LYOCONTRACT Germany Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dirk Richter seit 2.9.2025 | Prokura |
Maya Schwarze-Kleijn seit 4.12.2023 | Prokura |
Valeska Dr. Hauptmann seit 4.12.2023 | Prokura |
Tino Dr. Galgon seit 2.10.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
LYOCONTRACT HOLDING COMPANY II; LLC | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LYOCONTRACT GmbHIlsenburg (Harz)Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023LYOCONTRACT GMBH, ILSENBURG1. Geschäftsmodell Die LYOCONTRACT GmbH mit Sitz in Ilsenburg (Harz) ist ein Auftragsfertiger für pharmazeutische Produkte, die sich auf die Herstellung von flüssigen und gefriergetrockneten parenteralen Arzneimitteln in Vials spezialisiert hat. Das Kerngeschäft umfasst die Verarbeitung kundeneigener Rohstoffe zu hochwertigen Arzneimitteln. Darüber hinaus wird ein umfassender Service angeboten, der auch die Beschaffung und Bereitstellung von Wirkstoffen einschließt. Die Dienstleistungen umfassen nicht nur die Fertigung, sondern auch die Durchführung von Qualitätskontrollen für Wirk-, Roh- und Hilfsstoffe, die In-Prozess-Kontrollen zur Produktionssteuerung, Freigabeprüfungen der gefertigten Produkte sowie deren Stabilitätsuntersuchungen. Darüber hinaus werden Prozess- und Methodentransfers und Validierungen durchgeführt. Nach der aseptischen Produktion oder der terminalen Sterilisation werden die Produkte z.B. etikettiert und verpackt, dies beinhaltet auch den Service der Serialisierung. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche Situation Das globale Wirtschaftswachstum entwickelte sich unter anderem durch den fortgesetzten Ukraine-Krieg verbunden mit hohen Energiekosten und Zinsentwicklungen weiterhin stark gedämpft. Die Baseline-Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) sieht vor, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2024 und 2025 weiterhin um nur 3,2 Prozent wachsen wird, im gleichen Tempo wie 2023. Eine leichte Beschleunigung für fortgeschrittene Volkswirtschaften - wo das Wachstum von 1,6 Prozent im Jahr 2023 auf 1,7 Prozent, im Jahr 2024 und 1,8 Prozent im Jahr 2025 steigen wird - wird durch eine Verlangsamung in Schwellenländern und Entwicklungsländern ausgeglichen, von 4,3 Prozent im Jahr 2023 auf 4,2 Prozent in beiden Jahren 2024 und 2025. Die Prognose für das globale Wachstum in fünf Jahren - bei 3,1 Prozent - liegt auf dem niedrigsten Stand seit Jahrzehnten. Die globale Inflation soll kontinuierlich von 6,8 Prozent im Jahr 2023 auf 5,9 Prozent im Jahr 2024 und 4,5 Prozent im Jahr 2025 zurückgehen, wobei fortgeschrittene Volkswirtschaften früher zu ihren Inflationszielen zurückkehren als Schwellenländer und Entwicklungsländer. Die Kerninflation wird im Allgemeinen langsamer zurückgehen. Die Weltwirtschaft hat sich überraschend widerstandsfähig gezeigt, trotz erheblicher Zinserhöhungen der Zentralbanken zur Wiederherstellung der Preisstabilität. 2.2. Wirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Der deutschen Wirtschaft macht nicht nur die schwache Konjunktur weiterhin zu schaffen, sondern vor allem die Wettbewerbsnachteile am Standort Deutschland.
2.3. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023 präsentiert sich trotz fortwährender herausfordernder Rahmenbedingungen insgesamt positiv. Die Umsatzerlöse verzeichnen einen bedeutenden Anstieg aufgrund der deutlich gesteigerten Kundennachfrage und des daraus resultierenden höheren Produktionsvolumens. Der Jahresüberschuss ist um 13 Prozent von TEUR 4.212 auf TEUR 4.747 angestiegen. Die Liquidität der LYOCONTRACT GmbH blieb im Berichtszeitraum stabil, ohne dass langfristige Verbindlichkeiten eingegangen wurden. Infolgedessen kann die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als äußerst solide bezeichnet werden. 2.4. Finanzielle Leistungsindikatoren Zur Steuerung der LYOCONTRACT GmbH als produzierendes Unternehmen werden im Wesentlichen der Umsatz und das EBT als Kennzahlen herangezogen. Der Umsatz belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 25.736 (Vorjahr: TEUR 21.614) und liegt damit deutlich über dem Vorjahr. Dieser signifikante Anstieg der Bedarfe verbunden mit einem erhöhten Auftragseingang resultiert aus der Erschließung neuer Märkte der Kunden, die die LYOCONTRACT durch den internationalen Fokus bedienen kann. Weiterhin besteht noch immer ein Wiederbeschaffungsbedarf nach der Coronakrise und ein Bestandsaufbau im Markt zur Absicherung möglicher Lieferengpässe durch die globale geopolitische Lage wie dem Ukraine-Krieg, dem Nahostkonflikt und den Angriffen auf Handelsschiffe im Roten Meer. Herausfordernd sind weiterhin die immer weiter steigenden Anforderungen an die Arzneimittelfertigung und den bürokratischen Verwaltungsprozessen für Industriebetriebe in Deutschland. Das daraus resultierende EBT lag dennoch deutlich über Vorjahresniveau und beläuft sich auf TEUR 6.750 (Vorjahr: TEUR 5.959). Das höhere EBT resultiert im Wesentlichen aus der Steigerung der Umsätze in 2023 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.122. Der Umsatz im Jahr 2023 hat sich besser als erwartet entwickelt und lag über dem Niveau des als sehr positiv zu bezeichnenden Jahres 2022. Es waren weiterhin gute Auftragseingänge zu verzeichnen. Der erzielte EBT in Höhe von TEUR 6.750 lag über dem Planwert, was aus den höheren Umsatzerlösen sowie den geringeren Personalkosten gegenüber den Planwerten resultiert. 3. Lage des Unternehmens 3.1. Ertragslage Die Umsatzerlöse der LYOCONTRACT GmbH lagen im Geschäftsjahr um 19 Prozent über dem Vorjahreswert. Das EBT beläuft sich auf 26 Prozent (Vorjahr: 28 Prozent) vom Umsatz. Das signifikant gesteigerte Produktionsvolumen und die dadurch resultierende gute Auslastung konnten die deutlich gestiegenen Kosten für Material und Personal kompensieren. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl ist von 126 auf 149 deutlich gestiegen. Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 29 Prozent demzufolge auf TEUR 8.533 angestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit TEUR 5.974 gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr: TEUR 4.686) um TEUR 1.288 gestiegen. Hierin ist als größte Einzelposition die gestiegenen Ausgaben für Reparaturen und Instandhaltungen enthalten. Der Jahresüberschuss beläuft sich im Berichtsjahr 2023 auf TEUR 4.747 (Vorjahr: TEUR 4.212) und liegt damit deutlich über dem Vorjahr, was auf die gestiegenen Umsätze zurückzuführen ist. 3.2. Finanzlage Die Finanzlage der LYOCONTRACT GmbH bleibt weiterhin äußerst stabil. Ein optimiertes Liquiditätsmanagement trägt dazu bei, dass Forderungen und Verbindlichkeiten fristgerecht ausgeglichen werden. Die liquiden Mittel sind im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 7.108 (Vorjahr: TEUR 4.770) gestiegen. 3.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich um TEUR 2.603 auf TEUR 17.965 und ist durch die Erhöhung des Umlaufvermögens bestimmt. Die Gesellschaft verzeichnete zum Bilanzstichtag einen Eigenkapitalbestand in Höhe von TEUR 11.375 (Vorjahr: TEUR 6.627). Dies entspricht einer Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 63 Prozent (Vorjahr: 43 Prozent). Das langfristige Vermögen ist vollständig durch Eigenkapital finanziert. 3.4. Zusammenfassende Lagebeurteilung Insgesamt ist das Geschäftsjahr 2023, trotz der nach wie vor herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, bei den erreichten finanziellen Zielen positiv verlaufen. Das zeigt sich nicht nur an dem erzielten Umsatzwachstum, sondern auch an den realisierten, organisatorischen Weichenstellungen für die Zukunft. 4. Risiko-, Chancen- & Prognosebericht 4.1. Risikobericht Betriebliche Risiken Im Geschäftsjahr 2023 wurden Kontrollmechanismen und bestehende Richtlinien weiter ausgebaut und verbessert, um Risiken so weit wie möglich zu reduzieren. Produktions- sowie Analyseprozesse stehen im Fokus, um das Produktionsrisiko so gering wie möglich zu halten. Die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und der "Guten Herstellungspraxis" ("Current Good Manufacturing Practices" kurz: cGMP) ist in der Pharmabranche von höchster Wichtigkeit. Eine Nichteinhaltung der Vorschriften würde Störungen im operativen Leistungserstellungsprozess verursachen und könnte von Lieferverzögerungen über verspätete Markteintritte oder nicht zugelassene neue Produkte bis hin zur Schließung des Unternehmens führen. Um dieses Risiko zu minimieren, besteht eine hohe Selbstverpflichtung, die höchsten Qualitätsstandards beizubehalten. Des Weiteren verfügt das Unternehmen über eine starke Qualitätseinheit, die die Konformität über die verschiedenen Produktionsschritte überwacht. Kontinuierliches Training und Erfahrungsaustausch sowie die fortwährende Entwicklung von Standardarbeitsanweisungen tragen weiterhin zu einer Minimierung dieses Qualitätsrisikos bei. Unterbrechungen in der Lieferkette stellen ein weiteres Risiko dar. Darunter fallen zum Beispiel Probleme bei der Beschaffung von Rohstoffen bei zugelassenen Herstellern, um Marktanforderungen zu bedienen. Verzögerungen in der Produktentwicklung, verlorene Einnahmequellen, ein verringertes Service-Niveau sowie Verschlechterungen in den Kundenbeziehungen und Verzögerungen in den Auslieferungen könnten mögliche Auswirkungen sein. Langfristige Beziehungen zu zuverlässigen Rohstoffherstellern und genehmigten Ersatzlieferanten wirken diesem Risiko entgegen. Außerdem ist ein Corporate Auditing Team konstant mit dem Monitoring von Lieferanten beschäftigt. Ein weiteres Risiko besteht im Verlust von qualifiziertem Personal. Die Lage am Personalmarkt ist aufgrund der geringen Arbeitslosigkeit in Deutschland weiterhin angespannt. Dies macht es schwierig, geeignete Fachkräfte zu akquirieren. Jedoch kommt hier der LYOCONTRACT GmbH die Pharmabranche zugute, die als attraktives Arbeitsumfeld wahrgenommen wird. Wirtschaftliche, politische und unvorhersehbare Risiken Fehlende Kontrolle, ein Wechsel in den wirtschaftlichen Bedingungen der Eurozone oder Änderungen im politischen Umfeld (z.B. Bürgerunruhen in einem Markt oder Land) stellen weitere Risiken dar. Geographische Diversifikation von Kunden und Lieferanten, gutes Krisenmanagement und Versicherungsschutz sollen diese Risiken minimieren. Forderungsausfallrisiko Ein kontinuierliches Forderungsmanagement und der Kontakt zu unseren Kunden helfen, das Ausfallrisiko von Forderungen auf ein Minimum zu reduzieren. Des Weiteren können bei bestimmten Geschäften mit Neukunden Anzahlungen gefordert werden. Spezielle Forderungsrisiken wurden im Geschäftsjahr durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Gesamtaussage zur Risikosituation Die Geschäftsführung kommt zu dem Ergebnis, dass zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses 2023 keine den Fortbestand gefährdenden Risiken bestehen. 4.2. Chancenbericht Die Nachfrage nach den von uns angeboten Leistungen ist sehr hoch. Unsere Gesellschaft wird daran infolge des qualifizierten Personals, des hochmodernen Anlagenparks und des guten Images des Unternehmens, durch Erhalt gut auskömmlicher Aufträge partizipieren. Auswirkungen der Coronakrise sowie des Ukraine-Krieges könnten hier allerdings auch zu abweichenden Entwicklungen führen. 4.3. Prognosebericht Der Gesundheitssektor gilt als weitgehend unabhängig von konjunkturellen Schwankungen. Die Nachfrage insbesondere nach lebensrettenden und lebenserhaltenden Produkten wird weiter steigen, da sie medizinisch notwendig sind und die Gesellschaft zunehmend altert und insgesamt die Anzahl der Menschen weltweit steigt. Darüber hinaus dürften der medizinische Fortschritt und die große Zahl schwer oder nicht heilbarer Erkrankungen zu weiterem Wachstum beitragen. Auch in Zukunft wird die Geschäftstätigkeit des Unternehmens von umfangreichen staatlichen regulatorischen Maßnahmen beeinflusst. Es ist daher zu erwarten, dass der Markt und die Wettbewerbsbedingungen in den kommenden Jahren herausfordernd bleiben. Dennoch ist für 2024 eine deutliche Umsatzsteigerung anhand der bestehenden Auftragslage geplant. Im Ergebnis erwarten wir eine sehr deutliche EBT-Steigerung. 5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko erfolgt eine wöchentliche Liquiditätsplanung für acht Wochen im Voraus sowie ein wöchentliches Mahnwesen, wodurch ausstehende Forderungen maximal mit einem Zahlungsverzug in Höhe von fünf Tagen bestehen. Zusätzlich bestehen kurzfristige finanzielle Rücklagen, um den minimalen Liquiditätsbedarf für zwei Monate absichern zu können. 6. Forschungs- und Entwicklungsbericht Die Gesellschaft verfügt über keinen Forschungs- und Entwicklungsbereich. 7. Bericht über Zweigniederlassungen Die Gesellschaft verfügt über keine Zweigniederlassungen.
Ilsenburg, den 21.03.2024 Dr. Tino Galgon, Geschäftsführer BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023LYOCONTRACT GMBH, ILSENBURGAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023LYOCONTRACT GMBH, ILSENBURGA. Allgemeine Angaben Die LYOCONTRACT GmbH hat ihren Sitz in Ilsenburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stendal (Reg.Nr. HRB 17980). Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH Gesetzes beachtet. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 276, 288 HGB) und bei der Offenlegung (§ 327 HGB) des Jahresabschlusses werden in Anspruch genommen. Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagespiegel, Forderungs- und Verbindlichkeitenspiegel). Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. I. Gliederungsgrundsätze / Darstellungsstetigkeit Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung änderte sich nicht gegenüber dem Vorjahr. II. Bilanzierungsmethoden Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen, Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden. Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert. Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals, sowie für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, wurden nicht bilanziert. Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. Haftungsverhältnisse i.S. von § 251 HGB sind ggf. nachfolgend gesondert angegeben. III. Bewertungsmethoden Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Einzelne Positionen wurden wie folgt bewertet: 1. Immaterielle Vermögensgegenstände
2. Sachanlagen
3. Finanzanlagen
4. Vorräte
5. Ford. aus Lieferungen u. Leistungen u. sonst. Vermögensgegenstände
6. Liquide Mittel
7. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten
8. Rückstellungen
9. Pensionsrückstellungen
10. Verbindlichkeiten
11. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten
B. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind aus dem Anlagenspiegel ersichtlich, ebenso die Abschreibungen des Geschäftsjahres. Die Zusammensetzung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ist im Forderungsspiegel des Anhangs ersichtlich. In der Position "Sonstige Vermögensgegenstände" sind keine Beträge größeren Umfangs enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Die Gliederung, die Restlaufzeit und die Besicherung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen ist aus dem Forderungsspiegel ersichtlich. In die Herstellungskosten von Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens wurden keine Fremdkapitalzinsen einbezogen. In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagio-Beträge, die im Zusammenhang mit der Aufnahme langfristiger Bankverbindlichkeiten angefallen sind, in Höhe von insgesamt EUR 0,00 enthalten. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie aus dem Rückstellungsspiegel ersichtlich zusammen. Die Aufgliederung, die Restlaufzeit und die Besicherung der Verbindlichkeiten ist aus dem Verbindlichkeitenspiegel ersichtlich. Am Abschlussstichtag bestehende Haftungsverhältnisse i. S. von § 251 HGB sind ggf. nachfolgend gesondert erläutert. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz auszuweisen und auch keine Haftungsverhältnisse i. S. von § 251 HGB sind, die aber für die Beurteilung der Lage des Unternehmens von Bedeutung sind, sind nachfolgend gesondert erläutert. C. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist ein Versicherungsentschädigungsbetrag in Höhe von EUR 600.000,00 enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen in Höhe von EUR 371.900,00 enthalten, die im Zusammenhang mit der Versicherungsentschädigung stehen. D. Sonstige Angaben Sicherheiten Die Darlehen bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt (TEUR 56 und TEUR 68) sind durch eine Raum-Sicherungsübertragung des Wareneinganglagers sowie eine selbstschuldnerische Bürgschaft der Gesellschafterin PB Verwaltung und Vermögens GmbH & Co. KG besichert. E. Ergänzende Angaben I. Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane 1. Geschäftsführer
Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. II. Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt (ohne Organmitglieder):
Die Gesamtzahl der durchschnittlichen Angestellten beträgt damit 149. III. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. IV. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Gegenüber Gesellschaftern bestanden am Abschlussstichtag Forderungen in Höhe von EUR 2.138.017,22 (i. Vj. EUR 264.885,17). F. Ergebnisverwendung Die Gesellschafterversammlung hat beschlossen, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 4.747.209,04 zusammen mit dem Gewinnvortrag des Vorjahres in Höhe von EUR 6.527.320,34 auf neue Rechnung vorzutragen. G. Forderungsspiegel
H. Verbindlichkeitenspiegel
I. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen I. Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB Am Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse. II. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz auszuweisen und auch keine Haftungsverhältnisse i. S. von § 251 HGB sind, die für die Beurteilung der Lage des Unternehmens von Bedeutung sind, bestanden am Abschlussstichtag aus:
Ilsenburg, den 21.03.2024 Dr. Tino Galgon Der Jahresabschluss wurde am 29.05.2024 festgestellt.
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die LYOCONTRACT GmbH, Ilsenburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der LYOCONTRACT GmbH, Ilsenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LYOCONTRACT GmbH, Ilsenburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt Der Jahresabschluss und Lagebericht der LYOCONTRACT GmbH für das vorherige, am 31. Dezember 2022 endende, Geschäftsjahr wurde von einem anderen Abschlussprüfer geprüft, der mit Datum vom 28. August 2023 ein nicht modifiziertes Prüfungsurteil zu diesem Jahresabschluss und diesem Lagebericht abgegeben hat. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung festellen.
München, 24. Mai 2024 GKK
PARTNERS Audit GmbH
Hermann Krämer, Wirtschaftsprüfer Andreas Bauer, Wirtschaftsprüfer |
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