HELIOS Klinikum Meiningen GmbH

Bergstraße 3, 98617 Meiningen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 306903
Vorher
Klinikum Meiningen GmbH
Eingetragen
20.1.2006
Branche
Krankenhäuser (ohne Hochschulkliniken, Vorsorge- und Rehabilitationskliniken)Vorsorge- und RehabilitationsklinikenArztpraxen für Allgemeinmedizin
Gegenstand
sind der Betrieb und die Unterhaltung von Krankenhäusern - insbesondere der HELIOS Klinikum Meiningen - und ggf. anderer Einrichtungen des Gesundheitswesens. Gegenstand und Zweck des Unternehmens ist ferner die Übernahme oder Gründung sowie der Betrieb von Medizinischen versorgungszentren gemäß § 95 SGB V. Zweck des Betriebes der Medizinischen Versorgungszentren ist die Ambulante Heilbehandlung im Rahmen der vertragsärztlichen und privatärztlichen Versorgung sowie alle weiteren Tätigkeiten, die Medizinischen Versorgungszentren gesetzlich ermöglicht werden.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Claudia Holland-Jopp
seit 11.9.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft
Germany
6.180.000 €
100.00%

Beteiligungen

Konzern- und Jahresabschlüsse

Klinikum Meiningen GmbH

Meiningen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Lagebericht

Überblick

Die Klinikum Meiningen GmbH ist innerhalb der Krankenhausplanung des Freistaates Thüringen ein Krankenhaus der regionalen und überregionalen Versorgung mit 568 Betten. Insgesamt werden 13 bettenführende Hauptabteilungen und 3 Belegabteilungen vorgehalten. Ergänzt werden die Behandlungsschwerpunkte u. a. um das Institut für bildgebende Diagnostik (MRT/CT/DSA-Anlage) , ein zertifiziertes Gefäßzentrum, ein überregional anerkanntes Zentrum zur Behandlung von schweren Mehrfachverletzungen (Traumazentrum), die überregionale Stroke Unit (Schlaganfallbehandlungszentrum), das Herzkatheterlabor, die Zentralpotheke zur Arzneimittelversorgung von 14 weiteren Krankenhäusern sowie ein interdisziplinär betriebenes Tagesstationäres Zentrum. Darüber hinaus verfügt das Klinikum Meiningen - als ein Krankenhaus mit onkologischem Behandlungsschwerpunkt - für die drei häufigsten Tumorerkrankungen über zertifizierte und von der Deutschen Krebsgesellschaft anerkannte interdisziplinäre Zentren für die Bereiche Brust,- Darm- und Prostataerkrankungen.

Der zunehmende Kostendruck im Gesundheitswesen, der wesentlich von den neuen Finanzierungsformen und den stetig komplexeren und kapitalintensiveren Verfahren in Diagnostik und Therapie ausgeht, zwingt zur Kostenanpassung und zur konsequenten Nutzung von Synergieeffekten, um mit modernen und leistungsfähigen Strukturen den aktuellen Herausforderungen und dem steigenden Wettbewerben zwischen den Krankenhäusern zu begegnen.

In diesem Zusammenhang sind die demographische Entwicklung in Deutschland und die rasante Entwicklung in der Medizin im Wesentlichen die Ursache für die ständig wachsende Nachfrage nach medizinischen Leistungen. Hierauf wurde strategisch mit der konsequenten Etablierung neuer Organisationseinheiten und der Neustrukturierung von Arbeitsprozessen, wie beispielsweise durch den weiteren Ausbau der palliativmedizinischen Versorgung oder durch die Erweiterung des medizinischen Untersuchungsspektrums reagiert, u. a. durch die Neuanschaffung der ersten Anlage in Thüringen zur intraoperativen Bestrahlung des Mammakarzinoms oder des intelligenten iE33-Echokardiographiesystems mit volumetrischen 3D-Bildgebungsprogramm zur verbesserten Behandlung von Patienten mit Herzkrankheiten, wie Herzinsuffizienz und kongenitalen Herzerkrankungen.

Die Rahmenbedingungen auf der Entgeltseite waren im Geschäftsjahr 2010 insbesondere durch das im Freistaat Thüringen erzielte ungünstige Verhandlungsergebnis zum Landesbasisfallwert gekennzeichnet, welches im Vergleich zu den Ergebnissen in den anderen Bundesländern zu einer um bis zu 10-prozent niedrigeren Vergütung für vergleichbare Leistung (Bewertungsrelationen) führt.

Die Aufwandseite wurde infolge der Tarifentwicklung durch einen überproportionalen Anstieg der Personalkosten in Höhe von 6,5 % geprägt. Die Erhöhung im Materialaufwand um 5,1 % wurde insbesondere durch gestiegene Zytostatikaaufwendungen infolge der Änderung arzneimittelrechtlicher Vorschriften sowie durch Einmaleffekte beeinflusst.

Auf die negativen Einflussfaktoren hinsichtlich der Erlös- und Kostenentwicklung hat das Klinikum durch strukturverbessernde Investitionen, einer Optimierung der Behandlungsprozesse und der Ablauforganisation sowie durch die Bündelung fachübergreifender Kompetenz reagiert. Die insgesamt schwierigen Rahmenbedingungen blieben jedoch nicht ganz ohne Einfluss auf die Gesamtleistungsrentabilität.

Kapazitäten und Leistungen

      Veränderungen
  2010 2009 absolut in Prozent
Fallzahl        
vollstationär 21.543 21.917 -374 -1,7
ambulant 28.153 28.916 -763 -2,6
ausschl. vorstationär 1.663 1.372 291 21,2
teilstationär 411 114 297 260,5
Bewertungsrelationen 26.709,43 26.853,72 -144,294 -0,5
Schweregrad/CMI 1,243 1,228 0,015 1,2
Behandlungstage 168.955 174.029 -5.074 -2,9
davon:        
vollstationär 167.650 173.272 -5.622 -3,2
teilstationär. 1.305 757 548 72,4
Verweildauer stationär in Tagen 7,8 7,9 -0,1 -1,3
Nutzungsgrad Betten 81,5 83,9 -2,4 -2,9

Der gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnende leichte Fallzahlrückgang (-1,7 %) wird durch die Verlagerung von bisher stationären Behandlungen in den teilstationären Bereich beeinflusst. Ursache dafür ist die stetige Weiterentwicklung des medizinischen Fortschritts, der im stationären Bereich zu stetig zurückgehenden Verweildauern (-1,3 %) und zu einer Zunahme von teilstationären/ambulanten Diagnose- und Therapienangeboten führt (260,5 %). Der Fallzahlrückgang im ambulanten Bereich (-2,6 %) ist insbesondere auf die Verlagerung ambulanter Leistungen in das MVZ Meiningen zurückzuführen. Bei einem weiteren Anstieg des Schweregrades der behandelten Patienten (1,2 %) konnte die Qualität der Patientenbehandlung jederzeit auf hohem Niveau sichergestellt werden.

Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis

Umsatz- und Ertragsentwicklung

  2010 2009 Veränderung in
  T€ T € T€ Prozent
Umsatzerlöse 84.730 82.330 2.400 2,9
EBITDA 18.849 19.592 -743 -3,8
EBIT 15.136 16.274 -1.138 -7,0
EBT 15.153 16.157 -1.004 -6,2
Operativer Cash-Flow 16.430 16.775 -345 -2,1
Jahresergebnis 12.787 13.457 -670 -5,0
  2010
in Prozent
2009
in Prozent
Eigenkapitalrentabilität (nach Steuern) 31,0 38,3
Umsatzrentabilität 17,9 19,6
Materialquote 35,1 34,4
Personalquote 50,9 49,1
Abschreibungsquote 5,2 4,8
Sonstige Aufwandquote 7,2 8,2
Steuerquote 15,6 16,7

Die Umsatzerlöse haben sich auf der Grundlage des mit den Krankenkassen verhandelten Budgets, der vom Gesetzgeber vorgegebenen Veränderungsrate und des im Freistaat Thüringen vereinbarten Landesbasisfallwertes in Höhe von € 2.834,23 (Vj: € 2.831,14) unterdurchschnittlich entwickelt.

Auf dieser Grundlage wurde im Geschäftsjahr 2010 bei Umsatzerlösen von T€ 84.730 (Vj: T€ 82.330) eine Materialquote von 35.1 % (Vj: 34,4 %) und eine Personalquote von 50,9 % (Vj: 49,1 %) erzielt.

Bei einer Ertragssteuerbelastung von 15,6 % (Vj: 16,7 %) verbleibt ein Jahresüberschuss von T€ 12.787 (Vj: 13.457). Das Betriebsergebnis vor Steuern entspricht einer Umsatzrendite von 17,9 % (Vj: 19,6 %) und erfüllt aufgrund der bestehenden Rahmenbedingungen unsere Erwartungen.

Investitionstätigkeit

Im Geschäftsjahr 2010 wurden Investitionen in Höhe von 3.421 T€ (Vj: 4.996 T€) getätigt. Diese entfallen u. a. auf folgende Maßnahmen: Intraoperatives Strahlentherapiesystem 381,4 T€, Patientenüberwachungssysteme 228,4 T€, Infusionstechnik 182,2 T€, Ultraschall-gerät Kardiologie 160,6 T€, C-Bögen 91,5 T€, Narkosebeatmungsgeräte 68,7 T€, Bronchoskopieturm 54,3 T€.

Zur Finanzierung der Investitionen wurden 24 T€ Pauschalfördermittel nach dem KHG und darüber hinaus Eigenmittel eingesetzt.

Vermögenslage

  31. 12. 2010 31. 12. 2009
  T€ in Prozent T€ in Prozent
Aktiva        
Langfristiges Vermögen 44.335 62,3 47.449 68,7
Kurzfristiges Vermögen 26.802 37,7 21.645 31,3

Passiva

       
Eigenkapital 54.147 76,1 50.474 73,1
Langfristiges Fremdkapital 2.352 3,3 3.906 5,7
Kurzfristiges Fremdkapital 14.638 20,6 14.714 21,3

Das in der Gesellschaft gebunden Vermögen von 71.137 T€ (ohne latente Steuern) lag um 2.043 T€ über dem Vorjahr. Das Vermögen betrifft das Anlagevermögen mit 62,3 %, Vorräte mit 4,2 %, Forderungen mit 23,8 %, sonstige Vermögensgegenstände mit 1,9 % sowie liquide Mittel mit 7,7 %. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte in Höhe von 76,1 % mit Eigenkapital sowie in Höhe von 3,3 % durch mittel- und langfristiges Fremdkapital und zu 20,6 % durch kurzfristige Fremdmittel.

Die Abschreibungen und Abgänge im Anlagevermögen lagen im Geschäftsjahr über den Zugängen aus Neuinvestitionen, was zu einer Verringerung des langfristigen Vermögens um 3.114 T€ (6,6 %) führte. Das kurzfristige Vermögen erhöhte sich um 5.157 T€, vordergründig durch den Anstieg liquider Mittel. Die Veränderung des Eigenkapitals in Höhe von 3.673 T€ resultiert aus der Bildung einer Gewinnrücklage in Höhe von 14.247 T€, dem gegenüber die Reduzierung des Gewinn- und Verlustvortrages in Höhe von 7.532 T€ steht. Ebenfalls negativ auf die Eigenkapitalentwicklung wirkt sich darüber hinaus die Veränderung des Sonderpostens und des Bilanzgewinns aus.

Finanz- und Liquiditätslage

  2010 2009 Veränderung
  T€ T€ T€ in Prozent
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 13.862 14.372 - 510 - 3,5
Nettoliquidation bzw. Nettoverschuldung 9.184 3.717 5.467 147,1

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit (Cash-Flow) betrug im Geschäftsjahr 2010 T€ 13.862. Der Stand der liquiden Mittel sowie der Mittelzufluss im Geschäftsjahr reichten aus, um die Ausschüttung an den Gesellschafter in Höhe von 7.000 T€ und die laufenden Investitionen zu finanzieren. Darüber hinaus erfolgte ein Abbau des im Geschäftsjahr 2009 im Rahmen der Umschuldung aufgenommenen Darlehns in Höhe von 1.200 T€. Neben nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien stehen stichtagsbedingt liquide Mittel von 5.484 T€ zur Verfügung. Kapitalbedarf und Liquidität waren im Geschäftsjahr 2010 jederzeit sichergestellt.

Mitarbeiter und Umwelt

Im Jahresdurchschnitt des Geschäftsjahres beschäftigten wir 947 Mitarbeiter (Vj: 902). Die Personalentwicklung im Jahr 2010 war durch die Besetzung vakanter Stellen im Ärztlichen Dienst sowie durch eine personelle Erweiterung im Pflegedienst gekennzeichnet.

Auf Grund der im Geschäftsjahr 2010 geführten Tarifverhandlungen, fanden Anpassungen des ver.di-Tarifvertrages zum 01.04.2010 statt. Für die mit dem Marburger Bund noch nicht abgeschlossenen Tarifverhandlungen für den Ärztlichen Dienst - mit einer Rückwirkung zum 01.06.2010 - wurden entsprechende Rückstellungen gebildet.

Bedingt durch moderne Arbeitsplätze, attraktive Vergütungssysteme und ein zeitgemäßes Aus-, Weiter- und Fortbildungsprogramm waren wir trotz Vakanzen in der Lage, die Anzahl der im Klinikum beschäftigten Ärzte auf 166 (Vj: 156) zu erhöhen.

Im Rahmen von Investitionsmaßnahmen sowie bei der Gestaltung von Prozessabläufen nehmen die Belange des Umweltschutzes einen breiten Raum ein, indem verbrauchssparende Energiekonzepte und Abfallvermeidungsstrategien im Sinne des praktischen Umweltschutzes umgesetzt werden.

Risikomanagement

Die Gesamtrisikolage, die sich aus den verschiedenen Einzelrisiken (gesamtwirtschaftliche Risiken, Branchenrisiken, Beschaffungsrisiken, finanzielle und rechtliche Risiken) zusammensetzt, hat sich nach unserer Einschätzung und in Auswertung der jährlich durchgeführten Risikoinventur gegenüber dem Vorjahr nicht feststellbar verändert.

Das von der RHÖN-KLINIKUM AG vorgegebene Risikofrüherkennungs- und Überwachungssystem ist implementiert und in einer an die Erfordernisse der Gesellschaft angepassten Risikorichtlinie dokumentiert. Damit sind in geeigneter Form die erforderlichen Maßnahmen getroffen worden, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen, sie zu analysieren und zu bewerten, zu kommunizieren, zu dokumentieren und geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Nach Überprüfung der Risikolage zum Ende des Geschäftsjahres bestehen für unsere Gesellschaft keine bestandsgefährdenden Risiken.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.

Ausblick

Aufgrund der Bedarfsgerechtigkeit unseres Klinikums sehen wir mittel- und langfristig keine bestandsgefährdenden Risiken für unsere Gesellschaft.

Durch die bestehenden gesetzlichen Rahmenbedingungen, insbesondere durch das GKV-Finanzierungsgesetz (GKV-FinG), die restriktive Ausgabenpolitik der Kostenträger und die im Geschäftsjahr 2011 in den Verhandlungen zum Landesbasisfallwert im Freistaat Thüringen wiederum bestehenden Fehlschätzungskorrekturen sind keine signifikanten Einnahmesteigerungen aus stationären Krankenhausleistungen zu erwarten.

In Verbindung mit den fortentwickelten Entgelten und Bewertungsrelationen wird deshalb die Leistungsentwicklung im Klinikum von zentraler Bedeutung für die Entgeltverhandlung 2011 sein. Insgesamt müssen wir jedoch davon ausgehen, dass die Kostensteigerungen, insbesondere auch durch zu erwartende Tarifanpassungen im Personalbereich, über der Erlössteigerung liegen werden. Darüber hinaus wird sich der Trend zur stationsersetzenden Leistungserbringung fortsetzen.

Durch ein straffes Kostenmanagement und flexibles Handeln, verbunden mit den gegebenen Möglichkeiten zur Rationalisierungsinvestition, sind wir zuversichtlich, dass sich unser Ergebnis im Geschäftsjahr 2011 bei Umsatzerlösen von 87.000 T€, einem Cash-Flow von 8.000 T€, einen EBITA von 18.800 T€, einen EBIT von 15.000 T€ und einem Jahresüberschuss nach Steuern von 13.000 T€ bewegen wird.

Nach 16 Jahren voller Auslastung des Klinikums Meiningen werden wir im Jahr 2011 im Rahmen der Standortentwicklung umfangreiche Investitionsmaßnahmen - insbesondere in den Stations- und Funktionsbereichen - durchführen.

Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, um die bisher erfolgreiche Entwicklung des Klinikums Meiningen in den nächsten Jahren fortzusetzen. Entsprechend sehen wir in den Jahren 2012 und folgende für die Leistungs- und Ergebnisentwicklung aufgrund unserer Möglichkeiten im Rahmen der monistischen Finanzierung von Investitionen sowie unserer Reorganisationsfähigkeit zur Optimierung unserer Betriebsabläufe positive Trends.

Die absehbaren gesetzlichen Änderungen auf der Entgelt- und Leistungsseite bieten Chancen und Risiken, wobei wir uns aufgrund unserer Kostenstrukturen und innovativen medizinischen Behandlungskonzepte größere Effekte versprechen als aus einem zunehmenden Preisrückgang.

 

Meiningen, den 28.01.2011

Christine Reißner, Geschäftsführerin

Bilanz

Aktiva

  31.12.2010
31.12.2009
T€
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Firmenwert 0,00 204
2. EDV-Software und andere Nutzungsrechte 184.578,28 291
  184.578,28 495
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 31.925.072,79 34.759
2. Technische Anlagen 1.276.601,83 1.376
3. Einrichtungen und Ausstattungen 10.767.215,58 10.747
4. Geleistete Anzahlungen auf Anlagen im Bau 180.123,95 71
  44.149.014,15 46.953
III. Finanzanlagen    
Sonstige Ausleihungen 1.000,00 1
  44.334.592,43 47.449
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.107.471,06 1.937
2. Unfertige Leistungen 857.470,57 992
  2.964.941,63 2.929
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.398.928,37 8.719
2. Forderungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht 1.365.210,07 1.678
(davon nach demKHEntgG € 1.140.066,65; Vorjahr T€ 1.648)    
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.144.845,25 3.141
(davon gegenüber Gesellschafter € 5.428.903,73; Vorjahr T€ 2.747)    
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.375.585,50 1.204
  18.284.569,19 14.742
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 5.484.485,20 3.924
  26.733.996,02 21.595
C. Rechnungsabgrenzungsposten 68.354,93 50
D. Aktive latente Steuern 365.681,32 0
  71.502.624,70 69.094

Passiva

   
  31.12.2010
31.12.2009
T€
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 6.180.000,00 6.180
II. Kapitalrücklagen 4.830.325,07 4.830
III. Gewinnrücklagen 14.247.503,17 0
IV. Gewinnvortrag 3.138.595,38 10.671
V. Jahresüberschuss 12.787.065,88 13.457
  41.183.489,50 35.138
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 6.937.024,82 7.680
C. Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens    
Sonderposten aus Fördermitteln nach dem KHG 8.744.461,42 10.362
D. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 0,00 402
2. Sonstige Rückstellungen 6.315.240,00 7.160
  6.315.240,00 7.562
E. Verbindlichkeiten    
1. Erhaltene Anzahlungen 5.362,03 6
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 5.362,03; Vorjahr T€ 6)    
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.898.446,43 1.373
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 1.898.446,43; Vorjahr T€ 1.373)    
3. Verbindlichkeiten nach dem Krankenhaus- finanzierungsrecht 3.040.531,09 2.837
(davon nach dem KHEntgG € 439.802,00; Vorjahr T€ 1.321)    
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 3.040.531,09; Vorjahr T€ 2.837)    
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.786.955,11 3.015
(davon gegenüber Gesellschafter € 1.552.219,49; Vorjahr T€ 2.749)    
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 1.786.055,11; Vorjahr T€ 1.815)    
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.591.114,30 1.121
(davon aus Steuern € 1.289.161,93; Vorjahr T€ 798)    
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 1.591.114,30; Vorjahr T€ 1.121)    
  8.322.408,96 8.352
  71.502.624,70 69.094

Gewinn- und Verlustrechnung

  2010
2009
T€
1. Erlöse aus Krankenhausleistungen 81.547.415,35 79.149
2. Erlöse aus Wahlleistungen 209.783,73 217
3. Erlöse aus ambulanten Leistungen des Krankenhauses 1.740.085,32 1.882
4. Nutzungsentgelte der Ärzte 1.233.035,69 1.082
5. Verminderung/Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen -134.263,87 121
6. Zuweisungen und Zuschüsse der öffentlichen Hand, soweit nicht unter Nr. 10 341.506,22 310
7. Sonstige betriebliche Erträge 12.904.127,09 12.363
  97.841.689,53 95.124
8. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 37.135.431,38 34.928
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.950.288,12 5.529
(davon für Altersversorgung € 4.084,96; Vorjahr T€ 4)    
  43.085.719,50 40.457
9. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 22.286.004,62 20.999
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.489.495,26 7.323
  29.775.499,88 28.322
  72.861.219,38 68.779
Zwischenergebnis 24.980.470,15 26.345
10. Erträge aus Zuwendungen zur Finanzierung von Investitionen 1.018.738,50 1.019
(davon Fördermittel nach dem KHG € 1.018.738,50; Vorjahr T€ 1.019)    
11. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil 743.252,76 743
12. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten/Verbindlichkeiten nach dem KHG 1.641.206,46 1.809
13. Aufwendungen aus der Zuführung zu Sonderposten/Verbindlichkeiten nach dem KHG 1.082.686,02 1.039
  2.320.511,70 2.532
14. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des    
Anlagevermögens und Sachanlagen 6.096.223,50 5.869
15. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.068.401,37 6.733
  12.164.624,87 12.602
Zwischenergebnis 15.136.356,98 16.275
16. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 88.628,15 125
(davon aus verbundenen Unternehmen € 47.013,38; Vorjahr T€ 75)    
17. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 71.380,68 242
(davon an verbundene Unternehmen € 65.209,68; Vorjahr T€ 7)    
18. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 15.153.604,45 16.158
19. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.365.787,63 2.700
(davon latente Steuern € 107.853,08; Vorjahr T€ 0)    
20. Sonstige Steuern 750,94 1
  2.366.538,57 2.701
21. Jahresüberschuss 12.787.065,88 13.457

Anhang

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Bilanz wurde nach Anlage 1 zur Krankenhaus-Buchführungsverordnung (KHBV), die Gewinn- und Verlustrechnung nach Anlage 2 zur KHBV und der Anlagennachweis nach Anlage 3 zur KHBV gegliedert. Die Klinikum Meiningen GmbH ist zum Bilanzstichtag eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr

1. Allgemeine Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen aufgrund der wirtschaftlichen Nutzungsdauer, angesetzt.

Anlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen aufgrund der wirtschaftlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die Nutzungsdauer der beweglichen Sachanlagen wurde auf max. 10 Jahre festgelegt.

Für geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG), deren Anschaffungskosten zwischen € 150 und € 1.000 liegen, wurde ab dem Anschaffungsjahr 2008 gemäß § 6 Abs. 2a EStG ein Sammelposten gebildet. Dieser wird linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Bei den Zugängen ab dem 1. Januar 2004 wird die lineare Abschreibung zeitanteilig für den Monat der Anschaffung und die folgenden Monate angewendet.

Das als Finanzanlagen gehaltene Vermögen in Höhe von € 1.000 setzt sich aus Anteilen an der P.E.G. Einkaufs- und Betriebsgenossenschaft zusammen.

Umlaufvermögen

Die Wertansätze des Umlaufvermögens erfolgen unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Die Vorräte sind zu steuerlich aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten bewertet; Risiken sind durch einen Gängigkeitsabschlag in Höhe von 10 % (T€ 234) angemessen berücksichtigt.

Unfertige Leistungen sind mit an den Herstellungskosten orientierten Wertansätzen bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt, alle erkennbaren Einzelrisiken finden durch Einzelabwertungen Beachtung. Unter Berücksichtigung des im Geschäftsjahr 2010 erreichten Mindererlöses sowie der in der Budgetvereinbarung für das Jahr 2010 getroffenen Festlegung über den Wegfall des Mindererlösausgleiches werden die Forderungen aus 2010, die älter als sechs Monate sind, zu 50% einzelwertberichtigt. Die Bewertung der zum Stichtag offenen Forderungen aus dem Geschäftsjahr 2009 und 2007 wurden analog der im Jahresabschluss eingestellten noch nicht endgültig vereinbarten Erlösausgleiche einzelwertberichtigt. Die Einzelwertberichtigung der Forderungen für das Geschäftsjahr 2008 erfolgte entsprechend des im Jahresabschluss einbezogenen Mindererlösausgleichs zu 80 %. Für Geschäftsjahre vor dem 01.01.2007 wurden die Erlösausgleiche endgültig verhandelt, so dass auf offenen Forderungen aus diesen Geschäftsjahren eine Einzelwertberichtigung von 100% vorgenommen wurde.

Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch einen pauschalen Abschlag in Höhe von 2 % ausreichend Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens

Der Sonderposten wurde gemäß § 5 Abs. 3 KHBV für Investitionen gebildet. Die Auflösung erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Wirtschaftsgüter.

Rückstellungen

Die Bewertung der Rückstellung erfolgte analog zu den Vorjahren nach dem Grundsatz der kaufmännischen Vorsicht. Im Rahmen der Bewertung der Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag ausgewiesen.

Umsetzung Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (im nachfolgenden BilMoG)

Das Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts fand entsprechend Art. 66 Abs. 3 Satz 1 EGHGB erstmals im Jahresabschluss 2010 der Klinikum Meiningen GmbH im Hinblick auf Ansatz- und Bewertungsvorschriften Berücksichtigung. Von der Möglichkeit einer vorzeitigen Anwendung wurde kein Gebrauch gemacht.

2. Erläuterungen zur Bilanz

2.1 Anlagennachweis

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

2.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

2.3 Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt € 6.180.000,00.

Die Kapitalrücklagen stammen aus dem Klinikbetrieb und betreffen mit T€ 1.534 das Aufgeld einer Kapitalerhöhung aus dem Jahr 2002, mit T€ 296 die Gewinnrücklagen vor der Verschmelzung sowie einer Aufstockung der Kapitalrücklage aus dem Jahr 2009 in Höhe von T€ 3.000.

Vom Jahresüberschuss und dem Gewinnvortrag des Geschäftsjahres 2009 des Klinikbetriebes wurden gemäß Gesellschafterbeschluss vom 16. April 2010 T€ 7.000 (2009: T€ 10.000) an die Gesellschafterin ausgeschüttet. Des Weiteren wurde eine Gewinnrücklage in Höhe von T€ 13.990 (2009: T€ 0) gebildet. Der verbleibende Jahresüberschuss von T€ 3.139 (2009: T€ 10.671) wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Im Rahmen der Umstellung auf das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz wurde vor dem Hintergrund eines erfolgsneutralen Ausweises der aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 272 sowie eines erfolgsneutralen Ausweises der passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 13 eine Gewinnrücklage aus Umstellung BilMoG in Höhe von T€ 258 gebildet. Diese unterliegt zum Abschlussstichtag einer Ausschüttungssperre.

2.4 Sonderposten mit Rücklageanteil

Der Sonderposten mit Rücklagenanteil betrifft Sonderabschreibungen gemäß § 4 Fördergebietsgesetz, der entsprechend der Restnutzungsdauer der betreffenden Vermögensgegenstände aufgelöst wird. Im Berichtsjahr betrug die Auflösung T€ 743. Von der Übergangsregelung des Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Der Sonderposten mit Rücklagenanteil wird somit im Bilanzausweis beibehalten.

2.5 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich zusammen aus Rückstellungen für ungewisse Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern (T€ 4.828), aus Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (T€ 384), aus Rückstellungen für Haftpflichtrisiken (T€ 189), aus Rückstellungen infolge unterlassener Instandhaltungen (T€ 35), aus Rückstellung für sonstige Erlösminderungen (T€ 590) sowie aus übrigen Rückstellungen (T€ 290). Daneben wurden weitere erkennbare Risiken in ausreichendem Maße berücksichtigt.

2.6 Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Darin enthalten sind Finanzverbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von T€ 1.500 sowie Verbindlichkeiten aus Lieferung u. Leistung gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 287.

2.7 Angaben zu latenten Steuern

Mit Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes wurden im Geschäftsjahr 2010 die Gliederung der Bilanz um die Positionen aktive latente Steuern und passive latente Steuern erweitert. Diese Bilanzposition aktive latente Steuern setzt sich wie folgt zusammen:

Art des Vermögensgegenstandes / Schuldposten Differenz
in EUR
Art der Differenz Betrag
in EUR
Gebäude 196.589,23 aktive latente Steuer 31.110,25
Wertberichtigung Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe (u.a. Stationsvorräte) 415.612,96 aktive latente Steuer 65.770,75
Wertberichtigung unfertige Leistungen 183.743,70 aktive latente Steuer 29.077,44
Anpass. Wertberichtigung Forderung aus Lieferungen u. Leistungen 1.236.536,49 aktive latente Steuer 195.681,90
Rückstellung f. Lohnfortzahlung im Krankheitsfall 900,00 aktive latente Steuer 142,43
Rückstellung f. tariflose Zeiten 277.400,00 aktive latente Steuer 43.898,55
    Summe: 365.681,32

Für die Berechnung der Latenten Steuern wurde ein Steuersatz in Höhe von 15,825% zu Grunde gelegt. Passive latente Steuern entstanden im Geschäftsjahr 2010 nicht.

2.8 Anpassung Vorjahreszahlen durch Einführung BilMoG

Im Rahmen der BilMoG - Umstellung wurde auf die Anpassung der Vorjahreszahlen verzichtet.

3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

3.1 Umsatzerlöse

Die krankenhausspezifischen Umsatzerlöse sind in den Positionen 1 bis 4 der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Der Ausweis der Bestandsveränderung aus der Bewertung der Jahresüberlieger erfolgt in der Position 5 der Gewinn- und Verlustrechnung. Alle im Geschäftsjahr 2010 entstandenen Erlöse entfallen ausschließlich auf den Klinikbereich und werden ausschließlich innerhalb Deutschlands erzielt.

3.2 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im wesentlichen Erlöse aus den Apothekenbelieferungen an verbundene Unternehmen (T€ 6.416), Erlöse aus dem umsatzsteuerpflichtigen Laden- und Apothekenverkauf (T€ 3.220) sowie Erlöse aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklagenanteil (T€ 743).

3. 3 Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

Zu den wesentlichen periodenfremde Erträge zählen die Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 475) Die periodenfremden Aufwendungen setzen sich im wesentlichem aus nachträglichen Rechnungskürzungen z.B. auf Grund von Prüfungen des MDK (T€ 335) zusammen, die nicht über eine Rückstellung im Vorjahr Berücksichtigung fanden.

3.4 Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betragen im Jahr 2010 T€ 2.366. Sie setzen sich zusammen aus T€ 2.365 Körperschaftssteuer laufendes Jahr, T€ 21 Auflösung Rückstellung Steuerrisiken sowie T€ 130 Solidaritätszuschlag laufendes Jahr. Die Erträge aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wurden in Höhe von T€ 108 unter dem Posten latente Ertragsteuern ausgewiesen.

4. Sonstige Angaben

4.1 Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer bereinigt um Auszubildende, Praktikanten, Mitarbeiter im Erziehungsurlaub sowie Geschäftsführung betrug 837. Diese setzen sich wie folgt zusammen:

  I. Quart. II. Quart. III. Quart. IV. Quart. Durchschnitt
Ärztlicher Dienst 159 159 157 163 160
Pflegedienst 393 393 401 400 397
Medizinisch technischer Dienst 98 101 103 102 101
Funktionsdienst 101 102 103 103 102
Wirtschafts- u. Versorgungsdienst 6 6 7 5 6
Technischer Dienst 14 13 12 13 13
Verwaltungsdienst / Sonst. Personal 56 57 59 61 58
Gesamt: 827 831 842 847 837

4.2 Angabe nach § 10 Abs. 2 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)

Die Gesellschaft betreibt im Rahmen des ihr gehörenden bilanzierten Sachanlagevermögens ein überwiegend zu eigenen Zwecken dienendes Energieversorgungsnetz. Aufgrund des eng umrissenen Betriebsgebietes und der weit überwiegenden eigenbetrieblichen Nutzung geht die Gesellschaft vom Vorliegen der Eigenschaft als Objektnetzbetreiber aus, obwohl ein formaler Nachweis fehlt. Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen und assoziierten Unternehmen im Sinne von § 10 Abs. 2 EnWG haben nicht stattgefunden.

4.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Gesamtverpflichtungen in Höhe T€ 1.768. Sie betreffen, mit T€ 1.716 Verpflichtungen aus Dienstleistungsverträgen, mit T€ 52 das Bestellobligo und mit T€ 7 Verpflichtungen aus übrigen Verträgen.

4.4 Haftungsverhältnisse

Zur Absicherung etwaiger Rückforderungsansprüche aus gewährten Einzelfördermitteln wurden Grundpfandrechte in Höhe von 25,6 Mio. bestellt. Das Risiko der Geltendmachung der Rückforderungsansprüche wird als gering eingeschätzt, da von keiner Gefährdung des Fortbestehens des Klinikbetriebs auszugehen ist.

4.5 Honorar Abschlussprüfer

Bezug nehmend auf die Vorschrift des § 285 Nr. 17 HGB wird auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars verzichtet, da diese im Konzernabschluss der Rhön - Klinikum AG enthalten ist.

4.6 Geschäftsführung

 

Frau Christine Reißner, Sülzfeld (Kauffrau)

Die Geschäftsführung erhielt im Geschäftsjahr 2010 Bezüge inklusive geldwerten Vorteil in Höhe von T€ 215.

4 .7 Konzernzugehörigkeit

Die RHÖN-KLINIKUM AG, Bad Neustadt/Saale, ist alleinige Gesellschafterin. Die Gesellschaft gehört zum Konzern der RHÖN-KLINIKUM AG und der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

4.8 Geschäftsbeziehungen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Klinikum Meiningen GmbH Geschäftsbeziehungen auch zu verbundenen Unternehmen. Da alle Geschäfte mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden, in den Konzernabschluss der RHÖN-KLINIKUM AG, einbezogenen Unternehmen getätigt werden, entfällt gemäß § 285 Nr. 21 HGB eine weitere Angabe.

 

Meiningen, den 28. Januar 2011

Christine Reißner, Geschäftsführerin

Anlagennachweis

  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
  01.01.2010
Zugänge
Abgänge
31.12.2010
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Firmenwert 250.000,00 0,00 250.000,00 0,00
2. EDV-Software und andere Nutzungsrechte 1.654.830,72 100.928,06 162.778,00 1.592.980,78
  1.904.830,72 100.928,06 412.778,00 1.592.980,78
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 71.600.484,95 0,00 93.853,96 71.506.630,99
2. Technische Anlagen 4.868.321,73 64.764,19 8.472,38 4.924.613,54
3. Einrichtungen und Ausstattungen 28.495.571,16 2.403.429,98 867.548,57 30.031.452,57
4. Geringwertige Wirtschaftsgüter 643.972,87 741.962,28 0,00 1.385.935,15
5. Geleistete Anzahlungen auf Anlagen im Bau 70.422,00 109.701,95 0,00 180.123,95
  105.678.772,71 3.319.858,40 969.874,91 108.028.756,20
III. Finanzanlagen        
Sonstige Ausleihungen 1.000,00 0,00 0,00 1.000,00
  107.334.603,43 3.420.786,46 1.382.652,91 109.622.736,98
  Abschreibungen
  01.01.2010
Abschreibungen des Geschäfts jahres
Abgänge
31.12.2010
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Firmenwert 45.833,33 45.833,33 91.666,66 0,00
2. EDV-Software und andere Nutzungsrechte 1.363.698,45 170.569,19 125.865,14 1.408.402,50
  1.409.531,78 216.402,52 217.531,80 1.408.402,50
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 36.841.713,38 2.745.018,58 5.173,76 39.581.558,20
2. Technische Anlagen 3.492.039,91 164.444,18 8.472,38 3.648.011,71
3. Einrichtungen und Ausstattungen 18.199.858,85 2.693.177,14 712.599,11 20.180.436,88
4. Geringwertige Wirtschaftsgüter 192.554,18 277.181,08 0,00 469.735,26
5. Geleistete Anzahlungen auf Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  58.726.166,32 5.879.820,98 726.245,25 63.879.742,05
III. Finanzanlagen        
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  60.135.698,10 6.096.223,50 943.777,05 65.288.144,55
  Restbuchwerte
  31.12.2010
31.12.2009
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Firmenwert 0,00 204.166,67
2. EDV-Software und andere Nutzungsrechte 184.578,28 291.132,27
  184.578,28 495.298,94
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 31.925.072,79 34.758.771,57
2. Technische Anlagen 1.276.601,83 1.376.281,82
3. Einrichtungen und Ausstattungen 9.851.015,69 10.295.712,31
4. Geringwertige Wirtschaftsgüter 916.199,89 451.418,69
5. Geleistete Anzahlungen auf Anlagen im Bau 180.123,95 70.422,00
  44.149.014,15 46.952.606,39
III. Finanzanlagen    
Sonstige Ausleihungen 1.000,00 1.000,00
  44.334.592,43 47.198.905,33

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - der Klinikum Meiningen GmbH, Meiningen, der zugleich der Jahresabschluss des Krankenhauses Klinikum Meiningen nach KHG ist, unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Krankenhausträgergesellschaft, der zugleich die Lage des Krankenhauses darstellt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Durch die §§ 30 und 14a ThürKHG wurde der Prüfungsgegenstand erweitert. Die Prüfung erstreckt sich daher insbesondere auf die Ordnungsmäßigkeit des Rechnungswesens, die wirtschaftlichen Verhältnisse und die zweckentsprechende, sparsame und wirtschaftliche Verwendung der Fördermittel nach § 12 ThürKHG. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den Vorschriften der KHBV und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags sowie die Verwendung der Fördermittel nach § 12 ThürKHG liegen in der Verantwortung der Geschäftsführerin der Krankenhausträgergesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung, über den Lagebericht sowie über den erweiterten Prüfungsgegenstand nach §§ 30 und 14a ThürKHG abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB und den §§ 30 und 14a ThürKHG unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Anforderungen, die sich aus der Erweiterung des Prüfungsgegenstandes nach den §§ 30 und 14a ThürKHG ergeben, erfüllt wurden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Krankenhausträgergesellschaft und des Krankenhauses sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführerin sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung des Jahresabschlusses hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den Vorschriften der KHBV und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Krankenhauses und der Krankenhausträgergesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Krankenhauses und der Krankenhausträgergesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Buchführung, der wirtschaftlichen Verhältnisse und der zweckentsprechenden, sparsamen und wirtschaftlichen Verwendung der Fördermittel nach §§ 30 und 14a ThürKHG hat zu keinen Einwendungen geführt.

 

Frankfurt am Main, den 28. Januar 2011

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Harald Schmidt, Wirtschaftsprüfer

ppa. Lars Müller, Wirtschaftsprüfer

Gesellschafterversammlung am 14.04.2011

der KLINIKUM MEININGEN GmbH, Meiningen

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 wird in der geprüften und testierten Fassung genehmigt.

Gewinnverwendungsbeschluss

Der Jahresüberschuss in Höhe von € 12.787.065,88 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

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