Löwentank GmbH
Selbe AdresseEinzelhandel in eigenem Namen mit Motorenkraftstoffen, Freie Tankstellen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Paul Schmidt seit 31.8.2017 | Prokura |
Johann Sebastian Thiele seit 2.2.2016 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MHB Mobility GmbH (vormals: MHB Mineralölhandel GmbH)BraunschweigJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktivseite
Passivseite
In der ordentlichen Gesellschafterversammlung am 9. August 2024 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt und beschlossen, den Jahresüberschuss in Höhe von 1.455.022,16 EUR zuzüglich des Gewinnvortrages in Höhe von 2.772.418,20 EUR, d. h. den Bilanzgewinn in Höhe von insgesamt 4.227.440,36 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft (vormals MHB Mineralölhandel GmbH) mit Sitz in Braunschweig ist im Handelsregister des Amtsgerichts Braunschweig unter der Nummer HRB 2030 eingetragen. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Beachtung der besonderen Regelungen für Kapitalgesellschaften und der ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft i. S. v. § 267 Absatz 2 HGB auf. Sie hat daher von den Erleichterungen der Rechnungslegung für mittelgroße Kapitalgesellschaften hinsichtlich des Anhangs Gebrauch gemacht. Im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die gesetzlich vorgeschriebenen Vorschriften bei einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke - soweit zulässig - im Anhang aufgeführt. Der Grundsatz der Bilanzierungs- und Bewertungsstetigkeit wurde beachtet. Aufgrund der Verschmelzung durch Aufnahme der MHB Tankstellen GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 2023 sind die Vorjahreswerte nur sehr eingeschränkt vergleichbar. Auf der Aktivseite wurden neben Anlagevermögen in Höhe von 2.017 TEUR Vorräte in Höhe von 16 TEUR sowie Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 2.716 TEUR (davon 2.401 Forderungen an die MHB Mobility GmbH) in die Bilanz der MHB Mobility GmbH übernommen. Auf der Passivseite wurden sonstige Rückstellungen in Höhe von 293 TEUR sowie Verbindlichkeiten in Höhe von 4.384 TEUR übernommen. Das Eigenkapital der übertragenen Rechtsträgerin in Höhe von 72 TEUR wurde mit Anteilen der übernehmenden Rechtsträgerin in Höhe von 226 TEUR verrechnet. Der sich ergebende Verschmelzungsverlust in Höhe von 154 TEUR ist unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten im Verbundbereich wurden gegeneinander aufgerechnet. In der Gewinn- und Verlustrechnung würden sich unter Einbeziehung der verschmolzenen Gesellschaft für 2022 Vergleichszahlen für die Umsatzerlöse in Höhe von 70.061 TEUR, für die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 467 TEUR, für den Materialaufwand in Höhe von 60.078 TEUR, für die Abschreibungen 1.671 TEUR und für die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 5.905 TEUR ergeben. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend der bisherigen Handhabung nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. II. Erläuterungen zur Bilanz und zu den Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer berechnete Abschreibungen bewertet. Der erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird zu Anschaffungskosten vermindert um lineare Abschreibungen auf Basis einer Nutzungsdauer von 15 Jahren angesetzt, was der voraussichtlichen Nutzung der zugrundeliegenden Werte entspricht. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, bewertet. Abnutzbare bewegliche Anlagengegenstände mit Anschaffungskosten von mehr als 250,00 EUR bis 800,00 EUR wurden in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften (§ 6 Abs. 2 EStG) sofort abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens der MHB Mobility GmbH ist aus dem nachfolgenden Anlagengitter ersichtlich: Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Die unter den Vorräten ausgewiesenen Waren wurden mit Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren Wert, der sich aus dem Marktpreis ergibt, angesetzt (Niederstwertprinzip). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit Ausnahme von 302 (i. V. 140) TEUR, die zum Barwert bilanziert wurden, zum Nennwert bilanziert. Soweit Wertberichtigungen wegen voraussichtlicher Uneinbringlichkeit erforderlich waren, sind diese vorgenommen worden. Für das latente Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, für Skontikürzungen und Zinsverluste infolge verspäteter Zahlungen sowie für Mahn- und Beitreibungskosten ist eine Pauschalwertberichtigung von 16TEUR (entspricht rd. 1,0 % des Forderungsbestandes) gebildet worden. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben Forderungen in Höhe von 320.530,32 EUR (i. V. 152 TEUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, sämtliche übrige Forderungen haben - wie auch im Vorjahr - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für das Geschäftsjahr 2024 darstellen. Das Gezeichnete Kapital (Stammkapital) wird zum Nennbetrag bilanziert. Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresüberschuss in Höhe von 1.455.022,16 EUR zuzüglich des Gewinnvortrages in Höhe von 2.772.418,20 EUR, d. h. den Bilanzgewinn in Höhe von insgesamt 4.227.440,36 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. Die sonstigen Rückstellungen decken die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag dotiert. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt und haben folgende Restlaufzeiten:
Die in den Klammern dargestellten Zahlen beziehen sich auf das Vorjahr. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 3.235, i.V. 2.687 TEUR durch Grundschulden auf betriebliche Grundstücke sowie eine Mietabtretung aus dem Autohof Ronneburg gesichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag für das Geschäftsjahr 2024 darstellen. Die Salden der latenten Steuern entwickelten sich wie folgt:
III. Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung bzw. außergewöhnlicher Bedeutung in Höhe von 154 TEUR aus dem Verschmelzungsverlust enthalten. Die Zinserträge enthalten Erträge aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe 1 (i. V. 1) TEUR. IV. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 3.234 (i. V. 3.593) TEUR ergeben sich aus Miet- und Pachtverträgen von Tankstellen, aus Erbbaurechten und aus Leasingverträgen (3.234; i. V. 2.715 TEUR) sowie auf Bestellobligo (0; i. V. 878) TEUR. Alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer ist:
Bezüglich der in § 285 Nr. 9 Buchstaben a) und b) HGB verlangten Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel gemäß § 286 Absatz 4 HGB beansprucht, da sich anhand dieser Angaben die Bezüge eines Organmitglieds feststellen lassen. Im Jahresdurchschnitt waren gemäß § 267 Absatz 5 HGB 21 (i. V. 20) Angestellte sowie 26 (i. V. 25) Aushilfen, d. h. insgesamt 47 (i. V. 45) Mitarbeiter beschäftigt.
Braunschweig, den 2. Juli 2024 MHB Mobility GmbH gez. Johann Sebastian Thiele, Geschäftsführer Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlage des Unternehmens Das seit 1984 bestehende Unternehmen MHB Mineralölhandel GmbH wurde im Laufe des Geschäftsjahres 2023 umbenannt in die nun aktuelle Firmierung MHB Mobility GmbH. Die Tochtergesellschaft mit Namen MHB Tankstellen GmbH wurde mit Vertrag vom 16. August 2023 rückwirkend auf den 01.01.2023 mit der MHB Mobility GmbH verschmolzen. Während der größere Teil der Geschäftstätigkeit der MHB Mobility GmbH beim Verkauf von Kraftstoffen über Tankstellen liegt, besteht ein zweiter, kleinerer Geschäftszweig in der Betreibung von Autowaschstandorten. Der Kraftstoffhandel der MHB Mobility GmbH wird im Wesentlichen über verpachtete Tankstellen unter den Marken Shell, Aral und der Eigenmarke LEO abgewickelt, die selbst betriebenen Autowaschbetriebe unter der Eigenmarke blitz-blank. 2. Wirtschaftsbericht a. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nachdem die Jahre 2020 und 2021 für das Unternehmen stark von den Auswirkungen der Corona-Krise geprägt waren und das Jahr 2022 gezeichnet war von den negativen Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf den Energiemarkt, verlief das Jahr 2023 ruhig und insgesamt positiv für das Unternehmen. Konjunkturell entwickelte sich die Bundesrepublik Deutschland dabei insgesamt wenig erfreulich: das Bruttoinlandsprodukt stagnierte bei einem leichten Minus von 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr [1]. Die privaten Konsumausgaben stiegen um 5,6 % [2]. Im gleichen Zeitraum erhöhten sich die Verbraucherpreise stark um 5,9 % [3]. Der deutsche Mineralölhandel hatte in seinen für die MHB relevanten Bereichen bei Otto- und Dieselkraftstoffen gemessen am Absatz eine differenzierte Entwicklung zu verzeichnen. Dabei stiegen die in Deutschland insgesamt abgesetzten Mengen im Bereich der Ottokraftstoffe um 2,5 %, im Bereich der Dieselkraftstoffe sanken sie jedoch um 3,6 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum [4]. Insgesamt sank damit der Absatz der mineralölbasierten Kraftstoffe (Otto + Diesel) leicht um 1,6 % im Vergleich zum Vorjahr. b. Geschäftsverlauf Der Kraftstoffabsatz des Unternehmens hat sich im Jahr 2023 aufgrund der Verschmelzung mit der ehemaligen Tochtergesellschaft MHB Tankstellen GmbH insgesamt nahezu verdoppelt. Rechnet man diesen Sondereffekt und weitere Sondereffekte - wie eine im September 2023 neu eröffnete Tankstelle sowie eine von Shell auf LEO umgerüstete Tankstelle - heraus, beträgt das Absatzwachstum moderate 2,7 %. Dies ist im Vergleich zum Gesamtmarkt (-1,6%) trotzdem erfreulich. Der Umsatz im Autowaschbereich legte im ähnlichen Maße zu mit einem Umsatzplus von 3,7 % zum Vorjahr. Über die bereits eingangs beschriebene Verschmelzung mit der ehemaligen Tochtergesellschaft hinaus verliefen die Geschäfte ohne besondere Vorkommnisse und ohne Strukturveränderungen. c. Ertragslage Das Jahr 2023 verlief deutlich über den Erwartungen. Der Haupttreiber hierbei war eine gute Margensituation an den Tankstellen insgesamt. Während der Energiemarkt insgesamt und insbesondere die Tankstellenmargen im Vorjahr stark unter den Auswirkungen des Ukrainekrieges unter Druck geraten waren, erreichten die Margen im Jahr 2023 wieder das gute Niveau der Jahre 2020 und 2021. Durch die Verschmelzung mit der bisherigen Tochtergesellschaft MHB Tankstellen GmbH ist ein Vorjahresvergleich vieler Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung nicht aussagekräftig. Um eine Vergleichbarkeit herzustellen, wurden die Vorjahreswerte der MHB Mineralölhandel um die Vorjahreswerte der verschmolzenen MHB Tankstellen GmbH ergänzt und interne Leistungsbeziehungen eliminiert. Es ergeben sich folgende veränderte Vergleichswerte:
Die Umsatzerlöse konnten aufgrund von leichten Absatzsteigerungen und höheren Margen um T€ 2.781 auf T€ 72.842 gesteigert werden. Der Materialaufwand stieg absolut um T€ 926 auf T€ 61.004, die Materialaufwandsquote ging dabei jedoch um 2,0 %-Punkte auf 83,7 % zurück, so dass sich zuzüglich der anderen aktivierten Eigenleistungen und sonstigen betrieblichen Erträge ein um T€ 1.969 verbessertes Rohergebnis von T€ 12.436 (i.V. T€ 10.467) ergab. Die Personalkosten der MHB Mobility GmbH sind mit denen des Vorjahrs vergleichbar, da die Tochtergesellschaft keine eigenen Mitarbeiter beschäftigte. Der prozentuale Anstieg betrug 3,4% und ist im Wesentlichen auf Sonderzahlungen und individuelle Gehaltsanpassungen zurückzuführen. Im Durchschnitt des Jahres 2023 wurden 48 (Vorjahr: 46) Mitarbeiter (einschließlich Geschäftsführer und Auszubildenden) beschäftigt. Der Verbesserung des Rohergebnis stehen gestiegene Abschreibungen (+T€ 123) und sonstige betriebliche Aufwendungen (+T€ 639) gegenüber. Der Anstieg der Abschreibungen ist durch erneut hohe Investitionen begründet. Die gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insbesondere durch höhere Tankstellenprovisionen infolge eines erneuerten Vertrages sowie durch die Zahlung eines Handelsvertreterausgleichs nach Pächterwechsel verursacht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten außerdem den Verschmelzungsverlust aus der Aufrechnung des Eigenkapitals der MHB Tankstellen GmbH mit den bei der Gesellschaft bilanzierten Anteilen in Höhe von T€ 154. Insgesamt ergibt sich ein um T€ 1.150 höheres Betriebsergebnis von T€ 2.349. Nach Berücksichtigung des Zinsergebnisses von T€ -58 (i.V. T€ -52) beläuft sich das Ergebnis vor Ertragsteuern auf T€ 2.251 und liegt damit erheblich über dem Vorjahresergebnis von T€ 1.109 (+103 %). Nach Berücksichtigung der Steuern beträgt der Jahresüberschuss T€ 1.455 (i.V. T€ 674). Das EBITDA betrug damit T€ 4.144 (i.V. T€ 2.871). d. Finanzlage Die Fremdfinanzierung der Gesellschaft erfolgt zu einem überwiegenden Teil aus kurzfristigen Mitteln, wobei der Anteil der Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten an der Bilanzsumme aufgrund des Geschäftsmodells bei 50,3 % (Vorjahr: 34,6 %) liegt und im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Kraftstofflieferungen besteht. Aufgrund der Bestände an liquiden Mitteln, der mit den Banken vereinbarten Kreditlinien und der von den Lieferanten gewährten Zahlungskonditionen ist die Liquidität in normalen, aber auch in Krisenzeiten gesichert. Für den Fall eines Liquiditätsengpasses sind ausreichende Kreditlinien mit der Hausbank vereinbart. e. Vermögenslage Wie bei den Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung gilt auch für die Positionen der Bilanz, dass ein Vorjahresvergleich aufgrund der Verschmelzung mit der vormaligen Tochtergesellschaft MHB Tankstellen GmbH nur eingeschränkt möglich ist. Zum Stichtag 31.12.2023 stieg die Bilanzsumme der MHB Mobility GmbH insbesondere aufgrund der Verschmelzung von T€ 14.999 auf T€ 20.198. Das Anlagevermögen betrug T€ 12.225 (i.V. T€ 10.397) und der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme betrug 60,5 % (i.V. 69,3 %). Im Geschäftsjahr 2023 stieg das Anlagevermögen in Höhe von T€ 2.017 (Buchwerte) durch Verschmelzung und in Höhe von T€ 2.096 durch Investitionen des laufenden Geschäftsjahres. An Abgängen waren Buchwerte in Höhe von T€ 516 zu verzeichnen, darunter T€ 199 für die nachträgliche Minderung von Anschaffungskosten aufgrund von Investitionszuschüssen, T€ 90 aus der Rückführung von gewährten Darlehen und T€ 226 aus dem Untergang von Anteilen an der verschmolzenen Gesellschaft. Die Abschreibungen erreichten aufgrund der erneuten hohen Investitionen des Geschäftsjahres ein Gesamtvolumen von T€ 1.795 (i.V. T€ 1.672). Die Bilanz der MHB Mobility GmbH weist zum 31.12.2023 einen Bilanzgewinn in Höhe von T€ 4.227, eine Kapitalrücklage von T€ 245 und ein gezeichnetes Kapital in Höhe von T€ 522 aus. Trotz der erheblich gestiegenen Bilanzsumme stieg die Eigenkapitalquote von 23,6 % im Vorjahr auf nunmehr 24,7 % f. Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens Die Gesamtlage des Unternehmens ist weiter als stabil und gesund zu bezeichnen. Wie bereits oben dargestellt, war die Ertragslage im abgelaufenen Geschäftsjahr im Vorjahresvergleich sehr gut. Das Ergebnis vor Steuern als wesentlicher finanzieller Leistungsindikator liegt mit T€ 2.291 erheblich über dem Vorjahreswert von T€ 1.141. Zusätzlich lag dieses auch deutlich über dem im Lagebericht zum Jahresabschluss 2022 prognostizierten Wert von T€ 1.600. Die Planabweichung resultiert dabei insbesondere aus der konservativen Planannahme, dass die Ukrainekrise die Margen im Tankstellengeschäft weiter stark negativ belasten würde. Da dies nicht eingetroffen ist, wurden erheblich höhere Erträge im Kraftstoffbereich erzielt als geplant. Eine detailliertere Aussage zur Planabweichung auf Basis von Einzelpositionen lässt sich nicht treffen, da nur die Einzelpositionen der Muttergesellschaft detailliert geplant wurden, die tatsächlich erreichten IST-Werte nun aber eine Kombination aus Mutter- und ehemaliger Tochtergesellschaft wiedergeben. 3. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht Das Geschäftsjahr 2023 zeigte im Hinblick auf die Ukraine-Krise und deren Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der MHB eine nahezu vollständige Erholung. Im Lagebericht zum Geschäftsjahr 2021 und 2022 wurden hier insbesondere drei Risiken im Zusammenhang mit der Ukrainekrise benannt: Versorgungssicherheit bei Kraftstoffen, Versorgungssicherheit durch Gas (als Energieträger für selbst genutzte Heizungsanlagen) und die gestiegenen Einkaufspreise für Kraftstoffe. Stand heute sieht es so aus, dass diese drei Risikofaktoren für die nähere Zukunft der MHB keine größere Rolle spielen werden. Vor dem Hintergrund der Unberechenbarkeit der zukünftigen Entwicklung des Krieges und insbesondere des Verhaltens von Russland, bleiben diese trotzdem beobachtenswert. Neben diesen akuten Themen ist weiterhin die Diskussion um die Umweltverträglichkeit herkömmlicher Antriebstechnologien und das damit im Zusammenhang stehende Thema Elektromobilität beobachtenswert. Positiv für das Unternehmen ist, dass die Nachfrage nach rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen derzeit stagniert bzw. sogar leicht rückläufig ist und sich ein kurzfristig schnelles Hochlaufen der Technologie derzeit nicht abzeichnet. Während im Zeitraum Januar bis Mai 2023 insgesamt in Deutschland noch 167.256 rein elektrisch betriebene PKW zugelassen wurden, waren es im gleichen Zeitraum in 2024 nur noch 140.713 (-16 %) [5]. Trotzdem besteht auf mittlere Frist gesehen ein latentes Risiko. Die Geschäftsführung der MHB behält diese Entwicklungen im Auge, um rechtzeitig eventuell nötige Maßnahmen einleiten zu können. Aus aktueller Sicht sind hieraus zwar noch keine Handlungen erforderlich, allerdings prüft die Geschäftsführung Investitionen im Tankstellenbereich zunehmend kritischer. Unabhängig vom Mobilitätswandel zeigt sich der Autowaschbereich der MHB. Der Bedarf nach Autowäsche ist unabhängig von der verwendeten Antriebstechnologie und verspricht aus Sicht der Geschäftsführung eine stabile Einkommensquelle neben dem reinen Verkauf von Kraftstoff. Daher gehen wir auch in einem pessimistischen Zukunftsszenario davon aus, dass die Finanzierung der Gesellschaft sichergestellt ist. Die vereinbarte Kreditlinie mit der Hausbank deckt den prognostizierten Liquiditätsbedarf der MHB vollständig ab bzw. bietet nach Einschätzung der Geschäftsleitung einen ausreichenden Sicherheitspuffer. Chancen für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens liegen insbesondere in der Ausweitung des bestehenden Tankstellennetzes sowie dem Aufbau weiterer Autowaschanlagen. Mittels Kostendegression wäre dabei eine weitere Verbesserung der Ertragslage möglich. Hinsichtlich der Prognose für das Geschäftsjahr 2024 wurde folgendes Szenario aufgestellt: Das erste Halbjahr 2024 war von extrem guten Erträgen geprägt, so dass ein übertreffen des sehr guten Ergebnisses des Jahres 2023 möglich erscheint. Unter konservativen Planansätzen, ist ein Plan-Vorsteuerergebnis von über T€ 2.600 für 2024 realistisch. Im Jahr 2024 wurde eine weitere SB-Waschanlage hinzugekauft und soll im Herbst des Jahres auf die Marke "blitz-blank" umgestellt werden. Weiterhin sind Investitionen in die Umstellung dreier Anlagen von der Marke Shell auf LEO geplant. Das Gesamtinvestitionsvolumen hierfür schätzt die Gesellschaft auf circa. € 1,5 Mio. Für das Jahr 2025 wäre die Errichtung eines weiteren großen SB-Waschcenters möglich, da hier bereits eine Baugenehmigung vorliegt. Derzeit ist aber noch nicht entschieden, ob dies durchgeführt werden soll. Die Investitionssumme hierfür läge bei grob € 2,0 Mio.. Ausreichende Liquidität ist nach Einschätzung der Geschäftsführung auch für den Prognosezeitraum gegeben.
Braunschweig, 02. Juli 2024 MHB Mobility GmbH gez. Johann Sebastian Thiele, Geschäftsführer Verwendete externe Quellen:
[1] Statistisches Bundesamt - Übersicht
Gesamtwirtschaft (Link:
https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt/Tabellen/inlandsprodukt-gesamtwirtschaft.html
, Abruf vom 2. Juli 2024)
Bei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz, GuV und Anhang) handelt es sich um die gemäß § 327 HGB für Offenlegungszwecke bestimmte verkürzte Fassung. Zum vollständigen Jahresabschluss und zum Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MHB Mobility GmbH, Braunschweig Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MHB Mobility GmbH, Braunschweig, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MHB Mobility GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegeben-heiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Braunschweig, den 19. Juli 2024 PKF
Fasselt
Flege, Wirtschaftsprüfer Cech, Wirtschaftsprüfer |
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