TCI GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gerhard Ernst Dr. Köhler seit 22.7.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 32.90% | |
| 3.53% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 63.57% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ORWO Net GmbHBitterfeld-WolfenJahresabschluss zum 31. Dezember 2022Bilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
ANLAGENSPIEGEL
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2022 bis 31.12.2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022der ORWO Net GmbH1. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer Jahresabschluss der ORWO Net GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes sowie der Satzung zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. 1.1 Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut RegistergerichtAngaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht: Firmenname laut Registergericht:
Das Tochterunternehmen JobMotion Personal Service GmbH ist mit Gesellschafterbeschluss vom 24.02.2022 aufgelöst worden. Die Eintragung der Liquidation ins Handelsregister erfolgte am 29.04.2022. Das Tochterunternehmen myfoto international GmbH ist mit Gesellschafterbeschluss vom 01.07.2022 aufgelöst worden. Die Eintragung der Liquidation ins Handelsregister erfolgte am 07.07.2022. Weitere Beteiligungen hält die ORWO Net GmbH nicht. 2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden2.1 Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeErworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert von Euro 150 bis Euro 1.000 wurden im Jahr des Zugangs aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:
Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Roh,- Hilfs- und Betriebsstoffe sind gemäß § 253 HGB mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt worden. Unfertige Leistungen umfassen die Material- und Personalkosten der zum Bilanzstichtag noch nicht fertiggestellten Kundenaufträge. Fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten aktiviert und umfassen zum Verkauf vorgesehene Nebenprodukte der Produktion. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und Vorjahre betreffenden, noch nicht veranlagten, Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter, bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt. 2.2 Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und BewertungsmethodenBeim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. 3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn-und Verlustrechnung3.1 Anlagespiegel für die einzelnen Posten des AnlagevermögensDie Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. 3.2 VorratsvermögenUnter den fertigen Erzeugnissen sind alle fertiggestellten und cross selling Produkte zu Aufträgen ausgewiesen, die zum Bilanzstichtag noch nicht ausgeliefert waren. 3.3 Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Sicherheitseinbehalte aus Factoring, Geldtransit und Forderungen gegen einen Kunden auf Auftragspauschalen. Forderungen wurden zum Nennbetrag angesetzt. Wegen spezieller Kreditrisiken ist eine Einzelwertberichtigung von TEUR 100,6 gebildet worden. Wegen des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung von TEUR 193,6 gebildet. 3.4 Aktive RechnungsabgrenzungZahlungen für Leistungen nach dem Bilanzstichtag sind aktiviert worden. 3.5 Angaben und Erläuterungen zu RückstellungenIm Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.
Steuerrückstellungen sind in einer Geamthöhe von TEUR 354 gebildet worden, davon aus Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 168,8 (davon für 2021: TEUR 117) und aus Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 185,2 (davon aus 2021: TEUR 119,6). Die sonstigen Rückstellungen betreffen Rückstellungen für Gewährleistungsaufwendungen, Abschluss- und Prüfungskosten und ungewisse Verbindlichkeiten (u. a. Aufwendungen für Drohverluste, für Personal aus Urlaub und Überstunden sowie Beiratsvergütungen; TEUR 466). 3.6 Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit >5 Jahre und der Sicherungsrechte
Für aufgenommene Darlehen von Banken ist eine Grundschuld auf das firmeneigene Grundstück in Höhe von EUR 1,65 Mio. mit Gebäude 411/412 und auf dem Grundstück mit Gebäude 415 eine Grundschuld in Höhe von EUR 2,0 Mio. eingetragen und das Anlagevermögen sicherungsübereignet (SÜ). Zur Sicherung von Darlehen wurde ferner eine Negativ-/ Positiverklärung unterzeichnet, wonach die ORWO Net GmbH keine weitere Grundschuld eintragen lässt bzw. die betreffenden Banken im Falle der Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens das Recht haben, eine weitere Grundschuld eintragen zu lassen. Ferner sind die Marken PixelNet und ORWO als Sicherheiten abgetreten. Forderungen unterliegen nicht der Sicherungsabtretung und können mit Einverständnis der finanzierenden Banken als Sicherheiten für Darlehen angeboten werden oder Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines Factoring-Geschäftes verkauft werden. Das Vorratsvermögen wurde als Sicherheit der KfW Bank für einen in 2020 gewährten Kredit im Rahmen der Sondermaßnahme "Corona-Hilfe für Unternehmen" und für den in 2021 gewährten Kredit aus dem Programm "Zukunft Sachsen-Anhalt" übertragen. Die KK-Linien sind durch Erweiterung des Sicherungszwecks bestehender Sicherheiten (Grundschulden und Sicherungsübereignung Anlagevermögen) abgesichert. 3.7 Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen VerpflichtungenFolgende finanzielle Verpflichtungen sind zu verzeichnen:
4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung4.1 Aufgliederung der UmsatzerlöseDie Gesellschaft nimmt die Schutzregeln gem. § 286 Abs. 2 HGB in Anspruch. 4.2 Erträge aus der Auflösung von SonderpostenIm Berichtjahr entstanden durch Auflösung des Sonderpostens keine Erträge (Vorjahr Euro 181.288,80). Diese Erträge werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. 5. Sonstige Angaben5.1 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten ArbeitnehmerDie nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
5.2 Namen der GeschäftsführerWährend des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Die Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft gemeinsam oder zusammen mit einem Prokuristen. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrug im Berichtsjahr TEUR 317,7. Ferner wurde folgenden Personen Prokura erteilt:
5.3 Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der AnteileGemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Wie vorstehend berichtet, befinden sich die beiden Beteiligungsunternehmen in der Liquidation. 5.4 Honorar des AbschlussprüfersDas Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 15. Weitere Honorarleistungen sind nicht angefallen. 5.5 KonzernzugehörigkeitDie ORWO Net GmbH wurde in den Konzernabschluss der KAM Treuhand GmbH einbezogen. Die ORWO Net GmbH stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Konzernkreis auf. Die KAM Treuhand GmbH stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis auf. Der offen gelegte Konzernabschluss ist bei der Gesellschaft erhältlich. 5.6 Vorgänge von besonderer BedeutungNach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten. 5.7 Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDer Jahresabschluss wurde vor Gewinnverwendung aufgestellt. Neben dem Jahresüberschuss von Euro 190.791,04 wird in der Bilanz ein Gewinnvortrag von Euro 7.688.838,30 ausgewiesen. Der vorbehaltlich der Regelungen zur Ausschüttungssperre zur Gewinnverwendung stehende Gesamtbetrag (Bilanzgewinn) beläuft sich damit auf Euro 7.879.629,34. Die Ergebnisverwendung wird in der Gesellschafterversammlung zur Feststellung des Jahresabschlusses 2022 beschlossen werden. 5.8 Unterschrift der Geschäftsführung
Bitterfeld-Wolfen, den 10. März 2023 gez. Björn Schwarzbach, Geschäftsführer gez. Claudia Snehotta, Geschäftsführerin Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022der ORWO Net GmbH1. Grundlagen des UnternehmensI. GeschäftsmodellDas Geschäftsmodell von ORWO ist das Fotofinishing. Als Fotofinishing wird allgemein das Geschäft mit Fotoprodukten bezeichnet, in dem auf Basis von analogen Filmen und digitalen Bilddaten personalisierte Fotoprodukte gefertigt werden. Das Produktsortiment umfasst neben dem Fotobuch Kalender, Karten, Poster, Wandbilder und diverse Fotogeschenke, wie Tassen, Handy-Cases, personalisierte Textilien und Kosmetik sowie Spiele. ORWO hat ein Direktkundengeschäft über die Eigenmarken Foto Quelle, PixelNet, myFoto und Photo Dose und arbeitet als White Label Produzent für und im Namen großer Handelsketten. ORWO ist Full-Service-Partner und beliefert deren Endkunden deutschland - und europaweit. Die Produktion erfolgt mit einem auf dem neusten und marktführenden technologischen Stand befindlichen Maschinenpark. Der Firmensitz befindet sich auf eigenem Grund und Boden in Wolfen-Bitterfeld. Aufgrund des ständig wachsenden Produktportfolios reichen die eigenen Gebäudekapazitäten nicht aus, so dass zusätzlich in einer angemieteten Produktionshalle produziert wird. Zudem sind die genutzten Büroflächen angemietet. Die Mietobjekte befinden sich in Wolfen, Ortsteil Thalheim. Darüber hinaus hat die ORWO Net GmbH zwei Büroflächen in Berlin und in Leipzig angemietet. Die ORWO Net GmbH hat seit 2015 ein qualifiziertes Qualitätsmanagementsystem, welches auch in 2022 in einem Überwachungsaudit bestätigt wurde. Folgende Zertifikate konnten im Berichtsjahr verteidigt werden:
II. Forschungs- und EntwicklungDie Forschung und Entwicklung erfolgt branchenüblich im Bereich Produktentwicklung und Softwareanwendungen in der Produktionssteuerung sowie für Web Applikationen. Die Entwicklungsleistungen werden hauptsächlich durch eigene Mitarbeiter erbracht. In Einzelfällen werden Fremdaufträge vergeben. Zur Universität Leipzig bestehen jedoch enge Verbindungen. Mit der Hochschule Sachsen-Anhalt besteht schon seit einigen Jahren ein Kooperationsvertrag. Fördermittel für Forschung und Entwicklung sind im Geschäftsjahr nicht beantragt oder bezogen worden. 2. WirtschaftsberichtI. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene RahmenbedingungenORWO fokussiert sich auf den deutschen- und europäischen Markt. Sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern Europas haben hohe Inflation, der Ukraine-Krieg, Lieferengpässe, Halbleitermangel und Energiekrise zu einem allgemeinen Konsumrückgang geführt. Das Statistische Bundesamt meldet im November den stärksten Preisanstieg seit etwa 70 Jahren. Die Inflation in Deutschland überschritt im Oktober angesichts hoher Energie- und Lebensmittelpreise die Marke von 10 Prozent. Der Fotofinsihing Markt ist einerseits zwar auch einem gewissen Zeitgeist unterlegen, aber vor allem bedient er den Wunsch, sehr individuelle und persönliche Geschenke zu einem bezahlbaren Preis zu liefern und aus Bilddateien, die verstreut auf mobilen oder stationären Datenträgern liegen, haptische Produkte zu schaffen und damit einmalige und oftmals sehr emotionale Momente zu vergegenständlichen. Analoge Bilder werden mit modernsten Scannern digitalisiert und dann nach Wunsch als Fotobücher, Kalender, Wanddekorationen oder Fotogeschenke weiterverarbeitet. Aus jedem Bild können so unbeschreiblich viele Geschenke entstehen. Die wichtigste Zeit für Unternehmen in diesem Markt ist das vorweihnachtliche Geschäft, dass in 2022 erstmalig von fast durchweg andauernden Rabattaktionen angetrieben wurde. Hintergrund war die durch die aktuelle Wirtschaftssituation verursachte Kaufzurückhaltung, die auch nicht durch die Steigerung des Mindestlohnes zum 01. Oktober 2022 belebt werden konnte. II. GeschäftsverlaufNach bereits einem durch die Pandemie gekennzeichneten schwachen Vorjahr gab es in 2022 erneut rückläufige Umsatzentwicklungen, vor allem in der entscheidenden Weihnachtssaison. Darüber hinaus sind in 2022 Geschäftsfelder planmäßig weggefallen, die jedoch in 2022 nicht ganz durch Neukunden oder Erweiterung anderer Geschäftsfelder kompensiert werden konnten. Auch wenn die Umsatzziele nicht erreicht wurden, konnten durch Veränderung im Produktportfolio, Preisverhandlungen und einer, im gesamten Geschäftsjahr besonders straff geführten Kostenkontrolle, die Ergebnisziele sogar übertroffen werden. II.1. ErtragslageDer Umsatz blieb im Geschäftsjahr 2022 10,3% hinter dem Vorjahresumsatz. Die Vertriebskanäle B2B und B2C waren besonders betroffen, was vor allem auf die sinkende Kaufkraft durch eine über das gesamte Geschäftsjahr anhaltende hohe Inflation zurückzuführen ist. Sinkende Umsätze und gleichzeitiger Preisanstieg bei der Materialbeschaffung und dem support der Maschinen und Anlagen haben die Geschäftsführung schon sehr früh im Geschäftsjahr dazu gezwungen, Kosten in allen möglichen Bereichen einzusparen. Gesetzliche Vorgaben, wie 3 Mindestlohnerhöhungen und enorme Energiekostensteigerungen aufgrund einer durch Krieg und Politikwechsel hervorgerufenen Energiekrise, konnten jedoch nicht ganz kompensiert werden. Durch Prozessänderungen, Materialsubstitution und Einsatz neuer Maschinen konnte trotz Preissteigerungen die Materialaufwandsquote (zu Umsatzerlösen) von 31,5 % auf 29,9 % gesenkt werden. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Zuschüsse in Höhe von 400 TEUR enthalten. Aufgrund des Umsatzrückgangs und der Erhöhungen der Mindestlöhne sowie das Durchreichen dieser durch alle Lohn- und Gehaltsgruppen zur Wahrung der Tarifstruktur ist die Personalaufwandsquote von 27,3 % auf 31,6 % gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insgesamt um 10,0 % geringer als im Vorjahr. Kosteneinsparungen vor allem in den Bereichen Versand, Marketing und Fremdpersonal von insgesamt 1.337,9 TEUR stehen Kostenerhöhungen vor allem bei Miete und Leasing entgegen. Wegen des speziellen Ausfallrisikos von einzelnen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Einzelwertberichtigungen von 100,6 TEUR und eine Pauschalwertberichtigung wegen des allgemeinen Kreditrisikos von 193,6 TEUR gebildet worden. Die Abschreibungen setzen sich aus Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von 1.944,7 TEUR und auf immaterielle Vermögensgegenstände von 263,6 TEUR zusammen. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden im Geschäftsjahr 2022 nicht vorgenommen. Das Jahresergebnis liegt nach Steuern bei 190,8 TEUR. II.2. FinanzlageDie Finanzlage des Unternehmens ist stabil. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist mit Skonto beglichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Forderungen mit langer Laufzeit (120 Tage und mehr) wurden gemäß Factoring Vereinbarung verkauft. Forderungsausfälle gab es auch in 2022 in Höhe von 28,3 TEUR (2021: 14,9TEUR). Langfristige Anlagen sind fristenkongruent finanziert. Die kurzfristigen Forderungen übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Etwa 50 % der Forderungen sind ausfallsicher (im Vorjahr ca. 50%). Der Kapitaldienst ist vertragsgerecht erfolgt. II.3. VermögenslageIn 2022 sind 500 TEUR aus dem Jahresergebnis 2021 und der Gewinnrücklage an die Gesellschafter ausgeschüttet worden. Der Gewinnvortrag wird zum Bilanzstichtag in Höhe von 7.688,8 TEUR ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31.12.2022 36,8%. Darlehen mit Nachrang stehen zum Bilanzstichtag noch in Höhe von 1.000 TEUR (im Vorjahr 1.366 TEUR). Die langfristigen verzinslichen Darlehen betragen zum Jahresabschluss 4.326,1 TEUR. Das Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2022 insgesamt 4.915,5 TEUR in Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen investiert. Die Erhöhung bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen hat sich gegenüber dem Vorjahr vor allem durch verspätete Papierlieferungen aufgrund von Lieferengpässen eines Lieferanten ergeben. III. Finanzielle LeistungsindikatorenDie wesentlichen Leistungsindikatoren im Unternehmen sind:
3. NachtragsberichtBis zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernlageberichtes sind keine weiteren nennenswerten Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind. 4. PrognoseberichtDas Unternehmen konnte sich durch Vertragsverlängerung mit ihrem größten Kunden eine Planungssicherheit über 4 Jahre schaffen. Darüber hinaus hängt die Entwicklung vor allem von den derzeit schwach verlaufenden B2B und B2C Vertriebskanälen von Zins- und Inflationsentwicklung ab. Lieferschwierigkeiten, wie sie noch in den letzten beiden Geschäftsjahren bestanden, werden in 2023 weiter zurückgehen. Es besteht Monopolstellung bei der Herstellung und Lieferung von Fotopapier. Die weitere Konzentration des europäischen Bedarfes und dem der USA wird Einfluss auf die Preisentwicklung und den Lieferturnus, insbesondere vor dem Weihnachtsgeschäft, haben. ORWO wird die Vorratshaltung weiter ausbauen müssen, was zu höherer Kapitalbindung führt. Der prognostiziere Anstieg der Zinsen wird eine deutliche Verteuerung von Zwischenfinanzierungen zur Folge haben. Der weiter anhaltende Krieg in der Ukraine und politische Diskussionen über weitere Mindestlohnerhöhungen, Energiewandel etc. erschweren eine seriöse Prognose zur Entwicklung des Unternehmens. Lang- und kurzfristige Planungen, die jeweils den aktuellen Bedingungen angepasst werden, gehen von einer positiven Entwicklung des Unternehmens aus. 5. Chancen- und RisikoberichtI. Chancen und allgemeine RisikenNachdem die Corona Pandemie überwunden ist und Lieferengpässe sich langsam auflösen, gibt es dennoch keinen Grund für übertriebenen Optimismus, was die Entwicklung des Fotofinishing Markes anbelangt. Die anhaltend hohe Inflation und bestehende Energiekrise trifft Hersteller von Fotoprodukten hart, denn die Produktion ist energieaufwendig. Individualisierung von Fotoprodukten verlangt zudem einen hohen manuellen Aufwand, der Arbeitskräfte benötigt, die es zunehmend nicht mehr gibt. Das führt zu immer höheren Kosten für Vermittlung von Arbeitskräften, Lohnkosten und Kosten für Personaldienstleister. Darüber hinaus ist das Fotofinsihing Geschäft vor allem E-Commerce. Immer mehr Marktteilnehmer streben auf den Markt. Die Markteintrittskosten sind aber sehr hoch. ORWO bezieht einen Großteil seiner Umsätze aus dem B2B Geschäft. Die Planung mit den Bestandskunden erweist sich immer schwieriger durch die Volatilität der Umsätze. Der Markt ist preisgetrieben und selbst am Markt bereits etablierte Unternehmen können Umsätze nur mit einem enormen Marketingaufwand erreichen. Eine weiter anhaltend hohe Inflation wird die Kaufkraft der Endkunden weiter zurückhalten, was auch den B2C Vertrieb belastet. II. Spezielle RisikenORWO realisiert seinen Gesamtumsatz über drei Vertriebswege: B2B2C, B2B und B2C. Alle drei Vertriebswege sollten etwa den gleichen Anteil beitragen. Eine Abhängigkeit von einem Großkunden im Bereich B2B2C oder B2B birgt für das Unternehmen Risiken. Mit langfristigen Verträgen wird das Risiko relativiert. Gleichwohl muss sich das Unternehmen strategisch mehr auf den Vertrieb B2B und B2C konzentrieren. Der Vertrieb über die Eigenmarken bietet darüber hinaus eine Margensteuerung, die über die anderen beiden Vertriebsgruppen nicht oder nur bedingt möglich ist. ORWO wird in 2023 seine 4 Marken zu einer Marke zusammenführen, um Synergien im Unternehmen zu schaffen und den Bereich insgesamt zu stärken. Die Gruppe hat nur sehr geringe Währungsrisiken, da sie nur ca. 0,3 % (im Vorjahr 0,8 %) des Gesamtumsatzes in Fremdwährungen fakturiert. Die Liquiditätslage ist solide. Finanzielle Engpässe sind nicht zu erwarten. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Für Kredite im noch valutierenden Gesamtumfang von 6.639 TEUR gibt es langfristige Festzinsvereinbarungen. Kredite in Höhe von 1.700 TEUR unterliegen einer variablen Verzinsung. Dabei handelt es sich um zwei Geldmarktkredite mit einer Laufzeit von 3 Monaten mit Verlängerungsoption. Zwei KfW Investitionskredite in Gesamthöhe von 4.000 TEUR sind zum Bilanzstichtag in Höhe von 1.993 TEUR in Anspruch genommen. Die volle Ausschöpfung der Kredite erfolgt in 2023. Die Laufzeit der Kredite ist 6 und 10 Jahre 6. Risikoberichterstattung über die Verwendung von FinanzinstrumentenDas Unternehmen führt ein auf eine konservative Risikopolitik ausgerichtetes Finanz- und Risikomanagement. Langfristige Forderungen mit einem Großkunden werden forfaitiert. Finanzielle Risiken ergeben sich durch starke Preisschwankungen bei der Silberverwertung und aus Forderungsausfällen. Silber ist ein Nebenprodukt der Produktionen von Echtfotoprodukten. Forderungsausfälle betreffen vor allem Forderungen gegen Endkunden. Überfällige Forderungen ab 5 EUR werden an ein Inkassobüro gegeben. Inkassogebühren können nicht in kostendeckender Höhe in Rechnung gestellt werden. 50% Forderungen sind ausfallsicher. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen. Verbindlichkeiten werden innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen generell unter Ausnutzung von Skonto gezahlt. Der operative cash flow, Investitionen sowie der Kapitaldienst werden auf einer 5 Jahresbasis, untermauert mit einer monatlichen Liquiditätsvorschau gesteuert. 7. Bericht über ZweigniederlassungenZweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten. Die ORWO hat außer am Standort Bitterfeld-Wolfen ein Büro in Berlin und ein Büro in Leipzig.
Bitterfeld-Wolfen, den 10. März 2023 gez. Björn Schwarzbach, Geschäftsführer gez. Claudia Snehotta, Geschäftsführerin "BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ORWO Net GmbH PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der ORWO Net GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ORWO Net GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Leipzig, den 24. März 2023 RÖBER
HESS PIMME GMBH
gez. Uwe Pimme, Wirtschaftsprüfer |
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