Betrieb von Kläranlagen
Netzgesellschaft Ostwestfalen mbH
Aldegreverwall 12, 59494 Soest, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
André Lars Dreißen seit 5.4.2017 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Stadt Soest | 90.00% |
Stadt Rietberg | 10.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Netzgesellschaft Ostwestfalen mbHSoestJahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen des Unternehmens1. GeschäftsmodellGegenstand der Geschäftstätigkeit der Netzgesellschaft Ostwestfalen mbH (NOW) sind der Bau, Ausbau und Betrieb von Glasfasernetzen sowie der Erwerb und Betrieb von anderen Netzen, wie beispielsweise Strom-, Gas- und Wassernetzen. Zunächst liegt der Fokus im Glasfaserbereich. Die NOW vermietet/verpachtet die passive LWL-Infrastruktur an Dritte. Gesellschafter der NOW sind die Stadtwerke Soest GmbH (SWS) (90 %) und die Stadt Rietberg (10 %). Die im Anhang und im Lagebericht gegebenen Erläuterungen und Daten veranschaulichen, dass die NOW dem ihrer gesellschaftsvertraglichen Aufgabenstellung folgenden öffentlichen Zweck vollständig gerecht wird. 2. Ziele und StrategienDie NOW ist ein weiterer Baustein der Stadtwerke Soest Gruppe, um sich neben dem zunehmenden Wettbewerb im Energiegeschäft besser zu diversifizieren. Durch den Glasfaserausbau in Soest wird die Kundenbindung im Bestandsgeschäft erhöht. In den Ausbaugebieten außerhalb von Soest wird dadurch die Kooperation mit der Stadtwerke Rietberg-Langenberg GmbH (SWRL), an denen die SWS zu 49,9 % beteiligt ist, gestärkt. Neben den Produkten im Bereich Energievertrieb und Energiedienstleistungen erwartet die Geschäftsführung Vorteile bei der Kundenakzeptanz und -bindung. Zusätzlich entstehen Cross-Selling-Potenziale und Synergien im Betrieb. Die ländlichen Regionen sind heute glasfaserseitig häufig noch schlecht erschlossen, daher ist das Interesse der Verbraucher insbesondere an schnellem Internet hoch. 3. SteuerungssystemDie Vorgabe der strategischen Zielrichtung obliegt der Gesellschafterversammlung der NOW im Rahmen der entsprechenden Sitzungen. Die operative Unternehmenssteuerung wird durch die Geschäftsführung wahrgenommen. Steuerungsinstrumente sind der jährliche Wirtschaftsplan sowie die Auswertung der Jahres- und Halbjahresabschlüsse. Finanzielle Leistungsindikatoren sind das Jahresergebnis und die Erreichung der Vorgaben des Wirtschaftsplans. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind die Kundenzahlen, der zeitliche Fortschritt der Bauarbeiten der Glasfasernetze und die Auslastung der Tiefbauabteilung. Durch den Betriebsführungsvertrag ist die NOW in die Abläufe und Regelungen sowie in das Risikomanagementsystem der Muttergesellschaft SWS eingebunden. Aufgrund der ein- bis zweijährigen Endkundenverträge im Bereich Glasfaser ist der wirtschaftliche Status Quo unterjährig gut prognostizierbar. Hinzu kommen längerfristige Verträge im Gewerbekundenbereich. 4. Entsprechungserklärung zum Public Corporate Governance KodexDie NOW ist eine rechtlich selbständige Gesellschaft mit beschränkter Haftung, an der die Stadtwerke Soest GmbH zu 90 % beteiligt ist. Die SWS ist wiederum eine 100 %-Tochter der Stadt Soest. Corporate Governance stellt bei der NOW eine verantwortungsbewusste Leitung und Kontrolle sicher. Sie bildet eine zentrale Grundlage für eine gewissenhafte und werteorientierte Unternehmensführung, die effiziente Zusammenarbeit der Organe der Gesellschaft, Transparenz der Berichterstattung sowie ein angemessenes Risikomanagement. Die Organe der Gesellschaft haben sich im Geschäftsjahr 2024 mit dem am 27. Oktober 2022 vom Rat der Stadt Soest verabschiedeten Public Corporate Governance Kodex und den damit verbundenen Anforderungen befasst. Die Organe der Gesellschaft erklären hiermit gemeinsam, dass dem Public Corporate Governance Kodex der Stadt Soest in der Fassung vom 27. Oktober 2022 im Geschäftsjahr 2023 entsprochen wurde und wird, wobei die konkrete Umsetzung im Einzelnen noch folgt, und insbesondere die Abweichungen von Empfehlungen des Kodexes noch final aufgeschlüsselt werden. B. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war auch im Jahr 2023 von einem krisengeprägten Umfeld beeinflusst. Obwohl rückläufig, hemmten die unverändert hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Daneben wirkten sich ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen sowie eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland negativ aus, so dass sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fortsetzte. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) verringerte sich das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 %. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. (Quelle: Statistisches Bundesamt) Der Anteil an gebuchten Anschlüssen mit mehr als 100 Mbit/s nimmt deutschlandweit stetig zu und lag Ende 2022 bei 45 % (Vorjahr 38 %); das entspricht einem Anstieg um 1,9 Mio. Anschlüssen. Damit einher geht auch eine steigende Nachfrage nach Glasfaseranschlüssen. Die Glasfaserabdeckung in Deutschland hat sich im Jahr 2023 um 37 % auf 17,9 Mio. erhöht. Grundsätzlich besteht bei der Breitbandverfügbarkeit weiterhin ein Stadt-Land-Gefälle. Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2025 50 % der Haushalte und Unternehmen mit Glasfaser zu versorgen. Bis 2030 soll eine flächendeckende Versorgung mit Glasfaseranschlüssen erreicht werden. Es ist daher davon auszugehen, dass der Glasfaserausbau ein wichtiger Faktor für wirtschaftliche Entwicklung in den Kommunen in Deutschland bleiben wird. Dementsprechend wird die NOW regional den Glasfaserausbau weiter vorantreiben. Hierbei ist die lokale Wettbewerbssituation vor dem Hintergrund der Wirtschaftlichkeit im Detail zu prüfen. 2. GeschäftsverlaufIm Mittelpunkt der Aktivitäten im Jahr 2023 standen der Ausbau von Neubaugebieten und die kontinuierliche Steigerung der Gebäudeanschlüsse in den fertiggestellten Ausbaugebieten sowie die Behebung von Störungen jeglicher Art. Darüber hinaus erfolgte die Teilnahme an einer Ausschreibung des Bundesförderprogramms zum Breitbandausbau. Im Berichtsjahr wurde die Nutzungsdauer der Telekommunikations-Passivtechnik (Glasfaser-Kabelnetz und -Hausanschlüsse) auf Basis eines externen Gutachtens auf branchenübliche 35 Jahre (bisher 20 Jahre) angepasst. Infolgedessen verringern sich die jährlichen planmäßigen Abschreibungen deutlich. Dem gegenüber stehen verlängerte Auflösungszeiträume bei den Baukosten- bzw. Investitionszuschüssen. In der Glasfasersparte wurden in 2023 Umsatzerlöse von 1.560 T€ (Vorjahr 1.590 T€) erzielt. Der Kundenbestand zum Stichtag erhöhte sich um 52 Kunden auf 4.221 Kunden (Planansatz 4.676). Die Umsätze der Tiefbausparte betrugen 2.118 T€ nach 2.515 T€ im Vorjahr. Die Tiefbaukolonnen waren dabei überwiegend für die Gesellschafterin SWS tätig. Insgesamt konnten somit die am Markt begrenzten Tiefbaukapazitäten weitestgehend kompensiert werden. C. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage1. ErtragslageDas abgelaufene Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresfehlbetrag von 51 T€ nach -175 T€ im Vorjahr ab. Die Glasfasersparte erzielte dabei einen Jahresüberschuss von 142 T€ (Plan -390 T€) und die Tiefbausparte einen Jahresfehlbetrag von -193 T€ (Plan +56 T€). Damit liegt das Ergebnis 2023 deutlich unter dem Planansatz von -334 T€. Diese Verbesserung resultiert im Wesentlichen aus deutlich niedrigeren planmäßigen Abschreibungen von 916 T€ (Plan 1.614 T€) auf die Glasfasernetzinfrastruktur. Gegenläufig wirkte sich insbesondere der im Vergleich zum Planwert höhere Materialaufwand von 1.251 T€ (+496 T€) aus. Die Umsatzerlöse verringerten sich um 353 T€ bzw. 8,6 % auf insgesamt 3.752 T€ (Vorjahr 4.105 T€) und lagen über dem Planungsniveau von 3.652 T€. Mit 1.251 T€ (Vorjahr 1.248 T€) lag der Materialaufwand auf dem Niveau des Vorjahres und entfällt überwiegend auf die Tiefbausparte. Der Personalaufwand ist mit 994 T€ (Vorjahr 1.118 T€) rückläufig. Ursächlich ist unter anderem eine niedrigere Beschäftigtenzahl. Die Abschreibungen verringerten sich infolge der Anpassung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Telekommunikations-Passivtechnik deutlich um 592 T€ bzw. 39,2 % auf 916 T€ (Vorjahr 1.509 T€). Mit insgesamt 711 T€ (Vorjahr 484 T€) erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und der Zinsaufwand um 227 T€ bzw. 46,9 %. 2. FinanzlageDie Bilanz der NOW ist durch Fristenkongruenz gekennzeichnet. Das langfristig dem Unternehmen dienende Anlagevermögen (23,5 Mio. €; Vorjahr 24,1 Mio. €) ist nahezu vollständig durch entsprechend langfristige Finanzierungsmittel (Eigenkapital, Ertragszuschüsse sowie langfristige Darlehen) finanziert. Zum Stichtag beträgt der Anlagendeckungsgrad 95,0 % (Vorjahr 96,8 %). Zum Bilanzstichtag verfügte die NOW über ein Bankguthaben in Höhe von 87 T€ (Vorjahr 117 T€). Die Liquidität der NOW war im Geschäftsjahr 2023 sowie im bisherigen Geschäftsjahr 2024 jederzeit gewährleistet. Die Investitionen in die passive Netz-Infrastruktur sind durch langfristige Darlehen finanziert. 3. VermögenslageDie Bilanzsumme der NOW hat sich zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr um 710 T€ auf 25,1 Mio. € (Vorjahr 25,8 Mio. €) verringert. Diese Entwicklung spiegelt sich auf der Aktivseite im langfristigen Bereich in einem im Wesentlichen um planmäßige Abschreibungen verringerten Anlagevermögen wider. Auf der Passivseite waren insbesondere die langfristigen Darlehen rückläufig. Die Investitionen von insgesamt 327 T€ entfallen ausschließlich auf Sachanlagen. Diesen Anlagenzugängen stehen planmäßige Abschreibungen von 916 T€ sowie Anlagenabgänge mit Restbuchwerten von 33 T€ gegenüber. Das Umlaufvermögen verringerte sich im Vorjahresvergleich um 86 T€ auf 1.655 T€ und entfällt im Wesentlichen mit 964 T€ (Vorjahr 1.337 T€) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit 565 T€ (Vorjahr 249 T€) auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Das Eigenkapital ist um den Jahresfehlbetrag 2023 (-51 T€) auf 3.484 T€ zurückgegangen. Die Eigenkapitalquote lag mit 13,9 % auf Vorjahresniveau (13,7 %). Unter der hälftigen Einbeziehung der Ertragszuschüsse lag die Eigenkapitalquote bei 15,2 % (Vorjahr 14,9 %). Im langfristigen Bereich verringerten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um planmäßige Tilgungen von 1.010 T€ auf 16,0 Mio. €. Im kurzfristigen Bereich erhöhten sich insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 289 T€ auf 4.238 T€. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenDie wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren Jahresergebnis und Umsatzerlöse sind unter B. 2. und C. 1. erläutert. Über die Erreichung der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren (Kundenzahl der Glasfasersparte) wurde unter B. 2. berichtet. D. Prognose-, Risiken- und Chancenbericht1. RisikenDie Risiken werden über das bei der Stadtwerke Soest GmbH installierte Risikomanagementsystem im Zuge der kaufmännischen Betriebsführung abgebildet und regelmäßig analysiert. Ein Risiko im ausgebauten FTTH-Gebiet ist eine Parallelverlegung von Glasfaserleitungen anderer Anbieter, die zu einer verstärkten Wettbewerbssituation führen kann. Darüber hinaus stellen perspektivisch rückläufige Pachtentgelte ein potentielles Risiko dar. Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden und erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz oder Ertragslage des Unternehmens haben, existieren nach derzeitigem Kenntnisstand nicht. 2. ChancenSowohl im Privat- als auch im Geschäftskundenbereich besteht nach wie vor ein großer Bedarf an erhöhtem Datenvolumen. Für Deutschland erwartet der Bundesverband Breitbandkommunikation e.V. ein durchschnittliches Datenwachstum bis 2025 von durchschnittlich 32 %. Täglich entstehen neue Apps, Streamingdienste und zusätzliche Services, die weiteres Up- und Downloadpotenzial in sich bergen. Die Bereiche Virtual und Argumented Reality befinden sich erst am Anfang. Demensprechend ist davon auszugehen, dass der Bedarf an Glasfaserkapazitäten weiter zunehmen wird. Die Potenziale liegen zum einen in der Erschließung weiterer Wohn- bzw. Gewerbegebiete als auch in der Verdichtung bestehender Netze. Geplant ist zukünftig, weiteren Diensteanbietern die Möglichkeit zu geben, auf dem Glasfasernetz Kunden zu versorgen. Dadurch wird die Auslastung des Netzes weiter gesteigert. In diesem Segment kann sich die NOW als regionaler Anbieter sehr gut positionieren. 3. PrognoseEs ist geplant, in 2024 zwei weitere Fördergebiete zu erschließen; die ersten Tiefbauarbeiten haben Mitte 2024 begonnen. Die Investitionskosten werden sich voraussichtlich auf 2,8 Mio. € belaufen. Insgesamt sind Investitionen (Glasfaser und Tiefbau) von 3,2 Mio. € vorgesehen. Für 2024 werden gemäß angepasstem Wirtschaftsplan Umsatzerlöse von insgesamt 4.163 T€ und ein Jahresüberschuss von 343 T€ erwartet. Unter Berücksichtigung plausibler regionaler und technischer Faktoren wird mit einer ansteigenden Marktdurchdringung gerechnet. Die NOW bietet als einziges Unternehmen in Rietberg und Langenberg in sehr hoher Zahl direkte Glasfaseranschlüsse bis in die Gebäude. Nur hiermit lassen sich Internet-Anschlüsse mit Datenraten von 1 Gbit/s und höher realisieren. Die Umsatzerlöse des Glasfasergeschäfts der NOW sollen bis 2026 sukzessive einen Wert von rund 2.189 T€ erreichen; für das Geschäftsjahr 2024 werden auf Basis der erwarteten Kundenzuwächse (Zielkundenbestand 5.109) Umsatzerlöse von 1.879 T€ und ein Jahresüberschuss von 276 T€ erwartet. In der Tiefbausparte sind Umsatzerlöse von 2.284 T€ und ein Jahresüberschuss von 67 T€ geplant.
Soest, 30. September 2024 Netzgesellschaft Ostwestfalen mbH Andre Dreißen, Geschäftsführer BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023Aktiva
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. GrundlagenDie Netzgesellschaft Ostwestfalen mbH (kurz "NOW") mit Sitz in Soest wird beim Handelsregister des Amtsgerichtes Arnsberg unter der Nr. HR B 11945 geführt. II. Angaben zur Form und Darstellung von Bilanz und Gewinn- und VerlustrechnungDie Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. (1) HGB. Jahresabschluss und Lagebericht werden jedoch gemäß Gesellschaftsvertrag § 12 Abs. 2 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der anwendbaren Vorschriften für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzugebenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang zu machen sind, insgesamt im Anhang gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Telekommunikations-Passivtechnik (Glasfaser-Kabelnetz und -Hausanschlüsse) wurde im Berichtsjahr - entsprechend den üblichen Branchen-Werten - für 2023 und die Folgejahre auf 35 Jahre (bisher 20 Jahre) festgelegt. Der ergebniswirksame Unterschiedsbetrag aus dieser Anpassung beträgt 615 T€. III. Angaben und Erläuterungen zu Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung1. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDas Anlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Abschreibungen angesetzt. Bei den Herstellungskosten werden für die eigenen Leistungen in angemessenem Umfang Lohn- und Materialgemeinkosten einbezogen. Die Abschreibungen wurden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (Immaterielle Vermögensgegenstände 3 Jahre und Sachanlagen 1-35 Jahre) planmäßig linear vorgenommen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Anlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Geringwertige Wirtschaftsgüter zwischen € 250 und € 1.000 werden grundsätzlich jahrweise zu einem Sammelposten zusammengefasst und linear über fünf Jahre abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu € 250 werden grundsätzlich im Anschaffungsjahr sofort als Aufwand erfasst. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert. Deren Bewertung erfolgt grundsätzlich unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken. Unfertige Leistungen sind zu Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert. Empfangene Baukostenzuschüsse werden in der Handelsbilanz als "empfangene Ertragszuschüsse" passiviert. Die ratierliche Auflösung dieses Postens erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagengüter zu Gunsten der Umsatzerlöse. Analog zur Anpassung der Nutzungsdauer der Telekommunikations-Passivtechnik verlängerte sich auch der Auflösungszeitraum. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten bis zum Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung werden berücksichtigt Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. Hinsichtlich latenter Steuern werden grundsätzlich sich ergebende Steuerbelastungen und Steuerentlastungen aus gegenüber der Steuerbilanz temporär abweichenden Wertansätzen saldiert betrachtet. Derzeit bestehende Differenzen sind zu vernachlässigen; jedoch besteht ein steuerlicher Verlustvortrag. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 31 % zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Im Fall aktiver latenter Steuern wird auf eine Aktivierung, die zu einer teilweisen Ausschüttungssperre führen würde, verzichtet. Da der Saldo aus aktiven und passiven latenten Steuern zu einem Aktivüberhang führt, wird auf eine Bilanzierung verzichtet. 2. Angaben zu Positionen der BilanzDie Entwicklung des Anlagevermögens und der Abschreibungen im Geschäftsjahr 2023 ist aus dem Anlagenspiegel als Anlage zu diesem Anhang ersichtlich. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 565 T€ (Vorjahr 249 T€) betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von insgesamt 127 T€ (Vorjahr 96 T€) betreffen mit T€ 115 (Vorjahr 85 T€) im Wesentlichen den Personalbereich.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen mit 52 T€ auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr 46 T€), mit 2.070 T€ auf sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (Vorjahr 1.787 T€) und mit unverändert 2.115 T€ auf ein langfristiges Gesellschafterdarlehen. Der gesamte Saldo besteht zum Stichtag gegenüber der Gesellschafterin Stadtwerke Soest GmbH (kurz "SWS"). Darüber hinaus wird unter den sonstigen Verbindlichkeiten ein Gesellschafterdarlehen von unverändert 235 T€ der Stadt Rietberg ausgewiesen. Insgesamt belaufen sich die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern auf 4.473 T€ (Vorjahr 4.183 T€). In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern von 24 T€ (Vorjahr 30 T€) enthalten, die in Gänze erst nach dem Bilanzstichtag entstanden sind. Weiter bestehen Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von unverändert 11 T€. Die Umsatzerlöse entfallen auf folgende Bereiche:
Im Personalaufwand sind unter den Aufwendungen für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung von 191 T€ (Vorjahr 223 T€) Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von unverändert 1 T€ enthalten. Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen 108 T€ (Vorjahr 27 T€) auf Zinsen an verbundene Unternehmen. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, Haftungsverhältnisse, außerbilanzielle GeschäfteEs bestehen keine wesentlichen finanziellen Verpflichtungen, die außerhalb des geschäftsüblichen Rahmens liegen. Haftungsverhältnisse, außerbilanzielle Geschäfte im Sinne von § 285 Nr. 3 HGB oder Verträge über derivative Finanzinstrumente bestehen nicht. 5. Angaben gemäß § 6b Abs. 2 EnWGDie Gesellschaft tätigte im Berichtsjahr folgende Geschäfte im größeren Umfang außerhalb der gewöhnlichen Energieversorgung mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen, die für die Beurteilung der Vermögens- und Ertragslage nicht von untergeordneter Bedeutung sind: Kaufmännische Betriebsführung (Aufwand 35 T€) Tiefbaudienstleistungen (Ertrag 1.171 T€) IV. Angaben zum JahresergebnisDer Jahresfehlbetrag soll nach dem Vorschlag der Geschäftsführung auf neue Rechnung vorgetragen werden. V. Ergänzende Angaben1. Zusammensetzung der Organe, Aufwendungen für OrganeOrgane der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Geschäftsführer der NOW ist Andre Dreißen, Geschäftsführer der SWS. Die Geschäftsführung erhält keine Vergütung aus den Mitteln der NOW. 2. KonsolidierungskreisDie SWS und die NOW, beide mit Sitz in Soest, sind verbundene Unternehmen im Sinne der §§ 271 Abs. 2 und 290 Abs. 1 HGB. Der Jahresabschluss der NOW wird in den Konzernabschluss der Gesellschafterin SWS, der im Unternehmensregister unter HR B Nr. 5436 (Amtsgericht Arnsberg) veröffentlicht wird, einbezogen (kleinster und größter Konsolidierungskreis). 3. NachtragsberichtEreignisse nach dem Abschlussstichtag, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken, haben sich nicht ergeben. 4. MitarbeiterDie durchschnittliche Zahl der Gehaltsempfänger betrug im Geschäftsjahr 5 (Vorjahr 6) und der Lohnempfänger unverändert 14. 5. AbschlussprüferhonorarDie Angaben erfolgen gemäß § 285 Nr. 17 HGB im Konzernabschluss der SWS.
Soest, 30. September 2024 Netzgesellschaft Ostwestfalen mbH Andre Dreißen, Geschäftsführer ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM ZEITRAUM VOM 01. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2023
Tätigkeitsabschlüsse für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023 - ELEKTRIZITÄTSVERTEILUNGAktiva
BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023 - GASVERTEILUNGAktiva
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023 ELEKTRIZITÄTSVERTEILUNG
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023 GASVERTEILUNG
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM ZEITRAUM VOM 01. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2023 ELEKTRIZITÄTSVERTEILUNG
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM ZEITRAUM VOM 01. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2023 GASVERTEILUNG
ERLÄUTERUNGEN ZU DEN TÄTIGKEITSABSCHLÜSSEN 20231. Allgemeine AngabenGemäß § 6b Abs. 3 EnWG wurden aufgrund der Erbringung energiespezifischer Dienstleistungen Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten "Strom" (Elektrizitätsverteilung) und "Gas" (Gasverteilung) erstellt. Grundlage der Tätigkeitsabschlüsse nach § 6b Abs. 3 EnWG ist der nach den gesetzlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023. Besonderheiten der Versorgungswirtschaft sind in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung durch Hinzufügen oder Untergliederung einzelner Posten berücksichtigt. Soweit eine direkte Zuordnung von Konten zu den einzelnen Tätigkeiten nicht möglich war oder mit unvertretbarem Aufwand verbunden gewesen wäre, wurde die Zuordnung durch Schlüsselung der Konten nach § 6b Abs. 3 Satz 7 EnWG vorgenommen. Die nach sachgerechter Zuordnung und Schlüsselung der Konten entstandenen Residualgrößen in den einzelnen Tätigkeitsbilanzen wurden als Kapitalausgleichsposten ausgewiesen. 2. Erläuterungen der ZuordnungsregelnDie Posteninhalte der Aktiv- und Passivposten sowie die Aufwendungen und Erträge wurden, soweit dies mit vertretbarem Aufwand möglich war, den verschiedenen Tätigkeiten einzeln zugeordnet. Im Übrigen wurden sie geschlüsselt. Im Einzelnen erfolgte die Verteilung unter Beachtung folgender Regeln: Bilanz:Das Anlagevermögen wurde nach dem Verteilungsschlüssel nach Kunden- und Innenaufträge aufgeteilt. Die Entwicklung des Anlagevermögens und der Abschreibungen ist aus den als Anlage beigefügten Anlagespiegeln der Tätigkeiten Elektrizitäts- und Gasverteilung ersichtlich. Die unfertigen Leistungen wurden direkt zugeordnet. Die Forderungen, die sonstigen Vermögensgegenstände und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden nach dem Verteilungsschlüssel der Kunden- und Innenaufträge aufgeteilt. Sämtliche Forderungen haben Restlaufzeiten von unter einem Jahr. Das Eigenkapital wird wie folgt aufgebaut:
Die Rückstellungen für Urlaub- und Überstundenansprüche der Mitarbeiter wurden nach dem Verteilungsschlüssel der Kunden- und Innenaufträge den Sparten zugeordnet. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden, soweit möglich, direkt zugeordnet. Ansonsten erfolgt die Aufteilung des gemeinsamen Bereichs nach dem Verteilungsschlüssel der Kunden- und Innenaufträge. Gewinn- und VerlustrechnungDie Erträge und Aufwendungen wurden nach dem Verteilungsschlüssel der Kunden- und Innenaufträge aufgeteilt. Die Bestandsveränderungen und Umsatzerlöse wurden über eine direkte Zuordnung aufgeteilt.
Soest, 30. September 2024 Netzgesellschaft Ostwestfalen mbH Andre Dreißen, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Netzgesellschaft Ostwestfalen mbH, Soest VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTSPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Netzgesellschaft Ostwestfalen mbH, Soest, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Netzgesellschaft Ostwestfalen mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Unterabschnitt "Entsprechungserklärung zum Public Corporate Governance Kodex" des Abschnitts "A. Grundlagen des Unternehmens" enthaltene Entsprechungserklärung zu den Empfehlungen des Public Corporate Governance Kodex des Bundes haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Unterabschnitt "Entsprechungserklärung zum Public Corporate Governance Kodex" des Abschnitts "A. Grundlagen des Unternehmens" enthaltene Entsprechungserklärung zu den Empfehlungen des Public Corporate Governance Kodex des Bundes als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGENVermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWGPrüfungsurteileWir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten "Elektrizitätsverteilung" und "Gasverteilung" nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.
Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWGDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWGUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
Bielefeld, den 30. Oktober 2024 WIBERA
Wirtschaftsberatung
Moritz Meyer, Wirtschaftsprüfer Jörg Gropengießer, Wirtschaftsprüfer Auszug aus der Niederschrift der 12. ordentlichen Gesellschafterversammlung der Netzgesellschaft Ostwestfalen mbH am 18. Dezember 2024TOP 1:Feststellung Jahresabschluss 2023, Ergebnisverwendung, Entlastung der GeschäftsführungDie Gesellschafterversammlung nimmt den Beschlussvorschlag zustimmend zur Kenntnis und beschließt: "Der Jahresabschluss 2023 wird in der vorgelegten Form mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 51.002,90 € von der Gesellschafterversammlung der Netzgesellschaft Ostwestfalen mbH festgestellt. Der Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen. Der Geschäftsführung wird für das Jahr 2023 Entlastung erteilt." |
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