DP Mantelgesellschaft mbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Raymond Edwin Engelbrecht seit 26.1.2026 | Geschäftsführer |
Björn Twiehaus seit 15.5.2024 | Geschäftsführer |
Rainer Matern seit 13.12.2021 | Prokura |
Gerd Villing seit 5.7.2021 | Prokura |
Andreas Ackermann seit 1.3.2019 | Prokura |
Ralf Vorwalder seit 4.4.2014 | Prokura |
Thomas Schwarz seit 5.9.2013 | Prokura |
Thomas Braun seit 25.4.2013 | Prokura |
Jochen Schweickhardt seit 26.5.2011 | Prokura |
Harald Dr. Marquardt seit 19.1.2007 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Marquardt GmbHRietheim-WeilheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023MARQUARDT GmbHI. Grundlagen des Unternehmens I.1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die MARQUARDT GmbH ist ein international aufgestelltes Unternehmen der Automobilzuliefer- und Elektroindustrie. Daneben wird eine Vielzahl von industriellen Anwendungen mit Schaltern und Sensoren aus dem Produktportfolio versorgt. Die Kernkompetenz von MARQUARDT liegt in der optimalen Kombination von mechanischen und elektronischen Komponenten (Mechatronik), ergänzt um softwarespezifische Lösungen. Zum Kundenkreis gehören eine Vielzahl der führenden Automobilhersteller sowie namhafte Hersteller der Elektroindustrie (bspw. für Elektrowerkzeuge oder "Weiße Ware"). Unsere Produkte werden in spezialisierten Entwicklungszentren entwickelt und getestet und anschließend in den weltweit eigenen Fertigungsstätten produziert. Dadurch erreichen wir eine kostengünstige und effiziente logistische Versorgung unserer internationalen Kunden. Aufgrund der hohen Fertigungstiefe, verbunden mit hohem technischen Know-how sowie eigenem Werkzeug- und Betriebsmittelbau, sind wir in der Lage, komplexe und technologisch innovative Produkte mit hohen Qualitätsstandards für unsere Kunden in vergleichsweise kurzer Zeit zu entwickeln und zu produzieren. I.2. Forschung und Entwicklung Die Positionierung von MARQUARDT als innovatives und technologisch führendes Unternehmen erfordert kontinuierliche und hohe Aufwendungen in Forschung und Entwicklung. Um diesem Anspruch bei Produktneu- und -weiterentwicklungen gerecht werden zu können, haben wir, wie in den Vorjahren, auch in 2023 unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten als strategisch wichtiges Element unseres Geschäftsmodells auf hohem Niveau gehalten. In unseren Entwicklungsabteilungen in Deutschland arbeiten rund 470 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Neben der Grundlagenentwicklung lag ein Schwerpunkt der Entwicklungsanstrengungen bei den kundenspezifischen Entwicklungen, hier insbesondere bei mechanischen Elementen mit hohem Elektronik- bzw. Softwareanteil. Darüber hinaus wurde die Entwicklung von modularen Standardbaukästen weiter intensiviert. Um den wachsenden Anforderungen unserer Kunden auch in Zukunft gerecht werden zu können, haben wir weitere qualifizierte Arbeitskräfte in den Entwicklungsabteilungen eingestellt. Wie uns die Vergangenheit zeigt, helfen diese Vorleistungen, in Zukunftsmärkten bzw. Zukunftstechnologien präsent zu sein und damit interessante Aufträge generieren zu können. II. Wirtschaftsbericht II.1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Berichtsjahr wurde die Weltwirtschaft weiterhin vom Krieg in der Ukraine und einer daraus resultierenden Unsicherheit in Bezug auf die weltweite konjunkturelle Entwicklung beeinflusst. Hinzu kamen die auf anhaltend hohem Niveau liegenden Energie- und Rohstoffpreise. Darüber hinaus belasteten die weiterhin hohen Inflationsraten - auch getrieben von den Lohnentwicklungen an den überhitzten Arbeitsmärkten - und die daraus resultierende restriktive Geldmarktpolitik der Notenbanken mit hohen Zinsen die Weltwirtschaft. Mit einem realen Wachstum von rund 2,7% wuchs die Weltwirtschaft in 2023 nochmals schwächer als im bereits von abflachender Dynamik geprägten Vorjahr (3,8%). Der weltweite nominale Güterhandel nahm im Berichtsjahr sogar ab. Regional zeigen sich unterschiedliche Ausmaße der wirtschaftlichen Entwicklung. Ursächlich für die Verlangsamung waren vor allem die fortgeschrittenen Volkswirtschaften. In Westeuropa wuchs die Wirtschaft im Berichtsjahr um lediglich 0,4%. Dies war insbesondere durch zwischenzeitlich zum Teil deutlich erhöhte Energie- und Rohstoffpreise getrieben. Die unter anderem daraus resultierenden hohen Inflationsraten wirkten sich negativ auf die Stimmung der Konsumenten aus. Deutschlands Wirtschaftsleistung schrumpfte sogar um 0,2% im Vergleich zum Vorjahr. Besser lief es im Berichtsjahr in den Volkswirtschaften in Zentral- und Osteuropa. Diese Regionen wiesen ein reales Wachstum um 2,6% auf. In den USA war die Wirtschaft im Berichtsjahr von einem angespannten Arbeitsmarkt und einer restriktiven Geldpolitik der US-Notenbank geprägt. Insgesamt stiegen die US-Wirtschaftsleistungen um 2,4% im Vergleich zum Vorjahr. In Mexiko stieg das Bruttoinlandsprodukt um 3,3% im Berichtsjahr. Die chinesische Wirtschaft profitierte von der Aufhebung der Null-Covid-Strategie durch die chinesische Regierung, so dass die Wirtschaftsleistung im Berichtsjahr um 5,4% wachsen konnte. Indien verzeichnete mit 6,9% ein kräftiges Wachstum. In diesem Umfeld waren die Wechselkurse weiterhin weltweit volatil. Der Euro wertete im Jahresdurchschnitt gegenüber dem USD leicht auf. Auch der Chinesische Renminbi wertete im Jahresvergleich zum Euro ab. Dem entgegen notierte der Mexikanische Peso am Jahresende deutlich stärker als der Euro im Vergleich zu Beginn des Jahres. Die oben beschriebenen Rahmenbedingungen prägten auch die Entwicklung des weltweiten Automobilmarktes im Berichtsjahr. Beeinflusst wurde dieser neben fiskalpolitischen Maßnahmen von der konjunkturellen Situation in den einzelnen Regionen. Vor allem die gestiegene Fahrzeugverfügbarkeit sorgte dafür, dass der weltweite Pkw-Markt im Vergleich zum schwachen Vorjahresniveau zwar wieder deutlich gestiegen ist, aber immer noch deutlich unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie liegt. In regionaler Betrachtung entwickelte sich der europäische Absatzmarkt für Pkw am stärksten. In Westeuropa stiegen die Neuzulassungen um 13,8%, in Zentral- und Osteuropa sogar um 23,6%. In Nordamerika stiegen die Verkaufszahlen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen um 13,1% im Vergleich zum Vorjahr. Deutlich schwächer entwickelte sich die Region Asien-Pazifik mit einem Wachstum des Pkw-Marktvolumens um 6,6% im Berichtsjahr. Hierbei entwickelte sich Indien mit einem Wachstum von 9,9% besser als China (5,5%). Die weltweite Nachfrage nach mittelschweren und schweren Lkw stieg deutlich, was zum Großteil auf die Erholung in China nach dem Ende der dortigen Null-Covid-Strategie zurückzuführen ist. Der weltweite Markt für industrielle Anwendungen für unsere Schalterprodukte ist unmittelbar mit der allgemeinen konjunkturellen Lage und Stimmung verbunden. Diese Märkte sind somit ebenfalls von den Auswirkungen der weltweit hohen Inflationsraten und der negativen Konsumstimmung betroffen. II.2. Geschäftsverlauf Nachdem MARQUARDT im Vorjahr beim Umsatz ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich erreichen konnte, ging der Umsatz in diesem Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 2,7% auf 926,5 Mio. EUR leicht zurück. Im Vergleich dazu stieg die Nachfrage im weltweiten PKW-Markt im zweistelligen Prozentbereich. Ein unverändert hoher Preisdruck - sowohl von Seiten der Kunden als auch auf dem Beschaffungsmarkt - stellte das Unternehmen weiter vor große Herausforderungen. Obwohl sich MARQUARDT in Anbetracht der gesamtwirtschaftlichen Marktentwicklung sowie den Herausforderungen in der Automobilzulieferindustrie gut geschlagen hat, sind wir mit den erwirtschafteten Ergebnissen nicht zufrieden. Für das Jahr 2024 sieht die Planung eine Umsatzsteigerung von rund 5% vor. Wesentliche Einflussfaktoren auf die Planung sind die erwarteten Bedarfe unserer Produkte für die Automobilindustrie. II.3. Lage II.3.a. Ertrags- und Finanzlage Bei einer um 24,5 Mio. EUR auf 930,3 Mio. EUR verringerten Gesamtleistung wurde ein Ergebnis vor Steuern von 4,7 Mio. EUR (Vorjahr: 5,4 Mio. EUR) realisiert. Das Jahresergebnis nach Steuern beläuft sich auf 3,7 Mio. EUR (Vorjahr: 4,4 Mio. EUR). Aufgrund von absatzseitigen Preiserhöhungen sowie eines optimierten Produktmixes ist die Materialaufwandsquote trotz weiterhin hoher Rohstoffpreise von 67,6% auf 67,3% der Gesamtleistung leicht gesunken. Ebenfalls verbessert hat sich die Personalaufwandsquote und liegt dieses Jahr bei 12,3% der Gesamtleistung (Vorjahr: 13,7%). Dies konnte trotz gestiegener Löhne und Gehälter mit einer weiter optimierten Verteilung der Mitarbeiter über unsere weltweiten Standorte und anhaltenden Prozessoptimierungen sowie einer reduzierten Anzahl an Mitarbeitern realisiert werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 15,8 Mio. EUR gestiegen, so dass das Verhältnis zur Gesamtleistung mit 21,0% ebenfalls gestiegen ist (Vorjahr: 18,8%). Ursächlich hierfür sind neben den externen Entwicklungsaufwendungen im Wesentlichen die Dienstleistungen im Verwaltungsbereich. Die Eigenkapitalquote hat sich bei einer Bilanzsumme von 673,1 Mio. EUR im Vorjahr von 28,1% auf 27,1% bei einer nunmehr erzielten Bilanzsumme von 712,2 Mio. EUR reduziert. Die Erhöhung der Bilanzsumme - welche für die reduzierte Eigenkapitalquote ausschlaggebend ist - resultiert aus erhöhten Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie einem deutlich gestiegenen Finanzanlagevermögen. Korrespondierend haben sich auf der Passivseite neben den Rückstellungen im Wesentlichen die Bankverbindlichkeiten erhöht. II.3.a.1. Investitionen Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen erreichten ein Volumen von 27,7 Mio. EUR nach 23,4 Mio. EUR im Vorjahr. Projektinvestitionen für unsere Zukunftsprojekte sowie Investitionen zur Optimierung der betrieblichen Abläufe wurden weiter konsequent getätigt. Aufgrund neuer Produkte und Entwicklungen wurde eine Vielzahl von Maschinen, Werkzeugen und Vorrichtungen angeschafft. Die Finanzierung der Investitionen wurde im Wesentlichen aus dem Jahresüberschuss und den laufenden Abschreibungen gedeckt und durch neue Darlehen bei unseren Kernbanken ergänzt. II.3.a.2. Produktion Aufgrund der seit Jahren hohen Investitionstätigkeit sind die Produktionseinrichtungen auf modernem Stand und ermöglichen eine rationelle und flexible Fertigung. Dieser Vorteil hat sich auch in 2023 wieder gezeigt, in dem die von den Kunden eingeforderten Preisnachlässe zumindest teilweise durch günstigere Prozess- und Fertigungskosten kompensiert werden konnten. II.3.a.3. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,0% auf 1.293 (-68). Ein nach wie vor hoher Anteil von Gehaltsempfängern ist Ausdruck unserer komplexen und anspruchsvollen Produkte mit einem hohen Elektronik- und Softwareanteil, die entsprechend qualifizierte Mitarbeiter in der Entwicklung, aber auch den produktionsbegleitenden Bereichen, bedingen. Nur mit solch einem qualifizierten Mitarbeiterstamm können wir unsere Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit auf Dauer sichern. Dementsprechend haben wir auch unser Weiterbildungsprogramm weiter fortgesetzt und im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich intensiviert. Im Rahmen unserer sozialen Verantwortung und der für unser Unternehmen notwendigen Nachwuchsförderung konnten wir die Ausbildungskapazität stabil auf hohem Niveau halten. Damit liegt der Anteil der Auszubildenden an der Gesamtbelegschaft weiterhin bei deutlich über 5%. Wie in den Vorjahren wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr allen Auszubildenden nach Ausbildungsabschluss eine Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis angeboten. Der Personalaufwand inklusive der Zahlungen für Zeitarbeiter und der freiwilligen sozialen Aufwendungen ist gegenüber dem Vorjahr um 12,2% gesunken. Diese im Vergleich zum Umsatz überproportionale Kostenreduzierung resultiert im Wesentlichen aus Optimierungen der Personalstrukturen unter Einbeziehung aller Marquardt-Standorte sowie außerordentlichen Personalkosten im Vorjahr. II.3.b. Vermögenslage Die Vermögenslage unserer Gesellschaft ist stabil. Langfristig gebundenes Vermögen des Anlagevermögens ist zu 100% durch Eigenkapital und langfristige Bankdarlehen mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren finanziert. Auch ein Großteil des kurzfristigen Vermögens ist längerfristig finanziert, so dass keinerlei Risiken aus der Fristenkongruenz bei der Finanzierung des kurz- und langfristigen Vermögens vorhanden sind. II.4. Finanzielle Leistungsindikatoren Zur internen Unternehmenssteuerung verwenden wir verschiedene Relationen im Vergleich zum Umsatz bzw. Gesamtleistung. Die wesentliche Kennzahl ist die Gesamtleistungsrendite, das heißt das Verhältnis des Betriebsergebnisses zur Gesamtleistung. Für das Jahr 2023 wurde mit einer unter Vorjahr liegenden Rendite geplant. Mit einer realisierten Gesamtleistungsrendite im Jahr 2023 von -2,7% (Vorjahr: -1,8%) wurden unsere Erwartungen leicht übertroffen. Dazu beigetragen haben im Wesentlichen die überproportional reduzierten Personalkosten. Eine weitere wesentliche Kennzahl ist der Personalwertschöpfungsfaktor aus dem Rohertrag in Relation zur Gesamtleistung. Hier konnten wir unsere Erwartungen übertreffen und verbesserten diesen Faktor um 11,8% auf 2,65 nach 2,37 im Vorjahr. Mit den erreichten Werten liegen unsere wesentlichen Leistungsindikatoren über unserer Planung und teilweise auch über den entsprechenden Vorjahreswerten. III. Prognosebericht Die globale Entwicklung der Weltwirtschaft - und somit auch der Automobilmärkte - ist weiterhin genauso mit großen Unsicherheiten verbunden wie auch die Fortentwicklung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Unseren Planungen liegt die Annahme zugrunde, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2024 insgesamt mit verringerter Dynamik wachsen wird. Hier spielen neben dem weiteren Verlauf der Inflation und der daraus resultierenden geldpolitischen Maßnahmen vor allem auch die geo- und handelspolitischen Entwicklungen eine entscheidende Rolle. Hier können sich negative Auswirkungen insbesondere aus den Spannungen zwischen China und den USA ergeben. Risiken sehen wir auch im Russland-Ukraine-Konflikt sowie in den Auseinandersetzungen im Nahen Osten. Für das Geschäftsjahr 2024 ist für Europa von einem vergleichsweise niedrigen Wirtschaftswachstum auszugehen. Belastend wirken hier die immer noch relativ hohen Inflationsraten sowie das vergleichsweise hohe Zinsniveau. Während sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt voraussichtlich verschlechtern wird, ist davon auszugehen, dass das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland nur schwach wachsen wird. Eine ähnliche Entwicklung wie in Europa sehen wir beim Wirtschaftswachstum in den USA. Im Vergleich dazu sollte die Wirtschaftsleistung in Mexiko etwas stärker wachsen. Für Indien erwarten wir ein Wirtschaftswachstum auf relativ hohem Niveau; ebenfalls für China, wobei wir hier davon ausgehen, dass das Wachstum geringer ausfallen sollte als im Berichtsjahr. Die ungünstigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen dürften auch die weltweiten Automobilmärkte belasten, so dass davon auszugehen ist, dass sich die weltweite Pkw-Nachfrage regional uneinheitlich entwickeln sollte und dass diese weltweit nur leicht über dem Vorjahresniveau liegen wird. Insgesamt ist auf den internationalen Automobilmärkten von einer weiter zunehmenden Wettbewerbsintensität auszugehen. MARQUARDT wird trotz der derzeitigen schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen den eingeschlagenen Expansionskurs mit Augenmaß fortsetzen und weiterhin sehr fokussiert die Kostenstruktur optimieren. Die optimierte Organisation von konzernweiten Funktionen in unseren internationalen Standorten wird mit hoher Priorität weiterverfolgt. Aufgrund nationaler und internationaler Investitionen zur Optimierung der Wettbewerbsposition gilt ein besonderes Augenmerk weiterhin dem konservativ ausgerichteten Liquiditätsmanagement. Neben diesen Maßnahmen wird sowohl das operative Geschäft mit Akquisitionen bei bestehenden Kunden als auch das Neukundengeschäft kontinuierlich fortgesetzt. Für das Gesamtjahr 2024 sind dementsprechend Umsatzsteigerungen im mittleren einstelligen Prozentbereich mit stabiler Ertragslage und stabilen finanziellen Leistungsindikatoren im Vergleich zum Vorjahr geplant. Die ersten beiden Monate des Jahres 2024 zeigen leicht unter Vorjahr und unter unserer Planung liegende Umsätze. Trotzdem liegt das Vorsteuerergebnis über unseren Erwartungen. IV. Chancen- und Risikobericht IV.1. Risikobericht Die Erfahrungen aus der Vergangenheit, insbesondere auch in der Finanzkrise 2008/2009 und der Corona-Pandemie-Krise, haben gezeigt, dass unsere strategischen Investitionen im Rahmen der fortlaufenden konzeptionellen Weiterentwicklung unseres Konzerns aufgrund der zunehmenden Internationalisierung, den sich verkürzenden Produktlebenszyklen sowie der Transformation in der Automobilindustrie, richtig sind. Neben der Diversifizierung in unterschiedliche Produktbereiche sowie der Nutzung von Synergien durch eine Funktionalorganisation unterstützen uns verschiedene IT-basierte Softwaresysteme bei der Steuerung des Unternehmens. Diese ermöglichen u.a. zeitnahe Plan-Ist-Vergleiche und Simulationen, um somit schnell auf unterschiedliche Herausforderungen reagieren zu können. Hierzu nutzen wir seit Jahren SAP als vollintegratives ERP-System (Enterprise-Resource-Planning-System), welches alle geschäftlichen Prozesse systemübergreifend über alle Konzerngesellschaften einheitlich abbildet. Produkt- und Umweltschutzrisiken werden durch entsprechende Maßnahmen Rechnung getragen. Hierzu gehört die Zertifizierung des Unternehmens und seiner Tochtergesellschaften nach internationalen Normen sowie eine auf Nachhaltigkeit ausgelegte Unternehmenspolitik. Um Klumpenrisiken bei einzelnen Kunden oder Produkten zu vermeiden, wird kontinuierlich in die Verbreiterung der Kundenbasis wie auch des Produktportfolios investiert. Vereinzelt auftretende Kundenkonzentrationen beziehen sich auf Weltkonzerne mit überschaubaren Ausfallrisiken. Um Ausfallrisiken bei Lieferanten frühzeitig zu erkennen, werden regelmäßige Informationen eingeholt und - wo angebracht - Second-Source-Lieferanten aufgebaut bzw. identifiziert. Dadurch konnte auch im Geschäftsjahr 2023 die Lieferkette kontinuierlich aufrechterhalten werden, so dass die Lieferfähigkeit stets gewährleistet war. Um Unterbrechungen der Lieferketten entgegenzuwirken, arbeitet ein spezialisiertes Critical-Parts-Team intensiv an der Teileversorgung für die MARQUARDT Gruppe. Für mögliche Schadensfälle und Haftungsrisiken sind entsprechende Versicherungen abgeschlossen und in ausreichendem Maße Rückstellungen gebildet. Durch die getroffenen Maßnahmen sind Strukturveränderungen und konjunkturelle Schwankungen frühzeitig erkennbar sowie die finanziellen Folgen anderer kalkulierbarer Risiken zumindest begrenzt. Zur Eindämmung eventueller Währungsrisiken bzw. Preisschwankungen bei Metallpreisen werden bei Bedarf standardisierte Bankprodukte zur Währungsabsicherung eingesetzt. IV.1.a. Branchenspezifische Risiken Branchenspezifische Risiken sehen wir derzeit insbesondere in Abhängigkeit von der Entwicklung der weltweiten Konjunktur sowie der weltweiten Inflationsraten. Sollte sich diese schwächer als erwartet entwickeln bzw. durch unvorhersehbare Faktoren negativ beeinflusst werden, wird sich dies auch auf unsere internationale Kundschaft in der Automobil- und Elektroindustrie sowie andere Abnehmerindustrien auswirken. Solche Faktoren können zum Beispiel negative Konjunkturentwicklungen aufgrund weiter steigender Beschaffungskosten oder Unterbrechungen in den Lieferketten sein. Auch höhere Cyberrisiken sind nicht auszuschließen. Vereinzelte Rückgänge in spezifischen Regionen bzw. bei Kunden erwarten wir, durch die internationale Ausrichtung und unser breites Kundenportfolio, weitgehend kompensieren zu können. Darüber hinaus sehen wir Risiken in der Automobilbranche im Hinblick auf die anhaltend feststellbare Verunsicherung bei den Endkunden in Bezug auf batteriebetriebene Elektrofahrzeuge. IV.1.b. Ertragsorientierte Risiken In unseren Produktfeldern sind wir seit Jahren etablierten, aber auch neuen Wettbewerbern ausgesetzt. Aufgrund unserer Innovationskraft, der internationalen Ausrichtung unserer weltweiten Entwicklungs- und Produktionskapazitäten als auch aufgrund unserer Qualität, gehen wir jedoch davon aus, uns auch weiterhin in diesen anspruchsvollen Märkten behaupten zu können und unsere Marktanteile bei bestehenden, aber auch neuen Kunden verteidigen und weiter ausbauen zu können. Durch neue Kunden und Produkte sowie eine steigende Umsatzentwicklung sehen wir unsere leistungswirtschaftlichen Risiken unverändert zu den Jahren vor der Corona-Pandemie. Herausforderungen sehen wir in anhaltend hohen Rohstoffpreisen sowie in weltweit erhöhten Energiepreisen. IV.1.c. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken - auch wegen unserer soliden Kundenstruktur sowie nicht ausgeschöpfter Banklinien - derzeit nicht erkennbar. Potenzielle Währungsrisiken, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, kompensieren wir durch geeignete Sicherungsgeschäfte und Natural-Hedging. Die Liquiditätslage ist gut und die Finanzierung für das laufende Jahr bereits gesichert, so dass keine Engpässe zu erwarten sind. Darüber hinaus besteht eine langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Kernbanken. IV.2. Chancenbericht Obwohl wir in den von uns belieferten Märkten bereits eine große Anzahl von Kunden beliefern, haben wir die Chance, weitere namhafte Anbieter in unser Kundenportfolio aufzunehmen. Dazu zählen insbesondere Weltfirmen im asiatischen Raum, aber auch bereits etablierte Kunden, bei denen wir mit weiteren Produktgruppen gelistet werden. Auch der "E-Mobilität" in der Automobilindustrie sehen wir aufgrund unseres Produktportfolios positiv entgegen. Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Basis von nationalen und internationalen Lieferanten zurückgreifen. Durch unsere Internationalität und den lokalen Einkaufsfunktionalitäten ist es uns möglich, kostengünstigere, aber qualitativ hochwertige Lieferanten, zu gewinnen. Der Ausbau internationaler Fertigungskapazitäten ermöglicht eine kostenoptimierte Produktion bei gleichbleibend hoher Qualität nach unseren Standards. IV.3. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir schwerpunktmäßig in der weltwirtschaftlichen Konjunktur und den weltweiten Inflationsraten sowie in einem nach wie vor anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld mit einem herausfordernden Preisniveau. Aufgrund unserer internationalen Standortpräsenz, innovativen und technologisch führenden Produkten, einer breiten Kunden- und Lieferantenbasis, qualifizierten und hochmotivierten Mitarbeitern, verbunden mit einer guten finanziellen Stabilität, sehen wir uns für die Bewältigung künftiger Herausforderungen gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen i. W. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Guthaben und Darlehen bei Banken. Das Unternehmen verfügt über einen solventen, vielfach zu internationalen Konzernen gehörenden Kundenstamm mit geringem Insolvenzrisiko, mit dem bereits seit vielen Jahren eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit besteht. Mit wesentlichen Kunden werden die jeweiligen Geschäftszahlen in bilateralen Gesprächen ausgetauscht und bewertet. Forderungsausfälle sind mehr oder weniger nicht existent. Daneben führt ein straffes Mahnwesen mit Kreditlimits zu Liefersperren, so dass Forderungsausfällen frühzeitig begegnet werden kann. Obligatorisch wird vor dem Eingehen einer neuen Kundenbeziehung die Bonität des Kunden überprüft. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen - wenn möglich unter Nutzung von Skonto - gezahlt. Die Fristigkeiten der wesentlichen Forderungs- und Verbindlichkeitspositionen sind zudem zeitlich synchronisiert. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft mittels Lieferantenkrediten, Factoring und Kreditlinien verschiedener Banken, im langfristigen Bereich durch Eigenkapital und Bankdarlehen. Im Bankenbereich findet sowohl im kurzfristigen Kreditgeschäft als auch im langfristigen Darlehensgeschäft eine sinnvolle Streuung auf diverse Kreditinstitute - die schon über viele Jahre zum Kernbankenpool von MARQUARDT zählen - statt, um eine Konzentration auf eine Bank zu vermeiden. Insgesamt wird revolvierend ein ganzheitlicher Liquiditätsplan sowie eine Cash-Flow-Prognose erstellt. VI. Chancen und Risikoprofil im Überblick In der nachfolgenden Tabelle sind die wesentlichen Chancen und Risiken für die MARQUARDT GmbH nochmals im Überblick dargestellt und nach Eintrittswahrscheinlichkeit sowie finanziellen Folgen im Jahr 2024 bewertet. Dabei gilt eine Eintrittswahrscheinlichkeit von kleiner 30% als "gering", zwischen 30% und 60% als "mittel" sowie von über 60% als "hoch". Die Bewertung der finanziellen Folgen für das Ergebnis vor Steuern sind in die Kategorien "niedrig" (Auswirkung kleiner 5%), "moderat" (Auswirkung zw. 5% und 20%) sowie "erheblich" (größer 20%) eingeteilt. Die Risiken sind als Bruttorisiken aufgenommen, Maßnahmen und Instrumente zur Risikolimitierung, die wir einleiten bzw. über die wir verfügen, sind dementsprechend nicht enthalten. Die Kombination aus Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher finanzieller Folgen zeigt je Risikoart bzw. je Chancenkategorie das Gesamtrisiko bzw. das Chancenpotenzial. Chancen- und Risikoprofil
VII. Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289f Abs. 4 HGB) Entsprechend dem "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" (FüpoTeiG)" wurden bei MARQUARDT Zielgrößen für Aufsichtsrat, Geschäftsführung sowie erste und zweite Führungsebene mit Wirkung ab 30.06.2019 definiert. Dabei wurde die Laufzeit der Mandate, aber auch die spezifische Situation pro Stelle bzgl. Fluktuationsverhalten und Dauer der Besetzung berücksichtigt. MARQUARDT ist charakterisiert durch eine sehr stabile, dem Unternehmen loyal verbundene Führungsriege. Die Zielgröße für den Aufsichtsrat liegt bei null Prozent, da die Dauer der bestehenden Mandate noch bis zum Jahr 2025 bzw. 2026 reicht. In der Geschäftsführung wurde die Quote mit 25% festgelegt. Die zwischenzeitlich bereits erreichte Quote kann zum Berichtszeitpunkt nicht erfüllt werden. Für die erste und zweite Führungsebene wurden Quoten von 15% bzw. 12,5% definiert. Diese Quoten konnten nicht erfüllt werden, da es im Jahr 2023 keine Neubesetzungen in entsprechender Anzahl gab bzw. keine weiblichen Kandidaten zur Auswahl standen, welche vergleichbare oder bessere fachliche und soziale Qualifikationen vorweisen konnten als die letztlich ausgewählten männlichen Kandidaten. MARQUARDT wird weiterhin bemüht sein, die Quoten zu erfüllen und auszuweiten; insgesamt wird bei der Besetzung von Vakanzen jedoch die fachliche und soziale Qualifikation der Bewerberinnen und Bewerber der geschlechtsspezifischen Betrachtung vorangestellt. Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit gemäß § 21 des Gesetzes zur Förderung der Entgelttransparenz zwischen Frauen und Männern für das Geschäftsjahr 2023 der Marquardt GmbH Nach Maßgabe des am 6. Juli 2017 in Kraft getretenen Entgelttransparenzgesetzes muss die Marquardt GmbH als Unternehmen mit in der Regel mehr als 500 Beschäftigten einen Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit erstellen und diesen als Anlage zum Lagebericht veröffentlichen. Der Inhalt des Berichts bestimmt sich nach § 21 EntgTranspG und bezieht sich gemäß § 25 (3) EntgTranspG auf das Geschäftsjahr 2023. Die Marquardt GmbH ist ein tarifgebundenes Unternehmen. Es finden die jeweiligen Tarifverträge der Metall und Elektroindustrie Anwendung. Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und deren Wirkungen (§ 21 (1) Nr. 1 EntgTranspG) Die Marquardt GmbH toleriert keine Diskriminierung, gleich aus welchem Grund. Beispielsweise Mitarbeiterinnen aufgrund ihres Geschlechts schlechter als deren männliche Kollegen zu behandeln, wäre ein Verstoß gegen das Diskriminierungsverbot. Die Beachtung der Gleichbehandlungsgrundsätze gemäß Allgemeinem Gleichbehandlungsgesetz (AGG) damit insbesondere des Diskriminierungsverbots wird von der Geschäftsführung kontinuierlich eingefordert und ist Teil der Unternehmenskultur. Die Marquardt GmbH bietet zahlreiche unterschiedliche Arbeitszeitmodelle an. Darunter fällt u.a. die Möglichkeit zur Reduzierung der Arbeitszeit oder die Möglichkeit im Homeoffice zu arbeiten. Die Marquardt GmbH hat entsprechend den gesetzlichen Vorgaben Zielgrößen für die Besetzung der Geschäftsführung sowie der ersten und zweiten Führungsebene mit Frauen definiert. In diesem Zusammenhang ist es das Ziel der Marquardt GmbH, Frauen bei entsprechender Qualifikation die gleichen Karrieremöglichkeiten zu eröffnen wie Männern und sie in ihrer beruflichen Entwicklung zu unterstützen. Um Mitarbeiter besser zu fördern, bietet die Marquardt GmbH verschiedene Entwicklungsprogramme für qualifizierte Mitarbeiter. Bisher hat die Marquardt GmbH jedoch davon abgesehen, spezielle Fördermaßnahmen nur für Frauen einzurichten. Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männer (§ 21 (1) Nr. 2 EntgTranspG) Gehaltsstrukturen werden bei der Marquardt GmbH durch die jeweils geltenden Tarifverträge vorgegeben. Stellen werden nach der durch die in den Tarifverträgen vorgegebenen ERA Systematik bewertet und einer Entgeltgruppe zugeordnet. Dabei spielt das Geschlecht des Stelleninhabers keine Rolle. Aus Sicht der Marquardt GmbH gewährleistet das Tarifsystem mit hoher Zuverlässigkeit, dass Entgelte vergleichbarer Stellen bzw. Funktionen nicht aufgrund der Zugehörigkeit zu einem bestimmten Geschlecht unterschiedlich ausfallen. Weitere Maßnahmen sind daher aus Sicht der Marquardt GmbH nicht erforderlich, um die Entgeltgleichheit für Frauen und Männer herzustellen. Die beschriebene Systematik kommt prinzipiell auch bei sogenannten außertariflichen Angestellten zur Anwendung, die aber den deutlich geringeren Anteil der Mitarbeiter im Unternehmen ausmachen. Angabe zur Gesamtzahl der Mitarbeiter und zu Vollzeit- bzw. Teilzeitbeschäftigten (§ 21 (2) EntgTranspG) Im Geschäftsjahr 2023 waren bei der Marquardt GmbH durchschnittlich 329 weibliche und 964 männliche Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren im Durchschnitt 75 weibliche und 21 männliche Mitarbeiter in Teilzeit tätig. Die übrigen Mitarbeiter waren in Vollzeit beschäftigt. BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023MARQUARDT GMBH, RIETHEIM-WEILHEIMAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023MARQUARDT GMBH, RIETHEIM-WEILHEIMI. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 450295 in das Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode verringert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer (auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze)vermindert. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten für Lohn und Material zuzüglich anteiliger angemessener Gemeinkosten. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Abschreibungen des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren Tageswerten am Bilanzstichtag angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren sind zu Anschaffungskosten aktiviert. Der Ermittlung der Anschaffungskosten liegen gewogene Durchschnittswerte zugrunde; soweit in Einzelfällen niedrigere Wiederbeschaffungspreise vorlagen, wurden diese angesetzt. Fertige und unfertige Erzeugnisse wurden mit den bis zum Bilanzstichtag angefallenen Herstellungskosten bewertet, die Einzelkosten für Material und Lohn sowie angemessene Gemeinkostenzuschläge umfassen. Soweit der beizulegende Zeitwert am Bilanzstichtag geringer war, wurde dieser der Bewertung zugrunde gelegt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die liquiden Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt. Die Bewertung von Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt zu Anschaffungskosten, bezogen auf den jeweiligen Gesamtbetrag unter Berücksichtigung zeitanteiliger Auflösungen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung der "Projected Unit Credit Method" ermittelt. Dabei wurden ein Zinssatz von 1,82 % für Pensionsverpflichtungen und ein Zins von 1,74 % für pensionsähnliche Verpflichtungen, ein Rententrend von 2,00 % p. a., eine Einkommensdynamik von 0,00 % für Pensionsverpflichtungen und eine Einkommensdynamik von 2,50 % für pensionsähnliche Verpflichtungen sowie eine Fluktuation entsprechend der Heubeck Richttafeln 2018 G zugrunde gelegt. Zudem wurden die Sterbetafeln 2018 G nach Heubeck verwendet. Die Steuerrückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in voraussichtlicher Höhe auf Basis steuerlicher Vorschriften gebildet. Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe ihres voraussichtlichen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Bei Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr wurde das Anschaffungskosten- bzw. das Realisationsprinzip außer Acht gelassen. Aufwendungen und Erträge in Fremdwährung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Tages ihrer Entstehung in Euro umgerechnet. III. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist, dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Darlehen über EUR 156.000.000,00 (i. Vj. EUR 98.300.000,00) mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 0,00 (i. Vj. EUR 5.729.585,02) enthalten. Alle Forderungen resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Latente Steuern Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz, die zur Entstehung von latenten Steuern führen, bestehen bei folgenden Bilanzposten: - Immaterielle Vermögensgegenstände - Sachanlagevermögen - Anteile an verbundenen Unternehmen - Vorräte - Forderungen gegen verbundene Unternehmen - Sonstige Vermögensgegenstände - Pensionsrückstellungen - Sonstige Rückstellungen - Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Sämtliche Abweichungen führen zu einer Steuerentlastung. Der anzuwendende unternehmensindividuelle Steuersatz beträgt 26 %. Vom Aktivierungswahlrecht der aktiven latenten Steuern wurde kein Gebrauch gemacht. Eigenkapital Bei den Gewinnrücklagen handelt es sich um andere Gewinnrücklagen. Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 110.687.778,04 enthalten. Rückstellungen Der Unterschiedsbetrag, der sich aus der Differenz zwischen der Berechnung der Pensionsrückstellungen mit dem 10-Jahresdurchschnittssatz und dem 7-Jahresdurchschnittssatz ergibt, beträgt EUR 1.118.847,00 und ist gem. § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beinhalten Verpflichtungen gegenüber ehemaligen Geschäftsführern und deren Hinterbliebenen in Höhe von EUR 4.000.323,00. Im Geschäftsjahr erfolgten Pensionszahlungen an die ehemaligen Geschäftsführer und deren Hinterbliebene in Höhe von EUR 265.729,68. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Gutschriften, Gewährleistung und Personalverpflichtungen gebildet. Verbindlichkeiten Im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel sind die Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten gegliedert.
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen Sicherheiten in Form der üblichen Eigentumsvorbehalte. Weitere Sicherheiten sind keine gegeben. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 52.316.011,72 (i. Vj. EUR 70.275.004,85) enthalten. Alle Verbindlichkeiten resultieren aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind EUR 1.761.785,82 (i. Vj. EUR 1.383.021,49) aus Steuern und EUR 105,42 (i. Vj. EUR 0,00) im Rahmen der sozialen Sicherheit enthalten. In den Passiven Rechnungsabgrenzungsposten ist eine Sonderzahlung eines Kunden für die Verschiebung eines Neuprojekts, für welches ein Großteil der Kosten im Folgejahr anfällt, in Höhe von EUR 3.445.000,00 (i. Vj. EUR 8.000.000,00) erfasst. Außerdem sind erhaltene Fördergelder für Produktionsanlagen sowie sonstige Investitionen in Höhe von EUR 1.450.298,23 (i. Vj. EUR 2.085.937,14) erfasst. Diese werden über die Nutzungsdauern der Anlagen in den Folgejahren aufgelöst. Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos eines variabel verzinsten Darlehens wurde ein Zins-Swap abgeschlossen. Der Marktwert dieses Geschäftes beträgt EUR 98.772,01. Zur Ermittlung des Marktwertes wurde die "Forward Price Method" angewendet. Zur Ermittlung vergleiche https://globalmarkets.bnpparibas.com/gm/home/DailyMark.pdf unter 6.a. Für das Geschäftsjahr wurde ein Terminkontrakt über den Kauf von 324.000 oz Silber abgeschlossen. Zum Stichtag hat das Geschäft einen Marktwert von 28.665,79 EUR. Weiter wurde ein Terminkontrakt über den Kauf von 240 t Kupfer abgeschlossen. Dieses Geschäft hat zum Stichtag einen Marktwert von EUR 83.653,24. Haftungsverhältnisse Am Bilanzstichtag bestanden Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften in Höhe von EUR 13.640.000,00. Die zugrundeliegenden Bürgschaften bestehen für Forderungen der Zollverwaltung. Die fälligen Verpflichtungen gegenüber diesen Behörden im Zusammenhang mit den Bürgschaften sind zum Stichtag alle erfüllt. Darum wird nicht mit der Inanspruchnahme gerechnet. Außerdem bestehen Verpflichtungen aus Anzahlungsbürgschaften gegenüber Kunden. Auch hieraus ist nicht mit einer Inanspruchnahme zu rechnen. Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte Zum Bilanzstichtag hat die Gesellschaft Forderungen im Rahmen eines sogenannten echten Factorings in Höhe von 41,5 Mio. EUR verkauft. Das Factoring dient der kurzfristigen Verbesserung der Kapitalstruktur und Liquidität des Unternehmens. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Solche bestanden aus Miet- und Pachtverträgen mit einer feststehenden Verpflichtung gegenüber verbundenen Unternehmen von EUR 2.706.000,00 (Jahresbetrag). Aus erteilten Investitionsaufträgen bestand zum 31. Dezember 2023 ein Bestellobligo von EUR 5.055.600,00. IV. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 3.110.347,74 (i. Vj. EUR 3.141.019,31) enthalten. Personalaufwendungen Für Altersversorgung wurden EUR 2.015.772,03 (i. Vj. EUR 6.888.564,18) aufgewendet. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 3.360.795,60 (i. Vj. EUR 2.560.383,29) enthalten. Finanzergebnis Von den Zinserträgen entfallen EUR 3.445.577,27 (i. Vj. EUR 2.598.752,79) auf Zinsen von verbundenen Unternehmen. Die Zinsaufwendungen enthalten EUR 1.394.024,00 (i. Vj. EUR 1.283.916,00) aus der Abzinsung von Rückstellungen. Um eine eingeschränkte Vergleichbarkeit des Postens Zinsen und ähnliche Aufwendungen zu vermeiden, wurde im Rahmen der Anpassung des Vorjahreswertes der Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen des Vorjahres um EUR 71.588,57 verringert bei gleichzeitiger Erhöhung der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Hintergrund dessen ist, dass die Diskontaufwendungen aus Factoring zur Verbesserung des Einblicks in die Ertragslage im Geschäftsjahr erstmalig in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden. V. SONSTIGE ANGABEN Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.293 Arbeitnehmer (einschließlich Teilzeitbeschäftigte).
Mutterunternehmen Mutterunternehmen nach § 285 Nr.14 HGB ist die J. & J. Marquardt KG, Rietheim-Weilheim. Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 3.672.703,34 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 114.360.481,38 auf neue Rechnung vorzutragen. Abschlussprüferhonorar Die für das Geschäftsjahr berechneten Honorare des Abschlussprüfers belaufen sich auf EUR 110.635,25. Davon entfallen EUR 93.000,00 auf die Prüfung des Jahresabschlusses, EUR 1.700,00 auf andere Bestätigungsleistungen und EUR 15.935,25 auf Steuerberatungsleistungen. Geschäftsführung Dr. Harald Marquardt, CEO Dr. Kristjan Ambroz, COM - ab 17.04.2023 Jochen Becker, COO Aufsichtsrat Rainer Hundsdörfer Vorsitzender Matthias Marquardt Antonino Piovano Arbeitnehmervertreter, Betriebsrat Beirat Herr Rainer Hundsdörfer (Vorsitzender) Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Heidelberger Druckmaschinen AG, Wiesloch Senior Advisor Markt Pilot GmbH Herr Dr. Jürgen Geißinger - bis 12.05.2023 (stellvertr. Vorsitzender) Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Schaeffler AG Aufsichtsrat der MTU Aero Engines AG, München Verwaltungsrat der Hilotherm AG, Zug/Schweiz Herr Dipl.-Ing. Dr. h.c. Oliver Jung - ab 01.02.2024 (stellvertr. Vorsitzender) Vorstandsvorsitzender, Vorstand Corporate Management and Strategy der Festo SE & Co. KG Herr Matthias Marquardt Geschäftsführender Gesellschafter der WERMA Signaltechnik GmbH + Co. KG, Rietheim-Weilheim Herr Hans-Peter Fuchs ebm-papst Mulfingen GmbH & Co. KG Kaufmännischer Geschäftsführer der ebm-papst Unternehmensgruppe, Mulfingen Frau Renate Schanz - bis 12.05.2023 Realschullehrerin Herr Prof. Dr. Rainer Lorz Partner der Sozietät Hennerkes, Kirchdörfer & Lorz, Stuttgart Herr Prof. Dr.-Ing. Oliver Riedel Institutsleiter Fraunhofer IAO, Stuttgart Frau Anja Hendel - ab 01.03.2024 Mitglied der Geschäftsführung, Managing Director der Diconium GmbH, Stuttgart Anteilsbesitz Die Gesellschaft ist an folgenden Unternehmen beteiligt:
Umrechnungskurse (Stand 31.12.2023)
Rietheim-Weilheim, den 28. März 2024 gez. Dr. Harald Marquardt gez. Dr. Kristjan Ambroz gez. Jochen Becker
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Marquardt GmbH, Rietheim-Weilheim: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Marquardt GmbH, Rietheim-Weilheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Marquardt GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen:
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 28. März 2024 Mazars
GmbH & Co. KG
Steffen Rapp, Wirtschaftsprüfer Florian Döttling, Wirtschaftsprüfer BERICHT DES AUFSICHTSRATS ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023DER MARQUARDT GMBHDie Geschäftsführung hat den Aufsichtsrat regelmäßig durch schriftliche und mündliche Berichte über den Ablauf der Geschäfte und über die Lage der Gesellschaft unterrichtet. Die aktuellen Themen des Unternehmens sind vom Aufsichtsrat in seinen Sitzungen eingehend behandelt worden. Aufgrund dieser Berichte hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung überwacht und dabei neben Lage und Entwicklung der Gesellschaft insbesondere die mittelfristige Unternehmensplanung, wichtige Investitionsvorhaben sowie die Verbesserung der Logistik erörtert. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Mazars GmbH & Co. KG, Stuttgart, hat den von der Geschäftsführung vorgelegten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss mit dem Wirtschaftsprüfer erörtert und zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung hat der Aufsichtsrat dem Jahresabschluss und Lagebericht der Geschäftsführung zugestimmt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Beirats und der Geschäftsführung über die Verwendung des Bilanzgewinns an.
Rietheim-Weilheim, den 29.04.2024 gez. Rainer Hundsdörfer, Vorsitzender Für den Aufsichtsrat Hinweis nach § 328 Abs. 1a HGB Der Jahresabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung vom 17.05.2024 festgestellt. |
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