mdc medical device certification GmbH

Kriegerstraße 6, 70191 Stuttgart, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 21357
Eingetragen
13.2.1997
Branche
Erbringung von ergotherapeutischen DienstleistungenErbringung von Dienstleistungen der diagnostischen BildgebungBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Erbringung von Dienstleistungen im Gebiet der Medizinprodukte, des Gesundheitswesens und verwandter Gebiete. Die Dienstleistung besteht insbesondere in der Zertifizierung von Qualitätsmanagementsystemen, Produkten, Dienstleistungen und Personal. Außerdem ist Zweck des Unternehmens die allgemeine Information und die Durchführung von Schulungen in den vorgenannten Bereichen. Das Unternehmen enthält sich jeglicher Beratungstätigkeit.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Karsten Kudlek
seit 24.1.2019
Prokura
Prokura
Harald Rentschler
seit 28.9.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ZDH-ZERT Verein für Qualität im Handwerk und in der gewerblichen Wirtschaft e.V.
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

ZDH-ZERT Verein für Qualität im Handwerk und in der gewerblichen Wirtschaft e.V.
Germany
330.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

mdc medical device certification GmbH

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1 Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1 Wesentliche Absatzmärkte und die dort erreichte Wettbewerbsposition

1.1.1 Geschäftsfeld/Standorte

Die mdc medical device certification GmbH versteht sich als Spezialanbieter auf dem Gebiet der Medizinprodukte und verwandter Bereiche. Das Leistungsspektrum teilt sich in Zertifizierung für die CE-Kennzeichnung, Zertifizierung nach QM-Normen und Präqualifizierung auf. Abgerundet wird das Angebot durch Leistungen für Drittländer - Audits unter dem MDSAP (für USA, Japan, Kanada, Brasilien, Australien) über einen Kooperationspartner, die Konformitätsbewertung für die Ukraine mittels Anerkennung durch zwei Kooperationspartner, sowie die Anerkennung von Audits in Taiwan. Ergänzend werden öffentliche Präsenz- und Onlineseminare im Bereich Qualitätsmanagement und Regulatory Affairs durchgeführt.

1.1.2 Niederlassungen

Die mdc medical device certification GmbH unterhält mehrere Standorte, die, außer dem Sitz der Gesellschaft sämtlich nichtselbständige Niederlassungen sind:

•Sitz der Gesellschaft: Kriegerstraße 6, 70191 Stuttgart, Deutschland

•Niederlassung Berlin: Ernst-Augustin-Straße 2, 12489 Berlin, Deutschland

•Niederlassung Tuttlingen: Rathausstraße 5, 78532 Tuttlingen, Deutschland

•Zweigniederlassung Austria: Wienerbergstr. 11/ A18, 1100 Wien, Österreich

•Niederlassung Israel, Sderot HaPalyam 8A, 3309502 Haifa, Israel

1.1.3 Absatzmärkte

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt mit 72 Prozent der Umsatzerlöse in Deutschland und Österreich. 13 Prozent entfallen auf andere EU Länder sowie Schweiz und Liechtenstein, 11 Prozent auf Israel und 4 Prozent auf andere Länder.

1.1.4 Wettbewerbsposition

Eine genaue Größe der einzelnen Wettbewerber lässt sich nicht exakt bestimmen, da diese in der Regel Teil eines Konzerns sind und somit ihre Geschäftszahlen nicht ausweisen oder diese nur eingeschränkt publizierungspflichtig sind. Auf der Basis von Einzelinformationen und Erhebungen (u. a. über die Anzahl der Mitarbeiter, Anzahl der Bescheinigungen bzw. Kunden) insbesondere im Rahmen Veröffentlichungen der jährlichen Statistik des Europäischen Verbands der Benannten Stellen für Medizinprodukte (TEAM-NB) lässt sich aber eine grobe Einordnung vornehmen. Hierbei lässt sich ableiten, dass wir in unserem Fachgebiet zu den 10 größten von mittlerweile ungefähr 50 Stellen in Europa gehören.

1.2 Wirtschaftliche Einflussfaktoren

Allgemein kann festgehalten werden, dass die Bedeutung des Wertes "Gesundheit"weltweit an Bedeutung gewinnt. So verwundert es auch nicht, dass nunmehr auch Schwellenländer verstärkt in Ihre Gesundheitssysteme investieren. Vor dem Hintergrund der der weltweit alternden Bevölkerung, der zu einem Zusatzbedarf an medizinischen Leistungen führt und der technologischen Fortschritte insbesondere der Digitalisierung, prognostizieren verschiedene Analysten auch für die nächsten Jahre ein stetiges Wachstum.

Frost & Sullivan prognostiziert bis 2025 ein durchschnittliches jährliches Wachstum des globalen Medizintechnikmarktes um 6,3 %. Statista rechnet bis zum Jahr 2029 mit einer jährlichen Wachstumsrate des Umsatzes 5,54% (weltweit) bzw. 4,92 (Deutschland).

Aufgrund des 2017 in Kraft getretenen und immer noch in der Übergangsphase befindlichen novellierten Medizinprodukterechts in Europa steigen zudem die regulatorischen Anforderungen an die Hersteller. Hierdurch erhöht sich auch der Aufwand für die Konformitätsbewertungstleistungen der benannten Stellen, so auch der mdc medical device certification GmbH. Dieses wird auch durch die Aussagen von Herstellerverbänden wie z.B. dem BVMed, die eine Vervielfachung der Preise für die Konformitätsbewertung beklagen, gestützt.

1.3 Verlauf der Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023

Die mdc medical device certification GmbH erbrachte im Geschäftsjahr 2023 eine Gesamtleistung von 16.959 TEUR und lag damit um 9,8 Prozent über dem Vorjahreswert von 15.443 TEUR.

Im Bereich In-vitro-Diagnostika ist besonders der erfolgreiche Abschluss des Benennungsverfahrens unter der Verordnung (EU) 2017/746 über In-vitro Diagnostika zu erwähnen, welcher jedoch erst mit dem Abschluss erster Verfahren die Umsatzerlöse der folgenden Geschäftsjahre beeinflussen wird.

1.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

1.4.1 Umsatz und Bestandsveränderung laufender Aufträge

Umsätze werden auf Geschäftsbereichsebene monatlich ermittelt und mit Plan und Vorjahreswert verglichen. Die Umsatzerlöse stiegen um 12% gegenüber dem Vorjahr auf 16.906 TEUR. Die Bestände an fertigen und unfertigen Aufträgen haben sich gegenüber 2022 unwesentlich erhöht.

1.4.2 EBITDA

Gegenüber 2022 hat sich der Jahreswert um 41,4 Prozent verschlechtert. Als weitere Kennzahlen werden die folgenden Leistungsindikatoren verwendet.

1.4.3 Rohertrag (Deckungsbeitrag)

Der Deckungsbeitrag als Differenz von Umsatz und Einsatz operativer Ressourcen (einschließlich Fremdleistungen) wird monatlich ermittelt und mit dem Plan sowie dem Vorjahreswert verglichen. Zusätzlich wird der Jahreswert mit dem Vorjahr verglichen. Gegenüber 2022 hat sich der Jahreswert um 9,3% verbessert.

1.4.4 Liquidität

Die Liquidität wird täglich überwacht und mit den monatlich auszubringenden Zahlungen und erwarteten Einnahmen abgeglichen. Im vergangenen Geschäftsjahr war zu jeder Zeit hinreichend Liquidität vorhanden. Zudem werden vor dem Erbringen von Leistungen in Drittländern Anzahlungsrechnungen gestellt.

1.4.5 Anzahl gültiger Bescheinigungen

Die Anzahl der gültigen Bescheinigungen ist ein Indikator für die Entwicklung des Unternehmens.

Die Kennzahl wird jährlich erhoben und mit dem Vorjahreswert verglichen. Zum 31.12.2023 bestanden 5.601 gültige Bescheinigungen und damit 2,4% mehr als im Vorjahr mit 5.472.

2 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.1 Ertragslage im Geschäftsjahr 2023

Die Strategie der mdc medical device certification GmbH ist auf eine ertragsorientierte, nachhaltige Entwicklung ausgerichtet und hat das Ziel, die Stabilität des Unternehmens noch weiter zu festigen und den Unternehmenswert langfristig zu steigern. Die Ertragslage ist geprägt vom operativen Wachstum der Gesellschaft.

Das Ergebnis nach Steuern lag im Jahr 2023 um 42,9% unter dem Ergebnis des Vorjahres und betrug 354 TEUR (Vorjahr 620 TEUR).

Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr auf 10.845 TEUR erhöht. Das entspricht einer Erhöhung von rund 14,4%.

Die mdc medical device certification GmbH beschäftigte im Durchschnitt gem. § 267 Abs. 5 HGB im Geschäftsjahr 2022 142 Mitarbeiter (105 Vollzeitbeschäftigte und 37 Teilzeitbeschäftigte); im Vorjahr waren es 123 Mitarbeiter (89 Vollzeitbeschäftigte und 34 Teilzeitbeschäftigte).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr von 1.934 TEUR auf 2.280 TEUR gestiegen. Ursächlich für die Erhöhung sind im Wesentlichen die allgemeinen Kostensteigerungen am Markt.

Vor dem Hintergrund der regulatorischen Anforderungen und aufgrund der Entwicklung des Marktes und des Wettbewerbs musste 2023 ein weiterer Personalaufbau erfolgen.

Die in der Änderungsverordnung (EU) 2023/607 festgelegten längeren Übergangsfristen hatten im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlichen Einfluss auf die Ertragslage des Unternehmens. Auf der einen Seite haben im Zusammenhang mit der Abwicklung der Verlängerung verbundene Anpassungen der Ablauforganisation sowie Leistungen zur Bestätigung an die Zertifikatsinhaber zusätzliche Ressourcen gebunden. Auf der anderen Seite führen die Fristverlängerungen nicht selten zu Verschiebungen von Erstzertifizierungen unter der Verordnung (EU) 2017/745 über Medizinprodukte und hieraus resultierend auch zu einer zeitlichen Verschiebung von Umsatzerlösen.

2.2 Finanzlage zum 31.12.2022

2.2.1 Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Das Finanzmanagement der mdc medical device certification GmbH hat stets das Ziel, die Eigenfinanzierung durch die Gesellschaft sicherzustellen. Fremdkapitalaufnahme soll vermieden werden.

2.2.2 Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit

Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug zum 31.12. -719 TEUR (Vorjahr: 173 TEUR). Die Verminderung des Cashflows war im Wesentlichen bedingt durch Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (710 TEUR), der Vorräte (38 TEUR), sowie der Abnahme der Verbindlichkeiten und sonstige Passiva (-520 TEUR) gegenüber dem Vorjahr.

2.2.3 Cash-Flow aus Investitionstätigkeit

Investitionstätigkeiten erfolgten hauptsächlich in Zusammenhang mit dem Ausbau und der Erneuerung digitaler Systeme. Aufgrund des allgemein spürbaren Fachkräftemangels konnten jedoch sowohl auf Dienstleisterseite als auch auf der Seite der mdc medical device certification GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr die angestrebten Fortschritte in den laufenden Vorhaben nur teilweise erzielt werden.

Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit betrug zum 31.12. -227 TEUR (Vorjahr: -429 TEUR). Die Veränderung des Cashflows war im Wesentlichen bedingt durch die geringeren Neuinvestitionen im Vergleich zum Vorjahr.

Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit betrug zum 31.12. -300 TEUR (Vorjahr: -324).

Die Veränderung des Cashflows war im Wesentlichen bedingt durch die Gewinnausschüttung an den Gesellschafter.

Insgesamt hat sich der Finanzmittelfonds gegenüber dem Vorjahr um 1.246 TEUR vermindert und beträgt zum Bilanzstichtag 1.684 TEUR (-42,5 Prozent ggü. Vorjahr). Es waren jedoch stets ausreichend Finanzmittel vorhanden, um den finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Des Weiteren bestehen im Verhältnis zum Gesamtumsatz nur geringe Bonitätsrisiken. Die Marktumgebung ist, wie vorhergehend erläutert, gut.

2.3 Vermögenslage zum 31.12.2023

Die Bilanzsumme hat im Geschäftsjahr 2023 auf 5.480 TEUR gegenüber dem Vorjahreswert von 5.956 TEUR abgenommen.

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert 330 TEUR. Das Eigenkapital beträgt 2.953 TEUR.

Die Eigenkapitalquote hat sich von 49 Prozent im Vorjahr auf 54 Prozent erhöht. Ursächlich für die Verminderung der Bilanzsumme ist die Abnahme der Verbindlichkeiten und Rückstellungen um 530 TEUR.

3 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren mit Bezug auf die Ertragslage der mdc medical device certification GmbH sind die Betriebsleistung und das Jahresergebnis vor Steuern. Diese haben sich wie folgt entwickelt:

2019 2020 2021 2022 2023
Gesamtleistung (T€) 11.523 11.551 13.469 15.443 16.959
Jahresergebnis v.St. (T€) 354 380 955 895 511

Auch, wenn die Betriebsleistungs- und Jahresüberschussentwicklung in 2023 insbesondere aufgrund der Effekte der verlängerten Übergangsfristen des novellierten Medizinprodukterechts nicht an den Vorjahren anknüpfen konnte, kann die Gesamtentwicklung als zufriedenstellend bezeichnet werden. Die Betriebsleistung liegt 2 % und das Jahresergebnis vor Steuern in Höhe von 4% knapp unter dem Planansatz.

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren mit Bezug auf die Vermögens- und Finanzlage unserer Gesellschaft sind Liquidität Il. Grades und die Eigenkapitalquote.

2019 2020 2021 2022 2023
Liquidität II 75% 98% 257% 238% 291%
Eigenkapitalquote 33% 36% 45% 49% 54%

Die Leistungsindikatoren spiegeln die Entwicklung und die Stabilität des Unternehmens. Sie ermöglichen freies wirtschaftliches Handeln. Die Entwicklung der Eigenkapitalquote ist positiv. Die wirtschaftliche Lage ist trotz des Zurückbleibens hinter den Erwartungen an Umsatz- und Ergebnissteigerung, insgesamt als gut zu bezeichnen.

Es wird weiterhin eine Steigerung der Gesamtleistung erwartet, während sich die Vermögens- Finanz- und Ertragslage auf derzeitigen Niveau halten wird.

Plan 2023 Ist 2023 Plan 2024 Schätzung 2024
Gesamtleistung (T€) 17.300 16.959 19.890 19.000
Jahresergebnis v. St. (T€) 531 511 541 420

Die Liquidität und Eigenkapitalquote unterliegen keiner systematischen Planung und sollten sich auf dem Niveau von 2022 und 2023 halten. Eine ausreichende Liquidität wird durch kontinuierliche Überwachung gewährleistet. Von einem Fremdkapitalbedarf ist nicht auszugehen.

3.1 Gesamtaussage

Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens ist als gut zu bezeichnen. Auftragseingang und Auftragsbestand haben sich jedoch aufgrund der Verschiebung der Übergangsfristen im novellierten Medizinprodukterecht nicht vollständig wie prognostiziert entwickelt.

4 Chancen und Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung

4.1 Allgemeine Situation

Für das Geschäftsmodell der mdc medical device certification GmbH im Markt für die Zertifizierung im Rahmen der CE Kennzeichnung von Medizinprodukten und In-vitro Diagnostika sowie die Zertifizierung von Qualitätsmanagementsystemen und der Präqualifizierung, werden weiterhin die Voraussetzungen für ein ertragsorientierte, nachhaltige Unternehmensentwicklung sowie die weitere Festigung der Stabilität des Unternehmen und die langfristige Steigerung des Unternehmenswertes erfüllt.

4.2 Leistungswirtschaftliche Risiken

Wie bereits vorhergehend ausgeführt, wird der Markt für Medizinprodukte und In-vitro Diagnostika auch in den nächsten Jahren weiter wachsen. Hiermit verbunden ist auch die Nachfrage an Zertifizierungsleistungen, sei es als Teil der Produktzulassung oder sei es im Rahmen marktüblicher Forderungen nach dem Vorhandensein von zertifizierten Qualitätsmanagementsystemen bei Zulieferern und Dienstleistern.

Bisher können keine Auswirkungen der Ukraine-Krise auf die starke Marktnachfrage festgestellt werden. Zukünftige Auswirkungen, zum Beispiel durch eine Energiekrise, können zwar nicht ausgeschlossen werden, sind aber im Rahmen der Gesamtkostenbetrachtung nicht erheblich.

Sowohl die Sicherheitslage als auch die vor den Anschlägen vom 07. Oktober 2023 bestehenden politischen Diskurse in Israel haben Einfluss auf die Investitionstätigkeit im Land, insbesondere im Life-Science-Sektor. So meldet die IATI (Israel Advanced Technology Industries), eine Schirmorganisation israelischer HiTech Unternehmen, dass die Investitionen in die Branche im zweiten Jahr in Folge deutlich abgenommen haben.

Gleichzeitig kann die mdc medical device certification GmbH aufgrund der Präsenz im Land den Herstellern in Israel trotz der Sicherheitslage Leistungen vor Ort anbieten, die vielen Mitbewerbern derzeit aufgrund bestehender Reisewarnungen nicht in vollem Umfang möglich sind.

4.3 Finanzwirtschaftliche Risiken

Ein Preisänderungsrisiko besteht aufgrund der Tatsache, dass in aller Regel Verträge mit mehrjähriger Laufzeit geschlossen werden. Die allgemeinen Preissteigerungen gaben Anlass zur Aufnahme einer Preisanpassungsklausel in die allgemeinen Geschäftsbedingungen, um etwaige Risiken weiter zu minimieren.

Die Gesellschaft ist nur in geringem Maße Wechselkursrisiken ausgesetzt, da der überwiegende Teil des Umsatzes in Euro abgewickelt wird. Geringe Kursrisiken können sich aus dem Betrieb der Niederlassung Haifa (Israel) ergeben. Zwar werden die Aufträge auch vor Ort in Israel in Euro abgewickelt, Zahlungsverpflichtungen an lokale Dienstleister, Steuern und Sozialabgaben sowie die laufenden Gehälter des angestellten Personals werden jedoch in ILS (neuer israelischer Schekel) abgewickelt. Das Risiko ist jedoch im Augenblick überschaubar, sodass zunächst keine sichernden Maßnahmen erforderlich sind.

Die mdc medical device certification GmbH bewegt sich zwar in einem hochspezialisierten Markt, die Produkte der Kunden sind jedoch sehr divers. Die bisherige Strategie, einen breiten Produktbereich mit gutachterlichen Leistungen abdecken zu können hat sich auch in 2023 bewährt. Eine finanzielle Abhängigkeit von einzelnen Großkunden besteht nicht.

Für einen Großteil der Kunden der mdc medical device certification GmbH stellen die Leistungen einen wesentlichen Bestandteil der Markzugangsvoraussetzungen dar. Aufgrund dieserKonstellation schätzen wir die aus dem Kundenportfolio herrührenden Risiken wie z. B. Forderungsausfall oder Risikohäufung als gering ein.

4.4 Allgemeine externe Risiken (Umfeldrisiken)

Die Haftungsrisiken im Umfeld der Geschäftstätigkeit als benannte Stelle im Rahmen der Richtlinien und Verordnungen über Medizinprodukte bzw. In-vitro Diagnostika haben sich mit dem EuGH, Urteil vom 16.02.2017 (C-219/15) deutlich verändert. Benannte Stellen sehen sich hierdurch mit dem Risiko konfrontiert, für Schadensersatzansprüche z.B. durch Patienten und Endanwender in Regress genommen zu werden, wenn der durch die Stelle zertifizierte Hersteller selbst nicht mehr in Anspruch genommen werden kann. Diesem Risiko begegnete die Gesellschaft durch eine Anpassung des Versicherungsumfangs und der Deckungssummen, zuletzt in 2022. Die Bewertung des Versicherungsumfangs ist Teil des Risikomanagements der mdc medical device certification GmbH.

Risiken in Zusammenhang mit dem Fachkräftemangel bestehen vor allem darin, dass die Rekrutierung des für die Konformitätsbewertung benötige Personal in den vergangenen Jahren deutlich aufwändiger geworden ist. Bei einer gleichzeitig steigenden Fluktuationsquote erhöht sich damit nicht nur der Gesamtaufwand für die Rekrutierung, sondern besteht zusätzlich die Gefahr, dass die Leistungsfähigkeit der mdc medical device certification GmbH geschwächt werden könnte. Diesem Risiko wird durch unterschiedliche Maßnahmen entgegengewirkt:

- Maßnahmen zur Personalbindung und der Flexibilisierung der Arbeit

- Maßnahmen im Umfeld des Marketings

- Maßnahmen in Zusammenhang mit Transformation der Rekrutierungsstrategien

Die Maßnahmen zeigen insofern Erfolg, als dass die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten weiter gesteigert werden konnte, so z.B. von 122,5 in 2022 zu 142,0 in 2023.

Gesetzliche Risiken sind aktuell nicht erkennbar. Das hohe Bedürfnis an Anwendersicherheit in der Öffentlichkeit führt dazu, dass der Umfang gutachterlicher Tätigkeiten nicht grundlegend in Frage gestellt wird. Mit nachhaltigen, negativen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft rechnen wir deshalb nicht.

4.5 Allgemeine interne Risiken

Die Gesellschaft sieht sich sehr gut organisiert. Sowohl die zur Abwicklung der administrativen Aufgaben als auch operativ gutachterlich tätige Beschäftige konnten im geplanten Umfang gewonnen werden.

Die Organisationsstruktur wird der allgemeinen Entwicklung der Gesellschaft angepasst. Die Führungskultur ist angemessen. Die Führungskräfte werden durch externe Berater und Schulungsangebote in Bezug auf die Herausforderungen der Mitarbeiterführung weitergebildet. Das Unternehmen hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ein umfassendes Gesundheitsmanagement etabliert.

4.6 Risikomanagementziele und -methoden

Die mdc medical device certification GmbH betreibt ein aktives Risiko-Management zur frühzeitigen Erkennung möglicher Risiken für die Gesellschaft.

Über die IT-Applikationen der Gesellschaft können risikorelevante Daten und Kennzahlen permanent und in Echtzeit abgefragt werden. Hierzu zählen insbesondere Auftragseingänge, Personalkapazität und Personalauslastung, geleistete Tagwerke, Fakturierung.

Die mdc medical device certification GmbH überprüft täglich die liquiditätsrelevanten Kennzahlen, insbesondere offene Forderungen, Zahlungsfälligkeiten, Zahlungseingang, geplanter Zahlungsausgang und umsatz-/ertragsrelevanten Kennzahlen.

Die Gesellschaft unterhält weiterhin ein Qualitätsmanagementsystem dessen Einhaltung durch die Befugnis erteilenden Stellen mehrfach jährlich überwacht wird.

4.7 Chancen

Mit den vorgenannten Wachstumsprognosen am Markt für Medizinprodukte und In-vitro Diagnostika ist auch ein Zuwachs des Bedarfs an Zertifizierungsleistungen verbunden.

Die Umstellung unter den Richtlinien 93/42/EWG über Medizinprodukte und 98/79/EG über In-vitro Diagnostika ist bisher nur zu einem Bruchteil abgeschlossen.

Neben der Nachfrage in Bezug auf bereits im alten Rechtsrahmen zertifizierter Produkte erhöht sich die Nachfrage durch diejenigen Produkte, die unter den Verordnungen (EU) 2017/745 über Medizinprodukte und (EU) 2017/746 über In-vitro Diagnostika nun die Konformitätsbewertung durch eine benannte Stelle neu vorsehen.

Die, durch die Änderungsverordnung (EU) 2023/607 sowie den mittlerweile beschlossenen neuen Übergangsfristen für die Verordnung (EU) 2017/746 ermöglichten Fristverlängerungen werden aus Sicht des Managements lediglich eine zeitliche Verschiebung der Umsatzentwicklung bewirken.

5 Prognosebericht

Das Management der Gesellschaft erwartet aufgrund der aktuellen Verhältnisse für das Jahr 2024 ein Marktwachstum und entsprechend ein Wachstum der Gesellschaft.

Da keine Anzeichen für strukturelle Probleme im Markt oder der Gesellschaft bestanden, geht das Management weiterhin davon aus, dass die bislang verwendete Strategie und die Planungsmethodik weiterhin zu prognostizierbarem Wachstum führen.

Auch, wenn die durch die Fristverlängerungen verursachten Verschiebungen im ersten Halbjahr 2024 erkennbar sind, geht das Management der Gesellschaft derzeit erneut für das laufende Jahr von einer niedrigen zweistelligen Steigerung des Umsatzes aus. Dieser wird gegenüber dem Vorjahr voraussichtlich zwischen 10% bis 15% steigen.

Das erste Halbjahr 2024 ist von erhöhten administrativen Aufwänden für die Umsetzung der in der Änderungsverordnung (EU) 2023/607 festgelegten Aufgaben für die benannten Stellen geprägt, Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) für 2024 wird daher trotz der starken Nachfrage voraussichtlich 10 bis 20 % unter dem Ergebnis des Vorjahres liegen.

Die Neuberechnungen des Nettoumlaufvermögens sowie des Kapitalflusses haben ergeben, dass nach gegenwärtigem Kenntnisstand die Liquidität des Unternehmens ohne zusätzliche Maßnahmen jederzeit gewährleistet ist. Dies auch dann noch, wenn man von negativeren Annahmen für die kommenden Monate ausgeht als es das Management derzeit einschätzt.

 

Stuttgart, den 10. Juni 2024

Die Geschäftsführung

HANDELSBILANZ

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 638.357,85 582.463,52
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 280.172,85 171.201,52
II. Sachanlagen 358.185,00 411.262,00
B. Umlaufvermögen 4.758.089,30 5.291.799,81
I. Vorräte 980.952,84 943.128,09
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.093.622,06 1.418.603,73
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.683.514,40 2.930.067,99
C. Rechnungsabgrenzungsposten 83.552,11 81.579,34
Aktiva 5.479.999,26 5.955.842,67

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.953.017,89 2.898.933,33
I. Gezeichnetes Kapital 330.000,00 330.000,00
II. Kapitalrücklage 38.346,89 38.346,89
III. Gewinnvortrag 2.230.586,44 1.910.342,18
IV. Jahresüberschuss 354.084,56 620.244,26
B. Rückstellungen 1.217.473,76 1.227.862,55
C. Verbindlichkeiten 1.299.242,20 1.829.046,79
D. Passive latente Steuern 10.265,41
Passiva 5.479.999,26 5.955.842,67

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.897.563,79 12.617.406,17
2. Personalaufwand 10.844.892,37 9.478.523,32
a) Löhne und Gehälter 8.739.947,41 7.802.401,97
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.104.944,96 1.676.121,35
davon für Altersversorgung 164.197,91 164.995,67
3. Abschreibungen 171.433,34 187.942,41
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 171.433,34 187.942,41
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.390.033,67 1.933.328,58
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 23.158,30 553,30
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.456,04 47.339,15
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 157.226,11 275.188,94
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 1.870,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 10.265,41
8. Ergebnis nach Steuern 354.680,56 695.637,07
9. sonstige Steuern 596,00 75.392,81
10. Jahresüberschuss 354.084,56 620.244,26

Anhang

ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN

Die mdc medical device certification GmbH hat ihren Sitz in Stuttgart. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nr. HRB 21357 eingetragen.

ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Bestimmungen der §§ 266 und 275 HGB. Die Bilanz ist in Kontoform, die Gewinn- und Verlustrechnung in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Zusätzliche Angaben wegen der Nichtvergleichbarkeit einzelner Posten des Jahresabschlusses mit denen des Vorjahres sind nicht notwendig.

Der Jahresabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

BILANZIERUNGSMETHODEN

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

Die Bilanzierungsverbote nach § 248 Abs. 1 und § 248 Abs. 2 HGB wurden beachtet.

Rückstellungen sind nur im Rahmen des § 249 Abs. 1 HGB gebildet. Die Auflösung der Rückstellungen erfolgte nach bestimmungsgemäßem Verbrauch.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden nur im Rahmen der Bestimmungen des § 250 HGB gebildet.

Die auf den Jahresabschluss angewandten Ansatzmethoden sind weitestgehend beibehalten worden (§ 246 Abs. 3 Satz 1 HGB). Die Akkreditierungskosten werden als immaterielles Wirtschaftsgut bilanziert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Ein Ansatz als Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten, wie in 2021 und Vorjahren, erfolgt nicht.

BEWERTUNGSMETHODEN

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahres überein.

Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Dem stehen weder tatsächliche noch rechtliche Gründe entgegen.

Die Vermögensgegenstände und Schulden sind einzeln bewertet worden. Es ist vorsichtig bewertet worden. Namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne wurden nur berücksichtigt, soweit diese am Abschlussstichtag realisiert waren. Aufwendungen und Erträge sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss erfasst.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer (3 bis 13 Jahre) um planmäßige Abschreibungen vermindert. Es wurde ausschließlich von der linearen Abschreibungsmethode mit Sätzen zwischen 7,7 % und 33,33 % Gebrauch gemacht.

Unfertige Leistungen sind mit den bis zum Bilanzstichtag angefallenen Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Erforderliche Einzelwertberichtigungen wurden durchgeführt. Das allgemeine Kreditrisiko wurde durch eine ausreichende Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Flüssige Mittel werden zu Nennwerten bilanziert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Kapitalrücklage ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden werden im Zeitpunkt des Zugangs mit dem jeweiligen, an diesem Tag geltenden, Kurs umgerechnet. Entsprechend § 256a HGB und unter Berücksichtigung der §§ 253 Abs. 1 Satz 1 und 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB, werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden am Abschlussstichtag zum jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Für die Zugangsbewertung von Fremdwährungsposten erfolgte die Umrechnung bei Zugang von Vermögensgegenständen mit dem Geldkurs im Zugangszeitpunkt und bei dem Zugang von Verbindlichkeiten mit dem Briefkurs im Zugangszeitpunkt. Fremdwährungsforderungen und Bankguthaben in fremder Währung wurden davon abweichend mit dem Briefkurs bewertet.

Die auf den Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden sind grundsätzlich beibehalten worden.

ANGABEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen

Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens können dem als Anlage zu diesem Anhang beigefügten Anlagespiegel entnommen werden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von 42,9 TEUR mit einer Restlaufzeit von 1 - 5 Jahren enthalten. Alle weiteren Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Der Gewinnvortrag beträgt 2.230.586,44 EUR (Vj 1.910.342,18 EUR).

Sonstige Rückstellungen

Zusammensetzung Geschäftsjahr
(EUR)
Vorjahr
(EUR)
Rückstellungen für Erfüllung der Aufbewahrungsvorschriften 219,2 217,0
Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten 40,6 41,8
Rückstellungen für Akkreditierungen 235,3 85,7
Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten 52,0 52,0
Rückstellungen für Fremdleistungen 0,0 38,9
Rückstellungen für Schwerbehindertenabgabe 19,8 22,0
Rückstellungen für Mietnebenkosten 27,6 12,0
Rückstellungen für Versicherungen 3,0 3,5
Rückstellungen für Personalkosten 608,1 733,0
Zusammen: 1.205,6 1.205,9

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuern in Höhe von 140,0 TEUR (Vorjahr: 116,1 TEUR), Verbindlichkeiten aus Kreditkartenabrechnungen in Höhe von 52,5 TEUR (Vorjahr: 43,3 TEUR), sowie aus Über- bzw. Doppelzahlungen von Kunden in Höhe von 101,6 TEUR (Vorjahr: 118,9 TEUR).

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB bestanden am Bilanzstichtag nicht.

SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 1.060,6 TEUR.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

sonstige finanzielle Verpflichtungen Gesamt/TEUR
aus Mietverträgen 567,7
aus Leasingverträgen 63,0
aus Versicherungsverträgen 392,0
aus sonstigen Verträgen 37,9
Summe 1.060,6

ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen verteilen sich auf die folgenden geographischen Märkte:

Zusammensetzung Geschäftsjahr
(TEUR)
Vorjahr
(TEUR)
Deutschland 11.284 10.211
Andere EU-Länder 2.101 1.961
Nicht EU-Länder 3.521 2.927
Zusammen: 16.906 15.099

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Das Jahresergebnis enthält periodenfremde Erträge in Höhe von 44,3 TEUR (Vorjahr:

51,1 TEUR), dabei handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Erträge aus der Ausbuchung von zum Stichtag verjährten Verbindlichkeiten.

Das Jahresergebnis enthält periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 8,0 TEUR (Vorjahr: 7,1 TEUR). Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Nachberechnungen aus Leistungsbeziehungen.

SONSTIGE ANGABEN

Arbeitnehmer

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren durchschnittlich 142 Arbeitnehmer beschäftigt.

Zusammensetzung Geschäftsjahr Vorjahr
Vollzeitbeschäftigte 105 89
Teilzeitbeschäftigte 37 34
Zusammen: 142 123

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Die für das abgelaufene Geschäftsjahr angefallenen Gesamthonorare des Abschlussprüfers setzen sich wie folgt zusammen:

Zusammensetzung Geschäftsjahr/TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 14,5
Andere Bestätigungsleistungen 0
Steuerberatungsleistungen 0
Sonstige Leistungen 0
Zusammen: 14,5

Geschäftsführungsorgane

Im Geschäftsjahr wurden die Geschäfte der Gesellschaft von Herrn Harald Rentschler geführt. Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Verwaltungsrat

Der Verwaltungsrat setzte sich zum Schluss des Berichtsjahrs wie folgt zusammen:

• Herr Ulrich Bopp, Geschäftsführer, Widdern

• Herr Jürgen Wittke, Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer Berlin, Berlin (Stellv. Vorsitzender)

• Herr Dirk Palige, Geschäftsführer Zentralverband des Deutschen Handwerks, Berlin (Vorsitzender)

• Herr Erwin Kostyra, Geschäftsführer, Berlin

• Herr Axel Bettendorf, Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer Trier, Trier

Die Bezüge der Verwaltungsrat-Mitglieder beliefen sich im Jahr 2023 insgesamt auf 28,6 TEUR.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Alle wesentlichen Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ereignet.

Anschaffungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an 142.962,00
solchen Rechten und Werten 430.778,82 77.451,02 260.132,56 391.059,28
2. geleistete Anzahlungen 77.451,02 7.636,35 0,00 7.636,35
-77.451,02
508.229,84 150.598,35 260.132,56 398.695,63
II. Sachanlagen
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- 76.771,32
ausstattung 1.120.484,91 0,00 122.135,94 1.075.120,29
1.120.484,91 76.771,32 122.135,94 1.075.120,29
Zusammen: 1.628.714,75 227.369,67 382.268,50 1.473.815,92
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 337.028,32 41.615,02 260.132,56 118.510,78
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
337.028,32 41.615,02 260.132,56 118.510,78
II. Sachanlagen
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 709.222,91 129.860,32 122.135,94 716.947,29
709.222,91 129.860,32 122.135,94 716.947,29
Zusammen: 1.046.251,23 171.475,34 382.268,50 835.458,07
Buchwert
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 272.548,50 93.750,50
2. geleistete Anzahlungen 7.636,35 77.451,02
280.184,85 171.201,52
II. Sachanlagen
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 358.173,00 411.262,00
358.173,00 411.262,00
Zusammen: 638.357,85 582.463,52

Unterzeichnung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023

 

Stuttgart, 10.06.2024

Harald Rentschler, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 08.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Nach dem Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem als Anlagen 1 bis 3 beigefügten Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - der mdc medical device certification GmbH, Stuttgart, zum 31. Dezember 2023 und dem als Anlage 4 bei ge fügten Lagebe richt für das Geschäftsjahr 2023 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die mdc medical device certification GmbH, Stuttgart:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der mdc medical device certification GmbH, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, ein schließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der mdc medical device certification GmbH, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Verwaltungsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fort führung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen ge setzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteilezu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relev anten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob ei ne wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachwei se. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrundegelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

F. SCHLUSSBEMERKUNG

Den vorstehenden Bericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (Prüfungsstandard 450 n.F. des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V.). Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lagebe richtes in ei ner von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir ver weisen insbesondere auf § 328 HGB.

 

Göttingen, den 10. Juni 2024

Friedrichs & Partner mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jonas Borchard, Wirtschaftsprüfer

Christian Müller, Wirtschaftsprüfer

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