Großhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
NATURKOST WEST GMBH
Daimlerstraße 4, 47167 Duisburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dirk Neuhaus seit 4.5.2026 | Geschäftsführer |
Peter Wagener seit 4.5.2026 | Geschäftsführer |
Alexander Jörg Wirtgen seit 4.5.2026 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NATURKOST WEST GMBHDuisburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023Naturkost West GmbH, Daimlerstraße 4, 47167 DuisburgInhaltsverzeichnis I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell II. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene 1. Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf und Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage 3. Finanzielle Leistungsindikatoren 4. Gesamtaussage III. Zweigniederlassungsbericht IV. Prognosebericht V. Chancen- und Risikobericht I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Seit 1998 sind wir ein in Duisburg ansässiger Naturkost-Großhandel mit Bio-Vollsortiment. Unser Sortiment umfasst frisches Obst & Gemüse, Molkereiprodukte, Feinkost, Eier, Sojaprodukte, Tofu, Fleisch- und Wurstwaren, Tiefkühlprodukte, Trockenprodukte von Apfelsaft bis Zucker, ein umfassendes Sortiment an Naturkosmetik, Wasch- und Reinigungsmittel sowie weitere Drogerieprodukte des täglichen Bedarfs. Qualität und Frische, Kundenservice und eine effiziente Logistik sind selbstverständlich besonders auch in der Belieferung der eigenen Märkte (pro Bio.MARKT). II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. So war auch 2023 ein weiteres herausforderndes Jahr für den Bio-Fachhandel. Der Umsatz des deutschen Naturkostgroßhandels ist in 2023 im Vergleich zu 2022 relativ stabil geblieben. Er sank lediglich von 2,13 Mrd. Euro in 2022 auf 2,12 Mrd. Euro in 2023 - ein Rückgang von 0,39 %. Dabei waren aber die letzten drei Quartale bereits mit einer positiven Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr versehen. Im Naturkosteinzelhandel konnte mal wieder ein kleines Umsatzplus von 0,2 % erreicht werden. Der Gesamtumsatz mit Bio-Lebensmitteln ist in 2023 um 5,0 % gewachsen. Ausschlaggebend war dafür insbesondere der Lebensmitteleinzelhandel. Wird die Umsatzentwicklung in Trocken und Frisch aufgeteilt, sieht das folgendermaßen aus: Trocken verzeichnet ein Minus von 1,56 %, während der Gesamtumsatz von Frisch um 0,39 % angestiegen ist. Bei einer Gesamtinflationsrate von neun Prozent für Lebensmittel im Jahr 2023 waren Bio-Lebensmittel im Vergleich nur um fünf Prozent teurer. Der Preisanstieg im Bio-Sortiment war also deutlich geringer als bei konventionell hergestellten Lebensmitteln. Die Gesamtverkaufsmengen blieben dabei stabil. Dabei stiegen besonders in den Produktgruppen Käse und Wurst die Verkaufsmengen wieder an. 2. Geschäftsverlauf und Lage Die Naturkost West GmbH agiert auf einem Teilsegment des Bio Lebensmittelhandels, dem Naturkost Fachhandel. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte das Rohergebnis von 12,2 Mio. EUR im Jahr 2022 auf 12,5 Mio. EUR erhöht werden. Die positive Umsatzentwicklung im I. Halbjahr 2023 hat sich damit für das komplette Jahr 2023 bestätigt. Aufgrund des Wegfalls eines Großkunden in der zweiten Jahreshälfte von 2024, geht die Geschäftsführung der Naturkost West GmbH davon aus, dass der Umsatz in 2024 zurückgehen wird. Im Jahr 2023 wurden TEUR 205 ins Anlagevermögen investiert. Sämtliche Anschaffungen wurden aus der laufenden Liquidität bezahlt. Es wurde insbesondere in Finanzanlagen investiert. a) Ertragslage
Der Umsatz 2023 konnte im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht werden. Der Rohertrag stieg dabei gegenüber dem Vorjahr um TEUR 299 auf TEUR 12.507. Die Personalkosten sind im Vergleich zum Vorjahr um TEU 374 gestiegen. Durch erhöhte Raum- und Frachtkosten haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Berichtsjahr um TEUR 400 erhöht. Das Finanzergebnis beträgt TEUR +133 (Vorjahr TEUR +191). Zinsaufwendungen für die Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien sind aufgrund der guten Liquidität im Jahr 2023 nicht angefallen. Im Jahre 2023 verbleibt ein Jahresüberschuss von TEUR 123 (Vorjahr TEUR 555). b) Finanzlage Die Gesellschaft verfügt über liquide Mittel in Form von Bankguthaben in Höhe von TEUR 640 (Vorjahr TEUR 704). Kurzfristigen Verbindlichkeiten von TEUR 5.053 stehen kurzfristige Forderungen von TEUR 4.786, Bankguthaben von TEUR 640 sowie Vorräte von TEUR 3.024 gegenüber. Somit ergibt sich ein positiver Über hang von TEUR 3.397 (Vorjahr TEUR 3.184). c) Vermögenslage
Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr von TEUR 9.789 um TEUR 547 auf TEUR 10.336 gestiegen. Die Vermögensstruktur ist durch Vorratsvermögen TEUR 3.024 (Vorjahr TEUR 3.145); Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände TEUR 4.786 (Vorjahr TEUR 3.977), sowie Anlagevermögen TEUR 1.861 (Vorjahr TEUR 1.944) gekennzeichnet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 3.241 (Vorjahr TEUR 2.806). Die Investitionsmaßnahmen wurden über einen langfristigen Kredit (Restsalden TEUR 43) mit der Würth Leasing GmbH und Co. KG finanziert. Für diese Kredite bestehen handelsübliche Besicherungen in Form von Sicherungsabtretungen von Anlagegütern. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Kredite in Höhe von TEUR 10 getilgt. Die Eigenkapitalquote beträgt in 2023 51% (Vorjahr 53%) der Bilanzsumme. Wir werden auch zukünftig unsere finanziellen Verpflichtungen erfüllen können. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf: Umsatzentwicklung, Betriebsergebnis und Branchenentwicklung. Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Artikelgruppe, Umsatz pro Kunden und den Rohertrag heran. Die Umsatzrendite ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,8% gesunken. Für die Branchenanalyse ziehen wir die Zahlen des Bundesverbands Naturkost Naturwaren (BNN) heran. 4. Gesamtaussage Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein. Unsere Umsatzentwicklung ist sehr zufriedenstellend. Die Liquiditätslage des Unternehmens ist - gemessen sowohl an der Unternehmensbranche als auch darüber hinaus - als ordentlich zu bewerten. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen und führt regelmäßig Bonitätsprüfungen, insbesondere bei Neukunden, durch. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. III. Zweigniederlassungsbericht Das Unternehmen verfügt über sieben Biomärkte, verteilt in Duisburg, Oberhausen, Bochum, Essen, Krefeld und Niederkassel. IV. Prognosebericht Aufgrund des Wegfalls eines Großkunden in der zweiten Jahreshälfte von 2024, geht die Geschäftsführung der Naturkost West GmbH davon aus, dass der Umsatz in 2024 zurückgehen wird. Der Jahresüberschuss wird sich dann angleichen. Die Personalkosten werden ebenfalls sinken. Wir erwarten eine dynamische Entwicklung des Unternehmens für 2024 und 2025. Die Verkaufspolitik, der verstärkte Vertrieb von Biolebensmitteln, trifft weiterhin auf erfreuliche Resonanz bei den Kunden und hat zu einem weiteren Ausbau des Kundenstammes geführt. Die Erweiterung in neue Geschäftsfelder wird aktiv weiter vorangetrieben. Diese Strategie werden wir konsequent weiterverfolgen und optimieren. Ein großes Augenmerk liegt außerdem auf der pro bio.MARKT Sparte. Das Unternehmen wird daher auch zukünftig in der Lage sein, allen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. V. Chancen- und Risikobericht Risiken aus operativer Tätigkeit Wie bereits in den Vorjahren begonnen, sind durch den übergreifenden Einsatz des EDV-Systems, in das auch teilweise ein internes Überwachungssystem sowie Controlling und Frühwarnsystem integriert worden ist, Maßnahmen zur Risikoerkennung, Risikoanalyse und Risikokommunikation getroffen worden. Die Prozesse werden weiter fortgesetzt. Die wichtigsten Elemente der derzeitigen EDV-Systeme sind z.B. die laufende Kreditrahmenüberwachung von Abnehmern (einschließlich sofortiger Liefersperre bei unpünktlicher Zahlung), tägliche Prüfung der Zahlungsein- und -ausgänge mit Kontrolle der Liquidität, laufende Analysen des Geschäftsverlaufs sowie Regelungen zur Vertretungsvollmacht. Dadurch ist sichergestellt, dass die Geschäftsführung wesentliche Risiken erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen kann. Das Geschäftsfeld des Unternehmens ist, von wenigen Ausnahmen abgesehen, weitestgehend stabil. Für die Gesellschaft bestehen nur geringe Währungsrisiken, da die Geschäfte fast ausschließlich in Euro abgewickelt werden. Mit dem bereits bestehenden Kundenstamm, an dessen Ausbau weiterhin gearbeitet wird, ist daher auch für das Jahr 2024 wieder mit einem zufriedenstellenden Ergebnis zu rechnen. Auf der Beschaffungsseite greifen wir auf zertifizierte und qualitätsbewusste Lieferanten zurück, mit denen wir langfristige Kundenkontakte anstreben. Die Liquiditätslage des Unternehmens ist gut und es sind keine Engpässe zu erwarten. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen; Forderungsausfälle sind daher die Ausnahme. Langfristig finanziert sich die Gesellschaft im Bedarfsfall über Bankkredite. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen daher weiterhin eine konservative Risikopolitik. Politische Risiken / Marktrisiken Die Entwicklung der Biobranche ist schwierig abzuschätzen. Trotz hoher Qualität der Produkte und einem weiterhin hohen Gesundheitsbewusstsein, ist die hohe Inflation ein gefährdender Faktor für die Kaufkraft der Endkunden. Auch sinkt der Anteil des Umsatzes mit Bio-Lebensmitteln durch den Naturkostfachhandel im Vergleich zum Lebensmitteleinzelhandel. Insbesondere bei Discountern stieg der Umsatzanteil zuletzt stark an. Hieraus ergibt sich ein erhöhter Marktdruck auf unsere Lieferanten und Kunden und damit auch auf uns, was zur Folge hat, dass das Rohergebnis weiter sinken kann. Ein besonderes Augenmerk liegt daher auf der Kontrolle unserer Mindestbestellwerte, Zahlungsbedingungen und internen Kreditlimits. Auch für 2024 ist zu erwarten, dass die Lieferkettenschwierigkeiten und die inflationsbedingt steigenden Lebensmittelpreise die Umsatzentwicklung im Bio-Groß- und -Einzelhandel beeinflussen werden. So dürfte sich der Spagat zwischen hohen Produktionskosten in Landwirtschaft und Verarbeitung auf der einen Seite und verträglichen Verbraucherpreisen fortsetzen. Rechtliche Risiken Alle erkennbaren Risiken werden laufend abgewogen und sind in diesen Bericht bzw. in die Unternehmensplanung eingeflossen. Die Geschäftsführung schätzt die Risiken als überschaubar ein und geht derzeit davon aus, dass sie keinen nennenswerten negativen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft haben werden. Dazu zählen auch Risiken aus noch nicht rechtskräftig abgeschlossenen Verfahren. Chancen Unsere Strategie bleibt, ein regional verhafteter Groß- und Einzelhändler zu sein, der sich zudem für eine Ökologisierung seines Umfeldes stark macht. Die Aufgaben der Zukunft liegen daher in zwei Arbeitsgebieten: 1. Weiterentwicklung der innerbetrieblichen Strukturen, um unseren Kunden ein permanent verbessertes Angebot unterbreiten zu können. 2. Speziell im Großhandelsbereich müssen wir mit unseren Kunden bestehende Vertriebswege weiterentwickeln, bzw. neue aufbauen. Letztlich lässt sich eine weitere positive Umsatzentwicklung nur durch die Gewinnung neuer Endkunden generieren. Dieses Potential ist - insbesondere in unserem Liefergebiet - noch längst nicht ausgeschöpft. Einschätzung Die Geschäftsführung hat auf Grundlage des letzten Geschäftsjahres den Umfang und das Gefährdungspotential der Risiken als sehr gering bewertet. Veränderungen gegenüber den Vorjahren haben sich ausschließlich durch unkalkulierbare Risiken aus der geopolitischen Lage ergeben. Die zukünftige Perspektive für die Entwicklung des Unternehmens ist bei Ausweitung der Geschäftstätigkeit in einen weiteren Nischenmarkt gut. Somit ist nach Einschätzung der Geschäftsführung auch in den kommenden Geschäftsjahren mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen. Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht ersichtlich.
Duisburg, 09.10.2024 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben zum UnternehmenDie Naturkost West GmbH hat Ihren Sitz in Duisburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Duisburg unter HRB 7962 eingetragen Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer vorliegende Jahresabschluss erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der § 267 II HGB auf. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 I 2, 266 ff. HGB). Die Gesellschaft nimmt die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Erleichterungen der §§ 274a, 276 und 288 HGB in Anspruch. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgten zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 I 1, III HGB). Bei den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt die Abschreibung linear. Die beweglichen Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 800 wurden aus Vereinfachungsgründen im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten (§ 253 I 1 HGB). Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu den Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war (§ 253 IV HGB). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung von Einzelwertberichtigungen sowie einer angemessen dotierten Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 I HGB). Die Eigenkapitalpositionen sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 II 1 HGB). Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 I 2 HGB). Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist nachfolgend dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres (§ 268 II HGB). Beteiligungsbesitz (§ 285 S. 1 Nr. 11 HGB) Die Gesellschaft ist an folgenden Unternehmen i.S. der angeführten Vorschrift beteiligt:
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. € 3.240.839,24 haben eine Restlaufzeit von unter 1 Jahr (Vorjahr: T€ 2.842). Die sonstigen Vermögensgegenstände i. H. v. € 1.391.959,02 haben eine Restlaufzeit von unter 1 Jahr (Vorjahr: T€ 1.137).
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten (§ 268 V 1 HGB, § 285 Nr.1 und Nr. 2 HGB) ergeben sich wie folgt:
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von € 0,00 (VJ € 238.144,05) enthalten. Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB (§ 268 VII HGB): Gegenüber den Vermietern der Ladenlokale der ProBio-Märkte bestehen Bürgschaften (Mietkautionen) in Höhe von € 48.101,96. Die Inanspruchnahme aus Bürgschaften und aus Akkreditiven schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor (§ 285 Nr. 27 HGB). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen betragen T€ 1.233. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 II HGB) aufgestellt. Sonstige Pflichtangaben Im Geschäftsjahr wurden - bereinigt nach TZ-Arbeitsverhältnissen - durchschnittlich 167 (Vorjahr 144) Arbeitnehmer beschäftigt - davon 1 Geschäftsführer, 37 Angestellte, 127 gewerbliche Arbeitnehmer und 3 Auszubildende (§ 285 Nr. 7 HGB). Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens - unverändert - geführt durch Herrn Andree Mols, Diplom-Agraringenieur Der Geschäftsführer ist alleinvertretungsberechtigt und befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen. Die Schutzklausel gem. § 286 IV HGB wurde in Anspruch genommen. Von den Erleichterungen der §§ 274a, 288 HGB wurde Gebrauch gemacht. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von EUR 123.466,68 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 4.847.060,65 auf neue Rechnung vorzutragen.
Duisburg, den 09.10.2024 Andree Mols, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAnlagenspiegel vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
BestätigungsvermerkEs wird darauf hingewiesen, dass sich der nachfolgende Bestätigungsvermerk auf den vollständigen Jahresabschluss vor Inanspruchnahme von Offenlegungserleichterungen bezieht: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Naturkost West GmbH Wir haben den Jahresabschluss der Naturkost West GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Naturkost West GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 10.10.2024 AktivAllianz
Treuhand AG
Horst Meessen Michael Ellgering Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 10.11.2024. |
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