Stammdaten

Register
Amtsgericht Tostedt HRB 5244
Vorher
ERC Technology GmbHERC Additive GmbH
Eingetragen
17.8.2005
Branche
Herstellung von Mineralölerzeugnissen und von fossilen BrennstoffenGroßhandel mit Brennstoffen und MineralölerzeugnissenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Brennstoffen, Erzen, Metallen und technischen Chemikalien
Gegenstand
· Herstellung und Vertrieb im Wesentlichen von emissionsreduzierten Additiven für HEL (Heizöl extraleicht), HS (Heizöl schwer), Diesel- und Vergaserkraftstoffe sowie Bunker C-Öle, Kohle, Gas und Biomasse, · Konzeptionierung und Herstellung der dementsprechenden Dosieranlagen sowie der sonstigen technischen Ausrüstungen, · Konzeptionierung und Herstellung von Brennern für flüssig- und gasförmige Brennund Abfallstoffe sowie den sonstigen technischen Ausrüstungen, · Konzeptionierung und Herstellung von Rauchgasreinigungsanlagen, · Handel mit und Im- und Export von Mineralölprodukten, · Planung, Herstellung des Unternehmens und Installation von Förder-, Mess- und Regelanlagen für die industrielle Anwendung einschließlich Wartung und Instandsetzung, soweit dies nicht erlaubnispflichtig ist, · Handel mit Schalt- und Messgeräten aller Art, · sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Schmidt
seit 5.7.2022
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (13)

NameAnteil
P***** R*******
17.29%
J***** R*******
17.29%
A*** P*******
17.29%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
2.89%

Gesellschafter
Beta

4 von 5 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
ERC Emissions-Reduzierungs-Concepte GmbH AG
Germany
96.15%
T***** R*******
1.31%
J**** S****** R*******
0.99%
J******* M*****
0.99%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ERC Additiv GmbH

Buchholz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen 4.930.003,42 5.352.035,02
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 571.859,99 778.337,49
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 571.859,99 778.337,49
II. Sachanlagen 4.358.143,43 4.573.697,53
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.405.860,64 2.498.328,39
2. technische Anlagen und Maschinen 1.822.015,91 1.991.358,43
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 67.351,80 84.010,71
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 62.915,08 0,00
B. Umlaufvermögen 4.466.244,64 4.690.161,29
I. Vorräte 3.256.729,49 2.868.777,69
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.208.698,81 1.817.868,36
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.202,15 11.831,99
2. übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.205.496,66 1.806.036,37
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 816,34 3.515,24
C. Rechnungsabgrenzungsposten 83.876,34 23.696,44
Bilanzsumme, Summe Aktiva 9.480.124,40 10.065.892,75

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital 4.212.348,77 4.212.348,77
I. gezeichnetes Kapital 252.000,00 252.000,00
II. Kapitalrücklage 3.960.348,77 3.960.348,77
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 23.598,00 25.218,00
C. Rückstellungen 306.417,21 556.197,22
D. Verbindlichkeiten 4.852.453,93 5.166.085,49
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 902.909,68 1.098.435,92
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.130.659,62 1.919.835,09
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.818.884,63 2.147.814,48
E. Rechnungsabgrenzungsposten 85.306,49 106.043,27
Bilanzsumme, Summe Passiva 9.480.124,40 10.065.892,75

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022 1.1.2021 - 31.12.2021
EUR EUR
1. Rohergebnis 6.139.354,87 6.628.717,35
2. Personalaufwand 2.276.911,76 2.290.926,70
a) Löhne und Gehälter 1.897.731,78 1.916.587,74
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 379.179,98 374.338,96
davon für Altersversorgung 27.012,03 26.078,64
3. Abschreibungen 515.461,41 533.663,29
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 515.461,41 533.663,29
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.636.147,71 4.065.199,33
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 616,98 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 117.507,71 79.327,72
davon an verbundene Unternehmen 82.484,51 40.226,49
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 180,40 185,68
8. Ergebnis nach Steuern -406.237,14 -340.585,37
9. sonstige Steuern 7.518,12 7.092,12
10. Erträge aus Verlustübernahme 413.755,26 347.677,49
11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang

I. Allgemeine Angaben zu Unternehmen, Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der Firma ERC Additiv GmbH wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Dabei wurde, trotz des Bestehens einer wesentlichen Unsicherheit aufgrund einer bestandsgefährdenden finanziellen Lage der Muttergesellschaft, die sich auch mittelbar bestandsgefährdend auf die finanzielle Lage der ERC Additiv GmbH auswirkt, die Fortführung der Unternehmenstätigkeit unterstellt. Zur Begründung der Anwendung der Going-Concern-Prämisse verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht:

Firmenname laut Registergericht: ERC Additiv GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Buchholz
Registergericht: Tostedt
Register-Nr.: HRB 5244

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten / Herstellungskosten (soweit Eigenleistungen erbracht wurden) aktiviert und planmäßig abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, bei abnutzbaren Vermögensgegenständen vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt.

Beginnend mit dem Geschäftsjahr zum 01.01.2018 werden Wirtschaftsgüter mit einem Wert bis zu EUR 800,00 im Posten für geringwertige Wirtschaftsgüter erfasst und im Jahr der Anschaffung zu 100 % gewinnmindernd abgeschrieben.

Für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten nach der Durchschnittskostenmethode ermittelt. Sofern die Anschaffungskosten den Wert übersteigen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen war, wurde auf diesen abgeschrieben.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, sofern nicht nach § 253 Abs. 4 HGB um noch anfallende Aufwendungen geminderte Verkaufswerte anzusetzen sind.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nennwert bewertet.

Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung angemessen Rechnung getragen.

Die aktive Rechnungsabgrenzung wurde im Wesentlichen für im Voraus geleistete Beträge für Versicherungen gebildet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen enthalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten zum Abschlussstichtag wurde für schwimmende bzw. rollende Ware gebildet.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagenspiegel

historische Anschaffungskosten
Stand zum 01.01.2022 Zugang Abgang Umbuch ung Stand zum 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.167.430,16 10.758,00 0,00 0,00 1.178.188,16
2. gel. Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle VG 1.167.430,16 10.758,00 0,00 0,00 1.178.188,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.431.451,29 0,00 0,00 0,00 3.431.451,29
2. technische Anlagen und Maschinen 3.677.770,49 0,00 0,00 0,00 3.677.770,49
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 773.535,78 19.756,73 -1.130,67 0,00 792.161,84
4. gel. Anzahlungen, und Anlagen im Bau 0,00 62.915,08 0,00 0,00 62.915,08
Summe Sachanlagen 7.882.757,56 82.671,81 -1.130,67 0,00 7.964.298,70
9.050.187,72 93.429,81 -1.130,67 0,00 9.142.486,86
kumulierte Abschreibungen
Stand zum 01.01.2022 Zugang Abgang Stand zum 31.12.2022 Buchwert 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 389.092,67 217.235,50 0,00 606.328,17 571.859,99
2. gel. Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle VG 389.092,67 217.235,50 0,00 606.328,17 571.859,99
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 933.122,90 92.467,75 0,00 1.025.590,65 2.405.860,64
2. technische Anlagen und Maschinen 1.686.412,06 169.342,52 0,00 1.855.754,58 1.822.015,91
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 689.525,07 36.415,64 -1.130,67 724.810,04 67.351,80
4. gel. Anzahlungen, und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 62.915,08
Summe Sachanlagen 3.309.060,03 298.225,91 -1.130,67 3.606.155,27 4.358.143,43
3.698.152,70 515.461,41 -1.130,67 4.212.483,44 4.930.003,42

2. Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit dem gewogenen durchschnittlichen Einkaufspreis bewertet. Bei der Bewertung auf Grundlage des letzten vor dem Abschlussstichtag bekannten Marktpreises ergäbe sich ein Unterschiedsbetrag von TEUR 104.

3. Forderungen davon mit einer Restlaufzeit von
Art der Forderungen zum 31.12.2022 Gesamtbetrag bis zu einem Jahr ein bis fünf Jahre mehr als fünf Jahre
(Vorjahreszahlen in Klammern) TEUR TEUR TEUR TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 1.140 1.140 0 0
(1.783) (1.783) (0) (0)
gegen verbundene Unternehmen 3 3 0 0
(12) (12) (0) (0)
sonstige Vermögensgegenstände 66 66 0 0
(23) (23) (0) (0)
1.209 1.209 0 0
(1.818) (1.818) (0) (0)

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 3 bestehen gegenüber Gesellschaftern TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 3 sind in Höhe von TEUR 3 solche aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: TEUR 12).

4. Sonderposten

Für eine Sonderabschreibung auf ein Gebäude gemäß § 3 Zonenrandförderungsgesetz wurde von dem Beibehaltungswahlrecht gemäß BilMoG Gebrauch gemacht. Die Auflösung erfolgt jährlich mit TEUR 2.

5. Aufgliederung der sonstigen Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR
Ausstehende Rechnungen 96
Berufsgenossenschaft 12
Urlaubsansprüche 31
Versicherungen 41
Jahresabschluss 28
Tantiemen / Sonderzahlungen 26
Energiesteuer 72
Summe 306

Die sonstigen Rückstellungen enthalten in Höhe von TEUR 72 Energiesteuernachzahlungen im Zusammenhang mit einer Außenprüfung des Hauptzollamtes Hannover.

6. Verbindlichkeiten

davon mit einer Restlaufzeit von
Art der Verbindlichkeiten zum 31.12.2022 Gesamtbetrag bis zu einem Jahr ein bis fünf Jahre mehr als fünf Jahre
(Vorjahreszahlen in Klammern) TEUR TEUR TEUR TEUR
gegenüber Kreditinstituten 903 48 339 516
(1.099) (259) (377) (463)
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0 0 0
(104) (104) (0) (0)
aus Lieferungen und Leistungen 1.621 1.621 0 0
(1.601) (1.601) (0) (0)
gegenüber verbundenen Unternehmen 2.131 2.131 0 0
(1.920) (1.920) (0) (0)
sonstige Verbindlichkeiten 198 198 0 0
(442) (442) (0) (0)
4.853 3.998 339 516
(5.166) (4.326) (377) (463)

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.131 bestehen gegenüber Gesellschaftern TEUR 2.131 (Vorjahr: TEUR 1.920).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.131 sind in Höhe von TEUR 5 solche aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: TEUR 9).

Des Weiteren bestehen sonstige Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 2) sowie Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 44).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden zu Lasten der Betriebsgrundstücke (TEUR 2.700) der Gesellschaft sowie durch Sicherungsübereignungen von Umlaufvermögen und durch Besicherung einer Abfülllinie abgesichert.

7. Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat durch Abschluss eines gemeinsamen Sicherheiten-Poolvertrages als Sicherheit für Verbindlichkeiten der verbundenen Unternehmen ERC Emissions-Reduzierungs-Concepte GmbH, ERC Technik GmbH und ERC Messen Steuern Regeln GmbH einen Teil des Umlaufvermögens (Globalabtretung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Raumsicherungsübereignung der Vorräte) sowie Grundschulden (TEUR 2.700) bestellt. Der maximale Haftungsrahmen beträgt TEUR 24.950. Mit einer Haftungsinanspruchnahme wird auf Grund des stabilen Kerngeschäftes der Unternehmensgruppe trotz der beschriebenen wesentlichen Unsicherheit in Bezug auf die Anwendung der Going-Concern-Prämisse für die gesamte Unternehmensgruppe nicht gerechnet. Wir verweisen hierzu auf die Ausführungen im Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind in den sonstigen Erträgen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 128 (Vorjahr: TEUR 8) enthalten.

In den sonstigen Aufwendungen sind Aufwendungen für Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 0,1 (Vorjahr: TEUR 0,1) enthalten.

Im Geschäftsjahr 2022 bestanden periodenfremde sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 14).

2. Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag

Das im Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 erwirtschaftete Ergebnis in Höhe von EUR -413.755,26 wurde auf Grund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages an die ERC Emissions-Reduzierungs-Concepte GmbH vollständig belastet.

V. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen (Miet- / Leasingverträge) beträgt TEUR 279. Die Laufzeiten teilen sich wie folgt auf:

TEUR TEUR
davon ggü. verbundenen Unternehmen
Restlaufzeit < 1 Jahr 200 168
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre 79 0
Restlaufzeit > 5 Jahre 0 0

2. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Arbeitnehmergruppen Zahl
Gewerbliche Arbeitnehmer 13
Angestellte 24
37

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 37 (Vorjahr: 38).

3. Geschäftsführung

Die Geschäfte wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr von den Geschäftsführern, Herrn Dr. Martin Müller (technischer Geschäftsführer bis 30. April 2022), Herrn Henning Meurer (technischer Geschäftsführer ab 1. Mai 2022) und Herrn Stefan Müller (kaufmännischer Geschäftsführer bis 29. März 2023) geführt.

Auf einen Ausweis der für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2022 gewährten Gesamtbezüge wird auf Grund der Befreiungsvorschrift gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

4. Abschlussprüferhonorar

Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars wird gem. § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB verzichtet.

5. Angaben zum Mutterunternehmen

Der Jahresabschluss der ERC Additiv GmbH, Buchholz, wird in den freiwillig aufgestellten Konzernabschluss des Mutterunternehmens ERC Emissions-Reduzierungs-Concepte GmbH, Buchholz, einbezogen. Die ERC Emissions-Reduzierungs-Concepte GmbH, Buchholz, stellt diesen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der ERC Emissions-Reduzierungs-Concepte GmbH, Buchholz, wird nicht offengelegt.

6. Marktunübliche Geschäfte mit nahestehenden Personen

Unsere Gesellschaft verbürgt sich unentgeltlich für Bankkredite der Gesellschaften der ERC-Gruppe: ERC Emissions-Reduzierungs-Concepte GmbH, ERC Technik GmbH und ERC Messen Steuern Regeln GmbH.

7. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres lagen nicht vor.

 

Buchholz, 22. März 2023 / 30. Oktober 2023

ERC Additiv GmbH

gez. Henning Meurer, Geschäftsführer

Lagebericht

Gliederung

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

3. Lage

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

III. Prognosebericht

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

2. Chancenbericht

3. Gesamtaussage

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Der Geschäftsgegenstand der ERC Additiv GmbH ist die Entwicklung, Herstellung, Abfüllung sowie der Verkauf von Additiven und nahen Dienstleistungen für die Mineralölindustrie, für den Mineralölhandel, für Großfeuerungsanlagen und für den Kfz-Handel. Unsere Kunden sind ausnahmslos Geschäftskunden, überwiegend in Europa.

Die ERC Additiv ist einer der führenden Hersteller von Additiven für fossile und biogene Kraft- und Brennstoffe in Europa. Die Produktion findet in unserem Werk in Wahlstedt statt, wohingegen Verwaltung, F&E und das Marketing in Buchholz i. d. N. ansässig sind. ERC Additiv ist Teil der ERC-Gruppe, deren gemeinsames Ziel es ist, Emissionen zu reduzieren und unsere Kunden vor, während und nach der Energiewende durch Produkte, Beratung und Dienstleistungen zu begleiten.

Über die aktiven Verbandstätigkeiten bei der UNITI Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen e.V., der DGMK Deutsche Wissenschaftliche Gesellschaft für nachhaltige Energieträger, Mobilität und Kohlenstoffkreisläufe e.V, der Forschungsvereinigung Verbrennungskraftmaschinen FVV e.V. sowie in verschiedenen Arbeitskreisen des DIN ist die ERC Additiv fachlich und politisch breit vernetzt und verfügt hierdurch über breite anwendungstechnische und gesellschaftspolitische Kenntnisse.

2. Forschung und Entwicklung

Der Schwerpunkt liegt auf Entwicklungsthemen aus dem Kerngeschäft, also Kraft- und Heizstoffen. Der Innovationsdruck auf flüssige Energieträger ist auf Grund der geforderten Energiewende unverändert hoch. Der Bedarf an Future Fuels (Kraftstoffe nicht-mineralischen Ursprungs) zum Erhalt der bestehenden Infrastruktur, Logistik und auch Motoren ist existent, wenn auch, zumindest in Deutschland, politisch umstritten. Jedoch werden im Zeitraum 2022-2026 Mrd. EUR 1,9 durch den Bund für den Hochlauf von strombasierten Kraftstoffen bereitgestellt. Europäische Nachbarstaaten stehen dem Thema Future Fuels weitestgehend offen gegenüber und auch hier sehen wir Chancen, in diese Märkte vorzudringen.

Die Anwendungsprobleme mit diesen Kraftstoffen werden weitreichend erforscht. Der Bedarf an Additiven zur Verwendung dieser Kraftstoffe in bestehenden Technologien ist unbestritten vorhanden und notwendig, und wird in der Zukunft eher steigen als zurückgehen.

Das technische Projektmanagement ist ebenso für die Entwicklung und Einführung neuer Formulierungen und Grundprodukte verantwortlich. Der Bedarf nach neuen Formulierungen / Grundprodukten kommt zu gleichen Teilen aus der Kundschaf wie aber auch durch Produktentwicklungen unserer bestehenden Lieferanten. Darüber hinaus ist die Abteilung aber auch dafür verantwortlich neue Grundprodukte, die für die Herstellung von Additiven geeignet sind, zu sourcen. In 2022 wurden so die ersten Schritte eingeleitet, um Additiv auf Basis natürlicher Grundprodukte zu entwickeln.

Externe Projekte werden zumeist über die starken Netzwerke der Abteilung akquiriert. So ist beispielhaft das Projekte "E20" im Konsortium mit CropEnergies, VW, Bosch und Mabanaft zu nennen, aber auch weitere schon länger existierende Projekte wie C3 Mobility.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Kalenderjahr 2022 war die Weltwirtschaft hauptsächlich durch die weltweit hohe Inflation und Bekämpfung durch die Zinsanhebung durch die Zentralbanken, sowie dem Krieg in der Ukraine belastet. Der erneute heftige Covid-19-Ausbruch in China führte zusätzlich zu einem gedämpften Wirtschaftswachstum. Die kürzliche Wiederöffnung des Landes hatte allerdings eine schneller als erwartete Erholung zur Folge. Gemäß dem Internationalen Währungsfonds (IWF) betrug das geschätzte Weltwirtschaftswachstum für 2022 3,5 % (IWF, Oktober 2023), nachdem das globale Wachstum 2021 mit 6,11 % sich deutlich von den Folgen der Covid-19-Pandemie erholt hatte (ebd.).

Nach dem IWF (Oktober 2023) belief sich im Jahr 2022 die geschätzte Wachstumsrate der Industriestaaten auf 2,6 % (Vorjahr: 5,4 %). Die Staaten der Europäischen Union erzielten sogar ein leicht höheres Wachstum gegenüber den Industriestaaten und lagen bei 3,3 % (IWF, Oktober 2023). Auch die Wachstumsraten für die Schwellen- und Entwicklungsländer sind 2022 deutlich eingebrochen, aber mit 4,1 % immer noch stärker als die der Industriestaaten. In den Folgejahren wird hier mit einer leichten Abschwächung auf 4,0 % für die Jahre 2023 und 2024 gerechnet (IWF, Oktober 2023). Das Wirtschaftswachstum der Volkswirtschaft in China lag in 2022 mit 3,0 % erstmals innerhalb der letzten 40 Jahre unterhalb des weltweiten Durchschnitts (IWF, Oktober 2023). Für 2023 wird allerdings eine deutliche Erholung auf 5,0 %, gefolgt von einer leichten Abschwächung in 2024 auf 4,2 % prognostiziert (ebd.).

Für die kommenden Jahre schätzt der IWF das weltweite Wirtschaftswachstum auf 3,0 % in 2023 und 2,9 % in 2024 (IWF, Oktober 2023). Das im Vergleich zu 2022 (3,5 %) noch geringere Wachstum ist auf die Auswirkungen des anhaltenden Ukraine-Krieges sowie die weiteren erwarteten Zinsanhebungen der Zentralbanken zur Bekämpfung der sich zwar abschwächenden, aber immer noch sehr hohen Inflationsraten zurückzuführen. Diese Auswirkungen machen sich besonders in den Industriestaaten und weniger in den Entwicklungsländern deutlich (IWF, Oktober 2023).

Für Deutschland ergeben sich gemäß IWF (Oktober 2023) die Wachstumsraten wie folgt: 2021 2,6 %, 2022 1,8 %, 2023 -0,5 % und 2024 0,9 %.

1.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Drastisch gestiegene Beschaffungskosten bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie im Energie-Einkauf und in der Tankwagen-Logistik waren zu verzeichnen.

Der Konsum von Heizöl erholte sich im Jahr 2022 gleichwohl im Vergleich zum sehr schwachen Jahr 2021, um 8,2 % auf 12,1 Millionen Tonnen (Vorjahr: 11,2 Millionen Tonnen). Der Dieselkraftstoff-Konsum war nahezu stabil (34,8 zu 35 Millionen Tonnen, -0,6%) (Quelle: BAFA - Amtliche Mineralöldaten BAFA - Infothek).

Zu Marktanteilsverschiebungen bei unseren Kunden kam es, weil einige KMU-Händler weiterhin in großem Umfang günstige Ware aus Russland bezogen, wohingegen die meisten ,Majors" auf Geschäftsbeziehungen mit Russland verzichteten. Wesentliche Neugeschäfte waren für uns erneut kaum möglich, da die Kunden sich auf bewährte Lieferantenbeziehungen verlassen haben und ebenfalls mit hoher Priorität mit den Auswirkungen der Kriegsgeschehnisse beschäftigt waren. Zudem konnte unser Außendienst bis zur Jahresmitte aufgrund der Schutzmaßnahmen der Corona-Pandemie nur eingeschränkt im Markt operieren und viele Branchentreffen wurden erneut abgesagt. Die vermehrte Nutzung von Internetshops durch die Verbraucher von Heizöl ist für alle unsere beratungsintensiven Premium-Produkte nicht von Vorteil.

Der Energiemarkt ist im massiven Wandel begriffen. Ziel der Bundesregierung ist, bis 2050 weitestgehend treibhausgasneutral zu sein. Grundsätzlich ist zwischen unverbindlichen politischen Zielen und rechtlich verbindlichen Zielen zu unterscheiden. Die Bundesregierung hat in Ergänzung zum Klimaschutzplan 2050 im September 2019 das Klimaschutzprogramm 2030, mit sektorspezifischen und übergreifenden Maßnahmen zur Erreichung der Klimaschutzziele 2030, vorgelegt. Außerdem wurde mit dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) ein nationales Emissionshandelssystem (nEHS) ab 2021 eingeführt. Es sieht einen Preis pro Tonne CO 2 für Brennstoffe in den nicht vom EU-Emissionshandel abgedeckten Bereichen vor. Dies betrifft vor allem die Sektoren Gebäude und Verkehr. Der Preis pro Tonne CO 2 ist in den ersten Jahren fest und startet 2021 bei EUR 25. Ab 2027 soll sich der Preis am Markt bilden (Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/daten/klima/Treibhaus- gasminderungsziele-deutschlands#nationale-treibhausgasminderungsziele).

Betroffen von den Plänen sind u. a. alle Mineralölprodukte. Für die ERC Additiv von besonders hoher Relevanz sind die geplanten Veränderungen im Wärmemarkt (z. B. das Verbot von Ölheizungen bei Haussanierungen sowie die Zuschüsse für Hausdämmung und die Ergänzung der vorhandenen Ölheizungssysteme mit klimaneutralen Techniken wie z. B. Solaranlagen). Wir gehen dennoch davon aus, dass die eingeleiteten Maßnahmen die Anzahl der Ölheizungsanlagen nicht schnell reduzieren werden (wir erwarten mittelfristig 4-5 % p. a. Rückgang bei den Ölheizungsanlagen und 6-8 % Rückgang beim Heizölkonsum).

Dieser Rückgang könnte durch Versorgungsprobleme bei alternativen Energieträgern (z. B. Erdgas) und durch den nicht ausreichenden Ausbau der Elektrifizierung gebremst werden.

Da der Energiebedarf weltweit weiter steigen wird, kann jedoch aus heutiger Sicht auf fossile Energieträger auch langfristig nicht verzichtet werden. So wird es auch deutliche Unterschiede in den regionalen Märkten weltweit geben, wobei ganze Regionen möglicherweise auf den Verbrennungsmotor als ,Alltagsantrieb' verzichten könnten und Ölheizungssysteme zunehmend substituiert werden.

Auch die Elektrifizierung der Energieverbraucher schreitet aufgrund der erheblichen staatlichen Förderung voran. Ein Aufschwung der städtischen Elektromobilität, z. B. durch den Ausbau der Elektrotankstellen, ist bereits sichtbar. Alternative Antriebsarten, wie z. B. der Wasserstoffantrieb, benötigen hingegen noch Entwicklungszeit.

Fuels, die aus regenerativen Quellen stammen (z. B. grünem Strom (E-Fuels) oder z. B. gebrauchtem Fett (HVO)), sind aus unserer Sicht unumgänglich, um die Ziele der CO 2 -Einsparung rechtzeitig erreichen zu können. Hierfür haben wir bereits Additive im Programm. Jedoch unterliegen diese Entwicklungen in vielerlei Hinsicht staatlich regulierten Behinderungen. So sieht die Bundes-Emissions-Schutz-Verordnung aktuell immer noch vor, dass nur Heizöle aus Mineralölraffinerien als Heizöl verkauft werden dürfen. Zunehmend arbeiten die relevanten Verbände der Mineralölwirtschaft mit der Politik zusammen, um den Weg für E-Fuels - und damit für die Verwendung von Additiven - zu ebnen. Diese Entscheidung ist weiterhin nicht endgültig gefallen, obgleich sich auf EU-Ebene ein Verbot von Verbrennerfahrzeugen (und damit von E-Fuels) ab 2035 abzeichnet.

2. Geschäftsverlauf

Die ERC Additiv GmbH hat einen Rohertrag von TEUR 5.913 (Vorjahr: TEUR 6.601) erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Rohertrag gefallen. Wesentliche Gründe hierfür sind:

Deutliche Preiszuschläge >20% im Einkauf von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, die aufgrund der Geschäftsstruktur teils nur mit Verzögerungen an die Kunden weitergegeben werden konnten.

Systemisch bedingt konnten im steigenden Markt keine größeren Mengen (zu günstigeren Preisen) gekauft und gelagert werden. Hierdurch entstand ein temporärer Wettbewerbsnachteil.

Hohe Kosten durch Teil-Lieferungen und Kulanzvereinbarungen, da es bei einigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen zu Verzögerungen auf Lieferantenseite kam.

Hohe Additivlagermengen bei den Händlern aus dem schwachen Vorjahr.

Absatzrückgänge bei Premiumprodukten aufgrund der hohen Produktpreise und des zunehmenden Vertriebs über digitale Plattformen.

Aufgrund der sich bereits Ende 2020 abzeichnenden Unsicherheiten haben wir sehr vorsichtig geplant und auf der Ausgabenseite strikte Kostenkontrollen eingeführt. Leider konnten diese die Einbußen durch den Margenrückgang nicht vollumfänglich ausgleichen. Der Umsatz stieg von EUR 14.475.865 (2021) auf EUR 15.913.519 (2022), was einem Plus von TEUR 1.438 entspricht, während sich der Wareneinsatz jedoch um TEUR 1.985 erhöhte. Gleichzeitig reduzierte sich auch die verkaufte Menge von 4.159 CBM auf 4.030 CBM. Hier zeigt sich die Weitergabe der höheren Beschaffungspreise.

Der Plan für das Jahr 2022 konnte jedoch insbesondere im Umsatz nicht erreicht werden, dementsprechend geringer fiel auch der Wareneinsatz aus. Der geplante Rohertrag wurde um TEUR 358 verfehlt. Durch Reduzierungen auf der Kostenseite konnte ein Durchschlagen dieser Verfehlungen auf das Ergebnis jedoch gelindert werden. Das geplante negative Ergebnis wurde nur um TEUR 9 verfehlt.

Mit Hilfe unseres neuen ERP-Systems konnten die Prozesse optimiert werden. Der Schwerpunkt 2022 lag daher auf der systemtechnischen Darstellung relevanter Kennzahlen. Aufgrund der Finanzsituation der Gruppe musste jedoch auf eine vollständige Anbindung eines bestehenden Shopsystems weiterhin verzichtet werden.

Die Summe der Personalkosten (Personalkosten inklusive Fremdpersonal) hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 7 erhöht. Die Abschreibungen sind, im Wesentlichen durch die Einführung eines neuen ERP-Systems und des Ausbaus in unserer Produktion, weiterhin auf sehr hohem Niveau (TEUR 515).

Der Wettbewerb ist intensiv. Allerdings konnten wir in über 95 % aller Auslieferungen unser Lieferversprechen erfüllen. Der Wert ist geringer als im Vorjahr, aufgrund der Beschaffungssituation in 2022. Allerdings kam es - strategisch gewollt - nicht zu Kundenverlusten, mit Ausnahme einiger Kunden im Segment Kfz-Additive, da der Preisdruck zur Aufgabe unwirtschaftlicher Positionen führte. In der Kundschaft "Mineralölhandel" setzt sich der Trend zu immer größeren Geschäftseinheiten mit sehr breitem Portfolio weiter durch.

3. Lage

Das Unternehmen ERC Additiv GmbH ist gut aufgestellt und hat trotz der beiden Verlustjahre eine stabile Lage, da insbesondere die außergewöhnlichen Marktsituationen zu dem Ergebnisrückgang 2022 führten. Dies ist dem geschuldet, dass wir die Preissteigerungen in 2021 und 2022 nicht in dem Maße in den Markt bringen konnten, wie wir ihnen auf der Beschaffungsseite ausgesetzt waren. Der Ausblick für 2023 jedoch ist positiv. Gleichwohl sind wir mit den bestehenden Prozessen und unserem Personal für einen deutlich höheren Additivabsatz gewappnet. Eine Entspannung der Liquiditätssituation der ERC-Gruppe bietet zudem die Chance, im steigenden Markt auch wieder größere Mengen zu beschaffen und in die Digitalisierung und den Ausbau der Produktion zu investieren.

a) Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Rohertrag 5.913 6.601 -688 -10,42
Zinsergebnis -117 -79 -38 -48,10
Jahresergebnis -414 -348 -66 -18,97

Das Zinsergebnis fiel um 48,1 % auf - TEUR 117.

Die Abschreibungen (TEUR 515 in 2022 zu TEUR 534 in 2021) haben sich um TEUR 19 verringert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 429 verringert. Ursache hierfür waren insbesondere niedrigere Umlagen (- TEUR 481), geringere Werbe- und Reisekosten (- TEUR 52), sowie niedrigere EDV-Kosten (- TEUR 66), denen höhere Kosten der Warenabgabe (TEUR 132) gegenüberstanden.

Das Jahresergebnis vor Verlustübernahme beträgt - TEUR 414.

b) Finanzlage

Unsere Finanzlage ist aufgrund der finanziellen Situation unserer Muttergesellschaft als angespannt zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement, welches durch die Finanzabteilung der Muttergesellschaft geleistet wird, ist grundsätzlich darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Verbindlichkeiten aus Hypothekendarlehen gegenüber Kreditinstituten wurden im Geschäftsjahr planmäßig um TEUR 195 getilgt.

Durch den bestehenden Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Muttergesellschaft, verbunden mit dem übergreifenden Finanzmanagement (Cash-Pooling), ist die Finanzlage der ERC Additiv vollständig von der Muttergesellschaft abhängig. Die Betriebsmittellinien der Muttergesellschaft stehen auch der ERC Additiv zur Verfügung. Diese sind durch ein verlustiges Großprojekt und dessen erheblicher Vorfinanzierung weiterhin sehr stark belastet.

Die in der Gesellschaft bestehenden Kreditlinien haben folgende Restlaufzeiten (in Klammern Vorjahreswerte):

Bis 1 Jahr TEUR 48 (TEUR 259)
1 bis 5 Jahre TEUR 339 (TEUR 377)
Mehr als 5 Jahre TEUR 516 (TEUR 463)

Die Finanzierung der Gesellschaft ist langfristig orientiert.

Die Eigenkapitalquote ist aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme durch geschäftsbedingt normale Schwankungen bei den Verbindlichkeiten von 41,8 % auf 44,4 % gestiegen. Die absolute Höhe des Eigenkapitals verändert sich auf Grund der laufenden Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft nicht.

c) Vermögenslage

wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Aktiva TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 4.930 5.352 -422 -7,9
kurzfristige Vermögenswerte 4.465 4.687 -222 -4,7
liquide Mittel 1 4 -3 -75,0
Passiva
Eigenkapital 4.212 4.212 0 0,0
langfristige Verbindlichkeiten 903 1.098 -195 -17,8
Bilanzsumme 9.480 10.066 -586 -5,8

Das Anlagevermögen hat sich im Wesentlichen abschreibungsbedingt reduziert. Bedeutende Investitionen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht getätigt.

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft ist konstant. Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich um TEUR 222 verringert.

Die langfristigen Bankverbindlichkeiten wurden um die laufenden Tilgungen für die Verbindlichkeiten aus Kreditinstituten um TEUR 195 vermindert.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die diversen Kennzahlen zur Betrachtung der kurz-, mittel- und langfristigen Liquidität, Umsatz und Rohertrag der einzelnen Produktgruppen, Kundensegmente sowie der Absatz- und Produktionsplanung heran. Hier wird durch die Einführung des neuen ERP-Systems eine größere Tiefe angestrebt.

Unsere wirtschaftliche Lage kann grundsätzlich als ausreichend bezeichnet werden, ist aber durch die Situation der Muttergesellschaft erheblich belastet. Es konnte ein Rohertrag (Umsatz zuzüglich Bestandsveränderungen abzüglich Materialaufwand) von TEUR 5.913 (Vorjahr: TEUR 6.601) erzielt werden.

III. Prognosebericht

Eine Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der ERC Additiv wurden ergriffen:

1.

Die Geschwindigkeit, mit der Preiserhöhungen erfolgreich in den Markt gebracht werden, wurde gesteigert.

2.

Der Pool von R-H-B-Lieferanten wurde weiter ausgeweitet.

3.

Ein Key-Performance-Indikator-System wird zurzeit etabliert.

4.

Dem hohen Bedarf an Misch- und Abfüllkapazität für Gefahrstoffe wird Rechnung getragen, indem entsprechende Erweiterungsplanungen im Werk Wahlstedt in 2023 abgeschlossen werden.

5.

Das Kostenmanagement ist strikt und betrifft alle Bereiche, die nicht unmittelbar dem Wachstum dienen.

Unser Plan, hinsichtlich der Digitalisierung von Prozessen und Kundenschnittstellen bei unseren Kunden und interessierten Partnern neue Wege zu gehen und ein eigenes Internetverkaufsportal zu erstellen, wurde aufgrund der Finanzsituation der Gruppe zunächst eingefroren. Ebenso wurde aus demselben Grund die Bevorratung von RHB-Stoffen nicht in dem Maß gesteigert, wie es in steigenden Märkten sinnvoll hätte sein können, um hohe Volumen zu niedrigen Preisen zu bevorraten. Der physische Bestand wurde eher reduziert. Dennoch stieg der Lagerbestandswert auf Grund der deutlich gesteigerten Rohstoffkosten.

Wir beurteilen die voraussichtliche mittel- und langfristige Entwicklung des Unternehmens ERC Additiv für sich als positiv, insbesondere da die Corona-Pandemie überstanden scheint und der Krieg in der Ukraine erkennbar keine weiteren Marktumbrüche mit sich bringt. Flüssige (speicherbare) Kraft- und Brennstoffe werden, gerade auch vor dem Hintergrund der Gasknappheit, weiterhin eine wichtige Energiequelle für den Wärme- und den Mobilitätsmarkt sein. Geringerer Verbrauch aufgrund verbesserter Effizienz der Maschinen und Brenner und ein variablerer Kraftstoffmix führen aus unserer Sicht eher zu einem höheren Bedarf an Additiven. Denn nur mit Additiven ist es möglich, E-Fuels und nachhaltige Kraft- und Brennstoffe ,fit for purpose' anzubieten, längere Lagerungszyklen zu ermöglichen und die verschiedenen Qualitäten miteinander kompatibel zu halten. So haben Deutz und Porsche entsprechend ihre Motoren bereits freigegeben. Selbst, wenn dies in Europa nur ein Absatzmarkt für LKW sein würde, stehen wir mit unseren Entwicklungen in Nordamerika und Asien vor offenen Türen.

Die Energie- und Umweltbranche bietet ein großes Wachstumspotential. ,Made in Germany" ist nach wie vor eine unterstützende Marke in Europa, in Asien und vor allem in Afrika.

Den Risiken von Engpässen bei Rohstoffen und Grundprodukten begegnen wir durch kapitalstarke Lieferanten, Partnerschaften und Vertriebskooperationen.

Mittel- bis langfristige Wachstumsziele aufgrund der vorhandenen langjährigen Geschäftsbeziehungen sowie ein Zuwachs in Auslandsmärkten und Chancen der Digitalisierung sind hingegen mittelfristig realisierbar.

Zusammenfassend liegen unserer Planung die folgenden Annahmen zugrunde:

moderates Wachstum der Wirtschaft in den nächsten Jahren

keine Ausweitung des Ukrainekrieges und / oder dessen Folgen

ein Rückgang der Abnahme von Ölheizungen, aufgrund der Schwierigkeiten mit der Gasversorgung und des Ausbaus von Alternativen.

nur geringfügige Beeinflussung regionaler Aktivitäten durch negative politische Entwicklungen sowie durch bestehende und neue Freihandelsabkommen und Handelsallianzen

stabile Gemeinschaftswährung im Euro-Raum

technologieoffene Klimapolitik (E-fuel) - notfalls außerhalb Europas.

Mit dem zu erwartenden Margenzuwachs werden wir wieder positive Ergebnisse schreiben. Soweit wir die bisher aufgetretenen Einflüsse berücksichtigen können, gehen wir zurzeit für 2023 von einem höheren Umsatz (TEUR 15.618) bei einem deutlich höheren Rohertrag aufgrund sich beruhigender Beschaffungs- und Logistikmärkte und aussichtsreicher Neugeschäfte sowie von einem positiven Jahresergebnis in Höhe von TEUR 371 aus. Für die Folgejahre rechnen wir mit einem deutlichen Anstieg unserer Jahresergebnisse.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Die Elektrifizierung der Energieversorgung wird ein langsamer Prozess sein, da eine Abdeckung des Energiebedarfs durch erneuerbare Energien kurz- und mittelfristig nicht zu erreichen ist. Flüssige Kraft- und Brennstoffe auf der Basis nachhaltiger Grundprodukte (z. B. grüner Wasserstoff und CO 2 ) stellen eine entscheidende Brücke dar, um den Weg zur Elektrifizierung CO 2 reduziert zu gestalten, und dabei die vorhandene Infrastruktur zu nutzen.

Aufgrund der sukzessiven Abkehr vom System Ölheizung zu alternativen Systemen, der Hausdämmung und des Wechsels auf moderne Brennwertkessel wird der Absatz im Kerngeschäft der Heizöladditive um ca. 1 % - 5 % p. a. schrumpfen (eigene Annahme). Die Probleme bei der sicheren Gasversorgung durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine kann diesen Rückgang mildern, ggf. sogar temporär aufhalten. Eine Reihe von Geschäftskunden sucht aktuell nach Alternativen zur Belieferung mit Erdgas und fragt verstärkt nach Heizöltanks an. Die Auswahl der maximal zukunftsträchtigsten F&E und Marketingaktivitäten, motivierte und ergebnisorientierte Mitarbeiter sowie ein gutes Innovationsmanagement und die Konzentration auf ergebnisliefernde Produkte und Dienstleistungen sind der Schlüssel für unseren langfristigen Erfolg.

Wie bereits im Vorjahr stellt sich die Situation in der Logistik von Gefahrstoffen als extrem schwierig dar. Es gelang uns zwar unsere Kundenversprechen erneut zu 95 % einzuhalten, dennoch müssen wir - neben Kostensteigerungen in diesem Segment - zunehmend mit Verzögerungen oder Transportschäden rechnen. Wir haben jedoch mit einem weiteren Logistikdienstleister unser Ausfuhrrisiko weiter reduziert und arbeiten aktuell an der Integration der Systeme (Standard-Schnittstelle Speditionen).

Die Zunahme der behördlichen Regularien, wie z. B. die neue CO 2 -Abgabe, schreitet auch in den Folgejahren weiter voran und bindet firmenintern erhebliche Kapazitäten. Diese Veränderungen drücken weiter auf die Vermarktungsmöglichkeiten von Additiven. Kooperationen können diese Herausforderungen deutlich mildern.

Auch die allgemeine Konjunkturdelle, verursacht durch die marktwirtschaftlichen Verwerfungen der Corona-Pandemie und vor allem des Ukrainekrieges, bergen ein allgemeines Branchenrisiko, welches sich jedoch nicht genau beziffern lässt.

Ertragsorientierte Risiken

Neben saisonalen und witterungsbedingten Schwankungen bei der Nachfrage und dem damit verbundenen Kaufverhalten ist ein sensibler Rohstoff- und Finanzmarkt aufgrund politischer Brennpunkte als Risiko zu nennen. Beide nicht vorhersehbaren Faktoren können starken Einfluss auf die Nachfrage nach Additiven und damit auf das Ergebnis haben. Zum einen sind speziell die Heizöladditive vom Heizölabsatz abhängig, der in kalten Wintern deutlich höher ausfällt. Zum anderen könnte der für ERC Additiv wichtige Heizölkonsum deutlich geringer ausfallen, sollten die Rohölpreise sich nach oben entwickeln. Hinzu kommt die Gefahr, dass viele Kunden durch die ohnehin bereits hohen Preise für Energie auf ein Leistungsplus durch Additive verzichten.

Im Ausland haben wir neue Positionen hinzugewonnen, die protektionistische Politik verschiedener Länder könnte jedoch einzelne Geschäfte gefährden.

Wir setzen alles daran, verschiedene Geschäftsfelder auszubauen und neue Geschäftsfelder für flüssige Additive zu erschließen. Dies erreichen wir, während wir unser wichtiges Stammgeschäft in Deutschland und im angrenzenden Ausland kontinuierlich weiterentwickeln.

Auch der zu Beginn des Kalenderjahres 2022 ausgebrochene Konflikt in der Ukraine wird sich erheblich auf das Geschäft auswirken. Die Verknappung von fossilen Energieträgern, insbesondere im europäischen Markt, wird zu einer erheblichen Verteuerung von Produkten, nicht nur aus dem petrochemischen Bereich, führen. So sind die beiden Faktoren Verfügbarkeit von Waren sowie deren steigende Preise ein Ertragsrisiko, dem gegenzusteuern ist. Elementar ist die rechtzeitige Weitergabe von Preissteigerungen an die Kunden, die Absicherung der Lieferfähigkeit von Kernkomponenten in den Rezepturen der Additive sowie die Erschließung neuer Geschäftsfelder, um die eigene Liefer- und Leistungsfähigkeit abzusichern.

Finanzwirtschaftliche Risiken / Bestandsgefährdende Risiken

Aufgrund der instabilen Liquiditäts- und Ertragssituation unserer Muttergesellschaft sind Liquiditätsrisiken erkennbar. Die bestehenden Liquiditätsrisiken sind als bestandsgefährdende Risiken zu bewerten.

Maßgeblich für den Fortbestand der Unternehmensgruppe ist die (in den Folgeperioden) noch zu erfolgende Anschlussfinanzierung bestehender Darlehen in Höhe von nominal insgesamt TEUR 9.000. Sollte diese nicht sichergestellt werden, ist die Gesellschaft aller Voraussicht nach zahlungsunfähig. Weiterhin befindet sich die Muttergesellschaft in einem Rechtsstreit, dessen Ausgang für die zukünftige Liquiditäts- und Ertragslage maßgeblichen Einfluss haben wird. Die Unternehmens-gruppe hat für die Sicherstellung des Fortbestandes bereits diverse Maßnahmen ergriffen und hat in diesem Zusammenhang im Geschäftsjahr 2023 eine Aktualisierung des Sanierungsgutachtens aus 2022 gemäß IDW S 6: "Anforderungen an Sanierungskonzepte" erstellen lassen. Dieses geht vorläufig von einer positiven Annahme der Unternehmensfortführung aus. Die noch zu prolongierenden Darlehen sollen danach mit den aus dem Rechtsstreit zu realisierenden monetären Mittel abgelöst worden.

Kurzfristig hatten die finanzierenden Banken in 2022 ergänzend weitere Mittel in Höhe von TEUR 2.000 befristet bis zum 30. Juni 2023 als zweckgebundene Mittel zur Verfügung gestellt, um die kurzfristige Liquiditätslage zu stabilisieren. Diese wurden nur in Höhe von TEUR 500 in Anspruch genommen und fristgerecht zurückgezahlt.

Auf Basis der ergriffenen Maßnahmen gehen wir mit einer überwiegenden Wahrscheinlichkeit von der positiven Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus.

Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, kompensieren wir ggf. durch Sicherungsgeschäfte. Im Normalfall sind aber die wesentlichen Ein- und Verkäufe auf Euro-Basis.

Ukraine-Konflikt

Der Krieg in der Ukraine und die damit hervorgerufene Knappheit an Energie, insbesondere Gas, sorgt für teils dramatische Preissprünge bei energieintensiven Rohstoffen. Die Preisspirale dreht sich unaufhörlich nach oben. Bei den für unsere Produkte essenziellen Lösemitteln reden wir aufs Jahr gesehen von Preissteigerungen in der Spitze um 100 %.

Gleichzeitig besteht aber keine Knappheit an den Produkten. Die Verfügbarkeit ist in den allermeisten Fällen gegeben. Auf die international gehandelten Notierungen der Rohöl- oder Chemieprodukte gibt es jedoch teils massive Aufschläge.

Unterdessen sorgte auch ein schwacher Euro im Verhältnis zum Dollar für steigende Preise.

Es besteht daher das Risiko, bei Preisanpassungen in der Kundschaft dem Markt hinterherzulaufen oder Marktanteile an den Wettbewerb zu verlieren, da dieser finanziell besser aufgestellt ist und in steigenden Märkten größere Mengen einkaufen kann. Dem versuchen wir aber, wie im Prognosebericht unter "Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der ERC Additiv" unter Punkt 1 beschrieben, entgegenzuwirken.

2. Chancenbericht

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Für jeden unserer benötigten Rohstoffe haben wir mindestens einen zweiten Lieferanten als Ausweichmöglichkeit. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen sowohl direkt bei unseren Lieferanten in den Herkunftsländern als auch in unserem eigenen Labor durch.

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Der europäische, aber auch der globale Markt, gewinnt für uns immer mehr an Bedeutung. Hier unternehmen wir gezielte Maßnahmen, um in diesen Märkten Fuß zu fassen.

Neue Geschäftsfelder für flüssige Additive wurden identifiziert und entsprechende Projekte befinden sich in der Umsetzung.

3. Gesamtaussage

Die vorhersehbaren und daher gedämpften Umsatz- und Ergebnisziele wurden in wesentlichen Bereichen nicht voll erreicht. Dies lag an explodierenden Kosten auf der Beschaffungs- und Logistikseite, gefördert durch die finanziell begrenzte Möglichkeit zu bevorraten. Die betrieblichen Kosten hingegen konnten stabil gehalten werden. Die Finanzsituation der Gruppe und in der Folge der ERC Additiv ist, durch defizitäre Aktivitäten unserer Muttergesellschaft in der Vergangenheit, weiterhin sehr angespannt. Ein Bündel von Maßnahmen, um das Ergebnis und die Zukunftsaussichten zu verbessern, wurde 2022 umgesetzt. Auf Kundenebene kam es, trotz verstärkter Wettbewerbs-aktivitäten, nicht zu messbaren Kundenverlusten.

Durch den weltweit steigenden Energiebedarf werden flüssige Brenn- und Kraftstoffe weiter benötigt. Deren Einsatz wird sich durch neue Technologien verändern, die für ERC weiteres Potential darstellen.

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin kurzfristig in einem sich konsolidierenden Markt der Mineralölhändler. Viele kleine Händler verkaufen ihr Geschäft an Große. Unser Vorteil ist, dass wir beinahe alle großen Händler beliefern. Jedoch birgt die Konsolidierung das Risiko, dass der Verlust eines großen Kunden nicht durch viele kleine aufgefangen werden kann. Die politisch motivierte Veränderung des Wärmemarktes und das Risiko steigender Rohstoffpreise durch politische Krisen / Protektionismus oder veränderte Wettbewerbs-situationen stellen ein Risiko dar, bieten aber auch Chancen. Neue Qualitäten an Heizölen z. B. die biogene Komponenten als Beimischung haben, weniger stabil sind und daher Additivierung benötigen.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine extrem langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden in Abstimmung bzw. innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten, über die Muttergesellschaft sowie über deren Kreditlinien ihrer langjährigen Hausbanken.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der ERC-Gruppe ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt die ERC-Gruppe eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird mit Kreditlimits bei Kunden und mit Produktions- und Beschaffungsplänen gearbeitet, die einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermitteln. Weiterhin werden die am Markt üblichen Versicherungsprodukte zur Vermeidung von Forderungsausfällen genutzt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Buchholz, 19. Februar 2023 / 3. November 2023

ERC Additiv GmbH

gez. Henning Meurer, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.01.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende verkürzte Jahresabschluss ist zur Offenlegung bestimmt. Dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der nachfolgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ERC Additiv GmbH, Buchholz i. d. N.

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ERC Additiv GmbH, Buchholz i. d. N., - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ERC Additiv GmbH, Buchholz i.d.N., für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben im Anhang, Abschnitt I. sowie auf die Angaben in Abschnitt IV.1. des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass der Fortbestand der Gesellschaft aufgrund angespannter Liquidität der ERC-Unternehmensgruppe bedroht ist. Die Fortführung ist davon abhängig, dass es der Muttergesellschaft ERC Emissions-Reduzierungs-Concepte GmbH in den Folgejahren gelingt, fällige Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von nominal TEUR 9.000 zu prolongieren. Die ERC-Unternehmensgruppe will hierzu in Kürze Verhandlungen mit den kreditfinanzierenden Banken aufnehmen. Weiterhin befindet sich die Muttergesellschaft in einem Rechtsstreit über einen in ihren unfertigen Leistungen befindlichen Auftrag, der u. a. zu diesen Liquiditätsproblemen geführt hat und dessen Ausgang für die zukünftige Liquiditäts- und Ertragslage maßgeblichen Einfluss haben wird. Streitig sind noch abzurechnende Werte von rd. EUR 22 Mio. In diesem Zusammenhang wurde ein Gutachten gemäß IDW Standard: Anforderungen an Sanierungskonzepte (IDW S 6) beauftragt, das im vorliegenden Entwurf vom 29. September 2023 von einer positiven Annahme der Unternehmensfortführung ausgeht. Wie die Angaben im Anhang, Abschnitt I., sowie in Abschnitt IV.1. des Lageberichts darlegen, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Buchholz i. d. N., 7. November 2023

SKN GmbH
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gez. ppa. Oliver Saucke, Wirtschaftsprüfer

gez. Björn Brockhaus, Wirtschaftsprüfer

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