Falcon.io GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Ott seit 31.1.2025 | Prokura |
Sandra Schank seit 31.1.2025 | Prokura |
Remko Goudappel seit 5.9.2016 | Geschäftsführer |
Erik Lauer seit 20.1.2011 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Jacobi Carbons AB | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
air2public GmbHAufgelöst | 15.01% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Jacobi Carbons GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Jacobi Carbons GmbH, Frankfurt am MainI. Die Jacobi Carbons GmbH Jacobi Carbons GmbH (JCG) ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Jacobi Carbons AB, eines schwedischen, international agierenden Unternehmens der Aktivkohleindustrie mit Sitz in Kalmar/Schweden. Die Jacobi Carbons AB wurde im September 2013 von der Osaka Gas Chemicals Group (OGC), Osaka/Japan, gekauft. Die Firmenanteile sind im Januar 2014 offiziell von der Holding der Jacobi Carbons AB, der Adsorb Holding AB, an die Osaka Gas Chemicals Group übergegangen. Die Jacobi Carbons Group erwirtschaftet einen Jahresumsatz von mehr als USD 352 Mio. mit mehr als 2.056 Beschäftigten in Verkaufsorganisationen und Produktionsstandorten in Schweden, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, den USA, Malaysia, Sri Lanka, Indien, China und anderen Ländern. Die JCG befasst sich hauptsächlich mit dem Kauf, dem Verkauf und der Vermittlung von Aktivkohle. Sie hat als Organträger einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Jacobi Carbons Service (Europe) GmbH, Premnitz (JCE), geschlossen. Der Vertrag datiert auf den 12. September 2008. Die Beschaffung von Materialien wird größtenteils aus Asien im Konzernverbund und auch mit anderen externen Unternehmen organisiert. Das bedeutet das der Wechselkurs des USD eine große Bedeutung für die Ergebnissituation hat. Die Inflation spiegelt sich in den erhöhten Aufwendungen wider und wird mit der Erhöhung der Verkaufspreise kompensiert. Die Zinsaufwendungen haben eine untergeordnete Rolle, da die Finanzierung von der Muttergesellschaft Jacobi Carbons AB abhängig ist. Sie richtet sich nach dem 3 Monats EURIBOR. Die JCG betreibt drei wesentliche Geschäftsfelder als Handelsgesellschaft: den Verkauf von Aktivkohle, den Verkauf von Ionenaustauscher sowie Verkauf, Vermietung und Service für mobile Filter. Die JCE betreibt zwei wesentliche Geschäftsfelder als Produktionsgesellschaft: die Aktivkohlereaktivierung und die Waschung von Ionenaustauschern. II. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Die Gesellschaft wird im Wesentlichen auf Grundlage der Umsatzerlöse und des Jahresergebnisses gesteuert. Zur Entwicklung der Umsatzerlöse und des Jahresergebnisses verweisen wir auf unsere Ausführungen zur Ertragslage unter Abschnitt IV. Weitere wesentliche finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden auf Ebene der Gesellschaft nicht zur Steuerung heranzogen. III. Geschäftsverlauf im abgelaufenen Geschäftsjahr In 2023 konnten die gesteckten Umsatzziele der JCG für die Hauptabsatzmärkte in Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Ungarn und Polen erreicht werden. Die Umsatzerlöse lagen rund 2 % höher als im Jahr 2022 und entsprechend über dem Plan, da gleichbleibende Umsatzerlösen prognostiziert wurden. Dagegen sanken die Materialkosten um ca. 3 %. Daher lag die Profitabilität im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich über dem Niveau des Vorjahres und oberhalb des budgetierten Zielniveaus. Durch vorausschauende Beschaffung von Vorräten bzw. Materialien konnten die Lieferkettenengpässe im Geschäftsjahr vermieden werden. Stark ansteigende Energiekosten konnten durch Verkaufspreissteigerungen kompensiert werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich der schwache Euro erholt und einen fast neutralen Effekt auf das Betriebsergebnis. Im Geschäftsfeld der Aktivkohlereaktivierung der JCE konnte im Geschäftsjahr 2023 immer noch kein positiver Beitrag zum Ergebnis der JCG geleistet werden, die Verluste fielen aber um 62 % bzw. TEUR 498 geringer aus als im Vorjahr. Die Produktionsleistung der Reaktivierungsanlange stieg um ca. 1,4 % auf 5.602 t (i. Vj. 5.525 t). Im weiteren Geschäftsfeld Waschung von Ionenaustauschern sank die Produktionsleistung um 44 % auf 1.010 cbm (i. Vj. 1.808 cbm). Grund dafür war ein Einbruch der Nachfrage aus einem relevanten Anwendungssegment für diese Produktkategorie. Das hatte teilweise Einfluss auf das Ergebnis, welches durch die Reaktivierungsanlage kompensiert werden konnte. Das Ergebnis der JCE betrug 2023 vor Verlustausgleich durch die JCG TEUR -302 (i. Vj. TEUR -800). In der JCG wurden im Geschäftsfeld 5,5 % Aktivkohle 683 t mehr verkauft 13.014 t (i. Vj. 12.331 t), im Bereich 3,8 % Ionenaustauscher 539 cbm mehr verkauft 2.102 cbm (i. Vj. 1.563 cbm). Die Umsatzerhöhung im Bereich Aktivkohleverkauf betrug TEUR 497 TEUR auf TEUR 33.000 (i. Vj. TEUR 32.503) und im Bereich Ionenaustauscher TEUR 1.057 auf TEUR 5.297 (i.Vj. TEUR 4.240). IV. Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Ertragslage Das Jahresergebnis der JCG hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.481 auf einen Jahresüberschuss von TEUR 930 (i.Vj. Jahresfehlbetrag von TEUR 551) verändert. Auch hier hat die Gesellschaft die im Vorjahr berichtete Prognose von einem leicht positiven Jahresergebnis deutlich überschritten. Kaum Einfluss hatten im Geschäftsjahr die Währungserträge aufgrund des über den Jahresverlauf schwacher werdenden US-Dollars. Nach Bereinigung des Jahresergebnisses um die Währungsumrechnungseffekte (TEUR 142 Gewinn, i. Vj. TEUR 1.216 Verlust) ergibt sich ein Jahresüberschuss von TEUR 788 (i. Vj. TEUR 665). Der Verkauf im Bereich des Geschäftsfeldes Verkauf Ionenaustauschern" ist im Jahr 2023 um 25 % gestiegen. Die Umsätze mit dem Verkauf von Frischkohlen stiegen kaum gegenüber dem Vorjahr um ca. 1,5 %. Notwendige realisierte Preissteigerungen spielten hierbei eine wesentliche Rolle. Das Ergebnis wird erneut durch das negative Beteiligungsergebnis, resultierend aus der Verlustübernahme von der JCE, geschwächt. Diese Schwächung fällt um TEUR 498 geringer aus als in der Vorperiode. Es wird ein positives Gesamtergebnis von TEUR 930 (i. Vj. negatives Gesamtergebnis TEUR 551) ausgewiesen. Der Umsatz der JCG ist im Geschäftsjahr 2023 um rund 2 % auf TEUR 43.425 (i. Vj. TEUR 42.496) gestiegen. Es konnte eine Mengensteigerung im Segment der Aktivkohle von 12.331 t auf 13.014 t erreicht werden. Die verkaufte Menge Ionenaustauscher stieg um 539 Tl von 1.563 Tl auf 2.102 Tl. Während die durchschnittlichen Umsätze nur leicht anstiegen, konnten die durchschnittlichen Verkaufsmargen durch die günstigen Materialkosten gegenüber dem Vorjahr um ca. 3 % verbessert werden. Positiv auf die Umsatzlage wirkte sich die erfolgreiche Akquisition von Neugeschäft in verschiedenen osteuropäischen Ländern und in Deutschland aus. Über Preiserhöhungen im Laufe des Geschäftsjahres konnten die angefallenen Kosten vollständig gedeckt und eine im Vergleich zum Vorjahr erhöhte durchschnittliche Gewinnmarge erzielt werden. In den sonstigen betrieblichen Erträgen wurden TEUR 436 Erträge (i. Vj. TEUR 57) aus Währungsumrechnung ausgewiesen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 294 Aufwendungen (i. Vj. TEUR 1.273) aus Währungsumrechnung enthalten. Der gesamte positive Beitrag der Währungsumrechnung von TEUR 142 (i. Vj. -TEUR 1.216) zum Gesamtergebnis resultierte aus der Schwächung US-Dollar gegenüber dem EUR. Dies hatte (anders als im Vorjahr) nur einen geringen Einfluss auf das Gesamtergebnis. Die Materialkosten sind aufgrund günstiger Einkaufspreise aus Asien gesunken auf TEUR 33.273 (i. V. TEUR 34.172). Der Personalaufwand ist erheblich gestiegen von TEUR 3.166 i. Vj. auf TEUR 4.237. Insbesondere Neueinstellungen im Vertriebs- und Konzernbereich, individuelle Gehaltserhöhungen sowie die Zahlung eines Inflationsausgleichs waren die Gründe dafür. Die Abschreibungen betrugen TEUR 459 (i. Vj. TEUR 378). Der Anstieg resultiert insbesondere aus der Inbetriebnahme der 3. Mahlung und der Mobilen Filter-Verladungsanlage. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen TEUR 5.508 (i.Vj. TEUR 5.197). Diese Kostengruppen führten zu dieser Veränderung von insgesamt TEUR 311 höherer Aufwendungen, wie höhere Lager und Logistikkosten in Höhe von TEUR 547, einige Verwaltungs- bzw. Marketingkosten in Höhe von TEUR 457, Konzernumlage in Höhe von TEUR 286, und geringere Währungsaufwendungen in Höhe von TEUR 979. Es ergibt sich damit ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 930 (i. Vj. Jahresfehlbetrag von TEUR 551). Vermögens- und Finanzlage Die Vermögens- und Finanzlage der JCG ist weiterhin durch das operative Geschäft der Gesellschaft geprägt. Die JCG sichert zusätzlich durch eine Kreditvereinbarung die Liquidität der JCE. Die Inanspruchnahme der Kreditlinie gegenüber der Gesellschafterin hat sich im Geschäftsjahr um TEUR 1.600 auf TEUR 9.082 reduziert. Diese Rückzahlung konnte durch die positive Geschäftsentwicklung ermöglicht werden. Ihre Funktion in der Finanzierung des langfristig zu stabilisierenden Reaktivierungsgeschäfts der JCE ist auch im aktuellen Geschäftsjahr von Bedeutung. Die gesamten Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen zu TEUR 7.042 (i. Vj. TEUR 6.496). Der Anstieg in Höhe von TEUR 546 resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Forderungen gegen die Gesellschafterin aus der Verrechnung mit anderen verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 688, einer Forderung aus einem erhöhten Liquiditätsbedarfes der Tochtergesellschaft Jacobi Carbons Service (Europe) GmbH für kritische Investitionen in die Energiesicherheit am Standort und anderen Kosten in Höhe von TEUR 565 TEUR und der Reduzierung der Forderungen an verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 707 aus Verrechnung bzw. Begleichung. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 22.423 (i. Vj. TEUR 23.905). Die Minderung resultiert im Wesentlichen aus der Tilgung der Kreditlinie gegenüber der Gesellschafterin. Im Anlagevermögen sind neben den Sachanlagen in Höhe von TEUR 3.428 (i. Vj. TEUR 3.209) außerdem Finanzanlagen in Höhe von TEUR 661 (i. Vj. TEUR 661) und immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 120 (i. Vj. TEUR 106) ausgewiesen. Insgesamt erhöhte sich das gesamte langfristige Vermögen der JCG auf TEUR 4.209 (i. Vj. TEUR 3.976) um TEUR 233, insbesondere durch die Anschaffung einer technischen Anlage zur Herstellung feiner Aktivkohlequalitäten. Die Anlagenintensität ist mit 12,5 % (i. Vj. 11,7 %) gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Im Umlaufvermögen sind im Wesentlichen Bestände an Vorräten TEUR 13.612, (i. Vj. TEUR 15.888), davon an fertigen Erzeugnissen in Höhe von TEUR 13.350 (i. Vj. TEUR 15.486) ausgewiesen. Darin sind unter anderem Vorräte für mobile Filter zum Verkauf in Höhe von TEUR 405 (i. Vj. TEUR 436) enthalten. Der Vorratsbestand an Filtern ist gegenüber dem Vorjahr gesunken. Der Lagerbestand an Aktivkohlen ist mengenmäßig gestiegen. Es wurde daher externe Lagerfläche angemietet. Der durchschnittliche Materialpreis ist im Geschäftsjahr jedoch gesunken. Der Grund dafür lag in der kostengünstigeren Beschaffung der Materialien in Asien im Geschäftsjahr 2023. Eine konzerninterne Entscheidung zur Risikominimierung in den Lieferketten resultierte in substantiellen Erhöhungen der Sicherheitsbestände in Europa. Der Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 2.409 lag unter dem Vorjahresniveau von TEUR 4.375. Grund dafür war eine nicht durch vorzeitige Lastschrift eingezogene Forderung eines Großkunden zum Ende des Jahres. Diese wurde zur Fälligkeit im Folgejahr beglichen. Die Kreditlinie des Gesellschafters beträgt EUR 23 Mio., davon sind zum Geschäftsjahresende EUR 14 Mio. noch nicht in Anspruch genommen worden. Die mit dem Gesellschafter getroffene Kredit-Vereinbarung enthält eine Finanzierungszusage bis 31.12.2041, außerdem wurden feste Rückzahlungsbeträge festgelegt, die laufend bedient werden. Die Verzinsung erfolgt quartalsweise mit festen und variablen Komponenten. Der operative Cashflow weist einen Mittelzufluss von TEUR 1.827 aus. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit zeigt einen Mittelabfluss von TEUR 691, welcher im Wesentlichen aus Zugängen zum Anlagevermögen resultiert. Der Cashflow aus Finanzierung zeigt einen Mittelabfluss von TEUR 3.101, welcher maßgeblich stark geprägt durch die Rückzahlung eines Teils des Darlehens an den Gesellschafter ist. Die externen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind auf TEUR 2.792 (i. Vj. TEUR 2.646) gestiegen. Hier resultiert der Anstieg aus der vermehrten Beschaffung von Vorräten aus Asien von externen Lieferanten und den Einfuhrumsatzsteuern sowie den Zöllen. Gleichzeitig sind die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 13.223 auf TEUR 13.341 leicht gestiegen, insbesondere bei den asiatischen Schwesterunternehmen. Das resultiert vor allen Dingen aus der erhöhten Beschaffung von Vorräten und Waren aus Schwesterunternehmen aus Asien. Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 100. Das Ergebnis des Geschäftsjahres der Gesellschaft einschließlich des negativen Beteiligungsergebnisses ergibt einen Jahresüberschuss von TEUR 930. Somit ergibt sich ein positives Gesamteigenkapital in Höhe von TEUR 7.211 (i. Vj. TEUR 6.281). Die Eigenkapitalquote beträgt 21 % (i. Vj. 19 %). Im Berichtsjahr sanken die gesamten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 1.482 auf TEUR 22.423. Sie betreffen im Wesentlichen in Höhe von TEUR 9.082 (i. Vj. TEUR 10.682) die im Rahmen der Finanzierung gewährten Mittel der Gesellschafterin und im Übrigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber anderen verbundenen Unternehmen. Gesamtaussage Bereinigt man das Jahresergebnis um die Währungsumrechnungseffekte, ist die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft weiterhin als positiv einzustufen. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023, gestützt durch die Konzernfinanzierung und der eigenen positiven Profitabilität, besser in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Die eingeleiteten langfristig angelegten Maßnahmen wirkten sich positiv aus. Obwohl die generelle Prognose aufgrund der Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie sowie des eskalierenden Konflikts in der Ukraine und weiterer Konflikte in Asien und der daraus resultierenden Energiekrise für das Geschäftsjahr 2023 zurückhaltend ausfiel, konnten Geschäftsrückgänge mit Firmen aus stark betroffenen Regionen und Industrien durch Zuwächse in anderen weniger bis gar nicht betroffenen Segmenten voll kompensiert werden. V. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Chancenbericht Trotz einer starken Auswirkung der genannten Krisen wächst der Aktivkohle- und der Ionenaustauschermarkt konstant weiter. Dies ist insbesondere auf die sich stetig verschärfenden Umweltauflagen und entsprechende Reinigungsanforderungen zurückzuführen. Die Triebfedern sind hier weiterhin in erster Linie die steigende Notwendigkeit, mit geeigneten Technologien Luft und Wasser zu reinigen. Aktivkohle bleibt hier das mit Abstand am vielseitigsten einsetzbare Adsorptionsmittel. Im Anwendungsbereich der Automobilinnenraumfilter wächst der Bedarf an leistungsfähigeren Aktivkohlen und Ionenaustauschern1. Die Jacobi Gruppe verfügt mit speziell darauf ausgerichteten Werken in Asien und etablierten Wertschöpfungsschritten am Standort in Premnitz über eine sehr starke Position auf dem Weltmarkt. Durch den erhöhten Wertschöpfungsgrad dieser Produkte können sich positive Effekte auf die Ertragslage ergeben. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als überdurchschnittlich hoch eingeschätzt. Der Trend zu mehr technischen Dienstleistungen rund um die Aktivkohle, wie Konfektionierung und Aufbereitung, hält an. Diese zunehmend aufwendigeren Zusatzleistungen mit auskömmlicheren Margen, wie Imprägnierung und Mahlung, können zukünftig nur Know-how- und finanzstarke Firmen, die in die notwendige Infrastruktur, Produktions- und Servicetechnik investieren, den Kunden zur Verfügung stellen. Die gesamte Jacobi Gruppe investiert hierfür in den kommenden Jahren mehrstellige Millionenbeträge, was in der Zukunft auch für die Gesellschaft positive Effekte erwarten lässt. Damit können Aktivkohleprodukte mit höherer Wertschöpfungstiefe angeboten werden, was für JCG insbesondere in den wachsenden Anwendungssegmenten wie Rauchgasreinigung sowie Trinkwasser- und Lebensmittelfeinreinigung mit hoher Wahrscheinlichkeit eine merklich steigende Auswirkung auf die Umsatzerlöse haben wird. In den kommenden Jahren und Jahrzehnten wird der Reaktivierung, bzw. dem Recycling, d. h. der Ressourcen schonenden, nachhaltigen Wiederverwertung von gebrauchter Aktivkohle, ein immer höheres Maß an Bedeutung zukommen.2 Jacobi Carbons sieht daher die Investition in diese Technologie und damit die Entwicklung dieses Marktes als langfristiges strategisches Ziel. Auch wird durch diesen Geschäftsansatz die Abhängigkeit von Rohstoffen aus Asien reduziert. Aufgrund der mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zunehmenden Nachfrage nach Aktivkohlerecycling in Deutschland und ganz Europa ergeben sich in den kommenden Jahren auch realistische Chancen, die Margen in diesem Aktivitätsbereich zu steigern. Die installierten Anlagen stehen kurz vor Erreichung ihrer Auslastungsgrenzen. Dadurch bestehen für die Gesellschaft gute Möglichkeiten, die Preise für die Aktivkohlereaktivierung deutlich auskömmlicher zu gestalten und damit auch die Erträge substanziell zu stärken. Risikobericht Die Darstellung der nachfolgenden Risiken erfolgte nach Berücksichtigung von ergriffenen Risikobegrenzungsmaßnahmen. Die anhaltenden Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise sowie die Destabilisierung der Weltwirtschaft durch Krisen, wie die in der Ukraine aber auch im Nahen Osten, werden in den kommenden Jahren noch deutlich zu spüren sein. Instabile bzw. schwankende Rohstoffkosten sowie schwer kalkulierbare Veränderungen im Bereich der Seefrachten erfordern eine direkte Koppelung dieser Faktoren an unsere Preisbildung. Nur so können Margen und Erträge langfristig geschützt werden. Es gilt unsere Interessen als Lieferant, der nachhaltige Liefersicherheit bewerkstelligen will, durch angepasste kommerzielle Vereinbarungen zu stärken. Für die Gesellschaft besteht das Risiko, dass durch anhaltende Maßnahmen zur Erreichung der Ziele der Energiewende in Deutschland die internationale Wettbewerbsfähigkeit erheblich beeinträchtigt wird. Dies kann im Negativszenario mit Umsatzeinbußen bzw. Reduktion des Umsatzwachstums und damit auch mit einer Verschlechterung des Jahresergebnisses einhergehen. Das Risiko wird als überdurchschnittlich hoch eingeschätzt. Weiterhin werden aber auch stark schwankende Wechselkurse, insbesondere des Euros gegenüber dem US-Dollar, die angespannte weltpolitische Lage durch den Krieg in der Ukraine und die daraus resultierende Verknappung und Verteuerung von Primärenergie als große Risikofaktoren für eine positive Geschäftsentwicklung in den nächsten ein bis fünf Jahren gesehen. China, wichtigster Lieferant der JCG von Aktivkohlen auf Basis von Steinkohle und Holzkohle sowie Ionenaustauscherharzen, droht damit, Taiwan zu annektieren. Eine Reaktion der westlichen Welt auf ein solches Verhalten könnte zu Handelseinschränkungen oder sogar Verboten führen. Dieser Umstand würde zu einem weiteren Anstieg der Einkaufspreise für Aktivkohlen und Ionenaustauscher führen, da diese Materialien dann aus anderen Ländern bzw. Regionen beschafft werden müssten. Aus den genannten Gründen könnte das Wachstum für die für JCG wichtigen Märkte eingeschränkt werden. Zudem können sich die vorgenannten Punkte negativ auf die Ertragslage auswirken. Die Risiken werden als überdurchschnittlich hoch eingeschätzt. Durch den Ukraine-Konflikt und den Lieferstopp für russisches Erdgas ist für das kommende Geschäftsjahr das daraus entstehende Risiko für die Reaktivierungsanlage am Standort in Premnitz zu betrachten. Zwar ist davon auszugehen, dass der Betrieb in Premnitz als systemrelevant eingestuft würde und daher eine weitere Zuteilung von Erdgas wahrscheinlich wäre. Die Bezugspreise würden aber mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter ansteigen. Diese Kostenerhöhungen können in Form von Preissteigerungen an die Kunden weitergegeben werden, da es in vielen Anwendungsbereichen keine Alternative zur Reaktivierung verbrauchter Aktivkohle gibt. Um bei einem Wegfall der Erdgasversorgung lieferfähig zu bleiben, hat Jacobi eine alternative Energieversorgung über LPG (Flüssigpropangas) realisiert. Sollte im schlimmsten Fall das Geschäft der Aktivkohlereaktivierung nicht aufrechterhalten werden können, ist die Anlage abzustellen und die betroffenen Angestellten sind in Kurzarbeit zu schicken. Dies hätte einen deutlichen Umsatzrückgang in der JCG zur Folge. Das Betriebsergebnis wäre aber nur geringfügig betroffen. Zusätzlich zu den bereits beschriebenen Maßnahmen zur Risikominimierung im operativen Bereich der JCG und JCE finanziert die Konzernmutter Projekte, die zu einer Reduzierung der Abhängigkeit der europäischen Gesellschaften der Jacobi Gruppe von den asiatischen Zuliefermärkten führen sollen. Hierbei geht es in erster Linie um Investitionen in den Auf- und Ausbau von Aktivkohleproduktionsanlagen, die in Europa verfügbare, nachwachsende Rohstoffe verarbeiten können. Aber auch Investitionen in neue Reaktivierungsanlagen und -technik an geeigneten Standorten in Europa, die den wachsenden Bedarf an recycelten Aktivkohlen in Europa decken sollen. Letzteres führt indirekt ebenfalls zu einer Reduzierung der Abhängigkeit von den asiatischen Zuliefermärkten. Aufgrund der derzeitigen und erwarteten Ertragssituation können im Prognosezeitraum 2024 und 2025 Liquiditätslücken auftreten. Die Gesellschaft ist daher von der finanziellen Unterstützung des Gesellschafters abhängig. Es besteht ein Liquiditätsrisiko. Weitere Ausführungen dazu sind dem Prognosebericht zu entnehmen. Der Gesellschafter hat eine Kreditlinie über EUR 23,1 Mio mit Laufzeit bis 31.12.2041 bereitgestellt, davon sind zum Geschäftsjahresende EUR 14 Mio noch nicht in Anspruch genommen worden. Zusätzlich besteht eine weitere Kreditlinie vom Gesellschafter über EUR 30 Mio (Summe Maximum beider Kreditlinien) und einer Fälligkeit bis 31.12.2025. Aufgrund der zentralen Bedeutung der operativen Tätigkeiten in den deutschen Gesellschaften für das gesamte europäische Geschäft ist, wenn notwendig, von einer weiteren finanziellen Stützung durch den Gesellschafter auszugehen, der über ausreichend finanzielle Mittel verfügt. Zur Risikoeinschätzung vgl. folgender Abschnitt. VI. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2024 sieht die verabschiedete Unternehmensplanung 2024 Umsatzerlöse auf etwa gleichem Niveau wie im Geschäftsjahr 2023. Die Absatzplanmengen steigern sich jedoch deutlich bei wahrscheinlich fallenden Verkaufspreisen. Ein leicht positives Jahresergebnis nach Berücksichtigung einer geplanten Verlustübernahme der JCE wird erwartet. Die längerfristigen Prognosen in der Unternehmensplanung sind jedoch mit erhöhten Unsicherheiten verbunden, mit der Folge, dass die gesteckten Ziele im Verlauf des Jahres 2024 eventuell nicht eingehalten werden können. Dies kann zu reduzierten Umsätzen führen, welche das Ergebnisniveau unter das Planniveau senken. Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages müssen zudem die Verluste der produzierenden Tochtergesellschaft auch künftig ausgeglichen werden. Diese Ausgleichspflicht zog und zieht eine angespannte Liquiditätslage nach sich, die bisher und auch künftig - innerhalb des Prognosezeitraums - durch Finanzierungsmaßnahmen des Mutterunternehmens behoben werden muss. Zu diesem Zweck hat das Mutterunternehmen mit der Gesellschaft insbesondere einen langfristigen Darlehensvertrag abgeschlossen, der noch nicht ausgeschöpft ist. Diese Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko darstellt. Die Gesellschafterin hat eine qualifizierte Rangrücktrittserklärung über TEUR 4.500 erklärt.
Frankfurt am Main, am 28. August 2024 Jacobi Carbons GmbH Erik Lauer Remko Goudappel 1 Vgl. Freedonia Industry Study, Global Activated Carbon, 2018 2 Vgl. Freedonia Industry Study, Global Activated Carbon, 2018 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Jacobi Carbons GmbH, Frankfurt am MainI. Allgemeine Angaben Die Jacobi Carbons GmbH, Frankfurt am Main, ist mit der Registernummer HRB 53968 am Amtsgericht Frankfurt am Main registriert. Der Jahresabschluss der Jacobi Carbons GmbH wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde grundsätzlich der Vermerk im Anhang gewählt. Im Geschäftsjahr wurde die Gewinn- und Verlustrechnung erstmalig als Gesamtkostenverfahren dargestellt (abweichend zum Vorjahr mit Anwendung des Umsatzkostenverfahrens). In den Folgejahren soll weiterhin die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt werden. Eine Überleitung wurde im Geschäftsjahr erstellt und das Vorjahr entsprechend angepasst. Die Umstellung erfolgte aus Vereinfachungsgründen und zur Sicherstellung einer einheitlichen Darstellung mit den deutschen Schwestergesellschaften. Die Änderungen der Schwellenwerte laut Bundesgesetzblatt Teil I Nr. 120 aus 2024 vom 16.04.2024 wurden in Anspruch genommen und daher der Abschluss als mittelgroße Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB aufgestellt. Größenabhängige Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Bezüglich der wesentlichen Unsicherheit, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko darstellt, verweisen wir auf die Ausführungen im Prognosebericht innerhalb des Lageberichts im Abschnitt VI. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die gegenüber dem Vorjahr unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach den voraussichtlichen Nutzungsdauern der Vermögensgegenstände, welche sich im Wesentlichen an die steuerlichen Abschreibungstabellen anlehnen, linear vorgenommen. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. In den Vorjahren erfolgte eine Sofortabschreibung aller angeschafften Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu EUR 410. Ab dem Jahr 2018 erfolgte eine Sofortabschreibung aller angeschafften Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von EUR 250 bis EUR 800. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten über 800 EUR werden über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die in den Finanzanlagen enthaltenen Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit ihren Anschaffungskosten bzw. ihrem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vorgenommen. Die Bilanzierung der Vorräte erfolgt mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. In den Herstellungskosten wurden neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt. Gemäß § 256 Satz 2 i. V. m. § 240 Abs. 4 HGB erfolgt die Bewertung mit gleitenden Durchschnittspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Eine Einbeziehung von Zinsen für Fremdkapital in die Herstellungskosten erfolgte nicht. Es wird verlustfrei bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt und wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken in Form von angemessenen Einzelwertberichtigungen bewertet. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen und den Gesellschafter werden bei Vorliegen einer Aufrechnungslage nach § 387 BGB mit entsprechenden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bilanziell verrechnet. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert bewertet. Für Ausgaben vor dem Abschluss-Stichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, wurde ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Laufzeit von unter einem Jahr werden nicht abgezinst. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in Fremdwährung erfolgt zum Kurs im Zeitpunkt der erstmaligen Einbuchung. Die Währungsumrechnung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, zum Bilanzstichtag erfolgt gemäß § 256a HGB. Latente Steuern werden auf Unterschiede in den Bilanzansätzen in der Handels- und Steuerbilanz einschließlich der Organgesellschaft, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, sowie auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Aktive latente Steuern resultieren aus Verlustvorträgen. Für den Aktivüberhang der latenten Steuern wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. III. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus beigefügtem Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang). Unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen ist ein Anteil von 90 % an der Jacobi Carbons Sp. z o.o., Gorzów/Polen, bilanziert. Auf die vollständigen Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB wird gemäß § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 HGB verzichtet, da diese für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung sind. Außerdem hält die Gesellschaft 100 % der Anteile an der Jacobi Carbons Service (Europe) GmbH, Premnitz, deren Eigenkapital bei einem Jahresergebnis von TEUR 0 unverändert TEUR 650 beträgt. Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen aus sonstigen Vermögensgegenständen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 256 (i. Vj. TEUR 963), davon TEUR 688 (i. Vj. TEUR 0) gegen die Gesellschafterin. TEUR 6.098 (i. Vj. TEUR 5.533) betreffen sonstige Forderungen gegen die Organgesellschaft. Sie haben wie im Vorjahr eine Laufzeit über einem Jahr und werden jährlich verzinst. Das gesamte Eigenkapital ist durch die Einzahlung der Muttergesellschaft in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB, die in Vorjahren erfolgte, positiv in Höhe von TEUR 7.211 (i. Vj. TEUR 6.281). Der Jahresfehlbetrag des Vorjahres wurde zusammen mit dem bestehenden Verlustvortrag auf neue Rechnung vorgetragen. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres soll ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen werden. Rückstellungen wurden vor allem für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 504 (i. Vj. TEUR 398) und für Personalkosten in Höhe von TEUR 549 (i. Vj. TEUR 499) gebildet. Des Weiteren betreffen die sonstigen Rückstellungen die Kosten für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses, Agentenprovisionen und die Selbstbeteiligung für einen Schaden in Höhe von TEUR 62 (i. Vj. TEUR 40). Alle Rückstellungen haben eine Laufzeit kürzer ein Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Gesellschafterdarlehen (Verbindlichkeiten für die Gewährung von Liquidität seitens der Gesellschafterin) in Höhe von TEUR 9.082 (i. Vj. TEUR 10.682). Davon sind TEUR 1.154 (i. Vj. TEUR 1.600) mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr, TEUR 4.616 (i. Vj. TEUR 4.616) mit einer Laufzeit ein bis fünf Jahre und TEUR 3.312 (i. Vj. TEUR 4.466) mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 13.341 (i. Vj. TEUR 13.223), wovon TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0) auf die Gesellschafterin entfallen. Die Entwicklung der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem beigefügtem Verbindlichkeitenspiegel. (Anlage 2 zum Anhang). IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Für eine bessere Vergleichbarkeit wurde die Gewinn- und Verlustrechnung für das Berichtsjahr und das Vorjahr zusätzlich auch im Umsatzkostenverfahren ermittelt und dem Anhang als Anlage 3 beigefügt. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 437 enthalten (i. Vj. TEUR 57) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 39 (i. Vj. TEUR 104). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 294 (i. Vj. TEUR 1.274). V. Sonstige Angaben 1. Mitarbeiterzahl Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 48 Mitarbeiter, davon 30 Männer und 18 Frauen, beschäftigt (im Vorjahr durchschnittlich 38 Mitarbeiter, davon 24 Männer und 14 Frauen). 2. Geschäftsführung Zum Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr bestellt: Herr Erik Lauer, Dipl.-Ing., Geschäftsführer, Frankfurt am Main Herr Remko Goudappel, Geschäftsführer, EB Cadier en Keer, Niederlande Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird auf § 286 Abs. 4 HGB verwiesen. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen ausschließlich aus Miet- und Leasingverträgen und betragen zum Bilanzstichtag insgesamt TEUR 653 (i. Vj TEUR 470). Außerdem ist die Jacobi Carbons GmbH im Rahmen der Finanzierungsvereinbarung vom 31. Dezember 2013 verpflichtet, die Tochtergesellschaft Jacobi Carbons Service (Europe) GmbH mit der notwendigen Liquidität zu versorgen. Diese Vereinbarung ist nicht kündbar und verlängert sich jeweils automatisch um ein Jahr. 4. Konzernverhältnisse Die Jacobi Carbons AB mit Sitz in Kalmar/Schweden hält alle Geschäftsanteile an der Jacobi Carbons GmbH, Frankfurt am Main. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Jacobi Carbons AB, Kalmar/Schweden, einbezogen. Die Jacobi Carbons AB ist das Unternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist auf der Website http://www.bolagsverket.se verfügbar. Daneben wird die Gesellschaft in den Konzernabschluss der Osaka Gas Co., Ltd., Osaka/Japan, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist auf der Website der Osaka Gas Co. Ltd. verfügbar. Damit ist die Jacobi Carbons GmbH, Frankfurt am Main, verbundenes Unternehmen zur Osaka Gas Co. Ltd. und ihren mittelbaren und unmittelbaren Tochterunternehmen. 5. Rangrücktrittsvereinbarung Die Unternehmensfortführung und Finanzierung werden über die Muttergesellschaft, die Jacobi Carbons AB, Kalmar/Schweden, sichergestellt. Die Verbindlichkeiten aus dem Darlehen gegenüber der Muttergesellschaft belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 9.082 (i. Vj. TEUR 10.682). Im Rahmen einer am 19. Mai 2011 bzw. 4. Juli 2011 geschlossenen qualifizierten Rangrücktrittsvereinbarung tritt die Jacobi Carbons AB, Kalmar/Schweden, mit allen bestehenden und künftigen Forderungen gegen die Jacobi Carbons GmbH, Frankfurt am Main, bis zu einer Höhe von TEUR 4.500 im Rang zurück. Die durch den Darlehensvertrag zur Verfügung gestellte Kreditlinie beläuft sich insgesamt auf TEUR 23.079 bis zum 31. Dezember 2041. 6. Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag Die Jacobi Carbons GmbH, Frankfurt am Main, hat am 12. September 2008 mit der 100%igen Tochtergesellschaft Jacobi Carbons Service (Europe) GmbH, Premnitz, einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Die Organgesellschaft ist verpflichtet, jeden während der Vertragsdauer entstehenden Jahresüberschuss an den Organträger abzuführen. Der Organträger ist zum Verlustausgleich verpflichtet. Der Vertrag kam erstmals für das Geschäftsjahr 2008 zur Anwendung und ist auf unbestimmte Zeit geschlossen. Eine Kündigung ist erstmals nach Ablauf von fünf Jahren möglich und bislang nicht erfolgt. Die Gesellschaft weist analog dem Vorjahr ein Eigenkapital bzw. gezeichnetes Kapital von TEUR 650 aus. 7. Nachtragsbericht Die Auswirkungen auf die Wirtschaft, und damit auch auf die Jacobi Carbons GmbH, durch den Ukraine-Krieg und den Krieg im Nahost werden in den kommenden Jahren zu spüren sein. Weiterhin ist der Suezkanal, zwischen dem Roten Meer und dem Mittelmeer, zu einem Brennpunkt der Besorgnis für die Zulieferung der Materialien per Schiffsfracht geworden. Es kann daher mit Erhöhung der Frachtpreise und mit Verzögerungen gerechnet werden. Es wurde seitens Jacobi mit einer Erhöhung des Sicherheitsbestandes an Material Vorsorge getroffen. Das hat zur Konsequenz, dass die Materialkosten steigen könnten. Wie das die zukünftige Ergebnissituation beeinflusst, kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden und kann zu einer Verschlechterung des zukünftigen Jahresergebnisses führen (vgl. hierzu auch die Ausführungen im Prognosebericht innerhalb des Lageberichts im Abschnitt VI).
Frankfurt am Main, 28. August 2024 Jacobi Carbons GmbH Erik Lauer Remko Goudappel Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023Jacobi Carbons GmbH, Frankfurt am Main
Verbindlichkeitenspiegel im Geschäftsjahr 2023
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 29.08.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSJacobi Carbons GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Jacobi Carbons GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Jacobi Carbons GmbH, Frankfurt am Main für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Jena, den 28. August 2024 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gez. Lauer, Wirtschaftsprüfer gez. Wächter, Wirtschaftsprüfer |
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