabgrenzungsposten 69.304,13 134
  37.954.362,15 32.672

Passiva

   
  31.12.2015 Vorjahr
  EUR TEUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 511.291,88 511
II. Kapitalrücklage 10.992.775,45 10.993
III. Gewinnvortrag 12.435.377,26 8.654
IV. Jahresüberschuss 4.327.970,64 3.781
  28.267.415,23 23.939
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen 5.114.711,00 4.592
2. Steuerrückstellungen 1.117.191,72 337
3. Sonstige Rückstellungen 1.359.496,78 1.509
  7.591.399,50 6.438
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 248.030,30 301
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 248.030,30 (Vorjahr: TEUR 301)    
2. Sonstige Verbindlichkeiten 1.847.517,12 1.994
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.847.517,12 (Vorjahr: TEUR 1.994)    
davon aus Steuern: EUR 894.745,69 (Vorjahr: TEUR 468)    
  2.095.547,42 2.295
  37.954.362,15 32.672

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

2015 Vorjahr
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 56.141.310,25 49.041
2. Sonstige betriebliche Erträge 278.827,08 507
3. Materialaufwand    
Aufwendungen für Hilfsstoffe und für bezogene Waren 39.578.452,86 32.188
4. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 4.132.964,70 4.109
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 511.023,91 695
davon für Altersversorgung: EUR -37.175,97 (Vorjahr: TEUR 128)    
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 132.755,81 171
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.356.066,52 6.705
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 78.036,92 75
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 78.036,92 (Vorjahr: TEUR 75)    
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 731.874,38 471
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 6.055.036,07 5.284
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.724.247,83 1.501
11. Sonstige Steuern 2.817,60 2
12. Jahresüberschuss 4.327.970,64 3.781

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2015

Bruttobuchwerte
Stand am 1.1.2015 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2015
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 20.353.154,98 0,00 0,00 20.353.154,98
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.331.374,89 0,00 0,00 2.331.374,89
  22.684.529,87 0,00 0,00 22.684.529,87
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten 4.387.104,82 0,00 0,00 4.387.104,82
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 199.695,33 8.772,10 330,00 208.137,43
  4.586.800,15 8.772,10 330,00 4.595.242,25
III. Finanzanlagen        
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 3.459.521,71 141.409,12 0,00 3.600.930,83
  30.730.851,73 150.181,22 330,00 30.880.702,95
kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2015 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2015
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 20.134.147,48 43.059,60 0,00 20.177.207,08
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.331.373,38 0,00 0,00 2.331.373,38
  22.465.520,86 43.059,60 0,00 22.508.580,46
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten 1.877.097,07 81.839,00 0,00 1.958.936,07
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 172.067,22 7.857,21 330,00 179.594,43
  2.049.164,29 89.696,21 330,00 2.138.530,50
III. Finanzanlagen        
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  24.514.685,15 132.755,81 330,00 24.647.110,96
Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2015 Vorjahr
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 175.947,90 219
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,51 0
  175.949,41 219
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 2.428.168,75 2.510
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 28.543,00 28
  2.456.711,75 2.538
III. Finanzanlagen    
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 3.600.930,83 3.460
  6.233.591,99 6.217

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015

A.) Grundlagen der Gesellschaft

1.) Geschäftsgegenstand der Gesellschaft

Der wesentliche Tätigkeitsbereich der Guerbet GmbH liegt im Vertrieb von Kontrastmitteln und dazu notwendigem Zubehör. Hauptvertriebsgebiet ist das Inland; die wesentlichen Endkunden sind Krankenhäuser sowie niedergelassene Radiologen.

2.) Forschung und Entwicklung

Die Guerbet GmbH führt selber keine eigenen Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen durch. Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen werden auf Ebene der Muttergesellschaft Guerbet S.A., Villepinte/Frankreich, koordiniert. Auf diese Weise wird allen verbundenen Unternehmen die Möglichkeit verschafft von den Maßnahmen zu profitieren.

B.) Wirtschaftsbericht

1.) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft des Jahres 2015 ist laut Internationalem Währungsfonds (IWF) hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Das moderate Wachstumstempo im Jahr 2015 betrug 3,1 % und 1,7 % für Deutschland.

Für das laufende Jahr ist der Fonds etwas optimistischer und rechnet nun mit einem Plus von 1,7 %, wie aus dem Abschlusspapier der jährlichen Beratungen zwischen Bundesregierung, Bundesbank und IWF hervorgeht.

Für das Jahr 2017 dagegen senkte der IWF die Konjunkturprognose leicht nach unten auf nunmehr 1,5 %. Allerdings dürften diese Zahlen nicht lange Bestand haben. Denn die Folgen des "Brexit"-Votums der Briten für einen EU-Austritt sind in dem aktuellen IWF-Ausblick noch nicht berücksichtigt.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Referendums in Großbritannien seien in dieser Prognose noch nicht eingearbeitet, betonen die IWF-Experten. Sie verweisen aber auf Abwärtsrisiken - angesichts der unsicheren Weltwirtschaft, alternden Gesellschaft und geringen Fortschritte bei Strukturreformen. Erst im April hatte der IWF seine Januar-Prognose korrigiert und war davon ausgegangen, dass die deutsche Wirtschaft 2016 um 1,5 % und 2017 um 1,6 % zulegt.

Nach den bereits im Mai 2016 bekanntgewordenen Empfehlungen fordert der IWF von Deutschland Reformen und mehr Investitionen in die Infrastruktur. Schnellere Fortschritte bei Strukturreformen seien wichtig, um das mittelfristige Wachstum in einer rasch alternden Gesellschaft zu erhöhen. Es gebe finanzielle Spielräume innerhalb der Haushalts- und Schuldenregeln, um zusätzliche Investitionen zu tätigen. Erneut verweist der IWF auf die angespannte Lage der Lebensversicherer infolge der Niedrigzinsen.

(Quelle: WAZ.de - Lesen Sie mehr auf: http://www.derwesten.de/wirtschaft/iwf-korrigiert-erneut-wachstumsprognose-fuer-deutschland-id11962910.html#plx540806740)

Europäische Ausschreibungen für den Kontrastmittelbezug wurden durch einzelne Kassen durchgeführt. Das Instrument der Ausschreibung ist allgemein akzeptiert, da es dem Radiologen keine steuerlichen Risiken aufbürdet und bei den Beteiligten die notwendige Transparenz bezüglich der Vergabekriterien und -entscheidungen erzeugt.

Aufgrund von anhaltenden Konzentrationsprozessen auf der Absatzseite in Form von Einkaufsgemeinschaften sowie durch weitere Zusammenschlüsse der Kunden zu größeren wirtschaftlichen Einheiten ist im Berichtsjahr der Preisdruck auf der Absatzseite erhalten geblieben.

Insbesondere bei den jodhaltigen Kontrastmitteln ist ein enormer Druck auf der Beschaffungsseite entstanden, da die Preise des Rohstoffes Iod weiterhin auf einem hohen Niveau sind. Eine Entspannung dieser Situation ist mittelfristig nicht zu erwarten.

2.) Geschäftsentwicklung

Finanzielle Leistungsindikatoren

Es wurden folgende finanzielle Leistungsindikatoren definiert:

Der Eigenkapitalanteil unserer Gesellschaft beträgt zum Jahresende 74,5 % (Vorjahr: 73,3 %). Die

Bilanzsumme hat sich um TEUR 5.282 (Vorjahr: TEUR 5.829) auf TEUR 37.954 (Vorjahr: TEUR 32.672) erhöht. Zur Entwicklung der einzelnen Einflussfaktoren auf den Eigenkapitalanteil (insbesondere Jahresüberschuss und Bilanzsumme) siehe die Erläuterungen zur Ertragslage und zur Vermögenslage.

Die Umsatzrendite des Geschäftsjahres 2015 beträgt wie im Vorjahr 7,7 %. Die Umsatzrendite hat unsere Erwartungen übertroffen, die bei 7,0 % lagen. Dies ist insbesondere den verbesserten Wareneinsatzkosten und den gesunkenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen geschuldet. Zur Entwicklung der einzelnen Einflussfaktoren auf die Umsatzrendite (Jahresergebnis und Umsatzerlöse) siehe die Erläuterungen zur Ertragslage.

Das EBIT (Earnings Before Interest and Taxes) beträgt zum Jahresende TEUR 6.709 (Vorjahr: TEUR 5.680). Der EBIT hat unsere Erwartungen übertroffen, da dieser auf Vorjahresniveau erwartet wurde, und ist ebenfalls insbesondere auf die verbesserten Wareneinsatzkosten zurückzuführen. Zur Entwicklung der einzelnen Einflussfaktoren auf das EBIT siehe Erläuterungen zur Ertragslage.

Umsatz und Auftragsentwicklung

Für das Geschäftsjahr 2016 gehen die Planungen von einem Umsatz in Höhe von TEUR 48.900 aus. Im kommenden Geschäftsjahr erwarten wir unter der Annahme des gesunkenen Umsatzes ein geringeres betriebliches Ergebnis, da wir für das Geschäftsjahr 2016 einen geringeren Rohertrag erwarten.

Außerdem gehen wir von einer stabilen Auftragslage bei einer gleichzeitig leicht sinkenden Preisentwicklung unserer Produkte für das Jahr 2016 aus.

Beschaffung

Im Berichtsjahr war die Liefersituation weitgehend zufriedenstellend. Einzelne Ausfälle konnten durch professionelles Management der Kundenlogistik so gesteuert werden, dass Endkunden (bis auf wenige Ausnahmen) den unmittelbaren Bedarf zur Ausübung ihrer Tätigkeit zur Verfügung hatten. Hier kam das erprobte System des Risikomanagements zum Einsatz, welches sich weiterhin bewährt hat.

Erheblicher Mehraufwand und temporärer Umsatzausfall waren jedoch nicht gänzlich zu vermeiden.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 49 (Vorjahr: 51) Mitarbeiter.

Im Berichtsjahr wurden wieder Maßnahmen zur Weiterbildung unserer Mitarbeiter unternommen. Es wurden verschiedene Weiterbildungen im Innendienst und Außendienst angeboten und wahrgenommen.

Umweltschutz

Umweltschutzangelegenheiten wurde weiterhin großes Gewicht beigemessen. Insbesondere betrachten wir es als selbstverständlich, regelmäßig unseren Beitrag zum Umweltschutz zu evaluieren und kritisch zu hinterfragen. Der Guerbet GmbH ist Umweltschutz weiterhin ein wesentliches Unternehmensziel.

Produktqualität

Die Qualität unserer Produkte ist Voraussetzung für beste medizinische Versorgung. Zum Wohle der Patienten genügen daher alle Prozessabläufe höchsten Qualitäts- und Sicherheitsansprüchen, die vollkommen GMP konform sind.

Vertrieb, Marketing und Logistik

Die langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartnern und Kunden ist eine wichtige Basis für nachhaltiges Wachstum. Dabei konzentrieren wir uns darauf, beste Qualität und besten Service zu sichern, verbunden mit einer zuverlässigen Logistik und Verfügbarkeit unserer Produkte sowie gut geschulten Mitarbeitern im Vertrieb.

Compliance

Für alle unsere Geschäftsbeziehungen gelten die strengen Maßstäbe der Compliance. Die Grundlagen bilden einerseits gesetzliche Regelungen und andererseits unsere freiwillige Verpflichtung innerhalb des Verbandskodex des AKG (Arzneimittel und Kooperation im Gesundheitswesen). Durch die Einhaltung der Compliance zu jeder Zeit festigen wir die Grundlage des Unternehmens und sichern unsere Geschäftspartner und Mitarbeiter ab.

3.) Darstellung der wirtschaftlichen Lage

Ertragslage

Das Jahresergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 547 (Vorjahr: TEUR 1.166) auf TEUR 4.328 (Vorjahr: TEUR 3.781) erhöht. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen die folgenden Entwicklungen:

Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Umsatz um 14,5 % auf TEUR 56.141 (Vorjahr: TEUR 49.041), welches dem Abbau der Volumen-Überkapazität der Vorjahre im Markt, insbesondere bei Dotarem und Xenetix, geschuldet war.

Volumen-Überkapazitäten in Vorjahren im Markt wurden abgebaut, so dass das Geschäft wieder auf normalen Volumen-Kapazitäten des Marktes läuft.

Der Rohertrag im Geschäftsjahr beträgt TEUR 16.563 (Vorjahr: TEUR 16.853), d.s. 29,5 % (Vorjahr: 34,4 %) des Umsatzes. Bedingt durch den Kostendruck auf der Beschaffungsseite sind die Einkaufspreise gestiegen. Des Weiteren führen die Ausschreibungen der Krankenkassen sowie der anhaltende Konzentrationsprozess der Einkaufsgemeinschaften zu einem Absinken der Rohertragsmarge.

Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 160 reduziert. Der Rückgang ergibt sich insbesondere den gesunkenen Aufwendungen für Altersversorgung sowie der Abnahme der durchschnittlichen Beschäftigenzahl um zwei auf 49 Arbeitnehmer.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 1.349 geringer als im Vorjahr. Die Verringerung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 20,1 % gegenüber dem Vorjahr beruht im Wesentlichen auf geringeren Aufwendungen für Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 724 sowie geringeren Aufwendungen für Vertriebskosten in Höhe von TEUR 654.

Die Zinserträge stammen zumeist aus den im Cash-Pooling angelegten Finanzmitteln bei der Muttergesellschaft. Die Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus den Aufzinsungen der Pensions- und Jubiläumsrückstellungen. Sie erhöhten sich im Berichtszeitraum um TEUR 266 auf nunmehr TEUR 728.

Finanzlage

Die bei der Muttergesellschaft im Rahmen des Cash-Pooling angelegten Finanzmittel haben sich um TEUR 4.550 erhöht. Ursache hierfür waren im Wesentlichen ein Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 4.838 (Vorjahr: TEUR 9.914) im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem erzielten Jahresergebnis.

Unsere Kreditlinie beträgt TEUR 20. Eine Inanspruchnahme liegt, auch zum gegenwärtigen Zeitpunkt, nicht vor. Die GmbH ist in das Finanzierungssystem der Guerbet-Gruppe einbezogen, wodurch die Liquidität jederzeit gewährleistet ist.

Vermögenslage

Der Eigenkapitalanteil unserer Gesellschaft beträgt zum Jahresende 74,5 % (Vorjahr: 73,3 %). Die Bilanzsumme hat sich um TEUR 5.282 (Vorjahr: TEUR 5.829) auf TEUR 37.954 (Vorjahr: TEUR 32.672) erhöht.

Die Verringerung der Vorräte um TEUR 1.214 (Vorjahr: TEUR 4.859) auf TEUR 4.286 (Vorjahr: TEUR 5.500) ist auf einen mengenmäßigen Abbau der von der Muttergesellschaft bezogenen Handelswarenbestände zurückzuführen.

Die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.714 (Vorjahr: TEUR 1.053) auf TEUR 5.292 (Vorjahr: TEUR 3.578) beruht im Wesentlichen auf einer Umsatzsteigerung des letzten Quartals, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum.

Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhen sich um TEUR 142 (Vorjahr: Verminderung TEUR 58) auf TEUR 145 (Vorjahr: TEUR 3).

Die Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 4.551 (Vorjahr: TEUR 9.680) auf TEUR 21.655 (Vorjahr: TEUR 17.105) betrifft die bei der Muttergesellschaft im Rahmen des Cash-Pooling angelegten Liquiditätsüberschüsse (siehe Ausführungen zur Finanzlage).

Auf der Passivseite der Bilanz ergibt sich die Erhöhung der Bilanzsumme im Wesentlichen aus dem in Höhe des Jahresüberschusses um TEUR 4.328 erhöhten Eigenkapital sowie dem Anstieg der Pensionsrückstellungen um TEUR 523 und der Steuerrückstellungen um TEUR 780.

Die Zunahme der Pensionsrückstellungen ist hauptsächlich auf den auf 3,9 % gesunkenen Rechnungszins zurückzuführen.

Die Steuerrückstellungen sind im Wesentlichen aufgrund deutlich geringerer Gewerbesteuervorauszahlungen im Geschäftsjahr 2015 (TEUR -464) angestiegen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten verringern sich um TEUR 146 auf TEUR 1.848, was im Wesentlichen auf eine Verringerung der kreditorischen Debitoren (TEUR 624) zurückzuführen ist. Gegenläufig haben sich die Steuerverbindlichkeiten um TEUR 427 erhöht.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage

Die Geschäftsentwicklung der Guerbet GmbH war insgesamt durch einen Zuwachs nach dem Abbau der Volumen-Überkapazitäten auf der Absatzseite geprägt, welcher für den Zuwachs bei den Umsatzerlösen verantwortlich ist. Bedingt hierdurch konnte der Rohertrag auf Vorjahresniveau gehalten werden, denn bedingt durch die gestiegenen Beschaffungskosten haben sich die Einkaufspreise erhöht. Aufgrund von Anpassungen der Kostenstruktur ist es gelungen, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zu verbessern.

Die verbesserte Ergebnislage findet auch ihren Ausdruck in der anhaltend guten Finanzlage der Guerbet GmbH, da sich die im Cash-Pooling angelegten Mittel deutlich erhöht haben.

Insgesamt ist die Lage der Gesellschaft als günstig zu bezeichnen.

C.) Nachtragsbericht/Vorgänge von besonderer Bedeutung

Zum Ende des Geschäftsjahres 2015 wurde die Übernahme der Kontrastmittelsparte & Medizinprodukte der Mallinckrodt Gruppe durch den Guerbet Konzern wirksam und offiziell bestätigt. Die in Deutschland ansässige Gesellschaft bleibt bis zur endgültigen Entscheidung des Guerbet Konzerns über die Forrm der Integration eine rechtlich selbstständige Einheit.

Im Übrigen haben sich Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, nicht ereignet.

D.) Risikobericht

Risikomanagementsystem

Ein besonderer Fokus liegt bei unseren qualitätsgesicherten Prozessen. Ein problemloses Überwachungsaudit hat unsere Zertifizierung nach DIN ISO EN 9001-2008 erneut unter Beweis gestellt. Permanente Weiterentwicklungen der Prozesse und Abläufe stehen auch weiterhin im Fokus zur Sicherstellung eines angepassten Prozesses der kontinuierlichen Verbesserung.

Darüber hinaus ist die Gesellschaft in das monatliche Berichtswesen des Guerbet Konzerns eingebunden. Im Zuge dessen werden, ausgehend von der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Budgetierung, die wesentlichen Soll-Ist-Abweichungen und Kennziffern zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage regelmäßig analysiert, um Steuerungsmaßnahmen frühzeitig ergreifen zu können.

Medizinische Risiken

Im Jahr 2006 wurde für einige gadoliniumhaltige Kontrastmittel eine neue, schwerwiegende Nebenwirkung, die Nephrogene Systemische Fibrose (NSF) bekannt. Das gadoliniumhaltige Guerbet-Produkt Dotarem zeigt hier ein sehr günstiges Sicherheitsprofil im Vergleich mit den im Markt befindlichen Produkten der Mitbewerber. Dies hat unter anderem zu einer weiteren erheblichen Verbesserung unserer Marktanteile geführt. In jedem Fall hat sich aber gezeigt, dass die unsererseits vorgeschlagenen Maßnahmen zur Risikominimierung erfolgreich im Markt angenommen und inzwischen auch von den Überwachungsbehörden aufgegriffen wurden. Ein Referral der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) hat genau diese Einschätzungen bestätigt.

Im Jahr 2014 wurden Studienergebnisse bekannt, die darauf hindeuten, dass es nach Gabe von gadoliniumhaltigen Kontrastmitteln möglicherweise zu Ablagerungen von Gadolinium im Gehirn kommen kann. In diesem Fall gibt es bisher nur positive Nachweise für Produkte der Mitbewerber. Für das entsprechende Guerbet-Produkt (Dotarem) liegt bisher noch kein solcher Nachweis vor.

Operative Risiken

Ein Liquiditätsrisiko besteht angesichts unserer Einbindung in das Cash-Pooling unserer Muttergesellschaft nicht.

Ausfallrisiken beim Forderungsbestand sind aufgrund unserer Kundenstruktur minimiert und werden durch das in der Finanzbuchhaltung etablierte Debitorenmanagement kontrolliert.

Gesamtbeurteilung

Die oben beschriebenen Risiken sind in absteigender Reihenfolge dargestellt. Die Gesamtrisikosituation wird im Rahmen des erläuterten Risikomanagements kontinuierlich analysiert und gesteuert. Für die Guerbet GmbH wesentliche oder bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht.

E.) Prognosebericht (einschl. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung)

Die ersten zehn Monate 2016 bestätigen die von uns angenommene Umsatzentwicklung. Verglichen mit den ersten zehn Monaten des Vorjahres ist der Umsatz um 3 % gesunken.

Die Jahre 2016 und 2017 werden weiterhin im Wesentlichen geprägt sein durch eine weitere Marktkonsolidierung. Die weitergehende Absenkung der Vergütung für einige Leistungen der Kunden sowie Pauschalvergütungen der Kassen bzw. KVen erhöhen den starken wirtschaftlichen Druck auf unsere Kunden im niedergelassenen Segment, sodass auch hier weitere Konzentrationsprozesse zu erwarten sind, welche durch den Fall der Sektorengrenzen ambulant gegenüber stationär noch weiter verstärkt werden.

Die Zwangsrabatte werden uns weiterhin negativ treffen.

Durch die drastische Erhöhung der Rohstoffpreise, insbesondere für pharmazeutisches Iod, werden sich die negativen Auswirkungen auf die Ertragslage für Hersteller und Distributoren von Kontrastmitteln verstärken. Maßnahmen zur Reduktion der Beschaffungskosten können diese Vervielfachung des Preises nicht komplett auffangen. Die Einführung von Dotarem-Generika seit Januar 2015 hat den Preisdruck zusätzlich erhöht.

Eine weitere Fokussierung auf die Bedürfnisse der Kunden sowie auf die starken Kernmarken Dotarem und Xenetix, Letztere mit den einzigartigen Produktvorteilen beim ScanBag, wird unabdingbar sein, um 2016 stabile Umsätze und Ergebnisse erzielen zu können.

Insgesamt gehen wir für das Geschäftsjahr 2016 von Umsätzen aus, die leicht unter den Umsätzen des Geschäftsjahres 2015 liegen. Des Weiteren erwarten wir ein leichtes Absinken des Jahresergebnisses, verglichen mit dem des Geschäftsjahres 2015.

Wir erwarten einen Eigenkapitalanteil, der um die 61 % liegen wird. Die Umsatzrendite wird in 2016 bei 7,0 % erwartet, bei einem EBIT von TEUR 5.400.

 

Sulzbach/Ts., den 21. November 2016

Maximilian Hudl

(Geschäftsführer)

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Guerbet GmbH, Sulzbach/Ts., für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Guerbet GmbH, Sulzbach/Ts., den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, den 21. November 2016

Deloitte GmbH
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