manroland sheetfed sales & services GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian Seum seit 30.7.2024 | Prokura |
Mirko Kern seit 12.7.2024 | Geschäftsführer |
Mathias Grünewald seit 27.11.2023 | Prokura |
Klaus Kirsch seit 19.10.2021 | Prokura |
Anthony John Langley seit 22.3.2012 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Sheetfed Holdings Limited | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
manroland sheetfed GmbHOffenbach am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die manroland sheetfed GmbH gehört zu den weltweit führenden Unternehmen in der Entwicklung und Herstellung von Bogenoffsetdruckmaschinen. Die angebotene Produktpalette reicht von Mittel- bis Supergroßformat und wird ergänzt durch hocheffiziente Drucksysteme, wie die Qualitäts- und Workflowmanagementsysteme sowie Inline-Veredelungssysteme, für die höchsten Kundenanforderungen im modernen Akzidenz-, Verpackungs- und Verlagsdruck. Neben dem klassischen Maschinensegment umfasst das Produktportfolio das umfangreiche Dienstleistungs-, Ersatzteil- und Upgrade-Angebot unter der Marke printservices, das auf die Erzielung maximaler Produktivität über den gesamten Lebenszyklus der Investition ausgerichtet ist. Die manroland-zertifizierten Verbrauchsmaterialien, die unter der Marke printcom über die Tochtergesellschaften angeboten werden, erhöhen zudem die Effizienz des Druckprozesses sowie die Produktionssicherheit. Darüber hinaus bietet die Gesellschaft weitere prozess- und projektbezogene Dienstleistungen unter den Markennamen printnetwork (schlüsselfertige Netzwerk- und Integrations-Lösungen, Softwareprodukte und Workflow-Managementsysteme) und printadvice (Beratung rund um Prozessoptimierung) an. Die Maschinenproduktion ist an einem Standort in Deutschland, in Offenbach am Main, konzentriert. Das weltweite Vertriebs- und Servicenetz der manroland-Gruppe besteht aus einer eigenen Marktorganisation sowie externen Vertriebs- und Servicepartnern. 2. Forschung und Entwicklung Neben verschiedenen Produktinnovationen, dem Start der Entwicklungsprojekte zum Einstieg in den Volumenmarkt Verpackung und den laufenden Aktivitäten zur Vorbereitung marktaktueller Serien - Serie 974 der Baureihe R 900 - Serie 780 der Baureihe R 700 - Abschluss relevanter Themen zur Serie X032 der Baureihe R 900 XXL - war 2023 von Maßnahmen der Re-Organisation und der Re-Strukturierung geprägt. Diverse Prozessoptimierungen begleiteten die Re-Organisation, zum Beispiel die Einführung von Board Meetings zur Steuerung relevanter Entwicklungsprojekte, die Einführung von Ontiv als Multi-Projektmanagement Tool - zunächst zur Bearbeitung von Störmeldungen - sowie eine Methodenschulung zur Verbesserung des Entwicklungsprozesses. Strukturelle Veränderungen wurden vorgenommen durch Zusammenfassung von Abteilungen und der Integration des Produktmanagements in den Bereich Forschung- und Entwicklung. Damit wurden alle wesentlichen Maßnahmen zum Jahresende mit der Reduktion des Personals von nominell 120 auf 85 Personen abgeschlossen. Nun gilt es, mit den beschriebenen Anpassungen die Leistungsfähigkeit des gesamten Bereiches weiter zu erhöhen. Als wesentliche Entwicklungstätigkeit im Mittelformat wurde zum Jahresende das Projekt R 700 Speed erfolgreich zu Ende geführt. Damit verbunden ist eine erhebliche Erweiterung des Bedruckstoffspektrums im High Speed Bereich. Weitere Verbesserungen betreffen eine kratzerfreie Bogenauslage bei bester Stapelqualität, die mit einem Feldtest ab Februar 2024 ihre erste Bewährungsprobe erfährt. Daneben wurden Maßnahmen zur Verlängerung der Wartungsintervalle der Wendung erfolgreich im Feld getestet, die in die Serie 780 einfließen werden. Der nächste Evolutionsschritt betrifft eine Leistungssteigerung auf 18.000 sph im Wiederdruck und 20.000 sph im Schöndruck Betrieb. Die Tests hierzu starten im zweiten Quartal 2024. Darüber hinaus entwickeln wir eine neue Antriebstechnologie, die zur weiteren Verringerung der Anfahrmakulatur beitragen wird. Diese wurde 2023 an einer Wendemaschine im PTC erfolgreich erprobt und soll zur Jahresmitte 2024 an einen Feldtestkunden ausgeliefert werden. Mit dieser neuen Technologie statten wir gegenwärtig auch die Versuchsmaschine R 907-6 LV aus, die als Versuchsträger zum Einstieg in den Volumenmarkt Verpackung ab Jahresmitte dienen wird. Die Skalierbarkeit dieser Antriebstechnologie ermöglicht uns den Bau theoretisch unbegrenzt langer Druckmaschinen und erhebliche Geschwindigkeitssteigerungen. Im Großformat fokussierten wir 2023 auf zwei relevante Aufgabenbereiche - Einführung der Serie 974 und Vorbereitung der Serie 975, stark geprägt durch die Einarbeitung der Erkenntnisse aus den ersten 11 Feldmaschinen - sowie der Vorbereitung aller Entwicklungsarbeiten zum Einstieg in den Volumenmarkt Verpackung. Der Rahmenentwicklungsplan für den Zeitraum 2022 - 2025 wurde weiter detailliert. Erwähnenswert sind eine neue Technologie der Bogenführung, die tauglich sein soll für alle Applikationen (Druck, Lack, Trocknung, InkJet, InlineColorPilot), der Entwicklung eines Nachfolgemodells für den InlineFoiler und der Entwicklung einer für Roland neuen Steuerungstechnologie in Verbindung mit der modernisierten Bedienerführung und gesteigerter Diagnosefähigkeit. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen In 2022 wurde die Weltwirtschaft von dem Angriffskrieg Russlands hart getroffen. Hierdurch steigende Preise ließen die Inflation drastisch ansteigen und belasteten die Geschäftserwartung. Diese geopolitische Entwicklung, verbunden mit der hohen Inflation sowie der Sorge um Energiekosten und Energieversorgungssicherheit führten zu wachsender Zurückhaltung bei unseren Kunden. Vor allem in unserem Hauptmarkt China blieb eine positive wirtschaftliche Dynamik zuletzt hinter den Erwartungen zurück. Während sich die Konjunktur in den Vereinigten Staaten erstaunlich robust zeigte, konnte in Europa nur ein schwacher Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes verzeichnet werden. Im Geschäftsjahr 2023 expandierte die Weltwirtschaft in einem sehr moderaten Tempo. Die aufgrund der massiv gestrafften Geldpolitik befürchtete Rezension der Zentralbanken blieb jedoch aus. Die zu bekämpfende Inflation hat sich aufgrund gesunkener Rohstoffpreise deutlich abgeschwächt, der Preisauftrieb blieb jedoch vielfach hoch. Eine Entspannung wird bereits in den kommenden Monaten erwartet, gleichwohl werden die Inflationsraten voraussichtlich erst im fortgeschrittenen Jahr 2025 wieder nachhaltig in die Nähe der Zielmarken gesunken sein. Die globale Wirtschaft hat sich im Jahr 2023 trotz des Inflationsschocks und der starken Straffung der Geldpolitik überraschend gut gehalten, obwohl das Wachstum moderat war. Die Inflation ist mittlerweile deutlich rückläufig. Für das nächste Jahr prognostizieren wir insgesamt einen Anstieg der globalen Produktion um 2,8 Prozent, verglichen mit 3,1 Prozent im Jahr 2023, wenn man Kaufkraftparitäten als Maßstab nimmt. Die Absicht, die gestiegenen Produktionskosten, welche auf die gestiegenen Preise bei Energie und Rohstoffen sowie der Belastung des Tarifabschlusses basieren, an unsere Kunden weiterzugeben, belasten weiterhin die Finanzierungskraft unserer Endkunden, welche durch die Zinsschritte der Zentralbanken Investitionen zusätzlich verteuern. Diese doppelte Belastung führt zum Teil zu einem Aufschub von Investitionsplänen. Somit ist die Risikobewertung für 2024 weiterhin unter negativen Vorzeichen zu sehen. Im Jahr 2023 verzeichnete die USA ein Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts von etwa 2,5 Prozent. Für das Jahr 2024 wird eine Prognose von rund 2,7 Prozent erwartet. Im Jahr 2024 könnten drei Hauptfaktoren die US-Wirtschaft beeinträchtigen: anhaltend hohe Kosten für Waren, Dienstleistungen, Lagerbestände und Arbeitskräfte im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie, steigende Zinssätze mit höheren Schuldendienstkosten und vermehrten Zahlungsausfällen sowie ein verlangsamtes Beschäftigungswachstum, das die Ausgaben- und Investitionsbereitschaft von Verbrauchern und Unternehmen beeinträchtigen könnte. Nach den wirtschaftlichen Herausforderungen der vergangenen Jahre aufgrund der Corona-Pandemie verzeichnete Japan im Jahr 2023 ein solides Wachstum von 1,9 %, was für das Land als positiv zu bewerten ist. Dieses Wachstum war vor allem auf eine starke Erholung der Exporte und des Konsums zurückzuführen. Die Regierung hatte zudem umfangreiche Konjunkturprogramme aufgelegt, um die Wirtschaft anzukurbeln. Insgesamt zeigte sich Japan jedoch optimistisch, dass die Wirtschaft auch in den kommenden Jahren weiter wachsen und sich stabilisieren würde. Im Vergleich zum Vorjahr ist das BIP in 2023 sowohl im Euroraum als auch in der EU um 0,5 % gestiegen. Das BIP der EU-27 liegt am Ende des Geschäftsjahres 2023 bei rd. 17,0 Billionen € und übertrifft damit das BIP von China um rd. 0,8 Billionen €. Noch im Vorjahr hatte China ein höheres BIP als die Europäische Union erzielt. Nach einem moderaten Wachstum im Vorjahr ist die EU-Wirtschaft zu Beginn des Jahres 2024 schwächer als prognostiziert. Die Europäische Kommission hat ihre Prognose für das Wachstum in der EU und im Euro-Währungsgebiet für 2024 von 1,3 Prozent auf 0,9 Prozent bzw. von 1,2 Prozent auf 0,8 Prozent nach unten korrigiert. Für 2025 geht die Kommission weiterhin von Wachstumsraten von 1,7 % in der EU und 1,5 % im Euroraum aus. Nach einem Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts in China um rund 5,2 Prozent in 2023 wird für das Jahr 2024 das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts auf rund 4,6 Prozent prognostiziert. Verglichen mit einem BIP-Wachstum von 8,1 % in 2021 ist dies jedoch weiterhin ein wesentlicher Rückgang des Wachstums. Nachdem das Geschäftsklima der Druckindustrie in 2020 COVID-19-bedingt einen herben Rückschlag hinnehmen musste, notierte der Geschäftsklimaindex im Dezember 2021 mit 102,0 Punkten 6,8 Zähler über seinem Vorjahresniveau. In 2022 hingegen notiert der Index mit 87,97 Punkten. Und auch 2023 sank der Wert um rund 1,7 Prozentpunkte auf rund 86,5 Punkte. Bei den Druckmaschinenherstellern wird die Intensivierung des Wettbewerbs um Kundenaufträge bei schlechter Preisqualität und damit einhergehend niedrigen Margen als Folgen unverändert beibehalten. Neben der Kosten- und Prozessoptimierung sowie Kapazitätsanpassungen findet eine weitere Konzentration auf Kerngeschäfte statt. 2. Geschäftsverlauf Die manroland sheetfed GmbH bewegt sich in einem hoch kompetitiven Marktsegment, das von einer Stagnation der Nachfrage und vorherrschenden Produktionsüberkapazitäten geprägt ist. Bedingt durch dieses Umfeld setzt die Gesellschaft auf Maßnahmen zur Kapazitätsanpassung, Produktkostenabsenkung, Gemeinkosten- und Prozessoptimierung sowie Zugeständnisse an den Markt als die wesentlichen Schlüsselfaktoren für den nachhaltigen Unternehmenserfolg. Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt von anhaltend schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aufgrund der Inflation und der damit verbundenen massiv gestrafften Geldpolitik der Zentralbanken weltweit. Wesentliche nachlaufende Einflüsse der Corona-Pandemie konnten nicht mehr verzeichnet werden. Das zur Absicherung des Unternehmensfortbestandes Ende 2022 beschlossene Restrukturierungsprogramm wurde in 2023 vollständig umgesetzt. Die Kosten für diese Maßnahme wurden im Wirtschaftsjahr 2022 bereits zurückgestellt und durch eigene Mittel finanziert. Die manroland sheetfed GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 153,1 Mio. € und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 10,1 Mio. € erzielt. Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2023 null und es wird ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von 8,5 Mio. € ausgewiesen. 3. Lage Die Einschätzung der aktuellen Geschäftssituation fällt, wohl nicht zuletzt aufgrund der günstigen Auftragsentwicklung im letzten Quartal 2023, deutlich positiver aus als noch vor ein paar Monaten. Trotz dieser aktuellen Auftragsentwicklung zeigt sich die Lage der manroland sheetfed GmbH als nicht befriedigend. a) Ertragslage Die Umsätze lagen im Berichtszeitraum bei 153,1 Mio. € (Vorjahr 163,1 Mio. €). Der Exportanteil des Umsatzes ist gegenüber dem Vorjahr um 0,2-Prozentpunkte gestiegen und erreichte 92,4 %. Die EMEA-Länder verzeichneten dabei einen Umsatz von 57,5 Mio. €, Asien/Pazifik 65,1 Mio. € und die restlichen Regionen der Welt 30,5 Mio. €. Die Gesamtleistung betrug 152,6 Mio. € (Vorjahr 173,9 Mio. €) bei einer operativen Bestandsveränderung von -2,2 Mio. € (Vorjahr +8,3 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich insgesamt auf 0,9 Mio. € und lagen damit um 1,5 Mio. € unter dem Vorjahresniveau. In den sonstigen betrieblichen Erträgen wirken im wesentlichen Weiterbelastungen im Verbund. Nach Abzug der Materialaufwendungen in Höhe von 86,5 Mio. € ergab sich ein Rohertrag von 66,1 Mio. € (Vorjahr 72,4 Mio. €). Dies entspricht einer gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegenen Rohertragsmarge von 43,3 % (Vorjahr 41,6 %). Im Vorjahresvergleich ist der Personalaufwand um 14,2 Mio. € auf 52,1 Mio. € gesunken. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der in 2022 beschlossenen und 2023 umgesetzten Restrukturierungsmaßnahme zur Kapazitätsanpassung. Die Personalaufwandsquote ist entsprechend um 3,9-Prozentpunkte auf 34,2 % gesunkenen. Am Ende des Geschäftsjahres waren (inkl. Auszubildender) 717 Stammmitarbeiter (Vorjahr 856) bei der manroland sheetfed GmbH beschäftigt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gesunken und betrugen 23,7 Mio. € (Vorjahr 24,3 Mio. €). Das Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Beteiligungserträgen lag im Geschäftsjahr 2023 bei -11,2 Mio. €, damit liegt das Ergebnis über dem Ergebnis aus dem Vorjahr (-19,9 Mio. €). Das Zinsergebnis betrug 0,0 Mio. € (-2,3 Mio. € im Vorjahr). Die Beteiligungserträge liegen mit 1,2 Mio. € unter denen des Vorjahrs (2,4 Mio. €). Die manroland sheetfed GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 10,1 Mio. € (Vorjahr 20,2 Mio. €) verzeichnet. Auch wenn wir der Überzeugung sind, dass wir die steuerlichen Verlustvorträge langfristig nutzen können, haben wir uns aus Vorsichtsgründen dazu entschlossen, unverändert keine aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge anzusetzen. b) Vermögenslage Das Anlagevermögen beträgt zum Bilanzstichtag 12,9 Mio. € und macht 9,1 % der Bilanzsumme aus. Das Umlaufvermögen ist insgesamt um 1,0 Mio. € auf 121,0 Mio. € gesunken. Die Vorräte verminderten sich um 0,6 Mio. € auf 101,0 Mio. €. Währenddessen haben sich die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 2,9 Mio. € auf nunmehr 16,7 Mio. € reduziert. Die flüssigen Mittel haben sich zum Bilanzstichtag um 2,5 Mio. € auf 3,3 Mio. € erhöht. Das Eigenkapital betrug zum Bilanzstichtag null und es wird ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von 8,5 Mio. € ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 126,6 Mio. € (im Vorjahr 122,3 Mio. €) und sind insbesondere durch die Ausnutzung konzerninterner Finanzierungmöglichkeiten angestiegen. Die Reduzierung der Rückstellungen, der kurzfristigen Drittverbindlichkeiten und der Rechnungsabgrenzungsposten auf insgesamt 16,1 Mio. € (Vorjahresstichtag 32,5 Mio. €) sind insbesondere auf die Auflösung der gebildeten Rückstellung für eine Restrukturierungsmaßnahme zurückzuführen. c) Finanzlage Der Kapitalbedarf der manroland sheetfed GmbH umfasst neben der Finanzierung des operativen Geschäftes auch den Kapitaldienst für die Kreditlinie von der Langley Holdings PLC sowie Investitionen. Die wichtigste Quelle der Unternehmensfinanzierung ist der Mittelzufluss aus dem operativen Geschäft. Die Finanzlage der Gesellschaft ist stabil. Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen uneingeschränkt nachzukommen. Die manroland sheetfed GmbH ist von Bankkrediten frei und finanziert sich seit der Geschäftsaufnahme im Februar 2012 vollständig aus dem operativen Geschäft und eigenen Mitteln der Langley Gruppe. d) Auftragslage Der Auftragseingang der manroland sheetfed GmbH belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 128,8 Mio. € (Vorjahr 139,6 Mio. €). Der Auftragsbestand betrug zum Bilanzstichtag 58,5 Mio. € (Vorjahr 77,9 Mio. €). Die Absicht, die gestiegenen Produktionskosten, welche auf gestiegenen Preisen bei Energie und Rohstoffen sowie der Belastung durch den Tarifabschluss basieren, an unsere Kunden weiterzugeben, belastet weiterhin die Finanzierungskraft unserer Endkunden, welche durch die Zinsschritte der Zentralbanken Investitionen zusätzlich verteuern. Diese doppelte Belastung führt zum Teil zu einem Aufschub von Investitionsplänen und dem geschilderten Auftragsrückgang. Solchen konjunkturellen Risiken sowie Veränderungen der Markt- und Wettbewerbslage begegnen wir mit einer Reihe von Instrumenten. Diese ermöglichen es der manroland sheetfed GmbH, bei schwankender Auftragslage hinsichtlich des Personaleinsatzes flexibel zu reagieren - bei Auftragsrückgängen ebenso wie bei verstärkter Nachfrage nach unseren Produkten. Durch das umgesetzte Restrukturierungsprogramm haben wir frühzeitig die Rahmenbedingungen des Unternehmens an die Marktveränderung angepasst. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Die manroland sheetfed GmbH zieht für die interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz, Umsatzrendite und Liquidität heran. Die Umsatzrendite wird ermittelt anhand des Ergebnisses vor Steuern im Verhältnis zu den Umsatzerlösen. Der Umsatz betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 153,1 Mio. € und konnte aufgrund der stark belasteten Finanzierungskraft unserer Endkunden durch die Zinsschritte der Zentralbanken nicht ausgebaut werden und liegt unter dem Vorjahresniveau. Die Umsatzrendite betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr -6,6 % und hat sich somit gegenüber dem Vorjahr nominell um 5,5-Prozentpunkte erhöht, wobei in 2022 die Bildung der Rückstellung für das Restrukturierungsprogramm den Wert wesentlich verschlechterte. Die in den Vorjahren bewusst veranlasste Bestanderhöhung, die bei einem Anziehen der Auftragslage der Flexibilität der Produktion dient, wurde 2023 reduziert. Dies führte zu einem Bestandsabbau bei den fertigen und unfertigen Erzeugnissen von 0,6 Mio. €. Der Verkauf von vorgefertigten Lagermaschinen hat diesen Vorratsbestand im ersten Quartal 2024 weiter reduziert. Der Personalaufwand hat sich aufgrund des durchgeführten Kapazitätsanpassungsprogramms reduziert, wobei die tariflichen Zusagen der Arbeitgebervertreter und Gewerkschaft die Kostenentwicklung auch 2024 belasten werden. Die flüssigen Mittel betrugen zum Bilanzstichtag 3,3 Mio. € und lagen damit 2,5 Mio. € über dem Vorjahresendbestand. Die Kreditlinie bei der Langley Holdings PLC wird zum Bilanzstichtag in Höhe von 105,3 Mio. € in Anspruch genommen (106,3 Mio. € zum Vorjahresstichtag). Die Planung auf der neuen Basis und unter reduzierten Kosten bestärkt uns darin, dass wir auf dem richtigen Weg sind und bereits 2024 ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis erzielen werden können. III. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht 1. Prognosebericht Die konjunkturelle Entwicklung der weltweiten Volkswirtschaften beeinflusst den Werbe-, Anzeigen- und Verpackungsmarkt und damit auch das Druckvolumen sowie die Nachfrage nach Druckmaschinen. Das globale Wachstum der Wirtschaftsleistung wird im laufenden Jahr nach Einschätzung der Konjunkturexperten bei 2,9 % liegen. Diese Erwartung liegt etwa auf dem Niveau von 2023, wo das Wirtschaftswachstum bei rund 3,0 % lag. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine belastet die Aussichten für die Weltwirtschaft und bringt große politische Unsicherheit mit sich. Anhaltend hohe Preise für Energie und Rohstoffe sind die Folgen. Insbesondere in der Europäischen Union wird sich das Wirtschaftswachstum deutlich abschwächen. Vor allem die hohe Abhängigkeit von russischen Energieimporten stellt ein beträchtliches Risiko für einige Mitgliedstaaten dar. Die ökonomischen Auswirkungen der Ausbreitung des Coronavirus fallen zunehmend geringer aus. Dagegen verschärft der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die im Gegenzug ergriffenen Sanktionen die Störungen weltweiter Wertschöpfungsketten und erhöhen den inflationären Druck. Dennoch werden für 2024 leicht positive Wachstumsraten erwartet, die aber das Wirtschaftsvolumen früherer Jahre nicht erreichen werden. Aufgrund des niedrigen Auftragsbestandes zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres sind Fertigung und Montage im 1. Quartal 2024 gering ausgelastet, weshalb bereits im November 2023 mit Kurzarbeit in produktionsnahen Bereichen begonnen wurde. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir eine höhere Nachfrage nach Druckmaschinen und tragen Überlegungen, die Kurzarbeit aufgrund eines starken Auftragseingangs im Dezember vorzeitig zu beenden. Die Nachfrage wird absehbar jedoch nicht mehr die Qualität und Quantität der Vorkrisenjahre erreichen. Aus diesem Grund hatten wir uns bereits im 4. Quartal 2022 entschlossen, zeitnah Maßnahmen zur Kapazitätsanpassung vorzunehmen, um den Marktgegebenheiten in optimaler Ausrichtung entgegenzutreten. Diese wurden im Jahr 2023 vollständig abgeschlossen. Hierdurch wird sich manroland gestärkt den Herausforderungen der Marktgegebenheiten der Druckmaschinenbranche stellen können. Unsere Aktivitäten zum Ausbau des PRINTVALUE-Geschäfts mit Dienstleistungen, Ersatzteilen und Verbrauchsmaterialien setzen wir weiterhin konsequent fort. Die Mehrwertstrategie "Value Added Printing" zielt zudem auf das Erreichen von Produktwertigkeit und Produktionseffizienz für unser Produktprogramm und unsere Dienstleistungen ab. Der Ansatz ist in hohem Maße wertorientiert, d.h. die Steigerung der wirtschaftlichen Effizienz und Qualität der Druckproduktion unserer Kunden stehen im Vordergrund. Trotz der intensivierten und erweiterten Marktbearbeitung u. a. durch digitale Medien konnte der Umsatz in 2023 zwar nicht gesteigert werden, die Projektlage zeigt jedoch, dass die eingeleiteten Maßnahmen zur Kundenakquise Wirkung zeigen. Die Entwicklung der Projektlage ist erfolgversprechend. Die begonnenen Maßnahmen werden im laufenden Jahr konsequent fortgeführt und aus diesem Grund erwarten wir für das Jahr 2024 eine merkliche Umsatzsteigerung beim Neumaschinengeschäft. Auch wenn wir für das neue Geschäftsjahr durch die zuvor angesprochenen Anpassungsmaßnahmen eine weitere Verbesserung des operativen Geschäfts erwarten, zielen wir in 2024 zunächst auf ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis ab. Erst in den Folgejahren erwarten wir, entsprechend den Erwartungen der Weltwirtschaft, einen langsamen, aber stetigen Anstieg des Umsatzes und des Ergebnisses. 2. Risikobericht a) Risiko- und Qualitätsmanagementsystem Die Druckmaschinenbranche unterliegt in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung einer Reihe von Risikofaktoren. Neben der konjunkturellen Volatilität zählen die Verbrauchertrends zu elektronischen Datenträgern und der damit einhergehenden Verdrängung der Druckmedien, der technische Fortschritt im Digitaldruckbereich, die Anforderungen des Marktes nach rasch verfügbaren Innovationen, kurzen Lieferzeiten und Unterstützung bei betriebswirtschaftlichen Lösungen zu den bedeutendsten Risiken in unserer Branche. Seit Anfang 2020, mit Beginn der Corona-Pandemie und im Weiteren dem Krieg in der Ukraine stehen wir besonderen Herausforderungen gegenüber. Hiergegen wurden Maßnahmen ergriffen, um die Produktion aufrechtzuerhalten. Verbesserte Prozesse mit den Lieferanten sollen die Lieferketten auch in Zeiten von Lieferengpässen stabiler gestalten. Nachdem die ersten Maschinen der neuen Baureihe Roland 900 Evolution im Geschäftsjahr 2020 an die Kunden ausgeliefert wurden, zeigt es sich, dass diese neue Maschine des Großformats sehr gut vom Markt aufgenommen wird. Das belegen auch die Aufträge, die trotz einem schwierigen Umfeld seit 2021 aus Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien gewonnen werden konnten. Um Gefährdungen rechtzeitig zu erkennen und notwendige Gegenmaßnahmen einzuleiten, steht uns ein Planungs-, Steuerungs- und Berichtssystem zur Verfügung. Dieses System ermöglicht uns, wesentliche ertragsorientierte und finanzwirtschaftliche Risiken frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten. Als Antwort auf die Herausforderungen des Generationswechsels und zur Aufrechterhaltung des Knowhows unterhält die Gesellschaft einen Ausbildungsbetrieb und bildet jedes Jahr über 20 Auszubildende und Studenten aus. Die DQS GmbH hat im September 2023 das Re-Zertifizierungsaudit der ISO 9001 : 2015 zum Qualitätsmanagement durchgeführt. Bei manroland sheetfed GmbH wurde nachgewiesen, dass die Forderungen zum Regelwerk ohne Abweichungen erfüllt wurden. Das Zertifikat ist gültig bis zum 17. Oktober 2026. Die DQS GmbH hat im Juni 2023 das 1. Überwachungsaudit der ISO 50001 : 2018 zum Energiemanagement durchgeführt. Bei manroland sheetfed GmbH wurde nachgewiesen, dass die Forderungen zum Regelwerk ohne Abweichungen erfüllt wurden. Das Zertifikat ist gültig bis zum 16. Juni 2025. b) Allgemeine Geschäfts- und Branchenrisiken Der Margendruck aufgrund von weltweiten Überkapazitäten der Hersteller zählt zu den wesentlichen unternehmerischen Risiken, denen wir auch in 2023 weiter ausgesetzt waren. Hinzu kommt der Krieg in der Ukraine, dessen globale Folgen von der täglichen Entwicklung des Kriegsgeschehens beeinflusst wird und Auswirkungen auf unser Handeln haben kann. Bereits in 2022 registrierten wir immense Preissteigerungen für Energie und Rohstoffe hierdurch, die sich in 2024 nicht wesentlich abbauen werden. Diesen Risiken sind wir bereits in den Vorjahren mit Neuentwicklungen, einem flexiblen Pricing unserer Produkte und gezielten Marketing-Aktivitäten begegnet und werden diese Werkzeuge weiterhin gezielt einsetzen. Bei den Marketing-Aktivitäten werden verstärkt die digitalen Medien verwendet. Maschinenvorführungen und Hausmessen über das Internet sind für 2024, wie bereits 2022 und 2023 durchgeführt, erneut in der Planung. Konkret wird manroland sheetfed nicht an der Messe "Drupa", der weltgrößten Messe der Printmedien teilnehmen, jedoch landesspezifische "Road-Shows" durchführen. Die erste Veranstaltung in China wurde im Herbst 2023 ausgerichtet und zog eine große Anzahl an Besuchern an. Das Ergebnis der Tarifverhandlungen führte für uns und unsere Wettbewerber zu erheblichen Gehalts-/Lohnsteigerungen in 2023 und weiteren Erhöhungen in 2024. Die von uns und unseren Wettbewerbern seit Beginn des letzten Jahres mehrfachen Preiserhöhungen zur Deckung unserer gestiegenen Kosten schaffen außerdem eine größere Hürde bei Neuinvestitionen. Die Zinswende trägt ihr Übriges dazu bei, denn sie erschwert die Aufnahme von Krediten durch die Höhe der Darlehnssumme und der Mehrbelastung der Zinslast. Es sind eine anhaltend niedrige Investitionsbereitschaft sowie Konzentrationsprozesse bei mittelständischen Kunden zu verzeichnen. Eine Fortdauer der Kaufzurückhaltung sowie verstärkte Auswirkungen auf die Solvenz der Kunden können nicht ausgeschlossen werden. Dies wird wiederum eine Dämpfung der Nachfrage nach Investitionsgütern zur Folge haben. Im Rahmen unserer operativen Tätigkeit unterliegen wir auch Risiken im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten, die aus Vorwürfen mangelhafter Lieferung, Produkthaftung oder Patentkonflikten resultieren können. Für Rechtsstreitigkeiten bilden wir angemessene Rückstellungen, wenn es überwiegend wahrscheinlich ist, dass eine Verpflichtung entstehen wird. Die Fakturierung erfolgt im Regelfall in EUR, daher ist die Gesellschaft keinem übermäßigen Währungsrisiko ausgesetzt. Bei Vorliegen eines wesentlichen Grundgeschäfts in einer Fremdwährung wird grundsätzlich eine Kurssicherung vorgenommen. c) Liquiditätsrisiken Der laufende Liquiditätsbedarf wird seit der Geschäftsübernahme am 1. Februar 2012 ausschließlich durch das operative Geschäft und die eigenen Mittel innerhalb der Langley Gruppe lückenlos gedeckt. Anders als bei unseren Wettbewerbern werden Bankenkredite zur Finanzierung des operativen Geschäfts nicht benötigt. Um die kurzfristigen Liquiditätsrisiken zu erkennen und ihnen vorzubeugen, ist eine regelmäßige Liquiditätsvorschau auf Unternehmens- und Gruppenebene eingerichtet. Ergänzend hierzu wird eine kurz- und mittelfristige Liquiditätsplanung erstellt, die negative Trends rechtzeitig erkennen und bekämpfen lässt. Dem Risiko infolge eines verhaltenen Geschäftsverlaufs wird mittels einer strikten Ausgabendisziplin entgegengewirkt. Im Falle eines kurzfristigen Liquiditätsengpasses kann die manroland sheetfed GmbH mit einer finanziellen Unterstützung durch ihre Konzernmutter Langley Holdings PLC rechnen. Die Verlustsituation in den Jahren 2020 - 2023 führte zu einer weiteren Inanspruchnahme der konzerninternen Finanzierungsmöglichkeiten. Die Kreditlinie bei der Langley Holdings PLC wird zum Bilanzstichtag in Höhe von 105,3 Mio. € in Anspruch genommen (106,3 Mio. € zum Vorjahresstichtag). Durch die abgeschlossenen Restrukturierungsmaßnahmen soll bereits in 2024 ein Break-Even Ergebnis ermöglicht werden. Durch die Langley Gruppe hat die Gesellschaft Zugriff auf die benötigten finanziellen Mittel. Die Langley Holdings PLC hat sich bereits in 2021 verpflichtet, die Liquiditätsbedarfe der Gesellschaft abzudecken, so dass hierdurch der Fortbestand der Gesellschaft gesichert ist. In 2024 erwarten wir, keine weiteren Mittel aus der Kreditlinie bei der Langley Holdings PLC abrufen zu müssen. Es wird zwar ein Mittelbedarf aufgrund eines Peek erwartet, der in den Folgemonaten jedoch umgehend wieder getilgt werden soll. 3. Chancenbericht Unsere Wachstumsstrategie zielt unverändert auf das High-End-Segment in den Industrienationen, die wir mit unserer neuen leistungsstarken Mittelformat-Maschine Roland 700 "Evolution" sowie der neuen Roland 900 "Evolution" reaktivieren wollen. Unsere Wachstumsstrategie in den Schwellenländern wird weiterhin aktiv fortgesetzt. Nachdem sich Wettbewerber aus dem Markt für großformatige Druckmaschinen zurückgezogen bzw. das Portfolio (Format 8) für dieses Segment reduziert haben, finden wir uns gestärkt in diesem Segment wieder. Für unsere Roland 900 sehen wir hier weiterhin große Chancen. Unsere "Lite" und "Speed" Versionen von unserem Modell Roland 700 werden gut vom Markt aufgenommen. Positive Impulse durch unsere Marktpräsenz sowie die Steigerung unseres Absatzvolumens bestärken uns, den eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen. Mit unserem weltweiten, großflächigen Vertriebs- und Servicenetz sehen wir Wachstumschancen sogar über das geplante Volumenniveau hinaus. Der Wiedereinstieg in den Blechverpackungsmarkt war für das Jahr 2024 geplant, wird jedoch vorerst auf unbestimmte Zeit verschoben, um den Fokus auf das Kerngeschäft zu legen. Chancen sehen wir zudem in der weiteren Entwicklung unseres PRINTVALUE-Geschäftes mit Service-Produkten, Ersatzteilen und Verbrauchsmaterialien, das eine deutlich höhere Resistenz gegen die konjunkturelle Volatilität aufweist und eine stabile und margenträchtige Ergänzung zum klassischen Maschinengeschäft bietet. Mit klar strukturierten Produktkonzepten und kundenorientiert aufgestellten, qualifizierten Organisationseinheiten wollen wir zusätzliche Potenziale in diesem Segment erschließen. Auch die starke Anbindung an die sehr erfolgreiche und finanziell ausgesprochen solide Langley Gruppe hat positiven Einfluss auf die Wahrnehmung der manroland sheetfed GmbH durch den Markt. 4. Gesamtaussage Bedingt durch ihre Innovationsfähigkeit ist die manroland sheetfed GmbH auf strukturelle Branchenrisiken wie die Druckmediensubstitution durch elektronische Datenträger, Branchenkonsolidierung oder das Vordringen des Digitaldrucks gut gerüstet. Die Produktionskapazitäten sind flexibel gestaltet und können den Marktanfordernissen angepasst werden. Die Qualität unserer Druckmaschinen ist weltweit anerkannt, sodass notwendige Preisanpassungen aufgrund der allgemeinen Kostensteigerungen vom Markt auch akzeptiert werden. Die kostenoptimierte Unternehmensstruktur die Gesellschaft macht uns nicht so angreifbar wie andere Wettbewerber. Der kontinuierliche Ausbau des konjunkturresistenten Aftermarkt-Geschäftes, das Engagement auf dem High-End-Segment in den Industrienationen sowie unsere Präsenz in den wachstumsstarken Schwellenländern stellen in diesem Umfeld zusätzliche Ergebnispotenziale dar. Auf der Finanzseite schützen die regelmäßige Erstellung der Liquiditätsprognose, ein effizientes Forderungsmanagement, gezielte Verhandlung höherer Anzahlungsquoten sowie kostensenkende Maßnahmen im Gemein- und Produktkostenbereich die Gesellschaft effizient vor Liquiditätsengpässen. Im Gegensatz zu unseren Wettbewerbern hat die manroland sheetfed GmbH eine niedrigere Kostenbasis und ist auch nicht mit Schulden gegenüber Banken oder mit unverhältnismäßigen Gemeinkosten belastet. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 10,1 Mio. € (Vorjahr: Jahresfehlbetrag 20,2 Mio. €) verzeichnet. Die seit dem Geschäftsjahr 2019 aufgegriffenen und verstärkten Maßnahmen zur Markbearbeitung greifen - dennoch wird Nachfrage absehbar nicht mehr die Qualität und Quantität der Vorkrisenjahre erreichen. Aus diesem Grund haben wir uns im 4. Quartal 2022 entschlossen, zeitnah Maßnahmen zur Kapazitätsanpassung vorzunehmen, um den Marktgegebenheiten in optimaler Ausrichtung entgegenzutreten. Diese wurden im Jahr 2023 vollständig abgeschlossen. Hierdurch wird sich manroland gestärkt den Herausforderungen der Marktgegebenheiten der Druckmaschinenbranche stellen können. Die Resultate dieser Maßnahmen sollten bereits im Jahr 2024 zu einem nahezu ausgeglichenen Ergebnis verhelfen, welches in den Folgejahren langsam, aber stetig gesteigert werden soll. Daher sieht die manroland sheetfed GmbH optimistisch in die Zukunft. Die Langley Holdings PLC hat sich bereits im Jahr 2021 verpflichtet, die Liquiditätsbedarfe der Gesellschaft abzudecken, so dass hierdurch der Fortbestand der Gesellschaft gesichert ist. Der Einfluss auf unsere Geschäftsentwicklung durch den Krieg in der Ukraine, die Energiekrise, die Inflation in Verbindung mit einer Lohn-/Preisspirale ist weiterhin nicht vorhersehbar und hat das Potential, den Fortbestand des Unternehmens zu gefährden. IV. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Zur Minimierung von Ausfallrisiken ist ein umfassendes Forderungsmanagement eingerichtet. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eintritt einer neuen wesentlichen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. Forderungsausfälle aus den neu eingegangenen Geschäftsbeziehungen sind die Ausnahme. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen unter Nutzung von Skonto gezahlt. Die Gesellschaft finanziert sich ausschließlich aus dem operativen Geschäft und eigenen Mitteln der Langley Gruppe. Bankenkredite liegen nicht vor. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird eine regelmäßige kurz- und mittelfristige Liquiditätsprognose erstellt, die einen Überblick über die erwarteten und geplanten Geldaus- und -eingänge vermittelt. V. Bericht über Zweigniederlassungen Die manroland sheetfed GmbH besitzt 6 Tochtergesellschaften (Vorjahr 40). Zweigniederlassungen bestehen nicht. Im Jahre 2023 gründete die manroland sheetfed GmbH eine neue Gesellschaft, die manroland sheetfed sales & services GmbH. Diese Gesellschaft hat einen Großteil der Anteile der Tochtergesellschaften übernommen. Zweck der Gesellschaft ist die Erhöhung der Transparenz der Ergebnisbeiträge, Umsätze, Margen und Kosten und anderer KPIs (Personal, Liquidität, Warenbestände und anderer Bilanzpositionen) im Vergleich zu den Werten des Werksergebnisses im Rahmen der manroland-Gruppe. VI. Erklärungen zur Unternehmensführung 1. Berichterstattung zur Frauenquote Die Gesellschaft hat eine Festlegung bezüglich des Frauenanteils in den ersten beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung getroffen. Die festgelegte Frauenquote in der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung beträgt 14 % (dies entspricht einer Frau) und in der zweiten Ebene 3 % (dies entspricht einer Frau). Die festgelegten Quoten wurden im Geschäftsjahr nicht erreicht. Aufgrund des unter 30 % liegenden Frauenanteils, wurde beschlossen, dass die Zielgrößen den jeweils erreichten Anteil nicht mehr unterschreiten dürfen. Die festgelegte Frauenquote für die Geschäftsführung beträgt hingegen 0 %. Diese Festlegung resultiert daher, da der oberste Gesellschafter auch eine der beiden Geschäftsführerfunktionen wahrnimmt. Bei seinem Ausscheiden wird einer seiner Söhne voraussichtlich die Nachfolge antreten. Der zweite Geschäftsführer hält diese Funktion seit über 10 Jahren inne. Bei einer anstehenden Nachfolgeregelung soll die Gleichbehandlung von Frauen und Männern oberstes Gebot sein. Eine festgelegte Frauenquote würde eine Gleichbehandlung ausschließen. Da der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat durch die Belegschaft gewählt wird, somit keine Weisungsbefugnis des Gesellschafters greift, wurde eine Frauenquote von 0 % festgelegt. Zum 31. Dezember 2023 ist keine Frau Aufsichtsratsmitglied oder Geschäftsführerin gewesen. 2. Soziales Engagement Neben den wirtschaftlichen Aspekten hervorzuheben ist auch das soziale Engagement der Gesellschaft. In Anerkennung ihrer sozialen Verpflichtungen tätigt die manroland sheetfed GmbH regelmäßig Spenden an Wohltätigkeitsorganisationen und hat die Stadt Mühlheim am Main seit 2016 bei der Errichtung einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber und Flüchtlinge auf dem Werksgelände unterstützt.
Offenbach am Main, den 13. Mai 2024 manroland sheetfed GmbH Die Geschäftsführung gez. Anthony J. Langley gez. Mirko Kern BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Grundlagen Unternehmensgegenstand der manroland sheetfed GmbH, Offenbach am Main, ist die Herstellung und der Vertrieb von Bogenoffsetdruckmaschinen. Das Unternehmen bietet seinen Kunden ein weltweites Vertriebs- und Servicenetz, das neben eigenen Produkten sämtliche Geräte und Materialien vermarktet, die den Druckprozess begleiten. Die manroland sheetfed GmbH hat ihren Sitz in Offenbach am Main und ist dort beim Amtsgericht im Handelsregister Abteilung B unter der Nummer 46165 seit dem 22. März 2012 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Jahresabschluss der manroland sheetfed GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften (§ 238 ff., § 264 ff. HGB) und den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Dabei wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen; Angaben zu wesentlichen Unsicherheiten (bestandsgefährdende Risiken) in diesem Zusammenhang finden sich im Lagebericht im Rahmen der Gesamtaussage des Prognose-, Risiko- und Chancenberichts. Die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren. Der Jahresabschluss ist in Euro aufgestellt, der Anhang erläutert in Tausend Euro. Die Bewertung des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu aktivierungspflichtigen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Herstellungskosten selbsterstellter Sachanlagen umfassen die direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie anteilige Gemeinkosten der Fertigung einschließlich Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden grundsätzlich nach der linearen Methode anhand der erwarteten Nutzungsdauer der einzelnen Anlagen ermittelt. Besonderen Beanspruchungen bei Mehrschichtbetrieb wird durch eine angemessene Verkürzung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer Rechnung getragen. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten (§ 253 Abs. 4 und § 255 Abs. 2 HGB), wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden. Grundlage für die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten bilden die aus dem betrieblichen Rechnungswesen übernommenen kalkulatorischen Stückkosten, die auf der Basis der geplanten Normalbeschäftigung ermittelt worden sind. Die kalkulatorischen Stückkosten enthalten Materialeinzel- und -gemeinkosten, Fertigungseinzel- und -gemeinkosten sowie Sonderkosten der Fertigung (z. B. Werkzeugkosten). Die eliminierungspflichtigen kalkulatorischen Kostenbestandteile wurden durch pauschale Zu- und Abschläge bei den Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt. Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr gebildet. Bestehende Devisentermingeschäfte werden bei der Fremdwährungsbewertung berücksichtigt. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind, sowie ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen (sog. Deckungsvermögen), werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den zugehörigen Schulden verrechnet; entsprechendes gilt auch für die zugehörigen Aufwendungen und Erträge. Erfolgsauswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes, Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens und laufende Erträge des Deckungsvermögens werden im Finanzergebnis gezeigt. In Ausübung des Wahlrechts § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB werden aktive latente Steuern in der Bilanz angesetzt. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Für Risiken aus Aufträgen sind in angemessenem Umfang Rückstellungen gebildet worden. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Entsprechend der sog. Nettomethode erfolgt der erstmalige Ansatz einer Rückstellung nach Abzinsung der Verpflichtung. Die Aufzinsung in den Folgeperioden erfolgt zulasten des Finanzergebnisses. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. Hierzu wird die sogenannte Einfrierungsmethode verwendet. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die auf Seite 9 gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. Die Abschreibungen wurden in voller Höhe planmäßig vorgenommen 2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.302 beinhalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 757 (VJ: TEUR 1.367). 3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 9.217 (VJ: TEUR 10.070) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 371 (VJ: TEUR 1.172) enthalten. Zudem sind in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 1.308 (VJ: 1.368) enthalten. 4. Sonstige Vermögensgegenstände Wesentliche Bestandteile der sonstigen Vermögensgegenstände sind Ansprüche aus Umsatzsteuern in Höhe von TEUR 362 sowie Ansprüche aus Kurzarbeitergeld in Höhe von TEUR 257. 5. Latente Steuern Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen eines Geschäfts- oder Firmenwertes sowie von sonstigen Rückstellungen ermittelt. Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 30,0 %. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Jahr 2023 ergab sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Dieser wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB aktiviert. 6. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 10.240 beinhalten insbesondere Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen (TEUR 1.569), Garantiekosten (TEUR 1.568), sonstige Personalkosten (TEUR 2.443), nachlaufende Kosten (TEUR 2.799), drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (TEUR 229) und ausstehende Kostenrechnungen (TEUR 1.370). Durch die Saldierung der Verpflichtung für Altersteilzeit mit dem korrespondierenden Deckungsvermögen ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung. Angaben zur Verrechnung mit Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Das Deckungsvermögen wird zu Anschaffungskosten ausgewiesen, die dem beizulegenden Zeitwert entsprechen. 7. Verbindlichkeiten Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten und die Restlaufzeiten ergeben sich aus dem gesondert auf Seite 10 dargestellten Verbindlichkeitenspiegel (§ 268 Abs. 5 Satz 1 HGB, § 285 Nr. 1 und 2 HGB). In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.584 (VJ: TEUR 1.783), erhaltene Anzahlungen mit TEUR 13.066 (VJ: TEUR 10.531) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 6.872 (VJ: TEUR 5.984) enthalten. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 8. Umsatzerlöse Die Umsätze gliedern sich nach geographischen Bereichen wie folgt:
Vom Gesamtumsatz entfallen TEUR 141.080 auf Druckmaschinen und Aftermarket und TEUR 7.305 auf Fremdfertigung sowie sonstige Umsätze. 9. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 926 (VJ: TEUR 2.398) enthalten u.a. Verrechnungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 232 (VJ: TEUR 142) und Währungskursgewinne in Höhe von TEUR 65 (VJ: TEUR 153). 10. Aufwendungen für Altersversorgung Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 8.760 (VJ: TEUR 10.135) enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 16 (VJ: TEUR 43). 11. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 23.695 (VJ: TEUR 24.340) ist das auf das Geschäftsjahr entfallende Gesamthonorar des gesetzlichen Abschlussprüfers in Höhe von TEUR 206 (VJ: TEUR 86) enthalten, das in Höhe von TEUR 74 (VJ: TEUR 72) auf Jahresabschlussprüfungsleistungen und in Höhe von TEUR 132 (VJ: TEUR 14) auf Steuerberatungsleistungen entfällt. Außerdem sind Weiterverrechnungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.801 (VJ: TEUR 2.542) enthalten. Weiterhin wirken Aufwendungen aus Währungskursverlusten in Höhe von TEUR 25 (VJ: TEUR 168). 12. Beteiligungsergebnis Die Erträge aus Beteiligungen betreffen in Höhe von TEUR 100 (VJ: TEUR 1.319) Dividenden und Kapitalrückführungen von verbundenen Unternehmen. In Höhe von TEUR 1.083 (VJ: TEUR 1.117) sind Erträge aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der manroland sheetfed Deutschland GmbH, Offenbach am Main, zu verzeichnen. 13. Zinsergebnis
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthaltene Aufwand aus der Veränderung der latenten Steuern beträgt TEUR 21 (VJ: Aufwand: TEUR 373). Aus dem am 28. Dezember 2023 in Kraft getretenen Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung (Mindeststeuergesetz - MinStG) ergeben sich für das aktuelle Geschäftsjahr 2023 keine Auswirkungen. Auch für Folgejahre werden keine Auswirkungen für die Gesellschaft erwartet. Sonstige Angaben 1. Beteiligungsverhältnisse Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag Beteiligungen an folgenden Unternehmen:
* Jahresergebnis vor Ergebnisabführung 2. Mitarbeiter Die Mitarbeiterzahl setzte sich im Jahresdurchschnitt zusammen aus:
3. Ausschüttungsgesperrte Beträge i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB Ein Betrag in Höhe von TEUR 180 ist aus der Aktivierung latenter Steuern für Ausschüttungen gesperrt. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtigungen Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3 Bst. a) HGB in Höhe von TEUR 7.988, davon TEUR 2.591 fällig in 2023. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen umfassen die langfristigen Mietverhältnisse über die Produktions- und Büroimmobilien am Standort Offenbach am Main und Mühlheim am Main, die zwischen der manroland sheetfed GmbH und dem verbundenen Unternehmen CPVA GmbH, der Immobiliengesellschaft der Langley Gruppe, bestehen. 5. Geschäftsführung Geschäftsführer sind bzw. waren im Geschäftsjahr 2023 tätig: • Langley, Anthony John, Vorsitzender, Retford/Großbritannien, tätig als Geschäftsführer der Langley Holdings PLC sowie verschiedener Tochtergesellschaften, • Penuela Torres, Rafael, CEO, Soto del Real (Madrid)/Spanien, tätig als Geschäftsführer der manroland sheetfed GmbH, (abberufen mit Beschluss vom 16. April 2024) • Mirko Kern, CEO, Offenbach am Main, tätig als Geschäftsführer der manroland sheetfed GmbH, (bestellt mit Beschluss vom 16. April 2024). 6. Gesamtbezüge Geschäftsführung Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. 7. Aufsichtsrat Die Gesellschaft verfügt entsprechend den Regelungen des Drittelbeteiligungsgesetzes über einen Aufsichtsrat. Aufsichtsratsmitglieder im Geschäftsjahr 2023 waren: • Schmidt, Thomas, Arbeitnehmervertreter, Mühlheim am Main, tätig als Maschinenbediener und Mitglied im Betriebsrat der manroland sheetfed GmbH, • Langley, Bernard James, Arbeitgebervertreter, Nottingham/Großbritannien, tätig als Direktor der Langley Holdings PLC, • Kusnierz, Tomasz, Arbeitgebervertreter, Tarnow/Polen, tätig als Leiter des Rechnungswesens der Langley Holdings EU. 8. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben. 9. Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss der manroland sheetfed GmbH, Offenbach am Main, wird in den befreienden Konzernabschluss der Langley Holdings PLC, Retford/Nottinghamshire, Großbritannien, einbezogen. Die Langley Holdings PLC stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen zum 31. Dezember 2023 auf. Dieser Konzernabschluss wird nach IFRS (International Financial Reporting Standards) aufgestellt und im elektronischen Unternehmensregister offengelegt.
Offenbach am Main, den 13. Mai 2024 manroland sheetfed GmbH Die Geschäftsführung gez. Anthony J. Langley gez. Mirko Kern Anlagespiegel
Verbindlichkeitenspiegel
Bericht des AufsichtsratsBericht des Aufsichtsrates der manroland sheetfed GmbH Der Aufsichtsrat wurde im Geschäftsjahr 2023 schriftlich und mündlich von der Geschäftsführung über die Lage, die Geschäftsentwicklung und alle wesentlichen Geschäftsvorfälle der Gesellschaft unterrichtet. Er hat die Geschäftsführung nach den gesetzlichen und satzungsgemäßen Vorschriften unterstützt und überwacht. Der Aufsichtsrat hat in seiner ersten Sitzung am 19. April 2023 sowie in seiner zweiten Sitzung am 18. Oktober 2023 alle anstehenden Entscheidungen der Gesellschaft beraten und behandelt. Zudem kontrollierte der Aufsichtsrat die Umsetzung der in der Gesellschafterversammlung gefassten Beschlüsse durch die Geschäftsführung. Themen der AR-Sitzungen waren u. a. • der Bericht des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2022 • der Verlauf des Geschäftsjahres 2023 sowie das Budget 2024 • die aktuelle Geschäftslage sowie Ausblick auf den weiteren Verlauf des laufenden Geschäftsjahres • Entwicklung des Personalstandes Der Jahresabschluss und der Lagebericht der manroland sheetfed GmbH für das Geschäftsjahr 2022 wurden unter Einbeziehung der Buchführung von der Cordes + Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft. Der Abschlussprüfer hat festgestellt, dass die gesetzlichen Vorschriften eingehalten worden sind und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der von der Cordes + Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erstellte Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes zum 31. Dezember 2022 wird zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Aufsichtsrats sind gegen den Jahresabschluss und den Lagebericht keine Einwendungen zu erheben. Der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht wird gebilligt. Für das abgelaufene Geschäftsjahr dankt der Aufsichtsrat der Geschäftsführung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Tätigkeit.
Offenbach am Main, den 29. Februar 2024 Für den Aufsichtsrat gez. Bernard Langley, Aufsichtsratsvorsitzender sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 23.08.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die manroland sheetfed GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der manroland sheetfed GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der manroland sheetfed GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben zur Gesamtaussage in dem Prognose-, Risiko- und Chancenbericht im Lagebericht, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 10,1 Mio. verzeichnet hat. Für das Jahr 2024 wird ein nahezu ausgelichenes Jahresergebnis erwartet, das dann in den Folgejahren langsam, aber stetig ansteigen soll. Die Langley Holdings PLC hat sich verpflichtet, die Liquiditätsbedarfe der Gesellschaft abzudecken. Der Einfluss auf die Geschäftsentwicklung durch den Krieg in der Ukraine, die Energiekrise sowie die Inflation in Verbindung mit einer Lohn-/Preisspirale sei nicht vorhersehbar und hat das Potential, den Fortbestand des Unternehmens zu gefährden. Wie in den Angaben dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 23. August 2024 Cordes
+ Partner GmbH
gez. Dr. Christian Reiss, Wirtschaftsprüfer gez. Thomas Krause, Wirtschaftsprüfer |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
6 nahegelegene Organisationen
Beteiligungsgesellschaften
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Großhandel mit Werkzeugmaschinen
Verwertungsgesellschaften zur Wahrnehmung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Garten- und Landschaftsbau
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen