MVZ Management GmbH Thüringen
Selbe AdresseArztpraxen für Allgemeinmedizin
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Olaf Dietmar Dr. Kannt seit 4.10.2023 | Geschäftsführer |
Claudia Holland-Jopp seit 11.9.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Klinikum Meiningen GmbHMeiningenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010LageberichtÜberblickDie Klinikum Meiningen GmbH ist innerhalb der Krankenhausplanung des Freistaates Thüringen ein Krankenhaus der regionalen und überregionalen Versorgung mit 568 Betten. Insgesamt werden 13 bettenführende Hauptabteilungen und 3 Belegabteilungen vorgehalten. Ergänzt werden die Behandlungsschwerpunkte u. a. um das Institut für bildgebende Diagnostik (MRT/CT/DSA-Anlage) , ein zertifiziertes Gefäßzentrum, ein überregional anerkanntes Zentrum zur Behandlung von schweren Mehrfachverletzungen (Traumazentrum), die überregionale Stroke Unit (Schlaganfallbehandlungszentrum), das Herzkatheterlabor, die Zentralpotheke zur Arzneimittelversorgung von 14 weiteren Krankenhäusern sowie ein interdisziplinär betriebenes Tagesstationäres Zentrum. Darüber hinaus verfügt das Klinikum Meiningen - als ein Krankenhaus mit onkologischem Behandlungsschwerpunkt - für die drei häufigsten Tumorerkrankungen über zertifizierte und von der Deutschen Krebsgesellschaft anerkannte interdisziplinäre Zentren für die Bereiche Brust,- Darm- und Prostataerkrankungen. Der zunehmende Kostendruck im Gesundheitswesen, der wesentlich von den neuen Finanzierungsformen und den stetig komplexeren und kapitalintensiveren Verfahren in Diagnostik und Therapie ausgeht, zwingt zur Kostenanpassung und zur konsequenten Nutzung von Synergieeffekten, um mit modernen und leistungsfähigen Strukturen den aktuellen Herausforderungen und dem steigenden Wettbewerben zwischen den Krankenhäusern zu begegnen. In diesem Zusammenhang sind die demographische Entwicklung in Deutschland und die rasante Entwicklung in der Medizin im Wesentlichen die Ursache für die ständig wachsende Nachfrage nach medizinischen Leistungen. Hierauf wurde strategisch mit der konsequenten Etablierung neuer Organisationseinheiten und der Neustrukturierung von Arbeitsprozessen, wie beispielsweise durch den weiteren Ausbau der palliativmedizinischen Versorgung oder durch die Erweiterung des medizinischen Untersuchungsspektrums reagiert, u. a. durch die Neuanschaffung der ersten Anlage in Thüringen zur intraoperativen Bestrahlung des Mammakarzinoms oder des intelligenten iE33-Echokardiographiesystems mit volumetrischen 3D-Bildgebungsprogramm zur verbesserten Behandlung von Patienten mit Herzkrankheiten, wie Herzinsuffizienz und kongenitalen Herzerkrankungen. Die Rahmenbedingungen auf der Entgeltseite waren im Geschäftsjahr 2010 insbesondere durch das im Freistaat Thüringen erzielte ungünstige Verhandlungsergebnis zum Landesbasisfallwert gekennzeichnet, welches im Vergleich zu den Ergebnissen in den anderen Bundesländern zu einer um bis zu 10-prozent niedrigeren Vergütung für vergleichbare Leistung (Bewertungsrelationen) führt. Die Aufwandseite wurde infolge der Tarifentwicklung durch einen überproportionalen Anstieg der Personalkosten in Höhe von 6,5 % geprägt. Die Erhöhung im Materialaufwand um 5,1 % wurde insbesondere durch gestiegene Zytostatikaaufwendungen infolge der Änderung arzneimittelrechtlicher Vorschriften sowie durch Einmaleffekte beeinflusst. Auf die negativen Einflussfaktoren hinsichtlich der Erlös- und Kostenentwicklung hat das Klinikum durch strukturverbessernde Investitionen, einer Optimierung der Behandlungsprozesse und der Ablauforganisation sowie durch die Bündelung fachübergreifender Kompetenz reagiert. Die insgesamt schwierigen Rahmenbedingungen blieben jedoch nicht ganz ohne Einfluss auf die Gesamtleistungsrentabilität. Kapazitäten und Leistungen
Der gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnende leichte Fallzahlrückgang (-1,7 %) wird durch die Verlagerung von bisher stationären Behandlungen in den teilstationären Bereich beeinflusst. Ursache dafür ist die stetige Weiterentwicklung des medizinischen Fortschritts, der im stationären Bereich zu stetig zurückgehenden Verweildauern (-1,3 %) und zu einer Zunahme von teilstationären/ambulanten Diagnose- und Therapienangeboten führt (260,5 %). Der Fallzahlrückgang im ambulanten Bereich (-2,6 %) ist insbesondere auf die Verlagerung ambulanter Leistungen in das MVZ Meiningen zurückzuführen. Bei einem weiteren Anstieg des Schweregrades der behandelten Patienten (1,2 %) konnte die Qualität der Patientenbehandlung jederzeit auf hohem Niveau sichergestellt werden. Geschäftsverlauf und GeschäftsergebnisUmsatz- und Ertragsentwicklung
Die Umsatzerlöse haben sich auf der Grundlage des mit den Krankenkassen verhandelten Budgets, der vom Gesetzgeber vorgegebenen Veränderungsrate und des im Freistaat Thüringen vereinbarten Landesbasisfallwertes in Höhe von € 2.834,23 (Vj: € 2.831,14) unterdurchschnittlich entwickelt. Auf dieser Grundlage wurde im Geschäftsjahr 2010 bei Umsatzerlösen von T€ 84.730 (Vj: T€ 82.330) eine Materialquote von 35.1 % (Vj: 34,4 %) und eine Personalquote von 50,9 % (Vj: 49,1 %) erzielt. Bei einer Ertragssteuerbelastung von 15,6 % (Vj: 16,7 %) verbleibt ein Jahresüberschuss von T€ 12.787 (Vj: 13.457). Das Betriebsergebnis vor Steuern entspricht einer Umsatzrendite von 17,9 % (Vj: 19,6 %) und erfüllt aufgrund der bestehenden Rahmenbedingungen unsere Erwartungen. Investitionstätigkeit Im Geschäftsjahr 2010 wurden Investitionen in Höhe von 3.421 T€ (Vj: 4.996 T€) getätigt. Diese entfallen u. a. auf folgende Maßnahmen: Intraoperatives Strahlentherapiesystem 381,4 T€, Patientenüberwachungssysteme 228,4 T€, Infusionstechnik 182,2 T€, Ultraschall-gerät Kardiologie 160,6 T€, C-Bögen 91,5 T€, Narkosebeatmungsgeräte 68,7 T€, Bronchoskopieturm 54,3 T€. Zur Finanzierung der Investitionen wurden 24 T€ Pauschalfördermittel nach dem KHG und darüber hinaus Eigenmittel eingesetzt. Vermögenslage
Das in der Gesellschaft gebunden Vermögen von 71.137 T€ (ohne latente Steuern) lag um 2.043 T€ über dem Vorjahr. Das Vermögen betrifft das Anlagevermögen mit 62,3 %, Vorräte mit 4,2 %, Forderungen mit 23,8 %, sonstige Vermögensgegenstände mit 1,9 % sowie liquide Mittel mit 7,7 %. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte in Höhe von 76,1 % mit Eigenkapital sowie in Höhe von 3,3 % durch mittel- und langfristiges Fremdkapital und zu 20,6 % durch kurzfristige Fremdmittel. Die Abschreibungen und Abgänge im Anlagevermögen lagen im Geschäftsjahr über den Zugängen aus Neuinvestitionen, was zu einer Verringerung des langfristigen Vermögens um 3.114 T€ (6,6 %) führte. Das kurzfristige Vermögen erhöhte sich um 5.157 T€, vordergründig durch den Anstieg liquider Mittel. Die Veränderung des Eigenkapitals in Höhe von 3.673 T€ resultiert aus der Bildung einer Gewinnrücklage in Höhe von 14.247 T€, dem gegenüber die Reduzierung des Gewinn- und Verlustvortrages in Höhe von 7.532 T€ steht. Ebenfalls negativ auf die Eigenkapitalentwicklung wirkt sich darüber hinaus die Veränderung des Sonderpostens und des Bilanzgewinns aus. Finanz- und Liquiditätslage
Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit (Cash-Flow) betrug im Geschäftsjahr 2010 T€ 13.862. Der Stand der liquiden Mittel sowie der Mittelzufluss im Geschäftsjahr reichten aus, um die Ausschüttung an den Gesellschafter in Höhe von 7.000 T€ und die laufenden Investitionen zu finanzieren. Darüber hinaus erfolgte ein Abbau des im Geschäftsjahr 2009 im Rahmen der Umschuldung aufgenommenen Darlehns in Höhe von 1.200 T€. Neben nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien stehen stichtagsbedingt liquide Mittel von 5.484 T€ zur Verfügung. Kapitalbedarf und Liquidität waren im Geschäftsjahr 2010 jederzeit sichergestellt. Mitarbeiter und Umwelt Im Jahresdurchschnitt des Geschäftsjahres beschäftigten wir 947 Mitarbeiter (Vj: 902). Die Personalentwicklung im Jahr 2010 war durch die Besetzung vakanter Stellen im Ärztlichen Dienst sowie durch eine personelle Erweiterung im Pflegedienst gekennzeichnet. Auf Grund der im Geschäftsjahr 2010 geführten Tarifverhandlungen, fanden Anpassungen des ver.di-Tarifvertrages zum 01.04.2010 statt. Für die mit dem Marburger Bund noch nicht abgeschlossenen Tarifverhandlungen für den Ärztlichen Dienst - mit einer Rückwirkung zum 01.06.2010 - wurden entsprechende Rückstellungen gebildet. Bedingt durch moderne Arbeitsplätze, attraktive Vergütungssysteme und ein zeitgemäßes Aus-, Weiter- und Fortbildungsprogramm waren wir trotz Vakanzen in der Lage, die Anzahl der im Klinikum beschäftigten Ärzte auf 166 (Vj: 156) zu erhöhen. Im Rahmen von Investitionsmaßnahmen sowie bei der Gestaltung von Prozessabläufen nehmen die Belange des Umweltschutzes einen breiten Raum ein, indem verbrauchssparende Energiekonzepte und Abfallvermeidungsstrategien im Sinne des praktischen Umweltschutzes umgesetzt werden. Risikomanagement Die Gesamtrisikolage, die sich aus den verschiedenen Einzelrisiken (gesamtwirtschaftliche Risiken, Branchenrisiken, Beschaffungsrisiken, finanzielle und rechtliche Risiken) zusammensetzt, hat sich nach unserer Einschätzung und in Auswertung der jährlich durchgeführten Risikoinventur gegenüber dem Vorjahr nicht feststellbar verändert. Das von der RHÖN-KLINIKUM AG vorgegebene Risikofrüherkennungs- und Überwachungssystem ist implementiert und in einer an die Erfordernisse der Gesellschaft angepassten Risikorichtlinie dokumentiert. Damit sind in geeigneter Form die erforderlichen Maßnahmen getroffen worden, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen, sie zu analysieren und zu bewerten, zu kommunizieren, zu dokumentieren und geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten. Nach Überprüfung der Risikolage zum Ende des Geschäftsjahres bestehen für unsere Gesellschaft keine bestandsgefährdenden Risiken. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor. Ausblick Aufgrund der Bedarfsgerechtigkeit unseres Klinikums sehen wir mittel- und langfristig keine bestandsgefährdenden Risiken für unsere Gesellschaft. Durch die bestehenden gesetzlichen Rahmenbedingungen, insbesondere durch das GKV-Finanzierungsgesetz (GKV-FinG), die restriktive Ausgabenpolitik der Kostenträger und die im Geschäftsjahr 2011 in den Verhandlungen zum Landesbasisfallwert im Freistaat Thüringen wiederum bestehenden Fehlschätzungskorrekturen sind keine signifikanten Einnahmesteigerungen aus stationären Krankenhausleistungen zu erwarten. In Verbindung mit den fortentwickelten Entgelten und Bewertungsrelationen wird deshalb die Leistungsentwicklung im Klinikum von zentraler Bedeutung für die Entgeltverhandlung 2011 sein. Insgesamt müssen wir jedoch davon ausgehen, dass die Kostensteigerungen, insbesondere auch durch zu erwartende Tarifanpassungen im Personalbereich, über der Erlössteigerung liegen werden. Darüber hinaus wird sich der Trend zur stationsersetzenden Leistungserbringung fortsetzen. Durch ein straffes Kostenmanagement und flexibles Handeln, verbunden mit den gegebenen Möglichkeiten zur Rationalisierungsinvestition, sind wir zuversichtlich, dass sich unser Ergebnis im Geschäftsjahr 2011 bei Umsatzerlösen von 87.000 T€, einem Cash-Flow von 8.000 T€, einen EBITA von 18.800 T€, einen EBIT von 15.000 T€ und einem Jahresüberschuss nach Steuern von 13.000 T€ bewegen wird. Nach 16 Jahren voller Auslastung des Klinikums Meiningen werden wir im Jahr 2011 im Rahmen der Standortentwicklung umfangreiche Investitionsmaßnahmen - insbesondere in den Stations- und Funktionsbereichen - durchführen. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, um die bisher erfolgreiche Entwicklung des Klinikums Meiningen in den nächsten Jahren fortzusetzen. Entsprechend sehen wir in den Jahren 2012 und folgende für die Leistungs- und Ergebnisentwicklung aufgrund unserer Möglichkeiten im Rahmen der monistischen Finanzierung von Investitionen sowie unserer Reorganisationsfähigkeit zur Optimierung unserer Betriebsabläufe positive Trends. Die absehbaren gesetzlichen Änderungen auf der Entgelt- und Leistungsseite bieten Chancen und Risiken, wobei wir uns aufgrund unserer Kostenstrukturen und innovativen medizinischen Behandlungskonzepte größere Effekte versprechen als aus einem zunehmenden Preisrückgang.
Meiningen, den 28.01.2011 Christine Reißner, Geschäftsführerin BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Bilanz wurde nach Anlage 1 zur Krankenhaus-Buchführungsverordnung (KHBV), die Gewinn- und Verlustrechnung nach Anlage 2 zur KHBV und der Anlagennachweis nach Anlage 3 zur KHBV gegliedert. Die Klinikum Meiningen GmbH ist zum Bilanzstichtag eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr 1. Allgemeine Angaben zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenImmaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen aufgrund der wirtschaftlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Anlagevermögen Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen aufgrund der wirtschaftlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die Nutzungsdauer der beweglichen Sachanlagen wurde auf max. 10 Jahre festgelegt. Für geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG), deren Anschaffungskosten zwischen € 150 und € 1.000 liegen, wurde ab dem Anschaffungsjahr 2008 gemäß § 6 Abs. 2a EStG ein Sammelposten gebildet. Dieser wird linear über 5 Jahre abgeschrieben. Bei den Zugängen ab dem 1. Januar 2004 wird die lineare Abschreibung zeitanteilig für den Monat der Anschaffung und die folgenden Monate angewendet. Das als Finanzanlagen gehaltene Vermögen in Höhe von € 1.000 setzt sich aus Anteilen an der P.E.G. Einkaufs- und Betriebsgenossenschaft zusammen. Umlaufvermögen Die Wertansätze des Umlaufvermögens erfolgen unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Die Vorräte sind zu steuerlich aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten bewertet; Risiken sind durch einen Gängigkeitsabschlag in Höhe von 10 % (T€ 234) angemessen berücksichtigt. Unfertige Leistungen sind mit an den Herstellungskosten orientierten Wertansätzen bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt, alle erkennbaren Einzelrisiken finden durch Einzelabwertungen Beachtung. Unter Berücksichtigung des im Geschäftsjahr 2010 erreichten Mindererlöses sowie der in der Budgetvereinbarung für das Jahr 2010 getroffenen Festlegung über den Wegfall des Mindererlösausgleiches werden die Forderungen aus 2010, die älter als sechs Monate sind, zu 50% einzelwertberichtigt. Die Bewertung der zum Stichtag offenen Forderungen aus dem Geschäftsjahr 2009 und 2007 wurden analog der im Jahresabschluss eingestellten noch nicht endgültig vereinbarten Erlösausgleiche einzelwertberichtigt. Die Einzelwertberichtigung der Forderungen für das Geschäftsjahr 2008 erfolgte entsprechend des im Jahresabschluss einbezogenen Mindererlösausgleichs zu 80 %. Für Geschäftsjahre vor dem 01.01.2007 wurden die Erlösausgleiche endgültig verhandelt, so dass auf offenen Forderungen aus diesen Geschäftsjahren eine Einzelwertberichtigung von 100% vorgenommen wurde. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch einen pauschalen Abschlag in Höhe von 2 % ausreichend Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens Der Sonderposten wurde gemäß § 5 Abs. 3 KHBV für Investitionen gebildet. Die Auflösung erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Wirtschaftsgüter. Rückstellungen Die Bewertung der Rückstellung erfolgte analog zu den Vorjahren nach dem Grundsatz der kaufmännischen Vorsicht. Im Rahmen der Bewertung der Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag ausgewiesen. Umsetzung Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (im nachfolgenden BilMoG) Das Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts fand entsprechend Art. 66 Abs. 3 Satz 1 EGHGB erstmals im Jahresabschluss 2010 der Klinikum Meiningen GmbH im Hinblick auf Ansatz- und Bewertungsvorschriften Berücksichtigung. Von der Möglichkeit einer vorzeitigen Anwendung wurde kein Gebrauch gemacht. 2. Erläuterungen zur Bilanz2.1 Anlagennachweis Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. 2.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. 2.3 Eigenkapital Das Stammkapital beträgt € 6.180.000,00. Die Kapitalrücklagen stammen aus dem Klinikbetrieb und betreffen mit T€ 1.534 das Aufgeld einer Kapitalerhöhung aus dem Jahr 2002, mit T€ 296 die Gewinnrücklagen vor der Verschmelzung sowie einer Aufstockung der Kapitalrücklage aus dem Jahr 2009 in Höhe von T€ 3.000. Vom Jahresüberschuss und dem Gewinnvortrag des Geschäftsjahres 2009 des Klinikbetriebes wurden gemäß Gesellschafterbeschluss vom 16. April 2010 T€ 7.000 (2009: T€ 10.000) an die Gesellschafterin ausgeschüttet. Des Weiteren wurde eine Gewinnrücklage in Höhe von T€ 13.990 (2009: T€ 0) gebildet. Der verbleibende Jahresüberschuss von T€ 3.139 (2009: T€ 10.671) wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Im Rahmen der Umstellung auf das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz wurde vor dem Hintergrund eines erfolgsneutralen Ausweises der aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 272 sowie eines erfolgsneutralen Ausweises der passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 13 eine Gewinnrücklage aus Umstellung BilMoG in Höhe von T€ 258 gebildet. Diese unterliegt zum Abschlussstichtag einer Ausschüttungssperre. 2.4 Sonderposten mit Rücklageanteil Der Sonderposten mit Rücklagenanteil betrifft Sonderabschreibungen gemäß § 4 Fördergebietsgesetz, der entsprechend der Restnutzungsdauer der betreffenden Vermögensgegenstände aufgelöst wird. Im Berichtsjahr betrug die Auflösung T€ 743. Von der Übergangsregelung des Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Der Sonderposten mit Rücklagenanteil wird somit im Bilanzausweis beibehalten. 2.5 Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich zusammen aus Rückstellungen für ungewisse Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern (T€ 4.828), aus Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (T€ 384), aus Rückstellungen für Haftpflichtrisiken (T€ 189), aus Rückstellungen infolge unterlassener Instandhaltungen (T€ 35), aus Rückstellung für sonstige Erlösminderungen (T€ 590) sowie aus übrigen Rückstellungen (T€ 290). Daneben wurden weitere erkennbare Risiken in ausreichendem Maße berücksichtigt. 2.6 Verbindlichkeiten Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Darin enthalten sind Finanzverbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von T€ 1.500 sowie Verbindlichkeiten aus Lieferung u. Leistung gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 287. 2.7 Angaben zu latenten Steuern Mit Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes wurden im Geschäftsjahr 2010 die Gliederung der Bilanz um die Positionen aktive latente Steuern und passive latente Steuern erweitert. Diese Bilanzposition aktive latente Steuern setzt sich wie folgt zusammen:
Für die Berechnung der Latenten Steuern wurde ein Steuersatz in Höhe von 15,825% zu Grunde gelegt. Passive latente Steuern entstanden im Geschäftsjahr 2010 nicht. 2.8 Anpassung Vorjahreszahlen durch Einführung BilMoG Im Rahmen der BilMoG - Umstellung wurde auf die Anpassung der Vorjahreszahlen verzichtet. 3. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. 3.1 Umsatzerlöse Die krankenhausspezifischen Umsatzerlöse sind in den Positionen 1 bis 4 der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Der Ausweis der Bestandsveränderung aus der Bewertung der Jahresüberlieger erfolgt in der Position 5 der Gewinn- und Verlustrechnung. Alle im Geschäftsjahr 2010 entstandenen Erlöse entfallen ausschließlich auf den Klinikbereich und werden ausschließlich innerhalb Deutschlands erzielt. 3.2 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im wesentlichen Erlöse aus den Apothekenbelieferungen an verbundene Unternehmen (T€ 6.416), Erlöse aus dem umsatzsteuerpflichtigen Laden- und Apothekenverkauf (T€ 3.220) sowie Erlöse aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklagenanteil (T€ 743). 3. 3 Periodenfremde Aufwendungen und Erträge Zu den wesentlichen periodenfremde Erträge zählen die Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 475) Die periodenfremden Aufwendungen setzen sich im wesentlichem aus nachträglichen Rechnungskürzungen z.B. auf Grund von Prüfungen des MDK (T€ 335) zusammen, die nicht über eine Rückstellung im Vorjahr Berücksichtigung fanden. 3.4 Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betragen im Jahr 2010 T€ 2.366. Sie setzen sich zusammen aus T€ 2.365 Körperschaftssteuer laufendes Jahr, T€ 21 Auflösung Rückstellung Steuerrisiken sowie T€ 130 Solidaritätszuschlag laufendes Jahr. Die Erträge aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wurden in Höhe von T€ 108 unter dem Posten latente Ertragsteuern ausgewiesen. 4. Sonstige Angaben4.1 Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer bereinigt um Auszubildende, Praktikanten, Mitarbeiter im Erziehungsurlaub sowie Geschäftsführung betrug 837. Diese setzen sich wie folgt zusammen:
4.2 Angabe nach § 10 Abs. 2 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) Die Gesellschaft betreibt im Rahmen des ihr gehörenden bilanzierten Sachanlagevermögens ein überwiegend zu eigenen Zwecken dienendes Energieversorgungsnetz. Aufgrund des eng umrissenen Betriebsgebietes und der weit überwiegenden eigenbetrieblichen Nutzung geht die Gesellschaft vom Vorliegen der Eigenschaft als Objektnetzbetreiber aus, obwohl ein formaler Nachweis fehlt. Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen und assoziierten Unternehmen im Sinne von § 10 Abs. 2 EnWG haben nicht stattgefunden. 4.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Gesamtverpflichtungen in Höhe T€ 1.768. Sie betreffen, mit T€ 1.716 Verpflichtungen aus Dienstleistungsverträgen, mit T€ 52 das Bestellobligo und mit T€ 7 Verpflichtungen aus übrigen Verträgen. 4.4 Haftungsverhältnisse Zur Absicherung etwaiger Rückforderungsansprüche aus gewährten Einzelfördermitteln wurden Grundpfandrechte in Höhe von 25,6 Mio. bestellt. Das Risiko der Geltendmachung der Rückforderungsansprüche wird als gering eingeschätzt, da von keiner Gefährdung des Fortbestehens des Klinikbetriebs auszugehen ist. 4.5 Honorar Abschlussprüfer Bezug nehmend auf die Vorschrift des § 285 Nr. 17 HGB wird auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars verzichtet, da diese im Konzernabschluss der Rhön - Klinikum AG enthalten ist. 4.6 Geschäftsführung
Die Geschäftsführung erhielt im Geschäftsjahr 2010 Bezüge inklusive geldwerten Vorteil in Höhe von T€ 215. 4 .7 Konzernzugehörigkeit Die RHÖN-KLINIKUM AG, Bad Neustadt/Saale, ist alleinige Gesellschafterin. Die Gesellschaft gehört zum Konzern der RHÖN-KLINIKUM AG und der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. 4.8 Geschäftsbeziehungen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Klinikum Meiningen GmbH Geschäftsbeziehungen auch zu verbundenen Unternehmen. Da alle Geschäfte mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden, in den Konzernabschluss der RHÖN-KLINIKUM AG, einbezogenen Unternehmen getätigt werden, entfällt gemäß § 285 Nr. 21 HGB eine weitere Angabe.
Meiningen, den 28. Januar 2011 Christine Reißner, Geschäftsführerin Anlagennachweis
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - der Klinikum Meiningen GmbH, Meiningen, der zugleich der Jahresabschluss des Krankenhauses Klinikum Meiningen nach KHG ist, unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Krankenhausträgergesellschaft, der zugleich die Lage des Krankenhauses darstellt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Durch die §§ 30 und 14a ThürKHG wurde der Prüfungsgegenstand erweitert. Die Prüfung erstreckt sich daher insbesondere auf die Ordnungsmäßigkeit des Rechnungswesens, die wirtschaftlichen Verhältnisse und die zweckentsprechende, sparsame und wirtschaftliche Verwendung der Fördermittel nach § 12 ThürKHG. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den Vorschriften der KHBV und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags sowie die Verwendung der Fördermittel nach § 12 ThürKHG liegen in der Verantwortung der Geschäftsführerin der Krankenhausträgergesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung, über den Lagebericht sowie über den erweiterten Prüfungsgegenstand nach §§ 30 und 14a ThürKHG abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB und den §§ 30 und 14a ThürKHG unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Anforderungen, die sich aus der Erweiterung des Prüfungsgegenstandes nach den §§ 30 und 14a ThürKHG ergeben, erfüllt wurden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Krankenhausträgergesellschaft und des Krankenhauses sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführerin sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung des Jahresabschlusses hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den Vorschriften der KHBV und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Krankenhauses und der Krankenhausträgergesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Krankenhauses und der Krankenhausträgergesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Buchführung, der wirtschaftlichen Verhältnisse und der zweckentsprechenden, sparsamen und wirtschaftlichen Verwendung der Fördermittel nach §§ 30 und 14a ThürKHG hat zu keinen Einwendungen geführt.
Frankfurt am Main, den 28. Januar 2011 PricewaterhouseCoopers
Harald Schmidt, Wirtschaftsprüfer ppa. Lars Müller, Wirtschaftsprüfer Gesellschafterversammlung am 14.04.2011der KLINIKUM MEININGEN GmbH, MeiningenDer Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 wird in der geprüften und testierten Fassung genehmigt. GewinnverwendungsbeschlussDer Jahresüberschuss in Höhe von € 12.787.065,88 wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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