Street One GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Textilien
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Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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CBR Service GmbHIsernhagenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021CBR Service GmbHFeststellung des KonzernabschlussesDer Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde am 25. April 2022 festgestellt. Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021A. Grundlagen des CBR-Konzerns A.1 Struktur und Geschäftstätigkeit A.2 Organisation und Struktur A.3 Produktentstehung und -Vertrieb A.4 Beschaffung und Produktion B. Wirtschaftsbericht B.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen B.2 Überblick über den Geschäftsverlauf B.2.1 Ertragslage B.2.2 Finanzlage B.2.3 Vermögenslage C. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren D. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung D.1 Allgemein D.2 Risiken im Einzelnen D.3 Beurteilung der Risiko-Situation durch die Geschäftsführung D.4 Chancenbericht E. Prognosebericht E.1 Wirtschaftsentwicklung E.2 Entwicklung privater Konsum E.3 Entwicklung der CBR-Gruppe - Erwartung für 2022 A. Grundlagen des CBR-KonzernsA.1 Struktur und GeschäftstätigkeitKonzernprofil Die CBR Fashion Group (nachfolgend auch CBR genannt) mit der Konzern-Muttergesellschaft CBR Service GmbH, Isernhagen im Großraum Hannover, ist ein international tätiger Modekonzern, der die beiden Fashion-Marken Street One und CECIL über die drei Absatzkanäle Wholesale, eCommerce und Retail / Outlet vertreibt.
Gemessen am Umsatz hält CBR eine führende Stellung unter den Anbietern für Damenmode in Deutschland. Die Marken der CBR stehen für schnell drehende Damenoberbekleidung im mittleren Preissegment. CBR verkauft überwiegend an Einzelhandelspartner, aber zunehmend auch direkt an Endkundinnen über das Internet sowie in eigenen Geschäften und Outlets. CBR entwickelt und verkauft zwölf Kollektionen im Jahr sowie zusätzlich ein Quick-Response- bzw. Never-Out-of-Stock-Programm mit absatzstarken Basics, die innerhalb von 24 bis 48 Stunden (nach-)geliefert werden können. CBR liefert praktisch täglich Waren aus, in den Jahren vor dem Covid-19-Ausbruch waren es durchschnittlich rund 160.000 Fashionartikel pro Tag. A.2 Organisation und StrukturCBR nutzt für ihre geschäftlichen Aktivitäten verschiedene Konzerngesellschaften, die durch die Geschäftsführung der CBR Service GmbH einheitlich geführt werden. Die beiden Markengesellschaften Street One GmbH und Cecil GmbH verantworten die strategische Weiterentwicklung der Marken Street One und CECIL. Sie sind zudem für den Großhandelsvertrieb zuständig und beliefern rund 7.900 Verkaufsstellen in 20 Ländern. Im Inland verkaufen sie ihre Produkte direkt an die Einzelhandelspartner. Im Ausland erfolgt der Vertrieb überwiegend über zur CBR Gruppe gehörende lokale Vertriebsgesellschaften. Wo dies nicht erforderlich ist, beliefern die beiden deutschen Markengesellschaften die Einzelhandelspartner auch im Ausland direkt. Das Onlinegeschäft (eCommerce) der Gruppe betreibt die CBR eCommerce GmbH. Sie bietet die Produkte der beiden Marken jeweils in einem eigenen Online-Shop sowie auf Online-Marktplätzen (z.B. Amazon, Zalando) an. Außer auf dem deutschen Heimatmarkt ist unser eCommerce in sechs weiteren europäischen Ländern aktiv. Die zur Gruppe gehörenden Own-Retail- und Outlet-Gesellschaften betreiben 77 eigene Läden in Deutschland und Österreich sowie 25 Outlets in z.B. Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Die CBR Service GmbH (kurz: CBR Service) und die CBR Fashion GmbH in Isernhagen erbringen für die Gruppe Dienstleistungen in zentralen Funktionen wie Finanzen, Recht, Personal sowie Logistik und IT. A.3 Produktentstehung und -VertriebDie zwölf Kollektionen werden je Marke unabhängig voneinander von jeweils einem zentralen Designteam in Deutschland für alle Vertriebsländer entworfen. Die genaue Analyse von Fashiontrends durch das Produktmarketing steht am Anfang des monatlichen Produktentstehungsprozesses. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Markenstrategie sowie aus der Analyse der Fashiontrends wird monatlich ein Kollektionsthema definiert. Auch werden der Abverkaufserfolg vergangener Saisons, markenspezifische Charakteristika und Trends bei der Umsetzung der kreativen Ideen berücksichtigt. Die kreativen Ideen des Produktmarketings werden in einem zweiten Schritt vom Designteam schnitttechnisch umgesetzt und zu Prototypen weiterentwickelt. Nach der Prototypenerstellung folgen die Anfertigung einer Musterkollektion sowie deren Präsentation an die Großhandelskunden in den Showrooms der CBR Gruppe im In- und Ausland. Nach dem Verkauf der Kollektionen an die Großhandelspartner werden die Kollektionen anschließend produziert und an den Großhandel sowie den eigenen Einzel- und Onlinehandel ausgeliefert. A.4 Beschaffung und ProduktionDie Produktion erfolgt durch konzernfremde Lieferanten in Südosteuropa und Asien. Alle Geschäftsbeziehungen basieren auf dem Verhaltenskodex der CBR ("Code of Conduct"), welcher die zentralen Grundsätze und Standards der Abkommen und Normen der International Labour Organisation (ILO), die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen sowie weitere einschlägige UN-Konventionen über die Rechte des Kindes und die zur Beseitigung der Diskriminierung festgelegten Regelungen umfasst. Regelmäßige Audits in den weltweiten Produktionsstätten durch einen renommierten externen Dienstleister stellen die Einhaltung der Standards sicher. CBR arbeitet mit ihrem textilökologischen Konzept stetig daran, dass alle Artikel möglichst schadstoffarm produziert werden. Die Produkte werden neben allgemeinen Qualitätsprüfungen auch umfangreichen textilökologischen Tests unterzogen. CBR unterstützt den Tierschutz und produziert pelzfrei. Sie ist Mitglied im "Fur Free Retailer Program" und tritt damit gegen den Einsatz von Echtpelz auf. Aus Gründen des Tierschutzes verzichtet CBR grundsätzlich auch auf die Verwendung von Daunen von lebend gerupften Gänsen und Enten sowie auf jegliche Verwendung von Angora. B. WirtschaftsberichtB.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie wirtschaftliche Entwicklung war auch im Jahr 2021 stark von der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Schutzmaßnahmen abhängig. Trotz anhaltender Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr erholen, wenngleich die Wirtschaftsleistung nach Einschätzung des Statistischen Bundesamtes noch nicht wieder das Vorkrisenniveau erreicht hat. Nach Angaben des ifo-ifo Instituts hat sich die deutsche Wirtschaft im Sommerhalbjahr weiter erholt. Im zweiten und dritten Quartal wuchs die Wirtschaftsleistung mit kräftigen Raten von durchschnittlich fast 2 % im Vergleich zum jeweiligen Vorquartal. Damit verringerte sich die Produktionslücke spürbar und die Unterauslastung der deutschen Wirtschaft, die in den vorangegangenen Wellen der Corona-Pandemie zu beobachten war, wurde abgebaut. Die rasche und kräftige Erholung der globalen Güternachfrage führte zu Angebotsengpässen, die sich in kräftigen Preissteigerungen bei Rohstoffen, Vorprodukten, Fertigwaren und Logistik niederschlugen. Sowohl der Nachfrageüberhang im globalen Warenhandel als auch die Probleme auf der Angebotsseite treiben die Preise in die Höhe. Nach Angaben des ifo Instituts hat die Inflation zuletzt deutlich an Dynamik gewonnen. Im November 2021 lag der Anstieg des Verbraucherpreisindex (VPI) im Jahresvergleich bei 5,2 % und damit auf dem höchsten Stand seit fast 30 Jahren. Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) stieg sogar um 6,0 % gegenüber dem Vorjahr. Die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt hat sich zwischen der dritten Corona-Welle im Frühjahr und der vierten Corona-Welle im Herbst dieses Jahres spürbar entspannt. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg zwischen Mai und Oktober 2021 saisonbereinigt um 287.000 (+ 0,6 %) und lag damit im Oktober 2021 nur noch um 388.000 unter dem Vorkrisenniveau vom Februar 2020. Diese kräftige Erholung beruhte vor allem auf einem starken Anstieg der Zahl der Erwerbstätigen. Zum Jahresende hatte das Wiederaufleben der Infektionen einen entscheidenden Einfluss auf die Wirtschaftstätigkeit. Anders als vor einem Jahr wurden jedoch bisher keine bundesweiten Schließungen von Wirtschaftszweigen beschlossen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes haben sich die preisbereinigten privaten Konsumausgaben im Jahr 2021 auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres stabilisiert und sind damit noch weit von ihrem Vorkrisenniveau entfernt. Für den stationären Modehandel war das Jahr 2021 vor allem durch die erste Jahreshälfte geprägt, in der die Geschäfte größtenteils nicht oder nur eingeschränkt öffnen konnten. Nachdem die Geschäfte im Frühsommer öffneten, normalisierte sich die Umsatzsituation weitgehend und die Umsatzverluste aus dem ersten Halbjahr konnten etwas aufgeholt werden. Für das erste Halbjahr 2021 hatte TW-Testclub noch ein Minus von 40% gegenüber dem Vorjahreszeitraum gemeldet. In der zweiten Jahreshälfte gelang es, dieses Minus auf minus 12 % zu reduzieren. Der bevh (Bundesverband des Deutschen Versandhandels e.V.) hingegen berichtet, dass E-Commerce für Kunden und Händler zur neuen Normalität geworden ist. Fast jeder siebte Euro, der den Deutschen für Haushaltsausgaben zur Verfügung steht, wurde im Jahr 2021 für Waren im E-Commerce ausgegeben. Ein Jahr zuvor war es noch jeder achte. Bereinigt man die Umsätze um den Kauf von Lebensmitteln, wurde 2021 sogar jeder fünfte Euro für E-Commerce-Waren ausgegeben. Insgesamt stieg der Bruttoumsatz mit Waren im E-Commerce im Jahr 2021 auf 99,1 Milliarden Euro, gegenüber 83,3 Milliarden Euro im Jahr 2020. Der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr beträgt demnach 19,0 %, 2020 wuchs die Branche um 14,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Im Bekleidungsbereich wächst der E-Commerce-Umsatz um 17,9 % auf 19,3 Milliarden Euro im Jahr 2021. Der bevh (Bundesverband des Deutschen Versandhandels e.V.) hingegen berichtet, dass E-Commerce für Kunden und Händler zur neuen Normalität geworden ist. Fast jeder siebte Euro, der den Deutschen für Haushaltsausgaben zur Verfügung steht, wurde im Jahr 2021 für Waren im E-Commerce ausgegeben. Ein Jahr zuvor war es noch jeder achte. Bereinigt man die Umsätze um den Kauf von Lebensmitteln, wurde 2021 sogar jeder fünfte Euro für E-Commerce-Waren ausgegeben. Insgesamt stieg der Bruttoumsatz mit Waren im E-Commerce im Jahr 2021 auf 99,1 Milliarden Euro, gegenüber 83,3 Milliarden Euro im Jahr 2020. Der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr beträgt demnach 19,0 %, 2020 wuchs die Branche um 14,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Im Bekleidungsbereich wächst der E-Commerce-Umsatz um +17,9 % auf 19,3 Milliarden Euro im Jahr 2021. B.2 Überblick über den GeschäftsverlaufGesamtaussage zum Geschäftsverlauf Der Umsatz der CBR Gruppe ist insgesamt um 32,4 Mio. EUR (6,4 %) auf 540,4 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dabei sind die Umsätze aus dem reinen Fashion-Geschäft um 33,8 Mio. EUR (6,8 %) gestiegen. Wir definieren Fashion als Geschäft aus dem Verkauf von Textilien sowie Accessoires und Non-Fashion als Geschäft aus dem Verkauf von Ladenbaueinrichtungen, Weiterbelastung von Frachtrechnungen und Porto sowie sogenannten Merchandising-Artikeln, wie z.B. Einkaufstüten oder Kleiderbügel. Insgesamt hat sich das Ergebnis vor dem Finanzergebnis und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von 29,6 Mio. EUR im Jahr 2020 um 30,0 Mio. EUR auf 59,6 Mio. EUR im Jahr 2021 erhöht. Das Finanzergebnis hat sich von -36,2 Mio. EUR im Jahr 2020 auf -45,1 Mio. EUR im Jahr 2021 verringert. Ursächlich hierfür sind Einmaleffekte durch die im April 2021 erfolgte Refinanzierung. Diese beinhalteten die Entrichtung eines Vorfälligkeitsentgelts im Zusammenhang mit der vorzeitigen Tilgung der bis dahin bestehenden Anleihe sowie die Ausbuchung der noch aktivisch abgegrenzten Transaktionskosten, die bei Ausgebung der alten Finanzierung anfielen. Die laufenden Steuern vom Einkommen und Ertrag sind in Folge der verbesserten Ertragslage von im Vorjahr 15,0 Mio. EUR auf 20,6 Mio. EUR gestiegen. Die latenten Steuern liegen mit einem Ertrag von 17,6 Mio. EUR (im Vorjahr 11,6 Mio. EUR) um 6,0 Mio. EUR über Vorjahresniveau. Die latenten Steuern sind wesentlich geprägt durch die jährliche Verminderung passiver latenter Steuern in Folge der Kundenstammabschreibung. Zusätzliche wesentliche Effekte waren die erstmalige Aktivierung latenter Steuern auf Verlustvorträge sowie die Minderung des Steuersatzes. Insgesamt hat sich das Konzernjahresergebnis von -10,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 11,5 Mio. EUR im Jahr 2021 verbessert. Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf Zu Beginn des Geschäftsjahres 2021 haben wir die Erwartung geäußert, dass das Umsatzniveau besser als der Markt und sich gegenüber 2020 leicht positiv bewegen wird. Innerhalb der Gruppe gingen wir davon aus, dass die pandemiebedingten Umsatzverluste des Großhandels sowie des stationären Retailgeschäfts nicht vollständig durch das weiterhin stark wachsende Online-Retailgeschäft aufgefangen werden kann und wir insgesamt das Niveau der Vor-COVID Zeit nicht kurzfristig erreichen werden. Insbesondere durch COVID-19-bedingte Störungen der globalen Liefer- und Produktionsketten sowie lokaler Einschränkungen des öffentlichen Lebens, sanken die Umsätze im deutschen stationären Bekleidungsmarkt 2021, laut der Auswertung des TW Testclubs im Durchschnitt um 12% im Vergleich zum Vorjahr. Insbesondere durch COVID-19bedingte Störungen der globalen Liefer- und Produktionsketten sowie lokaler Einschränkungen des öffentlichen Lebens, sanken die Umsätze im deutschen stationären Bekleidungsmarkt 2021, laut der Auswertung des TW Testclubs im Durchschnitt um 12 % im Vergleich zum Vorjahr. CBR konnte trotz dieses anspruchsvollen Marktumfelds den konzernweiten Umsatz um 6,4 % gegenüber dem Vorjahr, deutlich positiv vom Durchschnitt des für CBR bedeutendsten Absatzmarktes abheben. Die Umsatzziele konnten in diesem dynamischen Umfeld absehbar nicht vollumfänglich erfüllt werden. Als wichtigste Herausforderung für das Jahr 2021 hatten wir neben der Umsatzentwicklung die Stabilisierung der operativen Kosten genannt. Geplant war eine Annäherung von Umsatz und EBITDA an das Geschäftsjahr 2019 vor der Pandemie. Mit dem trotz des COVID-19 Umfelds starken Anstieg des EBITDA von 100,0 Mio. EUR auf 127,6 Mio. EUR um 27,6 % haben wir dieses Ziel erreicht. Auch die EBITDA-Marge ist mit einem Sprung auf 23,6 % (im Vorjahr 19,7 %) den Erwartungen gerecht geworden.Auch die EBITDA Marge ist mit einem Sprung auf 23,6% (im Vorjahr 19,7%) den Erwartungen gerecht geworden. B.2.1 ErtragslageDie Marken entwickelten sich hinsichtlich Umsätze und Ergebnis im Jahr 2021 wie folgt:
m Vergleich hierzu die Entwicklung des Jahres 2020:
Umsatz im Konzern Im Geschäftsjahr 2021 erwirtschaftete die CBR Gruppe einen Umsatz von 540,4 Mio. EUR. Dies entspricht einer Erhöhung des Umsatzes um 6,4 %, die insbesondere aus dem Wachstum des Online-Geschäftes erzielt wurde. Dabei hat sich der Umsatz unseres Kerngeschäftes Fashion (97,9 % Anteil am Gesamtumsatz) um) um 33,8 Mio. EUR (6,8 %) gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Non-Fashion-Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Corona-Pandemie negativ entwickelt. Diese sind um 10,4 % auf 11,4 Mio. EUR gesunken. Geschäftsbereiche Der eCommerce konnte einen starken Umsatzzuwachs um 27,9 Mio. EUR (22,5 %) gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Im Wholesale-Geschäft wuchs der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 6,3 Mio. EUR bzw. 1,9 %, welches im Wesentlichen durch die Stärkung des internationalen Marktes erzielt wurde. Das Retail-Geschäft (Own Retail und Outlet) verzeichnete einen pandemiebedingten Umsatzrückgang um 1,7 Mio. EUR (-3,6 %) gegenüber dem Vorjahr, insbesondere wegen der strengend COVID-Regelungen in Deutschland. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge sind insbesondere aufgrund von COVID-19-Überbrückungshilfen (+11,2 Mio. EURDie sonstigen betrieblichen Erträge sind insbesondere aufgrund von COVID-19Überbrückungshilfen (+11,2 Mio. EUR) von 9,3 Mio. EUR im Jahr 2020 auf 21,6 Mio. EUR im Jahr 2021 gestiegen. Materialeinsatz Der Materialeinsatz hat sich von 266,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 268,5 Mio. EUR erhöht (0,9 %), die Materialeinsatzquote ist jedoch auf 49,7 % (VJ: 52,4 %) gesunken. Diese Entwicklung ist entscheidend auf den Umsatzanstieg im eCommerce zurückzuführen, der mit einer im Vergleich zum Wholesale-Geschäft niedrigeren Materialeinsatzquote ausgestattet ist. Gegenläufig hat sich eine Erhöhung der Frachtraten ausgewirkt. Die Rohertragsquote hat sich als Folge dessen insgesamt von 47,6 % auf 50,3 % erhöht. Personalaufwand, Wertminderungsaufwand, sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen Der Personalaufwand hat sich im Wesentlichen durch eine im Vergleich zum Vorjahr höhere Zuführung zur Tantiemerückstellung um 1,0 Mio. EUR (1,9 %) erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 14,2 Mio. EUR (14,6 %) gestiegen. Die Erhöhung bei den Vertriebsaufwendungen in Höhe von 5,4 Mio. EUR ergibt sich durch höhere Handelsvertreterprovisionen und umsatzabhängige Online-Marketing-Kosten. Darüber hinaus ergab sich ein Anstieg der Kosten der Warenabgabe (Kommissionierung und Fracht) um 9,1 Mio. EUR als Folge des Umsatzwachstums bei unserem Online-Handel sowie gestiegener Kommissionierungskosten. Der Wertminderungsaufwand auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerte sich dank einer Verbesserung der pandemie-beeinträchtigten Geschäftslage im Einzelhandel um 0,4 Mio. EUR auf 1,4 Mio. EUR. Die Abschreibungen auf materielle und immaterielle Vermögenswerte haben sich um 2,4 Mio. EUR (-3,4 %) reduziert. Der Rückgang ergibt sich vor allem aus einer gestiegenen Anzahl an vollständig abgeschriebenen Nutzungsrechten und einem geringeren Investitionsvolumen im Vergleich zum Vorjahr. Finanzergebnis Der Anstieg der Finanzerträge um 2,2 Mio. EUR geht auf Zinserträge aus Steuern zurück, die im Wesentlichen aus der Beendigung von Verständigungsverfahren resultieren. Zur Erhöhung der Finanzaufwendungen um 11,1 Mio. EUR haben primär Einmaleffekte durch die im April 2021 erfolgte Refinanzierung beigetragen. Diese beinhalteten die Entrichtung eines Vorfälligkeitsentgelts im Zusammenhang mit der vorzeitigen Tilgung der bis dahin bestehenden Anleihe sowie die Ausbuchung der noch aktivisch abgegrenzten Transaktionskosten, die bei Ausgebung der alten Finanzierung anfielen. B.2.2 FinanzlageDie CBR Gruppe deckt ihren Kapitalbedarf aus dem operativen Cashflow sowie über mittelfristige Finanzierungen. Im April 2021 wurde eine neue Anleihe in Höhe von 470,0 Mio. EUR emittiert, die mit 5,5% verzinst wird und die mittelfristige Liquidität bis in das Jahr 2026 sichert. Zusätzlich besteht eine Revolving Credit Facility in Höhe von 50,0 Mio. EUR. Die im November 2017 emittierte Anleihe wurde vorzeitig zurückgeführt. Auch die zusätzliche Zwischenfinanzierung in Höhe von 40,0 Mio. EUR, die zur Sicherung der Liquidität im Rahmen der Corona-Krise in 2020 abgeschlossen wurde und mit 20,0 Mio. EUR in Anspruch genommen war, wurde im Rahmen der Refinanzierung zurückgeführt. Cashflow
Der operative Cashflow lag 2021 mit 125,6 Mio. EUR um 89,0 Mio. EUR (242,6 %) über dem Niveau des Vorjahres von 36,7 Mio. EUR. Ursächlich hierfür waren insbesondere das höhere Ergebnis vor dem Finanzergebnis und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 59,6 Mio. EUR (Vorjahr: 29,6 Mio. EUR) sowie deutlich geringere gezahlte Ertragsteuern von 18,6 TEUR (VJ: 57,7 TEUR), im Wesentlichen aufgrund von Erstattungen aus den Verständigungsverfahren zwischen Deutschland und Österreich sowie Belgien, sowie Zahlungen in 2020, die als Resultat einer Betriebsprüfung für die Veranlagungszeiträume 2011-2014 entstanden. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag mit -6,9 Mio. EUR um 2,7 Mio. EUR (-28,4 %) unter dem Niveau des Vorjahres von -9,7 Mio. EUR. Inbesondere lagen Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, im Wesentlichen aus Vertragsanbahnungskosten, mit 4,3 Mio. EUR um 3,0 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau, während Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen mit 2,8 Mio. EUR um 0,3 Mio. EUR gestiegen sind. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit lag mit -55,3 Mio. EUR um 6,4 Mio. EUR unter dem Niveau des Vorjahres. Zum einen gab es keine Auskehrungen an Gesellschafter gegenüber dem Vorjahr mit 41,5 Mio. EUR, zum anderen wurde das Vorjahr positiv durch die Inanspruchnahme der Zwischenfinanzierung in Höhe von 20,0 Mio. EUR beeinflusst. Zusätzlich zur der vorzeitigen Rückführung der 2017 emittierten Anleihe in Höhe von 450,0 Mio. EUR, der Rückzahlung der mit 20,0 Mio. EUR in Anspruch genommenen Zwischenfinanzierung, welche durch die neu emittierten Anleihe in Höhe von 470,0 Mio. EUR ausgeglichen wurde, kam es noch zu einer Belastung durch Transaktionskosten im Rahmen der Anleihen-Refinanzierung in Höhe von -14,4 Mio. EUR. Sämtliche Zahlungsverpflichtungen konnten im Berichtsjahr erfüllt werden. Liquiditätsengpässe bestanden nicht. Liquiditätsengpässe sind unter der Annahme, dass die Einschränkungen im Zusammenhang mit der COVID19-Pandemie in 2022 nicht auf wesentlich höherem Niveau als im Berichtsjahr liegen, auch in Zukunft nicht absehbar. Dem Konzern stehen ausreichend liquide Mittel und Kreditlinien zur Verfügung, zum Beispiel im Rahmen der Revolving Credit Facility in Höhe von 50,0 Mio. EUR, die zum Bilanzstichtag mit 7,7 Mio. EUR durch Akkreditive, Bürgschaften und Avale in Anspruch genommen worden sind. Investitionen In immaterielle Vermögenswerte wurden rund 4,3 Mio. EUR (Vorjahr: 7,2 Mio. EUR) investiert. Schwerpunkt bildeten hier weitere Investitionen in aktivierte Vertragsanbahnungskosten in Höhe von 3,4 Mio. EUR (Vorjahr: 5,9 Mio. EUR) und eine verbesserte IT-Landschaft. Der Großteil der Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen (2,8 Mio. EUR; Vorjahr: 2,5 Mio. EUR) ist auf Betriebs- und Geschäftsausstattung zurückzuführen, die im Wesentlichen die Neugestaltung von Ladeneinbauten betrafen. B.2.3 VermögenslageAusgewählte Bilanzposten Die Bilanzsumme zum 31.12.2021 hat sich gegenüber dem Vorjahresstichtag um 6,6 Mio. EUR auf 1.178,0 Mio. EUR (VJ: 1.171,4 Mio. EUR) erhöht. Immaterielle Vermögenswerte beliefen sich zum Bilanzstichtag 2021 auf 912,2 Mio. EUR und lagen damit um 48,9 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau (31.12.2020: 961,2 Mio. EUR). Ihr Anteil beträgt 77,4% (Vorjahr: 82,0%) der gesamten Vermögenswerte. In den immateriellen Vermögenswerten sind Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen in Höhe von 866,6 Mio. EUR (31.12.2020: 866,6 Mio. EUR), Kundenstämme in Höhe von 21,8 Mio. EUR (31.12.2020: 65,7 Mio. EUR), Vertragsanbahnungskosten in Höhe von 12,7 Mio. EUR (31.12.2020: 14,4 Mio. EUR) sowie Software und Lizenzen in Höhe von 11,1 Mio. EUR (31.12.2020: 14,5 Mio. EUR) enthalten. Die Sachanlagen beliefen sich zum Jahresultimo 2021 auf 49,7 Mio. EUR (31.12.2020: 54,3 Mio. EUR). Sie umfassen im Wesentlichen Nutzungsrechte aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 40,4 Mio. EUR (31.12.2020: 44,9 Mio. EUR) sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 9,3 Mio. EUR (31.12.2020: 9,4 Mio. EUR). Die Vorräte sind im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 Mio. EUR auf 36,9 Mio. EUR gestiegen (31.12.2020: 31,9 Mio. EUR), was auf was insbesondere auf höhere, unterwegs befindliche Warenbestände und niedrigere Wertberichtigungen zurückzuführen ist. Im Vorjahr waren die Bestellungen aufgrund der vor dem Bilanzstichtag angekündigten Lockdowns im Einzelhandel stark beeinträchtigt. Im Vorratsbestand sind Abwertungen auf den Nettoveräußerungswert in Höhe von 10,8 Mio. EUR (31. Dezember 2020: 13,1 Mio. EUR) enthalten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich zum Bilanzstichtag um 7,8 Mio. EUR auf 14,8 Mio. EUR (31.12.2020: 7,0 Mio. EUR) erhöht. Unter Berücksichtigung des Anstiegs der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 8,4 Mio. EUR auf 30,1 Mio. EUR (31.12.2020: 21,7 Mio. EUR) stieg das Core Net Working Capital (definiert als Summe aus Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) gegenüber dem Vorjahr um 4,4 Mio. EUR an. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte bestehen vorrangig aus Forderungen aus dem Onlinehandel gegenüber einem Zahlungsdienstleister. Im Vorjahresvergleich haben sie sich um 10,6 Mio. EUR verringert, was auf kürzere Zahlungsfristen unseres neuen Zahlungsdienstleisters zurückzuführen ist. Die sonstigen Vermögenswerte bewegen sich bei einem Rückgang um 0,2 Mio. EUR auf 5,4 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Die liquiden Mittel der CBR Gruppe haben sich zum Bilanzstichtag um 63,5 Mio. EUR auf 134,5 Mio. EUR (31.12.2020: 71,0 Mio. EUR) erhöht. Diese Entwicklung resultiert vorrangig aus einer im Vergleich zum Vorjahr verbesserten Geschäftsentwicklung sowie aus erhaltenen staatlichen Förderungen. Der Anstieg des Eigenkapitals der CBR Gruppe um 15,5 Mio. EUR auf 293,5 Mio. EUR (31.12.2020: 278,0 Mio. EUR) ergibt sich aus dem Konzerngesamtergebnis des Geschäftsjahres von 11,6 Mio. EUR und der Erhöhung der Kapitalrücklage um eine anteilsbasierte Vergütung von 3,9 Mio. EUR. Der Rückgang der langfristigen Finanz- und Leasingverbindlichkeiten um 5,6 Mio. EUR auf 495,8 Mio. EUR (31.12.2020: 501,4 Mio. EUR) resultiert im Wesentlichen aus den Leasingverbindlichkeiten (-2,9 Mio. EUR) und aus der Aktivierung von Transaktionskosten aus der im Berichtsjahr durchgeführten Refinanzierung, die passivisch von der Anleihe abgesetzt sind (-1,8 Mio. EUR). Die Darlehen gegenüber nahestehenden Unternehmen sind in Folge von aufgelaufenen Zinsen um 4,5 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr auf 113,5 Mio. EUR gestiegen. Die passiven latenten Steuern haben sich von 179,8 Mio. EUR auf 163,7 Mio. EUR um 16,1 Mio. EUR reduziert. Der wesentlichste Aspekt ist hierbei die jährliche Verminderung passiver latenter Steuern in Folge der Kundenstammabschreibung um 14,1 Mio. EUR. Weitere Effekte ergeben sich unter anderem aus dem erstmaligen Ansatz aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge als Konsequenz aus einer geänderten Prognose bzgl. der Verlustnutzung in Höhe von 1,3 Mio. EUR sowie in Folge der Verringerung der passiven latenten Steuern auf den Goodwill um 1,6 Mio. EUR, aufgrund der Verminderung des anzuwendenden Steuersatzes. Im Bereich des kurzfristigen Fremdkapitals haben sich insbesondere die Ertragsteuerverbindlichkeiten um 5,4 Mio. EUR auf 14,3 Mio. EUR (31.12.2020: 19,7 Mio. EUR) durch vorgenommene Zahlungen reduziert. Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen sind leicht um 0,8 Mio. EUR auf 7,2 Mio. EUR (VJ: 7,9 Mio. EUR) zurückgegangen. Die Verringerung ist insbesondere auf gesunkene Rückbauverpflichtungen aufgrund einer geringeren Anzahl an kurzfristig auslaufenden Mietverträgen zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch ein höheres Einkaufsvolumen im Vergleich zum Vorjahr um 8,4 Mio. EUR auf 30,1 Mio. EUR gestiegen. Die sonstigen finanziellen und Leasingverbindlichkeiten haben sich um 3,8 Mio. EUR verringert. Zum Rückgang haben vor allem gesunkene Leasingverbindlichkeiten, eine geringere Rückerstattungsverbindlichkeit für Retouren des eCommerce sowie niedrigere Verpflichtungen für Ausgleichszahlungen an Partner beigetragen. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um 9,6 Mio. EUR auf 23,9 Mio. EUR erhöht. Der Anstieg betrifft insbesondere die gestiegenen Verbindlichkeiten für Umsatz- und Einfuhrumsatzsteuer und resultiert aus einem höheren Einkaufsvolumen zum Geschäftsjahresende. C. Finanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenZiel des CBR Managements ist die Fokussierung auf die Kundin, das Produkt und die Marken, um dadurch eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes zu erreichen. Dem rückläufigen Wachstum im Großhandel begegnet das Management insbesondere mit Maßnahmen zum Ausbau des Geschäftes im Onlinehandel und zur Erschließung neuer Märkte (stationär und online) im Ausland. Die CBR Gruppe wird durch die Geschäftsführung der Muttergesellschaft, der CBR Service GmbH gesteuert, die insbesondere die strategische Ausrichtung festlegt. Die operative Umsetzung erfolgt durch die Leiter der Fachbereiche. Die Organisations- und Führungsstruktur ordnet Befugnisse und Verantwortlichkeiten unternehmensintern eindeutig zu und definiert die Berichtslinien. Im Rahmen der wertorientierten Unternehmensführung kommen verschiedene Stellgrößen zum Einsatz. Als Indikator für die Profitabilität des Konzerns dienen in erster Linie das EBITDA (das Ergebnis vor dem Finanzergebnis und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und planmäßigen Abschreibungen) und die EBITDA-Marge (das Verhältnis von EBITDA zum Umsatz), für die wir einen Zielwert (gegebenenfalls bereinigt um Sondereffekte) von mindestens 15% definiert haben. Die CBR vergleicht die Marktperformance unserer Partner an den Verkaufsstützpunkten mit dem Durchschnittswert der Branche und will stärker wachsen als der Markt. Die Erfüllung der budgetierten Zielvorgaben in Bezug auf EBITDA, Umsatz und die zugrundeliegenden Treiber sind im Vergütungssystem der Führungskräfte berücksichtigt. Alle Aktivitäten zur Umsatzsteigerung werden an ihrem Potenzial gemessen, das EBITDA und die EBITDA-Marge langfristig zu steigern. Die wesentlichen Ansatzpunkte zur Steigerung der EBITDA-Marge werden in einer Erhöhung der Umsatzerlöse, der Verbesserung des Rohertrages und Kostensenkungen im operativen Bereich gesehen. Die Planungs-, Steuerungs- und Kontrollaktivitäten des Konzerns fokussieren sich auf die Optimierung der beschriebenen zentralen Steuerungsgrößen. Die Kernelemente des unternehmensinternen Steuerungssystems sind das Budget und das konzernweite, IT-gestützte Berichtswesen. Die Jahresplanung wird in regelmäßigen Abständen vor dem Hintergrund der tatsächlichen Geschäftsentwicklung und bestehenden Chancen und Risiken überprüft, um das zu erwartende Konzernergebnis im laufenden Jahr zu prognostizieren und auf eventuelle Fehlentwicklungen frühzeitig reagieren zu können. Auf Basis der erwarteten Cashflow-Entwicklung wird zudem regelmäßig eine Prognose zur Entwicklung der Liquiditätssituation erstellt. Dadurch können finanzielle Risiken frühzeitig erkannt und Maßnahmen hinsichtlich des Finanzierungsbedarfs getroffen werden. Mitarbeiter Losgelöst von Kennzahlen und sonstigen Leistungsindikatoren sind unsere Mitarbeiter die Grundlage für den Konzernerfolg. Die Fähigkeiten der Mitarbeiter und ihre Leidenschaft für Mode drücken sich in innovativen Produkten aus. Zentrales Ziel der Personalarbeit der CBR ist es in einem dynamischen Umfeld den Teamgeist, die Leistungsbereitschaft und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter zu fördern und ein von Offenheit und Kreativität geprägtes Arbeitsklima zu schaffen. Kompetente Führungskräfte schaffen dabei die Rahmenbedingungen für bestmögliche Leistung und Erfolg ihrer Mitarbeiter und stellen damit die Zukunftsfähigkeit des Konzerns sicher. Als Arbeitgeber ist sich die CBR ihrer Verantwortung bewusst. Die außerordentliche Schnelllebigkeit der CBR und ihrer Marken birgt immer wieder die Herausforderung, berufliches und privates Leben in ein Gleichgewicht zu bringen. Die Mitarbeiter der CBR Gruppe profitieren deshalb unter anderem von verschiedenen Gleitzeitmodellen, die auch in einer Vollzeitfunktion die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen sollen. Eine Altersvorsorge sind ebenso selbstverständlich wie Massageangebote innerhalb der Firmengebäude. Täglich frisches Obst und freie Getränke am Firmensitz, die HannoverCard und ein vergünstigter Mitarbeitereinkauf runden das Paket ab. Die CBR möchte Talente an sich binden, in den eigenen Reihen halten und Entwicklungspotenziale heben. Die Investition in die Fähigkeiten der Mitarbeiter steigert die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns. Es liegt CBR am Herzen, sich Zeit für die Mitarbeiter zu nehmen. Aus diesem Grund werden regelmäßig mindestens einmal pro Jahr in einer möglichst offenen, wertschätzenden und angenehmen Atmosphäre Jahresgespräche geführt, in denen sich mit den Qualifikationen, Stärken und Potentialen sowie Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung auseinandergesetzt wird. Die CBR positioniert sich deutlich zur Berufsausbildung und gibt so jedes Jahr jungen Menschen beste Einstiegschancen in einer einzigartigen Branche. Dabei werden verschiedene Ausbildungsberufe angeboten, wie der Kaufmann im Groß- und Außenhandel, der Fachinformatiker für IT-Anwendungsentwicklung und der Kaufmann im Bereich "eCommerce". Weiterhin werden duale Studenten in Kooperation mit einer Partner-Fachhochschule ausgebildet. Im vergangenen Jahr befanden sich 13 Auszubildende und zwei dual Studierende im Konzern. Damit ist die Anzahl im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Im Geschäftsjahr 2021 sind insgesamt sechs Auszubildende eingestellt worden. In 2021 konnte drei Auszubildenden und einem dual Studierenden, die 2021 gleichzeitig ausgelernt haben, eine Weiterbeschäftigungsmöglichkeit angeboten werden. Dies bestärkt deutlich den Stellenwert der Ausbildung bei der CBR sowie die Planungssicherheit für die berufliche Zukunft der Mitarbeiter. Die Unternehmensverfassung der CBR dient den Beschäftigten als Grundlage ihres Handelns und Denkens. Alle Mitarbeiter verbindet das Ziel, die Kundin glücklich zu machen. Auf dem Weg dahin begegnen sich alle Mitarbeiter auf Augenhöhe, um die CBR nachhaltig erfolgreich zu gestalten. Die Mitarbeiterzahl von CBR hat sich im Jahr 2021 verringert. Am Ende des Geschäftsjahres 2021 waren 1.054 Mitarbeiter (ohne Auszubildende) bei der CBR beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahr (2020: 1.096 Mitarbeiter) hat sich die Anzahl damit um 42 Mitarbeiter (3,8%) reduziert. Dieser Rückgang ist auf die markenübergreifende Zentralisierung von Funktionen im Großhandelsbereich, sowie eine Reduzierung des Personals auf den eigenen Flächen zurückzuführen. Forschung und Entwicklung CBR muss sich Monat für Monat im Wettbewerb des europäischen Bekleidungsmarkts beweisen und Kollektionen entwickeln, die den hohen Ansprüchen an Design, Trend und Qualität der Kundinnen Rechnung tragen. Die am Anfang der Wertschöpfungskette stehenden Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten haben entscheidenden Einfluss auf die von der Kundin wahrgenommene Innovationsstärke und Design-Kompetenz des Konzerns. Bis zu 160 Artikel je Marke werden in rund 14 Warengruppen monatlich angeboten und umfassen ein komplettes Angebot von Hosen über Shirts, Strick und Blusen. Neben dem kompletten Fashion-Sortiment vermarkten Street One und CECIL auch Accessoires. Alle Artikel sind farblich und stilistisch aufeinander abgestimmt. Das Sortiment lässt sich untereinander und mit Teilen aus früheren Kollektionen kombinieren. Ziel jeder Kollektion ist, dass die Ware einwandfrei den Handel erreicht, die Passform sicher und der Größenausfall verlässlich ist. D. Chancen und Risiken der künftigen EntwicklungD.1 AllgemeinDie Geschäftsaktivitäten von CBR bieten eine Vielzahl von Chancen und unterliegen zugleich permanenten Risiken. Das Ergreifen von Chancen sowie das Erkennen und Vermeiden von Risiken sowie der bewusste Umgang damit, sind daher von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung des Unternehmens. Bei der Wahrnehmung von Chancen achtet CBR darauf, dass ein akzeptables Risikoprofil gewahrt bleibt. Die Risiko- und Chancenpolitik der CBR verfolgt dementsprechend neben der Bestandssicherung des Unternehmens das Ziel, die finanziellen und strategischen Unternehmensziele zu erreichen. Sie ist der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts verpflichtet. Gemeinsam mit einer systematischen Identifikation neuer Chancen wird so die Entscheidungssicherheit im Unternehmen erhöht und die Grundlage für eine konstante Zielerreichung gelegt. Durch Unternehmensrichtlinien wird sichergestellt, dass Risikoabwägungen von Beginn an im Entscheidungsprozess der Geschäftsführung berücksichtigt werden. CBR verfügt über Verfahrensanweisungen, die die Prozesse des Risikomanagements regeln und die für die Mitarbeiter eine Grundlage für den Umgang mit Risiken darstellen. Um die finanziellen Auswirkungen von verbleibenden Risikopositionen zu begrenzen, haben wir, sofern ökonomisch sinnvoll, Versicherungsschutz erworben. Unternehmerisches Denken und Handeln auf allen Ebenen prägt die Unternehmenskultur von CBR. Wir schätzen eine hohe Eigenverantwortung bei unseren Mitarbeitern. Es obliegt daher neben der Geschäftsführung auch allen weiteren Mitarbeitern von CBR, unabhängig von ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich und -umfang, kontinuierlich Chancen zu suchen und nach Möglichkeit erfolgreich umzusetzen. Alle Unternehmensbereiche sind angehalten, Chancen auf operativer wie strategischer Ebene zu identifizieren, Maßnahmen zu deren Ausschöpfung zu entwickeln und diese mit dem Ziel einer überplanmäßigen Ergebnisentwicklung zu realisieren. D.2 Risiken im EinzelnenIm Folgenden werden für die Ergebnisentwicklung der CBR Gruppe im Geschäftsjahr 2021 sowie für künftige Perioden als bedeutend betrachtete Risiken erläutert. Im Folgenden werden für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der CBR Gruppe im Geschäftsjahr 2021 sowie für künftige Perioden als bedeutend betrachtete Risiken erläutert. Dabei handelt es sich um solche Risiken, die im Risikomanagementprozess mit "geringen" bis "hohen" potenziellen Auswirkungen bewertet worden sind. Grundsätzlich ist nicht vollständig auszuschließen, dass weitere latente Risiken oder solche, die aktuell als unwesentlich eingeschätzt werden, die Unternehmensentwicklung zukünftig über das angegebene Maß hinaus beeinträchtigen. Ungeachtet der eingeleiteten Maßnahmen zur Steuerung der identifizierten Risiken bleiben bei allen unternehmerischen Aktivitäten Restrisiken bestehen, die auch durch ein effizientes Risikomanagementsystem nicht gänzlich vermieden werden können. Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken Konjunkturelle Verschlechterungen der Wirtschaftslage wie auch Veränderungen der politischen und rechtlichen Verhältnisse in unseren Hauptabsatzgebieten insbesondere in Deutschland, Österreich, Schweiz und den Benelux-Staaten stellen ein Risikopotential dar, aus dem sich das Risiko einer rückläufigen Nachfrage nach Bekleidung und Accessoires ergeben kann. Konjunkturelle Effekte können dabei sowohl global als auch vereinzelt in unterschiedlichen Märkten auftreten, sich gegenseitig beeinflussen und auch unsere Profitabilität beeinflussen. Die CBR verfügt durch zeitlich vorgelagerte Ordereingänge und Informationen aus dem konzerneigenen Einzelhandel und den Online Stores über wichtige Frühwarnindikatoren, die eine frühe Prognose der Auswirkungen möglicher gesamtwirtschaftlicher Risiken erlauben. Um die Auswirkungen konjunktureller Schwankungen zu minimieren, hat die CBR Gruppe verschiedene Maßnahmen getroffen. Hierzu gehört ein klares Markenprofil, mit dem der Ausbau von Marktanteilen in einem wettbewerbsintensiven Umfeld angestrebt wird. Ein auf europaweites Wachstum angelegtes internationales Geschäftsmodell erschließt zudem neue Konsumentenpotenziale und trägt zur Kompensation möglicher Nachfragerückgänge in einzelnen Märkten bei. Ungünstige gesamtwirtschaftliche Entwicklungen können jedoch trotz der eingeleiteten Maßnahmen Auswirkungen auf die geplante Unternehmensentwicklung haben. Der Ausbruch der Corona-Pandemie und die daraus resultierenden Lockdown-Beschlüsse in Deutschland und im europäischen Ausland führten auch bei der CBR zu deutlichen Absatzrückgängen sowie gestiegenen Vorratsbeständen. Derartige Ereignisse könnten auch in Zukunft einen ähnlichen Einfluss auf die Geschäftslage der CBR nehmen. Zu den Maßnahmen für potentielle Nachfragerückgänge können neben einer Reduzierung der Beschaffungsaktivitäten ein strikteres Management des kurzfristigen operativen Nettovermögens (u.a. Anpassung Zahlungsziele) sowie eine verstärkte Kostenkontrolle zählen. Branchenspezifische Chancen und Risiken Der Mainstream Modemarkt in Europa unterliegt permanenten Veränderungen und ist durch eine große Anzahl an etablierten und neuen Wettbewerbern geprägt. Unsere Hauptwettbewerber sind sowohl Anbieter von Mode des mittleren Preissegments als auch aus dem Hoch- und dem Niedrigpreissegment, da Kundinnen sich zunehmend zwischen den Preissegmenten bewegen. Aus sich verändernden Fashion- und Lifestyle-Trends wie auch aus sich änderndem Konsumentenverhalten können Kollektions- und Branchenrisiken entstehen. Die Herausforderung besteht darin, die Trends rechtzeitig zu erkennen und schnell in Kollektionen und Vertriebskanäle umzusetzen. Diesem Umstand begegnet CBR mit intensiven Analysen der Märkte sowie der detaillierten Auswertung der Verkaufsentwicklung der eigenen wie auch Kollektionen der Wettbewerber. Eine inzwischen größere Kundennähe aufgrund des direkt möglichen Austauschs mit den Konsumenten in den eigenen Einzelhandelsgeschäften und Online Stores trägt wesentlich dazu bei, Informationen zu Trends und Kaufverhalten rasch in die Kollektion einfließen zu lassen. Unsere Wettbewerber sind unter anderem große internationale Modeketten, die eine hohe Markenbekanntheit und starke Marktpräsenz haben, über große finanzielle Ressourcen sowie hohe Vertriebs- und Marketingbudgets verfügen und auch auf eine aggressive Preispolitik zurückgreifen können. Wir sehen uns aber nicht nur mit klassischen Firmen der Modebranche im Wettbewerb, sondern auch mit Onlinehändlern, Katalogversendern, Kaufhäusern und Nicht-Bekleidungsmärkten (wie z.B. Supermärkte), die Bekleidung in ihr Sortiment aufnehmen. Unser Onlinehandel selbst unterliegt der Herausforderung, dass wir mit einer rasanten technologischen Entwicklung mithalten müssen und den Risiken, dass wir uns auf Dritte bezüglich Hardware und Software verlassen müssen. Weiter unterliegen wir dem Risiko, dass unsere Onlineshops instabil, nicht erreichbar oder Cyber-Angriffen ausgeliefert sind oder dass Kundendaten gehackt werden. Hinzu kommen niedrige Eintrittsbarrieren und überschaubare Kosten, um einen Onlinehandel zu gründen, sodass wir einen verstärkten Wettbewerb durch andere Onlinehändler erwarten. Wir generieren mit unseren Top-10-Kunden einen nennenswerten Anteil unseres Umsatzes. Wir generieren mit unseren Top10Kunden einen nennenswerten Anteil unseres Umsatzes. Der Anteil des Großhandelsgeschäftes am Gesamtumsatz ist in der Vergangenheit zurückgegangen und ein weiterer Rückgang ist nicht ausgeschlossen. Wenn ein wesentlicher Großhandelspartner das Geschäft mit uns reduzieren oder ganz einstellen würde (ggf. auch wegen Insolvenz), kann das einen wesentlichen Rückgang unserer Umsätze bedeuten und damit unser Ergebnis verschlechtern. Grundsätzlich sind rückläufige Kundenfrequenzen die größte Herausforderung für das Wachstum unserer Own Retail Stores und Outlets, aber genauso auch für unser Großhandelsgeschäft und können einen wesentlichen negativen Effekt auf unser Geschäft und damit auf unseren wirtschaftlichen Erfolg haben. Kundenfrequenzen in Stores hängen auch vom Erfolg von Shopping-Centern ab, in denen die Stores liegen. Wir sind in hohem Maße von den Kundenfrequenzen solcher Einkaufszentren abhängig, die wiederum von der Anziehungskraft anderer Händler abhängt. Storeschließungen anderer Händler und Leerstände in Shopping-Centern können zu rückläufigen Kundenfrequenzen führen und es gibt keine Sicherheit, dass unsere Partner oder wir alternative Stores in besseren Lagen bekommen können. Darüber hinaus ist es möglich, dass vormalige A-Lagen unbeliebt werden können, wenn neue Shopping-Center eröffnen, die beliebter werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stellten die beschlossenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie eine erhebliche Belastung für die Modebranche dar. Ausbleibende Geschäfte infolge der auch ins Jahr 2021 übergreifenden Beschränkungen, stellen durch die bestehende Fixkostenbelastung vieler Unternehmen erhebliche Belastungen dar. Hieraus können sich auch über das Jahr 2021 hinaus für CBR negative Effekte durch den Ausfall von Partnern ergeben, mit ggf. längerfristigem negativen Einfluss auf die Ertragschancen. Wir beobachten, dass sich die Einkaufsgewohnheiten insbesondere in Mittel- und Kleinstädten, wo viele unserer Partnerstores liegen, geändert haben. Während in der Vergangenheit Kunden gerne in ihren Heimatstädten einkaufen gingen, gibt es nun einen starken Trend online oder auf den Hauptstraßen großer Städte zu shoppen, was zu niedrigeren Umsätzen in den kleineren Städten führen kann. Wir vermarkten unsere Produkte in 20 Ländern innerhalb Europas und unterliegen damit den ökonomischen, politischen und rechtlichen Risiken, die mit einer multinationalen Geschäftstätigkeit einhergehen. Allgemeine Bedingungen, wie eine moderne Infrastruktur, Transportmöglichkeiten sowie die Verfügbarkeit von Fachkräften, könnten sich in manchen Ländern verschlechtern oder nicht gut entwickeln. Solche Verschlechterungen können zu rückläufigen Umsätzen in diesen Ländern und damit zu verschlechterten Ergebnissen führen. Der Einzelhandelsverband HDE rechnet wegen des anhaltend starken Booms des Online- und eCommerce-Handels in den kommenden Jahren mit einem starken Rückgang von stationären Ladengeschäften. Diese Entwicklung hat sich durch COVID-19-bedingte Geschäftsschließungen noch beschleunigt. Auch für die CBR kann dies zu einem rückläufigen stationären Großhandelsgeschäft führen. CBR hat sich auf diesen Trend zur Digitalisierung eingestellt und die eigenen eCommerce-Aktivitäten ausgebaut. CBR hat sich auf diesen Trend zur Digitalisierung eingestellt und die eigenen eCommerce-Aktivitäten ausgebaut. Zudem unterstützt CBR auch die Einzelhandelspartner bei deren Online-Aktivitäten mit professionellen Bildern und Artikelbeschreibungen. Die Online-Aktivitäten der Einzelhandelspartner, einschließlich deren zunehmender Nutzung von Online-Plattformen (d.h. Marktplätzen wie Amazon und Zalando), stabilisieren und stärken das Großhandelsgeschäft. Zugleich beschränken die Aktivitäten der Einzelhandelspartner auf den Online-Marktplätzen aber auch den eigenen Absatz der CBR über Online-Plattformen. Aggressive Preisstrategien einzelner Einzelhandelspartner könnten zudem alle anderen Einzelhändler (auch die primär stationär aktiven) unter Druck setzen und sich damit auch für CBR in Summe nachteilig auswirken. Beschaffungs- und Produktrisiken Die hohen Anforderungen an die Schnelligkeit und die Qualität der CBR-Produkte und damit an die Beschaffungs- und Produktionsprozesse bedingen enge Partnerschaften mit Lieferanten. Eine Konzentration von Produktionskapazitäten kann jedoch im Falle eines Produktionsausfalls Umsatzeinbußen durch verspätete oder ausgefallene Lieferungen nach sich ziehen. Wir beziehen unsere Ware aus Ländern mit geringerer politischer, ökonomischer und gesetzlicher Stabilität als wir es in Westeuropa gewohnt sind und die in besonderem Maße vom globalen Klimawandel betroffen sind. Diese Länder sind zahlreichen Risiken ausgesetzt, die außerhalb unserer Kontrolle liegen und unser Geschäft beeinflussen können. Diese Risiken reichen von möglichen Handelsrestriktionen, Korruption, Streiks, Embargos bis zu Gefahren für Leib und Leben aufgrund von Krankheiten, Gewalt oder Terrorismus sowie Umweltkatastrophen (Überschwemmungen, Stürme mit Stromausfall). Mit dem Ziel, negative Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können, werden strategische Lieferanten regelmäßig durch eine externe Audit Firma überprüft und bewertet. Die Lieferantenbeziehungen werden dabei mit einer Vendor Score Card regelmäßig auch mit dem Ziel überprüft und bewertet, Risiken rechtzeitig zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen zur Sicherstellung der Warenversorgung einleiten zu können. Auf den größten externen Lieferanten entfielen im Geschäftsjahr 2021 8,1 % des gesamten Beschaffungsvolumens (2020: 10,4 %). Im Rahmen der COVID-19-Pandemie kann es aufgrund lokaler Lockdowns auch zu vereinzelten Ausfällen von Lieferanten kommen mit Auswirkungen auf die zeitliche Verfügbarkeit und Produktionskosten der Ware. Diesem Beschaffungsrisiko wird durch Marktbeobachtung und Diversifikation durch Verpflichtung neuer Lieferanten aus kostengünstigeren Märkten begegnet, die dennoch in der Lage sind, gleichwertig gute Qualität zu liefern oder hierzu qualifiziert werden können. Aufgrund des zeitlichen Vorlaufs in den Beschaffungs- und Produktionsprozessen kann auf definierte Frühwarnindikatoren reagiert werden. In Anbetracht der aktuellen Entwicklungen in wirtschaftlich aufstrebenden Regionen wird davon ausgegangen, dass Risiken aus höheren Produktionskosten weiterhin zwar möglich sind, sich jedoch nur in geringem Ausmaß negativ auf die erwartete Ergebnisentwicklung auswirken. Qualitätsrisiken Die Produktqualität spielt für den Auftritt beider CBR Marken eine entscheidende Rolle. Die CBR Produkte unterliegen daher einer konzerneinheitlichen Qualitätskontrolle. Dadurch vermindern sich die Risiken von Haftungsansprüchen und kostenintensiven Rückrufaktionen. Durch die enge Zusammenarbeit mit Lieferanten und Agenturen wird die Beschaffung der Marken hinsichtlich Qualität und Logistikorganisation unterstützt und dadurch das Beschaffungs- und Produktrisiko aktiv verringert. Zudem wird jeder Artikel nach Wareneingang in der eigenen Qualitätsabteilung gesichtet und sowohl physisch als auch optisch überprüft. Dennoch ist auch zukünftig ein gewisses Maß an Produktretouren aus qualitativen Gründen möglich. Logistikrisiken Logistikrisiken bestehen dahingehend, dass Fehler oder Ausfälle in der Logistik zu nicht zeitgerechter oder falscher Auslieferung und damit zu Umsatzausfällen führen. Diesem Risiko begegnen wir mit einer permanenten Prüfung und Optimierung unserer Logistikprozesse, wenngleich auch hier durch die Nutzung nur eines Logistik-Hubs grundsätzlich Risiken bestehen. Inbound-Logistik-Risiken bestehen dahingehend, dass CBR auf die zeitgerechte Anlieferung von Ware auf dem Luft- und Wasserweg sowie durch LKW angewiesen ist. Internationale Krisenherde, Umweltkatastrophen, Pandemien und Streiks sowie Abwicklungsprobleme bei unseren Logistik-Dienstleistern können zu Verzögerungen oder gar Ausfällen im Warenzugang und damit zu Umsatzausfällen führen. COVID-19-bedingt können Logistikrisiken zusätzlich durch Reisebeschränkungen sowie gestörte internationale Lieferketten bestehen, die zu Ausfällen oder erhöhten Transport- und Distributionskosten durch Ressourcenknappheit führen können. Personelle Risiken Personalrisiken ergeben sich im Wesentlichen durch Engpässe bei der Personalbeschaffung, Fachkräftemangel und Fluktuation. Diese Risiken werden mithilfe eines leistungsorientierten Vergütungssystems sowie gezielter interner und externer Fortbildungsangebote begrenzt. Der Erfolg des CBR-Konzerns beruht auf dem hohen Engagement und Wissensstand der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die in der Vergangenheit eingeführten Maßnahmen, unter anderem zur Förderung von Talenten und zur Steigerung der Attraktivität von CBR als Arbeitgeber, werden auch in Zukunft im Fokus stehen. Rechtliche Risiken Im Rahmen der weltweiten Geschäftsaktivitäten können rechtliche Risiken entstehen. Wesentliche Rechtsgeschäfte des CBR-Konzerns werden von der zentralen Rechtsabteilung des Konzerns geprüft, um Rechtsstreitigkeiten weitestgehend zu vermeiden. Typischerweise resultieren diese Risiken aus den Themenfeldern Arbeitsrecht, geistiges Eigentum und allgemeines Vertragsrecht. Die Rechtsabteilung arbeitet eng mit lokalen Anwälten der jeweiligen Länder sowie den Tochtergesellschaften zusammen. Alle ökonomisch sinnvoll versicherbaren Risiken werden durch weltweit wirksame Versicherungen reduziert. Für laufende Gerichts- und Rechtsberatungskosten sind im abgelaufenen Geschäftsjahr Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet worden. Belastungen aufgrund weiterer rechtlicher Risiken werden als möglich eingeschätzt, jedoch ist die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns aus Sicht der Geschäftsführung derzeit gering. Der Erfolg unserer Produkte hängt maßgeblich vom Wert unserer Marken ab. Deswegen ist unser wirtschaftlicher Erfolg stark davon abhängig, dass wir unser geistiges Eigentum, wie Marken, Know-how, Kundenstämme und Domain-Namen schützen. Compliance-Risiken Wir unterliegen dem Risiko von Produktdiebstahl sowie Unterschlagung von Geld und Produkten als Folge von Versagen unserer internen Kontrollen. Des Weiteren unterliegen wir dem Risiko des Missbrauchs unserer Kundendaten, was in Schadensersatzforderungen und Reputationsverlust unserer Marken resultieren könnte. Neben den rechtlichen Risiken besteht das Risiko der Rufschädigung durch Fehlverhalten von Lieferanten im Bereich der Social Compliance. Diesem Risiko begegnen wir zusätzlich zu den vertraglichen Verpflichtungen zur Einhaltung unserer Social Compliance-Richtlinien (siehe auch unter 1.3 Beschaffung und Produktion) mit Kontrollen der Einhaltung derselben anhand von "social audits" in den Produktionsstätten der Lieferanten. Diese Audits werden durch ein externes Audit-Dienstleistungsunternehmen durchgeführt. CBR betreibt eine Whistleblower-Hotline, die es den Mitarbeitern erlaubt, anonym per Telefon oder InternetFehlverhalten von Mitarbeitern an das Compliance-Office zu melden. Daneben besteht auch die Möglichkeit, dies anonym an eine externe Vertrauensperson zu melden. Alle eingehenden Meldungen werden untersucht und ggf. Maßnahmen eingeleitet, die im Falle von erkennbarem Fehlverhalten bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses führen können. Steuerliche Fragestellungen werden durch die zentrale Steuerabteilung in Zusammenarbeit mit externen Steuerberatern regelmäßig analysiert und beurteilt. Steuerliche Risiken bestehen grundsätzlich für alle offenen Veranlagungszeiträume und können aus der laufenden Geschäftstätigkeit oder Änderungen in der rechtlichen oder steuerlichen Struktur des Konzerns, wie auch aus Änderungen in der Steuergesetzgebung einzelner Länder oder anderer Einschätzungen bestehender Sachverhalte durch die Steuerbehörden resultieren. Die CBR Fashion Group verfolgt ausdrücklich keine aggressive Steuerpolitik, wodurch steuerliche Risiken minimiert werden. Für bereits bekannte steuerliche Risiken und Verpflichtungen wurden Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. Die Höhe dieser Rückstellungen basiert auf verschiedenen Annahmen wie beispielsweise der Auslegung der jeweiligen Vorschrift, aktueller Rechtsprechungen und der Verwaltungsauffassung. Bei der Beurteilung wird auch auf die Einschätzung lokaler externer Sachverständiger wie Anwälte oder Steuerberater zurückgegriffen. IT-Risiken Risiken der IT bestehen grundsätzlich in potenziellen Unterbrechungen des Austauschs sowie der Verarbeitung von Informationen, was zu einer Unterbrechung von Betriebsabläufen führen kann, insbesondere bei Systemumstellungen. CBR sichert Risiken aus Systemumstellungen durch ein gesondert kontrolliertes und aktives Projekt- und Testmanagement ab. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass Systemumstellungen und deren Fehlerbeseitigung länger als geplant dauern und zu empfindlichen Störungen des Betriebsablaufes und damit zu finanziellen Risiken führen. CBR unterhält eine Reihe von IT- und Telekommunikationssystemen, deren Daten und Programme auf unterschiedlichen Speichermedien festgehalten und weiterentwickelt werden. Die Kernsysteme sind redundant ausgelegt, sowohl Datenspeicher als auch Serversysteme sind räumlich getrennt gespiegelt. Kanten- und knotendisjunkte Datenleitungen (getrennte Wege für Datenleitungen zu verschiedenen Vermittlungsstationen) garantieren eine hohe Verfügbarkeit der Anbindung. Bereits etablierte Schutzmaßnahmen werden fortlaufend aktualisiert und erweitert, um die Sicherheit der IT-Prozesse und Daten zu gewährleisten. Alle technischen und organisatorischen Maßnahmen sind in einem IT-Sicherheitskonzept zusammengefasst. Trotz dieser Schutzmaßnahmen besteht allerdings immer ein Restrisiko, dass durch externe Faktoren wie bspw. Naturkatastrophen oder Hacker-Angriffe wie aber auch durch interne Einflüsse möglicherweise entstehende Schädigungen der IT-Infrastruktur zu erheblichen finanziellen Schäden führen können. Zur Begrenzung dieser Risiken hat CBR eine Cyber-Versicherung abgeschlossen. Finanzielle Risiken Der CBR-Konzern unterliegt Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken, Zinsänderungs-, Währungs- und Kreditrisiken sowie steuerlichen Risiken. Die genannten Risiken unterliegen fortlaufend intensiven Kontrollen. Das Management des Liquiditätsrisikos zählt zu den zentralen Aufgaben des Treasury und des CFO. Das Liquiditätsrisiko besteht darin, dass aufgrund unzureichender Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehenden oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen in Bezug auf Fristigkeit, Volumen und Währung nicht nachgekommen werden kann. Dieses Risiko wird im CBR-Konzern zentral gesteuert. Um jederzeit die Zahlungsfähigkeit und die finanzielle Flexibilität des Konzerns sicherzustellen, wird auf Basis einer zentralen rollierenden Liquiditätsplanung mit einem Planungszeitraum einem Jahr der Finanzbedarf ermittelt und durch Kreditlinien sowie liquide Mittel abgesichert. Mittels der zentralen Finanzdisposition (Cash-Pooling) in Verbindung mit dem Konzern-Cash-Management wird die Konzerninnenfinanzierung gesteuert. Aus der internationalen Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten resultieren Lieferungs- und Zahlungsströme in unterschiedlichen Währungen, woraus Währungskursrisiken entstehen. Eine Risikominimierung wird auf der Lieferantenseite durch eine Abrechnung ausschließlich auf EUR-Basis erreicht. Konzerninterne Abrechnungen an die ausländischen Vertriebsgesellschaften erfolgen ausschließlich in EUR; das Wechselkursrisiko wird durch kurzfristige Zahlungsziele minimiert. Geldeingänge in Fremdwährungen belaufen sich auf circa 8 % des gesamten Volumens und betreffen überwiegend Schweizer Franken. Marktbedingte Schwankungen der Zinssätze wirken sich einerseits auf zukünftige Zinserträge und Zinszahlungen für variabel verzinsliche Zahlungsmittelbestände und Verbindlichkeiten aus. Andererseits haben sie Einfluss auf den Marktwert von Finanzinstrumenten. Wesentliche Zinssatzänderungen können daher Rentabilität, Liquidität und Finanzlage des Konzerns beeinflussen. Da die relevanten Finanzverbindlichkeiten von CBR einer Zinsbindung unterliegen, ist das daraus resultierende Zinsänderungs- und Cashflow-Risiko vergleichsweise gering. Kreditrisiken bestehen darin, dass Kunden oder andere Vertragspartner ihre finanziellen Verpflichtungen nicht erfüllen und CBR dadurch einen Vermögensschaden erleidet. Um dieses Risiko zu minimieren, werden Neu- und Bestandskunden bei Anlass auf ihre Bonität geprüft. Durch tägliche Meldung des Großteils der Umsätze der Partner ist CBR außerdem frühzeitig über kritische Geschäftsverläufe informiert, sodass proaktiv gehandelt werden kann. Generell werden Ausfallrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch kurze Zahlungsziele und eine hohe Anzahl von Einzugsermächtigungen abgesichert. Die COVID-19-bedingte Beeinträchtigung der Geschäftsaktivitäten stellt ein zusätzliches finanzielles Risiko für die CBR dar, ihren Zahlungsverpflichtungen nicht in vollem Umfang fristgerecht nachzukommen. Durch die Pandemie stehen reduzierte Zahlungseingänge den fixen Zahlungsverpflichtungen gegenüber. Dem wurde durch die Erweiterung der RCF im Rahmen der Anleihenemission auf 50 Mio. EUR Rechnung getragen. Aus den wirtschaftlichen Belastungen der Pandemie könnte durch eine beeinträchtigte Ertragskraft ebenfalls ein Risiko für die Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten wie Geschäfts- oder Firmenwerten bestehen. D.3 Beurteilung der Risiko-Situation durch die GeschäftsführungBasierend auf den detaillierten Informationen geht die Geschäftsführung davon aus, dass nach derzeitigem Informationsstand alle Einzelrisiken wie auch aggregierten Risiken als grundsätzlich beherrschbar einzustufen sind. Wechselseitige Abhängigkeiten oder gemeinsame Ursachen, die zu einem gleichzeitigen Eintreten mehrerer Risiken führen könnten, gefährden ebenso wenig den Fortbestand des Unternehmens. Grundsätzlich ist jedoch nicht vollständig auszuschließen, dass weitere latente Risiken bestehen, die im Rahmen des Risikomanagementprozesses nicht oder nur unzureichend erkannt worden sind. Eine anhaltende Marktverschlechterung ist zwar als wesentliches Risiko denkbar, die Einhaltung und Fortentwicklung der zentralen Erfolgsfaktoren und Funktionsabläufe der Unternehmensgruppe werden jedoch anhand von regelmäßigen Plan-, Soll- und Ist-Analysen laufend überprüft. Die Kontrolle findet dabei einerseits zentral durch Instrumente wie betriebswirtschaftliche Auswertung und Konzern-Berichtswesen statt; darüber hinaus sind unterjährig regelmäßige Forecast-Prozesse implementiert. Andererseits werden ergänzend in den einzelnen Funktions- und Arbeitsbereichen permanente Kontrollen zur Einhaltung spezifischer Erfolgsfaktoren und Zielgrößen durchgeführt. Die unterschiedlichen Instrumente der Unternehmenssteuerung werden sowohl dezentral in den einzelnen Unternehmenseinheiten als auch in der CBR Service GmbH zentral mittels Controlling und Risikomanagement zusammengefasst. Das derzeit größte Unternehmensrisiko stellt nach unserer Auffassung die COVID-19-Pandemie mit ihren zahlreichen wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen dar. Weitere pandemiebedingte Schließungen der Geschäfte in den relevanten Märkten sind nicht vollständig auszuschließen und diese hätten ebenfalls einen zumindest temporären, negativen Effekt auf die Gruppenergebnisse. Bedingt dadurch, dass die CBR Waren in 20 verschiedene Länder liefert, ist das Gruppenrisiko bei Schließung eines einzelnen Landes jeweils begrenzt - mit der Ausnahme einer Schließung des größten Absatzmarktes Deutschland. Um das Risiko beherrschbar zu machen, hat CBR eine Reihe von Maßnahmen ergriffen wie die Option auf zusätzliche Logistikflächen, eine Erweiterung der bisherigen Revolving Credit Facility (RCF) Liquiditätslinie sowie die granularere Auslieferungssteuerung durch eine Anpassung der IT-Systeme. D.4 ChancenberichtDie systematische Identifikation und Realisierung wertsteigernder unternehmerischer Chancen ist ein wichtiges Element zur Sicherstellung eines profitablen Unternehmenswachstums. Aufgrund der direkten Verknüpfung mit den Zielen und der Strategie des jeweiligen Geschäftsbereichs obliegt die Verantwortung für die Identifikation, Bewertung und Realisierung von Chancen dem operativen Management. Chancen werden nur verfolgt, wenn sie das mit ihnen verbundene Risiko überwiegen und das Risiko als beherrschbar und in seinen potenziellen Auswirkungen als begrenzt eingeschätzt wird. Kurzfristige Chancen, verstanden als potenzielle, positive Abweichungen vom geplanten operativen Ergebnis (EBITDA) für das laufende Geschäftsjahr, werden in regelmäßigen Abständen zentral überwacht. Das langfristige Chancenmanagement ist unmittelbar mit der Konzernplanung verknüpft. Identifizierte und anhand ihres Beitrags zum Unternehmenswert bemessene Chancen fließen in die jährliche Budget- und langfristige strategische Planung ein. Dabei trifft die Geschäftsführung im Dialog mit den operativen Einheiten die Entscheidung für ihre Realisierung und teilt die dazu notwendigen Ressourcen zu. CBR hat die folgenden wesentlichen Chancen identifiziert, die ihren Ursprung sowohl im Unternehmensumfeld als auch in der Unternehmensstrategie selbst haben. Externe Chancen Die konjunkturelle Lage auf seinen Absatzmärkten beeinflusst die Wachstumsaussichten des Konzerns. Als Konsumgüterunternehmen kann CBR unmittelbar von positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf das Konsumentenvertrauen und das Kaufverhalten der Kunden profitieren. Aus der derzeitigen COVID-19-Pandemie können sich Nachholeffekte aus bisher ausgebliebenen oder verschobenen Investitionen sowie staatlichen Subventionen entwickeln, die zu einer dynamischen, wirtschaftlichen Erholung führen könnten. In diesem Umfeld könnte CBR von seiner starken Marktstellung profitieren und gegebenenfalls sogar seinen Marktanteil ausbauen. Durch die im abgelaufenen Geschäftsjahr beschleunigte Entwicklung vom stationären hin zum Onlinehandel können sich darüber hinaus zusätzliche Potentiale für das eCommerce-Geschäft entwickeln. Regulatorische und gesetzgeberische Veränderungen können einen potenziell positiven Einfluss auf die Absatzchancen und die Profitabilität des Unternehmens haben. Die Senkung von Einfuhrzöllen oder Steuern kann beispielsweise die Wettbewerbsposition des Unternehmens in Relation zum lokalen Wettbewerb verbessern. Strategische und operative Chancen Wesentliche Chancen für die CBR-Gruppe sehen wir in der Stabilisierung bestehender Kernmärkte, der Expansionen innerhalb von Nicht-Kernländern mit bislang geringer Marktdurchdringung sowie insbesondere dem Ausbau unseres eigenen Onlinehandels wie auch des Outletgeschäfts. Auch in der Professionalisierung unserer Own Retail-Strukturen und verbesserter Produktperformance sehen wir vor dem Hintergrund sich verändernder Vertriebsstrukturen im Modeeinzelhandel, insbesondere durch die zunehmende Marktpräsenz von rein vertikalen Modeanbietern und die damit verbundene Verdrängung kleinerer und mittlerer Händler, gute Chancen für den Own Retail-Bereich. Durch die selbständige Flächenbewirtschaftung können nicht nur Umsätze und Erträge verbessert werden. Wir erhalten ebenso wertvolle Einblicke in die Bedürfnisse unserer Kundinnen und können diese schnell in unseren Kollektionen umsetzen. Für den eCommerce sehen wir sehr gute Wachstumschancen, da dieser Vertriebskanal gegenwärtig nicht nur über höchste Wachstumsraten innerhalb des Einzelhandels verfügt, sondern auch aufgrund des bisher vergleichsweise geringen Anteils am Gesamtumsatz der CBR entsprechende Potentiale bietet. Mit dem Ausbau und der kontinuierlichen Verbesserung seines Online-Stores, versuchen wir den Ansprüchen der Konsumenten in Bezug auf Produktpräsentation, Produktauswahl und Service zu entsprechen. Die enge Verzahnung des Online-Angebots mit dem stationären Einzelhandel bietet darüber hinaus der Kernzielgruppe des Unternehmens komfortable und effiziente Einkaufsmöglichkeiten. Gleichzeitig nutzt die CBR soziale Medien, um die Wahrnehmung seiner Marken zu verstärken und sie zu emotionalisieren. Prozessverbesserungen und die Optimierung von Kostenstrukturen können die Umsatz- und insbesondere die Ertragslage des Konzerns positiv beeinflussen. E. PrognoseberichtE.1 WirtschaftsentwicklungDie Entwicklung der Weltwirtschaft wird weiterhin maßgeblich von der Corona-Pandemie bestimmt. Das Bruttoinlandsprodukt der fortgeschrittenen Volkswirtschaften erreichte nach Angaben des ifo Instituts im dritten Quartal 2021 nach dem starken Einbruch im Vorjahr erstmals wieder das Vorkrisenniveau. Insbesondere in Europa wuchs die Wirtschaft im Sommerhalbjahr 2021 rasch und erholte sich von der pandemiebedingten Stagnation im vorangegangenen Winter. Die rasche und kräftige Erholung der weltweiten Güternachfrage führte zu einer Angebotsverknappung, was zu einem starken Anstieg der Preise für Rohstoffe, Zwischenprodukte und Fertigwaren führte. Ungeachtet der hohen Güternachfrage kam es zu räumlichen Ungleichgewichten in der weltweiten Schifffahrt, die die Kluft zwischen dem weltweiten Angebot und der Nachfrage nach Gütern noch vergrößerten. Die Corona-Pandemie und Versorgungsengpässe werden auch im Jahr 2022 die Entwicklung der Weltwirtschaft bestimmen. Dem daraus resultierenden Konjunktureinbruch in Europa wird voraussichtlich eine kräftige Erholung folgen, wie die Erfahrungen mit früheren Pandemiewellen zeigen. Für Deutschland rechnet das DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) zu Beginn des Jahres allerdings mit einem leichten Rückgang des Konjunkturbarometers, der vor allem auf die Auswirkungen der aktuellen Omikron-Welle zurückzuführen ist. In den kommenden Monaten dürften auch die anhaltenden Versorgungsengpässe und die vierte Corona-Welle die deutsche Wirtschaft spürbar bremsen. Die bisher vorliegenden Indikatoren deuten jedoch darauf hin, dass die Abschwächung deutlich geringer ausfallen dürfte als im vergangenen Winterhalbjahr während der zweiten und dritten Corona-Welle, als die vollständige Schließung vieler Geschäfte beschlossen wurde. Insgesamt erwartet das Ifo-ifo Institut für das Jahr 2022 einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts weltweit um 4,4 % und im Euroraum um 3,9 %. Für Deutschland wird ein Anstieg von 2,5 % erwartet. Das DIW erwartet sogar einen Anstieg von 3,8 %. Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf Europa und die Welt sind zum Aufstellungszeitpunkt dieses Berichts, aufgrund der Schnellebigkeit der Ereignisse sowie des ungewissen Ausgangs, nicht abzuschätzen. E.2 Entwicklung privater KonsumMit dem Einsetzen der vierten Corona-Welle im Herbst haben Handel und konsumnahe Dienstleister ihre Einschätzung der aktuellen und zukünftigen Geschäftslage wieder nach unten korrigiert. Auch das Konsumklima ist zuletzt deutlich gesunken. Anders als im vergangenen Winterhalbjahr bleibt der Einzelhandel unter Beachtung von Hygienemaßnahmen offen. Die Umfrage des ifoInstituts zur aktuellen und erwarteten Geschäftslage der Einzelhändler deutet jedoch darauf hin, dass deren Umsätze in den kommenden Monaten einen Rückschlag erleiden werden. Zum einen stellen die Test- und Impfvorschriften ein mögliches Hemmnis für Spontankäufe dar, zum anderen werden die Verbraucher voraussichtlich freiwillig auf Konsum verzichten. Dagegen meldet die GfK, dass das Konsumklima in Deutschland Anfang 2022 seinen Abwärtstrend stoppt. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung verbessern sich im Januar gegenüber dem Vormonat. Die deutsche Wirtschaft ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im vergangenen Jahr um 2,7 Prozent gewachsen. Im Jahr 2022 wird die Entwicklung auf ähnlichem Niveau erwartet, wobei auch der private Konsum eine wichtige Rolle spielt. Dies setzt allerdings voraus, dass das Problem der Lieferkette gelöst werden kann. Im Sommerhalbjahr 2022 wird sich der private Konsum voraussichtlich stark erholen. Allerdings wird davon ausgegangen, dass der Sparüberschuss, den die privaten Haushalte seit Beginn der Pandemie angesammelt haben, nicht abgebaut wird. Dementsprechend wird sich das Konsumverhalten im Zuge der Erholung normalisieren und das Ausgabenniveau wird sich wieder an das verfügbare Einkommen anpassen. Es ist jedoch nicht zu erwarten, dass die Konsumausfälle der vergangenen Quartale aufgeholt werden können. E.3 Entwicklung der CBR-Gruppe - Erwartung für 2022Für das Jahr 2022 gehen wir davon aus, dass sich der Umsatz weiter besser als der Markt und bedingt durch eine Fortsetzung des Abbaus der pandemischen wirtschaftlichen Einschränkungen der letzten Monate, das Niveau vor dem COVID-Ausbruch erreicht wird. Unsere Fokussierung auf die Kundin, das Produkt und auf unsere Marken soll hier wesentlich zur Zielerreichung beitragen und insbesondere das weiterhin starke eCommerce Wachstum fördern. Aufgrund anhaltender gestörter globaler Liefer- und Produktionsketten mit zusätzlichen Belastungen der Profitabilität, rechnen wir noch jedoch nicht damit, das Vor-COVID Margen-Niveau zu erreichen. Wir erwarten einen sich aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr fortsetzenden Aufwärtstrend. Die wichtigsten Herausforderungen im Jahr 2022 sind deshalb weiter die Steigerung der Umsatzerlöse und die Stabilisierung der operativen Kosten, sodass sich trotz der beschriebenen Widrigkeiten Umsatz und EBITDA deutlich steigern mindestens wieder dem Niveau des Geschäftsjahres 2019 vor der Pandemie annähern.
Isernhagen, 8. März 2022 CBR Service GmbH Jim Nowak Christian Rudlof Konzern-Gesamtergebnisrechnung 1. Januar bis 31. Dezember
KonzernbilanzAktiva
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
Konzern-Kapitalflussrechnung 1. Januar bis 31. Dezember
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021A. Allgemeine Angaben B. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden B.1 Grundlagen der Aufstellung B.2 Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden B.3 Konsolidierungsgrundsätze B.4 Währungsumrechnung B.5 Konsolidierungskreis B.6 Bedeutende Ermessensausübungen und wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten B.7 Rechnungslegungsgrundsätze B.7.1 Sachanlagen B.7.2 Geschäfts- oder Firmenwert B.7.3 Sonstige immaterielle Vermögenswerte B.7.4 Finanzinstrumente B.7.5 Vorräte B.7.6 Leasing B.7.7 Sonstige Vermögenswerte B.7.8 Ertragsteuern B.7.9 Sonstige Rückstellungen B.7.10 Wertminderung B.7.11 Umsatzrealisierung B.7.12 Zuwendungen der öffentlichen Hand B.8 Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Rechnungslegung C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung C.1 Umsatzerlöse C.2 Sonstige betriebliche Erträge C.3 Materialaufwand C.4 Personalaufwand C.5 Abschreibungen C.6 Sonstige betriebliche Aufwendungen C.7 Finanzergebnis C.8 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag D. Erläuterungen zur Konzernbilanz D.1 Immaterielle Vermögenswerte D.2 Sachanlagen D.3 Vorräte D.4 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle und sonstige kurzfristige Vermögenswerte D.5 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente D.6 Eigenkapital D.7 Finanz- und Leasingverbindlichkeiten sowie Darlehen gegenüber nahestehenden Unternehmen D.8 Sonstige langfristige Rückstellungen D.9 Sonstige kurzfristige Rückstellungen D.10 Ertragsteuerverbindlichkeiten D.11 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen D.12 Sonstige Finanz- und Leasingverbindlichkeiten D.13 Sonstige Verbindlichkeiten D.14 Management von Finanzrisiken D.15 Weitere Informationen zu Finanzinstrumenten und zur Bemessung beizulegender Zeitwerte D.16 Nettogewinne und Nettoverluste aus Finanzinstrumenten E. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung F. Sonstige Erläuterungen F.1 Leasingverhältnisse F.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen F.3 Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen F.4 Anteilsbasierte Vergütung F.5 Geschäfte mit Geschäftsführern F.6 Geschäfte mit sonstigen nahestehenden Unternehmen F.7 Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers F.8 Ereignisse nach dem Abschlussstichtag A. Allgemeine AngabenDie CBR Fashion Group ist ein international tätiger Modekonzern, der die beiden Fashion-Marken Street One und CECIL über die drei Absatzkanäle Wholesale, eCommerce und Retail / Outlet vertreibt. Mutterunternehmen des CBR-Konzerns ist die CBR Service GmbH (nachfolgend "Mutterunternehmen" oder "CBR Service") mit Sitz in 30916 Isernhagen, Imkerstraße 4, Deutschland, die im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover unter der Registernummer HRB 218 471 eingetragen ist. Gesellschafterin ist die in Luxemburg ansässige Alteri Style SARL, oberstes Mutterunternehmen ist die Apollo Capital Management, L.P., Delaware/USA. Der Konzernabschluss wurde auf den Konzernabschlussstichtag 31.12.2021 (VJ: 31.12.2020) aufgestellt. Das Geschäftsjahr stellt das Kalenderjahr dar. Der Abschlussstichtag und das Konzerngeschäftsjahr entsprechen dem Stichtag des Mutterunternehmens und dem Geschäftsjahr sämtlicher einbezogener Gesellschaften. B. Wesentliche Bilanzierungs- und BewertungsmethodenB.1 Grundlagen der AufstellungDer Konzernabschluss der CBR Service GmbH wurde (nachfolgend auch "CBR", "CBR-Gruppe" oder "wir") zum 31.12.2021 entsprechend den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind ("IFRS"), einschließlich der Auslegung des International Financial Reporting Standard Interpretations Committee (IFRS IC) aufgestellt. Ergänzend findet § 315e HGB bei der CBR Anwendung. Dabei werden alle für das Geschäftsjahr 2021 verpflichtend anzuwendenden Standards und Auslegungen berücksichtigt, soweit sie für den vorliegenden Konzernabschluss relevant sind. Die Vergleichszahlen wurden nach denselben Grundsätzen wie im Vorjahr ermittelt. Der Konzernabschluss wird in Euro (EUR) aufgestellt. Die Darstellung des Abschlusses erfolgt in tausend Euro (TEUR). Dabei können sich Rundungsdifferenzen ergeben. Die Konzernbilanz wird gemäß IAS 1.5 ff. in langfristige und kurzfristige Bestandteile untergliedert. Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren dargestellt. Der Konzernabschluss wurde auf Grundlage der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten aufgestellt. Eine entsprechende Erläuterung erfolgt im Rahmen der jeweiligen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Historische Anschaffungs- oder Herstellungskosten basieren im Allgemeinen auf dem beizulegenden Zeitwert der im Austausch für den Vermögenswert entrichteten Gegenleistung. Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde. Dies gilt unabhängig davon, ob der Preis direkt beobachtbar oder unter Anwendung einer Bewertungsmethode geschätzt worden ist. Die Geschäftsführung hat zum Zeitpunkt der Genehmigung des Abschlusses die gerechtfertigte Erwartung, dass der Konzern über ausreichende Ressourcen verfügt, um in absehbarer Zukunft operativ weiter bestehen zu können. Daher wurde der Konzernabschluss weiterhin unter Zugrundelegung der Fortführungsannahme aufgestellt. B.2 Änderungen der Bilanzierungs- und BewertungsmethodenAnwendung neuer IFRS bzw. geänderter IFRS Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden, mit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten Standards / Interpretationen.
Änderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16 Interest Rate Benchmark Reform (Phase 2) CBR hat im Vorjahr die Änderungen der Phase 1 der Interest Rate Benchmark Reform erstmals angewendet. Diese Änderungen modifizieren spezifische Anforderungen an die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen, damit die Bilanzierung betroffener Sicherungsbeziehungen während der Zeit der Unsicherheit fortgesetzt werden kann, bis die von den bestehenden Referenzzinssätzen betroffenen Grundgeschäfte oder Sicherungsinstrumente infolge der Reform der Referenzzinssätze angepasst werden. Im laufenden Geschäftsjahr hat CBR die Änderungen der Phase 2 erstmalig angewendet. Die Anwendung dieser Änderungen ermöglicht es, potenzielle Auswirkungen des Übergangs von IBOR-Zinssätzen zu alternativen Referenzzinssätzen (auch als "risikofreie Zinssätze" bezeichnet) zu berücksichtigen, ohne dass dadurch Auswirkungen auf die Rechnungslegung entstehen, die den Abschlussadressaten keine nützlichen Informationen liefern würden. Änderungen an IFRS 16 Auf die Coronavirus-Pandemie bezogene Mietkonzessionen nach dem 30. Juni 2021 Im Vorjahr hatte die Gesellschaft die Änderungen an IFRS 16 Auf die Coronavirus-Pandemie bezogene Mietkonzessionen vorzeitig angewendet. Diese Änderung bot Leasingnehmern eine praktische Erleichterung bei der Bilanzierung von Mietkonzessionen, die als direkte Folge der COVID-19-Pandemie eingeräumt wurden. Diese praktische Erleichterung stand für Mietkonzessionen zur Verfügung, bei denen sich eine Verringerung der Leasingzahlungen auf Zahlungen auswirkte, die ursprünglich am oder vor dem 30. Juni 2021 fällig waren. Im März 2021 veröffentlichte der IASB eine weitere Änderung an IFRS 16, die die Anwendung der praktischen Erleichterung auf verringerte Leasingzahlungen ausweitet, die ursprünglich am oder vor dem 30. Juni 2022 fällig waren. Die Gesellschaft hat diese Änderungen an IFRS 16 im laufenden Geschäftsjahr vorzeitig angewendet. Die praktische Erleichterung erlaubt es Leasingnehmern, auf die Beurteilung, ob eine aufgrund der COVID-19-Pandemie eingeräumte Mietkonzession eine Vertragsänderung darstellt, zu verzichten. Ein Leasingnehmer, der diese Erleichterung in Anspruch nimmt, muss jede Änderung der Leasingzahlungen, die sich aus der COVID-19-bezogenen Mietkonzession ergibt, auf dieselbe Weise bilanzieren, wie er die Änderung unter Anwendung von IFRS 16 bilanzieren würde, wenn diese keine Änderung des Leasingvertrags wäre. Die praktische Erleichterung gilt nur für Mietzugeständnisse, die als direkte Folge von COVID-19 vereinbart oder erlassen wurden, und nur dann, wenn alle der folgenden Bedingungen kumulativ erfüllt sind:
Die CBR Fashion Outlet GmbH, die Cecil Retail GmbH und die Street One Retail GmbH haben von einem Effekt in Höhe von 412,0 TEUR profitiert. Die Reduzierung der Mietbelastung wurde als negative variable Leasingzahlung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Gesellschaft hat den Teil der Leasingverbindlichkeit, der durch den Verzicht auf die Leasingzahlungen erloschen ist, in Übereinstimmung mit den Anforderungen von IFRS 9.3.3.1 ausgebucht. B.3 KonsolidierungsgrundsätzeIn dem vorliegenden Konzernabschluss der CBR Fashion Group werden die CBR Service GmbH und ihre in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, über die sie Beherrschung ausübt. Beherrschung liegt vor, wenn die CBR Fashion Group eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus ihrem Engagement bei einem Beteiligungsunternehmen hat und sie ihre Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen auch dazu einsetzen kann, diese Renditen zu beeinflussen. Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass der Besitz einer Mehrheit der (mittelbaren oder unmittelbaren) Stimmrechte zur Beherrschung führt. Die Abschlüsse von in den Konzernabschluss einzubeziehenden Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt des Beginns der Möglichkeit der Ausübung einer Beherrschung bis zum Zeitpunkt der Beendigung der Möglichkeit der Ausübung einer Beherrschung in den Konzernabschluss einbezogen. Die Abschlüsse der CBR Fashion Group und ihrer in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen werden unter Beachtung einheitlich geltender Ansatz- und Bewertungsgrundsätze zum Abschlussstichtag des Konzernabschlusses (31.12.2021) aufgestellt. Ansatz-, Bewertungs-, Konsolidierungs- und Gliederungsgrundsätze wurden von allen in den Konzernabschluss einzubeziehenden Gesellschaften stetig angewendet. Alle konzerninternen Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie Zahlungsströme aus Geschäftsvorfällen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Bei den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen wurden ertragsteuerliche Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht. Die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode (sog. »Purchase Method«). Danach werden die Anschaffungskosten der Beteiligung auf die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und die übernommenen identifizierbaren Schulden und Eventualverbindlichkeiten Erwerbszeitpunkt allokiert. Auf stille Reserven und Lasten, die im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckt wurden, sind latente Steuern angesetzt worden, sofern diese Aufdeckung nicht auch steuerlich nachvollzogen wurde. Aufgedeckte stille Reserven und Lasten werden in den Folgeperioden entsprechend der Behandlung der korrespondierenden Vermögenswerte und Schulden fortgeführt. Ein Überschuss der Anschaffungskosten der Beteiligung über die anteiligen Nettozeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten wird als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert. Übersteigt der beizulegende Zeitwert des erworbenen Reinvermögens die übertragene Gesamtgegenleistung, so beurteilt die CBR Fashion Group erneut, ob alle erworbenen Vermögenswerte und alle übernommenen Schulden korrekt identifiziert wurden. Des Weiteren überprüft die Gruppe die Verfahren, mit denen die Beträge ermittelt worden sind. Übersteigt der beizulegende Zeitwert des erworbenen Reinvermögens nach der Neubewertung noch immer die übertragene Gesamtgegenleistung, so wird der Unterschiedsbetrag ergebniswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Im Rahmen eines Unternehmenserwerbs angefallene Kosten werden als Aufwand erfasst. B.4 WährungsumrechnungDie in den Abschlüssen der einzelnen Gesellschaften des Konzerns erfassten Posten werden auf der Grundlage der jeweiligen funktionalen Währung bewertet. Die Berichtswährung des Konzernabschlusses ist der Euro (EUR). Transaktionen in Fremdwährungen werden zum aktuellen Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls in die jeweilige funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden mit dem Kurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam berücksichtigt und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen respektive unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Nicht monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Die Umrechnung der Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften, deren funktionale Währung von der Berichtswährung des Konzerns abweicht, wird wie folgt vorgenommen: Die Vermögenswerte und Schulden werden zu dem am Bilanzstichtag gültigen Wechselkurs (Mittelkurs), das Eigenkapital zu historischen Kursen und die Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittswechselkurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen, die aus Wechselkursveränderungen zwischen einzelnen Geschäftsjahren entstehen, werden grundsätzlich erfolgsneutral unter dem Bilanzposten »Rücklage aus Fremdwährungsumrechnung« im Eigenkapital ausgewiesen. Die für CBR wesentlichen Umrechnungskurse des Geschäftsjahres sind im Folgenden angegeben:
B.5 KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis umfasst neben der CBR Service alle in- und ausländischen Beteiligungsunternehmen, über die sie Verfügungsgewalt ausüben kann, schwankenden Renditen aus ihrem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist und diese Renditen aufgrund ihrer Verfügungsgewalt der Höhe nach beeinflussen kann. Nachfolgend werden die Anzahl und die zum Konzern zugehörigen Tochterunternehmen dargestellt. An jedem Tochterunternehmen werden Anteile von 100% gehalten und die Eigenkapitalbeteiligung entspricht der Stimmrechtsbeteiligung.
Anzahl der 100%-igen Tochterunternehmen
Veränderungen im Anteilsbesitz der Gruppe bei bestehenden Tochterunternehmen
Aus den oben genannten Liquidierungen resultierte kein wesentlicher Liquidierungsgewinn. Befreiung gemäß §264 Abs. 3 HGB Die folgenden Tochterunternehmen machen von der Befreiungsvorschrift gemäß §264 Abs. 3 HGB Gebrauch und sind für das Geschäftsjahr 2021 von ihrer Verpflichtung befreit, einen handelsrechtlichen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen:
B.6 Bedeutende Ermessensausübungen und wesentliche Quellen von SchätzungsunsicherheitenDie Aufstellung des IFRS-Konzernabschlusses erfordert Ermessensausübungen, Schätzungen und Annahmen, die Einfluss auf den Ansatz von Vermögenswerten und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie die Erfassung von Erträgen und Aufwendungen haben. Unsere Ermessensausübungen, Schätzungen und Annahmen beruhen auf historischen Informationen und sind unsere besten Schätzungen auf Basis von Informationen über wirtschaftliche Rahmenbedingungen in den Branchen oder Regionen, in denen wir oder unsere Kunden tätig sind. Deren Veränderung könnte sich nachteilig auf unsere Schätzungen auswirken. Unsere Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden regelmäßig überprüft. Wenngleich wir der Auffassung sind, dass unsere Schätzungen über die künftige Entwicklung der zugrunde liegenden Ungewissheiten angemessen sind, können die tatsächlichen Ergebnisse von den ursprünglich von uns getroffenen Schätzungen und Annahmen abweichen. Die hieraus resultierenden Schätzungsänderungen werden in der Berichtsperiode berücksichtigt, in der die Änderung vorgenommen wird, sowie in den hiervon betroffenen künftigen Berichtsperioden. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen wurden insbesondere hinsichtlich der folgenden Sachverhalte vorgenommen, welche die Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen und daher für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entscheidend sind: Festlegung der Nutzungsdauern (insbesondere Kundenstamm) Die immateriellen Vermögenswerte, mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte, sowie des Sachanlagevermögens (ohne Grund und Boden) haben eine begrenzte Nutzungsdauer. Deshalb sind die Anschaffungskosten für immaterielle Vermögenswerte sowie das Sachanlagevermögen planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer zu verteilen. Wesentliche Ermessensentscheidungen liegen hinsichtlich der Einschätzung vor, ob ein immaterieller Vermögenswert eine begrenzte oder unbegrenzte Nutzungsdauer hat. Schätzungen sind bei der Bestimmung der Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswertes und des Sachanlagevermögens erforderlich. Der Abschreibungszeitraum hat Auswirkungen auf die in den einzelnen Perioden erfassten Aufwendungen für planmäßige Abschreibungen. Siehe hierzu unter 0 und 0. Prüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte CBR prüft mindestens einmal jährlich, ob der Geschäfts- oder Firmenwert einer Wertminderung unterliegt. Dies erfordert eine Schätzung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen die Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet sind. Zur Schätzung des erzielbaren Betrags muss CBR die voraussichtlichen künftigen Cashflows aus den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Dazu werden Annahmen und Schätzungen über zukünftige Cashflows verwendet, die komplexer Natur sind und mit erheblichen Unsicherheiten hinsichtlich künftiger Entwicklungen verbunden sind. Sie können durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden, zum Beispiel durch Änderungen unserer internen Prognosen und der Schätzung der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital, WACC). Auch Covid-19-bedingte Effekte wurden im Modell berücksichtigt. Aufgrund dieser Faktoren könnten die tatsächlichen Cashflows und Werte erheblich von den prognostizierten künftigen Cashflows abweichen, die letztlich in das Discounted-Cash-Flow-Modell Eingang gefunden haben. Wenngleich wir der Auffassung sind, dass unsere in der Vergangenheit getroffenen Annahmen und Schätzungen angemessen sind, könnten künftige Änderungen der Annahmen und Schätzungen unsere Vermögens , Finanz- und Ertragslage erheblich beeinträchtigen. Außerdem werden die Ergebnisse der Werthaltigkeitstests für Geschäfts- oder Firmenwerte von der Aufteilung dieser Geschäfts- oder Firmenwerte auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten beeinflusst. Siehe hierzu auch unsere Ausführungen unter 0. Prüfung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten, mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie des Sachanlagevermögens Sofern Anhaltspunkte für die Wertminderung eines immateriellen Vermögenswerts oder einer Sachanlage vorliegen, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswerts bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt, um ggf. die Höhe der Wertminderung zu bestimmen. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert, abzüglich Kosten der Veräußerung und dem Nutzungswert. Bei der Ermittlung des Nutzungswertes werden die geschätzten künftigen Zahlungsströme mit einem Vorsteuerzinssatz abgezinst. Dieser Vorsteuerzinssatz berücksichtigt zum einen die momentane Markteinschätzung über den Zeitwert des Geldes, zum anderen die dem Vermögenswert inhärenten Risiken, insoweit diese nicht bereits Eingang in die Schätzung der Zahlungsströme gefunden haben. Wenn der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes (oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit) den Buchwert unterschreitet, wird der Buchwert des Vermögenswertes (oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit) auf den erzielbaren Betrag gemindert. Der Wertminderungsaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst. Bewertung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vorräten Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfasst der Konzern stets die über die erwartete Restlaufzeit erwarteten Verluste auf Basis homogener Forderungsklassen. Bei der Beurteilung der notwendigen Risikovorsorge berücksichtigt CBR angemessene und belastbare qualitative und quantitative Informationen über vergangene Ereignisse, gegenwärtige Bedingungen sowie Prognosen künftiger wirtschaftlicher Entwicklungen, die am Abschlussstichtag verfügbar sind (siehe hierzu unter 0). Für Bestandsrisiken bei Vorräten, die sich aus der Lagerdauer und einer Verminderung des Nettoveräußerungswerts ergeben, werden Abwertungen vorgenommen. Für Fertigerzeugnisse und Handelswaren werden Vorräte mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet, der dem geschätzten, im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös, abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und den notwendigen Vertriebskosten entspricht. Ein Niederstwerttest wird für Handelswaren und Fertigerzeugnisse anhand von Gängigkeits-, Reichweiten- und Nettoveräußerungswertanalysen durchgeführt, deren künftige Erwartungswerte sich aus den Erfahrungen der Vergangenheit ergeben. Wertminderungen auf den erwarteten niedrigeren Verkaufspreis sowohl auf Ebene der Vertriebsgesellschaften als auch aus Sicht des Konzerns werden über diese Abwertungsroutinen antizipiert, was mit erheblichen Schätzungen verbunden ist. Änderungen unserer Schätzung in Bezug auf die über die Restlaufzeit erwarteten Verluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und nicht gängige Vorräte könnten wesentliche Auswirkungen auf die in unserem Konzernabschluss ausgewiesenen Vermögenswerte und Aufwendungen haben. Überdies könnte das Konzernergebnis nachteilig beeinflusst werden, wenn die tatsächlichen Forderungsausfälle höher ausfallen bzw. die Ware schlechter verkäuflich ist als zunächst angenommen. Festlegung der Retourenquoten und daraus abgeleiteten Gewährleistungs- und Retourenansprüche Die Bestimmung der Retouren und zugehörigen Verbindlichkeiten ist in erheblichem Maß mit Ermessen verbunden. Die Verbindlichkeiten für Retouren und Rückstellungen für Gewährleistungen basieren auf Schätzungen, die sich aus historischen Daten mit ähnlichen Produkten und Dienstleistungen ableiten. Die Ermittlung der Gewährleistungsrückstellung erfolgt auf Basis der Jahresretourenquote bezogen auf den Monatsdurchschnitt der Umsätze des vierten Quartals. Etwaige Unterschiede zwischen der ursprünglichen Einschätzung und dem tatsächlichen Ausgang können in der jeweiligen Periode Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben (siehe auch Anhangangabe in D.9). Bewertung von tatsächlichen Ertragsteuern und latenter Steuern Unsicherheiten bestehen hinsichtlich der Auslegung komplexer steuerrechtlicher Vorschriften, Änderungen des Steuerrechts sowie der Höhe und des Entstehungszeitpunkts künftig zu versteuernder Ergebnisse. Angesichts der großen Bandbreite internationaler Geschäftsbeziehungen und des langfristigen Charakters und der Komplexität bestehender vertraglicher Vereinbarungen ist es möglich, dass Abweichungen zwischen den tatsächlichen Ergebnissen und den getroffenen Annahmen bzw. künftige Änderungen solcher Annahmen in Zukunft Anpassungen des bereits erfassten Steuerertrags und Steueraufwands erfordern. Der Konzern bildet, basierend auf besten Schätzungen, Rückstellungen für mögliche Auswirkungen steuerlicher Außenprüfungen und unterschiedlicher Auslegungen steuerrechtlicher Vorschriften durch das steuerpflichtige Unternehmen und die zuständige Steuerbehörde. Solche unterschiedlichen Auslegungen können sich aus einer Vielzahl unterschiedlicher Sachverhalte ergeben, in Abhängigkeit der lokalen Gesetzgebung. Latente Steueransprüche werden für nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, so dass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung aktivierbarer latenter Steueransprüche ist eine wesentliche Schätzung des Managements bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Die wesentlichen Annahmen und Parameter für die vorgenommenen Schätzungen sind in den folgenden Erläuterungen zum Konzernabschluss dargelegt. B.7 RechnungslegungsgrundsätzeB.7.1 SachanlagenVermögenswerte des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und erfasster Wertminderungen ausgewiesen. Grundstücke werden nicht abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt dergestalt, dass die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Vermögenswerten (mit Ausnahme von Grund und Boden) über deren voraussichtliche Nutzungsdauer überwiegend linear abgeschrieben werden. Die erwarteten Nutzungsdauern, Restwerte und Abschreibungsmethoden werden jährlich überprüft und sämtliche notwendige Schätzungsänderungen prospektiv berücksichtigt. Die Abschreibungssätze betragen hier:
Der sich aus dem Verkauf oder der Stilllegung einer Sachanlage ergebende Gewinn oder Verlust bestimmt sich als Differenz zwischen dem Veräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswertes und wird erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst. Beizulegender Zeitwert von Sachanlagen Sachanlagen, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden im Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert auf Basis von Marktwerten bewertet. Der Marktwert einer Immobilie ist der geschätzte Wert, zu dem die Immobilie am Tag der Bewertung verkauft werden könnte, vorausgesetzt es würde zu einer geschäftlichen Transaktion zwischen einem kaufbereiten Käufer und einem verkaufsbereiten Verkäufer kommen, bei der beide Parteien wissentlich, umsichtig und ohne Zwang agieren und angemessene Marketingaktivitäten vorausgegangen sind. Der beizulegende Zeitwert von Sachanlagen basiert auf Preisangeboten für vergleichbare Vermögenswerte. B.7.2 Geschäfts- oder FirmenwertDer Geschäfts- oder Firmenwert, der bei dem Erwerb eines Tochterunternehmens entsteht, entspricht dem Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Konzernanteil an dem beizulegenden Nettozeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird im Zugangszeitpunkt mit seinen Anschaffungskosten bilanziert und in den Folgeperioden mit seinen Anschaffungskosten abzüglich aller kumulierten Wertminderungsaufwendungen bewertet. Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten werden grundsätzlich in der Periode der Entstehung als Aufwand erfasst. Reallokation des Goodwill CBR hat ihre Organisations- und Berichtsstruktur im Berichtsjahr angepasst. Infolgedessen führte die reorganisierte Berichtsstruktur zu einer Neuzuordnung des Geschäfts- oder Firmenwerts. In diesem Zusammenhang wurde die zuvor den Marken Street One und CECIL zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwerte auf die drei Vertriebskanäle Wholesale, eCommerce sowie retail / Outlet verteilt. Die Vertriebskanäle stellen die niedrigste Ebene dar, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird. Den Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnete Buchwerte von Geschäfts- oder Firmenwerten stellen sich wie folgt dar: Ehemalige Organisations- und Berichtsstruktur
Gegenwärtige Organisations- und Berichtsstruktur
In den Kanal Retail / Outlet ist kein Goodwill Allokation erfolgt. Definition zahlungsmittelgenerierende Einheit Wholesale Der Wholesale Kanal spiegelt das Kerngeschäft der Gesellschaft wider, den Vertrieb von Modekollektionen an die Großhandelspartner und deren POS. Die Wholesale-POS umfassen vier verschiedene Formate: Monolabel-Stores, Multibrand-Stores, Shop-in-Stores und Multilabel/Soft Shops. Die Wholesale-Einheiten sind auch für die weitere Entwicklung der Marken Street One und CECIL verantwortlich. eCommerce Der eCommerce-Kanal ist der strategischer Wachstumsfokus der Gesellschaft. Die eCommerce-Plattformen Street One und CECIL sind in Deutschland und sechs weiteren europäischen Ländern sowie in Kooperation mit Online-Marktplätzen aktiv. Retail / Outlet Der Vertriebskanal umfasst zum 31. Dezember 2021 insgesamt 102 Standorte, von denen 77 Retail-Stores (einschließlich Street One, Cecil und Multibrand) und 25 Outlet-Stores sind. Die Outlet-Stores bieten vor allem Artikel der Vorsaison von Street One und CECIL zu einem reduzierten Preis an, aber auch speziell entworfene Outlet-Kollektionen. Annahmen für das Discounted Cashflow Modell, die der Wertminderungsprüfung im Jahr 2020 zugrunde lagen:
Annahmen für das Discounted Cashflow Modell, die der Wertminderungsprüfung im Jahr 2021 zugrunde liegen:
Zur Prüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes verweisen wir auf 0. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in künftigen Perioden nicht aufgeholt werden. Bei der Veräußerung eines Tochterunternehmens wird der darauf entfallende Betrag des Geschäfts- oder Firmenwertes im Rahmen der Ermittlung des Abgangserfolges berücksichtigt. B.7.3 Sonstige immaterielle VermögenswerteImmaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Kosten, die als Vertragsanbahnungskosten gemäß IFRS 15.91ff. identifiziert wurden, sind gewährte Subventionen für CBR Ladenbausysteme in Form von direkten Zuschüssen und Übernahme von Unterdeckungen. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswerts, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen seinem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Für die immateriellen Vermögenswerte wird zunächst festgestellt, ob sie eine begrenzte oder unbegrenzte Nutzungsdauer haben. Im CBR-Konzern gibt es mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwertes derzeit keine immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer. Bei immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung linear über folgende Nutzungsdauern abgeschrieben: Der Abschreibungssatz beträgt:
Vertragsanbahnungskosten werden über die vereinbarte Laufzeit des zugrunde liegenden Vertrags mit dem Kunden amortisiert. Anpassungen erfolgen gemäß IFRS 15.100 grundsätzlich immer, wenn sich der erwartete zeitliche Ablauf der Übertragung der Waren auf den Kunden signifikant ändert. Die oben genannte Nutzungsdauer sowie die Abschreibungsmethode werden am Ende jedes Geschäftsjahres überprüft. Beizulegender Zeitwert von Immaterielle Vermögenswerten Der beizulegende Zeitwert von Kundenstämmen und Markenwerten, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, basiert auf den diskontierten Cashflows, die aus der Nutzung und dem möglichen Verkauf der Vermögenswerte zu erwarten sind. B.7.4 FinanzinstrumenteAllgemein Ein Finanzinstrument ist ein vertraglich vereinbarter Anspruch oder eine vertraglich vereinbarte Verpflichtung, woraus ein Zu- bzw. Abfluss von finanziellen Vermögenswerten oder die Ausgabe von Eigenkapitalinstrumenten resultiert. Finanzielle Vermögenswerte (außer einer Forderung aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponenten) und finanzielle Verbindlichkeiten sind gem. IFRS 9 bei Zugang zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb oder der Emission von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten (welche nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden ("FVTPL") zuzurechnen sind), erhöhen oder reduzieren den beizulegenden Zeitwert der finanziellen Vermögenswerte oder finanziellen Verbindlichkeiten bei Zugang. Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten oder finanziellen Verbindlichkeiten zuzurechnen sind, werden unmittelbar in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung erfasst. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponenten werden beim erstmaligen Ansatz zum Transaktionspreis bewertet. Finanzielle Vermögenswerte umfassen bei CBR insbesondere Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, Forderungen aus Lieferungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig eine Verpflichtung zur Lieferung von Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Diese setzen sich aus originären Verbindlichkeiten und den negativen beizulegenden Zeitwerten von derivativen Finanzinstrumenten zusammen. Originäre Verbindlichkeiten der CBR umfassen insbesondere Verbindlichkeiten aus der ausgegebenen Anleihe, Darlehen gegenüber nahestehenden Unternehmen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Klassifizierung, Erst- und Folgebewertung Finanzielle Vermögenswerte Bei der erstmaligen Erfassung wird ein finanzieller Vermögenswert wie folgt eingestuft und bewertet:
Finanzielle Vermögenswerte werden nach der erstmaligen Erfassung nicht reklassifiziert, es sei denn, CBR ändert sein Geschäftsmodell zur Steuerung der finanziellen Vermögenswerte. In diesem Fall werden alle betroffenen finanziellen Vermögenswerte am ersten Tag der Berichtsperiode reklassifiziert, die auf die Änderung des Geschäftsmodells folgt. Ein finanzieller Vermögenswert wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind:
Ein finanzieller Vermögenswert wird als FVOCI klassifiziert, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind:
Alle anderen finanziellen Vermögenswerte, die die oben genannten Bedingungen nicht erfüllen, werden grundsätzlich erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Beim erstmaligen Ansatz eines Eigenkapitalinvestments, das nicht zu Handelszwecken gehalten wird, kann CBR unwiderruflich wählen, Folgeänderungen im beizulegenden Zeitwert des Investments im sonstigen Ergebnis zu zeigen. Diese Wahl wird einzelfallbezogen für jedes Investment getroffen. Von dem Wahlrecht wurde in der Berichtsperiode kein Gebrauch gemacht. Sämtliche von CBR gehaltenen finanziellen Vermögenswerte, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Von der Möglichkeit der "FVTPL Designation" wurde zum Stichtag kein Gebrauch gemacht. Finanzielle Vermögenswerte - Einschätzung des Geschäftsmodells: CBR trifft eine Einschätzung der Ziele des Geschäftsmodells, in dem der finanzielle Vermögenswert gehalten wird, auf einer Portfolio-Ebene, da dies am besten die Art widerspiegelt, wie das Geschäft gesteuert und Informationen an das Management gegeben werden. Die zu berücksichtigenden Informationen schließen ein:
Finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten oder verwaltet werden und deren Wertentwicklung anhand des beizulegenden Zeitwertes beurteilt wird, werden zu FVTPL bewertet. Finanzielle Vermögenswerte - Einschätzung über die vertraglichen Zahlungsströme (ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen) Bei der Einschätzung, ob die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Nominalbetrag darstellen, berücksichtigt CBR die vertraglichen Vereinbarungen des Instruments. Dies umfasst eine Einschätzung, ob der finanzielle Vermögenswert eine vertragliche Vereinbarung enthält, die den Zeitpunkt oder den Betrag der vertraglichen Zahlungsströme ändern könnte, sodass diese nicht mehr die nachfolgenden Bedingungen erfüllen:
Eine vorzeitige Rückzahlungsmöglichkeit steht im Einklang mit dem Kriterium, der ausschließlichen Zins- und Tilgungszahlungen, wenn der Betrag der vorzeitigen Rückzahlung im Wesentlichen nicht geleistete Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag umfasst, wobei angemessenes zusätzliches Entgelt für die vorzeitige Beendigung des Vertrages enthalten sein kann. Finanzielle Vermögenswerte - Folgebewertung und Gewinn und Verluste:
Finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten werden wie folgt eingestuft und bewertet:
Eine finanzielle Verbindlichkeit wird zu FVTPL eingestuft, wenn sie als zu Handelszwecken gehalten eingestuft wird, ein Derivat ist oder beim Erstansatz als FVTPL designiert wird. Finanzielle Verbindlichkeiten zu FVTPL werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und Nettogewinne oder -verluste, einschließlich Zinsaufwendungen, werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Andere finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels der Effektivzinsmethode bewertet. Zinsaufwendungen und Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung werden ebenfalls im Gewinn oder Verlust erfasst. Ausbuchung Finanzielle Vermögenswerte CBR bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn die vertraglichen Rechte hinsichtlich der Zahlungsströme aus dem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder er die Rechte zum Erhalt der Zahlungsströme in einer Transaktion überträgt, in der auch alle wesentlichen mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswertes verbundenen Risiken und Chancen übertragen werden. Finanzielle Verbindlichkeiten CBR bucht eine finanzielle Verbindlichkeit aus, wenn die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind. CBR bucht des Weiteren eine finanzielle Verbindlichkeit aus, wenn deren Vertragsbedingungen geändert werden und die Zahlungsströme der angepassten Verbindlichkeit signifikant anders sind. In diesem Fall wird eine neue finanzielle Verbindlichkeit basierend auf den angepassten Bedingungen zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Bei der Ausbuchung einer finanziellen Verbindlichkeit wird die Differenz zwischen dem Buchwert der getilgten Verbindlichkeit und dem gezahlten Entgelt (einschließlich übertragener unbarer Vermögenswerte oder übernommener Verbindlichkeiten) im Gewinn oder Verlust erfasst. Verrechnung Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden saldiert und in der Bilanz als Nettobetrag ausgewiesen, wenn CBR einen gegenwärtigen, durchsetzbaren Rechtsanspruch hat, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen, und es beabsichtigt ist, entweder den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswertes die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen. Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes Eine Vielzahl von Bilanzierungsgrundsätzen setzen die Ermittlung eines beizulegenden Zeitwerts für finanzielle und nicht-finanzielle Vermögenswerte und Schulden voraus. Die beizulegenden Zeitwerte für die Bewertung wurden anhand der nachfolgend dargestellten Methoden ermittelt. Weitere Informationen hinsichtlich der Annahmen für die Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten werden in den spezifischen Anhangangaben für bestimmte Vermögenswerte oder Schulden aufgeführt. Finanzinstrumente - allgemeine Grundsätze Entsprechend der dreistufigen Bemessungshierarchie erfolgt die Einteilung der Bewertungstechniken der zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts verwendeten Inputfaktoren nach IFRS 13 in drei Level:
B.7.5 VorräteVorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis der Vorräte abzüglich aller geschätzten Aufwendungen dar, die für die Veräußerung notwendig sind. Die Anschaffungskosten der Vorräte basieren auf Aufwendungen, die den Einkauf und den Transport der Vorräte zu ihrem Bestimmungsort betreffen. Dabei kommt das gleitende Durchschnittskostenverfahren zur Anwendung. B.7.6 LeasingCBR als Leasingnehmer CBR beurteilt zu Beginn eines Vertrags, ob dieser ein Leasingverhältnis darstellt oder enthält. Für alle Leasingverhältnisse bei denen CBR der Leasingnehmer ist, erfasst der Konzern ein Nutzungsrecht und eine entsprechende Leasingverbindlichkeit. Ausgenommen davon sind kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte. Bei diesen Leasingverhältnissen erfasst der Konzern die Leasingzahlungen grundsätzlich linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als sonstigen Aufwand. Leasingverbindlichkeit Die Leasingverbindlichkeit wird bei der erstmaligen Erfassung mit dem Barwert der zu Beginn des Leasingverhältnisses noch nicht gezahlten Leasingzahlungen bewertet, diskontiert mit dem dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz. Wenn dieser Zinssatz nicht ohne weiteres bestimmt werden kann, verwendet der Konzern seinen Grenzfremdkapitalzinssatz. Der Grenzfremdkapitalzinssatz der CBR wurde unter Berücksichtigung der unterschiedlichen zugrunde liegenden Vermögenswerte, der Laufzeiten, der Risikostrukturen und der Währungen ermittelt. Folgende Leasingzahlungen werden in die Bewertung der Leasingverbindlichkeit einbezogen:
Die Leasingverbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz mit den Finanzverbindlichkeiten als separater Posten ausgewiesen. Die Folgebewertung der Leasingverbindlichkeit erfolgt durch Erhöhung des Buchwerts um die Verzinsung der Leasingverbindlichkeit (unter Anwendung der Effektivzinsmethode) und durch Reduzierung des Buchwerts um die geleisteten Leasingzahlungen. Leasingverbindlichkeiten werden neu bewertet, wenn sich die künftigen Leasingzahlungen aufgrund einer Indexanpassung verändern, die Laufzeit angepasst wird, CBR seine Schätzung zu den voraussichtlichen Zahlungen im Rahmen einer Restwertgarantie anpasst, wenn CBR seine Einschätzung über die Ausübung einer Kauf-, Verlängerungs- oder Kündigungsoption ändert oder sich eine de facto feste Leasingzahlung ändert. Ausnahmen bestehen in den unter B.2 dargestellten COVID-19 bedingten Erleichterungen für Mietkonzessionen. Nutzungsrechte Die Nutzungsrechte umfassen im Rahmen der erstmaligen Bewertung die entsprechende Leasingverbindlichkeit, die Leasingraten, die zu oder vor Beginn des Leasingverhältnisses geleistet werden, abzüglich erhaltener Leasinganreize sowie anfängliche direkte Kosten. Die Folgebewertung erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen. Ist der Konzern zum Rück- oder Abbau eines Leasingobjekts, zur Wiederherstellung des Standortes, an dem sich das Leasingobjekt befindet, oder zur Wiederherstellung des dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Vermögenswerts in den durch die Bedingungen des Leasingverhältnisses geforderten Zustand verpflichtet, wird eine Rückstellung gemäß IAS 37 gebildet und bewertet. Soweit sich die Kosten auf ein Nutzungsrecht beziehen, werden die Kosten in dem entsprechenden Nutzungsrecht erfasst, es sei denn, diese Kosten fallen für die Herstellung von Vorräten an. Nutzungsrechte werden grundsätzlich über die Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben. Abweichend davon ist die Abschreibung entsprechend über die Laufzeit des dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Vermögenswerts vorzunehmen, wenn dessen Nutzungsdauer kürzer ist als die Laufzeit des Leasingverhältnisses. Die Abschreibung beginnt mit dem Beginn des Leasingverhältnisses. Zur Prüfung der Notwendigkeit einer Wertberichtigung eines Nutzungsrechts wendet der Konzern IAS 36 an und erfasst sämtliche Wertberichtigungen wie in den Bilanzierungsgrundsätzen für Sachanlagen beschrieben. Bei einer Neubewertung der Leasingverbindlichkeit wird eine entsprechende erfolgsneutrale Anpassung des Buchwertes des Nutzungsrechtes vorgenommen. Die Anpassung wird erfolgswirksam erfasst, wenn die Anpassung zu einem negativen Buchwert führen würde. In der Bilanz weist CBR Nutzungsrechte in den Sachanlagen und Leasingverbindlichkeiten in den finanziellen Verbindlichkeiten aus. CBR hat beschlossen, Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten für folgende Leasingverhältnisse nicht zu aktivieren:
CBR erfasst die mit diesen Leasingverhältnissen in Zusammenhang stehenden Leasingzahlungen über die Laufzeit des Leasingverhältnisses linear als Aufwand. Im Rahmen der gewährten Erleichterungsvorschriften erlaubt IFRS 16 dem Leasingnehmer, auf eine Trennung zwischen Nicht-Leasingkomponenten und Leasingkomponenten zu verzichten und Verträge über Leasingverhältnisse mit zugehörigen Nicht-Leasingkomponenten entsprechend als eine einzige Vereinbarung nach IFRS 16 zu bilanzieren. Der Konzern hat von dieser Erleichterungsvorschrift für KFZ-Leasingverträge Gebrauch gemacht. Bis zum 31.12.2021 trat CBR nicht im wesentlichen Maße als Leasinggeber auf, weshalb auf Angaben hierzu verzichtet wird. B.7.7 Sonstige VermögenswerteSonstige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Allen erkennbaren Risiken wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen, welche durch historische Ausfallraten und individuelle Risikoeinschätzung bestimmt werden. Unverzinsliche und niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden abgezinst. B.7.8 ErtragsteuernErtragsteuern umfassen laufende sowie latente Steuern und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn sie beziehen sich auf Posten, die erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis oder im Eigenkapital verrechnet werden. Laufende Steuern sind die erwarteten Steuerzahlungen auf Basis des steuerpflichtigen Gewinns des laufenden Berichtsjahres, bewertet mit dem Steuersatz für das Berichtsjahr. Außerdem werden hier Änderungen aus den Vorjahren erfasst, die zum Beispiel aufgrund von Betriebsprüfungen entstehen können. Latente Steuern werden nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode bilanziert und für die Unterschiede zwischen dem Buchwert der Vermögenswerte, der Schulden im Konzernabschluss und den entsprechenden steuerlichen Wertansätzen sowie auf steuerliche Verlustvorträge erfasst. Latente Steuerschulden werden im Allgemeinen für alle steuerbaren temporären Differenzen bilanziert und latente Steueransprüche insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Solche latenten Steuerschulden werden nicht angesetzt, wenn sich die temporären Differenzen aus einem Geschäfts- oder Firmenwert ergeben. Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden außerdem nicht für Differenzen angesetzt, die sich aus der erstmaligen Erfassung (außer bei Unternehmenszusammenschlüssen) von anderen Vermögenswerten und Schulden ergeben, welche aus Vorfällen resultieren, die weder das zu versteuernde Einkommen noch den Jahresüberschuss berühren. Die Buchwerte der latenten Steueransprüche werden jedes Jahr am Stichtag geprüft und bewertet, im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht, um den Anspruch vollständig oder teilweise zu realisieren. Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden auf Basis der erwarteten Steuersätze (und der Steuergesetze) ermittelt, die im Zeitpunkt der Erfüllung der Schuld oder der Realisierung des Vermögenswertes voraussichtlich Geltung haben werden. Dabei werden die Steuersätze (und die Steuergesetze) verwendet, die zum Abschlussstichtag gültig oder angekündigt sind. Die Bewertung von latenten Steueransprüchen und Steuerschulden spiegelt die steuerlichen Konsequenzen wider, die sich aus der Art und Weise ergeben würden, wie der Konzern zum Bilanzstichtag erwartet, die Schuld zu erfüllen bzw. den Vermögenswert zu realisieren. Für Deutschland wird der kombinierte Steuersatz der deutschen Konzernobergesellschaft CBR Service GmbH angewendet, der sich auf 30,553% (2020: 30,863%) beläuft. Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung von laufenden Steueransprüchen mit laufenden Steuerschulden vorliegt und wenn sie im Zusammenhang mit Ertragsteuern stehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden und der Konzern die Absicht hat, seine laufenden Steueransprüche und seine Steuerschulden auf Nettobasis zu begleichen. Für alle zu versteuernden temporären Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen (sogenannten Outside Basis Differences) werden latente Steuern bilanziert, ausgenommen in dem Umfang, in dem CBR in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenz zu steuern und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht auflösen werden. B.7.9 Sonstige RückstellungenRückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlicher oder faktischer Natur) aus einem vergangenen Ereignis hat und es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung mit dem Abfluss von Ressourcen einhergeht und eine verlässliche Schätzung des Betrages der Rückstellung möglich ist. Der angesetzte Rückstellungsbetrag ist der beste Schätzwert, der sich am Abschlussstichtag für die hinzugebende Leistung ergibt, um die gegenwärtige Verpflichtung zu erfüllen. Dabei sind bei der Ermittlung der Verpflichtung inhärente Risiken und Unsicherheiten zu berücksichtigen. Wird eine Rückstellung auf Basis, der für die Erfüllung der Verpflichtung geschätzten Zahlungsströme bewertet, sind diese Zahlungsströme abzuzinsen, sofern der Zinseffekt wesentlich ist. Der angesetzte Rückstellungsbetrag ist der beste Schätzwert am Bilanzstichtag für die hinzugebende Leistung unter Berücksichtigung der der Verpflichtung zugrunde liegenden Risiken und Unsicherheiten. Die Höhe der Rückstellung wird regelmäßig angepasst, wenn neue Erkenntnisse vorliegen oder veränderte Rahmenbedingungen bestehen. Wenn eine Rückstellung mithilfe der geschätzten Cashflows für die Erfüllung der Verpflichtung bewertet wird, ist der Buchwert der Rückstellung der Barwert dieser Cashflows. Zuführungen zu den Rückstellungen werden grundsätzlich erfolgswirksam in der jeweiligen Aufwandskategorie berücksichtigt. Kann davon ausgegangen werden, dass Teile oder der gesamte zur Erfüllung der Rückstellung notwendige wirtschaftliche Nutzen durch einen außenstehenden Dritten erstattet wird, wird dieser Anspruch als Vermögenswert aktiviert, wenn die Erstattung so gut wie sicher ist und ihr Betrag zuverlässig geschätzt werden kann. Belastende Verträge Gegenwärtige Verpflichtungen, die im Zusammenhang mit belastenden Verträgen entstehen, werden als Rückstellung erfasst. Das Bestehen eines belastenden Vertrages wird angenommen, wenn der Konzern Vertragspartner eines Vertrags ist, von dem erwartet wird, dass die unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung des Vertrages den aus diesem Vertrag erwachsenden wirtschaftlichen Nutzen übersteigen werden. Gewährleistungen Rückstellungen für die erwarteten Aufwendungen aus Gewährleistungsverpflichtungen gemäß nationalem Kaufvertragsrecht werden zum Verkaufszeitpunkt der betreffenden Produkte nach der besten Einschätzung der Geschäftsführung hinsichtlich der zur Erfüllung der Verpflichtung des Konzerns notwendigen Ausgaben angesetzt. Rückbauverpflichtungen Rückstellungen für die Kosten zur Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands von geleasten Sachanlagen, wie sie in den Bedingungen des Leasingverhältnisses vorgesehen sind, werden gebildet, wenn die Verpflichtung entweder zu Beginn des Leasingverhältnisses oder als Folge der Nutzung des Leasingobjekts während eines bestimmten Zeitraums innerhalb des Leasingverhältnisses entsteht. Die Geschäftsführung ermittelt die nach bestmöglicher Schätzung anfallenden Ausgaben, die zur Wiederherstellung der Sachanlagen erforderlich wären. Die Schätzungen werden regelmäßig überprüft und gegebenenfalls an neue Gegebenheiten angepasst. B.7.10 WertminderungWertminderung von finanziellen Vermögenswerten Der Konzern erfasst eine Wertberichtigung für die erwarteten Verluste aus Finanzinvestitionen in Fremdkapitalinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, Forderungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerten und Finanzgarantien. Die Höhe der erwarteten Verluste wird zu jedem Bilanzstichtag aktualisiert, um den Veränderungen des Ausfallrisikos seit der erstmaligen Erfassung des jeweiligen Finanzinstruments Rechnung zu tragen. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerten und Forderungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen erfasst der Konzern stets die über die erwartete Restlaufzeit erwarteten Verluste. Diese werden unter Bezugnahme auf den bisherigen Ausfall der Schuldner und einer Analyse der aktuellen Finanzlage der Schuldner, unter Berücksichtigung von schuldnerspezifischen Faktoren, der allgemeinen wirtschaftlichen Bedingungen der Branche, in der die Schuldner tätig sind, und einer Beurteilung sowohl der aktuellen als auch der prognostizierten Entwicklung der Verhältnisse am Bilanzstichtag, gegebenenfalls einschließlich unter Berücksichtigung des Zeitwerts des Geldes, geschätzt. Für alle anderen Finanzinstrumente erfasst der Konzern, den über die Restlaufzeit erwarteten Verlust nur dann, wenn sich das Ausfallrisiko seit der erstmaligen Erfassung signifikant erhöht hat. Hat sich das Ausfallrisiko seit der erstmaligen Erfassung nicht signifikant erhöht, erfasst der Konzern für diese Finanzinstrumente weiterhin den erwarteten 12-Monats-Verlust als Wertberichtigung. Der über die Restlaufzeit erwartete Verlust stellt den sich aus allen möglichen Ausfallereignissen über die erwartete Laufzeit eines Finanzinstruments ergebenden Verlust dar. Im Gegensatz dazu repräsentiert der erwartete 12-Monats-Verlust den Teil des über die Laufzeit erwarteten Verlusts, der aus möglichen Ausfallereignissen innerhalb der nächsten zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag resultiert. Zur Beurteilung, ob sich das Ausfallrisiko bei einem Finanzinstrument seit der erstmaligen Erfassung signifikant erhöht hat, vergleicht der Konzern das Risiko eines Ausfalls des Finanzinstruments zum Bilanzstichtag mit dem entsprechenden Risiko eines Ausfalls des Finanzinstruments zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung. Bei dieser Beurteilung berücksichtigt der Konzern sowohl quantitative als auch qualitative Informationen, die angemessen und nachvollziehbar sind, einschließlich historischer Erfahrungen und zukunftsorientierter Informationen, die ohne übermäßigen Aufwand oder Kosten verfügbar sind. Zu den zukunftsgerichteten Informationen gehören die Zukunftsaussichten der Branchen, in denen die Schuldner des Konzerns tätig sind, die aus Wirtschaftsgutachten, Finanzanalysten, hoheitlichen Stellen, relevanten Think-Tanks und ähnlichen Organisationen gewonnen wurden, sowie die Berücksichtigung verschiedener externer Quellen für aktuelle und prognostizierte Wirtschaftsinformationen, die sich auf die Kerngeschäfte des Konzerns beziehen. Finanzielle Vermögenswerte mit objektivem Hinweis auf Wertminderung Ein objektiver Hinweis auf Wertminderung liegt vor, wenn ein oder mehrere Ereignisse eingetreten sind, die einen negativen Einfluss auf die geschätzten zukünftigen Cashflows des entsprechenden finanziellen Vermögenswerts haben. Der Nachweis, dass ein objektiver Hinweis auf Wertminderung vorliegt, beinhaltet die folgenden Ereignisse:
Ergibt sich in den Folgeperioden, dass die Gründe für die Wertminderung nicht mehr vorliegen, wird eine erfolgswirksame Wertaufholung erfasst. Sofern eine bereits wertgeminderte Forderung als uneinbringlich eingestuft wird, erfolgt die entsprechende Ausbuchung. Direktabschreibungen Der Konzern schreibt einen finanziellen Vermögenswert direkt ab und vermindert dadurch den Bruttobuchwert, wenn Informationen vorliegen, die darauf hindeuten, dass sich der Schuldner in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten befindet und keine realistische Aussicht auf eine Zahlung mehr besteht. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der Schuldner sich in einem Liquidations- oder Insolvenzverfahren befindet. Bereits abgeschriebene finanzielle Vermögenswerte können noch Gegenstand von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen des Konzerns sein. Etwaige daraus erhaltene Rückflüsse werden bei Eintritt erfolgswirksam erfasst. Wertminderungen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte Zu jedem Abschlussstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte, um festzustellen, ob es Anhaltspunkte für eine eingetretene Wertminderung dieser Vermögenswerte gibt. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes geschätzt, um den Umfang eines eventuellen Wertminderungsaufwands festzustellen. Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, zu welcher der Vermögenswert gehört. Wenn eine angemessene und stetige Grundlage zur Verteilung ermittelt werden kann, werden die gemeinschaftlichen Vermögenswerte auf die einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten verteilt. Andernfalls erfolgt eine Verteilung auf die kleinste Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, für die eine angemessene und stetige Grundlage der Verteilung ermittelt werden kann. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer bzw. bei solchen, die noch nicht für eine Nutzung zur Verfügung stehen, wird mindestens jährlich und immer dann, wenn ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt, ein Wertminderungstest durchgeführt. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Bei der Ermittlung des Nutzungswertes werden die geschätzten künftigen Zahlungsströme mit einem Vorsteuerzinssatz abgezinst. Dieser Nachsteuerzinssatz berücksichtigt zum einen die momentane Markteinschätzung über den Zeitwert des Geldes, zum anderen die dem Vermögenswert inhärenten Risiken, insoweit diese nicht bereits Eingang in die Schätzung der Zahlungsströme gefunden haben. Wenn der geschätzte erzielbare Betrag eines Vermögenswertes oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert unterschreitet, wird der Buchwert des Vermögenswertes oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf den erzielbaren Betrag vermindert. Der Wertminderungsaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst, es sei denn, der entsprechende Vermögenswert wird mit seinem Neubewertungsbetrag angesetzt. Sollte sich der Wertminderungsaufwand in der Folge umkehren, wird der Buchwert des Vermögenswertes oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf die jüngste Schätzung des erzielbaren Betrages erhöht. Die Erhöhung des Buchwertes ist dabei auf den Wert beschränkt, der sich ergeben hätte, wenn für den Vermögenswert oder die zahlungsmittelgenerierende Einheit in den Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine Wertaufholung wird unmittelbar erfolgswirksam erfasst, soweit sie den in Vorjahren für den Vermögenswert erfassten Wertminderungsaufwand eliminiert. Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts Der Geschäfts- oder Firmenwert wird einmal im Jahr, und wenn Ereignisse auf einen Wertberichtigungsbedarf hinweisen, auf Wertminderung untersucht. Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist auf jene zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zu allokieren, die aus den Synergien des Zusammenschlusses Nutzen ziehen. Jede Einheit, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, stellt die niedrigste Ebene innerhalb des Konzerns dar, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird. Die Wertberichtigung eines Geschäfts- oder Firmenwerts wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit bestimmt, auf die sich der Geschäfts- oder Firmenwert bezieht. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Liegt der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unter ihrem Buchwert, wird eine Wertberichtigung vorgenommen. Verluste aus Wertberichtungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte dürfen in späteren Perioden nicht aufgeholt werden. CBR nimmt die jährliche Überprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts auf Werthaltigkeit zum 30. September vor. Bei CBR werden die folgenden Geschäfts- oder Firmenwerte bestimmt:
In den Kanal Retail / Outlet ist keine Goodwill Allokation erfolgt. Der erzielbare Betrag entspricht dem Nutzungswert und wurde als Barwert zukünftiger Cashflows ermittelt. Die zukünftigen Cashflows wurden aus der Planung des CBR-Konzerns abgeleitet. Die Berechnung des Barwerts der geschätzten zukünftigen Cashflows beruht im Wesentlichen auf Annahmen zu künftigen Absatzpreisen, beziehungsweise -mengen und -kosten unter Berücksichtigung veränderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Beim Ansatz des Nutzungswerts wird die zahlungsmittelgenerierende Einheit in ihrer bisherigen Nutzung bewertet. Netto-Zahlungsmittelzuflüsse jenseits der Planungsperiode werden unter Anwendung individueller, aus jeweiligen Marktinformationen abgeleiteter Wachstumsraten auf Basis langfristiger Geschäftserwartungen bestimmt. Der Planung liegt ein Detailplanungszeitraum für das Geschäftsjahr 2022 und angenommene Wachstumsraten für die Jahre 2022 bis 2026 zugrunde. Zur Bemessung der ewigen Rente wurde eine Wachstumsrate von 1,0% (VJ: 1,0%) zugrunde gelegt. Die ermittelten Cashflows wurden mit einem identischen gewichteten Kapitalkostensatz nach Steuern in Höhe von 8,3% (VJ: 9,1) diskontiert. Im Geschäftsjahr 2021 war keine Wertminderung (Impairment) zu erfassen. Die Gewichtung der Eigen- und Fremdkapitalkosten erfolgt mit einer Kapitalstruktur, die aus einer Gruppe vergleichbarer Unternehmen abgeleitet wurde. Für die Ermittlung der Eigen- und Fremdkapitalkosten wurde auf Kapitalmarktdaten und auf Daten vergleichbarer Unternehmen abgestellt. CBR hat bei der Durchführung des Wertminderungstests Sensitivitätsanalysen für zwei verschiedene Szenarien vorgenommen: dabei wurde alternativ der Diskontierungszinssatz um 1,0 Prozentpunkte erhöht, in einem weiteren Szenario wurde das Wachstum in der ewigen Rente auf 0,5% reduziert. Keines der genannten Szenarien hätte zu einer Abwertung des Geschäfts- oder Firmenwerts geführt. B.7.11 UmsatzrealisierungUmsatzerlöse werden entsprechend IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15) zum beizulegenden Zeitwert der bereits erhaltenen oder noch zu erhaltenden Gegenleistung bewertet und um erwartete Kundenrückgaben, Rabatte und andere ähnliche Abzüge gekürzt. CBR erzielt Umsatzerlöse in den folgenden Bereichen:
Die folgenden Leistungsverpflichtungen bestehen:
Umsatzerlöse werden in Höhe der Gegenleistung erfasst, die sich auf bereits erfüllte Leistungsverpflichtungen aus Verträgen mit Kunden beziehen. CBR realisiert Umsatzerlöse, sobald die Kontrolle an der Ware auf den Kunden übergegangen ist. Während der Kontrollübergang im Wholesale und eCommerce beim Verlassen der Ware des Versandlagers erfolgt, tritt er im Own Retail und Outlet beim Verkauf am Point-of-Sale ein. Die Ermittlung der Umsatzerlöse bei eCommerce erfolgt unter Berücksichtigung der innerhalb der aktuell sechswöchigen Rückgabefrist erwarteten Retouren. Auf Basis von Erfahrungswerten wird hierfür eine Rückerstattungsverbindlichkeit in Höhe des erwarteten Rücksendewertes erlösschmälernd gebucht. Als Gegenposten wird daraus ein Recht auf Retouren in den Vorräten erfolgsneutral in Höhe der Anschaffungskosten ausgewiesen. CBR hat in ihren Verträgen mit Kunden keine wesentlichen Finanzierungskomponenten, sodass die entsprechenden Angaben nicht dargestellt werden. Das Nutzungsrecht an der Marke stellt - unabhängig von den jeweiligen Vertriebskanälen (Wholesale, eCommerce und Retail / Outlet) - keine separate Leistungsverpflichtung dar. Der Erwerb des Nutzungsrechts ist nur in Verbindung mit dem Erwerb der Ware möglich. Außerdem dient es lediglich zur Unterstützung des CECIL- / Street One-Markenauftritts und ist daher nicht als abtrennbare separate Leistungsverpflichtung zu erfassen. Für Aufwendungen für Handelsvertreterprovisionen wird vom Wahlrecht des IFRS 15.94 Gebrauch gemacht. Sie werden bei ihrem Entstehen vollständig im Aufwand erfasst, da der Abschreibungszeitraum nicht mehr als ein Jahr betragen würde. Die von CBR erbrachten Leistungen sind grundsätzlich in 10 Tagen zu zahlen. Die Zahlungsziele betragen für den Bereich Wholesale in der Regel 10 Tage. Während im Own Retail und in den Outlets eine direkte Zahlung bei Verkauf stattfindet, gibt es im Bereich eCommerce in Abhängigkeit der gewählten Zahlart ein Zahlungsziel von 0 - 30 Tagen. Bedingt durch die Covid-19 Pandemie wurde die Rückgabefrist zur Unterstützung des Geschäfts auf sechs Wochen ausgeweitet. B.7.12 Zuwendungen der öffentlichen HandZuwendungen der öffentlichen Hand werden so lange nicht erfasst, bis eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass der Konzern die dazugehörigen Bedingungen, die mit den Zuwendungen in Verbindung stehen, erfüllen wird und die Zuwendungen auch gewährt werden. Zuwendungen der öffentlichen Hand sind planmäßig in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen, und zwar im Verlauf der Perioden, in denen der Konzern die entsprechenden Aufwendungen, die die Zuwendungen der öffentlichen Hand kompensieren sollen, als Aufwendungen ansetzt. Konkret werden Zuwendungen der öffentlichen Hand, deren wichtigste Bedingung der Kauf, der Bau oder die sonstige Anschaffung langfristiger Vermögenswerte (einschließlich Sachanlagen) ist, als Abgrenzungsposten in der Bilanz erfasst und auf einer systematischen und vernünftigen Grundlage erfolgswirksam über die Laufzeit des entsprechenden Vermögenswertes erfasst. Zuwendungen der öffentlichen Hand, die als Ausgleich für bereits angefallene Aufwendungen oder Verluste oder zur sofortigen finanziellen Unterstützung, ohne künftig damit verbundenem Aufwand gezahlt werden, werden in der Periode in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der der entsprechende Anspruch entsteht. B.8 Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die RechnungslegungAuswirkungen auf die Geschäftslage Auch im zweiten Jahr der COVID-Pandemie beeinflussten die Auswirkungen des Viruswelle unseren Geschäftsbetrieb. Lokale unterjährige Lockdowns und gestörte globale Lieferketten führten hierbei auch bei CBR zu Kurzarbeit sowie stark schwankenden Lagerbeständen, obwohl CBR erheblich von ergriffenen Maßnahmen (flexiblere Prozesse und IT-Systeme) aus dem ersten COVID-Jahr profitieren konnte. Zum Berichtsstichtag kam es in einigen Ländern zu lokalen Lockdowns, die uns die Auslieferung der Ware erschwerten. Gleichzeitig führen die verschärften Hygienestandards im Einzelhandel zum Rückgang von Frequenzen und damit sinkenden Umsätzen im stationären Handel. CBR verfügt zum Stichtag über ein solides Liquiditätspolster und sieht derzeit keinen Bedarf für weitere Mittelaufnahmen. Bilanzielle Ermessensentscheidungen sowie Schätzunsicherheiten in Bezug auf COVID-19 Der Konzernabschluss der CBR Gruppe zum 31.12.2021 wurde unter Berücksichtigung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie aufgestellt. Da die Pandemie sowie ihre gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen ständigen Veränderungen ausgesetzt sind, ist eine verlässliche Bewertung des Ausmaßes sowie der Dauer nach wie vor nur schwer möglich. Entsprechend erfolgt auch die Aufstellung dieses Abschlusses unter dieser Unsicherheit. Die besonders von der Pandemie betroffenen Bereiche des Abschlusses sind nachfolgend aufgeführt.
Finanzielle Vermögenswerte - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Im Zuge der COVID-Auswirkungen wurden individuelle Gespräche mit Wholesale Partnern über ausstehende Rechnungen, Forderungen geführt und Maßnahmen wie Zahlpläne oder Zahlungszielverlängerungen vereinbart. Es ist spürbar, dass sich der Markt auf die veränderten Rahmenbedingungen eingestellt hat. Auf Basis der gesammelten Erfahrungen aus der bisherigen COVID-Phase, sind die Änderungen der Risikovorsorge im Vorjahresvergleich nur moderat. Vorräte COVID-19-bedingte Lockdowns, sowie gestörte Liefer- und Prozessketten für Partner und Kunden, hatten einen starken Einfluss auf die Beschaffung sowie Auslieferung unserer Waren. Dies zeigt sich auch im Anstieg unserer Bestände zum Stichtag. CBR hat hierauf durch angemessene Abwertungen, Anpassung von Kollektionen an verzögerte Auslieferungen sowie die teilweise Verschiebung von Ware in andere Absatzkanäle reagiert. Leasing Infolge der Schließung von Teilen des Einzelhandels muss die CBR die Werthaltigkeit der Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen prüfen und nach der möglichen vollständigen Abwertung der Nutzungsrechte, gegebenenfalls Rückstellungen für belastende Verträge erfassen. Zum Stichtag bestand jedoch kein Wertberichtigungsbedarf auf Leasingverhältnisse. Dies kann jedoch für den weiteren Verlauf der Pandemie nicht ausgeschlossen werden. CBR hat darüber hinaus von der Erleichterung Gebrauch gemacht, Mietnachlässe nicht als Änderungen von Leasingverhältnissen gem. IFRS 16 zu erfassen, sondern die Leasingverbindlichkeit erfolgswirksam zu reduzieren. Siehe hierzu auch unter 0. Erlösrealisation Die Erlösrealisation bei der CBR eCommerce GmbH erfolgt unter Berücksichtigung erwarteter Retouren innerhalb der sechswöchigen Rückgabefrist. Neben der passivierten Rückerstattungsverbindlichkeit erfolgt eine Aktivierung vertraglicher Ansprüche auf die zurück zu erhaltende Ware. Zur Stützung des eCommerce-Geschäfts beträgt das Rückgaberecht weiterhin sechs Wochen. Darüber hinaus wurden bei Bedarf Vermarktungsaktionen über das übliche Maß hinaus vorgenommen. Während der Lockdowns stellt der eCommerce den wesentlichen Absatzkanal der CBR Gruppe dar. Siehe zu Umsatzerlösen unter 0. C. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungC.1 UmsatzerlöseDie Aufgliederung der Konzernumsatzerlöse für das Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:
Die Umsatzerlöse Non-Fashion beinhalten überwiegend Umsätze aus Ladenbau und Merchandising-Artikeln sowie Paket- und Versandgebühren. Die Aufteilung der Konzernumsatzerlöse nach Vertriebskanälen ergibt folgendes Bild:
C.2 Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt:
Die Zuwendungen der öffentlichen Hand stellen Verlust- und Fixkostenkompensationen im Zusammenhang mit der COVID19-Pandemie dar. Auf das Inland entfallen 9.725 TEUR, auf das Ausland 1.621 TEUR. Rückstellungen und finanzielle Verbindlichkeiten wurden im Vorjahr auf Basis vorliegender Parameter und Einschätzungen gebildet. Nicht eingetretene Erwartungen führten zu Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen und von finanziellen Verbindlichkeiten, im Wesentlichen für Ausgleichszahlungen an Partner (0) sowie Tantieme-Zahlungen an Mitarbeiter ( Fehler! Verweisquelle konnte nicht gefunden werden.). Die Erträge aus Kursdifferenzen enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Umrechnung von Schweizer Franken in Euro. Durch COVID-19-bedingte Mietkonzessionen ergaben sich Erträge in Höhe von 412 TEUR. Siehe hierfür auch unter 0. Die übrigen betrieblichen Erträge setzen sich u.a. aus Baukostenzuschüssen sowie Erstattungen von Mietnebenkosten zusammen. C.3 MaterialaufwandDer Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
Der Materialaufwand Fashion hat sich im Wesentlichen analog zur Umsatzentwicklung erhöht. Der Materialaufwand Non-Fashion beinhaltet im Wesentlichen Aufwand für Ladenbauten und Merchandising-Artikel sowie Paket- und Versandgebühren. Der Rückgang ist auf die COVID-bedingte Verlangsamung des Expansionstempos zurückzuführen. C.4 PersonalaufwandDer Personalaufwand für das Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:
Der Anstieg des Aufwands für Löhne und Gehälter ist im Geschäftsjahr insbesondere durch ergebnisbedingte Zuführungen zu Bonus-Rückstellungen für Mitarbeiter begründet. Die Sozialabgaben beinhalten die vom Unternehmen zu tragenden gesetzlichen Abgaben. Darin und in den Aufwendungen für Altersvorsorge sind beitragsorientierte Versorgungsleistungen in Höhe von 0,4 Mio. EUR (VJ: 0,4 Mio. EUR) enthalten, davon für Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen 29,6 TEUR (VJ: 27,4 TEUR). Bezüglich der auf den Arbeitgeber-Anteil entfallenden Sozialversicherungsaufwendungen des Kurzarbeitergeldes wurde das Wahlrecht nach IAS 20.29 ff. dahingehend ausgeübt, dass die Erstattungen in Höhe von 878 TEUR mit den entsprechenden Aufwendungen saldiert sind (Nettoausweis). Die durchschnittliche Anzahl an Mitarbeitern während des Jahres verteilen sich auf die Bereiche Administration und Design/Marketing/Vertrieb wie folgt:
C.5 AbschreibungenDie Abschreibungen gliedern sich wie folgt:
Die gesunkenen Abschreibungen auf Nutzungsrechte resultieren aus einem Rückgang des Vertragsbestands. Die außerplanmäßigen Abschreibungen betreffen im Wesentlichen Mietverträge, die vorzeitig gekündigt wurden und zu Abwertungen von Mietereinbauten sowie der Nutzungsrechte nach IFRS 16 führten. C.6 Sonstige betriebliche AufwendungenBei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergibt sich folgende Unterteilung:
Die Kosten der Warenabgabe von Fashionware haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:
Die Ausgangsfrachten Fashion und das Verpackungsmaterial sind in Folge der Ausweitung des eCommerce-Geschäfts im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Kommissionierungskosten haben sich im Wesentlichen durch eine Verschiebung von Waren zwischen den Absatzkanälen erhöht, die zusätzliche Kosten für Ein- und Auslagerung mit sich brachte. Die Vertriebsaufwendungen werden im Folgenden aufgegliedert:
Der Anstieg der Werbekosten ist insbesondere auf höhere Aufwendungen für Online-Marketing zurückzuführen. Die Provisionen haben sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht, da die zugrundeliegenden Umsatzerlöse im Ausland gestiegen sind. Die Betriebsaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die IT-Kosten haben sich vor allem durch Projekte erhöht, die die Entwicklung einer digitalen Bestellplattform für Partner im Wholesale sowie der Verbesserung und Erweiterung des ERP-Systems dienen. Die Beratungskosten enthielten im Vorjahr zusätzlichen Aufwand für vorbereitende Tätigkeiten für die im Geschäftsjahr 2021 durchgeführte Refinanzierung. In den Nebenkosten des Geldverkehrs sind umsatzabhängige Gebühren an Zahlungsdienstleister in Höhe von 2,3 Mio. EUR (VJ: 1,6 Mio. EUR.) enthalten. Der Anstieg steht in Zusammenhang mit einem Wechsel des Zahlungsdienstleisters im eCommerce. Die gestiegenen Fahrzeugkosten resultieren aus notwendigen Langzeitmieten aufgrund von Lieferengpässen bei bestellten Dienstwagen. C.7 FinanzergebnisDas Finanzergebnis setzt sich aus Zinserträgen, Erträgen aus Wertpapieren und sonstigen Ausleihungen, Zinsaufwendungen sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen zusammen.
Die Zinserträge aus Steuern resultieren im Wesentlichen in Höhe von 1.733 TEUR aus der Beendigung der Verständigungsverfahren zwischen den deutschen und den österreichischen sowie den belgischen Steuerbehörden. Hinzu kommen in Höhe von 348 TEUR Zinserträge aus der Reduzierung der Rückstellungen für Zinsen auf Ertragsteuern, resultierend aus der Betriebsprüfung für die Jahre 2011 bis 2014, die derzeit von der Vollziehung ausgesetzt sind. Des Weiteren resultieren Zinserträge aus geänderten Festsetzungen für die Jahre 2015 bis 2017, sowie aus der Aktivierung einer Forderung in Höhe von 101 TEUR für bereits gezahlte, aber ebenso vorläufig festgesetzte Zinsen. Die Neubewertung erfolgte aufgrund des Urteils des Bundesverfassungsgerichtes bezüglich der Verfassungsmäßigkeit des Zinsniveaus. Der Anstieg der Zinsaufwendungen aus langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf eine leicht erhöhte Verzinsung der im April 2021 neu ausgegebenen Anleihe zurückzuführen. Die Provisionen und Gebühren enthalten Aufwendungen für ein Vorfälligkeitsentgelt aus vorzeitiger Rückzahlung der bisherigen Anleihe sowie die Auflösung des Restbetrags der dazugehörigen aktivierten Transaktionskosten. C.8 Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ergeben sich aus dem laufenden Steueraufwand sowie aus der Veränderung des Bestandes latenter Ertragsteuern.
Der Steueraufwand für das Geschäftsjahr kann wie folgt auf den Periodenerfolg übergeleitet werden:
Auswirkungen abweichender Steuersätze ausländischer Gesellschaften entstehen aufgrund des höheren Steuersatzes in Deutschland gegenüber den anderen betroffenen Ländern. Die Ertragsteuern für Vorjahre resultieren im Wesentlichen aus Nachzahlungen für laufende Ertragsteuern in Österreich und der Aufstockung von Rückstellungen für laufende Ertragsteuern in Deutschland für 2020. Die Bestände an latenten Ertragsteuern ergeben sich wie folgt:
Es wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr erstmalig aktive latente Steuern für Verlustvorträge österreichischer Gesellschaften aktiviert, da sich die Prognose hinsichtlich der Nutzbarkeit dieser Verlustvorträge geändert hat. Darüber hinaus bestehen 3,1 mEUR Verlustvorträge, für die keine aktiven latenten Steuern gebucht wurden. In Abhängigkeit des Ausgangs des in Österreich anhängigen Verfahrens, können sich die Verlustvorträge noch erhöhen. D. Erläuterungen zur KonzernbilanzD.1 Immaterielle Vermögenswerte
Zur Aufteilung des Geschäfts- oder Firmenwerts und zur Prüfung der Werthaltigkeit verweisen wir auf 0 und 0. Der Kundenstamm wurde im Wesentlichen im Jahr 2007 im Rahmen der Kaufpreisallokation identifiziert und wird bis 2022 abgeschrieben. Weitere Erwerbe von Kundenstämmen erfolgen in kleinem Umfang bei der Übernahme von Own Retail-Flächen und im eCommerce. Es wurde im Jahr 2021 insbesondere in die Anbahnung neuer Verträge (3,4 Mio. EUR, VJ: 5,9 Mio. EUR) und weiter in den Ausbau der IT-Infrastruktur (0,8 Mio. EUR, VJ: 1,3 Mio. EUR) investiert. D.2 Sachanlagen
Die wesentlichen Anlagenzugänge des Geschäftsjahres resultieren aus Investitionen in Einbauten und Umbauten von Verkaufsflächen und Showrooms (2,2 Mio. EUR, VJ: 1,9 Mio. EUR) sowie Einrichtung und EDV-Equipment (0,4 Mio. EUR, VJ: 0,5 Mio. EUR). Aus Wesentlichkeitsgründen sind Anlagen im Bau mit den Posten der Betriebs- und Geschäftsausstattung zusammengefasst. D.3 Vorräte
Die fertigen Erzeugnisse und Waren haben sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht, was im Wesentlichen auf Ware unterwegs im Zuge der Einschränkungen bei Produktions- und Lieferketten zurückzuführen ist. Auf die fertigen Erzeugnisse und Waren wurden Wertminderungen auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert vorgenommen. Da der Lockdown im Vorjahr zu erheblichen Abwertungen auf die Warenbestände geführt hat, sind diese im Zuge der weniger angespannten Corona-Lage von 13,1 Mio. EUR auf 10,8 Mio. EUR zurückgegangen. Die Wertminderungen beruhen auf Gängigkeit und Alter der Vorräte. Siehe auch C.3. Das Recht auf Erhalt zurückgegebener Waren ergibt sich grundsätzlich aus dem sechswöchigen Rückgaberecht von Kunden bei eCommerce. Der Wert wird auf Basis der Retourenquote für die relevanten Umsätze ermittelt. D.4 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle und sonstige kurzfristige Vermögenswerte
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben im Wesentlichen eine Restlaufzeit von 0 bis 10 Tagen. Ihr Buchwert entspricht den Anschaffungskosten und stellt gleichzeitig das maximale Ausfallrisiko dar, dem der Konzern am Abschlussstichtag ausgesetzt ist. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte enthalten Forderungen des eigenen Onlinehandels gegenüber einem Zahlungsdienstleister (1,7 Mio. EUR, VJ: 12,2 Mio. EUR). Die Ertragsteueransprüche enthalten die erwarteten Forderungen von ausländischen Gesellschaften aufgrund der laufenden Verständigungsverfahren für die Jahre 2011 bis 2014 und der beabsichtigten Verständigungsverfahren für die Jahre 2015 bis 2017, sowie Erstattungsansprüche aus der laufenden Veranlagung. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickeln sich wie folgt:
Es gab im Geschäftsjahr keine Transfers zwischen nach "Simplified Approach" bewerteten und den einzelwertberichtigten Forderungen. Die folgende Tabelle stellt die Entwicklung der Bruttobuchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Berichtsjahr dar:
Das Ausfallrisiko der finanziellen Vermögenswerte aus Zahlungsdienstleistungen und Mode Zentralregulierern wird als äußerst gering eingeschätzt. Aus Wesentlichkeitsgründen sind daher Wertberichtigungen auf diese finanziellen Vermögenswerte unterblieben. Aufgrund der vom CBR-Konzern vorgegebenen Zahlungsziele von grundsätzlich 10 Tagen bei Forderungen der Lieferung von Fashionware liegen keine wesentlichen Forderungen älter als 60 Tage vor und daher wird auf eine Darstellung der Altersstruktur der Forderungen verzichtet. Die einzelnen Forderungen werden Risikoklassen zugeteilt, die nach entsprechenden Merkmalen wie Zahlungsplänen, Verlängerungen von Zahlungsfristen, Rückgaben von Belastungen oder dem Erreichen der dritten Mahnstufe unterteilt werden. Je nach Risikoklasse erfolgt eine individuelle Wertberichtigung von 80% bis 100%. Es sind keine wesentlichen Beträge an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Gegenstand von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen. D.5 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Die Werte im Geldtransit betreffen Bargeld, EC- und Kreditkartenumsätze der Bereiche Retail / Outlet und eCommerce zur Einzahlung bei der Bank, die wegen der Feiertage zum Jahreswechsel noch nicht im Bankguthaben enthalten waren. D.6 EigenkapitalAngaben zum Kapitalmanagement
Das Gezeichnete Kapital besteht aus 50.000 Anteilen mit einem Nennwert von je 1,00 EUR und ist vollständig eingezahlt. Die Kapitalkonten haben sich daraufhin wie folgt entwickelt: Kapitalrücklage
Gewinnvortrag
Der CBR-Konzern verfügt auch mit einer Eigenkapitalquote (Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme) von 24,9 % (VJ: 23,7 %) über eine solide Eigenkapitalstruktur. Vorrangiges Ziel des Kapitalmanagements der CBR ist es, den finanziellen Spielraum für zukunftsweisende Investitionen für die Fortführung des Unternehmenswachstums und damit für die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts zu gewährleisten. Weder im Jahr 2021 noch in den Vorjahren wurden Änderungen der Ziele, Richtlinien und Verfahren vorgenommen. Für Ausführungen zu anteilsbasierten Vergütungen siehe unter F.4. Rücklage aus Fremdwährungsumrechnung Umrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung der funktionalen Währung ausländischer Tochtergesellschaften in die Berichtswährung des Konzerns werden im Konzern direkt im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Rücklage aus Fremdwährungsumrechnung kumuliert.
D.7 Finanz- und Leasingverbindlichkeiten sowie Darlehen gegenüber nahestehenden UnternehmenDie Angabe gibt Informationen über die vertraglichen Bedingungen der verzinslichen Darlehen und Ausleihungen des Konzerns. Finanz- und Leasingverbindlichkeiten
Darlehen gegenüber nahestehenden Unternehmen
Am 29. April 2021 hat die CBR-Gruppe eine Refinanzierung abgeschlossen, bei der die in 2017 ausgegebene Anleihe (Nominalwert 450 Mio. EUR, Zins 5,125 %) und die in 2020 eingegangene Zwischenfinanzierung (Nominalwert 20 Mio. EUR) vollständig durch eine neu emittierte Anleihe (Nominalwert 470 Mio. EUR, Zins 5,5%) abgelöst wurden. Die Anleihe wurde von der CT Investment GmbH ausgegeben, einer Tochtergesellschaft der CBR Service GmbH, und hat eine Laufzeit bis April 2026. Die Anleihe ist durch Verpfändung der Anteile an der CBR Fashion GmbH, Street One GmbH und Cecil GmbH und durch die CBR Service GmbH als Garantiegeber (Parent Guarantor) gesichert. Die Konditionen der Anleihe sehen keine laufenden Anforderungen an die finanzielle Leistungsfähigkeit vor. Die im Rahmen der Emission angefallenen Transaktionskosten werden über die Laufzeit der Anleihe mittels der Effektivzinsmethode amortisiert. Zum Finanzaufwand siehe Erläuterung in 0. Zusätzlich verfügt CBR über eine Revolving Credit Facility über 50,0 Mio. EUR, deren Bedingungen im SSRF (Super Senior Revolving Facilities Agreement) geregelt sind. Hier muss mit dem am 30. Juni 2022 endenden Quartal, ein quartalsweises Compliance Certificate abgegeben werden, in welchem die Super Senior Net Debt Cover und die Net Debt Cover (Schuldendeckung) geprüft werden. Zum 31. Dezember 2021 wurde die Kreditlinie der Revolving Credit Facility in Höhe von 50,0 Mio. EUR mit 7,7 Mio. EUR (VJ: 6,5 Mio. EUR) für Avale und Akkreditive genutzt. Die Kondition des Darlehens gegenüber nahestehenden Unternehmen stellt sich wie folgt dar: Es besteht ein Darlehen gegenüber der nahestehenden Alteri StyleCayman 2 Ltd. über 102,6 Mio. EUR mit einem Zinssatz von 5,17%, einer unbegrenzten Laufzeit (früheste Kündigung zum Oktober 2026) und einem vereinbarten Rangrücktritt. Der Zeitwert des Darlehens gegenüber nahestehenden Unternehmen entspricht infolge einer marktgerechten Anpassung der Verzinsung im Geschäftsjahr 2019 im Wesentlichen dem Buchwert. D.8 Sonstige langfristige Rückstellungen
Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen bestehen aus Verpflichtungen gegenüber Vermietern zur Herstellung des Zustands vor Überlassung der Mietsache. Der Barwert der Rückbauverpflichtung wird in der Periode erfasst, in der die Verpflichtung entstanden ist. Die Zuführung zur Rückstellung für Rückbauverpflichtung enthält Zinsen in Höhe von 82,3 TEUR (VJ: 71,1 TEUR). Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte eine Umgliederung von 831 TEUR netto in die kurzfristigen Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen. Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass die entsprechenden Mittelabflüsse zum Zeitpunkt der Beendigung des jeweiligen Mietverhältnisses anfallen, wobei sowohl das Ende des Mietverhältnisses als auch die Höhe der zu erbringenden Leistung jeweils geschätzt worden sind. Die Personalrückstellungen sind im Wesentlichen Jubiläumszusagen gegenüber Mitarbeitern der gesamten CBR Gruppe. Wir gehen davon aus, dass die Mittelabflüsse der langfristigen Rückstellungen innerhalb der nächsten fünfundzwanzig Jahre sukzessive erfolgen. D.9 Sonstige kurzfristige Rückstellungen
Die Rückstellungen für Zinsen auf Ertragsteuern setzen sich zusammen aus Zinsen auf bereits festgesetzte Körperschaft- und Gewerbesteuer in Deutschland i.H.v. 3,2 Mio. EUR, als Folge der Betriebsprüfung für die Jahre 2011 bis 2014. Für diese Zinsen wurde Aussetzung der Vollziehung gewährt, bis eine gesetzliche Neuregelung vorliegt. Nachdem das Bundesverfassungsgericht die Zinshöhe für nicht verfassungsgemäß erklärt hat und eine Neuregelung für Verzinsungszeiträume ab mindestens 2019 fordert, haben wir die Rückstellung soweit sie auf Verzinsungszeiträume ab 2019 entfällt, neu bewertet. Darüber hinaus beinhalten diese Rückstellungen auch Zinsen auf österreichische Körperschaftsteuer i.H.v. 0,8 Mio. EUR in Zusammenhang mit möglichen Steuernachzahlungen aufgrund des in Österreich angestrengten Klageverfahrens. Die Rückstellung für Rückbauverpflichtungen betrifft die kurzfristig erwarteten Zahlungen für den Rückbau von Mietereinbauten. Der Anstieg der Rückstellungen für Skonti ist im Wesentlichen umsatzbedingt. Wir gehen davon aus, dass der Mittelabfluss der kurzfristigen Rückstellungen innerhalb der nächsten Monate, spätestens bis zum Ende des Jahres erfolgt. Rückstellungsspiegel Berichtsjahr
Rückstellungsspiegel Vergleichsjahr
D.10 Ertragsteuerverbindlichkeiten
Die Ertragsteuerverbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ein in Österreich angestrengtes Klageverfahren nach einer Betriebsprüfung für die Jahre 2007-2014 sowie die erwarteten Zahlungen aufgrund der ausstehenden Veranlagungen für die Jahre 2020 und 2021. D.11 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr fast ausschließlich eine Restlaufzeit von bis zu 30 Tagen. Aufgrund von Schwankungen in der Anzahl von Arbeitstagen, Auslieferungs- und Anlieferungsquoten zum Monatsende, schwanken die Stände von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sind häufig nicht miteinander vergleichbar. D.12 Sonstige Finanz- und Leasingverbindlichkeiten
Durch die Tilgung der bereits bestehenden Leasingverbindlichkeiten sowie eine geringere Anzahl an Neuverträgen, ergibt sich insgesamt ein Rückgang der Leasingverbindlichkeit. Der Posten "Rückerstattungsverbindlichkeit" umfasst Verpflichtungen für Retouren aufgrund des sechswöchigen Rückgaberechts im eCommerce-Geschäft. Die Rückerstattungsverbindlichkeit wird anhand der zugrunde liegenden Umsätze und historischer Erfahrungen über Retourenquoten gebildet und korrigiert in entsprechender Höhe die Umsatzerlöse. Der Rückgang von 8,3 Mio. EUR auf 7,3 Mio. EUR resultiert aus leicht niedrigeren Umsatzerlösen der letzten sechs Wochen des Geschäftsjahres im eCommerce-Geschäft im Vergleich zum Vorjahr. Die Zinsverbindlichkeiten entsprechen abgegrenzten Zinszahlungen der Anleihe, die am 15. April 2022 (Vorjahr: 1. April 2021) zur Auszahlung kommen. Der Anstieg der Rückstellung für Handelsvertreterprovisionen ist auf höhere Orderwerte der ersten drei Kollektionen des Geschäftsjahres 2022 zurückzuführen. D.13 Sonstige Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeit aus Tantiemenzahlungen haben sich im Wesentlichen ergebnisbedingt erhöht. Der Anstieg der Umsatzsteuerverbindlichkeiten ist an die Umsatzentwicklung der Monate November und Dezember geknüpft. Die Verbindlichkeiten aus sonstigen Betriebssteuern beinhalten insbesondere ein Aufschubkonto für Einfuhrumsatzsteuerzahlungen. Die Verbindlichkeiten aus Mietzahlungen basieren auf Rückforderungen von Vermietern, da zwischenzeitlich gewährte Mietminderungen aufgrund der Gewährung von staatlichen Corona-Hilfen hinfällig wurden. Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und Rückstellungen (exklusive passive latente Steuern):
Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten aus der Anleihe sind durch Abtretung des wesentlichen Anlage- und Umlaufvermögens der Konzerngesellschaften gesichert. D.14 Management von FinanzrisikenDie wesentlichen durch den CBR-Konzern eingegangenen finanziellen Verbindlichkeiten umfassen eine festverzinsliche Anleihe, ein verzinsliches Darlehen gegenüber nahestehenden Unternehmen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Der Hauptzweck dieser finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns sowie die Aufrechterhaltung seiner Geschäftstätigkeit. Die wichtigsten finanziellen Vermögenswerte des Konzerns sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen sowie Zahlungsmittel, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren. Der CBR-Konzern ist Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Die Steuerung dieser Risiken obliegt der Geschäftsführung des Konzerns und basiert auf konzernweit gültigen Richtlinien, in denen Ziele, Grundsätze, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen festgelegt sind. Sie werden regelmäßig überprüft und an aktuelle Markt- und Produktionsentwicklungen angepasst. Das Risikomanagement ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Marktrisiko Marktrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder der künftige Cashflow eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwankt. Das Marktrisiko beinhaltet drei Risikoarten: Zinsrisiko, Rohstoffpreisrisiko und Währungsrisiko. Dem Marktrisiko ausgesetzte Finanzinstrumente umfassen insbesondere verzinsliche Darlehen. Zinsrisiko Zinsänderungsrisiken bestehen aufgrund einer Änderung des Marktzinses und können bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten zu Zinszahlungsschwankungen führen. Mit der Refinanzierung der festverzinslichen Anleihe im April 2021 besteht weiterhin für den weitaus größeren Anteil kein wesentliches Zinsrisiko, da damit die wesentlichen finanziellen Verbindlichkeiten festverzinslich sind. Rohstoffpreisrisiko Die Volatilität bestimmter Preise hat mittelbar Auswirkungen auf den Konzern. Von allen verwendeten Rohstoffen hat die Preisentwicklung der Baumwolle den größten Einfluss auf das Unternehmensergebnis. Da CBR nicht selbst herstellt und seine Produkte auf der ganzen Welt fertigen lässt, ist eine Sicherung über Termingeschäfte nicht möglich. Währungsrisiko CBR ist im Rahmen seiner globalen Geschäftstätigkeit zwei Arten von Währungsrisiken ausgesetzt. Das Transaktionsrisiko entsteht durch Wertänderungen zukünftiger Fremdwährungszahlungen aufgrund von Wechselkursschwankungen im Einzelabschluss der Konzerngesellschaften. Diese versucht CBR dadurch zu minimieren, dass Liefer- und Zahlungsströme weitestgehend in EURO abgebildet werden. Es bestehen in geringem Umfang auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, aus denen potenzielle Währungsrisiken resultieren. In der Vergangenheit wurden Absicherungen auf Währungsrisiken aus der Schweizer Franken (CHF) mittels Devisenoptionen abgeschlossen. Zum Jahresende 2021 waren keine Devisensicherungsgeschäfte abgeschlossen. Das Translationsrisiko beschreibt das Risiko einer Veränderung der Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnungs-Posten einer Tochtergesellschaft aufgrund von Währungskursveränderungen bei der Umrechnung der lokalen Einzelabschlüsse in die Konzernwährung. Durch Währungsschwankungen verursachte Veränderungen aus der Translation der Bilanzposten dieser Gesellschaften werden im Konzerneigenkapital abgebildet. Die Risiken hieraus werden üblicherweise nicht gesichert. Effekte aus der Währungsumrechnung von Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht die Berichtswährung des CBR-Konzerns ist, berühren die Cashflows in lokaler Währung nicht. Ein wesentliches Währungsrisiko ergab sich im CBR-Konzern, wie in den Vorjahren, aus dem US-Dollar. Viele Lieferanten erstellen Frachtrechnungen und Produktkalkulationen auf US-Dollar-Basis, wenngleich die tatsächliche Fakturierung in EURO erfolgt. Dieses Währungsrisiko kann nicht gesichert und nur in der Produktkalkulation berücksichtigt werden. Im Geschäftsjahr 2021 ergibt sich aus Fremdwährungsgewinnen und -verlusten ein Ergebnisbeitrag von 0,7 Mio. EUR, (VJ: -0,2 Mio. EUR). Liquiditätsrisiko Das Risiko, dass CBR seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, wird durch eine umfassende kurz- und langfristige Liquiditätsplanung unter Berücksichtigung bestehender Kreditlinien mitigiert. Die Deckung des Finanzbedarfs für das operative Geschäft der Konzerngesellschaften erfolgt durch Eigenkapital, Cash-Pooling-Vereinbarungen, Darlehen von Konzernunternehmen und externen Darlehensgebern sowie die langfristige Anleihefinanzierung, soweit dies im Rahmen der jeweiligen rechtlichen und steuerlichen Gegebenheiten möglich und sinnvoll ist. Darüber hinaus kann CBR auf die bestehende RCF-Linie zurückgreifen. Das Ziel ist es, ein Gleichgewicht zwischen der kontinuierlichen Deckung des Finanzmittelbedarfs und der Sicherstellung der Flexibilität durch die Nutzung von Kontokorrentkrediten und Bankdarlehen zu wahren. Der Konzern bewertete die Risiken hinsichtlich der Refinanzierung seiner Schulden, nach erfolgreichen Refinanzierungen in den Jahren 2017 und 2021, als gering. Finanzierungsquellen stehen im ausreichenden Umfang zur Verfügung. Die folgende Übersicht zeigt die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen von kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten einschließlich erwarteter Zinszahlungen.
Die CBR-Gruppe hat eine Anleihe emittiert, die Auflagen enthält. Bei Verstößen kann es zu vorzeitigen Rückzahlungsverpflichtungen kommen. Dies ist nach derzeitigem Ermessen jedoch nicht wahrscheinlich. Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen bestehen aus einem Darlehen von Alteri StyleCayman 2 Ltd., Cayman Island mit unbestimmter Laufzeit und sind einschließlich Zinsen ab Oktober 2026 frühestens mit dreimonatiger Frist kündbar. Siehe auch D.7. Ausfallrisiko Das Ausfallrisiko ist das Risiko finanzieller Verluste, falls ein Kunde oder die Vertragspartei eines Finanzinstrumentes seinen bzw. ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Das Ausfallrisiko betrifft im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei CBR wird hauptsächlich durch die individuellen Merkmale der Kunden beeinflusst. Merkmale der gesamten Kundenbasis, einschließlich des Ausfallrisikos der Branche und der Länder, werden nicht berücksichtigt, da sich hieraus in der Vergangenheit keine Auffälligkeiten ergeben haben. CBR hat ein Forderungsmanagement eingeführt, mit dessen Hilfe Neukunden zunächst individuell hinsichtlich ihrer Kreditwürdigkeit analysiert werden, bevor der Konzern seine standardisierten Liefer- und Zahlungskonditionen anbietet. Diese Analyse umfasst im Wesentlichen Jahresabschlüsse und Auskünfte von Kreditagenturen. Darüber hinaus umfasst das Forderungsmanagement konzernweite Richtlinien. Eine regelmäßige Analyse der Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sorgt für eine permanente Überwachung und Begrenzung der Risiken und minimiert auf diese Weise die Forderungsverluste. Aufgrund der generell kurzen Zahlungsziele der Kunden im CBR-Konzern, sowie Kunden, für die Zentralregulierer den Ausgleich übernehmen, bestehen weder hinsichtlich der Kunden noch für einzelne Länder besondere Konzentrationen von Kreditrisiken. Zur Überwachung des Ausfallrisikos werden die Kunden hinsichtlich ihrer Kreditwürdigkeit in Gruppen eingeteilt. Dabei wird berücksichtigt, ob es sich um Kunden mit in der Vergangenheit aufgetretenen Zahlungsproblemen handelt (z.B. mehrere Rücklastschriften), ob diese weiter anhalten und wie sich die Altersstruktur der Forderungen entwickelt. Das maximale Ausfallrisiko des Konzerns für die Bilanzposten zum 31. Dezember 2021 und 2020 entspricht den in D.4 dargestellten Buchwerten. Das Ausfallrisiko aus Guthaben bei Banken und Finanzinstituten wird in Übereinstimmung mit den Konzernrichtlinien vom Konzern-Treasury gesteuert. Im Rahmen der Geldanlage werden Finanzkontrakte nur mit Banken abgeschlossen, die wir sorgfältig ausgewählt und permanent beobachtet haben. Das maximale Ausfallrisiko des Konzerns zum Stichtag entspricht den in D.5 dargestellten Buchwerten. Der Prozess wurde gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. D.15 Weitere Informationen zu Finanzinstrumenten und zur Bemessung beizulegender ZeitwerteDie nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte sämtlicher im Konzernabschluss erfasster Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien nach IFRS 9 Finanzinstrumente (IFRS 9), aufgegliedert nach Bilanzpositionen:
Liquide Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "amortised cost" (AC) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen die bilanzierten Werte zum Abschlussstichtag dem beizulegenden Zeitwert. Zur Bewertung der Darlehen gegenüber nahestehenden Unternehmen verweisen wir auf D.7. Der Zeitwert der Anleihe bestimmt sich nach deren Kurs zum Bilanzstichtag (Level 1), da sie auf einem aktiven Markt gehandelt wird. D.16 Nettogewinne und Nettoverluste aus Finanzinstrumenten
Die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten umfassen Bewertungsergebnisse, die Erfassung und Auflösung von Aufwendungen aus Wertminderungen, Zinsaufwendungen sowie alle sonstigen Ergebniswirkungen aus Finanzinstrumenten. Die Nettoverluste aus Finanzverbindlichkeiten enthalten Zinsaufwendungen aus der Anwendung der Effektivzinsmethode in Höhe von 1,9 Mio. EUR (VJ: 2,7 Mio. EUR). E. Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDie Konzernkapitalflussrechnung weist für das Berichtsjahr 2021 und das Vorjahr entsprechend IAS 7 Kapitalflussrechnung die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus. Die Ermittlung des Cash Flows aus betrieblichen Tätigkeiten erfolgt nach der indirekten Methode. Der in der Kapitalflussrechnung dargestellte Finanzmittelfonds beinhaltet alle in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel, die sich aus Kassenbeständen, Geldtransit, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten zusammensetzen. Die Einflüsse aus wechselkursbedingten Änderungen der flüssigen Mittel betreffen Fremdwährungen und werden gesondert als wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds ausgewiesen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit einschließlich zahlungswirksamer und zahlungsunwirksamer Veränderungen.
F. Sonstige ErläuterungenF.1 LeasingverhältnisseCBR mietet eine Vielzahl unterschiedlicher Vermögenswerte. Darunter fallen Gebäude, IT-Anlagen und Fahrzeuge. CBR mietet Einzelhandelsflächen, Showrooms und Büros. Die Laufzeit der Leasingvereinbarungen beträgt typischerweise zwischen vier bis zehn Jahre mit der Option, die Leasingvereinbarungen nach diesem Zeitraum zu verlängern. Die Leasingzahlungen werden regelmäßig erneut verhandelt, um die Marktmieten zu reflektieren. Manche Leasingvereinbarungen sehen zusätzliche Mietzahlungen auf Basis der Veränderung lokaler Preisindizes und der Umsatzentwicklung vor. All diese Mietverhältnisse wurden als kombinierte Leasingverhältnisse von Grundstücken und Gebäuden abgeschlossen. CBR mietet Fahrzeuge mit vertraglichen Laufzeiten zwischen drei und fünf Jahren. Mietverlängerungsoptionen bestehen in der Regel nicht, beziehungsweise werden nicht ausgeübt. Für die einzelnen Fälligkeiten siehe unter D.14. CBR mietet IT-Ausstattung mit vertraglichen Laufzeiten zwischen einem und fünf Jahren. Mietverlängerungsoptionen bestehen in der Regel ebenfalls nicht, beziehungsweise werden nicht ausgeübt. Nutzungsrechte Nutzungsrechte aller Art werden als Sachanlagen dargestellt (siehe Anhangangabe D.2).
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge
Ein Teil der Immobilien-Leasingverhältnisse, bei denen CBR als Leasingnehmer auftritt, enthalten variable Leasingzahlungen, die an die Umsätze aus den geleasten Flächen gekoppelt sind. Variable Zahlungsbedingungen werden verwendet, um Mietzahlungen mit den generierten Cashflows zu verknüpfen und dabei die Fixkosten zu senken. Verträge mit umsatzabhängigen Mieten, die Mindestleasingzahlungen enthalten, gehen in dieser Höhe in die Ermittlung des Nutzungsrechts und der Leasingverbindlichkeiten ein. Darüberhinausgehende umsatzabhängige Zahlungen werden als Mietaufwendungen erfasst. Es bestanden zum Stichtag nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen in Höhe von 334 TEUR (VJ: 388 TEUR). Die Leasingzahlungen für diese Flächen gliedern sich wie folgt auf:
Insgesamt umfassen die variablen Leasingzahlungen 3,6 % der gesamten Leasingzahlungen der CBR. Die variablen Leasingzahlungen hängen von den Verkäufen und damit auch von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) über die nächsten Jahre ab. Durch die Bestrebung zunehmend variable Vereinbarungen zu treffen, erwartet CBR, dass dieses Verhältnis der variablen Leasingzahlungen zu den gesamten Leasingzahlungen in den zukünftigen Perioden leicht steigen wird. Von den Leasingzahlungen sind zum Stichtag im Operativen Cashflow -1,5 Mio. EUR (VJ: -1,0 Mio. EUR) erfasst. Dies ist durch geringwertige und kurzfristige Leasingverhältnisse sowie durch variable Leasingzahlungen begründet. Verlängerungsoptionen Einige Immobilienleasingverhältnisse enthalten Verlängerungsoptionen, die bis zu drei Monate vor Ablauf der unkündbaren Vertragslaufzeit vom Konzern ausübungsfähig sind. Nach Möglichkeit strebt CBR beim Abschluss neuer Leasingverhältnisse die Aufnahme von Verlängerungsoptionen an, um operative Flexibilität zu gewinnen. Die Verlängerungsoptionen sind nur von CBR und nicht vom Leasinggeber auszuüben. CBR beurteilt am Bereitstellungsdatum des Leasingobjekts, ob die Ausübung von Verlängerungsoptionen hinreichend sicher ist. CBR bestimmt erneut, ob die Ausübung einer Verlängerungsoption hinreichend sicher ist, wenn signifikante Ereignisse oder Änderungen von Umständen, die innerhalb seiner Kontrolle liegen, eintreten. F.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Hierin enthalten sind nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen mit einer vertraglichen Laufzeit über einem Jahr. Eventualverbindlichkeiten bestehen keine. F.3 Beziehungen zu nahestehenden Personen und UnternehmenAls nahestehende Personen und Unternehmen gemäß IAS 24 gelten für die CBR-Gruppe die Personen und Unternehmen, die die CBR-Gruppe beherrschen bzw. einen maßgeblichen Einfluss auf diese ausüben oder durch die CBR-Gruppe beherrscht bzw. maßgeblich beeinflusst werden. Dementsprechend werden die Mitglieder der Geschäftsführung sowie die Gesellschafterin der CBR Service GmbH, die Alteri Style S.à r.L., Luxemburg sowie deren Gesellschafter, die Alteri StyleCayman 1, Ltd., Cayman Islands, die beherrschten Unternehmen und die Mitglieder der Geschäftsführung der Tochterunternehmen der CBR Fashion Gruppe als nahestehende Personen und Unternehmen definiert. Siehe hierfür unter F.5 und F.6. F.4 Anteilsbasierte VergütungDie Alteri Gruppe gewährt bestimmten Mitarbeitern der CBR Gruppe einen Long-term Incentive Plan (LTIP), um eine gemeinsame Ausrichtung der Interessen der CBR Gruppe und der Begünstigten sicherzustellen. Die Alteri Gruppe beabsichtigt daher, den Begünstigten im Rahmen des LTIP eine Bonuszahlung zu gewähren, um den Beitrag der Begünstigten zur betrieblichen Wertschöpfung innerhalb der CBR Gruppe anzuerkennen und zu honorieren. Der individuelle LTIP-Bonus, der an die Begünstigten ausgezahlt wird, hängt vom Eintreten eines Liquiditätsereignisses und der laufenden Beschäftigung der Begünstigten bis zu einem solchen Ereignis ab. Unter Liquiditätsereignis ist jedes Ereignis zu verstehen, das zu einer Ausschüttung oder Kaufpreiszahlung im Sinne des LTIP führt. Unter Ausschüttung sind alle Leistungen zu verstehen, die die Gesellschafterin oder ein mit ihr verbundenes Unternehmen (Alteri Gruppe) von der CBR Gruppe erhalten hat; beispielsweise Gewinnausschüttungen, Kapitalrückzahlungen sowie Tilgungen von Gesellschafterdarlehen. Dazu zählen auch Zahlungen an die Alteri Gruppe seitens der CBR Gruppe, wenn und soweit diese nicht zu marktüblichen Bedingungen erfolgt sind. Als Kaufpreiszahlung gelten alle Erlöse (in Form von Sachleistungen oder Barmitteln), die Mitglieder der Alteri Gruppe im Zusammenhang mit einem Verkauf oder einer anderen Veräußerung von Eigenkapital- oder Schuldtiteln der CBR Gruppe erhalten. Alle im Rahmen des LTIP durch die Alteri Gruppe gewährten Ansprüche wurden gemäß IFRS 2 als anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumenten klassifiziert, da die CBR Gruppe nicht zum Ausgleich der Ansprüche aus dem Plan verpflichtet ist, jedoch von den von den Begünstigten erbrachten Dienstleistungen profitiert. CBR hat die folgenden Parameter im Rahmen der Bewertung berücksichtigt:
Die Bewertung basiert auf einer sogenannten Monte-Carlo-Simulation. Das Bewertungsmodell verwendet zeitkongruente risikofreie Zinssätze, die vom Informationsanbieter Bloomberg bezogen wurden. Zur Schätzung der zeitkongruenten risikofreien Zinssätze wurden Renditen deutscher Staatsanleihen herangezogen. Für die Bewertung der Bezugsrechte wurde die erwartete Volatilität auf der Grundlage der zeitlich kongruenten historischen Volatilität von Peer-Group-Unternehmen ermittelt. Die erwartete Volatilität basiert auf der Annahme, dass zukünftige Trends aus der historischen Volatilität abgeleitet werden können, was bedeutet, dass die tatsächlich auftretende Volatilität von den getroffenen Annahmen abweichen kann. Der Aufwand aus der anteilsbasierten Vergütung wird während des Erdienungszeitraums anteilig mit einer entsprechenden Erhöhung des Eigenkapitals erfasst. Darüber hinaus basiert der erfasste Betrag auf der besten verfügbaren Schätzung der Anzahl der zur Auszahlung kommenden Bezugsrechte und wird überarbeitet, wenn nachfolgende Informationen darauf hinweisen, dass die Anzahl der zur Auszahlung kommenden Bezugsrechte von früheren Schätzungen abweicht. Im Rahmen der Ermittlung des Aufwands aus anteilsbasierter Vergütung zum 31.12.2021 wurde eine durchschnittliche erwartete Fluktuation i.H.v. 7,5% p.a. zugrunde gelegt, welche auf der historischen Fluktuation sowie auf Annahmen des Managements der CBR beruht. Die erwartete Fluktuation wird an zukünftigen Stichtagen auf Basis der aktuellen Erwartungen angepasst. Zum 31.12.2021 wurde im Rahmen des LTIP eine Kapitalrücklage in Höhe von 9,8 Mio. EUR (31.12.2020: 5,9 Mio. EUR) erfasst. Der Periodenaufwand für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember beträgt 3,9 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum 3,7 Mio. EUR). F.5 Geschäfte mit GeschäftsführernDie Konzernmuttergesellschaft CBR Service GmbH wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr von:
als Geschäftsführer vertreten. CBR definiert sein Management als die Geschäftsführer der CBR Service GmbH. Für die Mitglieder des Managements sind die folgenden Gesamtbezüge, in Form von kurzfristig fälligen Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr angefallen: Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung belaufen sich in 2021 auf 2,1 Mio. EUR (2020 2,6 Mio. EUR). In den Bezügen der Geschäftsführung sind 0,0 Mio. EUR (VJ: 0,5 Mio. EUR) aus anteilsbasierten Vergütungen enthalten. F.6 Geschäfte mit sonstigen nahestehenden UnternehmenDie Konditionen für Darlehen an verbundene Unternehmen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen sind unter D.7 dargestellt. F.7 Angaben zum Honorar des AbschlussprüfersFür die im Geschäftsjahr 2021 erbrachten Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers sind insgesamt Aufwendungen in Höhe von 0,3 Mio. EUR (VJ: 0,3 Mio. EUR) erfasst worden. Diese entfallen nahezu vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen. Der Abschluss wurde am 8. März 2022 von der Geschäftsführung genehmigt und zur Veröffentlichung frei gegeben. F.8 Ereignisse nach dem AbschlussstichtagZur weiteren Stärkung der Eigenkapitalbasis, wurde das bestehende Darlehen mit der Alteri StyleCayman 2 Ltd. Im Wert von 113.980.056,28 EUR von der Alleingesellschafterin der CBR Service GmbH, der Alteri Style Luxembourg SARL, erworben und von dieser in die CBR Service GmbH zum 3. Februar 2022 eingebracht. Zum 3. Februar 2022 ist darüber hinaus eine Barausschüttung über 64.173.218,03 EUR von der CBR Service GmbH an die Alleingesellschafterin Alteri Style Luxembourg SARL erfolgt.
Isernhagen, den 8. März 2022 CBR Service GmbH Jim Nowak Christian Rudlof BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die CBR Service GmbH, Isernhagen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der CBR Service GmbH, Isernhagen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der CBR Service GmbH, Isernhagen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die als ungeprüft gekennzeichneten Teile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die als ungeprüft gekennzeichneten Teile des Konzernlageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, 8. März 2022 Deloitte
GmbH
Thorsten Schwibinger, Wirtschaftsprüfer Sebastian Flögel, Wirtschaftsprüfer |
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