Karletshofer Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Petra Karletshofer seit 8.3.2021 | Prokura |
Jürgen Karletshofer seit 22.6.2017 | Prokura |
Clemens Karletshofer seit 23.1.2012 | Geschäftsführer |
Karl Karletshofer seit 26.5.2003 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Clemens KarletshoferKarletshofer Holding GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Karl Karletshofer GmbHNeu-UlmJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell 1.2 Ziele und Strategien 1.3 Forschung und Entwicklung 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 2.2 Brachenspezifische Rahmenbedingungen 2.3 Geschäftsverlauf 2.4 Lage 2.4.1 Ertragslage 2.4.2 Finanzlage 2.4.3 Vermögenslage 2.4.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage 2.4.5 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren 3. Prognose-, Chancen-, Risikobericht 3.1 Prognosebericht 3.1.1 Prognose der Rahmenbedingungen 3.1.2 Prognose der Branchenentwicklung 3.1.3 Prognose der Unternehmensentwicklung 3.2 Risikobericht 3.3 Chancenbericht 4. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten 1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell Die Karl Karletshofer GmbH, Neu-Ulm, wird in der Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach § 1 GmbHG geführt. Als Gesellschafter waren bis zum 28. Februar 2021 mit 25,06 % Herr Karl Karletshofer, Neu-Ulm, und mit 74,94 % Herr Clemens Karletshofer, Neu-Ulm, beteiligt. Anschließend sind auch die verbliebenen Anteile in das Eigentum von Clemens Karletshofer übergegangen. Mit notarieller Urkunde vom 22. Dezember 2022 wurde durch den Gesellschafter Clemens Karletshofer die Karletshofer Holding GmbH mittels Sachgründung gegründet. In Erfüllung der Einlagepflichten im Zusammenhang mit der Gründung, wurden sämtliche Anteile von Herrn Clemens Karletshofer an der Karl Karletshofer GmbH an die Karletshofer Holding GmbH übertragen. Die Karletshofer Holding GmbH, mit Geschäftsführer und Gesellschafter Clemens Karletshofer, ist somit ab dem 22. Dezember 2022 alleinige Gesellschafterin der Karl Karletshofer GmbH. Das Stammkapital beträgt zum Bilanzstichtag T€ 132. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 3 HGB und unterliegt damit der Prüfungspflicht gem. § 316 HGB. Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Rohstoffen aller Art. In den letzten Jahren wurden die Schwerpunkte verstärkt auf den Handel mit NE-Metallen, Elektronikschrotten und edelmetallhaltigen Rückständen gelegt. In diesen Bereichen hat sich das Unternehmen als eine der führenden Kräfte im süddeutschen Raum, Österreich und der Schweiz entwickelt. Zudem liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der Verwertung der Abfälle von regionalen Produktionsbetrieben. Aufgrund des eigenen Fuhrparks und eines umfangreichen Containerbestands können auf verschiedenste Kundenwünsche flexibel und schnell reagiert werden. Durch den engen und guten Kontakt zu den verschiedensten Endverbrauchern im In- und Ausland können überdurchschnittliche Preise beim Kunden angeboten werden. Selbstverständlich übernimmt die Gesellschaft noch sämtliche FE-Schrotte und erarbeitet für Kunden Gesamtkonzepte für die Verwertung ihrer anfallenden Produktionsabfälle. Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen. 1.2 Ziele und Strategien Die Gesellschaft hat sich auch in diesem Jahr am Markt erfolgreich behauptet. Durch die sehr guten Beziehungen zu ihrer Kundschaft konnte sie sich in einem umkämpften Marktumfeld entgegen der Branchenentwicklung die Mengen und die Margen aufrechterhalten. Aufgrund der Erschließung von neuen Abnehmern im In- und Ausland konnte zudem auf der Absatzseite flexiblere und bessere Verkaufsmöglichkeiten erzielt werden, was dem Margendruck entgegengewirkt hat. Um gegenüber dem Wettbewerb weiterhin erfolgreich bestehen zu können, verfolgt die Gesellschaft das Ziel, Kundenvorgänge noch schneller abwickeln zu können. Leistungsfähigkeit, Flexibilität und Transparenz sollen die Karl Karletshofer GmbH, Neu-Ulm, gegenüber dem Wettbewerb auszeichnen. Auf Basis dieser Vorgaben strebt die Gesellschaft weiterhin ein gesundes Wachstum an. 1.3 Forschung und Entwicklung Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden nicht durchgeführt. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen [Quelle: Auszüge und inhaltliche Wiedergaben des Jahresgutachtens 22-23 "Energiekrise solidarisch bewältigen, neue Realität gestalten" des Sachverständigenrates, veröffentlicht am 9. November 2022 und der "ifo Konjunkturprognose Herbst 2022: Inflation würgt privaten Konsum ab - deutsche Konjunktur vor hartem Winter" des ifo Institutes, Veröffentlicht am 12. September 2022] Der Trend der steigenden Inflation im Euroraum zum Jahresende 2021 (4,1 %) setzt sich im Jahr 2022 mit 8,5 % fort. Der kurzfristigen Erholung der Konjunktur mit dem Ende der pandemiebedingten Maßnahmen versetzte der russische Angriffskrieg auf die Ukraine einen Dämpfer. Zu den daraus resultierenden Lieferschwierigkeiten von wichtigen Nahrungs- und Düngemitteln kommt noch der Preisanstieg für Energieträger aus Russland. Aufgrund der starken Abhängigkeit des Euroraumes von russischer Energie wuchs das BIP im Jahr 2022 um lediglich 3,3 %. Im Vergleich dazu stieg das BIP im Jahr 2021 um 5,2 % an. Die steigenden Preise für Energie stellen für das produzierende Gewerbe eine erhebliche Mehrbelastung dar. Die schwierige Situation auf dem Weltmarkt seit Beginn des Krieges, noch verstärkt durch die Inflation und die steigenden Energiepreisen, sorgt für eine sinkende Konsumnachfrage privater Verbraucher. Ebenfalls litt die Konjunktur unter überlasteten Transportwegen auf See. Dies verhinderte eine nachhaltige Erholung der Konjunktur im europäischen Wirtschaftsraum (BIP-Wachstum von 3,3 % bei einer Inflation von 8,5 %). In Deutschland wuchs das BIP im Jahr 2022 um 1,7 %, was im Vergleich zu 2,6 % im Vorjahr deutlich niedriger ist. Die privaten Konsumausgaben entwickelten sich deutlich besser als im Frühjahr prognostiziert und trugen maßgeblich dazu bei, trotz hoher Inflation und dadurch deutlich reduzierter Kaufkraft, das BIP im ersten Halbjahr um 0,8 % zu steigern. Gleichzeitig verschlechterten sich die konjunkturellen Aussichten für das zweite Halbjahr so sehr, dass die Jahresbetrachtung des BIP nahezu unverändert zur Frühjahrsprognose eintrifft. Die EZB versucht die Inflation mit einer Erhöhung des Leitzinses abzuschwächen. Im Jahr 2022 wurde dieser in mehreren Schritten um insgesamt 2 % angehoben. Dies war die größte Erhöhung in der Geschichte der EZB. Die Zinsanpassungen, welche die Finanzierungskosten in die Höhe treiben, schwächen die Baukonjunktur merklich ab. Stornierte und rückläufige Aufträge beeinträchtigen das Baugewerbe, so stark wie zuletzt nur zur Weltfinanzkrise im Jahr 2008. Gleichzeitig lag die Inflation im Jahr 2022 im Durchschnitt bei 8,0 %. 2.2 Branchenspezifische Rahmenbedingungen [Quelle: Auszüge und inhaltliche Wiedergaben der Pressemitteilung des BDSV zur Jahrestagung vom 5.Oktober 2022 und eigene Einschätzung der Geschäftsleitung] Hat die deutsche Wirtschaft den widrigen Umständen im 1. Halbjahr 2022 noch getrotzt, kühlt sich die Konjunktur seit dem Sommer deutlich ab. Das Bruttoinlandprodukt ist im ersten Quartal um 0,8% gegenüber dem Vorquartal gewachsen. Das leichte Plus ist vor allem einer starken Investitionstätigkeit zu verdanken. Im 2. Quartal ist nur noch ein schwaches Plus von 0,1% zu verzeichnen. Es wurde insbesondere durch private und staatliche Konsumausgaben getrieben. Die Gaslieferstopps aus Russland und die dadurch ausgelösten drastischen Preissteigerungen verhageln die erwarteten Nachholeffekte nach der Corona-Pandemie. Die Industrie erfährt im Sommer ebenfalls einen Dämpfer. Zum einen behindern anhaltende Lieferschwierigkeiten bei Rohstoffen und Vorprodukten die Produktion. Zum anderen leidet die Nachfrage unter den hohen Preisen und der globalen Konjunkturabschwächung. Dennoch sind die Auftragsbücher der Unternehmen immer noch weit überdurchschnittlich gut gefüllt. Die hohen Energiekosten, ein immer noch hoher Krankenstand und anhaltende Lieferkettenprobleme sorgen dafür, dass der Auftragsbestand nur langsam abgearbeitet wird. Im Bausektor zeichnet sich ein deutlicher Abschwung ab. Neben den hohen Baukosten trägt dazu auch die Zinswende bei. Die Stahlindustrie reagiert vielerorts mit massiven Produktionskürzungen auf die hohen Energiepreise und die schwächere Nachfrage, sodass die erhoffte Belebung nach den Betriebsferien im Sommer und die für September erwarteten Preissteigerungen für Schrotte ausbleiben. In den ersten acht Monaten 2022 wurden in Deutschland mit 25,4 Mio. t knapp 5% weniger Rohstahl erzeugt als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das sind im bisherigen Jahresverlauf rund 1,3 Mio. t weniger als im selben Zeitraum 2021. Im August wurden mit 2,97 Mio. t 2% weniger Rohstahl als im Vorjahresmonat hergestellt. Insbesondere die schrottintensive Elektrostahlproduktion hat einen starken Rückgang um 8,6% auf 715.000 t zu verzeichnen, während die Oxygenstahlproduktion mit 2,2 Mio. t (-0,1%) nahezu konstant bleibt. Mit Ausbruch des Ukrainekriegs im Februar und dem Ausbleiben der Rohstofflieferungen aus Russland, der Ukraine und Belarus, erhöhte sich die weltweite Nachfrage nach dem Recyclingrohstoff stark. Vor allem gute Qualitäten sind gesucht als Substitut für Roheisenlieferungen aus der Kriegsregion. Preise für Stahlschrott weltweit erreichten im Frühjahr das höchste Niveau seit Jahrzehnten. Die explodierenden Energiekosten und die Verschärfung der Lieferkettenproblematik führen jedoch zu hohen Unsicherheiten entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Hohe, teure Bestände werden möglichst vermieden. Die Marktteilnehmer fahren auf Sicht. Der Stahlhandel agiert zurückhaltend. Der wichtigste Stahlschrottimporteur, die Türkei, konzentriert sich aufgrund der hohen Schrottpreise zunehmend auf günstige Knüppelimporte, sodass der Impuls aus dem Exportmarkt fehlt und im Mai eine Preiskorrektur nach unten einsetzt, die sich über den Sommer fortsetzt und vielfach erst im August gestoppt wird. Der Ferienmonat ist durch ruhigen Handel gekennzeichnet. Der Schrottzulauf ist aufgrund von Betriebsferien in vielen Bundesländern niedrig, sodass ein geringes Aufkommen einer schwachen Nachfrage der Stahlwerke im In- und Ausland gegenübersteht und die Preise einen Boden finden. Im September dominiert nicht mehr die Frage um die Schrottpreise das Marktgeschehen, sondern die Frage nach Absatzmöglichkeiten, da immer mehr Stahlwerke die Produktion stoppen oder deutlich drosseln. Schlechte Absatzmöglichkeiten für Fertigstahl der türkischen Verbraucher sorgen für wenig Bewegung im Tiefseemarkt. Der Produktionsstandort Deutschland büßt durch die, auch im europäischen Vergleich, hohen Energiekosten an Wettbewerbsfähigkeit ein. Niedrigwasser verschärft im Sommer anhaltende Logistikengpässe und führt zu höherer Nachfrage nach Schienentransporten. Durch die Priorisierung von Energietransporten auf der Schiene ab Herbst ist mittelfristig kaum Entspannung in Sicht. Der Handel mit Stahlschrott stellt sich auf ein schwieriges letztes Quartal ein. Mit hohen Energiekosten ist weiterhin zu rechnen. Der klimafreundliche und ressourcenschonende Rohstoff aus dem Recycling ist jedoch weltweit gefragt. Der freie Handel mit Stahlschrott ist Voraussetzung, inländische Nachfrageschwankungen ausgleichen zu können. Eine ähnliche Entwicklung ist auch bei den NE-Metallen zu verzeichnen. Zwar war die Versorgungslage an Metallen das ganze Jahr als gut anzusehen, jedoch hat sich der Markt extremen Kurschwankungen ausgesetzt gesehen. Im Durchschnitt haben fast alle Industriemetalle deutlich an Wert verloren und unterhalb der Höchststände aus dem Jahr 2021 geschlossen. Zudem konnte bei einigen Abnehmern schon ein geringeres Interesse an NE-Metallen, im Vergleich zum vorigen Jahr festgestellt werden. Trotz der wirtschaftlich konstanten Lage konnten auch die Edelmetalle weiter zulegen. Die Verunsicherung durch den Ukraine-Krieg hat viele Anleger zusätzlich in die Edelmetalle getrieben. Auch vor dem Hintergrund einer bevorstehenden Inflation haben viele Anleger in diesen Bereich investiert. Jedoch hat es im Edelmetallsektor auch immer wieder kleinere Korrekturen gegeben. Zum Stichtag 31. Dezember 2022 hatten sich folgende Kursnotierungen ergeben:
2.3 Geschäftsverlauf Der erwartete Nachholeffekt nach der Covid-19-Pandemie ist nicht in dem erwarteten Ausmaß gekommen. Zudem mussten viele Bereiche bei dem NE-Absatz wieder neu aufgestellt werden, da durch den Ukraine-Krieg einige Abnehmer ausgeschieden sind oder Lieferketten durchbrochen wurden. Dennoch war die Auslastung am Standort in Neu-Ulm im gesamten Jahresverlauf gegeben. Um den gesamten Auftragseingang abwickeln zu können, mussten zusätzliche Stellen geschaffen und erneut Subunternehmer beschäftigt werden. Der Rohertrag I hat sich prozentual mit 7,4 % gegenüber dem Vorjahr (8,9 %) nur leicht verändert. Der Umsatz ist um T€ 28.709 bzw. 14,3 % gestiegen. Korrespondierend hierzu hat sich der Materialaufwand um T€ 29.908 bzw. 16,3 % erhöht. Der Jahresüberschuss des Kalenderjahres 2022 erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von T€ 3.123 auf T€ 3.716 also um T€ 593. Grundlage für die Analyse des Geschäftsergebnisses stellt das Jahresergebnis dar. Das Jahresergebnis lässt sich in folgende Komponenten gliedern:
Wie aus der obigen Darstellung entnommen werden kann resultiert das Jahresergebnis aus der operativen Geschäftstätigkeit. Die Veränderung des Jahresergebnisses ergibt sich im Wesentlichen aus dem Rückgang der Ertragssteuern. Dieser ergibt sich im Wesentlichen aus der Verschiebung der Auswirkung der Verluste der Börsengeschäfte zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz, sowie rein steuerlichen Effekten im Vorjahr. Es wird ein Ergebnis vor Ertragsteuern von T€ 5.027 ausgewiesen. Nach Abzug aller Steuern konnte im Geschäftsjahr 2022 ein Jahresüberschuss von T€ 3.716 erzielt werden. Die Bilanz zeigt zum Stichtag 31. Dezember 2022 ein Eigenkapital in Höhe von T€ 26.397, das entspricht einer Eigenkapitalquote von 52,8 %. Die im Vorjahreslagebericht prognostizierte Geschäftsentwicklung konnte in allen Bereichen erreicht werden. Trotz der rückläufigen Preisentwicklung konnte der Umsatz aufgrund deutlich gestiegener Mengen übertroffen werden. 2.4 Lage 2.4.1 Ertragslage Nachfolgend werden wesentliche Veränderungen von Ergebniskomponenten dargestellt:
Die Umsatzerlöse haben sich um T€ 28.709 bzw. 14,3 % von T€ 201.269 auf T€ 229.978 erhöht. Trotz der rückläufigen Preisentwicklung konnte der Umsatz aufgrund deutlich gestiegener Mengen übertroffen werden. Hierzu korrespondiert der Anstieg der Materialaufwendungen um T€ 29.908 bzw. 16,3 % von T€ 183.555 auf T€ 213.463. Der Personalaufwand hat sich um T€ 676 auf T€ 5.896 erhöht. Die Betriebsaufwendungen sind um T€ 1.441 auf T€ 5.876 zurückgegangen. Der Rückgang betrifft im Wesentlichen die im Vorjahr unterjährigen Börsengeschäfte mit T€ 1.030, die im aktuellen Jahr einen Ertrag ausweisen, sowie einen Rückgang der Abschreibungen um T€ 111. Das periodenfremde und neutrale Ergebnis ist um T€ 23 geringer als im Vorjahr. Die Position setzt sich im Geschäftsjahr 2022 im Wesentlichen aus den Erträgen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens (T€ 60), der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung (T€ 62) und der Auflösung von Rückstellungen (T€ 36) zusammen. Dem stehen Aufwendungen aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von T€ 56 entgegen. 2.4.2 Finanzlage Die Eigenkapitalquote des Unternehmens liegt zum Stichtag bei 52,8 % (Vj. 46,6 %). Das Eigenkapital hat sich in Höhe des Jahresüberschusses um T€ 3.716 erhöht. Das Anlagevermögen sowie das Vorratsvermögen werden zu 70,0 % durch das Eigenkapital abgedeckt. Der Rest ist durch einen Überhang der kurzfristigen Verpflichtungen gegenüber den kurzfristigen Forderungen und liquiden Mitteln finanziert. Die Zahlungsbereitschaft war auch in 2022 jederzeit gegeben. Sämtliche Eingangsrechnungen werden grundsätzlich mit Skontoabzug bezahlt. Das Unternehmen verfügt über ein ausreichendes Mahnwesen. Im Geschäftsjahr waren keine wesentlichen Forderungsausfälle zu verzeichnen sowie keine Einzelwertberichtigungen notwendig. Im Bereich des Sachanlagevermögens wurden im Berichtsjahr folgende wesentliche Investitionen getätigt. Hauptzweck für die Investition ist dabei die Sicherstellung und Optimierung des Betriebsablaufes.
Als finanzieller Leistungsindikator betreffend die Finanzlage wird nachfolgend die Entwicklung des Finanzmittelfonds dargestellt:
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit: Für die Finanzierung des Geschäfts standen im Berichtsjahr ausreichend Mittelzuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit zur Verfügung. In Anlehnung an den Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21 ergibt sich ein Cash-flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 2.240. Der Finanzmittelfonds weist einen Wert von T€ -9.663 aus. Cash-flow aus Investitionstätigkeit: Im Berichtsjahr werden Zugänge zum Anlagevermögen in Höhe von T€ 966 ausgewiesen. Diese entfallen auf das Sachanlagevermögen. Der Cash-flow aus der Investitionstätigkeit nach Berücksichtigung der Erlöse aus Anlagenabgängen sowie erhaltener Zinsen lag bei T€ -897. Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit: Der Cash-flow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt T€ -371. Dieser resultiert aus Zinszahlungen. Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode beträgt T€ -9.663. Die Gesellschaft ist dennoch jederzeit fähig, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. 2.4.3 Vermögenslage Nachfolgend werden wesentliche Veränderungen von Vermögenskomponenten dargestellt:
Der Rückgang des Sachanlagevermögens um T€ 239 stehen den Abschreibungen von T€ 1.140 und Abgängen von T€ 65, Investitionen von T€ 966 gegenüber. Der Anstieg des Warenbestands um T€ 7.324 auf T€ 26.642 ist darauf zurückzuführen, dass erneut sehr viele Werke/Abnehmer bereits zu Beginn des Dezembers keine Warenannahme mehr angeboten haben. Zudem wurden aufgrund von an der LME gestiegenen Preisen deutlich mehr Mengen kurz vor Jahresschluss aus dem Handel angeboten und eingekauft. Diese beiden Faktoren haben zu einem Anstieg des Warenbestands geführt. Der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände um T€ 383 auf T€ 2.457 ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Umsatzsteuerforderung gegenüber dem Finanzamt zum 31. Dezember 2022 um T€ 824 zurückzuführen. Dem steht ein Rückgang des Kautionskontos für Börsengeschäfte (T€ -461) gegenüber. Aufgrund der stichtagsbezogenen Betrachtung sowie dem Warenannahmestop von Kunden sind die Liefer- und Leistungsforderungen um T€ 6.146 auf T€ 9.731 zurückgegangen. Die Lieferantverbindlichkeiten haben sich stichtagsbezogen um T€ 1.164 auf T€ 4.164 vermindert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 937 von T€ 14.689 auf T€ 13.752 verringert. Dies resultiert aus der Rückzahlung von Kontokorrentkrediten. Die übrigen Verbindlichkeiten weisen einen Anstieg von im im Vorjahr T€ 3.919 auf T€ 4.904 auf. Dieser betrifft im Wesentlichen die Steuernachzahlungen für Vorjahre. 2.4.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Unter Berücksichtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kann festgestellt werden, dass zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts die wirtschaftliche Lage des Unternehmens weiterhin als gut anzusehen ist. 2.4.5 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Bezüglich der finanziellen Indikatoren wird auf die Ausführungen unter Punkt 2 verwiesen. Folgende nicht finanzielle Leistungsindikatoren sind für die Entwicklung des Unternehmens von besonderer Bedeutung: Die Gesellschaft zeichnet sich seit Jahren durch eine hervorragende Bindung zu ihren Kunden aus. Durch den kontinuierlichen Austausch mit Lieferanten und Abnehmern werden gemeinsam neue Geschäftsfelder erschlossen. Vor allem auf der Abnehmerseite werden häufig Neuprojekte unter frühzeitiger Einbindung des Teams gestartet, um die Wertschöpfungskette bis hin zur Verschrottung analysiert zu haben. Bei Lieferanten wird die Gesellschaft ebenfalls im Vorfeld von Bauprojekten und Produktlaunches ins Boot geholt, um auch hier den gesamten Verwertungsprozess frühzeitig zu steuern. Durch diese Servicedienstleistungen werden häufig Mehrwerte für den Kunden generiert, welche bei der Auftragsvergabe eine positive Auswirkung haben. Aufgrund der immer schneller werdenden Geschäftsprozesse wurde 2018 ein neues ERP-System installiert, um diesen Anforderungen gerecht zu werden. Dieses wurde im Jahr 2019 weiterentwickelt und technisch vorangetrieben. Somit hat das Unternehmen bereits den größten Schritt in das "papierlose Büro" getätigt und kann sämtliche Prozesse digital und transparent erfassen. Durch verstärkte Investitionen in die Technik wird versucht den Umweltgedanken noch stärker als bisher in den Fokus zu rücken. So wurden bei den Flurförderfahrzeugen zwei weitere elektrisch betriebene Geräte in Betrieb genommen. Beim Maschinen- und Fuhrpark wurden die Austauschzeiten der eingesetzten Geräte nochmals reduziert und speziell in diesem Bereich werden die Mitarbeiter auf umweltbewusstes Fahren geschult. Als nächster Schritt wurde die Einführung eines Flottenmanagementsystems im letzten Jahr umgesetzt, um auch in diesem Bereich die Prozesse weiter optimieren zu können. Dieses verstärkte Umweltbewusstsein zieht sich durch sämtliche Bereiche im Unternehmen und wird kontinuierlich verbessert. Auf dem neu gekauften Gelände und den existierenden Hallenflächen konnten weitere Photovoltaikanlagen installiert werden, um aktuell sogar eine Überversorgung des eigenen Stromverbrauchs zu erreichen. Im neuen Jahr wird zudem eine neue, umweltschonende Aufarbeitung installiert, welche die innerbetrieblichen Abläufe vereinfachen soll. Seit der Installation eines eigenen Betriebsingenieurs wurden diverse Programme gestartet, um auch die Mitarbeiter verstärkt in den Fokus zu stellen. So werden zu jedem Zeitpunkt die Interessen der Mitarbeiter ernst genommen und bei Problemfällen gemeinsame Lösungen gefunden. In diesem Zuge werden erforderliche zusätzliche Betriebsmittel, wie z.B. höhenverstellbare Tische, Schuheinlagen etc. von betrieblicher Seite übernommen. Dieser partnerschaftliche innerbetriebliche Austausch führt dazu, dass das Unternehmen in den letzten Jahren keinerlei ungewollte Fluktuation in Kauf nehmen musste. Aufgrund dieser Zufriedenheit werden neue Mitarbeiter häufig durch innerbetriebliche Empfehlungen generiert. Als weiterer positiver Aspekt dieser Beständigkeit, lässt sich der Kundenkontakt vor Ort klassifizieren. So sind durch die konstanten Ansprechpartner die Bedürfnisse eines jeden Kunden im Vorfeld bekannt und müssen nicht ständig neu angelernt werden. Somit wird der zeitliche Aufwand beim Kunden geringgehalten und schafft dem Kunden einen weiteren Vorteil. Nach Betrachtung sämtlicher genannter Leistungen können wir festhalten, dass wir uns sowohl regional- als auch überregional in den letzten Jahren einen sehr guten Ruf in unserer Branche erarbeitet haben. Diese Entwicklung wollen wir weiter vorantreiben, um von Wettbewerbern als Benchmark gesehen zu werden. 3. Prognose-, Chancen-, Risikobericht 3.1 Prognosebericht Wir weisen darauf hin, dass es sich um zukunftsbezogene Aussagen handelt mit der Konsequenz, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können. Hinsichtlich der im Rahmen des Prognoseberichts darzustellenden Risiken verweisen wir auf den Risikobericht. Dem nachfolgenden Prognosebericht liegt ein Prognosezeitraum von einem Jahr zugrunde. Über diesen Prognosehorizont hinaus sind Sondereinflüsse zu berücksichtigen. 3.1.1 Prognose der Rahmenbedingungen [Quelle: Auszüge und inhaltliche Wiedergaben des Jahresgutachtens 22-23 "Energiekrise solidarisch bewältigen, neue Realität gestalten" des Sachverständigenrates, veröffentlicht am 9. November 2022 und der "ifo Konjunkturprognose Herbst 2022: Inflation würgt privaten Konsum ab - deutsche Konjunktur vor hartem Winter" des ifo Institutes, Veröffentlicht am 12. September 2022 und Jahresgutachten 21-22 "Transformation gestalten: Bildung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit des Sachverständigenrates, veröffentlicht am 10. November 2021] Abhängig vom Verlauf des Angriffskrieges auf die Ukraine und den damit einhergehenden Schwierigkeiten auf dem Energiemarkt prognostiziert der Sachverständigenrat ein Wachstum des BIP im Euroraum von 0,3 % für das Jahr 2023. Damit geht ebenfalls ein Anstieg der Arbeitslosenquote auf 7,1 % und ein Wachstum der Verbraucherpreise um 7,4 % einher. Im Vergleich dazu lag letzteres im Jahr 2022 bei 8,5 % Prozent. Engpässe bei Materialien und Vorprodukten und den weiterhin überlasteten Transportwegen sorgen für einen historischen Höchststand in den Auftragsbüchern der Industrieunternehmen. Bis zum Ende des Jahres 2023 wird eine Leitzinsanhebung auf 4 % prognostiziert, was vor allem die Baubranche am meisten betreffen wird. Falls die russischen Gaslieferungen teilweise oder komplett wegfallen sollten, ist es fraglich, wie der Euroraum diese kompensieren kann. Der innereuropäische Import ist nur begrenzt erweiterbar, weshalb Gasimporte aus den USA oder dem Nahen Osten notwendig werden würden. Die Skalierbarkeit weltweiter Gasimporte ist ebenfalls abhängig von freien Transportkapazitäten auf den Seewegen. Mit Beginn des Winterhalbjahres rechnet der Sachverständigenrat mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung in Deutschland um 0,2 %. Dieser Trend wird sich im 1. Quartal 2023 fortsetzen (-0,4 %). Im Jahresdurchschnitt 2023 wird ein Rückgang des BIP im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 % erwartet. Ebenso wird eine Inflation von 7,4 % prognostiziert (2022: 8,0 %). Der Höhepunkt der Inflation wird, aufgrund der erwarteten Preiserhöhung der Energieversorger, zu Beginn des Jahres 2023 vermutet. Dies wird einen spürbaren Einfluss auf die realen Haushaltseinkommen und somit auch auf die Kaufkraft haben. Die Bundesregierung versucht dem mit dem Entlastungspaket III entgegenzuwirken. Die Ausgestaltung dieses Pakets ist jedoch zum Zeitpunkt dieser Prognose noch weitestgehend unklar, woraus, vor allem in Kombination mit der Unwägbarkeit der Entwicklung des Energieangebots, eine hohe Unsicherheit resultiert. Die Annahme ist hier immer, dass die Versorgung mit (russischem) Gas auch über die Winterhalbjahre 2022/2023 und 2023/2024 gewährleistet wird. Es ist davon auszugehen, dass die Entwicklung der Löhne dynamisch verlaufen wird, aber bis zum Ende des Prognosezeitraums hinter den gestiegenen Verbraucherpreisen zurückbleibt. Das verarbeitende Gewerbe wird die Auftragsbestände, abhängig von anhaltenden Lieferengpässen weiter abbauen können. Hier ist allerdings auch mit einem Rückgang der Nachfrage zu rechnen. Das ifo Institut geht erst 2024 wieder von einer Normalisierung der Preissteigerungen auf 1,8 % und der Inflation auf 2,4 % aus. Von erneuten signifikanten Auswirkungen der Corona Pandemie ist allerdings nicht auszugehen. Deutschland muss möglichst schnell von russischen Energielieferungen unabhängig werden. Kurzfristig kann die Abhängigkeit durch Energiesparmaßnahmen im öffentlichen und privaten Raum leicht eingeschränkt werden. Langfristig muss durch eine Diversifikation der Lieferquellen und Energieproduktion eine höhere Energiesicherheit hergestellt werden. 3.1.2 Prognose der Branchenentwicklung [Quelle: Auszüge und inhaltliche Wiedergaben des Titelthemas Societe Generale (Commerzbank) der Ausgabe Februar 2023 "Rohstoffausblick 2023: Es geht aufwärts", des Marktkommentars Dezember des BDSV Schrottmarkts vom 21. Dezember 2022 und Deutsche Rohstoffagentur 2023 sowie eigene Einschätzung der Geschäftsleitung] Das Jahr 2022 war eines der extremen Angebots- wie auch Nachfragerisiken für die Industriemetallmärkte, was sich in teils starken Preisschwankungen niedergeschlagen hat. Zumindest auf der Nachfrageseite zeichnet sich für das kommende Jahr allerdings Besserung ab. Denn ein wesentlicher Bremsfaktor für die Preise seit dem Frühjahr waren die Rezessionsängste im Zuge der stark steigenden Zinsen insbesondere in den USA sowie der befürchteten Energiekrise in Europa wie auch die Konjunkturabschwächung in China aufgrund der Null-Covid-Strategie der Regierung. Mit Blick auf die USA und Europa haben sich die Sorgen schon seit einer Weile deutlich abgemildert. Zum einen zeigt sich die US-Wirtschaft deutlich robuster als erwartet, zum anderen haben in Europa die gut gefüllten Gasspeicher für Optimismus gesorgt, dass eine Gasmangellage und damit Gasrationierungen für die Industrie vermieden werden können. Darüber hinaus hat sich die Inflation in beiden Wirtschaftsräumen im November abgeschwächt, weshalb mit einem langsameren Zinserhöhungstempo gerechnet wird. Auch die Konjunkturaussichten für den mit Abstand wichtigsten Absatzmarkt für die Industriemetallmärkte, China, haben sich jüngst aus Sicht des Marktes aufgehellt, wie sich an dem seit November gestiegenen Industriemetallindex der LME feststellen lässt. Dieser notiert mittlerweile wieder so hoch wie zuletzt Mitte des Jahres. So haben die Proteste in China gegen die strikte Corona-Politik der Regierung den Anstoß für erste deutliche Lockerungen der Beschränkungen geführt. Ab Mitte nächsten Jahres dürfte die Nachfrage dann sichtbar anziehen, was den Industriemetallpreisen Rückenwind verleihen sollte. Auf der Angebotsseite ist das Bild etwas uneinheitlicher. Dieses Jahr wurde vor allem von Knappheitssorgen gezeichnet, einerseits aufgrund freiwilliger Boykotte gegen Metalle aus Russland, die u.a. zu einem kräftigen Anstieg der physischen Kupferprämien für Abnehmer in Europa geführt haben. Auch namhafte Unternehmen aus den USA sowie Norwegen hatten angekündigt, kein Aluminium aus Russland mehr zu importieren. Andererseits belasteten Produktionsausfälle aufgrund der deutlich gestiegenen Energiekosten. Dies dürfte das Abwärtspotenzial der meisten Metalle begrenzt haben. Kommendes Jahr sollte sich die Angebotslage aber zumindest etwas entspannen. Für Deutschland wird die Rezession laut einer Prognose des ifo-Instituts in Deutschland weniger gravierend ausfallen als erwartet. Das dritte Quartal 2022 sei besser als gedacht. Viele Unternehmen berichten, dass sich die Lieferengpässe der letzten Monate entspannt hätten. Auch ihre Prognose für die Inflation korrigierten die Ökonomen nach unten. Wegen der Strom- und Gaspreisbremse dürfte die Inflation demnach im kommenden Jahr sinken. Der deutsche Pkw Markt erholt sich im November weiter. Die Neuzulassungszahlen liegen 31% über dem Vorjahresmonat. Der Anteil von Elektroautos an den Gesamtzulassungen stieg im November auf 39,4% (ein Rekordwert - möglicherweise ein vorgezogener Effekt, da 2023 die staatliche Förderung für Elektroautos reduziert wird). Das Vorkrisenniveau bleibt allerdings in weiter Ferne. In den ersten elf Monaten 2022 wurden rund 30 Prozent weniger Pkw neu zugelassen als im Vergleichszeitraum des Vorkrisenjahres 2019. Die Stahlindustrie reagiert auf die hohen Energiekosten, rückläufige Auftragseingänge und geringere Abrufmengen mit einer schwächeren Produktion und Zurückhaltung beim Schrotteinkauf. Werksferien werden zum Teil vorgezogen. Aufgrund der geringen Nachfrage der Stahlhersteller in Deutschland und Europa ist es dort jedoch nicht zu entsprechenden Preissteigerungen gekommen. Die Entwicklung ist in den einzelnen Regionen ist sehr unterschiedlich. Einige Werke sind ganz optimistisch für Januar und starten die Produktion bereits in der ersten Woche des neuen Jahres, andere Hersteller haben die Betriebsferien vorgezogen und planen längere Stillstände. 3.1.3 Prognose der Unternehmensentwicklung Auch im angelaufenen, neuen Jahr hat sich die gute Auftragslage fortgesetzt. Dennoch verliert der Mengenanstieg deutlich an Fahrt. Ab Mitte April 2023 konnte schon eine Eintrübung der Gesamtwirtschaft festgestellt werden. Neben größeren Problemen bei den Lieferketten, spielt vor allem auch der Ukraine-Krieg eine große Rolle. Die Verunsicherung einer sich weltweit abschwächenden Wirtschaft bestimmt aktuell die Medien. Vor allem der rasante Zinsanstieg lässt einige Bereiche wie die Baubranche komplett zum Erliegen kommen. Zudem ist die Inflation noch immer auf einem zu hohen Niveau, so dass die Notenbanken die Zinsschraube weiter anziehen müssen. Nach Einschätzung der Geschäftsleitung wird ab dem 3. Quartal 2023 die Wirtschaft deutlich rückläufig sein und eine Rezession oder Krise bevorstehen. Die Prognose der zukünftigen Ertragslage kann nachfolgender Übersicht entnommen werden:
Aufgrund des zu erwartenden wirtschaftlichen Rückgangs geht die Geschäftsführung von deutlich sinkenden Schrottmengen und Notierungen aus. Durch diesen Rückgang sollten jedoch auch wieder liquide Mittel frei werden. Für die Prognose der zukünftigen Finanzlage soll nachfolgende Darstellung dienen:
Insgesamt geht die Unternehmensleitung von einer im Vergleich zu den Wettbewerbern weiterhin positiven Entwicklung des Unternehmens im nächsten Jahr aus. 3.2 Risikobericht Die Gesellschaft unterhält kein automatisches Risikomanagementsystem. Jedoch werden sämtliche Einkaufsmengen tagesgenau erfasst und komplett abgedeckt. Zudem werden alle Mengen bevorzugt in Back-to-back-Geschäften abgesichert. Die Kursschwankungen sind in den letzten Kalenderjahren deutlich gestiegen, wodurch dem Fokus auf den Absicherungsprozess noch stärkere Bedeutung zukommt. Wechselkursrisiken existieren für die Gesellschaft so gut wie nicht, da Geschäfte hauptsächlich in Euro abgeschlossen werden. Dem Ausfallrisiko von Leistungsforderungen wird durch ein strukturiertes Mahn- und Inkassowesen begegnet. Sämtliche Geschäfte sind durch eine Warenkreditversicherung abgesichert und auch die veranschlagten maximalen Limits werden nicht überliefert. Zudem lässt die Zahlungsmoral bei den Abnehmern weiterhin spürbar nach und Zahlungsziele werden strategisch überzogen. Dennoch hat das Unternehmen aktuell keine Hinweise auf den weiteren Ausfall von Forderungen und nehmen im Vorfeld von Verkäufern Abstand, wenn Gerüchte im Markt auftreten. Die Elemente zur Risikovermeidung und Risikobegrenzung sind effizient und flach ausgerichtete Führungs- und Verwaltungsstrukturen. Dadurch hat die Geschäftsführung bei der Sicherung und Gestaltung der Unternehmensentwicklung stets zeitnah ein genaues Bild von der wirtschaftlichen Lage und den möglichen Risiken der Geschäftstätigkeit. Aufgrund von weltweit verschiedenen Krisen und den aufwendigen wirtschaftliche Rahmenbedingungen sich das Unternehmen in den nächsten Jahren mit zusätzlichen Herausforderungen konfrontiert. Es ist damit zu rechnen, dass das Unternehmen aufgrund von Insolvenzen dieses Jahr einige Kunden verlieren könnte. Absatzseitig besteht damit das Risiko von einer weiteren Konzentrationswelle und damit einhergehend einer Zunahme der Marktmacht der Abnehmer und einem Wegbrechen von Absatzwegen. Zudem sieht sich das Unternehmen gestiegenen Anforderungen ihrer Abnehmer gegenüber. Diese legen immer mehr Wert auf just-in-time-Lieferungen, um die Finanzierung auf die Gesellschaft abzuwälzen. Die Auswirkungen des im Jahr 2022 aufgetretenen russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine führen zu einer erhöhten Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung. Die anhaltende Abhängigkeit Deutschlands von den russischen Energielieferungen ist weiterhin ein wesentlicher Risikopunkt. Auch bei unserem Schrott- und Metallsektor sind sehr viele Produktionen von russischem Gas abhängig und so könnte uns bei einem Gas-Lieferstopp unsere Branche zum Erliegen kommen. Dennoch besteht auch über einen längeren Zeitraum aufgrund der sehr guten Finanzlage des Unternehmens keine Existenzangst und die Unternehmensleitung geht von einer positiven Fortführungsprognose aus. Hinweise auf wesentliche Risiken, die einen bestandsgefährdenden Einfluss auf die Unternehmensfortführung haben, sind derzeit nicht bekannt. 3.3 Chancenbericht Im neuen Jahr geht die Geschäftsleitung von schwierigen Absatzbedingungen aus. Der Margendruck wird trotz der gestiegenen Mengen weiterhin steigen, jedoch sieht sich die Gesellschaft hervorragend aufgestellt. Leider hat in unserem Bereich keine Marktbereinigung stattgefunden. Stattdessen wurden sehr viele Marktbegleiter von Konzernen übernommen und so schreitet die Konzentration auch in unserer Branche immer weiter fort. Somit setzt noch immer keine Entspannung des Margendrucks ein und somit wird der Verdrängungswettbewerb weitergehen. Durch den zusätzlichen Aufbau von Personal im Bereich Administration/ Handel in den letzten Jahren hat sich zum einen der Kontakt mit den Kunden stark verbessert und eine Durchdringung beim Kunden wurde erreicht. Zum anderen wurde durch den Aufbau von Personal am Standort auch die Abwicklung und die Flexibilität erweitert und somit dem Kunden eine schnellere und leistungsfähigere Partnerschaft angeboten. Mit diesen qualitativen Merkmalen versucht die Gesellschaft sich weiter von den Mitbewerbern zu distanzieren und die Margen zu halten. Auch wird angestrebt durch schnelle Zahlungsmodalitäten die Liquidität des Kunden zu erhöhen, um zusätzliche Mengen zu akquirieren. Auf der Absatzseite wird weiterhin auf die bekannten und zuverlässigen Abnehmer der Gesellschaft vertraut. Nichtsdestotrotz werden für Zusatzmengen neue Absatzwege erschlossen, um auch in diesem Bereich dem Kundenanspruch gerecht zu werden. 4. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Die Risikobereitschaft der Gesellschaft ist als risikoavers einzustufen. In diesem Zusammenhang wird die Erfassung von Risiken betreffend Finanzinstrumenten ab einer Wesentlichkeitsgrenze durchgeführt. In der Regel wird auf den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten für Spekulationszwecke verzichtet. Wie bereits in den Vorjahren wurden im Berichtsjahr wieder vereinzelt physische Warengeschäfte durch Future-Kontrakte an der Börse abgesichert. Zum Bilanzstichtag waren noch Positionen bis Ende Juli ausstehend, da bestimmte Umarbeitungspositionen noch längerfristig nicht abgedeckt werden konnten. Die Elemente zur Risikovermeidung und Risikobegrenzung sind effizient und flach ausgerichtete Führungs- und Verwaltungsstrukturen. Es handelt sich um ein familiengeführtes Unternehmen. Somit kann sich die Geschäftsführung bei der Sicherung und Gestaltung der Unternehmensentwicklung stets zeitnah ein genaues Bild von der wirtschaftlichen Lage und den möglichen Risiken der Geschäftstätigkeit machen. Die Gesellschaft fokussiert die eigene Geschäftstätigkeit. In 2013 wurde zur Ausweitung der Geschäftstätigkeit eine Beteiligung erworben, welche im Jahr 2020 wieder abgestoßen wurde. Die Unternehmensleitung verfolgt aktuell keine weiteren Beteiligungserwerbe.
Neu-Ulm, den 25. Mai 2023 Karl Karletshofer GmbH, Neu-Ulm Die Geschäftsführer: Karl Karletshofer Clemens Karletshofer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben und Erläuterungen Die Karl Karletshofer GmbH, Neu-Ulm, gilt gemäß § 267 Abs. 3 HGB als große Kapitalgesellschaft. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Memmingen im Register B unter der Nummer 6856 eingetragen. 1.1. Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde wie in den Vorjahren nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches, der weiteren rechtsformspezifischen Vorschriften sowie des Gesellschaftsvertrags erstellt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gewählt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die entgeltlich erworbene EDV-Software wird über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 Jahren abgeschrieben. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Abschreibungen auf abnutzbare Anlagegegenstände werden nach dem tatsächlichen Wertverzehr sowohl linear als auch degressiv vorgenommen. Bei beweglichen Anlagegütern erfolgt die Abschreibung im Jahr des Zugangs pro rata temporis. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu € 800,00 werden im Zugangsjahr grundsätzlich voll abgeschrieben. Das Wahlrecht, für geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten von € 250,00 bis € 1.000,00 einen sogenannten Sammelposten zu bilden, der auf fünf Jahre verteilt linear abgeschrieben wird, wird nicht in Anspruch genommen. Bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um diese mit dem niedrigeren beizulegenden Wert anzusetzen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Bedingt verwendungsfähige Vermögensgegenstände bleiben außer Ansatz. Die fertigen Erzeugnisse und Waren sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird allen erkennbaren Risiken durch Abschläge Rechnung getragen. Der pauschale Abschlag beträgt unverändert 1,0 %. Fremdwährungsforderungen bestehen nicht. Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,78 % bewertet. Weiterhin wird eine dynamische Entwicklung der Renten in Höhe von 1,0 % p.a. zugrunde gelegt. Die Steuerrückstellungen berücksichtigen die zu erwartenden Abschlusszahlungen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Alle Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr, werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten bestehen am Bilanzstichtag nicht. Von dem Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen wird kein Gebrauch gemacht. 3. Angaben zur Bilanz 3.1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der Beilage zu diesem Anhang dargestellt. 3.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 3 (Vj. T€ 1) ausgewiesen. Alle übrigen Forderungen sind vereinbarungsgemäß innerhalb eines Jahres fällig. Forderungen gegenüber Gesellschafter beinhalten keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. 3.3. Ausschüttungssperre Ein Gesamtbetrag in Höhe von T€ 78 unterliegt der Ausschüttungssperre des § 268 Abs. 8 HGB. Hier handelt es sich um den Unterschiedsbetrag zwischen dem Wertansatz der Pensionsrückstellung unter Anwendung des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes und des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes. 3.4. Rückstellungen für Pensionen Es wurden gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB Vermögensgegenstände und Schulden verrechnet. Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände (Aktivwert der Rückdeckungsversicherung) beträgt T€ 417 (Vj. T€ 359). Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt T€ 561 (Vj. T€ 512). 3.5. Steuerrückstellungen Die Rückstellungen weisen die zu erwartenden Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuernachzahlungen des Berichtsjahres aus. 3.6. sonstige Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Tantieme, Personalkosten und die Kosten für die Erstellung des Jahresabschlusses und der Steuererklärungen sowie für die Prüfung des Jahresabschlusses enthalten. 3.7. Verbindlichkeiten
4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.1. Umsatzerlöse Die gesamten Umsatzerlöse des Geschäftsjahres sind mit T€ 135.898 (Vj. T€ 86.369) im Inland und mit T€ 94.080 (Vj. T€ 88.969) im Ausland angefallen. Die Umsätze betreffen mit T€ 229.419 (Vj. T€ 201.039) Warenverkäufe sowie Erlösminderungen in Höhe von T€ 73 (Vj. T€ 54). Des Weiteren sind Erträge aus Provisionsumsätzen von unter T€ 1 (Vj. T€ 1) und Erlöse aus Vermietungen mit T€ 632 (Vj. T€ 284) angefallen. 4.2. sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 158 (Vj. T€ 232) enthalten. Dabei handelt es sich um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen mit T€ 36, Erträge aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung zu Forderungen mit T€ 62 und Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens mit T€ 60. 4.3. Abschreibungen Für das Anlagevermögen wurden im Geschäftsjahr planmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 1.140 (Vj. T€ 1.251) vorgenommen. 4.4. sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 62 (Vj. T€ 113) im Wesentlichen Verluste aus Anlagenabgängen (T€ 56) betreffend. 5. Ergänzende Angaben 5.1. sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen am Bilanzstichtag T€ 6. 5.2. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr teilt sich wie folgt auf:
5.3. Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt Die Anzahl der Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt ergibt sich entsprechend der Ermittlung nach § 267 Abs. 5 HGB wie folgt:
Des Weiteren sind zwei Geschäftsführer (Vj. 2) in der Gesellschaft tätig. 5.4. Gewinnverwendungsbeschluss Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss 2022 auf neue Rechnung vorzutragen. 5.5. Geschäftsführung Karl Karletshofer, Kaufmann Clemens Karletshofer, Dipl. Betriebswirt BA In Anlehnung an § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer verzichtet.
Neu-Ulm, den 25. Mai 2023 Karl Karletshofer GmbH, Neu-Ulm Die Geschäftsführer Karl Karletshofer Clemens Karletshofer Datum der Feststellung Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 30. Juni 2023 festgestellt.
ErgebnisverwendungsbeschlussDer ausgewiesene Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2022 in Höhe von € 3.715.611,37 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Ergebnisvortrag und Jahresüberschuss ergeben zusammen einen Gewinnvortrag von € 26.216.988,62. Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers"An die Karl Karletshofer GmbH, Neu-Ulm: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Karl Karletshofer GmbH, Neu-Ulm - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Karl Karletshofer GmbH, Neu-Ulm, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kelheim, den 26. Mai 2023 MTG
Matthias Baier, Wirtschaftsprüfer Karl Ferstl, Wirtschaftsprüfer |
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