Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 83207
Eingetragen
21.4.2005
Branche
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfGroßhandel mit FlachglasEinzelhandel mit Brillen und Kontaktlinsen
Gegenstand
1. Entwicklung von Marktstrategien für das Geschäft mit Intraokularlinsen und anderen Gegenständen auf dem Gebiet der Augenheilkunde. 2. Vertrieb von Intraokularlinsen, auch zum Zwecke von klinischen Studien. 3. Die Gesellschaft kann in Bezug auf die unter Abs. (1) bezeichneten Produkte das Geschäft in der Form eines Importeurs, Exporteurs, Großhändlers und Händlers führen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Antonio Gianno
seit 28.8.2025
Geschäftsführer
Prokura
Franziska Dr. Saeima
seit 15.8.2022
Geschäftsführer
Sven Daniel
seit 9.2.2021
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
HOYA Holdings NV
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
HOYA Holdings NV
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HOYA Surgical Optics GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Hoya Surgical Optics GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hoya Surgical Optics GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31.3.2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.04.2023 bis zum 31.3.2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hoya Surgical Optics GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1.04.2023 bis zum 31.3.2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.3.2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.04.2023 bis zum 31.3.2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt, den 28. Juni 2024

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sabine Bracher, Wirtschaftsprüferin

Arndt F. Krüger, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. März 2024

AKTIVA

31.3.2024 31.3.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 0,01 10.730,03
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.421,12 13.263,37
4.421,13 23.993,40
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.126.450,65 1.091.590,19
1.126.450,65 1.091.590,19
1.130.871,78 1.115.583,59
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 13.069.780,99 12.449.737,43
13.069.780,99 12.449.737,43
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.216.388,36 9.215.560,26
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.366.745,40 2.580.118,83
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.075.650,36 1.199.441,51
14.658.784,12 12.995.120,60
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.182.126,79 2.387.257,56
2.182.126,79 2.387.257,56
29.910.691,90 27.832.115,59
C. Rechnungsabgrenzungsposten 425.730,42 546.013,96
425.730,42 546.013,96
425.730,42 546.013,96
31.467.294,10 29.493.713,14

PASSIVA

31.3.2024 31.3.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 6.075.000,00 6.075.000,00
III. Gewinnvortrag 4.405.671,40 9.210.415,48
IV. Jahresüberschuss (i.Vj. Jahresfehlbetrag) 1.640.844,27 -4.804.744,08
12.146.515,67 10.505.671,40
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 366.905,61 851.670,12
2. Sonstige Rückstellungen 5.040.917,18 4.811.986,32
5.407.822,79 5.663.656,44
5.407.822,79 5.663.656,44
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 8.752,69
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 860.792,83 475.454,94
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.478.635,75 12.460.914,81
4. Sonstige Verbindlichkeiten 573.527,06 379.262,86
davon aus Steuern 73.446,83 101.540,55
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 246.202,48 172.896,56
13.912.955,64 13.324.385,30
13.912.955,64 13.324.385,30
31.467.294,10 29.493.713,14

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

2023/2024 2022/2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 76.411.738,55 72.454.245,32
2. Sonstige betriebliche Erträge 753.519,26 621.553,19
davon Erträge aus Währungsumrechung 26.976,48 104.282,48
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren -39.215.396,24 -38.429.588,67
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -15.313.113,73 -13.695.130,68
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.192.375,76 -2.623.625,28
davon für Altersversorgung -199.589,83 180.087,17
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -377.562,58 -2.605.305,06
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -17.344.790,91 -20.477.279,90
davon Aufwendungen aus Währungsumrechung -20.493,12 -74.138,45
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.882,68 0,00
davon an verbundene Unternehmen 0,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 -1.498,00
davon an verbundene Unternehmen
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -83.057,00 -48.115,00
10. Jahresüberschuss (i.Vj. Jahresfehlbetrag) 1.640.844,27 -4.804.744,08

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. März 2024 der HOYA Surgical Optics GmbH, Frankfurt am Main, wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag als große Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 3 HGB einzustufen.

Die Gliederungen sind unverändert zum Vorjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Gesellschaft ist unter der Firma HOYA Surgical Optics GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 83207 eingetragen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen angesetzt. Diese werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungszeiträume werden ausgehend von den in den steuerrechtlichen AfA-Tabellen angegebenen kürzesten Nutzungsdauern ermittelt, soweit nicht im Einzelfall Anhaltspunkte für eine abweichende Nutzungsdauer vorliegen.

Entgeltlich erworbene Software wird über drei bis fünf Jahre, Mietereinbauten werden über acht Jahre und sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung über drei bis fünfzehn Jahre abgeschrieben.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird linear über fünf Jahre abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben.

Das Vorratsvermögen ist zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag einzeln bewertet. Lager- und Bestandsrisiken (z.B. wegen Alterung oder aufgrund von Gängigkeiten) wird durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten (Nennwert) unter Abzug gebotener Wertberichtigungen bilanziert. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Darüber hinaus sind die Forderungen gegen Ausfall über eine Warenkreditversicherung als auch eine Ausfuhrkreditversicherung abgesichert, wodurch das Risiko von Forderungsausfällen aufgrund Zahlungsunfähigkeit der Kunden weitestgehend eliminiert wird.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrags (einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) bewertet.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) und das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) beachtet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke aus Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Latente Steuern ergeben sich aus Differenzen im Ansatz von Steuer- und Handelsbilanz im Bereich von Rückstellungen. Die Bewertung erfolgt zu einem durchschnittlichen Steuersatz von rd. 31%. Vom Wahlrecht der Aktivierung von latenten Steuern wird kein Gebrauch gemacht.

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024 ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in einer Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

3.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 2.367, Vorjahr: TEUR 2.526) bestehen wie im Vorjahr aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die Forderungen gegen Gesellschafter (TEUR 0, Vorjahr: TEUR 54) im Vorjahr resultierten aus der Gewährung eines kurzfristigen Darlehens. Dieses Darlehen würde im Berichtszeitraum vollständig getilgt.

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben mit Ausnahme der nachfolgend genannten Mietkautionen analog dem Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen aus Mietkautionen (TEUR 291, Vorjahr: TEUR 281) unter den sonstigen Vermögensgegenständen weisen analog dem Vorjahr eine Restlaufzeit von über einem Jahr aus.

3.3. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten personalbezogene Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.148 (Vorjahr: TEUR 2.902), Rückstellungen für Provisionen in Höhe von TEUR 728 (Vorjahr: TEUR 932) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Reisekosten in Höhe von TEUR 1.166 (Vorjahr: TEUR 978).

3.4. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen sowohl im laufenden wie auch im vorangegangen Geschäftsjahr ausschließlich aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1. Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen sind im erster Linie Umsatzerlöse mit Intraokularlinsen in Höhe von TEUR 64.735 (Vorjahr: TEUR 55.317), Flüssigkeiten in Höhe von TEUR 861 (Vorjahr: TEUR 1.028) und Zubehör in Höhe von TEUR 960 (Vorjahr: TEUR 2.250) erfasst. Mit Operationsgeräte und -zubehör sowie mit Injektoren und Kartuschen wurden im Berichtszeitraum keine Umsätze mehr realisiert (Vorjahr TEUR 3.521 respektive TEUR 1). Des Weiteren sind im laufenden Jahr Dienstleistungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 9.856 (Vorjahr: TEUR 9.472) enthalten.

Die Umsatzerlöse betreffen mit TEUR 16.754 (Vorjahr: TEUR 19.296) das Inland und mit TEUR 59.658 (Vorjahr: TEUR 53.158) das Ausland.

4.2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 104).

4.3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen solche für

Reisen und Repräsentation,

Werbung, Verkaufsförderung, Messen und Veranstaltungen,

Rechts- und Beratungskosten,

Personaldienstleistungen,

Fracht- und Beförderungskosten sowie

Mietaufwendungen.

Der Posten enthält Verluste aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 74). Im laufenden Geschäftsjahr ergaben sich periodenfremden Aufwendungen i.H.v. TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 28).

4.4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen TEUR 83, davon betreffen TEUR 65 ausländische Steuern. Sie enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 0). Die enthaltene periodenfremde Erträge belaufen sich auf TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 2).

5. Sonstige Angaben

5.1. Angaben zum Mutterunternehmen

Der Jahresabschluss der HOYA Surgical Optics GmbH, Frankfurt am Main, wird in den Konzernabschluss der Hoya Corporation, Tokio, Japan, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt beim Ministry of Finance Local Finance Bureau in Tokio, Japan, unter der Nummer 7741. Der Jahresabschluss der HOYA Surgical Optics GmbH, Frankfurt am Main, wird außerdem in den Teilkonzernabschluss der Alleingesellschafterin HOYA HOL- DINGS N.V., Amsterdam, Niederlande, einbezogen, die den Teilkonzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die Offenlegung des Teilkonzernabschlusses erfolgt bei der Handelskammer Amsterdam, Niederlande, unter der Nummer 33210664.

5.2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen zukünftige Mietverpflichtungen bis Juli 2029 in Höhe von TEUR 5.168für Büro- und Lagerflächen. Weiterhin bestehen Leasingverpflichtungen für Fahrzeuge und Büro- und Geschäftsausstattung bis August 2028 in Höhe von TEUR 1.161. Davon sind TEUR 614 innerhalb von einem Jahr fällig.

5.3. Geschäfte mit nahestehenden Personen

Die Gesellschaft hatte keine Geldmittel an die Gesellschafter oder verbundene Unternehmen ausgereicht.

5.4. Abschlussprüferhonorar

Das für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beläuft sich auf TEUR 40 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

5.5. Geschäftsführung

Dr. Franziska Saeima, Frankfurt, Director Finance EMEA

John Goltermann Lassen, Singapur, CEO der Business Unit Surgical Optics in Singapur (bis 08. September 2023)

Porus Nariman Khambata, Singapur, CFO der Business Unit Surgical Optics in Singapur (ab 08 September 2023)

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da Frau Dr. Saeima als einzige Geschäftsführerin Bezüge von der Gesellschaft erhielt.

5.6. Mitarbeiterzahl im Jahresdurchschnitt

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 174 Angestellte (Vorjahr: 160).

Verwaltung: 129 (Vorjahr: 115)

Vertrieb: 45 (Vorjahr: 45)

5.7. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.641auf neue Rechnung vorzutragen.

5.8. Nachtragsbericht

Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres zum 31. März 2024 sind keine Sachverhalte eingetreten, die eine besondere Auswirkung auf die hier erläuterte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

 

Frankfurt am Main, den 28. Juni 2024

Dr. Franziska Saeima, Geschäftsführerin

Porus Nariman Khambata, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermogens im Geschäftsjahr 2023/2024

Anschaffungskosten
Stand am 01.04.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.03.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 985.675,32 - -285.357,18 700.318,14
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.421.044,00 - - 2.421.044,00
3.406.719,32 - -285.357,18 3.121.362,14
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.174.458,27 552.213,05 -1.305.971,10 2.420.700,22
2. Anlagen im Bau - - - -
3.174.458,27 552.213,05 -1.305.971,10 2.420.700,22
6.581.177,59 552.213,05 -1.591.328,28 5.542.062,36
kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.04.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.03.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 974.945,29 9.290,39 -283.917,55 700.318,13
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.407.780,63 8.842,25 - 2.416.622,88
3.382.725,92 18.132,64 -283.917,55 3.116.941,01
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.082.868,08 359.429,94 -1.148.048,45 1.294.249,57
2. Anlagen im Bau
2.082.868,08 359.429,94 -1.148.048,45 1.294.249,57
5.465.594,00 377.562,58 -1.431.966,00 4.411.190,58
Nettobuchwerte
Stand am 31.03.2024 Stand am 31.03.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 0,01 10.730,03
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.421,12 13.263,37
4.421,13 23.993,40
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.126.450,65 1.091.590,19
2. Anlagen im Bau - -
1.126.450,65 1.091.590,19
1.130.871,78 1.115.583,59

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

1. Grundlagen der Gesellschaft und wirtschaftliche Rahmenbedingungen

HOYA Surgical Optics (HSO) ist einer der führenden Anbieter für vorgeladene (preloaded) Intraokularlinsen und verfügt über ein wachsendes Produktportfolio, welches es ermöglicht, Augenchirurgen ein höheres Maß an Services zu bieten. Unsere Vision: Gemeinsam können wir die Sicht der Patienten auf die Welt entscheidend verändern. Wir haben es uns zur Mission gemacht, Technologien und Lösungen bereitzustellen, die es Augenchirurgen ermöglichen, sich auf die Wiederherstellung des Sehvermögens zu konzentrieren.

HOYA Surgical Optics GmbH vertreibt vor allem von der HOYA LAMPHUN LTD., Moo 4 Tambol Banklang, Muang Lamphun, Thailand, bezogene Intraokularlinsen und Zubehörartikel auf dem europäischen Markt. Außerdem ist die Gesellschaft in der Fortbildung für Ärzte und auf Messen sowie in der Durchführung von medizinischen Studien tätig, um den Verkauf zu fördern. Der Verkauf von Produkten an Augenärzte und augenärztliche Kliniken erfolgt in Deutschland, Österreich und Frankreich vornehmlich durch Direktvertrieb und in anderen europäischen als auch außereuropäischen Ländern über Vertriebspartner.

Die Gesellschaft unterhält Zweigniederlassungen, deren Tätigkeit sich im Wesentlichen auf die Kundenbetreuung, Kontaktpflege sowie den Verkauf erstreckt, in Aix-en-Provence (Frankreich) und Wien (Österreich). Darüber hinaus existieren Repräsentanzen in Mailand (Italien) und London (Großbritannien).

2023 war ein solides Geschäftsjahr für HOYA Surgical Optics GmbH, in welchem sich die Energiekrise stabilisierte und die Inflation zum Vorjahr sank. Dennoch beeinträchtigten die erhöhten Kosten ein höheres Wachstum.

Laut OECD-Bericht 1 von Mai 2024 setzt sich für die OECD-Region ein positiver Trend in der Entwicklung des BIP mit prognostizierten +3,2% für 2025 fort. Die Inflation wird mit +3,4% für 2025 angenommen. Die Kerninflation bei Gütern ist im Allgemeinen stetig gesunken, die Preisinflation bei Dienstleistungen blieb jedoch unverändert und lag in den meisten Ländern deutlich über dem Durchschnitt vor der Pandemie.

Für Deutschland wird für 2024 ein Wachstum von +0,2% des BIP angeführt, für 2025 sind es +1,1% 2.

Die Frühjahrsprognose der Europäischen Kommission im Mai 2024 3 konstatierte, dass sich die EU-Wirtschaft nach einer längeren Phase der Stagnation zu Jahresbeginn erholte. Die für das erste Quartal 2024 geschätzte Wachstumsrate von 0,3 % liegt zwar noch unter dem geschätzten Potenzial, übertraf aber die Erwartungen. Die Wirtschaftstätigkeit im Euroraum nahm im gleichen Tempo zu und markierte damit das Ende der leichten Rezession, die in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres zu verzeichnen war. Unterdessen kühlte sich die Inflation in der gesamten EU im ersten Quartal weiter ab.

Diese Frühjahrsprognose prognostiziert für 2024 ein BIP-Wachstum von 1,0 % in der EU und 0,8 % im Euroraum. Dies ist ein leichter Anstieg gegenüber der Zwischenprognose vom Winter 2024 für die EU, bleibt für den Euroraum jedoch unverändert. Das BIP-Wachstum der EU soll sich bis 2025 auf 1,6 % verbessern, eine Abwärtskorrektur um 0,1 Prozentpunkte gegenüber dem Winter. Im Euroraum wird für 2025 ein etwas niedrigeres BIP-Wachstum von 1,4 % prognostiziert - ebenfalls geringfügig nach unten korrigiert. Wichtig ist, dass fast alle Mitgliedstaaten im Jahr 2024 wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren dürften. Da die wirtschaftliche Expansion in den südlichen Randgebieten der EU noch immer schneller ist als das Wachstum in Nord- und Westeuropa, dürfte die wirtschaftliche Konvergenz innerhalb der EU weiter voranschreiten.

Die deutsche Wirtschaft erlebte 2023 eine Rezession, als das reale BIP um 0,3 % zurückging (laut der jüngsten BIP-Veröffentlichung des Statistischen Bundesamts 4 ). Trotz anhaltender Gegenwinde erholte sie sich Anfang 2024 leicht, und im ersten Quartal 2024 wird eine Wirtschaftstätigkeit von 0,2 % gegenüber dem Vorquartal erwartet. Die Kaufkraft erholte sich im vergangenen Jahr deutlich, aber der private Konsum blieb 2023 schleppend. Es wird erwartet, dass Investitionen auch 2024 negativ zum Wirtschaftswachstum beitragen werden. Gleichzeitig wirkt sich die schwache Auslandsnachfrage nach Kapital- und Zwischengütern auf die deutschen Exporte aus. Insgesamt wird für 2024 ein Anstieg des realen BIP-Wachstums um 0,1 % prognostiziert. Im Jahr 2025 wird eine moderate Erholung auf 1,0 % prognostiziert. Mit einer erwarteten weiteren Abschwächung der Inflation dürfte sich das reale Haushaltseinkommen weiter erholen. In Kombination mit einer verbesserten Verbraucherstimmung wird der private Konsum voraussichtlich im Jahr 2025 wieder das Niveau vor der Pandemie erreichen. Nach einem starken Rückgang der Investitionstätigkeit in den Vorjahren wird im Jahr 2025 eine Erholung des Investitionswachstums erwartet, auch dank der angenommenen Verbesserung der Finanzierungsbedingungen.

Der deutsche Markt für ophthalmologische Geräte ist segmentiert in Geräte (chirurgische Geräte (Glaukom-Drainagegeräte, Glaukom-Stents und -Implantate, Intraokularlinsen, Laser und andere chirurgische Geräte), Diagnose- und Überwachungsgeräte (Autorefraktoren und Keratometer, Hornhauttopographiesysteme, ophthalmologische Ultraschall-Bildgebungssysteme). , Ophthalmoskope, optische Kohärenztomographie-Scanner und andere Diagnose- und Überwachungsgeräte sowie Sehkorrekturgeräte (Brillen und Kontaktlinsen). Der deutsche Markt für ophthalmologische Geräte wird im Prognosezeitraum voraussichtlich eine jährliche Wachstumsrate von 6,1 % (CAGR) verzeichnen 5.

Marktteilnehmer schätzen das weltweite Wachstum des IOL-Volumens (Implantate) auf 4,2% für 20246 und erwarten ähnliche Steigerungen für die kommenden Jahre.

Forschung und Entwicklung wird maßgeblich durch das Produktionswerk in Thailand als auch in Japan durchgeführt. Marktrelevante Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Produkte werden durch die HOYA Surgical Optics GmbH unterstützt. Die Gesellschaft ist des Weiteren involviert, wenn die Zulassung der Produkte auf den entsprechenden europäischen sowie außereuropäischen Märkten und die Erlangung der EU-Konformitätserklärung benötigt werden.

Unmittelbare Alleingesellschafterin der HOYA Surgical Optics GmbH, Frankfurt am Main, ist die HOYA HOLDINGS N.V., Amsterdam, Niederlande.

2. Geschäftsverlauf

Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022/2023 konnte im Jahr 2023/2024 eine weitere positive Entwicklung der Umsatzerlöse verzeichnet werden. Die Anzahl der abgesetzten Intraokularlinsen ist um 103.559 (+12%) gestiegen, welche sich mit zusätzlichen TEUR 9.418 (+17%) in den Umsätzen abzeichnete. In Summe verzeichnet die HOYA Surgical Optics GmbH einen Umsatzzuwachs in Höhe von TEUR 3.957 (+5,5%) zum Vorjahr, welche auch Zugewinne aus Umsätzen durch Weiterbelastungen, und eine Reduktion der Umsätze von Non-IOL Produkten zum Vorjahr beinhaltet.

Die Aufwendungen für den Warenbezug stiegen um TEUR 786 (+2%).. Das Ergebnis nach Steuern hat sich zum Vorjahr um TEUR 6.446 auf TEUR 1.641 erhöht. Ausschlaggebend dafür war das im Vorjahr noch integrierte verlustbringende Geschäft mit Ophthalmologischen Geräten, welches zum Ende des Vorjahres veräußert wurde.

Die Umsatzerlöse stellen den bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikator für unsere Vertriebsgesellschaft dar, gefolgt vom Ergebnis vor Steuern.

3. Ertragslage

Die Umsatzerlöse erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.957 (+5,5 %) auf TEUR 76.412. Der Anstieg ist eine Kombination aus der Steigerung des Verkaufs von Intraokularlinsen um TEUR 9.418, dem Wegfall des RUCK-Geschäfts TEUR -4.386 sowie einer Reduktion der Non-IOL Umsätze um TEUR 1.458. Dagegen verzeichneten wir eine Erhöhung der Einnahmen in Höhe von TEUR 384 aus Weiterbelastungen an verbundene Unternehmen.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg um TEUR 3.171 auf TEUR 37.196 und macht 49% (Vorjahr: 47%) der Umsatzerlöse aus. Die Steigerung um 2 Prozentpunkte ergibt sich aus einem vorteilhafteren Produkt-Mix sowie einer Anpassung der Transferpreise aus Thailand.

HOYA Surgical Optics GmbH verzeichnet einen Anstieg von Personalaufwendungen um TEUR 2.187 auf TEUR 18.505 welcher unter anderem aus einer um 14 Mitarbeitern gestiegenen durchschnittlichen Arbeitnehmeranzahl resultiert. Die Personalaufwandsquote betrug im Geschäftsjahr 2023/2024 24% (23% im Vorjahr).

Im Geschäftsjahr wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.641 verzeichnet, der mit TEUR 6.446 über dem Jahresergebnis des Vorjahres (Jahresfehlbetrag TEUR -4.805) liegt.

Der kontinuierliche Anstieg von Operationen und die Gewinnung von Kunden, hat dazu geführt, dass die im Plan gesteckten Ziele bezüglich der Umsatzerlöse übererfüllt werden konnten (+13,2%). Das Nettoergebnis lag weit über dem veranschlagten Ergebnis mit +218,6%.

1 OECD-Bericht Mai 2024
2 OECD Outlook Germany

3 Frühjahrsprognose der Europäischen Kommission/Spring Forecast 2024 European Commission
4 Statistisches Bundesamt: BIP: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 1. Quartal 2024

5 Mordorintelligence / industry reports - Wachstumstrends und Prognosen (2024 - 2029)
6 Global MKTDB (Market Database HSO GmbH)

4. Vermögenslage

Auf der Aktivseite erhöhten sich die Forderungen an Dritte, gleichzeitig konnten Forderungen an Gesellschafter sowie verbundene Unternehmen reduziert werden. In Summe veränderten sich die Forderungen um TEUR 1.664 und erhöhten sich in Folge des gestiegenen Geschäftsvolumens auf TEUR 14.659 (Vorjahr TEUR 12.995).

Die Vorräte erhöhten sich stichtagsbedingt leicht um TEUR 620 auf TEUR 13.070 (Vorjahr: TEUR 12.450).

Die Gesamtaktiva erhöhten sich im Geschäftsjahr insgesamt um TEUR 1.974 auf TEUR 31.467 (Vorjahr: TEUR 29.494).

Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme erhöhte sich von 36% auf 39%.

Auf der Passivseite ist der positive Jahresüberschuss mit einer positiven Veränderung auf TEUR 1.641 ausschlaggebend für die Erhöhung der Gesamtpassiva. Zudem verringerten sich die Rückstellungen um TEUR 256 aufgrund reduzierter Steuerrückstellungen nach Abschluss offener Geschäftsjahre.

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich gesamthaft um TEUR 589 auf TEUR 13.913 (Vorjahr TEUR 13.324) im Wesentlichen durch erhöhte Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen an Dritte aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens.

5. Finanzlage

Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit ist mit TEUR 133 positiv (Vorjahr: TEUR 429). Die Erhöhung entstammt im Wesentlichen dem positiven Ergebnis, dem ein Anstieg der Forderungen durch gestiegene Umsätze entgegensteht. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit war mit TEUR -392 negativ resultierend aus Anlagenzugängen in Verbindung mit der Veränderung unseres Lagerstandortes. Insgesamt verzeichneten die liquiden Mittel eine Verminderung um TEUR -205 (Vorjahreserhöhung: TEUR +245).

Wie bereits in den Vorjahren, wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr vierteljährlich die Budget-Planung überprüft und nach Bedarf adjustiert. Zusätzlich wurden monatliche Berichte mit Soll-/Ist-Vergleichen erstellt, wesentliche Abweichungen analysiert sowie notwendige Maßnahmen ergriffen. Für Investitionen wurden Wirtschaftlichkeitsberechnungen erstellt und der globalen Geschäftsbereichsleitung zum Beschluss vorgelegt. Ein etablierter regulärer Cash-Forecast sichert die jederzeitige Zahlungsbereitschaft der HOYA Surgical Optics GmbH, Frankfurt am Main.

Die Gesellschaft verwendet keine derivativen Finanzinstrumente.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt aus den Einnahmen aus der Vertriebstätigkeit und ggfs. aus Darlehen von der Gesellschafterin.

6. Chancen- und Risikobericht

Wesentliche Risiken, welche untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind, werden durch das implementierte und im Rahmen der DIN ISO 13485 zertifizierte Qualitätsmanagementsystem, das den Erfordernissen eines Medizinprodukteherstellers entspricht, begrenzt. Das praktizierte System gewährleistet eine rechtzeitige Risikoerkennung und -abschätzung.

Aus Sicht von HOYA sind, aufgeführt in der Reihenfolge ihrer Bedeutung, die nachstehenden Risiken grundsätzlich zu beachten.

Für die Gesellschaft besteht ein Beschaffungsrisiko, wenn der Hauptlieferant, HOYA LAMPHUN LTD., Moo 4 Tambol Banklang, Muang Lamphun, Thailand, aufgrund von Produktionsmängeln nicht lieferfähig ist. Dadurch können Lieferengpässe und damit verbundene Umsatzausfälle entstehen. Bei längeren Lieferschwierigkeiten könnten Kunden Produkte bei der Konkurrenz beziehen, da ein Abwarten im Zuge einer Operation oftmals nicht möglich ist. Durch eine entsprechende Vorratshaltung in unserem Logistikzentrum in Frankfurt am Main kann das Risiko kurzfristiger Lieferschwierigkeiten und Ausfälle kompensiert und überbrückt werden.

Zum größtmöglichen Ausschluss von Ausfallrisiken bei Forderungen gegen Kunden sind Kreditversicherungen für den Großteil von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als auch die Warenbestände (Bereitschaftslager) bei den Kunden abgeschlossen worden.

Ein Währungskursrisiko ergibt sich für die Gesellschaft nur in geringem Umfang, da Transaktionen im Wesentlichen in EUR ausgeführt werden. Gleiches gilt auch für den Zukauf von Waren.

Vor dem Hintergrund des sich zu Beginn des Jahres ereigneten globalen IT Incidents und den globalen Krisenherden sowie den damit einhergehenden erhöhten Kosten können Schwankungen im Geschäftsverlauf nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Das Unternehmen beobachtet die Marktentwicklungen genau und wirkt möglichen ökonomischen Entwicklungen mit risikoeinschränkenden Maßnahmen entgegen. Wesentliche Zahlungsausfälle sind bis Mai 2024 nicht zu verzeichnen. Hinsichtlich geplanter Umsatz- und Nettoerlöse ist die Gesellschaft aktuell leicht unter Plan, verursacht durch einen globalen IT incident, welcher zu Verzögerungen der operativen Tätigkeiten zu Beginn des neuen Geschäftsjahres führte.

Chancen sehen wir im laufenden Geschäftsjahr in der Einführung und Expansion neuer Produkte im Premium und mid-tier Segment, mit denen wir zukünftig alle relevanten Produktbereiche abdecken werden und noch nicht erschlossene Marktsegmente penetrieren.

7. Prognosebericht

Im Zuge der langfristigen Planung hat sich HOYA für den Fokus auf das bestehende IOL- Kerngeschäft ausgesprochen und möchte diese weiter nachhaltig verfolgen. Im Zentrum unserer Strategie stehen Innovation, unsere Mitarbeiter und die Nähe sowie der Service für unsere geschätzten Kunden.

Des Weiteren wird zukünftig weiter am Ausbau der bestehenden sowie der Identifikation von neuen Absatzmärkten unter Verwendung eines aufgrund von MDR Anforderungen verschlankten Produktportfolios gearbeitet. HOYA Surgical Optics GmbH geht weiterhin davon aus, dass die demografische Entwicklung vor allem in Deutschland, der medizinisch-technische Fortschritt und das wachsende Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung zu einer zusätzlichen Nachfrage an professionellen Dienstleistungen und Produkten im Bereich Gesundheitswesen führen. Damit einhergehend stellen unsere ATIOL einen wesentlichen Faktor für unsere Marktpenetration dar.

Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2024/2025 einen moderat steigenden Umsatz im Bereich der Intraokularlinsen (+5%) sowie einen signifikanten Rückgang des Ergebnisses nach Steuern auf TEUR 858 (Q2B) gegenüber dem Geschäftsjahr 2023/2024. Dieser Rückgang basiert auf stetig steigenden Kosten, Inflation und weiteren Investitionen in die Organisationsstruktur. Gleichzeitig sehen wir einer Verschlankung des Produktportfolios entgegen.

8. Schlussbemerkung

Die Geschäftsführung bedankt sich bei den Gremien des Gesellschafters und bei der globalen Geschäftsbereichsleitung für die sachliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Bedanken möchten wir uns auch bei all unseren Geschäftspartnern.

Der besondere Dank der Geschäftsführung gilt der Belegschaft der HOYA Surgical Optics GmbH, Frankfurt am Main, die die Geschäftsstrategie unterstützt und durch ihren täglichen Einsatz wesentlich zum Erfolg beiträgt.

 

Frankfurt am Main, den 28 Juni 2024

Dr. Franziska Saeima, Geschäftsführerin

Porus Nariman Khambata, Geschäftsführer

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