Abwicklungsgesellschaft MM GmbHLiquidiert

Obersunzing 36, 94339 Leiblfing, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Straubing HRB 9622
Vorher
Moll GmbH MaschinenbauMoll Maschinenbau GmbH
Eingetragen
19.8.1986
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Maschinen aller Art.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Moll Maschinenbau GmbH

Leiblfing

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2008

Lagebericht

INHALT

A. Darstellung von Branche und Geschäftsverlauf

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

3. Geschäftsergebnis

4. Produktion

5. Beschaffung

6. Investitionen

7. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

8. Personal- und Sozialbereich

9. Umweltschutz

10. Sonstige wichtige Ereignisse und Entwicklungen im Geschäftsjahr

B. Darstellung der Lage

1. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage - Allgemeines

2. Ertragslage

3. Finanzlage

4. Vermögenslage

C. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahrs

D. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft, Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

1. Rechtliche und Betriebliche Risiken - Risikomanagement

2. Chancen der Gesellschaft

E. Sonstige Angaben

1. Nachtragsbericht

2. Forschungs- und Entwicklungsbericht

3. Geschäftsführung und Aufsichtsrat

A. Darstellung von Branche und Geschäftsverlauf

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau war 2008 insgesamt ein weiteres gutes Jahr - trotz des schlechten vierten Quartals. Die deutsche Maschinenproduktion wuchs 2008 real um 5,4% auf 194 Milliarden Euro, teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mit.

Die Kapazitätsauslastung der Branche lag zur Jahreswende im Schnitt bei 88,9% (Ende 2007: 92%). Die Exporte kletterten 2008 nominal um schätzungsweise 8% auf 147 Milliarden Euro (2007: 136 Milliarden Euro).

Im vierten Quartal waren die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise im deutschen Maschinen- und Anlagenbau bereits sehr deutlich spürbar: Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau lag im Dezember 2008 um real 40% unter dem Ergebnis des Vorjahres. Das Inlandsgeschäft sank um 39%. Bei der Auslandsnachfrage gab es ein Minus von 41% im Vergleich zum Vorjahresniveau. In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich Oktober bis Dezember 2008 ergibt sich insgesamt ein Minus von 29% im Vorjahresvergleich. Das Inland verlor 28%, das Ausland ging um 30% zurück. Laut VDMA ist das vierte Quartal 2008 damit das schlechteste Quartalsergebnis seit 1958.

Die gesamtwirtschaftliche Lage war bereits seit Mitte 2008 geprägt durch die weltweite Wirtschaftskrise, deren tatsächliches Ausmaß und Dauer derzeit noch nicht absehbar sind. Nachfolgend einige ausgewählte Indikatoren zur gesamtwirtschaftlichen Lage, veröffentlicht vom Bundesverband der deutschen Industrie e.V.:

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Im Wirtschaftsjahr 2008 konnte ein Umsatz von 78,1 Mio. EUR realisiert werden, dies entspricht einer Steigerung um rund 50%. Die Gesamtleistung verbesserte sich von 57,8 Mio. EUR auf 67,7 Mio. EUR (+17%).

Durch steigende Fremdleistungs- und Materialkosten pendelte sich der Rohertrag (Gesamtleistung zuzüglich ordentlicher betrieblicher Erträge abzüglich Materialaufwand) auf 16,3 Mio. EUR ein, dies entspricht einer absoluten Steigerung um 3,7 Mio. EUR sowie einer relativen Erhöhung um 29,2%.

Es wird für das Jahr 2009 trotz weltweiter Wirtschaftskrise mit einem weiteren Umsatzzuwachs gerechnet, da von einem Investitionsdruck am Markt auszugehen ist. Dennoch ist eine Verbesserung der Margen derzeit nicht in Sicht. Der Preisdruck wird sich fortsetzen und nur bedingt an die Sublieferanten weitergegeben werden können. Trotzdem konnte 2008 durch Optimierungsmaßnahmen im Einkauf und der gesamten Wertschöpfungskette der Rohertrag von 21,8% der Betriebsleistung im Jahr 2007 auf 24% gesteigert werden.

2008 konnte die Verbreiterung der Kundenstruktur erfolgreich fortgesetzt werden. Im Zuge der Akquisition von Großaufträgen bei einer größeren Anzahl von Auftraggebern in der Automobilindustrie wurden auch internationale Projekte abgeschlossen. Die Auftragsreichweite dieser Projekte liegt bei 6 bis 12 Monaten.

Umsatz und Betriebsleistung in EUR:

Umsatz 2008 78,1 Mio.
Betriebsleistung 2008 67,7 Mio.
Betriebsleistung geplant 2009 94,5 Mio.

Umsatzverteilung 2008 auf die Fertigungsbereiche

a) Fördertechnik 73%
b) Sondermaschinen 6%
c) Prüftechnik 3%
d) Verfahrenstechnik 16%
e) Sonstige Anlagen 2%

Auftragseingang/ Auftragsbestand

Das Segment Systemlösungen für die Förder- und Montagetechnik wies im Jahr 2008 einen guten Auftragsbestand auf, der auch in die Jahre 2009 und 2010 hineinwirkt.

Das Geschäftsfeld Prüftechnik wies einen durchschnittlichen Auftragsbestand auf. Aufgrund der laufenden Projekte in der Automobilindustrie lässt sich weiterhin auf einen steigenden Bedarf im Jahr 2009 schließen.

In der Sparte Verfahrenstechnik, die seit Januar 2005 in die Moll Maschinenbau integriert ist, wurde über das Jahr 2008 hinweg eine positive Tendenz bezüglich des Auftragseinganges als auch in der Abwicklung der Projekte festgestellt. Wir gehen von einer weiteren steigenden Entwicklung aus.

Der zum 31.12.2008 vorhandene Auftragsbestand wird in den kommenden 12 Monaten und darüber hinaus abgearbeitet.

Marktposition und Absatzbereich

Die Marktposition und der Absatzbereich konnten 2008 durch folgende Aktivitäten weiter ausgebaut und gefestigt werden:

Weitere Diversifizierung der Kundenbasis: 2008 konnten zusätzlich zu den vorhandenen Kunden der Automobilindustrie weitere Automobilhersteller für Großaufträge gewonnen werden.

Expansion des internationalen Projektgeschäfts: Es erfolgte eine Verbreiterung der nationalen Zielmärkte hin zum internationalen Projektgeschäft.

Erschließung der Märkte in USA und Mexiko durch Gründung von Tochtergesellschaften

3. Geschäftsergebnis

Das im Jahr 2008 ausgewiesene Geschäftsergebnis zeigt eine positive Entwicklung - der Jahresgewinn beläuft sich auf 1.203.566,69 Euro und liegt damit um 129,36% über dem Vorjahresgewinn. Gemessen am Budget für 2008 ist das Geschäftsergebnis äußerst zufriedenstellend, da das Planergebnis um 17,5% übertroffen werden konnte. Dies lag insbesondere an Verbesserungen in der Projektabwicklung, proaktiver Planung, Einkaufserfolge infolge der Reorganisation im Einkauf und striktes Projektcontrolling.

4. Produktion

Unser Betrieb ist vor allem auf den Bau von Individualanlagen in den Bereichen Fördertechnik, Sondermaschinen, Verfahrenstechnik und Prüftechnik spezialisiert.

Die Leistungsbreite und Fertigungstiefe wurde im Jahr 2008 weiter optimiert. Das Leistungsspektrum erstreckt sich von der Konstruktion und dem Engineering über den kompletten Bau von den Kundenwünschen entsprechend individuell gefertigten Maschinen und Anlagen, von der Installation und Inbetriebnahme der Anlage vor Ort, über die professionelle Einweisung der Mitarbeiter.

Kontroll- und Rationalisierungsmaßnahmen wurden auf allen Fertigungsstufen gesetzt. Die geforderte hohe Qualität wird durch Standards und Geschäftsroutinen abgesichert. Die Produktionskapazitäten wurden im Geschäftsjahr 2008 voll ausgelastet. Eine temporäre Verknappung von Mitarbeiterkapazitäten wurde durch ausreichende Fremdleistungen ausgeglichen.

5. Beschaffung

Durch unseren zentralen Einkauf, der im Berichtsjahr durch gezielte Maßnahmen weiter optimiert wurde, und durch das Projektmonitoring entstanden 2008 keine Engpässe im Bereich der Beschaffung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie zugekauften Fremdleistungen.

Der Preisdruck im Absatzbereich konnte allerdings nicht in adäquatem Ausmaß an die Beschaffungsseite weitergegeben werden.

6. Investitionen

Die Investitionen (immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen) im abgelaufenen Berichtsjahr liegen bei ca. 107% der Abschreibungen des Anlagevermögens.

Es werden kontinuierlich Investitionen getätigt, die zur Optimierung der Produktivitätssteigerung führen. Nähere Details sind dem Anhang zu entnehmen.

2009 sind Investitionen in der Höhe von TEUR 650 geplant. Die Größenordnung wird in etwa bei jener von 2008 liegen und aus dem laufenden Cash Flow finanziert werden.

7. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Die Finanzierung basierte im Berichtjahr auf Eigenmitteln - somit auch aus dem Cashflow - bzw. auf in Anspruch genommener Fremdfinanzierung im Zusammenhang mit Kundenanzahlungen, Lieferantenverbindlichkeiten, Bankverbindlichkeiten, Bankgarantien (Avalkredite) etc.

Finanzderivate wurden nicht eingesetzt.

Im Geschäftsjahr 2008 waren insbesondere die Umstrukturierung mit professioneller externer Unterstützung, Fertigungsanlagen (z.B. Fräsmaschine) und Verbesserungsmaßnahmen im IT Bereich zu finanzieren.

Die wesentlichen Finanzierungsvorhaben für das kommende Geschäftsjahr bestehen im weiteren Aufbau der neuen Standorte, deren IT Vernetzung mit der Muttergesellschaft und in Investitionsmaßnahmen im Bereich der Fertigung.

8. Personal- und Sozialbereich

Der Personalbestand wurde auf Grund der steigenden Nachfrage insbesondere in den Bereichen höherer Qualifikationen im Jahr 2008 weiter aufgebaut. Der Mitarbeiterstand von Moll Maschinenbau und Engineering stieg von 175 Mitarbeitern im Dezember 2007 auf insgesamt 194 Mitarbeiter im Dezember 2008. Damit waren im Geschäftsjahr 2008 durchschnittlich 183 Mitarbeiter bei Moll beschäftigt. Davon entfielen 154 Mitarbeiter auf die Moll Maschinenbau und 29 auf die Moll Engineering. Die Entwicklung der Mitarbeiteranzahl im Jahresverlauf ist im Schaubild unten dargestellt.

Moll Maschinenbau und Engineering zählt mit den derzeit 194 Mitarbeitern zu den international führenden Unternehmen im Bereich Fördertechnik und des Sondermaschinenbaus in der Automobilindustrie.

Von der individuellen Beratung über die Konzeption und Realisierung der Anlagen bis hin zum After Sales Service vor Ort übernehmen wir für unsere Kunden die komplette Prozessverantwortung.

Unsere Mitarbeiter sind daher das wichtigste Kapital und Potenzial.

Wir setzen in allen Belangen auf höchste Kompetenz. Ein Schwerpunkt von Moll ist es daher, unsere Mitarbeiter weiterzubilden. Dies soll noch verstärkt werden und gezielt auf die zukünftige Spartenbildung ausgerichtet werden.

Interne und externe Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, die auch im Berichtsjahr gesetzt wurden, garantieren die ständige Qualifikationsverbesserung unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Die Zusammensetzung des Mitarbeiterstandes zum Ende des Geschäftsjahres zeigt folgendes Bild:

Seit 2008 werden die Arbeitnehmerbelange auch durch einen Betriebsrat wahrgenommen.

9. Umweltschutz

In allen Fertigungsbereichen werden die strengen Umweltschutzauflagen laufend erfüllt. Bei Neuinvestitionen wird der Fokus auf die Optimierung des Umweltschutzes gesetzt.

Das Bewusstsein hinsichtlich des schonenden Umganges der Ressourcen wird im Unternehmen laufend gefördert.

10. Sonstige wichtige Ereignisse und Entwicklungen im Geschäftsjahr

Änderungen in der Eigentümerstruktur

Im Mai 2007 wurde die Gesellschafterstruktur der Firma Moll neu geregelt. Die Moll Holding GmbH erwarb 80% der Gesellschaftsanteile an der Firma Moll Maschinenbau GmbH, je 10% verblieben bei den Gesellschaftern Josef Moll und Franz Bayer.

Im Mai 2008 erwarben die Moll Holding GmbH und die neu gegründete Moll Beteiligungs GmbH & Co. KG auch die übrigen 20% von Josef Moll und Franz Bayer. Damit hält die Moll Holding GmbH 94,8% der Gesellschaftsanteile an der Moll Maschinenbau GmbH und die Moll Beteiligungs GmbH & Co. KG 5,2%.

Dies führte auch zu einer Änderung im Aufsichtsrat, indem Josef Moll und Franz Bayer aus dem Aufsichtsrat ausschieden und Dr. Ralph Kogge neues Aufsichtsratsmitglied wurde. Darüber hinaus ist der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Dkfm. Klaus Haberzettl ebenfalls aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Den Vorsitz übernahm Mag. Bernd Lechner.

Weiters wurden 2008 durch die Moll Maschinenbau GmbH die folgenden Tochtergesellschaften (100%) gegründet:

Moll Systems US, Inc., Greenville, South Carolina

Moll Maschinenbau S.A. de C.V., Mexiko

Anpassung der strategischen Ausrichtung und weitere Optimierung der Geschäftsabläufe

Strategisch setzte die Geschäftsführung 2008 wesentliche Schritte in Richtung einer weiteren Expansion mit dem Fokus auf das internationale Projektgeschäft. Es erfolgte eine Ausweitung der nationalen Zielmärkte hin zum internationalen Projektgeschäft.

So konnten Projekte in Belgien, Spanien, China, Großbritannien und Portugal akquiriert werden. Darunter ein Großauftrag in zweistelliger Millionenhöhe, den ein bestehender Kunde erteilte. Die Akquisition eines Auftrages dieser Größenordnung wurde erst durch die bereits 2007 eingeleiteten und 2008 umgesetzten Strukturoptimierungsmaßnahmen und internen Schulungen ermöglicht.

Zur Bearbeitung der Märkte in Mexiko und USA wurden 2008 in diesen Ländern eigene Tochtergesellschaften gegründet. Die Präsenz vor Ort ermöglicht die Abwicklung von Großprojekten und steigert die Akzeptanz und Zufriedenheit seitens der Kunden. Die Entwicklung dieser Standorte erfolgt in beiden Fällen durch Standortleiter mit langjähriger Branchenerfahrung und Marktkenntnis in enger Zusammenarbeit mit dem Management der Muttergesellschaft.

Innerbetrieblich wurden die bereits 2007 begonnene Optimierung und Straffung der Geschäftsprozesse sowie die Anpassung der Managementtools fortgeführt und wesentliche interne Projekte zur Steigerung der Effizienz und zur Realisierung von Verbesserungspotenzialen erfolgreich umgesetzt.

B. Darstellung der Lage

1. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage - Allgemeines

Die wesentlichen Ereignisse im Geschäftsjahr neben der laufenden Entwicklung der unternehmensrelevanten Geschäfte waren der Verkauf der restlichen 20% der Geschäftsanteile durch die Alteigentümer, Veränderungen im Aufsichtsrat sowie die durch die Geschäftsführung gesetzten Aktivitäten in Richtung internationale Expansion sowie die Fortführung der 2007 begonnenen Umstrukturierungsmaßnahmen.

Die Geschäftsführung fokussierte die Unternehmensaktivitäten auf folgende Bereiche:

Expansion in Richtung internationales Projektgeschäft

Forcierung der Akquisition neuer Aufträge bei den bestehenden Kunden und in neuen Kundensegmenten

Straffung der Geschäftsabläufe

Optimierung des Projektmonitoring und der Produktionsprozesse

Weitere Verbesserung der Kostentransparenz

Weiterentwicklung des Rechnungswesens (insbesondere Kostenrechnung und Liquiditätsplanung), der Management Informationen und des Controllings

Weiterentwicklung und Verfeinerung von Management Tools für alle Unternehmensebenen

Neuordnung der Lieferantenbeziehungen unter Nutzung gemeinsamer Synergieeffekte

Einführung eines zeitadäquaten Qualitätssicherungsmanagements

Maßnahmen zur intensiven Weiterbildung des Teams und zur Anhebung des unternehmensinternen Know hows

Diese umfangreichen Umstrukturierungs- und Rationalisierungsmaßnahmen führten auch im Geschäftsjahr 2008 zu wesentlich erhöhten internen und externen Aufwendungen. Diese Einmalkosten belasten das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Jahres 2008 außerordentlich.

Weiter ereigneten sich 2008 außergewöhnliche Schadensfälle, die ebenfalls eine Belastung des EGT darstellen.

Für die der Geschäftsführung erkennbaren Risken und Schadensfälle wurde ausreichende Vorsorge getroffen.

Es wurde von der Möglichkeit, die mit der Umstrukturierung verbundenen Aufwendungen als Aufwendungen für die Erweiterung des Betriebs zu aktivieren, nicht Gebrauch gemacht.

Die mit der Änderung der Eigentümerstruktur, den Umstrukturierungs- und Rationalisierungsmaßnahmen und den außergewöhnlichen aperiodischen Schadensfällen verbundenen externen und internen Kosten zeigen folgendes Bild:

Alle Werte
in EUR
 
Sonderkosten aus der Veränderung der Eigentümerstruktur 84.000,00
Externe Sonderkosten aus der Umstrukturierung 455.000,00
Interne Sonderkosten aus der Umstrukturierung 27.000,00
Außergewöhnliche Schadensfälle aus Vorperioden 416.000,00
  982.000,00

Die Ertragslage - insbesondere das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) wäre ohne diese Kosten wesentlich verbessert darstellbar.

Die Darstellung des wirtschaftlichen Ergebnisses unter Neutralisierung der als Einmal- bzw. außergewöhnliche Kosten anzusehenden Sonderkosten zeigt folgendes Bild:

alle Werte
in TEUR
2008
Ableitung des wirtschaftlichen Ergebnisses 2.037
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 982
Sonderkosten 3.019
EGT nach Neutralisierung der Sonderkosten abzüglich anteilige Steuern:  
Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.115
sonstige Steuern 33
Wirtschaftliches Ergebnis nach Neutralisierung der Sonderkosten 1.871

2. Ertragslage

Die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern hat gegenüber dem Vorjahr um 12,18 Prozentpunkte zugenommen.

Kennzahlen zur Ertragslage Berichtszeitraum 2008 Vergleichszeitraum 2007 Zu-/Abnahme
Eigenkapitalrentabilität (vor Steuern) 21,31% 9,13 % 12,18%
Gesamtkapitalrentabilität (vor Zinsen und Steuern) 7,64% 3,57% 4,07%
Umsatzrentabilität 1,78% 0,91% 0,87%

3. Finanzlage

Der Gesellschaft stehen am Bilanzstichtag liquide Mittel in Höhe von TEUR 16.946 zur Verfügung. Angelegte Festgelder bei Banken im Ausmaß von 2,47 Mio. EUR sind mit Garantien verknüpft.

Kennzahlen zur Ertragslage Berichtszeitraum 2008 Vergleichszeitraum 2007 Zu-/Abnahme
Anlagendeckung I 154,91% 127,01% 27,90%
Liquidität II Grades 130,40% 98,24% 32,16%

Kapitalflussrechnung

Die für den Zeitraum 1.1.2008 bis 31.12.2008 erstellte Kapitalflussrechnung zeigt folgendes Bild, wobei die indirekte Ermittlungsmethode angewandt wurde.

Der Finanzmittelbestand setzt sich zusammen aus den liquiden Mitteln (TEUR 16.945,7) abzüglich der kurzfristig fälligen Bankverbindlichkeiten (TEUR 6,1).

Kapitalflussrechnung vom 1.1.2008 bis 31.12.2008

Indirekte Ermittlungsmethode in TEUR

Periodenergebnis vor außerordentlichen Posten 1.203,6
+ Planmäßige Abschreibungen auf Anlagevermögen 621,0
+ Außerplanmäßige Abschreibung auf Anlagevermögen 0,0
- Zuschreibungen auf Anlagevermögen 0,0
- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen 0,0
- Auszahlungen aus außerordentlichen Posten 0,0
Cash-flow 1.824,6
-/+ Gewinn/Verlust Anlagenabgang -3,2
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 335,5
-/+ Zunahme/Abnahme Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitionstätigkeit zuzuordnen sind 677,8
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 4.146,4
= Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit 6.981,1
- Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 7,1
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -349,8
- Auszahlungen für Investitinen in das immaterielle Anlagevermögen -315,4
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -203,5
= Cash-flow aus der Investitionstätigkeit -861,6
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 800,0
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -563,9
= Cash-flow aus der Finanzierungstätigkeit 236,1
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 6.355,6
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 10.584,0
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 16.939,6

4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2008 hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 5.928 (+ 24,2 %) erhöht.

Kennzahlen zur Vermögenslage Berichtszeitraum 2008 Vergleichszeitraum 2007 Zu-/Abnahme
Bilanzsumme (in T€) 30.423 24.495 24,20%
Anlagenintensität 19,96% 23,79% -3,83%
EIgenkapitalquote 30,91% 30,22% 0,69%
Fremdkapitalquote 69,09% 69,78% -0,69%

Das Eigenkapital konnte im Geschäftsjahr weiter verbessert werden. Insgesamt beträgt das Eigenkapital 9,4 Mio. EUR. Seitens der Moll Holding wurde 2008 eine Kapitalrücklage dotiert, die in Höhe von TEUR 540 aus der Umwandlung des in 2007 gewährten Darlehens erfolgte und in Höhe von TEUR 260 in bar.

C. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahrs

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

D. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft, Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

1. Rechtliche und betriebliche Risiken - Risikomanagement

Moll Maschinenbau ist im Rahmen ihrer Aktivitäten einer Reihe von Risiken ausgesetzt. Unser Ziel ist es, mit Hilfe unseres Risikomanagementsystems ein Risikobewusstsein - mit dessen Hilfe wir den Risiken bewusst begegnen und die Chancen bewusst nutzen - zu schaffen, unseren Unternehmenswert zu steigern und damit den Fortbestand des Unternehmens zu sichern sowie ein Instrument zur Unterstützung der Unternehmensleitung bei der strategischen Entscheidungsfindung zu schaffen. Daher wird unser Risikomanagement auch in Zukunft laufend weiterentwickelt und verfeinert werden.

Nachfolgend werden die Risikostruktur und die Maßnahmen zur Risikohandhabung bei der Moll Maschinenbau GmbH dargestellt:

Externe Risiken:

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung:

Risiko der Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Lage Risikohandhabung:
- Verbreiterung der Zielmärkte durch internationale Expansion

Branchenentwicklung:

Risiko der Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in der Automobilindustrie Risikohandhabung:
- Verbreiterung der Zielmärkte durch internationale Expansion

Marktrisiken:

Risiko durch Intensivierung des Wettbewerbs: Mit der Erweiterung der Europäischen Union haben sich die Wettbewerbsrisiken in der Investitionsgüterindustrie, zu der auch die Firma Moll zu zählen ist, erhöht. Der intensive Wettbewerb aus Osteuropa wirkt sich negativ auf die erzielbaren Verkaufspreise für unsere Systemlösungen aus.
Risikohandhabung:
- Verstärkung des Einkaufs in Osteuropa und international
- Installation von Personalressourcen für den Bereich Lieferantenqualitätssicherung
- Neuordnung der Lieferantenbeziehungen unter Nutzung gemeinsamer Synergieeffekte

Risiko der Abhängigkeit von einzelnen Großkunden:
Risikohandhabung:
- Weitere Diversifizierung der Kunden
- Verbreiterung der Zielmärkte durch internationale Expansion

Auslandsexpansion:

Risiko mangelnder Marktkenntnis:
Risikohandhabung:
- Einsatz von Standortleitern mit langjähriger Branchen- und Marktkenntnis

Risiko der Abweichung der Tochtergesellschaften von den hohen Qualitätsstandards der Muttergesellschaft
Risikohandhabung:
- Schulung aller Mitarbeiter der Tochtergesellschaften in Deutschland
- Etablierung der gleichen Prozesse und Reportingstrukturen wie in der Muttergesellschaft
- Anbindung an die IT Systeme der Muttergesellschaft
- Verwendung derselben MIS Struktur
- Enge Zusammenarbeit mit dem Management der Muttergesellschaft
- Häufige Präsenz von Mitgliedern des Managements der Muttergesellschaft vor Ort

Prozess- und Wertschöpfungsrisiken:

Risiko durch hohe Individualität der Projekte: In der Regel muss jede Automatisierungsanlage technologisch und abwicklungstechnisch als ein Unikat betrachtet werden. Standardisierungs- und Wiederholeffekte können nur in sehr eingeschränktem Umfang genutzt werden.
Risikohandhabung:
- Konzentration auf die Kernkompetenzen
- Weitere Forcierung der technologischen Standardisierung und Modularisierung

Risiko von Projektplanungsfehlern: Aufgrund der hohen Komplexität der Projekte besteht das Risiko von Planungsfehlern, das sich schließlich negativ auf den Projektverlauf und -erfolg auswirken kann.
Risikohandhabung:
- Klar definierte und dokumentierte Prozesse
- Klar definierte Verantwortlichkeiten
- Klar definierte Eskalationsmechanismen, Informationsflüsse und Feedbackschleifen
- Standardisierte Besprechungsroutinen zur Projektsteuerung
- Berücksichtigung besonderer Risiken bei der Projektkalkulation
- Verwendung standardisierte Checklisten und Formulare
- Weitere Forcierung der technologischen Standardisierung und Modularisierung

Risiko zu später Problemerkennung und Eskalation im Projektverlauf: Aufgrund der hohen Komplexität der Projekte besteht im Projektverlauf das Risiko, dass auftretende Probleme zu spät erkannt und entsprechend eskaliert werden.
Risikohandhabung:
- Verwendung eines Projektcontrolling Tools zur zeitnahen Projektkosteverfolgung und -steuerung
- Standardisierte Besprechungslandschaft zur Projektsteuerung
- MIS - Tools als Steuerungssystem

Risiko von Großprojekten: Große Auftragsvolumina und lange Projektlaufzeiten hochkomplexer Projekte bergen ein erhöhtes Risiko unvorhergesehener Ereignisse und bedürfen daher eines besonders sorgfältigen Monitorings.
Risikohandhabung:
- Verwendung eines Projektcontrolling Tools zur zeitnahen Projektkostenverfolgung und -steuerung
- Eigene rollierende Liquiditätsplanung zusätzlich zur Standardprojektplanung
- Standardisierte Besprechungslandschaft zur Projektsteuerung
- MIS - Tools als Steuerungssystem

Risiko von Kapazitätsengpässen:
Risikohandhabung:
- Einsatz eines Kapazitätsplanungssystems
- Ausgleich durch Leiharbeitskräfte

Preisänderungsrisiko: Ein Preisänderungsrisiko besteht insbesondere bei Stahl und in geringerem Ausmaß bei anderen Produktionsfaktoren.
Risikohandhabung:
- Nach Möglichkeit werden mit dem Kunden für die Projektlaufzeit Preisschwankungsklauseln für Stahl vereinbart.
- In der Kalkulations- und Angebotsphase werden von den Lieferanten Fixangebote für die großen Gewerke eingeholt, die Stahl und Elektrik beinhalten.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Verwendung von Finanzinstrumenten: Die Finanzpolitik des Unternehmens leitet sich aus der branchenüblichen Gestion ab und ist als konservativ zu bezeichnen. Finanzderivate oder spekulative Finanzierungsmittel werden nicht eingesetzt. Die üblichen Finanzierungsinstrumente sind Eigenmittel und Cashflow bzw. die in Anspruch genommene Fremdfinanzierung in Form von Kundenanzahlungen, Lieferantenverbindlichkeiten, Bankverbindlichkeiten, Bankgarantien (Avalkredite) etc.

Liquidität/Kapitalausstattung:

Risiko von Liquiditätsengpässen:
Risikohandhabung:
- Rollierende Liquiditätsplanung
- Zusammenarbeit mit mehreren Banken
- Transparente Kommunikationspolitik
- Information und Standardreporting für den Aufsichtsrat

Forderungen/Zahlungsverhalten:

Risiko von Forderungsausfällen:
Risikohandhabung:
- Bonitätsprüfung
- Ab 2009 Abschluss einer Ausfallsversicherung

Risiko des Ausfalls oder der Nichterfüllung bei Anzahlungen an Lieferanten:
Risikohandhabung:
- Anzahlungen nur gegen Bürgschaften bzw. Zahlungen nur nach erfolgter Leistung oder Übernahme der Ware

Planungsrisiken und Kontrollsysteme:

Risiko von Prognoseunsicherheiten: Planungen basieren auf zukunftsgerichteten Annahmen und bergen daher generell ein erhöhtes Fehlerrisiko.
Risikohandhabung:
- Laufende Kontrolle der zugrunde gelegten Planannahmen und gegebenenfalls Korrektur
- Laufende Weiterentwicklung der Systeme in Rechnungswesen und Controlling

Risiko zu später Erkennung von Planabweichungen:
Risikohandhabung:
- Einsatz effizienter MIS Tools
- Standardisierte abteilungsspezifische und abteilungsübergreifende Besprechungs routinen und Eskalationsmechanismen

Personalrisiken:

Risiko des Verlusts von Schlüsselpersonen:
Risikohandhabung:

- Verteilung von Know How auf mehrere Mitarbeiter

- Schriftliche Dokumentation aller wesentlichen Vorgänge

- Schaffung von Anreizsystemen

Risiko eines zu niedrigen Qualifikationsniveaus:
Risikohandhabung:
- Laufende Weiterbildung der Mitarbeiter

Risiko, nicht ausreichend neue Mitarbeiter mit erforderlicher Qualifikation zu finden: Risikohandhabung:
- Weiterbildung vorhandener Mitarbeiter
- Zusammenarbeit mit Personalberatern

Sonstige Risiken:

Gewährleistungsrisiko: Besteht in marktüblichem Umfang

Risikohandhabung:

- Fehlerursachenanalyse und -klassifizierung bei Reklamationen

- Laufende Weiterentwicklung des Qualitätsmanagements

2. Chancen der Gesellschaft

Das Unternehmen setzt auf einen verstärkten Ausbau der internationalen Absatzmärkte. Die Chancen sieht die Gesellschaft in einer noch stärkeren Ausrichtung auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden mit einem nachhaltigen Service, in einer Verbreiterung des Kundenstammes sowie in den positiven Referenzen, welche zu Weiterempfehlungen im In- und Ausland führen.

Ein besonderer Vorteil - vor allem am amerikanischen Markt - besteht in der moderneren Technologie, über die die Gesellschaft verfügt.

Das Unternehmen verfügt über ein mittelfristiges Planungssystem, was auch durch die überjährigen Kundenaufträge den erforderlichen Standard widerspiegelt. Durch laufende Aktualisierung der Plandaten können auch laufend bessere Erfahrungswerte gewonnen werden. Damit wird die Prognosesicherheit stetig erhöht und verbessert.

Ausblick auf 2009

Wir gehen davon aus, dass sich im Jahr 2009 die weltweite Wirtschaftskrise noch verstärken wird. Durch die zeitgerecht begonnene Internationalisierung und Expansion nach Mexiko und in die USA können wir dieser Herausforderung jedoch entsprechend begegnen.

Die Automobilhersteller weltweit, aber insbesondere in den USA, sind gerade aufgrund ihrer schwierigen Situation dazu gezwungen, ihre Strategien auf völlig neue Beine zu stellen. Das führt auch zu einer grundlegenden Änderung der Produktpolitik der Autohersteller, was wiederum Investitionen in neue Produktionsanlagen zur Folge hat. Aufgrund der unsererseits bereits weit fortgeschrittenen Erschließung dieser neuen Märkte erwarten wir für 2009 trotz Wirtschaftskrise ein weiteres Umsatzwachstum.

Der Schwerpunkt wird 2009 auf der Stabilisierung und Festigung unserer Tochtergesellschaften in den USA und Mexiko sowie auf der weiteren Ausdehnung der vertrieblichen Kapazitäten liegen.

Wir werden unsere Kernkompetenzen Fördertechnik, Sondermaschinen und Verfahrenstechnik sowohl durch Standardisierung und daraus resultierenden freiwerdenden Kapazitäten als auch durch Akquisitionen weiter stärken, damit die Moll in den nächsten Jahren zum international führenden Anbieter für Fördertechnik, Sondermaschinen, Verfahrenstechnik - und diese im Verbund, auch als "turn key" (schlüsselfertig) - wird.

Wir haben uns ebenfalls als Ziel gesetzt, die Moll Produkte durch Optimierung und Neuentwicklungen weiter zu verbessern.

Dieser Kurzbericht enthält auch zukunftgerichtete Aussagen und Informationen - also Aussagen über Vorgänge, die Entwicklungen in der Zukunft antizipieren. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf unseren heutigen Erwartungen und getroffenen Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Bekanntlich beeinflusst eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereiches von Moll liegen, die Geschäftsaktivitäten. Zu diesen Unwägbarkeiten zählen folgende Faktoren: Änderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, Änderungen in der Geschäftsstrategie, Änderungen im Kundenverhalten und Veränderungen im rechtlichen Umfeld, internationale Entwicklung der Finanzmärkte u.a.m.

Da dieser Lagebericht im Erstellungszeitpunkt eine Momentaufnahme ist, verpflichtet sich Moll nicht und beabsichtigt auch nicht, diese zukunftgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu adaptieren.

E. Sonstige Angaben

1. Nachtragsbericht

Die begonnenen Umstrukturierungsmaßnahmen werden auch 2009 fortgesetzt und fokussieren sich insbesondere auf die EDV und Informations Technologie, das PPS System sowie auf das Risikomanagementsystem.

2. Forschungs- und Entwicklungsbericht

F & E-Kosten in der Moll Maschinenbau entstehen laufend im Rahmen von Auftragsprojekten, bei denen neue Technologien ausgerichtet an individuellen Kundenbedürfnissen entwickelt werden. Im Unternehmen wird sowohl in Produkt- und Technologieentwicklungen für die Fördertechnik als auch in Standardisierung investiert.

3. Geschäftsführung und Aufsichtsrat

Die Geschäftsführung setzt sich seit 24.05.2007 aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Seit 1.7. 2006:

Herr Christoph Trull, Dipl.Ing. Maschinenbau

Seit 24.05.2007:

Herr Wolfgang Haindl, MBA

Aufsichtsrat:

Der Aufsichtsrat setzte sich 2008 wie folgt zusammen:

Dkfm. Klaus Haberzettl, Vorsitzender des Aufsichtsrates (bis 30.09.2008)

Mag. Bernd Lechner, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Dipl. BW Ralf Kunzmann

Dr. Ralph Kogge (seit 24.10.2008)

Franz Bayer (bis 8.5.2008)

Josef Moll (bis 8.5.2008)

Im Jahr 2008 wurde die 2007 begonnene Optimierung und Straffung der Geschäftsprozesse sowie die Anpassung der Managementtools auf die strategische Konzeption fortgesetzt. Darüber hinaus wurden durch die Etablierung der Tochtergesellschaften in Mexiko und USA wichtige Schritte in Richtung der internationalen Expansion gesetzt, um den langfristigen Bestand des Unternehmens als bedeutender Marktanbieter in den bisherigen Segmenten abzusichern und ein gedeihliches Wachstum zu garantieren.

 

Leiblfing, im Februar 2009

Moll Maschinenbau GmbH

Christoph Trull, Dipl.Ing. Maschinenbau

Wolfgang Haindl, MBA

Bilanz

Aktiva

  31.12.2008
EUR
31.12.2007
EUR
A. Anlagevermögen 6.071.294,51 5.827.455,18
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 341.537,00 50.319,00
1. Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 81.537,00 50.319,00
2. geleistete Anzahlungen 260.000,00 0,00
II. Sachanlagen 4.983.976,73 5.234.886,18
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.900.499,50 4.036.668,00
2. technische Anlagen und Maschinen 481.174,50 591.080,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 576.304,00 586.448,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 25.998,73 20.689,68
III. Finanzanlagen 745.780,78 542.250,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 543.530,78 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 200.000,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 540.000,00
4. Genossenschaftsanteile 2.250,00 2.250,00
B. Umlaufvermögen 24.323.443,44 18.641.508,96
I. Vorräte 0,00 2.841.195,20
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 806.163,66 804.056,80
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 15.654.881,96 26.419.878,63
3. fertige Erzeugnisse und Waren 2.951,67 0,00
4. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen abgesetzt -16.463.997,29 -24.382.740,23
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.377.736,93 5.216.295,03
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.033.842,36 3.992.983,34
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 43.922,88 15.660,01
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.299.971,69 1.207.651,68
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 16.945.706,51 10.584.018,73
C. Rechnungsabgrenzungsposten 28.286,85 26.335,96
Bilanzsumme, Summe Aktiva 30.423.024,80 24.495.300,10

Passiva

   
  31.12.2008
EUR
31.12.2007
EUR
A. Eigenkapital 9.404.828,99 7.401.262,30
I. gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 800.000,00 0,00
III. Gewinnrücklagen 524.739,50 0,00
1. andere Gewinnrücklagen 524.739,50 0,00
IV. Gewinnvortrag 6.850.522,80 6.850.522,80
V. Jahresüberschuss 1.203.566,69 524.739,50
B. Rückstellungen 4.483.383,17 4.147.835,21
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0,00 886.762,88
2. Steuerrückstellungen 460.752,65 0,00
3. sonstige Rückstellungen 4.022.630,52 3.261.072,33
C. Verbindlichkeiten 16.534.812,64 12.946.202,59
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 19.279,81 577.134,52
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 10.073.816,41 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.549.164,43 9.475.058,82
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 745.275,47 1.282.443,99
5. sonstige Verbindlichkeiten 147.276,52 1.611.565,26
davon aus Steuern 140.859,65 1.074.425,54
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 2.305,40 4.782,02
Bilanzsumme, Summe Passiva 30.423.024,80 24.495.300,10

Gewinn- und Verlustrechnung

  1.1.2008 - 31.12.2008
EUR
1.1.2007 - 31.12.2007
EUR
1. Umsatzerlöse 78.131.080,87 52.138.264,23
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -10.435.707,40 5.209.836,48
3. andere aktivierte Eigenleistungen 7.138,25 435.999,25
4. sonstige betriebliche Erträge 424.012,26 611.106,61
5. Materialaufwand 51.875.088,17 45.820.596,90
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 18.010.179,74 16.886.038,88
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 33.864.908,43 28.934.558,02
6. Personalaufwand 8.915.148,66 7.927.764,59
a) Löhne und Gehälter 7.534.138,88 6.773.443,29
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.381.009,78 1.154.321,30
davon für Altersversorgung 76.265,21 75.099,54
7. Abschreibungen 950.317,10 665.181,56
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 621.027,83 665.181,56
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 329.289,27 0,00
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.196.433,65 3.147.332,68
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 112,50 112,50
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 167.302,12 72.709,64
davon aus verbundenen Unternehmen 1.367,05 0,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 319.509,96 198.509,81
davon an verbundene Unternehmen 36.000,00 0,00
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.037.441,06 708.643,17
13. Steuern vom Einkommen und Ertrag 800.594,91 150.680,17
14. sonstige Steuern 33.279,46 33.223,50
15. Jahresüberschuss 1.203.566,69 524.739,50

Ergebnisverwendung

Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands / der Geschäftsleitung

Die Geschäftsführung schlägt folgende Ergebnisverwendung vor:

Vom Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.203.566,69 werden EUR 75.260,50 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Der Restbetrag in Höhe von Euro 1.128.306,19 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Anhang für das Geschäftsjahr 2008

1. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 wurde nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Gesellschaft i.S.d. § 267 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften bezeichnet, die mittelbar oder unmittelbar im Mehrheitsbesitz oder unter einheitlicher Leitung der Moll Holding GmbH stehen.

2. Angaben und Erläuterungen zu Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

a) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind unter Berücksichtigung handelsrechtlicher und ertragsteuerlicher Vorschriften bilanziert und bewertet worden.

Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend der steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter iSv § 6 Abs. 2 Einkommensteuergesetz (EStG) wurden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter iSv § 6 Abs. 2a Einkommensteuergesetz (EStG) wurden im Jahr der Anschaffung zu einem Fünftel abgeschrieben.

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden linear anhand der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern gemäß amtlicher AfA-Tabellen abgeschrieben.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem am Abschlussstichtag beizulegenden Wert lag, wurde dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Bestandsrisiken, die sich aus einer geminderten Verwertbarkeit ergeben, wurden durch angemessene Abwertung berücksichtigt.

Unfertige bzw. fertige Erzeugnisse und Leistungen wurden mit den Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen berücksichtigt.

Verlustaufträge wurden durch angepasste Bewertungsmaßnahmen und Rückstellungen entsprechend berücksichtigt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Erhaltene Anzahlungen wurden vom Bilanzwert abgesetzt. Der Ausweis der erhaltenen Anzahlungen erfolgt sowohl unter B.I.4 der Aktiva (TEUR 16.464) als auch unter C.2 der Passiva (TEUR 10.074)

Forderungen sowie sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Flüssige Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend Rechnung getragen.

Verbindlichkeiten wurden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Vorgänge, die auf fremde Währung lauten, wurden in Euro umgerechnet. Die Umrechnung von Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgte mit dem Briefkurs am Entstehungstag bzw. dem höheren Kurs am Abschlussstichtag.

b) Erläuterungen zur Bilanz

Die Aufgliederung und die Bewegungen des Anlagevermögens sind dem Anlagenspiegel zu diesem Anhang zu entnehmen.

Die im Vorjahr unter dem Posten Beteiligungen ausgewiesene Beteiligung an der Moll Engineering GmbH wird im Geschäftsjahr 2008 unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Die Aufgliederung der Forderungen nach Fristigkeiten zeigt folgendes Bild:

Art der Forderung zum 31.12.2008 Gesamtbetrag
TEUR
davon mit einer kleiner 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit größer 1 Jahr
TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 6.033,8 6.033,8 0,0
gegenüber verbundenen Unternehmen 43,9 43,9 0,0
sonstige Vermögensgegenstände 1.300,0 945,7 354,7
Summe 7.377,7 7.023,4 354,7

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten antizipative Posten in Höhe von TEUR 608,6 (Steuererstattungsansprüche 2007). Hierbei handelt es sich um zu hoch geleistete Vorauszahlungen an Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag sowie der im Folgejahr abziehbaren Vorsteuer.

Das gezeichnete Kapital ist im Geschäftsjahr mit EUR 26.000,00 unverändert geblieben.

Die Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

Bezeichnung Stand 01.01.
TEUR
Verbrauch
TEUR
Auflösung
TEUR
Zuführung
TEUR
Stand 31.12.
TEUR
Rückstellungen für Pensionen 886,8 886,8 0,0 0,0 0,0
Steuerrückstellungen 0,0 0,0 0,0 460,8 460,8
Sonstige Rückstellungen 3.261,1 2.930,3 34,4 3.726,3 4.022,6
Summe 4.147,99 3.817,1 34,4 4.187,1 4.483,4

Die sonstigen Rückstellungen betreffen:

  2008
TEUR
Rückstellung für nachlaufende Kosten 1.039,5
Rückstellung für Gewährleistung 716,0
Rückstellung für Urlaub und Überstunden 605,2
Rückstellung für Schadenersatz 350,0
Rückstellung für drohende Verluste 341,0
Rückstellung für Personalkosten 190,8
Rückstellung für ausstehende Rechnungen 195,0
Rückstellung für Pönalen 188,0
Rückstellung für Tantiemen 105,8
Rückstellung für Berufsgenossenschaft 51,8
Rückstellung für Altersteilzeit 51,0
Rückstellung für Abschluss und Prüfung 60,5
Sonstige Rückstellungen 128,0
Zusammen 4.022,6

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die auf Lieferungen und Leistungen beruhen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Moll Engineering GmbH .

Bei den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstigen Verbindlichkeiten, handelt es sich um kurzfristige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 12.

Verbindlichkeiten, die durch Grundschulden besichert sind, bestehen nicht.

3. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

  2008
TEUR
2007
TEUR
Deutschland 76.448,8 49.097,1
Sonstiges EU-Land 1.503,7 2.393,8
USA, Süd Afrika und Schweiz 182,6 662,4

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 34,4) sowie Buchgewinne aus der Veräußerung von Gegenständen des Anlagevermögens (TEUR 3).

Die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens betreffen Abwertungen auf unfertige Erzeugnisse im Rahmen der verlustfreien Bewertung soweit sie die üblichen Abschreibungen überschreiten. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis unter der Bestandsveränderung.

4. Sonstige Angaben

Zum Bilanzstichtag bestanden Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB iVm. § 268 Abs. 7 HGB für Bürgschaften aus Garantien Dritter in Höhe von TEUR 4.966,9.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen iSv § 285 Satz 1 Nr. 3 HGB bestehen in Höhe von TEUR 367,4 mit einem Jahreswert von TEUR 261,4.

Geschäftsführer der Gesellschaft im Jahr 2008 waren die Herren Wolfgang Haindl und Christoph Trull. Prokuristen waren Herr Alois Bachner sowie Herr Heinrich Seidl. Die Geschäftsführer haben im Geschäftsjahr 2008 TEUR 361,5 Bezüge gem. § 285 Nr. 9a HGB erhalten. Leistungen an frühere Geschäftsführungsmitglieder gem. § 285 Nr. 9b HGB erfolgten in Höhe von TEUR 886,8.

Dem Aufsichtsrat gehören die nachfolgend genannten Personen an:

- Herr Dkfm. Klaus Haberzettl, Aufsichtsratsvorsitzender- bis zum 30. September 2008 -

- Herr Mag. Bernd Lechner, Aufsichtsratsvorsitzender - seit dem 3. November 2008 -

- Herr Dipl. BW Ralf Kunzmann

- Herr Dr. Ralph Kogge - seit dem 24. Oktober 2008 -

- Herr Franz Bayer - bis zum 8. Mai 2008 -

- Herr Josef Moll - bis zum 8. Mai 2008 -

Im Geschäftsjahr 2008 hatte die Gesellschaft durchschnittlich 156 (Vorjahr: 139) Arbeitnehmer. Diese Anzahl setzt sich aus 75 (Vorjahr: 72) gewerblichen Arbeitnehmern sowie aus 81 (Vorjahr: 67) Angestellten zusammen.

Anteilsbesitz:

Gesellschaft Sitz Beteiligungshöhe Eigenkapital zum 31.12.2008 Jahresergebnis
Moll Engineering GmbH Leiblfing 66,67% TEUR 540,5 offen
Moll Systems US, Inc. USA 100,00%   offen
Moll Maschinenbau S.A.de C.V. Mexiko 100,00%   offen

Name und Sitz des Mutterunternehmens:

Moll Holding GmbH; Sitz: Leiblfing

Die Moll Maschinenbau GmbH ist in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens, der Moll Holding GmbH, einzubeziehen. Das Mutterunternehmen stellt einen befreienden Konzernabschluss auf.

 

Leiblfing, den 5. März 2009

Wolfgang Haindl

Christoph Trull

Anlagespiegel

   
  Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2008
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anlagevermögen        
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 380.004,27 55.400,02 0,00 0,00
geleistete Anzahlungen 0,00 260.000,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 380.004,27 315.400,02 0,00 0,00
Sachanlagen        
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.817.582,18 55.844,34 0,00 0,00
technische Anlagen und Maschinen 2.399.756,31 21.092,25 0,00 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.204.411,46 267.506,72 64.167,37 0,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.689,68 5.309,05 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 10.442.439,63 349.752,36 64.167,37 0,00
Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 3.530,78 0,00 540.000,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 200.000,00 0,00 0,00
Beteiligungen 540.000,00 0,00 0,00 -540.000,00
Genossenschaftsanteile 2.250,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 542.250,00 203.530,78 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 11.364.693,90 868.683,16 64.167,37 0,00
   
  kumulierte Abschreibungen 31.12.2008
EUR
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Zuschreibungen
EUR
Anlagevermögen        
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 353.867,29 0,00 24.182,02 0,00
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 353.867,29 0,00 24.182,02 0,00
Sachanlagen        
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.972.927,02 0,00 192.012,84 0,00
technische Anlagen und Maschinen 1.939.674,06 0,00 130.997,75 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.831.446,81 0,00 273.835,22 0,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 5.744.047,89 0,00 596.845,81 0,00
Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 6.097.915,18 0,00 621.027,83 0,00
  Buchwert
  31.12.2008
EUR
31.12.2007
EUR
Anlagevermögen    
Immaterielle Vermögensgegenstände    
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 81.537,00 50.319,00
geleistete Anzahlungen 260.000,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 341.537,00 50.619,00
Sachanlagen    
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.900.499,50 4.036.668,00
technische Anlagen und Maschinen 481.174,50 591.080,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 576.304,00 586.448,50
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 25.998,73 20.689,68
Summe Sachanlagen 4.983.976,73 5.234.886,18
Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 543.530,78 0,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 200.000,00 0,00
Beteiligungen 0,00 540.000,00
Genossenschaftsanteile 2.250,00 2.250,00
Summe Finanzanlagen 745.780,78 542.250,00
Summe Anlagevermögen 6.071.294,51 5.827.455,18

Berichtsprüfung

Bestätigungs-/Versagungsvermerk/Bescheinigungstext

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Ich habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewlnn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Moll Maschinenbau GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Straubing, 1. März 2009:

Prof. Dr. Skopp Wirtschaftsprüfer

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